Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 202531
Eingetragen
25.7.2005
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der gewerbsmäßige Ankauf und die Geltendmachung von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen (Factoring) und die Erbringung von Finanzdienstleistungen im Rahmen der Forderungsverwaltung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Fritz Olberg
seit 5.8.2025
Geschäftsführer
Prokura
Zahit Onan
seit 3.1.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GRENKE AG
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GRENKEFACTORING GmbH

Baden-Baden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss, Lagebericht und Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Jahresbilanz zum 31.12.23

der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden

AKTIVA

EUR 31.12.2022
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 593.174,12 33.117,62
2. Forderungen an Kunden 12.530.511,99 11.530.692,21
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.047,00 2.169,00
4. Sachanlagen 10.176,00 15.732,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.490.777,15 950.872,20
6. Rechnungsabgrenzungsposten 581,00 16.949,00
Summe der Aktiva 14.627.267,26 12.549.532,03

PASSIVA

EUR EUR 31.12.2022
EUR
1. Verbindlichkeiten an Kreditinstitute
a) täglich fällig 0,00 0,00 35.457,90
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) sonstige Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 344.105,86 131.937,29
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 83.845,44 76.082,21
427.951,30 208.019,50
3. Sonstige Verbindlichkeiten 12.630.772,69 10.731.815,65
4. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 54.880,56
54.880,56 60.576,27
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Kapitalrücklage 3.400.000,00 3.400.000,00
c) Bilanzverlust -1.986.337,29 -1.986.337,29
1.513.662,71 1.513.662,71
Summe der Passiva 14.627.267,26 12.549.532,03

Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2023

der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden

EUR EUR EUR 2022
EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 120.093,04 41.142,66
2. Zinsaufwendungen 706.737,45 -586.644,41 346.970,02
3. Provisionserträge 2.303.082,53 2.302.456,47
4. Provisionsaufwendungen 51.394,83 2.251.687,70 60.649,32
5. Sonstige betriebliche Erträge 178.899,17 209.758,86
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.051.041,67 1.824.640,82
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 349.854,60 2.400.896,27 312.213,56
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.071.523,93 3.472.420,20 1.007.821,99
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 9.793,98 14.661,00
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 831,66 1.417,80
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 21.509,57
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 27.503,17 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.611.600,21 -1.036.526,09
12. Erträge aus Verlustübernahme 1.611.600,21 1.036.526,09
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.986.337,29 -1.986.337,29
15. Bilanzverlust -1.986.337,29 -1.986.337,29

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die GRENKEFACTORING GmbH hat Ihren Sitz in Baden-Baden und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim, Abteilung B, unter der Nummer 202531 eingetragen. Der Jahresabschluss der GRENKEFACTORING GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang. Darüber hinaus wurde ein Lagebericht gemäß § 340a i.V.m. § 289 HGB aufgestellt.

Der Ausweis der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß den vorgeschriebenen Formblättern 1 und 3 (§ 2 RechKredV).

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten und wurden im Berichtsjahr um eine Pauschalwertberichtigung ergänzt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigung wird auf Einzelforderungsebene anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt (pauschalisierte Einzelwertberichtigung). Diese berücksichtigen die Erfahrungswerte über die Uneinbringlichkeit der Forderungen aus der Vergangenheit. Am 13.12.2019 verabschiedete der Bankenfachausschuss (BFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) die IDW Stellungnahme zur Rechtslegung. Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressausfallsrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten ("Pauschalwertberichtigung") (IDW Rundschreiben BFA 7). Seine verpflichtende Anwendung findet der neue Standard erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.21 beginnen. Die Gesellschaft hat den Ansatz jedoch schon vorzeitig seit dem Geschäftsjahr 2021 freiwillig angewendet. Dafür wurden bisher nicht anderweitig pauschalisiert einzelwertberichtigte Forderungen an Kunden aus laufenden Factoringverträgen betrachtet und um die erwarteten Verluste pauschal wertberichtigt. Hierfür wurde das IFRS 9 Stufenmodell zur Berechnung herangezogen.

Die Zugänge zu den immateriellen Anlagewerten und den Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis nach der linearen Methode, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Bei der Bildung der anderen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden berücksichtigt. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Ermittlung von latenten Steuern erfolgt auf Ebene des Organträgers.

Aufwände und Erträge werden entsprechend der Leistungserbringung realisiert. Für Erträge aus dem Factoringgeschäft mit mehreren Leistungszeitpunkten sind die geschäftsüblichen anfallenden internen Aufwendungen als Maß der Leistungserbringung anzusehen.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 593 (Vj.: TEUR 33) beinhalten täglich fällige Forderungen aus einem Bankkonto bei dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 12.610 (Vj.: TEUR 11.505) vor Wertberichtigungen bestehen zum überwiegenden Teil aus Debitorenforderungen in Höhe von TEUR 12.394 (Vj.: TEUR 11.519). Die Forderungen an Kreditinstitute, die als Debitor auftreten, belaufen sich auf TEUR 61 TEUR (Vj.: TEUR 7). Die Wertberechtigungen betragen TEUR 79 (Vj.: TEUR 125). Die ausgewiesenen Forderungen sind wie im Vorjahr ausnahmslos innerhalb der nächsten drei Monate fällig.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte

Wegen der Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht in voller Höhe aus Büroeinrichtungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an die Gesellschafterin, die GRENKE AG in Höhe von TEUR 1.462 (Vj.: TEUR 916). Zum Jahresende besteht zudem eine Umsatzsteuerforderung an das Finanzamt in Höhe von TEUR 28 (Vj.: TEUR 34).

Rechnungsabgrenzungsposten

Es wurde hier eine Kreditorenrechnung in Höhe von TEUR 1 (Vj.: TEUR 17) abgegrenzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute gibt es zum 31.12.23 nicht. Der Vorjahreswert über TEUR 35 hatte täglich fällige Verbindlichkeiten aus einem Bankkonto bei dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden beinhaltet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich auf TEUR 428 (Vj.: TEUR 208). Diese bestehen vorwiegend aus Sicherungseinbehalten in Höhe von TEUR 43 (Vj.: TEUR 61) mit einer Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten und noch ungeklärten Debitorenzahlungen über TEUR 329 (Vj.: TEUR 115), die täglich fällig sind.

Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 12.631 (Vj.: TEUR 10.732) sind vorwiegend Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.614 (Vj.: TEUR 10.687) ausgewiesen. Hierbei handelt sich im um eine Verbindlichkeit aus der Refinanzierung des Factoringgeschäftes gegenüber der GRENKE FINANCE Plc. / Irland.. Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr alle innerhalb 3 Monaten fällig.

Zur Sicherung der Ansprüche und Forderungen der GRENKE FINANCE Plc. / Irland aus den an die Gesellschaft gewährten Einzeldarlehen überträgt die Gesellschaft auf die GRENKE FINANCE Plc. / Irland sicherungshalber sämtliche Rechte, die mit der Lieferung der Ware oder Dienstleistungen verbunden sind und die Gesellschaft vom Factoringkunden im Rahmen des Forderungsankaufs übertragen bekommt, wie Sicherheitsübereignungen, verlängerte Eigentumsvorbehalte etc. Die Rechteabtretung erfolgt bis zur Höhe des jeweiligen abgerufenen Darlehens.

Andere Rückstellungen

Bei den anderen Rückstellungen handelt es sich um Rückstellungen für Abschluss-, Rechts-, Prüfungs- und Steuerberaterkosten in Höhe von TEUR 30 (Vj.: TEUR 37), für Beiträge zur Prüfung der E-Bilanz in Höhe von TEUR 2 (Vj.: TEUR 0) und für Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vj.: TEUR 22).

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 100.

Rücklagen

Die Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr TEUR 3.400.

Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus unbefristeten Mietverträgen gegenüber der Gesellschafterin, der GRENKE AG, Baden-Baden.

Die voraussichtlichen Mietverpflichtungen hieraus betragen:

für 2024 TEUR 15
für 2024 bis 2026 TEUR 45
ab 2026 (hier wird ein Jahresbetrag angesetzt) TEUR 15

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge in Höhe von TEUR 120 (Vj.: TEUR 41) bestehen insbesondere aus variablen Factoringerträgen in Höhe von TEUR 120 (Vj.: TEUR 39).

Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 707 (Vj.: TEUR 347) betreffen Zinsaufwendungen gegenüber dem verbundenen Unternehmen GRENKE FINANCE Plc. / Irland aus Refinanzierung des Factoringgeschäfts.

Die Provisionserträge enthalten fixe Provisionserträge in Höhe von TEUR 2.105 (Vj.: TEUR: 2.128) sowie Provisionserträge für Forderungsmanagement, Limitprüfungen und Einrichtung neuer Kunden in Höhe von TEUR 198 (Vj.: TEUR 174).

Die Provisionsaufwendungen setzen sich aus Gebühren an Inkassodienstleister in Höhe von TEUR 36 (Vj.: TEUR: 55) sowie aus Vermittlungsprovisionen von TEUR 16 (Vj.: TEUR 6) zusammen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Gebührenerstattungen von unseren Inkassodienstleistern in Höhe von TEUR 64 (Vj.: TEUR 82), aus Erträgen aus Geldwertem Vorteil für private KFZ-Nutzung in Höhe von TEUR: 73 (Vj.: TEUR 71), aus Erträgen von Mahngebühren in Höhe von TEUR 15 (Vj.: TEUR 15) und aus Erträgen für Rechtsverfolgung TEUR 13 (Vj.: TEUR 0). Die Erträge aus sonstigen Gebühren betragen TEUR 9 (Vj.: TEUR 21).

Personalaufwand

Die Personalkosten beinhalten Gehälter in Höhe von TEUR 2.051 (Vj.: TEUR 1.825) und Soziale Abgaben und Aufwendungen in Höhe von TEUR 350 (Vj.: TEUR 312).

Andere Verwaltungsaufwendungen 2023
TEUR
2022
TEUR
Bürobetriebskosten inkl. IT Kosten 416 358
Rechts- und Beratungskosten, Prüfungskosten 173 131
KFZ-Kosten 116 98
Konzernumlagen 115 90
Nebenkosten des Geldverkehrs 99 99
Auskunftsgebühren 57 55
Raumkosten 20 75
Werbung und Repräsentation 19 27
Sonstige Personalkosten inkl. Reisekosten 18 24
Sonstiges 18 20
Porto- und Telefonkosten 16 26
Unterstützungsleistungen Akquise 4 4
1.071 1.007

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 10 (Vj.: TEUR 15) betreffen Software sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es besteht seit 1. Januar 2011 sowohl eine körperschaftsteuerliche als auch eine gewerbesteuerliche Organschaft mit der GRENKE AG, Baden-Baden.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Zum Jahresende 2023 waren 31 Mitarbeitende angestellt, gegenüber 29 Mitarbeitenden zum 31.12.2022. Hiervon entfallen 24 Mitarbeitende (Vj.: 22) in den Bereich "Marktfolge" und 7 Mitarbeitende (Vj.: 7) in den Bereich "Markt". Die durchschnittliche Anzahl nach Köpfen beträgt, in der Administration 23,36 (inkl. Geschäftsführung) und im Vertrieb 8,00 (inkl. Geschäftsführung).

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der GRENKE AG, Baden-Baden einbezogen, der beim Handelsregister Mannheim unter der Nummer HRB 202531 abrufbar ist.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben des Honorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 S. 1 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der GRENKE AG, Baden-Baden aufgeführt.

Nachtragsbericht

Am 31. Januar 2024 hat der Aufsichtsrat der GRENKE AG dem Beschluss des Vorstands zugestimmt, sich künftig auf das Leasinggeschäft mit kleineren und mittleren Unternehmen zu fokussieren und den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Weitere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens- Finanz und Ertragslage traten nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht ein.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren:

Michael Parsiegla-Amato, Kaufmann, Oppenau

Frank Uwe Ziegler, Leasing- und Finanzierungswirt, Bühl

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der tätigen Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Baden-Baden, 29.02.24

Michael Parsiegla-Amato, Geschäftsführer

Frank Ziegler, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2023

GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR 1.1.2023 Zugänge Umgliederung Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte
EDV-Lizenzen 149.732,29 1.335,48 0,00 0,00 151.067,77
Sachanlagen
BuG EDV 132.046,62 2.410,50 0,00 0,00 134.457,12
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.291,76 0,00 0,00 0,00 19.291,76
GWG 0,00 370,00 0,00 370,00 0,00
151.338,38 2.780,50 0,00 370,00 153.748,88
Summe 301.070,67 4.115,98 0,00 370,00 304.816,65
Kummulierte Abschreibungen
in EUR 1.1.2023 Zugänge Umgliederung Abgänge 31.12.2023
Immaterielle Anlagewerte
EDV-Lizenzen 147.563,29 1.457,48 0,00 0,00 149.020,77
Sachanlagen
BuG EDV 116.351,62 7.956,50 0,00 0,00 124.308,12
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.254,76 10,00 0,00 0,00 19.264,76
GWG 0,00 370,00 0,00 370,00 0,00
135.606,38 8.336,50 0,00 370,00 143.572,88
Summe 283.169,67 9.793,98 0,00 370,00 292.593,65
Restbuchwerte
in EUR 31.12.2023 1.1.2023
Immaterielle Anlagewerte
EDV-Lizenzen 2.047,00 2.169,00
Sachanlagen
BuG EDV 10.149,00 15.695,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung 27,00 37,00
GWG 0,00 0,00
10.176,00 15.732,00
Summe 12.223,00 17.901,00

Lagebericht

der GRENKEFACTORING GmbH

1. Wirtschaftliches Umfeld

a. Gesamtwirtschaft

Das Geschäftsjahr 2023 war für uns erneut herausfordernd. Global betrachtet belasteten der Krieg in der Ukraine und im Nahen Osten die Weltwirtschaft. Während sich die Konjunktur im Euroraum im Vorjahresvergleich abschwächte, lag die Inflation im gesamten Geschäftsjahr weiter deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der EZB. Entsprechend hob die EZB bis September 2023 den Leitzins in sechs Schritten von 2,5 Prozent zum Anfang des Jahres auf 4,5 Prozent an. Seit September 2023 erfolgte eine Beruhigung der Zinsdynamik, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveau. Als Konsequenz stiegen die Refinanzierungskosten im Gesamtjahr 2023 weiter an. Zugleich dämpften die höheren Zinsen Konsum und Investition, entsprechend schwächte sich die Wirtschaftsleistung ab.

b. Der Factoringmarkt in Deutschland

Zum Zeitpunkt der Erstellung hat der Deutsche Factoring Verband e.V. noch keine Zahlen zur Entwicklung des Factoringmarktes in 2023 veröffentlicht, weshalb sich die Aussagen auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2023 beziehen. Trotz einer stagnierenden, bzw. einer rückläufigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, konnten die Mitglieder des Factoringverbandes Ihre Factoring-Umsätze um 5,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 192,8 Mrd. EUR steigern. Und auch der Anstieg der Insolvenzen hatte kaum Auswirkungen, weshalb die Anzahl der Kunden mit 106.000 stabil blieb und sogar leicht über der des Vorjahres lag.

Anders als in der Vergangenheit wurde das Wachstum durch das nationale Geschäft getrieben. Das internationale Geschäft hingegen sank um 9,2% auf 50,8 Mrd. EUR im Vergleich zu 56,2 Mrd. EUR im ersten Halbjahr 2022.

Den Prognosen zur Entwicklung des BIP von Deutschland des Internationale Währungsfonds, die von einer Reduzierung der Wirtschaftsleistung in 2023 von 0,5% ausgehen, scheinen auch die Mitglieder des Deutschen Factoring Verbandes beizupflichten. So hatten sich die Erwartungen im Vergleich zum Jahresbeginn etwas eingetrübt. Zu viele Unsicherheiten bzgl. der Preisentwicklung im Bereich Energie, der Fachkräftemangel und steigende Investitionskosten waren hierfür die Hauptgründe.

Die Zahlen machen dennoch deutlich, dass Factoring seinen Stellenwert in der deutschen Wirtschaft als alternative Finanzierungsform, sowohl zur Stabilisierung in Krisenzeiten, als auch als Begleiter der Transformation, kontinuierlich ausbaut.

2. Geschäftsentwicklung

a. Geschäftstätigkeit

Die GRENKEFACTORING ist auf das Forderungsmanagement kleiner, mittelständischer Unternehmen spezialisiert. Es werden in erster Linie Kunden mit Jahresumsätzen ab 5 Mio. EUR aktiv angesprochen, aber auch Kunden mit kleineren Umsätzen werden unter Vertrag genommen. Der factoringfähige Umsatz sollte TEUR 500 jedoch nicht unterschreiten. Als Tochter der GRENKE AG bietet sie das Factoring in Deutschland als weitere Finanzierungsform an. Bezogen auf das Volumen, exkl. der Forderungen für die nur das Forderungsmanagement übernommen wird (siehe nächster Absatz), wird mit 63,18 % der größte Teil im Rahmen des "offenen Factoring" abgewickelt während im "stillen Factoring" 19,96 % abgewickelt werden. Das "unechte Factoring", also der Forderungsankauf ohne die Übernahme des Ausfallrisikos, findet kaum statt (Volumenanteil 0,57 %). Die Geschäftstätigkeit ist auf Factoringkunden im Inland mit überwiegend inländischen Debitoren (98,47 %) begrenzt.

Als weitere Dienstleistung bietet die GRENKEFACTORING als Bestandteil der Factoring-Rahmenverträge das reine Forderungsmanagement für Forderungen an (Volumenanteil: 16,86%). Der Nutzen für den Kunden liegt in der Übernahme des Mahnwesens und der Zahlungseingangsüberwachung durch die GRENKEFACTORING. Hierbei erfolgt weder eine Finanzierung der jeweiligen Forderung noch wird das Delkredere durch die GRENKEFACTORING übernommen.

Die GRENKEFACTORING betreut mit 31 Mitarbeitenden (Vorjahr: 29) aktuell 145 Factoringkunden gegenüber 155 Kunden im Vorjahr. Neben dem Hauptsitz in Baden-Baden, an dem bis zu 26 Mitarbeitende arbeiten, waren zum Jahresende 2023 Mitarbeitende in Mannheim, Mönchengladbach, München und Chemnitz tätig. Alle Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, sofern es der Geschäftsbetrieb zulässt, 4 Arbeitstage die Woche im Homeoffice zu arbeiten.

Gemäß der seit Jahrzehnten gelebten Strategie der GRENKE Gruppe ist das Ziel der GRENKEFACTORING die kostengünstige und schnelle Abwicklung insbesondere von Forderungen mit kleineren Rechnungsbeträgen.

Zur internen Steuerung verwendet die GRENKEFACTORING unter anderem den Umsatz (Factoringvolumen) aus allen von ihr angebotenen Factoring- und Ankaufarten im jeweiligen Betrachtungszeitraum als Leistungsindikator. Daneben betrachtet die Gesellschaft aber auch besonders die Erträge, mit dem Ziel ertragsreiches Umsatzwachstum zu generieren, sowie die überfälligen Forderungen zur Einschätzung des potentiellen Ausfallsrisikos und zur Ergreifung eventuell erforderlicher Maßnahmen.

Die angestrebte Entwicklung in 2023 wurde bei weitem nicht erreicht. Der Aufwand im Markt als Anbieter auch für Unternehmen mit größeren Umsätzen anerkannt zu werden, zeitliche Verzögerungen bei der Aktivierung der Kooperationen, aber auch konzerninterne Hindernisse verhinderten dies. Hinzu kam die besonders zu Jahresbeginn große Angst vor einer Inflation und die Ungewissheiten die mehrere Gesetzesentwürfe mit sich brachten, welche den Markt beeinträchtigten.

Zudem konnte die Digitalisierung und Automatisierung nicht im vorgesehenen Umfang vorangetrieben werden, wodurch der personelle Aufwand, gerade im Bereich der Risikoprävention, weiterhin sehr hoch ist. In Verbindung mit den bereits im letzten Jahr gestiegenen Personalkosten, des nochmals höheren Zinsniveaus und der geringen Steigerung des Ankaufvolumens, konnten auch die stärker gestiegenen Erträge eine weitere Verschlechterung des Ergebnisses nicht verhindern.

b. Ertragslage

Umsatzentwicklung

Das Factoringvolumen konnte aus den bereits genannten Gründen nur in geringem Maße gesteigert werden. Der Wert der angenommenen Forderungen betrug in 2023 EUR 182,835 Mio. (Vorjahr: EUR 178,722 Mio.), was einer Steigerung von 2,30 % entspricht. Die Stückzahl der in 2023 verarbeiteten Forderungen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht, um 0,39 % auf insgesamt 123.113 (Vorjahr: 123.595). Die durchschnittliche Betragshöhe aller Einzelforderungen erhöhte sich entsprechend auf EUR 1.485,10 in 2023 um 2,7 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt (EUR 1.446,03). Auch in 2023 wurde der margenträchtigere Forderungsankauf präferiert. Dies hatte zur Folge, dass der Anteil der Rechnungen die zum Forderungsmanagement übernommen wurden, nochmals von 18,63 % im Vorjahr auf 16,86 % reduziert werden konnte.

In 2023 lag der Risikofokus stärker auf der Verität als, wie in den Vorjahren, auf der Bonität, da die Auswirkungen der COVID19 Pandemie am Markt kaum noch spürbar waren. Da hierbei durch stichhaltige Dokumentation, ein guter Standard erreicht und mit den Kunden vereinbart wurde, konnte erneut ein größerer Anteil des Factoringvolumens angekauft werden. Hierfür fallen höhere Gebühren als für das reine Forderungsmanagement an. Darüber hinaus wurde in 2023 die Bestandskundenbetreuung neu organisiert und konsequent verfolgt. Überfällige Gebührenanpassungen, die besonders vor dem Hintergrund der gestiegenen Refinanzierungskosten dringend erforderlich waren, trafen beim überwiegenden Teil der Kunden auf Verständnis. Dadurch verbesserte sich das Verhältnis von Ertrag zu Factoringvolumen. Die Bereinigung des Kundenbestandes in Verbindung mit einigen Beendigungen aufgrund von Geschäftsaufgaben, Insolvenzen und Kündigungen führte zu einer Reduktion der Kundenanzahl die durch Abschlüsse neuer Verträge nicht kompensiert werden konnte, sich jedoch im Factoringvolumen nicht negativ bemerkbar machte. Wie bereits beschrieben, zeigten die Vertriebsaktivitäten in 2023 nicht den geplanten Effekt, da sich mehrere Verzögerungen ergaben. Dennoch zeigte sich, dass der eingeschlagene Weg, hin zur Ausweitung der Vertriebskanäle und insbesondere die Akquise von Kooperationspartnern, welche als Multiplikatoren die Schlagzahl der Anfragen erhöhen und damit den Akquiseaufwand der Vertriebsmitarbeiter signifikant reduzieren, der richtige ist und kurz- bis mittelfristig zu einer signifikanten Steigerung der Kundenanzahl führen wird. Die Factoringerträge entwickelten sich noch etwas besser als das Factoringvolumen. So stiegen die Factoringerträge von TEUR 2.364 in 2022, auf TEUR 2.437 und somit um 3,06 %. Die Factoringerträge enthalten im Wesentlichen fixe Provisionserträge in Höhe von TEUR 2.105 (Vorjahr: TEUR 2.128), sowie Provisionen für Forderungsmanagement, Limitprüfungen und Einrichtung neuer Kunden in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 174). Die sonstigen Erträge sanken in 2023 um 14,71 % auf TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 210). Die Zinserträge in Höhe von TEUR 120 (Vj.: TEUR 41) bestehen fast ausschließlich aus variablen Factoringerträgen in Höhe von TEUR 120 (Vj.: TEUR 39).

Die durchschnittliche Forderungslaufzeit verkürzte sich von 25 auf 23 Tage.

Die Kosten für die Refinanzierung beliefen sich auf TEUR 707 (Vorjahr: TEUR 347) was einer Steigerung um 103,69 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und der allgemeinen Zinsentwicklung geschuldet ist.

Den größten Kostenblock stellen weiterhin die Kosten für das Personal dar. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Personalkosten um 12,41 % an. Lagen die Kosten für Gehälter im Vorjahr noch bei TEUR 1.825, erhöhten sich diese im Berichtsjahr auf TEUR 2.051. Dementsprechend stiegen auch die sozialen Abgaben und Aufwendungen von TEUR 312 in 2022 auf TEUR 350 in 2023.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,32 % auf TEUR 1.071 (Vorjahr: TEUR 1.007)

Die Schadensvorsorge konnte um 36,80 % gegenüber dem Vorjahr reduziert werden und belief sich zum Jahresende 2023 auf TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 125). Das Jahr 2023 wurde mit einem negativen Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.612, abgeschlossen, nach einem Minus von TEUR 1.037 im Vorjahr. Die Verschlechterung des Ergebnisses ist neben dem nur verhalten gesteigerten Factoringvolumen und den hieraus generierten Erträgen in erster Linie den gestiegenen Aufwänden für die Refinanzierung und den höheren Personalkosten geschuldet. Darüber hinaus sind es auch interne Vorgaben und damit hohe manuelle Aufwände sowie eine noch nicht ausreichende Digitalisierung, welche sich negativ auswirken. Dementgegen steht eine sehr geringe Schadensquote und ein Forderungsportfolio mit überdurchschnittlich geringen Überfälligkeiten, die durch eine qualitativ hochwertige Bearbeitung und umsichtige Prüfung erreicht werden. Die nachhaltige Fokussierung auf die Kunden unterstreicht eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von ca. 7 Jahren.

c. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage ist - wie bei Factoringunternehmen üblich - wesentlich durch die angekauften Forderungen geprägt. Das Sachanlagevermögen einschließlich der immateriellen Anlagewerte von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 18) hat eine untergeordnete Bedeutung.

Die Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 593 (Vj.: TEUR 33) beinhalten täglich fällige Forderungen aus einem Bankkonto bei dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden.

Die Forderungen an Kunden i. H. v. TEUR 12.610 (Vorjahr: TEUR 11.505) vor Wertberichtigungen bestehen zum überwiegenden Teil aus Debitorenforderungen in Höhe von TEUR 12.394 (Vorjahr: TEUR 11.519), die auch Forderungen in Höhe TEUR 61 (Vorjahr TEUR 7) an Kreditinstitute enthalten, die als Debitoren auftreten.

Die Gesamtforderungen sind mit TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 125) wertberichtigt.

Die Finanzlage wird wesentlich durch die Refinanzierung der Gesellschaft geprägt. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Schwestergesellschaft zur Finanzierung des Factoringgeschäfts von TEUR 10.687 in 2022 sind auf TEUR 12.614 in 2023 gestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen im Wesentlichen einerseits Einbehalte aus angekauften Forderungen die sich zum Stichtag auf TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 61) belaufen und andererseits ungeklärte Einzahlungen von Debitoren in Höhe TEUR 329 (Vorjahr TEUR 115).

Den gewährten Factoringlimiten (Kunden) zum Stichtag in Höhe TEUR 32.173 (Vorjahr: TEUR 35.752) stehen Debitoren- und Veritätsprüfungen gegenüber. Das bedeutet, dass sie an weitere Bedingungen geknüpft sind und nicht ohne weiteres ausgeschöpft werden können. Es besteht jedoch eine unbefristete Finanzierungszusage des Konzerns, wodurch die erforderlichen Mittel zur Verfügung stünden.

Die Eigenkapitalquote verringerte sich aufgrund der größeren Bilanzsumme per 31. Dezember 2023 auf 10,35 % (Vorjahr: 12,06 %).

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GRENKEFACTORING ist insgesamt geordnet.

d. Liquiditätssteuerung und Refinanzierung

Die Refinanzierung der GRENKEFACTORING erfolgt derzeit ausschließlich laufzeitkongruent über die Schwestergesellschaft GRENKE Finance Plc., Dublin. Die finanziellen Mittel werden täglich genau in der Höhe aufgenommen, wie sie zum Ankauf der Forderungen von den Vertragspartnern benötigt werden.

Zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit hält die GRENKEFACTORING ausreichend liquide Mittel vor, welche den Ausgleich der Verbindlichkeiten gemäß Laufzeitband 1 (unter Berücksichtigung der täglichen Geldeingänge für angekaufte Forderungen) sicherstellt.

e. Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt.

f. Datensicherheit

Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung und die Umsetzung der Datenschutzgesetze. Diese unabhängigen Funktionen sind fachlich unmittelbar dem Geschäftsführer unterstellt. Die Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult. Ein jährliches Datenschutz-Audit mit Überprüfung der IT-Sicherheit sowie der zugehörigen Maßnahmen wurden durchgeführt.

g. Personal

Zum Jahresende 2023 waren 31 Mitarbeitende angestellt, gegenüber 29 Mitarbeitenden zum 31.12.2022. Hiervon entfallen 24 Mitarbeitende (hiervon 2 in Elternzeit), gegenüber: insg. 22 im Vorjahr, auf das Forderungs- und das Risikomanagement, den Forderungsmanagement-Support, sowie die Softwareentwicklung und die Leitung (Marktfolge) und 7 Mitarbeitende (Vorjahr: 7) auf den Vertrieb und die Vertriebsunterstützung (Markt).

Gerade Mitarbeitenden, die aus der Elternzeit zurückkehren, bieten wir flexible Arbeitszeitmodelle an, die auch schon vor der COVID 19 Pandemie die Möglichkeit einschließen von zuhause arbeiten zu können. Dies hat nicht nur positive soziale Effekte, sondern leistet auch einen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit und Chancengleichheit.

Das Vergütungssystem der GRENKE-Gruppe basiert auf konzernweiten hierarchie- und funktionsunabhängig geltenden Grundsätzen und beinhaltet fixe, vom Erfolg unabhängige, sowie variable, vom Erfolg abhängige, Komponenten.

Zu den vom Erfolg unabhängigen Komponenten zählen ein den Aufgaben, dem Verantwortungsbereich und den lokalen Gegebenheiten entsprechendes Bruttojahresgehalt, das zu 12 gleichen Teilen ausgezahlt wird, sowie Leistungen, die über die konzernweit einheitlich gefassten Grundsätze der Reisekostenerstattung, der Überlassung von Firmenfahrzeugen sowie zur Betrieblichen Altersvorsorge geregelt sind. Der erfolgsabhängige Gehaltsanteil besteht zu einem Teil aus einer auf einer Balanced Scorecard (BSC) basierenden Vergütung, welche die für die langfristige Entwicklung der Gesellschaft wesentlichen Kennzahlen (z.B. Anzahl der Factoringverträge und des Neugeschäfts) enthält und somit die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Agieren am Markt schafft und langfristig den Unternehmenswert stärkt.

Das Erreichen der einzelnen Kriterien wird quartalsweise nachträglich gemessen. Ein Nichterreichen mindert die Höhe dieser Erfolgskomponente (Malus) entsprechend. Eine Komponente, die das Risikoverhalten der Mitarbeitenden negativ beeinflussen könnte, ist nicht enthalten.

In 2022 erfolgte eine Anpassung des Gehaltsmodels auf das so genannte Total Reward System. In diesem Zuge wurde der fixe Anteil, auf Basis eines Überleitungsfaktors, erhöht und der Erfolgsanteil in Abhängigkeit der Zugehörigkeit (Markt / Marktfolge) reduziert. Der Marktbereich kann einen höheren variablen Anteil erreichen, da besonders die Entwicklung des Neugeschäfts vorangetrieben werden soll und der finanzielle Anreiz für die Mitarbeitenden eine wichtige Komponente darstellt zumal die Akquise sich gerade im Factoring als besonders anspruchsvoll darstellt. Der Marktfolgebereich profitiert hierbei von einem höheren Fixum und der damit einhergehenden finanziellen Sicherheit.

h. Rechtsstreitigkeiten

Die Vorgehensweise bzgl. laufender Verfahren wird direkt durch die Geschäftsleitung entschieden. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Verfahren, die das Factoring-Tagesgeschäft betreffen und meist aus Zahlungsstörungen stammen.

i. Darstellung Kundenstruktur

Die Kundenstruktur der GRENKEFACTORING ist entsprechend der Prämisse, Finanzierer kleiner mittelständischer Unternehmen zu sein, in erster Linie durch Unternehmen mit Jahresumsätzen bis 50 Millionen EUR zu charakterisieren. Es werden keine bestimmten Branchen fokusiert, jedoch findet unsere Dienstleistung hauptsächlich in Branchen Anklang, die einen hohen Liquiditätsbedarf haben und/oder eine große Anzahl von Forderungen gegenüber einer breitgefächerten Anzahl von Debitoren, sowie Unternehmen, die gezwungen sind, lange Zahlungsziele zu gewähren bzw. lange auf die Bezahlung der Forderungen warten müssen.

Über die letzten Jahre waren dies besonders Kunden aus den Branchen Dienstleistungen, Grosshandel und EDV Beratung / Programmierung verschiedenster Ausgestaltung. Auch in 2023 stellten diese Branchen wieder die Top 3.

Aufgrund der neuen Zielkundendefinition wurde in 2023 kein Schwerpunkt auf bestimmte Branchen gelegt. Es wurden Interessenten aus vollkommen unterschiedlichen Branchen angesprochen. Dabei konnten Erfahrungen bzgl. den Herausforderungen in den jeweiligen Gebieten gesammelt werden. Hieraus wurde im Anschluss abgeleitet, wo künftig Schwerpunkte gesetzt werden können, welche Vorgaben sich hieraus ergeben und auf welche Risiken ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss. Da künftig auch vermehrt Multiplikatoren in der Akquise zum Einsatz kommen, war es wichtig zu erfahren mit welchen Themen diese konfrontiert werden damit direkt die entsprechenden Lösungen geliefert werden können. Besonders der Erhalt aktueller Unterlagen zur Prüfung der Interessenten, stellte im vergangenen Jahr eine Herausforderung dar. Oftmals werden die Unterlagen von Steuerberatern aufbereietet, die aufgrund unterschiedlicher Anforderungen fortwährend unter so hohem Arbeitsdruck standen, dass Unterlagen nur mit erheblicher Verzögerung erstellt und geliefert werden konnten. Hinzu kommt, dass Unternehmer aufgrund unsicherer Zukunftsperspektiven sich derzeit mit dem Abschluss langfristiger Verträge schwertun.

Das durchschnittliche Ankauflimit über alle Kunden liegt per Stichtag bei TEUR 222.

Verteilung der Kunden und des Factoringvolumens auf die Bundesländer

3. Risikobericht

a. Organisation des Risikomanagements

Risikomanagement beginnt mit der Schaffung eines Risikobewusstseins das zu einer gelebten Risikokultur führt.

Die GRENKEFACTORING nahm im Geschäftsjahr die Waiver-Regelung gemäß § 2a Abs. 2 Satz 1 KWG in Anspruch. Diese Ausnahmevorschrift ermöglicht eine Erleichterung für das Management von Risiken mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos. Die Anforderungen, die von der Aufsicht gestellt werden, sind erfüllt. Die GRENKEFACTORING ist in das Risikomanagement der GRENKE AG integriert.

Gefährdungs- und Risikoanalysen in den Bereichen Betrugsprävention sowie Geldwäsche und sonstiger strafbarer Handlungen werden bei Bedarf, jedoch mindestens jährlich, aktualisiert und sofern vorhanden um neu erkannte Risiken ergänzt.

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken sowie Risikobegrenzungsmaßnahmen der GRENKEFACTORING dargestellt.

b. Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko beschreibt die Gefahr, dass zugesagte Leistungen nicht eingehalten werden. Diese Gefahr geht für Factoringinstitute, anders als bei sonstigen Kreditgeschäften, von zwei Parteien aus. Sowohl der Vertragspartner (nachfolgend Kunde genannt) als auch dessen Kunden (nachfolgend Debitoren genannt), können für den teilweisen oder vollständigen Ausfall von Leistungen verantwortlich sein.

Bei Entscheidungen über TEUR 250 für Debitoren- und Kundenlimits nimmt die Gesellschaft darüber hinaus die Unterstützung eines Gremiums der GRENKE in Anspruch. Die entsprechenden Abläufe sind dokumentiert und werden fortlaufend aktualisiert.

Um schneller Auffälligkeiten und entstehende Risiken zu entdecken und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können, wurden verschiedene Alerts entwickelt, welche die jeweiligen Mitarbeiter auf solche Sachverhalte hinweisen. Diese sind allesamt justierbar, um auf sich ändernde Situationen schnell reagieren zu können und werden laufend weiterentwickelt.

Zur Reduzierung des Adressausfallrisikos sowie Implementierung eines möglichen, neuen Leistungs-/ Produktbereiches, hat die GRENKEFACTORING in 2022 eine Warenkreditversicherung abgeschlossen.

Debitoren

Das Risiko des Ausfalls der Zahlungen auf angekaufte Forderungen seitens der Debitoren (Zahlungsunfähigkeit) wird durch die Vergabe von Limiten unter Berücksichtigung von Niederlassungen und unselbstständigen Tochtergesellschaften minimiert. Die Prüfung kann, anders als beim Kunden, nur anhand von Wirtschaftsauskünften und öffentlich zugänglichen Quellen erfolgen, da die GRENKEFACTORING nicht in Vertragsbeziehung mit den Debitoren steht und deshalb keine wirtschaftlichen Unterlagen anfordern kann. Obgleich der Factor Eigentümer der Forderung wird und deshalb alle Möglichkeiten hat, gegen säumige Debitoren vorzugehen, muss er immer auch berücksichtigen, dass es sich dabei um die Kunden seiner eigenen Kunden handelt und es der Vertragsbeziehung nicht dienlich wäre, die Debitoren über Gebühr zu belasten. Die Herausforderung liegt also ganz eindeutig im Spagat zwischen der Zufriedenheit des Kunden und Realisierung der Forderungen.

Zudem wird das Zahlungsverhalten laufend überwacht. Sobald eine Forderung eine gewisse Mahnstufe erreicht hat, wird der Ankauf von Forderungen gegen den betroffenen Debitor gestoppt (so genannte Überfälligkeitssperre).

Das jeweilige Zahlungsverhalten wird bewertet und trägt zur Entscheidungsfindung bzgl. zu gewährender höherer Limite bei. Befinden sich Forderungen eines Debitors in einem schlechteren Bearbeitungsstand als Mahnstufe 1, greift eine Sperre, die den Ankauf weiterer Forderungen so lange verhindert, bis die Forderung, welche die Sperre auslöste, beglichen wurde und sofern zwischenzeitlich keine weitere Forderung die Sperre wieder aktiviert. Die Sperre kann in Ausnahmefällen übergangen werden. Dies erfordert die Zustimmung des Geschäftsführers oder des Risikomanagements.

Politischer oder wirtschaftlicher Entwicklungen können sich auf die Limitvergabe auswirken, wenn bestimmte Branchen hiervon besonders betroffen sind.

Factoringkunden

Das vertragskonforme Verhalten der Kunden wird ständig, anhand verschiedener Parameter, überwacht und bewertet. Berücksichtigt werden hierbei unter anderem: Änderungen der vergebenen Zahlungsziele, Anstieg bzw. Reduzierung von Umsätzen, steigende Rechnungshöhen, steigende Anzahl an Gutschriften u.v.m.

Dies ist notwendig, da eine verschlechterte Kundenbonität Risiken mit sich bringt, wie sie zum Beispiel auch im nächsten Punkt "C Veritätsrisiken" dargestellt werden.

Die Kunden werden zudem laufend anhand verschiedener Unterlagen geprüft. Im Einzelnen sind dies Jahresabschlüsse, betriebswirtschaftliche Auswertungen, OP-Listen, Summen- und Saldenlisten sowie eine Aufstellung sämtlicher Konten. Aufgrund der anhaltenden Überlastung der Steuerberater, die teils noch mit der Aufarbeitung von Rückständen aus der Pandemie beschäftigt sind und zugleich, wie viele andere Branchen, unter einem sich immer mehr zuspitzenden Fachkräftemangel leiden, mussten hier längere Wartezeiten und Prüfungsrückstände in Kauf genommen werden.

Unter gewissen Umständen muss der Kunde zusätzliche Angaben zur Planung für das Folgejahr machen und (wenn vorhanden) ein Auftragsbuch vorweisen. Diese Angaben und Unterlagen werden geprüft und unter Zuhilfenahme einer internen Auswertungsroutine bewertet, um anschließend im Vier-Augen-Verfahren über die Vergabe des anhand der Zahlen aus Unterlagen und Angaben errechneten benötigten Ankauflimits zu entscheiden. Über die Gewährung von Ankauflimits je Factoringkunde wird über ein mehrstufiges Freigabeverfahren bis hin zum Konzernvorstand in jedem Einzelfall entschieden.

Die Kunden werden in einem bestimmten, von der jeweiligen Höhe des genehmigten Ankauflimits abhängigen Turnus, dazu aufgefordert, aktuelle Unterlagen zur Prüfung einzureichen. Dies wird durch das Risiko Management der GRENKEFACTORING und durch automatisierte interne Kontrollen überwacht und ausgewertet. Weisen diese Unterlagen negative Veränderungen zu den vorherigen Prüfungen aus, so wird die Geschäftsführung hierüber informiert. Ebenso werden aktuelle Ereignisse aus dem Tagesgeschäft umgehend kommuniziert. Auch in diesen Fällen wird die Geschäftsführung, abhängig vom Sachverhalt und dem damit einhergehenden Risiko, eingebunden. Das weitere Vorgehen wird dann von Fall zu Fall entschieden.

Das gesamte Portfolio der Kunden unterliegt einer ständigen Kontrolle, um eventuelle Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Treten solche Veränderungen ein, sind entsprechende Reaktionsvorgaben definiert, an die sich die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen halten müssen.

Jeder Kunde ist einem persönlichen Ansprechpartner zugeordnet, der im Laufe der Geschäftsbeziehung das Verhalten und das Geschäftsgebaren kennenlernt, so auch Zwischentöne und Änderungen der Abläufe erkennt und entsprechend reagieren kann. In den Teammeetings werden eventuelle Auffälligkeiten angesprochen und das weitere Vorgehen abgestimmt. Darüber hinaus setzt die GRENKEFACTORING automatisierte Hinweise, so genannte Alerts ein, um die Mitarbeiter auf sich ändernde Sachverhalte und potentielle Risiken hinzuweisen.

In 2022 wurde auch eine Bestandskundenbetreuung durch einen Vertriebsmitarbeiter etabliert um unseren Markenkern "Persönlich" noch mehr Gewicht zu verleihen und Entwicklungen im Gespräch mit der jeweiligen Geschäftsleitung zu besprechen. Dadurch ist es möglich proaktiv Vorbereitungen zu treffen und eventuelle Risiken frühzeitig zu berücksichtigen.

c. Veritätsrisiken

Vertraglich ist geregelt, dass der Kunde nur bestehende und von Einreden freie Forderungen zum Ankauf anbieten darf. Gerade wenn der Kunde in finanzielle Schwierigkeiten gerät, kann es dennoch dazu kommen, dass versucht wird, sich durch die Einreichung von Rechnungen, denen keine erbrachte Lieferung oder Leistung zugrunde liegt, zusätzliche Liquidität zu verschaffen. Um die Gesellschaft vor solchem nicht vertragskonformen Verhalten zu schützen, wurde bereits vor mehreren Jahren eine Matrix erstellt, welche die Prüfverfahren in Abhängigkeit bestimmter Parameter definiert. Dieses sogenannte Veritätsprüfungskonzept beinhaltet Angaben, wann und welche weitergehenden Prüfungen durchzuführen sind und welche Personen berechtigt sind, die Entscheidung bezüglich der Annahme der angebotenen Rechnung zu treffen. Hierbei werden die Mitarbeiter im Forderungsmanagement durch die eigene Factoringsoftware unterstützt.

Zur Verifizierung werden, in Abhängigkeit verschiedener Parameter, weitere Dokumente entweder beim Kunden oder direkt beim Debitor angefordert. Teilweise werden auch telefonische Bestätigungen eingeholt. Aufgrund des zunehmenden Angebots des stillen Factorings wurden auch hierfür Möglichkeiten geschaffen, die Verität von Forderungen zu überprüfen, ohne die Abtretung offenzulegen. Die Übernahme des Mahnwesens auf dem Briefpapier des Kunden bietet eine zusätzliche Sicherheit nach dem Ankauf, da einem Kunden, der wissentlich nicht werthaltige Forderungen einreicht, nicht daran gelegen ist, dass ein Debitor eine Mahnung erhält und so von einer Forderung erfährt, die es nicht gibt.

d. Bonitätsrisiken

Im Factoring ist die Kontinuität der Bonitätsprüfung von besonderer Wichtigkeit, da immer wieder neu über Ankäufe entschieden werden muss. Aus diesem Grund werden sowohl Factoringkunden als auch Debitoren in gewissen Zyklen erneut geprüft. Die Bonitätsprüfung der Factoringkunden und Debitoren erfolgt durch die Nutzung verschiedener Quellen. Bei den Factoringkunden werden zusätzlich Unterlagen wie Jahresabschlüsse, Quartalsabschlüsse etc. automatisiert angefordert und deren Einreichung nachgehalten. Sowohl zur Einschätzung der Bonität, als auch zur Identifikation und Bewertung von Klumpenrisiken werden auch konzerninterne Informationen bzgl. des Zahlungsverhaltens und der Höhe des Obligos herangezogen. Bei bereits im Konzern bekannten Firmen wird für erforderliche Neuentscheidungen, in Abhängigkeit der erforderlichen Höhe des Limits, auf Konzernebene auch das Gesamtobligo betrachtet. Die Nachhaltigkeit und Qualität der Prüfungen und Entscheidungsprozesse wird durch die Qualität des Forderungsportfolios eindrücklich belegt. So lag die NPL Quote, die zum 10. Eines jeden Monats ermittelt wird, in 2023 zu keinem Zeitpunkt über 0,96% und belief sich im Dezember auf 0,47%.

e. Marktrisiken

Marktrisiken vereinen mehrere Einzelrisiken in sich. Per Definition ist es die Gefahr des finanziellen Verlustes aufgrund der Änderung des Marktpreises. Der Marktpreis wird hierbei von mehreren Faktoren beeinflusst.

Im Factoring können, da weder mit Wertpapieren noch mit Edelmetallen gehandelt wird, lediglich zwei Risiken relevant sein, das Zins- und das Währungsrisiko. Beide sind im Falle der GRENKEFACTORING zu vernachlässigen.

Da die GRENKEFACTORING lediglich Forderungen deutscher Vertragspartner und ausschließlich in EURO ankauft, entfällt das Währungsrisiko.

Auch das Zinsrisiko ist nicht relevant, da außer der Refinanzierung keine weiteren Darlehen bestehen und die Refinanzierung kongruent erfolgt. Aufgrund der Ausgestaltung der Factoring-Rahmenverträge besteht zudem zu jeder Zeit die Möglichkeit, durch Konditionsanpassungen steigende Zinsen zu kompensieren, wovon aktuell aufgrund der gestiegenen Zinsen, unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit den jeweiligen Kunden, Gebrauch gemacht.

f. Refinanzierung- und Liquiditätsrisiken

Die Refinanzierung wird durch die Schwestergesellschaft GRENKE Finance Plc., Dublin, dauerhaft unbeschränkt gewährleistet. Die GRENKEFACTORING ist aber berechtigt auch andere Quellen in Anspruch zu nehmen, sofern dies notwendig oder sinnvoll wäre.

Die Liquidität war und ist zudem durch eine Patronatserklärung der GRENKE AG jederzeit ausreichend gesichert. Die GRENKEFACTORING konnte ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr jederzeit nachkommen.

Zusätzlich wurde im März 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft geschlossen.

g. Strategische Risiken

Die Strategie der Unternehmung ist Teil der Strategie der Muttergesellschaft. Sie beinhaltet insbesondere das Ziel der Risikostreuung durch das Small-Ticket-Business und einen diversifizierten Refinanzierungs-Mix auf Konzernebene.

Bestandteil der Unternehmensstrategie selbst ist hierbei das aktive Management der Risiken, ohne die Ertragsfähigkeit über ein gewisses Maß hinaus zu reduzieren, sowie die Einschränkung des Betriebsaufwandes auf das unbedingt nötige Maß. Die Konzentration auf kleine und mittelständische Unternehmen, der Ankauf kleiner Einzelforderungen gegen eine Vielzahl von Rechnungsempfängern (Diversifikation), sowie die Vermeidung von Klumpenrisiken, machen dies möglich.

Es werden nun auch Verträge mit Volumen geschlossen, die das bislang übliche Maß übersteigen.

Dies setzt voraus, dass sowohl die Bonität des Kunden aber vor allem seiner Abnehmer hierfür ausreichen und die Verität der Forderungen durch eine entsprechende Dokumentation gut belegt werden kann. Zudem werden solche Verträge grundsätzlich auch der Gesellschafterin zur Zustimmung vorgelegt und besonders eng überwacht.

Anteil Ankaufvolumen der 10 größten Kunden am Gesamtumsatz

h. Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko beschreibt Risiken, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung auftreten können. Diese Risiken sind vielfältig und können aus den verschiedensten Gründen entstehen. Menschliches Versagen, System-Ausfälle, inadäquate Abläufe oder verfehlte Kontrollen sind solche Gründe.

Die Gesellschaft mindert diese Risiken durch die gegenseitige Kontrolle der Mitarbeiter (Vier-Augen-Prinzip) und regelmäßige Team-Meetings, in denen Auffälligkeiten besprochen und Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Zudem wurden automatische Hinweise im System integriert welche die jeweiligen Mitarbeiter über Auffälligkeiten abgestuft informieren.

Das Qualitätsmanagement, die Dokumentation und Bereitstellung aller Arbeitsabläufe in Qualitäts-Management System (CWA), sowie deren ständige Aktualisierung tragen ebenfalls zur Minderung dieser Risiken bei.

Den Mitarbeitenden wird die Möglichkeit geboten, an bis zu vier Tagen in der Woche mobil zu arbeiten. Es gibt kaum noch Abläufe, die es erfordern, an der Arbeitsstätte zu sein. Allen Mitarbeitenden steht das hierfür erforderliche Equipment zur Verfügung. Dadurch wird nicht nur dem Risiko gleichzeitiger krankheitsbedingter Abwesenheiten entgegengewirkt, sondern auch die Work-Life Balance der Mitarbeitenden gefördert. Die Zeit die sonst für den Arbeitsweg aufgewendet werden muss, kann so anderweitig genutzt werden.

i. IT und Betriebsrisiken

Sämtliche Systeme sind mehrfach gesichert, eine kurzfristige Wiederherstellung wird durch die IT-Abteilung der GRENKE gewährleistet.

Der sich im CWA befindliche Notfallplan beschreibt erforderliche Maßnahmen zur Vermeidung von Katastrophenrisiken und zur Wiederherstellung der allgemeinen Betriebsfähigkeit. Die in 2022 eingerichtete eigene Abteilung für das Business Continuity Management innerhalb des Konzerns, die auch die GRENKEFACTORING berücksichtigt, stellt auch bei wachsenden Anforderungen und ansteigender Gefährdungslage einen reibungslosen Betrieb sicher.

j. Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken erwachsen in erster Linie aus mangelbehaftetem Vertragswerk. Aus diesem Grund bauen alle Verträge auf einem Basisvertrag auf. Die jeweiligen Änderungen werden durch Rechtsanwälte geprüft.

Zusatzvereinbarungen und neue Produkte werden ebenfalls immer Rechtsanwälten zur Prüfung vorgelegt, um hier Rechtssicherheit zu gewährleisten.

Durch die Ernennung einer Compliance Beauftragten und die Einrichtung eines Compliance Management Systems (Legal Monitoring) wird sichergestellt, dass sowohl die Änderung bestehender Gesetze als auch die Verabschiedung neuer Gesetze überwacht und entsprechend an die jeweils betroffenen Abteilungen weitergeleitet werden, um die Erfordernisse zur Umsetzung zu prüfen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Der rege Austausch aller Compliance Beauftragten innerhalb der GRENKE-Gruppe sorgt für einen sehr guten Wissenstransfer und schützt vor neuen Risiken.

Das Legal Competence Center der GRENKE-Gruppe kann auch von den Mitarbeitern der GRENKEFACTORING bei sämtlichen rechtlichen Fragen angesprochen werden und ermöglicht so eine unkomplizierte Kommunikation und rechtssicheres Handeln.

Als Mitglied des "Deutscher Factoring Verband e.V." wird die Gesellschaft jederzeit und zeitnah über für die Branche relevante Änderungen oder Neuerungen rechtlicher Vorgaben informiert.

Zusätzlich werden weitere Quellen verwendet, um über sämtliche relevanten rechtlichen Änderungen und Neuerungen informiert zu sein.

k. Allgemeines Geschäftsrisiko

Das Geschäftsrisiko wird durch die Unternehmensstrategie bzw. die Geschäftsführer gesteuert. Alle Mitarbeitenden sind für die Risiken in ihren Bereichen zuständig. Jeder Bereich ist zur offenen Kommunikation angehalten.

Sämtliche Risiken werden hierbei durch die Geschäftsführer mittels spezieller Controlling-Tools laufend beobachtet. Die Überwachung der Kunden und der Verhältnismäßigkeit der jeweiligen Gebühren ist die Grundlage für ein effektives Kosten- Ertragsverhältnis.

l. Sonstige Risiken

Neben den wirtschaftlichen Auswirkungen der besonders im Fokus stehenden Krisen in Nahen Osten und der Ukraine, zeichnet sich auch politisch eine immer mehr stärker werdende nationalistisch geprägte Entwicklung ab. Die Europäische Union scheint als Gemeinschaft an Einigkeit zu verlieren. In Verbindung mit dem weltweiten Kampf gegen den Klimawandel und der Herausforderungen, die humanitären Auswirkungen von Krisen und Katastrophen abzumildern und Flüchtlingen eine neue Heimat und Chance zu bieten, fühlen sich in Deutschland viele Bürgerinnen und Bürger überfordert und sehen den eigenen Wohlstand gefährdet, oder haben aufgrund der Inflation Schwierigkeiten ihre Kosten zu decken.

Eine schwindende Diskussionskultur und die mangelnde Bereitschaft die eigenen Positionen zu hinterfragen, führen zu einer scheinbar immer größer werdenden Kluft in der Gesellschaft. Die aktuelle Regierung gerät zunehmend unter Druck und kleine Parteien erfahren Zulauf. Vor diesem Hintergrund wird es immer schwerer die Wirtschaft im eigenen Land zu stabilisieren. Der Fachkräftemangel stellt dabei eine besonders große Hürde dar. Der Wunsch mit Fachkräften aus dem Ausland einen Aufschwung zu ermöglichen, scheitert oftmals an der Bürokratie.

Die Unternehmen haben immer größere Hürden zu meistern, wenn es darum geht gute Mitarbeiter zu halten oder neue Mitarbeiter zu finden. Auch wenn die Inflation letzthin an Fahrt verloren hat, so sorgte sie doch für gestiegene Gehaltsvorstellungen, welche ihrerseits, zusammen mit den gestiegenen sonstigen Kosten, die Unternehmen dazu zwang die Preise anzuheben und so die Inflation weiter gefestigt wurde. Ein Ende dieser Spirale oder wenigstens eine Lösung des Problems ist nicht in Aussicht.

Die Energiewende und sämtlich Maßnahmen und Vorgaben die hieraus erwachsen erfordern in vielen Bereiche hohe Investitionen und auch Änderungen an bestehenden Abläufen und Prozessen. Dies gilt auch für das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, welches gerade den Einkaufsbereich vor neue Herausforderungen stellt. Nachhaltigkeit und das Bewusstsein für ethisches Handeln in allen Bereich, oder kurz ESG bringt zum einen eine große Unsicherheit und zusätzliche Aufwende mit sich, stellt aber gleichzeitig einen Wirtschaftszweig mit enormem Wachstumspotential dar.

Steigende Anforderungen an Planung und Dokumentation, sowie die Prävention vor Betrug, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sorgen für weitere Hürden, zu deren Überwindung Fachpersonal benötigt wird, welches kaum zu finden ist und deshalb das Ende der Gehaltsspirale noch nicht in Sicht ist, und sich nur auf die Kosten, nicht aber auf die Erträge auswirkt.

All diese Sachverhalte belasten den Großteil der Wirtschaft und werden sicherlich für eine Verringerung der Diversität in vielen Branchen führen, da gerade kleine, mittelständische Betriebe den Aufgaben oft nicht mehr gewachsen sind und entweder schließen oder mit großen Unternehmen fusionieren.

Wie bereits in der COVID19 Pandemie, werden eventuell einige Unternehmen durch staatliche Zuschüsse und Subventionen auch diese Krise überstehen, ob sie jedoch eine Substanz aufbauen können, welche sich auch nach Auslaufen der Unterstützung als tragfähig erweisen wird, bleibt abzuwarten.

m. Zusammenfassende Betrachtung

Für die GRENKEFACTORING sind insgesamt keine besonderen, über das normale Maß hinausgehende bestandsgefährdende sowie erhöhte, mit dem Geschäftsmodell verbundene Risiken ersichtlich.

4. Ausblick / Chancen

Geschäftsjahr 2024

Während in 2023 Vorbereitungen getroffen wurden um die Vertriebskanäle zu erweitern und so eine größere Schlagkraft am Markt zu erzielen, konnte die Aktivierung von Partnerschaften nicht mit der gewünschten und geplanten Geschwindigkeit erfolgen. Diese werden sich nun aber in 2024 dazu führen, dass die Anzahl der Interessenten stark zunimmt und so die Voraussetzungen für das bereits in 2023 vorgesehene Wachstum erreicht werden.

Die anhaltenden Unsicherheiten die sich aus steigenden Anforderungen in mehreren Bereichen und dem Fachkräftemangel ebenso ergeben, wie aus Verwerfungen auf internationaler Ebene, wirken dem Wirtschaftswachstum in den bislang starken produzierenden Branchen entgegen - sie steigern aber die Aktivitäten in jenen Branchen die sich speziell mit der Erfüllung dieser Anforderungen und der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit und der digitalen Wende beschäftigen. Eine gute Diversifizierung des Kundenbestandes und deren Abnehmer bleibt also weiterhin eine wichtige riskomitigierende Maßnahme. Auch wenn einige Branchen aufgrund bestimmter Partnerschaften einen steigenden Anteil in der Kundenlandschaft haben werden, handelt es sich um Branchen mit einer sehr diversen Abnehmerschaft.

Der Fokus auf Veritätsrisiken wird ebenso beibehalten, wie auch die Konsequenz, mit der säumige Forderungen nachverfolgt werden. Immer jedoch mit Blick auf die Beziehung unserer Kunden zu ihren Abnehmern.

Am 31.01. hatte der Aufsichtsrat der GRENKE AG dem Beschluss des Vorstandes zugestimmt, den Verkauf aller Factoringgesellschaften zu initiieren. Hieraus ergeben sich für die GRENKEFACTORING neue Herausforderungen die mit einer gewissen Unsicherheit einhergehen. Erklärtes Ziel der Geschäftsführung ist die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, mit allen Mitarbeitern die diesen Weg begleiten möchten. Aus diesem Grunde werden derzeit Gespräche mit der Muttergesellschaft geführt.

Der Geschäftsbetrieb der GRENKEFACTORING wird im Geschäftsjahr 2024 unverändert fortgeführt - bestehende Kunden und Partner werden ohne Einschränkungen weiterhin betreut. Auch im Bereich der Akquise gibt es keinerlei Reduktion - die Erweiterung des Kundenbestandes hat eine hohe Priorität. Eine konkrete Planung für das Jahr 2024 ist derzeit nicht sinnvoll möglich, da die Trennung vom Konzern einige Herausforderungen mit sich bringen wird. Abhängig von der zukünftigen Struktur werden sehr unterschiedliche Aufwände erforderlich sein.

Unser Ziel setzen wir dennoch bei einer - aus Sicht der Geschäftsführung - trotz der Herausforderungen sehr realistischen Steigerung des Factoringvolumens in Höhe von mindestens 35% an. Diese Zuversicht wird durch die Entwicklung der Kooperationen getragen, die bereits in 2023 zum Tragen kommen sollten, ihre Wirkung nun aber erst in 2024 entfalten. Die Bruttomarge wird sich nicht in gleichem Maße entwickeln, da die nun adressierte Kundengruppe mit höheren Jahresumsätzen, im Markt stärker umworben und so grundsätzlich günstigere Preise angeboten werden. Dies ist aufgrund des, durch die meist bessere Organisationsstruktur, geringeren Aufwands vertretbar. Wir rechnen mit einer Steigerung der Bruttomarge um ca. 20%. Weitere Verbesserungen der Bruttomarge sind bereits geplant, werden aber in 2024 noch nicht zum Einsatz kommen, da die erforderlichen Umstellungen aufgrund des vorgesehenen Verkaufs hierfür keine Freiräume lassen.

 

Baden-Baden, 29. Februar 2024

Frank Uwe Ziegler

Michael Parsiegla-Amato

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GRENKEFACTORING GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 29. Februar 2024

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