Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 92210
Eingetragen
3.12.2004
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenBetrieb von Flughäfen und Landeplätzen für LuftfahrzeugeErbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Luftfahrt a. n. g.
Gegenstand
Die Erbringung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Transport und der Bereitstellung von Flugtreibstoffen an Verkehrsflughäfen. In Verbindung damit gehört es auch zu den Aufgaben der Gesellschaft, Flugtreibstoff zu beschaffen und zu vertreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Hannes Keiblinger
seit 22.7.2025
Prokura
Geschäftsführer
Simon Berkemeier
seit 2.4.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lufthansa Commercial Holding Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
5.000.050 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DLH Fuel Company mbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

DLH Fuel Company mbH, Hamburg

Der vorliegende Lagebericht wurde in Übereinstimmung mit § 289 HGB sowie den Regelungen nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20, welcher im Rahmen konkretisierender gesetzlicher Vorschriften die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung wiedergibt, erstellt.

1) Grundlagen der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft ist die Erbringung von Leistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Transport und der Bereitstellung von Flugtreibstoffen an Verkehrsflughäfen. In Verbindung damit gehört es auch zu den Aufgaben der Gesellschaft, Flugtreibstoff zu beschaffen und zu vertreiben. Weiterhin ist die Gesellschaft berechtigt, Zweigniederlassungen zu gründen und sich an anderen Unternehmen zu beteiligen.

Steuerungssystem

Die Gesellschaft nutzt verschiedene Kennzahlen zur Steuerung ihrer Leistung im Hinblick auf ihre obersten Unternehmensziele. Dabei stehen die Beteiligungserträge sowie die verkauften Mengen von Kerosin im Fokus.

2) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die globale Luftfahrtindustrie verzeichnete im Jahr 2023 deutliche Anstiege im Passagierverkehr und konnte ihren Absatz somit steigern. Vor allem die steigende Nachfrage nach Flugreisen, insbesondere zu touristischen Urlaubsdestinationen, führte zu einem weiteren Ausbau der Kapazitäten im globalen Passagierverkehr.

Im Vorjahr war die Entwicklung zu Jahresbeginn noch durch die Auswirkungen der Omikron-Variante des Corona-Virus und im Sommer durch die temporäre Überlastung des Luftfahrtsystems beeinflusst. Letzteres wirkte sich auch auf die Entwicklung im Berichtsjahr aus, wenn auch in geringerem Ausmaß.

Insgesamt stieg der weltweite Absatz (verkaufte Passagierkilometer) im Berichtsjahr gemäß Berechnungen der International Air Transport Association (IATA) gegenüber Vorjahr um 37 % (Vorjahr: 65 %). Den größten Zuwachs verzeichneten Fluggesellschaften aus der Region Asien/Pazifik mit 96 % (Vorjahr: 32 %), gefolgt von Fluggesellschaften aus Afrika mit 36 % (Vorjahr: 84 %). Fluggesellschaften aus Europa erzielten einen Zuwachs von 20 % (Vorjahr: 104 %).

Die Branche Luftverkehr hat Einfluss auf beide Geschäftsfelder der DLH Fuel Company mbH (LFC). Der Durchschnittspreis für Kerosin am Marktplatz Rotterdam lag 2023 bei 880,37 USD je Tonne. Der Ölmarkt hat sich im Jahr 2023 nach den starken Verwerfungen im Jahr 2022 etwas entspannt.

Geschäftsverlauf

Die Beteiligungserträge sind mit T€ 13.847 (Vorjahr T€ 4.861) aufgrund der weiteren Erholung des Marktes und der verbesserten Liquidität in den Beteiligungsgesellschaften überproportional gestiegen. Darin sind zum einen T€ 6.458 aus Dividenden für Vorjahre und zum anderen T€ 4.000 an Erträgen aus Besserungsscheinen für Vorjahre enthalten, für die in den Vorjahren aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht ein Forderungsverzicht gegen Besserungsschein erklärt wurde.

Die verkauften Mengen der LFC stiegen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um rd. 97 % an und beliefen sich auf insgesamt 1.736.973 m 3 (Vorjahr 883.571 m 3 ). Damit wurde die prognostizierte Menge von 1.150.000 m 3 um 586.973 m 3 aufgrund von Wachstum und nicht vorhersehbarer Mengenverschiebungen innerhalb des Treibstoffmanagements der Lufthansa zugunsten der LFC überschritten.

Im Jahr 2023 hat die gesetzlich vorgeschriebene Gesellschafterversammlung der LFC stattgefunden. Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf der Geschäftsentwicklung entsprechend der erwarteten allgemeinen weiteren Erholung des Luftverkehrs bei gleichzeitigen Herausforderungen durch Logistik- und Personalengpässe positiv.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Insbesondere aufgrund der weiteren Erholung des Luftverkehrs im Laufe des Jahres 2023 ist der Gesamtertrag des Jahres um 47 % auf T€ 1.262.683 (Vorjahr T€ 859.762) gestiegen. In der Folge hat sich auch der Materialaufwand im Jahr 2023 um 49 % auf T€ 1.232.769 (Vorjahr T€ 830.413) erhöht. Sowohl Ertrag als auch Materialaufwand sind im Verhältnis zum Wachstum der verkauften Mengen gegenüber dem Vorjahr in deutlich geringerem prozentualen Verhältnis gestiegen, da der Warenpreis im Jahresdurchschnitt um rd. 21 % gesunken ist. Hintergrund dessen war eine ab dem Jahreswechsel 2022/2023 eingetretene zunehmende Erholung des Ölmarktes, da nach den Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg zwischenzeitlich alternative Versorgungswege etabliert wurden und die europäischen Gaslager gut gefüllt waren.

Die verkauften Mengen lagen im Geschäftsjahr 2023 um rund 52 % über dem Vor-Krisen-Niveau (2019). Die zunehmende Erholung des Flugverkehrs und die daraus resultierenden, deutlich gestiegenen Beteiligungserträge führten zu einem erheblichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern auf T€ 13.517 (Vorjahr T€ 4.671).

Nach Berücksichtigung der Ertragsteueraufwendungen inkl. Steuerumlage in Höhe von T€ 2.131 (Vorjahr T€ 525) wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Lufthansa Commercial Holding GmbH, Köln, ein Gewinn in Höhe von T€ 11.386 (Vorjahr T€ 4.146) abgeführt. Folglich ergibt sich wie im Vorjahr ein Jahresergebnis von EUR 0. Da das Ergebnis vor Abführung 2023 insbesondere im Beteiligungsbereich durch einige positive und in ihrer Höhe signifikante Sondereffekte gekennzeichnet war, wird für das Geschäftsjahr 2024 mit vergleichsweise deutlich sinkenden Beteiligungserträgen und damit des Ergebnisses vor Abführung gerechnet.

Das operative Geschäft finanziert die LFC ausschließlich aus den Verrechnungskonten mit der DLH. Die Bankkonten der LFC werden im Rahmen der in 2005 abgeschlossenen Zerobalancing-Vereinbarung an jedem Buchungstag ausgeglichen. Die Verrechnungskonten werden von der DLH marktüblich verzinst.

Der langfristige Finanzierungsbedarf wird nach wie vor durch ein bei der Deutschen Lufthansa AG, Köln, (DLH) aufgenommenes Darlehen gedeckt, das wie im Vorjahr in Höhe von T€ 14.500 valutiert und marktüblich verzinst wird. Die Laufzeit des Vertrages endet am 31. Dezember 2027.

Dem kurzfristigen Fremdkapital von insgesamt T€ 55.493 (Vorjahr T€ 58.012) steht kurzfristig gebundenes Vermögen von T€ 59.548 (Vorjahr T€ 62.026) gegenüber (Überdeckung T€ 4.055; Vorjahr T€ 4.014).

Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr, trotz des deutlich gestiegenen Geschäftsumfangs, um T€ 2.520 auf T€ 77.038 gesunken. Auf der Aktivseite ergibt sich der Rückgang durch die um T€ 14.348 gesunkenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Diese Entwicklung ergibt sich insbesondere aufgrund gegenüber dem Vorjahr verkürzter Fakturintervalle für das sog. Sustainable Aviation Fuel (SAF), einem Treibstoff mit einem nachhaltig hergestellten Anteil. Letzterer wurde im Vorjahr erst voll umfänglich zum Jahresende fakturiert, während im Jahr 2023 bereits eine unterjährige Rechnungsstellung erfolgte. Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der DLH aus dem laufenden Leistungs- und Verrechnungsverkehr werden dabei weiterhin saldiert dargestellt.

Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Diese sind um T€ 5.815 gestiegen und resultieren im Wesentlichen aus noch nicht ausgezahlten Beteiligungserträgen und Dividenden. Ebenso sind auch die Warenvorräte gestiegen (+ T€ 6.034). Im Gegensatz zum Vorjahr sind darin zum Bilanzstichtag 2023 ausschließlich fossile Kerosinbestände enthalten. Um die Versorgungssicherheit angesichts der großen logistischen Herausforderungen des Geschäftsjahres in ausreichendem Maße sicherzustellen, wurden die Bestandsmengen durch zusätzlichen Tankraum ausgeweitet, was zu einem Anstieg von 68 % zum Vorjahr führte. Bei gleichzeitig um 21 % gesunkenem durchschnittlichen Warenpreis ergibt sich ein Anstieg der Bilanzposition um 31 % gegenüber 2022.

Auf der Passivseite ergibt sich die Reduktion der Bilanzsumme aus den um T€ 12.438 gesunkenen Rückstellungen, die hauptsächlich für Durchsatzentgelte, ausstehende Rechnungen wie Frachtkosten und Rückbauverpflichtungen gebildet wurden. Im Vorjahr waren außerdem Rückstellungen für Wareneinkäufe enthalten. Im Gegensatz dazu stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ T€ 8.945) aufgrund der deutlich erhöhten Ergebnisabführung an die Lufthansa Commercial Holding GmbH als Folge des gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserten Jahresergebnisses.

Die Eigenkapitalquote ist bei unverändertem gezeichnetem Kapital von T€ 5.000 und unveränderter Kapitalrücklage von T€ 2.045 bei gleichzeitig gesunkener Bilanzsumme auf 9,1 % (Vorjahr 8,9 %) gestiegen.

Investitionstätigkeit

Im Geschäftsjahr wurden keine zusätzlichen Anteile an Gesellschaften erworben. Bei den Zu- und Abgängen im Bereich der Finanzanlagen handelt es sich um Kapitalzuführungen und -rückzahlungen sowie im Falle der Ausleihungen um die planmäßige jährliche Verzinsung.

3) Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Für die weltweite Airline-Industrie wird im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der positiven Entwicklung im Passagierverkehr ein deutlicher Anstieg des Gewinns gegenüber dem Vorjahr erwartet. So prognostiziert die IATA für das Geschäftsjahr 2023 einen branchenweiten Nettogewinn in Höhe von 23 Mrd. USD (Vorjahr: Nettoverlust von 4 Mrd. USD). Vor Ausbruch der Corona-Krise erzielte die Airline-Industrie im Geschäftsjahr 2019 einen Nettogewinn in Höhe von 26 Mrd. USD.

In der regionalen Betrachtung wird der höchste Gewinn für Nordamerika in Höhe von 14 Mrd. USD erwartet (Vorjahr: 9 Mrd. USD). Für die europäischen Fluggesellschaften wird ein Gewinn in Höhe von 8 Mrd. USD prognostiziert (Vorjahr: 4 Mrd. USD).

Potenzielle Risiken ergeben sich infolge des anhaltenden Kriegs zwischen Russland und der Ukraine durch eine Verknappung des europäischen Kerosinangebots aufgrund der Produktionspräferenz für Diesel und verstärkter Logistikengpässe.

Hinsichtlich der Beschaffung, des Transports und des Vertriebs des Kerosins zeichnen sich aufgrund zunehmender geopolitischer Krisen noch weitere erhebliche Preissteigerungen ab, die jedoch aufgrund der Weitergabe an die Kunden auch künftig zu keiner nennenswerten Ergebnisbelastung bei der LFC führen werden. Zudem bestehen keine wirtschaftlichen Abhängigkeiten von Unternehmen russischen oder ukrainischen Ursprungs, die Auswirkungen auf das operative Geschäft der LFC haben könnten.

Über die vorgenannten Risiken hinaus wird der Geschäftsverlauf der LFC auch im Jahr 2024 abhängig von der weiteren Entwicklung der Lieferantenstruktur und den Ölmärkten bleiben. In der Budgetplanung für 2024 wird mit einem höheren Anteil von neuen Intoplane-Verträgen gerechnet, so dass bei der Verkaufsmenge an Kerosin über die LFC von einer Reduktion um ca. 48.000 m 3 gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 ausgegangen wird. Die im Vorjahr für das Jahr 2023 geplanten Beteiligungserträge in Höhe von T€ 2.679 wurden aufgrund der im Geschäftsverlauf beschriebenen Entwicklung deutlich überschritten. Für das Jahr 2024 werden die Beteiligungserträge und ein Jahresergebnis im mittleren einstelligen Millionenbereich erwartet.

Die folgenden Risiken werden entsprechend ihrer relativen Bedeutung in Bezug auf Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit dargestellt.

Wesentliche Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht ersichtlich. Die Kosten der Eigenversorgung werden komplett an die konzerninternen Kunden weitergegeben. Das Währungs- bzw. Zinsänderungsrisiko wird durch konzernweite Strategien außerhalb der LFC für den Konzern abgesichert.

Der Betankungsbetrieb in Leipzig (TFSS) ist potenziell dem Wettbewerb ausgesetzt, so dass es hier zu Personalabbau mit entsprechenden Abfindungskosten kommen kann. Die LFC begegnet diesen Risiken, indem sie auf ein entsprechendes Kostenmanagement in den Betrieben drängt und vorausschauend plant.

Grundsätzlich bleibt die Geschäftsführung von der Grundlage und den Aufgaben der Gesellschaft überzeugt. Die Geschäftsführung sieht derzeit den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet.

 

Hamburg, den 28. Februar 2024

Katja Kleffmann

Heiko Mannes

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 17.489.823,44 17.531.617,30
I. Sachanlagen 1.343.112,49 1.343.112,49
1. technische Anlagen und Maschinen 1.343.112,49 1.343.112,49
II. Finanzanlagen 16.146.710,95 16.188.504,81
1. Beteiligungen 10.480.427,32 10.776.556,83
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.666.283,63 5.411.947,98
B. Umlaufvermögen 59.497.933,26 61.986.358,08
I. Vorräte 25.369.831,88 19.336.200,87
1. fertige Erzeugnisse und Waren 25.369.831,88 19.336.200,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 34.127.107,61 42.649.675,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83.943,35 73.383,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.084.695,10 39.433.144,04
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.958.469,16 3.143.148,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 993,77 481,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.767,67 39.400,06
Summe Aktiva 77.037.524,37 79.557.375,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.045.167,53 7.045.167,53
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 5.000.050,00 5.000.050,00
II. Kapitalrücklage 2.045.117,53 2.045.117,53
B. Rückstellungen 4.235.591,20 16.673.503,36
1. sonstige Rückstellungen 4.235.591,20 16.673.503,36
C. Verbindlichkeiten 65.756.765,64 55.838.704,55
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.301.572,89 36.455.158,88
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 28.129.051,15 19.183.836,51
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 165.200,76 17.823,56
4. sonstige Verbindlichkeiten 160.940,84 181.885,60
Summe Passiva 77.037.524,37 79.557.375,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 6.105.524,72 3.801.069,70
a) Rohergebnis 29.913.120,24 29.348.971,56
Gesamtleistung 1.235.083.128,61 838.148.753,06
Umsatzerlöse 1.235.083.128,61 838.148.753,06
sonstige betriebliche Erträge 27.599.391,66 21.613.068,41
davon Erträge aus Währungsumrechnung 27.105.683,86 21.439.761,00
Materialaufwand 1.232.769.400,03 830.412.849,91
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.216.520.571,64 820.545.851,09
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.248.828,39 9.866.998,82
b) sonstige betriebliche Aufwendungen 23.807.595,52 25.547.901,86
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 21.496.632,25 25.109.355,08
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 7.411.452,43 870.175,81
a) Erträge aus Beteiligungen 13.847.013,88 4.861.490,54
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 397.767,60 243.725,56
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 395.529,22 243.239,65
c) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.833.329,05 4.235.040,29
davon an verbundene Unternehmen 6.833.328,95 4.235.040,29
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.130.693,60 524.939,67
4. Gewinnabführung aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags (Organschaft) 11.386.283,55 4.146.305,84
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

DLH Fuel Company mbH, Hamburg

I. Allgemeine Angaben

Dieser Jahresabschluss der DLH Fuel Company mbH, Hamburg, (LFC) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des HGB und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die LFC ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 und 4 HGB.

Gesellschafterin ist zu 100 % die Lufthansa Commercial Holding GmbH, Köln, (LCH), mit der als herrschender Gesellschafterin ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebend für die Erstellung dieses Jahresabschlusses waren die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Beteiligungen und Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten, erhöht um Kapitalzuführungen und gemindert um Kapitalrückzahlungen gem. § 253 Abs. 1 HGB, angesetzt.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Flugturbinenkraftstoffe sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag bewertet.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutsche Lufthansa AG, Köln, (DLH) vorgegebenen Monatsmittelkurs (1,10645 USD / €) bewertet.

Die flüssigen Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Betrages gebildet worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Wesentliche zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die LFC wird in den Konzernabschluss der Deutsche Lufthansa AG (DLH), Köln, dem Mutterunternehmen der LCH, einbezogen. Die DLH stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis ihrer Tochtergesellschaften auf. Dieser wird beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt und bekannt gemacht. Aufgrund dieser Konzernverflechtungen werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber den Gesellschaften des DLH-Konzerns als Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Bei den Technischen Anlagen und Maschinen handelt es sich um die anteiligen sogenannten Totbestände (Mindestmenge an Kerosin) der Hydrantensysteme der Hydranten-Betriebs OHG, Frankfurt am Main (T€ 1.296) sowie bei der FSH Flughafen Schwechat-Hydranten-Gesellschaft OG, Wien/Österreich (T€ 48).

Die Beteiligungen zum 31. Dezember 2023 gliedern sich wie folgt:

Gesellschaft Kapitalanteil
%
Buchwert per 31.12.2023
%
Hydranten-Betriebs OHG, Frankfurt am Main 49 5.903
THBG BBI GmbH, Schönefeld 47 1.232
AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg 33 846
Düsseldorf Fuelling Services (DFS) GbR, Hamburg 33 5
Hamburg Tank Services (HTS) GbR, Hamburg 33 3
Hamburg Fuelling Services (HFS) GbR, Hamburg 25 8
Turbo Fuel Services Sachsen (TFSS) GbR, Hamburg 20 64
FSH Flughafen Schwechat-Hydranten-Gesellschaft OG, Wien/Österreich 14 1.515
Berlin Fuelling Services (BFS) GbR i.L., Berlin 13 0
UBAG - Unterflurbetankungsanlage Flughafen Zürich AG, Rümlang/Schweiz 12 906

Bei den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um ein gewährtes Darlehen an THBG. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Die Warenvorräte betreffen ausschließlich Flugtreibstoffe.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 25.085; Vorjahr T€ 39.433) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber der DLH aus dem Verkauf von Flugtreibstoff.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Einlagenverzinsungen und bereits beschlossenen Dividenden.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Rückbau- und Abbruchkosten sowie ausstehende Rechnungen für Wareneinkäufe und Frachtkosten gebildet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Lieferantenrechnungen für den Einkauf von Flugtreibstoff.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um das bei der DLH aufgenommene Darlehen in Höhe von T€ 14.500. Dieses Fälligkeitsdarlehen hat eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren. Des Weiteren besteht gegenüber der Alleingesellschafterin LCH eine Verbindlichkeit in Höhe von T€ 13.629. Diese resultiert aus der Ergebnisabführung und der Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2023.

Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zeigt nachstehender Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 1 Jahr
T€
Restlaufzeit über 5 Jahre
T€
Gesamt
T€
davon besichert
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.302 0 0 37.302 0
(Vorjahr) (36.455) (0) (0) (36.455) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.629 14.500 0 28.129 0
(Vorjahr) (4.684) (14.500) (0) (19.184) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsverhältnissen 165 0 0 165 0
(Vorjahr) (18) (0) (0) (18) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 161 0 0 161 0
(Vorjahr) (182) (0) (0) (182) (0)
51.257 14.500 0 65.757 0
(Vorjahr) (41.339) (14.500) (0) (55.839) (0)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 267 aus Vereinbarungen mit der AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg, die sämtliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Logistik und dem Finanzwesen erbringt. Die Restlaufzeit dieser Verpflichtungen liegt bei bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die vorwiegend im Inland erzielten Umsatzerlöse (T€ 1.235.083; Vorjahr T€ 838.149) betreffen im Wesentlichen den Verkauf von Flugtreibstoff (T€ 1.188.025; Vorjahr T€ 772.759), den Verkauf von und die Kompensation für SAF (T€ 26.212; Vorjahr T€ 53.696), die Weiterberechnungen von Airport Fee (T€ 10.030; Vorjahr T€ 4.428), Erdölbevorratungsabgaben (T€ 4.964; Vorjahr T€ 2.518), Frachtkosten (T€ 740; Vorjahr T€ 741) sowie Operationsgebühren (T€ 289; Vorjahr T€ 256).

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 27.599; Vorjahr T€ 21.613) beinhalten im Wesentlichen Kursgewinne (T€ 27.106; Vorjahr T€ 21.440).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 23.808; Vorjahr T€ 25.548) betreffen im Wesentlichen Kursverluste (T€ 21.497; Vorjahr T€ 25.109).

Die Fremdwährungsgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem jeweiligen von der DLH vorgegebenen Monatsmittelkurs umgerechnet.

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (T€ 398; Vorjahr T€ 244) werden vorwiegend Zinsen aus der Gewährung eines Darlehens an die THBG gezeigt.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus verbundenen Unternehmen und betreffen Zinsen für das Darlehen der DLH (T€ 914; Vorjahr T€ 96) sowie die Verzinsung der Verrechnungskonten mit DLH (T€ 5.919; Vorjahr T€ 4.139).

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird im Wesentlichen die von der DLH berechnete Konzern-Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesen.

Gemäß Ergebnisabführungsvertrag wird der erzielte Gewinn (T€ 11.386; Vorjahr T€ 4.146) an die LCH abgeführt.

V. Sonstige Angaben

Die DLH Fuel Company mbH ist an folgenden Unternehmen maßgeblich beteiligt (Stand: 31.12.2023):

Gesellschaft Kapitalanteil
%
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Unmittelbare Beteiligungen
Hydranten-Betriebs OHG, Frankfurt am Main * 49 16.682 0
THBG BBI GmbH, Schönefeld 47 4.675 1.658
AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg 33 6.636 2.169
Düsseldorf Fuelling Services (DFS) GbR, Hamburg 33 1.159 442
Hamburg Tank Services (HTS) GbR, Hamburg 33 550 96
Hamburg Fuelling Services (HFS) GbR, Hamburg 25 33 286
Turbo Fuel Services Sachsen (TFSS) GbR, Hamburg 20 319 0
FSH Flughafen Schwechat-Hydranten-Gesellschaft OG, Wien/Österreich 14 5.820 1.154
Berlin Fuelling Services (BFS) GbR i.L., Berlin * 13 382 382
UBAG-Unterflurbetankungsanlage Flughafen Zürich AG, Rümlang/Schweiz * 12 8.473 4.692

* per 31.12.2022

Das im Jahresabschluss berücksichtigte Honorar für die Jahresabschlussprüfung des Berichtsjahres beträgt T€ 17.

Geschäftsführer

Katja Kleffmann (Head of Fuel Management Supply der Deutsche Lufthansa AG), Hamburg

Heiko Mannes (Head of Fuel Management der Deutsche Lufthansa AG), Hamburg

Die Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter beschäftigt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

 

Hamburg, den 28. Februar 2024

DLH Fuel Compan mbH

Katja Kleffmann

Heiko Mannes

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.343.112,49 0,00 0,00 1.343.112,49
1.343.112,49 0,00 0,00 1.343.112,49
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 15.255.434,64 218.283,36 514.412,87 14.959.305,13
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.411.947,98 254.335,65 0,00 5.666.283,63
20.667.382,62 472.619,01 514.412,87 20.625.588,76
22.010.495,11 472.619,01 514.412,87 21.968.701,25
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.478.877,81 0,00 0,00 4.478.877,81
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4.478.877,81 0,00 0,00 4.478.877,81
4.478.877,81 0,00 0,00 4.478.877,81
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.343.112,49 1.343.112,49
1.343.112,49 1.343.112,49
II. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 10.480.427,32 10.776.556,83
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.666.283,63 5.411.947,98
16.146.710,95 16.188.504,81
17.489.823,44 17.531.617,30

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DLH Fuel Company mbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DLH Fuel Company mbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DLH Fuel Company mbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 1. März 2024

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