H.I.S Textil GmbHLiquidiert

22179 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 107387
Eingetragen
21.11.2008
Branche
Großhandel mit TextilienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und BekleidungszubehörGroßhandel mit kosmetischen Erzeugnissen und Körperpflegemitteln
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb, der Im - und Export sowie der Einzel- und Großhandel mit Bekleidung (Kinder-, Damen- und Herrenbekleidung), Schuhen, Lederwaren, Accessoires und Kosmetik

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Otto (GmbH & Co KG)

Hamburg

Jahresabschluss

Konzernabschluss Otto (GmbH & Co KG) zum 28 . Februar 2019

Konzern-Gesamtergebnisrechnung v om 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Jahresüberschuss 176.865 516.031
Bestandteile, die in Folgeperioden erfolgswirksam umgegliedert werden
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen 35.911 -62.107
Veränderung der Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten nach Steuern 0 10.185
erfolgsneutral erfasst 0 18.499
erfolgswirksam umgegliedert 0 -8.314
Veränderung der Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges nach Steuern 14.987 -18.812
erfolgsneutral erfasst 23.724 -30.710
erfolgswirksam umgegliedert -8.737 11.898
Anteil an erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen, die auf at Equity-bewertete Unternehmen entfallen, nach Steuern 25.406 6.391
Bestandteile, die in Folgeperioden nicht erfolgswirksam umgegliedert werden
Veränderung der Zeitwerte von sonstigen Finanzanlagen nach Steuern 1.718 0
Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen nach Steuern -52.247 -22.903
Anteil an erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen, die auf at Equity-bewertete Unternehmen entfallen (leistungsorientierte Versorgungspläne) -5.465 15
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen 20.310 -87.231
Gesamtergebnis 197.175 428.800
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Gesamtergebnis 121.608 349.754
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Gesamtergebnis 63.646 73.703
Auf kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine entfallender Anteil am Gesamtergebnis 11.921 5.343

* Vorjahr angepasst

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung vom 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019

Anhang [Ziff.] 2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung [6] 13.611.059 13.788.412
Umsatzerlöse 13.446.382 13.659.807
Erlöse aus Kundenfinanzierung 164.677 128.605
Sonstige betriebliche Erträge [7] 647.403 645.072
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 41.761 51.096
Materialaufwand [8] -7.287.038 -7.186.469
Personalaufwand [9] -2.414.394 -2.386.282
Sonstige betriebliche Aufwendungen [10] -4.089.821 -4.263.668
Beteiligungsergebnis [11] 15.438 84.457
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 13.504 82.034
Sonstiges Beteiligungsergebnis 1.934 2.423
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 524.408 732.618
Planmäßige Abschreibungen [12] -272.334 -282.655
Außerplanmäßige Abschreibungen [13] -29.975 -62.335
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 222.099 387.628
Zinsen und ähnliche Erträge [14] 20.898 36.195
Zinsen und ähnliche Aufwendungen [14] -139.955 -139.121
Sonstiges Finanzergebnis [14] 174.534 337.742
Ergebnis vor Steuern (EBT) 277.576 622.444
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [15] -100.711 -106.413
Jahresüberschuss 176.865 516.031
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Jahresüberschuss 100.660 436.967
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Jahresüberschuss 64.284 73.721
Auf kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine entfallender Anteil am Jahresüberschuss 11.921 5.343

* Vorjahr angepasst

Konzern-Bilanz zum 28. Februar 2019

Aktiva

Anhang [Ziff.] 28.02.2019
in TEUR
28.02.2018 *
in TEUR
01.03.2017 *
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen 2.993.002 3.433.909 3.146.293
Immaterielle Vermögenswerte [16] 744.723 708.404 799.812
Sachanlagen [17] 1.439.562 1.368.135 1.467.602
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen [18] 706.450 1.078.923 582.184
Sonstige Finanzanlagen [18] 102.267 278.447 296.695
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [20] 167.405 167.644 155.996
Forderungen aus Finanzdienstleistungen [20] 1.064.178 878.812 677.148
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen [21] 0 56.152 60.751
Sonstige Vermögenswerte [22] 498.969 106.295 85.290
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 484.294 82.169 64.903
Sonstige übrige Vermögenswerte 14.675 24.126 20.387
4.723.554 4.642.812 4.125.478
Latente Steuern [15] 123.234 139.911 122.295
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte [19] 1.778.038 1.667.928 1.443.432
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [20] 1.341.343 1.368.607 1.348.274
Forderungen aus Finanzdienstleistungen [20] 377.667 419.679 406.714
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen [21] 74.290 117.830 45.491
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43.254 33.401 36.028
Sonstige Vermögenswerte [22] 356.062 388.708 759.627
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 128.194 133.242 435.402
Sonstige übrige Vermögenswerte 227.868 255.466 324.225
Wertpapiere 17.537 443 942
Flüssige Mittel 368.728 517.615 379.042
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte [5c] 420.609 0 0
4.777.528 4.514.211 4.419.550
Bilanzsumme 9.624.316 9.296.934 8.667.323

Passiva

Anhang [Ziff.] 28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
01.03.2017 *
in TEUR
Eigenkapital
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Eigenkapital 673.913 716.564 419.357
Kommanditkapital der Otto (GmbH & Co KG) 820.000 820.000 820.000
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 804.968 727.809 345.031
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben -223.532 -215.626 -217.097
Kumulierte erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -740.088 -630.737 -543.859
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 12.565 15.118 15.282
Anteile anderer Gesellschafter 609.186 681.000 756.571
Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine 422.984 116.985 116.984
[23] 1.706.083 1.514.549 1.292.912
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte [24] 24.001 25.710 23.900
Rückstellungen für Pensionen [25] 1.477.998 1.416.795 1.357.436
Sonstige Rückstellungen [26] 151.363 144.135 141.452
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen [27] 954.569 1.272.413 884.238
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [27] 858.209 555.073 569.593
Sonstige Finanzverbindlichkeiten [28] 52.024 47.581 114.821
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.232 32.604 39.707
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen [29] 739 464 16.441
Sonstige Verbindlichkeiten [30] 292.028 275.186 356.957
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 187.271 173.622 235.339
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 104.757 101.564 121.618
3.845.163 3.769.961 3.504.545
Latente Steuern [15] 95.706 84.693 89.196
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte [24] 2.189 1.851 3.476
Sonstige Rückstellungen [26] 174.765 151.770 142.158
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen [27] 502.460 166.810 367.188
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [27] 651.937 771.631 539.435
Sonstige Finanzverbindlichkeiten [28] 106.050 213.340 205.151
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.594.304 1.623.692 1.540.815
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen [29] 44.836 41.447 29.430
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40.100 53.500 47.564
Sonstige Verbindlichkeiten [30] 776.282 903.690 871.039
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 383.109 479.180 414.989
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 393.173 424.510 456.050
Zur Veräußerung gehaltene Schulden [5c] 84.441 0 34.414
3.977.364 3.927.731 3.780.670
Bilanzsumme 9.624.316 9.296.934 8.667.323

* Vorjahr angepasst

Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. März 2018 bis zum 28. F ebruar 2019

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 222.099 387.628
Ab-/ Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen 300.966 337.169
Gewinne (-) / Verluste (+) von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -13.505 -82.034
Ausschüttungen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 10.328 7.194
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Wertberichtigungen auf Ausleihungen, Forderungen und Vorräte 105.902 159.890
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -27.349 -8.408
Pensionszahlungen, die den Aufwand für Pensionen übersteigen (-) / unterschreiten (+) -4.649 -12.771
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) 383 455
Brutto-Cashflow 594.175 789.123
Abnahme (+) / Zunahme (-) des Working Capital -519.548 -561.766
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte (brutto) -92.120 -340.570
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) -203.303 -243.684
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Finanzdienstleistungen (brutto) -275.859 -272.067
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 22.530 -17.323
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 121.678 196.918
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen nahestehende Personen und Unternehmen 19.169 -25.377
Veränderungen der übrigen Aktiva / Passiva -111.643 140.337
Aus laufendem Geschäft erwirtschaftete Zahlungsmittel 74.627 227.357
Gezahlte Ertragsteuern -96.080 -99.244
Erhaltene Zinsen 11.166 38.409
Zahlungswirksame Erträge / Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren 627 1.125
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -9.660 167.647

* Vorjahr angepasst

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -9.660 167.647
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen -385.461 -361.787
Auszahlungen für Investitionen in das übrige Finanzanlagevermögen -105.964 -105.162
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen 63.811 112.511
Ein-/ Auszahlungen aus Abgängen von konsolidierten Unternehmen 49.292 -9.707
Einzahlungen aus Abgängen des übrigen Finanzanlagevermögens 174.963 439.060
Cashflow aus Investitionstätigkeit -203.359 74.915
Free Cashflow -213.019 242.562
Ausschüttungen -212.766 -203.481
Gezahlte Zinsen und Bankspesen -141.034 -157.757
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 301.350 0
Auszahlungen für sukzessive Erwerbe von Anteilen an vollkonsolidierten Unternehmen -4.925 0
Auszahlungen (netto) aus dem Rückkauf von Genussrechten -1.854 -339
Auszahlungen für die Tilgung von finance lease -19.656 -20.858
Einzahlungen aus der Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 375.338 522.776
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -216.034 -236.286
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 80.419 -95.945
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 517.745 379.171
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -132.600 146.617
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 807 -8.043
Finanzmittelfonds am Ende der Periode (siehe Ziffer (33) im Konzernanhang) 385.952 517.745

* Vorjahr angepasst

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

2018/19 Kommanditkapital der Otto (GmbH & Co KG)
in TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
in TEUR
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben
in TEUR
Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen
in TEUR
Stand 01.03.2018 820.000 727.809 -215.626 -158.974
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 - 86.094 - -
Stand 01.03.2018 (angepasst) 820.000 813.903 -215.626 -158.974
Konzern-Gesamtergebnis - 100.660 - 35.637
Jahresüberschuss - 100.660 - -
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen - - - 35.637
Kapitalerhöhung/ -rückzahlung - - - -
Veränderung des Konsolidierungskreises - -7.757 2.050 -
Sukzessive Erwerbe / Teilabgänge - - -9.956 -
Ausschüttungen - -91.759 - -
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - -10.080 - -
Stand 28.02.2019 820.000 804.967 -223.532 -123.337
2018/19 Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
in TEUR
Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges
in TEUR
Stand 01.03.2018 136.393 -13.504
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 -136.393 -
Stand 01.03.2018 (angepasst) - -13.504
Konzern-Gesamtergebnis - 16.332
Jahresüberschuss - -
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen - 16.332
Kapitalerhöhung/ -rückzahlung - -
Veränderung des Konsolidierungskreises - -
Sukzessive Erwerbe / Teilabgänge - -
Ausschüttungen - -
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - -
Stand 28.02.2019 - 2.828
2018/19 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in TEUR
Zeitwerte von sonstigen Finanzanlagen
in TEUR
Anteil an erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen, die auf at Equity-bewertete Unternehmen entfallen
in TEUR
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
in TEUR
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Eigenkapital
in TEUR
Stand 01.03.2018 -603.775 - 9.123 15.118 716.564
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 - 4.154 - - -46.145
Stand 01.03.2018 (angepasst) -603.775 4.154 9.123 15.118 670.419
Konzern-Gesamtergebnis -52.094 781 20.292 - 121.608
Jahresüberschuss - - - - 100.660
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -52.094 781 20.292 - 20.948
Kapitalerhöhung/ -rückzahlung - - - - -
Veränderung des Konsolidierungskreises 1.939 - - 2 -3.766
Sukzessive Erwerbe / Teilabgänge - - - - -9.956
Ausschüttungen - - - - -91.759
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - - - -2.555 -12.635
Stand 28.02.2019 -653.930 4.935 29.415 12.565 673.911
2018/19 Anteile anderer Gesellschafter
in TEUR
Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine
in TEUR
Summe
in TEUR
Stand 01.03.2018 681.000 116.985 1.514.549
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 -30.747 - -76.892
Stand 01.03.2018 (angepasst) 650.253 116.985 1.437.657
Konzern-Gesamtergebnis 63.646 11.921 197.175
Jahresüberschuss 64.284 11.921 176.865
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -638 - 20.310
Kapitalerhöhung/ -rückzahlung 1.350 300.000 301.350
Veränderung des Konsolidierungskreises 2.730 - -1.036
Sukzessive Erwerbe / Teilabgänge 5.031 - -4.925
Ausschüttungen -115.085 -5.922 -212.766
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen 1.263 - -11.372
Stand 28.02.2019 609.188 422.984 1.706.083
2017/18 Kommanditkapital der Otto (GmbH & Co KG)
in TEUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
in TEUR
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben
in TEUR
Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen
in TEUR
Stand 01.03.2017 820.000 353.839 -217.097 -97.906
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 und IFRS 9 - -8.808 - -
Stand 01.03.2017 (angepasst) 820.000 345.031 -217.097 -97.906
Konzern-Gesamtergebnis - 436.967 - -61.068
Jahresüberschuss - 436.967 - -
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen - - - -61.068
Veränderung des Konsolidierungskreises - -3.983 1.471 -
Ausschüttungen - -49.079 - -
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - -1.127 - -
Stand 28.02.2018 820.000 727.809 -215.626 -158.974
2017/18 Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten
in TEUR
Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges
in TEUR
Stand 01.03.2017 126.222 12.282
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 und IFRS 9 - -5.956
Stand 01.03.2017 (angepasst) 126.222 6.326
Konzern-Gesamtergebnis 10.171 -19.830
Jahresüberschuss - -
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen 10.171 -19.830
Veränderung des Konsolidierungskreises - -
Ausschüttungen - -
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - -
Stand 28.02.2018 136.393 -13.504
2017/18 Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in TEUR
Zeitwerte von sonstigen Finanzanlagen
in TEUR
Anteil an erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen, die auf at Equity-bewertete Unternehmen entfallen
in TEUR
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital
in TEUR
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Eigenkapital
in TEUR
Stand 01.03.2017 -581.638 - 3.137 15.282 434.121
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 und IFRS 9 - - - - -14.764
Stand 01.03.2017 (angepasst) -581.638 - 3.137 15.282 419.357
Konzern-Gesamtergebnis -22.472 - 5.986 - 349.754
Jahresüberschuss - - - - 436.967
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -22.472 - 5.986 - -87.213
Veränderung des Konsolidierungskreises 335 - - - -2.177
Ausschüttungen - - - - -49.079
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - - - -164 -1.291
Stand 28.02.2018 -603.775 - 9.123 15.118 716.564
2017/18 Anteile anderer Gesellschafter
in TEUR
Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine
in TEUR
Summe
in TEUR
Stand 01.03.2017 756.832 116.984 1.307.937
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 15 und IFRS 9 -261 - -15.025
Stand 01.03.2017 (angepasst) 756.571 116.984 1.292.912
Konzern-Gesamtergebnis 73.703 5.343 428.800
Jahresüberschuss 73.721 5.343 516.031
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -18 - -87.231
Veränderung des Konsolidierungskreises -214 - -2.391
Ausschüttungen -149.060 -5.342 -203.481
Sonstige erfolgsneutrale Veränderungen - - -1.291
Stand 28.02.2018 681.000 116.985 1.514.549

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018/19

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte 01.03.2018
in TEUR
Zugänge
in TEUR
Abgänge
in TEUR
Umbuchungen
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 397.797 37.339 -6.021 35.976
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 758.744 46.988 -37.526 15.371
Geschäfts- oder Firmenwerte 426.433 10.315 -6.243 -
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 54.203 58.125 -6.151 -53.518
Immaterielle Vermögenswerte finance lease 2.715 - -2.709 -
Summe 1.639.892 152.767 -58.650 -2.171
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.500.369 45.935 -28.440 17.882
Technische Anlagen und Maschinen 601.283 22.764 -23.614 6.518
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 809.856 89.898 -67.878 5.035
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.267 82.060 -6.859 -31.758
Sachanlagen finance lease 164.823 19.967 -7.091 4.494
Summe 3.113.598 260.624 -133.882 2.171
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte Währungsumrechnung
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 6.387 471.478
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 3.893 787.470
Geschäfts- oder Firmenwerte 13.226 443.731
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 780 53.439
Immaterielle Vermögenswerte finance lease - 6
Summe 24.286 1.756.124
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 35.487 1.571.233
Technische Anlagen und Maschinen 181 607.132
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.934 852.845
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 112 80.822
Sachanlagen finance lease 1.598 183.791
Summe 53.312 3.295.823
Kumulierte Abschreibungen
Immaterielle Vermögenswerte 01.03.2018
in TEUR
Abgänge
in TEUR
Planmäßige Abschreibungenen
in TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungenen
in TEUR
Umbuchungen
in TEUR
Zuschreibungen
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -282.775 4.572 -40.750 -3.231 -365 -
Erworbene immaterielle Vermögenswerte -522.573 36.146 -63.970 -9.176 341 88
Geschäfts- oder Firmenwerte -124.689 5.052 - - - -
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -241 - - -1.251 - -
Immaterielle Vermögenswerte finance lease -1.210 1.806 -602 - - -
Summe -931.488 47.576 -105.322 -13.658 -24 88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -712.048 18.822 -58.799 -12.875 -629 1.130
Technische Anlagen und Maschinen -381.285 22.807 -28.530 -664 147 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -552.586 63.516 -64.825 -2.675 483 125
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -319 204 - -103 - -
Sachanlagen finance lease -99.225 5.080 -14.858 - 23 -
Summe -1.745.463 110.429 -167.012 -16.317 24 1.255
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte Währungsumrechnung
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -4.598 -327.147 144.331 115.023
Erworbene immaterielle Vermögenswerte -2.809 -561.953 225.517 236.170
Geschäfts- oder Firmenwerte -1.142 -120.779 322.952 301.744
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -24 -1.516 51.923 53.962
Immaterielle Vermögenswerte finance lease - -6 - 1.505
Summe -8.573 -1.011.401 744.723 708.404
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -26.260 -790.659 780.574 788.321
Technische Anlagen und Maschinen 80 -387.445 219.687 219.998
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -11.683 -567.645 285.200 257.270
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4 -222 80.600 36.948
Sachanlagen finance lease -1.310 -110.290 73.501 65.598
Summe -39.177 -1.856.261 1.439.562 1.368.135

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017/18

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte 01.03.2017
in TEUR
Zugänge
in TEUR
Abgänge
in TEUR
Umbuchungen
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 378.989 27.233 -26.713 29.400
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 678.301 48.170 -33.411 80.743
Geschäfts- oder Firmenwerte 483.286 925 -23.079 -
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 111.731 59.248 -4.396 -109.766
Immaterielle Vermögenswerte finance lease 7 - - 2.709
Summe 1.652.314 135.576 -87.599 3.086
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.720.663 32.750 -202.338 21.062
Technische Anlagen und Maschinen 587.221 52.580 -58.488 19.104
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 794.426 104.789 -77.338 20.260
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.536 37.985 -1.507 -60.803
Sachanlagen finance lease 172.540 16.247 -19.166 -2.709
Summe 3.337.386 244.351 -358.837 -3.086
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Immaterielle Vermögenswerte Währungsumrechnung
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -11.112 397.797
Erworbene immaterielle Vermögenswerte -15.059 758.744
Geschäfts- oder Firmenwerte -34.699 426.433
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -2.614 54.203
Immaterielle Vermögenswerte finance lease -1 2.715
Summe -63.485 1.639.892
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -71.768 1.500.369
Technische Anlagen und Maschinen 866 601.283
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -32.281 809.856
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -944 37.267
Sachanlagen finance lease -2.089 164.823
Summe -106.216 3.113.598
Kumulierte Abschreibungen
Immaterielle Vermögenswerte 01.03.2017
in TEUR
Abgänge
in TEUR
Planmäßige Abschreibungenen
in TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen
in TEUR
Umbuchungen
in TEUR
Zuschreibungen
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte -261.598 16.920 -37.696 -9.288 1 -
Erworbene immaterielle Vermögenswerte -460.501 27.895 -70.503 -30.552 - 9
Geschäfts- oder Firmenwerte -130.391 -420 - -67 - -
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte -5 -438 - -241 - 442
Immaterielle Vermögenswerte finance lease -7 - -903 - -301 -
Summe -852.502 43.957 -109.102 -40.148 -300 451
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -798.360 93.890 -64.173 -4.089 -6 7.007
Technische Anlagen und Maschinen -399.149 55.853 -29.703 -7.016 1 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -572.669 68.699 -65.116 -9.155 4 38
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -360 -284 - - - 325
Sachanlagen finance lease -99.246 14.592 -14.561 -1.927 301 -
Summe -1.869.784 232.750 -173.553 -22.187 300 7.370
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte Währungsumrechnung
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
28.02.2017
in TEUR
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 8.887 -282.774 115.023 117.391
Erworbene immaterielle Vermögenswerte 11.078 -522.574 236.170 217.800
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.189 -124.689 301.744 352.895
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte 1 -241 53.962 111.726
Immaterielle Vermögenswerte finance lease 1 -1.210 1.505 -
Summe 26.156 -931.488 708.404 799.812
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 53.683 -712.048 788.321 922.303
Technische Anlagen und Maschinen -1.271 -381.285 219.998 188.072
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.613 -552.586 257.270 221.757
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - -319 36.948 62.176
Sachanlagen finance lease 1.616 -99.225 65.598 73.294
Summe 79.641 -1.745.463 1.368.135 1.467.602

Segmentberichterstattung

MULTICHANNEL-EINZELHANDEL FINANZDIENST-LEISTUNGEN
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 10.484.944 10.676.082 823.592 841.406
Umsatzerlöse mit Dritten 10.320.267 10.547.477 823.592 841.406
Erlöse aus Kundenfinanzierung 164.677 128.605 0 0
Innenumsatzerlöse (intersegmentär) 14.444 1.040 22.385 28.656
Materialaufwand -5.573.555 -5.528.393 0 0
Rohertrag 4.925.833 5.148.729 845.977 870.062
Betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.450.994 -3.531.212 -305.107 -320.231
Personalaufwand -1.228.369 -1.275.425 -283.664 -281.311
Beteiligungsergebnis -59.658 8.287 75.958 76.170
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -61.582 6.168 75.948 75.866
Sonstiges Beteiligungsergebnis 1.924 2.119 10 304
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 214.430 389.690 345.877 357.326
Planmäßige Abschreibungen -173.642 -191.546 -20.731 -19.132
Außerplanmäßige Abschreibungen -15.571 -54.009 -3.000 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 25.217 144.135 322.146 338.194
Segmentvermögen 5.014.608 5.047.178 2.941.840 2.589.114
davon Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 133.028 498.080 583.539 592.323
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 227.744 197.107 42.508 28.845
Brutto-Cashflow 319.728 477.299 300.554 310.998
Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) 24.789 24.619 7.074 6.612

* Vorjahr angepasst

SERVICE SUMME SEGMENTE
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 2.302.523 2.270.924 13.611.059 13.788.412
Umsatzerlöse mit Dritten 2.302.523 2.270.924 13.446.382 13.659.807
Erlöse aus Kundenfinanzierung 0 0 164.677 128.605
Innenumsatzerlöse (intersegmentär) 1.219.909 1.125.602 1.256.738 1.155.298
Materialaufwand -1.865.089 -1.808.277 -7.438.644 -7.336.670
Rohertrag 1.657.343 1.588.249 7.429.153 7.607.040
Betriebliche Erträge und Aufwendungen -751.065 -732.688 -4.507.166 -4.584.131
Personalaufwand -850.663 -780.270 -2.362.696 -2.337.006
Beteiligungsergebnis -862 0 15.438 84.457
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -862 0 13.504 82.034
Sonstiges Beteiligungsergebnis 0 0 1.934 2.423
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 56.104 74.440 616.411 821.456
Planmäßige Abschreibungen -77.961 -71.977 -272.334 -282.655
Außerplanmäßige Abschreibungen -11.404 -8.326 -29.975 -62.335
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -33.261 -5.863 314.102 476.466
Segmentvermögen 1.185.219 1.002.226 9.141.667 8.638.518
davon Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.362 0 717.929 1.090.403
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 143.139 153.975 413.391 379.927
Brutto-Cashflow 65.283 89.931 685.565 878.228
Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) 20.274 20.153 52.137 51.384

* Vorjahr angepasst

HOLDING / KONSOLIDIERUNG KONZERN
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 0 0 13.611.059 13.788.412
Umsatzerlöse mit Dritten 0 0 13.446.382 13.659.807
Erlöse aus Kundenfinanzierung 0 0 164.677 128.605
Innenumsatzerlöse (intersegmentär) -1.256.738 -1.155.298 0 0
Materialaufwand 151.606 150.201 -7.287.038 -7.186.469
Rohertrag -1.105.132 -1.005.097 6.324.021 6.601.943
Betriebliche Erträge und Aufwendungen 1.064.748 965.535 -3.442.418 -3.618.596
Personalaufwand -51.698 -49.276 -2.414.394 -2.386.282
Beteiligungsergebnis 0 0 15.438 84.457
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 0 0 13.504 82.034
Sonstiges Beteiligungsergebnis 0 0 1.934 2.423
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) -92.003 -88.838 524.408 732.618
Planmäßige Abschreibungen 0 0 -272.334 -282.655
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0 -29.975 -62.335
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -92.003 -88.838 222.099 387.628
Segmentvermögen -575.412 -395.399 8.566.255 8.243.119
davon Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -11.479 -11.480 706.450 1.078.923
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 0 0 413.391 379.927
Brutto-Cashflow -91.390 -89.105 594.175 789.123
Mitarbeiter (durchschnittliche Anzahl) 421 401 52.558 51.785

* Vorjahr angepasst

Konzern-Lagebericht zum 28. Februar 2019

Otto (GmbH & Co KG)

Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur

Die Otto Group ist eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit durchschnittlich 52.558 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Umsatz von 13,4 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2018/19. Sie ist mit 30 wesentlichen Unternehmensgruppen in mehr als 30 Ländern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens präsent und ist in drei Segmente gegliedert: Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Die Otto Group gehört mit einem Onlineumsatz von rund 7,7 Mrd. EUR zu den weltweit größten Onlinehändlern.

Das Segment Multichannel-Einzelhandel ist der Geschäftskern der Unternehmensgruppe. Es umfasst die in- und ausländischen Konzerngesellschaften der Otto Group, die ihre Produkte über die Kanäle E-Commerce, Katalog und stationärer Einzelhandel anbieten. Zum Sortiment gehören Mode, Schuhe und Lifestyle-Artikel, Möbel und Einrichtungsaccessoires, Spielwaren sowie Technik-, Sport- und Freizeitartikel.

Das Segment Finanzdienstleistungen umfasst das Angebot an internationalen Finanzservices der Otto Group, wie beispielsweise das Forderungs- und Liquiditätsmanagement sowie innovative Finanzdienstleistungen. Die international aufgestellte EOS Gruppe prägt das Segment und bietet mit ihren zahlreichen Gesellschaften ein breites Angebotsportfolio handelsnaher Dienstleistungen mit dem Schwerpunkt Forderungsmanagement.

Das Segment Service umfasst die Logistik- und Einkaufsgesellschaften der Otto Group. Diese erbringen ihre Leistungen sowohl gegenüber Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe als auch für den Multichannel-Einzelhandel der Otto Group. Die Konzerngesellschaften der Hermes Gruppe bieten dabei alle Dienstleistungen entlang der logistischen Wertschöpfungskette an - von der Beschaffung über Qualitätsprüfung, Transport und Lagerung bis hin zur Zustellung an Privat- und Geschäftskunden - und prägen damit das Segment.

Zum Portfolio der Otto Group gehören die folgenden wesentlichen Konzerngesellschaften und -gruppen:

Die Otto (GmbH & Co KG) - nachfolgend OTTO - ist einer der führenden Onlinehändler in Deutschland. Sie betreibt den vielfach prämierten Onlineshop otto.de und weitere Online-Spezialshops. Bei OTTO steht derzeit der Wandel von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform im Fokus. Der Online-Anteil am Umsatz * liegt bei OTTO bei rund 94 %.

( * Der Online-Anteil am Umsatz bezieht sich in diesem Kapitel auf das Geschäftsjahr 2018/19.)

Das Warensortiment der Baur-Gruppe besteht aus Mode, Schuhen, Möbeln und Einrichtungsaccessoires für Kunden mit hohem Anspruch an Qualität und Service. Die Gruppe ist mit ihren Tochtergesellschaften in mehreren europäischen Ländern aktiv. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 93 %.

Die bonprix-Gruppe ist in 30 Ländern weltweit vertreten. Das Unternehmen vertreibt über seine Eigenmarken Mode zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis und in einer großen Stil- und Größenvielfalt. Die Marke bonprix wird weiter zu einer starken Modemarke entwickelt. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei der bonprix-Gruppe bei rund 86 %.

Die Crate and Barrel-Gruppe ist Anbieter von Möbeln, Haushaltswaren und Wohnaccessoires für gehobene Ansprüche auf dem nordamerikanischen Markt. Neben der Marke Crate and Barrel betreibt die Gruppe außerdem die Marke CB2. Mit Onlinehandel und Katalogen sowie über 100 Stores hat sich die Crate and Barrel-Gruppe als Multichannel-Händler in den USA und Kanada fest etabliert. Der Online-Anteil am Umsatz beträgt rund 48 %.

Mit den Unternehmen der Freemans Grattan Gruppe ist die Otto Group auf dem britischen Markt im Geschäftsbereich E-Commerce vertreten und betreibt als Universalanbieter mehrere Marktplätze für unterschiedliche Zielgruppen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 84 %.

Die Heinrich Heine GmbH bietet mit der Marke heine eine klassisch-moderne Modemarke für stilsichere, feminine Frauen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 67 %.

Unter der Marke myToys betreibt die myToys.de GmbH den Nr. 1 Onlineshop in Deutschland für Spielzeug und Produkte rund ums Kind sowie 17 gleichnamige Filialen. Die myToys-Gruppe, zu der neben myToys die Shopping-Angebote von limango, mirapodo und yomonda gehören, zählt im Hinblick auf den Umsatz zu den größten deutschen E-Commerce-Unternehmen für die Zielgruppen Familien und Frauen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 96 %.

Die SportScheck GmbH - nachfolgend SportScheck - ist einer der führenden Sportfachhändler Deutschlands und stationär mit 18 Filialen vertreten. Das Sortiment ist auch im Web, im Mobile Shop und via Shopping-App in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Mit der Tochtergesellschaft Fitfox GmbH ergänzt SportScheck den Sportfachhandel um eine Plattform für Sporterlebnisse und entwickelt auf dieser Basis ein Ökosystem für den aktiven und sportlichen Lebensstil. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 42 %.

Die UNITO-Gruppe vertreibt Textilien und Hartwaren unter den Marken OTTO, Universal und Quelle in Österreich, unter mehreren Marken in der Schweiz sowie unter der Marke Quelle in Deutschland. Der Online-Anteil am Umsatz liegt bei rund 92 %.

Die Witt-Gruppe zählt zu den führenden textilen Multichannel-Unternehmen für die Zielgruppe 50plus. Sie erreicht ihre Kunden über Onlineshops, Kataloge und rund 130 Filialen. Der Online-Anteil am Umsatz liegt derzeit bei rund 21 %.

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen. Den Schwerpunkt bildet hierbei das Forderungsmanagement. Durch ein internationales Netzwerk von Partnerunternehmen verfügt die EOS Gruppe über Ressourcen in über 180 Ländern weltweit.

Unter der Dachmarke Hermes operieren Gesellschaften, die alle relevanten handelsnahen Logistikdienstleistungen erbringen. Die Hermes Gruppe ist der einzige Cross-Country-Dienstleister mit eigenen Netzwerken in allen wichtigen Märkten in Europa. Der größte Teil des Geschäfts entfällt auf die Zusammenarbeit mit externen Kunden, daneben spielen aber auch Dienstleistungen innerhalb der Otto Group eine signifikante Rolle.

Konzernstrategie

Geschäftsauftrag und Leitbild

Der Geschäftsauftrag der Gesellschafter konkretisiert, innerhalb welcher Rahmenbedingungen und Leitplanken nachhaltig profitable Geschäftsmodelle der Otto Group entwickelt und betrieben werden sollen.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 hat sich die Otto Group zudem ein gemeinsames Leitbild gegeben. Unter dem Leitsatz "Gemeinsam setzen wir Maßstäbe" konkretisiert die Otto Group den Anspruch an sich selbst in drei Themengebieten:

Wir begeistern unsere Kunden - menschlich und technologisch.

Wir öffnen und nutzen Gestaltungsräume - eigenverantwortlich und vernetzt.

Wir entwickeln große Ideen für unsere Zukunft und die Gesellschaft - mutig und nachhaltig.

Der Geschäftsauftrag und das Leitbild sind die Basis für die Weiterentwicklung und Operationalisierung des Otto Group Wegs sowie für die Portfolio- und Investitionssteuerung.

Otto Group Weg

Der Otto Group Weg beschreibt den Entwicklungspfad der Otto Group. Er steht im Einklang mit dem Geschäftsauftrag und dem Leitbild, steckt die strategischen Ziele ab, setzt Leitlinien auf Ebene der Otto Group und gibt den Rahmen für die Portfoliostrategie sowie für die Strategie zur Einhaltung der sozialen und ökologischen Verantwortung (Corporate Responsibility-Strategie 2020 - nachfolgend CR-Strategie 2020) vor.

Übergeordnetes Ziel ist dabei ein Umsatz von 17 Mrd. EUR bis zum Geschäftsjahr 2022/23 * sowie eine Steigerung der Rentabilität.

( * Auf zum Konzernabschluss 2016/17 vergleichbarer Basis.)

Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt die Unternehmensgruppe für ihre drei Segmente eine differenzierte Strategie: Es wird gezielt in marktrelevante Geschäftsmodelle und jene Konzerngesellschaften investiert, denen man ein besonders gutes Leistungsvermögen im Hinblick auf Rendite bei gleichzeitig hohem Wachstum zutraut. Darüber hinaus legt die Otto Group besondere Schwerpunkte auf die übergeordneten Leitlinien: Verbesserung der operativen Exzellenz; Nutzung der Chancen der Digitalisierung; Nutzung der Kraft der Unternehmensgruppe durch Vernetzung und Collaboration; Recruiting, Förderung und Bindung von Talenten sowie kraftvolles Weitertreiben des Kulturwandels 4.0.

Die Portfoliostrategie deckt die strategischen Segmente der Otto Group - Multichannel-Einzelhandel (mit besonderem Fokus auf den Onlinehandel), Finanzdienstleistungen und Service (im Wesentlichen Logistik) ab. Gemeinsam mit der CR-Strategie 2020 dienen diese als Handlungsrahmen für die Konzerngesellschaften und werden durch das Portfoliomanagement und andere Steuerungsmechanismen auf die Konzerngesellschaften übertragen und sind so miteinander verknüpft. Auch der Konzernvorstand selbst ist sowohl auf die Erreichung der wirtschaftlichen als auch der CR-Ziele incentiviert.

Portfoliostrategie

Die Otto Group ist international ausgerichtet und deckt nahezu alle relevanten Wertschöpfungsstufen im Handel sowie in handelsnahen Finanzdienstleistungen und Services ab. Diese strategische Ausrichtung wird die Unternehmensgruppe fortführen.

Das Portfoliomanagement zielt auf die Stärkung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Otto Group ab, die den dynamischen Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung/EBITDA) und den Verschuldungskoeffizienten (Netto-Finanzverschuldung/Konzern-Eigenkapital) - auf der Basis der Darstellung der Otto Group "FDL at Equity" - als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren beinhaltet. Der dynamische Verschuldungsgrad erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr, während der Verschuldungskoeffizient leicht gesenkt werden konnte. *

( * Für die Entwicklung dieser finanziellen Leistungsindikatoren im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2018/19 wird auf das Kapitel "Einbeziehung der Finanzdienstleister nach der Equity-Methode" verwiesen.)

Zur Sicherstellung der langfristigen Leistungsfähigkeit überprüft die Otto Group laufend die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit jeder einzelnen Konzerngesellschaft. Daneben stellt die Otto Group andererseits sicher, dass entlang der Strategien in den Segmenten gezielt in zukunftsfähige und zukunftsträchtige Geschäftsmodelle, Technologien und Kompetenzen investiert wird.

Im Geschäftsjahr 2017/18 ist die Entscheidung gefallen, an der ABOUT YOU GmbH Investoren und strategische Partner zu beteiligen. Sie steht im Kontext der Öffnung des Ökosystems der Otto Group. Mit dieser Strategie wird das Ziel verfolgt, mit weiteren Kompetenzen das Wachstum dieses erfolgreichen Geschäftsmodells zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2018/19 ist Heartland A/S, Beteiligungsholding eines der größten europäischen Bekleidungsunternehmen, der Bestseller A/S, als neuer Investor bei der ABOUT YOU Holding GmbH eingestiegen. Diese Zusammenarbeit bildet die Basis für das zukünftige Wachstum des sehr erfolgreichen Geschäftsmodells. Der Einstieg des Investors ermöglicht es dem Unternehmen, die Kundenbasis noch weiter auszubauen, größere Marktanteile hinzuzugewinnen und neue Märkte sehr schnell zu erschließen. Die Otto Group bleibt dabei größter Anteilseigner. Das Fashion-Tech-Unternehmen ABOUT YOU GmbH wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der Otto Group einbezogen.

Damit die Marktposition der Otto Group auch langfristig gestärkt werden kann, sind kontinuierliche Investitionen in die IT-Infrastruktur notwendig, um diese zukunftsfähig und entsprechend den Wettbewerbsanforderungen auszurichten. Durch eine zentrale IT-Governance wird sichergestellt, dass übergreifende Zielsetzungen verfolgt und Synergien realisiert werden. Darüber hinaus werden weiterhin zukunftsweisende Kompetenzen, wie zum Beispiel in den Bereichen Business Intelligence, Mobile- und Conversational Commerce sowie Virtual Reality, auch zentral oder konzertiert aufgebaut, um die Entwicklungsarbeit effizient und effektiv über alle Konzerngesellschaften hinweg zu gestalten.

Multichannel-Einzelhandel

Im Segment Multichannel-Einzelhandel ist die Weiterentwicklung des E-Commerce, der wachstumsstärksten und bedeutendsten Vertriebsart der Otto Group, über Endgeräte und Interfaces aller Art das dominierende strategische Ziel.

Die Otto Group setzt hier zwei Schwerpunkte: Zum einen haben der mit hohen Investitionen verbundene Geschäftsmodellwandel der Konzerngesellschaft OTTO von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform und die Weiterentwicklung der großen Handelsplattform ABOUT YOU eine hohe Priorität, zum anderen werden weiterhin der Ausbau und das Wachstum der Markenkonzepte vorangetrieben. Hier sind vor allem die international vertretenen Marken bonprix, Witt sowie Crate and Barrel zu nennen. Durch diesen Fokus schärft die Unternehmensgruppe stetig ihr Profil in den thematischen Schwerpunktthemen Mode und Home & Living.

Auch bei den weiteren Handelskonzepten liegt der Fokus auf der bereits laufenden Transformation der einzelnen Handelskonzepte hin zu noch stärkerer Digitalisierung. Dazu gehören unter anderem ein weiter intensivierter Ausbau von Business Intelligence zur stärkeren Personalisierung des Angebots und eine klare Ausrichtung auf die Customer Journey mit besonderem Blick auf den Handel über verschiedene Endgeräte.

Auf das Segment Multichannel-Einzelhandel zielen auch die Venture- und Inkubations-Aktivitäten durch die bestehenden Beteiligungsunternehmen der Otto Group (Project A Ventures GmbH & Co. KG und EVC-Gruppe). Dadurch sichert sich die Unternehmensgruppe einen frühzeitigen Zugang zu innovativen Ideen, aussichtsreichen neuen Geschäftsmodellen und qualifizierten, unternehmerisch denkenden Talenten aus dem Business- und Technologiebereich.

Darüber hinaus profitiert die Otto Group nicht nur von den eigenen Handelsaktivitäten, sondern über die Entwicklung digitaler handelsnaher Dienstleistungen auch vom Wachstum des externen Onlinehandels und verwandter Branchen. So werden beispielsweise Dienstleistungen in den Bereichen Data Analytics, Suchfunktionen und -algorithmen und Werbevermarktung bereits erfolgreich an Dritte vermarktet.

Finanzdienstleistungen

Die Strategie der Otto Group im Segment Finanzdienstleistungen setzt vor allem auf die verantwortungsvolle internationale Entwicklung des Forderungsmanagementgeschäfts. Hier ist die EOS Gruppe hervorzuheben, die ihre Services über die letzten Geschäftsjahre konsequent ausgebaut hat und inzwischen in über 25 Ländern erfolgreich anbietet.

Daneben entwickelt die Otto Group auch in diesem Segment neue digitale Finanzdienstleistungen, wie zum Beispiel individualisiertes Mahnwesen und Betrugsprävention, und gestaltet somit auch in diesem Segment die fortschreitende Digitalisierung konsequent und aktiv mit.

Service

Services sind einer der bedeutendsten Faktoren im Endkundengeschäft. Einen weiteren Schwerpunkt der Strategie der Otto Group bilden daher B2C- und B2B-Services, die unter der Dachmarke Hermes gebündelt werden. Neben Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz der Lieferkette legt die Hermes Gruppe besonderen Wert auf die Servicequalität an allen Kontaktpunkten mit dem Endkunden. Hervorzuheben sind hier die Bereiche Paketdistribution, mit der in den größten europäischen E-Commerce-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien erfolgreich operiert wird, das Zwei-Mann-Handling, in dem in Deutschland die HERMES Einrichtungs Service GmbH & Co. KG klarer Marktführer ist, sowie Warehousing, das über die Hermes Fulfilment GmbH für die Handelsaktivitäten der Otto Group eine Schlüsselrolle spielt.

CR-Strategie 2020

Der Vorstand der Otto Group ist davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit die Basis für langfristiges und ökonomisch erfolgreiches Wirtschaften ist. Daher ist die CR-Strategie 2020 fester Bestandteil der Konzernstrategie. Darüber hinaus ist die variable Vorstandsvergütung seit dem Geschäftsjahr 2014/15 auch an die Erreichung der in der CR-Strategie verankerten Ziele gekoppelt. Damit sind die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens tief in der Konzernorganisation und in den Geschäftsprozessen verankert. Konkret beinhaltet die CR-Strategie 2020 fünf themenspezifische Teilstrategien. Diese umfassen wesentliche Bereiche innerhalb des Geschäftsmodells, auf die die Otto Group gezielt Einfluss nehmen kann: soziale Verantwortung in der Lieferkette, Klimaschutz an Standorten und bei Transporten sowie Umwelt- und Ressourcenschutz bei der Herstellung von Textilien, Möbelprodukten und Katalogpapier. Um in diesen Themenfeldern die ökologischen und sozialen Auswirkungen durch die Geschäftstätigkeit der Otto Group wirksam und messbar zu reduzieren, wurden für jede der fünf Teilstrategien konzernweite Ziele bis zum Jahr 2020 formuliert. * Derzeit erfolgt die Konzeption einer neuen CR-Strategie. Im Jahr 2020 wird diese konzernweit implementiert, um einen nahtlosen Übergang zwischen der aktuellen und der neuen CR-Strategie zu gewährleisten.

( * Eine weitergehende Darstellung der CR-Strategie 2020 mit ihren fünf Teilstrategien erfolgt im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung".)

Innovation

Der Onlinehandel ist mit Abstand der größte Vertriebskanal der Otto Group und der wesentliche Zukunftstreiber für die Unternehmensgruppe. In diesem schnelllebigen Umfeld sind Innovationen für die Sicherung nachhaltigen Erfolges essenziell. Um Entwicklungen und Technologien frühzeitig zu erkennen und die Erkenntnisse in alle Konzerngesellschaften der Otto Group zu tragen, wurden in den vergangenen Jahren mehrere zentrale Abteilungen aufgebaut. Das Innovation Management als Teil des Bereichs Digital Excellence beobachtet und prüft mit dem sogenannten Innovation Radar neue Technologien auf ihre Wichtigkeit für den Einsatz in der Otto Group. Als besonders relevant erachtete Trends werden prototypisch umgesetzt und die gewonnenen Erkenntnisse für die gesamte Unternehmensgruppe bereitgestellt. Übergeordnete Ziele sind dabei die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und die Generierung von Wachstumsimpulsen für die Konzerngesellschaften.

An dieser Stelle setzt auch das Team Business Intelligence an, das mit Spitzentechnologien die E-Commerce-Lösungen von morgen entwickelt. Das interdisziplinäre Team aus Strategen, Big-Data-Spezialisten und Data Scientists nutzt dafür Algorithmen aus der aktuellen wissenschaftlichen Forschung zu künstlicher Intelligenz, wie beispielsweise Deep Learning, und moderne Verfahren zum Natural Language Processing. Um das vielfältige Wissen dieser Experten in der Konzernzentrale und bei den Konzerngesellschaften besser nutzen zu können, organisiert das Team Knowledge Management die Vernetzung der Wissensträger auf den verschiedenen Ebenen und sorgt für einen effizienten und zügigen Know-how-Transfer.

Im Folgenden werden beispielhafte Projekte aufgezeigt:

Küchen in der virtuellen Realität

Küchenplanung in modernen 3D-Tools gehört bereits lange zum Standard einer komplexen Küchenberatung. Die Planung und auch die Kaufentscheidung müssen gut überlegt sein. Zu diesem Zweck bietet Küche&Co den Kunden eine innovative Hilfe. Nach der gemeinsamen Planung der Wunschküche am 3D-Tool mit dem Berater im Küchenstudio lässt sich diese in der virtuellen Realität begutachten. Dazu stellt Küche&Co ein im Markendesign gestaltetes Google Cardboard zur Verfügung, mit dem sich aus fast jedem Smartphone mit wenigen Handgriffen eine Virtual Reality-Brille machen lässt. So können sich Kunden direkt im Studio oder auch später im eigenen Zuhause in 3D ein Bild ihrer neuen Küche machen, bevor sie sich zum Kauf entschließen.

Voice Commerce

Über 40 % der US-Amerikaner besitzen bereits mindestens einen Smart Speaker und auch in Deutschland hat die Verbreitung im vergangenen Jahr weiter stark zugenommen. Mit der zunehmenden Bedeutung der Stimme als Eingabeschnittstelle wächst gleichzeitig auch das Angebot intelligenter Lösungen, die sich auf diesen Smart Speakern oder über die Assistenten auf dem Smartphone nutzen lassen. Neben den klassischen Einsatzgebieten wie "Smart Home" ist für Händler dabei auch das "Voice-Shopping" ein spannendes Feld. Dem Team aus Mitarbeitern der Otto Group ist dabei eine Pionierleistung gelungen, denn die im September 2018 erschienene "OTTO-Action" auf dem Google Assistant ist die deutschlandweit erste Voice-Shopping Anwendung dieser Art, mit der sich ein kompletter Kaufprozess über einen Voice Assistant durchführen lässt.

Augmented Reality beim Möbelkauf

Basierend auf einigen Artikelfotos muss ein Onlinekunde eine Vorstellung entwickeln, wie ein Möbelstück in den eigenen vier Wänden aussehen könnte und ob es - mit Blick auf die Maße - überhaupt an die dafür vorgesehene Stelle passt. Seit letztem Jahr steht den Kunden des Onlinespezialshops "yourhome" mit einer Augmented Reality App für iPhone und Android Smartphones dafür die ideale Lösung zur Verfügung. Binnen weniger Sekunden erscheinen die Artikel über das Smartphone-Display virtuell in den eigenen vier Wänden. Die Anwendung ist dabei so praktisch und einfach zu bedienen, dass Apple diese nun auch weltweit auf den iPhones in den stationären Apple Stores vorinstalliert hat.

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft hat im Verlauf des Jahres 2018 an Fahrt verloren, so dass der Anstieg des globalen Bruttoinlandsproduktes - nachfolgend BIP - in Höhe von preisbereinigt 3,7 % leicht unter dem Vorjahreswert von 3,9 % lag. Dazu beigetragen hat unter anderem ein hohes Maß an Verunsicherung durch handelspolitische Konflikte sowie eine Vielzahl an weiteren politischen Risikofaktoren. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zeigte sich die gesamtwirtschaftliche Expansion, die im Jahr 2017 in nahezu allen großen Volkswirtschaften ähnlich stark aufwärts gerichtet war, recht heterogen. Während sich die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum und in Japan verlangsamte, bedingten fiskalische Impulse ein erhöhtes Expansionstempo in den USA. In den Schwellenländern geriet die konjunkturelle Dynamik ins Stocken. Belastet wurde die Entwicklung dieser Ländergruppe unter anderem durch einen Rückgang der hohen gesamtwirtschaftlichen Expansionsraten in China. In Russland setzte sich die konjunkturelle Erholung fort, entfaltete aber wie in den Vorjahren eine ebenfalls ausgesprochen geringe Dynamik. Der Welthandel wies zu Beginn des Jahres 2018 eine hohe Dynamik auf, hat allerdings im Verlauf des Jahres an Schwung verloren und ging gegen Jahresende deutlich zurück. Infolgedessen fiel der Anstieg des Welthandelsvolumens mit einem Wert von 3,5 % (2017: 4,5 %) spürbar geringer aus als im Vorjahr.

Die konjunkturelle Dynamik der deutschen Volkswirtschaft verlangsamte sich im Jahr 2018 und war durch eine Zuwachsrate des realen BIP in Höhe von 1,4 % (2017: 2,2 %) gekennzeichnet. Maßgeblich für diese Entwicklung war die Stagnation der Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte. Die Konsumausgaben der Privathaushalte legten langsamer zu als in den Vorjahren, was insbesondere durch eine steigende Sparquote der privaten Haushalte zu begründen ist. Positive Impulse gingen dagegen von der seit Jahren steigenden Erwerbstätigkeit aus. Dabei erreichte die Erwerbstätigenzahl abermals einen neuen Höchststand. Zusätzlich legten die Reallöhne nach dem Anstieg im Vorjahr ein weiteres Mal zu. Die Unternehmensinvestitionen weiteten sich in einem ähnlichen Tempo wie im Jahr 2017 aus. Der Außenhandel entwickelte sich insgesamt betrachtet verhalten. Die Ausfuhren expandierten deutlich langsamer als im Vorjahr und die Dynamik der Ausfuhren ließ gegenüber allen Absatzregionen nach, nicht zuletzt aufgrund einer konjunkturellen Verlangsamung in wichtigen Absatzmärkten. Die stagnative gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte war auch zu einem Teil durch temporär belastende Faktoren, wie die infolge des extrem heißen Sommers niedrigen Pegelstände des Rheins, bedingt.

In der Eurozone zeigte sich die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2018 weniger dynamisch als im Vorjahr, was sich in einem Anstieg des realen BIP in Höhe von 1,8 % (2017: 2,5 %) widerspiegelte. Das Tempo der gesamtwirtschaftlichen Expansion hat im Vergleich zum Vorjahr insbesondere in den größeren Ländern der Eurozone nachgelassen. Länderspezifische temporäre Sonderfaktoren sowie die ausbleibenden Impulse aus dem internationalen Umfeld schwächten die Ausfuhren, was entscheidend zu der konjunkturellen Abschwächung beitrug. So haben sich die Exporte des Euroraums im Vergleich zum Welthandel, anders als in den Vorjahren, unterproportional entwickelt. Nichtsdestotrotz profitierten die Konsumausgaben der privaten Haushalte von steigenden Reallöhnen und einer Zunahme der Beschäftigung. Die seit der Jahresmitte 2013 anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich fort, so dass die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf 8,2 % (2017: 9,1 %) sank. In den nicht zur Eurozone gehörenden Ländern der Europäischen Union schwächte sich die konjunkturelle Entwicklung insgesamt betrachtet ebenfalls ab. Während in den Ländern Mittel- und Osteuropas, wie beispielsweise Polen, eine nach wie vor hohe Dynamik vorzufinden war, zeigte sich die konjunkturelle Expansion insbesondere in Großbritannien sehr verhalten. Dort wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durch die mit dem Brexit verbundenen Unsicherheiten sehr stark belastet.

In den USA hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahr 2018 kräftig beschleunigt und war durch eine preisbereinigte Zunahme des BIP in Höhe von 2,9 % (2017: 2,3 %) gekennzeichnet. Ein derart starker Zuwachs wurde zuletzt im Jahr 2015 verzeichnet. Die privaten Konsumausgaben expandierten ähnlich schnell wie im Vorjahr, wohingegen die Unternehmensinvestitionen deutlich beschleunigt zunahmen und stützend auf die konjunkturelle Dynamik wirkten. Ein Grund dafür war unter anderem die im Vorjahr umgesetzte Steuerreform. Der US-amerikanische Arbeitsmarkt befand sich auch im Jahr 2018 in einer robusten Verfassung, so dass sich der Beschäftigungsaufbau fortsetzte und die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote auf 3,9 % (2017: 4,4 %) zurückging. Vom Außenhandel gingen im Jahr 2018 hingegen, insgesamt betrachtet, keine positiven Impulse aus, da die Einfuhren deutlich beschleunigter zulegten als die Ausfuhren.

Veränderung des realen BIP 2018
in %
2017
in %
Welt 3,7 3,9
Deutschland 1,4 2,2
Eurozone 1,8 2,5
USA 2,9 2,3

Branchenspezifisches Umfeld

Multichannel-Einzelhandel

Der gesamte deutsche Einzelhandel verzeichnete im Jahr 2018 eine nominale Steigerung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 2,9 % (2017: 4,3 %). Dies entspricht einem preisbereinigten Anstieg von 1,2 % (2017: 2,3 %). Damit konnten die deutschen Einzelhändler das neunte Jahr in Folge sowohl nominale als auch preisbereinigte Umsatzsteigerungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr erzielen. Die Zunahme der Einzelhandelsumsätze lässt sich mit der anhaltend guten Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft begründen. Der seit 13 Jahren erfolgende Anstieg der Erwerbstätigkeit setzte sich auch im Jahr 2018 dynamisch fort, so dass die Erwerbstätigenzahl einen erneuten Höchststand erreichte. Positive Impulse gingen ebenfalls vom niedrigen Zinsniveau aus. Die Reallöhne konnten nach dem Vorjahresanstieg in Höhe von 0,8 % ein weiteres Mal zulegen, wobei die Zunahme mit 1,3 % dynamischer ausfiel. Der Anstieg der Verbraucherpreise zeigte sich im Jahresdurchschnitt 2018 mit 1,9 % recht stark und lag über den Jahresteuerungsraten der Vorjahre. Insbesondere die Verteuerung von Energieprodukten wirkte sich spürbar inflationstreibend aus. Vor dem Hintergrund dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erhöhten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte im zurückliegenden Jahr preisbereinigt um 1,0 % (2017: 1,8 %).

Der deutsche Online- und Versandhandel konnte seine Umsätze mit Waren im Jahr 2018 um 9,6 % auf 68,1 Mrd. EUR (2017: 62,2 Mrd. EUR) steigern. Insbesondere im E-Commerce-Bereich zeigten sich überdurchschnittliche Umsatzsteigerungen in Höhe von 11,4 %, wodurch 65,1 Mrd. EUR (2017: 58,5 Mrd. EUR) mit Waren im reinen Onlinegeschäft umgesetzt wurden. Der warengetriebene E-Commerce in Deutschland ist damit seit dem Jahr 2014 um rund 52 % gewachsen. Bekleidung blieb auch im Jahr 2018 weiterhin die umsatzstärkste Warengruppe im E-Commerce-Bereich - gefolgt von Elektronik- und Telekommunikationsartikeln, Computerzubehör und -spielen sowie Softwareprodukten. Deutliche Umsatzsteigerungen in Höhe von 12,5 % konnte auch der Einrichtungsbereich verzeichnen, so dass mit Haushaltswaren und -geräten, Möbeln, Lampen und Dekoration sowie Haus- und Heimtextilien erstmals knapp 10 Mrd. EUR im Jahr 2018 umgesetzt wurden. Innerhalb des E-Commerce-Bereiches zeigten vor allem Multichannel-Einzelhändler, die ihre Waren über mehrere Vertriebskanäle anbieten, eine ausgesprochen dynamische Entwicklung.

Die Internetnutzung über Smartphones und Tablets hat auch im Jahr 2018 weiter zugenommen. Der Umsatzanteil der Warenbestellungen im deutschen E-Commerce, der über das mobile Internet erfolgte, erhöhte sich im Jahr 2018 auf 29,5 % (2017: 26,6 %).

Finanzdienstleistungen

Die gute Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2018 wirkte sich auf den deutschen Finanzdienstleistungssektor aus. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verminderte sich im zurückliegenden Jahr zum neunten Mal in Folge und ging im Vorjahresvergleich um 3,9 % auf 19.302 Fälle (2017: 20.093 Fälle) zurück. Damit erreichte die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Die Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen sanken deutlich auf 21,0 Mrd. EUR (2017: 29,7 Mrd. EUR) und die durchschnittliche Forderungshöhe je Insolvenz betrug 1,1 Mio. EUR (2017: 1,5 Mio. EUR). Der überproportionale Rückgang der Forderungen in Vergleich zum Rückgang der Zahl der Unternehmensinsolvenzen resultiert aus der Tatsache, dass im Jahr 2018 weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen als im Vorjahr Insolvenz anmelden mussten.

Das Zahlungsverhalten der Unternehmen in Deutschland hat sich im Jahr 2018 auf einem bereits sehr hohen Niveau noch einmal verbessert. Bei Unternehmen wurden als Gründe für das Nichtnachkommen von Zahlungsverpflichtungen insbesondere hohe Zahlungsausfälle bei eigenen Kunden, temporäre Liquiditätsengpässe und das Ausnutzen von Lieferantenkrediten genannt. Eine schlechte Auftragslage spielte hingegen eine untergeordnete Rolle.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Jahr 2018 zeigte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls stark rückläufig. Mit 67.597 Fällen lag sie um 6,0 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 71.896 Fällen. Einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen gab es zuletzt im Jahr 2010. Als Gründe für das Nichtnachkommen von Zahlungsverpflichtungen bei Verbrauchern wurden insbesondere das unkontrollierte Konsumverhalten, die private Überschuldung, vorsätzliches Nichtbezahlen sowie momentane Liquiditätsengpässe genannt. Vor dem Hintergrund der anhaltend guten Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft spielte der Verlust des Arbeitsplatzes hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Von einer schlechten Zahlungsmoral auf Verbraucherebene waren im Jahr 2018 insbesondere Unternehmen aus dem Online- und Versandhandel, der Energiebranche und dem Handwerk betroffen.

Service

Die deutsche Transport- und Logistikbranche war im Jahr 2018 dadurch gekennzeichnet, dass der Güterverkehr die anhaltend positive Entwicklung seit dem Jahr 2010 (bei einem leichten Rückgang im Jahr 2012), insgesamt betrachtet, fortsetzen konnte. Das gesamte Transportaufkommen stieg im Jahresdurchschnitt um 1,0 % (2017: 1,9 %). Die gute, wenngleich verhalten dynamische Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2018 wirkte sich somit auch auf den verkehrswirtschaftlichen Bereich aus.

Neben dem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeld haben vor allem die Entwicklung der Lohnkosten und des Rohölpreises einen spürbaren Einfluss auf die deutsche Transport- und Logistikbranche. Das allgemeine Kostenniveau im deutschen Güterverkehr zeigte sich im Jahr 2018, insgesamt betrachtet, leicht aufwärts gerichtet. Neben höheren Personalaufwendungen infolge tariflicher Vereinbarungen sowie der notwendigen Lohnanpassungen aufgrund des sich stärker auswirkenden Fahrermangels in großen Ballungsgebieten lagen die Rohölpreise im Jahresverlauf 2018 leicht über Vorjahresniveau. Die Kraftstoffkostenentwicklung führte jedoch zu keinen signifikant negativen Effekten auf die deutsche Transport- und Logistikbranche.

Aufgrund der dynamischen Entwicklung im Online- und Versandhandel und der anhaltend starken Volumenzuwächse bei Paketlieferungen an Privathaushalte haben die deutschen Paketdienstleister auch im Jahr 2018 hohe Investitionen in die logistische Infrastruktur und die weitere Digitalisierung getätigt, um die gestiegene Zahl an Sendungen bewältigen zu können. Gleichzeitig wurden neue Lösungsansätze konzipiert und erprobt, um den sich verändernden Kundenanforderungen, dem spürbaren Fahrermangel und den Herausforderungen der verkehrlichen Situation gerecht zu werden.

Geschäftsverlauf

Der in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ersichtliche Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2018/19 ist durch eine Reihe von Sachverhalten geprägt, die insbesondere dazu führen, dass der ausgewiesene Umsatz der Otto Group beeinflusst ist. Dazu zählen die Entkonsolidierung der ABOUT YOU GmbH, die letztjährige Harmonisierung des Geschäftsjahres etlicher Konzerngesellschaften, Währungskurseffekte sowie eine neue Systematik für Erlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15). Aufgrund dieser Sondersachverhalte lag der in der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ausgewiesene Umsatz der Otto Group für das Geschäftsjahr 2018/19 leicht unter dem des Geschäftsjahres 2017/18, so dass die Umsätze um 1,6 % von 13,7 Mrd. EUR auf 13,4 Mrd. EUR zurückgingen. Für eine Vergleichbarkeit zwischen den beiden Geschäftsjahren erfolgt daher nachfolgend eine Betrachtung nach Bereinigung der oben genannten Sachverhalte inklusive der Eliminierung von Währungskurseffekten. Bei einer Bezugnahme auf den ausgewiesenen Umsatz erfolgt im weiteren Verlauf ein entsprechender Hinweis.

Die Otto Group hat im Geschäftsjahr 2018/19 ihre fokussierte Wachstumsstrategie fortgesetzt und konnte den Umsatz um 3,5 % auf 13,4 Mrd. EUR steigern. Die Umsätze entwickelten sich in allen drei Segmenten positiv. Die Online-Umsätze im Segment Multichannel-Einzelhandel sind um 4,5 % auf rund 7,7 Mrd. EUR, in Deutschland um 5,2 % auf 5,3 Mrd. EUR gestiegen.

Das im Konzernlagebericht 2017/18 für das Geschäftsjahr 2018/19 prognostizierte Umsatzwachstum in Höhe von rund 5 % konnte nicht erreicht werden. Der ungewöhnlich lange und heiße Sommer in Europa, der sich auf den Handel im Allgemeinen ausgewirkt hat, hat auch die Textil- und Möbelumsätze der Otto Group und damit letztlich auch die Ertragslage insgesamt beeinflusst. Darüber hinaus belastete des Weiteren der bewusste Rückzug einzelner Konzepte aus dem russischen Markt das Umsatzwachstum.

Ergebnisseitig haben sich des Weiteren die geplant hohen Investitionen in die Weiterentwicklung der Konzerngesellschaft OTTO und in die logistische Infrastruktur der gesamten Unternehmensgruppe ausgewirkt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 222,0 Mio. EUR ging gegenüber dem EBIT des Vorjahres in Höhe von 387,6 Mio. EUR zurück.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 277,6 Mio. EUR lag deutlich unter dem EBT des Vorjahres in Höhe von 622,4 Mio. EUR. Das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2018/19 ist im Wesentlichen aufgrund der Gewinne aus der Fair-Value-Bewertung einiger Beteiligungen der Venture Aktivitäten im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 und aus der Entkonsolidierung der Zahnärztekasse AG positiv ausgefallen. Allerdings ist das Finanzergebnis des Vorjahres durch die hohen Effekte aus der Entkonsolidierung der Konzerngesellschaft ABOUT YOU GmbH nur bedingt vergleichbar. Die letztgenannte Entkonsolidierung hatte im Vorjahr einen überaus positiven Effekt auf das Finanzergebnis und damit auch auf das EBT.

Das im Konzernlagebericht 2017/18 für das Geschäftsjahr 2018/19 prognostizierte EBT, das operativ, das heißt ohne Effekte aus der fortgesetzten Portfoliooptimierung, an die gute Ergebnissituation des Geschäftsjahres 2017/18 anknüpfen sollte, wurde im Wesentlichen aufgrund der oben genannten Effekte nicht voll erreicht.

Die Otto Group bleibt auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen und einem herausfordernden Marktumfeld profitabel und investiert weiterhin in nachhaltige Geschäftskonzepte und Technologien. Nach einem Konzernjahresüberschuss von 516,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte die Otto Group nunmehr einen Konzernjahresüberschuss von 176,9 Mio. EUR.

Ertragslage des Konzerns

Die insgesamt betrachtete Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Otto Group wurde vorstehend bereits beschrieben. Die wesentlichen Kennzahlen der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung (Kurzfassung) 2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
Umsatzerlöse (wie ausgewiesen) 13.446 13.660
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 524 733
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 222 388
Ergebnis vor Steuern (EBT) 278 622
Jahresüberschuss 177 516

Der durchschnittliche Umsatz je Mitarbeiter ging gegenüber dem Vorjahr leicht von 263,8 TEUR auf 255,8 TEUR zurück.

Insgesamt wurden 75,6 % des ausgewiesenen Umsatzes der Otto Group mit dem Verkauf von Handelswaren (10.170,5 Mio. EUR, 2017/18: 76,7 %), 6,1 % mit Erlösen aus Finanzdienstleistungen (815,6 Mio. EUR, 2017/18: 6,1 %) und 18,3 % mit Erlösen aus übrigen Dienstleistungen (2.460,4 Mio. EUR, 2017/18: 17,1 %) erzielt. Der Verkauf von Handelswaren über die Kanäle Onlinehandel, Katalogversand und stationärer Einzelhandel prägte somit auch im Geschäftsjahr 2018/19 die umsatzseitige Entwicklung der Unternehmensgruppe.

Mit einem leicht gestiegenen Anteil von 61,3 % (2017/18: 60,6 %) am ausgewiesenen Umsatz der Otto Group war Deutschland im Geschäftsjahr 2018/19 weiterhin der bedeutendste regionale Absatzmarkt für die Unternehmensgruppe. Während in Europa (ohne Deutschland und Russland) 21,7 % (2017/18: 21,6 %) der ausgewiesenen Umsatzerlöse realisiert wurden, trug die Region Nordamerika 13,8 % (2017/18: 13,9 %) zum ausgewiesenen Umsatz der Otto Group bei. Es folgten Russland mit 1,7 % (2017/18: 2,4 %) und Asien mit 1,3 % (2017/18: 1,4 %). Der ausgewiesene Umsatz nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

Umsatz nach Regionen 2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
Veränderung
in %
bereinigt
in %
Deutschland 8.244 8.271 -0,3 2,9
Europa (ohne Deutschland und Russland) 2.915 2.946 -1,1 7,5
Nordamerika 1.856 1.892 -1,9 3,7
Russland 230 324 -29,0 -10,5
Asien 180 191 -6,0 -5,2
Sonstige Regionen 23 36 -36,1 -7,6
Konzern 13.446 13.660 -1,6 3,5
Inland 8.244 8.271 -0,3 2,9
Ausland 5.202 5.389 -3,5 4,5

Der ausgewiesene Umsatzrückgang in den einzelnen Absatzmärkten der Unternehmensgruppe wurde durch die bereits erwähnten Sachverhalte beeinflusst. Bereinigt um diese Sachverhalte hat sich für Deutschland und das übrige Europa (ohne Russland) ein Umsatzanstieg ergeben, der allerdings durch den ungewöhnlich langen und heißen Sommer gebremst wurde. In Deutschland betrug der Umsatzanstieg 2,9 %, im übrigen Europa (ohne Russland) 7,5 %. Nordamerika verzeichnete einen Umsatzanstieg von 3,7 %. Der Umsatzrückgang in Russland ist durch den Rückzug einzelner Konzepte der Otto Group aus dem russischen Markt geprägt. Hier wird sich die Otto Group zukünftig vor allem auf das Konzept bonprix fokussieren.

Die Rohertragsquote der Unternehmensgruppe lag mit 47,0 % (2017/18: 48,3 %) unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rohertrag ist, absolut betrachtet, um 277,9 Mio. EUR auf 6.324,0 Mio. EUR zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen um 173,8 Mio. EUR zurück. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung der ABOUT YOU GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 zurückzuführen. Die hohen Investitionen ins Wachstum der ABOUT YOU GmbH, vor allem der hohe Werbeaufwand, belasten seit dem Geschäftsjahr 2018/19 nicht mehr alleine das Ergebnis der Otto Group, sondern sind durch die Einbeziehung nach der Equity-Methode nur noch anteilig im Beteiligungsergebnis enthalten. Das Beteiligungsergebnis weist im Geschäftsjahr 2018/19 einen Rückgang in Höhe von 69,0 Mio. EUR aus, der im Wesentlichen auf die ABOUT YOU GmbH entfällt. Darüber hinaus sind im Materialaufwand, in den Personalkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen rund 100 Mio. EUR für den Geschäftsmodellwandel der Konzerngesellschaft OTTO von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform enthalten. Durch den Umbau der Logistikinfrastruktur der Hermes Gruppe in Deutschland sind zudem auch im Geschäftsjahr 2018/19 wesentliche Belastungen sowohl im Personalaufwand als auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag, bedingt durch die vorstehend beschriebenen Effekte, im Geschäftsjahr 2018/19 mit 524,4 Mio. EUR unter dem sehr guten EBITDA des Vorjahres in Höhe von 732,6 Mio. EUR.

Die Abschreibungen verringerten sich im zurückliegenden Geschäftsjahr um 42,7 Mio. EUR auf 302,3 Mio. EUR. Der Rückgang entfiel im Wesentlichen auf die außerplanmäßigen Abschreibungen. Sie lagen mit insgesamt 30,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 62,3 Mio. EUR. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen im Geschäftsjahr 2018/19 entfielen auf erworbene und selbst erstellte Software sowie Grundstücke und Bauten und betrafen im Wesentlichen eine russische Konzerngesellschaft aus dem Segment Service sowie in geringerem Maße zwei deutsche und einen japanischen Händler im Segment Multichannel-Einzelhandel. Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gingen um 10,3 Mio. EUR zurück.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich im Geschäftsjahr 2018/19 aufgrund der vorstehend dargestellten Effekte auf 222,1 Mio. EUR (2017/18: 387,6 Mio. EUR). Aufgrund des im Verhältnis zum Umsatz stärkeren EBIT-Rückgangs sank die EBIT-Marge auf 1,7 % nach 2,8 % im Vorjahr.

Das Finanzergebnis der Unternehmensgruppe fiel im Geschäftsjahr 2018/19 mit 55,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von 234,8 Mio. EUR deutlich geringer aus. Das Zinsergebnis lag mit -119,1 Mio. EUR (2017/18: -102,9 Mio. EUR) nahezu auf Vorjahresniveau, wohingegen das sonstige Finanzergebnis einen sehr deutlichen Rückgang aufweist. Es betrug 174,5 Mio. EUR nach 337,7 Mio. EUR im Vorjahr. Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet im Geschäftsjahr 2018/19 im Wesentlichen Gewinne aus der Fair-Value-Bewertung einiger Beteiligungen der Venture Aktivitäten im Rahmen der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 sowie positive Effekte aus der Entkonsolidierung der Zahnärztekasse AG sowie der assoziierten Unternehmen der Blue Yonder-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte im Wesentlichen die Entkonsolidierung der Konzerngesellschaft ABOUT YOU GmbH einen außerordentlich positiven Effekt auf das Finanzergebnis und damit auch auf das EBT.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) weist mit 277,6 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 622,4 Mio. EUR einen deutlichen Rückgang aus.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr 2018/19 betrug 100,7 Mio. EUR und lag damit unter dem Ertragsteueraufwand des Vorjahres in Höhe von 106,4 Mio. EUR. Der Rückgang der Steueraufwendungen resultiert aus insbesondere im Ausland deutlich gesunkenen laufenden Steuern und einer gegenläufigen Entwicklung der latenten Steuern.

Der Jahresüberschuss verzeichnete einen Rückgang von 339,2 Mio. EUR auf 176,9 Mio. EUR (2017/18: 516,0 Mio. EUR). Vom Jahresüberschuss entfielen auf die Anteile der Gesellschafter des Mutterunternehmens 100,7 Mio. EUR (2017/18: 437,0 Mio. EUR), auf die Anteile anderer Gesellschafter 64,3 Mio. EUR (2017/18: 73,7 Mio. EUR) und auf kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine 11,9 Mio. EUR (2017/18: 5,3 Mio. EUR).

Ertragslage der Segmente

Umsatzerlöse/EBIT Umsatzerlöse EBIT
2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
Multichannel-Einzelhandel 10.320 10.548 25 144
Finanzdienstleistungen 824 841 322 338
Service 2.302 2.271 -33 -6
Holding/Konsolidierung - - -92 -88
Konzern 13.446 13.660 222 388

Multichannel-Einzelhandel

Das Segment Multichannel-Einzelhandel realisierte im Geschäftsjahr 2018/19 einen ausgewiesenen Umsatz von 10.320,3 Mio. EUR (2017/18: 10.547,5 Mio. EUR) und trug einen Anteil von 76,8 % (2017/18: 77,2 %) zum Umsatz der Otto Group bei. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz in diesem Segment um 2,7 %. Hierzu trugen im Wesentlichen die Konzerngesellschaften bei, in die im Rahmen der fokussierten Wachstumsstrategie gezielt investiert wurde. Im Segment Multichannel-Einzelhandel sind das neben der Konzerngesellschaft OTTO die bonprix-Gruppe, die Crate and Barrel-Gruppe, die Witt-Gruppe und die myToys-Gruppe. Darüber hinaus zählt die ABOUT YOU GmbH zu den Fokusgesellschaften im Rahmen der Wachstumsstrategie, ist aber durch die Einbeziehung nach der Equity-Methode nicht in den Umsatzerlösen der Otto Group enthalten und daher auch kein Bestandteil der nachfolgenden Ausführungen.

Im Konzernlagebericht 2017/18 wurde für das Segment Multichannel-Einzelhandel auf vergleichbarer Basis eine Umsatzsteigerung prognostiziert, die nahezu an das sehr gute, insgesamt bereinigte Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2017/18 anknüpfen kann. Vor allem durch die fehlenden Textil- und Möbelumsätze aufgrund des ungewöhnlich langen und heißen Sommers in Europa konnte dieses Ziel nicht erreicht werden.

Der Onlinehandel prägte auch im zurückliegenden Geschäftsjahr als wachstumsstärkster Vertriebskanal die Segmententwicklung. Die E-Commerce-Umsätze konnten um 4,5 % auf 7.637,7 Mio. EUR spürbar zulegen. Der Anteil am Umsatz des Segments betrug 74,0 % und lag deutlich über dem entsprechenden Vorjahreswert von 69,3 %. Die Otto Group profitierte somit weiterhin spürbar vom sehr dynamisch wachsenden Onlinehandel.

Die oben genannten Fokusgesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel weisen im Geschäftsjahr 2018/19 insgesamt ein Umsatzwachstum von 5,4 % aus. Hierbei zeigte vor allem die Konzerngesellschaft OTTO eine ausgesprochen erfreuliche Entwicklung. Die Umsätze konnten deutlich um 8,3 % gesteigert werden. Das Wachstum wurde über alle Kategorien hinweg erzielt, unterstützt durch die erfolgreiche Zunahme der Anzahl der aktiven Kunden. Die bonprix-Gruppe hat die Umsätze um 3,4 % gesteigert. Insbesondere in den osteuropäischen Märkten verzeichnete diese Gruppe eine hervorragende Entwicklung. Die Witt-Gruppe hat ihren Umsatz stabil auf Vorjahresniveau gehalten. Die auf die Zielgruppen Familien und Frauen spezialisierte myToys-Gruppe konnte ihre Umsätze um 8,0 % steigern. Vor allem das Shoppingangebot von Limango hat sich dabei als Wachstumstreiber erwiesen und sich als zentrale Plattform für das Familienshopping entwickelt. Bei der in den USA und Kanada tätigen Einrichtungs- und Lifestylegruppe Crate and Barrel stiegen die Umsätze um 3,5 %.

Der ausgewiesene Umsatzrückgang im Segment Multichannel-Einzelhandel, aber auch die im Materialaufwand enthaltenen Aufwendungen der Konzerngesellschaft OTTO für den Geschäftsmodellwandel von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform, führten zu einem deutlichen Rückgang des Rohertrags um 222,9 Mio. EUR. Die Rohertragsquote lag im Geschäftsjahr 2018/19 mit 47,7 % unter der des Vorjahres (2017/18: 48,8 %). Die Ertragslage des Segments wurde in Summe maßgeblich durch die veränderte Einbeziehungsart der ABOÙT YOU GmbH geprägt. Die hohen Werbeaufwendungen sind nur noch anteilig im Beteiligungsergebnis enthalten. Gleichzeitig haben, wie bereits erläutert, Aufwendungen der Konzerngesellschaft OTTO in Höhe von rund 100 Mio. EUR für den Geschäftsmodellwandel das Ergebnis beeinflusst. Die beschriebenen Faktoren führten im Wesentlichen zu dem Rückgang des EBIT im Segment Multichannel-Einzelhandel im Geschäftsjahr 2018/19 von 144,1 Mio. EUR auf 25,2 Mio. EUR.

Finanzdienstleistungen

Das Segment Finanzdienstleistungen, welches stark durch die Geschäftsaktivitäten der international tätigen EOS Gruppe geprägt wird, konnte im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatzanstieg von 4,2 %, bei der EOS Gruppe sogar einen Umsatzanstieg von 9,6 % erreichen. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse des Segments sanken hingegen geringfügig von 841,4 Mio. EUR auf 823,6 Mio. EUR. Die EOS Gruppe profitierte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut von fortlaufenden Ankäufen von Forderungspaketen im Rahmen der Ausweitung der Forderungsmanagementtätigkeiten, die sich deutlich positiv auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt haben. Gegenläufig entwickelten sich die Umsatzerlöse der Konzerngesellschaft 3 SUISSES DE RE S.A., die aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung ursächlich für das gebremste Wachstum des gesamten Segments waren.

Im Konzernlagebericht des Vorjahres wurde für das Geschäftsjahr 2018/19 ein insgesamt bereinigtes Umsatzniveau leicht über Vorjahresniveau prognostiziert. Mit einer Umsatzsteigerung von 4,2 % kann die Prognose als voll erfüllt angesehen werden. Der Anteil des Segments am ausgewiesenen Umsatz der Unternehmensgruppe lag mit 6,1 % leicht unter dem Vorjahr (2017/18: 6,2 %).

Das EBIT des Segments Finanzdienstleistungen ging im Geschäftsjahr 2018/19 um 16,0 Mio. EUR auf 322,1 Mio. EUR zurück. Die EOS Gruppe trug mit hoher Profitabilität zum hervorragenden EBIT dieses Segments bei. Der Ergebnisrückgang in diesem Segment ist im Wesentlichen auf die Aktivitäten der Otto Group Digital Services GmbH zurückzuführen, deren Start-Up-Aktivitäten plangemäß Anlaufverluste verzeichnen.

Service

Im Segment Service konnte im Geschäftsjahr 2018/19 ein Anstieg des ausgewiesenen Außenumsatzes von 2.270,9 Mio. EUR auf 2.302,5 Mio. EUR verzeichnet werden, das entspricht einem Zuwachs von 1,4 %. Das Segment konnte bereinigt deutlich zulegen und erzielte eine Umsatzsteigerung von 7,1 %.

Diese insgesamt erfreuliche Steigerung der Umsätze stimmt voll mit der im Konzernlagebericht 2017/18 vorgenommenen Prognose einer deutlichen, aber unter dem knapp zweistelligen Vorjahreswert liegenden Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2018/19 überein. Der Anteil am ausgewiesenen Umsatz der Unternehmensgruppe stieg von 16,6 % auf 17,1 %. Der ausgewiesene Außenumsatz mit Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe trägt im Segment Service 65,4 % zum Gesamtumsatz dieses Segments bei.

Das Segment wird vor allem durch die international tätigen Konzerngesellschaften unter der Dachmarke Hermes geprägt. Diese profitierten von den steigenden E-Commerce-Umsätzen und der damit in Zusammenhang stehenden Zunahme der handelsnahen Dienstleistungen aus dem Servicebereich. Im Geschäftsjahr 2018/19 konnte die Hermes Gruppe daher ihre Umsatzerlöse in den drei großen E-Commerce-Märkten Deutschland, Frankreich und Großbritannien gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern.

Mit der Umsatzausweitung der Hermes Gruppe gingen unter anderem gestiegene Personalaufwendungen einher. In Deutschland führte zudem ein hohes Paketaufkommen vor dem Hintergrund des, vor allem in urbanen Regionen, steigenden Fahrermangels zu signifikanten Steigerungen der Lohnkosten, insbesondere in der Endkundenzustellung. Darüber hinaus läuft die Neuausrichtung der logistischen Infrastruktur weiter, aus der sich außerordentliche Belastungen in Deutschland von 28,7 Mio. EUR ergaben, die im Personalaufwand und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Im Vorjahr war das Segment Service durch derartige Effekte in Deutschland in ähnlicher Höhe belastet. Das EBIT des Segments verminderte sich im Wesentlichen aufgrund der vorstehend beschriebenen Effekte im Geschäftsjahr 2018/19 von -5,9 Mio. EUR auf -33,3 Mio. EUR.

Holding/Konsolidierung

Neben den Effekten der intersegmentären Konsolidierung wurden bei der Holding/Konsolidierung übergreifende Kosten der Konzernfunktion in Höhe von 92,0 Mio. EUR (2017/18: 88,8 Mio. EUR) ausgewiesen, die den vorstehenden Segmenten nicht auf einer verlässlichen Basis zugeordnet werden konnten.

Finanz- und Vermögenslage

Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern-Kapitalflussrechnung (Kurzfassung) 2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -10 168
Cashflow aus Investitionstätigkeit -203 75
Free Cashflow -213 243
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 80 -96
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -133 147
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 1 -8
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 518 379
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 386 518

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Geschäftsjahr 2018/19 mit -9,7 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 167,6 Mio. EUR. Dabei ergab sich aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren EBIT ein rückläufiger Brutto-Cashflow. Zudem wirkte die erneute Ausweitung des Working Capital belastend. Die Working Capital-Entwicklung ist dabei insbesondere auf die fortlaufenden Ankäufe von Forderungspaketen bei der EOS Gruppe im Rahmen der Ausweitung der Forderungsmanagementtätigkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus wirkte sich der Aufbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräten bei den großen Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel aus, der weit überwiegend auf die Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit dieser Konzerngesellschaften zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2018/19 primär durch die anhaltend hohen Investitionen in die IT- und Logistikinfrastruktur unterschiedlicher Konzerngesellschaften aus den Segmenten Multichannel-Einzelhandel und Service geprägt. Dabei wirkten sich insbesondere der Ausbau der Logistikinfrastruktur bei der Hermes Gruppe (in Deutschland und Großbritannien), die Weiterentwicklung der Konzerngesellschaft OTTO zu einer E-Commerce-Plattform sowie die gute operative Geschäftsentwicklung der Crate and Barrel-Gruppe mit einhergehenden Investitionen in die IT-Infrastruktur und die Stationärstandorte aus. Zudem wurden weitere Beteiligungen bei der EVC-Gruppe erworben. Einen gegenläufigen positiven Effekt auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr bewirkte der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der Zahnärztekasse AG mit Sitz in der Schweiz sowie der Ausgleich einer im Rahmen der Anteilsveräußerung an der ABOUT YOU GmbH entstandenen Kaufpreisforderung gegenüber der GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H. Im Vorjahr war im Cashflow aus Investitionstätigkeit eine hohe Einzahlung aus der beglichenen Kaufpreisforderung aus dem Verkauf von Cofidis-Geschäftsanteilen enthalten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2018/19 sowohl durch die erfolgten Ausschüttungen, insbesondere an Minderheitsgesellschafter, als auch durch die Begebung einer Hybridanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. EUR geprägt. Letztere wird in der Konzern-Bilanz als Eigenkapital ausgewiesen. Zudem wirkte sich der Anstieg der Nettofinanzverschuldung der Unternehmensgruppe auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit aus. Insgesamt betrachtet erfolgte im Geschäftsjahr 2018/19 eine Nettoaufnahme von Finanzmitteln durch die Otto Group.

Eigenkapital und Finanzierung

Die Konzern-Bilanz der Otto Group weist zum 28. Februar 2019 eine Bilanzsumme von 9.624,3 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 3,5 %. Aufgrund der Umgliederung aller Rückstellungen und Verbindlichkeiten der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen zum 28.02.2019 in das kurzfristige Fremdkapital ("Zur Veräußerung gehaltene Schulden") ist die Vergleichbarkeit der Aufgliederung in lang- und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

Finanzierung 28.02.2019 28.02.2018
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Eigenkapital 1.706 17,7 1.515 16,3
Langfristiges Fremdkapital 3.845 40,0 3.770 40,6
Latente Steuern 96 1,0 85 0,9
Kurzfristiges Fremdkapital 3.977 41,3 3.928 42,2
Gesamtfinanzierung 9.624 100,0 9.297 100,0

Die deutliche Erhöhung des Eigenkapitals um 191,5 Mio. EUR liegt insbesondere in der Begebung einer Hybridanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. EUR begründet. Die Ansprüche aus der Hybridanleihe sind nachrangig gegenüber sonstigen Verbindlichkeiten der Otto Group und die Zahlung der Verzinsung liegt im Ermessen des Emittenten. Dementsprechend wird die Hybridanleihe in der Konzern-Bilanz als Eigenkapital ausgewiesen. Zudem trug der im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 176,9 Mio. EUR zum Anstieg des Eigenkapitals bei. Belastend auf die Entwicklung des Eigenkapitals wirkten Ausschüttungen, überwiegend an Minderheitsgesellschafter.

Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 75,2 Mio. EUR, entsprechend 2,0 %, auf 3.845,2 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund langfristig laufender Investitionsprojekte wurden die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich ausgeweitet. Gegenläufig wirkte die Umgliederung von zwei im Geschäftsjahr 2019/20 fälligen Anleihen in das kurzfristige Fremdkapital. Darüber hinaus ergab sich ein Anstieg der Rückstellungen für Pensionen, der im Wesentlichen in erdienungsbedingten Rückstellungszuführungen begründet liegt.

Das kurzfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2018/19 leicht um 49,6 Mio. EUR, entsprechend 1,3 %, auf 3.977,4 Mio. EUR gestiegen. Erhöhend wirkte die Umgliederung von zwei im Geschäftsjahr 2019/20 fälligen Anleihen aus dem langfristigen Fremdkapital sowie die Umgliederung aller Rückstellungen und Verbindlichkeiten der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen zum 28.02.2019 in das kurzfristige Fremdkapital. Gegenläufig wirkte der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Kurzfristige Finanzierungen konnten mit Mittelzuflüssen aus langfristigen Darlehen und der Hybridanleihe zurückgeführt werden.

Netto-Finanzverschuldung

Die Netto-Finanzverschuldung der Otto Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018/19 um 230,2 Mio. EUR auf 2.739,0 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 9,2 %.

Die großen operativen Handelsaktivitäten konnten weiterhin erhebliche Liquiditätsbeiträge erwirtschaften. Eine Ausnahme hiervon stellt jedoch die Konzerngesellschaft OTTO dar, bei der der Wandel von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform plangemäß zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf führte. Die wesentlichen Treiber für den Anstieg der Netto-Finanzverschuldung sind die signifikanten Forderungskäufe im Rahmen des Wachstums der EOS Gruppe sowie die hohen Investitionen in die Neuausrichtung der IT- und Logistikinfrastruktur bei der Hermes Gruppe. Zudem trugen Ausschüttungen, überwiegend an Minderheitsgesellschafter, zum Anstieg der Netto-Finanzverschuldung bei.

Insgesamt entwickelte sich die Netto-Finanzverschuldung in den vergangenen zwei Geschäftsjahren wie folgt:

Netto-Finanzverschuldung 28.02.2019
in Mio. EUR
28.02.2018
in Mio. EUR
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.457 1.439
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.510 1.327
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 158 261
Finanzverschuldung 3.125 3.027
abzüglich Wertpapiere -18 0
abzüglich flüssige Mittel -369 -518
Netto-Finanzverschuldung Konzern 2.739 2.509
abzüglich Netto-Finanzverschuldung der Finanzdienstleister -1.086 -915
Netto-Finanzverschuldung Handel und Service 1.653 1.594

Vermögensstruktur

Das Gesamtvermögen der Otto Group erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018/19 um 327,4 Mio. EUR auf 9.624,3 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anstieg in Höhe von 3,5 %. Aufgrund der Umgliederung aller Vermögenswerte der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen zum 28.02.2019 in die kurzfristigen Vermögenswerte ("Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte") ist die Vergleichbarkeit der Aufgliederung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte zum Vorjahr nur eingeschränkt gegeben.

Vermögen 28.02.2019 28.02.2018
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Anlagevermögen 2.993 31,1 3.434 36,9
Übrige langfristige Vermögenswerte 1.731 18,0 1.208 13,0
Latente Steuern 123 1,3 140 1,5
Kurzfristig gebundenes Vermögen 4.778 49,6 4.514 48,6
Gesamtvermögen 9.624 100,0 9.296 100,0

Das langfristig gebundene Vermögen in Summe lag im Geschäftsjahr 2018/19 mit 4.723,6 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreswert von 4.642,8 Mio. EUR und wird zu 117,5 % (2017/18: 113,8 %) durch langfristiges Kapital gedeckt. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen legten zu, was insbesondere auf die anhaltend hohen Investitionen in die IT- und Logistikinfrastruktur unterschiedlicher Konzerngesellschaften aus den Segmenten Multichannel-Einzelhandel und Service zurückzuführen ist. Innerhalb des langfristig gebundenen Vermögens gab es zudem Verschiebungen zwischen dem Anlagevermögen und den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Folge der Aufspaltung der Geschäftsanteile an der ABOUT YOU Holding GmbH in Stamm- und Vorzugsanteile (siehe hierzu auch Konzernanhang zum 28. Februar 2019, Ziffer (18) "Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Finanzanlagen"), so dass sich das Anlagevermögen insgesamt betrachtet deutlich um 440,9 Mio. EUR verminderte. Der Rückgang des Anlagevermögens ergab sich darüber hinaus aus der Umgliederung von Beteiligungen der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen (betrifft hier zwei Konzerngesellschaften der EVC-Gruppe) in die kurzfristigen Vermögenswerte. Erhöhend auf die übrigen langfristigen Vermögenswerte wirkten auch die fortgesetzten Ankäufe von Forderungspaketen bei der EOS Gruppe.

Das kurzfristig gebundene Vermögen ist im Geschäftsjahr 2018/19 um 263,3 Mio. EUR, entsprechend 5,8 %, gestiegen. Dabei haben die Vorräte bei den großen Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel infolge der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit zugelegt. Zudem wirkte die vorstehend genannte Umgliederung aller Vermögenswerte der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen erhöhend auf das kurzfristig gebundene Vermögen.

Investitionen

Die im Geschäftsjahr 2018/19 getätigten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen umfassten 413,4 Mio. EUR und lagen damit leicht über dem Niveau des Vorjahres. Sie betrafen im Wesentlichen die IT- und Logistikinfrastruktur unterschiedlicher Konzerngesellschaften aus den Segmenten Multichannel-Einzelhandel und Service.

Die Hermes Gruppe investierte sowohl in Deutschland (Hermes Germany GmbH) als auch in Großbritannien (Hermes Parcelnet Limited) fortlaufend in den Ausbau der logistischen Infrastruktur sowie in die Modernisierung der Softwarelandschaft, um die Zustellkapazitäten weiter zu erhöhen und an die kontinuierlich steigende Nachfrage anzupassen. Bei der Konzerngesellschaft OTTO stand im Geschäftsjahr 2018/19 der Wandel von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform im Fokus. Es wurden insbesondere hohe Investitionen in die IT-Landschaft vorgenommen, um diese an die sich verändernden Kundenbedürfnisse anzupassen und die Anbindung von Partnern an die Plattform zu automatisieren. Zudem wurden die umfassenden Modernisierungsmaßnahmen am Standort Hamburg-Bramfeld vorangetrieben. Die Crate and Barrel-Gruppe in den USA und Kanada investierte vor dem Hintergrund der guten operativen Geschäftsentwicklung sowohl in die IT-Infrastruktur als auch in bestehende und neue Stationärstandorte. Darüber hinaus nahmen weitere Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel Investitionen in die weitere Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle vor.

Auf Zugänge im Rahmen von finance lease entfielen 20,0 Mio. EUR (2017/18: 16,2 Mio. EUR).

Investitionen nach Segmenten 2018/19
in Mio. EUR
2017/18
in Mio. EUR
Multichannel-Einzelhandel 228 197
Finanzdienstleistungen 42 29
Service 143 154
Konzern 413 380

Mittelbindung nach Segmenten

Die Mittelbindung der Otto Group wurde im Geschäftsjahr 2018/19 weiterhin primär durch die Segmente Multichannel-Einzelhandel und Finanzdienstleistungen geprägt.

Mittelbindung nach Segmenten 28.02.2019
in %
28.02.2018
in %
Multichannel-Einzelhandel 54,9 58,4
Finanzdienstleistungen 32,1 30,0
Service 13,0 11,6
Konzern 100,0 100,0

Einbeziehung der Finanzdienstleister nach der Equity-Methode

Die nachfolgende Darstellung zeigt für die Otto Group die Bilanz zusätzlich auf der Grundlage der Einbeziehung der Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode - nachfolgend "FDL at Equity" - statt einer Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung, wie dies im Konzernabschluss zum 28. Februar 2019 erfolgt. Diese Betrachtungsweise stellt den Bereich Handel und Service der Otto Group dar, bereinigt um die bankenähnlichen Strukturen des Segments Finanzdienstleistungen. Die gewählte Darstellung ermöglicht einen validen Vergleich zu Handelsunternehmen ohne entsprechende Finanzdienstleistungsaktivitäten.

Die Eckwerte und Kennzahlen der Darstellung "FDL at Equity" zeigen die weiterhin solide Finanzierungsstruktur des Handels- und Dienstleistungsbereiches der Otto Group. Die Bilanzsumme steigt leicht auf 8.060,8 Mio. EUR nach 7.907,6 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 1,9%. Aufgrund der Umgliederung aller Vermögenswerte der gemäß IFRS 5 dargestellten Veräußerungsgruppen zum 28.02.2019 in die kurzfristigen Vermögenswerte ("Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte") ist die Vergleichbarkeit der Aufgliederung in lang- und kurzfristige Vermögenswerte zum Vorjahr nur eingeschränkt gegeben. Darüber hinaus erfolgte innerhalb des langfristig gebundenen Vermögens eine Verschiebung zwischen dem Anlagevermögen und den übrigen langfristigen Vermögenswerten in Folge der Aufspaltung der Geschäftsanteile an der ABOUT YOU Holding GmbH in Stamm- und Vorzugsanteile (siehe hierzu auch Konzernanhang zum 28. Februar 2019, Ziffer (18) "Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Finanzanlagen"). Bereinigt um die vorgenannten Effekte ist ein Anstieg des Anlagevermögens zu verzeichnen, der auch maßgeblich für den Anstieg der Bilanzsumme ist. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die anhaltend hohen Investitionen in die IT- und Logistikinfrastruktur unterschiedlicher Konzerngesellschaften aus den Segmenten Multichannel-Einzelhandel und Service.

Die Quote des Konzern-Eigenkapitals beträgt 20,4 % nach 18,4 % im Vorjahr. Neben dem Jahresüberschuss in Höhe von 166,4 Mio. EUR ist der wesentliche Grund die Begebung einer nach IFRS als Eigenkapital auszuweisenden Hybridanleihe mit einem Volumen von 300 Mio. EUR. Dagegen haben Ausschüttungen, überwiegend an Minderheitsgesellschafter, das Eigenkapital belastet.

In der Darstellungsform "FDL at Equity" ist die Netto-Finanzverschuldung gegenüber dem Vorjahr leicht um 59,1 Mio. EUR auf 1.653,0 Mio. EUR gestiegen. Die großen operativen Handelsaktivitäten konnten weiterhin erhebliche Liquiditätsbeiträge erwirtschaften. Demgegenüber kam es zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf bei der Konzerngesellschaft OTTO aufgrund des Ausbaus zur E-Commerce-Plattform sowie der Hermes Gruppe bedingt durch die Investitionen in die Neuausrichtung der IT- und Logistikinfrastruktur. Zudem trugen Ausschüttungen, überwiegend an Minderheitsgesellschafter, zum Anstieg der Netto-Finanzverschuldung bei.

Für die vollständige Rückführung der Netto-Finanzverschuldung aus dem operativen Ergebnis (EBITDA) wäre theoretisch ein Zeitraum von 3,5 Jahren erforderlich. Der Verschuldungskoeffizient ist leicht rückläufig und beträgt 1,0.

Otto Group "FDL at Equity" 2018/19 2017/18
Quote des Konzern-Eigenkapitals in % 20,4 18,4
Netto-Finanzverschuldung in Mio. EUR 1.653 1.594
Dynamischer Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverschuldung / EBITDA) in Jahren 3,5 2,3
Verschuldungskoeffizient (Leverage) (Netto-Finanzverschuldung / Konzern-Eigenkapital) in Jahren 1,0 1,1
Bilanzstruktur "FDL at Equity" 28.02.2019 28.02.2018
in Mio. EUR in % in Mio. EUR in %
Vermögen
Anlagevermögen 3.424 42,5 3.775 47,7
Übrige langfristige Vermögenswerte 639 7,9 293 3,7
Latente Steuern 137 1,7 153 1,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen 3.862 47,9 3.688 46,7
Summe Aktiva 8.061 100,0 7.908 100,0
Finanzierung
Eigenkapital 1.648 20,4 1.453 18,4
Langfristiges Fremdkapital 3.073 38,1 3.114 39,4
Latente Steuern 72 0,9 63 0,8
Kurzfristiges Fremdkapital 3.267 40,6 3.278 41,4
Summe Passiva 8.061 100,0 7.908 100,0

Chancen- und Risikobericht

Die wertorientierte Steuerung von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der Otto Group. Zielgerecht werden Wachstums- und Entwicklungschancen sowie wirtschaftliche Optimierungspotenziale im Rahmen der systematisierten strategischen Konzernplanung umfassend identifiziert und evaluiert. Sich ergebenden Risiken wird durch ein konzernweites Risikomanagementsystem - nachfolgend RMS - begegnet. Das RMS unterstützt die Entscheidungsträger dabei, Risiken rechtzeitig zu identifizieren und zu minimieren sowie Chancen zu nutzen.

R isikomanagementsystem

Alle Konzerngesellschaften, an denen die Otto Group unmittelbar oder mittelbar mit mehr als 50 % der Stimmrechte beteiligt ist oder über die sie einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, sind über die konzernweit gültigen Richtlinien und Vorgaben in das RMS einbezogen. Die Durchführung der Risikoerhebung vollzieht sich bottom-up, von den einzelnen Konzerngesellschaften stufenweise über die Konzerngruppen bis zum Konzern. Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die Risiken am Ort ihrer Wirksamkeit erfasst werden. Das RMS ermöglicht es, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu kontrollieren und gegebenenfalls umgehend geeignete Maßnahmen zu treffen, um die möglichen Auswirkungen der Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Falle ihres Eintritts zu begrenzen.

Der hierzu implementierte Prozess umfasst folgende Schritte:

Identifizierung und Quantifizierung

Der Bereich Konzern-Controlling Beteiligungen führt jährlich eine Risikoinventur im gesamten Konzern durch. Um die vollständige Identifizierung der relevanten Risiken sicherzustellen, erfolgt die Risikoinventur nach definierten operativen und funktionalen Risikokategorien und -feldern sowie über Checklisten. Die von den Konzerngesellschaften und den Konzernfunktionen gemeldeten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen im dreijährigen Planungszeitraum bewertet. Diese Bewertung erfolgt sowohl als Bruttobetrachtung vor Risikosteuerungsmaßnahmen als auch als Nettobetrachtung nach Maßnahmen zur Risikobegrenzung. Gemäß individuell festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen beziehungsweise von der Unternehmensgröße abhängigen Schadenshöhen fließen die Risiken in die Berichterstattung ein. Die in der jährlichen Risikoinventur gemeldeten Risiken werden unterjährig zu den Beiratssitzungen von den Konzerngesellschaften aktualisiert. Durch eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung ist zudem sichergestellt, dass auch neben den genannten offiziellen Meldezeitpunkten neue wesentliche Risiken umgehend an den Konzernvorstand gemeldet werden.

Steuerung und Kontrolle

Die Ergebnisse der Risikoinventur werden in einer Risikomatrix dargestellt. Diese gliedert alle Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren finanziellen Auswirkungen und stellt somit die Transparenz der Risikolage der Otto Group sicher. Gegenmaßnahmen zur Vermeidung, Verminderung oder Übertragung der Risiken auf Dritte, zum Beispiel durch Abschluss eines Versicherungsvertrags, werden zeitnah durch die Konzerngesellschaften beziehungsweise Konzernfunktionen entwickelt, um den wirtschaftlichen Erfolg der Geschäftstätigkeit abzusichern. Risiken, die als relevant eingestuft werden, weil sie mindestens eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und einen wesentlichen Ergebnis- beziehungsweise Liquiditätseinfluss haben, sowie die für das Risiko relevanten Indikatoren werden verstärkt beobachtet.

Der Konzernvorstand und der Aufsichtsrat werden über relevante Entwicklungen im Risikomanagement informiert. Die Verantwortung für das Risikomanagement liegt beim Konzernvorstand und den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften. Die enge Verzahnung des RMS mit dem internen Kontrollsystem und dem Controlling/Berichtswesen sichert die Wirksamkeit des RMS ab. Darüber hinaus stellt die Umsetzung, die Einhaltung und das regelmäßige Überprüfen des Compliance-Management-Systems die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien sicher.

Die koordinierte Unternehmenskommunikation ist bei der Otto Group ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Es bestehen verbindliche Regelungen über einzuleitende Maßnahmen im Falle einer identifizierten Krise. Durch die kontinuierliche und vertrauensbildende Kommunikation der relevanten Themen beugt die Otto Group zudem potenziellen Reputationsrisiken in diesem Bereich vor. Das RMS wird von dem organisatorisch verantwortlichen Management in Zusammenarbeit mit dem Konzern-Controlling Beteiligungen fortlaufend weiterentwickelt und von der Konzern-Revision überprüft.

Chancen und Risiken aus der Marktentwicklung

Die Otto Group ist als weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in den für sie relevanten Volkswirtschaften und den damit einhergehenden Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten abhängig. Der weltwirtschaftliche Ausblick für das Jahr 2019 ist dabei durch eine voraussichtlich deutliche Verringerung des gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos geprägt. Es gibt nach wie vor eine Reihe von potenziellen Risikofaktoren und wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten für die weltwirtschaftliche Entwicklung, welche mit bereits getroffenen oder anstehenden wirtschafts-, handels- und geldpolitischen Entscheidungen, den Auswirkungen der Rohölpreisentwicklung und den weiter anhaltenden geopolitischen Krisen zusammenhängen. Insbesondere die von der US-Administration ausgehenden protektionistischen Maßnahmen und handelspolitischen Konflikte, die Risiken aus der nach wie vor bestehenden Möglichkeit eines ungeregelten Brexit sowie die Unsicherheit über das Ausmaß der konjunkturellen Abschwächung in China belasten den weltwirtschaftlichen Ausblick.

Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften (insbesondere Deutschland, Eurozone und USA) wird für das Jahr 2019 eine im Vorjahresvergleich weniger dynamische Konjunkturentwicklung erwartet, die sich in verminderten Zuwachsraten der gesamtwirtschaftlichen Produktion widerspiegeln dürfte. Für die deutsche Volkswirtschaft wird dennoch davon ausgegangen, dass die privaten Konsumausgaben weiter ausgeweitet werden, was insbesondere durch einen erneuten Zuwachs der Reallöhne sowie den anhaltenden Beschäftigungsaufbau begünstigt werden dürfte. Auch in der Eurozone dürfte sich die Beschäftigungssituation weiter beleben und damit trotz nachlassender konjunktureller Dynamik positiv auf die Konsumausgaben der privaten Haushalte wirken. In den USA wird ebenfalls eine weiterhin hohe Konsumdynamik erwartet, die durch steigende Realeinkommen und eine rückläufige Arbeitslosenquote gestützt wird. Für die Otto Group bietet sich insgesamt betrachtet somit die Chance, dass der Anstieg der privaten Konsumausgaben in wichtigen Absatzmärkten in Europa und in Nordamerika, trotz abgeschwächter konjunktureller Dynamik in diesen Ländern, positive Effekte auf die Geschäftsentwicklung haben wird.

In den Schwellenländern wird die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahr 2019 langsamer expandieren als in den beiden Jahren zuvor. Auch wenn sich die seit mehreren Jahren zu beobachtende wirtschaftliche Schwächephase grundsätzlich nicht fortsetzt, bleibt eine spürbare Belebung des konjunkturellen Umfeldes in dieser Ländergruppe auch im Jahr 2019 aus. Hemmend auf die Entwicklung der Schwellenländer dürfte dabei insbesondere der anhaltende Rückgang an wirtschaftlicher Dynamik in China wirken. Für Russland wird erwartet, dass die sich die gesamtwirtschaftliche Erholung moderat fortsetzt. Eine nachhaltige Verstärkung der konjunkturellen Dynamik der russischen Volkswirtschaft gilt jedoch weiterhin als unwahrscheinlich. Der private Konsum dürfte durch eine deutlich verminderte Inflationsrate und steigende Reallöhne gestützt werden.

Der sehr intensive Einzelhandelswettbewerb ist nach wie vor ein maßgeblicher Wettbewerbsfaktor für die Otto Group. Insbesondere die hohe Preissensitivität im europäischen und nordamerikanischen Einzelhandel hat einen spürbaren Einfluss auf die Entwicklung in diesen Absatzmärkten. Der langjährige und noch immer bestehende Wettbewerbsvorteil des Ratenkauf-/Kreditgeschäfts relativiert sich zunehmend durch entsprechende Angebote von Wettbewerbern. Es wird zudem erwartet, dass die anhaltend steigenden Baumwollpreise und die sich voraussichtlich auf dem derzeitigen Niveau mindestens stabilisierenden Rohölpreise einen insgesamt neutralen Effekt auf die Geschäftsentwicklung haben werden. Hingegen werden die Faktorkosten in den Herstellerländern, vor allem in Asien, langfristig weiter steigen. Die Entwicklungen werden kontinuierlich beobachtet und analysiert, um entsprechende Maßnahmen abzuleiten, wie zum Beispiel die potenzielle Verlagerung in andere Beschaffungsmärkte. Dieses wird auch im Rahmen der Weiterentwicklung der Konzernstrategie sowie der Erneuerung der Angebote für die Kunden berücksichtigt.

Die Strategie der Otto Group trägt durch die internationale Ausrichtung und die Bedienung unterschiedlicher Marktsegmente über verschiedene Vertriebskanäle langfristig zur Risikostreuung bei und begegnet mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen den je nach regionaler Marktentwicklung entstehenden Anforderungen. Das aktive Portfoliomanagement unterstützt die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele. In der jährlichen Portfolioanalyse wird jede Konzerngesellschaft der Otto Group auf ihr Potenzial geprüft und das Portfolio gegebenenfalls verändert. Durch die bisherigen Bemühungen konnten bereits spürbare Verbesserungen erreicht werden. Einen wesentlichen Baustein der Portfoliooptimierung bildete der Verkauf von Anteilen an der ABOUT YOU GmbH und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18. Weitere Investoren sind im Geschäftsjahr 2018/19 eingestiegen, so dass die hohen Wachstumsinvestitionen künftig von mehreren Parteien getragen werden, um das hohe Potenzial der Gesellschaft voll entfalten zu können. Weitere Portfoliooptimierungen sollen auch in den kommenden Geschäftsjahren umgesetzt werden. Diese können sowohl Chancen als auch Risiken aufweisen. Risiken ergeben sich dabei insbesondere aus möglicherweise nicht erfolgreichen Turnarounds bei einzelnen Konzerngesellschaften beziehungsweise aus Liquiditäts- und Ergebnisbelastungen aus der Veräußerung von Konzerngesellschaften.

Im Segment Multichannel-Einzelhandel sieht die Otto Group ausgeprägte Wachstumschancen in der stetigen Weiterentwicklung des E-Commerce.

Ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Generierung von Wachstumschancen ist in diesem Zusammenhang die Digitalisierung. Für die Nutzung von digitalen Services oder die Durchführung von Transaktionen setzen Endkunden eine steigende Anzahl unterschiedlicher Endgeräte ein. In diesem Zusammenhang gewinnen insbesondere digitale Endgeräte mit Sprachsteuerung, wie zum Beispiel Smart Speaker, eine besondere Bedeutung. Die Herausforderung für Unternehmen ist es, über alle bereits bestehenden sowie neue Endgeräte adäquat vertreten zu sein, die angebotenen Services nutzbar zu machen und dabei eine optimale User Experience zu bieten. Daher werden in der Otto Group im Rahmen der Initiative "Beyond Touch" Lösungen entwickelt, welche zum einen die vorhandenen Services, wie zum Beispiel Serviceanfragen oder die Durchführung von Bestellungen, für Sprachsteuerung nutzbar machen und zum anderen ganz neue digitale Services, wie zum Beispiel Livechats, ermöglichen.

Die Konzerngesellschaft OTTO gehört zu den führenden E-Commerce Unternehmen in Deutschland. Um diese Marktstellung nachhaltig zu festigen, stand das Geschäftsjahr 2018/19 im Zeichen des weiteren Geschäftsmodellwandels von einem reinen Onlinehändler hin zu einer E-Commerce-Plattform. Das OTTO-Handelsgeschäft wird dabei durch den Marktplatz, das vielfältige Produkt- und Markenangebot für bestehende und neue Kunden und durch OTTO als Serviceprovider im B2B-Geschäft gestärkt und wettbewerbsfähig gehalten. Für OTTO ergeben sich aus dem Umbau zur E-Commerce-Plattform Chancen, vom stark steigenden E-Commerce-Umsatz in Deutschland zu profitieren. Im Zuge der Plattformtransformation wurden im vergangenen Geschäftsjahr bereits eine Vielzahl neuer Marken- und Produktanbieter aufgeschaltet und erforderliche Fähigkeiten und Prozesse in der Organisation etabliert. Daraus und durch den erfolgreichen Einsatz von Vertriebsaktionen konnte OTTO im Geschäftsjahr 2018/19 erneut ein deutliches Umsatz- und Kundenwachstum realisieren.

Die im Jahr 2014 gestartete Erfolgsgeschichte des Onlineshops aboutyou.de der ABOUT YOU GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr fortgeschrieben werden. Das Fashion- und Technologieunternehmen konnte im Geschäftsjahr 2018/19 erneut ein hohes zweistelliges Umsatzwachstum erzielen und gilt weiterhin als eines der am schnellsten wachsenden Fashion-Tech-Start-Ups in Europa. Auch im Geschäftsjahr 2018/19 wurde die internationale Expansion fortgesetzt - Tschechien ist nunmehr der siebte europäische Markt, in dem ABOUT YOU online präsent ist. Zudem wird auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder weiter vorangetrieben, zum Beispiel mit der Lizensierung der eigenen E-Commerce-Infrastruktur ABOUT YOU CLOUD. Im Rahmen einer erfolgreichen Finanzierungsrunde hat die ABOUT YOU GmbH zusätzliches Kapital für die weitere Expansion erhalten. Wesentlich hierfür ist die Investition der Heartland A/S, der Beteiligungsholding eines der größten europäischen Bekleidungsunternehmen. Die Otto Group bleibt größter Anteilseigner der ABOUT YOU GmbH und bezieht das Fashion-Tech-Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein. Die Otto Group sieht durch das stark steigende E-Commerce-Geschäft weiterhin ausgeprägte Wachstumschancen für dieses Unternehmen.

Die Witt-Gruppe betreibt sehr erfolgreich das Geschäft mit einer bestehenden, ausgeprägt loyalen Kundschaft. Hohe Investitionen in IT, die Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie die Logistik sind dabei wichtige Kernthemen, um dem eigenen Anspruch "Best in Mode 50+" zukünftig weiter gerecht zu werden. Daneben richtet sich die Witt-Gruppe derzeit auch zunehmend auf neue, jüngere Kundengruppen aus. Ziel ist es unter anderem, dem steigenden Durchschnittsalter der Kunden entgegenzuwirken. Dies geht einher mit dem Eintritt in Marktsegmente mit stärkerem Wettbewerb und anderem Kundenverhalten. Die Witt-Gruppe befindet sich daher auch in einem Wandel mit Fokus auf der Verlagerung vom Katalog- zum Onlinegeschäft. Durch diese Maßnahmen bietet sich der Witt-Gruppe die Chance, neue Kundengruppen zu gewinnen und weiteres Umsatzwachstum zu realisieren.

Auch in der bonprix-Gruppe werden weitere Wachstumschancen gesehen. Ein Treiber ist die deutlich stärkere Ausrichtung der US-amerikanischen Tochtergesellschaft Venus Fashion, Inc. auf Onlinekunden und eine Verbesserung des Servicebereichs. In den europäischen Märkten ist die bonprix-Gruppe auf zunehmenden Wettbewerb eingestellt und fokussiert sich auf operative Exzellenz in allen Geschäftsbereichen. Diese Fokussierung geht derzeit insbesondere in Osteuropa auf, wo speziell im polnischen Markt ein hohes Umsatzwachstum verzeichnet wird. Eine positive Außenwirkung im Kernmarkt Deutschland wird zudem vom neuen, innovativen Stationärkonzept "Next Generation Retail" erwartet, dessen erster Store im Februar 2019 in Hamburgs Innenstadt eröffnet wurde.

Das Geschäft der Crate and Barrel-Gruppe in den USA und in Kanada entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018/19 erneut positiv. Dabei ist die Entwicklung der Marke CB2 hervorzuheben, welche ihren Umsatz sowohl im Onlinebereich als auch im Filialgeschäft sehr deutlich steigern konnte. Für das Geschäftsjahr 2019/20 wird eine Fortsetzung des Wachstumskurses erwartet. Um dieses zu erreichen, arbeitet die Crate and Barrel-Gruppe an vielfältigen Maßnahmen, wie zum Beispiel an der kontinuierlichen Optimierung des Sortimentes, an der Filialexpansion der Marke CB2 und an Projekten, welche sich positiv auf das Kundenerlebnis - online wie offline - auswirken werden. Dazu zählen insbesondere Investitionen in die IT-Infrastruktur und die Logistik. Chancen bestehen daher in der Steigerung der Anzahl aktiver Kunden und der durch sie bedingten Umsätze. Externe Risiken können sich aus der steigenden Wettbewerbsintensität, der Wirtschaftsentwicklung sowie durch die handelspolitischen Entscheidungen der US-Administration ergeben.

In Großbritannien blieb das Marktumfeld im Distanzhandelsgeschäft auch im Geschäftsjahr 2018/19 anspruchsvoll. Dennoch gelang es Freemans Grattan Gruppe - nachfolgend FGH - im abgelaufenen Geschäftsjahr, vor allem aufgrund weiter gestiegener Onlineumsätze, den Wachstumskurs fortzusetzen. Ein wesentliches Risiko stellt die weiterhin ungeklärte zukünftige Beziehung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union dar. Für den Fall eines Austritts ohne Übergangsabkommen könnten vor allem Beeinträchtigungen im Warenverkehr, zum Beispiel Zölle und Verzögerungen durch Grenzkontrollen, eine sich deutlich abschwächende Nachfrage und eine weitere Abwertung des Britischen Pfunds zu Belastungen in den kommenden Geschäftsjahren führen. In einem bereichsübergreifenden Brexit-Projektteam wurden im Vorfeld vorbereitende Maßnahmen ergriffen, um die potenziell negativen Auswirkungen für FGH und die Otto Group zu begrenzen. Darüber hinaus werden diese Maßnahmen laufend auf notwendige Anpassungen überprüft. Dagegen wird erwartet, dass die Vereinbarung eines umfassenden Übergangsabkommens zwischen der Europäischen Union und Großbritannien die negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Otto Group begrenzen würde. Es bleibt aber auch dann ungewiss, welche Implikationen sich konkret aus der Ausgestaltung der langfristigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union nach Ablauf des Übergangszeitraums ergeben werden.

In Russland ist die Geschäftsentwicklung aller Aktivitäten der Otto Group durch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Russischen Rubels beeinflusst. Den daraus resultierenden Risiken wird unter anderem mit strukturellen Maßnahmen entgegengewirkt, die mittlerweile auch den Rückzug einiger Konzepte der Otto Group aus dem russischen Markt umfassen. Zusätzlich entwickelt sich der Wettbewerb im russischen Versand- und Onlinehandel rasant und die Kundenanforderungen steigen stetig. Um diesen Herausforderungen standhalten zu können und die langfristigen Wachstumschancen in Russland nutzen zu können, wird sich die Otto Group Russia zukünftig vor allem auf das größte Konzept bonprix fokussieren.

Im Segment Finanzdienstleistungen bestehen weiterhin Marktchancen für profitables Wachstum. Insbesondere für die EOS Gruppe wird erwartet, dass die sehr gute Entwicklung sowohl im In- als auch im Ausland fortgesetzt wird und das hohe Niveau der Investitionen in Forderungskäufe und Immobilien beibehalten werden kann. Zusätzlich wurde mit dem Ausbau des besicherten Forderungsankaufs ein weiteres Geschäftsfeld erschlossen, in dem weiteres Wachstum erwartet wird. Eine weitere Assetklasse stellen Immobilienportfolios dar, die aufgrund der Erfahrungen mit dem Be- und Verwerten von Immobilien Chancen für die EOS Gruppe bieten. Andererseits bestehen Risiken in einer möglichen Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen für das operative Geschäft. Zudem ist der Wettbewerbsdruck aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus in wichtigen Märkten der EOS Gruppe weiterhin hoch.

Unter dem Dach der Otto Group Digital Solutions GmbH erfolgt neben der Bündelung bestehender auch die Schaffung neuer digitaler, handelsnaher B2B-Geschäftsmodelle, die durch konzerneigene Company Builder entwickelt werden. Damit verfolgt die Otto Group das Ziel, unter Nutzung von innovativen Technologien neue, marktfähige Konzepte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Konzernportfolios zu entwickeln und damit die kontinuierlich wachsenden Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen. So wird beispielsweise durch die collect Artificial Intelligence GmbH eine Lösung für Forderungsmanagement auf Basis von künstlicher Intelligenz weiter ausgebaut. Die jüngste Ausgründung ist die ondemandcommerce GmbH, ein Full-Service Dienstleister für Fulfillment- und Retourenlösungen im E-Commerce Markt. Mit den Entwicklungen in diesen Geschäftsmodellen wird die Otto Group die Ausschöpfung des in der Unternehmensgruppe vorhandenen Potenzials weiter vorantreiben und hat auch die Chance, vom externen Wachstum des E-Commerce zu profitieren.

Im Segment Service hat sich die Hermes Gruppe - nachfolgend Hermes - als relevanter Marktteilnehmer des stark wachsenden Dienstleistungssegments in einem weiterhin sehr dynamischen E-Commerce-Umfeld etabliert. Mit der erreichten Position im Wettbewerbsumfeld kann Hermes vom Marktwachstum profitieren und muss gleichzeitig den unterschiedlichen Herausforderungen der einzelnen Märkte begegnen.

Wie in den vergangenen Jahren ist auch zukünftig mit spürbaren Zuwachsraten in den wichtigen E-Commerce-Märkten zu rechnen, in denen Hermes seine Dienstleistungen anbietet. Dabei handelt es sich insbesondere um die großen europäischen Handelsmärkte Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Zusätzlich ist mit einem Anstieg des Cross-Border-Geschäfts zu rechnen. Hiervon kann Hermes durch seine Marktposition in den großen europäischen Handelsmärkten ebenfalls spürbar profitieren. Darüber hinaus bietet Hermes Services an mit dem Ziel, die steigenden transkontinentalen Warentransporte im E-Commerce aus und nach China beziehungsweise anderen Hersteller- und Konsumentenmärkten abzuwickeln. In diesem Zusammenhang birgt die Möglichkeit eines ungeregelten Brexit das Risiko einer Belastung der Cross-Border-Verkehre von und nach Großbritannien. In Großbritannien wird diesbezüglich langfristig eine belastende Wirkung erwartet, wenn es dort zu einer nachhaltigen Eintrübung der Gesamtwirtschaft und des Konsumklimas kommen sollte.

Hermes steht, wie das Wettbewerbsumfeld in Gänze auch, vor spezifischen Herausforderungen. Diese bestehen insbesondere im steigenden Fahrermangel in der Distributionslogistik vor allem in urbanen Regionen. Der Fahrermangel führt zu einer erschwerten Gewinnung von Arbeitskräften, steigenden Löhnen und damit höheren Stückkosten auf der letzten Meile. Vor allem die Hermes Germany GmbH hat darauf bereits im Geschäftsjahr 2018/19 frühzeitig mit der Durchsetzung von spürbaren Preissteigerungen gegenüber Auftraggebern reagiert. Dieses erhöht das im Wettbewerb grundsätzlich bestehende Risiko von Kundenverlusten naturgemäß.

Auch die Einhaltung der Sozialstandards ist ein wichtiger Faktor für die Otto Group. Hierzu hat sich Hermes dem Code of Conduct der Otto Group verpflichtet, seit 2011 existiert der ergänzende Hermes Verhaltenskodex. Er definiert die grundsätzlichen Anforderungen der Beschäftigung bei Hermes und regelt Themen wie Arbeitnehmerschutz, Arbeitsbedingungen und Mindestlöhne bei den Servicepartnern in der Sendungsdistribution der letzten Meile. Der Verhaltenskodex ist fester Vertragsbestandteil jeder Geschäftsbeziehung mit den Vertragspartnern. Auf der "Langen Strecke" hat sich Hermes 2016 auf die Einhaltung des FairTruck-Codex selbstverpflichtet, der faire Arbeitsbedingungen von Berufskraftfahrern zum Ziel hat. Hermes betreibt des Weiteren gemeinsam mit einem Prüfinstitut ein umfangreiches Auditierungssystem, das eine regelmäßige, wiederkehrende Überprüfung aller Servicepartner vorsieht. Kontrolliert werden dabei auch die Unternehmen, die ein Servicepartner seinerseits mit Transportleistungen beauftragt und die somit keinen direkten Vertrag mit Hermes haben. Kontrolliert werden in den Audits vor allem die Arbeitsbedingungen.

Starker Wettbewerb und gesetzliche Rahmenbedingungen stellen hohe Anforderungen an die Bereiche Digitalisierung und Mobilität. Hermes reagiert fortlaufend darauf und entwickelt sich hier permanent weiter, optimiert und erweitert beispielsweise die digitalen Services für Endkunden sowie die Tourenplanung zur weiteren Effizienzsteigerung. Um aufgrund von Stickoxid- und Feinstaubbelastungen zunehmend drohenden Fahrverboten in Großstädten zu begegnen, investiert Hermes verstärkt in E-Mobilität.

Finanzrisiken

Aufgrund ihrer weltweiten Ausrichtung trifft die Otto Group auf eine Reihe finanzieller Risiken. Diese Risiken werden identifiziert und mit entsprechenden Gegenmaßnahmen gesteuert. Für die Otto Group sind insbesondere das Kontrahentenrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Marktrisiko zu betrachten. Den Rahmen für den Umgang mit Finanzrisiken bildet eine konzernweit verbindliche Richtlinie ("Fachanweisung Finanzen").

Die Unternehmensgruppe ist einem Kontrahentenrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Kontrahenten entsteht. Im engeren Sinne wird darunter das Risiko verstanden, dass Kreditnehmer oder Kontrahenten aufgrund einer Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse Verbindlichkeiten gegenüber der Otto Group nicht oder nur zum Teil begleichen können.

Die Kreditausfallrisiken werden durch adäquate Kreditsteuerungssysteme unter Berücksichtigung einer angemessenen Risikosegmentierung des Kundenportfolios begrenzt. Die Risikosegmentierung wird permanent angepasst. Darüber hinaus werden die Kreditaktivitäten im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig auf die geschäftsmodellspezifischen Risiken aus der Veränderung von Umfeldfaktoren hin untersucht und die bestehenden Reaktionsmechanismen bei Bedarf modifiziert. Zudem arbeitet die Otto Group zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos grundsätzlich nur mit Geschäftsbanken zusammen, die über eine ausreichende Bonität verfügen. Sowohl durch diesen qualitativen Auswahlprozess als auch durch ein ausgewogenes Bankenportfolio wird das Ausfallrisiko auf ein vertretbares Maß reduziert. Die Bonität der Geschäftsbanken der Otto Group wird im regelmäßigen Turnus anhand verschiedener Instrumente vom Finanzrisikocontrolling überprüft.

Das Liquiditätsrisiko für die Otto Group besteht darin, dass sie nicht über genügend Finanzierungsmittel verfügen könnte, um fixierten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder benötigte Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann.

Das Finanzierungsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität der Otto Group ab. So wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Als Refinanzierungsinstrumente kommen grundsätzlich sämtliche Geld- und Kapitalmarktprodukte, aber auch Leasing und Factoring in Frage. Durch das ausgewogene Bankenportfolio mit ausreichend freien Kreditlinien wäre die Liquidität der Otto Group auch in einem krisengeprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld jederzeit gewährleistet. Aufgrund der guten Bonität und langfristiger, enger Bankenbeziehungen ist die Otto Group auch in einem volatilen Finanzmarktumfeld zu jeder Zeit in der Lage, ihre Liquidität über zusätzliche Bankkreditlinien abzusichern. Dabei werden bei den im Rahmen der zentralen Konzernfinanzierung abgeschlossenen Verträgen keine Financial Covenants vereinbart. Ein Risiko ergibt sich jedoch aus der anhaltend starken Regulierung des Bankensektors, welche künftig zu einer rückläufigen Kreditvergabemöglichkeit und -bereitschaft der Banken führen könnte. Mit den begebenen Anleihen wurde diesem Risiko Rechnung getragen und die Kapitalmarktfähigkeit der Unternehmensgruppe unter Beweis gestellt. Mit einem Emissionsvolumen von mehr als 2,4 Mrd. EUR seit 2009 ist die Otto Group einer der größten Emittenten im Unrated-Bereich. Seit 2013 verfügt die Otto Group mit dem EMTN-Programm über eine Plattform zur flexiblen Begebung von Anleihen, mit der sie Opportunitäten am Kapitalmarkt optimal nutzen kann. Im Geschäftsjahr 2018/19 nutzte die Otto Group das günstige Kapitalmarktumfeld zur Begebung einer Hybridanleihe im Volumen von 300 Mio. EUR. Die Ansprüche aus der Hybridanleihe sind nachrangig gegenüber sonstigen Verbindlichkeiten der Otto Group, zudem liegt die Zahlung der Verzinsung im Ermessen des Emittenten. Entsprechend wird die Hybridanleihe in der Konzern-Bilanz der Otto Group als Eigenkapital ausgewiesen. Seit dem Geschäftsjahr 2016/17 verfügt die Otto Group zudem über ein Commercial Paper-Programm zur Begebung kurzfristiger Wertpapiere. Hiermit hat die Unternehmensgruppe die Möglichkeit, kurzfristigen Finanzierungsbedarf in Ergänzung zu den bestehenden Kreditlinien bei Banken auch über den Kapitalmarkt zu decken. Der Liquiditätsbedarf der Otto Group wird rollierend über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie eine tägliche Planung mit einem Horizont von mindestens vier Wochen ermittelt. Beide Planungen werden regelmäßigen Abweichungsanalysen unterzogen.

Marktrisiken im Sinne der Kategorien des IFRS 7 beschränken sich in der Otto Group auf Währungen und Zinssätze. Währungsrisiken ergeben sich aus Zahlungseingängen in Fremdwährung aus dem Kundengeschäft sowie aus Zahlungsverpflichtungen gegenüber Lieferanten, die in einer Fremdwährung zu begleichen sind. Letztere entstehen zum großen Teil aus dem Wareneinkauf in US-Dollar beziehungsweise in Hongkong-Dollar und dem anschließenden Warenverkauf in Euro. Ein weiteres Risiko besteht in Russland, wo der Wareneinkauf teilweise in Euro erfolgt und die Waren in Russischem Rubel veräußert werden. Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Veränderung von Zinssätzen, die zu Gewinnen beziehungsweise Verlusten der zinstragenden Positionen führen. Währungs- und Zinsänderungsrisiken werden durch eine währungs- und fristenkongruente Refinanzierung begrenzt. Verbleibende Risiken aus den offenen Währungs- und Zinspositionen werden mit adäquaten Risikomessmethoden bewertet. Bei Bedarf erfolgt eine weitere Risikoreduzierung vor allem durch den Einsatz von Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften sowie von Zinsswaps. Grundsätzliches Ziel des Risikomanagements ist es, Auswirkungen von Marktpreisänderungen auf Cashflows auf ein vertretbares Maß zu begrenzen. Die unabhängige Risikoüberwachung überprüft die Angemessenheit und Wirksamkeit der Steuerungsmaßnahmen und die Einhaltung der Referenz- beziehungsweise internen Verrechnungskurse. Zur Sicherstellung einer unabhängigen, regelmäßigen Risikoberichterstattung an die jeweilige Geschäftsführung sind geeignete Reporting-Strukturen implementiert. Diese gewährleisten sowohl regelmäßige Informationen über die aktuelle Risikoposition als auch Ad-hoc-Meldungen.

Zur finanziellen Risikokonzentration wird auf den Konzernanhang verwiesen (siehe hierzu Konzernanhang zum 28. Februar 2019, Ziffer (37) "Finanzinstrumente").

Chancen und Risiken aus Kernprozessen

Aus den operativen Aufgabenbereichen ergeben sich Chancen und Risiken in den Bereichen Beschaffung und Logistik. Die Lieferbereitschaft in hoher Qualität ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Lieferausfälle, Lieferverzögerungen und Qualitätsmängel wirken sich auf das Vertrauen der Kunden in die Zuverlässigkeit der Bestellabwicklung aus und beeinträchtigen die E-Commerce-Umsätze. Diesen Risiken begegnet die Otto Group mit einem professionellen Beschaffungsmanagement, das besonderen Wert auf die Lieferantenauswahl legt. Potenzielle Qualitätsmängel werden durch eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten und den Herstellern sowie durch ständige Qualitätskontrollen weitgehend begrenzt. Dieses konsequente Vorgehen wird sich auch positiv auf die verschärfte Gesetzgebung zum Inverkehrbringen von Textilien mit chemischen Substanzen auswirken, so dass hier die Risiken minimiert werden können. Ein besonderes Augenmerk legt die Otto Group auch auf die Absicherung sozial verträglicher Arbeitsbedingungen über das Sozialmanagementsystem und durch die Integration von Lieferanten von Eigen- und Lizenzmarken in das Sozialprogramm.

Darüber hinaus unterstützen geeignete Systeme die Beschaffungsvorgänge. An der Systemunterstützung, wie auch an den Beschaffungsprozessen, wird kontinuierlich gearbeitet, um die rechtzeitige Warenverfügbarkeit auch in Zeiten einer temporären Ressourcenverknappung jederzeit zu gewährleisten. Es werden digitale Innovationen genutzt, um datengetriebene, agile und schnelle Prozesse zu entwickeln und anzuwenden.

Der Bereich Logistik nimmt innerhalb der Otto Group eine Schlüsselposition ein. Hier wird auf hoch entwickelte Prozesse und Systeme zurückgegriffen - von der Abholung über den Warenumschlag bis zur intelligenten Tourenplanung der konzerneigenen Paketdienstleister. Ausgehend von der langjährigen Erfahrung im Bereich der Logistikdienstleistungen werden Personalressourcen bereitgehalten, die auch den üblichen saisonalen Spitzenbelastungen standhalten. Veränderte Geschäftsmodelle der konzerninternen Kunden führen jedoch zu neuen logistischen Herausforderungen. So müssen beispielsweise Next-Day-Laufzeiten und extreme Mengen-Peaks durch die Logistikgesellschaften der Otto Group gemanagt werden. Hierzu müssen logistische und IT-technische Änderungen an bestehenden Systemen vorgenommen werden und auch die Personaleinsatzplanung muss sich den neuen Herausforderungen stellen. Ein Risiko besteht unter anderem in dem sich zunehmend stärker auswirkenden Fahrermangel in der Distributionslogistik in urbanen Regionen. Um künftig die verschiedenartigen Geschäftsmodelle der konzerninternen Kunden erfolgreich zu unterstützen, wird die bisherige Konzernlagerlogistik aktuell auf firmenspezifische Logistikstandorte umgestellt. Außerdem führen Kapazitätserweiterungen und Kapazitätsneubauten in Deutschland dazu, die Laufzeiten und die Sortimentsbreite für die Endkunden weiter zu verbessern.

Die Beobachtung der Entwicklungen auf dem Rohstoffmarkt und ein konsequentes Kostencontrolling in Form einer kontinuierlichen Evaluierung der Bestandsentwicklung mit Unterstützung digitaler Module sorgen für eine optimale Bestandsstruktur in allen Produktgruppen.

Chancen und Risiken aus Unterstützungsprozessen

Die IT-Systeme der Otto Group unterliegen einer laufenden Weiterentwicklung, um den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und technischen Anforderungen der Geschäftsmodelle sowie der Märkte gerecht zu werden. Ziel hierbei ist die bestmögliche Unterstützung der Konzerngesellschaften bei der Digitalisierung durch die Otto Group IT. Durch die Professionalisierung der IT-Kundenbeziehungen und eine stärkere Marktausrichtung der IT-Services ermöglichen die IT-Bereiche der Otto Group den konzerninternen IT-Kunden eine Fokussierung auf das jeweilige Kerngeschäft. Die Otto Group sieht hierin Chancen, das zukünftige Onlinewachstum der Unternehmensgruppe auch weiterhin bestmöglich zu gewährleisten. Die spezielle IT-Funktionalität des Cross Selling (übergreifendes Angebot von Konzernware in Online-Shops und Katalogen anderer Konzerngesellschaften) wird im Verbund von OTTO, Baur Versand (Gmbh & Co KG) und SCHWAB VERSAND GmbH auch in der neuen IT-Umgebung realisiert. Vorteile in Mengenbündelung und Bestandsaussteuerung können damit auch künftig genutzt werden. Übrige Konzepte im inländischen Konzern werden in Richtung von Kooperationsmodellen entwickelt, um den teilweisen Wegfall des klassischen Cross Selling zu kompensieren.

Aus der wachsenden strategischen Bedeutung des E-Commerce und zur Erhöhung der technologischen Schlagkraft wurde eine sogenannte Tech Strategie aufgesetzt, um die synergetische Zusammenarbeit innerhalb der Otto Group zu intensivieren. Diese umfasst eine stärkere Standardisierung sowohl der B2C-relevanten Systeme, wie Webshop, Customer Relationship Management und Funktionalitäten im Shop, als auch der entsprechenden Backend-Prozesse (Sales, Order Management, Einkauf, Abrechnung und Finanzen). Hieraus ergeben sich Chancen, noch stärker vom wachsenden E-Commerce zu profitieren.

Der ausgeprägte Einsatz von Informationstechnologie, insbesondere in sensiblen Geschäftsprozessen wie dem E-Commerce und der logistischen Abwicklung, erhöht den Schutzbedarf vor unberechtigten Datenzugriffen und Datenmissbrauch (Cyberkriminalität). Gegen diese Risiken sichert sich die Otto Group durch umfassende Sicherheitskonzepte ab. Neben organisatorischen Maßnahmen bilden Firewall-Systeme auf unterschiedlichen Ebenen, der Einsatz von Virenscannern sowie Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitere Elemente der Sicherheitsstrategie. Darüber hinaus werden regelmäßig Sicherheitstests durch interne und externe Spezialisten durchgeführt und daraus abgeleitete Maßnahmen konsequent umgesetzt und nachgehalten. Seit zwei Jahren wird die Otto Group IT durch den TÜV Rheinland auditiert und erfüllt seitdem mit der Zertifizierung ISO 27001 höchste Anforderungen an die Informationssicherheit.

Seit dem 25. Mai 2018 regelt die EU-Datenschutz-Grundverordnung - nachfolgend DSGVO - das Datenschutzrecht innerhalb der Europäischen Union einheitlich und unmittelbar. Zu den für die Otto Group relevanten Themengebieten, die negative, aber auch positive Auswirkungen auf einzelne Geschäftsmodelle haben können, gibt es bisher wenige bis keine Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs. Die Otto Group hat in ihren Konzerngesellschaften umfangreiche Handlungsempfehlungen ausgerollt und die Umsetzung der DSGVO in zahlreichen Vor-Ort-Workshops sowie mit regelmäßigen Self-Assessments begleitet. Ein intensives Risikocontrolling validiert und überwacht seit Mai 2018 die Implementierung der Umsetzungsmaßnahmen und berichtet hierzu monatlich an den Konzernvorstand. Mit dieser engen Überwachung kann die Otto Group etwaige Restrisiken zeitnah erkennen und angemessene Maßnahmen implementieren. Sich aufgrund der Umsetzung der DSGVO im operativen Geschäft ergebende erhöhte Restriktionen im Online-Marketing müssen hingenommen und durch geeignete Maßnahmen an anderer Stelle kompensiert werden.

Die Funktionsfähigkeit der in Verantwortung der Otto Group selbst betriebenen, eigenen Rechenzentren wird durch Brandschutzanlagen und Notstromsysteme auch nach einem Brand oder bei Stromunterbrechungen sichergestellt. Die Netzwerkanbindung sowie die Stromversorgung erfolgen über jeweils zwei getrennte Hauseinführungen. Die geschäftskritischen Systeme werden in zwei Rechenzentren redundant gehalten. Das gilt auch für die wichtigen Datenbestände, die permanent über beide Rechenzentren gespiegelt werden. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Sicherung der Datenbestände. Der Zugang zu den Rechenzentren ist mehrfach geschützt und erfolgt über ein Zutrittskontrollsystem. Zum Beginn des Geschäftsjahres 2019/20 wird die strategische Neuausrichtung der Rechenzentren abgeschlossen sein. Die Neuausrichtung hat den Aufbau einer extern betriebenen Co-Location als Primär-Rechenzentrum sowie die Modernisierung des Rechenzentrumbetriebs am Standort Hamburg-Bramfeld zur Nutzung als Sekundär-Rechenzentrum zum Inhalt. Ebenfalls sind sämtliche Backend-Netzwerkkomponenten und Infrastrukturen am Standort Hamburg-Bramfeld voll redundant neu errichtet worden. Die externe Co-Location sowie die neue Netzwerk-Backendinfrastruktur entsprechen damit höchsten Tier-3+-Standards.

Der etablierte IT-Notfall-Managementprozess mit optionaler Integration in das Krisenmanagement sorgt zusätzlich für den permanenten Ausbau der IT-Notfall-Vorsorgemaßnahmen. Regelmäßige Notfallübungen werden durchgeführt, um die Funktionsfähigkeit der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen einzeln und im Verbund zu überprüfen. Bisherige Kommunikationswege wurden um SMS Ticker, einen cloud-basierten Incident-Blog sowie Kommunikation über O365 Teams erweitert.

Unter Gesichtspunkten der Risikominimierung werden sämtliche Systementwicklungen grundsätzlich in separaten Umgebungen vorgenommen, vor der Übernahme in den Praxisbetrieb umfangreichen Tests unterzogen und erst nach Freigabe durch die verantwortlichen Führungskräfte aus dem Fach- und IT-Bereich in den laufenden Betrieb übernommen. Das Hosting eines Großteils der inländischen SAP-Systeme erfolgt in den Rechenzentren eines strategischen Partners, wobei dieser - sowie seine Prozesse und seine Leistungserbringung - regelmäßig unter definierten Kriterien geprüft wird. Dazu gehört auch die Prüfung durch die Konzern-Revision. Daneben ist die Otto Group IT als SAP Customer Center of Expertise (CCoE) zertifiziert, womit der Otto Group IT sowohl technische und funktionale Skills als auch prozessuale Exzellenz bestätigt werden.

Vertragsrisiken

Rechtliche Risiken, Compliance-Risiken entlang der Supply Chain (Einkauf und Logistik), wettbewerbsrechtliche Themenstellungen und IP-Recht werden durch eine umfassende Auseinandersetzung mit den einschlägigen Fragestellungen, zu der auch externe Experten herangezogen werden, geklärt und durch entsprechende Vertragsgestaltungen weitgehend ausgeschlossen. Gewährleistungsrisiken werden im Rahmen von vertraglichen Regelungen so weit wie möglich auf die Lieferanten übertragen. Durch den Abschluss von Versicherungen wird bei den verbleibenden Risiken die Schadenshöhe minimiert beziehungsweise eine Pflicht zum Schadensausgleich wirtschaftlich vollständig ausgeschlossen.

Im Zusammenhang mit der operativen Tätigkeit sind regelmäßig Gerichtsverfahren gegen einzelne Konzerngesellschaften anhängig. Zur Begrenzung der Haftungsrisiken aus diesen Prozessen hat die Otto Group Versicherungen abgeschlossen. Über außergewöhnliche Rechtsstreitigkeiten ist nichts zu berichten.

Sonstige Risiken

Sonstige Risiken werden im Rahmen des zentralen Risikomanagementsystems identifiziert. Sie werden im Hinblick auf ihre Relevanz analysiert und bewertet sowie mit geeigneten Maßnahmen angemessen gesteuert.

Das Geschäftsjahr 2018/19 hat gezeigt, dass extreme Wetterbedingungen, wie der lange heiße Sommer in Europa, einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Umsatzentwicklung haben können. Auch zukünftig haben extreme Wetterlagen das Potenzial, die Geschäftsentwicklung kurzfristig zu beeinflussen. Flexible Einkaufsprozesse und eine optimierte Zwischensaisonsteuerung tragen dazu bei, nicht planbaren Umsatzauswirkungen zu begegnen und Bestands- und Margenrisiken zu verringern.

Kein erkennbares Gesamtrisiko

In der Gesamtbeurteilung der Risikosituation der Unternehmensgruppe lässt sich auf Grundlage der heute bekannten Informationen feststellen, dass keine den Fortbestand der Otto Group gefährdenden Risiken bestehen und auch für die Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.

Unternehmerische Verantwortung

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter * sind für die Otto Group einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Ihre vielfältigen Kompetenzen, ihre Erfahrungen, ihre Leistungsfähigkeit und ihr Engagement fördern die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe.

( * Überall dort, wo ausschließlich die männliche Personenbezeichnung verwendet wird, geschieht dies lediglich mit Blick auf die bessere Lesbarkeit des Textes. Alle Bezeichnungen gelten für Frauen und Männer gleichermaßen.)

In der Otto Group waren im Geschäftsjahr 2018/19 - auf Vollzeitkräfte umgerechnet - durchschnittlich 52.558 Mitarbeiter beschäftigt (2017/18: 51.785).

Mitarbeiter 2018/19
Anzahl
2017/18
Anzahl
Veränderung
in %
Multichannel-Einzelhandel 24.789 24.619 0,7
Finanzdienstleistungen 7.074 6.612 7,0
Service 20.274 20.153 0,6
Holding 421 401 5,0
Konzern 52.558 51.785 1,5

Der kontinuierlichen Förderung und Qualifizierung der Belegschaft kommt in der Otto Group traditionell eine große Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels, der demographischen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie des spürbaren Fachkräftemangels sind die Anforderungen an ein erfolgreiches Personalmanagement weiterhin hoch. Ein wesentliches Ziel der konzernweiten Personalstrategie ist es daher, die Entfaltung der vorhandenen Mitarbeiterpotenziale durch richtige Rahmenbedingungen und Angebote zu ermöglichen und konkret zu fördern.

Als Unterzeichner der "Charta der Vielfalt" (charta-der-vielfalt.de) will die Otto Group jedem Mitarbeiter - unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität - gleiche Chancen bieten. Auch im Jahr 2018 ist die Otto Group wieder als Partner von Hamburg Pride öffentlich für Toleranz, Akzeptanz und Sichtbarkeit eingetreten. Vielfalt ist zudem wichtig, um die Komplexität des digitalen Wandels innovativ nutzen zu können. Deswegen setzt das konzernweite Diversity Management auf die entsprechenden individuellen Perspektiven und Fähigkeiten von allen Mitarbeitern. Um dies zu unterstützen, werden die unternehmensspezifischen Diversity-Ziele der Konzerngesellschaften durch ein konzernweites Diversity Controlling kontinuierlich begleitet und nachgehalten.

Gerade in Zeiten der Digitalisierung wird Diversity in der Digitalbranche wichtiger denn je. Dabei gilt eine heterogene Teamzusammensetzung als Erfolgsfaktor - ein Thema, dem sich auch die Otto Group immer mehr zuwendet. Unternehmen und Gesellschaft haben dabei ein deutliches Interesse daran, die Frauenquote in Tech-Berufen zu erhöhen. Die digitale Transformation ist eine kulturelle Revolution, die Frauen beste Chancen in der Digitalbranche bietet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigten sich verschiedene Initiativen fortlaufend mit der Fragestellung, wie es gelingen kann, mehr weibliche Talente für Tech- und Digitalberufe zu begeistern. Ferner wurde zur gezielten Karriereförderung für weiblichen Führungsnachwuchs das Programm "Boost Your Career" aus dem strategisch abgeleiteten Angebot an konzernweiten Entwicklungsprogrammen der Otto Group Academy im Jahr 2018 bereits zum sechsten Mal durchgeführt.

Im Zusammenhang mit dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen hat sich die Otto Group folgende Ziele gesetzt: Im Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe soll bis zum 28.02.2023 eine Zielquote von mindestens 25 % erreicht werden. Für die Geschäftsführung der Verwaltungsgesellschaft Otto mbH wurde zum 28.02.2023 eine Zielquote von mindestens 30 % festgelegt. In den Geschäftsführungen der vom Gesetz erfassten Konzerngesellschaften wird bis zum 31.12.2021 angestrebt, dass jeweils mindestens eine Position von einer Frau besetzt wird. Für die erste Führungsebene haben sich diese Konzerngesellschaften im Mittel das Ziel gesetzt, eine Quote von mindestens 23 % zu erreichen. Auf der zweiten Führungsebene wurde eine Zielquote von mindestens 33 % festgelegt. Das Erreichen der Zielquoten für die ersten beiden Führungsebenen wird bis zum 31.12.2021 angestrebt.

Ganz entscheidend für die erfolgreiche Entwicklung der Unternehmensgruppe und die zukünftige Personalstrategie ist und bleibt zudem der seit 2015 sehr erfolgreich laufende Kulturwandel 4.0. Um diesen Wandel zu gestalten, ist die umfassende Einbindung und Diskussion mit allen Kollegen ein ganz entscheidender Treiber: Im August 2018 fand in diesem Kontext das Otto Group #Mut-Festival mit rund 200 Kollegen in Hamburg statt. Der Konzern rief das Geschäftsjahr 2018/19 zum "Jahr des Muts" aus und wird konzernintern an diesem gesellschaftlich relevanten Thema auch im Geschäftsjahr 2019/20 bewusst weiter arbeiten. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu ermutigen, den digitalen Wandel der gesamten Unternehmensgruppe in ihrem Arbeitsalltag weiter voranzutreiben.

Darüber hinaus ist die systematische Integration der Veränderungen in die Human Resources-Instrumente ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um eine nachhaltige Wirksamkeit sicherzustellen. Auf ihrer Jahrestagung im März 2018 verabschiedeten die Vorstände eine neue, übergeordnete Strategie für die digitale Personalarbeit in der Otto Group. Sie ist das strategische Zielbild für die Personalverantwortlichen in den Konzerngesellschaften, um den Anforderungen an eine digitalisierte Personalarbeit gerecht zu werden. Seitdem wird diese Strategie in einem kollaborativen Prozess von der Human Resources - nachfolgend HR - Community der Otto Group mit Leben gefüllt. Ausgangspunkt der Digitalen HR-Strategie ist das Otto Group Leitbild. In Kombination mit den externen Rahmenbedingungen ergeben sich drei Leitthemen: Customer Experience of HR, Skill-based Organization of Work und Workforce Analytics. Das konzernweite Angebot an grundlegenden Qualifizierungen sowie die systematisch an den Bedarfen der Unternehmensgruppe orientierten Entwicklungsprogramme für Führungskräfte und Professionals der Otto Group Academy bilden auch in diesem Kontext eine wesentliche Säule der gruppenweiten Personalstrategie. Hier werden im Rahmen verschiedener unternehmensübergreifender Formate auch verstärkt Mindset und Methoden in agilen Organisationen vermittelt und ein gemeinsames Verständnis zu den vielfältigen Dimensionen des Themas Digitalisierung gefördert. Die Kompaktausbildung zum Agile Coach ist beispielsweise ein Angebot der Otto Group Academy, in der die Teilnehmer lernen, agile Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten.

Nachhaltigkeit

Die Otto Group steuert Nachhaltigkeit als Verknüpfung wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Anforderungen für die gesamte Wertschöpfungskette über den Managementprozess impACT. Die aus diesem Prozess resultierenden Maßnahmen werden unter dem Dach der verbindlichen CR-Strategie 2020 umgesetzt.

CR-Strategie 2020

Als fester Bestandteil der Konzernstrategie umfasst die CR-Strategie 2020 fünf Teilstrategien. Diese fördern den Einsatz nachhaltig angebauter Baumwolle sowie von Holzprodukten aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft. Weiterhin zielen sie auf die Einhaltung von Sozialstandards in der Lieferkette und auf eine Reduktion der CO 2-Emissionen an Standorten und bei Transporten. Seit dem Geschäftsjahr 2014/15 ist die jährliche variable Vergütung der Mitglieder des Konzernvorstands an die Erreichung der Ziele der CR-Strategie 2020 geknüpft.

Die CR-Strategie 2020 wird seit dem Jahr 2013 * von allen wesentlichen Konzerngesellschaften (Geschäftsjahresaußenumsatz von mehr als 100 Mio. EUR) mit Sitz in Deutschland und Österreich umgesetzt ** . Diese erwirtschaften rund 60 % des Konzernumsatzes (im Geschäftsjahr 2018/19) und sind dabei für annähernd 80 % der ökologischen Schadwirkungen verantwortlich.

( * Die Betrachtung der Kennzahlen erfolgt auf Basis des Kalenderjahres.)

( ** Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden zudem die wesentlichen Konzerngesellschaften der Freeman Grattan Holdings (Großbritannien) und der Crate and Barrel-Gruppe (USA und Kanada) sowie die ausländischen Konzerngesellschaften der bonprix-Gruppe (USA, Frankreich, Italien, Polen) neu in die CR-Strategie 2020 integriert. Für diese Konzerngesellschaften gelten separate Zielpfade ab dem Kalenderjahr 2017, so dass deren Zielerreichungswerte nicht in die Ermittlung der Kennzahlen aus der CR-Strategie 2020 einbezogen werden.)

Zielerreichungsstand und Prognosen zu den Teilstrategien

Sämtliche Kennzahlen der CR-Strategie 2020 haben sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Damit haben sich die einzelnen Prognosen für die Entwicklung im Jahr 2018 erfüllt. Für das Jahr 2019 rechnet die Otto Group mit einer Fortsetzung dieser positiven Gesamtentwicklung. Derzeit wird zudem davon ausgegangen, dass im Jahr 2020 die Ziele der einzelnen Teilstrategien vollständig beziehungsweise fast vollständig erreicht werden.

Wertschöpfungsstufe Teilstrategie Ziel Ist-Wert 2017
in %
Prognose 2018 Ist-Wert 2018
in %
Prognose 2019
Rohstoffe und Verarbeitung Textil 100 % nachhaltige Baumwolle bei Eigen- und Lizenzmarken 78 deutlicher Anstieg 93 leichter Anstieg
Rohstoffe und Verarbeitung Möbel 100 % FSC(r)-zertifizierte Möbelprodukte (bis 2025) * 52 leichter Anstieg 59 deutlicher Anstieg
Rohstoffe und Verarbeitung Papier 60 % FSC(r)-zertifiziertes Katalogpapier ** 43 deutlicher Anstieg 54 leichter Anstieg
Endfertigung Sozialprogramm 100 % Integration der Lieferanten für Eigen- und Lizenzmarken in das Sozialprogramm 91 leichter Anstieg 96 leichter Anstieg
Handel Klima 50 % Reduktion der CO₂-Emissionen *** -41 **** deutliche Reduktion -47 ** *** leichte Reduktion

* Aufgrund einer nicht marktgerechten Verfügbarkeit von FSC-zertifizierten Holzwerkstoffen (Spanplatte/MDF) aus Deutschland wurde das Zieljahr in Abstimmung mit den relevanten NGOs und der Prüfgesellschaft PwC von 2020 auf 2025 geändert.

** Der Zielwert der Papierstrategie wurde auf 60 % erhöht.

*** Das Ziel bezieht sich auf die bereinigten CO 2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr 2006.

**** Der Wert hat sich durch aktualisierte Standortdaten gegenüber dem Geschäftsbericht 2017/18 von -42 % auf -41 % verändert.

** *** Durch Veränderungen im Hermes Standort-Netzwerk steht eine finale Validierung der CO 2-Werte für die Distribution (1-Mann-Handling) für das Jahr 2018 noch aus, so dass bei diesen Daten auf die Vorjahreswerte aus dem Jahr 2017 zurückgegriffen wurde.

Die Textilstrategie fördert den nachhaltigen Anbau von Baumwolle: Im Jahr 2020 soll bei den Eigen- und Lizenzmarken der Konzerngesellschaften ausschließlich Baumwolle aus nachhaltigem Anbau eingesetzt werden. Als nachhaltige Baumwolle wird neben Bio-Baumwolle und recycelter Baumwolle vor allem Baumwolle aus der Initiative Cotton made in Africa - nachfolgend CmiA - eingesetzt. Der Einsatz nachhaltiger Baumwolle stieg im Jahr 2018 auf 93 % (2017: 78 %). Dieser prognostizierte deutliche Anstieg ist überwiegend auf die konsequente Verfolgung des Ziels und die etablierten Beschaffungsprozesse von Baumwolle aus der CmiA-Initiative zurückzuführen. Dabei kommt den Konzerngesellschaften OTTO und bonprix Handelsgesellschaft mbH sowie den Konzerngesellschaften der Witt-Gruppe eine Schlüsselrolle zu. Infolge weiter steigender CmiA-Beschaffungsmengen wird für das Jahr 2019 mit einem weiterhin leicht wachsenden Anteil an nachhaltiger Baumwolle gerechnet.

Mit der Möbelstrategie verfolgt die Otto Group bis 2025 das Ziel der vollständigen Umstellung ihres Angebots an Holzmöbeln auf Artikel aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft, die vom Forest Stewardship Council(r) - nachfolgend FSC(r) - zertifiziert wurden. Im Jahr 2018 betrug der Anteil an FSC-zertifiziertem Holz am gesamten Holzmöbelsortiment 59 % (2017: 52 %), somit wurde der prognostizierte leichte Anstieg übertroffen. Dieses Ergebnis resultiert aus den in Vorjahren getroffenen und langfristig gültigen Vereinbarungen der Konzerngesellschaften mit den wichtigsten Möbellieferanten. Für das Jahr 2019 wird ein deutlicher Anstieg des FSC-Anteils am Holzmöbelsortiment erwartet.

Die Papierstrategie soll den Anteil an FSC-zertifiziertem Katalogpapier bis 2020 auf mindestens 60 % steigern. Dies bezieht sich auf Katalogpapier sowohl aus Tiefdruck- als auch aus Offsetdruckverfahren. Der FSC-Anteil konnte im Jahr 2018 auf 54 % (2017: 43 %) gesteigert werden. Ursächlich für den prognostizierten deutlichen Anstieg waren ausgehandelte langfristige Vereinbarungen mit Lieferanten durch die Konzerngesellschaft OTTO, die die Beschaffung eines Großteils des Katalogpapiers innerhalb der Otto Group koordiniert. Aufgrund der getroffenen Vereinbarungen wird für das Jahr 2019 mit einem weiter leicht steigenden FSC-Anteil bei Katalogpapier gerechnet.

Mit dem Sozialprogramm hat die Otto Group sich zum Ziel gesetzt, mehr Transparenz über die Arbeitsbedingungen in den Fabriken ihrer Lieferanten zu erlangen und diese stetig zu verbessern. In das Programm sollen alle Lieferanten für Eigen- und Lizenzmarken der Konzerngesellschaften mit Produktionsstätten (Endfertigung) in Risikoländern * integriert werden. Als integriert gelten Lieferanten, die für alle aktiven Fabriken zum Zeitpunkt der Produktion gültige und akzeptierte Sozialaudits oder Zertifikate vorweisen können. Im Jahr 2018 traf dies auf 96 % der Lieferanten zu (2017: 91 %). Die Otto Group erwartet für das Jahr 2019 eine weitere leichte Steigerung der Integrationsquote. Die Prognose basiert auf der fortgeführten Optimierung von technischen sowie Managementprozessen und der weiteren konsequenten Beendigung der Zusammenarbeit mit Lieferanten, die unsere Anforderungen nicht erfüllen.

( * Die Klassifikation der Risikoländer erfolgt entsprechend amfori BSCI (Business Social Compliance Initiative. http://www.amfori.org/sites/default/files/amfori%20BSCI%20CRC%20V2018_HM_AD.pdf.)

Die Klimastrategie zielt auf die Verringerung der CO 2-Emissionen in der Wertschöpfungsstufe Handel. Bis zum Jahr 2020 sollen die bereinigten * CO 2-Emissionen an den eigenen Standorten sowie bei Beschaffungs- und Distributionstransporten gegenüber dem Basisjahr 2006 halbiert werden. Im Jahr 2018 sind die absoluten (nicht bereinigten) CO 2-Emissionen im Vergleich zu 2017 von 222.386 t auf 202.231 t gesunken. Die bereinigten CO 2-Emissionen verringerten sich im gleichen Zeitraum von 174.925 t auf 155.827 t. Gegenüber dem Basisjahr 2006 beträgt die Reduktion damit 47 % (2017: -41 %). Die Entwicklung dieser Werte entspricht der prognostizierten deutlichen Reduktion für das Jahr 2018. Dies ist einerseits auf eine weitere Steigerung der Energieeffizienz sowie eine nochmal verstärkte Verlagerung von Luftfracht auf CO 2-ärmere See-, Straßen- und Schienentransporte bei der Warenbeschaffung aus den Produktionsländern zurückzuführen. Andererseits hat der erhöhte Zukauf von hochwertig zertifiziertem Ökostrom bei den deutschen Konzerngesellschaften (rund 40 % der Gesamtstrommenge) zur Verringerung der CO 2-Emissionen beigetragen. Auch für das Jahr 2019 wird eine leichte Reduktion der gesamten CO 2-Emissionen erwartet.

( * CO 2-Bereinigungsfaktoren siehe Nachhaltigkeitsbericht 2015, S. 48.)

Derzeit erfolgt die Konzeption einer neuen CR-Strategie. Im Jahr 2020 wird diese konzernweit implementiert, um einen nahtlosen Übergang zwischen der aktuellen und der neuen CR-Strategie zu gewährleisten.

Ausblick

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel dürfte die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2019 durch einen preisbereinigten Anstieg des globalen BIP in Höhe von 3,3 % (2018: 3,7 %) gekennzeichnet sein. Das weltwirtschaftliche Expansionstempo wird sich demnach voraussichtlich weiter verlangsamen, da unter anderem die fortwährenden wirtschaftspolitischen Unsicherheiten die Weltwirtschaft spürbar belasten dürften. Ein grundsätzlicher Einbruch der Konjunktur wird jedoch nicht erwartet. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften dürfte sich der Produktionsanstieg im Jahr 2019 insgesamt betrachtet in einem moderaten Tempo fortsetzen. In der Eurozone wird die gesamtwirtschaftliche Produktion nach dem Wegfall der länderspezifischen temporären Sonderfaktoren, welche sich im Jahr 2018 negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirkten, voraussichtlich gemäßigt expandieren. Die gesamtwirtschaftliche Produktion in den Schwellenländern expandiert im Prognosezeitraum voraussichtlich etwas langsamer als in den vorangegangenen zwei Jahren. Hemmend auf die Entwicklung dieser Ländergruppe dürfte wie im Vorjahr insbesondere der anhaltende Rückgang an wirtschaftlicher Dynamik in China wirken. Aufgrund des bedeutenden Anteils für die weltweite Produktion und der Bedeutung als Wachstumslokomotive wird sich eine weniger dynamische Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft unmittelbar auf die gesamtwirtschaftliche Expansion der übrigen Welt bremsend auswirken. Für den Anstieg des Welthandels wird ein erheblicher Rückgang prognostiziert. Dabei dürfte das Wachstum des Welthandelsvolumens mit einem Wert von lediglich 1,0 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 3,5 % liegen. *

( * Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2019".)

Im Prognosezeitraum dürften sowohl die Entwicklung der weltweiten Produktion als auch die des globalen Handelsvolumens in hohem Maße anfällig für Störungen sein. Potenzielle Risikofaktoren für den Prognosezeitraum ergeben sich dabei vor allem aus den vielfältigen Unwägbarkeiten, die mit wirtschafts-, handels- und geldpolitischen Entscheidungen, den Auswirkungen der Rohölpreisentwicklung oder den weiterhin bestehenden geopolitischen Krisen zusammenhängen. Insbesondere die protektionistischen Maßnahmen der US-Administration und deren Folgewirkungen könnten die weltwirtschaftliche Dynamik kurz- bis mittelfristig weiter belasten. Enorme Risiken ergeben sich zudem aus der nach wie vor bestehenden Möglichkeit eines ungeregelten Brexit. *

( * Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2019".)

Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion der deutschen Volkswirtschaft dürfte sich im Jahr 2019 weiter verlangsamen und das BIP preisbereinigt um 1,0 % (2018: 1,4 %) zulegen. Es ist dennoch zu erwarten, dass die privaten Konsumausgaben im Vorjahresvergleich wieder schneller ausgeweitet werden. Diese Entwicklung dürfte durch einen erneuten Zuwachs der Reallöhne sowie den anhaltenden Beschäftigungsaufbau begünstigt werden. Demgegenüber steht eine prognostizierte Verlangsamung des Anstiegs der Unternehmensinvestitionen. In den deutschen Exportmärkten dürfte die Konjunktur, die sich im Jahr 2018 verlangsamt entwickelte, teilweise wieder expandieren. Demnach dürften die Ausfuhren wieder stärkere Zuwachsraten verzeichnen, die jedoch aufgrund der prognostizierten Abkühlung der Weltwirtschaft voraussichtlich nicht an die Dynamik des Jahres 2017 heranreichen werden. Da die prognostizierten Einfuhren weiterhin stärker zunehmen als die Ausfuhren, wird der Außenhandel im Prognosezeitraum voraussichtlich keinen positiven Expansionsbeitrag leisten. Positiv auf die konjunkturelle Entwicklung dürfte das Auslaufen der temporären Belastungsfaktoren (beispielsweise niedrige Pegelstände des Rheins infolge des extrem heißen Sommers) wirken, welche in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2018 maßgeblich zur Stagnation der deutschen Wirtschaftsleistung beigetragen haben. *

( * Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Deutsche Konjunktur im Frühjahr 2019".)

Für die Eurozone wird für das Jahr 2019 insgesamt betrachtet eine leichte Verlangsamung der konjunkturellen Expansionsdynamik des Vorjahres erwartet, so dass das preisbereinigte BIP um 1,2 % (2018: 1,8 %) zulegen dürfte. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Prognosezeitraum wird dabei voraussichtlich von dem Wegfall dämpfender Sonderfaktoren, beispielsweise in Deutschland oder Frankreich, profitieren. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte dürften von der weiteren Belebung am Arbeitsmarkt sowie vergleichsweise dynamischen Lohnsteigerungen profitieren und weiter expandieren. Die Beschäftigungssituation in der Eurozone wird sich im Prognosezeitraum voraussichtlich weiter verbessern und zu einem Rückgang der jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 7,6 % (2018: 8,2 %) führen. Zudem dürften die Unternehmensinvestitionen vor dem Hintergrund eines anhaltend günstigen Finanzierungsumfeldes und einer nach wie vor hohen Auslastung der Produktionskapazitäten weiter zulegen und einen spürbaren Einfluss auf die Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion haben. Es ist ferner davon auszugehen, dass die Finanzpolitik in den meisten Ländern der Eurozone wohl expansiv ausgerichtet bleiben wird. Spürbar dämpfende Faktoren ergeben sich hingegen aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld. Für die übrigen Länder der Europäischen Union wird im Prognosezeitraum eine Abschwächung der Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwartet. Insbesondere in Großbritannien dürfte die Konjunktur im Jahr 2019 durch die mit dem Austrittsprozess nach wie vor bestehenden Unsicherheiten belastet werden. *

( * Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Konjunktur im Euroraum im Frühjahr 2019".)

In den USA dürfte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2019 etwas weniger dynamisch zeigen als im Vorjahr, so dass für den Prognosezeitraum mit einem Anstieg des preisbereinigten BIP in Höhe von 2,1 % (2018: 2,9 %) gerechnet wird. Positive Impulse dürften dabei von der ausgeprägten Konsumdynamik ausgehen, welche durch steigende Einkommen und eine weiter steigende Beschäftigung gestützt werden. Für die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote wird erwartet, dass diese mit 3,8 % etwa auf dem Niveau des Vorjahres von 3,9 % liegt. Allerdings dürfte sich die Investitionstätigkeit der Unternehmen mit dem Auslaufen der fiskalpolitischen Impulse und aufgrund einer weniger expansiven Geldpolitik im Vergleich zum Vorjahr verlangsamen. Der Außenhandel wird, wie in den Vorjahren, voraussichtlich keinen positiven Einfluss auf die Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Produktion haben. *

( * Quelle: Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel: "Weltkonjunktur im Frühjahr 2019".)

(Prognostizierte) Veränderung des realen BIP 2019
in %
2018
in %
Welt 3,3 3,7
Deutschland 1,0 1,4
Eurozone 1,2 1,8
USA 2,1 2,9

Branchenentwicklung

Multichannel-Einzelhandel

Der gesamte deutsche Einzelhandel dürfte sich im Jahr 2019 mit einem erwarteten nominalen Anstieg der Umsätze in Höhe von 2,0 % * (2018: 2,9 %) weiterhin positiv entwickeln. Aufgrund des prognostizierten Zuwachses der Reallöhne und des weiter anhaltenden Beschäftigungsaufbaus werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2019 aller Voraussicht nach um nominal 2,7 % (2018: 2,6 %) steigen. Dies entspräche einem preisbereinigten Anstieg von 1,3 % (2017: 1,0 %) ** . Die konjunkturellen Rahmenbedingungen dürften trotz schwächerer Dynamik demnach dazu führen, dass die privaten Konsumausgaben, wie auch in den Vorjahren, expandieren werden.

( * Quelle: Pressemitteilung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) vom 31. Januar 2019.)

( ** Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: "Jahreswirtschaftsbericht 2019".)

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel * prognostiziert für den deutschen Online- und Versandhandel eine Fortsetzung der dynamischen Entwicklung der zurückliegenden Jahre. Hiernach steigen die Umsätze mit Waren im Jahr 2019 voraussichtlich auf 74,0 Mrd. EUR (2018: 68,1 Mrd. EUR), was einem Anstieg von 8,6 % (2018: 9,6 %) entspräche.

( * Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) vom 22.01.2019.)

Insbesondere der E-Commerce-Bereich wird mit einer erwarteten, nur leicht unter Vorjahresniveau liegenden Umsatzsteigerung von 10,5 % (2018: 11,4 %) eine weiterhin hohe Dynamik im Prognosezeitraum aufweisen. Die Umsätze im reinen Onlinegeschäft werden demnach voraussichtlich auf ungefähr 71,9 Mrd. EUR (2018: 65,1 Mrd. EUR) steigen. Für das Jahr 2019 wird darüber hinaus erwartet, dass Warengruppen aus dem Einrichtungsbereich, wie Haushaltswaren und -geräte, Möbel, Lampen und Dekoration sowie Haus- und Heimtextilien, fortlaufend deutliche Umsatzzuwächse im E-Commerce-Bereich verzeichnen werden. Zudem dürften sich die Verschiebungen zwischen den Kanälen, insbesondere hin zu mehr Bestellungen über das mobile Internet via Smartphones und Tablets, weiter fortsetzen. Auch Sprachassistenten werden voraussichtlich zunehmend an Relevanz gewinnen.

Finanzdienstleistungen

Die prognostizierte Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft im Jahr 2019 wird sich auch auf den deutschen Finanzdienstleistungssektor auswirken. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen * geht trotz des unsicheren und weniger dynamischen Konjunkturumfeldes dennoch davon aus, dass das Zahlungsverhalten von Unternehmen und Verbrauchern auf dem sehr guten Niveau der Vorjahre verbleiben wird, jedoch bestehen neben den Risiken im Zusammenhang mit der konjunkturellen Entwicklung weitere Risikofaktoren, wie beispielsweise rechtliche Änderungen im Zuge der Harmonisierung des Insolvenzrechts innerhalb der Europäischen Union. Es wird erwartet, dass sich der seit dem Jahr 2010 anhaltende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen im Prognosezeitraum fortsetzen wird. Der Markt für Forderungsmanagement dürfte dennoch auch im Jahr 2019 attraktiv bleiben. Vor diesem Hintergrund haben die in diesem Bereich marktführenden Unternehmen in den letzten Jahren hohe Investitionen getätigt und sind stark gewachsen.

( * Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) vom 22.11.2018.)

Service

Nach der Mittelfristprognose des Bundesamtes für Güterverkehr * wird für die deutsche Transport- und Logistikbranche für das Jahr 2019 in allen transportintensiven Branchen eine aufwärts gerichtete Entwicklung erwartet. Der gesamte Güterverkehr wird im Prognosezeitraum voraussichtlich um 1,7 % (2018: 1,0 %) zunehmen. Sowohl die sich verlangsamende konjunkturelle Entwicklung in Deutschland als auch der nur sehr geringe Anstieg des Welthandelsvolumens dürften demnach nur einen begrenzt negativen Effekt auf die deutsche Transport- und Logistikbranche haben.

( * Quelle: Bundesamt für Güterverkehr: "Gleitende Mittelfristprognose für den Güter- und Personenverkehr - Winter 2018/19".)

Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden insbesondere auch die Rohölpreise und die Lohnkosten einen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Transport- und Logistikbranche in Deutschland haben. Angesichts der im Jahresverlauf 2018 vereinbarten und der für das Jahr 2019 erwarteten Tarifabschlüsse dürften die Lohnkosten zulegen. Hier dürfte sich auch der anhaltende Fahrermangel in den großen Ballungsgebieten auswirken, der zu einer erschwerten Gewinnung von neuen Mitarbeitern und folglich auch zu steigenden Löhnen führen wird. Für den Rohölpreis wird erwartet, dass sich das Rohölpreisniveau im Prognosezeitraum leicht vermindert, jedoch mindestens stabilisiert und die deutsche Transport- und Logistikbranche demnach keine Steigerungen der Kraftstoffkosten verzeichnen dürfte.

Angesichts der für das Jahr 2019 erwarteten weiterhin spürbaren Umsatzsteigerungen im Online- und Versandhandel werden die deutschen Paketdienstleister auch im Prognosezeitraum vor der großen Herausforderung stehen, eine steigende Zahl an Sendungen von Unternehmen an Privathaushalte zu verschicken. Dies erfordert ein anhaltend hohes Investitionsniveau, insbesondere für den Ausbau der logistischen Infrastruktur sowie der weiteren Digitalisierung. Parallel dazu wird im Jahr 2019 weiter an neuen (digitalen) Lösungsansätzen gearbeitet, um die steigende Zahl an Sendungen, trotz sich verändernder Kundenanforderungen, des anhaltenden Fahrermangels und der sich zuspitzenden verkehrlichen Situation, bewältigen zu können.

Entwicklung der Otto Group

Der Kulturwandel 4.0 bleibt auch in den kommenden Jahren ein bestimmendes Element für die Entwicklung der Otto Group. Der digitale Wandel in den Arbeitswelten inner- und außerhalb der Unternehmensgruppe erfordert ein Umdenken in den klassischen Arbeits- und Verhaltensweisen und hier ist die Otto Group bereits auf einem sehr guten Weg. Kundenorientierung und Effizienz sind bei allen Anstrengungen der Gradmesser für das Handeln im Rahmen des Kulturwandels. Neben dem aktiven Vorantreiben des Kulturwandels ist und bleibt die Otto Group auch ein werteorientierter Konzern, der auf ein respektvolles Miteinander untereinander sowie gegenüber Umwelt und Natur achtet. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/20 hat die Otto Group beispielsweise erstmalig einen sogenannten Nachhaltigkeitsbond aufgelegt. Diese Anleihe spricht gezielt Investoren und Privatanleger an, die auf zertifizierte Nachhaltigkeitspapiere Wert legen. Die Otto Group finanziert mit dem Erlös aus diesen Anleihen den Einkauf nachhaltiger Baumwolle aus der Initiative Cotton made in Africa sowie von FSC(r)-zertifizierten Möbeln. Die Emission dieser Anleihe ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie der Otto Group.

Die fokussierte Wachstumsstrategie wird in den kommenden Geschäftsjahren segmentübergreifend fortgesetzt. Auch wenn das bereinigte Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 leicht unter den ambitionierten Zielen zurückgeblieben ist, strebt die Otto Group weiterhin einen Umsatz von 17 Mrd. EUR bis zum Geschäftsjahr 2022/23 - auf zum Konzernabschluss 2016/17 vergleichbarer Basis - an. Gezielte Investitionen in erfolgversprechende Geschäftsmodelle, ein breiter Ausbau der Kundenbasis sowie die Öffnung der Unternehmensgruppe für externe Partner sind einige der relevanten Maßnahmen im Prognosejahr und in den nachfolgenden Geschäftsjahren.

Ausgangspunkt für die Prognose der Entwicklung der Otto Group und ihrer Segmente für das Geschäftsjahr 2019/20 sind die Erwartungen zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und zur Branchenentwicklung. In den relevanten Absatzmärkten Deutschland, dem übrigen Europa und in den USA wirken die prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund der sich abschwächenden konjunkturellen Dynamik herausfordernd, wenngleich weiterhin ein Anstieg der privaten Konsumausgaben in diesen Absatzmärkten erwartet wird. Die erwartete Branchenentwicklung unterstützt hingegen die Prognose. Die Angaben und die Aussagen für die Otto Group und für die Segmente unterstellen ferner eine Geschäftsentwicklung, die nicht durch Währungskurseffekte beeinflusst wird.

Der Umsatz des Segments Multichannel-Einzelhandel stieg im Geschäftsjahr 2018/19 bereinigt um 2,7 %. Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwartet die Unternehmensgruppe eine Umsatzsteigerung, die deutlich über der Steigerungsrate des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen dürfte. Die Konzerngesellschaft OTTO plant beispielsweise - wie schon in den vorherigen zwölf Monaten - enorme Investitionen in die Weiterentwicklung zur E-Commerce-Plattform, um die Produkt- und Artikelvielfalt erheblich zu steigern. Dabei steht insbesondere die Öffnung von otto.de für neue Partner und Marken im Fokus. Bis zum Jahr 2020 sollen die Kunden auf Produkte von bis zu 3.000 neuen Partnern zugreifen können. Mit der Konzerngesellschaft OTTO und den relevanten Markenkonzepten der bonprix-, der Crate and Barrel- und der Witt-Gruppe plant die Otto Group jeweils Umsatzzuwächse, die oberhalb des Segmentwachstums liegen.

Das Segment Finanzdienstleistungen wird weitgehend durch die EOS Gruppe geprägt. In den kommenden Geschäftsjahren wird die EOS Gruppe weiterhin den Schwerpunkt im Bereich Forderungskäufe legen. Dabei nimmt der besicherte Forderungskauf gegenüber der Vergangenheit eine größere Bedeutung ein. Eine weitere Assetklasse stellen Immobilienportfolios dar, die aufgrund der Erfahrungen mit dem Be- und Verwerten von Immobilien Chancen für die EOS Gruppe bieten. Im Segment Finanzdienstleistungen werden darüber hinaus weitere handelsnahe Dienstleistungen innerhalb der Otto Group Digital Solutions-Gruppe gebündelt. Das Segment Finanzdienstleistungen verzeichnete im Geschäftsjahr 2018/19 ein bereinigtes Umsatzwachstum von 4,2 %. Für das Geschäftsjahr 2019/20 erwartet die Otto Group für dieses Segment auf vergleichbarer Basis ein leicht erhöhtes Umsatzniveau gegenüber Vorjahr.

Das Segment Service konnte im Geschäftsjahr 2018/19 mit einem bereinigten Außenumsatzwachstum von 7,1 % erneut merklich zulegen. Ein deutliches Wachstum im Außenumsatz wird auch für das Prognosejahr 2019/20 erwartet, wenngleich der prognostizierte Anstieg nicht an das bereinigte Wachstum des Vorjahres heranreichen dürfte. Einen relevanten Beitrag zu diesem Wachstum werden insbesondere die Konzerngesellschaften Hermes Germany GmbH in Deutschland, Hermes Parcelnet Limited in Großbritannien sowie Mondial Relay S.A.S in Frankreich beisteuern.

Die Hermes Gruppe, die das Segment Service im Wesentlichen prägt, legt künftig weiterhin ihren Schwerpunkt auf die Distribution. Hintergrund ist unter anderem die zunehmende Bedeutung der individuellen, passgenauen Zustelllösungen, zum Beispiel Next-Day- und Same-Day-Delivery oder Wunschzustellung, für die Kunden und die damit verbundenen anspruchsvolleren Dienstleistungen. Weitere Schwerpunkte liegen im Ausbau des internationalen, grenzüberschreitenden Paketgeschäfts, in der fortschreitenden Digitalisierung sowie dem Ausbau des europaweiten Hermes Paketshop-Netzwerks. Zudem investiert die Hermes Germany GmbH in den kommenden Jahren beträchtlich in Lohn- und Personalkosten in der Paketzustellung.

Auf Konzernebene hat die Otto Group im Geschäftsjahr 2018/19 insgesamt betrachtet ein bereinigtes Umsatzwachstum von 3,5 % erreicht. Für das Prognosejahr 2019/20 strebt die Unternehmensgruppe auf vergleichbarer Basis ein im Vergleich zum Vorjahr leicht höheres Umsatzwachstum an.

Die international aufgestellten Markenkonzepte, allen voran die Witt-, die Crate and Barrel- und die bonprix-Gruppe, planen auch im Prognosejahr 2019/20 gute bis sehr gute EBT-Beiträge. Auch die EOS Gruppe wird erneut einen hohen Ergebnisbeitrag für die Otto Group leisten, wohingegen die Konzerngesellschaft OTTO ein weiterhin durch den Umbau zur E-Commerce-Plattform deutlich belastetes EBT erwartet. Die Otto Group Digital Solutions GmbH, die sich stark auf die Neugründung von Start-Ups im Logistik-, E-Commerce- und Fintech-Bereich fokussiert, wird das EBT der Otto Group planmäßig mindern. Innerhalb der Hermes Gruppe wird die Hermes Germany GmbH aufgrund der oben beschriebenen Aktivitäten das EBT im Prognosejahr ebenfalls belasten.

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Einflussfaktoren wird für das Geschäftsjahr 2019/20 auf Konzernebene ein EBT erwartet, das operativ gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert werden kann. Darüber hinaus können sich sowohl positive als auch negative EBT-Effekte aus der fortgesetzten Öffnung der Otto Group für Partner ergeben.

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung der Otto Group

Mit der fokussierten Wachstumsstrategie wird auch in Zukunft gezielt in ausgewählte Konzerngesellschaften investiert. Die Strategie ist auf langfristiges Wachstum und Profitabilität angelegt. Im Segment Multichannel-Einzelhandel sind die ausgewählten Konzerngesellschaften OTTO, die bonprix-Gruppe, die Crate and Barrel-Gruppe, die Witt-Gruppe, die myToys-Gruppe und das Beteiligungsunternehmen ABOUT YOU GmbH. Im Segment Service steht die Hermes Europe und im Segment Finanzdienstleistungen die EOS Gruppe im Fokus der Wachstumsstrategie. Und auch Nachhaltigkeit bleibt ein zentraler Bestandteil der Ausrichtung der Otto Group über alle Segmente hinweg. Die Übernahme von Verantwortung für ihre Geschäftsaktivitäten, das heißt die gesamte Wertschöpfungskette im Blick zu behalten, bleibt auch in den kommenden Geschäftsjahren ein wichtiger Eckpfeiler für den Vorstand.

Zudem wird der Kulturwandel weiter mit voller Kraft seitens des Vorstandes in der gesamten Organisation der Otto Group vorangetrieben.

Der Vorstand sieht die Otto Group für das Prognosejahr und für die nachfolgenden Geschäftsjahre sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig auf einem guten Weg. Auch mit beträchtlichen Investitionen in den Segmenten wird die Otto Group profitabel wachsen.

Die Vermögens- und Finanzlage der Otto Group ist solide.

Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe positiv.

 

Hamburg, den 6. Mai 2019

Die Geschäftsführung

Konzernanhang zum 28. Februar 2019

Otto (GmbH & Co KG)

Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

Die Otto (GmbH & Co KG), Werner-Otto-Straße 1-7, 22179 Hamburg, Deutschland (HRA 62024, Amtsgericht Hamburg), und ihre Tochterunternehmen (im Folgenden: "Otto Group") bilden einen Handels- und Dienstleistungskonzern, der im Wesentlichen in den drei Wirtschaftsräumen Europa, Nordamerika und Asien tätig ist.

Die Tätigkeit des Konzerns umfasst den Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und weitere Dienstleistungen in den Bereichen Logistik und Service. Die Finanzdienstleistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen im Zusammenhang mit der Gewährung von Konsumentenkrediten und Inkassodienstleistungen.

Die OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen, Hamburg, ist Mutterunternehmen und zugleich oberstes Mutterunternehmen der Otto (GmbH & Co KG). Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der OTTO Aktiengesellschaft für Beteiligungen sowie der Otto (GmbH & Co KG) werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht der Otto (GmbH & Co KG) am 6. Mai 2019 zur Veröffentlichung genehmigt.

(1) Grundlagen

Der Konzernabschluss zum 28. Februar 2019 der Otto (GmbH & Co KG) wurde in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 i.V.m. § 315e Abs. 3 HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Zusätzlich wurden die gemäß § 315e Abs. 3 HGB i.V.m. § 315e Abs. 1 HGB geltenden ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.

Die Anforderungen der IFRS wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Davon ausgenommen sind originäre, zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente und derivative Finanzinstrumente, die jeweils zum am Bilanzstichtag geltenden Zeitwert angesetzt werden. Zudem werden die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Auf der Grundlage des in IAS 1 enthaltenen Wahlrechts werden die ergebniswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt, während die Überleitung vom Periodenergebnis zum Gesamtergebnis über die erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen in einer separaten Gesamtergebnisrechnung gezeigt wird.

Einzelne Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz sind zur Verbesserung der Übersichtlichkeit der Darstellung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(2) Konsolidierung

(a) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Otto Group sind alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Otto (GmbH & Co KG) die Möglichkeit zur Beherrschung dieser Gesellschaften gemäß IFRS 10 oder die gemeinsame Beherrschung zusammen mit anderen Parteien gemäß IFRS 11 und IAS 28 hat. Beherrschung gemäß IFRS 10 liegt vor, wenn die Otto (GmbH & Co KG) die Entscheidungsgewalt über die relevanten Prozesse besitzt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und infolge der Entscheidungsmacht die Höhe der variablen Rückflüsse beeinflussen kann.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt auf den Erwerbszeitpunkt nach der Erwerbsmethode. Der Erwerbszeitpunkt stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Möglichkeit der Beherrschung des Reinvermögens und der finanziellen und operativen Aktivitäten des erworbenen Unternehmens auf die Otto Group übergeht. Bei der Erwerbsmethode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile inklusive etwaiger bedingter Kaufpreisbestandteile mit dem anteiligen Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein aus der Verrechnung entstehender Unterschiedsbetrag wird als derivativer Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Negative Unterschiedsbeträge, die aus der Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt entstehen, werden sofort erfolgswirksam aufgelöst. Kosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile stehen, werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Die bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitwert im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden in den Folgeperioden entsprechend der Entwicklung der Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, abgeschrieben bzw. aufgelöst. Ein derivativer Geschäfts- oder Firmenwert wird in den Folgeperioden regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft und bei vorliegendem Wertminderungsbedarf auf den erzielbaren Betrag wertgemindert.

Bei einem sukzessiven Erwerb von Anteilen an Unternehmen, in dessen Rahmen die Otto Group die Beherrschungsmöglichkeit über das Unternehmen erwirbt, werden die Regelungen des IFRS 3 hinsichtlich der vollständigen Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs der Beherrschungsmöglichkeit angewandt. In die Bemessung der Anschaffungskosten werden die bereits von der Otto Group gehaltenen Anteile zum Zeitwert einbezogen. Eventuell bestehende Differenzen zum bisherigen Ansatz dieser Anteile werden inklusive der bisher in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen enthaltenen Beträge erfolgswirksam erfasst.

Sukzessive Erwerbe bei Tochterunternehmen, bei denen der Otto (GmbH & Co KG) im Gegensatz zu dem vorstehend beschriebenen Sachverhalt bereits vor der Transaktion direkt oder indirekt die Beherrschungsmöglichkeit hinsichtlich der jeweiligen Gesellschaft zuzurechnen ist, werden als Transaktionen zwischen Gesellschaftern bilanziert. Ein aus diesem Erwerb resultierender Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem den außenstehenden Gesellschaftern bisher zuzurechnenden Anteil am Nettovermögen wird als "Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben" im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen. Eine Aufdeckung stiller Reserven und Lasten bzw. die Bilanzierung eines derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt für derartige Transaktionen nicht.

Bei einem Verlust der Beherrschung an Tochterunternehmen, bei denen die Otto (GmbH & Co KG) einen maßgeblichen Einfluss weiterhin behält, werden die Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen und alle etwaigen nicht beherrschenden Anteile an diesen Tochterunternehmen ausgebucht. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden Anteile stellt zugleich den Zugangswert für die nachfolgende Bilanzierung nach der Equity-Methode dar.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse sind, sofern wesentlich, herausgerechnet.

Wesentliche assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind mit ihren anteiligen Vermögenswerten und Schulden sowie mit anteiligen Erträgen und Aufwendungen zu bilanzieren. Eine gemeinsame Beherrschung an einer Gesellschaft gemäß IFRS 11 besteht, wenn eine vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung des Unternehmens vorliegt.

Als assoziierte Unternehmen werden Unternehmen definiert, bei denen die Otto (GmbH & Co KG) - in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 % und 50 % - einen maßgeblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Gemäß IFRS 11 werden - je nach Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Teilung von Kontrolle - gemeinsame Vereinbarungen (joint arrangements) in Gemeinschaftsunternehmen (joint ventures) und in gemeinschaftliche Tätigkeiten (joint operations) unterteilt. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist ein rechtlich selbstständiges Unternehmen, bei dem die gemeinschaftlich führenden Parteien Rechte am Nettovermögen der Gesellschaft besitzen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit besteht, wenn die gemeinschaftlich herrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und unmittelbare Verpflichtung für die Verbindlichkeiten haben. In der Otto Group bestehen zurzeit keine gemeinschaftlichen Tätigkeiten, da die Otto Group bei allen Gesellschaften keinen Residualanspruch auf die in der gemeinschaftlichen Aktivität enthaltenen einzelnen Vermögenswerte und Schulden hat.

Disquotale Kapitalerhöhungen gegen Einlage bei assoziierten Unternehmen, die ein Abschmelzen der Beteiligungsquote der Otto Group an diesen Unternehmen zur Folge hat, führen zu einer erfolgswirksamen Anpassung des Equity-Buchwerts.

Hinsichtlich der Ermittlung von derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten sowie der anteiligen Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden gelten die Grundsätze der Vollkonsolidierung. Verluste aus assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die den Beteiligungsbuchwert bzw. sonstige langfristige Forderungen aus der Finanzierung dieser Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine Nachschusspflicht besteht. Kosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser Anteile stehen, werden als Bestandteil der Anschaffungskosten aktiviert.

Die Abschlüsse der Otto (GmbH & Co KG) sowie der einbezogenen Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Abschlüsse der im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich auf den Stichtag der Konzernobergesellschaft erstellt. Konzerngesellschaften mit abweichendem Stichtag werden auf der Grundlage der auf ihren Abschlussstichtag aufgestellten Abschlüsse einbezogen, soweit der Abschlussstichtag höchstens drei Monate vor dem Konzernabschlussstichtag liegt. Vorgänge von besonderer Bedeutung zwischen den Abschlussstichtagen werden berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 erfolgte eine weitestgehend konzernweite Vereinheitlichung bislang abweichender Geschäftsjahre einzelner Konzerngesellschaften auf den Konzernabschlussstichtag. Hieraus ergaben sich im Geschäftsjahr 2017/18 einmalig umsatzerhöhende Effekte in einer Größenordnung von zweieinhalb Prozentpunkten.

(b) Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig angegeben, sind alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Eine Umrechnung mit dem Stichtagskurs erfolgt ebenfalls für derivative Geschäfts- oder Firmenwerte sowie stille Reserven und Lasten, die im Rahmen der Erstkonsolidierung eines Tochterunternehmens bilanziert worden sind. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum gewogenen Durchschnittskurs des jeweiligen Jahres umgerechnet. Eigenkapitalkomponenten der Tochterunternehmen werden zum entsprechenden historischen Kurs bei Entstehung umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen innerhalb der kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen bzw. der Anteile anderer Gesellschafter erfasst.

Für die Umrechnung relevanter Fremdwährungsabschlüsse in Euro wurden die folgenden Kurse verwendet:

Durchschnittskurs Stichtagskurs
Fremdwährung für 1
EUR
2018/19 2017/18 28.02.2019 28.02.2018
US-Dollar (USD) 1,167 1,157 1,142 1,221
Russischer Rubel (RUB) 75,041 67,024 75,089 68,754
Pfund Sterling (GBP) 0,884 0,881 0,858 0,884
Japanischer Yen (JPY) 128,821 128,847 126,440 130,720
Polnischer Zloty (PLN) 4,284 4,227 4,309 4,178
Kanadischer Dollar (CAD) 1,526 1,487 1,504 1,561
Brasilianischer Real (BRL) 4,356 3,707 4,269 3,962
Hongkong Dollar (HKD) 9,149 9,027 8,961 9,560
Schweizer Franken (CHF) 1,150 1,127 1,134 1,152

(3) Erläuterung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(a) Immaterielle Vermögenswerte

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den Kosten angesetzt, die in der Entwicklungsphase nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die aktivierten Herstellungskosten umfassen die direkt und indirekt der Entwicklungsphase zurechenbaren Kosten.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer liegen in der Otto Group mit Ausnahme der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der angesetzten Markenrechte und Domains im Segment Multichannel-Einzelhandel in Höhe von 26.197 TEUR (28. Februar 2018: 26.211 TEUR) nicht vor. Für diese Markenrechte werden entsprechende Unterhaltungsinvestitionen getätigt, um die dauerhafte Werthaltigkeit zu erhalten. Alle anderen selbst erstellten und erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt der Nutzung linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer in Jahren
Software 2 - 12
Lizenzen Vertragslaufzeit
Konzessionen max. 20
Websites max. 1

(b) Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Änderungen der Restwerte bzw. der Nutzungsdauern, die während der Nutzung der Vermögenswerte eintreten, werden in der Bemessung der Abschreibungsbeträge berücksichtigt. Die Kosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen alle Einzelkosten sowie alle Gemeinkosten, die im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Nachträgliche Aufwendungen werden aktiviert, wenn diese zu einer Änderung des Nutzungszwecks bzw. zu einer Erhöhung des Nutzungswerts der Sachanlage führen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen ausgewiesen.

Gemietete oder geleaste Vermögenswerte, die im wirtschaftlichen Eigentum der Otto Group stehen (finance lease), werden mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten oder, sofern niedriger, mit dem Zeitwert des Miet- bzw. Leasingobjekts aktiviert und planmäßig linear abgeschrieben. Der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aus den künftigen Miet- und Leasingraten wird als Verbindlichkeit passiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen konzerneinheitlich über die folgenden Nutzungsdauern:

Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 15 - 50
Mietereinbauten Mietdauer, max. 28
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 30
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 30
Anlagen in finance lease Miet- bzw. Leasingdauer

Bei Vermögenswerten in finance lease, bei denen der Eigentumsübergang auf Unternehmen der Otto Group am Ende des Miet- bzw. Leasingvertrages hinreichend sicher ist, erfolgt die planmäßige Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögenswerte.

(c) Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte inklusive derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf Sachanlagen werden vorgenommen, sofern die Buchwerte der Vermögenswerte nicht mehr durch die zu erwartenden Veräußerungserlöse bzw. die diskontierten Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung gedeckt sind. Wenn eine Ermittlung des erzielbaren Betrags für einzelne Vermögenswerte nicht möglich ist, wird der Cashflow für die nächsthöhere Gruppierung von Vermögenswerten bestimmt, für die ein derartiger Cashflow ermittelt werden kann. Die Zuordnung derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte zu den entsprechenden Berichtseinheiten erfolgt auf Grundlage des internen Berichtssystems.

Die Ermittlung der Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung erfolgt grundsätzlich auf der Grundlage der Konzernplanung mit einem Prognosehorizont von drei Jahren, auf deren Basis eine Trendermittlung der Netto-Cashflows für die nachfolgenden Perioden auf Grundlage eines Wachstumsfaktors von 0,75 % bis 1,00 % vorgenommen wird. Die Diskontierung der prognostizierten Netto-Cashflows wird unter Nutzung eines risikoadjustierten länderspezifischen Zinssatzes auf Nachsteuerbasis durchgeführt. Weitere Parameter werden standardisierten Branchenangaben entnommen. Für die Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden Kapitalisierungszinssätze zwischen 5,88 % und 8,83 % (28. Februar 2018: 6,91 % bis 11,29 %) angewandt.

Zuschreibungen werden vorgenommen, sofern in den Folgeperioden die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen sind. Eine Zuschreibung erfolgt dabei höchstens auf den Betrag, der sich ohne die Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Eine Zuschreibung auf außerplanmäßig abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt nicht.

(d) Finanzinstrumente

In der Otto Group werden originäre und derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Diese umfassen flüssige Mittel, Forderungen, sonstige Finanzanlagen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, finanzielle Verbindlichkeiten sowie Devisentermingeschäfte, Währungsswaps, Devisenoptionen und Zinsswaps.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Otto Group grundsätzlich bei Lieferung, d.h. zum Erfüllungstag, bilanziert. Eine Ausnahme bilden derivative Finanzinstrumente, deren Bilanzierung zum Handelstag erfolgt. Die erstmalige Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt anhand seiner Einstufung in die drei Kategorien des IFRS 9: "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC)", "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI)" und "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVPL)". Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser in der Otto Group zum Zeitwert zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst, sofern dieser nicht der Kategorie FVPL zuzuordnen ist. Eine Ausnahme bilden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponenten, welche zum Transaktionspreis bewertet werden. Die Folgebewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IFRS 9 entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode oder erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam jeweils zum beizulegenden Zeitwert.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Zeitpunkt der Erstbilanzierung zum Zeitwert unter Berücksichtigung von Agien, Disagien und Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Langfristige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Bei finanziellen Verbindlichkeiten der Kategorie FVPL erfolgt sowohl in der Erst- als auch in der Folgebilanzierung eine Bewertung zum Zeitwert.

Die Berechnung der Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten basiert gemäß IFRS 9 auf einem Modell der erwarteten Kreditausfälle. Dies erfordert Ermessensentscheidungen bezüglich der Beurteilung, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für Vertragsvermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden sowie wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist. Die Otto Group verwendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das vereinfachte Modell zur Abbildung der Risikovorsorge, wonach sich die Höhe der Wertberichtigung ab der erstmaligen Erfassung der Forderung anhand der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemisst. Für Forderungen aus Finanzdienstleistungen wird die Sondervorschrift für finanzielle Vermögenswerte mit objektivem Hinweis auf Wertminderungen bei Zugang verwendet. Diese sind mit ihrem um die für die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditverluste reduzierten Buchwert anzusetzen und entsprechend mit einem risikoadjustierten Effektivzinssatz zu amortisieren. Zum Abschlussstichtag sind nur die kumulierten Veränderungen der seit dem erstmaligen Ansatz über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertberichtigung zu erfassen.

Finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sofern entweder die Rechte auf die aus den Vermögenswerten generierbaren Zahlungsströme erloschen sind oder nahezu alle Risiken in einer Form auf einen Dritten übertragen wurden, so dass die Kriterien für eine Ausbuchung erfüllt sind. Die Otto Group veräußert im Rahmen von ABS-Transaktionen (asset-backed securities) Forderungen mit einer Laufzeit bis zu drei Jahren. Ungeachtet des rechtlichen Übergangs der Forderungen auf den Erwerber sind die Forderungen durch die Otto Group weiterhin zu bilanzieren, sofern aufgrund der vertraglichen Gestaltungen wesentliche Risiken und Chancen bei den Konzerngesellschaften verbleiben. Für die den Konzerngesellschaften aus der Veräußerung zufließenden liquiden Mittel wird, sofern die Forderungen weiterhin im Konzern bilanziert werden, bis zur Tilgung der Forderungen durch den Kunden eine Verbindlichkeit bilanziert. Ein weiterer Bestandteil der ABS-Transaktionen ist die Verpflichtung der Otto Group, für die veräußerten Forderungen die Verwaltung zu gewährleisten. Für diese Verpflichtungen werden zum Bilanzstichtag angemessene Rückstellungen in Höhe von 5.109 TEUR (28. Februar 2018: 5.241 TEUR) gebildet.

Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die Verpflichtungen entweder erfüllt, aufgehoben oder abgelaufen sind sowie bei wesentlichen Änderungen der Vertragsbedingungen.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

Die flüssigen Mittel umfassen die Kassenbestände und Bankguthaben. Sie sind zum Nominalwert bilanziert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus Finanzdienstleistungen und sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit ihren Zeitwerten angesetzt. In den Forderungen aus Finanzdienstleistungen sind angekaufte Forderungen enthalten.

Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Wertminderungen von Forderungen und sonstigen originären finanziellen Vermögenswerten werden auf einem Wertberichtigungskonto berücksichtigt. Wertberichtigungen werden gebildet, soweit nach objektiven Hinweisen ein Ausfallrisiko bei dem finanziellen Vermögenswert besteht bzw. zu erwarten ist. Ein finanzieller Vermögenswert gilt als ausfallgefährdet, wenn der Kreditnehmer seine Verpflichtungen gegenüber der Otto Group voraussichtlich nicht vollständig erfüllt bzw. der finanzielle Vermögenswert an ein Inkassounternehmen abgegeben wird. Zum Abschlussstichtag wird die Werthaltigkeit der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte im Konzern überprüft. Eine Wertminderung besteht, wenn mindestens ein Ereignis eintritt, welches sich nachteilig auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts auswirkt. Hinweise auf eine Wertminderung können beispielsweise Verzögerungen oder Ausfälle von Zins- oder Tilgungszahlungen, Verschlechterungen der Kreditwürdigkeit, eine hohe Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz eines Schuldners oder eingetretene oder erwartete Veränderungen politischer oder makroökonomischer Rahmenbedingungen sein. Die Höhe der Wertberichtigung basiert auf historischen Werten sowie auf Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Verhältnisse und Ereignisse bzw. individuellen Risikoeinschätzungen. Ist von einer Uneinbringlichkeit auszugehen, werden die Posten ausgebucht.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden keine Änderungen an signifikanten Annahmen zur Einschätzung von Wertberichtigungen vorgenommen.

Finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Convertible Notes, welche in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthalten sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da diese nicht per se zu Zins- und Tilgungszahlungen führen und somit nicht zu einem Zahlungsstrom. Darüber hinaus beinhaltet diese Kategorie Earn-Out-Vereinbarungen, deren Zeitwert sich in Abhängigkeit von bestimmten Variablen verändert.

Investitionen in Eigenkapitalinstrumente

Anteile an Unternehmen, die nicht nach IFRS 10, IFRS 11 bzw. IAS 28 bilanziert werden, werden in den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen. Für diese Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sieht der IFRS 9 entweder eine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vor oder die Möglichkeit einer Erfassung der Wertänderungen in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen. Die Entscheidung zur Klassifizierung ist auf Ebene des einzelnen Finanzinstruments zu treffen.

Die Otto Group erfasst die Investitionen in Eigenkapitalinstrumente sowohl erfolgsneutral als auch erfolgswirksam. Investitionen, für die es nicht möglich ist, die Wertänderungen in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen zu berücksichtigen, sind erfolgswirksam bewertet. Dies ist der Fall, wenn die Anteile die in IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich der Eigenkapitalklassifizierung nicht erfüllen oder nicht zu strategischen Zwecken gehalten werden. Für alle anderen Beteiligungen ist grundsätzlich eine Bewertung zum Zeitwert erfolgsneutral möglich. Die Entscheidung für eine Klassifizierung zum FVOCI bzw. FVPL wird auf Einzelfallebene vorgenommen. Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Für Investitionen in Eigenkapitalinstrumente erfolgt eine Bewertung zu Anschaffungskosten, wenn der Zeitwert weder aus Börsen- bzw. Referenztransaktionswerten abgeleitet noch aufgrund volatiler bzw. nicht verlässlich bestimmbarer Cashflows mittels geeigneter Bewertungsmodelle ermittelt werden kann.

Werden Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral erfasst wurden, veräußert oder aufgrund einer dauerhaften Wertminderung abgeschrieben, werden die bis zu diesem Zeitpunkt nicht realisierten Gewinne und Verluste unter Berücksichtigung ihrer steuerlichen Auswirkungen erfolgsneutral in das erwirtschaftete Konzerneigenkapital umgegliedert. Bei erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Investitionen werden die aus der Veränderung des Zeitwerts resultierenden Gewinne und Verluste direkt erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Derivative Finanzinstrumente werden in der Otto Group zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken eingesetzt. Der Ansatz der derivativen Finanzinstrumente erfolgt dabei zum Zeitwert.

Die Bilanzierung von Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente hängt davon ab, ob diese Instrumente als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden und die Voraussetzungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 erfüllt sind.

Sind diese Voraussetzungen trotz eines bestehenden wirtschaftlichen Sicherungszusammenhangs nicht gegeben, werden die Zeitwertänderungen der derivativen Finanzinstrumente unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Der effektive Teil der Zeitwertänderung eines derivativen Finanzinstruments, das als Sicherungsinstrument bestimmt wurde und die Voraussetzungen für die Bilanzierung einer Sicherungsbeziehung für die Absicherung von Zahlungsströmen erfüllt (cash flow hedge), wird unter Berücksichtigung des darauf entfallenden steuerlichen Effekts unmittelbar in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen bilanziert. Der ineffektive Teil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der effektive Teil wird dann ergebniswirksam in die Umsatzerlöse bzw. direkt in die Anschaffungskosten der Vorräte einbezogen, wenn die erwarteten Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft den Gewinn oder Verlust beeinflussen.

Des Weiteren bestehen Optionen auf von der Otto Group gehaltene Anteile an assoziierten Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der Anteile an der COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d´Ascq, Frankreich. Die Optionen werden entsprechend IFRS 9 mit dem Zeitwert bewertet. Änderungen der Zeitwerte werden erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Die Zeitwertänderung eines monetären Postens, der als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert ist und auf Veränderungen des Fremdwährungskurses zurückgeht, wird in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen bilanziert. Der Gewinn oder Verlust, der in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst wurde, ist bei Veräußerung oder Liquidation des ausländischen Geschäftsbetriebs vom Konzern-Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern. Der monetäre Posten stellt einen Bestandteil der Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieb dar, wenn dessen Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist.

Zeitwerte der Finanzinstrumente

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der dem Preis zugrunde liegende Geschäftsvorfall entweder auf dem Hauptmarkt oder dem vorteilhaftesten Markt, zu dem die Otto Group Zugang hat, stattfindet. Der Preis bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung zugrunde legen würden, und beinhaltet die Berücksichtigung des Kreditrisikos.

Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden auf Basis entsprechender Marktwerte oder durch Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden bestimmt. Für flüssige Mittel und andere originäre kurzfristige Finanzinstrumente wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht.

Bei langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie langfristigen Verbindlichkeiten erfolgt die Bestimmung des Zeitwerts auf Grundlage der erwarteten Zahlungsströme unter Anwendung der zum Bilanzstichtag herrschenden Referenzzinssätze. Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden auf Grundlage der zum Bilanzstichtag bestehenden Fremdwährungsterminkurse sowie Referenzzinssätze ermittelt. Das Kreditausfallrisiko des jeweiligen Kontrahenten wird auf Basis des Add-On Verfahrens unter Berücksichtigung der kontrahentenspezifischen Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. Dabei wird die Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis von liquiden CDS-Spreads oder marktnotierten Bondpreisen ermittelt.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Put-Optionen berücksichtigt vertraglich vereinbarte Zahlungen. Sofern geplante Erfolgskomponenten für den beizulegenden Zeitwert relevant sind, werden diese auf Basis der Discounted Cashflow-Methode unter Berücksichtigung der jeweiligen Unternehmensplanungen ermittelt. Die Abzinsungssätze basieren auf gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten. Relevante nicht beobachtbare Inputfaktoren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts sind geplante Erfolgskomponenten. Der Konzern führt eine regelmäßige Überprüfung der wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren sowie der Bewertungsanpassungen durch.

Bei den Zinsswaps erfolgt die Bewertung durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der am Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze. Für die Ermittlung der Marktwerte von Devisentermingeschäften wird der kontrahierte Terminkurs mit dem Terminkurs des Bilanzstichtags für die Restlaufzeit verglichen. Der daraus resultierende Wert wird unter Berücksichtigung aktueller Marktzinssätze der entsprechenden Währung auf den Bilanzstichtag diskontiert. Die Bewertung der Devisenoptionen erfolgt mittels eines anerkannten finanzmathematischen Verfahrens (Black-Scholes-Modell) unter Berücksichtigung der am Bilanzstichtag geltenden Devisenkurse und Devisenvolatilitäten. Die Otto Group schließt Derivate ausschließlich mit Banken mit einem mindestens ausreichenden Bonitätsrating ab. Das eigene sowie das kontrahentenspezifische Ausfallrisiko werden regelmäßig überwacht und in die Ermittlung der Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente einbezogen.

(e) Vorräte

Die Bewertung der Vorräte zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.

Für die in den Vorräten enthaltenen Handelswaren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt die Ermittlung der Anschaffungskosten auf der Grundlage eines gewichteten Durchschnittswerts bzw. unter Anwendung der Standardkostenmethode.

Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen umfassen alle der Leistungserstellung zurechenbaren Einzelkosten und Gemeinkosten.

(f) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensions- und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt dabei auf Basis von Pensionsgutachten unter Einbeziehung der zur Deckung dieser Verpflichtungen bestehenden Vermögenswerte (Planvermögen). Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne in den Nettozinsaufwendungen enthaltene Zinserträge) und die Auswirkungen einer etwaigen Vermögensobergrenze (ohne in den Nettozinsaufwendungen enthaltene Zinserträge). Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen auf die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungssatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Periode verwendet wurde. Die Nettozinsaufwendungen sowie laufender und nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

(g) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Abschlussstichtag bestehenden, auf vergangene Ereignisse zurückzuführenden rechtlichen und faktischen Verpflichtungen der Otto Group gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig ermittelt werden kann. Die Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Langfristige Rückstellungen werden auf der Grundlage entsprechender Marktzinssätze mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen werden angesetzt, wenn zum Bilanzstichtag die Maßnahmen hinreichend konkretisiert sind und eine Kommunikation an die durch die Maßnahmen Betroffenen bzw. deren Interessenvertretung erfolgt ist.

(h) Latente Steuern

Latente Steuern werden zur Berücksichtigung zukünftiger steuerlicher Folgen von temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Bemessungsgrundlagen der Vermögenswerte und Schulden und deren Wertansätzen im IFRS-Abschluss sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die Bemessung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage der vom Gesetzgeber zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres erlassenen Regelungen für die Geschäftsjahre, in denen sich die Differenzen ausgleichen bzw. die Verlustvorträge wahrscheinlich genutzt werden. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und Verlust- bzw. Zinsvorträge werden nur dann angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in näherer Zukunft hinreichend gesichert erscheint.

Auf temporäre Unterschiede, die aus der Zeitwertbilanzierung von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen von Unternehmenserwerben resultieren, werden latente Steuern bilanziert.

Latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede bei derivativen Geschäfts- oder Firmenwerten nur dann angesetzt, wenn die Abschreibungen auf derivative Geschäfts- oder Firmenwerte steuerlich geltend gemacht werden können.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, sofern sich diese auf Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und die laufenden Steuern miteinander verrechnet werden können.

(i) Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsatzerlöse werden entsprechend dem im laufenden Geschäftsjahrs erstmals anzuwendenden Standard IFRS 15 dann realisiert, wenn die Leistungsverpflichtung durch Übergang der Kontrolle über das Gut bzw. die Leistung an den Kunden erfüllt ist.

Im Segment Multichannel-Einzelhandel erfolgt die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen. Somit wird der Umsatz realisiert, wenn die Verfügungsgewalt auf den Endkunden mit Übergabe des Gutes an diesen übergeht. Einen Teil der Umsätze generiert die Otto Group durch die Bereitstellung von Handelsplattformen an externe Verkäufer. Die hieraus resultierenden Vermittlungsleistungen werden zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses mit dem Endkunden realisiert.

Überwiegend erfolgen die Zahlungseingänge der Kunden vor Erreichen des Zahlungsziels. Die Zahlungsziele richten sich nach den geltenden Geschäftsbedingungen der jeweiligen Konzerngesellschaft. Der Anspruch auf Zahlung wird jedoch maximal 30 Tage nach Lieferung fällig. Finanzierungskäufe auf Basis marktüblicher Zinssätze werden mit einer Laufzeit von bis zu 68 Monaten angeboten. Bei Vereinnahmung der Zahlungen vor Erfüllung der vertraglichen Leistung werden diese als vertragliche Verbindlichkeit passiviert und resultieren im Wesentlichen aus von Kunden getätigten Anzahlungen, Kundenbindungsprogrammen, noch nicht eingelösten Kundengutscheinen und noch nicht in Anspruch genommene Garantieverlängerungen. Zinserlöse aus Kundenfinanzierungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen.

Der Transaktionspreis enthält variable Komponenten in Form von eingeräumten Rückgaberechten und Rabatten. Die prognostizierten Retouren werden auf Grundlage der Erwartungen für die einzelnen Produktkategorien bestimmt. Rücknahmeverpflichtungen für erwartete Erstattungen werden passivisch ausgewiesen. Ein Anspruch auf Rücklieferung der Ware wird als sonstiger Vermögenswert aktiviert.

Umsätze im Segment Finanzdienstleistungen werden maßgeblich durch Treuhandinkasso zum Zeitpunkt der Leistungserbringung realisiert. Die Leistung gilt mit Zahlungseingang als erbracht. Die vereinbarte Provision wird von der Zahlung einbehalten und mindert den Auszahlungsbetrag an den Kunden. Erträge aus angekauften Forderungen werden bei Geldeingang in den Umsatzerlösen erfasst. Die Umsatzerlöse entsprechen den Geldeingängen aus den angekauften Forderungen vermindert um die nach der Effektivzinsmethode ermittelten Tilgungen.

Im Segment Service wird der Umsatz vor allem durch Transport- und Fullfilmentleistungen generiert und zeitraumbezogen erfasst. Dem Kunden fließt der Nutzen aus der Dienstleistung zu, während diese erbracht wird. Die Umsatzerfassung richtet sich somit nach dem Leistungsfortschritt. Bei Transporterlösen entspricht dies z.B. dem Verhältnis von bereits gefahrener Strecke zur Gesamtstrecke. Bei Umsätzen mit privaten Endverbrauchern erfolgt der Zahlungseingang mit Aufgabe des Transportgutes. Die Zahlung wird in Abhängigkeit des Leistungsfortschritts als vertragliche Verbindlichkeit passiviert. Im B2B-Geschäft wird ein Zahlungsziel von bis zu 100 Tagen (2017/18: 120 Tage) gewährt. Der Zahlungseingang erfolgt überwiegend bis zu diesem Zeitpunkt.

Vertraglich festgelegte Boni werden auf Basis von Erwartungswerten als variable Komponente in den Transaktionspreis einbezogen.

In allen drei Segmenten unterteilt die Otto Group die vertraglichen Verbindlichkeiten in noch ausstehende Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr bzw. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr. Letztere beinhalten vor allem Kundenbindungsprogramme, Kundengutscheine und Garantieverlängerungen. Bei Kundenbindungsprogrammen und Kundengutscheinen wird der Umsatz zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme realisiert. Üblicherweise erfolgt die Inanspruchnahme zwischen 2 und 12 (2017/18: 3 und 9) Monaten nach Kauf des Gutscheins bzw. zwischen 1 und 12 (2017/18: 1 und 12) nach Erlangung der Bonuspunkte. Im Falle von Garantieverlängerungen wird der Umsatz im Zeitablauf linear realisiert. Weitere noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen weisen eine Laufzeit von bis einem Jahr auf und werden unter Anwendung der Vereinfachungsmöglichkeiten nicht gesondert ausgewiesen.

Kosten der Vertragserlangung bei einer Nutzungsdauer von bis zu einem Jahr werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Die Erfassung von sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen wahrscheinlich zufließen wird.

Erträge aus Sale-and-lease-back-Transaktionen werden sofort ergebniswirksam erfasst, sofern der Miet- bzw. Leasingvertrag als operating lease klassifiziert wird und der Verkaufspreis dem Zeitwert der Vermögenswerte entspricht.

Zinserträge, die in der Otto Group aus der Kreditierung des Verkaufs von Handelswaren entstehen, werden unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode periodengerecht vereinnahmt. Gebühren aus Bankdienstleistungen und sonstigen Finanzdienstleistungen, wie dem Forderungsmanagement bzw. der Inkassotätigkeit, werden als Erträge aus Finanzdienstleistungen erfasst, sobald die entsprechende Leistung erbracht worden ist.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Aufwendungen im Rahmen von Miet- und Leasingverhältnissen, die als operating lease zu klassifizieren sind, werden im Zeitpunkt der Nutzung der Miet- bzw. Leasinggegenstände verursachungsgerecht erfasst. Die Kosten für Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen werden zu dem Zeitpunkt aufwandswirksam erfasst, an dem die Otto Group die Verfügungsmacht über die in dem Zusammenhang verwendeten Güter bzw. Dienstleistungen erlangt. Die Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen umfassen entsprechend dem IAS 38 auch die im Multichannel-Einzelhandel verwendeten Kataloge.

Zinsen werden periodengerecht als Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten werden gemäß IAS 23 aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den bei der Otto Group in der Regel ein Zeitraum von über einem Jahr für die Anschaffung bzw. Herstellung vorgesehen ist.

Zinsvorteile aus unterverzinslichen Darlehen der öffentlichen Hand werden ergebniswirksam vereinnahmt und periodengerecht abgegrenzt, wobei der Anteil für zukünftige Geschäftsjahre in einen Abgrenzungsposten eingestellt wird.

Dividenden werden grundsätzlich mit der Entstehung des Rechtsanspruchs als Ertrag realisiert.

(j) Aktienbasierte Vergütungen

Die bei einer Konzerngesellschaft in den USA bestehenden aktienbasierten Vergütungssysteme in Form von Aktienoptionen bzw. aktienbasierten Wertsteigerungsrechten für Führungskräfte werden gemäß IFRS 2 bilanziert. Die in Form von Aktienoptionen bzw. Aktien aufgelegten Programme räumen den Mitarbeitern das Recht ein, die nach Ausübung der gewährten Aktienoptionen erworbenen bzw. erhaltenen Aktien zum dann bestehenden Wert der Aktie anzudienen. Insofern werden diese Programme sowie die den Mitarbeitern gewährten Wertsteigerungsrechte in Höhe des Zeitwerts unter Berücksichtigung des Erdienungszeitraums aufwandswirksam unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.

(k) Klassifizierung des Gesellschafterkapitals bei Personenhandelsgesellschaften

Die Otto (GmbH & Co KG) als Konzernobergesellschaft ist in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft organisiert, bei der der Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechts, das durch den Gesellschaftsvertrag nicht ausgeschlossen werden kann, die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile (Buchwertklausel) verpflichten kann.

Gemäß IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen u.a. die Qualifizierung des Finanzinstruments als nachrangigste Klasse und der Anspruch der Inhaber der Finanzinstrumente auf das anteilige Nettoreinvermögen im Falle der Liquidation sowie die Abhängigkeit der für das Finanzinstrument erwarteten Cashflows vom Ergebnis bzw. von Wertänderungen des Nettoreinvermögens. Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile bei der Otto (GmbH & Co KG) aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass die Kommanditanteile im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen werden. Die Gewinnzuweisungen an die Kommanditisten werden dementsprechend in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals als Gesellschaftertransaktion außerhalb des Konzern-Gesamtergebnisses erfasst.

Die Anteile außenstehender Gesellschafter an konsolidierten Personenhandelsgesellschaften, bei denen derartige Kündigungsrechte bestehen, sind als Fremdkapital zu klassifizieren und werden unter der Position "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" ausgewiesen, da diese Anteile die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich der Eigenkapitalklassifikation nicht erfüllen. Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der Verbindlichkeit werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand oder Ertrag erfasst.

(l) Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine

Finanzinstrumente, die die Otto Group am Kapitalmarkt ausgibt, werden als Eigenkapital klassifiziert, sofern aufgrund fehlender Inhaberkündigungsrechte die Otto Group keine Verpflichtung zur Rückzahlung des durch die Inhaber eingezahlten Kapitals hat. Die Vergütung für derartige Instrumente wird dementsprechend nicht als Zinsaufwand, sondern als Zuweisung im Rahmen der Ergebnisverwendung bilanziert.

Von der Otto Group ausgegebene Genussscheine sind Teil des Konzern-Eigenkapitals, sofern sich aufgrund der Ausgestaltung der Genussscheinbedingungen keine Verpflichtung der Otto Group zur Rückzahlung ergibt, deren Entstehung außerhalb des Ermessens der Otto Group steht. Die Vergütung auf diese Genussscheine wird dementsprechend im Rahmen der Ergebnisverwendung erfasst. Die Transaktionskosten werden als Abzug vom Eigenkapital bilanziert.

(m) Genussrechte

Genussrechte, die die Otto Group an Mitarbeiter ausgibt, werden gemäß IAS 32 als Fremdkapital klassifiziert, da nach Ablauf einer sechsjährigen Sperrfrist auf Verlangen des Genussrechtsinhabers eine Rücknahmeverpflichtung für die Otto Group entstehen kann und diese zur Klasse der puttable instruments zählenden Finanzinstrumente im Liquidationsfall vorrangig vor den Ansprüchen der Gesellschafter bedient werden. Die auf die ausgegebenen Genussrechte gewährten Firmenzuschüsse werden im Personalaufwand und die erfolgsabhängigen Gewinn- und Verlustbeteiligungen unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. Erträgen ausgewiesen.

(n) Transaktionen in Fremdwährung

Einkäufe und Verkäufe in Fremdwährungen werden mit dem zum Zeitpunkt der Lieferung geltenden Tageskurs umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem geltenden Währungskurs am Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden ergebniswirksam erfasst.

(o) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden unter den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten ausgewiesen, sofern eine Veräußerung der Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen innerhalb der nächsten zwölf Monate als sehr wahrscheinlich angesehen wird, sich die Vermögenswerte in einem veräußerungsbereiten Zustand befinden und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Ein Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe würde zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann unter Berücksichtigung der Vorgaben des IFRS 5 den verbleibenden Vermögenswerten und Schulden anteilig zugeordnet werden, mit der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten, latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit Leistungen an Arbeitnehmern, die weiterhin gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein Verlust zugeordnet wird.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungsaufwendungen, die bei der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten entstehen, und spätere Gewinne und Verluste der Neubewertung bis zur Veräußerung werden ergebniswirksam erfasst. Sofern Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die bisher nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden, aufgrund des Vorliegens der Kriterien des IFRS 5 in die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte umgegliedert werden, wird die Bilanzierung nach der Equity-Methode nicht mehr fortgesetzt.

Eine zur Veräußerung gehaltene Gruppe von Vermögenswerten wird als aufgegebener Geschäftsbereich im Sinne des IFRS 5 klassifiziert, wenn diese Gruppe hinsichtlich der Geschäftsaktivitäten und Zahlungsströme eindeutig von den restlichen Einheiten des Konzerns abgegrenzt werden kann und eine wesentliche Geschäftsaktivität darstellt. Sofern eine Geschäftsaktivität als aufgegebener Geschäftsbereich berichtet wird, erfolgt eine separate Darstellung der Geschäftsaktivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Vergleichsinformationen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden rückwirkend angepasst, als ob der Geschäftsbereich bereits zu Beginn der Vergleichsperiode als aufgegebener Geschäftsbereich klassifiziert worden wäre.

Unter den aufgegebenen Geschäftsaktivitäten werden auch Gruppen von Vermögenswerten dargestellt, deren Veräußerung im Zusammenhang mit einem Plan zur Aufgabe einer Geschäftsaktivität steht und die innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Designation veräußert werden.

(p) Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des IFRS-Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die Einfluss auf den Ausweis von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen haben. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen.

Wesentliche Schätzungen und Annahmen wurden insbesondere hinsichtlich der Festlegung der konzerneinheitlichen Abschreibungsdauern auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (siehe Ziffern (16) und (17)), der Bewertung von Investments im Rahmen von Venture-Aktivitäten (siehe Ziffer (18)), der Wertberichtigungen auf Handelswaren und Forderungen (siehe Ziffern (19) und (20)), der Festlegung der Retourenquoten für die Bemessung der Herausgabeansprüche aus erwarteten Retouren (siehe Ziffern (6) und (22)), der Parameter für die Bewertung der Pensionsrückstellungen (siehe Ziffer (25)), der Bestimmung des Zeitwerts der Verpflichtungen aus Put-/Call-Optionen und aktienbasierten Vergütungen (siehe Ziffer (31)) sowie der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern (siehe Ziffer (15)) vorgenommen. Den Bewertungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Rahmen von Werthaltigkeitstests nach IAS 36 wurden Plandaten für die Ermittlung von Cashflows sowie standardisierte Branchenangaben für die Bestimmung der Kapitalisierungszinssätze zugrunde gelegt.

Für Sensitivitätsanalysen im Rahmen der Angaben nach IFRS 7 in Ziffer (37)(c) wurden fiktive Währungs- und Zinskurven verwendet, die von den tatsächlichen Marktdaten am Bilanzstichtag abweichen können.

(q) Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Die im Geschäftsjahr 2018/19 erstmalig verpflichtend anzuwendenden Standards hatten bis auf den IFRS 9 und den IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Auswirkungen durch die erstmalige Anwendung des IFRS 9 und des IFRS 15 werden in Ziffer (3)(r) erläutert.

Die folgenden vom IASB veröffentlichten Standards mit möglichem Einfluss auf den IFRS-Konzernabschluss der Otto Group sind aufgrund der noch nicht erfolgten Anerkennung durch die EU bzw. des noch nicht eingetretenen Erstanwendungszeitpunkts noch nicht verpflichtend anzuwenden. Sofern eine Anerkennung durch die EU bereits vorliegt, hat die Otto Group eine vorzeitige Anwendung nicht durchgeführt. Die Standards bzw. Änderungen von bestehenden Standards sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Anwendungszeitpunkt beginnen.

Anwendungszeitpunkt
IFRS 16 Leases 1. Januar 2019
IFRS 9 Prepayment Features with Negative Compensation (Amendments to IFRS 9) 1. Januar 2019
IAS 19 Plan Amendment, Curtailment or Settlement (Amendments to IAS 19) 1. Januar 2019
IAS 28 Long-term Interests in Associates and Joint Ventures (Amendments to IAS 28) 1. Januar 2019
Diverse Improvements to IFRSs (2015-2017) 1. Januar 2019
IFRIC 23 Uncertainty over Income Tax Treatments 1. Januar 2019
Conceptual * Framework Amendments to References to the Conceptual Framework in IFRS Standards 1. Januar 2020
IFRS 3 * Business Combinations (Amendments to IFRS 3) 1. Januar 2020
IAS 1/ IAS 8 * Definition of Material (Amendments to IAS 1 and IAS 8) 1. Januar 2020
IFRS 17 * Insurance Contracts 1. Januar 2021

* Der Standard oder die Standardänderungen wurden von der EU bisher nicht übernommen.

Der IFRS 16, der die zukünftige Bilanzierung von Leasingverhältnissen beinhaltet, wird den IAS 17 sowie die dazugehörigen Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 und SIC 27 ersetzen und führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, nach dem für Leasingnehmer zukünftig die Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt. Mit Einführung des IFRS 16 erfasst der Leasingnehmer in seiner Bilanz grundsätzlich das aus Leasingverhältnissen resultierende Recht an der Nutzung des Vermögenswertes (right-of-use asset) sowie eine Schuld (Leasingverbindlichkeit), die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Davon ausgenommen sind die Ausnahmeregelungen für Leasingverträge über kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Für Leasinggeber bleiben die Regelungen aus IAS 17 weitgehend bestehen. Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen werden, werden beim Leasinggeber weiterhin als Finanzierungs-Leasingverhältnisse klassifiziert, alle anderen Leasingverträge als Operating-Leasingverhältnisse. Darüber hinaus enthält der IFRS 16 weitere Regelungen zum Ausweis und zu den Anhangangaben sowie zu Sale-and-lease-back-Transaktionen.

Die Otto Group ist verpflichtet, den IFRS 16 erstmalig ab dem Geschäftsjahr 2019/20 einzuführen und wird diesen unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode anwenden. Bei der modifiziert retrospektiven Methode erfolgt keine Anpassung der Vorjahresvergleichszahlen. Zudem wird der Konzern die Nutzungsrechte im Erstanwendungszeitpunkt auf Basis der entsprechenden Leasingverbindlichkeiten erfassen. Bei nach IAS 17 bereits bestehenden Finanzierungs-Leasingverträgen werden die bestehenden Restbuchwerte für den Vermögenswert und die Verbindlichkeit im Erstanwendungszeitpunkt übernommen.

Die Otto Group hat die geschätzten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 beurteilt. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards können hiervon abweichen, da das konzernübergreifende Projekt zur Implementierung des IFRS 16 und die Einführung einer konzernweiten IT-Lösung zur Abbildung der Leasingverhältnisse noch nicht final abgeschlossen sind.

Sachverhalte, die als wesentliche Leasingverhältnisse in der Otto Group identifiziert wurden, sind die Anmietung von Stationärflächen (Filialgeschäfte), insbesondere durch Konzerngesellschaften im Segment Multichannel-Einzelhandel in Deutschland, in den USA und in Japan sowie die Anmietung von Wechselaufbaubrücken, Transportfahrzeugen und LKW durch Konzerngesellschaften im Segment Service in Deutschland, Großbritannien und Frankreich. Ebenfalls wesentliche Leasingverhältnisse ergeben sich aus der Anmietung von Büroflächen und -gebäuden durch eine Vielzahl von Konzerngesellschaften in allen drei Segmenten.

Aufgrund der bestehenden Leasingverhältnisse geht die Otto Group davon aus, dass ein Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit in der Konzern-Bilanz zu erfassen sind. Der Konzern plant darüber hinaus, von den Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte Gebrauch zu machen. Auf Basis der gegenwärtig abgeschlossenen Leasingverträge erwartet die Otto Group aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 eine Erhöhung der Konzernbilanzsumme um rund 1,3 Mrd. EUR, welche mit einer Verminderung der Konzerneigenkapitalquote zum 1. März 2019 einhergehen wird. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine Ausweisänderung. Der Aufwand aus Operating-Leasingverträgen wird bislang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dargestellt. Zukünftig werden stattdessen Abschreibungen auf Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen. Diese Ausweisänderung führt zu einer geringfügigen Belastung des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Zudem wird sich in der Konzern-Kapitalflussrechnung eine Verschiebung zwischen dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergeben, da die Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverträgen den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit nicht mehr belasten werden.

(r) Anpassung von Vergleichsinformationen

Die Otto Group hat im Geschäftsjahr 2018/19 erstmalig die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 und IFRS 15 angewendet. Im Folgenden werden die Änderungen auf die ausgewiesenen Vorjahreswerte in der Konzern-Bilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Für die Konzern-Kapitalflussrechnung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2017/18.

Entsprechend IAS 8 ergeben sich folgende Auswirkungen aus der rückwirkenden Anpassung auf die Konzern-Bilanz:

28.02.2018 Wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung IFRS 9
in TEUR
Anpassung IFRS 15
in TEUR
28.02.2018 Angepasst
in TEUR
Vorräte 1.616.718 0 51.210 1.667.928
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.228.126 0 140.481 1.368.607
Kurzfristige sonstige übrige Vermögenswerte 260.471 0 -5.005 255.466
Aktive latente Steuern 134.891 0 5.020 139.911
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 739.621 4.472 -16.284 727.809
Kumulierte erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -625.396 -4.472 -869 -630.737
Anteile anderer Gesellschafter 681.319 0 -319 681.000
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.426.845 0 196.847 1.623.692
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. nahestehende Personen und Unternehmen 24.516 0 16.931 41.447
Kurzfristige sonstige übrige Verbindlichkeiten 430.822 0 -6.312 424.510
Passive latente Steuern 82.981 0 1.712 84.693
01.03.2017 Wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung IFRS 9
in TEUR
Anpassung IFRS 15
in TEUR
01.03.2017 Angepasst
in TEUR
Vorräte 1.403.377 0 40.055 1.443.432
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.187.563 0 160.711 1.348.274
Kurzfristige sonstige übrige Vermögenswerte 328.203 0 -3.978 324.225
Aktive latente Steuern 118.155 0 4.140 122.295
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 353.839 5.956 -14.764 345.031
Kumulierte erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -537.903 -5.956 0 -543.859
Anteile anderer Gesellschafter 756.832 0 -261 756.571
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.335.904 0 204.911 1.540.815
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. nahestehenden Personen und Unternehmen 17.093 0 12.337 29.430
Kurzfristige sonstige übrige Verbindlichkeiten 461.915 0 -5.865 456.050
Passive latente Steuern 84.626 0 4.570 89.196

Für die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung ergeben sich folgende Anpassungen der Vergleichsinformationen:

2017/18 Wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung IFRS 9
in TEUR
Anpassung IFRS 15
in TEUR
2017/18 Angepasst
in TEUR
Umsatzerlöse 13.652.891 0 6.916 13.659.807
Erlöse aus Kundenfinanzierung 0 0 128.605 128.605
Materialaufwand -7.184.480 -12.539 10.550 -7.186.469
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.263.641 0 -27 -4.263.668
Sonstige betriebliche Erträge 795.920 0 -150.848 645.072
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 404.971 -12.539 -4.804 387.628
Sonstiges Finanzergebnis 326.949 10.793 0 337.742
Ergebnis vor Steuern (EBT) 628.994 -1.746 -4.804 622.444
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -109.899 263 3.223 -106.413
Jahresüberschuss 519.095 -1.483 -1.581 516.031
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Jahresüberschuss 439.970 -1.483 -1.520 436.967
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Jahresüberschuss 73.782 0 -61 73.721

Folgende Anpassungen der Vergleichsinformationen ergeben sich für die Konzern-Gesamtergebnisrechnung:

2017/18 Wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung IFRS 9
in TEUR
Anpassung IFRS 15
in TEUR
2017/18 Angepasst
in TEUR
Jahresüberschuss 519.095 -1.483 -1.581 516.031
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen -61.240 0 -867 -62.107
Veränderung der Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges nach Steuern -20.295 1.483 0 -18.812
erfolgsneutral erfasst -967 -29.743 0 -30.710
erfolgswirksam umgegliedert -19.328 31.226 0 11.898
Gesamtergebnis 431.248 0 -2.448 428.800
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Gesamtergebnis 352.141 0 -2.387 349.754
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Gesamtergebnis 73.764 0 -61 73.703

Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 hat die Otto Group ihre Regelungen zur Erlöserfassung überprüft und übernimmt die Änderungen für den Konzernabschluss nach der vollständig retrospektiven Methode, so dass eine Anpassung der Vorjahreswerte erfolgte.

Im Segment Multichannel-Einzelhandel erfolgt die Umsatzrealisierung nunmehr zeitpunktbezogen. Die Erstanwendung des IFRS 15 führt hierbei zu einer rückwirkenden Verminderung des erwirtschafteten Konzern-Eigenkapitals zum 1. März 2017 in Höhe von 15.025 TEUR, zu einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und zu einem Anstieg der Vorräte. Erwartete Forderungsstornierungen aufgrund von Retouren wurden bisher mit den Forderungen saldiert ausgewiesen. Rücknahmeverpflichtungen werden nun passivisch erfasst. Dies führt insgesamt zu einem Anstieg der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Mit der Einführung des IFRS 15 weist die Otto Group Zinserlöse aus Kundenfinanzierungen separat in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Im Segment Finanzdienstleistungen führt die Einführung des IFRS 15 zu keinen wesentlichen bilanziellen Veränderungen. Im Segment Service erfolgt die Umsatzrealisierung mit Anwendung des IFRS 15 zeitraumbezogen. Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Otto Group.

In allen drei Segmenten sind bei der Otto Group die vertraglichen Verbindlichkeiten in noch ausstehende Leistungsverpflichtungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr bzw. mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr zu unterteilen. Letztere beinhalten vor allem Kundenbindungsprogramme, Kundengutscheine, erhaltene Anzahlungen und Garantieverlängerungen.

Die Otto Group hat die Anpassungen des Konzernabschlusses an die Vorschriften des IFRS 9 modifiziert retrospektiv vorgenommen mit Ausnahme der Regelungen für das Hedge Accounting, die für Sicherungsbeziehungen mit Devisenoptionen eine vollständig retrospektive Anwendung vorsehen. Bis auf die Ausnahme im Hedge Accounting, die zu einer Vorjahresanpassung führte, erfolgte daher eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte der Konzern-Bilanz zum 1. März 2018.

Durch die neuen Anforderungen für die Einstufung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten hat die Otto Group die zum Umstellungszeitpunkt vorhandenen Investitionen in Eigenkapitalinstrumente auf Einzelfallebene hinsichtlich einer erfolgswirksamen Erfassung zum Zeitwert (FVPL) oder erfolgsneutralen Erfassung zum Zeitwert (FVOCI) geprüft. Eine Einstufung erfolgswirksam zum Zeitwert erfolgt zwingend für Investitionen, die der Definition eines Eigenkapitalinstruments gemäß IAS 32 nicht entsprechen, z.B. Anteile an Personenhandelsgesellschaften. Ebenso sind Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu strategischen Zwecken gehalten werden, erfolgswirksam zu erfassen. Für alle anderen Beteiligungen war grundsätzlich eine Bewertung erfolgswirksam oder erfolgsneutral zum Zeitwert möglich. Die Entscheidung für eine Klassifizierung wurde auf Einzelfallebene vorgenommen. Des Weiteren wurden Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hieraus ergaben sich im Umstellungszeitpunkt keine Buchwertänderungen. Verzinsliche Wertpapiere, die gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbar eingestuft und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, werden mit Umstellung auf den IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Hieraus ergaben sich keine Bewertungseffekte. Die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Convertible Notes sowie Earn-Out-Regelungen werden mit Erstanwendung des IFRS 9 separat ausgewiesen und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auch hieraus ergaben sich keine Bewertungsänderungen.

Durch die sonstigen Veränderungen in der Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten ergaben sich für die Otto Group keine wesentlichen Auswirkungen. Ebenfalls ergaben sich im Konzern hinsichtlich der Klassifikation finanzieller Verbindlichkeiten keine Veränderungen. Es erfolgte lediglich eine Anpassung der Bezeichnungen der Bewertungskategorien.

Der IFRS 9 hat ein neues Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten eingeführt, welches auf alle finanziellen Vermögenswerte anwendbar ist, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Während gemäß IAS 39 lediglich eingetretene Verluste als Wertminderung auf finanzielle Vermögenswerte erfasst wurden, bezieht der neue Ansatz zusätzlich zu den historischen Ausfallinformationen auch in die Zukunft gerichtete Informationen mit ein. Es werden Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste erfasst. Zu jedem Abschlussstichtag werden die erwarteten Kreditverluste basierend auf den verfügbaren Informationen aktualisiert. Aus der Umstellung ergaben sich für die Otto Group Anpassungen der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 1. März 2018 in Höhe von 400 TEUR, davon 60 TEUR auf latente Steuern entfallend.

Vom Wahlrecht einer fortgesetzten Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Übergangszeitraum nach IAS 39 hat die Otto Group keinen Gebrauch gemacht. Der Konzern wendet für die Bilanzierung der Sicherungsgeschäfte die Vorschriften des IFRS 9 an. Für Sicherungsbeziehungen mit Devisenoptionen wurde die Wertkomponente des Zeitwerts mit Anwendung des neuen Standards als Kosten der Absicherung retrospektiv unter Anpassung der Vergleichsperiode in den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen erfasst und direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswerts bei seiner Erfassung einbezogen. Nach IAS 39 wurde diese Komponente in der Otto Group erfolgswirksam berücksichtigt.

Für die Zinskomponente der Devisentermingeschäfte wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, diese entsprechend der designierten Spotkomponente in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen zu bilanzieren.

Eine Überleitung der Kategorien und Buchwerte für die originären und derivativen Finanzinstrumente auf die Vorschriften des IFRS 9 ist im Folgenden aufgeführt:

Bewertungskategorie nach Buchwert Konzern-Bilanz
IAS 39 IFRS 9 Stand 01.03.2018 wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung durch neue Bewertungskategorie IFRS 9
in TEUR
Anpassung durch Änderung Bewertungsmaßstab IFRS 9
in TEUR
Stand 01.03.2018 angepasst
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Loans and receivables (LAR) zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.395.770 0 -400 1.395.370
Forderungen aus Finanzdienstleistungen Loans and receivables (LAR) zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.298.491 0 0 1.298.491
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen Loans and receivables (LAR) zu fortgeführten Anschaffungskosten 173.982 0 0 173.982
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Loans and receivables (LAR) zu fortgeführten Anschaffungskosten 196.382 -9.885 0 186.497
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Loans and receivables (LAR) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 8.356 0 8.356
Flüssige Mittel Loans and receivables (LAR) zu fortgeführten Anschaffungskosten 517.615 0 0 517.615
Sonstige Finanzanlagen Held to maturity (HTM) zu fortgeführten Anschaffungskosten 153 0 0 153
Sonstige Finanzanlagen Available-for-sale financial assets (AFS) erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 278.294 -181.725 0 96.569
Sonstige Finanzanlagen Available-for-sale financial assets (AFS) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 0 183.254 0 183.254
Wertpapiere Held to maturity (HTM) zu fortgeführten Anschaffungskosten 313 130 0 443
Wertpapiere Available-for-sale financial assets (AFS) erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 130 -130 0 0
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 7.875 0 0 7.875
Cash flow hedges Hedge Accounting erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 11.155 0 0 11.155
Finanzielle Vermögenswerte 3.880.160 0 -400 3.879.760
Bewertungskategorie nach Buchwert Konzern-Bilanz
IAS 39 IFRS 9 Stand 01.03.2018 wie im Vorjahr ausgewiesen
in TEUR
Anpassung durch neue Bewertungskategorie IFRS 9
in TEUR
Anpassung durch Änderung Bewertungsmaßstab IFRS 9
in TEUR
Stand 01.03.2018 angepasst
in TEUR
Genussrechte Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 27.561 0 0 27.561
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.439.223 0 0 1.439.223
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.326.704 0 0 1.326.704
Sonstige Finanzverbindlicheiten Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 196.244 0 0 196.244
davon Verbindlichkeiten finance lease Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 64.676 0 0 64.676
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.459.449 0 0 1.459.449
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 24.980 0 0 24.980
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Other liabilities zu fortgeführten Anschaffungskosten 550.318 0 0 550.318
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 49.212 0 0 49.212
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert 23.827 0 0 23.827
Cash flow hedges Hedge Accounting erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 29.445 0 0 29.445
Finanzielle Verbindlichkeiten 5.126.963 0 0 5.126.963

Konsolidierungskreis

(4) Konsolidierungskreis

Eine Übersicht über die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises der Otto Group gibt die folgende Aufstellung:

28.02.2019 28.02.2018
Vollkonsolidierte Unternehmen
- Inland 175 175
- Ausland 184 173
Gesamt 359 348
Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen
- Inland 10 8
- Ausland 14 16
Gesamt 24 24

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden in der Otto Group 9 (2017/18: 15) Gesellschaften verschmolzen.

In den Konzernabschluss wurden 14 (28. Februar 2018: 14) Gesellschaften mit abweichendem Stichtag, der in der Regel dem 31. Dezember entspricht, einbezogen. Aus der Einbeziehung der Gesellschaften mit einem abweichenden Stichtag ergeben sich keine signifikanten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group, da wesentliche Ereignisse nach dem abweichenden Stichtag berücksichtigt wurden.

Die Otto Group hält 49 % der Anteile an der Gesellschaft Baur Versand (GmbH & Co KG) und kann aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen die Beherrschung ausüben.

Eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Otto (GmbH & Co KG) hält ein Prozent der Anteile an einer Tochtergesellschaft der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg. Darüber hinaus hält die Otto Group keine Anteile an der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg, kann jedoch aufgrund vertraglicher Gestaltungen die Beherrschung über die Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften ausüben. Risiken aus Bürgschaften oder Garantien bestehen für die Otto Group nicht. Die Forum-Gruppe ist in das Konzern-Cashpooling eingebunden und verfügt darüber hinaus über konzerninterne Darlehen.

(5) Veränderungen des Konsolidierungskreises

(a) Erwerbsvorgänge

Die Otto Group hat im März 2018 an der Otto International Scan-Thor ApS, Herning, Dänemark, 50 % der Anteile erworben. Diese wiederum hält sämtliche Anteile an diversen Tochterunternehmen in Europa und Afrika, deren Gegenstand der Einkauf von Mode, Heimtextilien und Möbeln ist. Aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen mit dem Verkäufer und Mitgesellschafter Scan-Thor Group A/S, Herning, Dänemark, besteht seitens der Otto Group Beherrschungsmöglichkeit an der Otto International Scan-Thor ApS. Aus dem Erwerb der vorgenannten Gesellschaften resultiert ein Goodwill in Höhe von 9.315 TEUR. Die Gesellschaften werden dem Segment Service zugeordnet.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden weitere Gesellschaften erstkonsolidiert, die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group von untergeordneter Bedeutung sind.

(b) Entkonsolidierungen

Mit Vertrag vom 20. Dezember 2018 hat die Otto Group ihre Mehrheitsbeteiligung an der Zahnärztekasse AG, Wädenswil, Schweiz, sowie sämtliche Anteile an der EOS Health Honorarmanagement Aktiengesellschaft, Hamburg, Deutschland, an einen Investor veräußert. Der Kaufvertrag über die Anteile der EOS Health Honorarmanagement Aktiengesellschaft war zum Bilanzstichtag noch nicht wirksam, so dass diese Gesellschaft als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurde (siehe Ziffer (5)(c)). Die Zahnärztekasse AG wurde zum 28. Februar 2019 entkonsolidiert, da der Übergang der Anteile an den neuen Eigentümer zum Bilanzstichtag bereits erfolgt war. Die Gesellschaft war dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet.

Die im Rahmen der Entkonsolidierung aus der Konzern-Bilanz abgegangenen Vermögenswerte und Schulden der vorgenannten Gesellschaft ergaben sich wie folgt:

2018/19
in TEUR
Vermögenswerte
Anlagevermögen 1.713
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 24.242
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 3.988
Flüssige Mittel 9.122
Latente Steuern 485
Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen für Pensionen 2.635
Sonstige Rückstellungen 34
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.970
Sonstige Verbindlichkeiten und Vermögenswerte 3.443

Die entkonsolidierte Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr bis zur Entkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 13.456 TEUR, das Ergebnis vor Steuern betrug 3.919 TEUR.

Aus der Entkonsolidierung vorgenannter Gesellschaft entstand ein Gewinn von 30.206 TEUR, der im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden zudem weitere Gesellschaften entkonsolidiert, die in ihrer Gesamtheit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Otto Group von untergeordneter Bedeutung sind.

(c) Veräußerungsgruppen

Mit Vertrag vom 20. Dezember 2018 wurden die Anteile an der EOS Health Honorarmanagement Aktiengesellschaft, Hamburg, Deutschland, veräußert. Für den Kontrollübergang der Anteile waren zum Abschlussstichtag aufsichtsrechtliche Genehmigungen im Rahmen des Eigentümerkontrollverfahrens ausstehend. Die Erteilung der aufsichtsrechtlichen Genehmigung erfolgte am 17. April 2019. Der Abgang der Vermögenswerte erfolgte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20. Die Gesellschaft sowie die zugehörige Refinanzierungsgesellschaft SPV Health Finanzierungs-GmbH, Berlin, Deutschland, werden zum Bilanzstichtag als Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 dargestellt. Beide Gesellschaften sind dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet.

Die Veräußerungsgruppe weist zum 28. Februar 2019 die folgenden Vermögenswerte und Schulden aus:

28.02.2019
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige Finanzanlagen 4.950
Langfristige Forderungen aus Finanzdienstleistungen 15.826
Kurzfristige Forderungen aus Finanzdienstleistungen 81.282
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 1.690
Flüssige Mittel 17
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 103.765
Rückstellungen für Pensionen und sonstige langfristige Rückstellungen 586
Kurzfristige sonstige Rückstellungen 13
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.198
Kurzfristige sonstige Finanzverbindlichkeiten 22.330
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.051
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 5.177
Passive latente Steuern 990
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 83.345

Im Rahmen der Umklassifizierung als Veräußerungsgruppe ergaben sich keine Wertminderungen.

Am 28. Februar 2019 wurde eine Vereinbarung über die Veräußerung von 51 % an der eVenture Fonds 2 GmbH & Co. KG, Hamburg, Deutschland, und der BV eVenture Fund II L.P., Wilmington, USA, geschlossen, die einen Übergang der Kontrolle an diesen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2019/20 vorsieht. Für den Kontrollübergang der Anteile sind zum Abschlussstichtag aufsichtsrechtliche Genehmigungen ausstehend. Dementsprechend werden die Gesellschaften als Veräußerungsgruppe gemäß IFRS 5 dargestellt. Die Gesellschaften sind dem Segment Multichannel-Einzelhandel zugeordnet.

Die zum 28. Februar 2019 zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte und Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
Sonstige Finanzanlagen 313.751
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 388
Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte 908
Flüssige Mittel 1.797
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 316.844
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 116
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 12
Passive latente Steuern 968
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 1.096

Im Rahmen der Umklassifizierung als Veräußerungsgruppe entstand ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 15.267 TEUR.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

(6) Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung

Die Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung unterteilen sich wie folgt:

Multichannel-Einzelhandel Finanzdienstleistungen
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Deutschland 6.815.382 6.860.853 87.571 70.353
Europa (ohne Deutschland und Russland) 1.352.945 1.358.900 129.196 207.006
Nordamerika 1.794.963 1.840.124 34.504 36.429
Russland 203.377 309.901 122 274
Asien 130.603 143.575 0 0
Sonstige Regionen 22.997 34.124 0 0
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) 10.320.267 10.547.477 251.393 314.062
Erlöse aus Kundenfinanzierung 164.677 128.605 - -
Sonstige Umsatzerlöse gemäß IFRS 9 - - 572.199 527.344
Umsatzerlöse gemäß IFRS 9 164.677 128.605 572.199 527.344
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 10.484.944 10.676.082 823.592 841.406
Service Summe
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Deutschland 1.035.231 1.033.205 7.938.184 7.964.411
Europa (ohne Deutschland und Russland) 1.206.464 1.182.273 2.688.605 2.748.179
Nordamerika 12.302 8.068 1.841.769 1.884.621
Russland 2.897 3.787 206.396 313.962
Asien 38.811 41.728 169.414 185.303
Sonstige Regionen 0 1.863 22.997 35.987
Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden (IFRS 15) 2.295.705 2.270.924 12.867.365 13.132.463
Erlöse aus Kundenfinanzierung - - 164.677 128.605
Sonstige Umsatzerlöse gemäß IFRS 9 6.818 0 579.017 527.344
Umsatzerlöse gemäß IFRS 9 6.818 0 743.694 655.948
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 2.302.523 2.270.924 13.611.059 13.788.411

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Otto Group werden die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden gemäß IFRS 15 und die sonstigen Umsatzerlöse gemäß IFRS 9 zusammengefasst als Umsatzerlöse in Höhe von 13.446.382 TEUR (2017/18: 13.659.807 TEUR) ausgewiesen. Die Erlöse aus Kundenfinanzierung in Höhe von 164.677 TEUR (2017/18: 128.605 TEUR) werden separat gezeigt und resultieren in voller Höhe aus Zinserlösen aus Ratenkreditgeschäften.

Der E-Commerce-Anteil der Umsätze im Segment Multichannel-Einzelhandel beläuft sich auf 7.637.721 TEUR (2017/18: 7.682.811 TEUR), darin enthalten sind Umsätze aus Vermittlungsleistungen von 73.380 TEUR (2017/18: 56.753 TEUR). Die Umsätze im Segment Service stammen in Höhe von 2.103.931 TEUR (2017/18: 2.037.932 TEUR) aus Transportdienstleistungen und in Höhe von 148.106 TEUR (2017/18: 114.856 TEUR) aus Fullfilment.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Werbe- und Katalogkostenzuschüsse 103.110 96.283
Erträge aus Forderungsinkasso 92.101 95.541
Erträge aus Nebengeschäften 76.350 73.147
Erträge aus Leistungsverrechnungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen sowie Dritten 67.182 59.522
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten 37.733 47.025
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 34.725 37.376
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 31.795 22.772
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 19.779 11.085
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 14.798 20.223
Erträge aus Lieferantenbelastungen 14.421 15.180
Übrige betriebliche Erträge 155.409 166.918
Sonstige betriebliche Erträge 647.403 645.072

Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus Factoring-Abrechnungen mit der Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg (siehe Ziffer (40)).

(8) Materialaufwand

Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Aufwendungen für Handelswaren 5.421.191 5.364.792
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.846.723 1.801.800
Verpackungs- und Versandmaterial 19.124 19.877
Materialaufwand 7.287.038 7.186.469

(9) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Löhne und Gehälter 1.988.783 1.967.896
Soziale Abgaben 361.093 366.040
Aufwendungen für Altersversorgung 64.518 52.346
Personalaufwand 2.414.394 2.386.282

Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter beinhalten Aufwendungen in Höhe von 22.194 TEUR (2017/18: 14.927 TEUR), die aus Aufhebungs- und Ausgleichsvereinbarungen im Rahmen von konzerninternen Reorganisationen, insbesondere im Segment Service, resultieren.

Die Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten die Leistungen der Otto Group aus beitrags- und leistungsorientierten Pensionszusagen sowie für pensionsähnliche Verpflichtungen. Der Zinsanteil in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Beiträge des Arbeitgebers an die gesetzliche Rentenversicherung sind in den sozialen Abgaben enthalten.

Im Geschäftsjahr 2018/19 waren in der Otto Group, auf Vollzeitkräfte umgerechnet, durchschnittlich 52.558 Mitarbeiter (2017/18: 51.785 Mitarbeiter) beschäftigt. Für die Aufteilung der Mitarbeiter auf Segmente wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

(10) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Katalog- und Werbekosten 1.542.288 1.660.360
Versandkosten 384.611 390.859
Miet- und Leasingaufwendungen 374.395 364.726
Kosten Fremdpersonal 267.189 278.355
Instandhaltung, Wartung und Reparatur 215.595 204.547
Auftrags-, Lager- und Kommissionierkosten 160.668 146.257
Ausbuchungen und Veränderungen der Wertberichtigungen auf Forderungen 125.320 144.246
Gebäudenebenkosten 119.440 117.275
Provisionen und Vergütungen 111.220 120.781
Recht und Prüfung 105.547 104.342
Büro- und Kommunikationskosten 95.799 100.673
IT-Beratung 82.147 93.337
Kfz-Kosten 64.979 55.010
Kosten für allgemeine Beratung 64.947 64.602
Übrige Aufwendungen 375.676 418.298
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.089.821 4.263.668

Die Miet- und Leasingaufwendungen betreffen Verträge zur Anmietung von Immobilien, Betriebsvorrichtungen, Gegenständen der Büro- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeugen.

(11) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis beinhaltet die anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Des Weiteren werden unter dieser Position die Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit Dividenden- und Gewinnansprüchen und Verlustübernahmen von nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen.

Die im Beteiligungsergebnis der Otto Group ausgewiesenen anteiligen Ergebnisse der nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit 62.170 TEUR (2017/18: 64.740 TEUR) COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, sowie mit -63.311 TEUR (2017/18: 0 TEUR) ABOUT YOU Holding GmbH, Hamburg, bzw. ABOUT YOU GmbH, Hamburg. Die nicht erfassten Verluste bei ABOUT YOU Holding GmbH bzw. ABOUT YOU GmbH betragen -7.488 TEUR (2017/18: 0 TEUR).

Auf 100 % basierend erzielte COFIDIS PARTICIPATIONS Umsatzerlöse in Höhe von 1.352.438 TEUR (2017/18: 1.317.112 TEUR), einen Jahresüberschuss in Höhe von 211.738 TEUR (2017/18: 220.488 TEUR) und erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen in Höhe von -2.582 TEUR (2017/18: 3.093 TEUR).

Die Umsatzerlöse der ABOUT YOU Holding GmbH bzw. der ABOUT YOU GmbH betragen auf 100 %-Basis 457.093 TEUR (2017/18: 283.240 TEUR). Bei deutlich gestiegenen Umsatzerlösen verringert sich der Jahresfehlbetrag des Start-up Unternehmens leicht auf -114.647 TEUR (2017/18: -115.319 TEUR).

(12) Planmäßige Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen entfallen auf:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Planmäßige Abschreibungen auf selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 40.750 37.696
Planmäßige Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte 64.572 71.406
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 167.012 173.553
Planmäßige Abschreibungen 272.334 282.655

(13) Außerplanmäßige Abschreibungen

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Außerplanmäßige Abschreibungen auf derivative Geschäfts- oder Firmenwerte 0 67
Außerplanmäßige Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte 13.658 40.081
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 16.317 22.187
Außerplanmäßige Abschreibungen 29.975 62.335

Abschreibungen auf derivative Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Basis der jährlich durchgeführten Werthaltigkeitstests vorgenommen. Für die Bestimmung des erzielbaren Betrags bei der Bemessung der außerplanmäßigen Abschreibungen wurden in der Regel die diskontierten Netto-Cashflows aus der weiteren Nutzung (value in use) verwendet.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen des Geschäftsjahres 2018/19 entfallen im Wesentlichen auf selbst erstellte und erworbene Software sowie auf Grundstücke und Bauten. Sie betreffen insbesondere eine russische Konzerngesellschaft aus dem Segment Service sowie zwei deutsche Konzerngesellschaften und eine japanische Konzerngesellschaft aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel. Das Vorjahr betreffende außerplanmäßige Abschreibungen entfielen im Wesentlichen auf selbst erstellte sowie erworbene Software, erworbene Kundenlisten sowie auf Geschäftsausstattung. Sie betrafen insbesondere zwei deutsche Konzerngesellschaften aus dem Segment Multichannel-Einzelhandel sowie einen französischen Versicherungsmakler. Bei den Abschreibungen aufgrund einer ungenügenden Ertragsentwicklung wurde der zukünftige Nutzungswert (value in use) zugrunde gelegt.

(14) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Zinserträge aus Ausleihungen und Wertpapieren 11.235 24.650
Erträge aus Zinsderivaten 8.023 7.665
Zinserträge aus Bankguthaben 967 3.641
Sonstige Zinserträge 673 239
Zinsen und ähnliche Erträge 20.898 36.195
Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihen -62.050 -65.754
Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Plänen -26.209 -30.464
Aufwendungen aus Zinsderivaten -8.295 -9.217
Zinsen für finance lease -1.239 -1.663
Sonstige Zinsaufwendungen -42.162 -32.023
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -139.955 -139.121
Zinsergebnis -119.057 -102.926
Erträge aus Finanzanlagen und Wertpapieren sowie aus der Veräußerung von Anteilen an konsolidierten, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 252.723 541.704
Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren sowie aus der Veräußerung von Anteilen an konsolidierten, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -11.154 -90.302
Bankspesen -59.479 -67.671
Währungsgewinne/ -verluste -7.948 -44.336
Übriges Finanzergebnis 392 -1.653
Sonstiges Finanzergebnis 174.534 337.742
Finanzergebnis 55.477 234.816

Die Erträge aus Finanzanlagen und Wertpapieren sowie aus der Veräußerung von Anteilen an konsolidierten, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen resultieren zum einen aus der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen (siehe Ziffer (5)(b)). Zudem sind im Berichtsjahr erstmalig Bewertungsänderungen bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Investitionen in Eigenkapitalinstrumente aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 erfolgswirksam erfasst worden. Die aus der Veränderung des Zeitwerts resultierenden Gewinne betreffen überwiegend Venture-Aktivitäten.

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuern erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen.

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedert sich nach der Herkunft wie folgt auf:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Laufende Steuern im Inland 29.221 39.918
Laufende Steuern im Ausland 44.965 70.736
Laufende Steuern 74.186 110.654
Latente Steuern im Inland 6.060 -8.655
Latente Steuern im Ausland 20.465 4.414
Latente Steuern 26.525 -4.241
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 100.711 106.413

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von 5.010 TEUR (2017/18: 4.023 TEUR), die mit 3.827 TEUR (2017/18: 7.497 TEUR) aus laufenden Steuern für das Vorjahr resultieren, sowie latente Steuern für Vorjahre in Höhe von 1.183 TEUR (2017/18: -3.474 TEUR).

In den Geschäftsjahren 2018/19 bzw. 2017/18 wurden bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 37.975 TEUR bzw. 143.935 TEUR in Anspruch genommen.

Der fiktive Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) in Höhe von 15 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Ergebnis vor Steuern (EBT) 277.576 622.443
Steuersatz der Otto (GmbH & Co KG) 15% 15%
Fiktiver Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 41.636 93.366
Auswirkungen von nicht angesetzten bzw. Korrekturen von latenten Steuern 64.119 109.044
Nicht abziehbare Betriebsausgaben 17.943 15.276
Ertragsteuern für Vorjahre 2.557 4.023
Ausländische Quellensteuer 822 336
Auswirkungen ergebniswirksamer Konsolidierungsbuchungen -6.907 -51.149
Veränderung des anzuwendenden Steuersatzes -2.134 6.342
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen -3.235 2.107
Steuerfreie Erträge -63.544 -42.576
Permanente Differenzen -1.509 -62.747
Abweichende Steuersätze 50.270 32.963
Sonstige 693 -572
Abweichungen 59.075 13.047
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 100.711 106.413

Die Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) unterliegt als Personenhandelsgesellschaft in Deutschland nur der Gewerbesteuerpflicht. Der Steuersatz beträgt 15 %.

Bei in Deutschland ansässigen Tochterunternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fallen darüber hinaus noch Körperschaftsteuern in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an.

Körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge sind bei den inländischen Gesellschaften bei einer positiven steuerlichen Bemessungsgrundlage bis zu einer Höhe von 1 Mio. EUR unbeschränkt nutzbar. Darüber hinausgehende positive steuerliche Bemessungsgrundlagen sind nur bis zu maximal 60 % um einen vorhandenen Verlustvortrag kürzbar. Der Abzug von Zinsaufwendungen für steuerliche Zwecke ist in Deutschland ausgeschlossen, wenn der Zinsaufwand mehr als 3 Mio. EUR beträgt, die Netto-Zinsaufwendungen 30 % des steuerlichen Ergebnisses vor Zinsen und Abschreibungen übersteigen und bestimmte Ausnahmeregelungen nicht zur Anwendung kommen. Der steuerlich nicht abziehbare Zinsaufwand ist als Zinsvortrag unbegrenzt vortragsfähig und kann in zukünftigen Perioden mit positiven steuerlichen Zinsergebnissen verrechnet werden.

Die Körperschaftsteuer und der Solidaritätszuschlag sowie die Auswirkungen abweichender Steuersätze für ausländische Steuern vom Einkommen und vom Ertrag vom Steuersatz der Konzernobergesellschaft Otto (GmbH & Co KG) sind in der Überleitungsrechnung unter den steuersatzbedingten Abweichungen im In- und Ausland ausgewiesen.

Die Auswirkungen von nicht angesetzten bzw. Korrekturen von latenten Steuern betreffen im Wesentlichen latente Steuern auf Verlustvorträge bei inländischen und ausländischen Konzerngesellschaften.

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus den temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen wie folgt:

28.02.2019 28.02.2018
Aktive latente Steuern
in TEUR
Passive latente Steuern
in TEUR
Aktive latente Steuern
in TEUR
Passive latente Steuern
in TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 6.294 80.004 12.139 71.216
Sachanlagen 20.964 67.170 19.959 64.344
Vorräte 4.571 9.458 5.739 5.133
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23.310 41.206 25.629 32.183
Wertpapiere und Finanzanlagen 333 2.053 732 3.637
Rückstellungen 152.213 37.904 149.043 31.869
Verbindlichkeiten 51.088 7.563 40.715 6.525
Temporäre Differenzen 258.773 245.358 253.956 214.907
Verlustvorträge 14.113 0 16.169 0
Saldierung -149.652 -149.652 -130.214 -130.214
Gesamt 123.234 95.706 139.911 84.693

Die kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträge und Aufwendungen enthalten Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen bei Finanzinstrumenten der Kategorie Fair Value OCI in Höhe von -983 TEUR (2017/18: available-for-sale 307 TEUR), Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen der Derivate in cash flow hedges in Höhe von 2.069 TEUR (2017/18: -3.814 TEUR) und Steueraufwendungen aus der Veränderung der temporären Differenzen bei den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von -2.503 TEUR (2017/18: -18.308 TEUR).

Aktive latente Steuern werden auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt, sofern deren Realisierung in der näheren Zukunft hinreichend gesichert erscheint. In den Geschäftsjahren 2018/19 und 2017/18 wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.355.877 TEUR bzw. 3.105.354 TEUR keine aktiven latenten Steuern bilanziert. Diese steuerlichen Verlustvorträge sind in Höhe von 3.311.727 TEUR bzw. 3.046.400 TEUR unbegrenzt vortragsfähig, in Höhe von 34.432 TEUR bzw. 53.767 TEUR zeitlich begrenzt auf eine Nutzungsdauer zwischen fünf bis zehn Jahren, sowie in Höhe von 9.718 TEUR bzw. 5.187 TEUR zeitlich begrenzt auf eine Nutzungsdauer bis zu fünf Jahren.

Der Ansatz der aktiven Steuerlatenz für den Organkreis der Otto (GmbH & Co KG) erfolgt anteilig in Höhe von 84.192 TEUR und basiert auf einer spezifischen Planungsrechnung für den Organkreis. Der Überhang an aktiven Steuerlatenzen ist zum Stichtag insoweit angesetzt worden, wie von dessen Nutzbarkeit in den Folgejahren ausgegangen wird.

Der latente Steueraufwand aus dem Entstehen bzw. der Auflösung von temporären Differenzen beträgt 24.338 TEUR (2017/18: -36.290 TEUR).

Im Berichtsjahr besteht in Deutschland ein unbegrenzt vortragsfähiger Zinsvortrag im Sinne des § 4h EStG in Höhe von 73.837 TEUR (2017/18: 76.656 TEUR), auf den keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(16) Immaterielle Vermögenswerte

In den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 35.957 TEUR (28. Februar 2018: 37.201 TEUR) selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte enthalten, die sich noch in der Entwicklung befinden.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden gemäß IAS 23 auf qualifizierte Vermögenswerte keine Fremdkapitalkosten (28. Februar 2018: 88 TEUR) aktiviert. Der zugrunde liegende Finanzierungskostensatz zum 28. Februar 2018 lag bei 2,45 %.

Die in den immateriellen Vermögenswerten bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen mit 180.303 TEUR (28. Februar 2018: 166.677 TEUR) Gesellschaften im Segment Multichannel-Einzelhandel, mit 113.534 TEUR (28. Februar 2018: 113.731 TEUR) Gesellschaften im Segment Finanzdienstleistungen und mit 29.114 TEUR (28. Februar 2018: 21.336 TEUR) Gesellschaften im Segment Service.

Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb immaterieller Vermögenswerte bestehen in Höhe von 22.034 TEUR (28. Februar 2018: 4.652 TEUR).

(17) Sachanlagen

Die Buchwerte der Sachanlagen finance lease unterteilen sich wie folgt:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Immobilien 2.230 2.337
Technische Anlagen 41.617 44.599
Computer und sonstige Informationstechnologie 28.020 14.974
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.634 3.688
Sachanlagen finance lease 73.501 65.598

Vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen (Bestellobligo) bestehen in Höhe von 19.355 TEUR (28. Februar 2018: 20.143 TEUR).

(18) Anteile an assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und sonstige Finanzanlagen

Das wesentliche assoziierte Unternehmen COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, und dessen Tochterunternehmen weisen die folgenden wesentlichen Kenngrößen (auf 100 % basierend) auf:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 8.983.683 8.366.018
Kurzfristige Vermögenswerte 4.226.701 4.258.458
Langfristige Schulden 5.336.666 5.904.768
Kurzfristige Schulden 6.286.307 5.050.963
Nettoreinvermögen 1.587.411 1.668.745
Buchwert des Anteils im Konzern 466.064 489.944

COFIDIS PARTICIPATIONS, Villeneuve-d'Ascq, Frankreich, und deren Tochterunternehmen werden mit einer unveränderten Anteilsquote von 29,36 % in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Sie weisen einen abweichenden Stichtag zum 31. Dezember auf, der dem Stichtag des beherrschenden Unternehmens dieser assoziierten Unternehmen entspricht. Die Gesellschaften sind im Finanzdienstleistungssektor, insbesondere im Konsumentenkreditgeschäft, tätig.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017/18 gab die Otto Group die Beherrschung über das vormals vollkonsolidierte Tochterunternehmen ABOUT YOU GmbH, Hamburg, ab, welches seit dem 28. Februar 2018 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird. Im Rahmen der letztjährigen Übergangskonsolidierung wurden die Anteile der ABOUT YOU GmbH mit dem Zeitwert auf Basis einer Anteilsquote von 68,26 % angesetzt, der sich auf der Basis von erfolgten Anteilsveräußerungen sowie Finanzierungsrunden hinsichtlich des weiteren Wachstums der Gesellschaft ergab. Trotz des Mehrheitsanteils bestand keine Beherrschungsmöglichkeit, da aufgrund vertraglicher Vereinbarungen die Beherrschung der Gesellschaft nur gemeinschaftlich mit mindestens einem weiteren Gesellschafter erfolgen kann.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden die Anteile an der ABOUT YOU GmbH im Wege einer Sacheinlage gegen die Ausgabe von neuen Anteilen in die ABOUT YOU Holding GmbH, Hamburg, eingebracht. Die ABOUT YOU Holding GmbH hat dabei mit den Stammanteilen und den Vorzugsanteilen zwei unterschiedliche Gattungen von Geschäftsanteilen. Für die Bilanzierung nach der Equity‐Methode sind die Stammanteile relevant, da die Vorzugsanteile keinen anteiligen Anspruch auf das Nettovermögen und die Ergebnisse der ABOUT YOU Holding GmbH begründen. Die Vorzugsanteile, die neben dem Stimmrecht mit einer festen und vorrangig zu bedienenden, jährlichen Verzinsung ausgestattet sind, werden nach IFRS 9 bilanziert und innerhalb der langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Der erstmalige Ansatz und die Folgebewertung erfolgten zum Zeitwert auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanung. Zukünftige Wertänderungen werden in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.

Die Aufnahme eines weiteren, strategischen Investors führte neben weiteren Anteilstransaktionen nachfolgend zu einer Verwässerung der stimmrechtsfähigen (Gesamt-)Anteile der Otto Group auf 50,29 %. Die für die Bilanzierung nach der Equity‐Methode relevante Anteilsquote der Stammanteile beträgt 44,91 %.

Die ABOUT YOU GmbH ist ein Online‐Versandhändler für Bekleidung, Schuhe und Accessoires, dessen Geschäftsmodell durch ein personalisiertes Angebot für die Käufer unter Nutzung von Social Media‐Kanälen und der Einbindung von Influencern charakterisiert ist.

Es ergeben sich folgende wesentliche Kenngrößen der ABOUT YOU Holding GmbH und der ABOUT YOU GmbH (auf 100 % basierend) sowie Überleitung auf die im Konzernabschluss berücksichtigten Werte:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 17.732 14.107
Kurzfristige Vermögenswerte 277.704 93.204
Langfristige Schulden 157 65
Kurzfristige Schulden 118.174 74.435
Nettoreinvermögen 177.105 32.811
Anteiliges Eigenkapital (rechnerisch) 79.538 22.397
Auf einzeln identifizierbare Vermögenswerte und Schulden entfallender Unterschiedsbetrag aus Übergangskonsolidierung nach latenten Steuern - insbesondere Marke * (vor planmäßiger Abschreibung / Auflösung) ** 53.534 53.534
Auf Goodwill entfallender Unterschiedsbetrag aus Übergangskonsolidierung 341.154 341.154
Aufteilung in Stammanteile und Vorzugsanteile -411.631 -
Anteilsverwässerungen und sonstige Anteilstransaktionen / Sonstiges -62.595 -
Buchwert des Anteils im Konzern 0 417.085

* Nach finaler Kaufpreisallokation

** Nach planmäßiger Abschreibung / Auflösung sowie der Aufspaltung in Stamm- und Vorzugsanteile verbleibt zum 28. Februar 2019 ein Betrag von 5.237 TEUR.

Die übrigen nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, welche jeweils für sich genommen unwesentlich für den Konzern sind, weisen die folgenden wesentlichen Kenngrößen (auf 100 % basierend) auf:

2018/19 2017/18
Gemeinschaftsunternehmen
in TEUR
Assoziierte Unternehmen
in TEUR
Gemeinschaftsunternehmen
in TEUR
Assoziierte Unternehmen
in TEUR
Buchwert der Anteile 18.295 222.091 1.573 170.321
Jahresfehlbetrag / -überschuss -5.984 56.749 -15.845 54.060
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen 99 -70 249 16.102
Gesamtergebnis -5.885 56.679 -15.596 70.162

Die Werthaltigkeit des Buchwerts von Anteilen an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen wird untersucht, sofern Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Übersteigt der Buchwert einer Beteiligung ihren erzielbaren Betrag, ist in Höhe des Unterschiedsbetrags ein Wertminderungsaufwand zu erfassen.

Für die Anteile an Gesellschaften, die nicht konsolidiert bzw. nach der Equity-Methode einbezogen werden, und für die in den sonstigen Finanzanlagen enthaltenen Finanzinstrumente erfolgt der Wertansatz zum Bilanzstichtag gemäß IFRS 9 erfolgsneutral bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert:

28.02.2019
in TEUR
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete sonstige Finanzanlagen 80.085
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete sonstige Finanzanlagen 22.182
Sonstige Finanzanlagen 102.267

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden Dividenden aus Anteilen an Gesellschaften, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in Höhe von 1.706 TEUR erfasst. Es sind keine Beteiligungen im aktuellen Geschäftsjahr veräußert worden.

Zum Vergleichsstichtag wurden die Anteile an Gesellschaften, die nicht konsolidiert bzw. nach der Equity-Methode einbezogen wurden, und für die in den sonstigen Finanzanlagen enthaltenen Finanzinstrumente der im Geschäftsjahr 2017/18 noch vorhandenen Kategorie available-for-sale zum Zeitwert bzw., sofern dieser nicht verlässlich ermittelt werden konnte, zu Anschaffungskosten bewertet:

28.02.2018
in TEUR
Zeitwerte 263.541
Anschaffungskosten 14.906
Sonstige Finanzanlagen 278.447

Bei den Sonstigen Finanzanlagen, die im Vorjahr nach IAS 39 der Kategorie available-for-sale zugeordnet waren und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden, handelt es sich um Finanzinvestitionen in nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, für die kein aktiver Markt bestand. Durch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für diese Finanzinvestitionen hätten sich keine wesentlichen Zusatzinformationen ergeben.

(19) Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Handelswaren 1.756.901 1.647.616
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 17.523 17.144
Fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen 3.614 3.168
Vorräte 1.778.038 1.667.928

Im Vorratsvermögen sind Wertberichtigungen aufgrund von Gängigkeitsabschlägen in Höhe von 207.227 TEUR (28. Februar 2018: 204.735 TEUR) enthalten.

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzdienstleistungen

Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 1.653.914 1.692.708
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -145.166 -156.457
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.508.748 1.536.251
Forderungen aus Finanzdienstleistungen, brutto 1.432.030 1.306.716
Zuschreibung Forderungen aus Finanzdienstleistungen gemäß IFRS 9 18.188 0
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Finanzdienstleistungen -8.373 -8.225
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 1.441.845 1.298.491

Unter den Forderungen aus Finanzdienstleistungen werden auch von Dritten angekaufte Forderungen in Höhe von 1.409.907 TEUR (28. Februar 2018: 1.215.814 TEUR) ausgewiesen. Bei den Forderungen aus Finanzdienstleistungen wurden erstmals Zuschreibungen im Rahmen der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und gemäß der Bewertungsvorschriften des IFRS 9 vorgenommen.

Die Fristigkeit der Forderungen zum 28. Februar 2019 ergibt sich wie folgt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.341.343 167.405 0 1.508.748
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 377.667 753.768 310.410 1.441.845

Zum Vergleichsstichtag bestand folgende Fristigkeit der Forderungen:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.368.607 167.644 0 1.536.251
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 419.679 609.703 269.109 1.298.491

Die für die bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Stand Wertberichtigungen am 1. März 156.457 147.291
Anpassungen aufgrund der Erstanwendung des IFRS 9 400 0
Stand Wertberichtigungen am 1. März (angepasst) 156.857 147.291
Wechselkursänderungen 653 -729
Änderungen Konsolidierungskreis -143 -4.134
Verbrauch -104.505 -114.890
Auflösung -19.516 -10.336
Zuführung 111.820 139.255
Stand Wertberichtigungen am 28. Februar 145.166 156.457

Zum 28. Februar 2019 wurde erstmalig ein Ausfallrisiko gemäß IFRS 9 ermittelt. Eine Anpassung der Vorjahreswerte erfolgte nicht.

Die für die bestehenden Forderungen aus Finanzdienstleistungen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Stand Wertberichtigungen am 1. März 8.225 6.730
Wechselkursänderungen 17 -149
Umgliederung zu den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten -767 0
Verbrauch -7.212 -2.430
Auflösung -263 -747
Zuführung 8.373 4.821
Stand Wertberichtigungen am 28. Februar 8.373 8.225

Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird im Wesentlichen auf Basis der Informationen zur Überfälligkeit beurteilt. Die Bruttobuchwerte dieser Forderungen verteilen sich auf die relevanten Überfälligkeitsbänder zum 28. Februar 2019 folgendermaßen:

Buchwert Forderungen
in TEUR
Nicht überfällig 1.046.535
Weniger als 30 Tage überfällig 174.304
30 bis 90 Tage überfällig 124.537
mehr als 90 Tage überfällig 308.538
Stand zum 28. Februar 2019 1.653.914

Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten, jedoch überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellte sich im Vorjahr wie folgt dar:

Weniger als 30 Tage
in TEUR
30 bis 90 Tage
in TEUR
Mehr als 90 Tage
in TEUR
Summe
in TEUR
Stand zum 28. Februar 2018 56.536 621 14.904 72.061

Aus der Überfälligkeit der Forderungen ergaben sich keine Auswirkungen auf die Werthaltigkeit. Die Forderungen waren nach Einschätzung des Ausfallrisikos trotz Überfälligkeit in voller Höhe einbringlich.

(21) Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen

Die Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Forderungen gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen 19.520 16.099
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 48.444 72.539
Forderungen gegen sonstige nahestehende Personen und Unternehmen 6.326 85.344
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 74.290 173.982

Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus Forderungen gegen die ABOUT YOU GmbH, Hamburg, aus der Verrechnung von Waren und Dienstleistungen. Im Vorjahr beinhalteten die Forderungen gegen sonstige nahestehende Personen und Unternehmen u.a. die Forderung an die GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H., Hamburg, aus dem Verkauf von Anteilen an der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, sowie Forderungen aus Grundstücksverkäufen an die evoreal GmbH, Hamburg.

Die für die bestehenden Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen gebildeten Wertberichtigungen haben sich im Einzelnen wie folgt entwickelt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Stand Wertberichtigungen am 1. März 9.011 7.852
Abgang -1.808 -613
Zuführung 638 1.772
Stand Wertberichtigungen am 28. Februar 7.841 9.011

Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 74.290 117.830
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren 0 56.152
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 74.290 173.982

(22) Sonstige Vermögenswerte

Die sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Kautionen 48.443 51.082
Debitorische Kreditoren 36.109 38.281
Positive Zeitwerte von Derivaten 26.738 19.030
Forderungen an Mitarbeiter 2.184 2.169
Übrige finanzielle Vermögenswerte 499.014 104.849
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 612.488 215.411
Abgrenzungsposten 78.169 68.347
Herausgabeanspruch aus erwarteten Retouren 67.869 77.714
Forderungen aus sonstigen Steuern 64.901 89.100
Übrige Vermögenswerte 31.604 44.431
Sonstige übrige Vermögenswerte 242.543 279.592
Sonstige Vermögenswerte 855.031 495.003

Der Herausgabeanspruch aus erwarteten Retouren in Höhe von 67.869 TEUR (28. Februar 2018: 77.714 TEUR) entspricht der Höhe der Anschaffungskosten der gelieferten Waren, bei denen eine Rücklieferung erwartet wird, abzüglich der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und die bei der Verwertung entstehenden Verluste. In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist ein Betrag von 411.631 TEUR (28. Februar 2018: 0 TEUR) enthalten, der auf Vorzugsanteile an einer nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft entfällt (siehe Ziffer (18)).

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte haben die folgenden Fälligkeiten:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Stand 28. Februar 2019 128.194 63.660 420.634 612.488
Stand 28. Februar 2018 133.242 67.470 14.699 215.411

Für die sonstigen Vermögenwerte wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.202 TEUR gebildet (28. Februar 2018: 5.031 TEUR).

(23) Eigenkapital

Die nachhaltige Sicherung der langfristig zur Verfügung stehenden Kapitalbasis ist wesentliches Ziel des Eigenkapitalmanagements der Otto Group. Als Steuerungsgröße wird dabei im Wesentlichen der Verschuldungskoeffizient (Netto-Finanzverschuldung im Verhältnis zum Konzern-Eigenkapital) genutzt. Der Koeffizient wird vor dem Hintergrund des unterschiedlichen Kapitalbedarfs von Finanzdienstleistungs- und Handelsaktivitäten für diese Aktivitäten differenziert ermittelt. Hierbei stützt sich das Management u.a. auf einen konsolidierten Abschluss, in den die Finanzdienstleistungsunternehmen nach der Equity-Methode einbezogen werden (siehe Ziffer (39)). Hinsichtlich der Ausprägung der Größen wird auf den Konzernlagebericht verwiesen.

Die Veränderung des Konzern-Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

(a) Kommanditkapital

Die Kommanditanteile an der Otto (GmbH & Co KG) sind gemäß IAS 32 als kündbare Finanzinstrumente zu klassifizieren. Auf diese Kommanditanteile entfallen aufgrund der gesellschaftsvertraglichen Regelungen derzeit die folgenden Beträge, die sich nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften bestimmen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Kommanditkapital Otto (GmbH & Co KG) 820.000 820.000
Gewinnrücklagen und Jahresüberschuss 83.869 100.702
Kündbare Finanzinstrumente 903.869 920.702

Aufgrund der herrschenden Gesellschafterverhältnisse, die durch eine mittelbare Zurechnung aller Anteile zu Mitgliedern der Familie Otto und der Michael Otto Stiftung, in die die Anteile an der Otto (GmbH & Co KG) mehrheitlich im Geschäftsjahr 2014/15 eingebracht wurden, gekennzeichnet sind, kann von einer annähernd unendlichen Haltedauer der kündbaren Finanzinstrumente ausgegangen werden. Eine Bestimmung des Zeitwerts der Anteile ist aufgrund fehlender Markttransaktionen und aufgrund des Stiftungszwecks, der den dauerhaften Verbleib der Anteile im Stiftungsvermögen vorsieht, zum Stichtag nicht verlässlich möglich.

(b) Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital

Das erwirtschaftete Konzern-Eigenkapital umfasst die in den abgelaufenen Perioden erzielten Ergebnisse des Konzerns, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Mindernd wirken die im HGB-Konzernabschluss vorgenommenen Verrechnungen der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte bis zum 28. Februar 2002, die entsprechend IFRS 1 beibehalten wurden.

Aufgrund gesetzlicher bzw. satzungsrechtlicher Bestimmungen sind zum 28. Februar 2019 36.872 TEUR (28. Februar 2018: 37.096 TEUR) des erwirtschafteten Konzern-Eigenkapitals nicht zur Ausschüttung verfügbar.

(c) Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben

Der Ausgleichsposten enthält Unterschiedsbeträge, die aus dem sukzessiven Erwerb von Anteilen an Unternehmen, an denen die Otto Group bereits die Beherrschungsmöglichkeit hat, entstanden sind. Derartige Erwerbe sind als Transaktionen auf Gesellschafterebene zu behandeln.

Die Auswirkungen aus Beteiligungsveränderungen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung sind im Folgenden aufgeführt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Gezahlte (-) oder erhaltene (+) Gegenleistungen -4.926 0
Erhöhung (-) / Verringerung (+) in den auf andere Gesellschafter entfallenden Anteilen -5.030 0
Veränderung des Ausgleichspostens aus sukzessiven Erwerben -9.956 0

(d) Kumuliertes sonstiges Eigenkapital

Das kumulierte sonstige Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Neubewertungsrücklage aus aufgedeckten stillen Reserven und Lasten im Rahmen von sukzessiven Erwerben mit Übergang der Beherrschungsmöglichkeit 13.603 13.603
Sonstige erfolgsneutral erfasste Steuern -1.038 1.515
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 12.565 15.118

(e) Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen im Wesentlichen auf die außenstehenden Gesellschafter der ARGOSYN, Croix, Frankreich, und deren Tochtergesellschaften mit einem Anteil anderer Gesellschafter von 46,32 % (unter Berücksichtigung eigener Anteile) sowie auf die FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H., Hamburg, Deutschland, mit einem Anteil anderer Gesellschafter von 100 % und deren Tochtergesellschaften.

Die für die Argosyn-Gruppe und Forum-Gruppe zusammengefassten Finanzinformationen (auf 100 % basierend; vor konzerninternen Aufrechnungen) sind im Folgenden aufgeführt:

Forum-Gruppe * Argosyn-Gruppe
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 414.129 427.414 484.882 517.543
Kurzfristige Vermögenswerte 86.645 67.512 217.830 340.503
Langfristige Verbindlichkeiten 183.772 143.208 2.196 2.298
Kurzfristige Verbindlichkeiten 70.850 80.979 47.701 58.465
Nettoreinvermögen 246.152 270.739 652.815 797.283
davon auf andere Gesellschafter entfallend 245.779 270.366 302.360 369.271
Umsatzerlöse 0 105 10.939 48.375
Jahresüberschuss 15.352 23.139 63.865 75.234
davon auf andere Gesellschafter entfallend 15.235 23.116 29.580 34.845
Erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -1.669 1.388 -215 534
Gesamtergebnis 13.683 24.527 63.650 75.767
davon auf andere Gesellschafter entfallend 13.567 24.504 29.480 35.093
Nettozunahme/ -abnahme des Finanzmittelfonds 0 0 -117.190 164.343
An andere Gesellschafter gezahlte Dividenden/ Ausschüttungen 37.588 22.757 58.839 109.623

* An einer Tochtergesellschaft der FORUM Grundstücksgesellschaft m.b.H. hält eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Otto (GmbH & Co KG) 1 % der Anteile.

(f) Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine

Das kapitalmarktnotierte Eigenkapital enthält die im Juli 2018 an der Luxemburger Börse platzierte nachrangige Anleihe in Höhe von 300.000 TEUR.

Die EOS Holding GmbH, Hamburg, hat im Juni 2006 sowie im August 2009 Genussscheine in Höhe von insgesamt 55.000 TEUR ausgegeben. Nach Rückkauf von Anteilen verbleiben 45.000 TEUR im Bestand. Die bonprix Handelsgesellschaft mbH, Hamburg, hat im Februar 2016 Genussscheine in Höhe von insgesamt 70.000 TEUR ausgegeben. Die hier vorliegenden Genussscheintransaktionen sind aufgrund ihrer Ausgestaltung nach IAS 32 als Eigenkapital zu klassifizieren.

Zum 28. Februar 2019 werden in dieser Position ebenfalls die noch nicht gezahlten Vergütungen auf die genannten Eigenkapitalbestandteile in Höhe von 7.984 TEUR (28. Februar 2018: 1.984 TEUR) ausgewiesen.

(24) Genussrechte

Für Mitarbeiter ausgewählter inländischer Unternehmen bietet die Otto Group ein Kapitalbeteiligungsmodell in Form von Genussrechten an. Jeder Mitarbeiter dieser Unternehmen hat dabei die Möglichkeit, jährlich ein Paket, das bis zu 20 Genussrechte im Nennwert von jeweils 250,00 EUR enthalten kann, zu erwerben. Die Genussrechte partizipieren auf Grundlage der gültigen Genussrechtsbedingungen vom 10. April 2007 am Konzerngewinn und -verlust der Otto Group auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses der Otto (GmbH & Co KG). Bei bestimmten Genussrechten erfolgt jedoch eine Begrenzung der Verlustzuweisung auf 30 % des Nennwerts der Genussrechte. Grundsätzlich gilt eine Mindesthaltedauer der Pakete von sechs Jahren, so dass die als langfristig ausgewiesenen Genussrechte dem auf diesen Zeitraum entfallenden Anteil entsprechen.

Zum 28. Februar 2019 waren 28.950 Pakete mit einem Wert von 26.190 TEUR (28. Februar 2018: 29.583 Pakete mit einem Wert von 27.561 TEUR) gezeichnet.

(25) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersvorsorge erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert. Aufwendungen für die beitrags- und leistungsorientierten Versorgungszusagen sind, mit Ausnahme des Zinsergebnisses, im Personalaufwand enthalten. Die Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Nettopensionsverpflichtung wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Ausgestaltung der Altersvorsorge richtet sich nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Länder.

Bei den beitragsorientierten Versorgungssystemen leisten die Unternehmen der Otto Group Zahlungen an externe Versorgungseinrichtungen und haben keine weiteren Leistungsverpflichtungen gegenüber den Pensionsberechtigten. Der Aufwand für beitragsorientierte Versorgungssysteme ohne Berücksichtigung der Leistungen an gesetzliche Versorgungssysteme beträgt im Geschäftsjahr 2018/19 14.294 TEUR (2017/18: 12.866 TEUR).

Rückstellungen für leistungsorientierte Versorgungspläne werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen gegenüber ehemaligen und aktiven Mitarbeitern der Otto Group sowie deren Hinterbliebenen gebildet. Die Plangestaltung basiert in der Regel auf Beschäftigungsdauer, Entgelt, Status sowie Eigenleistung der Mitarbeiter.

Die wesentlichen leistungsorientierten Versorgungspläne entfallen auf die in Deutschland und Großbritannien ansässigen Gesellschaften der Otto Group. In Deutschland liegen in der Regel nicht kapitalgedeckte Versorgungspläne vor. Diese bestehen aus arbeitgeberfinanzierten Leistungszusagen und sowohl arbeitgeber- als auch arbeitnehmerfinanzierten beitragsorientierten Leistungszusagen. Ein Großteil der arbeitgeberfinanzierten Leistungszusagen wurde zum 1. Januar 2014 für Neueintritte geschlossen. Bei den in Großbritannien ansässigen Gesellschaften bestehen zumeist kapitalgedeckte Versorgungspläne. Diese Pläne basieren vorwiegend auf eingefrorenen Durchschnittsgehältern der Mitarbeiter. Die Pläne in Großbritannien wurden mit Wirkung zum 28. Februar 2009 für Neuzugänge geschlossen. Die Leistungen aus den Plänen in Deutschland und Großbritannien erfolgen überwiegend in der Form von Rentenzahlungen.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Plänen ist die Otto Group verschiedenen Risiken ausgesetzt. Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsänderungsrisiko, ist die Otto Group dem Währungsrisiko sowie dem Kapitalmarkt- bzw. Anlagerisiko ausgesetzt. Die Versorgungsleistungen in Deutschland sind gegen die Folgen einer Insolvenz nach Maßgabe des Betriebsrentengesetzes abgesichert. Hierfür werden jährliche Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG geleistet.

Der wesentliche Teil des in der Otto Group vorhandenen Planvermögens entfällt auf die in Großbritannien ansässigen Unternehmen. Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung dieser Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar. Das Planvermögen wird von einem unabhängigen Treuhänder investiert und verwaltet. Die übergeordnete Anlagepolitik und Anlagestrategie basieren auf dem Ziel, mittelfristig eine Rendite auf das Planvermögen zu erwirtschaften, welche zusammen mit den Beiträgen ausreicht, den Versorgungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der derzeit bestehenden Unterdeckung hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet, durch regelmäßige Dotierungen die Unterdeckung langfristig aufzulösen. Die Höhe der Dotierungen wird alle drei Jahre im Rahmen der Funding Discussions neu verhandelt. Die Versorgungsleistungen sind zu großen Teilen gegen die Folgen einer Insolvenz gesetzlich abgesichert. Hierfür werden jährliche Beiträge an den Pension Protection Fund geleistet. Für einen Teil des Pensionsplans in Großbritannien besteht seitens des Treuhänders ein Recht zur Ausfinanzierung. Die Wahrscheinlichkeit der Ausübung des Rechts wird als sehr gering eingestuft. Unter Berücksichtigung dieser Annahme wurde auf die Bilanzierung einer zusätzlichen Verbindlichkeit zum 28. Februar 2019 in Höhe von 38.096 TEUR (28. Februar 2018: 75.779 TEUR) verzichtet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für die leistungsorientierten Versorgungssysteme erfolgt nach IAS 19 auf der Grundlage versicherungsmathematischer Annahmen. Der Bewertung liegen folgende gewichtete Annahmen zugrunde:

2018/19
in %
2017/18
in %
Rechnungszins 2,1 2,2
Gehaltstrend 1,4 1,4
Rententrend 1,8 1,8
Inflation 1,9 1,8
Fluktuation 8,0 8,0

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Barwert der nicht fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen 1.452.491 1.387.683
Barwert der fondsfinanzierten Pensionsverpflichtungen 624.487 605.361
Umbuchungen aufgrund von IFRS 5 -536 0
Barwert der Pensionsverpflichtungen 2.076.442 1.993.044

Die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen hat sich wie folgt entwickelt:

Barwert der Pensionsverpflichtung Planvermögen Rückstellungen für Pensionen
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Stand zum 1. März 1.993.044 1.975.723 587.559 618.287 1.405.485 1.357.436
Laufender Dienstzeitaufwand 24.250 23.440 0 0 24.250 23.440
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 22.313 15.190 0 0 22.313 15.190
Effekte aus Plankürzungen und Abgeltungen -66 -1.413 0 0 -66 -1.413
Zinsaufwendungen / -erträge 42.257 44.690 16.048 14.226 26.209 30.464
Erfolgswirksam erfasste Veränderungen 88.754 81.907 16.048 14.226 72.706 67.681
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus demographischen Annahmen 17.215 -38.916 0 0 17.215 -38.916
aus finanziellen Annahmen 10.295 66.411 0 0 10.295 66.411
aus erfahrungsbedingten Anpassungen 17.490 1.605 0 0 17.490 1.605
Ertrag aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -10.076 -12.111 10.076 12.111
Wechselkursänderungen 18.607 -25.964 17.255 -22.080 1.352 -3.884
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 63.607 3.136 7.179 -34.191 56.428 37.327
Gezahlte Leistungen -58.445 -65.086 -26.288 -32.793 -32.157 -32.293
Übertragungen 75 -237 0 0 75 -237
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 22.430 22.030 -22.430 -22.030
Änderungen Konsolidierungskreis -10.057 -2.399 -8.484 0 -1.573 -2.399
Umbuchungen aufgrund von IFRS 5 -536 0 0 0 -536 0
Sonstige Veränderungen -68.963 -67.722 -12.342 -10.763 -56.621 -56.959
Stand zum 28. Februar 2.076.442 1.993.044 598.444 587.559 1.477.998 1.405.485
davon Rückstellungen für Pensionen 1.477.998 1.416.795
davon Nettovermögenswert aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 0 -11.310

Das zur Finanzierung der Pensionsverpflichtungen zur Verfügung stehende Planvermögen gliedert sich wie folgt auf:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Wertpapiere 487.355 511.889
Immobilien 35.845 45.101
Liquide Mittel 13.747 11.989
Darlehen 4.194 4.072
Sonstiges 57.303 14.508
Planvermögen 598.444 587.559

Die Kosten für die Verwaltung des Planvermögens mindern den Ertrag aus Planvermögen. Die verbleibenden Verwaltungskosten werden nicht vom Ertrag aus Planvermögen abgezogen.

Der Konzern erwartet, dass im Geschäftsjahr 2019/20 Beiträge in Höhe von 22.575 TEUR in die leistungsorientierten Pläne einzuzahlen sind sowie Auszahlungen in Höhe von 59.751 TEUR aus den leistungsorientierten Plänen erfolgen werden.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung beträgt 19,0 Jahre (28. Februar 2018: 19,5 Jahre).

Die relative Auswirkung von singulären Parameteränderungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird im Folgenden aufgezeigt:

2018/19
in %
2017/18
in %
Rechnungszins + 0,5 % -8,7 -9,0
Rechnungszins - 0,5 % 9,9 10,2
Rententrend + 0,25 % 2,2 2,5
Rententrend - 0,25 % -2,1 -2,3
Lebenserwartung Zunahme um ein Jahr 1,7 1,7
Lebenserwartung Abnahme um ein Jahr -1,8 -1,9

Eine wesentliche Gehaltsabhängigkeit der Pläne liegt nicht vor. Zur Ermittlung der Sensitivitäten wurden ca. 98 % des Verpflichtungsumfanges berücksichtigt. Jede Änderung einer wesentlichen versicherungsmathematischen Annahme wurde separat analysiert. Interdependenzen wurden nicht berücksichtigt.

(26) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

01.03.2018
in TEUR
Währungskurseffekte/ Umbuchungen/ Veränderung des Konsolidierungskreises
in TEUR
Inanspruchnahme
in TEUR
Auflösung
in TEUR
Restrukturierungsverpflichtungen 52.968 315 -17.228 -7.664
Personalbezogene Rückstellungen 72.039 1.053 -3.499 -5.907
Operative Rückstellungen 34.771 162 -1.864 -556
Vertragliche Rückstellungen 31.227 110 -2.297 -3.894
Übrige Rückstellungen 104.900 1.833 -8.653 -12.289
Sonstige Rückstellungen 295.905 3.473 -33.541 -30.310
Zuführung
in TEUR
Aufzinsung
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
Restrukturierungsverpflichtungen 27.146 487 56.024
Personalbezogene Rückstellungen 5.596 289 69.571
Operative Rückstellungen 16.509 1.987 51.009
Vertragliche Rückstellungen 5.893 7 31.046
Übrige Rückstellungen 32.575 112 118.478
Sonstige Rückstellungen 87.719 2.882 326.128

In den personalbezogenen Rückstellungen sind im Wesentlichen die Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitvereinbarungen sowie Jubiläumsansprüche enthalten.

Erwartete Abfindungen sowie sonstige Personalkosten, die auf der Grundlage von Sozialplänen bzw. Betriebsvereinbarungen im Rahmen von eingeleiteten Restrukturierungen u.a. in Deutschland, Frankreich und England entstehen, werden in den Rückstellungen für Restrukturierungsverpflichtungen ausgewiesen. Zusätzlich sind in dieser Rückstellung die erwarteten Aufwendungen im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung von Miet- bzw. Leasingverträgen aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen enthalten.

In den operativen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückbau- und Wiederherstellungsverpflichtungen sowie Rückstellungen für Garantie- und Kulanzansprüche enthalten. Für Rückbau- und Wiederherstellungsverpflichtungen, die insbesondere bei Mietereinbauten bestehen, wurden Rückstellungen in Höhe des Barwerts der erwarteten Kosten angesetzt. Korrespondierend wurden diese Kosten zum Zeitpunkt der Entstehung der Verpflichtung als Bestandteil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Vermögenswerte aktiviert. Die Rückstellungen für Garantien und Kulanz wurden für gesetzliche, freiwillige und vertraglich vereinbarte Garantien und Gewährleistungsansprüche von Kunden aus Warenlieferungen in Höhe der wahrscheinlichen Inanspruchnahme gebildet.

Verpflichtungen aus bereits anhängigen oder zu erwartenden Rechtsstreitigkeiten werden u.a. unter den vertraglichen Rückstellungen ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken und ungewisser Verpflichtungen, die in der Höhe des wahrscheinlichen Eintritts berücksichtigt werden.

Es ergibt sich folgende Fälligkeitsstruktur der sonstigen Rückstellungen zum 28. Februar 2019:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Restrukturierungsverpflichtungen 36.152 19.872 0 56.024
Personalbezogene Rückstellungen 593 56.831 12.147 69.571
Operative Rückstellungen 23.700 16.327 10.982 51.009
Vertragliche Rückstellungen 31.008 38 0 31.046
Übrige Rückstellungen 83.312 35.166 0 118.478
Sonstige Rückstellungen 174.765 128.234 23.129 326.128

(27) Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Fälligkeitsstruktur der Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ergibt sich zum 28. Februar 2019 wie folgt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 502.460 607.000 347.569 1.457.029
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 651.937 632.626 225.583 1.510.146

Zum Stichtag der Vergleichsperiode hat sich die Fälligkeitsstruktur der Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt dargestellt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 166.810 677.451 594.962 1.439.223
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 771.631 390.851 164.222 1.326.704

Die zum 28. Februar 2019 bestehenden wesentlichen Anleihen sind durch die folgenden Nominalbeträge, Zinssätze und Fälligkeiten gekennzeichnet:

Gesellschaft Finanzierungszusage Inanspruchnahme zum 28.02.2019
in TEUR
Nominalzinssatz Effektivzinssatz Fälligkeit
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS0847087714) 300.000 3,875% 4,000% 01.11.2019
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS0978146271) 20.000 3,376% 3,376% 13.12.2019
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS0972058175) 225.000 3,750% 3,875% 17.09.2020
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1031554360) 50.000 Euribor + Aufschlag Euribor + Aufschlag 18.02.2021
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1123401579) 45.000 Euribor + Aufschlag Euribor + Aufschlag 05.11.2021
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1567447609) 40.000 1,500% 1,500% 08.03.2022
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1433512891) 250.000 2,500% 2,625% 16.06.2023
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1625975153) 300.000 1,875% 1,950% 12.06.2024
Otto (GmbH & Co KG) Inhaberschuldverschreibung (XS1660709616) 50.000 Euribor + Aufschlag Euribor + Aufschlag 24.08.2026

Die Otto Group verfügt seit dem Geschäftsjahr 2013/14 über ein EMTN-Programm mit einem Gesamtvolumen von 2.000.000 TEUR an der Luxemburger Börse. Zum 28. Februar 2019 beträgt das Gesamtvolumen der im Rahmen des EMTN-Programms begebenen Anleihen 980.000 TEUR (28. Februar 2018: 980.000 TEUR).

Zudem existiert seit dem Geschäftsjahr 2016/17 ein Commercial-Paper-Programm mit einem Rahmenvolumen von 1.000.000 TEUR. Zum 28. Februar 2019 beträgt das Gesamtvolumen der ausstehenden Commercial-Paper 166.000 TEUR (28. Februar 2018: 150.000 TEUR).

Zum 28. Februar 2019 bestehen die folgenden, nach Fälligkeit sortierten, wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber diversen in- und ausländischen Kreditinstituten:

Segmente Währung Inanspruchnahme zum 28.02.2019
in TEUR
Zinssatz Endfälligkeit
Multichannel-Einzelhandel EUR 327.271 1,0 - 6,0 % 2019 - 2024
Multichannel-Einzelhandel EUR 132.166 Euribor + variabler Aufschlag 2020 - 2039
Multichannel-Einzelhandel EUR 166.889 1,5 - 6,9 % 2024 - 2041
Finanzdienstleistungen EUR 30.000 Euribor + variabler Aufschlag 2019 - 2025
Finanzdienstleistungen EUR 68.433 1,6 - 2,7 % 2021 - 2023
Finanzdienstleistungen EUR 130.000 1,4 - 1,5 % 2025 - 2027
Service EUR 57.975 1,7% 2023 - 2027

Die Aufteilung erfolgt auf Basis der Segmentzuordnung nach fester oder variabler Verzinsung sowie einer Endfälligkeit bis 5 Jahre (28. Februar 2024) bzw. über 5 Jahre (ab 1. März 2024).

Für die Finanzverbindlichkeiten entspricht der ausgewiesene Zinssatz dem Effektivzinssatz.

(28) Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Verbindlichkeiten aus ABS-Finanzierungen 82.632 189.087
Verbindlichkeiten aus finance lease 69.646 64.676
Verbindlichkeiten aus Darlehen 4.441 4.546
Wechselverbindlichkeiten 1.355 2.612
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 158.074 260.921

Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich zum 28. Februar 2019 wie folgt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus ABS-Finanzierungen 82.632 0 0 82.632
Verbindlichkeiten aus finance lease 17.622 50.654 1.370 69.646
Verbindlichkeiten aus Darlehen 4.441 0 0 4.441
Wechselverbindlichkeiten 1.355 0 0 1.355
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 106.050 50.654 1.370 158.074

Zum Stichtag der Vergleichsperiode hat sich die Fälligkeitsstruktur der sonstigen Finanzverbindlichkeiten wie folgt dargestellt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus ABS-Finanzierungen 189.087 0 0 189.087
Verbindlichkeiten aus finance lease 17.095 45.780 1.801 64.676
Verbindlichkeiten aus Darlehen 4.546 0 0 4.546
Wechselverbindlichkeiten 2.612 0 0 2.612
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 213.340 45.780 1.801 260.921

Die Verbindlichkeiten aus finance lease zum 28. Februar 2019 lassen sich wie folgt überleiten:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Ausstehende Miet- und Leasingraten 18.910 52.240 1.374 72.524
Zinsanteil 1.288 1.586 4 2.878
Tilgungsanteil 17.622 50.654 1.370 69.646

Zum Stichtag der Vergleichsperiode ergab sich die Überleitung der Verbindlichkeiten aus finance lease wie folgt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Ausstehende Miet- und Leasingraten 18.295 49.316 1.818 69.429
Zinsanteil 1.200 3.536 17 4.753
Tilgungsanteil 17.095 45.780 1.801 64.676

(29) Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen 16.500 17.873
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 26.308 18.799
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Personen und Unternehmen 2.767 5.239
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 45.575 41.911

Die Fälligkeitsstruktur ergibt sich wie folgt:

28.02.2019 28.02.2018
in TEUR in TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 44.834 41.447
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren 277 0
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 464 464
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 45.575 41.911

(30) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 251.820 259.888
Verbindlichkeiten aus kündbaren Finanzinstrumenten 104.697 95.445
Kreditorische Debitoren 88.561 93.000
Negative Zeitwerte von Derivaten 38.069 53.273
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anteilen 27.989 49.212
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 59.244 101.984
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 570.380 652.802
Vertragliche Verbindlichkeiten 214.302 199.290
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 146.193 185.449
Abgrenzungsposten 107.096 110.909
Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben 17.686 17.552
Verbindlichkeiten aus sonstigen Abgaben 9.900 9.266
Übrige Verbindlichkeiten 2.753 3.608
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 497.930 526.074
Sonstige Verbindlichkeiten 1.068.310 1.178.876

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Lohn und Gehalt, ausstehendem Urlaub bzw. Urlaubsgeld sowie Altersteilzeitvereinbarungen.

Entsprechend IAS 32 ist die Verpflichtung bei Ausübung der bestimmten Anteilseignern von Tochtergesellschaften eingeräumten Optionen, deren Anteile zum anteiligen Wert des Eigenkapitals erwerben zu müssen, in Höhe des wahrscheinlichen Erfüllungsbetrags als Verbindlichkeit zum Erwerb von Anteilen zu bilanzieren.

Sofern die Verpflichtungen im Rahmen eines Unternehmenserwerbs entstanden sind, in dem die Otto Group die Beherrschungsmöglichkeiten erworben hat, werden Beträge abzüglich der Verzinsung als variabler Kaufpreisbestandteil behandelt und gegebenenfalls im derivativen Geschäfts- oder Firmenwert berücksichtigt.

Hinsichtlich der Fälligkeit ergibt sich folgende Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Restlaufzeit bis zu einem Jahr 383.110 479.181
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren 170.340 169.427
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 16.930 4.194
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 570.380 652.802

Die vertraglichen Verbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Stand vertragliche Verbindlichkeiten am 1. März 199.290 196.215
Zuführung 189.645 176.360
In der Berichtsperiode erfasste Umsatzerlöse -177.608 -173.285
Wechselkursänderungen 2.975 0
Stand vertragliche Verbindlichkeiten am 28. Februar 214.302 199.290

Der Gesamtbetrag der noch nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen mit deren Erfüllung in voraussichtlich mehr als 12 Monaten gerechnet wird, beläuft sich zum 28. Februar 2019 auf 19.347 TEUR (28. Februar 2018: 13.245 TEUR).

(31) Mitarbeiterbeteiligungsprogramme

In den Geschäftsjahren 2006/07 und 2017/18 wurden bei einer Konzerngesellschaft in den USA virtuelle Anteilsprogramme zur langfristigen Mitarbeiterincentivierung aufgelegt. Diese Programme werden gemäß IFRS 2 als cash-settled share-based payment klassifiziert. Die Transaktionswährung für die Gewährung und den Rückkauf der Wertsteigerungsrechte ist der US-Dollar.

Die im Rahmen dieser Pläne jährlich gewährten Wertsteigerungsrechte werden während einer Frist von 60 Monaten ratierlich unverfallbar. Am Ende dieses Erdienungszeitraums erfolgt die Auszahlung auf Basis der unverfallbar gewordenen Rechte. Für die Bestimmung der Wertsteigerung wird ein Unternehmenswert zugrunde gelegt, der sich aus einem EBIT-Multiplikator unter Berücksichtigung einer vertraglich definierten Nettofinanzposition ergibt.

Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2006/07 aufgelegten Plans können maximal 590.000 Wertsteigerungsrechte ausgegeben werden. Die letzte Ausgabe von Wertsteigerungsrechten erfolgte im Geschäftsjahr 2017/18. Die Veränderungen im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Anteilsprogramms lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Jahr der Gewährung Anzahl der gewährten Rechte Anzahl der verfallenen Rechte Anzahl der ausgezahlten Rechte Zum Stichtag unverfallbare Rechte Wert eines Rechts zum Ausgabezeitpunkt
in USD
Wertveränderung ggü. Ausgabezeitpunkt
in USD
2006 103.650 -7.609 -96.042 0 81,66 31,44
2007 111.500 -13.170 -98.330 0 105,09 8,01
2008 77.650 -15.466 -62.184 0 104,06 9,04
2009 105.130 -21.098 -84.032 0 33,08 80,02
2010 120.395 -32.551 -87.844 0 32,04 81,06
2011 131.890 -43.154 -88.736 0 67,92 45,18
2012 121.765 -37.129 -84.636 0 53,31 59,79
2013 124.200 -42.763 -81.437 0 38,26 74,63
2014 122.595 -40.554 -28.969 51.260 0,00 95,41
2015 148.860 -54.592 -32.220 47.485 0,00 100,11
2016 157.770 -63.295 -22.735 40.539 23,36 79,40
1.325.405 -371.381 -767.164 139.284

Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2017/18 aufgelegten Plans können maximal 300.000 Wertsteigerungsrechte ausgegeben werden. Die Veränderungen im Zusammenhang mit der Durchführung dieses Anteilsprogramms lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Jahr der Gewährung Anzahl der gewährten Rechte Anzahl der verfallenen Rechte Anzahl der ausgezahlten Rechte Zum Stichtag unverfallbare Rechte Wert eines Rechts zum Ausgabezeitpunkt
in USD
Wertveränderung ggü. Ausgabezeitpunkt
in USD
2017 56.920 -34.960 0 0 99,22 1,97
2018 25.440 -19.840 0 0 110,66 3,12
82.360 -54.800 0 0

Für beide Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ist unter Berücksichtigung des Aufwandsverteilungszeitraums gemäß IFRS 2 und der Wertentwicklung zum Bilanzstichtag eine Verbindlichkeit in Höhe von 12.147 TEUR (2017/18: 16.309 TEUR) bilanziert worden. Es ergab sich im Berichtsjahr Aufwand in Höhe von 3.076 TEUR (2017/18: 8.201 TEUR).

Auszahlungen für bereits unverfallbar gewordene Rechte ausgeschiedener Mitarbeiter beliefen sich im Geschäftsjahr 2018/19 auf 14.245 TEUR (2017/18: 6.104 TEUR).

Bei einer deutschen Konzerngesellschaft sind zudem im Geschäftsjahr 2017/18 virtuelle Put-Optionen gegenüber leitenden Mitarbeitern gewährt worden. Diese Put-Optionen werden gemäß IFRS 2 als cash-settled share-based payment klassifiziert. Die Transaktionswährung für die Gewährung und den Rückkauf ist der Euro. Die Put-Optionen konnten an unterschiedlichen und vorab festgelegten Zeitpunkten ausgeübt werden. Die Ausübung erfolgte im Geschäftsjahr 2018/19.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

(32) Definitionen

In der Otto Group ist der Brutto-Cashflow eine Kennzahl für den Liquiditätsbeitrag der Gesellschaften und der Segmente. Der Brutto-Cashflow entspricht dem um Gewinne, Verluste und Ausschüttungen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie um wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen angepassten Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

(33) Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Flüssige Mittel 368.728 517.615
Wertpapiere mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten 17.224 130
Finanzmittelfonds 385.952 517.745

Aus dem in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Finanzmittelfonds wurden 4.098 TEUR (28. Februar 2018: 11.014 TEUR) als Sicherheit hinterlegt. Die eingeschränkte Verfügbarkeit resultiert im Wesentlichen aus vertraglichen Vereinbarungen aus ABS-Transaktionen.

(34) Nicht zahlungswirksame Transaktionen

Wesentliche nicht zahlungswirksame Vorgänge im Finanzierungs- und Investitionsbereich betreffen im Geschäftsjahr 2018/19 den Abschluss von finance lease mit 19.967 TEUR (2017/18: 16.247 TEUR).

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

(35) Grundlagen

Die Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 nach dem management approach. Hiernach orientiert sich die Segmentberichterstattung an der internen Berichterstattung an die jeweiligen Hauptentscheidungsträger und beinhaltet die Informationen, die diesen Entscheidungsträgern im Rahmen einer regelmäßigen Berichterstattung vorgelegt und von diesen zur Ressourcenallokation für die einzelnen Bereiche des Konzerns verwendet werden. In Übereinstimmung mit der internen Steuerung des Konzerns ist die Segmentberichterstattung nach den Geschäftsfeldern des Konzerns gegliedert.

In Ergänzung zu den Geschäftsfeldern erfolgen Zusatzinformationen zu den geographischen Regionen.

(a) Geschäftsfelder

In der Otto Group bestehen die folgenden Geschäftsfelder:

Multichannel-Einzelhandel

Das Segment Multichannel-Einzelhandel umfasst alle Aktivitäten des Konzerns, bei denen Konsumgüter an Endkunden verkauft werden. Die Geschäftsaktivitäten erfolgen dabei im Rahmen einer Multichannel-Strategie im Wege des Online-, Versand- und Stationärhandels, wobei der E-Commerce im Versandhandel den Schwerpunkt in diesem Segment bildet.

Finanzdienstleistungen

Das Segment Finanzdienstleistungen umfasst das Forderungs- und Liquiditätsmanagement.

Service

Das Segment Service der Otto Group beinhaltet Logistik- und Einkaufsdienstleistungen. Die Logistikdienstleistungen umfassen dabei einen breiten Bereich von der Warenbeschaffung über Transportdienstleistungen bis zur Sendungsverteilung an Endkunden sowie Serviceleistungen im Zusammenhang mit den gelieferten Waren.

(b) Geographische Regionen

Die Aktivitäten der Otto Group sind neben Deutschland und Russland insbesondere auf das übrige Europa und Nordamerika sowie Asien ausgerichtet. Die Sonstigen Regionen enthalten die Aktivitäten in den übrigen Regionen.

(36) Segmentinformationen

Die Segmentdaten werden mit Ausnahme der konzerninternen Miet- und Leasingbeziehungen, die als Operating-Leasingverhältnisse abgebildet werden, auf der Grundlage der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Forderungen, Aufwendungen und Erträge, die aus Transaktionen zwischen den einzelnen Segmenten resultieren, werden in der Spalte Holding/Konsolidierung eliminiert. Derartige Transaktionen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Darüber hinaus enthält die Spalte Holding/Konsolidierung Aufwendungen der Konzernfunktionen, die den einzelnen Segmenten nicht auf einer verlässlichen Basis zugeordnet werden können.

Die Umsatzerlöse mit Dritten repräsentieren den Umsatz aus dem Verkauf von Handelswaren sowie der Erbringung von Dienstleistungen, inklusive Finanzdienstleistungen. Die Innenumsatzerlöse resultieren aus den Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den einzelnen Segmenten.

Die dargestellten Ergebnisgrößen stellen den jeweiligen Ergebnisbeitrag der Segmente dar. Das EBITDA entspricht dabei dem Ergebnis vor Berücksichtigung des Finanzergebnisses, der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie vor planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen und nach Zuschreibungen. Unter Einbeziehung der angefallenen Abschreibungen ergibt sich das EBIT als Ergebnis vor dem Finanzergebnis und vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Das Segmentvermögen umfasst die langfristigen Vermögenswerte des jeweiligen Segments, d.h. die immateriellen Vermögenswerte inklusive derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte, die Sachanlagen und die Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie die kurzfristigen Vermögenswerte. Vom Segmentvermögen ausgenommen sind die sonstigen Beteiligungen, die Finanzforderungen, die Ansprüche aus laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die aktiven latenten Steuern und die flüssigen Mittel. Nur im Segment Finanzdienstleistungen sind die Finanzforderungen im Segmentvermögen enthalten.

Der Brutto-Cashflow der Segmente wird aus dem EBIT unter Eliminierung darin enthaltener nicht zahlungswirksamer Erträge und Aufwendungen abgeleitet.

Das Segmentvermögen kann auf die Aktiva des Konzerns wie folgt übergeleitet werden:

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Segmentvermögen 8.566.255 8.243.119
Sonstige Finanzanlagen 90.706 269.897
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 54.783 126.392
Flüssige Mittel 368.728 517.615
Latente Steuern 123.234 139.911
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 420.609 0
Vermögenswerte des Konzerns 9.624.315 9.296.934

Für die geographischen Informationen werden die Umsätze nach dem Standort der Konzerngesellschaft segmentiert, der in der Regel auch dem Standort der Kunden entspricht. Das Vermögen wird ebenfalls auf der Grundlage des Standortes der Konzerngesellschaft ermittelt und umfasst die langfristigen Vermögenswerte der geographischen Regionen und enthält somit immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen:

Umsatzerlöse mit Dritten Langfristiges Vermögen
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
28.02.2018
in TEUR
Deutschland 8.243.568 8.271.115 1.377.628 1.312.651
Europa (ohne Deutschland und Russland) 2.914.738 2.945.743 398.411 354.678
Nordamerika 1.855.722 1.892.154 356.703 345.674
Russland 229.668 323.735 1.693 14.596
Asien 179.690 191.072 48.819 48.123
Sonstige Regionen 22.996 35.988 1.032 816
Konzern 13.446.382 13.659.807 2.184.286 2.076.538

SONSTIGE ANGABEN

(37) Finanzinstrumente

(a) Originäre Finanzinstrumente

Die Otto Group verwendet eine Vielzahl von Finanzinstrumenten in ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern.

In den folgenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechend den Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 9 dargestellt. Cash flow hedges werden gesondert ausgewiesen.

Alle Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert im Abschluss bilanziert werden, werden in die folgenden Hierarchiestufen gemäß IFRS 13 eingeordnet:

Stufe 1: an aktiven, für das Unternehmen zugänglichen Märkten notierte (nicht angepasste) Preise für gleiche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten;

Stufe 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen;

Stufe 3: nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Reklassifizierungen zwischen den verschiedenen Hierarchiestufen werden zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist, erfasst. Im Geschäftsjahr 2018/19 haben keine Reklassifizierungen zwischen den verschiedenen Kategorien von Finanzinstrumenten stattgefunden.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten verschiedene Put-Optionen. Diese werden der Stufe 3 in der Zeitwert Hierarchie zugeordnet, da die Bewertungsparameter auf nicht beobachtbaren Marktdaten beruhen. In den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen ist ein Betrag in Höhe von 970 TEUR (28. Februar 2018: 2.486 TEUR) aus der Währungsumrechnung enthalten.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum 28. Februar 2019, einschließlich ihrer Einstufung in die Zeitwert Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die Verbindlichkeiten aus finance lease werden gemäß IAS 17 bewertet und sind folglich in der Tabelle keiner Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 zugeordnet. Eine Angabe der Zeitwerte für Verbindlichkeiten aus finance lease erfolgt nicht, da sich keine wesentlichen Zusatzinformationen durch die Ermittlung der Zeitwerte ergeben würden.

Aktiva

Bewertung gemäß IFRS 9
Buchwert
in TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC)
in TEUR
Zeitwert, erfolgswirksam (FVPL)
in TEUR
Zeitwert, erfolgsneutral (FVOCI)
in TEUR
Zeitwert, erfolgsneutral (FVOCI) ohne Reklassifizierung
in TEUR
Sonstige Finanzanlagen 102.267 0 22.182 0 80.085
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.508.748 1.508.748 0 0 0
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 1.441.845 1.441.845 0 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 74.290 74.290 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 585.750 173.724 395 0 411.631
Wertpapiere 17.537 403 17.134 0 0
Flüssige Mittel 368.728 368.728 0 0 0
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 5.792 0 5.792 0 0
Cash flow hedges 20.945 0 0 20.945 0

Aktiva

Zeitwert Hierarchie
Zeitwert
in TEUR
Stufe 1
in TEUR
Stufe 2
in TEUR
Stufe 3
in TEUR
Sonstige Finanzanlagen 102.267 0 102.267 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 0 0 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 411.631 0 411.631 0
Wertpapiere 17.134 17.134 0 0
Flüssige Mittel 0 0 0 0
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 5.792 0 5.792 0
Cash flow hedges 20.945 0 20.945 0

Passiva

Bewertung gemäß IFRS 9
Buchwert
in TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten (AC)
in TEUR
Zeitwert, erfolgswirksam (FVPL)
in TEUR
Zeitwert, erfolgsneutral (FVOCI)
in TEUR
Genussrechte 26.189 26.189 0 0
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.457.029 1.457.029 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.510.146 1.510.146 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 88.428 88.428 0 0
davon Verbindlichkeiten aus finance lease 69.646 69.646 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.628.536 1.628.536 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 45.575 45.575 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 532.312 504.323 0 27.989
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 10.555 0 10.555 0
Cash flow hedges 27.514 0 0 27.514

Passiva

Zeitwert Hierarchie
Zeitwert
in TEUR
Stufe 1
in TEUR
Stufe 2
in TEUR
Stufe 3
in TEUR
Genussrechte 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.474.414 1.103.865 370.549 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.554.711 0 1.554.711 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0
davon Verbindlichkeiten aus finance lease 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.989 0 0 27.989
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 10.555 0 10.555 0
Cash flow hedges 27.514 0 27.514 0

Zum Stichtag der Vergleichsperiode bestehen entsprechend IAS 39 folgende Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Einstufung in der Zeitwert Hierarchie:

Aktiva

Bewertung gemäß IAS 39
Buchwert
in TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
in TEUR
Zeitwert, erfolgswirksam
in TEUR
Zeitwert, erfolgsneutral
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.536.251 1.536.251 0 0
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 1.298.491 1.298.491 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 173.982 173.982 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 196.382 196.382 0 0
Flüssige Mittel 517.615 517.615 0 0
Loans and receivables (LAR) 3.722.721 3.722.721 0 0
Sonstige Finanzanlagen 153 153 0 0
Wertpapiere 313 313 0 0
Held to maturity (HTM) 466 466 0 0
Sonstige Finanzanlagen 278.294 14.753 0 263.541
Wertpapiere 130 0 0 130
Available-for-sale financial assets (AFS) 278.424 14.753 0 263.671
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 7.875 0 7.875 0
Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) 7.875 0 7.875 0
Cash flow hedges 11.155 0 0 11.155

Aktiva

Zeitwert Hierarchie
Zeitwert
in TEUR
Stufe 1
in TEUR
Stufe 2
in TEUR
Stufe 3
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 0 0 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0
Flüssige Mittel 0 0 0 0
Loans and receivables (LAR) 0 0 0 0
Sonstige Finanzanlagen 0 0 0 0
Wertpapiere 0 0 0 0
Held to maturity (HTM) 0 0 0 0
Sonstige Finanzanlagen 263.541 0 263.541 0
Wertpapiere 130 130 0 0
Available-for-sale financial assets (AFS) 263.671 130 263.541 0
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 7.875 0 7.875 0
Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) 7.875 0 7.875 0
Cash flow hedges 11.155 0 11.155 0

Passiva

Bewertung gemäß IAS 39
Buchwert
in TEUR
Fortgeführte Anschaffungskosten
in TEUR
Zeitwert, erfolgswirksam
in TEUR
Zeitwert, erfolgsneutral
in TEUR
Genussrechte 27.561 27.561 0 0
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.439.223 1.439.223 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.326.704 1.326.704 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 196.244 196.244 0 0
davon Verbindlichkeiten finance lease 64.676 64.676 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.656.296 1.656.296 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 41.911 41.911 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 550.318 550.318 0 0
Financial liabilities measured at amortised cost (OL) 5.302.933 5.302.933 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49.212 0 0 49.212
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 23.827 0 23.827 0
Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) 73.039 0 23.827 49.212
Cash flow hedges 29.445 0 0 29.445

Passiva

Zeitwert Hierarchie
Zeitwert
in TEUR
Stufe 1
in TEUR
Stufe 2
in TEUR
Stufe 3
in TEUR
Genussrechte 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.589.329 1.117.672 471.657 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.437.359 0 1.437.359 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0
davon Verbindlichkeiten finance lease 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Financial liabilities measured at amortised cost (OL) 3.026.688 1.117.672 1.909.016 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49.212 0 0 49.212
Derivate ohne Sicherungsbeziehungen 23.827 0 23.827 0
Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) 73.039 0 23.827 49.212
Cash flow hedges 29.445 0 29.445 0

Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten teilen sich wie folgt auf die einzelnen Bewertungskategorien des IFRS 9 auf:

28.02.2019
erfolgsneutral
in TEUR
erfolgswirksam
in TEUR
Summe
in TEUR
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 776.488 776.488
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 -892 -892
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 153.362 153.362
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 -30.068 -30.068
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, ohne Reklassifizierung 6.641 0 6.641
Nettogewinne / Nettoverluste 6.641 898.890 905.531

Die Nettoergebnisse enthalten dabei Effekte aus Wertberichtigungen, aus der Währungsumrechnung, aus der Bewertung zum Zeitwert und aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus wurden Umsatzerlöse mit Dritten des Segments Finanzdienstleistungen von 823.592 TEUR ausgewiesen.

Die oben genannten Finanzinstrumente wurden hinsichtlich ihrer erfolgswirksamen Effekte in den Umsatzerlösen, sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen, im Beteiligungsergebnis und im sonstigen Finanzergebnis erfasst.

Zum 28. Februar 2019 werden keine Vermögenswerte aus ABS-Transaktionen (28. Februar 2018: 104.177 TEUR) bilanziert.

Im Vorjahr teilten sich die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten gemäß den einzelnen Bewertungskategorien des IAS 39 folgendermaßen auf:

28.02.2018
erfolgsneutral
in TEUR
erfolgswirksam
in TEUR
Summe
in TEUR
Loans and receivables (LAR) 0 715.600 715.600
LAR ohne Finanzdienstleistungen 0 -125.806 -125.806
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 0 841.406 841.406
Available-for-sale-financial assets (AFS) 10.185 11.671 21.856
Financial assets at fair value through profit or loss (AFV) 0 6.831 6.831
Financial liabilities measured at amortised cost (OL) 0 -1.872 -1.872
Financial liabilities at fair value through profit or loss (LFV) 0 -21.175 -21.175

Die Nettoergebnisse im Vorjahr enthielten dabei Effekte aus Wertberichtigungen, aus der Währungsumrechnung, aus der Bewertung zum Zeitwert und aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus wurden Umsatzerlöse mit Dritten des Segments Finanzdienstleistungen von 841.406 TEUR ausgewiesen, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Kategorie LAR standen.

(b) Derivative Finanzinstrumente

Die Otto Group ist aufgrund ihrer internationalen Aktivitäten insbesondere Risiken aus Währungskurs- und Zinsänderungen ausgesetzt. Zur Begrenzung dieser Risiken werden durch die Unternehmen der Otto Group derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch entsprechende Richtlinien in der Otto Group geregelt und erfolgt allein zur Absicherung bestehender Grundgeschäfte sowie geplanter Transaktionen mit hinreichend hoher Eintrittswahrscheinlichkeit. Durch diese Richtlinien werden die Verantwortlichkeiten, die Handlungsrahmen und die Berichterstattung sowie die strikte Trennung von Handel, Controlling und Abwicklung verbindlich festgelegt. Der Abschluss von Handelsgeschäften im Zusammenhang mit derivativen Finanzinstrumenten ist gemäß dieser Richtlinien nur mit Banken ausreichender Bonität erlaubt.

Die Otto Group nutzt Devisentermingeschäfte, Währungsswaps und Devisenoptionen zur Absicherung abgeschlossener bzw. erwarteter Geschäfte. Im Rahmen der Zinssicherung werden die Risiken durch Zinsderivate in Form von Zinsswaps begrenzt.

Die derivativen Geschäfte, welche die Otto Group nach dieser Maßgabe abschließt, werden gemäß den Vorschriften der European Market Infrastructure Regulation (EMIR) an ein Transaktionsregister gemeldet. Die Compliance mit EMIR wird regelmäßig durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und bestätigt.

Währungsrisiko

In der Otto Group bestehen Risiken aus Fremdwährungstransaktionen aus Ein- und Auszahlungen in Währungen, die von der funktionalen Währung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abweichen. Dies betrifft variable Zahlungsströme aus zukünftig höchstwahrscheinlichen Transaktionen hauptsächlich aus Wareneinkauf und Umsatzerlösen sowie aus Refinanzierung. Bei den funktionalen Währungen handelt es sich in erster Linie um den Euro. Die genannten Transaktionen werden vorwiegend auf der Grundlage von Euro, US-Dollar, Schweizer Franken und Hongkong Dollar durchgeführt. Gemäß Konzernvorgabe werden fortlaufend bis zu 100 % der geschätzten Fremdwährungsrisiken aus zukünftig höchstwahrscheinlichen Transaktionen abgesichert. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisengeschäfte genutzt, die grundsätzlich als Absicherungen von Zahlungsströmen klassifiziert werden. Eine Übersicht zur Entwicklung der wesentlich auf den Konzernabschluss wirkenden Währungen findet sich in Ziffer (2)(b).

Die Otto Group designiert die Spot-Komponente von qualifizierten Devisenderivaten zur Absicherung des Währungsrisikos und wendet ein Sicherungsverhältnis von 1:1 an. Die Termin-Komponenten von Devisenderivaten sind von der Designation ausgeschlossen. Sie werden als Kosten der Absicherung gesondert bilanziert und im Konzern-Eigenkapital ausgewiesen.

Das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft wird auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme bestimmt. Der Konzern beurteilt mithilfe der hypothetischen Derivatemethode in Verbindung mit der Dollar-Offset-Methode, ob im Rahmen der designierten Hedgebeziehungen relevante Ineffektivitäten entstanden sind. Bei diesen Sicherungsbeziehungen werden keine Ineffektivitäten erwartet, da nicht davon ausgegangen wird, dass sich Währung, Betrag und Zeitpunkt der jeweiligen Zahlungsströme der Grundgeschäfte bis zur Fälligkeit ändern.

Zinsänderungsrisiko

Die Otto Group verfolgt für aufgenommene Darlehen eine Sicherungsstrategie, bei der sämtliche variabel verzinslichen Darlehen und Anleihen durch entsprechende Zinsderivate in fixe Zinszahlungen gewandelt werden. Der Konzern wendet hierfür ein Sicherungsverhältnis von 1:1 an.

Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird bei Abschluss unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode geprüft. Wichtige Geschäftsdaten (critical-terms) zur Überprüfung der Übereinstimmung von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bei der Absicherung von Zinsänderungsrisiken sind u.a. Referenzzinssatz, Nominalbetrag, Zinskonvention sowie Zeitpunkt und Höhe der Zahlungsströme. Die Zinsrisiko-Exposures sind grundsätzlich bis zu 100 % gesichert.

Der Konzern beurteilt mithilfe der hypothetischen Derivatemethode in Verbindung mit der Dollar-Offset-Methode, ob im Rahmen der designierten Hedgebeziehungen relevante Ineffektivitäten entstanden sind. Die Hauptursachen für Ineffektivitäten im Rahmen dieser Sicherungsbeziehungen sind die Berücksichtigung von Kreditausfallrisiken der jeweiligen Kontrahenten bei der Ermittlung der Zeitwerte der sich im Hedge befindlichen Swaps sowie die Zinsabsicherung variabel verzinslicher Darlehen mittels Zinsswaps, die bereits zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss über einen inneren Wert verfügt haben (late designation).

Absicherung von Zahlungsströmen

Die Fälligkeitsstruktur der Nominalwerte der von der Otto Group gehaltenen Instrumente zur Absicherung gegen Wechselkurs- und Zinssatzänderungen setzen sich zum Stichtag folgendermaßen zusammen:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Aktiva
Devisenderivate 577.154 101.907 0
Gesamt 577.154 101.907 0
Passiva
Devisenderivate 686.230 263.241 0
Zinsderivate 24.636 167.559 599.607
Gesamt 710.866 430.800 599.607

Im Vorjahr setzten sich die Nominalwerte und Zeitwerte der Zins- und Devisenderivate wie folgt zusammen:

Nominalbetrag
in TEUR
Zeitwert
in TEUR
Aktiva
Devisenderivate 799.791 16.291
Zinsderivate 265.000 2.739
Gesamt 1.064.791 19.030
Passiva
Devisenderivate 1.292.317 42.446
Zinsderivate 348.395 10.826
Gesamt 1.640.712 53.272

Die Otto Group bilanziert bestimmte Derivate, die die Kriterien des IFRS 9 hinsichtlich der Abbildung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, als cash flow hedges.

Es bestehen die folgenden Sicherungsinstrumente, die die Kriterien des IFRS 9 hinsichtlich der Abbildung als cash flow hedge erfüllen:

Nominalbetrag
in TEUR
Zeitwert Aktiva
in TEUR
Zeitwert Passiva
in TEUR
Devisenderivate
Umsatzerlöse 264.528 2.446 3.819
Refinanzierung 100.053 0 1.023
Vorräte 475.860 18.500 1.944
Zinsderivate
Zinsswaps 779.166 0 20.728
Derivate in cash flow hedges 1.619.607 20.946 27.514

Positive Zeitwerte werden in den Sonstigen Vermögenswerten und Wertpapieren (siehe Ziffer (22)) bzw. negative Zeitwerte in den Sonstigen Verbindlichkeiten (siehe Ziffer (30)) ausgewiesen.

Zum 28. Februar 2018 bestanden folgende Sicherungsinstrumente, die die Kriterien des IAS 39 erfüllt haben:

Nominalbetrag
in TEUR
Zeitwert
in TEUR
Aktiva
Devisenderivate 429.757 8.417
Zinsderivate 265.000 2.739
Gesamt 694.757 11.156
Passiva
Devisenderivate 664.460 18.876
Zinsderivate 318.014 10.569
Gesamt 982.474 29.445

Die Beträge, die sich auf Posten beziehen, die als Sicherungsinstrumente designiert sind, und die Ineffektivitäten der Sicherungsbeziehungen stellen sich zum 28. Februar 2019 folgendermaßen dar:

Designierte Risikokomponente Kosten der Absicherung
Erfolgsneutral erfasst
in TEUR
Umgegliedert in die Anschaffungskosten
in TEUR
Erfolgswirksam umgegliedert
in TEUR
Erfolgsneutral erfasst
in TEUR
Umgegliedert in die Anschaffungskosten
in TEUR
Erfolgswirksam umgegliedert
in TEUR
Devisenderivate
Umsatzerlöse (ausgewiesen in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen) 840 0 -4.371 943 0 -356
Refinanzierung (ausgewiesen in der Gewinn- und Verlustrechnung im Sonstigen Finanzergebnis) 371 0 -177 -738 0 0
Vorräte 34.779 -5.971 0 5.452 1.267 0
Zinsderivate
Zinsswaps -13.340 0 0 0 0 0
Veränderung der Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges 22.650 -5.971 -4.548 5.657 1.267 -356

Die erfolgswirksam umgegliederten Beträge aus Devisenderivaten werden in den Umsatzerlösen (siehe Ziffer (6)) bzw. im sonstigen Finanzergebnis (siehe Ziffer (14)) ausgewiesen.

Die Ineffektivitäten der Sicherungsgeschäfte belaufen sich bei den Devisenderivaten auf -54 TEUR und beziehen sich alleinig auf die Refinanzierung. Diese werden im Sonstigen Finanzergebnis (siehe Ziffer (14)) berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Ineffektivitäten bei den Zinsderivaten in Höhe von 220 TEUR. Diese werden im Zinsergebnis (siehe Ziffer (14)) ausgewiesen.

Zum 28. Februar 2019 besteht bei Devisenderivaten eine Wertänderung des gesicherten Grundgeschäfts in Höhe von 27.659 TEUR bzw. bei Zinsderivaten in Höhe von 16.981 TEUR. Das gesicherte Grundgeschäft dient als Grundlage für die Erfassung einer Unwirksamkeit der Sicherungsbeziehung. Die verbleibenden Salden in der cash flow hedge Rücklage aus Sicherungsbeziehungen bei Devisenderivaten, bei denen die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nicht mehr angewandt wird, betragen zum 28. Februar 2019 3.880 TEUR.

Die folgende Tabelle enthält die Überleitung der Risikokategorien der Eigenkapitalkomponenten und der Analyse der Positionen in den erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen nach Steuern, die aus der Bilanzierung zur Absicherung von Zahlungsströmen resultieren:

Designierte Risikokomponente
in TEUR
Kosten der Absicherung Devisentermingeschäfte
in TEUR
Kosten der Absicherung Optionsgeschäfte
in TEUR
Stand Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges am 1. März -9.032 0 -4.472
Veränderung der Zeitwerte
Devisenderivate - Vorräte 33.136 6.291 -840
Devisenderivate - Umsatzerlöse 840 943 0
Devisenderivate - Refinanzierung 371 -738 0
Zinsderivate - Zinsswaps -13.340 0 0
Erfolgswirksam umgegliedert
Devisenderivate - Umsatzerlöse -4.371 -356 0
Devisenderivate - Refinanzierung -177 0 0
Zinsderivate - Zinsswaps 0 0 0
In die Anschaffungskosten der Vorräte umgegliedert
Devisenderivate - Vorräte -5.971 -4.339 5.606
Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges, ohne latente Steuern 1.456 1.801 294
Auf Anteile anderer Gesellschafter entfallende Veränderung der Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges 2.063 -84 0
Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallend, ohne latente Steuern 3.519 1.717 294
Effekte aus latenten Steuern -1.719 -840 -143
Stand Zeitwerte von Derivaten in cash flow hedges am 28. Februar 1.800 877 151

Die Kosten der Absicherung betreffen transaktionsbezogene gesicherte Grundgeschäfte.

Die gesicherten Grundgeschäfte treten in einem Zeitraum von bis zu fünf Jahren bei Devisenderivaten und von bis zu 21 Jahren bei Zinsderivaten ein. Die voraussichtlichen Effekte auf die Zahlungsströme werden sich jeweils im gleichen Zeitraum einstellen. Den Nominalvolumina der Sicherungsgeschäfte stehen bereits bilanzierte Grundgeschäfte in Höhe von 72.697 TEUR (28. Februar 2018: 28.104 TEUR) bei den Devisenderivaten und in Höhe von 316.802 TEUR (28. Februar 2018: 388.395 TEUR) bei den Zinsderivaten sowie geplante Transaktionen gegenüber. Für bilanzierte Grundgeschäfte aus einer Sicherungsbeziehung mit Devisenderivaten werden 2.158 TEUR (28. Februar 2018: 190 TEUR) aus den kumulierten erfolgsneutral erfassten Erträgen und Aufwendungen in die Anschaffungskosten einbezogen. Davon entfallen 1.297 TEUR auf die designierte Risikokomponente und 861 TEUR auf die Kosten der Absicherung.

Die Otto Group schließt innerhalb des bestehenden Deutschen Rahmenvertrags für Finanztermingeschäfte Derivategeschäfte ab. Bei Eintritt bestimmter Kreditereignisse, wie eines Verzugs von Zahlungen und einer Kündigung der unter diesem Vertrag abgeschlossenen Geschäfte, werden alle ausstehenden Transaktionen der in Verzug geratenen Derivategeschäfte beendet und der Wert zur Beendigung wird ermittelt. Hierfür ist ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu verwenden. Da ein bestimmtes Kreditereignis wie ein Verzug eines Bankdarlehens zurzeit nicht gegeben ist und somit kein Rechtsanspruch auf Saldierung der erfassten Beträge besteht, erfüllen die abgeschlossenen Vereinbarungen nicht die Kriterien für eine Saldierung in der Bilanz.

Es bestehen die folgenden Finanzinstrumente, die dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte unterliegen:

28.02.2019 28.02.2018
Brutto- und Nettobetrag ausgewiesen in der Bilanz
in TEUR
nicht in der Bilanz saldierter Betrag
in TEUR
Nettobetrag
in TEUR
Brutto- und Nettobetrag ausgewiesen in der Bilanz
in TEUR
nicht in der Bilanz saldierter Betrag
in TEUR
Nettobetrag
in TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zins- und Devisenderivate 26.738 8.711 18.027 19.030 13.461 5.569
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zins- und Devisenderivate 38.069 8.711 29.358 53.273 13.461 39.812

(c) Finanzrisiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die Otto Group finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere die Auswirkungen aus Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen. Im Rahmen der bestehenden Treasury- und Risikomanagementprozesse werden diese Risiken reduziert.

Grundsätzlich werden alle wesentlichen Zinsänderungs- und Währungsrisiken durch währungs- und fristenkongruente Refinanzierungen begrenzt. Verbleibende wesentliche Inkongruenzen werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, wie beispielsweise Zinsswaps und Devisentermingeschäfte, weiter reduziert.

Die Otto Group ist durch ihre Geschäftstätigkeit im Wesentlichen Währungsrisiken aus der Schwankung des USD, des HKD und des CHF ausgesetzt. Zur Ermittlung der nachfolgend dargestellten Sensitivitäten wird eine hypothetische Auf- bzw. Abwertung des Euro gegenüber diesen Währungen zum 28. Februar 2019 um 10 % angenommen. Alle anderen Variablen bleiben unverändert. Unter diesen Bedingungen hätten sich folgende wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Konzern-Eigenkapital der Otto Group ergeben:

EBT Eigenkapital
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Kursschwankung des USD + 10 % 12.849 -7 -30.049 -45.728
Kursschwankung des USD - 10 % -12.794 -3.532 31.445 50.533
Kursschwankung des HKD + 10 % -1.951 -95 953 -4.471
Kursschwankung des HKD - 10 % 1.943 96 -942 4.485
Kursschwankung des CHF + 10 % 1.241 -490 18.081 21.018
Kursschwankung des CHF - 10 % -1.224 496 -18.020 -20.971
Gesamtauswirkung + 10 % 12.139 -592 -11.015 -29.181
Gesamtauswirkung - 10 % -12.075 -2.940 12.483 34.047

Währungskurssicherungen werden in der Otto Group im größtmöglichen Umfang als cash flow hedge nach IFRS 9 bilanziert. Die dazugehörigen Marktwertschwankungen werden im Konzern-Eigenkapital gezeigt.

Die ausgewiesenen Effekte auf das Ergebnis resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsschwankungen von Derivaten, die zur Sicherung operativer Cashflows abgeschlossen wurden, jedoch nicht nach Hedge Accounting bilanziert werden. Diesen Derivaten stehen hauptsächlich geplante, noch nicht kontrahierte Kontrakte gegenüber, deren Währungskursrisiko sich gegenläufig entwickelt. In die Berechnungen der Ergebniseffekte wurden diese Cashflows der operativen Grundgeschäfte nicht einbezogen. Das tatsächliche Risiko der Nettoposition ist somit deutlich geringer.

Für die Otto Group ergeben sich weiterhin Zinsrisiken aus variabel verzinslichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Bei einer hypothetischen Erhöhung bzw. Senkung des Marktzinsniveaus für alle Währungen um jeweils 50 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinskurven) und gleichzeitig unveränderten sonstigen Variablen hätten sich folgende Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern (EBT) und das Eigenkapital der Otto Group ergeben, die im Wesentlichen das Finanzergebnis beeinflussen:

EBT Eigenkapital
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Verschiebung des Zinsniveaus + 50 bp 10 2.552 22.958 11.398
Verschiebung des Zinsniveaus - 50 bp -10 -2.693 -23.970 -13.366

Eine Risikokonzentration in Bezug auf die dargestellten Finanzrisiken besteht nicht.

(d) Ausfallrisiko

Für die Otto Group besteht das Risiko, dass Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Ein finanzieller Vermögenswert gilt im Konzern als ausgefallen, wenn der Geschäftspartner seinen Verpflichtungen gegenüber der Otto Group voraussichtlich nicht vollständig erfüllen wird oder der finanzielle Vermögenswert an ein Inkassounternehmen abgegeben wird. Zur Verminderung des Ausfallrisikos, dessen Maximalbetrag den bei den jeweiligen finanziellen Vermögenswerten bilanzierten Buchwerten entspricht, werden Bonitätsprüfungen vorgenommen. Für erkennbare Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Finanzdienstleistungen, werden angemessene Wertberichtigungen anhand des anzuwendenden Konzepts der erwarteten Kreditausfälle gemäß IFRS 9 gebildet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften gemäß IFRS 9, der Wertminderungsaufwand ist jedoch unwesentlich. Für die in der Bilanz angesetzten Vermögenswerte entspricht der Buchwert dem maximalen Ausfallrisiko.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzdienstleistungen bestehen im Wesentlichen gegenüber privaten Endkunden und sind in der Regel mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte im Einzelhandel nicht durch spezielle Instrumente gesichert. Durch die sehr hohe Streuung der Forderungen entfallen auf den einzelnen Kunden nur geringe Beträge. Das Risiko eines maximalen Ausfalls ist unwahrscheinlich.

Einlagen bei Banken und Finanzanlagen werden grundsätzlich nur bei Partnern unterhalten, die eine ausreichende Bonität nach dem Ranking einer anerkannten internationalen Ratingagentur aufweisen.

Überfällige Kredite und Forderungen werden in den verschiedenen Geschäftsfeldern intensiv überwacht. Im Multichannel-Einzelhandel und bei den Finanzdienstleistungsgesellschaften ist das Debitorenmanagement ein wichtiger Baustein in den betrieblichen Prozessen.

Die Festlegung, ob ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Erhöhung des Ausfallrisikos erfahren hat, basiert auf einer regelmäßig durchgeführten Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, welche sowohl externe Ratinginformationen als auch interne Informationen über die Kreditqualität des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigen.

Forderungen, die nur durch Nachverhandlung nicht wertgemindert oder überfällig sind, und überfällige Finanzinstrumente, die nicht wertgemindert sind, bestehen nur in sehr geringem Umfang mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr. Es liegen keine objektiven Hinweise vor, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Forderungen werden in einem standardisierten Verfahren automatisch wertberichtigt, sobald es zu einem Zahlungsverzug kommt.

Der Konzern verwendet eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu messen. Die Ausfallraten werden überwiegend nach der Methode der Rollrate berechnet, die auf der Wahrscheinlichkeit basiert, dass eine Forderung durch aufeinanderfolgende Stufen in der Zahlungsverzögerung fortschreitet. Die erwarteten Ausfallraten basieren auf der Ausfallhistorie der letzten Jahre sowie auf Prognosen zukünftiger wirtschaftlicher Ereignisse. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Ziffer (20) erläutert.

Im Segment Finanzdienstleistungen bestehen Forderungen im Wesentlichen aus Treuhandinkasso sowie aus angekauften Forderungen. Im Rahmen des Treuhandgeschäfts existieren keine wesentlichen finanziellen Vermögenswerte oder Finanzinstrumente, die überfällig, aber nicht wertgemindert sind. Bei den angekauften Forderungen handelt es sich grundsätzlich um bereits überfällige wertgeminderte Forderungen.

Die wesentlichen Ausfallrisiken im Segment Finanzdienstleistungen ergeben sich aus dem Ankauf zahlungsgestörter Forderungen. Im Rahmen des Risikomanagements wurden deshalb Methoden entwickelt, um mit diesen Risiken systematisch umzugehen. Wesentliche Elemente bei der Handhabung der Risiken sind die vertragliche Gestaltung, Portfoliostruktur- und Zeitreihenanalysen und Investitionsrechnungen im Rahmen der Due Diligence sowie die regelmäßige Nachkalkulation. Hierzu wird das Zahlungsverhalten der Schuldner ständig überwacht, so dass strukturelle Veränderungen derselben frühzeitig festgestellt und berücksichtigt werden können.

Durch die Nachkalkulation wird die Prognosequalität der Systeme zur Forderungsbewertung fortlaufend überprüft und weiterentwickelt. Darüber hinaus werden strukturelle Veränderungen im Zahlungsverhalten von der Inkassoabwicklung laufend überwacht und an das Risikomanagement gemeldet, so dass eine frühzeitige Anpassung der Bewertungsprämissen gewährleistet ist und diese Informationen in die Analyse zukünftiger Ankäufe fließen können. Durch die Anpassung von Bewertungsprämissen sind Ausfallrisiken im Rahmen der bestehenden Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien in den Buchwerten der angekauften Forderungen bereits berücksichtigt.

Eine Abhängigkeit des Ausfallrisikos von wenigen Schuldnern ergibt sich aufgrund der Vielzahl der Einzelforderungen in den jeweiligen Portfolios zahlungsgestörter angekaufter Forderungen nicht.

Teilweise sind zahlungsgestörte angekaufte Forderungen dinglich besichert. Eine Verwertung der Immobilien erfolgt durch freihändigen Verkauf oder Zwangsversteigerung, führt aber nicht in jedem Fall dazu, dass die jeweilige Gesamtforderung beglichen werden kann. Eine Verwertung der Immobilien im Wege der Zwangsversteigerung trägt zur Stützung des Forderungseinzugs bei.

Der Buchwert der einzelnen angekauften Forderungspakete wird regelmäßig anhand eines standardisierten Bewertungsmodells überprüft. Diesem Bewertungsmodell liegen die geschätzten Netto-Geldeingänge des jeweiligen Forderungspakets über die zum Bewertungszeitpunkt noch verbleibende Restlaufzeit zugrunde. Die zukünftigen Netto-Geldeingänge werden mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz abgezinst.

Die erwarteten Kreditausfälle werden auf der gleichen Portfolioebene ermittelt, wie sie sich beim Kauf ergeben hat. Insofern ergibt sich keine veränderte Zusammenfassung der Instrumente.

(e) Liquiditätsrisiko

Das Finanzierungsmanagement sichert die jederzeitige Aufrechterhaltung der Liquidität der Otto Group. Darüber hinaus wird sichergestellt, dass für das operative Geschäft und für Investitionen immer ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Die Minimierung der Finanzierungskosten ist dabei eine wesentliche Nebenbedingung für ein effizientes Finanzierungsmanagement. Grundsätzlich gilt, offene Positionen fristenkongruent zu refinanzieren. Als Refinanzierungsinstrumente können Geld- und Kapitalmarktprodukte wie zum Beispiel Kredite, Anleihen oder ABS (asset-backed securities), aber auch Avale, Leasing, sale and lease back und Factoringverwendet werden. Die erforderlichen Basisdaten werden rollierend über eine monatliche Liquiditätsplanung mit einem Planungshorizont von zwölf Monaten sowie eine tägliche Planung mit einem Horizont von mindestens vier Wochen ermittelt. Beide Planungen werden regelmäßigen Abweichungsanalysen unterzogen. Eine Risikokonzentration in Bezug auf die dargestellten Liquiditätsrisiken besteht nicht.

Folgende Tabelle zeigt den zum 28. Februar 2019 bereits vertraglich fixierten Mittelabfluss aus finanziellen Verbindlichkeiten in Form von Tilgungs- und Zinszahlungen:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 521.688 673.529 357.956 1.553.173
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 716.651 680.945 253.579 1.651.175
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.594.304 34.232 0 1.628.536
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 501.181 161.863 16.930 679.974
davon derivative Finanzinstrumente 16.490 34.170 -499 50.161

Zum 28. Februar 2018 bestand der nachfolgend dargestellte vertraglich fixierte Mittelabfluss aus finanziellen Verbindlichkeiten:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 186.475 766.352 620.732 1.573.559
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 787.008 437.706 183.282 1.407.996
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.471.391 32.604 0 1.503.995
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 688.085 181.168 4.301 873.554
davon derivative Finanzinstrumente 33.363 10.568 -297 43.634

(38) Zahlungswirksame und zahlungsunwirksame Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten

Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten stellen sich zum Stichtag folgendermaßen dar:

01.03.2018
in TEUR
Zahlungswirksame Veränderungen
in TEUR
Genussrechte 27.561 -1.372
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 166.810 16.170
Langfristige Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 1.272.413 1.636
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 771.631 -121.468
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 555.073 344.168
Verbindlichkeiten aus ABS-Finanzierungen 189.087 -84.134
Verbindlichkeiten aus finance lease 64.676 -19.656
Übrige Finanzverbindlichkeiten 7.158 -1.425
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten 3.054.409 133.919
Zahlungsunwirksame Veränderungen
Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
in TEUR
Währungskurseffekte
in TEUR
Effekte aus dem Abschluss neuer Leasingverträge
in TEUR
Effekte aus Umbuchungen
in TEUR
28.02.2019
in TEUR
Genussrechte 0 0 0 0 26.189
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 0 0 0 319.480 502.460
Langfristige Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 0 0 0 -319.480 954.569
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -40.170 912 0 41.032 651.937
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 -41.032 858.209
Verbindlichkeiten aus ABS-Finanzierungen -22.330 9 0 0 82.632
Verbindlichkeiten aus finance lease 0 294 24.332 0 69.646
Übrige Finanzverbindlichkeiten 0 64 0 0 5.797
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten -62.500 1.279 24.332 0 3.151.439

(39) Konzernabschluss unter Einbeziehung des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode ("FDL at Equity")

(a) Allgemeine Erläuterungen

Die Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen aus dem Segment Finanzdienstleistungen unterscheidet sich grundlegend von den Handels- und Dienstleistungsaktivitäten der Otto Group. Um einen noch differenzierteren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Handels- und Dienstleistungsaktivitäten der Otto Group mittels einer Eliminierung der Strukturen im Segment Finanzdienstleistungen zu vermitteln, wurde der IFRS-Konzernabschluss zum 28. Februar 2019 um eine zusätzliche Betrachtungsweise erweitert.

Hierbei werden Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge der Konzernunternehmen des Segments Finanzdienstleistungen aus dem IFRS-Konzernabschluss eliminiert und stattdessen die Anteile an den Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode bilanziert. Die Bilanzierung der Anteile an den Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nach der Equity-Methode erfolgt dabei auf der Grundlage der durchgerechneten Kapitalanteile auf Ebene der jeweiligen Muttergesellschaften, die nicht dem Segment Finanzdienstleistungen zugeordnet sind. Insofern werden Anteile anderer Gesellschafter am anteiligen Ergebnis bzw. dem anteiligen Nettoreinvermögen der Konzerngesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen nur dann ausgewiesen, wenn diese Anteile durch außenstehende Gesellschafter an Muttergesellschaften in anderen Segmenten gehalten werden. Darüber hinaus werden für Zwecke der Bilanzdarstellung Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren.

Bei der hier beschriebenen Vorgehensweise wird insofern von den IFRS abgewichen, als auf die Vollkonsolidierung der Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen, wie sie aufgrund der Beherrschungsmöglichkeit der Otto Group nach IFRS 10 erfolgen müsste und im IFRS-Konzernabschluss abgebildet ist, verzichtet wird. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren.

Die Darstellung aller übrigen Sachverhalte erfolgte in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten, am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC).

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern FDL at Equity vom 1. März 2018 bis zum 28 . Februar 2019

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 12.787.794 12.948.169
Umsatzerlöse 12.623.117 12.819.564
Erlöse aus Kundenfinanzierung 164.677 128.605
Sonstige betriebliche Erträge 625.605 636.611
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 29.049 38.459
Materialaufwand -7.287.311 -7.186.535
Personalaufwand -2.130.730 -2.104.971
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.785.355 -3.964.727
Beteiligungsergebnis 231.455 321.128
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 229.531 319.009
Sonstiges Beteiligungsergebnis 1.924 2.119
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 470.507 688.133
Planmäßige Abschreibungen -251.603 -263.523
Außerplanmäßige Abschreibungen -26.975 -62.335
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 191.929 362.276
Zinsen und ähnliche Erträge 32.372 30.195
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -132.086 -131.025
Sonstiges Finanzergebnis 138.995 301.039
Ergebnis vor Steuern (EBT) 231.210 562.484
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -64.828 -59.771
Jahresüberschuss 166.383 502.713
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Jahresüberschuss 100.660 436.967
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Jahresüberschuss 55.872 62.475
Auf kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine entfallender Anteil am Jahresüberschuss 9.850 3.271

* Vorjahr angepasst

Bilanz Konzern FDL at Equity zum 28 . Februar 2019

AKTIVA

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018 *in TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen 3.423.919 3.774.648
Immaterielle Vermögenswerte 571.468 533.152
Sachanlagen 1.401.777 1.342.672
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 1.351.635 1.623.538
Sonstige Finanzanlagen 99.039 275.287
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167.405 167.644
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 0 56.152
Sonstige Vermögenswerte 471.035 69.151
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 456.870 45.988
Sonstige übrige Vermögenswerte 14.165 23.164
4.062.359 4.067.596
Latente Steuern 136.655 152.529
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 1.594.527 1.548.486
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.213.989 1.243.001
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 61.285 98.640
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37.287 30.889
Sonstige Vermögenswerte 320.320 348.333
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 107.729 113.881
Sonstige übrige Vermögenswerte 212.591 234.452
Wertpapiere 17.447 353
Flüssige Mittel 300.038 417.818
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 316.846 0
3.861.739 3.687.519
Bilanzsumme 8.060.753 7.907.644

PASSIVA

28.02.2019
in TEUR
28.02.2018 *
in TEUR
Eigenkapital
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Eigenkapital 673.913 716.564
Kommanditkapital der Otto (GmbH & Co KG) 820.000 820.000
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 804.968 727.809
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben -223.532 -215.626
Kumulierte erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -740.088 -630.737
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 12.565 15.118
Anteile anderer Gesellschafter 596.868 665.245
Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine 377.590 71.590
1.648.370 1.453.400
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte 24.001 25.710
Rückstellungen für Pensionen 1.404.060 1.345.225
Sonstige Rückstellungen 135.879 140.438
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 667.523 918.514
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 464.943 329.633
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 52.009 47.518
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.232 32.604
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 739 464
Sonstige Verbindlichkeiten 290.020 273.689
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 185.281 172.223
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 104.739 101.465
3.073.405 3.113.793
Latente Steuern 72.026 62.753
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte 2.189 1.851
Sonstige Rückstellungen 150.327 116.897
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 351.366 120.414
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 411.137 492.531
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 23.336 103.325
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.550.808 1.543.983
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 43.939 41.244
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 29.836 41.477
Sonstige Verbindlichkeiten 702.916 815.975
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 329.829 416.452
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 373.087 399.523
Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten 1.097 0
3.266.951 3.277.698
Bilanzsumme 8.060.753 7.907.644

* Vorjahr angepasst

Kapitalflussrechnung Konzern FDL at Equity vom 1. März 2018 bis zum 28 . Februar 2019

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 191.929 362.276
Ab-/ Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen 277.242 318.052
Gewinne (-) / Verluste (+) von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen -229.531 -319.009
Ausschüttungen von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 155.261 280.634
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Wertberichtigungen auf Ausleihungen, Forderungen und Vorräte 86.508 142.385
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -27.553 -8.650
Pensionszahlungen, die den Aufwand für Pensionen übersteigen (-) / unterschreiten (+) -5.849 -13.687
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (-) und Aufwendungen (+) 317 426
Brutto-Cashflow 448.324 762.427
Abnahme (+) / Zunahme (-) des Working Capital -174.922 -294.808
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte (brutto) -27.631 -265.673
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (brutto) -185.558 -236.638
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 21.542 -21.241
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 131.293 171.906
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen nahestehende Personen und Unternehmen 35.067 -5.530
Veränderungen der übrigen Aktiva / Passiva -149.635 62.369
Aus laufendem Geschäft erwirtschaftete Zahlungsmittel 273.401 467.618
Gezahlte Ertragsteuern -59.441 -53.691
Erhaltene Zinsen 22.648 20.705
Zahlungswirksame Erträge / Aufwendungen aus Finanzanlagen und Wertpapieren 628 1.125
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 237.237 435.757

* Vorjahr angepasst

2018/19
in TEUR
2017/18 *
in TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 237.237 435.757
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie Sachanlagen -342.990 -334.783
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an vollkonsolidierten Unternehmen -600 0
Auszahlungen für Investitionen in das übrige Finanzanlagevermögen -251.366 -253.485
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten sowie Sachanlagen 61.707 112.323
Ein-/ Auszahlungen aus Abgängen von konsolidierten Unternehmen 0 -29.707
Einzahlungen aus Abgängen des übrigen Finanzanlagevermögens 200.285 181.250
Cashflow aus Investitionstätigkeit -332.964 -324.403
Free Cashflow -95.727 111.354
Ausschüttungen -200.849 -193.879
Gezahlte Zinsen und Bankspesen -134.752 -150.760
Ein-/ Auszahlungen aus Eigenkapitalzuführungen/ -herabsetzungen 301.350 0
Ein-/ Auszahlungen (netto) aus der Gewährung/ dem Rückkauf von Genussrechten -1.706 -310
Auszahlungen für die Tilgung von finance lease -19.546 -20.752
Einzahlungen aus der Aufnahme von sonstigen Finanzverbindlichkeiten 249.242 562.496
Auszahlungen aus der Tilgung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -198.973 -171.031
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.234 25.764
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 417.858 286.846
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -100.962 137.117
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 275 -6.106
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 317.172 417.857

* Vorjahr angepasst

(b) Erläuterungen zur Überleitungsrechnung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

Als Ausgangspunkt der Überleitungsrechnung der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung enthält Spalte 1 die Daten der Otto Group einschließlich der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen.

Spalte 2 zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung des Segments Finanzdienstleistungen, die an dieser Stelle aus der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung herausgelöst wird. Die hier gezeigte Gewinn- und Verlustrechnung des Segments Finanzdienstleistungen enthält sämtliche Leistungsbeziehungen zu den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group.

Mit der Spalte 3 leben die GuV-wirksamen Beziehungen zwischen den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group und dem Segment Finanzdienstleistungen, die beim Übergang in den Gesamtkonzern eliminiert worden sind, wieder auf.

Mit der Spalte 4 wird das anteilige Periodenergebnis des Segments Finanzdienstleistungen zugefügt.

Spalte 5 zeigt den Abschluss der Otto Group FDL at Equity.

Überleitungsrechnung Gewinn- und Verlustrechnung (FDL at Equity)

2018/19 Otto Konzern (1)
in TEUR
Segment Finanzdienstleistungen (2)
in TEUR
A/E-Konsolidierung (3)
in TEUR
Sonstiges (4)
in TEUR
Otto Konzern FDL at Equity (5)
in TEUR
Umsatzerlöse und Erlöse aus Kundenfinanzierung 13.611.059 -845.977 22.712 0 12.787.794
Umsatzerlöse 13.446.382 -845.977 22.712 0 12.623.116
Erlöse aus Kundenfinanzierung 164.677 0 0 0 164.677
Sonstige betriebliche Erträge 647.403 -26.472 4.674 0 625.605
Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen 41.761 -12.712 0 0 29.049
Materialaufwand -7.287.038 0 -273 0 -7.287.311
Personalaufwand -2.414.394 283.664 0 0 -2.130.730
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.089.822 331.579 -27.112 0 -3.785.355
Beteiligungsergebnis 15.438 -75.959 0 291.976 231.455
Ergebnis von assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 13.505 -75.949 0 291.976 229.531
Sonstiges Beteiligungsergebnis 1.934 -9 0 0 1.924
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 524.408 -345.877 0 291.976 470.507
Planmäßige Abschreibungen -272.334 20.731 0 0 -251.603
Außerplanmäßige Abschreibungen -29.975 3.000 0 0 -26.975
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 222.099 -322.146 0 291.976 191.929
Zinsen und ähnliche Erträge 20.898 -4.827 16.301 0 32.372
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -139.955 24.170 -16.301 0 -132.086
Sonstiges Finanzergebnis 174.534 -35.539 0 0 138.995
Ergebnis vor Steuern (EBT) 277.576 -338.342 0 291.976 231.210
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -100.711 35.883 0 0 -64.828
Jahresüberschuss 176.865 -302.459 0 291.976 166.383
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Jahresüberschuss 100.660 -262.618 0 262.618 100.660
Auf andere Gesellschafter entfallender Anteil am Jahresüberschuss 64.284 -37.770 0 29.358 55.872
Auf kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine entfallender Anteil am Jahresüberschuss 11.921 -2.071 0 0 9.850

(c) Erläuterungen zur Überleitungsrechnung Konzern-Bilanz

Als Ausgangspunkt der Überleitungsrechnung der Konzern-Bilanz enthält Spalte 1 die Daten der Otto Group einschließlich der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren.

Spalte 2 zeigt die Bilanz des Segments Finanzdienstleistungen, die an dieser Stelle aus der Konzern-Bilanz herausgelöst wird. Die hier gezeigte Bilanz des Segments Finanzdienstleistungen enthält sämtliche Leistungsbeziehungen zu den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group.

Mit der Spalte 3 leben die Beziehungen zwischen den Handels- und Servicegesellschaften der Otto Group und dem Segment Finanzdienstleistungen, die beim Übergang in den Gesamtkonzern eliminiert worden sind, wieder auf.

In der Spalte 4 werden die nach der Equity-Methode bewerteten Anteile an den Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen ausgewiesen. Darüber hinaus werden Finanzverbindlichkeiten mit Forderungen gegen Gesellschaften des Segments Finanzdienstleistungen saldiert, die aus der zentralisierten Finanzierung des Segments Finanzdienstleistungen resultieren.

Spalte 5 zeigt den Abschluss der Otto Group FDL at Equity.

Überleitungsrechnung Bilanz (FDL at Equity)

AKTIVA

28.02.2019 Otto Konzern (1)
in TEUR
Segment Finanzdienstleistungen (2)
in TEUR
Schuldenkonsolidierung (3)
in TEUR
Sonstiges (4)
in TEUR
Otto Konzern FDL at Equity (5)
in TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Anlagevermögen 2.993.001 -798.055 0 1.228.972 3.423.919
Immaterielle Vermögenswerte 744.723 -173.488 0 233 571.468
Sachanlagen 1.439.562 -37.785 0 0 1.401.777
Anteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen 706.450 -583.539 0 1.228.724 1.351.635
Sonstige Finanzanlagen 102.267 -3.242 0 15 99.039
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167.405 0 0 0 167.405
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 1.064.178 -1.064.178 0 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 0 -2.284 385.458 -383.173 0
Sonstige Vermögenswerte 498.969 -27.934 0 0 471.035
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 484.294 -27.424 0 0 456.870
Sonstige übrige Vermögenswerte 14.675 -511 0 0 14.165
4.723.553 -1.892.451 385.458 845.799 4.062.359
Latente Steuern 123.234 -11.948 25.369 0 136.655
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 1.778.038 -183.511 0 0 1.594.527
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.341.343 -127.354 0 0 1.213.989
Forderungen aus Finanzdienstleistungen 377.667 -377.667 0 0 0
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 74.290 -326.077 1.008.236 -695.165 61.285
Forderungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 43.254 -5.967 0 0 37.287
Sonstige Vermögenswerte 356.062 -35.759 18 0 320.320
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 128.194 -20.465 0 0 107.729
Sonstige übrige Vermögenswerte 227.867 -15.294 18 0 212.591
Wertpapiere 17.537 -90 0 0 17.447
Flüssige Mittel 368.728 -68.690 0 0 300.038
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 420.609 -103.764 0 0 316.846
4.777.528 -1.228.878 1.008.254 -695.165 3.861.739
Bilanzsumme 9.624.315 -3.133.278 1.419.081 150.635 8.060.753

PASSIVA

28.02.2019 Otto Konzern (1)
in TEUR
Segment Finanzdienstleistungen (2)
in TEUR
Schuldenkonsolidierung (3)
in TEUR
Sonstiges (4)
in TEUR
Otto Konzern FDL at Equity (5)
in TEUR
Eigenkapital
Auf die Gesellschafter der Otto (GmbH & Co KG) entfallender Anteil am Eigenkapital 673.913 -423.099 0 423.099 673.913
Kommanditkapital der Otto (GmbH & Co KG) 820.000 0 0 0 820.000
Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital 804.968 -451.062 0 451.062 804.968
Ausgleichsposten aus sukzessiven Erwerben -223.532 -4.041 0 4.041 -223.532
Kumulierte erfolgsneutral erfasste Erträge und Aufwendungen -740.088 32.968 0 -32.968 -740.088
Kumuliertes sonstiges Eigenkapital 12.565 -964 0 964 12.565
Anteile anderer Gesellschafter 609.186 -227.792 0 215.474 596.868
Kapitalmarktnotiertes Eigenkapital und Genussscheine 422.984 -45.394 0 0 377.590
1.706.083 -696.285 0 638.573 1.648.370
Finanzierung segmentfremder Beteiligungsbuchwerte 0 -590.421 0 590.421 0
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte 24.001 0 0 0 24.001
Rückstellungen für Pensionen 1.477.998 -73.938 0 0 1.404.060
Sonstige Rückstellungen 151.363 -15.484 0 0 135.879
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 954.569 0 0 -287.046 667.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 858.209 -193.333 0 -199.933 464.943
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 52.024 -15 0 0 52.009
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.232 0 0 0 34.232
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 739 -383.173 385.458 -2.284 739
Sonstige Verbindlichkeiten 292.028 -2.008 0 0 290.020
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 187.271 -1.989 0 0 185.281
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 104.757 -18 0 0 104.739
3.845.163 -667.951 385.458 -489.264 3.073.405
Latente Steuern 95.706 -49.049 25.369 0 72.026
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Genussrechte 2.189 0 0 0 2.189
Sonstige Rückstellungen 174.765 -24.438 0 0 150.327
Verbindlichkeiten aus Anleihen und sonstigen Schuldverschreibungen 502.460 0 0 -151.094 351.366
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 651.937 -64.004 0 -176.796 411.137
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 106.050 -82.714 0 0 23.336
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.594.304 -43.497 0 0 1.550.808
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 44.836 -747.728 1.008.038 -261.207 43.939
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 40.100 -10.264 0 0 29.836
Sonstige Verbindlichkeiten 776.281 -73.582 216 0 702.916
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 383.109 -53.496 216 0 329.829
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 393.173 -20.085 0 0 373.087
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 84.441 -83.344 0 0 1.097
3.977.364 -1.129.571 1.008.254 -589.097 3.266.951
Bilanzsumme 9.624.315 -3.133.278 1.419.081 150.635 8.060.753

(40) Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Otto Group die Personen und Unternehmen, die die Otto Group beherrschen bzw. einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder durch die Otto Group beherrscht bzw. maßgeblich beeinflusst werden. Dementsprechend werden die Mitglieder der Familie Otto und die Michael Otto Stiftung, die durch diese Familie und die Stiftung beherrschten bzw. maßgeblich beeinflussten Unternehmen, die Mitglieder der Geschäftsführung der Otto (GmbH & Co KG) sowie die Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen der Otto Group als nahestehende Personen und Unternehmen definiert. Neben den Geschäftsbeziehungen zu den in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und Unternehmen:

Gewinn- und Verlustrechnung 2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Umsatzerlöse 172.482 72.856
Sonstige betriebliche Erträge 40.546 16.422
Materialaufwand 6.735 4.443
Personalaufwand 15.158 12.962
Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.682 14.770
Finanzergebnis 2.663 18.740
Bilanz 28.02.2019 28.02.2018
in TEUR in TEUR
Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen 74.290 173.982
Flüssige Mittel 10.622 8.217
Pensionsverpflichtungen gegenüber nahestehenden Personen 59.040 58.183
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 45.575 41.911

(a) Beziehungen zu assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen

Die Umsatzerlöse mit assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen betragen im Geschäftsjahr 2018/19 162.210 TEUR (2017/18: 60.697 TEUR) und resultieren aus Umsatzerlösen mit der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, in Höhe von 108.310 TEUR (2017/18: 0 TEUR) sowie aus Erträgen aus Factoring-Abrechnungen mit der Hanseatic Bank GmbH & Co KG in Höhe von 45.498 TEUR (2017/18: 50.127 TEUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 2018/19 17.974 TEUR (2017/18: 1.191 TEUR) und resultieren in Höhe von 14.862 TEUR (2017/18: 0 TEUR) aus Beziehungen mit der ABOUT YOU GmbH, Hamburg.

An die Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg, werden von verschiedenen Konzernunternehmen des Segments Multichannel-Einzelhandel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Die Forderungen werden zu unter Dritten üblichen Konditionen übertragen und gehen aus der Bilanz der verkaufenden Gesellschaften vollständig ab. Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden Forderungen im Gesamtwert von 1.696.672 TEUR (2017/18: 1.607.409 TEUR) verkauft. Der Stichtagswert dieser Forderungen beträgt 1.353.390 TEUR (28. Februar 2018: 1.299.780 TEUR). Zum 28. Februar 2019 betragen die flüssigen Mittel bei der Hanseatic Bank GmbH & Co KG, Hamburg, 10.622 TEUR (28. Februar 2018: 8.217 TEUR).

Hinsichtlich der Höhe der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen wird auf die Ziffern (21) und (29) verwiesen. Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr zwischen Gesellschaften der Otto Group und assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen sowie kurzfristigen Kontokorrentfinanzierungen zwischen den Gesellschaften.

(b) Beziehungen zu den Gesellschaftern

Mit Gesellschaftern der Otto (GmbH & Co KG) bestanden weder zum 28. Februar 2019 noch zum 28. Februar 2018 Darlehensbeziehungen.

(c) Beziehungen zu sonstigen nahestehenden Unternehmen

Gesellschaften der Otto Group haben zu marktüblichen Konditionen diverse Verträge über die Anmietung von Immobilien und Grundstücken geschlossen, die sich im Eigentum von Tochtergesellschaften der ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg, sowie im Eigentum der Projektentwicklungsgesellschaft evoreal GmbH, Hamburg, befinden bzw. verwaltet werden. Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden Grundstücke und Gebäude, die an Konzerngesellschaften vermietet sind, an die evoreal GmbH, Hamburg, verkauft. Der Kaufpreis betrug 23.895 TEUR.

Im Vorjahr hat die GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H., Hamburg, die von Benjamin Otto beherrscht wird, Anteile an der ABOUT YOU GmbH, Hamburg, erworben. Die Otto Group gewährte der GFH Gesellschaft für Handelsbeteiligungen m.b.H. ein Darlehen in Höhe von 56.152 TEUR zu marktüblichen Konditionen. Zum 28. Februar 2019 war das Darlehen vollständig getilgt.

Es bestanden im Geschäftsjahr keine weiteren wesentlichen Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen.

(d) Beziehungen zu nahestehenden Personen

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Otto (GmbH & Co KG) betragen im Geschäftsjahr 2018/19 11.121 TEUR (2017/18: 8.294 TEUR) und sind mit 10.343 TEUR (2017/18: 8.294 TEUR) kurzfristig und mit 778 TEUR (2017/18: 0 TEUR) langfristig fällig. Die Gesamtbezüge entfallen mit 3.415 TEUR (2017/18: 3.516 TEUR) auf fixe Bestandteile sowie mit 7.706 TEUR (2017/18: 4.778 TEUR) auf variable Bestandteile. Für den Kreis der Geschäftsführer der Otto (GmbH & Co KG) wurde im Geschäftsjahr 2017/18 ein Vertrag über ein Long Term Incentive abgeschlossen. Dieser umfasst die Geschäftsjahre beginnend am 1. März 2018 und hat eine Dauer von drei Jahren und besteht aus einer Kombination von zwei variablen Komponenten. Die Komponenten setzen ab einem festgelegten Schwellenwert ein und steigen dann linear an. Bezugsgrößen sind der Umsatz und das ROCE der Otto Group. Die für den Long Term Incentive erfassten Bezüge betragen im Berichtsjahr 778 TEUR (2017/18: 0 TEUR). Zum Bilanzstichtag wurde hierfür eine Verbindlichkeit gebildet.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung belaufen sich auf 12.846 TEUR (28. Februar 2018: 11.365 TEUR). Die Zuführungen zu Pensionsrückstellungen betragen 1.194 TEUR (2017/18: 1.449 TEUR).

Bezüge früherer Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen belaufen sich auf 2.843 TEUR (2017/18: 3.219 TEUR). Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung und deren Hinterbliebenen sind 46.194 TEUR (28. Februar 2018: 46.818 TEUR) zurückgestellt.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats der Otto (GmbH & Co KG) beträgt im Geschäftsjahr 2018/19 280 TEUR (2017/18: 278 TEUR).

(41) Eventualverbindlichkeiten

Die Eventualverbindlichkeiten der Otto Group setzen sich aus Bürgschaften und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von 2.639 TEUR (28. Februar 2018: 29.327 TEUR) zusammen.

(42) Operating-Leasingverhältnisse

Die im Berichtsjahr gezahlten Leasingraten aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 373.925 TEUR (2017/18: 364.726 TEUR) wurden erfolgswirksam erfasst. Davon entfallen 3.587 TEUR (2017/18: 3.425 TEUR) auf Eventualmietzahlungen.

Die Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen betreffen im Wesentlichen Verträge zur Anmietung von Immobilien, Betriebsvorrichtungen, Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung und Kraftfahrzeugen.

Die zukünftigen Zahlungen für operating lease werden wie folgt fällig:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren
in TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in TEUR
Summe
in TEUR
Künftige Zahlungen für operating lease 322.508 818.349 492.873 1.633.730

Aus Untermietverträgen werden 1.301 TEUR (2017/18: 398 TEUR) an Zahlungen erwartet.

Zukünftige Leasingzahlungen für operating lease in Höhe von 1.487.574 TEUR (2017/18: 1.487.288 TEUR) entfallen auf die Anmietung von Immobilien.

(43) Abschlussprüferhonorare

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers der Otto Group setzt sich wie folgt zusammen:

2018/19
in TEUR
2017/18
in TEUR
Honorar für die Abschlussprüfungen 2.228 2.215
Honorar für andere Bestätigungsleistungen 75 55
Honorar für Steuerberatungsleistungen 190 316
Honorar für sonstige Leistungen 332 496
Abschlussprüferhonorare 2.825 3.082

Im Berichtsjahr entfallen von den sonstigen Leistungen 10 TEUR (2017/18: 12 TEUR) auf das Vorjahr.

(44) Anteilsbesitzliste

Die folgende Darstellung enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Otto Group zum 28. Februar 2019. Die Otto (GmbH & Co KG) nutzt die Erleichterungen des § 264b HGB. Im Folgenden sind die Konzernunternehmen, die im Rahmen der Bestimmungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB u.a. von der Befreiung der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse Gebrauch machen, mit (1) gekennzeichnet:

A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
3 SUISSES DE RE S.A. Luxemburg, Luxemburg 53,68%
3 SUISSES FRANCE Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
3SI COMMERCE Croix, Frankreich 100,00%
3SI HOLDING Croix, Frankreich 100,00%
3SI Re Holding S.A. Luxemburg, Luxemburg 53,68%
3SI Re S.A. Luxemburg, Luxemburg 53,68%
3SI SERVICES Croix, Frankreich 100,00%
3SI SUPPORT Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
"CROIX" Industrie-Administration G.m.b.H. Hamburg, Deutschland 100,00%
A. E. Allitt Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
ACA Healthcare Management Services, Inc. Norwell, USA 100,00%
adSoul GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
ambria GmbH Neumarkt i.d.Oberpfalz, Deutschland 100,00% (1)
AproductZ GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
ARGOSYN Villeneuve d'Ascq, Frankreich 53,68%
Argus Inkasso GmbH Kamp-Lintfort, Deutschland 100,00% (1)
ARIVO AG Delémont, Schweiz 53,68%
ARTANOLE Croix, Frankreich 53,68%
ARTHUR Holding GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
ASCQ Industrie-Administration G.m.b.H. Hamburg, Deutschland 100,00%
Astra (Bangladesh) Supply Chain Services Limited Gazipur, Bangladesh 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Astra (China) Supply Chain Services Limited Pudong Shanghai, China 100,00%
Astra Supply Chain Services Limited Hong Kong, China 100,00%
B.I.G. Baur-Immobilien-GmbH & Co. KG Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
B2C Russia Holding GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Balata Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mainz, Deutschland 94,00% (1)
baumarkt direkt Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 50,10%
baumarkt direkt GmbH & Co KG Hamburg, Deutschland 50,10% (1)
Baur Versand (GmbH & Co KG) Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
Baur-Immobilien-Verwaltungs-GmbH Hamburg, Deutschland 49,00% (1)
BFS Baur Fulfillment Solutions GmbH Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
BON PRIX DO BRASIL LTDA. Blumenau, Brasilien 100,00%
Bon Prix Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
bon prix Sp. z o.o. Lodz, Polen 100,00%
Bon Prix Tüketim Mallari Ticaret Ve Uzaktan Satis Hizmetleri Limited Sirketi Istanbul, Türkei 100,00%
BONPRIX Marcq en Baroeul, Frankreich 100,00%
bonprix Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
bonprix Handelsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
bonprix retail GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
bonprix s.r.l. Valdengo, Italien 100,00%
BorderGuru GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
BorderGuru LLC Wilmington, USA 100,00%
Boreal Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG Mainz, Deutschland 94,00% (1)
BV eVenture Fund II L.P. Wilmington, USA 96,15%
BVB Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
California Service Bureau, Inc. Novato, USA 100,00%
CINTHIA Real Estate GmbH Monheim, Deutschland 100,00% (1)
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
collect Artificial Intelligence GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Collecto Inc. Norwell, USA 100,00%
Collins GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Collins Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Corso Handelsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
CPI2 - Carbon Performance Improvement Initiative GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Crate & Barrel Global Services, LLC Wilmington, USA 100,00%
Crate & Barrel Holdings, Inc. Wilmington, USA 100,00%
Crate & Barrel International Sourcing India Private Limited Delhi, Indien 100,00%
CRATE AND BARREL CANADA INC. Toronto, Kanada 100,00%
Crate and Barrel International Sourcing Limited Hong Kong, China 100,00%
creation L Handelsgesellschaft mbH Regensburg, Deutschland 99,98% (1)
CreationL, Inc. Wilmington, USA 100,00%
Credinvest 3 Finance GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
DBR CÓMERCIO DE ARTIGOS DO VESTUÁRIO S.A. Blumenau, Brasilien 51,00%
Die Quh GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Direct Home Shopping Brands Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
direxi Croix, Frankreich 53,68%
Downland Debt Recovery Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Dreiundvierzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
ECOLOGICAL LABORATORIES PRIVATE LIMITED Navi Mumbai, Indien 51,00%
Eddie Bauer Japan, Inc. Tokio, Japan 70,00%
EDI Sourcing LLC Wilmington, USA 100,00%
Einundvierzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Elfte Hajuanmikleos Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
empiriecom GmbH & Co. KG Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
empiriecom Verwaltungsgesellschaft mbH Weismain, Deutschland 49,00%
EOS & M.Witón Kancelaria Prawna spólka komandytowa Warschau, Polen 98,04%
EOS ACT SAS Wasquehal, Frankreich 100,00%
EOS Aremas Belgium SA/NV Brüssel, Belgien 50,03%
EOS Canada Inc. Fredericton, Kanada 100,00%
EOS Communication Center Nürnberg GmbH Nürnberg, Deutschland 100,00% (1)
EOS CONTENTIA Belgium Mouscron, Belgien 100,00%
EOS Contentia Ltd. Curepipe, Mauritius 100,00%
EOS Corporate Asset Management ECAM Paris, Frankreich 100,00%
EOS Credit Funding Designated Activity Company Dublin, Irland 100,00%
EOS Danmark A/S Tilst, Dänemark 100,00%
EOS Deutscher Inkasso-Dienst GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Deutschland GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Faktor Magyarorszag Zrt. Budapest, Ungarn 100,00%
EOS Field Services GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Finance GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Finance IFN S.A. Bukarest, Rumänien 100,00%
EOS France S.A.S Paris, Frankreich 100,00%
EOS Health Honorarmanagement Aktiengesellschaft Hamburg, Deutschland 100,00%
EOS Health IT-Concept GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Holding GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Holdings (USA), Inc. Wilmington, USA 100,00%
EOS Immobilienworkout GmbH Mülheim, Deutschland 100,00% (1)
EOS International Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Invest EE GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
EOS Investment CEE GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
EOS Investment Ceská republika s.r.o. Prag, Tschechische Republik 100,00%
EOS Investment GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Investment HR GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Investment Poland GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Investment RO GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Investment RU GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
EOS IT Services SRL Bukarest, Rumänien 100,00%
EOS KSI Ceská republika s.r.o. Prag, Tschechische Republik 100,00%
EOS KSI Inkasso Deutschland GmbH Bad Rappenau, Deutschland 100,00% (1)
EOS KSI Magyarország Inkasszó Kft. Budapest, Ungarn 100,00%
EOS KSI Polska Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,00%
EOS KSI Romania S.R.L. Bukarest, Rumänien 100,00%
EOS KSI Slovensko s.r.o. Bratislava, Slowakei 100,00%
EOS KSI upravljanje terjatev d.o.o. Ljubljana, Slowenien 100,00%
EOS Matrix D.O.O. Belgrad, Republik Serbien 100,00%
EOS MATRIX d.o.o. for business services Zagreb, Kroatien 100,00%
EOS MATRIX DOOEL Skopje, Mazedonien 100,00%
EOS Matrix EOOD Sofia, Bulgarien 100,00%
EOS Matrix Ltd. for business services Sarajevo Sarajevo, Bosnien und Herzegowina 100,00%
EOS Matrix S.A. Athen, Griechenland 100,00%
EOS Montenegro d.o.o. Podgorica Podgorica, Montenegro 100,00%
EOS NEKRETNINE d.o.o. for real estate management Zagreb, Kroatien 100,00%
EOS ÖID Inkasso-Dienst Ges. m.b.H. Wien, Österreich 100,00%
EOS Schweiz AG Kloten, Schweiz 100,00%
EOS Securitisation Designated Activity Company Dublin, Irland 100,00%
EOS Securitisation GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
EOS Serviceline GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Services EOOD Sofia, Bulgarien 100,00%
EOS Slovensko Investment LC, s.r.o. Bratislava, Slowakei 100,00%
EOS Solutions UK plc Warrington, Großbritannien 100,00%
EOS Spain, S.L. A Coruña , Spanien 100,00%
EOS Technology Solutions GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS Verbriefungsspezialgesellschaft 2 GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
EOS Verbriefungsspezialgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
EOS1 Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Niestandaryzowany Fundusz Sekurytyzacyjny Danzig, Polen 100,00%
EQUIPAR Croix, Frankreich 53,68%
Euromarket Designs, Inc. Wilmington, USA 100,00%
eVenture Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
eVenture Cayman Investments 2 L.P. Kaimaninseln, Kaimaninseln 100,00%
eVenture China Fund II L.P. Kaimaninseln, Kaimaninseln 50,00%
eVenture Fonds 2 GmbH & Co KG Hamburg, Deutschland 96,15% (1)
eVenture Russia Fund II L.P. Kaimaninseln, Kaimaninseln 100,00%
FCT Foncred II - Compartiment Foncred II-A Pantin, Frankreich 100,00%
Featuring Limited Hong Kong, China 100,00%
FEGRO-Markt Eschborn, Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Fitfox GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Fonds Commun de Titrisation Credinvest - Compartiment Credinvest 1 Pantin, Frankreich 100,00%
Fonds Commun de Titrisation Credinvest - Compartiment Credinvest 2 Pantin, Frankreich 100,00%
Frankfurter Inkasso Gesellschaft mit beschränkter Haftung Potsdam, Deutschland 100,00% (1)
Frankonia Handels GmbH & Co. KG Rottendorf, Deutschland 100,00% (1)
Frankonia Verwaltungs GmbH Rottendorf, Deutschland 100,00% (1)
Freemans Grattan Holdings Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Freemans International Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Freemans plc Bradford, Großbritannien 100,00%
GIRARD AGEDISS La Roche sur Yon, Frankreich 100,00%
GPI - Gesellschaft für Grundbesitzmanagement mbH & Co. Kommanditgesellschaft Mühlheim, Deutschland 94,90% (1)
Grattan (Leicester) Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Grattan Home Shopping Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Grattan International Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Grattan Logistics Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Grattan PLC Bradford, Großbritannien 100,00%
H.I.S. Textil GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
hagebau connect Service GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 50,10% (1)
hagebau connect Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 50,10%
Hanseatic Handelsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Hanseatic Versicherungs-Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hanseatic Versicherungsdienst GmbH Versicherungsvermittlung Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hansecontrol Asia Limited Hong Kong, China 100,00%
Hansecontrol Dongguan Technology Consulting Services Limited Dongguan, China 100,00%
HCTS Hansecontrol Certification and Testing Services Limited Hong Kong, China 100,00%
Heinrich Heine Beteiligungs GmbH Karlsruhe, Deutschland 100,00% (1)
Heinrich Heine GmbH Karlsruhe, Deutschland 100,00% (1)
Heinrich Heine Grundstücks-Beteiligungs GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Helline Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
Hermes (Shanghai) International Freight Forwarding Co. Ltd. Shanghai, China 100,00%
HERMES Einrichtungs Service GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 55,00% (1)
Hermes Europe GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hermes European Logistics Limited Leeds, Großbritannien 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Hermes Fulfilment GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hermes General Service Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hermes General Service UK Limited Leeds, Großbritannien 100,00%
Hermes Germany GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Hermes Hansecontrol Technical Testing Service (Shanghai) Company Limited Shanghai, China 100,00%
Hermes Logistik GmbH & Co KG Schwechat, Österreich 67,87%
Hermes Nextec (Shanghai) Information Technology Company Limited Shanghai, China 100,00%
Hermes NexTec LLC Wilmington, USA 100,00%
Hermes Parcelnet Limited Leeds, Großbritannien 100,00%
Hermes Transport Logistics Asia Limited Hong Kong, China 100,00%
Hermes Transport Logistics Greater China Limited Hong Kong, China 70,00%
Hermes-NexTec GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
HF Holding Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
House of Brands GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
HSG Hermes Service Gesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 55,00%
Immobilière Suffren SAS Paris, Frankreich 100,00%
into-e GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Josef Witt GmbH Weiden, Deutschland 99,98% (1)
JWF Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
Kaleidoscope Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Kommanditgesellschaft bpx Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft Bramfeld mbH & Co Hamburg, Deutschland 1,00%
Kommanditgesellschaft SCHWAB Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 99,98% (1)
Kommanditgesellschaft SSU Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co. Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
KS-Europe s.r.o. St'áhlavy, Tschechische Republik 100,00%
Küche & Co Austria GmbH Salzburg, Österreich 100,00%
Küche & Co GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Lascana Handelsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Learoyd & Calverley Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
LieferFactory Delivery GmbH Berlin, Deutschland 100,00%
LieferFactory GmbH Berlin, Deutschland 100,00%
Limango GmbH München, Deutschland 95,24%
Limango Polska Spólka z o.o. Warschau, Polen 95,24%
Limited liability company Hermes Russia Moskau, Russland 100,00%
Liquid Labs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
LLC EOS Moskau, Russland 100,00%
LLC eSolutions Moskau, Russland 100,00%
Look Again Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Magazin Versandhandelsgesellschaft mbH Stuttgart, Deutschland 100,00%
Manufactum Brot & Butter GmbH Waltrop, Deutschland 100,00%
Manufactum Gastronomie GmbH Waltrop, Deutschland 100,00%
Manufactum GmbH Waltrop, Deutschland 100,00%
Manufactum Handels GmbH Wien, Österreich 100,00%
MARTINTER Croix, Frankreich 53,68%
Meadowbrook L.L.C. Springfield, USA 100,00%
MEDIA Handelsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Melcosa Vietnam Limited Hong Kong, China 95,00%
Menos-Grundstücksholding GmbH Burgkunstadt, Deutschland 49,00% (1)
Mercator Receivables Finance GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 100,00%
MONDIAL RELAY Croix, Frankreich 100,00%
MTI Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
myToys Logistik GmbH Gernsheim, Deutschland 95,24%
myToys Tech Lab, S.L. Madrid, Spanien 95,24%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
myToys.de GmbH Berlin, Deutschland 95,24%
New Catalogue LLC Moskau, Russland 100,00%
OFFICE PLANET GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OG Hub GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
OKO Inkasso-Auskünfte GmbH & Co KG Linz, Österreich 67,87%
Oli Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
ondemandcommerce GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
OOO BUSINESS SERVICE Tver, Russland 100,00%
OOO DIRECT CATALOGUE SERVICE Moskau, Russland 100,00%
OOO MT click Moskau, Russland 96,19%
OOO Post Service Moskau, Russland 100,00%
OTTO (QING DAO) QUALITY TESTING COMPANY LIMITED Quingdao, China 100,00%
Otto (Shanghai) Procurement Consulting Company Limited Shanghai, China 100,00%
OTTO AUSTRIA Grundstücksverwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OTTO B.V. Tilburg, Niederlande 100,00%
Otto Brasilien Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OTTO Central Europe Kft. Budapest, Ungarn 67,87%
Otto China Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
OTTO DO BRASIL PARTICIPACOES LTDA. São Paulo, Brasilien 100,00%
Otto eCommerce-Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Otto Finance Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Otto Finance GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Otto Finanzplus GmbH Versicherungsvermittlung Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OTTO FRANCE HOLDING Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
OTTO FRANCE MANAGEMENT SERVICES Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
Otto Gießen Beteiligungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Otto Gießen Grundstücks-Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Otto Group Digital Solutions GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Otto Group Kazakhstan LLP Almaty, Kasachstan 100,00%
Otto Group Media GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Otto Group Solution Provider (OSP) GmbH Dresden, Deutschland 100,00% (1)
OTTO GROUP SOLUTION PROVIDER SPAIN, S.L. Madrid, Spanien 100,00%
Otto International (Dong Guan) Company Limited Dongguan, China 100,00%
OTTO INTERNATIONAL (HONG KONG) LIMITED Hong Kong, China 100,00%
Otto International (USA) LLC Wilmington, USA 100,00%
Otto International GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Otto International Holdings (USA) Corporation Wilmington, USA 100,00%
Otto International Scan-Thor ApS Herning, Dänemark 50,00%
Otto International Scan-Thor Italy s.r.l. Mailand, Italien 50,00%
Otto International Scan-Thor Scandinavia ApS Herning, Dänemark 50,00%
OTTO Japan Inc. Tokio, Japan 100,00%
Otto Paper & Print GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Otto Personal Systeme GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Otto Russland Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Otto Shared Services GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
OTTO/AGN INTERNATIONAL LIMITED Hong Kong, China 55,00%
OTTO-ASIA Beteiligungs-Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OTTO-CHEER Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OTTO-EUROPE Beteiligungs-Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
OVC Venture Capital GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
P+L Services GmbH Mülheim, Deutschland 100,00% (1)
Parcelnet Limited Leeds, Großbritannien 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
PLEMATO Croix, Frankreich 53,68%
Prüfinstitut HANSECONTROL Beteiligungs-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Prüfinstitut HANSECONTROL GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
RAINBOW HOME SHOPPING LIMITED Bradford, Großbritannien 100,00%
RAINBOW Versandhandelsgesellschaft mbH Hanau, Deutschland 100,00% (1)
Resolve Debt Management Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Risk Ident, Inc. Wilmington, USA 100,00%
Risk.Ident GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
S.C.I. OISE PICARDIE Croix, Frankreich 53,68%
S.K.L. Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
SAINT BRICE S.A. Orcq-lez-Tournai, Belgien 100,00%
Scan-Thor Africa Ltd. Nairobi, Kenia 50,00%
Scan-Thor Group Poland spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia Warschau, Polen 37,50%
SCAN-THOR GROUP SPAIN, S.L. Alicante, Spanien 50,00%
Scan-Thors Baltikum LLC Minsk, Weißrussland 50,00%
SCAN-THORS BALTIKUM LTD. Riga, Lettland 50,00%
SCHWAB Grundstücks-Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 99,98% (1)
SCHWAB VERSAND GmbH Hanau, Deutschland 99,98%
SCI EOS SUFFREN Paris, Frankreich 100,00%
Scoops (Bradford) Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Send&Store GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
shopping 24 Gesellschaft für multimediale Anwendungen mbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Sieh an! Handelsgesellschaft mbH Amberg, Deutschland 99,98% (1)
SIP Société d'Investigation Privée S.A.S. Paris, Frankreich 100,00%
SOCIÉTÉ CIVILE EPINOY Roubaix, Frankreich 100,00%
Soparsuis S.C. à capital variable Croix, Frankreich 53,68%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
SportScheck GmbH München, Deutschland 100,00% (1)
SPV Health Finanzierungs-GmbH Berlin, Deutschland 100,00%
Systain Consulting GmbH Hamburg, Deutschland 100,00% (1)
Texplant Corporation Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
TEXTILE DU GLATEGNIES S.A. Tournai, Belgien 53,68%
TOGETHER LIMITED London, Großbritannien 100,00%
TREUHANDWERK GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 100,00%
TREUHANDWERK Verwaltungs GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
TROKERS Villeneuve d'Ascq, Frankreich 53,68%
True North AR India Pvt. Gurgaon, Indien 100,00%
True North AR, LLC Wilmington, USA 100,00%
TT-Service und Beteiligungs-Verwaltungs GmbH Hanau, Deutschland 99,98% (1)
Twenty1 - Consultores e Servicos Unipessoal LDA. Maia, Portugal 50,00%
UNITO Beteiligungs GmbH Salzburg, Österreich 67,87%
UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH Salzburg, Österreich 67,87%
US Asset Management Inc. Wilmington, USA 100,00%
Venus Fashion, Inc. Wilmington, USA 100,00%
Verwaltungsgesellschaft baumarkt direkt mbH Hamburg, Deutschland 50,10%
Verwaltungsgesellschaft Baur Versand mbH Burgkunstadt, Deutschland 100,00% (1)
Verwaltungsgesellschaft HERMES Einrichtungs Service mbH Hamburg, Deutschland 55,00% (1)
VPF I Niestandaryzowany Sekurytyzacyjny Fundusz Inwestycyjny Zamkniety Warschau, Polen 100,00%
WCF Finetrading GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
WG Datenmanagement GmbH Weiden, Deutschland 100,00%
WVZ Warenverteilzentrum Manteler Forst Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co. KG. Mainz, Deutschland 94,00% (1)
WW WITT-Weiden Grundstücks-Verwaltungs GmbH & Co KG Hamburg, Deutschland 99,98% (1)
YAPITAL Financial A.G. i.L. Luxemburg, Luxemburg 100,00%
A. Vollkonsolidierte verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Yapital GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
You and Yours Limited Bradford, Großbritannien 100,00%
Zweite HERMES TranStore Service GmbH & Co. KG Burgkunstadt, Deutschland 59,20% (1)
Zweite HERMES TranStore Service Verwaltungsgesellschaft mbH Burgkunstadt, Deutschland 59,20% (1)
Zweiundvierzigste Otto Vorrats-Verwaltungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 100,00%
B. Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
ABOUT YOU GmbH Hamburg, Deutschland 50,30%
ABOUT YOU Holding GmbH Hamburg, Deutschland 50,30%
BENTON GRUP S.A. Sant Fruitós de Bages, Spanien 50,00%
COFIDIS Villeneuve d´Ascq, Frankreich 29,36%
COFIDIS PARTICIPATIONS Villeneuve d'Ascq, Frankreich 29,36%
COFIDIS S.A. Tournai, Belgien 29,36%
COFIDIS S.p.A. Mailand, Italien 29,36%
COFIDIS s.r.o. Prag, Tschechische Republik 29,36%
CREATIS Villeneuve d´ Ascq, Frankreich 29,36%
e.ventures europe V GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 33,36%
e.Ventures US V, LP Wilmington, USA 42,94%
EOS Credit Funding BL Designated Activity Company Dublin, Irland 46,67%
EOS KSI Forderungsmanagement GmbH & Co. KG Künzelsau, Deutschland 50,00%
EOS NEXT Services SRL Bukarest, Rumänien 50,00%
Hanseatic Bank GmbH & Co KG Hamburg, Deutschland 25,00%
MARGEM MEDIACAO DE SEGUROS LDA Lissabon, Portugal 29,36%
MONABANQ. Croix, Frankreich 29,36%
Non-Stadardized Securization Closed End Fund Aneto Warschau, Polen 40,00%
ParcelLock GmbH Frankfurt am Main, Deutschland 50,00%
Project A Ventures GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 43,75%
Schober Direct Media GmbH + Co. KG Stuttgart, Deutsc hland 50,00%
Stocksquare GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 50,00%
Stocksquare Management GmbH Hamburg, Deutschland 50,00%
SynerGIE Villeneuve d'Ascq, Frankreich 29,36%
C. Nicht einbezogene verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Actebis AG Luzern, Schweiz 100,00%
ABC I Corporation New York, USA 100,00%
Ackermann Vertriebs AG Otelfingen, Schweiz 67,87%
AVISTANE Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
bon prix Handelsgesellschaft AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
Crate & Barrel Hospitality Group LLC Delaware, USA 100,00%
Distribucion Informática Actebis S.A. Barcelona, Spanien 100,00%
EOS Matrix Receivables Management from Loans and Credits Greece Societe Anonyme Athen, Griechenland 100,00%
EOS Slovensko Finance s.r.o. Bratislava, Slowakei 100,00%
EPM 1 sp. z o.o Warschau, Polen 100,00%
Frankonia Jagd Hofmann & Co Gesellschaft m.b.H. Wiener Neudorf, Österreich 100,00%
Frankonia Moda AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
GPI - Verwaltungs-Gesellschaft für Grundbesitzmanagement mbH Mülheim, Deutschland 100,00%
GSG Gastro Service GmbH Karlsruhe, Deutschland 100,00%
Guardian Society of Scotland Ltd. Edinburgh, Großbritannien 100,00%
Hanseatic Gesellschaft für Bankbeteiligungen mbH Hamburg, Deutschland 25,00%
HD Investment GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
HD Investment II GmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Heinrich Heine B.V. Tilburg, Niederlande 100,00%
Heinrich Heine Gesellschaft m.b.H. Wien, Österreich 100,00%
Heinrich Heine Handelsgesellschaft AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
Hermes Verwaltungs GmbH Wien, Österreich 67,87%
HSCE Hanseatic Service Center GmbH Hamburg, Deutschland 25,00%
Initiative Zukunft gGmbH Hamburg, Deutschland 100,00%
Jelmoli Versand AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
Manufactum AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
C. Nicht einbezogene verbundene Unternehmen Sitz, Land Beteiligung Konzern Stichtag
Manufactum Limited London, Großbritannien 100,00%
Mercator International Istanbul Trading Dis Ticaret Limited Sirketi Istanbul, Türkei 100,00%
Nemrod Frankonia Ensisheim, Frankreich 100,00%
OKO Inkasso-Auskünfte Beteiligungs GmbH Salzburg, Österreich 67,87%
Otto (Shanghai) Trading Company Limited Shanghai, China 100,00%
Otto GmbH Graz, Österreich 67,87%
Otto Group Solution Provider (OSP) Bangkok Limited Bangkok, Thailand 100,00%
Otto International do Brasil Ltda. Blumenau, Brasilien 100,00%
Otto Software Partner Taipei Ltd. Taipei, Taiwan 100,00%
Quelle GmbH Salzburg, Österreich 67,87%
Quelle GmbH Burgkunstadt, Deutschland 67,87%
Quelle Vertriebs AG Otelfingen, Schweiz 67,87%
RPeV I-C L.P. Kaimaninseln, Kaimaninseln 50,00%
SESTO Holding GmbH Wien, Österreich 100,00%
Shanghai OTTO-CHEER Mailorder Co., Ltd. Shanghai, China 80,00%
Sieh an! Handelsgesellschaft AG Otelfingen, Schweiz 99,98%
SportScheck AG Otelfingen, Schweiz 100,00%
SportScheck bewegt gemeinnützige GmbH München, Deutschland 100,00%
SportScheck GmbH Graz, Österreich 100,00%
Universal Versand GmbH Salzburg, Österreich 67,87%
VADREL Villeneuve d'Ascq, Frankreich 100,00%
Witt (UK) Limited Bradford, Großbritannien 99,98%
WITT Versandhandel GmbH Graz, Österreich 99,98%
Witt Weiden Versandhandelsgesellschaft AG Otelfingen, Schweiz 99,98%
Zitra GmbH Hamburg, Deutschland 50,00%
D. Beteiligungen Sitz, Land Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis des Geschäftjahres
ALLIANSYS Euralille, Frankreich 3,24% EUR k.A. k.A.
CleanDye Garments Hong Kong Limited Hongkong, China 48,19% HKD k.A. k.A.
CleanDye Holding B.V. Made, Niederlande 48,19% EUR k.A. k.A.
CleanDye Machines B.V. Made, Niederlande 48,19% EUR k.A. k.A.
e.ventures Growth II, L.P. Wilmington, USA 17,78% USD 22.406.104,00 6.671.282,00 3)
ENB Property Solutions S.R.L. Bukarest, Rumänien 46,66% RON 3.351.235,00 1.083.283,00 3)
EOS KSI Verwaltungsgesellschaft für Forderungsmanagement GmbH Künzelsau, Deutschland 51,00% EUR 131.021,61 1.424,26 3)
eVenture Capital Partners 1 GmbH Hamburg, Deutschland 4,00% EUR 369.827,68 11.628,43 4)
e.ventures europe VI GmbH & Co. KG Hamburg, Deutschland 10,00% EUR k.A. k.A.
eVenture Capital Partners II, LLC Wilmington, USA 4,00% USD -75.526,00 2.936,00 4)
EVENTURES GROWTH, L. P. Wilmington, USA 18,33% USD 89.916.322,00 4.544.782,00 3)
HANSECONTROL Zertifizierungsgesellschaft mbH Hamburg, Deutschland 49,00% EUR -2.893.680,36 -207.936,98 4)
HERMES-OTTO International S.R.L. Bukarest, Rumänien 50,00% RON -37.951,00 -443.110,00 3)
LUX Kapitalmarkt Management AG Luxemburg/ Luxemburg 11,97% EUR k.A. k.A.
NTG Network Toys Germany GmbH Köln, Deutschland 16,67% EUR k.A. k.A.
Otto International Bulgaria OOD Sofia, Bulgarien 50,00% BGN 1.661.000,00 1.555.000,00 3)
picalike GmbH Hamburg, Deutschland 20,00% EUR 327.207,47 65.931,72 3)
Project A Ventures II GmbH & Co KG Berlin, Deutschland 8,91% EUR 50.348.536,85 -3.208.851,37 3)
Project A Ventures III GmbH & Co. KG Berlin, Deutschland 9,42% EUR k.A. k.A.
SCAN-THOR Holding ApS Kopenhagen, Dänemark 50,00% DKK 8.864.283,00 4.675.477,00 4)
Schober Direct Media Verwaltung GmbH Stuttgart, Deutsc hland 50,00% EUR 25.064,97 11,77 3)
SCHUFA Holding AG Wiesbaden, Deutschland 5,62% EUR k.A. k.A.
Service Management Akademie GmbH Weiden, Deutschland 50,00% EUR k.A. k.A.
Software Partner Obermain GmbH Burgkunstadt, Deutschland 40,00% EUR k.A. k.A.
STARTUPBOOTCAMP 2011 APS Kopenhagen, Dänemark 11,76% DKK k.A. k.A.
D. Beteiligungen Sitz, Land Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres
Supreme NewMedia GmbH i.L. Köln, Deutschland 22,48% EUR 902.078,00 843.865,00 2)

(1) Gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB befreite Konzerngesellschaften

(2) Angaben beziehen sich auf den 31.12.2016

(3) Angaben beziehen sich auf den 31.12.2017

(4) Angaben beziehen sich auf den 28.02.2018

(45) Persönlich haftende Gesellschafterin

Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Verwaltungsgesellschaft Otto mbH, Hamburg, mit einem gezeichneten Kapital von 50 TEUR.

Die persönlich haftende Gesellschafterin hat die folgenden Organe:

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Michael Otto, Hamburg

Vorsitzender, Kaufmann

Alexander Otto, Hamburg

Vorsitzender der Geschäftsführung ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG

Benjamin Otto, Hamburg

Gesellschafter, Kaufmann

Karl-Heinz Grussendorf, Hamburg *

Stv. Vorsitzender, Betriebsratsmitglied, Otto (GmbH & Co KG), bis 28.02.2019

Annette Adam, Kahl/Main *

Stv. Betriebsratsvorsitzende, SCHWAB VERSAND GmbH, bis 15.05.2018

Thomas Armbrust, Reinbek

Geschäftsführer Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co.

Frederic Arndts, Hamburg

Vorstandsmitglied GSV Aktiengesellschaft für Beteiligungen, ab 01.03.2019

Anita Beermann, Ahrensburg

Mitarbeiterin Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co.

Horst Bergmann, Michelau *

Betriebsratsvorsitzender Baur Versand (GmbH & Co KG)

Olaf Brendel, Hamburg *

Betriebsratsmitglied, Hermes Fulfilment GmbH

Dr. Thomas Finne, Hamburg

Geschäftsführer Kommanditgesellschaft CURA Vermögensverwaltung G.m.b.H. & Co., bis 28.02.2019

Petra Finnern, Jesteburg *

Betriebsratsvorsitzende, EOS Region Deutschland

Thorsten Furgol, Magdeburg *

Fachsektretär Handel ver.di, Sachsen-Anhalt Nord, ab 15.05.2018

Michael Häberle, Karlsruhe *

Stv. Betriebsratsvorsitzender Heinrich Heine GmbH, ab 15.05.2018

Heike Lattekamp, Hamburg *

Landesfachbereichsleiterin ver.di Handel

Dr. Wolfgang Linder, Hamburg

Geschäftsführer i.R.

Stefan Najda, Glienicke *

Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung, bis 15.05.2018

Heinrich Reisen, Grevenbroich *

Gesamtbetriebsratsvorsitzender Hermes Germany GmbH, ab 15.05.2018

Lars-Uwe Rieck, Hamburg *

Landesfachbereichsleiter Postdienste und Logistik ver.di

Birgit Rössig, Hittbergen *

Konzernbetriebsratsvorsitzende Otto (GmbH & Co KG), ab 01.03.2019

Hans-Otto Schrader, Hamburg

Geschäftsführer i.R.

Dr. Winfried Steeger, Hamburg

Rechtsanwalt

Monika Vietheer-Grupe, Barsbüttel *

Betriebsratsvorsitzende, bonprix Handelsgesellschaft mbH, bis 15.05.2018

Sandra Widmaier-Gebauer, Hamburg *

Leitende Angestellte / Direktorin Konzern Personal

Prof. Dr. Peer Witten, Hamburg

Aufsichtsratsvorsitzender GSV Aktiengesellschaft für Beteiligungen

* Vertreter der Arbeitnehmer

Geschäftsführung

Alexander Birken, Hamburg

Vorstandsvorsitzender

Dr. Rainer Hillebrand, Hamburg

Stv. Vorstandsvorsitzender, Konzern-Vorstand Konzernstrategie, E-Commerce und Business Intelligence, bis 30.04.2019

Dr. Marcus Ackermann, Hamburg

Konzern-Vorstand Multichannel Distanzhandel

Sebastian Klauke, Reinbek

Konzern-Vorstand E-Commerce, Technologie, Business Intelligence und Corporate Ventures, ab 01.05.2019

Petra Scharner-Wolff, Hamburg

Konzern-Vorständin Finanzen, Controlling, Personal

Kay Schiebur, Hamburg

Konzern-Vorstand Service

Sven Seidel, Talheim

Konzern-Vorstand Multichannel-Retail

(46) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse, die für die Otto Group von wesentlicher Bedeutung sind, sind nach dem Bilanzstichtag zum 28. Februar 2019 nicht eingetreten.

 

Hamburg, den 6. Mai 2019

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Otto (GmbH & Co KG), Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Otto (GmbH & Co KG), Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 28. Februar 2019, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der Konzern-Segmentberichterstattung vom 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Otto (GmbH & Co KG) für das Geschäftsjahr vom 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 28. Februar 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2018 bis zum 28. Februar 2019 und

- vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Informationen im Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unsers Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

- holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

- beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 9. Mai 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Becker, Wirtschaftsprüfer

gez. Prof. Dr. Zieger, Wirtschaftsprüfer

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