ACT Real Estate GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian-Alexander Meier seit 17.12.2025 | Prokura |
Dirk Dr. Rathjen seit 11.8.2025 | Prokura |
Uwe Gerken seit 25.7.2025 | Prokura |
Daniel Iskam seit 11.7.2025 | Geschäftsführer |
Hartmut Gottfried Giesen seit 11.7.2025 | Geschäftsführer |
Matthias Meyer seit 20.11.2024 | Prokura |
Mirja Rohde seit 26.10.2023 | Prokura |
Dietmar Godt seit 26.10.2023 | Prokura |
Detlev Dehmelt seit 28.12.2022 | Prokura |
Bianca Jürgens seit 7.12.2022 | Prokura |
Dirk Carsten Schoch seit 7.12.2022 | Prokura |
Robert Heinrich Freitag seit 7.12.2022 | Geschäftsführer |
Torsten Hahn seit 7.12.2022 | Prokura |
Gabriele Reclam seit 7.12.2022 | Prokura |
Matthias Beil seit 7.12.2022 | Prokura |
Kristian Scheel seit 7.12.2022 | Prokura |
Thomas Meier seit 7.12.2022 | Geschäftsführer |
Michael Fischer seit 7.12.2022 | Prokura |
Frank Steiner seit 7.12.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 58.70% | |
| 26.38% | |
P*********** M**** | 1.26% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sutor Bank GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäftsmodell Die geschäftlichen Aktivitäten der Sutor Bank GmbH haben sich im Berichtsjahr nicht verändert. Die Bank betreibt nach wie vor das Einlagengeschäft, das Wertpapiergeschäft, die Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren und den Kryptowerte-Handel als Finanzkommissionsgeschäft. Die individuelle Vermögensverwaltung hat sich durch den Weggang des gesamten Teams in 2023 negativ entwickelt. Das Stiftungskontor hat keine neue Stiftung für die Übernahme der administrativen Tätigkeiten gewinnen können. Im Mengengeschäft konnte die Neuproduktion zum Vorjahr gesteigert werden, so dass es zum wiederholten Male zu einer Nettozunahme der verwalteten Verträge gekommen ist. Die Anzahl der verwalteten SI-Depots ist leicht gestiegen. Der Bereich Business Development hat mit seinen Kooperationen zu einem Anstieg der Bruttoerlöse beigetragen. Das Kundenkreditvolumen ist leicht gesunken. Unsere Bilanzsumme ist um € 48 Mio. gestiegen. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Forderungen an Kreditinstitute. Die Bank ist nur am Standort Hamburg tätig und betreibt keine Filialen oder Niederlassungen. Unser Absatzmarkt ist das gesamte Bundesgebiet bzw. der deutschsprachige / europäische Raum. Rahmenbedingungen und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen Die nachfolgend erläuterten Rahmenbedingungen haben direkten Einfluss auf die Geschäfte der Bank, da hierdurch die Ergebnisse im Zins- und Provisionsgeschäft beeinflusst werden. Der Krieg in der Ukraine tobt nun fast schon zwei ganze Jahre und ein Ende ist nicht in Sicht. Im Oktober 2023 ist noch der kriegerische Nahost Konflikt dazu gekommen, welcher solidarisch von den Huthi-Rebellen genutzt wird, um den Welthandel zu attackieren. Diese Attacken führen zu erheblichen Verzögerungen in der Rohstoffbelieferung (z.B. Gas, Öl...). Zusätzlich verschärfen die chinesischen militärischen Aktivitäten in Bezug auf Taiwan sowie Nordkoreas Bestrebungen internationale Aufmerksamkeit zu erlangen, die globalen Spannungen. Dies hat 2023 zu einer erhöhten Unsicherheit in der Welt beigetragen. Die Themen des Jahres 2022, wie Aufrüstung, Gefahr eines Atomkriegs, hohe Inflationsraten, Engpässe in der Energieversorgung, Fachkräftemangel und ein ständig überlastetes Gesundheitswesen werden noch ergänzt um Rechtspopulismus, Digitalisierungsdefizit, Bildungsmisere und Infrastrukturverschleiß. Deutschlands und auch Europas Wohlstand ist in Gefahr. Der DAX ist im vergangenen Jahr um 20,31% auf 16.752 Punkte gestiegen. Das ganze Jahr über, bis auf den Spätsommer/Herbst, wo der DAX bis zu 1.500 Punkte verloren hat, ging es nur bergauf. Damit wurde das schlechte Börsenjahr 2022 mehr als kompensiert. Eine ähnliche Entwicklung haben auch der MDax und SDax genommen. Der Konflikt im Nahen Osten hat die Börsen kurzfristig nach unten fallen lassen. Die EZB hat mit 6 Leitzinserhöhungen von 2,5% auf 4,5% in 2023 kräftig an der Zinsschraube gedreht. Der Leitzins liegt derzeit so hoch wie zuletzt zu Beginn der 2000er Jahre. Diese Erhöhung hat steigende Kreditzinsen aber auch steigende Einlagenzinsen zur Folge, wobei die kurzfristigen höher als die langfristigen Zinsen ausfielen. Amerika hat nur 4 Zinserhöhungen mit insgesamt 1% vollzogen. Das Börsenjahr 2023 ist in Amerika etwas besser gelaufen. Der S&P500 gewann rund 25% und beendete das Jahr bei 4.786 Punkten. 2023 hat sich der Euro gegenüber dem Dollar wieder etwas erholt. Mit einer über das Jahr verteilten zick-zack-Bewegung hat sich der Euro auf 1,1068 Dollar hochgearbeitet. Dies entspricht einer Steigerung von 3,4%. Die 10-jährige Bundrendite lag Ende 2023 bei 2,03% (Vorjahr: 2,56%) und ist damit um rd. 0,5% gefallen. Die Renditen 10- jähriger US-Staatsanleihen haben sich im gleichen Zeitraum fast nicht bewegt und liegen bei 3,91% (Vorjahr: 3,92%). Eine Berg-und-Tal-Fahrt hat der Ölpreis in 2023 hinter sich gebracht. Fiel er noch im Frühsommer auf knapp über USD 70, so haben Förderkürzungen den Ölpreis zum Herbst hin auf über USD 90 getrieben. Danach sank der Preis erneut in die Region von USD 70, um zum Jahresende bei rd. USD 80 zu schließen. Der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent ist in 2023 auf rd. USD 82,5 gefallen. Gold hat das Jahr 2023 mit einem Plus von über 13% als glänzender Sieger beendet. Geopolitische Konflikte im Nahen Osten aber auch makroökonomische Faktoren haben Gold zum Gewinner gemacht. Silber blieb mit einem leichten Rückgang um rd. 0,7% relativ stabil. Für die Entwicklung des Silberpreises sind die industrielle Nachfrage und die Investitionsströme entscheidend. Die Rahmenbedingungen wurden u.a. mit der Verabschiedung der CRR III und CRD VI, der geänderten MaRisk, der MiCA und der erstmaligen Offenlegung der ESG-Risiken für die Kreditinstitute weiter verschärft. Hier spielt unsere vorsichtige, konservative Geschäftsausrichtung keine Rolle, da der Gesetzgeber nur wenige Erleichterungen zulässt. Der Regulierungsdruck und die Steigerung des Geschäftsvolumens führten in diesem Jahr zu einem Anstieg des personellen Aufwands. Die Wettbewerbssituation und die Marktstellung der Bank haben sich in den letzten Jahren verändert. Einige Marktteilnehmer sind verschwunden, andere haben im Feld der Fintech Kooperationen zugelegt. Geschäftliche Entwicklung Analyse des Prognose- und Chancenberichts 2023:
Die individuelle Vermögensverwaltung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 160 Mandate mit € 87,1 Mio. Depotvolumen (Vorjahr: 441 Mandate mit € 220,5 Mio. Depotvolumen) gesunken. Das Volumen hat sich durch den Weggang des Beraterteams reduziert. Für die Vermögensberatung ist die Anzahl der Depotkunden auf 150 (Vorjahr: 225) gesunken, parallel dazu ist das Depotvolumen auf € 49,9 Mio. (Vorjahr: € 57,8 Mio.) gesunken. Die Assets under Management sind in der Vermögensverwaltung und -beratung um 50,8% auf € 137,0 Mio. (Vorjahr: € 278,4 Mio.) gefallen. Die Verwaltung von Wertpapiersparverträgen (Mengengeschäft) bildet nach wie vor den geschäftlichen Schwerpunkt. Der Umfang des Geschäftes nach Zahl der verwalteten Depots ist erneut gegenüber dem Vorjahr um 1,6% auf 210.262 gestiegen; das Depotvolumen der verwahrten Wertpapiere und Edelmetalle ist um 15,2 % auf € 1.706,6 Mio. gestiegen. Einen gro- ßen Anteil an der Volumensteigerung mit € 331,0 Mio. (Vorjahr: € 291,1 Mio.) Assets under Management hat ein Online Vermögensverwalter. Seit der Einstellung des Riester Neugeschäfts vor 3 Jahren hat sich das Volumen durch Neueinzahlungen auf € 234,9 Mio. (Vorjahr: € 201,7 Mio.) erhöht. Der Anteil der Edelmetallsparverträge am Neugeschäft ist erneut gestiegen und liegt bei rd. 16,0% (Vorjahr: 12,40%), das Gesamtvolumen bei € 114,2 Mio. (Vorjahr: € 104,3 Mio.). Das gesamte Neugeschäft ist gegenüber dem Vorjahr um 10,6 % auf 19.293 Verträge (Vorjahr: 17.255) gestiegen. In unserem Direktgeschäft ist die Anzahl der Depots auf 1.056 (Vorjahr: 1.148) gefallen. Das Volumen ist auf € 15,7 Mio. (Vorjahr: € 20,2 Mio.) gefallen. Die Kooperation mit einem Online-Broker, welcher sowohl das Wertpapier-Trading als auch das Krypto-Trading anbietet, hat sich im letzten Jahr, auch dank einer weiteren "Unterkooperation" sehr gut entwickelt. Die Anzahl ist deutlich auf 80.549 Kunden (Vorjahr: 27.846 Kunden) mit einem Volumen von € 451,3 Mio. (Vorjahr: € 324,6 Mio.) gestiegen. Die durch die Einlagen erzielten Zinserträge werden zum Teil an den Online-Broker weitergegeben. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der für die SIAM verwalteten SI-Depots auf 47.375 (Vorjahr: 47.121). Der Zuwachs ist durch eine Kooperation mit einem luxemburgischen Vermögensverwalter entstanden. Das Depotvolumen ist auf € 850,6 Mio. (Vorjahr: € 1.085 Mio.) gesunken. Dieses resultierte aus dem ungeplanten Abgang eines "Omnibusdepot-Inhabers". In der Gesamtbank haben sich die Assets under Management kaum verändert. Das Volumen liegt bei € 3.145,5 Mio. (Vorjahr: € 3.155,7 Mio.). Die Anfragen aus dem FinTech-/Krypto-Bereich sind weiterhin sehr zahlreich, haben sich aber auf 79 im vergangenen Jahr (Vorjahr: 101) reduziert. Der Schwerpunkt der Anfragen wechselt immer mal wieder und hat sich dem Markttrend angepasst. Die Anfragen kamen jetzt hauptsächlich zum Thema "Banking-as-a-Service" gefolgt von den Themen "Krypto-as-a-Service" und "Vermögensanlage". Die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Tages- und Termingelder im Inland und in das europäische Ausland vermittelt, hat sich in der Anzahl der Kunden, aufgrund der Kündigung eines Kooperationspartners, auf 126.395 (Vorjahr: 138.516) reduziert. Das Treuhandvolumen ist zum Vorjahr auf € 3.618,9 Mio. (Vorjahr: € 3.593,4 Mio.) gestiegen. Aber auch im Direktanlagemodell, welches ebenfalls über unser Haus abgewickelt wird, konnte zum Jahresende eine Volumensteigerung auf € 1.613,5 Mio. (Vorjahr: € 1.246,1 Mio.) erreicht werden. Die Kooperation mit einem FinTech-Unternehmen, welches Sperrkonten für ausländische Studenten vermittelt, hat sich 2023 ein wenig rückläufig entwickelt. Die Anzahl der aktiven Sperrkonten zum Stichtag ist auf 47.382 (Vorjahr: 48.506) gesunken. Auch hier werden die durch die Einlagen generierten Zinserträge zum Teil an den Kooperationspartner weitergereicht. Die Zusammenarbeit mit dem Krypto-Automaten Betreiber hat sich in 2023 positiv entwickelt. Aktuell werden 121 Krypto-Automaten (Vorjahr: 100) betrieben. Das monatliche Tradevolumen liegt per Jahresende bei rd. T€ 700 (Vorjahr: T€ 500). Alle anderen bestehenden bzw. neuen Kooperationen mit FinTech-Unternehmen entwickeln sich langsam bzw. befinden sich noch in den Anfängen, so dass sie hier keine Erwähnung finden. Zur Bewältigung des Wachstums, insbesondere zur Anpassung an die erweiterte Produktpalette (z.B. Kooperationen mit Start-ups), wurden erneut erhebliche Mittel in die Erweiterung der EDV-Technik investiert. Der Personalbestand hat sich nochmals erhöht und liegt jetzt bei 147 Mitarbeitern. Wir verfügen über einen Stab gut ausgebildeter und engagierter Mitarbeiter. Um den diversen Anforderungen des Marktes, der Bankenaufsicht und unserer Kundschaft gerecht zu werden, haben sich unsere Mitarbeiter durch Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen kontinuierlich weitergebildet. Unserem hohen Qualitätsanspruch werden wir auch in der Zukunft durch die Bereitstellung von Mitteln für die Aus- und Fortbildung Rechnung tragen. Insgesamt konnte ein Bilanzgewinn von TEUR 2.801 erzielt werden. Geplant war Anfang des Jahres 2023 ein Bilanzgewinn von TEUR 1.387. Für die Jahre 2024 bis 2026 ergibt sich der Bilanzgewinn aus dem Prognosen- und Chancenbericht. Für die Sutor Bank stellt der Bilanzgewinn den bedeutendsten finanziellen Leistungsindikator dar. Nähere Einzelheiten zum Bilanzgewinn sind den nachfolgenden Ausführungen zu entnehmen. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die nachstehend ausgewählten Kennziffern aus einer nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederten Erfolgsrechnung erläutern die Entwicklung des Jahresergebnisses der Bank: Bank
1) inkl. laufende Erträge gem. Pos. 3 des
Formblattes 3 der RechKredV
Während das Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen ist, mussten wir beim Provisionsergebnis einen leichten Rückgang in Höhe von TEUR 1.201 verzeichnen. Das stark gestiegene Zinsergebnis ist zurückzuführen auf die gestiegenen Zinssätze für Einlagefazilitäten bei der Bundesbank. Der Rückgang des Provisionsergebnisses resultiert insbesondere aus stagnierenden Asset under Management in der Vermögensverwaltung. Durch Neubesetzungen und Wechsel im Mitarbeiterbereich, sowie einer Tariferhöhung in 2023, erhöhten sich die Personalkosten um TEUR 1.981. Andere Verwaltungsaufwendungen blieben konstant. Nach Ansatz des neutralen Ergebnisses und der Belastung aus Ertragsteuern, sowie nach Vorwegzuweisung von TEUR 500 aus dem laufenden Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen, liegt der Bilanzgewinn um TEUR 1.336 über dem des Vorjahres. Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 47.630 auf TEUR 4.220.261. Den überwiegenden Anteil der Bilanzsumme machen weiterhin die Treuhandforderungen/-verbindlichkeiten mit je TEUR 3.773.811 aus. Diese Positionen beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden. Da wir im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Kundeneinlagen aus Kooperationen mit FinTech-Unternehmen zu verzeichnen hatten, investierte die Bank einen höheren Anteil in Overnight-Geld bei der Bundesbank. Dies wiederum führte zu einem Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 59.477. Die Forderungen an Kunden sind mit TEUR 7.717 um TEUR 261 niedriger als im Vorjahr. Die Steigerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultiert zum überwiegenden Teil aus der Kontoführung von Sperrkonten für ausländische Studenten. Um das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der Bank zu stärken, wurde in 2021 eine Namensschuldverschreibung in Höhe von TEUR 10.000 begeben. Diese findet sich in der Bilanzposition "Nachrangige Verbindlichkeiten". Die Verbindung zu unseren Kunden sehen wir nach wie vor als eine unserer Stärken an. Die Vermögens- und Finanzlage sowie die Liquiditätslage der Bank sind geordnet. Es stehen ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Risikobericht Risikomanagementsystem Grundlage unserer Risikosteuerung ist das Risikotragfähigkeitskonzept. Darin werden alle Komponenten unseres Risikodeckungspotenzials sowie alle identifizierten Risiken abgebildet. Die Ziele der Risikostrategie legt die Geschäftsleitung unter Beachtung einer umsichtigen Ausrichtung fest. Ziel ist, eine ausreichende Risikotragfähigkeit selbst bei Kumulierung und gleichzeitigem Eintritt mehrerer Risiken gewährleisten zu können. Die Risikoinventur umfasst die systematische Identifizierung aller Risiken sowie die Einschätzung der Wesentlichkeit unter Berücksichtigung der mit diesen Risiken verbundenen Risikokonzentrationen. Den Schwerpunkt der Risikoinventur bilden die relevanten Hauptrisikoarten sowie die zugehörigen Unterrisiken. Auf Grundlage der für das Geschäftsjahr 2023 durchgeführten Risikoinventur wurden die Hauptrisikopositionen der Sutor Bank überwiegend in den Bereichen der Adressenausfallrisiken sowie der operationellen Risiken angesiedelt. Daneben werden Marktpreisrisiken und Geschäftsrisiken auch als wesentlich eingestuft. Zum Zwecke einer ganzheitlichen Betrachtung sämtlicher Risikoarten wird turnusmäßig eine Risikotragfähigkeitsanalyse durchgeführt, bei der die Risiko- und Verlustpotenziale über alle wesentlichen Risikoarten hinweg zusammengefasst und dem Risikodeckungspotenzial Risikodeckungsmassen gegenübergestellt werden. Die turnusmäßige Analyse und Prüfung der Kapitalausstattung der Bank soll sicherstellen, dass einerseits die Risiken jederzeit hinreichend durch interne Risikodeckungsmasse unter- legt sind und andererseits aufsichtsrechtliche Anforderungen eingehalten werden. Für alle als wesentlich identifizierten Risiken, die im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzepts quantifiziert werden, sind Limite zur wirksamen Begrenzung der Risiken festgelegt. Zusätzlich werden in der Risikotragfähigkeitsrechnung auch ein freiwilliger Managementpuffer zur Abdeckung potenzieller Risikokonzentrationen im Stressszenario vorgehalten. Zum 01.01.2023 wurde das Risikotragfähigkeitskonzept von einem Going-Concern-Ansatz auf ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer normativen und ökonomischen Perspektive umgestellt. Beide neuen Perspektiven ergänzen sich und fließen ineinander über. Die Überwachung der Risikotragfähigkeit und der Angemessenheit der Kapitalausstattung erfolgt in zwei Sichten: in einer normativen und in einer ökonomischen Sicht. Beide sind gleichwertige Steuerungssichten, die jeweils alle wesentlichen Risikoarten einbeziehen. Die normative Sicht der Risikotragfähigkeit umfasst alle regulatorischen sowie aufsichtlichen Anforderungen und dient der Fortführung des Instituts. Relevante Steuerungsgrößen der normativen Perspektive sind die Kernkapitalanforderung, die SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Kapitalpufferanforderung und die Eigenmittelzielkennziffer sowie Anforderungen an die Kapitalstruktur, wie die Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio) und die Großkreditobergrenze. Diese regulatorischen und aufsichtlichen Kennzahlen werden aus dem aufsichtlichen Meldewesen übernommen. Der Fokus der ökonomischen Sichtweise liegt auf einer langfristigen, strategisch ausgerichteten Risikosteuerung und somit letztlich auf dem Schutz der Gläubiger vor Verlusten. Risiken und Risikodeckungspotenzial werden barwertnah ermittelt. Die Risikomessung erfolgt getrennt nach Risikoarten grundsätzlich mit einer Haltedauer von einem Jahr. Als Risikodeckungsmasse steht der von der Geschäftsführung festgelegte Teil des (barwertnahen) Risikodeckungspotenzials der Sutor Bank zur Verfügung. Dieses bildet zugleich den Ausgangspunkt für die Limitierung der Einzelrisiken. Beide Sichtweisen der Risikotragfähigkeit sind in Bezug auf die Risikomessung konservativ, indem bei der Risikoaggregation über die Risikoarten hinweg eine Addition der Risiken stattfindet und keine Diversifikationsannahmen getroffen werden. Im Hinblick auf die künftige Entwicklung der Risiken (Prognosen) sind aufgrund unserer Absicht eines unverändert fortzuführenden Geschäftsmodells keine signifikanten Änderungen zu erwarten. Stresstest Im Rahmen der Überwachung der Risikotragfähigkeit wird außerdem gewährleistet, dass die eingegangenen Risiken der Sutor Bank nicht nur unter "normalen" Marktbedingungen, sondern auch in Stresssituationen verkraftet werden können. Über die Stresstests der einzelnen Risikoarten im Rahmen der Risikotragfähigkeit hinaus führt die Sutor Bank im jährlichen Turnus einen risikoübergreifenden Stresstest auf Gesamtbankebene durch. Ziel des Stresstests ist, die Kapitallageunterlegung und die Ertragslage der Bank auf den Prüfstand zu stellen und die Belastbarkeit der Bank zu testen. In diesem Zusammenhang werden Stressszenarien simuliert, um zu prüfen, inwieweit deren Auswirkungen die Risikotragfähigkeit oder gar die Existenz der Bank gefährden können. Die Simulation von Stresstests soll dem Zweck dienen, mögliche Bedrohungen weit im Vorhinein zu erkennen und präventive Maßnahmen zu identifizieren zur Sicherung oder Wiederherstellung der finanziellen Stabilität der Bank im Fall einer Krise oder Bestandsgefährdung. Im Rahmen der normativen Sicht werden die Auswirkungen des adversen Szenarios auf das Betriebsergebnis / Jahresergebnis, die Gewinnausschüttung, den Gesamtrisikobetrag gemäß CRR, die Eigenmittel sowie die aufsichtlichen Kennzahlen betrachtet. Im adversen Szenario werden zum einen die klassischen Risikofaktoren wie Zinssätze oder Eintrittswahrscheinlichkeiten einbezogen, zum anderen auch die Entwicklung der Bestände, beispielsweise der Provisionserträge oder Liquiditätszuflüsse. Risikocontrolling Funktion Aufgaben unseres Risikocontrollings sind die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller als wesentlich identifizierten Risiken. Das Risikocontrolling, das aufbauorganisatorisch der Marktfolge unterstellt ist, hat die Funktion, die wesentlichen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu überwachen und darüber zu berichten. Vor diesem Hintergrund werden jährlich die strategische Ausrichtung sowie das Geschäftsmodell der Bank auf neue, noch nicht identifizierte Risiken sowie damit verbundene Risikokonzentrationen hin untersucht. Dem Risikocontrolling obliegt die Methodenauswahl, die Überprüfung der Angemessenheit der eingesetzten Methoden und Verfahren sowie die Implementierung und Weiterentwicklung der Risikosteuerungsprozesse. Zusätzlich verantwortet das Risikocontrolling die Umsetzung der aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Anforderungen, die Erstellung der Risikotragfähigkeitsberechnung und die laufende Überwachung der Einhaltung von Risiko-Limiten. Unser Risikocontrolling überwacht fortlaufend Kapitalindikatoren sowie Schlüsselkennzahlen für das Risikomanagement. Es unterstützt die Geschäftsführung in allen risikopolitischen Fragen und ist an der Erstellung und Umsetzung der Risikostrategie maßgeblich beteiligt. Risikoberichtswesen Das Risikoberichtswesen umfasst die regelmäßige Berichterstattung sowohl zum Gesamtbankrisiko als auch für einzelne Risikoarten. Das Risikocontrolling erstattet im vierteljährlichen Turnus Bericht an die Geschäftsleitung über die Risikosituation der Bank. Im Rahmen des Risikoberichtes werden alle als wesentlich identifizierten Risiken der Bank analysiert und beurteilt und die Ergebnisse an die Geschäftsleitung berichtet. Darüber hinaus enthält der Bericht neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung der wesentlichen Risikopositionen. Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken Adressenausfallrisiken Diese Hauptrisikoart beinhaltet eines der größten Risikopotentiale der Bank, allerdings nicht im Zusammenhang mit klassischem Kreditgeschäft (Kundengeschäft oder Eigengeschäft), sondern im Hinblick auf Mindestgarantieverpflichtungen aus unseren verwalteten Riester-Verträgen. Diese Garantie bezieht sich auf den Erhalt eingezahlter Beiträge sowie staatlicher Zulagen und kann nur an einem bestimmten, festgehaltenen Tag in Anspruch genommen werden. Die Einzahlungen der Kunden werden im Rahmen eines Vermögensverwaltungsmandats in Publikumsfonds (OGAW) investiert. Die Steuerung des Risikos erfolgt durch aktives Portfoliomanagement mittels eines marktüblichen technischen Verfahrens (CPPI-Modell). Die Risikobudgets werden durch die Abdiskontierung der Garantieverpflichtung mit einer risikolosen Zinsstrukturkurve quantifiziert. Bei der Ermittlung des Risikopotenzials aus Mindestwertzusagen werden Zinsschocks und Aktienpreisschocks berücksichtigt, die zum einen die Barwerte der Garantieverpflichtungen und zum anderen das verwaltete Vermögen beeinflussen. Forderungen gegenüber anderen Kreditinstituten sind nur mit sehr geringem Umfang in Form von Kontrahentenrisiken vorhanden. Die Forderungen bestehen überwiegend in Form von Guthaben bei der Zentralbank. Operationelle Risiken Das operationelle Risiko ist die Gefahr eines Verlustes, der infolge eines Mangels oder des Versagens von internen Prozessen, Mitarbeitern, Technologien oder infolge externer Ereignisse eintritt. Es gliedert sich in zahlreiche Ausprägungen. Eine wesentliche Komponente der operationellen Risiken betrifft die Funktionalität und Sicherheit unserer IT-Systeme. Durch Regelungen und Vorsorgen in verschiedenen technischen Bereichen wird diesem Arbeitsbereich Rechnung getragen. Neben einer ständigen technischen Weiterentwicklung und Marktbeobachtungen haben wir ein Firewall-Konzept gegen Viren und Ausspähversuche von außen sowie Backup-Systeme, die eine ununterbrochene Geschäftsdurchführung bei Systemausfällen gewährleisten. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen durch Cyber-Kriminalität für Banken entwickeln wir die bestehenden Verfahren kontinuierlich weiter, um die Sicherheit für unser Haus zu gewährleisten und auf dem neuesten Stand der Technik im Sinne der BAIT zu bleiben. Alle unter dieser Hauptrisikoart identifizierten Subrisiken der Bank wurden als wesentlich eingestuft. Die Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgt mittels einer Prognostizierung von Verlusten aus operationellen Risiken, die im Sinne eines Konservativen per Addition aggregiert werden. Zur Messung operationeller Risiken kommt bei der Sutor Bank ein Modell zum Einsatz, welches einen trimodalen Ansatz zur Bestimmung des Risikopotenzials verfolgt. Das Modell unterliegt einer sorgfältigen Pflege und wird regelmäßig auf Angemessenheit überprüft und justiert. Operationelle Risiken werden hauptsächlich gesteuert durch interne Richtlinien, die Festlegung von Zuständigkeiten, die Installation des Vier-Augen-Prinzips sowie eines wirksamen internen Kontrollsystems für sämtliche Kernbankprozesse. Das Kontrollsystem und die eingerichteten Notfallpläne werden laufend den aktuellen Erfordernissen angepasst. Darüber hinaus sind Restrisiken in Teilen durch Versicherungen gedeckt. Entsprechend den aufsichtsrechtlichen Anforderungen überwacht die Interne Revision in direkter Verantwortung der Geschäftsführung alle organisatorischen Regelungen und ihre Wirksamkeit zur Steuerung der Risiken. Im laufenden Geschäftsjahr hat die Bank ein Projekt in Verbindung mit dem internen Kontrollsystem aufgesetzt. Das Ziel des Projektes ist es das bestehende IKS der Bank durch den technologischen Wandel zu modernisieren. Der noch in der Entwicklung befindliche Ausbau des IKS stellt eine nennenswerte Aufwertung für die Risikosteuerung operationeller Risiken dar. Im IKS werden alle Abläufe und Prozesse auf ihre Schadenshöhen und ihre Verlusthäufigkeit hin untersucht, woraus schlussendlich das Risikopotenzial ermittelt wird. Die Erfassung von Prozessen und Kontrollen in einer Datenbank dient wiederum als Grundlage für eine Analyse, ob risikoreduzierende Maßnahmen vorhanden, erforderlich und ausreichend sind. Die Steuerung der operationellen Risiken umfasst folgende wesentliche Elemente:
Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko wird definiert als Gefahr von Verlusten, welche sich aus der Veränderung von unterschiedlichen Marktgrößen ergeben (wie z.B. dem Zinsniveau). Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt entsprechend der festgelegten Gesamtbankstrategie. Zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen für das Marktrisiko verwenden wir die aufsichtsrechtlichen bzw. rechnungslegungstechnischen Standardverfahren. Eigene interne Modelle i.S.v. Art. 363 CRR kommen nicht zur Anwendung. Zinsänderungsrisiken Das Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr einer negativen Entwicklung des Zinsbuchbarwertes, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve sowie deren Volatilität ergibt. Darüber hinaus wird die Gefahr einer unerwarteten Rückstellungsbildung bzw. - erhöhung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 berücksichtigt. Betrachtet werden in diesem Zusammenhang alle zinstragenden Positionen. Die barwertigen Auswirkungen der aufsichtsrechtlichen Zinsszenarien (IRRBB) werden quartalsweise berechnet und im Risikotragfähigkeitskonzept berücksichtigt. Der Risikomanagementprozess für Zinsänderungsrisiken umfasst folgende wesentliche Elemente:
Liquiditätsrisiko Das Zahlungsunfähigkeits- und Refinanzierungsrisiko ist das Risiko, dass die Bank ihren Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht nachkommen kann oder am Markt zu angemessenen Konditionen Refinanzierungsmittel aufnehmen muss. Ebenso fällt unter diese Risikoart das Marktliquiditätsrisiko, d. h. das Risiko, dass Assets aufgrund einer zu geringen Marktliquidität zu einem geringeren als dem erwarteten Preis oder gar nicht verkauft werden können. Die Bank nimmt eine Öffnungsklausel in den MaRisk in Anspruch und definiert die Liquiditätsrisiken weiterhin als nicht wesentlich. Als Begründung werden hier das Geschäftsmodell und die Gesellschafterstruktur angeführt. Eine Anrechnung auf das Risikodeckungspotential findet somit nicht statt. Selbstverständlich ist aber sichergestellt, dass unsere Liquiditätsrisiken angemessen in unsere Risikosteuerungs- und Controllingprozesse einbezogen sind. Die Liquiditätsrisiken werden täglich überwacht. Die Liquiditätskennziffer LCR (Liquidity Coverage Ratio) lag mit 1.116,55% (Vorjahr: 1.255,92%) deutlich über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote. Sonstige Risiken Unter den "Sonstigen Risiken" fasst die Sutor Bank alle Risiken zusammen, die den anderen Risikoarten nicht zugeordnet werden können. Die unter diese Kategorie fallenden Geschäfts- und Strategierisiken werden als wesentlich bewertet. Der Risikomanagementprozess für Geschäfts- und Strategierisiken umfasst folgende wesentliche Elemente:
Zusammenfassung und Gesamtbeurteilung der Risikolage Die Sutor Bank verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Durch das Risikomanagement und -controlling der Bank können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Normative Risikotragfähigkeit Die ausgewiesene harte Kernkapitalquote lag per 31.12.2023 bei 11,5%. Die Gesamtkapital- und Kernkapitalquoten gem. CRR betrugen zum Jahresende 2023 27,3% bzw. 26,1%. Die Gesamtkapitalquote lag sowohl zum Stichtag, wie auch im gesamten Geschäftsjahr, über der aufsichtlich vorgegebenen Eigenmittelanforderungen von 14,2%. Die normative Risikotragfähigkeit im mehrjährigen Betrachtungshorizont wurde sowohl im Basisszenario sowie in adversen Szenarien eingehalten. Alle weiteren relevanten Kennzahlen der normativen Sicht waren eingehalten.
Ökonomische Risikotragfähigkeit Das ökonomische Gesamtbanklimit für alle Risikoarten per 31.12.2023 betrug TEUR 8.000 und wurde im Normalszenario zu 55,85 % ausgenutzt. Die Limitauslastung der einzelnen Risikoarten stellt sich wie folgt dar:
Das Risikopotenzial der einzelnen Risiken bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr innerhalb des vorgegebenen Limitsystems. Zum Jahresende 2023 bestanden keine Risiken, die über die installierten Einzellimite für die Hauptrisikoarten hinausgingen. Die ökonomische Risikotragfähigkeit wurde somit eingehalten. Die durchgeführten Stresstests zeigen, dass auch außergewöhnliche Ereignisse durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt werden können. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken sind nicht erkennbar. Im Rahmen der Überwachung der Risikotragfähigkeit wird außerdem gewährleistet, dass die eingegangenen Risiken der Sutor Bank nicht nur unter "normalen" Marktbedingungen, sondern auch in Stresssituationen verkraftet werden können. Risiken im Hinblick auf die künftige Entwicklung bestehen im Zusammenhang mit der Höhe der Garantieverpflichtungen für das Riesterportfolio sowie im Zusammenhang mit der Entwicklung des Zinsniveaus und dessen Auswirkung auf die Ertragslage der Bank. Die Risikotragfähigkeit war und ist in der normativen wie auch ökonomischen Sicht gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr sind keine besonderen Maßnahmen zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit ergriffen werden. Marktausblick Im kommenden Jahr werden gem. OECD Economic Outlook die Hauptbelastungsfaktoren für die Weltwirtschaft eine weiterhin anhaltende Inflation, mäßige Wachstumsprognosen, geopolitische Spannungen und volatile, störanfällige Märkte sein. 1 Global geht die Inflation zwar überwiegend leicht zurück, behält aber weiterhin ihre Auswirkungen bei. Obwohl kein weiterer Anstieg des Leitzinses erwartet wird und die Gesamtinflation sinkt, bleibt die Kerninflation in den Industriestaaten weiterhin hoch. Die Europäische Zentralbank sieht eine zeitnahe Senkung des Leitzinses erst mit einem deutlichen und nachhaltigen Rückgang der Inflation im Euroraum. Im längerfristigen Ausblick wird eine schrittweise Normalisierung der Inflationsrate erwartet bzw. ein stetiger, langsamer Rückgang von Gesamt- sowie Basisinflation. Obwohl die globale Wirtschaftskraft unter den adversen Einflüssen der Vergangenheit verhältnismäßig widerstandsfähig blieb, sind die weiteren Aussichten mäßig. Das globale Wirtschaftswachstum ist eher wieder leicht rückläufig bzw. verbleibt auf geringem Niveau, mit international sehr unterschiedlichen Wachstumsraten. Besonders in Europa wurden die Wachstumsraten der Vergangenheit beeinträchtigt durch den Ukraine Krieg, volatile, unkalkulierbare Energiepreise und eine sprunghafte Verteuerung. In vielen europäischen Ländern verlangsamt sich das Wirtschaftswachstum mit stagnierendem Bruttoinlandsprodukt. Die Kombination aus ungünstigen finanziellen Bedingungen und anhaltenden politischen Unsicherheiten verheißt für 2024 einen leichten Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums oder zumindest weitere Stagnation. Bruttoinlandsprodukte werden auch in 2024 eher ernüchternd ausfallen. Mittelfristig lassen in Europa sinkende Inflation, Entspannung in der Geldpolitik und ein Wiederanstieg der Bruttoinlandsprodukte auf bessere Zeiten hoffen, jedoch werden Wachstumsraten sich auch weiterhin auf niedrigem Niveau bewegen. Unter den gegenwärtigen Marktbedingungen leiden Unternehmen unter erhöhter Schuldenlast, geringerer Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten sowie schwachen Umsätzen als Folge rückläufiger Konsumentennachfrage und dementsprechend geringeren Gewinnspannen. Verteuerte Handelsfinanzierungen, höhere Zinssätze für Kredite und verschärfte Bonitätsanforderungen stellen zusätzliche Barrieren dar und dämpfen die wirtschaftliche Aktivität. Geschäftsinvestitionen werden bis auf weiteres stagnieren. Der globale Handel schwächelt unter dem Einfluss von zyklischen, aber auch zunehmend strukturellen Faktoren wie Handelsprotektionismus und Abschottungspolitik. Auch die Zukunftsaussichten für den Welthandel bleiben mäßig, da Ungewissheitsfaktoren wie Terrorismus in Israel, Störanfälligkeit bedeutender Handelsrouten (z.B. Suez-Kanal), Störungen der Energieversorgung und unbeständige Gaspreise zu einer anhaltend hohen Inflation beitragen und signifikante Risiken darstellen. Zusätzlich erschweren protektionistische Tendenzen und Handelsrestriktionen die Intensität des globalen Handels. Eine kurzfristige, schnelle Erholung des Welthandels ist nicht zu erwarten. Mit etwas mehr Geduld ist mittelfristig von einem schrittweisen Aufschwung des globalen Handels auszugehen.
1
https://www.oecd-ilibrary.org/economics/oecd-economic-outlook/volume-2023/issue-2_7a5f73ce-en
Der finanzielle Druck auf nationale Staatshaushalte steigt unter Belastungsfaktoren wie hohen Zinsen, dem demographischen Wandel, dem Übergang zu nachhaltiger Energieversorgung bzw. dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, die hohe Investitionen erforderlich machen. Die Belastung der Haushaltskassen durch Schuldendienst, eine überalterte Bevölkerungsstruktur, die Folgen des Klimawandels und erhöhte Verteidigungsausgaben ist beträchtlich gestiegen. Erfreulicherweise sind die Arbeitslosenquoten auf einem historischen Tiefpunkt. Erste Anzeichen wie rückläufige Vakanzen, geringere Fluktuation sowie die stellenweise erfolgreiche Integration von Einwanderern in den Arbeitsmarkt lassen mittelfristig auf eine Erholung des Fachkräftemangels hoffen. Die Beschäftigungsquote in Europa wird bis auf weiteres sehr hoch bleiben, Arbeitslosigkeit dagegen weiterhin gering. Die Folgen der Zinswende kommen nun spürbar zum Tragen. Der Zinsanstieg hat den Immobilienmarkt nahezu zum Stillstand gebracht. Die Auswirkungen der Leitzinserhöhung für Unternehmen und private Haushalte ließen nicht lange auf sich warten und materialisieren sich nun in Form von deutlich reduzierter Kreditvergabe und Kreditnachfrage sowie höherer Zinslast. Prognose- und Chancenbericht Ereignisse, wie z.B. aufsichtsrechtliche Veränderungen, Weggang von ertragbringenden Kooperationspartnern, das Zinsänderungsrisiko oder die schleppende Anwerbung von Personal können die Geschäftsfelder der Sutor Bank in 2024 und 2025 belasten. Im Individualkundenbereich mit seinem Privat- und Stiftungskontor ist es durch den Weggang des gesamten Beraterteams zu einer deutlichen Reduzierung in der Anzahl der Kunden und des Volumens gekommen. Für die nächsten zwei Jahre rechnen wir mit einer Zunahme der Kunden und des Volumens. Dies sollte auch für das Stiftungskontor gelten, wobei hier die positiven Zinsen die Vermögensanlage beflügeln sollte. Wir erhoffen uns neue Stiftungen für die Vermögensanlage. Mit der Abgabe der administrativen Verwaltung an fremde Dritte tun sich die Stiftungsvorstände oft schwer, sodass wir hier einen moderaten Zuwachs erwarten. Eine Nettozunahme der verwalteten Verträge im Mengengeschäft ist eingetreten. Dies konnte u.a. erreicht werden, weil sich die Kooperation mit einem Online Vermögensverwalter positiv entwickelt hat. Die Anzahl der Neuabschlüsse hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls erhöht. Für 2024 und 2025 erwarten wir einen leichten Zuwachs bei den Neuabschlüssen und einen moderaten Rückgang bei den Kündigungen. Die Anbindung weiterer Vertriebspartner, insbesondere aus dem FinTech-Sektor, sollte den erhofften moderaten Zuwachs generieren. Unser strategisches Ziel im Fintech-Bereich ist die aktive Vermarktung unserer Dienstleistungen "Banking-as-a-Service", "Krypto-as-a-Service" und "Investment-as-a-Service". Dies soll mittels einer Kooperation mit einem anderen Bankhaus umgesetzt werden. Unser Ziel ist es, in den nächsten zwei Jahren weitere Partnerschaften mit Unternehmen aus dem Fintech-Bereich zu knüpfen, um weitere Produktinnovationen am Markt und gleichzeitig die Sutor Bank als eine der ersten Adressen bei Startups zu etablieren. Als Grundvoraussetzung bleibt - wie in den Vorjahren - die Hebung der Bekanntheit der Bank. Hier wird uns die Content-Marketing Strategie, die Zusammenarbeit mit einer PR-Agentur, der Fokus auf "Next Finance" Dienstleistungen und die zahlreichen Auszeichnungen, wozu die bereits zum fünfzehnten Mal in Folge ausgezeichnete Vermögensverwaltung zählt, beflügeln. Wir bieten auf unserer Unternehmenswebsite und in unserem Newsletter nützliche Informationen, weiterbringendes Wissen oder auch Unterhaltung. Der beabsichtigten Übernahme der Gesellschaftsanteile durch die britische BCB Group haben wir im Sommer 2023 eine Absage erteilt. Die strategischen Ziele beider Häuser passten nicht mehr zusammen. Die Bank will aber weiter an einer Zusammenarbeit mit einem Investor festhalten, um vor allen Dingen die Kapitalbasis zu stärken und um weitere bilanzwirksame Kooperationen zu ermöglichen. Im Mengengeschäft haben sich die Erträge aus den Ausgabeaufschlägen weitestgehend konstant gehalten, hiermit wird auch zukünftig gerechnet. Vertriebsfolgeprovisionen und sonstige Verwaltungsgebührenerträge haben sich reduziert. Die Erträge werden durch eine höhere Beteiligung der Vertriebspartner weiter sinken und können nur durch Neuakquisitionen kompensiert werden. Die Kontoführungs- und Depotgebühren sollten sich in 2024 und 2025 relativ konstant zeigen. Das Business Development mit seinen bereits bestehenden und neuen Kooperationen im Fin-Tech-Bereich trägt deutlich zum Umsatz der Bank bei. Für 2024 und 2025 rechnen wir durch Geschäftsausweitung auf neue als auch bestehende Kooperationen mit einer weiteren Steigerung der Provisionserträge, weshalb wir uns personell aber auch technisch auf die Gegebenheiten anpassen werden. Durch die Aufkündigung eines Kooperationspartners im FinTech-Bereich wird sich unsere Bilanzsumme in 2024 deutlich reduzieren. Unsere Sparvertragsverwaltungssoftware und unsere Wertpapieranwendung für den vermögenden Individualkunden müssen sich einer grundsätzlichen Neukonzeption bzw. Modernisierung unterziehen. Des Weiteren werden Maßnahmen ergriffen, um die auf unser Haus zukommenden regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können. Für alle Themen haben wir in den kommenden Jahren entsprechende Investitionen vorgesehen. Die Bank sollte hierdurch das gute Ergebnis aus 2023 in den Folgejahren bestätigen bzw. sogar steigern können. Infolgedessen sollte der Bilanzgewinn in den nächsten zwei Jahren in ähnlicher Höhe wie in 2023 ausfallen. Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Diese Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Unsere Gesellschaft ist der Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen. Für 2023 gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unser Dank. Sie haben den Geschäftsbetrieb durch ihre Leistungsbereitschaft und ihr stetiges Engagement gesichert. Ihr unermüdlicher Einsatz hat die Bank bisher unbeschadet durch alle Krisen und Verwerfungen geführt. Sie haben Beachtliches geleistet.
Hamburg, den 28. Juni 2024 Robert Freitag Thomas Meier Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023der Sutor Bank GmbHAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Angaben zur Identifikation der Bank (gem. § 264 Abs. 1a HGB) Firma: Sutor Bank GmbH Sitz: Hermannstr. 46, 20095 Hamburg Handelsregister: Amtsgericht Hamburg, HRB 178357 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt. Die Barreserve ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit den Nennwerten, vermindert um die erforderlichen Wertberichtigungen, angesetzt. Die Forderungen an Kunden sind zum Nennwert ausgewiesen. Für latente Risiken im Forderungsbestand werden Pauschalwertberichtigungen gemäß den Vorgaben des IDW RS BFA 7 gebildet. Im Rahmen der BFA 7-Erstanwendung haben sich die Pauschalwertberichtigungen um T€ 25 auf insgesamt T€ 120 erhöht. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten sind mit den Nennwerten angesetzt worden. Die Sachanlagen und immateriellen Anlagewerte sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in Sammelposten aktiviert und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Bank hat Geringwertige Wirtschaftsgüter im Zugangsjahr 2023 mit einem Anschaffungswert bis zu € 800,00 netto in voller Höhe abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr 2023 angeschafften immateriellen Anlagewerte werden über eine Nutzungsdauer von 1 Jahr linear abgeschrieben. Grundlage dafür ist das entsprechende BMF Rundschreiben vom 26.02.2021. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit Nennwerten bzw. mit Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Rückstellungen sind mit ihrem in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags ausgewiesen. Nachrangige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag zuzüglich anteiliger Zinsen ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit den Referenzkursen der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag und unter Berücksichtigung des § 340h i.V.m. § 256a HGB bewertet. Aufwendungen und Erträge sind entsprechend ihrem Verursachungs- und Entstehungszeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben abgegrenzt, die nach dem Abschlussstichtag Aufwand darstellen, bzw. Einnahmen die nach dem Abschlussstichtag Ertrag darstellen. Zum Bilanzstichtag wurde gemäß IDW RS BFA 3 auf Basis einer periodischen (GuV-orientierten) Betrachtungsweise unter Berücksichtigung von voraussichtlich noch anfallenden Risiko- und Verwaltungskosten nachgewiesen, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss besteht. Somit war die Bildung einer Rückstellung nach §340a i.V.m. §249 HGB nicht erforderlich. Eventualverbindlichkeiten und Andere Verpflichtungen wurden zu Nennwerten ausgewiesen. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die im Posten Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen Gelder sind täglich fällig. Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 7.717 haben folgende Restlaufzeiten: täglich fällig: T€ 5.351 (Vorjahr T€ 4.871) bis drei Monate: T€ 0 (Vorjahr T€ 0) mehr als drei Monate bis ein Jahr: T€ 2.145 (Vorjahr T€ 2.867) mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: T€ 221 (Vorjahr T€ 241). Es gab keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit. Die in der Jahresbilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind börsenfähig und börsennotiert. Von den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren entfallen T€ 7 auf börsennotierte und T€ 426 auf nicht börsennotierte Wertpapiere. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind nicht börsenfähig. Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden keine im Jahr 2024 fällig. Die Bank hält folgende Anteile an verbundenen Unternehmen (§ 285 Nr. 11 HGB):
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von jeweils T€ 3.773.811 bestehen vollständig aus Treuhandkrediten. Sie beinhalten treuhänderisch erhaltene Kundengelder, die bei anderen Banken als Tages- oder Termingelder angelegt wurden. Der Posten Sachanlagen enthält ausschließlich die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach § 34 Abs. 3 RechKredV i. V. m. § 284 Abs. 3 HGB stellt sich wie folgt dar:
Die in der Jahresbilanz der Bank ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Provisionsforderungen (T€ 1.067), Depotgebühren (T€ 1.278) und Vermögensverwaltungsgebühren (T€ 221). Es sind jeweils Vermögenswerte in Höhe von T€ 768 und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 315 ausgewiesen, die auf fremde Währung lauten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind täglich fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 29 (Vorjahr T€ 28) gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von T€ 493 (Vorjahr T€ 676) gegenüber Gesellschaftern enthalten. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.865), Vermittlerprovisionen (T€ 821) und Zinszahlungen (T€ 604) ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.816 haben folgende Restlaufzeiten: bis drei Monate: T€ 4.816 (Vorjahr T€ 7.566) mehr als drei Monate bis ein Jahr: T€ 0 (Vorjahr T€ 0) mehr als ein Jahr bis fünf Jahre: T€ 0 (Vorjahr T€ 0). Der Rückstellungsspiegel für andere Rückstellungen stellt sich wie folgt dar (in T€):
Von den anderen Rückstellungen entfällt der wesentliche Betrag auf Rückstellungen für Rückzahlungen von Ausgabeaufschlägen (T€ 807), die mit dem dafür veröffentlichten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst wurden. Pauschal- bzw. Sammelrückstellungen wurden nicht gebildet. Für die im Geschäftsjahr 2020 aufgenommene nachrangige Verbindlichkeit von T€ 600 sind Zinsen in Höhe von T€ 4 abgrenzt und unter nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die Nachrangige Verbindlichkeit wird mit 6% p.a. verzinst und ist am 17.11.2030 fällig. Die Bedingungen entsprechen Artikel 63 CRR. Ein vorzeitiger Rückzahlungsanspruch besteht nicht. Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Namensschuldverschreibung in Form von einer Tier-1-Anleihe ("AT1-Anleihe") mit Wandlungsfunktion zum harten Kernkapital in Höhe von 10 Mio. Euro begeben. Die Mittelaufnahme überstieg 10% der bisherigen gesamten nachrangigen Verbindlichkeiten. Gläubiger ist die BCB Group Holdings Limited. Die Namensschuldverschreibung wird mit 7,5% p.a. verzinst und wird unter nachrangigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die AT1-Anleihe stellt eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der Sutor Bank dar. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Sutor Bank entweder von der Aufsicht verpflichtet werden kann oder die alleinige Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihe hat kein Fälligkeitsdatum. Sie kann von der Sutor Bank ab dem 01.07.2027 unter vorheriger Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde gekündigt werden. Des Weiteren kann sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig durch die Sutor Bank gekündigt werden. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihe kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die harte Kernkapitalquote (CET1-Quote) unter 7,87% oder dem höheren Prozentsatz, der sich unter Berücksichtigung der anwendbaren Vorschriften aus der Summe der harten Kernkapitalquote zzgl. sämtlicher für die Sutor Bank geltenden Kapitalpuffer ergibt (Mindest-CET1-Quote) oder das harte Kernkapital der Höhe nach unter die Mindestanforderung von EUR 5,0 Mio. fällt. Die Anleihe kann nach Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen wieder zugeschrieben werden. Im Berichtsjahr erfolgte eine Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 500 aus den Gewinnen des laufenden Geschäftsjahres unter Vorbehalt der Zustimmung der BaFin gemäß § 26 Abs. 2 CRR. Die BaFin hat mit Datum vom 1. Dezember 2023 die Erlaubnis zur Anrechnung der Zwischengewinne bei der Ermittlung des harten Kernkapitals der Sutor Bank GmbH gemäß § 26 Abs. 2 CRR erteilt. Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Erfüllungs- und Mietbürgschaften. In der Vergangenheit wurde die Bank aus den von ihr herausgelegten Bürgschaften nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer zukünftigen Inanspruchnahme wird als gering eingestuft aufgrund der Entwicklung in der Vergangenheit. Das stark gestiegene Zinsergebnis ist auf die positive Zinsentwicklung am Kapitalmarkt und den damit verbundenen Zinserträgen aus der Liquiditätsanlage zurückzuführen. Ein wesentlicher Teil der Provisionserträge resultiert aus der Vermittlung von Investmentanteilen an Kunden, aus der Treuhandverwaltung, aus der Kontoführung von Sperrkonten für ausländische Studenten sowie aus der Vermögensverwaltung. Unter den Provisionserträgen ist ein Rückgang aus der Vermögensverwaltung zu verzeichnen. Dieser resultiert aus den Liquiditätsabflüssen der Assets under Management. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden unter anderem Erträge aus den Bereichen der Kontoverwaltung für Dritte, dem Sutor Stiftungskontor und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen ausgewiesen. In Verbindung mit der gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern erhöhten sich die Personalaufwendungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfielen ausschließlich auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist neben der Gewerbesteuer auch die Körperschaftsteuer und der Solidaritätszuschlag zu entrichten. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 130 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung, ohne Auszubildende) in der Bank beschäftigt. Diese teilen sich wie folgt auf:
Für den Abschlussprüfer sind folgende Honorare im Geschäftsjahr als Aufwand erfasst:
Finanzielle Verpflichtungen Aus Mietverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von T€ 1.656, von denen T€ 584 innerhalb des Jahres 2024 fällig sind. Angaben zu Anteilen an Sondervermögen (§ 285 Nr. 26 HGB): Die Gesellschaft verfügt nicht über mehr als 10% der Anteile an inländischen Investmentvermögen gemäß § 285 Nr. 26 HGB. Auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses gem. § 340i HGB in Verbindung mit § 290 Abs. 1 und 2 HGB wird gemäß § 296 Abs. 2 HGB verzichtet, da das Tochterunternehmen für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen getätigt (§ 285 Nr. 21 HGB). Herr Thomas Meier hat das Mandat als Mitglied im Aufsichtsrat der Backbone Technology AG zum 31.08.2023 aufgegeben. Seit dem 07.12.2022 sind Herr Thomas Meier und Herr Robert Freitag die Geschäftsführer der Sutor Bank GmbH. Herr Meier ist zudem geschäftsführender Gesellschafter der Meier Beteiligungs GmbH und Herr Freitag ist geschäftsführender Gesellschafter der Zweite Sutor Beteiligungs GmbH. Die Bank plant eine Ausschüttung, ggfs. eine Teilausschüttung, des Bilanzgewinns an die Gesellschafter. Nachtragsbericht: Vorgänge von besonderer Bedeutung waren nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 nicht zu verzeichnen. Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Eigenmittel werden kontinuierlich reflektiert. In 2016 wurde ein Prüfungsausschuss gebildet. Dieser befasst sich unter anderem mit Fragen der Rechnungslegung und der Auswahl des Abschlussprüfers. Die Gesamtvergütungen für das Jahr 2023 betrugen T€ 3,5 (Vorjahr T€ 3,5). Der Prüfungsausschuss besteht aus folgenden Mitgliedern: Herr Michael Wulff, Pensionär, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Frau Kerstin Michaelis, Bankfachwirtin Herr Rüdiger Kreutz, Steuerberater. Die Geschäftsführung des Kreditinstituts erfolgt durch
sowie
Hamburg, den 28. Juni 2024 Robert Freitag Thomas Meier Anlage zum Jahresabschluss i.S.d. § 26a Abs. 1 Satz 2-4 KWG der Sutor Bank GmbH, Hamburg zum 31.12.2023 Die Sutor Bank GmbH mit Sitz in Hamburg hat keine Niederlassungen und ist ausschließlich bankgeschäftlich tätig. Sämtliche im Jahresabschluss dargestellten Angaben beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland. Die Bank definiert den Umsatz aus dem Vertragsbestand. Er stellt sich für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Am Jahresende 2023 hatte die Sutor Bank GmbH 139 (Vj. 125) Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einschließlich Geschäftsführer und Auszubildenden bzw. Praktikanten, in Vollzeitäquivalenten sind das 127 (Vj. 113). Im Jahr 2023 hat die Bank einen Gewinn vor Steuern in Höhe von TEUR 5.359 (Vj. TEUR 2.001) erwirtschaftet und Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.881 (Vj. TEUR 536) gezahlt. Die Sutor Bank GmbH hat im Jahr 2023 und im Vorjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 0,08%. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sutor Bank GmbH, Hamburg, VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Sutor Bank GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sutor Bank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren die Provisionserträge als wesentliche Ertragsquellen der Bank (Umsatzrealisierung) am bedeutsamsten in unserer Prüfung. Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: a) Sachverhalt und Problemstellung Die Provisionserträge sind als Hauptertragstreiber die wesentliche Ertragsquelle der Bank. Die Vielzahl der Kooperationen erfordert eine gut strukturierte Aufbau- und Ablauforganisation mit angemessenen Prozessabläufen und Kontrollen, um die Provisionserträge in voller Höhe und im Hinblick auf ihre Genauigkeit angemessen zu erfassen. Aus der Einrichtung bzw. Neugestaltung von Prozessen insbesondere im Bereich der Kooperationen des Geschäftsbereichs "Business Development" mit Unternehmen der Finanztechnologie (FinTech) ergibt sich ein höheres Risiko im Hinblick auf die vollständige und angemessene Ermittlung von Provisionserträgen. Es können Risiken in der Rechnungslegung in Bezug auf die Umsatzrealisierung bestehen. Für die geschäftsführenden Gesellschafter ist das Jahresergebnis und damit korrespondierend die bedeutendste Ertragsgröße eine wichtige Steuerungsgröße. Der Provisionsertrag beträgt im Berichtsjahr TEUR 32.555 (Vorjahr TEUR 33.342). Aufgrund der Wesentlichkeit für den Jahresabschluss als Ganzes sowie der Vielschichtigkeit der Generierung von Provisionserträgen über diverse Vermittler und Kooperationspartner haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt eingestuft. b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir die Prozesse und Kontrollen im Zusammenhang mit der Ermittlung von Provisionserträgen identifiziert und aufgenommen. Im Rahmen unserer Prozessaufnahme haben wir die Effektivität und Funktionsfähigkeit der identifizierten internen Kontrollen gewürdigt. Aufbauend auf den gewonnenen Erkenntnissen haben wir zum Bilanzstichtag die erfassten Provisionserträge des Geschäftsjahres anhand von substanziellen Prüfungshandlungen (erweiterte Stichprobenprüfung) und ergänzend analytischen Prüfungshandlungen beurteilt. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen ergeben. c) Verweis auf weitere Informationen Die Angaben der Bank zu den Provisionserträgen sind im Anhang im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung" sowie im Lagebericht im Abschnitt "Geschäftliche Entwicklung", "Lage der Gesellschaft" sowie "Prognose- und Chancenbericht" enthalten. Verantwortung der Geschäftsleiter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Gesellschafter und der Prüfungsausschuss sind verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Gesellschafterversammlung als Abschlussprüfer gewählt und am 26. Juli 2023 von der Geschäftsführung beauftragt. Wir wurden seit dem Geschäftsjahr 2017 erstmals als Abschlussprüfer der Sutor Bank GmbH tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistung, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht des geprüften Unternehmens angegeben wurde, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Sandra Köhler.
Frankfurt am Main, den 30. Juni 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dr. Stefan Fischer, Wirtschaftsprüfer Sandra Köhler, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
99 nahegelegene Organisationen
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Herstellung von Schuhen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Unternehmensberatung
Allgemeine Gebäudereinigung
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Großhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln a. n. g.
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Sonstige Verwaltung und Führung von Unternehmen und Betrieben
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Anstrichmitteln
Bauträger für Wohngebäude
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Großhandel mit Anstrichmitteln
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-Metallhalbzeug
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Einzelhandel mit Büchern
Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Praxen von Wirtschaftsprüferinnen und -prüfern, vereidigten Buchprüferinnen und -prüfern, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Buchprüfungsgesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Musikverlage
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Herstellung von Sportgeräten
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Beteiligungsgesellschaften
Berufliche Erwachsenenbildung
Großhandel mit Blumen und Pflanzen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Verlegen von Zeitschriften
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Verbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Einzelhandel mit Wohnmöbeln
Public-Relations-Beratung
Großhandel mit Uhren und Schmuck
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Anstrichmitteln
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen