Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 30099
Eingetragen
26.5.2019
Branche
Herstellung von SpielwarenEinzelhandel mit SpielwarenGroßhandel mit Spielwaren und Musikinstrumenten
Gegenstand
Die Herstellung von und der Handel mit Spielzeug, Spielzeugaccessoires, Spielzubehör und Merchandising-Artikeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Asmodee Group SASFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Asmodee Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gamegenic GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.03.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Bilanz zum 31. März 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

3. Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

4. Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

Allgemeine Auftragsbedingungen

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gamegenic GmbH, Essen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gamegenic GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 29. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Heiko Wittig, Wirtschaftsprüfer

Christian Schrempf, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. MÄRZ 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

31.03.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 874,25 1.166,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.919,74 177.634,00
178.793,99 178.800,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 885.296,53 1.079.712,54
2. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 41.349,79 45.353,34
3. Geleistete Anzahlungen 944.991,63 1.037.917,48
1.871.637,95 2.162.983,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.331,29 8.331,29
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.042.145,77 4.901.541,57
3. Sonstige Vermögensgegenstände 69.592,15 12.321,15
- davon aus Steuern: EUR 31.953,75 (Vorjahr: EUR 354,38)
4.120.069,21 4.922.194,01
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.588.439,70 2.838.049,94
7.580.146,86 9.923.227,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.585,28 248,07
7.774.526,13 10.102.275,38

PASSIVA

31.03.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 108.817,26 108.817,26
133.817,26 133.817,26
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 758.756,87 106.935,25
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 43.000,22 76.525,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 297.104,30 665.585,65
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 215.163,16 907.002,35
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 6.326.653,59 8.053.393,33
5. Sonstige Verbindlichkeiten 30,73 159.016,34
- davon aus Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 159.016,34)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 30,73 (Vorjahr: EUR 0,00)
6.881.952,00 9.861.522,87
7.774.526,13 10.102.275,38

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. MÄRZ 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.675.901,31 15.905.805,43
2. Sonstige betriebliche Erträge 164.541,63 891.443,90
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.884.064,19 9.385.636,72
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 185.366,58 605.550,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge 36.079,18 139.531,61
- davon für Altersvorsorge: EUR 450,00 (Vorjahr: EUR 1.800,00)
221.445,76 745.082,52
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 14.598,77 70.557,26
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 619.154,77 1.741.724,31
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.619,77 58.773,51
davon an verbundene Unternehmen: EUR 32.619,77 (Vorjahr: EUR 58.773,51)
8. Ergebnis nach Steuern -931.440,32 4.795.475,01
9. Sonstige Steuern -1.344,32 -10,00
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichener Verlust / abgeführter Gewinn (-) 932.784,64 -4.795.465,01
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und $$ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend dazu waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d § 267 Abs. 1 Abs. 4 Satz 1 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 266 Abs. 1, 274a und 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres in 2023 auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des folgenden Jahres wurde in 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 eingelegt. Aus diesem Grund sind insbesondere die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung nur eingeschränkt mit denen des Vorjahres vergleichbar.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Gamegenic GmbH

Firmensitz laut Registergericht: Essen

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Essen

Register-Nr.: HRB 30099

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze:

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurde nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von drei Jahren linear vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, so weit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände über einen Zeitraum von drei bis 13 Jahren linear vorgenommen.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten, bis EUR 250,00 erfolgte eine Sofortabschreibung und bei Anschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wurde von der Sofortabschreibung mit Aufnahme im Anlageverzeichnis Gebrauch gemacht

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bau. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. In den Herstellungskosten der Vorräte sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für erkennbare Risiken.

Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigung berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag vorausbezahlte Aufwendungen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Hierbei wurde der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in fremder Währung wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden:

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werde.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagespiegel.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von EUR 2.811.367,42 (Vorjahr: EUR 300.000,00) enthalten. Darüber hinaus enthalten sie Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 25.000,00 ist voll eingezahlt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen betragen EUR 758.756,87 (Vorjahr: EUR 106.935,25).

Darin sind enthalten:

Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 32.168,42 (Vorjahr: EUR 46.714,38),

Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung und -prüfung sowie für die Erstellung von Steuererklärungen in Höhe von EUR 54.868,71 (Vorjahr: EUR 16.830,00),

Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 609.301,04 (Vorjahr: EUR 20.583,85) sowie

sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 62.418,70 (Vorjahr: EUR 22.807,02).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 213.540,61 (Vorjahr: EUR 897.639,46) sowie aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.622,55 (Vorjahr: EUR 9.362,89).

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin resultieren aus dem Ergebnisabführungsvertrag sowie den respektiven Zinsen. Das Vorjahr beinhaltet außerdem noch ein Darlehen in Höhe von EUR 800.000,00, das in 2023 zurückgezahlt worden ist.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von EUR 36.508,62. Diese Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für Fahrzeuge und andere Mobilien, Mietverträge für Geschäftsgebäude. Die Verträge enden zwischen 2023 und 2025.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11.429,33). Die Erträge aus Kursdifferenzen betragen zum Stichtag: EUR 161.184,46 (Vorjahr: EUR 420.301,99)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 6.771,65 (Vorjahr: EUR 33.238,05) und Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 236.253,19 (Vorjahr: EUR 464.890,97).

Sonstige Angaben

Ergebnisabführungsvertrag

Zwischen der Gesellschaft und der Asmodee Holding GmbH (Vertrag vom 1. Juli 2020, Eintragung im Handelsregister am 7. Juli 2020) besteht mit Wirkung zum 1. Januar 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Gesellschaft als Organgesellschaft ist verpflichtet, ihren gesamten Gewinn an die Asmodee Holding GmbH als Organträgerin abzuführen. Die Organträgerin ist in analoger Anwendung des § 302 Abs. 1 AktG in der jeweils gültigen Fassung verpflichtet, jeden während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft auszugleichen. Der Vertrag wurde für eine Festlaufzeit von fünf Kalenderjahren nach seinem Inkrafttreten abgeschlossen. Wird der Vertrag nicht gekündigt, so verlängert er sich unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten bis zum Ende des nächstfolgenden Geschäftsjahres der Organgesellschaft.

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr bestellt:

Alberto Adrian Alonso Perez, Eggenstein-Leopoldshafen

Die Anhangsangabe nach § 285 Nr. 33 HGB unterbleibt mit Verweis auf die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB.

Arbeitnehmer

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer:

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 14 (Vorjahr: 13).

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Teilkonzernabschluss der "EMBRACER GOUP AB", Karlstad/Schweden, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft unter "https://embracer_com" erhältlich. Die Gesellschaft wird ferner in den Konzernabschluss der "ASMODEE HOLDING SAS" Guyancourt/Frankreich einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

 

Essen, den 29.04.2024

Alberto Adrian Alonso Perez

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. MÄRZ 2023

ANSCHAFFUNGS- / HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 20.807,41 0,00 0,00 20.807,41
20.807,41 0,00 0,00 20.807,41
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 322.316,86 14.592,76 0,00 336.909,62
322.316,86 14.592,76 0,00 336.909,62
343.124,27 14.592,76 0,00 357.717,03
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 19.641,41 291,75 0,00 19.933,16
19.641,41 291,75 0,00 19.933,16
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.682,86 14.307,02 0,00 158.989,88
144.682,86 14.307,02 0,00 158.989,88
164.324,27 14.598,77 0,00 178.923,04
NETTOBUCHWERTE
31.03.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 874,25 1.166,00
874,25 1.166,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 177.919,74 177.634,00
177.919,74 177.634,00
178.793,99 178.800,00

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023

I. Grundlagen:

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gamegenic GmbH wurde 2019 mit einer einzigartigen Mission gegründet: die Landschaft des Gaming-Zubehörs neu zu definieren. Das erreicht das Unternehmen, indem sie unvergleichliche Qualität, Innovation, Funktionalität und fesselndes Design miteinander verbindet. Die Gamegenic GmbH bietet von der Spielmatte über Würfelschalen, Karten Sleeves , Würfeln und Würfeltürmen bis hin zur Premium Kartenbox alles an was das Gamer Herz begehrt und das Spielerlebnis auf ein neues Level hebt.

Die Entwicklung des Gaming-Zubehörs obliegt der Gamegenic GmbH selbst. Der Vertrieb der Produkte erfolgt weltweit im Wesentlichen an Intercompany-Gesellschaften.

II. Wirtschaftsbericht:

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschland:

Wirtschaft befindet sich im Winterhalbjahr 2022 / 2023 technisch gesehen in einer rezessiven Phase da zwei Quartale in Folge negative Quartalsraten zu verzeichnen waren. Das BIP in Deutschland ist im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 % (preis-, kalender- und saisonbereinigt) zurückgegangen. Im 4. Quartal 2022 waren es - 0,5% zum Vorquartal. Der inflationsbedingte Kaufkraftverlust belastet auf der Verwendungsseite den privaten Verbrauch. Die Konjunkturindikatoren am aktuellen Rand deuten noch nicht auf eine spürbare Belebung im zweiten Quartal hin, die in der Projektion unterstellte Erholung scheint sich zu verzögern. Dennoch ist aus heutiger Sicht nicht von einer "ökonomischen" Rezession im Sinne eines breiter angelegten und länger anhaltenden Abschwungs auszugehen. Für eine Belebung im Jahresverlauf sprechen die nachlassenden Belastungen aus den Energiepreissteigerungen, höhere Lohnabschlüsse, die bis zuletzt positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und die allgemein erwartete weltwirtschaftliche Erholung. In der Frühjahrsprojektion vom 26. März 2023 erwartete die Bundesregierung für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum von 0,4%.

Mit der Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse durch das Statistische Bundesamt zeigt sich, dass sich die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal merklich schwächer entwickelte als zuvor angenommen. Verglichen mit der Frühjahrsprojektion ergibt sich daraus ein Abwärtsrisiko für die Jahresrate. Vor diesem Hintergrund haben die Wirtschaftsforschungsinstitute (DIW, IfW und RWI) ihre BIP-Wachstumserwartungen für 2023 nach unten revidiert. Das aktuelle Spektrum für die BIP-Wachstumsrate im Jahr 2023 liegt nun zwischen -0,3% und -0,2%, für 2024 zwischen 1,5% und 2,0%.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Europa:

Die Inflation ist nach ihrem starken Anstieg in den vergangenen beiden Jahren seit Herbst 2022 insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückgegangen. Der Rückgang verläuft aber nur langsam und uneinheitlich. Die Verbraucherpreise für Energie im Euro-Raum sind zuletzt etwas gesunken. Die Inflation der restlichen Güter- sowie Dienstleistungspreise dürfte sich jedoch nur langsam abschwächen. Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise (VPI) in den Jahren 2023 und 2024 um 6,6 % und 3,0 %. Für den Euro-Raum dürfte die Inflationsrate (HVPI) mit 5,9 % und 2,9 % weiterhin deutlich über dem Inflationsziel der EZB von 2 % liegen. Im weltweiten Durchschnitt erwartet der Sachverständigenrat einen Anstieg der Verbraucherpreise um 5,3 % im Jahr 2023 und um 3,5 % im Jahr 2024.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Global:

Die globalen Konjunkturaussichten haben sich im Vergleich zum Herbst 2022 leicht verbessert. Insbesondere die Abkehr Chinas von der strikten Null-Covid-Politik dürfte das globale Wirtschaftswachstum zunehmend stützen. So revidiert der Sachverständigenrat die Prognose für das globale BIP-Wachstum im Jahr 2023 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,2 % nach oben. Im kommenden Jahr dürfte sich das Wachstum auf 2,7 % erhöhen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die Engpässe bei Vorprodukten für die Industrieunternehmen weiter zurückgehen. Die deutschen Warenexporte dürften im Jahr 2023 daher stärker an Fahrt gewinnen, als im Herbst 2022 erwartet. Es bestehen jedoch verschiedene Risiken für die Weltkonjunktur. Sollte sich die Konjunktur etwa in den USA stärker als erwartet abkühlen, zum Beispiel aufgrund einer verstärkten geldpolitischen Straffung, würde dies andere Wirtschaftsräume in Mitleidenschaft ziehen.

In der EU als größtem deutschen Absatzmarkt dürfte die wirtschaftliche Aktivität, nach kaum mehr als einer Stagnation im Jahr 2023, erst allmählich wieder Fahrt aufnehmen. Bei weiter abnehmender Inflation, steigender Kaufkraft und robuster Arbeitsmarktlage ist mit einer anziehenden Konsumnachfrage der privaten Haushalte zu rechnen, die maßgeblich zur konjunkturellen Erholung in der EU beiträgt.

In den mittel- und osteuropäischen Ländern, die einen bedeutenden Teil der deutschen Investitionsgüterexporte nachfragen, dürfte sich die Dynamik im Zuge nachlassender Teuerungsraten und einer graduellen Erholung der globalen Industriekonjunktur wieder beleben. Alles in allem ist im Jahr 2024 mit rund 3 % eine Expansionsrate der Weltwirtschaft wie im Jahr 2023 zu erwarten. Das mit den deutschen Exportanteilen gewichtete weltweite Wachstum dürfte nach lediglich 1,7 % im Jahr 2023 mit rund 2 % in diesem Jahr erneut unterproportional zur Weltwirtschaft zunehmen. Dagegen ist für das Welthandelsvolumen, das sich im Jahr 2023 mit einem historisch schwachen Zuwachs von +0,4 % noch deutlich schwächer als das weltweite BIP entwickelt hatte, im laufenden Jahr wieder mit einer ähnlichen Expansionsrate wie beim Welt-BIP zu rechnen.

Branchenspezifische Entwicklung:

Die Brettspielindustrie konzentriert sich zunehmend nicht nur auf traditionelle Spiele, sondern auch auf die Entwicklung von Spielzubehör, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Schutz und der Aufbewahrung von Spielen liegt. Diese Entwicklung wurde durch mehrere Faktoren vorangetrieben, darunter die wachsende Bedeutung des Schutzes und der Werterhaltung von Spielen sowie die zunehmende Identifikation von Spielern mit bestimmten Marken und Zubehörprodukten.

1.

Schutz und Aufbewahrung als Hauptfokus:

Infolge der Lockerung von COVID-19-Beschränkungen und der Wiederaufnahme von Spieleabenden, Treffen und Turnieren ist die Nachfrage nach hochwertigem Spielzubehör wie Kartenhüllen, Aufbewahrungsboxen und -taschen stark angestiegen. Spieler möchten ihre Spiele nicht nur vor Beschädigungen schützen, sondern sie auch stilvoll und sicher aufbewahren.

2.

Entwicklung eines Lifestyle-Aspekts:

Spielzubehör hat sich zu einer Lifestyle-Komponente entwickelt, die starke emotionale Bindungen hervorruft. Spieler identifizieren sich zunehmend mit bestimmten Marken und Zubehörprodukten, die nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend sind. Dies hat zu einer verstärkten Diversifizierung des Angebots geführt, wobei vermehrt auf hochwertige Materialien, ansprechendes Design und personalisierte Optionen gesetzt wird.

3.

Expansion über Trading Card Games hinaus:

Während Spielzubehör lange Zeit hauptsächlich mit Trading Card Games (Sammelkartenspielen) in Verbindung gebracht wurde, gewinnt es nun auch bei regulären Brettspielen an Popularität. Dies beinhaltet nicht nur spezifische Produkte für bestimmte Spiele, sondern auch universell einsetzbare Lösungen, die auf eine breite Palette von Spielen zugeschnitten sind.

4.

Wachstum trotz rückläufigem Spielwarenmarkt/Brettspielemarkt:

Obwohl der Gesamtmarkt für Brettspiele aufgrund des Endes der Corona-Pandemie einen Rückgang verzeichnet hat, verläuft die Nachfrage nach Spielzubehörprodukten genau entgegengesetzt. Dies ist auf die bereits genannte verstärkte Aktivität im Bereich des persönlichen Spielens, der Veranstaltung von Turnieren und der Notwendigkeit zurückzuführen, Spiele sicher zu transportieren und zu schützen. Insbesondere bei Turnieren ist hochwertiges Zubehör ein Muss, um nicht nur die Spiele zu schützen, sondern auch den eigenen Stil und die Präferenzen zu präsentieren.

Insgesamt zeigt die Entwicklung in der Brettspielindustrie von 2022 bis 2024 einen deutlichen Trend hin zu einem verstärkten Fokus auf Spielzubehör, der durch die Bedürfnisse der Spieler nach Schutz, Individualisierung und Stil geprägt ist. Diese Entwicklung trägt auch dazu bei, die Spielerfahrung insgesamt zu verbessern und die Bindung der Spieler an ihre Lieblingsspiele zu stärken.

2. Geschäftsverlauf im Rumpfgeschäftsjahr 2023

Die Gamegenic GmbH hat im Rumpfgeschäftsjahr 2023 einen Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme in Höhe von T€ 933 erwirtschaftet.

Für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 hatte die Geschäftsleitung Umsatzerlöse in Höhe von 2,9 Mio.€ prognostiziert und ein erzielbares EBITDA in Höhe von 713 T€. Im Wesentlichen ist die Zielverfehlung bezüglich der erwarteten Umsatzerlöse als auch bezüglich des erwarteten EBIT auf zwei Effekte zurückzuführen. Zum einen können die Produktionszyklen in zeitlicher Hinsicht nicht Monate im Voraus genau geplant werden, was dazu geführt hat, dass Umsatzerlöse, die für das Rumpfgeschäftsjahr 2023 geplant waren, bereits in 2022 realisiert werden konnten. Als wesentlicher zweiter Effekt hat sich eine Bestandsbereinigung zum 31. März 2023 negativ auf das EBITDA des Rumpfgeschäftsjahres ausgewirkt. Die Bestandsbereinigung war nicht geplant und war somit auch nicht in den Planzahlen reflektiert.

III. Lage der Gesellschaft

1. Ertragslage

Die Gamegenic GmbH hatte seit ihrer Gründung ein stetig wachsendes Geschäft. Selbst die Coronakrise und die hiermit einhergehenden Unsicherheiten und Probleme im Hinblick auf rasant steigende Transportkosten und Lieferketten-Probleme konnten ihr nichts anhaben. In dem Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 schließt die Gamegenic GmbH nun zum ersten Mal seit der Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit mit einem negativen Ergebnis vor Verlustübernahme ab. Dies ist einzig und allein auf den kurzen Betrachtungszeitraum des Rumpfgeschäftsjahres und die Quartalseffekte des operativen Geschäftes zurückzuführen.

2. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt durch Eigenkapital T€ 134 (VJ: T€ 134), durch unverzinsliche Lieferantenkredite T€ 297 (VJ: T€ 666) und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern T€ 6.541 (VJ: T€ 8.960). Die Zahlungsfähigkeit der Gamegenic GmbH war und wird auch zukünftig, jederzeit durch die Asmodee Group gewährleistet.

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag 2023 beträgt 1,72 % (VJ: 1,32 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquote ist auf die gesunkene Bilanzsumme zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte auf eine Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien verzichtet werden; die Bankguthaben betragen zum Bilanzstichtag 31. März 2023 T€ 1.588. Unterjährig konnten aufgrund der ausreichenden Liquidität die Zahlungsverpflichtungen innerhalb der Zahlungsziele jederzeit erfüllt werden. Liquiditätsengpässe lagen zu keiner Zeit vor.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um T€ 2.328 auf T€ 7.775 im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die um T€ 1.727 gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und die um T€ 692 gesunkenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. März 2023 zurückzuführen. Auf der Aktivseite schlägt sich der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen im Guthaben bei Kreditinstituten und der Verringerungen des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag nieder.

Der Warenbestand ist bei dem Geschäftsmodell, so wie es die Gamegenic GmbH betreibt, eine höchst stichtagsabhängige Größe, die abhängig vom Produktionszyklus der einzelnen Produkte ist. Im Rumpfgeschäftsjahr wurde eine Bestandskorrektur in Höhe von ca. T€ 600 für Vorperioden durchgeführt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um T€ 802 auf T€ 4.120 (VJ: T€ 4.922) verringert. Im Wesentlichen ist die Entwicklung der Forderungen auf den Ausgleich von Forderungen zurückzuführen. Es gab zwei gegenläufige Effekte innerhalb des Forderungsbestandes gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind massiv gesunken (-T€ 3.371) während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Begebung eines kurzfristigen Darlehens um T€ 2.511 gestiegen sind.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten verringerten sich auf T€ 1.588 (VJ: T€ 2.838) und ist auf die Tilgung eines Gesellschafterdarlehen in Höhe von T€ 800 und den Ausgleich von Verbindlichkeiten zurückzuführen.

Bei den Passiva hat sich das Eigenkapital in Höhe von T€ 134 im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Dies ist auf den ab dem Geschäftsjahr 2020 gültigen Ergebnisabführungsvertrag mit der Asmodee Holding GmbH zurückzuführen.

Die Rückstellungen betragen zum 31. März 2023 T€ 759 (VJ: T€ 107). Die Erhöhung der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf die stichtagsbedingte Zunahme von Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen für Warenlieferungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum vorangegangenen Bilanzstichtag von T€ 9.862 auf T€ 6.882 gesunken. Dies ist maßgeblich auf die gesunkene Verbindlichkeit gegen den Gesellschafter aus Ergebnisabführungsvertrag zurückzuführen. Der im Rumpfgeschäftsjahr 2023 erwirtschafte Verlust der durch den Gesellschafter zu übernehmen war, wurde mit den Verbindlichkeiten aus Vorperioden aufgerechnet. Neben der Tilgung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von T€ 800 hat sich auch der Ausgleich von Lieferantenverbindlichkeiten ausgewirkt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2023 - 31.03.2023 Geschäftsjahr 01.01.2022 - 31.12.2022
(in T€) (in T€)
Umsatzerlöse 1.676 15.906
EBITDA -884 4.925
Jahresfehlbetrag/-überschuss -933 4.795

Zur Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die Ausführungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

5. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 der Gamegenic GmbH ist durch den kurzen Betrachtungszeitraum und durch Quartalseffekte im normalen Geschäftsgang nicht repräsentativ im Hinblick auf die Ertragskraft des Unternehmens. Hinzu kam eine Bestandskorrektur für Vorperioden in Höhe von ca. T€ 600 die das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres 2023 zusätzlich verschlechtert hat.

IV. Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024:

Aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres der obersten Konzernmutter, der EMBRACER GROUP, legte die Gamegenic GmbH im Kalenderjahr 2023 ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 ein.

Für das Geschäftsjahr 2024 vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 erwartet die Geschäftsführung ein stabiles makroökonomisches Umfeld, welches aber weiterhin durch eine deutlich über dem langfristig angestrebten Inflationsziel der Deutschen Bundesbank liegenden Inflationsrate (in Höhe von 2 %) bei gleichzeitig leicht sinkendem BIP gekennzeichnet sein wird. Auch wenn sich Deutschland im vierten Quartal 2023 in einer rezessiven Phase befindet, rechnet die Geschäftsführung nicht mit einschneidenden Nachfragerückgängen und geht von einem Umsatzvolumen von 14,3 Mio. € für die nächsten 12 Monate aus.

Für das Geschäftsjahr 2024 (1. April 2023 bis zum 31. März 2024) geht die Geschäftsführung von einem erzielbaren EBITDA in Höhe von 3,9 Mio. EUR aus. Der geplante Jahresüberschuss vor Gewinnabführung wird mit 2,5 Mio. EUR beziffert.

V. Chancen- und Risikobericht für 2024:

1. Chancen

Im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 haben sich enorme Chancen eröffnet, insbesondere im Bereich der Trading Card Games (TCGs / Sammelkartenspiele). Der TCG-Markt erlebt derzeit einen beeindruckenden Boom, sowohl mit altbewährten Spielen wie "Magic: The Gathering" und "Pokemon", aber auch durch letztes Jahr erschienene Spiele wie Disney's "Lorcana", sowie durch jüngst im März 2024 veröffentlichte TCGs aus unserem eigenen Asmodee-Haus wie "Star Wars: Unlimited", das bereits große Erfolge verzeichnet, sowie durch Kooperationen mit dem Spiel "Altered", das kürzlich alle Rekorde auf Kickstarter gebrochen hat.

Unser Portfolio konzentriert sich zu etwa 80% auf TCGs, mit einem wachsenden Anteil an Zubehörartikeln für bestehende und neue Brettspiele. In unserer Strategie legen wir großen Wert darauf, uns nicht nur auf Lizenzen zu konzentrieren, um uns erfolgreich im Markt zu etablieren, sondern vielmehr auf generische Produkte, die von einer Vielzahl verschiedener Spiele genutzt werden können, um unsere Positionierung zu diversifizieren. Unsere Priorität liegt darin, die Spielerfahrung durch die Kombination von bester Qualität und innovativen Ideen in Zubehörartikeln zu maximieren.

Darüber hinaus entwickeln wir Produkte, die in Zusammenarbeit mit bestimmten Marken entstanden sind, wie beispielsweise "Star Wars Unlimited" und "Altered". Dabei gehen wir gezielt auf die Bedürfnisse und Besonderheiten jedes Spiels ein, um die Spielerfahrung zu maximieren.

Für die Zukunft planen wir weitere Innovationen in diesem Sektor, mit dem Ziel, den Markt mit frischen Ideen und Eigenschaften weiter zu revolutionieren, die einen echten Mehrwert für die Spieler bedeuten. Dies ist der Schlüssel zum Erfolg von Gamegenic. Wir sind entschlossen, unsere Position als einer der führenden Anbieter von Zubehörartikeln für TCGs und Brettspiele weiter auszubauen und Spieler weltweit zu begeistern.

2. Risiken

Das Risikomanagementsystem umfasst insbesondere ein monatliches Berichtswesen sowie die stetige Überwachung bestehender Risiken durch die Geschäftsführung.

Als Handelsgesellschaft unterliegt die Gesellschaft insbesondere Wettbewerbsrisiken durch Konkurrenten. Dies kann die Umsatz- bzw. Margenentwicklung nachteilig beeinflussen. Ferner ergeben sich Beschaffungsrisiken, da bestehende Bezugsrechte einzelner Produkte auslaufen bzw. nicht verlängert werden konnten. Diesen Risiken wird durch eine Ausgewogenheit der Produktpalette und die Aufnahme neuer Produkte sowie eigener Accessoires in das Produktportfolio begegnet.

Grundsätzlich ergeben sich die für ein Handelsunternehmen typischen Forderungsausfallrisiken. Da die Gamegenic ihre Produkte aber fast ausschließlich an verbundene Unternehmen der Asmodee Group SAS verkauft ist das Forderungsausfallrisiko sehr gering.

Risiken im Warenbestand können sich aus Neuauflagen bestehender Produkte oder Trendänderungen ergeben. Durch ein aktives Bestandsmanagement wird gewährleistet, dass Risiken aus nicht mehr aktuellen Artikeln überwacht und kritische Artikel möglichst frühzeitig durch Abverkäufe veräußert werden.

Währungsrisiken sind von untergeordneter Bedeutung. Ein Großteil der Einkäufe erfolgt zwar in Fremdwährung, insbesondere US-Dollar, aber die Gamegenic führt ein US-Dollar Konto und auch ihre Kunden zahlen häufig in US-Dollar.

Wechselkursänderungen haben zwar generellen Einfluss auf das in EUR umgerechnete Preisniveau der Warenbezüge, bei nachhaltigen Wechselkursänderungen werden diese aber über Verkaufspreisanpassungen berücksichtigt, sodass Handelsmargen dadurch stabil bleiben.

3. Gesamtaussage

Die Gesamtchancen- und Risikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelchancen- und -risiken. Nach den zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen, bestehen keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten.

 

Essen, den 29.04.2024

Alberto Adrian Alonso Perez

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