thjnk agLiquidiert

20459 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 121088
Vorher
kempertrautmann holding aktiengesellschafttrautmann, heumann, jochum und kemper ag
Eingetragen
19.12.2011
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an bzw. der Betrieb von Gesellschaften der Kommunikationsbranche.

Finanzübersicht

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

thjnk ag

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

thjnk ag, Hamburg

1. Grundlagen des Unternehmens

» Die thjnk ag vereint als Führungsholdung innerhalb der thjnk - Unternehmensgruppe, insbesondere Werbeagenturen unter sich, die mit der Konzeption und Umsetzung von Kommunikationsideen, insbesondere in den Bereichen Film, Funk, Fernsehen, sowie Print- und neue Medien, beschäftigt sind.

» Aufgrund ihrer sehr guten Performance für Kunden und des hervorragenden Portfolios wurde die Gesellschaft in der Vergangenheit immer wieder von mehreren internationalen Holdings kontaktiert. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Anforderungen unserer sehr dynamischen Mandantschaft an Horizontalität und Internationalität unseres Angebotes hat die Gesellschaft im Juli 2017 beschlossen, als eigenständig operierende Gruppe Mitglied der WPP plc, London zu werden. In diesem Zusammenhang wurden die bisherigen Gesellschafter ihre Anteile an WPP übertragen. Geschäftsführung und Gesellschafter der thjnk-Gruppe sind überzeugt, mit diesem Schritt die in jeder Hinsicht beste Lösung für ein nachhaltig hervorragendes Angebot der thjnk-Gruppe an ihre Kunden und die Zukunft von thjnk gefunden zu haben.

» Zur thjnk - Unternehmensgruppe zählen im Jahr 2020 neben der als Führungsholding operierenden Gesellschafterin thjnk ag (Hamburg) sowie der thjnk hamburg gmbH die folgenden, operativ tätigen Tochter- bzw. Schwestergesellschaften:

loved gmbh (Hamburg), thjnk München GmbH (München), thjnk Berlin GmbH (Berlin), thjnk Düsseldorf GmbH (Düsseldorf), sowie die Schwestergesellschaften thjnk tank GmbH (München), thjnk Zürich AG (Zürich/Schweiz). Zur Unternehmensgruppe gehören zudem die Joint Ventures mit thys-senkrupp BOBBY&CARL GmbH i.L. (Düsseldorf) und mit der Dumont-Gruppe upljft GmbH (Hamburg).

» Die einzelnen Gesellschaften betreuen überwiegend eigene Kunden vor Ort (an den Standorten Hamburg, Berlin, Düsseldorf und München) oder erbringen spezielle Leistungen (loved gmbh: Corporate Design. uplift GmbH: social media), die das Leistungsportfolio der Unternehmensgruppe ergänzen.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

» Die Werbewirtschaft in Deutschland erzielte 2020 ein Marktvolumen von rund 45 Mrd. Euro und verzeichnete damit Pandemie-bedingt einen Rückgang um sechs Prozent zum Vorjahr (2019: 48 Mrd. Euro). Die Investitionen in Werbung gingen um 3,4 Prozent zurück auf 33,7 Mrd. Euro (2019: 34,89 Mrd.), während die Netto-Werbeeinnahmen der Medien um fünf Prozent auf 23,8 Mrd. Euro sanken (2019: 25,0 Mrd. Euro) - die starken Zuwächse der Online-Werbung kompensierten dabei in Teilen die Verluste der anderen Gattungen. Die weiteren Formen kommerzieller Kommunikation wie z.B. Werbeartikel waren mit einem Rückgang um 17 Prozent auf 11,2 Mrd. Euro sogar noch stärker negativ.

» Einzig die Online-Werbung konnte zweistellig auch aufgrund zunehmender Online- und E-Commerce-Nutzung wachsen. Die Internetwerbung setzt sich in der ZAW-Nettosystematik aus Search, Display Ads (darin enthalten In-Stream Videowerbung), Classifieds und In-Stream Audiowerbung zusammen und erzielte mit insgesamt 9.953,9 Mio. Euro (2019: 8.989,9 Mio. Euro) ein Plus von 10,7 Prozent. Während Search, Display Ads und In-Stream Video zweistellig und In-Stream Audiowerbung einstellig wuchsen, sanken die Classifieds um drei Prozent. Pandemie-bedingt ging z.B. die Schaltung von Stellenangeboten zurück, da viele Unternehmen ihre Suche nach Mitarbeitern aussetzten. Die übrigen Werbeträger - Fernsehen | Bewegtbild, Print, Direktwerbung, Außenwerbung, Radio | Audio und Kinowerbung - verzeichneten durchgängig ein Minus.

» Das Online-Wachstum ist nicht allein durch die Pandemie-Umstände und ein hierauf ausgerichtetes digitales Marketing zu erklären: Infolge ihrer quasi-dominanten Marktpositionen profitierten wenige Plattformen nochmals überproportional vom Online-Werbeboom. So nahmen allein Google und Facebook 2020 weltweit gut jeden dritten Werbedollar - gemessen am gesamten, nicht nur am digitalen Werbemarkt - ein. Bernd Nauen, Hauptgeschäftsführer des ZAW, dringt daher auch auf eine effektive Ausgestaltung des europäischen Digital Markets Act (DMA): "Die EU hat hier die Pflicht, Behinderungen abzustellen und umfassend für Wettbewerbsgleichheit mit den marktdominanten Plattformen zu sorgen". Auch die Datenschutzregulierung sollte dies berücksichtigen: "Die E-Privacy-Verordnung ist für die Branche insofern besorgniserregend, da sie in erster Linie Publisher behindert und den Datenreichtum der Megaplattformen weiter befördert. Der dazu nun einsetzende Dialog darf die Augen davor nicht verschließen. Andernfalls würde ausgerechnet Brüssel ein Szenario verordnen, bei dem jedem werbefinanzierten Angebot die datenbasierte Refinanzierung ohne Einwilligung der Nutzer verboten, gleichzeitig aber die Einwilligung für weite Teile der digitalen Wirtschaft faktisch nicht mehr einholbar und nutzbar wäre." (Quelle: https://zaw.de/corona-krise-bremst-werbemarkt-2020-aus). Insgesamt war der Rückgang der Werbebranche in 2020 höher als der Rückgang der deutschen Wirtschaft, deren Leistung in diesem Jahr um 5,0 % gesunken ist (BIP-Rückgang zum Vorjahr gemäß des Statistischen Bundesamtes).

b) Geschäftsverlauf

» Für die thjnk-Gruppe stand das Geschäftsjahr 2020 im Zeichen einer spürbaren Konsolidierung der Geschäftstätigkeit. Die Umsatzerlöse der thjnk ag sind allerdings gegenüber dem Vorjahr mit T€ 11.598 um 4,6 % gestiegen (Vorjahr: T€ 11.090). Diese Umsatzentwicklung reflektiert im Wesentlichen eine Erhöhung der Erlöse aus weiterbelasteten Mieten und anderen Strukturkosten an andere Unternehmen der thjnk-Gruppe. Das operative Geschäft mit Drittkunden spielt mit Umsatzerlösen von T€ 1.968 (Vorjahr: T€ 1.304) nur eine untergeordnete Rolle. Daneben werden Erlöse aus der Untervermietung von Büroräumen an Dritte erzielt. Wegen der Übernahme durch WPP nimmt die thjnk-Unternehmensgruppe seit 2017 nicht mehr am Ranking der größten inhabergeführten Werbeagenturen in Deutschland teil und veröffentlicht auch sonst keine Umsätze mehr.

» In 2020 wurde auf Ebene der thjnk ag ein operatives Ergebnis (EBIT (Ergebnis ohne Beteiligungs- und Finanzergebnis und vor Ertragsteuern)) von T€ -2.528 erzielt (Vorjahr T€ -1.749). Hier hat sich neben der Erhöhung der Umsatzerlöse insbesondere die Steigerung des Personalaufwandes niedergeschlagen. Dies ist auf die Transferierung unserer Abteilung Core von der thjnk Hamburg GmbH in die thjnk ag zurückzuführen. Ein weiterer Effekt resultiert aus den Bonus-Rückstellungen und einem Wechsel im Vorstandsbereich (Weggang Michael Trautmann Mitte des Jahres und Start von Horst Wagner als Chief Digital Officer bereits im Januar 2020). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hauptsächlich Corona-bedingt um T€ 644 auf T€ 5.152 gesunken.

» Unter Einbeziehung der Gewinnabführungen (T€ 5.416) und des Finanzergebnisses wurde in 2020 ein deutlich höherer Gewinn vor Ertragsteuern von T€ 2.779 (Vorjahr: Verlust T€ -336) ausgewiesen.

» Im Jahresschnitt 2020 beschäftigte die thjnk AG rund 73 Mitarbeiter.

» Die Geschäftsführung sieht das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 der thjnk ag insgesamt als operativ nicht zufriedenstellend an, da die Kosten schneller als die Erlöse gewachsen sind.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

» Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr von T€ 11.582 um T€ 5.869 auf T€ 17.451 erhöht. Im Wesentlichen ist die Zunahme auf die Erhöhung der Forderungen im Verbundbereich, insbesondere gegen die thjnk hamburg GmbH und die WPP Marketing Communications GmbH im Rahmen der im Geschäftsjahr neu getroffenen Cash-Pool Vereinbarung innerhalb der WPP-Gruppe, zurückzuführen. Grund dafür sind zum einen die Rückstellungen für Bonus und für die Betriebskostenabrechnungen 2019-2020. Des Weiteren wurde der IT-Einkauf zentralisiert. Die Erhöhung der IC Verbindlichkeiten sind auf das Cash-Pool Verrechnungskonto der thjnk hamburg GmbH zurückzuführen, welches zum Ende 2021 vollständig beglichen wurde.

» Das Eigenkapital hat sich von T€ 7.341 zum Vorjahr unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2020 auf T€ 9.571 erhöht.

» Das lang- und mittelfristig gebundene Anlagevermögen (T€ 1.099) ist damit ausschließlich durch Eigenkapital finanziert. Das Anlagevermögen enthält mit T€ 818 im Wesentlichen Anteile an den zur thjnk-Gruppe gehörenden verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

» Die Erträge der Unternehmensgruppe resultieren überwiegend aus langfristigen Kundenverträgen,

die als Rahmenvereinbarungen gestaltet sind. Dabei verstärkt sich das branchentypische Bild, dass ein immer größerer Anteil der Erlöse dabei auf Projektaufträgen basiert. Als Konsequenz sehen wir eine disproportionale Verteilung der Erträge über die einzelnen Quartale, was ebenfalls typisch für unsere Industrie ist. So werden in den beiden letzten Quartalen (mit einem Schwergewicht auf dem Q4) über 60 % der Agenturleistungen erlöst. Die Erträge aus dem Agenturgeschäft bei den Tochtergesellschaften spiegeln sich im Beteiligungsergebnis bei der thjnk ag wider.

» Die Ertragslage der thjnk ag ist durch das zentrale Handling von Mieten und anderen Infrastrukturleistungen für die Unternehmensgruppe und die Weiterbelastung der hieraus entstandenen Aufwendungen an die Tochtergesellschaften gekennzeichnet.

» Insgesamt erhöhten sich die Personalaufwendungen in der thjnk ag um ca. 18 % gegenüber 2019.

Dies ist auf die Transferierung unserer Abteilung Core von der thjnk Hamburg GmbH in die thjnk ag zurückzuführen. Ein weiterer Effekt kommt aus Bonus-Rückstellungen und einem Wechsel im Vorstandsbereich (Weggang Michael Trautmann Mitte des Jahres und Start von Horst Wagner als Chief Digital Officer bereits im Januar 2020). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind dagegen um ca. 11 % gesunken, insbesondere auch durch geringere Mietnebenkosten aufgrund der Corona-Pandemie.

» Zur Sicherstellung der Liquidität der thjnk-Gruppe wird der Liquiditätsbedarf fortlaufend überwacht und geplant. Es werden stets ausreichend liquide Mittel gehalten, um die Verpflichtungen der Gruppe für einen gewissen Zeitraum erfüllen zu können. Zusätzlich bestehen Kreditlinien bzw. Kontokorrente, die bei Bedarf in Anspruch genommen werden. Die kurzfristige Liquiditätssteuerung wird über das Management des sog. "Working Capital" erreicht. Die zur Sicherung der kurzfristigen Liquidität zum Jahresbeginn valutierenden Betriebsmittellinien bei der Haspa und der Commerzbank wurden, finanziert durch Einlagen in das Eigenkapital bei der Gesellschafterin thjnk ag in der Folge der Übernahme durch WPP, im Jahr 2017 zurückgeführt. Darüber hinaus nimmt die thjnk ag seit November 2020 am Cash-Pool der WPP-Gruppe teil.

» Der Mittelabfluss des operativen Cash-Flows beträgt in 2020 T€ 7.449. Aus Investitionstätigkeit (erhaltene Ergebnisabführung und Zinsen, gewährte Darlehen, Abgänge von Finanzanlagen) war in 2020 insgesamt ein Mittelzufluss von T€ 6.365 zu verzeichnen. Aus Finanzierungstätigkeit wurde in 2020 insgesamt ein Mittelabfluss von T€ 230 erzielt. Die Finanzmittel sanken in 2020 stichtagsbedingt um T€ 1.314 auf T€ 1.201 zum Geschäftsjahresende.

4. Prognosebericht

» Die wirtschaftliche Planung ging für das Geschäftsjahr 2021 Corona-bedingt von leicht zurückgehenden Umsätzen und rückläufigen Erträgen aus Gewinnabführungen aus. Diese Annahme führte zu einem nur ausgeglichenen Ergebnis bei einer rückläufigen Rendite (Verhältnis EBIT zu Umsatzerlösen).

» Das Geschäftsjahr 2021 schloss mit nahezu konstanten Umsatzerlösen von € 11,5 Mio. ab. Aufgrund der schlechten Ergebnisentwicklung sowohl bei der thjnk hamburg gmbh, als auch bei der thjnk München GmbH reduzierte sich das Ergebnis aus Gewinnabführungen in 2021 auf € 2,0 Mio. Zudem fand in 2021 eine Gewinnausschüttung in Höhe von € 5,0 Mio. statt. Das Geschäftsjahr 2021 schloss die thjnk ag mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 83 ab.

» Basierend auf der Auftragslage und der Einschätzung der Projektverantwortlichen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2022 allerdings mit leicht zurückgehenden Umsätzen und Erträgen aus Gewinnabführungen und einem weiterhin nur ausgeglichenen Ergebnis bei einer rückläufigen Rendite.

» Das Wachstum der Unternehmensgruppe wird aus Eigenkapital bzw. Gewinnen der Vorjahre und Einlagen in das Eigenkapital aus dem WPP Netzwerk finanziert.

5. Chancen und Risikobericht

» Wie in jedem Jahr, hängt die Entwicklung der Werbewirtschaft auch in erheblichem Umfang von der generellen konjunkturellen Entwicklung der Gesamtwirtschaft ab. Gleichbleibende Rahmenbedingungen vorausgesetzt, erwartet der ZAW auch weiterhin eine positive Entwicklung und geht bei den Gesamtinvestitionen von einem weiteren Wachstum aus. Angesichts der wirtschaftspolitischen & politischen Unwägbarkeiten in Europa (Brexit, Euro-Krise, Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg) und den damit verbundenen betriebswirtschaftlichen Risiken für Investitionen in kommerzielle Kommunikation sind Prognosen für die Entwicklung der deutschen Werbewirtschaft nicht leicht zu treffen. Weiterhin verstärkt sich der Trend, dass in einigen Geschäftsfeldern Aufträge in stärkerem Umfang nicht über Retainer, sondern im Rahmen von Projekten vergeben werden. Dadurch ergeben sich andere Rahmenbedingungen in der Kapazitäten- und der Liquiditätsplanung. Um diesem Trend gerecht zu werden, findet unter den Gesellschaften ein regelmäßiger Austausch über vorhandene Über- und Unterkapazitäten statt. Im Ergebnis werden dadurch die vorhandenen Ressourcen besser genutzt werden. Um die Liquidation zu sichern, werden kürzere Zahlungsziele mit den Kunden vereinbart, soweit dies möglich ist. Bei internationalen Mandaten läuft dem allerdings der Trend zur Verlängerung der Zahlungsziele entgegen.

» Der in 2022 ausgebrochene Ukraine-Krieg sorgt für eine eher zurückhaltende Projektvergabe vor allem im Bereich Automobilkunden. Aufgrund der langen Lieferzeiten werden Kampagnen auf die späteren Zeitpunkte verschoben. Der Umsatzrückgang und die steigenden Energiekosten können durch die Gewinnung von Neu-Kunden nicht zeitnah kompensiert werden.

» Das Kundenportfolio der Gruppe ist über eine Vielzahl von Kunden aus unterschiedlichen Branchen verteilt. Die große Umsatzbedeutung eines einzelnen Mandates für unser Unternehmen hatte sich angesichts der dort vorhandenen individuellen Probleme als nicht hilfreich für uns gezeigt. Wir sind daher froh, dass die relative Bedeutung dieses Mandates für unserer Unternehmen abgenommen hat. Weder die Analyse des Kundenstammes noch die Entwicklung der Honorare oder die Laufzeiten der Kundenverträge geben nach heutigem Kenntnisstand mehr Anzeichen für größere Risiken. Es lässt sich allerdings nicht voraussagen, inwieweit die geplanten Marketing-Etats einzelner Kunden unterjährig eine Revidierung erfahren werden, oder Kunden beschließen, aufgrund einer individuellen Situation oder globaler Veränderungen Marketing-Etats zu kürzen.

» Finanzielle Risiken, die wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, werden über ein zentral organisiertes, monatliches Berichtswesen aller Geschäftseinheiten frühzeitig erkannt. Dazu gehören auch regelmäßig stattfindende Forecast- und Budgetgespräche zwischen den einzelnen Ergebnisverantwortlichen und dem Controlling.

» Die langjährige Konstanz in den bestehenden Kundenbeziehungen und die Wirtschaftskraft der Kunden in der Gesellschaft bilden eine stabile Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. Die Mehrheit der Erträge resultiert aus langfristigen Kundenverträgen.

» Menschen bleiben unser wichtigstes Asset und die Gewinnung bzw. der Abgang von Schlüssel-Personal haben daher in unserer Branche ganz wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Prosperität. Personalkosten spielen somit eine überragende Rolle. Durch die Stärke unserer Marke, die durch die Übernahme seitens WPP unangetastet bleibt, die Breite unserer Spitze und die Förderung der zweiten Reihe sehen wir uns in einem zweifelsohne auch durch die Demographie herausfordernden Umfeld weiterhin gut positioniert.

» Mit SARS und MERS gab es in der Vergangenheit bereits Epidemien, die die grundsätzliche Anfälligkeit einer globalisierten Weltwirtschaft hinsichtlich gesundheitlicher Krisen gezeigt haben. In beiden Fällen waren die Auswirkungen auf unser Geschäft aber letztlich überschaubar. Insofern wurden in 2019 die Folgen von Covid-19 für die Gesamtwirtschaft und damit auch von uns sicher zunächst unterschätzt. In einigen auch von uns betreuten Branchen wie Textil-Einzelhandel oder Reisen waren die Rückgänge im Jahr 2020 erheblich. Man wird sehen müssen, wie sich diese Branchen nach der Krise wieder erholen. Zum Glück verfügen die Agenturen der thjnk-Gruppe aber über ein weiter gestreutes Portfolio, in dem einige Branchen wie Möbel und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu den Gewinnern dieser Phase zählen.

» Eine Stärke der Gesellschaften liegt in ihrem Erfolg bei der Gewinnung neuer Mandate. So konnten in der Gruppe für das Jahr 2020 neue Etats wie Hermes hinzugewonnen werden. Diese Etatgewinne verringern das Klumpenrisiko einzelner, großer Kunden und tragen zur Risikostreuung bei.

6. Schlusserklärung

"Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der thjnk ag, Hamburg, dass die Gesellschaft bei allen aufgeführten Rechtsgeschäften im Berichtsjahr 2020 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen wurden im Berichtsjahr 2020 nicht getroffen oder unterlassen."

 

Hamburg, den 30. November 2022

Karen Heumann

Armin Jochum

Horst Wagner

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 1.099.374,60 786.566,53
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 79.427,04 41.091,72
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 79.427,04 41.091,72
II. Sachanlagen 201.943,91 227.471,16
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.943,91 227.471,16
III. Finanzanlagen 818.003,65 518.003,65
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 310.199,76 310.199,76
2. Beteiligungen 507.803,89 207.803,89
B. Umlaufvermögen 16.159.671,24 10.653.126,33
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.958.186,57 8.138.236,43
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.948.933,22 6.842.883,36
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 314.739,48 304.772,57
3. sonstige Vermögensgegenstände 694.513,87 990.580,50
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.201.484,67 2.514.889,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 191.952,65 142.057,95
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.450.998,49 11.581.750,81

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 9.570.527,20 7.341.212,24
I. gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 6.000.000,00
III. Gewinnrücklagen 1.642.454,47 1.642.454,47
IV. Bilanzgewinn 1.828.072,73 -401.242,23
B. Rückstellungen 2.037.835,32 1.379.450,63
C. Verbindlichkeiten 5.602.102,95 2.780.311,78
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.049.046,87 2.104.266,53
D. Rechnungsabgrenzungsposten 240.533,02 80.776,16
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.450.998,49 11.581.750,81

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 9.775.566,30 10.118.014,64
2. Personalaufwand 7.042.150,57 5.965.620,79
a) Löhne und Gehälter 6.182.733,99 5.244.134,79
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 859.416,58 721.486,00
3. Abschreibungen 109.123,17 103.742,50
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.123,17 103.742,50
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.152.342,54 5.797.272,14
5. Erträge aus Beteiligungen 24.678,20 26.258,43
6. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 5.416.475,19 1.446.313,05
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 96.467,34 64.961,77
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 230.332,62 123.981,54
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 549.379,17 46.072,77
10. Ergebnis nach Steuern 2.229.858,96 -381.141,85
11. sonstige Steuern 544,00 729,00
Jahresüberschuss 2.229.314,96 -381.870,85

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Jahresüberschuss 2.229.314,96 -381.870,85
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 401.242,23 19.371,38
3. Bilanzgewinn 1.828.072,73 -401.242,23

Anhang

Allgemeine Angaben

Die thjnk AG mit Sitz in Hamburg ist unter der Nummer HRB 121088 beim Registergericht Hamburg eingetragen.

Sie ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss 2020 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Seit dem Geschäftsjahr 2014 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der thjnk hamburg gmbh, Hamburg, als beherrschtes Unternehmen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und werden planmäßig linear abgeschrieben und gegebenenfalls um außerplanmäßige Abschreibungen gekürzt, sofern sie abnutzbar bzw. Wertberichtigungen vorzunehmen sind. Anlagegüter, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen im Geschäftsjahr, die Aufwand für eine bestimmte Zeit im Folgejahr betreffen.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind für alle erkennbaren Risiken in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Einzahlungen im Geschäftsjahr abgegrenzt, die Ertrag für eine bestimmte Zeit des Folgejahres sind.

Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs und am Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs ohne Anwendung des Anschaffungs- und Realisationsprinzips umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang in einem Anlagenspiegel dargestellt.

Anteilsbesitz

Name und Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2020
Ergebnis 2020
thjnk Hamburg GmbH, Hamburg 100 *) 33.000,00 0,00
thjnk Berlin GmbH, Berlin 85% **) 1.073.191,85 177.432,46
thjnk München GmbH, Hamburg 100% *) **) 887.014,92 0,00
thjnk Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 70% **) 2.113.758,28 717.977,94
loved GmbH, Hamburg 90% **) 768.889,80 273.769,71
thjnk tank GmbH, München 100% 0,00 -5.852,09
thjnk Zürich AG, Zürich/Schweiz 49,90% 411.767,96 3.709,56
BOBBY&CARL GmbH i.L., Düsseldorf 50% 115.311,68 -492.485,06
upljft GmbH 49,90% 270.149,51 129.985,25
loved people GbR, Hamburg 66,67% ***) 42.686,13 78.994,60
kt berlin people GbR, Berlin 50,01% **) 27.278,14 85.747,80
west people GbR, Düsseldorf 0,01% **) 6.091,00 169.590,00

*) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag **) indirekt ***) davon 33,34% indirekt

Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter

loved people GbR, Hamburg, Gesellschaft bürgerlichen Recht

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

- davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: € 1.082.096,10 (Vorjahr: € 217.980,81)
- davon sonstige Forderungen: € 12.866.837,12 (Vorjahr: € 6.612.102,55)

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

- davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: € 9.987,50 (Vorjahr: € 1.785,00)
- davon sonstige Forderungen: € 304.751,98 (Vorjahr: € 302.987,57)

Sonstige Vermögensgegenstände

- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: € 27.600,00)

Eigenkapital

Stand am 31.12.2019
Jahresüberschuss
Stand am 31.12.2020
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 0,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 0,00 6.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 10.000,00 0,00 10.000,00
2. andere Rücklagen 1.632.454,47 0,00 1.632.454,47
1.642.454,47 0,00 1.642.454,47
III. Bilanzgewinn (Vorjahr: -verlust) -401.242,23 2.229.314,96 1.828.072,73
7.341.212,24 2.229.314,96 9.570.527,20

Unter dem gezeichneten Kapital wird das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von € 100.000,00 ausgewiesen. Das Grundkapital ist eingeteilt in 100.000 auf Namen lautende Stückaktien.

Sonstige Rückstellungen

Hierunter werden Rückstellungen für Personalkosten (€ 823.579,17), für Verpflichtungsüberhänge aus Mietverträgen (€ 653.031,15) und im Übrigen für ausstehende Rechnungen für bezogene Leistungen passiviert.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind ungesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: 15.892,07 (Vorjahr: € 86.162,37)
- davon sonstige Verbindlichkeiten: € 5.033.154,80 (Vorjahr: € 2.018.064,03)

Sonstige Verbindlichkeiten

- davon aus Steuern: € 1.641,84 (Vorjahr: € 884,31)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 4.085,04 (Vorjahr: € 2.706,75)

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (€ 194.130,63; Vorjahr: T€ 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 29.403,07; Vorjahr: T€ 161) sowie im Vorjahr T€ 11 aus Mietnachzahlungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-davon aus der Währungsumrechnung: € 1.106,56 (Vorjahr: € 0,00)

Ferner sind hierunter periodenfremde Aufwendungen in Höhe von € 16.837,89 (Vorjahr: € 747,31) für Mietnachzahlungen 2019 enthalten.

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung

- davon Aufwendungen für Altersversorgung: € 7.239,67 (Vorjahr: € 6.136,77)

Erträge aus Beteiligungen

- davon aus verbundenen Unternehmen: € 24.678,20 (Vorjahr: € 26.258,43)

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

- davon aus verbundenen Unternehmen: € 85.341,28 (Vorjahr: € 44.887,47)

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

- davon an verbundene Unternehmen: € 217.139,95 (Vorjahr: € 104.492,09)

Sonstige Angaben

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin ist die WPP Marketing Communications Germany GmbH, Frankfurt am Main.

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Frankfurt am Main, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRA 47365 (Mutterunternehmen i.S.v. § 290 HGB), einbezogen. Der Konzernabschluss wird am Sitz der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG veröffentlicht.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt, ist WPP Plc., London/Großbritannien. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite der WPP plc. unter http://www.wpp.com/WPP/Investor/Financials/Reports/ sowie unter SEC File-Nr. 000-16350 auf der Internetseite der SEC, www.sec.gov, Sektion "Filing & Forms" erhältlich.

Gemäß § 291 HGB wird mit Verweis auf den Konzernabschluss der WPP Deutschland Holding GmbH & Co. KG, in den die Gesellschaft einbezogen wird, auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses auf Ebene der thjnk AG verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund von Büromietverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.H.v. T€ 7.957 für die Restlaufzeit: 5 Jahre und 4 Monate (davon mit einer Restlaufzeit von a) bis zu einem Jahr: T€ 1.301, b) 2 bis 5 Jahren: T€ 6.142, c) von mehr als fünf Jahren: T€ 515).

Arbeitnehmer*innen

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 73 (im Vorjahr 70) Arbeitnehmer*innen, davon 40 in der Verwaltung und 33 in den Services inkl. Kreation.

Mitglieder des Vorstands

Karen Heumann, Werbestrategin (Sprecherin), CEO Strategie, Hamburg

Armin Jochum, Kreativchef, CEO Kreation, Hamburg

Horst Wagner, Werbekaufmann, CDO Beratung, Harsefeld

Ulrich Pallas, Finanzvorstand, CFO & COO, Hamburg (bis 14. Juli 2022).

Mitglieder des Aufsichtsrats

Richard Karpik (Vorsitzender), Technischer Diplom-Betriebswirt, Oberursel

Tony Antoniou, Vorstand Geschäftsentwicklung, London/Großbritannien

Dominic Charles Graininger, Geschäftsführer WPP Specialists Communications, London/Großbritannien.

Gesamtbezüge 2020

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2020 keine Bezüge erhalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2020 keine Bezüge erhalten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn 2020 von € 1.828.072,73 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Die Anfang 2020 einsetzende weltweite Corona-Pandemie hat sich in 2020 zeitweise dämpfend, aber nicht wesentlich auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft ausgewirkt. Allerdings können die konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen der noch anhaltenden Krise für das Jahr 2021 und das Folgejahr noch nicht beurteilt und etwaige negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen werden. Derzeit werden jedoch zumindest keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gesehen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

*****

 

Hamburg, den 30. November 2022

gez. Heumann

gez. Jochum

Karen Heumann

Armin Jochum

gez. Wagner

Horst Wagner

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand am 31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und gewerbliche Schutzrechte 183.742,63 48.121,44 0,00 231.864,07
186.755,63 48.121,44 0,00 231.864,07
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 576.415,82 73.809,80 25.778,48 624.447,14
443.057,47 73.809,80 25.778,48 624.447,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 310.199,76 0,00 0,00 310.199,76
Beteiligungen 207.803,89 300.000,00 0,00 507.803,89
518.003,65 300.000,00 0,00 818.003,65
1.161.287,97 421.931,24 25.778,48 1.674.314,86
Abschreibungen
kumuliert 1.1.2020
Euro
laufendes Jahr
Euro
kumuliert 31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und gewerbliche Schutzrechte 142.650,91 9.786,12 152.437,03
116.252,65 9.786,12 152.437,03
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 348.944,66 99.337,05 422.503,23
245.962,17 99.337,05 422.503,23
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
362.214,82 109.123,17 574.940,26
Buchwert
Stand am 31.12.2020
Euro
Stand am 1.1.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und gewerbliche Schutzrechte 79.427,04 41.091,72
79.427,04 41.091,72
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.943,91 227.471,16
201.943,91 227.471,16
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 310.199,76 310.199,76
Beteiligungen 507.803,89 207.803,89
818.003,65 518.003,65
1.099.374,60 786.566,53

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2O2O

Der Aufsichtsrat der thjnk ag hat sich durch den Vorstand über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig und umfänglich unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat in seinen Zusammenkünften alle wichtigen Angelegenheiten der Gesellschaft beraten und im Rahmen der satzungsmäßigen Zuständigkeit die ihm obliegenden Entscheidungen getroffen.

Der seitens des Vorstands vorgelegte Jahresabschluss auf den 31.12.2020 sowie der Lagebericht der thjnk ag sind durch die zum Abschlussprüfer bestellte Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis Kenntnis genommen und nach eigener Prüfung dazu keine weiteren Einwendungen erhoben.

Der Aufsichtsrat billigt entsprechend 5 171 Abs. 2 AktG den Jahresabschluss der thjnk ag, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen seinen Dank und Anerkennung für die im Geschäftsjahr 2020 geleistete Arbeit und den erreichten Erfolg aus.

 

Hamburg, 05.12.2022

gez. Richard Karpik, Vorsitzender des Aufsichtsrats der thjnk ag

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 05.12.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die thjnk ag, Hamburg

Wir haben den Jahresabschluss der thjnk ag, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der thjnk ag, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. November 2022

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Kritzer, Wirtschaftsprüfer

Frank Hübner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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