KPV Com GmbH
Selbe AdresseEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marcus Trute seit 28.12.2016 | Geschäftsführer |
Jakob Lukas Johannes Keller seit 4.1.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 9.31% | |
| 9.31% | |
| 3.74% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
15 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 15 angezeigt
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KELLER Group GmbH (vormals: Keller Sports GmbH)MünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Die KELLER Group GmbH hat Ihren Sitz in München und ist unter der Nummer HRB 189761 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Insbesondere wird entsprechend § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB bei der Bewertung von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. "Corona.Krise" Nach Auffassung des Instituts der Wirtschaftsprüfer ist i. d. R. davon auszugehen, dass das Auftreten des Coronavirus als weltweite Gefahr wertbegründend einzustufen ist, da die sprunghafte Ausbreitung des Virus erst ab dem Januar 2020 erfolgte und die Ausbreitung zwischen dem Bekanntwerden des Virus Anfang Dezember 2019 und dem Stichtag 31. Dezember 2019 nur regional begrenzt war. Damit sind die bilanziellen Konsequenzen aus der Corona-Pandemie grundsätzlich in der handelsrechtlichen Rechnungslegung erst in Abschlüssen mit dem Stichtag nach dem 31. Dezember 2019 zu berücksichtigen. Wir verweisen auf unseren Nachtragsbericht am Ende dieses Anhangs. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen die aktivierungspflichtigen Posten. 2. Sachanlagen Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Für Vermögensgegenstände mit Einzelanschaffungskosten über netto EUR 250,00 und bis zu netto EUR 1.000,00 wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. 3. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. 5. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 6. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einzahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Erlöse für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Ist der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher als der Ausgabebetrag, so wird der Unterschiedsbetrag in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen. Der Unterschiedsbetrag wird durch planmäßige jährliche Abschreibungen, die auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt werden, getilgt. 7. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Die Kapitalrücklage wurde mit ihrem Einzahlungsbetrag bewertet. 8. Sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. 9. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive Steuerlatenzen aus Firmenwert und Verlustvorträgen werden mit passiven Steuerlatenzen aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände verrechnet. Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensspezifischen Steuersatz von 32,975%. Ein Überhang von aktiven latenten Steuerlatenzen wird nicht bilanziert. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 11. Fremdwährungsumrechnung Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. III. ANGABEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf der folgenden Seite dargestellt. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr aktivierungsfähige Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 661 an. ANLAGENSPIEGEL
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen TEUR 1 (Vj. TEUR 1). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zum 31.12.2019 antizipative Beträge in Höhe von TEUR 1.537 (Vj. TEUR 698), die rechtlich erst nach dem Stichtag entstehen. 3. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten TEUR 20.857 (Vj. TEUR 11.280) haben TEUR 19.698 (Vj. TEUR 11.280) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEUR 1.159 (Vj. TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt TEUR 9.300 durch Sicherungsübereignung des Warenlagers und Abtretung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten von rund 1,4 Mio EUR (Vj. rund 1,7 Mio EUR) aus der Zentralregulierung über einen Einkaufsverband, der sich zur Abwicklung einer Bank bedient. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden Ansprüche aus Prämien in Höhe von rund 0,6 Mio EUR (Vj. 0,3 Mio EUR) verrechnet. Davon waren am Bilanzstichtag rund 0,6 Mio EUR als Sicherheit abgetreten. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:
5. Ausschüttungssperre
IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Währungsrisiken werden ausgewählte Derivate eingesetzt. Nicht für Spekulationszwecke, nur bei entsprechenden Grundgeschäften. Die schwebenden Grundgeschäfte werden nicht mit den Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB zusammengefasst. Die Devisentermingeschäfte werden mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag oder den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Am Bilanzstichtag bestanden Geschäfte in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Nominalbetrag) und negativen beizulegenden Zeitwerten in Höhe von insgesamt 34,8 TEUR. Eine entsprechende Rückstellung wurde gebildet. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 88 (Vj. 74) Mitarbeiter. 3. Gesellschaftsorgane Zu Geschäftsführern der Gesellschaft sind bestellt: Herr Moritz Keller, Kaufmann, verantwortlich im Unternehmen für die Bereiche Produktentwicklung, Business Development und Strategie Herr Jakob Keller, Kaufmann, verantwortlich im Unternehmen für die Bereiche Finanzen, Investor Relations, Performance Controlling und Marketing Herr Marcus Trute, Kaufmann, verantwortlich im Unternehme für die Bereiche Einkauf sowie Operations & Logistics Herr Florian Otte, Kaufmann, verantwortlich im Unternehmen für die Bereiche IT, Shop-Entwicklung, Datensicherheit und Business Intelligence (bis zum 30. September 2019) Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Zum Abschlussstichtag beliefen sich die von der Gesellschaft an Geschäftsführer ausgereichte Vorschüsse auf TEUR 0 (Vj. TEUR 1). 4. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 5.400.002,89 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 10.233.745,41 auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht) Im Nachtragbericht sind Art und finanzielle Auswirkungen von "Vorgängen von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind", d.h. Vorgänge die dazu geeignet sind, das tatsächliche Bild, welches der Jahresabschluss zum Bilanzstichtag vermittelt, zu beeinflussen, im Anhang zu erläutern. 1. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Unser Unternehmen war von Mitte März bis Anfang April 2020 insbesondere im Bereich Wintersport durch die Schließung der Skigebiete sowie einer allgemeinen vorübergehenden Kaufzurückhaltung betroffen. Zur Abfederung der Umsatzausfälle und Liquiditätseinbußen haben wir verschiedene Ad-hoc-Maßnahmen ergriffen. Im Gegensatz zum stationären Einzelhandel war der Onlinehandel jedoch nicht von Ladenschließungen betroffen, so dass wir durchgehend verkaufen und Umsätze erzielen konnten. Im zweiten Quartal 2020 konnten wir seit Mitte April einen deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen, der gepaart mit dem sich verstärkenden Trend vom stationären zum Online-Handel dazu geführt hat, dass wir die finanziellen Einbußen aus März und April kompensieren konnten. Die weiteren Entwicklungen verfolgen wir eng und fokussiert und stellen uns proaktiv mit geeigneten Maßnahmen auf die neuen Realitäten, die sich unter Corona ergeben bzw. verstärkt haben, ein. Zu weiteren Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht (Prognose-, Chancen- und Risikobericht). 2. Die Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 13. Februar 2020 (= Eintragung ins Handelsregister) in die KELLER Group GmbH (vormals: Keller Sports GmbH) umfirmiert. 3. Mit Gesellschafterbeschluss vom 19.05.2020 wurde das Stammkapital um EUR 9.755,00 auf EUR 68.286,00 erhöht. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 2.6. 2020. Zudem wurde Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von rund 7,5 Mio EUR geleistet.
München, den 17. November 2020 KELLER Group GmbH Geschäftsführung Moritz Keller Jakob Keller Marcus Trute Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 14. Dezember 2020 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019KELLER Group GmbH, München(Vormals: Keller Sports GmbH) 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens: Mit Handelsregistereintragung vom 13. Februar 2020 wurde die Firmenbezeichnung von Keller Sports GmbH in KELLER Group GmbH geändert. Damit soll insbesondere der Tatsache Rechnung getragen werden, dass sich im Laufe der 15-jährigen Firmengeschichte neben dem weiterhin stark wachsenden Unternehmensbestandteil Keller Sports weitere starke Marken ("Assets") wie Keller x, Keller sMiles oder auch Keller Premium entwickelt haben. Die KELLER Group GmbH ist ein in München ansässiges Handelsunternehmen, welches sich auf den Vertrieb von Sportartikeln über das Internet an Endkunden in Europa spezialisiert hat. Über seine eigens betriebenen Online Shops vertreibt unser Unternehmen hochwertige Sportartikel der namhaften Sportartikelhersteller wie Nike, adidas, ASICS und vielen mehr an Endkunden in der Europäischen Union, der Schweiz und Norwegen. Der Hauptsitz des Unternehmens ist seit Gründung München. Die logistischen Tätigkeiten (u.a. Lagerhaltung sowie Verpackung und Versand der Waren) erfolgen seit mehreren Jahren bei einem externen Logistik-/Fulfilment-Unternehmen in Baden-Württemberg. Vor dem starken Wachstumshintergrund der vergangenen Jahre hat man sich in 2020 für einen größeren und leistungsstärkeren Logistikpartner entschieden. Der Umzug des Lagers zu unserem neuen Partner in Niedersachen erfolgte im 3. Quartal 2020. Seit Ende September 2020 liefern wir von dort in hoher Qualität und Schnelligkeit an unsere Kunden. Im Jahr 2019 bot Keller Sports seinen Kunden Produkte aus den Sportarten Tennis, Running, Fitness, Outdoor, Wintersport, Fahrrad sowie Athleisure (sportliche Freizeitbekleidung) an und führte Produkte von über 130 unterschiedlichen Marken. Keller Group positioniert sich als Anbieter im "Premium-Sportartikelsegment" und arbeitet sehr intensiv und partnerschaftlich mit seinen Lieferanten zusammen. Dabei wird großer Wert auf ein für die Kundenzielgruppe passendes Produktsortiment, individuelle und kompetente Beratung sowie Produktpräsentation gelegt. Für die innovativen und intuitiv zu bedienenden Online Shops, mittels derer die Kunden Produkte bestellen und i.d.R. innerhalb von 1-2 Werktagen geliefert bekommen, hat die Gesellschaft in der Vergangenheit schon viele Preise und Auszeichnungen erhalten. Auch in 2019 sind wieder einige hinzugekommen. So wurde Keller Sports beispielsweise im März 2019 im Rahmen des INTERNET WORLD BUSINESS Shop-Awards zum besten Online-Einzelhändler in Deutschland gekürt und im Rahmen des Shop Usability Awards in der Kategorie Innovativster Shop ausgezeichnet. Im Juni 2016 eröffnete das Unternehmen sein erstes stationäres Verkaufsgeschäfts in München. Ziel des innovativen Shop-Konzepts ist es die Marke des Unternehmens speziell im Münchner Raum zu stärken sowie mittels gemeinsam mit Lieferanten des Unternehmens durchgeführter Kundenevents den persönlichen und direkten Kontakt zu den Kunden zu fördern und die Kunden damit enger an das Unternehmen zu binden. Das Unternehmen verfügt über eine hohe IT-Kompetenz und ist deshalb in der Lage die eigenen Online-Shops sowie zusätzlich benötigte Software und Module intern zu entwickeln und ist nicht auf externe Unterstützung angewiesen. Dies bringt das Unternehmen in die Situation besser und flexibler auf die sich verändernden Bedürfnisse zu reagieren. Das Unternehmen entwickelt, betreibt jedoch keine Forschung. Das Unternehmen ist seit Januar 2017 Mitglied des Einkaufsverbands SPORT2000 und profitiert von den daraus resultierenden Vorteilen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2019 gekennzeichnet durch ein stetiges, wenn auch etwas schwächeres Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2019 um 0,6% höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5% und 2018 um 1,5%. Damit lag das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,3% (Quelle: https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressemitteilungen/2020/ 01/PD20_018_811.html) In der EU ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2019 um 1,5% gewachsen (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156282/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-bip-in-der-eu-und-der-eurozone/). Auch die Sportbranche ist in 2019 gewachsen und die beiden großen Sportartikelverbände konnten einen Umsatzanstieg verzeichnen. Die SPORT 2000 Gruppe erzielte 2019 einen Außenumsatz von 2,26 Mrd. EUR, was einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 12% Prozent bedeutete (Quelle: https://www.sazsport.de/handel/sport-2000/sport-2000-gewinnt-spezialistenkonzepten-2459521.html). Intersport Deutschland erzielte 2019 ein Umsatzwachstum von 3% auf 2,95 Mrd. Euro (Quelle: https://www.sazsport.de/ handel/intersport/intersport-waechst-um-drei-prozent-selektiver-vertrieb-wichtiger-2459523.html). Der französische Sporthändler Decathlon hat seit 2016 die Stellung des Marktführers im Sporteinzelhandel in Deutschland inne. 2019 erzielte Decathlon in Deutschland einen Umsatz in Höhe von 648 Mio. und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 23% gewachsen. (Quelle: https://www.sazsport.de/handel/decathlon/decathlon-laesst-corona-aufhalten-2542891.html). Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie verweisen wir auf den Prognosebericht. 2.2 Geschäftsverlauf Die KELLER Group GmbH konnte die handelsrechtlichen Umsatzerlöse im Berichtsjahr 2019 um 76 % steigern und erzielte damit im Vergleich zum Gesamtmarkt und vielen großen Sportartikelhändlern ein Rekordwachstum. Somit konnte die Gesellschaft im Jahr 2019 erneut Marktanteile gewinnen. Zudem konnte die Wareneinsatzquote gegenüber dem Vorjahr um 1,5%-Punkte verbessert und der Rohertrag um 82% auf 15,2 Mio. EUR gesteigert werden. Trotz der stetig steigenden Ertragskraft wurde im Berichtsjahr - wie prognostiziert - ein Jahresfehlbetrag erzielt. Dieser ist insbesondere auf Investitionen in künftiges profitables Wachstum zurückzuführen. So wurden die noch jungen Marken Keller x und Keller sMiles weiterentwickelt, ein Business Intelligence Team aufgebaut, die technische Infrastruktur weiter gestärkt und personelle Schlüsselpositionen besetzt. 2.3 Vermögens- und Finanzlage Das Gesamtvermögen stieg im Geschäftsjahr 2019 um 46% auf 23,0 Mio. EUR. Als Handelsunternehmen ist das Vorratsvermögen mit 73% des Gesamtvermögens unser wichtigster Aktivposten. Mit dem Ziel den weiteren Auf- und Ausbau des operativen Geschäfts der Gesellschaft zu unterstützen wurde im September 2019 eine Eigenkapitalfinanzierung (Wachstumsfinanzierung) abgeschlossen. Die bestehenden Hauptinvestoren haben damit ihr Engagement ausgeweitet. Die Eigenkapitalquote beträgt nicht zuletzt aufgrund des gestiegenen Working Capital-Bedarfs zum Ende des Geschäftsjahres 7% (VJ: 26%). Eine weitere Finanzierungsrunde zur Verbesserung der Eigenkapitalausstattung wurde im Mai / Juni 2020 ungesetzt (vgl. auch den Nachtragsbericht im Anhang für das Geschäftsjahr 2019). Um das starke Wachstum von Keller Group finanzseitig optimal zu unterstützen wurde zusätzlich zur Eigenkapitalrunde das Fremdkapital-Engagement durch eine der "Hausbanken" ausgeweitet und weitere Finanzierungsverträge mit einem namhaften Mittelstandsfinanzierer im unteren einstelligen Millionenbereich abgeschlossen. Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten stieg im Berichtszeitraum um 85 % von 11,3 Mio. EUR auf 20,9 Mio. EUR. Durch den Anstieg des Fremdkapitals und der damit verbundenen Zinskosten erhöhten sich die Finanzierungskosten im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr. Dies stellt jedoch eine gesunde Entwicklung dar, da durch die verbesserte Liquiditätssituation u.a. Einkaufsvorteile genutzt werden können. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden je Abteilung unterschiedliche finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Für das gesamte Unternehmen sind vor allem die Kennzahlen Umsatz, Materialaufwandsquote sowie das operative Ergebnis (EBITDA) maßgeblich. Wie unter 2.2. beschrieben konnte die Gesellschaft im Berichtsjahr die Umsätze überproportional steigern und die Materialaufwandsquote senken und damit nicht nur die im Jahr zuvor getroffenen Prognosen übertreffen, sondern auch die Stellung im Markt deutlich ausbauen. Durch die zuvor beschriebenen Investitionen (vgl. Geschäftsverlauf) beläuft sich das operative Ergebnis (EBITDA) für den Berichtsjahr mit -4,5 Mio. EUR (VJ: -3,8 Mio. EUR) etwas unter Vorjahresniveau. Dieses Ergebnis war eingeplant und wir sind überzeugt, dass sich die Investitionen in den kommenden Jahren in der Entwicklung hin zum profitablen Wachstum auszahlen werden. Das Finanzmanagement orientiert sich an dem seit langen Jahren praktizierten Instrument des jederzeit aktualisierten Finanzstatus, mit dessen Hilfe die laufende Geschäftsentwicklung mit einer Genauigkeit von ca. 95% täglich aktualisiert und korrekt vorausgesagt werden kann. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als plangemäß bezeichnet werden. Die aktuell noch nicht abschätzbaren Auswirkungen der Corona-Pandemie erlauben uns keine genauen quantitativen Einschätzungen unserer finanziellen Leistungsindikatoren für 2020 und die folgenden Jahre. Als Online-Spezialist ergeben sich für uns im Vergleich zum stationären Handel neben erheblichen Beeinträchtigungen auch beträchtliche Chancen. Für die weiteren Ausführungen dazu verweisen wir auf den Prognosebericht. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind zukünftige Entwicklungen kaum zu planen und hängen davon ab, wie lange und in welchem Ausmaß die einschränkenden, gesundheitspolitischen Maßnahmen anhalten und wie schnell es danach zueiner Erholung kommt. 3.1 Prognosebericht Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich ab Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Unser Unternehmen war von Mitte März bis Anfang April 2020 insbesondere im Bereich Wintersport durch die Schließung der Skigebiete sowie einer allgemeinen vorübergehenden Kaufzurückhaltung betroffen. Zur Abfederung der Umsatzausfälle und Liquiditätseinbußen haben wir verschiedene Ad-hoc-Maßnahmen ergriffen. Im Gegensatz zum stationären Einzelhandel war der Onlinehandel jedoch nicht von Ladenschließungen betroffen, so dass wir durchgehend verkaufen und Umsätze erzielen konnten. Im zweiten Quartal 2020 konnten wir seit Mitte April einen deutlichen Nachfrageanstieg verzeichnen, der gepaart mit dem sich verstärkenden Trend vom stationären zum Online-Handel dazu geführt hat, dass wir die finanziellen Einbußen aus März und April kompensieren konnten. Die weiteren Entwicklungen verfolgen wir eng und fokussiert und stellen uns proaktiv mit geeigneten Maßnahmen auf die neuen Realitäten, die sich unter Corona ergeben bzw. wie im Folgenden beschrieben verstärkt haben, ein. Nichts desto trotz gehen wir aufgrund der zuvor beschriebenen Investitionen in künftiges Wachstum und einer steigenden Anzahl von Bestandskunden für das Geschäftsjahr 2020 erneut von einem gegenüber dem Gesamtmarkt überproportionalen Umsatzwachstum aus. Dadurch wird die Gesellschaft weitere wichtige Marktanteile gewinnen und ihre Stellung als führender Premium-Anbieter im Online-Sportartikelmarkt weiter festigen können. Aufgrund der Corona-bedingten Unsicherheiten und negativer Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft inkl. des Sporteinzelhandels, rechnen wir jedoch nicht damit Umsatzwachstumsraten wie in 2019 erzielen zu können. Unter Berücksichtigung der für 2020 geplanten Investitionen gehen wir davon aus das Betriebs- und Gesamtergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern zu können, jedoch planen wir noch nicht mit einem positiven Betriebsergebnis. Die Gesellschaft ist mit den entsprechenden Mitteln für diese Entwicklung ausgestattet. 3.2 Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten, getrieben durch die Corona-Pandemie sowie eine Eskalation der Handelskonflikte und wachsende geopolitische Risiken, verstärken und sollte sich dadurch die Konjunktur in Deutschland und Europa abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus könnten für uns dann Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Ertragsorientierte Risiken: Durch eine weitere Zunahme der Wettbewerbsintensität gepaart mit Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie in einem bereits hart umkämpften Markt - und in der Folge sinkender Verkaufspreise - können sich negative Effekte für das Umsatzwachstum sowie die Materialaufwandsquote ergeben. Diesen Risiken begegnen wir u.a. durch die Festigung der Beziehungen zu unseren Lieferanten sowie durch eine aktive Rolle im Einkaufsverband "SPORT2000", um uns nachhaltig gute Konditionen auf der Einkaufsseite zu sichern. Aufgrund der getätigten Investitionen und Maßnahmen, die auf Innovation und nachhaltiges Wachstum abzielen, gehen wir ferner davon aus auch in den kommenden Jahren unseren Marktanteil steigern zu können und somit stärker als der Gesamtmarkt zu wachsen. Finanzwirtschaftliche Risiken: Im Kalenderjahr 2019 wurde weiterhin ein großer Fokus auf die Verbesserung der Liquiditätssituation des Unternehmens gelegt. Durch die Ausweitung der genannten Eigen- und Fremdkapital-Engagements wurde die Liquiditätssituation des Unternehmens erneut verbessert. Das Unternehmen verfügt somit auf Basis einer soliden Eigenkapitalquote planungsgemäß über ausreichende Liquidität um alle Verbindlichkeiten unter Ausnutzung eventuell gewährter Skonti frühzeitig zu begleichen. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und der im Mai 2020 umgesetzten Eigenkapitalfinanzierung (vgl. Nachtragsbericht im Anhang) wird erwartet, dass wir auch mittelfristig ausreichende Eigenkapital- sowie Fremdkapitalmittel generieren können. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich für den Vertrieb in die Länder Schweiz, Großbritannien, Schweden und Dänemark. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen durch Abschluss von Devisen-Sicherungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit einer namhaften deutschen Bank. Diese Maßnahmen dienen zur Absicherung gegen für das Unternehmen negative Währungsschwankungen und folglich zur verbesserten Planbarkeit der Währungskurse im Planungszeitraum. Die Gesellschaft sichert sich gegen Forderungsausfälle für die Zahlart "Kauf auf Rechnung" durch Vereinbarung von Factoring-Verträgen ab. 3.3 Chancenbericht In einem sich sukzessive konsolidierenden Gesamtmarkt hat sich die Gesellschaft gegenüber den Endkunden und seinen Lieferanten klar positioniert und verzeichnet einen starken Zuspruch sowie ein starkes Wachstum. Durch die Corona-Pandemie hat sich die schon länger stattfindende Verschiebung im Konsumverhalten vom stationären hin zum Online-Handel weiter beschleunigt. Zudem konnten wir insbesondere in der Lock-down-Phase neue Käufersichten für uns gewinnen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Trends kurz- und mittelfristig weiter fortsetzen werden. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Für das Unternehmen ergeben sich durch die kontinuierliche und auf die Wünsche der Kunden abgestimmte Weiterentwicklung der Keller "Assets", den Größen- und Wettbewerbsverhältnissen angepasste Strukturen und Prozesse sowie ein klarer Fokus auf profitables Wachstum zusätzliche Chancen. 3.4 Gesamtaussage Die in den Vorjahren erfolgte Geschäftsausweitung konnte im Berichtsjahr erfolgreich fortgesetzt werden. Der wachstumsbedingt gestiegene Kapitalbedarf kann durch die erfolgreichen Abschlüsse von Finanzierungsvereinbarungen auf der Eigen- wie auf der Fremdkapitalseite gedeckt werden. Die Erwartung für die Geschäftsentwicklung in den Folgejahren wird weiterhin gegenüber dem gesamten Sportartikelmarkt überproportional wachsend eingeschätzt bei gleichzeitiger Steigerung der operativen Profitabilität. Erreichen werde wir dieses Ziel durch die kontinuierliche und auf die Wünsche der Kunden abgestimmte Weiterentwicklung der Keller "Assets", den Größen- und Wettbewerbsverhältnissen angepasste Strukturen und Prozesse sowie einen klaren Fokus auf profitables Wachstum. Aufgrund der Corona-bedingten Unsicherheiten und negativer Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft inkl. des Sporteinzelhandels, rechnen wir jedoch nicht damit in 2020 Umsatzwachstumsraten wie in 2019 erzielen zu können.
München, 17. November 2020 KELLER Group GmbH Geschäftsführung Moritz Keller Jakob Keller Marcus Trute Der folgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss macht von den Offenlegungserleichterungen gemäß §327 HGB Gebrauch. Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss der KELLER Group GmbH, München, zum 31. Dezember 2019 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht habe ich den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BestätigungsvermerkAn die KELLER Group GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der KELLER Group GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der KELLER Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Landshut, den 17. November 2020 Bettina Gödecke-Löffler, Wirtschaftsprüferin |
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