NEB Betriebsgesellschaft mbH

Georgenstraße 22, 10117 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 15230
Eingetragen
30.12.2014
Branche
Betrieb von Verkehrswegen für SchienenfahrzeugePersonenbeförderung im EisenbahnverkehrVermietung von Schienenfahrzeugen
Gegenstand
Die Durchführung von Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr auf eigener oder angemieteter Eisenbahninfrastruktur.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Annett Schulze
seit 30.12.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NEB Betriebsgesellschaft mbH

Wandlitz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NEB Betriebsgesellschaft mbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NEB Betriebsgesellschaft mbH, Wandlitz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NEB Betriebsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 15. Mai 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Michaelis, Wirtschaftsprüfer

Ottenhus, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 408.350,00 474.875,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.234,00 87.100,00
davon Betriebs- und Geschäftsausstattung und andere Bauten TEUR 109 (Vj. TEUR 87)
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 77.844,00 72.278,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.813,00 555.504,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.564,31 528.564,31
1.089.455,31 1.243.446,31
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 300,00 300,00
2. Wertpapiere des Ablagevermögen 5.000.000,00 0,00
6.498.105,31 1.718.621,31
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.458.790,63 3.014.139,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.364.434,57 3.093.025,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.346.363,49 3.449.240,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.608.099,18 1.326.698,21
6.318.897,24 7.868.964,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 22.622.816,51 23.510.708,42
33.400.504,38 34.393.812,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.204,33 38.135,04
39.902.814,02 36.150.568,95

Passiva

EUR EUR 31.12.2022
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Jahresergebnis 0,00 0,00
50.000,00 50.000,00
B. Sonderposten
Sonderposten für Zuschüsse in das Anlagevermögen 32.632,19 32.632,19
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 12.055.477,44 10.166.517,33
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 8,28
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 937.259,90 718.419,21
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 392.416,17 1.034.417,93
4. Sonstige Verbindlichkeiten 26.407.773,42 24.122.905,81
davon aus Steuern TEUR 111 (Vj. TEUR 109)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vj. TEUR 0)
27.737.449,49 25.875.751,23
E. Rechnungsabgrenzungsposten 27.254,90 25.668,20
39.902.814,02 36.150.568,95

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

TEUR TEUR 2022
TEUR
1. Umsatzerlöse 86.308.979,24 85.769.968,49
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.270.759,36 3.007.620,46
87.579.738,60 88.777.588,95
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
8.907.497,29 10.328.755,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.472.537,35 58.646.308,88
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.753.554,77 12.511.424,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung TEUR 102 (Vj. TEUR 90)
2.892.251,74 2.709.770,01
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 351.640,44 357.810,73
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.487.375,81 4.005.439,18
87.864.857,40 88.559.508,70
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 150.088,37 0,39
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 0,00
9. Gesamt nach Steuern -135.030,43 218.080,64
10. Sonstige Steuern 800 1.084,00
11. Ertrag (+)/ Aufwand (-) aus Ergebnisabführung 135.830,43 -216.996,64
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung des Bilanzformblatts für Verkehrsunternehmen gemäß Verordnung vom 27. Februar 1968 (BGBl 1968, Seite 193) mit Änderung durch Artikel 8 Abs. 11 des Gesetzes vom 17. Juli 2015 (BGBl. I Seite 1245) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma NEB Betriebsgesellschaft mbH mit Sitz in Wandlitz Ortsteil Basdorf im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 15230 FF eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear "pro rata temporis" vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear "pro rata temporis" abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen sind folgender Übersicht zu entnehmen:

Jahre
Gebäude 50
Bahnkörper und Bauten des Schienenverkehrs 75
Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 25
Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Für geringwertige Anlagengüter mit einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit dieser Aufwand für einen Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Sonderposten betrifft in Vorjahren erhaltene Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen. Er wird entsprechend der Restnutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaft mit der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, werden keine latenten Steuern bilanziert.

Im Geschäftsjahr 2023 sind von der Gesellschaft keine Geschäfte in Fremdwährungen getätigt worden. Auch existieren zum Bilanzstichtag keine Aktiva und Passiva in Fremdwährungen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.364 3.093
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.346 3.449
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 693 820
Sonstige Vermögensgegenstände 1.608 1.327
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr - -
6.319 7.869

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten TEUR 1.522 (VJ TEUR 2.168) Forderungen gegen die Muttergesellschaft Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, wovon TEUR 566 (VJ TEUR 1.094) aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr sowie TEUR 136 (VJ TEUR 0) aus der Ergebnisabführungsvertrag stammen, und TEUR 1.734 (VJ TEUR 1.216) Umsatzsteuerforderungen gegen die Organträgerin Captrain Deutschland GmbH betreffen.

Eigenkapital

Das durch die Niederbarnimer Eisenbahn Aktiengesellschaft, Berlin, gehaltene Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 50 und ist voll eingezahlt.

Investitionszuschüsse und Investitionszulagen

Erhaltene Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 33 (Vj. TEUR 33) aus vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) übernommenen Anteilen für Investitionen an Hard- und Software für das elektronische Fahrkartenprüfsystem e-ticketing wurden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegüter entsprechend aufgelöst.

Sonstige Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Art der sonstigen Rückstellung Gesamtbetrag
TEUR
Vorjahr
TEUR
Hauptuntersuchungen der eingesetzten Triebfahrzeuge 5.972 5.008
Ausstehende Rechnungen 5.696 4.882
Urlaubsansprüche 302 203
Sonstige 11 0
Überstunden 74 74
Summe 12.055 10.167

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen summieren sich am Ende des Berichtsjahres auf TEUR 392 (VJ TEUR 1.034) und resultieren mit TEUR 383 (VJ TEUR 1.009) nahezu ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin NEB AG aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

2023
TEUR
% 2022
TEUR
%
Zuschüsse für die Verkehrsdurchführung des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg GmbH (VBB) gemäß den geschlossenen Verkehrsverträgen 85.568 99,1 85.455 99,6
Fahrgeldeinnahmen 610 0,7 655 0,8
Sonderverkehre 854 1,0 236 0,3
Sonstige Einnahmen aus dem Nebengeschäft des Fahrbetriebs 145 0,2 4 0,0
Erlöse aus Personalgestellungen 414 0,5 317 0,4
Erlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen 11 0,0 66 0,1
Verrechnete Malusgebühren -1.293 -1,5 -963 -1,1
Umsatzerlöse nach Art 86.309 100,0 85.770 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.271 handelt sich im Wesentlichen um Erstattungen aus Versicherungsschäden (TEUR 330) sowie Kostenerstattungen (TEUR 804), Erträge aus Weiterbelastungen von Aufwendungen (TEUR 3) sowie sonstige Erträge (TEUR 134).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Erstattungen für Aufwendungen aus Vorjahren.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.487 handelt es sich um Aufwendungen für die Geschäftsbesorgung (TEUR 394), Marketing (TEUR 416), Versicherungsbeiträge (TEUR 717), Ausbildungskosten des Personals (TEUR 142), Weiterberechnungen (TEUR 19), Prüfungs- und Beratungskosten (TEUR 226), IT-Kosten (TEUR 753), sonstige Personalaufwendungen (TEUR 118), eingetretene Schadensfälle (TEUR 261), Kommunikationskosten (TEUR 110) sowie sonstige administrative Aufwendungen (TEUR 332).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 51 enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Versicherungen aus Vorjahren sowie sonstige Personalaufwendungen.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und außerbilanzielle Geschäfte

Mit Datum vom 26. Februar 2014 erteilte die Gesellschaft der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam, Potsdam, selbstschuldnerische Bürgschaften über EUR 19.500.000,00 und EUR 3.533.000,00 zur Besicherung der Verpflichtungen aus den am 10. Dezember 2013/26. Februar 2014 zwischen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft geschlossenen Verträgen über ein Darlehen über EUR 19.500.000,00 zur Finanzierung der im Rahmen des im vorherigen Absatz genannten Verkehrsvertrages einzusetzenden Triebfahrzeuge sowie einen Kontokorrentkredit über EUR 1.000.000,00.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft sämtliche Forderungen aus dem Verkehrsvertrag mit den Ländern Berlin und Brandenburg mit Datum vom 26. Februar 2014 an die Mittelbrandenburgische Sparkasse abgetreten. Dies dient ebenfalls der Absicherung des oben genannten Darlehensverhältnisses zwischen der Mittelbrandenburgischen Sparkasse und der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen und außerbilanziellen Geschäften bestehen in Höhe von TEUR 12.210 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon bestehen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 7.172.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

Laufzeit bis Beträge
in TEUR
Gegenüber Dritten
Leasingverträge (Schienenfahrzeuge) 2024 533,6
Leasingverträge (Schienenfahrzeuge) 2024 4.346,6
Leasingverträge (KfZ) 2025 12,6
Raummieten Meldestellen und Kundencenter 2024 145,5
Gegenüber verbundenen Unternehmen
Mietvertrag Fahrzeughalle 2024 156
Nutzungsvertrag (Schienenfahrzeuge) 2024 3.777,8
Vertrag über Nutzung der Infrastruktur 2024 3.201,3
Raummieten Meldestellen 2024 36,7

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen zu marktunüblichen Konditionen sind mit verbundenen Unternehmen nicht getätigt worden.

Anzahl der Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäfts- und Vorjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 Personen 2022 Personen
Angestellte 51 47
Arbeiter 277 277
Auszubildende 14 12
341 336

Geschäftsführung

Dipl.-Volkswirt Detlef Bröcker, Berlin

Dipl.-Wirt.-Ing. Sebastian Achtermann (ab 01.03.2024)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Da der Geschäftsführer nicht bei der Gesellschaft selbst angestellt ist, werden seine Bezüge im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages in Rechnung gestellt und sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Auf die Angabe der Beträge wird in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Prüfungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Gesamthonorar für den Abschlussprüfer nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 52. Davon entfallen für Jahresabschlussprüfungsleistungen TEUR 32 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 20.

Ergebnisverwendung

Das Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -136 (VJ TEUR 217) wurde gemäß Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag von der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft zugeführt.

Konzernverhältnisse

Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, gehalten.

Der Jahresabschluss der NEB Betriebsgesellschaft mbH wird in den Konzernabschluss der Captrain Deutschland, Berlin, einbezogen. Captrain Deutschland GmbH, Berlin, veröffentlicht einen geprüften Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Société Nationale SNCF SA, Saint-Denis, erstellt.

 

Wandlitz, den 31. März 2024

gez. Sebastian Achtermann

gez. Detlef Bröcker

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.482.303,49 40.760,00 0,00 1.523.063,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.482.303,49 40.760,00 0,00 1.523.063,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 161.233,83 35.344,84 0,00 196.578,67
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 222.286,69 20.170,00 0,00 242.456,69
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.781.112,96 34.849,60 0,00 2.815.962,56
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.564,31 0,00 0,00 528.564,31
3.693.197,79 90.364,44 0,00 3.783.562,23
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 300,00 0,00 0,00 300,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 5.000.000,00 0,00 5.000.000,00
300,00 5.000.000,00 0,00 5.000.300,00
5.175.801,28 5.131.124,44 0,00 10.306.925,72
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.007.428,49 107.285,00 0,00 1.114.713,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.007.428,49 107.285,00 0,00 1.114.713,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 74.133,83 13.210,84 0,00 87.344,67
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 150.008,69 14.604,00 0,00 164.612,69
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.225.608,96 216.540,60 0,00 2.442.149,56
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.449.751,48 244.355,44 0,00 2.694.106,92
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
3.457.179,97 351.640,44 0,00 3.808.820,41
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 408.350,00 475,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
408.350,00 475,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.234,00 87,00
2. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen 0,00 0,00
3. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 0,00 0,00
4. Maschinen und maschinelle Anlagen 77.844,00 72,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.813,00 556,00
6. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 528.564,31 529,00
1.089.455,31 1.244,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 300,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.000.000,00 0,00
5.000.300,00 0,00
6.498.105,31 1.719,00

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Der Gegenstand der Gesellschaft, einer hundertprozentigen Tochter der Niederbarnimer Eisenbahn-Aktiengesellschaft, Berlin, ist die Durchführung von Verkehrsleistungen im Schienenpersonennahverkehr, basierend auf folgenden Verträgen:

1. Verkehrsvertrag NOB vom 10. Juli 2014 mit den Ländern Brandenburg und Berlin, mit Wirkung ab 14. Dezember 2014 für die Linien des Netzes Ostbrandenburg des Loses 1 sowie des Loses 2 (ab 13. Dezember 2015) mit einer Laufzeit bis zum 14. Dezember 2024 und einer jährlichen Fahrleistung von inzwischen insgesamt ca. 5,4 Mio. Zugkilometern.

2. Verkehrsvertrag HKB 2a vom 03. November 2022 mit den Ländern Brandenburg und Berlin für die Linie RB 27 mit einer Laufzeit vom 11. Dezember 2022 bis zum 14. Dezember 2024 und einer Jahresfahrleistung von 762.650 Kilometer.

Der operative Teil der Gesellschaft (Fahrbetrieb, Fahrzeugwartung und Personaldisposition) wird vom Standort Basdorf (Wandlitz) aus betrieben, während der kaufmännische Bereich (Geschäftsführung, Rechnungswesen, Controlling, Vertrieb und Marketing) in den Geschäftsräumen der Konzerngesellschaft Captrain Deutschland GmbH bzw. in Berlin-Lichtenberg angesiedelt ist.

Während die entsprechend der Verkehrsverträge im Rahmen der Leistungserbringung anfallenden Infrastrukturkosten in gleicher Höhe von den Aufgabenträgern übernommen werden, wird zur Deckung aller übrigen Kosten eine Kilometerpauschale (Leistungspreis) vergütet, die jährlich, entsprechend der vertraglich festgeschriebenen Indexierung, neu festgesetzt wird.

B. Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2022 preis- und kalenderbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Als prägend für die gesamtwirtschaftliche Lage erwiesen sich weiterhin das krisengeprägte Umfeld und die hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen. Ungünstige Finanzierungsbedingungen, steigende Zinsen und die geringe In- und Auslandsnachfrage wirkten gleichfalls konjunkturdämpfend. 1

"Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten." 2

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der 99 % des Linienverkehrs abdeckt, stieg das Fahrgastaufkommen im Jahr 2023 gegenüber 2022 ebenfalls um 7 % und blieb damit knapp 8 % unter dem Wert des Vor-Corona-Jahres 2019. Im 3. Quartal 2023 wuchs das Fahrgastaufkommen gegenüber dem 2. Quartal 2023 um 6 % (Effekt des Deutschland-Tickets). Insgesamt lag das Fahrgastaufkommen im Eisenbahn-Nahverkehr mit 2,6 Milliarden Fahrgästen 9 % über dem Wert des Jahres 2022, war jedoch weiterhin 9 % niedriger als 2019. 3

Im Jahr 2023 belief sich der Durchschnittspreis für einen Liter Dieselkraftstoff auf 134,7 Cent für Großverbraucher (2022: 157,31 Cent), ein Rückgang von 14,4 %. 4

Erstmals nach zwei Jahren stiegen zum 01.04.2023 die Fahrpreise im VBB-Tarifgebiet um durchschnittlich 5,6 %. Grundsätzlich orientiert sich die Anpassungsrate an der Preisentwicklung der Lebenshaltungs-, Strom und Kraftstoffpreise der vergangenen 60 Monate. Zudem werden die gestiegenen Betriebs- und Personalkosten der Verkehrsunternehmen im VBB berücksichtigt. 5

Die Verantwortung für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist in Deutschland mit der Bahnreform von 1994/1996 vom Bund auf die Länder übergegangen. Nach dem "Besteller-Ersteller-System" bestimmen seitdem die Länder, auf welchen Strecken und in welchem Umfang den Bürgern ein Schienenpersonennahverkehr angeboten wird.

Um diese Aufgabe wahrzunehmen, erhalten die Länder einen Anteil aus dem Mineralölsteueraufkommen. Ihrer Rechtsgrundlage nach, dem Regionalisierungsgesetz (RegG) werden diese Gelder Regionalisierungsmittel genannt. Im Gegensatz zum Schienenpersonenfernverkehr (SPFV), bei dem jedes Eisenbahnverkehrsunternehmen eigenwirtschaftlich handelt, wird der SPNV überwiegend durch die Regionalisierungsmittel finanziert. Die Höhe der Regionalisierungsmittel belief sich im Jahr 2016 ursprünglich auf insgesamt 8,2 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Regionalisierungsmittel (ohne 49 €-Ticket-Zuschuss) beliefen sich im Jahr 2023 auf insgesamt 10,9 Milliarden €. Seit 2023 beläuft sich die jährliche Dynamisierungsrate auf 3,0 % (bis 2022: 1,8 %). 6

Nachdem sich das 9-Euro-Ticket im Sommer 2022 als großer Erfolg erwies, beschlossen Bundesregierung und Bundesländern im Herbst 2022 das Deutschlandticket (49-Euro-Ticket) als dauerhaft angebotener Nachfolger einzuführen. Dadurch entstehen den Aufgabenträgern jedoch zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe. Um diese zu finanzieren, wurden die Regionalisierungsmittel ab 2023 um 1,5 Milliarden Euro erhöht, die Länder müssen Mittel in der gleichen Höhe beisteuern. Es ist jedoch noch zweifelhaft, ob diese Finanzierung ausreicht oder die Kosten noch deutlich höher ausfallen. Hinzu kommen die steigenden Preise, insbesondere für die Energie. Zudem ist eine ausreichende Mittelausstattung die Voraussetzung für eine Angebotsoffensive, wie sie in den nächsten Jahren mit dem Deutschlandtakt erreicht werden soll. Daher ist zwischen Bund und Ländern vereinbart, dass sie im laufenden Jahr erneut über die weitere Entwicklung der Regionalisierungsmittel und das Deutschlandticket verhandeln wollen. 7

1 Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis), Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

2 Quelle: Statistisches Bundesamt (destatis), Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

3 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts Nr. 142 vom 08. April 2024; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_142_461.html.

4 Quelle: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.: https://www.bgl-ev.de/images/downloads/dieselpreisinformation.pdf

5 Quelle: https://www.vbb.de/fileadmin/user_upload/VBB/Dokumente/Newsmeldungen/neue-preise-im-vbb-ab april-2023.pdfierung.de https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/regionalisierungsgesetz-1913264; https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/mehr-geld-fuer-den-oepnv-2143056 :~:text=November%202022%20hat%20die%20Bundesregierung,auf%203%2C0%20Prozent%20erh%C3%B6ht.

6 Quelle: bundesregierung.de

https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/regionalisierungsgesetz-1913264; https://www.bundesregierung.de/breg-de/bundesregierung/bundeskanzleramt/mehr-geld-fuer-den-oepnv-2143056 :~:text=November%202022%20hat%20die%20Bundesregierung,auf%203%2C0%20Prozent%20erh%C3%B6ht.

7 Quelle: Allianz pro Schiene e.V.: https://www.allianz-pro-schiene.de/glossar/regionalisierungsmittel/

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres liegen mit 86.309 T€ um 539 T€ über dem Vorjahreswert von 85.770 T€. Abweichend vom Vorjahr weist die Gesellschaft ein negatives Ergebnis aus, welches sich auf 136 T€ (Vorjahr Jahresüberschuss in Höhe von 217 T€) beläuft und aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Muttergesellschaft, der Niederbarnimer Eisenbahn AG, erstattet wird.

Mit dem negativen Jahresergebnis in Höhe von 136 T€ im Jahr 2023 konnten die Erwartungen an das Geschäftsjahr aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen nicht erreicht werden.

Geschäftslage

I. Ertragslage

Wesentliche Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind der Gesamtumsatz und das Ergebnis vor Steuern. Gemäß Prognosebericht im vorangegangenen Jahresabschluss wurde ein positives Vorsteuerergebnis von 300 T€ erwartet. Die folgenden Ausführungen und dargelegten Hintergründe erläutern die Faktoren, die für die Abweichung von der Prognose verantwortlich waren.

Die Umsatzerlöse summierten sich im Berichtsjahr auf 86.309 T€; der Vorjahreswert lag bei 85.770 T€. Maßgeblich für diese Entwicklung sind vor allem Mehrerlöse aus den Sonderverkehren über 854 T€ (VJ 236 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 1.271 T€ unter dem Vorjahreswert von 3.008 T€. Während im Vorjahr die Erträge aus Schadenserstattungen bei 1.042 T€ lagen, reduzierten sich diese im Berichtsjahr um 712 T€ gegenüber dem Vorjahr und betrugen 330 T€. Weiter lagen die Einmaleffekte in den sonstigen Erträgen im Berichtsjahr mit 803 T€ um 695 T€ unter dem Vorjahresniveau.

Der warenbezogene Materialaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1.421 T€ auf 8.907 T€. Der vor allem preisbedingte Minderaufwand für Dieselkraftstoff, der sich auf insgesamt auf 6.900 T€ (minus 507 T€ gegenüber dem Vorjahr) belief, sowie der verminderte Ersatzteilaufwand für die Fahrzeuge, der um 1.049 T€ auf 1.847 T€ (inklusive Lagerveränderungen) sank, gelten als Hauptursache dieser Entwicklung.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 826 T€ auf 59.473 T€. Ursächlich hierfür sind vor allem die im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 981 T€ gestiegenen Aufwendungen für Verkehrsleistungen.

Die Erhöhung der Personalkosten im Berichtsjahr auf nunmehr 15.646 T€ (Vorjahr 15.221 T€) resultiert neben der im Berichtsjahr erfolgten Tariferhöhung aus dem weiteren Anstieg der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl um fünf Mitarbeiter (einschließlich langfristig Erkrankter, Aushilfs- und Teilzeitbeschäftigter sowie Auszubildender) auf nunmehr 341 Beschäftigte sowie zusätzlicher sozialer Leistungen für ergänzende Altersabsicherung und Gesundheitsvorsorgemaßnahmen.

Die Abschreibungen des Anlagevermögens bewegten sich auf Vorjahresniveau. Sie summierten sich im Berichtsjahr auf 352 T€ (der Vorjahreswert betrug 358 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 3.487 T€ und lagen um 518 T€ unter denen des Vorjahrs (4.005 T€). Wesentlich hierfür sind vor allem die niedrigeren Aufwendungen für Schadens- und Versicherungsaufwendungen sowie für Marketing, die um 352 T€ bzw. um 126 T€ unter den Aufwendungen des Vorjahres lagen.

Das negative Ergebnis im Berichtsjahr in Höhe von 136 T€ liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres, das einen Jahresüberschuss in Höhe von 217 T€ auswies. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird dieser Verlust vollständig von der NEB AG ausgeglichen.

II. Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3.752 T€ auf 39.903 T€ (Vorjahr 36.151 T€). Wesentlich hierfür ist der um 5.000 T€ höhere Bestand der Finanzanlagen. Die Verringerung der liquiden Mittel um 888 T€ wirkte gegenläufig.

Mit Ausnahme des Anlagevermögens über 6.498 T€ (Vorjahr 1.719 T€), eines Teilbetrages innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen über 693 T€, des unveränderten Eigenkapitals (50 T€), des Sonderpostens mit Rücklageanteil für Investitionszuschüsse über 33 T€ (Vorjahr 33 T€) sowie eines Teilbetrages von 160 T€ (Vorjahr 160 T€) innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind alle Bilanzposten als kurzfristig anzusehen.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt überwiegend fristenkongruent.

Dem kurzfristigen Vermögen über insgesamt 32.711 T€ (Vorjahr 44.257 T€) stehen entsprechende kurzfristige Verpflichtungen über 39.660 T€ (Vorjahr 46.553 T€) gegenüber.

Investitionen

Die Zugänge des Anlagevermögens lagen im Berichtsjahr mit 5.131 T€ über dem Vorjahreswert von 66 T€.

So wurden für die Anschaffung von Lizenzen und die Ausstattung für den Fahrscheinverkauf 96 T€ sowie für Büroausstattung 35 T€ aufgewandt. Weiter wurden festverzinste Wertpapiere in Höhe 5.000 T€ zur mittelfristigen Zinssicherung angeschafft.

Liquidität

Im Berichtsjahr stieg der Deckungsgrad der Liquidität ersten Grades auf 57 % (Vorjahreswert 51 %).

Die Liquidität zweiten Grades, also unter Einbeziehung der kurzfristigen Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände (2023: 5.626 T€, Vorjahr 7.049 T€), lag mit 71 % ebenfalls über dem Vorjahresniveau (66 %).

Die NEB BG war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

III. Vermögenslage

Der Wert des Anlagevermögens erhöhte sich im Berichtsjahr um 4.779 T€ auf 6.498 T€. Den Investitionen über 5.131 T€ standen Abschreibungen in Höhe von 352 T€ gegenüber. Im Geschäftsjahr gab es keine Abgänge des Anlagevermögens.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich um 1.550 T€ und lagen am Ende des Berichtsjahres bei nunmehr 6.319 T€.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.364 T€ unter dem Vorjahresniveau (3.093 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen summierten sich zum Ende des Berichtsjahres auf 3.346 T€; der Vorjahreswert betrug 3.449 T€. Sie bestehen in Höhe von 1.522 T€ (Vorjahr 2.169 T€) gegenüber der NEB AG, wovon wiederum 820 T€ aus einem gewährten Darlehen sowie 702 T€ aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr resultieren. Nennenswert sind des Weiteren die Forderungen aus der Umsatzsteuer-Verrechnung gegenüber der Organträgerin Captrain Deutschland GmbH, Berlin, über 1.734 T€ (Vorjahr 1.216 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände lagen mit 1.608 T€ um 281 T€ über dem Vorjahreswert von 1.327 T€.

Der Bestand liquider Mittel verminderte sich, vor allem aufgrund der Investition von liquiden Mitteln in Finanzanlagevermögen, um 888 T€ auf nunmehr 22.623 T€.

C. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Auch zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 waren die Risiken infolge der Ukraine-Krieges das wesentliche Thema. In Deutschland zeigte sich dies am deutlichsten in der sprunghaften Verteuerung u. a. von Strom und Kraftstoff - hier vor allem 2022 - mit im Ergebnis unmittelbaren Auswirkungen auf die NEB BG. Auch wenn die Energiepreise im Geschäftsjahr 2023 deutlich rückläufig waren, so liegt das allgemeine Preisniveau immer noch merklich über dem Vorkrisenniveau. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich die Gesellschaft mit dieser neuen Normalität arrangieren wird müssen. Stark beeinträchtigt wurden zudem bestehende Lieferketten.

Das Leistungsangebot konnte 2023, aller Widrigkeiten zum Trotz, zu jeder Zeit fast vollumfänglich aufrechterhalten werden. Die geringeren Vertriebserlöse, infolge der Einführung des Deutschlandtickets, wurden mit staatlichen Mitteln ausgeglichen.

Für die Gesellschaft bleiben Risiken vor allem aus der zukünftigen Entwicklung der Personalkosten bestehen. Aufgrund des sich deutlich verschärfenden Fachkräftemangels, wird sich neben der Gefahr der Personalverfügbarkeit auch das Kostenrisiko weiter erhöhen. Neben den für die Transportbranche überdurchschnittlichen Vergütungsanpassungen führt die fortlaufende Verknappung der bestehenden personellen Ressourcen mittels der Reduzierung von Arbeitszeiten und Dispositionsmöglichkeiten zu einem Rückgang der Produktivität und damit zu einem zusätzlichen Anstieg der Personalkosten aufgrund des steigenden Personalbedarfs. Nach wie vor bleibt es eine vordringliche Aufgabe der Gesellschaft wie auch der Branche, die Personalgewinnung zu intensivieren und verstärkt in die eigene Ausbildung von Personalen zu investieren und diese im Anschluss im Unternehmen zu halten. Auch im Jahr 2023 konnte die Personalakquise nicht mit dem Bedarf Schritt halten, wodurch für neue Projekte verstärkt auf teure Fremdpersonale zurückgegriffen werden musste.

Das Risiko bei der Fahrzeugverfügbarkeit blieb auch im Geschäftsjahr 2023 bestehen. Das zunehmende Fahrzeugalter und die festzustellende verzögerte und somit eingeschränkte Ersatzteilversorgung, auch infolge gestörter Lieferketten, sind hierbei als wesentliche Faktoren zu nennen. Hinzu kommen reduzierte und vor allem nicht stabile Werkstattkapazitäten bei Fremddienstleistern, sodass deutlich längere Fahrzeugdurchlaufzeiten bei beauftragten Fremdvergaben oder Fahrzeugstandzeiten im Berichtsjahr beobachtet werden mussten. Es steht zu befürchten, dass dieser Negativ-Trend auch zukünftig anhält, bzw. sich noch weiter verschärft. Die im Geschäftsjahr 2021 begonnene herstellerseitige Rollkur der angemieteten LINK-Triebwagen zur Erhöhung der Fahrzeugstabilität und -verfügbarkeit wurde 2023 abgeschlossen. Ein vollumfänglich entlastender Effekt auf die Fahrzeugverfügbarkeit und -zuverlässigkeit konnte leider nicht dauerhaft festgestellt werden.

Die Zugausfälle im Berichtsjahr, vorrangig netz- und baubedingt, erreichten mit 6,4 % abermals ein sehr hohes Niveau, auch wenn es unterhalb des Vorjahres blieb. Sie stellen damit auch weiterhin eine erhebliche Belastung für die Gesellschaft dar. Nicht erbrachte vertragliche Leistungen werden nicht vergütet und reduzieren bei fast gleichbleibenden Kosten entsprechend sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis. Soweit Teilkompensationen (Schienenersatzverkehr) vom Aufgabenträger geleistet wurden, so reichten diese im Durchschnitt kaum aus, den von der Gesellschaft zu organisierenden Busersatzverkehr zu finanzieren, da auch diese Leistungen inzwischen zu deutlich höheren Preisen am Markt eingekauft werden müssen. Die überwiegend fixen Kosten des Bahnbetriebs (z. B. Kosten für Triebfahrzeuge und Personal) verbleiben indes unvergütet bei der NEB BG. Das von der Gesellschaft nicht planbare Baugeschehen im Netz stellt damit weiterhin ein erhebliches und wachsendes Ergebnisrisiko dar.

Vor dem Hintergrund der Forderungen nach einem ambitionierten und beschleunigten Ausbau des SPNV und damit notwendigerweise auch der Infrastruktur, ist nicht davon auszugehen, dass der aktuelle Umfang an Baumaßnahmen - zu nennen ist hier beispielhaft die mehrjährige Sperrung der Oderbrücke auf der Linie RB 26 - in naher Zukunft erheblich zurückgehen wird, zu erwarten ist vielmehr eine Stagnation auf hohem Niveau. Nach wie vor ist die Gesellschaft bemüht, eine angemessene Neuaufteilung des aus dem starken Baugeschehen erwachsenen Risikos zwischen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen in Verhandlungen zu erreichen. Hierbei konnten 2023 deutliche Fortschritte gemacht werden, sodass für Anfang 2024 ein Abschluss der Verhandlungen zu erwarten ist.

D. Chancen

Dem SPNV kommt auf absehbare Zeit eine wesentliche Rolle zu, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Die Einführung des Deutschland-Tickets ist dabei ein erster und wichtiger Schritt gewesen, um den Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf den SPNV und damit zu einem energieeffizienten und klimaverträglichen Verkehr zu fördern. Dies allein wird jedoch nicht ausreichend sein, sodass darüber hinaus weitere lenkende Maßnahmen auch des MIV notwendig sein werden um die formulierten Ziele zu erreichen.

Auch wenn infolge des Ende 2022 neu geschlossenen Verkehrsvertrages für die Linie RB 27 im Ergebnis der erfolgten Neukalkulation dieser Leistungen, welche die tatsächlichen aktuellen betrieblichen Rahmenbedingungen, die Kostenentwicklung der letzten Jahre wie auch - durch vertragliche Veränderungen - zukünftige Preisänderungen (Wertsicherung) angemessen berücksichtigt, eine verbesserte Ertragslage zumindest für diesen Verkehrsvertrag festzustellen ist, reichte dies nicht aus, um die sich inzwischen manifestierten Risiken im Vertrag NOB1, der im laufenden Jahr endet, auszugleichen.

Der Mitte 2021 geschlossene Verkehrsvertrag NOB 2 (Vertragsbeginn Dezember 2024) mit einer Laufzeit von 12 Jahren setzt auf neuen wirtschaftlichen Parametern auf und deckt so einige wirtschaftliche Risiken in der Zukunft besser ab. Gleichzeitig bietet der Vertrag langfristig Sicherheit für die Mitarbeiter sowie die Basis einer stabilen Weiterentwicklung der Gesellschaft in den nächsten Jahren.

E. Prognosebericht

Der nach wie vor von der Ukraine geführte Verteidigungskrieg gegen Russland und die eskalierende Lage im Nahen Osten stellten eine nicht unwesentliche Einschränkung für unternehmerische Lieferketten und folglich auch die wirtschaftliche Entwicklung der Region und der Bundesrepublik im Jahr 2023 dar. Dazu kommt der zu beobachtende Fachkräftemangel im technischen und betrieblichen Bereich in unserer Branche inklusiv Zulieferern. Die Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind erheblich und betreffen - mit der Energiepreisentwicklung, den Preisen und der Verfügbarkeit von Komponenten und Ersatzteilen sowie von qualifiziertem Personal - auch die Sphäre der NEB BG. Dies führt dazu, dass Prognosen einer Vielzahl an Einflussfaktoren unterliegen und die Verlässlichkeit deutlich einschränken.

Vor allem der erwartete deutliche Anstieg der Personalkosten infolge der Gewerkschaftsforderungen wirkt im laufenden Geschäftsjahr belastend, da hierfür kein vertraglicher Ausgleichsmechanismus auf der Einnahmenseite existiert. Da im Geschäftsjahr 2024 ferner größere Aufwendungen in Vorbereitung auf die Folgeverkehrsverträge ab Mitte Dezember 2024 anfallen werden (Vorlaufkosten), geht die Geschäftsführung von einem negativen Ergebnis vor Steuern von ca. 1.500 bis 2.000 T€ aus.

 

Wandlitz, den 31. März 2024

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