ProContent gGmbH
Selbe AdresseAllgemeine und politische Erwachsenenbildung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Elmar Klein seit 25.4.2024 | Prokura |
Yojiro Kitahara seit 3.11.2023 | Geschäftsführer |
Jan Joop Alberts seit 14.1.2022 | Geschäftsführer |
Martin Fugel seit 4.8.2020 | Prokura |
Yvonne Fischer seit 14.6.2017 | Prokura |
Axel Pforr seit 24.8.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Aglobis AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Aglobis GmbHEssenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022der Aglobis GmbH, Essen
Anwendungen der Vorschriften des Handelsgesetzbuches Der Abschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wurde nach den geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes in Euro aufgestellt. Vorjahreszahlen sind in TEUR angegeben. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit haben wir in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft hat die Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr erstmalig überschritten, die Rechtsfolgen treten erst ein, wenn die Größenkriterien an zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren überschritten wurden. Organe der Gesellschaft Geschäftsführung: Jan Joop Alberts, Mijnsheerenland/ Niederlande, Kaufmann Haku Kawai, Tokyo / Japan, Kaufmann Herr Alberts ist kein Angestellter der Aglobis GmbH und erhält von dieser auch keine Bezüge. Die Angabe der Gesamtbezüge von Herrn Haku Kawai unterbleibt nach §286 Abs. 4 HGB. Angaben zur Gesellschaft Alleinige Gesellschafterin der Aglobis GmbH, Essen, ist die Aglobis Holding GmbH, Essen, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die abnutzbaren Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 € netto wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle werden im Entstehungszeitpunkt zum historischen Kurs umgerechnet. Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wird erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Die Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Grundlage der Bewertung bilden die "Richttafeln 2018 G" nach Prof. Dr. Klaus Heubeck. Den Berechnungen liegen die folgenden wesentlichen Parameter zugrunde:
Unter Außerachtlassung des Einzelbewertungsgrundsatzes wurde die sogenannte "Vereinfachungsregel" des § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Anspruch genommen und der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Der Effekt der Änderung des Abzinsungssatzes ist im Finanzergebnis enthalten. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Imparitätsprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Vorräte
Der ausgewiesene Vorratsbestand betrifft die Warenbestände an Schwefel und Schwefelsäure in Terminals sowie Bestände an Betriebsstoffen in den Tanks eines Seeschiffs. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital in Höhe von T€ 130 ist voll eingezahlt. 5. Gewinnrücklage Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich auf T€ 358. 6. Rückstellungen
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt € 116.822 (i. Vj. € 171.785) und unterliegt der gesetzlichen Ausschüttungssperre, nicht jedoch der Abführungssperre. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen des Verkaufsbereiches betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen. 7. Verbindlichkeiten
8. Haftungsverhältnisse Die ausgegebenen Avale in Höhe von €22.317,00 (i. Vj. € 72.317,00) betreffen Mietavale für die von Mitsui & Co., Ltd., Tokyo / Japan nach Deutschland entsandten Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund, dass die den Mietavalen zugrunde liegenden Verpflichtungen erbracht werden, schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Mietavalen als gering ein. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung9. Umsatzerlöse
10. Sonstige betriebliche Erträge
11. Materialaufwand
12. Personalaufwand
13. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
14. Sonstige betriebliche Aufwendungen
15 Finanzergebnis
16. Steuern vom Einkommen und Ertrag Seit dem 1. Mai 2005 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Aglobis Holding GmbH, Essen. Ertragsteuern werden nicht umgelegt. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen und belaufen sich am Bilanzstichtag auf T€ 2.271 (i.VJ.T€ 1.561). Hiervon bestehen T€ 1.700 (i.VJ.T€ 1.327) gegenüber verbundenen Unternehmen. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften zur Sicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Zum 31. Dezember 2022 bestehen Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Risikos im Zusammenhang mit Forderungen in Fremdwährungen; das Vertragsvolumen beträgt TUSD 500, was einem Gegenwert von T€ 465 entspricht. Die Devisentermingeschäfte haben einen Fair Value von T€ -3, dessen Ermittlung eine finanzmathematische Bewertung zugrunde liegt. Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Rückstellungen für Ruhestandsbezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe der Barwerte mit T€ 1.859 bilanziert. Konzernzugehörigkeit Am 1. Juni 2017 hat Mitsui & Co., Ltd., Tokyo / Japan, alle Anteile an der Aglobis AG, Zug / Schweiz, der Obergesellschaft der Aglobis-Gruppe, übernommen. Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB über die Aglobis AG, Zug / Schweiz, ein verbundenes Unternehme der Mitsui & Co., Ltd, Tokyo / Japan. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Mitsui & Co. Ltd, Tokyo/Japan, einbezogen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres Nachdem einer unserer Lieferanten mit seinem Vorlieferanten eine Einigung erzielte, haben wir im ersten Quartal 2023 den Liefervertrag für das laufende Jahr mit diesem Lieferanten ebenfalls verlängert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Essen, den 14. August 2023 Aglobis GmbH Jan Joop Alberts Haku Kawai Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlage des Unternehmens Die Aglobis GmbH, Essen, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Aglobis Holding GmbH, Essen, und gehört über diese seit dem 01.06.2017 zur Mitsui & Co., Ltd.-Gruppe, Tokyo / Japan. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Handel mit Schwefel und Schwefelsäure im langfristigen Vertragsgeschäft. Unsere Kunden und Lieferanten sind dabei namhafte Unternehmen der Chemischen Industrie. Geografisch erstreckt sich die Geschäftstätigkeit hauptsächlich auf Deutschland und Mitteleuropa. Das Geschäft wird hauptsächlich als Streckengeschäft abgewickelt, bei dem die Waren nach Produktionsanfall bei unseren Lieferanten abgeholt und Just in Time bei unseren Kunden angeliefert werden. In den Fällen, in denen eine Zwischenlagerung notwendig ist, können wir auf Tanklagerkapazitäten bei anderen Unternehmen der Aglobis-Gruppe oder bei Geschäftspartnern zurückgreifen. Ein zentraler Punkt unseres Geschäftes ist unsere qualitativ hochwertige und verlässliche Logistik sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene, auf Binnenwasserstraßen und seit dem 01.10.2017 auch auf nordwest-, nord- und südeuropäischen küstennahen Gewässern mit dem angemieteten Seeschiff "MS Sulphur Genesis". Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das Jahr 2022 war für die chemische Industrie in Deutschland ein schwieriges Jahr, in dem die Produktion im Vergleich zu 2021 um 6,6% zurückging, bereinigt um die Pharmabranche sogar um 11,9%. Die um 21,7% sehr stark gestiegenen Erzeugerpreise führten zwar zu einem Umsatzplus von 16,6%, kompensierten aber lediglich die gestiegene Kostenseite der Unternehmen, deren Gewinne schlussendlich schrumpften. Die Prognose für 2023 ist zwar wegen der zum Jahresende wieder gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise etwas optimistischer, die Lage wird aber weiterhin als schwierig eingeschätzt. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sank im Jahresverlauf und lag zum Jahresende nur noch bei 76,5%, dem niedrigsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Das Preisniveau in den Bereichen Schwefel und Schwefelsäure zeigte im Verlauf des Jahres 2022 über einen langen Zeitraum eine in etwa parallele Entwicklung: Im Schwefel setzte sich über die ersten beiden Quartale die rapide Steigerung, die 2021 begonnen hatte, fort, bis im dritten Quartal ein signifikanter, im vierten Quartal schließlich ein enormer Rückgang des Preisniveaus zu verzeichnen war. Im Bereich der Schwefelsäure erlebten wir einen ebenfalls deutlichen, aber weitaus moderateren Anstieg der Preise, die ab dem zweiten Quartal in einer Konsolidierung auf dem erreichten hohen Niveau mündeten. Damit hat sich seit dem Jahr 2020 der Säurepreis mehr als verdoppelt, während im Bereich Schwefel zum Jahresende fast wieder das Preisniveau von Ende 2020 erreicht wurde, nachdem es im Sommer 2022 fast viermal so hoch war. Die Bewegung der Preise reflektierte dabei die wechselhafte Mengensituation. Nachdem ab März zunächst das Angebot an Schwefel wegen der unsicheren Versorgungssituation der ostdeutschen Raffinerien zurückging, zogen die großen Verbraucher in der chemischen Industrie bald nach. Die sprunghafte Preissteigerung im Schwefelbereich war aber eher einer Angleichung an die weltweiten Märkte geschuldet als einem Nachfrageüberhang. Zum Jahresende bildete der Rückgang des Preises dann das Marktgeschehen wieder ab. Der Bereich Schwefelsäure war von diesem Effekt nicht betroffen, hier bildete der Preis den Nachfrageüberhang ab, der in Europa zu verzeichnen war. Das führte dazu, dass unser Mengenrahmen im Bereich Schwefel etwa 2%, im Bereich Schwefelsäure ca. 25% unter dem Wert des Vorjahres lag. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Aglobis GmbH einen Umsatz von 100.403 T€ (im Vorjahr: 62.751 T€) erzielen. Der Rohertrag stieg deutlich auf 7.600 T€ und lag damit über dem Niveau des Vorjahres (5.352 T€). Die im Vergleich zum Jahr 2021 signifikant gestiegenen Marktpublikationen für Schwefel resultierten zusammen mit einer im Vergleich zum Vorjahr um ca. 2% gesunkenen Schwefelmenge in einem um etwa 65% gestiegenen Umsatz im Bereich Schwefel. Im Produktbereich Schwefelsäure führten ebenfalls gestiegene Marktpreise für Schwefelsäure und bei einem um ca. 25% gesunkenen Mengenrahmen zu einem Umsatzanstieg von 36%. Der in dem Geschäftsbereich "Transport" erzielte Umsatz in Höhe von 5.031 T€ (i.V. 3.303 T€) trug dazu bei, dass der Gesamtumsatz mit 100.403 T€ wesentlich über dem Wert des Vorjahres (62.751 T€) lag. Die Wareneinkaufsseite bewegte sich parallel zur Entwicklung der Umsatzerlöse. Die Logistikkosten im Rahmen unseres Tankwagengeschäftes, das nicht von der Ruhrtrans GmbH abgewickelt wurde, erhöhten sich vor allem wegen der gestiegenen Energiekosten im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise. Auch im Bereich Bahnlogistik waren wir gezwungen, Kostensteigerungen der Eisenbahnunternehmen zu akzeptieren, ohne sie in vollem Umfang an unsere Kunden weitergeben zu können. Aufgrund der organisatorischen Verbindung der Aglobis GmbH zur Ruhrtrans GmbH wurden die Frachtraten der Ruhrtrans trotz der gestiegenen Kosten nicht angepasst, sodass die gestiegenen Energiekosten der Ruhrtrans die Kostenseite der Aglobis nicht beeinflussten. Damit wurde das Ergebnis der Aglobis GmbH erheblich positiv beeinflusst. Das periodenfremde Ergebnis verminderte sich vor allem durch die Erstattung einer Versicherung im Vorjahr von 1.048 T€ um 767 T€ auf 281 T€. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Aglobis GmbH belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 3.585 T€ (Vorjahr 3.414 T€), das Ergebnis vor Ergebnisabführung auf 3.385 T€ (Vorjahr 3.101 T€). Das Ergebnis nach Steuern hat sich - in paralleler Entwicklung zum EBITDA - von 3.102 T€ auf 3.387 T€ verbessert. Die Bilanzsumme hat sich vom 31.12.2021 zum 31.12.2022 um 9.023 T€ auf 24.160 T€ erhöht. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der liquiden Mittel und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Das Anlagevermögen erhöhte sich leicht um 7 T€ auf 1.384 T€. Der Finanzmittelbestand zum Jahresende stieg von 1.026 T€ um 12.714 T€ auf 13.740 T€. Der hauptsächliche Grund für diesen Anstieg ist eine kurzfristige Anlage überschüssiger Liquidität der Schweizer Muttergesellschaft auf einem Konto der Aglobis GmbH bei der Commerzbank AG. Die Gesellschaft finanziert sich fast ausschließlich aus ihrem eigenen Cash-flow, wobei ein kurzfristiger Liquiditätsbedarf durch Transaktionen innerhalb der Gesellschaften der Mitsui-Gruppe gedeckt wird. Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 1.500 T€. Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um 4.334 T€ auf 3.542 T€, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 13.160 T€ auf 15.943 T€ erhöhten. Diese Erhöhung resultiert wie die Erhöhung der Liquiden Mittel aus einer kurzfristigen Anlage überschüssiger Liquidität der Schweizer Aglobis AG in Deutschland. Durch die Erhöhung der Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 3,2% auf 2,0% vermindert. Unsere Schätzung des EBITDA für das Jahr 2022 lag zwischen 2,5 Mio € und 3,0 Mio €. Unser EBITDA lag mit 3.585 T€ wesentlich über den erwarteten Werten. Dieses sehr zufriedenstellende Ergebnis ist ein Ergebnis eines Marktes, der sich in der durch den Ukraine-Konflikt ausgelösten Energiekrise auf einem niedrigen Niveau stabilisiert hat. Die geringere Nachfrage vor allem im Bereich Schwefel konnte durch den im Vergleich zu unseren Planungen stärkeren Einsatz unseres Seeschiffes und dem hieraus resultierenden Ergebnis kompensiert werden. Ein weiterer positiver Einfluss auf das Ergebnis entstand dadurch, dass die Ruhrtrans GmbH ihre Frachten für die Aglobis GmbH trotz höherer Energiekosten nicht anpasste. Chancen- und Risikobericht Die Risikopolitik der Aglobis GmbH ist daran ausgerichtet, den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern und die mittelfristigen finanziellen Zielgrößen zu erreichen. Die Gesellschaft ist bereit, angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken einzugehen, um Erfolgspotentiale zu nutzen, wobei gleichzeitig stark negative, eventuell Existenz bedrohende Faktoren vermieden werden. In Bereichen der Geschäftstätigkeit, in denen es wirtschaftlich sinnvoll erscheint, wird das Risiko auf andere Risikoträger übertragen. Risiken, die nicht für die Geschäftstätigkeit notwendig sind, werden nicht eingegangen. Das Unternehmen unterliegt einem umfassenden Risikomanagement, dessen Ziel darin liegt, operative und finanzwirtschaftliche Risiken zu begrenzen. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Marktrisiken werden regelmäßig erhoben und bewertet. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch vor Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Gegen mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die Aglobis GmbH entsprechende Versicherungen abgeschlossen. So werden mögliche Folgen verbleibender Risiken in Grenzen gehalten bzw. ausgeschlossen. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird laufend überprüft und angepasst. Die Aglobis GmbH als international operierendes Unternehmen ist prinzipiell den Einflüssen der jeweiligen Märkte ausgesetzt. Das wesentliche Ziel der Risikopolitik hier ist es, die Risiken zu begrenzen, ohne auf die Möglichkeit zur Nutzung von Chancen zu verzichten. So werden negative Ergebnisauswirkungen minimiert, und gleichzeitig werden die Möglichkeiten genutzt, die die globalen Märkte bieten. Als Risiko wird dabei ein Ereignis betrachtet, das das Erreichen der Ziele der Gesellschaft erschwert oder unmöglich macht. Unsere Einschätzung der Risiken beruht auf einer Beurteilung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und der Auswirkungen auf das Ergebnis der Gesellschaft. Eine Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines Ereignisses von unter 30% wird dabei als niedrig, eine Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses von über 60% als hoch bezeichnet. Liegen die finanziellen Auswirkungen eines solchen Ereignisses unter 500 T€, betrachten wir sie als niedrig, bis 2 Mio. € als mittel, darüber als hoch. Als Chance gilt ein Ereignis, das das Erreichen nicht geplanter Ziele ermöglicht. Die Klassifikation der Chancen entspricht dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung der Einstufung der Risiken. Aus dem operativen Handelsgeschäft ergeben sich einige Risiken, denen die Gesellschaft genau wie andere Marktteilnehmer ausgesetzt sind. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Unsicherheiten bezüglich der Warenströme und der Preisentwicklung auf der Einkaufs- und Verkaufsseite. Langjährige Kundenbeziehungen oder Verträge bilden die Basis des operativen Geschäfts der Gesellschaft. Eine Planung des Ergebnisses ist aber auch in einem solchen, stabilen Geschäftsumfeld nicht mit absoluter Sicherheit möglich, da dispositive Änderungen von Warenströmen sich genauso wie geänderte Voraussetzungen im Bereich der Kosten und Produktivitäten stark auf die Prognosen der Margen auswirken können. Die Auswirkungen dieser möglichen Änderungen können wir in den meisten Fällen durch unser Lieferanten- und Kundenportfolio minimieren. In der Folge der durch den Ukraine-Konflikt hervorgerufenen Energiekrise haben wir erfahren, dass die Transport- und Logistikkosten, die unterjährig im Rahmen vereinbarter Frachtraten normalerweise festgeschrieben sind, durch die sprunghafte Verteuerung von Treibstoffen und Energie im Allgemeinen in wesentlichem Maße beeinflusst werden. Durch gezielte Verhandlungen mit einigen Kunden waren wir in der Lage, diese Kostensteigerungen außerhalb der vertraglichen Vereinbarungen weiterzugeben. Die Preisentwicklung auf den Schwefel- und Schwefelsäuremärkten stellt einen weiteren Unsicherheitsfaktor dar, wenn es nicht möglich ist, Preisänderungen auf der Einkaufsseite an unsere Kunden weiterzugeben. Ein zentraler Aspekt unseres Risikomanagements liegt in einer weitgehenden Kongruenz zentraler wirtschaftlicher Konditionen auf der Einkaufs- und Verkaufsseite, wodurch die Preisrisiken niedrig gehalten werden können. Darüber hinaus ergeben sich Risiken, die aus finanzwirtschaftlichen Aspekten resultieren und die sich in zwei Kategorien einteilen lassen. Aus einer Verschiebung der Währungsparitäten können sich Risiken ergeben. Diese Risiken werden zum Teil durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden systematisch bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Im Berichtszeitraum waren diesbezüglich keine Kreditrisiken erkennbar. Durch ein gemeinsames Liquiditätsrisikomanagement mit den übrigen Schwestergesellschaften der Aglobis-Gruppe, einschließlich der Muttergesellschaft in der Schweiz, wird gewährleistet, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts sowie der laufenden und geplanten Investitionen zeitgerecht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können alle Gesellschaften der Aglobis-Gruppe bei Bedarf auf Mitsui-interne Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen. Insgesamt bewerten wir die Auswirkungen finanzwirtschaftlicher Risiken als gering. Am 1. Juni 2007 trat die Chemikalienverordnung REACH in Kraft, mit der Regelungen für die Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Substanzen eingeführt wurden. Hiervon sind auch die Produkte der Aglobis-Gruppe betroffen, welche 2010 die Produkte Schwefel, Schwefelsäure und Zinkoxid REACH-registriert hat und damit autorisiert ist, diese Produkte in die EU einzuführen. Maßgebliche Faktoren für die Entwicklung der Aglobis GmbH und das Erkennen und erfolgreiche Management von Risiken stellen die Kompetenzen und das Engagement der Mitarbeiter und Führungskräfte der Gesellschaft dar. Zur Sicherung und Stärkung dieser Faktoren wird die Gesellschaft sich deshalb weiterhin als attraktiver Arbeitgeber positionieren und eine langfristige Bindung der Mitarbeiter und Führungskräfte an die Gesellschaft anstreben. Zusammenfassend stellen wir fest, dass die unserem Geschäft innewohnenden Risiken durch das von uns eingerichtete Risikomanagement gut abgedeckt und die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen in einem akzeptablen Rahmen gehalten werden. Eine weitere Reduktion der Risiken würde zu wesentlichen Einschränkungen unserer Geschäftstätigkeit führen und auch die Ausnutzung sich ergebender Chancen erschweren. Nachdem sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Anfang 2022 von den Einschränkungen der Covid19 Pandemie erholten, kam es ab Ende Februar zu neuen wesentlichen Einschränkungen, die dieses Mal durch die rasante Verteuerung von Energie und Energieträgern im Zuge der Ukraine-Krise ausgelöst wurden. Diese Beispiele haben erneut gezeigt, dass wesentliche Einflüsse auf unser Geschäft von Ereignissen ausgehen, die wir nicht aktiv beeinflussen können, die wir aber im Rahmen unseres Geschäftes auch zu nutzen versuchen. Wir haben auch erfahren, dass diese grundsätzlich gesamteuropäischen Einflussgrößen in verschiedenen Ländern unterschiedlich ausgeprägt sind und unterschiedliche Wirkungen haben. Durch unsere Aufstellung in Zusammenarbeit mit unserer Schweizer Obergesellschaft war es möglich, diese Unterschiede erfolgreich auszunutzen. Insgesamt sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Prognosebericht Im zweiten Jahr des Krieges in der Ukraine sind die Unternehmen in Deutschland und Europa immer noch damit beschäftigt, sich an die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Nachdem infolge einer ersten großen Unsicherheit bezüglich der weiteren Energieversorgung die Energiepreise für alle Energieträger drastisch gestiegen waren, setzte sich gegen Ende des Jahres eine gewisse Beruhigung durch. Eine kontinuierliche Versorgung der Privathaushalte und auch der Industrie schien zunächst gesichert. Ungeachtet dieser Beruhigung standen bei vielen Unternehmen der chemischen Industrie bestimmte Produktionsprozesse auf dem Prüfstand; insbesondere diejenigen, die sehr energieintensiv sind. Wir haben beispielsweise gesehen, dass eine große Anlage zur Produktion von Caprolactam in Ludwigshafen außer Betrieb genommen wurde. Der Grund hierfür ist sowohl in der Auslastung der Anlage als auch in wirtschaftlichen Faktoren zu sehen. Auf der anderen Seite stellen wir fest, dass es auf der Angebotsseite eine Reduktion der verfügbaren Mengen gibt, da nach dem Wegfall des russischen Rohöls nun andere Sorten in den Raffinerien eingesetzt werden, die einen geringeren Schwefelgehalt haben. Zusammen mit den regelmäßig durchgeführten Wartungsarbeiten der Raffinerien ergibt sich damit eine Situation, in der Angebot und Nachfrage auf dem Schwefelmarkt in etwa ausgeglichen sind. Die Unsicherheit bezüglich der Zukunft des russischen Anteils an der PCK-Raffinerie dauert an, obwohl sich aktuell eine Gewohnheit eingestellt hat, in deren Rahmen das Tagesgeschäft ohne Störungen abläuft. Wir befürchten, dass sich die Marktteilnehmer auf eine längere Dauer dieser Situation einstellen und ihre Produktion an den Standorten in Deutschland und Europa umstellen und auf ein geringeres Niveau zurückfahren. Wir müssen damit rechnen, dass Kundensegmente in anderen Regionen der Welt auch aus diesen Regionen beliefert werden, da die Produzenten beispielsweise von Caprolactam in asiatischen Ländern ihre Produkte auf den Weltmärkten zu Preisen anbieten, mit denen Europäische Produzenten nicht konkurrieren können. Unsere Hauptaufgabe in diesem schwierigen Markt sehen wir darin, uns weiterhin als Partner der chemischen Industrie zu positionieren, der die kontinuierliche Versorgung mit Schwefel und Schwefelsäure garantieren kann. Um das darstellen zu können, müssen wir unser Lieferantenportfolio weiter ausbauen und die Beziehungen zu bestehenden Lieferanten stabilisieren. Wir gehen aber unverändert davon aus, dass sich mittelfristig ein Nachfrageüberhang nach Schwefel in unseren Märkten einstellen wird und wir mit unserem Projekt einer Schwefelschmelzanlage einen Schritt zur Zukunftssicherung machen. Insgesamt erwarten wir unter diesen Annahmen eine durch uns vermarktete Menge, die im Bereich Säure etwa auf, im Bereich Schwefel wesentlich unter dem Niveau des Jahres 2022 liegt. Hauptsächlich aufgrund des Mengeneffektes erwarten wir eine Marge, die ebenfalls deutlich hinter dem Wert des Jahres 2022 zurückbleibt. Insgesamt erwarten wir, dass sich das EBITDA im Jahr 2023 signifikant unter dem Niveau von 2022 bewegt. Wir sehen einen Betrag zwischen EUR 2,0 Mio und EUR 2,5 Mio für erreichbar. Für den Zeitraum nach 2023 gestaltet sich der Ausblick schwierig, da die Verträge mit einigen Geschäftspartnern zurzeit neu verhandelt werden und die Konditionen noch nicht festgelegt sind. Wir streben aber insgesamt an, unseren Mengenrahmen und die erzielbare Marge über das gegenwärtige Niveau zu heben und mit einem EBITDA um EUR 2,0 Mio wieder die Ertragssituation der Jahre vor 2016 zu erreichen.
Essen, den 14. August 2023 Aglobis GmbH Jan Joop Alberts Haku Kawai Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aglobis GmbH, Essen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Aglobis GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aglobis GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 15. September 2023 Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin |
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