Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 137731
Vorher
W & Z FinTech GmbH
Eingetragen
12.8.2015
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Betrieb von digitalen Applikationen im Finanzbereich, insbesondere für die Zielgruppe vermögender Privatpersonen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicholas Dr. Ziegert
seit 12.8.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Dr. Nicholas ZiegertCaprae Beteiligungen UG (haftungsbeschränkt)
50.00%
Joachim Günther OleariusJ.G.O. Beteiligungsgesellschaft mbH
50.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
510.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

OWNLY FinTech GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

Geschäftsmodell

Die OWNLY FinTech GmbH (vormals W&Z FinTech GmbH) entwickelt und betreibt Software im Bereich der Vermögensverwaltung bzw. des Vermögenscontrollings. Der Sitz der Gesellschaft ist Hamburg. Im Februar 2023 wurde die W&Z FinTech GmbH im Zuge der Veräußerung von 75% der Gesellschaftsanteile von der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA (Warburg Bank) an die Caprae Beteiligungen UG in OWNLY FinTech GmbH umbenannt. Die Gesellschaft ist damit aus dem Gruppenverbund der Warburg Bank ausgeschieden.

Die Software wird an Privatkunden (B2C) unter dem Produktnamen OWNLY Family vertrieben. Über diese Applikation können Nutzer ihre Vermögenswerte, von Konto- und Depotbeständen, über Immobilien und Private Equity bis zu Bitcoin und Kunst, aggregieren, auswerten und hierzu individuell relevante Marktinformationen erhalten. Die Software wird Privatkunden zur Nutzung gegen eine monatliche Gebühr im Software-as-a-Service-Modell angeboten.

Für Geschäftskunden aus der Finanzindustrie - B2B - (Finanzberater, Vermögensverwalter, Family Offices etc.) wird die Software mit Erweiterungen unter dem Produktnamen "OWNLY Advisor" angeboten. Die Software wird im SaaS-Modell lizenziert und es werden auf Basis von Projektvergütungen Individualisierungen im sogenannten White-Label-Modell vorgenommen. Zusammen bilden alle Kundenapplikationen die sogenannte OWNLY Plattform.

Daneben bietet die OWNLY FinTech GmbH für andere Unternehmen IT- und Softwareentwicklungsleistungen an, wie beispielsweise die Entwicklung von Schnittstellen und Internetpräsenzen.

Die OWNLY FinTech GmbH ist seit dem 28. März 2019 nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) als sogenannter Kontoinformationsdienst (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 ZAG) bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert.

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind: operatives Ergebnis vor Steuern sowie der Bestand an liquiden Mitteln (laufendes Geschäftskonto, welches unter dem Posten "Forderungen an Kreditinstitute" ausgewiesen wird). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden derzeit nicht zur Unternehmenssteuerung herangezogen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die OWNLY FinTech GmbH wird durch zwei Geschäftsführer geführt. Sofern nur ein Geschäftsführer bestellt ist, führt dieser die Geschäfte allein. Daneben beschäftigt die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 vier (Vorjahr: vier) festangestellte Mitarbeiter. Die Gesellschaft greift darüber hinaus auf einen Pool von ca. 6-10 Freelancern als Unterstützung in der Softwareprogrammierung und im Marketing in Deutschland und Polen zurück.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Konjunktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland standen 2023 nach wie vor unter dem Eindruck des weitergeführten Angriffskrieges von Russland gegen die Ukraine. Die Belastungen der Bevölkerung durch Corona gingen weitgehend zurück. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist 2023 gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,1 % (nur preisbereinigt um 0,1%) gesunken. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Finanzierungsbedingungen waren ungünstig angesichts steigender Zinsen (Quelle: Destatis 2024). Die Kapitalmärkte schlossen stärker als im Vorjahr. So beendete der DAX das Jahr 2023 mit 16.751,64 Punkten und somit deutlich oberhalb des Jahres 2022 mit 13.923,59 Punkten (Quelle: Statista 2024).

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Bereich der sog. Wealth-Tech Industrie war 2023 festzustellen, dass sich Private Equity Gesellschaften an Wettbewerbern beteiligt haben und die Konsolidierung im Markt durch die Bildung von Firmengruppen zunimmt. Die relevanten Softwareanbieter haben sich weitgehend im Markt etabliert. Neue unbekannte Wettbewerber kamen 2023 kaum auf den deutschen Markt, obgleich Deutschland als Absatzmarkt für Wealth-Tech-Software aus dem Ausland analysiert wird und von zukünftigen Markteintritten ausgegangen werden kann.

Auf der Seite der B2B-Kunden war das Interesse an neuen digitalen Strukturen weiterhin vorhanden. Doch bleiben die Vertriebszyklen hoch, da sich noch wenig Standards herausgebildet haben und potenzielle Finanzfirmen als Kunden vor Entscheidungen längerfristige Analysen der Anbieter durchführen. Dies gilt für Banken genauso wie für Vermögensverwalter, Finanzberater oder Family Offices. Auch im Bereich Vermögensverwalter und Banken gilt, dass die Konsolidierung der Finanzbranche manchmal eine positive Nachfrage auslöst, jedoch meist Entscheidungszyklen verlängert.

Geschäftsverlauf

Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag 2023 auf der Weiterentwicklung der OWNLY Plattform zu einer White-Label-tauglichen Struktur. Ganz wesentlich waren umfangreiche Arbeiten zur Herauslösung der OWNLY FinTech GmbH aus der Gruppe des früheren Hauptgesellschafters M.M.Warburg & CO (AG & Co.) Kommanditgesellschaft auf Aktien, Hamburg. Dies umfasste den Wechsel einer Reihe von Leistungsbeziehungen mit der Warburg Bank und mit in diesem Zusammenhang stehenden Dienstleistern. Zur Mitte des Jahres 2023 wurden so u.a. die Revision von der Bank auf die Gesellschaft verlegt. Datenschutzbeauftragte und Buchhaltungsdienstleister wurden neu ausgewählt.

Auch die strategische Ausrichtung und Kommunikation im B2B-Geschäft musste nach dem Gesellschafterwechsel angepasst werden. Dies alles nahm einige Monate an Zeit in Anspruch.

Das sog. B2C-Geschäft, also der Betrieb der OWNLY Family Plattform, war davon nicht betroffen. Der laufende Betrieb und gezieltes Online-Marketing führten zum Jahresende 2023 zu einem in der OWNLY Plattform aggregierten Vermögen in Höhe von EUR 4,1 Mrd. (Vorjahr EUR 3,0 Mrd.) und einer vierstelligen Anzahl von Nutzern. OWNLY Family ist über die Webseiten https://www.ownly.de und https://family.ownly.de zugänglich.

Investitionen wurden planmäßig durchgeführt und führten zu einer Steigerung der immateriellen Anlagewerte. Die Liquiditätslage war im Verlauf des Jahres gleichbleibend ausgeglichen. Der Liquiditätsbedarf wurde zu einem kleinen Teil durch Umsätze aus dem B2B-Geschäft sowie Gesellschafterdarlehen von alten und neuen Gesellschaftern gedeckt.

Der Jahresverlust stieg im Vorjahresvergleich an und liegt bei TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 696).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist durch die sonstigen betrieblichen Erträge, die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sowie die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte geprägt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind seit Jahresmitte 2022 deutlich eingebrochen und beliefen sich im Gesamtjahr 2023 auf TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 247). Erträge aus Umsätzen betreffen vor allem individuelle Software-Projekte im B2B-Geschäft, Beratung und Schulung im Bereich der Digitalisierung von Banken sowie in geringem Umfang die Bereitstellung von B2C-Lösungen. Begünstigt sind die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr durch die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie durch periodenfremde Erträge.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 568) konnten im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 785) weiter, um TEUR 217 bzw. 28 %, reduziert werden. Der Rückgang entfällt mit TEUR 140 auf die anderen Verwaltungsaufwendungen und mit TEUR 77 auf den Personalaufwand.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Abschreibungen betreffen im Wesentlichen die aktivierten Applikationen und haben sich aufgrund von im Geschäftsjahr vorgenommenen Aktivierungen planmäßig verändert.

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

Aufgrund der vorgenannten Entwicklungen hat sich das operative Ergebnis vor Steuern von TEUR -39 auf TEUR -735 verschlechtert. Aufgrund des Ausstiegs der M.M.Warburg & CO (AG & Co.) KGaA und der Einstellung von gemeinsamen Softwareprojekten konnten die prognostizierten Erlöse nicht erreicht werden.

Vermögenslage

Die Vermögenslage ist geprägt durch die immateriellen Anlagewerte (i.W. Software).

Die wesentlichen Vermögensgegenstände werden unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und bestehen aus allen Softwarekomponenten (Backend, Frontend, Datenbanken, Schnittstellen etc.) der OWNLY Plattform, insbesondere der Web-Applikation für PC und Laptop OWNLY Family, die im Geschäftsjahr weiterentwickelt und um wesentliche Funktionen ergänzt wurde. Die immateriellen Anlagewerte haben sich von TEUR 800 auf TEUR 774 reduziert.

Finanzlage

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum Bilanzstichtag überwiegend Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen mit einer vereinbarten Laufzeit von 12 Monaten.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die nachrangigen Verbindlichkeiten enthalten zum Bilanzstichtag Gesellschafterdarlehen.

Eigenkapital

Das Stammkapital betrug wie im Vorjahr TEUR 900. Per Gesellschafterbeschluss wurden mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 Gesellschafterdarlehen in Höhe eines Nominalbetrags von insgesamt TEUR 500 gewandelt und in die Kapitalrücklage eingezahlt. Die Einzahlungen in die Kapitalrücklage erfolgten quotal durch die Gesellschafter.

Liquidität

Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 im Wesentlichen durch Gesellschafterdarlehen finanziert.

Eine laufende Überwachung der Liquidität und der verfügbaren Mittel im Verhältnis zu den Betriebsausgaben garantiert eine rechtzeitige Befassung der Gesellschafter, um die Liquidität bei Bedarf jederzeit sicherzustellen.

PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Risikobericht

Die Gesellschaft führt mindestens einmal jährlich eine Risikoinventur zum 31.12. durch. Für die Gesellschaft stellen operationelle Risiken eine wesentliche Risikoart dar. Bei Eintreten könnte dies im schlimmsten Fall zu einer Kompromittierung von Kundendaten führen. Die Sicherstellung der Vertraulichkeit der von den Kunden angebundenen Daten hat oberste Priorität. Sie stellt die Geschäftsgrundlage für die angebotene Dienstleistung Kontoinformationsdienste dar. Um die Integrität der Daten im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebs sicherzustellen bedient sich die Gesellschaft unter anderem der folgenden Maßnahmen:

Die IT-Revision des ehemaligen Hauptgesellschafters, der M.M.Warburg & CO (AG& Co.) KGaA ("M.M.Warburg & CO") prüfte die Gesellschaft bis zum 30. Juni 2023. Zum 1. Juli 2023 wurde die Auslagerung der Revision an die M.M.Warburg & CO aufgelöst zugunsten einer internen Lösung.

Der Datenschutzbeauftragt der M.M.Warburg & CO (bis zum 30. Juni 2023) sowie die neue externe Datenschutzbeauftragte (ab dem 1. Juli 2023) begleiten und beraten die Gesellschaft bei allen Fragen des Datenschutzes.

Die Geschäftsführung beauftragt regelmäßig IT-Berater (wechselnd) zur Durchführung von sog. Penetrationtests, mit denen die Sicherheit der Nutzerdaten extern überprüft wird.

Die Geschäftsführung kontrolliert laufend die operativen Geschäfte.

Einmal pro Jahr werden sowohl das Notfall- als auch das IT-Sicherheitskonzept überprüft und bei Bedarf angepasst.

Als weitere wesentliche Risikoart sind Liquiditätsrisiken zu nennen. Die Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 im Wesentlichen über Gesellschafterdarlehen finanziert. Eine laufende Überwachung der Liquidität und der verfügbaren Mittel im Verhältnis zu den Betriebsausgaben garantiert eine rechtzeitige Befassung der Gesellschafter, um die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Auf Basis der Umsatzplanung 2024 werden nicht durch Umsätze gedeckte Liquiditätslücken durch Gesellschafterdarlehen und/oder weitere Kapitalerhöhungen durch die Gesellschafter gedeckt. Gleichwohl wird auch eine Kapitalerhöhung mit Drittinvestoren zur Deckung weiterer Investitionen in eigene Software angestrebt.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird den Risiken des Geschäftsbetriebs, die im Wesentlichen in operationellen Risiken sowie nachgelagert im Liquiditätsrisiko verortet sind, gerecht.

Prognosebericht mit Chancen und Risiken

Basierend auf der erwarteten Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Bankenbranche stellen wir im weiteren Verlauf des Prognose- und Chancenberichts die voraussichtliche Geschäftsentwicklung der Gesellschaft innerhalb der nächsten 12 Monate dar.

Die dabei getroffenen Aussagen beruhen auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen und der daraus abgeleiteten Prognose abweichen.

Sachverhalte und Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung unserer Prognose führen können, werden im Folgenden als Chancen bezeichnet. Sachverhalte und Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung von unserer Prognose führen können, werden als Risiken bezeichnet.

Gesamtwirtschaftliche Prognose

Die Einschätzung über die wirtschaftliche Entwicklung für 2024 fällt nach den ersten Monaten positiver aus als noch in der Herbstprojektion 2023 von der Bundesregierung angenommen. Für das Jahr 2024 wird bei moderater Inflation ein moderates weiteres Weltwirtschaftswachstum erwartet. Die Inflationsrate im Euroraum und damit auch in Deutschland sollte im Jahresverlauf 2024 weiter sinken. Die Zielmarke der EZB von 2,0 % pro Jahr dürfte allerdings 2024 erneut überschritten werden.

Branchenbezogene Prognose

Die Digitalisierungsvorhaben der Bank- und Finanzbranche werden auch 2024 vorangebracht. Die Nachfrage nach Digitalisierung des Wealth-Managements und neuer digitaler Angebote durch Banken, Family Offices und Asset Manager entwickelt sich kontinuierlich.

Insbesondere im Bereich der Vermögensverwaltung werden Dienstleistungen immer weitergehender digitalisiert. Hier sehen sog. FinTechs und Softwareanbieter eine Chance, sich mit neuen Angeboten bei Banken, Vermögensverwaltern und anderen etablierten Unternehmen der Finanzbranche zu etablieren. Dies gilt für neue Standardsoftware genauso wie für individuell programmierte Anwendungen. Gleichwohl zwingen Margendruck und hoher Wettbewerb viele Finanzunternehmen dazu, sparsam zu sein, so dass die Budgets teilweise begrenzt oder Projekte verschoben werden.

Technisch herausfordernd bleiben die Schnittstellen, die notwendig sind, um Informationen aus Konten- und Depots und anderen Vermögensklassen, in hoher Qualität zu übertragen. Jedoch nimmt bei diesen Schnittstellen der Reifegrad kontinuierlich zu. Auch dies wird zu einem Wachstum in der Nachfrage nach Multi-Banking und Multi-Asset-Lösungen führen. In welchem Umfang der oben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beschriebene Krieg in der Ukraine sich auf den von der Gesellschaft adressierten Markt auswirken wird, ist schwer abzuschätzen. Einerseits kann wirtschaftlicher Druck negativen Einfluss auf das Ausgabenverhalten von potentiellen Kunden nehmen. Andererseits können sich aber auch positive Effekte in Form einer höheren Nachfrage und Nutzung für digitale Services wie OWNLY ergeben.

Unternehmensbezogene Prognose

Die OWNLY FinTech GmbH sieht sich gut gerüstet, um mit ihrer Standardsoftware bzw. der Plattform OWNLY das wachsende Bedürfnis nach aggregierten und analysierten Finanzinformationen zu befriedigen. Geschäftskunden kann sowohl Zugang zur bestehenden Plattform gewährt als auch ein Paket neuer Software für die Verwaltung von Kundenvermögen individuell entwickelt werden.

Die Gesellschaft hat im ersten Halbjahr 2024 bereits neue Projekte akquiriert und ist im Bewerbungsverfahren bei weiteren B2B-Kunden, insbesondere Family Offices und Vermögensverwaltern. Die Gesellschaft bewirbt sich in Ausschreibungen bei Banken, Family Offices, Vermögensverwaltern und Finanzberatern um Projektaufträge.

Die ohne Vertriebsaktivitäten an die Gesellschaft gerichteten Anfragen (inbound) nehmen aufgrund der gepflegten Marketingpräsenz von OWNLY wieder zu. Gleichzeitig wird weiter Werbung über Google Ads, oder andere Partner, wie den Degussa Bank Shop geschaltet, um Neukunden zu gewinnen. Potentiellen B2B-Kunden wird sich über Fachbeiträge und Fachvorträge auf Branchenveranstaltungen genähert.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Gesellschaft mit wieder steigenden Erträgen. Das erste Halbjahr des Jahres 2024 fällt deutlich stärker aus als im Vorjahr; die Projektpipeline lässt einen weiteren Anstieg der Umsätze im zweiten Halbjahr erwarten. Die Erträge werden vorrangig aus der Umsetzung individueller Softwareprojekte sowie dem White-Labeling der OWNLY Plattform für Dritte (Lizenzeinnahmen und Projekteinnahmen) generiert. Hinzu kommen 2024 weitere IT-Administrationsdienstleistungen in Dauermandaten, durch die laufende Einnahmen erzielt werden. Mandatskündigungen im B2B-Geschäft hat es 2024 und bis zum Stichtag nicht gegeben. Es wird ein negatives operatives Ergebnis vor Steuern erwartet und ein Bestand an liquiden Mitteln in einem Korridor zwischen TEUR 25 und TEUR 50 angestrebt.

 

Hamburg, 09. Dezember 2024

OWNLY FinTech GmbH

Dr. Nicholas Ziegert

Daniela Obermeier

BILANZ

OWNLY FinTech GmbH zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
darunter: Guthaben bei Zentralnotenbanken 0 EUR
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
darunter: Guthaben bei Zentralnotenbanken 0 EUR
2. Forderungen an Kreditinstitute 551,53 40.080,03
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 6,15 384,09
davon: auf Treuhandkonten 0 EUR
b) aus sonstigen Tätigkeiten 545,38
aa) täglich fällig 545,38 39.695,94
bb) andere Forderungen 0,00
3. Forderungen an Kunden 3.006,29 4.052,44
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 41,74 38,83
davon: aa) aus Provisionen 0 EUR
davon: bb) aus Krediten 0 EUR
b) andere Forderungen 2.964,55 4.013,61
4. Immaterielle Anlagewerte 773.489,00 799.678,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00
cc) Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00
dd) geleistete Anzahlungen 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 773.489,00 799.678,00
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 773.488,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1,00
cc) geleistete Anzahlungen 0,00
5. Sachanlagen 452,00 1.690,00
a) aus Zahlungsidensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 452,00 1.690,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 28.584,26 35.283,03
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 399,18 338,12
b) aus sonstigen Tätigkeiten 28.185,08 34.944,91
7. Rechnungsabgrenzungsposten 145,00 2.371,43
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 2,01 22,73
b) aus sonstigen Tätigkeiten 142,99 2.348,70
8. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 0,00
Summe der Aktiva 806.228,08 883.154,93

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 109.093,17 81.468,04
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.514,61 780,71
davon: zur Ausführung von Zahlungsvorgängen 0 EUR
darunter: auf Zahlungskonten 0 EUR
davon: aus der Ausgabe von E-Geld 0 EUR
b) aus sonstigen Tätigkeiten 107.578,56 80.687,33
3. Sonstige Verbindlichkeiten 79.223,88 15.269,60
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.099,85 146,33
b) aus sonstigen Tätigkeiten 78.124,03 15.123,27
4. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
5. Rückstellungen 64.050,00 73.265,00
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
b) Steuerrückstellungen 0,00
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
c) andere Rückstellungen 64.050,00
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 889,20 702,10
bb) aus sonstigen Tätigkeiten 63.160,80 72.562,90
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 318.758,43 242.805,87
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 4.980,59 2.326,80
b) aus sonstigen Tätigkeiten 313.777,84 240.479,07
7. Eigenkapital 235.102,60 470.346,42
a) Eingefordertes Kapital 900.000,00
Gezeichnetes Kapital 900.000,00 900.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlage 0,00 0,00
b) Kapitalrücklage 3.550.014,00 3.050.014,00
c) Gewinnrücklage 0,00 0,00
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust -4.214.911,40 -3.479.667,58
Summe der Passiva 806.228,08 883.154,93

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

OWNLY FinTech GmbH, Hamburg

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen -59.035,59
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -819,58 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten -58.216,01 0,00
3. Sonstige betrieblicher Erträge 117.714,10
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 1.634,21 2.363,43
b) aus sonstigen Tätigkeiten 116.079,89 244.263,97
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -568.103,19
aa) Personalaufwand -5.386,34
aaa) Löhne und Gehälter -4.458,24 -3.846,32
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -928,10 -611,66
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -2.500,55 -3.000,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
aa) Personalaufwand -382.598,91
aaa) Löhne und Gehälter -316.674,94 -397.523,03
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -65.923,97 -63.216,28
bb) andere Verwaltungsaufwendungen -177.617,39 -316.946,92
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -210.236,81
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -2.918,69 -1.511,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten -207.318,12 -156.245,19
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -15.582,33
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -216,33 -1,95
b) aus sonstigen Tätigkeiten -15.366,00 -201,22
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -735.243,82 -696.476,95
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -10.207,28 -6.608,28
b) aus sonstigen Tätigkeiten -725.036,54 -689.868,67
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Position 8 ausgewiesen 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
11. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag -735.243,82 -696.476,95
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -10.207,28 -6.608,28
b) aus sonstigen Tätigkeiten -725.036,54 -689.868,67
12. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.479.667,58
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -123.237,98 -116.629,70
b) aus sonstigen Tätigkeiten -3.356.429,60 -2.666.560,93
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
14. Entnahmen aus der Gewinnrücklage 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen 0,00 0,00
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
15. Entnahmen aus Genussrechtskapital 0,00 0,00
16. Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0,00
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen 0,00 0,00
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen 0,00 0,00
d) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00
17. Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals 0,00 0,00
18. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -4.214.911,40 -3.479.667,58

Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die OWNLY FinTech GmbH mit Sitz in Hamburg ist eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter der Handelsregisternummer HRB 137731.

Die Gesellschaft ist bei der BaFin als Kontoinformationsdienst nach dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) registriert.

Sie hat vor diesem Hintergrund bei der Bilanzierung die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der §§ 340ff sowie die Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) beachtet. Ergänzend werden die Regelungen des GmbH-Gesetzes angewandt.

Zahlen des Vorjahres sind, soweit nicht anders vermerkt, in Klammern angeführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Forderungen und Verbindlichkeiten sind zum Nennwert bzw. zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte werden mit ihren fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert; es wird linear pro rata temporis über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die jeweils zugrunde liegende Nutzungsdauer orientiert sich an der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Rückstellungen wurden nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Eine Abzinsung von Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr war gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht erforderlich.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze bewertet, die am Bilanzstichtag geltenden oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.

Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlust-/Zinsrechnung berücksichtigt.

Bei einem Überhang der aktiven latenten Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 HGB kein Ausweis von passiven latenten Steuern.

Die Aufteilung der Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf Zahlungsdienste und auf sonstige Tätigkeiten erfolgt, wo eine einzelne Zuordnung nicht möglich ist, durch einen Verteilungsschlüssel, der sich aus der Verteilung der anderen Verwaltungsaufwendungen ergibt. Für das Berichtsjahr wurde der Anteil der Erträge, Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden aus Zahlungsdiensten analog zu den anderen Verwaltungsaufwendungen aus Zahlungsdiensten mit 1,39% (0,96%) angesetzt.

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Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen an Kreditinstitute belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 442,98. Im Vorjahr betrafen Forderungen an Kreditinstitute ausschließlich Gesellschafter/Verbundene Unternehmen (EUR 40.080,03).

Anlagevermögen

Anlagespiegel in TEUR Immaterielle Anlagewerte * Sachanlagen
Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2023 1.236 23
Zugänge 182 1
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Wechselkursänderungen 0 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2023 1.418 24
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 436 21
Planmäßige Abschreibungen 208 2
Abgänge 0 0
Zuschreibungen 0 0
Wechselkursänderungen 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 644 23
Buchwerte am 31.12.2023 774 1
Buchwerte am 31.12.2022 799 2

* betrifft selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und Werte (Buchwert am 31.12.2023: EUR 773.488,00) und entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (Buchwert am 31.12.2023: EUR 1,00)

Die im Wirtschaftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf EUR 181.809,81 (EUR 217.694,25) und entfallen in voller Höhe auf selbstgeschaffene immaterielle Anlagewerte. Eine Einbeziehung von aktivierbaren Entwicklungskosten in die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Anlagewerte erfolgte erstmals im Laufe des Geschäftsjahrs 2016, hier wird von dem Wahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Diese werden über eine Laufzeit von maximal 10 Jahren abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Mietkautionen in Höhe von EUR 14.380,10 (EUR 12.129,20) und Erstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer in Höhe von EUR 9.678,12 (EUR 7.608,33).

Vermögensgegenstände in Fremdwährung

Vermögensgegenstände in Fremdwährung liegen zum Stichtag nicht vor.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung in Höhe von EUR 9.548,52 (EUR 0,00), aus Steuern (Lohn- und Kirchensteuer) in Höhe von EUR 5.211,68 (EUR 6.987,22) und aus Umsatzsteuer in Höhe von EUR 4.998,17 (EUR 6.988,96). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind außerdem Darlehensverbindlichkeiten inklusive abgegrenzter Zinsen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen in Höhe von EUR 59.242,00 (EUR 0,00) ausgewiesen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Unter den nachrangigen Verbindlichkeiten sind Gesellschafterdarlehen inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von insgesamt EUR 318.758,43 (EUR 242.805,87) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das Stammkapital in Höhe von TEUR 900 (TEUR 900) ist voll eingezahlt.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe eines Nominalbetrags von EUR 500.000,00 gewandelt und in die Kapitalrücklage eingezahlt. Die eingezahlte Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag EUR 3.550.014,00 (EUR 3.050.014,00).

Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung liegen zum Stichtag nicht vor.

Aktive und passive latente Steuern

Zum Stichtag bestanden sowohl aktive als auch passive latente Steuern. Auf Grund der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz bestehen passive latente Steuern in Höhe von EUR 249.643,25. Die mit aktiven latenten Steuern aus Verlustvorträgen saldiert werden. Der individuelle Steuersatz beträgt 32,275%.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen des Berichtsjahres resultieren aus abgegrenzten Zinsen auf Darlehensverbindlichkeiten und sind in Höhe von EUR 57.793,59 EUR auf Gesellschafterdarlehen zurückzuführen und in Höhe von EUR 1.242 auf Darlehensverbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 117.714,10 (EUR 246.627,40). Sie beinhalten neben Erträgen aus Umsatzerlösen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie periodenfremde Erträge. Sämtliche Erträge sind im Inland angefallen.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf EUR 568.103,19 (EUR 785.144,21).

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 6 Arbeitnehmer (6).

Organe

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr

Dr. Nicholas Ziegert, Geschäftsführer / CEO OWNLY FinTech GmbH, Hamburg

Daniela Obermeier, Geschäftsführerin / CFO OWNLY FinTech GmbH, Hamburg

Den Geschäftsführern wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Geschäfte mit Nahestehenden wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Honorar für Abschlussprüfer

Der Abschluss enthält Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 20 (TEUR 20).

Jahresergebnis

Den Gesellschaftern wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 735.243,82 (EUR 696.476,95) auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.

 

Hamburg, 09. Dezember 2024

OWNLY FinTech GmbH

Dr. Nicholas Ziegert

Daniela Obermeier

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OWNLY FinTech GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der OWNLY FinTech GmbH, Hamburg, - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OWNLY FinTech GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 09. Dezember 2024

Ypsilon Audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Klein, Wirtschaftsprüfer

Mirko Gössing, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.12.2024 festgestellt.

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