Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 120490
Vorher
AxAir Geschäftsführungs GmbHAxAir GmbH Systeme für LuftkonditionierungWalter Meier (Klima Deutschland) GmbHSwegon Climate Systems Germany GmbH
Eingetragen
7.5.1998
Branche
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den HaushaltIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von Heizkörpern für Zentralheizungen
Gegenstand
Projektierung, Herstellung, Lieferung und Betreuung von Luftbefeuchtungs- bzw. Luftentfeuchtungsgeräten und -anlagen einschließlich Zubehör, desgleichen von Luftkonditionierungsgeräten und -anlagen jeder Art sowie von meß- und regeltechnischen Geräten, die der internen und externen Luftbehandlung dienen; ferner Beratung in technischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht sowie Realisierung der Beratungsaufgaben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Pohler
seit 20.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Regine Otte
seit 22.7.2021
Prokura
Mark Behringer
seit 22.7.2021
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Swegon Operations ABSWE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Swegon GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Swegon Germany GmbH

Garching

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen sowie sonstige Rechte 63.663,52 84.616,59
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.840,01 224.137,32
2. Kraftfahrzeuge 218.402,12 781.242,13 527.039,25 751.176,57
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.200.000,00
844.905,65 3.035.793,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren (Geräte) 4.903.932,13 8.602.562,97
2. Ersatzteile 889.479,48 734.529,80
3. Aufträge in Arbeit 645.500,47 580.690,61
4. Geleistete Anzahlungen 120.083,10 6.558.995,18 73.542,71 9.991.326,09
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.399.165,60 7.227.632,73
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 140.520,36 (i. Vj. EUR 194.749,76) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.384.704,36 4.132.247,17
3. Sonstige Vermögensgegenstände 272.616,57 18.056.486,53 295.265,35 11.655.145,25
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 207.114,47 (i. Vj. EUR 202.157,75) -
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 629.740,05 460.163,52
25.245.221,76 22.106.634,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.780,96 94.541,95
26.247.908,37 25.236.969,97

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 6.987.402,73 6.987.402,73
III. Gewinnvortrag 1.509.579,42 1.509.579,42
9.496.982,15 9.496.982,15
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 451.000,00 495.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.010.000,00 3.633.000,00
5.461.000,00 4.128.000,00
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 866.872,16 2.203.758,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.228.745,91 1.452.506,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.107.893,91 6.652.990,12
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.086.414,24 1.302.732,62
- davon aus Steuern EUR 1.070.278,37 (i. Vj. EUR 1.197.456,68) -
- davon aus sozialen Abgaben EUR 91,54 (i. Vj. EUR 60.225,04) -
11.289.926,22 11.611.987,82
26.247.908,37 25.236.969,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 90.595.431,22 81.704.366,03
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an Aufträgen in Arbeit 64.809,86 -199.831,49
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.489.083,30 1.503.926,00
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -52.215.822,02 -48.236.114,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -810.412,30 -53.026.234,32 -713.200,68 -48.949.315,40
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.563.508,29 -15.886.409,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.961.299,43 -20.524.807,72 -2.980.947,42 -18.867.356,79
- davon für Altersversorgung EUR -60.180,83 (i. Vj. EUR -138.516,95)-
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -546.656,09 -555.555,20
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.660.984,01 -10.649.989,63
- davon Währungskursaufwendungen EUR -4.843,74 (i. Vj. EUR -6.442,09) -
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 702,78 3.102,77
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 702,78 (i. Vj. EUR 3.102,77) -
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 149.838,83 12.770,28
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 147.463,37 (i. Vj. EUR 8.554,40) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.218,80 140.620,03 -10.152,36 2.617,92
- davon an verbundene Unternehmen EUR -318,36 (i. Vj. EUR -1.486,11) -
- davon aus Abzinsung EUR -8.854,00 (i. Vj. EUR -8.486,00) -
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17,37 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 6.531.947,68 3.991.964,21
13. Sonstige Steuern -31.871,49 -32.421,07
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn - 6.500.076,19 -3.959.543,14
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die Swegon Germany GmbH hat ihren Sitz in Garching bei München und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer 120490 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 i. V. m. 242 ff. HGB und den relevanten Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Regelungen für große Kapitalgesellschaften. Von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegt eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von jeweils drei bzw. fünf Jahren zugrunde.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung auf Zugänge des Geschäftsjahres erfolgt zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben.

Für die Gegenstände des Anlagevermögens gelten überwiegend folgende Nutzungszeiten:

Jahre
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen sowie sonstige Rechte drei bzw. fünf Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung entsprechend den AfA-Tabellen
Hardware drei Jahre
Kraftfahrzeuge sechs Jahre

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Ersatzteile und Waren sowie der Aufträge in Arbeit erfolgt mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten entsprechend dem Niederstwertprinzip. Lagerrisiken und Skontominderungen werden durch entsprechende, individuell ermittelte Abschläge berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nennbetrag bewertet.

Bei den zum Nennwert bewerteten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von zwei Prozent auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angemessen Rechnung getragen.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nominalwert aktiviert.

Seit dem Geschäftsjahr 2014 besteht körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft zur Swegon GmbH. Etwaige Steuerlatenzen sind deshalb grundsätzlich auf Ebene der Organträgerin zu erfassen.

Die Pensionsrückstellung für eine laufende Rente wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" berechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Heubeck Richttafeln 2018 G" verwendet. Gemäß § 253 Abs. 2 HGB wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz gemäß RückAbzinsV für Restlaufzeiten von 15 Jahren mit 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) für einen 10-Jahreszeitraum und ein Rententrend von 4,50 % für 2023 und 2024 und 2,10 % ab 2025 (wie im Vorjahr) zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 1.234,00 (i. Vj. EUR 7.072,00) und folgt aus einem Vergleichszinssatz von 1,76 % (i. Vj. 1,45 %).

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Bewertung der Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen erfolgt auf Basis von für die Vergangenheit ermittelten produktspezifischen Gewährleistungssätzen für garantiebehaftete Umsätze aus Waren und Ersatzteilen. Es wird die Annahme getroffen, dass innerhalb der gesetzlichen Gewährleistungsdauer von fünf Jahren die Gewährleistungsverpflichtung zu 60 % im ersten Jahr, zu 20 % im zweiten, zu 10 % im dritten und zu jeweils 5 % im vierten und fünften Jahr anfällt.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt; eine Abzinsung wird vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gemacht werden. Es wird von der Nettomethode Gebrauch gemacht und nur der abgezinste Betrag zugeführt.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag noch offene Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 284 Abs. 3 HGB im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) für die einzelnen Posten dargestellt.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrafen im Vorjahr in voller Höhe die Gesellschafterin Swegon GmbH.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von über einem Jahr
EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Dritte 5.399.165,60 5.258.645,24 140.520,36
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.384.704,36 12.384.704,36 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 272.616,57 65.502,10 207.114,47
Gesamt 18.056.486,53 17.708.851,70 347.634,83
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr von über einem Jahr
EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Dritte 7.227.632,73 7.032.882,97 194.749,76
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.132.247,17 4.132.247,17 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 295.265,35 93.107,60 202.157,75
Gesamt 11.655.145,25 11.258.237,74 396.907,51

Gegen die Gesellschafterin Swegon GmbH, Garching bei München, bestehen Forderungen in Höhe von EUR 4.000.000,00 (i. Vj. EUR 0,00).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 135.410,18 (i. Vj. EUR 39.500,39), debitorische Konzernkreditoren in Höhe von EUR 467.582,08 (i. Vj. EUR 48.479,58) und Forderungen aus Cash- Pooling in Höhe von EUR 7.781.712,10 (i. Vj. EUR 4.044.267,20).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind debitorische Kreditoren in Höhe von EUR 17.964,57 (i. Vj. EUR 7.319,70) enthalten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Bilanzposten umfasst im Wesentlichen vor dem Bilanzstichtag gezahlte, auf die Folgeperiode entfallende Versicherungsbeiträge, Messekosten und Lizenz- und Wartungsgebühren.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von EUR 1.000.000,00, die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 6.987.402,73 und der Gewinnvortrag in Höhe von EUR 1.509.579,42 sind gegenüber dem Vorjahr unverändert, da seit dem 1. Januar 2014 mit der Swegon GmbH ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Rückstellungen

Der unter der Bilanzposition Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesene Betrag betrifft die Versorgungsansprüche der Witwe eines früheren Geschäftsführers.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Verpflichtungen aus Gewährleistung, Boni und Werbekostenzuschüssen, ausstehenden Eingangsrechnungen, Prozess- und Haftungsrisiken, Jahresabschlussprüfungskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträgen und Schwerbehindertenabgabe sowie für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Provisionen, Tantiemen, Urlaubsguthaben sowie Abfindungen und Freistellungen.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen 866.872,16 866.872,16 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.228.745,91 1.228.745,91 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.107.893,91 8.107.893,91 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.086.414,24 1.086.414,24 0,00 0,00
Gesamt 11.289.926,22 11.289.926,22 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2022 bis zu einem Jahr von einem bis zu fünf Jahren über fünf Jahre
EUR EUR EUR EUR
Erhaltene Anzahlungen 2.203.758,35 2.203.758,35 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.452.506,73 1.452.506,73 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.652.990,12 6.652.990,12 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.302.732,62 1.302.732,62 0,00 0,00
Gesamt 11.611.987,82 11.611.987,82 0,00 0,00

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.607.817,72 (i. Vj. EUR 2.693.446,98) sowie Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Gesellschafterin, der Swegon GmbH, Garching, in Höhe von EUR 6.500.076,19 (i. Vj. EUR 3.959.543,14).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die aus Miet- und Leasingverträgen bestehenden Verpflichtungen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 7.092.054,07 (i. Vj. EUR 7.489.381,36), wovon EUR 2.939.500,70 (i. Vj. EUR 3.027.770,62) eine Restlaufzeit unter einem Jahr haben. Die Miet- und Leasingverträge sind bis spätestens 2028 kündbar und beinhalten keine Posten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Zum Bilanzstichtag bestanden Avalverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.527.646,94 (i. Vj. EUR 1.541.886,40).

Im Rahmen der Übertragung der Pensionszusage für den Geschäftsführer auf einen Pensionsfonds und eine Unterstützungskasse bestehen mittelbare Verpflichtungen, sofern diese selbstständigen Versorgungseinrichtungen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Aufgrund der finanziellen Lage dieser externen Versorgungsträger ist mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft nicht zu rechnen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft hat die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde in Übereinstimmung mit § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Buchgewinne infolge von Anlagenabgängen in Höhe von EUR 188.023,20 (i. Vj. EUR 75.754,91), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von EUR 44.829,52 (i. Vj. EUR 20.266,89) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 54.000,00 (i. Vj. EUR 194.000,00). Die Währungskursgewinne betrugen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 0,00).

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursveränderungen in Höhe von EUR 4.843,74 (i. Vj. EUR 6.442,09) ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 167 183
Gewerbliche Arbeitnehmer 43 40
Aushilfen 4 16
214 239

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bestellt:

Nils Hartmut Meinert, Hückeswagen, einzelvertretungsberechtigt, Geschäftsführer

Andreas Sven Olov Örje Wellstam, Göteborg/Schweden, einzelvertretungsberechtigt, CEO Swegon Group AB

Mats Carl Christian Olin, Västra Frölunda/Schweden, einzelvertretungsberechtigt, CFO Swegon Group AB

Gesellschafter

Alleingesellschafterin ist die Swegon GmbH, Garching bei München.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen betrug im Geschäftsjahr EUR 50.148,00 und das Honorar für Steuerberatungsleistungen EUR 21.427,51.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft Investmentaktiebolaget Latour (Investment AB Latour), Göteborg/Schweden, einbezogen. Der Konzernabschluss wird nach International Financial Reporting Standards aufgestellt und ist im schwedischen Unternehmensregister "Bolagsverket" unter der Unternehmensnummer 556026-3237 verfügbar.

 

Garching, 24. Juli 2024

Andreas Örje Wellstam, Geschäftsführer

Christian Olin, Geschäftsführer

Nils Meinert, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen sowie sonstige Rechte 952.938,40 10.000,00 9.573,50 953.364,90
952.938,40 10.000,00 9.573,50 953.364,90
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.314.180,47 471.366,27 953.465,41 832.081,33
2. Kraftfahrzeuge 2.454.021,87 0,00 829.222,63 1.624.799,24
3. GWG 0,00 149.984,16 149.984,16 0,00
3.768.202,34 621.350,43 1.932.672,20 2.456.880,57
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.200.000,00 0,00 2.200.000,00 0,00
2.200.000,00 0,00 2.200.000,00 0,00
6.921.140,74 631.350,43 4.142.245,70 3.410.245,47
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen sowie sonstige Rechte 868.321,81 30.951,03 9.571,46 889.701,38
868.321,81 30.951,03 9.571,46 889.701,38
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.090.043,15 83.846,61 904.648,44 269.241,32
2. Kraftfahrzeuge 1.926.982,62 281.874,29 802.459,79 1.406.397,12
3. GWG 0,00 149.984,16 149.984,16 0,00
3.017.025,77 515.705,06 1.857.092,39 1.675.638,44
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.885.347,58 546.656,09 1.866.663,85 2.565.339,82
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen sowie sonstige Rechte 63.663,52 84.616,59
63.663,52 84.616,59
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 562.840,01 224.137,32
2. Kraftfahrzeuge 218.402,12 527.039,25
3. GWG 0,00 0,00
781.242,13 751.176,57
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.200.000,00
0,00 2.200.000,00
844.905,65 3.035.793,16

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Swegon Germany GmbH gehört zur Swegon Group AB, welche Teil der an der Börse notierten Latour-Gruppe ist. Swegon bietet energieeffiziente Lösungen für Lüftungs- und Raumklimasysteme und gehört zu den wichtigsten Anbietern für Systemlösungen in den Bereichen Heizen und Kühlen, Lüftung, Be- und Entfeuchtung und Optimierung des Innenraumklimas. Die Swegon-Gruppe hat Niederlassungen und Distributoren auf der ganzen Welt sowie 21 Produktionsstätten in Europa, Nordamerika und Indien. Die Swegon-Gruppe beschäftigt mehr als 3.300 Mitarbeiter und erzielte 2023 einen Umsatz von 8,8 Milliarden SEK. [1]

Zum Swegon Germany GmbH Portfolio gehören bedarfsorientierte, zentrale Lüftungslösungen (Volumenstrom < 46.000 m 3 /h) inklusive einer eigens entwickelten Regelungsumgebung. Zudem bieten wir Wärmepumpen und Kaltwassersätze zum Heizen und Kühlen bis zu einer Leistung von 1,5 MW an. Für Räume, die klimatisiert werden, führt Swegon Gebläse-Konvektoren, Luftauslässe zur Luftverteilung (auf Wunsch mit Schalldämpfern), Kühlbalken, Kühlsegel, Single-Split- und Multi- Split-Geräte sowie Anlagen zur Befeuchtung und Entfeuchtung. Zudem ist die Swegon Germany GmbH in Deutschland Vertriebspartner für Fujitsu-Produkte zur Klimatisierung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war geprägt von Stagnation bis zu leichten Rückgängen in der Gesamtwirtschaft sowie rezessiven Tendenzen in der Baubranche.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) reduzierte sich im Jahr 2023 um -0,3 % gegen- über dem Vorjahr 2022. Inflationsrate bzw. Kern-Inflationsrate verharrten bei 5,9 % bzw. 6,0 % [2] ; das öffentliche Budgetdefizit (in % vom BIP) betrug -2,1 %. Lediglich der Arbeitsmarkt blieb stabil (45,9 Mio. Beschäftigte; Arbeitslosenquote von 5,7 %) 3.

Das Geschäft der Swegon Germany GmbH wird maßgeblich durch die gesamtwirtschaftliche Bauaktivität beeinflusst. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität ist die Genehmigung des Neubaus von umbautem Raum, für die Swegon Germany GmbH insbesondere von Nichtwohngebäuden. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude. Insgesamt sank die Genehmigung von umbautem Raum bei Fabrik- sowie Bürogebäuden deutlich im Jahr 2023. Bei den genehmigten Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum gegenüber 2022 um 15,7 % auf 199,5 Millionen Kubikmeter. Das war der niedrigste Wert seit 2015 (194,0 Millionen Kubikmeter). Darunter ging der umbaute Raum bei Fabrik- und Werkstattgebäuden um 17,0 %, bei Warenlagern um 16,0 % und bei Handelsgebäuden um 23,3 % zurück. [4]

1 https://www. swegon. com/de/ueber-swegon/
2 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilungen Nr. 020 vom 16. Januar 2024 und Nr. 066 vom 23. Februar 2024
3 Bundesarbeitsministerium - Arbeitsmarktzahlen für Dezember 2023

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Insolvenzen nach Auslaufen der Corona- Sonderregeln wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts meldeten in Deutschland insgesamt 17.814 Unternehmen im Jahr 2023 Insolvenz an - und damit gut ein Fünftel (22,1 Prozent) mehr als im Jahr zuvor. [5]

Swegon musste sich des Weiteren den Herausforderungen des Fachkräftemangels stellen. Begrenzte Verfügbarkeit von ausgebildeten Vertriebsingenieuren und Servicetechnikern in Verbindung mit gestiegener Nachfrage nach Klimatechnologie führten branchenweit zu Projektverschiebungen und hohen Auftragsüberhängen.

Marktentwicklung und Auftragseingang

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für das Gesamtjahr 2023 bezogen auf alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt minus 5 Prozent. [6] Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe hat sich im Jahr 2023 mit -4,4 % im Vergleich zum Vorjahr (real) ebenfalls negativ entwickelt. [7] Damit war das Bauhauptgewerbe im Jahr 2023 ebenfalls keine Stütze der Gesamtwirtschaft; gestiegene Material- und Lohnkosten, verbunden mit signifikant erhöhten Finanzierungskosten, bildeten den Bezugsrahmen für diese Entwicklung.

Eine Sonderkonjunktur ergab sich im Segment der nicht-kommerziellen Heizungstechnik. Mit über 1,3 Millionen abgesetzten Wärmeerzeugern und einem Wachstum von 34 % im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2022 blickte die Industrie auf ein Rekordjahr zurück. Allerdings ist das Rekordergebnis 2023 von Vorzieh- und Sondereffekten gekennzeichnet; signifikant gestiegene Installationen waren in den Segmenten Wärmepumpe wie Gas zu verzeichnen. [8]

4 https://www. destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_074_3111.html
5 Statistisches Bundesamt: Pressemitteilungen Nr. 103 vom 15. März 2024
6 https://www. bauindustrie.de/themen/artikel/prognosen-bestaetigt-schwaches-baujahr-2023
7 https://www. bauindustrie.de/themen/artikel/prognosen-bestaetigt-schwaches-baujahr-2023
8 https://www. bdh-industrie.de/presse/pressemeldungen/artikel/heizungsindustrie-rekordabsatz-inturbulentem-marktumfeld

Konzernzugehörigkeit und gesellschaftsrechtliche Veränderungen

Die Swegon Germany GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Swegon GmbH - ebenfalls mit Sitz in Garching bei München, die wiederum eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Swegon Operations AB (Göteborg, Schweden) ist. Neben der Gesellschaft hält die Swegon GmbH noch die Swegon Klimadecken GmbH, die Zent-Frenger GmbH (beide Heppenheim) sowie die Swegon SLT GmbH (Lingen) in ihrem Portfolio.

Die Swegon Group AB produziert und vertreibt über internationale Tochtergesellschaften Komponenten der Heizungs-, Kühlungs-, Lüftungs- und Klimatechnik. Neben der Swegon Operations AB und der Swegon Operations Belgium S.A. (Gembloux, Belgien) ist die ebenfalls zur Swegon-Gruppe gehörende BlueBox- Gruppe (Cantarana, Italien) eine der wichtigsten Hauptlieferanten der Gesellschaft.

Zum Herbst 2023 räumte die Swegon Germany GmbH Lager- und Bürogebäude in der Carl-von-Linde-Straße, Garching-Hochbrück, und bezog ein neues Bürogebäude im Parkring, Garching. Lagerwirtschaft und Bestandsführung bezogen auf die Handelswaren werden inzwischen von Logistik-Dienstleistern wahrgenommen.

Leistungsindikatoren

Als Mitglied der Swegon-Gruppe berichtet die Swegon Germany GmbH ihre Zahlen zur Steuerung des Unternehmens an die Swegon Group AB. Die wichtigsten finanziellen Indikatoren stellen die Umsatzerlöse sowie das EBIT 9 dar.

Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang der Swegon Germany GmbH sank im Geschäftsjahr 2023 um ca. minus 20 Prozent gegenüber 2022 und betraf nahezu alle Segmente: Kältemaschinen und Wärmepumpen aus Cantarana, Lüftungsgeräte aus Kvänum sowie die Lüftungsprodukte aus Gembloux.

Das Jahr 2023 war geprägt von dem Auslaufen der staatlichen Förderungen im Bereich der Schullüftungen; die entsprechenden Aufträge wurden planmäßig während des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2023 abgearbeitet und trugen entsprechend positiv zu den Umsatzerlösen bei.

Aufgrund des hohen Auftragsbestandes per Ende 2022, u. a. auch in den Segmenten Lüftungen, Kältemaschinen & Wärmepumpen und Handelsprodukte und einer normalisierten Konvertierung von Auftragsbestand in Umsatzerlöse konnten die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um fast +11 % gegenüber 2022 gesteigert werden (90,6 Mio. € versus 81,7 Mio. € im Vorjahr).

9 "EBIT" ist das operative Ergebnis gem. internationaler Definition; d. h. das operative Ergebnis vor Zinserträgen, Zinsaufwand sowie vor Ertragsteuern. "EBIT" inkludiert etwaige Restrukturierungsaufwendungen.

Treiber der Umsatzsteigerung waren u. a. Produkte und Lösungen aus den Segmenten Lüftung und Raumklima sowie (mittlere & größere) Wärmepumpen und Kältemaschinen für den Einsatz im gewerblichen Bereich. Ein Minus bezogen auf Umsatzerlöse ergab sich lediglich im Segment der Handelswaren.

Die Swegon Germany GmbH verfügte per 31. Dezember 2023 über einen um mehr als minus 50 % reduzierten Auftragsbestand gegenüber dem 31. Dezember 2022. Der Auslandsanteil am Umsatz liegt bei unter 2 %.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung ist im Geschäftsjahr 2023 von +4,0 Mio. € im Vorjahr auf rund +6,5 Mio. € gestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg ebenfalls von +4,0 Mio. € auf fast +6,4 Mio. €. Ursächlich für diese Gewinnentwicklung waren die im Vergleich zum Vorjahr signifikanten Umsatzsteigerungen (+11 %), der nur unterproportionale Erhöhungen der verschiedenen Aufwands- und Kostenkomponenten gegenüberstanden: Materialaufwand +8 %, Personalaufwand +9 % und sonstige betriebliche Aufwendungen +10 %. Fracht- und Energiekosten bewegten sich auf hohem Niveau; Werbe-, KFZ- und Reisekosten hatten sich bereits im Vorjahr 2022 auf ein übliches Niveau wieder eingependelt. Die EBIT-Marge erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zu 2022 von +5 % (der Nettoumsatzerlöse) auf +7 %.

Während die für das Jahr 2023 geplanten Umsatzsteigerungen nicht erreicht worden sind, ist das geplante operative Ergebnis (EBIT) nahezu vollständig gemäß Prognose erwirtschaftet worden.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme liegt mit 26,2 Mio. € um +1 Mio. € höher als im Vorjahreszeitraum (25,2 Mio. €). Ursächlich waren folgende Veränderungen auf der Aktivseite der Bilanz:

Nahezu unverändert geringe Kapitalbindung durch Vermögensgegenstände des nichtfinanziellen Anlagevermögens (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände): +9 T€. Aufgrund des Bezugs eines neuen Bürogebäudes erhöhte sich der Nettowert an Mietereinbauten sowie Büro- und Geschäftsausstattung von 177 T€ auf 501 T€ (+325 T€). Die Umstellung von Eigen- auf Leasing-Fahrzeuge im Vertriebs- und Service-Bereich reduzierte hingegen den Nettowert der Kraftfahrzeuge um minus 309 T€ (von 527 T€ auf 218 T€).

Ein längerfristiges Konzerndarlehen von 2,2 Mio. € konnte vereinnahmt werden.

Bestände von Vorratsvermögen konnten um mehr als -3,4 Mio. € von rund 10 Mio. € auf 6,6 Mio. € reduziert werden.

Ein verbessertes Forderungsmanagement trug zur Reduzierung der Kundenforderungen um -1,8 Mio. € bei (5,4 Mio. € versus 7,2 Mio. € im Vorjahr).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen an, da ein kurzfristig fälliges Darlehen gegenüber einem Konzernunternehmen ausgereicht wurde (4 Mio. €) und sich die Forderungen aus dem Latour-Cash-Pool aufgrund der guten Geschäftsentwicklung sowie eines verbesserten Working- Capital-Managements um rund 3,8 Mio. € erhöhten.

Auf der Passivseite sind folgende Veränderungen relevant:

Anstieg der Gewährleistungsrückstellungen um fast +400T€ (von 1,6 auf fast 2,0 Mio. €), bedingt durch das höhere Umsatzvolumen sowie Risikovorsorge.

Anstieg der personalbezogenen sonstigen Rückstellungen um mehr als 1,0 Mio. € aufgrund von höheren Erfolgsbeteiligungen, Abfindungszahlungen sowie aufgrund von sonstigen Personalveränderungen.

Aufgrund des Abbaus des Auftragsbestandes reduzierten sich Verpflichtungen aus Kundenanzahlungen um -1,3 Mio. € (von 2,2 auf 0,9 Mio. €).

Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: minus 220 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich von 6,7 Mio. € auf 8,1 Mio. € (+1,45 Mio. €) vor allem aufgrund des höheren abzuführenden Ergebnisses.

Finanzlage

Das Finanzmanagement hat das primäre Ziel, die Liquidität für das operative Geschäft der Swegon Germany GmbH sicherzustellen, und orientiert sich an der operativen und strategischen Ausrichtung der Swegon Germany GmbH bzw. der Swegon-Gruppe. Die Finanzierung der Swegon Germany GmbH erfolgt über den Cash Pool der Latour-Gruppe. Diesem ist die Swegon Germany GmbH mit Erklärung vom 13.09.2020 beigetreten. Die Abwicklung des Cash Pools erfolgt durch die Skandinaviska Enskilda Banken, Schweden. Die Ansprüche der Swegon Germany GmbH richten sich ausschließlich gegen die Cash Pool-Inhaberin der Latour- Gruppe, die Nordiska Industria AB, Schweden.

Zum Bilanzstichtag hat die Swegon Germany GmbH aus dem Cash Pool eine Forderung gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 7,8 Mio. € (im Vorjahr 4,0 Mio. €).

Die Eigenkapitalquote beträgt 36 % (der Bilanzsumme) im Vergleich zu 37,6 % per Ende 2022.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 hat sich der operative Cash-Flow mit +9,9 Mio. € (im Vergleich zu +4,8 Mio. € im Vorjahr) deutlich besser entwickelt. Der Finanzmittelfonds enthält ausschließlich flüssige Mittel, welche nicht verfügungsbeschränkt sind. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 0,6 Mio. € (im Vorjahr 0,5 Mio €).

Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten bestehen nicht. Swegon Germany GmbH hat mit einer lokalen Hausbank eine Kreditfazilität im Volumen von bis zu 2,5 Mio. € abgeschlossen, die genutzt werden kann für Avale und Import- Akkreditive.

Mit dem erzielten operativen Cashflow und der bereits erläuterten Konzernfinanzierung war die Swegon Germany GmbH jederzeit in der Lage, alle ihre finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Voraussichtliche Entwicklung der Branche sowie der Gesellschaft

Stagnation in der Gesamt-Ökonomie der Bundesrepublik Deutschland und die Rezession in der Bauwirtschaft werden auch im Jahr 2024 anhalten.

Im ersten Quartal des Jahres 2024 betrug der Rückgang der wirtschaftlichen Aktivitäten, gemessen im BIP, in Deutschland -1,1 % [10] ; das ifo-Institut erwartet lediglich ein sehr geringes Wachstum von +0,2 %, bezogen auf das Gesamtjahr 2024. Andere Wirtschaftsindikatoren werden ebenfalls verhalten prognostiziert: Zunahme der Anzahl der Arbeitslosen von 2,6 auf 2,7 Mio. Erwerbstätige; moderate Erhöhung der Arbeitslosenquote von 5,7 auf 5,9 %; Verharren der Inflation/ Kern-Inflation bei +2,3%/ +2,8 %; Neuverschuldung von unter -2 %. [11] Zudem wird erwartet, dass die Anzahl der Insolvenzanträge im gewerblichen Bereich im Jahr 2024 steigen wird. So ist z. B. die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Februar 2024 gegenüber Februar 2023 um fast ein Drittel gestiegen. [12]

Eine Erholung zeichnet sich in der Baubranche nicht ab. Die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die hohen Zinsen trüben die Aussichten im gewerblichen Bauwesen. Das weltwirtschaftliche Umfeld entwickelte sich zuletzt wenig dynamisch, die deutschen Exporte gingen im Jahr 2023 merklich zurück. Auch die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands ist, nicht zuletzt durch das Urteil des BVerfG betreffend die Schuldenbremse und den Nachtragshaushalt 13 und trotz der geplanten Ausgleichsmaßnahmen, weiterhin unsicher und wird Exporte wie Investitionen im laufenden Jahr wohl dämpfen. Diese Sachverhalte dürften Unternehmen davon abhalten, massiv in den Ausbau von Kapazitäten, zum Beispiel durch den Bau neuer Werkstätten und Lagergebäude, zu investieren. [14] Des Weiteren geht der Kreditversicherer Atradius für 2024 von einer Zunahme der Insolvenzen um bis zu 15 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Dazu trägt insbesondere die aktuelle Lage im Wohnungsbau bei. [15]

Das Management der Swegon Germany GmbH prognostiziert Umsatz-, Ergebnis- und Cash-Flow-Entwicklung der Gesellschaft sehr vorsichtig für das Geschäftsjahr 2024. Insbesondere für das 1. Halbjahr 2024 werden Umsatzrückgänge (gegenüber Vorjahr) im unteren zweistelligen %-Bereich erwartet, die allerdings im Laufe des Jahres aufgrund steigender Auftragseingänge und deren Realisierung teilweise wieder ausgeglichen werden können, sodass bezogen auf das Gesamtjahr lediglich eine Umsatzreduzierung in der Bandbreite von -8 % bis -12,5 % erwartet wird.

Material- und Frachtkosten werden sich parallel zur Umsatzlage entwickeln. Durch strukturelle Kostenanpassungen im Vorjahr (Auslagerung Lagerwirtschaft, sonstige Strukturverbesserungen und Personalmaßnahmen) sowie eine vorsichtige Disposition bei Stellenneubesetzungen bzw. Nachbesetzungen und andere Kostenreduzierungen wird der inflationsbedingte Anstieg der Gemeinkosten im Jahr 2024 gebremst.

10 " The Economist," Edition 6th April 2024, page 73 ["Economic and financial indicators"]
11 Quelle: ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.
12 https://www. destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/05/PD24_184_52411.html
13 https://www. bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2023/bvg23- 101.html: Urteil des Zweiten Senats vom 15. November 2023, 2 BvF 1/22, Zweites Nachtragshaushaltsgesetz 2021
14 https://www. diw.de/de/diw_01.c.889485.de/publikationen/wochenberichte/2024_01_1/bauvolumen_duerfte erstmals_seit_der_finanzkrise_nominal_sinken lage_im_wohnungsbau_spitzt_sich_zu.html# section2
15 https://www. asscompact.de/nachrichten/erneuter-anstieg-der-insolvenzen-der-baubranche-erwartet

Des Weiteren existieren Pläne zur weiteren Senkung von disponiblen Aufwendungen, sollte sich die negative Umsatzentwicklung am unteren Ende der Bandbreite einstellen.

Das Management der Gesellschaft erwartet bisher bezogen auf alle Szenarien ein leicht positives operatives Ergebnis (EBIT), wobei die EBIT-Marge des Vorjahres 2023 nicht erreicht werden kann. Ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten, eine vorsichtige Umsetzung von Investitionsvorhaben sowie ein sorgfältigeres Working- Capital-Management werden dazu führen, dass die Erzielung eines leicht positiven operativen Cash-Flows (vor Restrukturierung) realistisch erscheint.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken für die Entwicklung der Branche und damit für die Gesellschaft resultieren aus anhaltend hohen Finanzierungs- und Energiekosten, die Produktions- und Investitionspläne der gewerblichen und institutionellen Kunden beeinflussen, aus Unsicherheiten bezogen auf die öffentliche Förder- und Fiskalpolitik, aus sonstigen unsicheren und negativen Rahmenbedingungen sowie aus dauerhaften geopolitischen Verwerfungen. Der Mangel an kraftvollen und überzeugenden wirtschafts- und energiepolitischen Reformen führt zu Investitionsunsicherheiten im betrieblichen Bereich. [16]

In der Branche besteht das Risiko einer verzögerten Vergabe von Bau- bzw. Zulieferprojekten oder es bestehen - nach Auftragserteilung - Risiken bezogen auf die Verzögerung von Auslieferungsterminen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit einer verstärkten Überwachung von Vergabe- und Lieferterminen.

Hohe konjunkturelle gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Risiken sieht die Gesellschaft als gegeben an und hat ihre Planung für 2024 bereits entsprechend angepasst. [siehe auch "Prognose-Bericht" der Gesellschaft.] Eine kontinuierliche Beobachtung der relevanten betriebswirtschaftlichen und marktspezifischen Kennzahlen erfolgt in den Gremien der erweiterten Geschäftsleitung sowie im Controlling. Finanziellen Risiken begegnet die Gesellschaft durch eine Kreditversicherung bzw. durch entsprechende Zahlungsbedingungen (Vorauskasse, Anzahlungen).

Des Weiteren bestehen Risiken bei der Zulieferung von Geräten und Anlagen von externen und Inter-Company-Lieferanten; hier greift eine verstärkte Zusammenarbeit. Bezogen auf externe Lieferanten wird eine Supplier-Due-Diligence-Prozedur eingeführt, auch um die Vorgaben des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes zu berücksichtigen.

Durch ein laufendes Screening des regulatorischen Umfelds, auch in Zusammenarbeit mit den Swegon-Werken, erfassen und überwachen die Geschäftsführung und die Gesellschaft relevante Änderungen bezogen auf Richtlinien und Verordnungen, z. B. F-Gase-Verordnung [17] , die PFAS-Verordnung [18] sowie Vorschriften im Bereich der energetischen Gebäude-Sanierung.

16 ifo Schnelldienst digital 2/2024 vom 06.03.2024 "ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2024: Deutsch Wirtschafts wie gelähmt"

Hardware- und Software-Infrastruktur des Unternehmens werden im Wesentlichen von Swegon Operations AB und deren Dienstleister gemanagt, die geeignete Maßnahmen im Bereich Datensicherheit und Cyber-Security implementiert haben. Die Funktion des Datenschutzbeauftragten wird durch eine zertifizierte Institution wahrgenommen.

Das Unternehmen hat Sach-, Betriebsunterbrechungs- und Haftpflichtversicherungspolicen abgeschlossen, damit etwaige Schadenfälle finanziell abgefedert werden können. Zum versicherungsbezogenen Risikomanagement gehören auch Produkthaftungsrisiken als (Quasi-)Hersteller.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten werden zusammen mit dem Rechtsbeistand der Gesellschaft überwacht und bearbeitet.

Steuerliche Risiken werden dokumentiert und zusammen mit einer renommierten internationalen Kanzlei überwacht, um die Einhaltung steuerlicher Vorschriften zu gewährleisten.

Aufgrund des Fachkräftemangels besteht eine große Herausforderung darin, geeignetes, qualifiziertes technisches und kaufmännisches Personal zu rekrutieren und aufgrund der Wettbewerbssituation am Arbeitsmarkt zu halten. Hierzu haben Geschäftsführung und Personalleitung Maßnahmen konzipiert, um die Mitarbeiterbindung zu erhöhen bzw. die Gesellschaft als Arbeitgeber attraktiver zu gestalten.

Die Gesellschaft erwartet vor allem operative Herausforderungen in ihren Segmenten "Komfort-Klima" sowie "Kleine Wärmepumpen".

Chancen ergeben sich für das Swegon-Geschäft vor allem aus dem Tatbestand, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland ein enormer Investitions- und Modernisierungsstau aufgebaut hat. Rund 200 Milliarden Euro veranschlagen die Wissenschaftler des IW für öffentliche Investitionen in Klimaschutz. [19] Unter diesen Posten fallen vor allem die energetische Gebäudesanierung, der Netzausbau für Strom, Wasserstoff und Wärme, die Erzeugung und Speicherung von Erneuerbaren Energien sowie die Förderung von Energieeffizienz und Innovationen.

Swegon ist mit seinen Produkten und Lösungen, vor allem in den Segmenten der Kältemaschinen sowie der mittleren und größeren Wärmepumpen, aber auch der Lüftungstechnik, hervorragend aufgestellt, um die Energieeffizienz im Gebäudebereich zu adressieren. Durch die Verzahnung mit der Swegon Klimadecken GmbH sowie der Swegon SLT GmbH erwartet die Gesellschaft zusätzliche Synergieeffekte in Form von Cross-Selling im Projektgeschäft.

17 VERORDNUNG (EU) 2024/573 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 7. Februar 2024 über fluorierte Treibhausgase, zur Änderung der Richtlinie (EU) 2019/1937 und zur Aufhebung der Verordnung (EU) Nr. 517/2014
18 https://www. umweltbundesamt.de/themen/pfas-sollen-eu-weit-beschraenkt-werden
19 https://www. iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/michael-huether-simon-gerards-iglesias-600- milliarden-euro-fuer-eine-zukunftsfaehige-wirtschaft. html

 

Garching, 24. Juli 2024

Andreas Örje Wellstam, Geschäftsführer

Christian Olin, Geschäftsführer

Nils Meinert, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Swegon Germany GmbH, Garching

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Swegon Germany GmbH, Garching, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Swegon Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 24. Juli 2024

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