Insight Marketing GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Werbeagenturen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Schneider seit 31.10.2023 | Prokura |
Marcel Fahnenstich seit 19.9.2023 | Prokura |
Thomas Paetsch seit 30.1.2020 | Prokura |
Gregor Bommel seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Wilfried Dr. Hatke seit 1.8.2019 | Prokura |
Frank Kauertz seit 1.8.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Polyplastics Co., Ltd. | 51.00% |
Daicel Corporation | 49.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Topas Advanced Polymers GmbHRaunheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Topas Advanced Polymers GmbH hat ihren Sitz in Raunheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter HR B 99384 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Posten beinhaltet entgeltlich erworbene Software, die regelmäßig linear über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben wird. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Im Zusammenhang mit der Errichtung einer zweiten Produktionsanlage in Leuna wurden Zinsen für Fremdkapital in Höhe von TEUR 4.658 unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau aktiviert. Die Abschreibungen werden grundsätzlich unter Berücksichtigung der in Anlehnung an die steuerlichen Abschreibungstabellen geschätzten voraussichtlichen Nutzungsdauern nach der linearen Methode vorgenommen. Die den Abschreibungen zu Grunde liegenden Nutzungsdauern betragen für Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 30 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 10 Jahre. Abnutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 800,00 nicht übersteigen, werden sofort als Aufwand erfasst. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten angesetzt. Die Bestandswerte werden zum Stichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, indem ein Abgleich mit den Wiederbeschaffungskosten erfolgt und der niedrigere Wert zum Ansatz kommt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen, soweit sie im Zusammenhang mit der Fertigung stehen, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert. Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, jeweils unter Berücksichtigung notwendiger Wertberichtigungen. Bankguthaben in EURO wurden zum Nennwert angesetzt, solche in Fremdwährung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gem. der Projected Unit Credit Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) berechnet. Die Abzinsung erfolgte auf der Grundlage des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis (Personalaufwand) erfasst. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,75 % (Vorjahr: 2,75 %), die jährlichen Steigerungen der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung mit 2,50 % (Vorjahr: 2,50 %) sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) berücksichtigt. Es wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 356). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Jubiläumsrückstellungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Dabei wird für Jubiläumsverpflichtungen ein Abzinsungssatz von 1,80 % (Vorjahr: 1,5 %) zu Grunde gelegt. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen ungewisse Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) passiviert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutsche Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Die Abzinsung bei der erstmaligen Rückstellungsbildung erfolgt nach der Nettomethode. Der unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen ermittelte Erfüllungsbetrag der Rückstellung für Abbruchverpflichtungen wurde ausgehend vom voraussichtlichen Abbruchzeitpunkt mit 1,5 % p. a. abgezinst. Die Zuführung der Rückstellung erfolgt ratierlich bis zum voraussichtlichen Rückbautermin. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EURO umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr am Tage des Geschäftsvorfalls bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, wurde dieser angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Gesellschaft hat, aufgrund einer Rahmen-Treuhandvereinbarung zur Sicherung von Langzeitkonten, eine Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorgenommen. Die Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der verrechneten sonstigen Vermögensgegenstände beträgt EUR 1.010.778,76. Der Erfüllungsbetrag der sonstigen Verbindlichkeiten beträgt EUR 1.010.778,76. Zu verrechnende Erträge und Aufwendungen haben sich nicht ergeben. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend im Anlagespiegel dargestellt:
Umlaufvermögen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.747 (Vorjahr: TEUR 45.164) beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.537 (Vorjahr: TEUR 2.695) aus Lieferungen und Leistungen. Der Posten enthält zudem Forderungen gegen sonstige verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.901 (Vorjahr: TEUR 3.300) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 10.309 (Vorjahr: TEUR 39.169) aus Cashpool-Vereinbarungen. Insgesamt betragen die Forderungen gegen Gesellschafter TEUR 11.846 (Vorjahr: TEUR 41.864). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, mit Ausnahme einer Darlehensforderung in Höhe von TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 1.418) sowie Mietkautionen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 17), haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern Der sich nach der Steuerbilanz ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz. Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus Differenzen im Vorratsvermögen (unfertige und fertige Erzeugnisse), bei den Pensionsrückstellungen, den Personalrückstellungen (Jubiläumsverpflichtung) sowie den sonstigen Rückstellungen (Rückbauverpflichtung). Außerdem ergeben sich aktive latente Steuern aus körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich mindestens in Höhe der Sockelbeträge von EUR 1,0 Mio. genutzt werden können. Die Bewertung der Differenzen erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) in Höhe von rd. 35 % (vor Verlustverrechnung). Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuern zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Zum 31. März 2024 weist die Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 5.241 (Vorjahr: TEUR 12.868) aus. Die Gesellschafter haben bei Gesellschafterdarlehen von insgesamt TEUR 52.500 für Kreditverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 42.500 einen Rangrücktritt hinter alle anderen Gläubiger erklärt, und eine Tilgung darf nur aus zukünftigem Bilanzgewinn oder sonstigem freien Vermögen erfolgen. Die den Rangrücktritt übersteigenden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.000 sind am 29. März 2025 fällig. Aus der buchmäßigen Überschuldung der Gesellschaft ergibt sich keine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechts, weil die Gesellschafter für Kreditverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 42.500 einen Rangrücktritt hinter alle anderen Gläubiger erklärt haben und sich aus der mittelfristigen Liquiditätsplanung der Gesellschaft eine positive Fortführungsprognose ableiten lässt. Der Fortbestand der Gesellschaft ist somit nicht gefährdet. Eigenkapital Das Stammkapital zum 31. März 2024 in Höhe von TEUR 100 wird zu 49 % von der DAICEL Corporation, Osaka/Japan, und zu 51 % von der POLYPLASTICS Co., Ltd., Tokio/Japan, gehalten. Das Stammkapital ist durch kumulierte Verluste vollständig aufgebraucht. Verbindlichkeiten und Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 7.667 (Vorjahr: TEUR 5.910) beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 1.250 (Vorjahr: TEUR 1.005), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 2.527 (Vorjahr: TEUR 1.759), eine Rückstellung über TEUR 1.846 (Vorjahr: TEUR 1.740) für Abbruchverpflichtungen sowie Inspektionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.044 (Vorjahr: TEUR 1.226). Laufzeiten und Besicherung der einzelnen Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 67.038 (Vorjahr: TEUR 66.489) eine Restlaufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren und in Höhe von TEUR 28.769 (Vorjahr: TEUR 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Eigene Sicherheiten wurden nicht bestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 53.068 (Vorjahr: TEUR 60.874), davon betreffen TEUR 52.500 (Vorjahr: TEUR 60.500) Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern, von denen TEUR 42.500 aus nachrangig gestellten Darlehen (Vorjahr: TEUR 42.500), TEUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 0) aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 10.000) aus Darlehen mit einer Restlaufzeit von über einem, aber unter fünf Jahren resultieren. TEUR 523 (Vorjahr: TEUR 315) resultieren aus Zinsverbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weitere Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern aus laufenden Verrechnungen betragen TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 59) und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern TEUR 53.068 (Vorjahr: TEUR 60.874). Verbundene Unternehmen Der Kreis der verbundenen Unternehmen beinhaltet alle Konzernunternehmen der DAICEL Corporation, Osaka/Japan. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie Leasingverpflichtungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 938 (Vorjahr: TEUR 1.056). Das Bestellobligo (Neubau der Produktionsanlage in Leuna) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 36.180 (Vorjahr: TEUR 37.289). V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse werden im Wesentlichen im Bereich Verpackung und Medizin/Diagnostik erzielt. Die regionale Aufteilung der Umsätze ist wie folgt:
*) einschließlich Türkei und Israel Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 74.433 (Vorjahr: TEUR 75.577) beinhalten Umsätze mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 27.890 (Vorjahr: TEUR 36.768). sonstige betriebliche Erträge Es werden außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 775 aus Versicherungserstattungen ausgewiesen. VI. Sonstige Angaben Anzahl der Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter, ohne Geschäftsführung und Auszubildende/Praktikanten, betrug 89 (Vorjahr: 82), von denen 38 (Vorjahr: 30) gewerbliche Arbeitnehmer und 51 (Vorjahr: 52) Angestellte waren. Gesamthonorar gemäß § 285 Nr. 17 HGB Die Honorare betrugen für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 35 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 16. Name und Sitz des Mutterunternehmens DAICEL Corporation, Osaka/Japan Die Offenlegung des Konzernabschlusses (für den kleinsten und gleichzeitig größten Konsolidierungskreis), in den die Gesellschaft einbezogen wird, erfolgt beim Ministry of Finance, Local Finance Office in Tokio/Japan, unter der Nummer 4202. Unternehmensorgane Zu Geschäftsführern waren bestellt: Herr Gregor Bommel, Bad Homburg v. d. Höhe (Geschäftsführer Marketing & Finanzen) Herr Frank Kauertz, Grevenbroich (Geschäftsführer Produktion & Forschung) Zum Beirat wurden bestellt: Herr Akihisa Takabe (Senior Managing Executive Officer, DAICEL Corporation) (bis 28. Juni 2024) Herr Miguel de Quintanilha Mantas (CEO, Managing Director and Member of the Executive Board of Allnex Belgium SA) Herr Shoji Sanada (Chief of Production Technology Center, Production Div. Responsible for COC Project and LCPG, POLYPLASTICS Co., Ltd.) Herr Makoto Nakajima (General Manager of Corporate Support Div., Responsible for Risk Management and Corporate Compliance, POLYPLASTICS Co., Ltd.) Herr Keisuke Goto (Vorsitzender, Executive Officer, General Manager of Corporate Strategy Division, POLYPLASTICS Co., Ltd.) Herr Naotaka Kawaguchi (DAICEL Corporation, General Manager, Production Management Headquarters, Responsible for Engineering Center, Responsible for Monozukuri Production Innovation Center) (ab 28. Juni 2024) Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr EUR 25.000,00. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Aufgrund eines Kabelbrands in der Produktionsanlage in Oberhausen am 11. April 2024 kam es zu einem unvorhergesehenen, längerfristigen Produktionsausfall. Daher konnte im 2. Quartal 2024 nicht vollumfänglich produziert werden. Aufgrund einer bestehenden Betriebsunterbrechungs-Versicherung ergaben sich keine weiteren negativen finanziellen Auswirkungen. Die finale Versicherungserstattung wird im 3. Quartal 2024 erfolgen.
Raunheim, den 2. September 2024 Topas Advanced Polymers GmbH gez. Gregor Bommel, Geschäftsführer gez. Frank Kauertz, Geschäftsführer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.3.2024 der Topas Advances Polymers GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 30.9.2024 festgestellt worden. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Angaben zum Unternehmen/Geschäftsmodell Die Topas Advanced Polymers GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen der chemischen Industrie (Bereich der Kunststofferzeugung). Das Kerngeschäft der Topas Advanced Polymers GmbH basiert auf dem spezifischen Portfolio diverser Produktvarianten von Cycloolefin Copolymeren (COC) mit dem Handelsnamen TOPAS®. TOPAS Cycloolefin Copolymere vereinen ausgezeichnete Transparenz, überragende Wasserdampfbarriere und Biokompatibilität, hohe Festigkeit und Steifigkeit mit einer sehr niedrigen Schwindung und geringem Verzug. TOPAS COC sind - im Gegensatz zu den teilkristallinen Polyolefinen PE und PP - amorphe, transparente Copolymere auf der Basis von cyclischen und linearen Olefinen. Sie stellen damit eine neue Klasse polymerer Werkstoffe dar, deren Eigenschaftsprofil über einen sehr weiten Einsatzbereich variiert werden kann. Die Polymerklasse der Cycloolefin Copolymere (COC) weist ausgezeichnete Transparenz (Haze-Werte kleiner 1 und Transmissions-Werte bis 92 %), überragende Wasserdampfbarriere (um den Faktor 10 höher als lineare Polyolefine) und Biokompatibilität (gute Blutverträglichkeit und geringe Proteinadsorption) auf. Im Gegensatz zu linearen Polyolefinen sind COCs in Festigkeit und Steifigkeit deutlich erhöht, dies führt zu sprödem Werkstoffverhalten und COCs weisen aufgrund ihrer Anisotropie (amorphe Struktur) geringen Verzug bei sehr niedriger Schwindung auf. Für TOPAS als Mitglied dieser Polymerklasse treffen diese Charakteristika genauso zu. Die Gesellschaft nahm ihre eigenständige operative Tätigkeit zum 1. Januar 2006 auf. Im Rahmen eines Asset Deals erwarben die neuen japanischen Gesellschafter DAICEL Corporation (Sitz in Osaka/Japan) und POLYPLASTICS Co., Ltd (Sitz in Tokio/Japan) alle Aktivitäten als ein gemeinsam geführtes Unternehmen. Die Gesellschaft verfügt über eine Produktionsanlage mit angeschlossener Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Oberhausen und eine im Bau befindliche zweite Produktionsanlage in Leuna sowie Marketing- und Administrationsabteilungen am neuen Firmensitz in Raunheim. Die TOPAS Vertriebsaktivitäten werden durch das Schwesterunternehmen Polyplastics USA Inc. (Sitz in Farmington Hills, MI USA) für den amerikanischen Kontinent und im Raum Asien/Pazifik durch die Muttergesellschaft POLYPLASTICS Co., Ltd (Sitz in Tokio/Japan) durchgeführt. Für den Vertrieb im Raum EMEA ist die Marketing- und Sales-Abteilung in Raunheim zuständig. 2. Wirtschaftliches Umfeld und Geschäftsverlauf 2023/2024 Die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft verzeichnete im vergangenen Kalenderjahr 2023 mit einer globalen Zuwachsrate des Weltwirtschaftswachstums laut dem IWF von etwa 3,2 % immerhin noch einen positiven Wert, wobei der Trend zeitweise drohte, ins Negative abzurutschen und eine, zumindest regionale, Rezession unausweichlich erschien. Nach der überwundenen Pandemie ließen andauernde geopolitische Krisen, wie primär durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine im nahtlosen Übergang zur Rohstoff- und Energiekrise, die Wirtschaft in Ungewissheiten und im Dauerstress verharren. Eine anfällige Volatilität der Weltkonjunktur stellt alle Wirtschaftsteilnehmer vor eine permanente Herausforderung. Die globale Gesamtinflation wird sich voraussichtlich von 6,8 % im Jahr 2023 auf 5,9 % im Jahr 2024, getragen von zurückgehenden Energie- und Rohstoffpreisen, weiter verringern. Die Nivellierung der Inflation auf "gewohnte Größenordnungen" ist in den meisten Regionen wieder ab 2025 zu erwarten. Die Sorge zu einer geopolitischen Fragmentierung in Blöcke steht offensichtlich im Raum und würde dem Welthandel und globalen Synergien für Wachstum unweigerlich schaden und direkte Investitionen potenziell im großen Umfang verhindern. Hier ruhen die Hoffnungen auf politischem Geschick und der Wahrung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen. Der Rohölpreis, welcher sich für das vergangene Kalenderjahr in einem relativ engen Korridor um 80 US$/bbl im 1. Halbjahr beruhigt hatte, zeigte im zweiten Halbjahr wieder Spitzen mit über 95 US$/bbl auf. Hier ist darauf zu hoffen, dass die nun wieder merkliche Entspannung, in erster Linie wohl aufgrund des geringeren weltweiten Bedarfs und Förderkürzungen, anhalten wird. Maßnahmen der OPEC und anderer Anbieter mögen versuchen dem entgegenzuwirken. Die erdölabhängigen Rohstoff- und Energiepreise, also Erdgas, Strom und Dampf, bewegten sich im Umfeld der stagnierenden Wirtschaft, speziell im Euroraum, und der damit einhergehenden schwächelnden Nachfrage auf einem niedrigeren Niveau über das Jahr gesehen gegenüber der Vorperiode. Die abgeschlossenen Vereinbarungen zu Rohstoff- und Energielieferverträgen machten es uns nicht möglich, weitere Vorteile aus den teilweise vorteilhaften, kurzfristig reduzierten Marktkonditionen zu ziehen. Das andauernde Wachstum in einigen wichtigen Märkten, wie Medizin, blieb ungebrochen, so auch im Bereich Verpackung. Hier finden sich Trends der "Circular Economy" mit dem erklärten Ziel der Nachhaltigkeit und "Sustainable Development" Initiativen als maßgebliche Größen und Determinanten für zukünftiges, marktgerechtes Wachstum wieder. Dennoch mussten wir, hier speziell in USA, Abstriche in unseren Wachstumsaspirationen verkraften, da einige Schlüsselanwendungen und -projekte sich vor Ort in Zusammenarbeit mit Kunden bzw. deren Kunden einfach nicht rechtzeitig realisieren ließen. Erschwerend hinzu kam die generelle schwache Marktnachfrage im Verpackungsbereich und damit die schwächelnde Auftragssituation vieler Kunden. Ausgehend von einem bisher moderaten EUR-Wechselkursverhältnis über die letzten drei Jahre wirkte sich die Stabilität des EUR gegenüber dem USD eher positiv, hingegen die anhaltend andauernde Stärke gegenüber dem ¥EN im abgelaufenen Kalenderjahr negativ auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation aus. Die erwartete solide Erholung der Weltproduktion, berechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten, hat im Jahr 2023 mit 3,1 % zwar in etwa so stark wie im mittelfristigen Trend abgeschnitten, dennoch litten Industrieproduktion und Welthandel gleichermaßen unter den Belastungen der geopolitischen Krisen, über geraume Zeit unterbrochenen Lieferketten, den weltweit hohen Inflationsraten und nicht zuletzt starker Schwankungen in vielen der führenden Regionen weltweit. Die Vermarktung der Produkte konzentrierte sich auf unterschiedliche etablierte Marktsegmente, wie Medizin und Verpackungen, aber durchaus mit zusätzlichem Fokus auf neue Verpackungsanwendungen und die Pflege und Erweiterung unseres Kundenstamms für unser bestehendes Produktportfolio. Die Branche Medizintechnik und Diagnostik entwickelte sich hierbei mit einem diesjährigen sehr starken, aber auch von kurzzeitigen Lagereffekten positiv beeinflussten Umsatzplus von mehr als 30 % und bleibt nachhaltig auf vielversprechendem Niveau. TOPAS ist hier nach unserer Einschätzung in einer Vielzahl von Anwendungen etabliert und in mehreren langjährigen Entwicklungsprojekten gut positioniert. Die Nachfrage nach pharmazeutischen Primärverpackungen und Diagnostikanwendungen haben hier eine maßgebliche Rolle gespielt. Die Optikbranche, die fast ausschließlich von Asien bestimmt wird, bietet weiter sehr dynamische Möglichkeiten und Potenzial mit Wachstumsraten zwischen 10 - 20 % p. a., aber gleichermaßen auch den höchsten Wettbewerbsdruck. Die immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, gerade im Bereich Elektronik, erschweren die Vorhersage langfristigen Wachstums vieler TOPAS Entwicklungen. Der Bereich optische Folien blieb weit hinter unseren Erwartungen zurück und war offensichtlich von stark reduziertem Verbraucherkonsumverhalten geprägt. Mittelfristig halten wir daran fest, als TOPAS keine zusätzlichen Ressourcen im Bereich der optischen Folien zu investieren. Die Verpackungsbranche, deren Absatzvolumen traditionell in der Größenordnung 3 - 5 % p. a. wächst, beinhaltet mit Abstand den größten potenziellen Markt. Im vergangenen Jahr ging aber der teilweise stark reduzierte Konsum nicht spurlos am allgemeinen Folienbedarf vorüber. TOPAS baut in diesem Bereich auf die Substitution vorhandener Materialien und Produktlösungen. Begünstigt durch höhere Qualitätsanforderungen, verstärktes Umweltbewusstsein und neue Technologien, insbesondere in den Bereichen Barriere-, Dreheinschlags- und Schrumpffolien sowie Schrumpfetiketten, konnten der Absatz und der Umsatz um bis zu 5 % gesteigert werden. Wichtig für die weitere Entwicklung werden die zusätzliche Kommerzialisierung im Bereich Monomateriallösungen für Polyolefine speziell in Europa. Schwergewicht im Bereich Verpackung ist in erster Linie unser europäisches Geschäft, was auch im Einklang mit diversen Initiativen speziell zur Nachhaltigkeit im Bereich von Kunststoffverpackungen und deren Recyclingfähigkeit steht. Hier haben nicht nur die Legislative, sondern auch viele führende Markenhersteller, sogenannte "Brand Owner", aber auch marktführende Handelsketten, eine Vorreiterrolle übernommen. Die Auftragslage und Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr sind daher wieder durchweg positiv und beinhalten wieder diverse neue Anwendungen mit bestehenden und neuen Kunden. Alles in allem ist TOPAS in einer Vielzahl von sehr breit diversifizierten Anwendungen im Einsatz und in der Entwicklungspipeline sehr unterschiedlicher Branchen vertreten, was im Besonderen im Hinblick auf die extremen Schwankungen in einigen Schlüsselindustrien, wie z. B. Automobil etc., sich nun und nach unserer Auffassung in Zukunft als Vorteil erweist. Ertragslage Die gesetzlichen Vertreter definieren im Wesentlichen die Ziele für die Gesellschaft betreffend die Ertragslage auf Basis der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses bzw. operativen Ergebnisses (EBIT). Die nachfolgenden Darstellungen zeigen die genaue Entwicklung und die Effekte für das Geschäftsjahr 2023/2024 sowie das zu vergleichende Geschäftsjahr 2022/2023. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 von 75,6 Mio. EUR um 1,1 Mio. EUR auf 74,4 Mio. EUR gesunken. Im Rahmen des leichten Rückgangs lag die Umsatzentwicklung damit unterhalb der Erwartungen des ursprünglichen Budgets. Hauptsächlich ergab sich dieser Umsatzrückgang aus den Währungsschwankungen des Exportgeschäftes. Die Regionen Amerika und Asien werden ausschließlich von verbundenen Unternehmen versorgt. Mit verbundenen Unternehmen wurden Umsatzerlöse in Höhe von 27,9 Mio. EUR (Vorjahr: 36,8 Mio. EUR) realisiert. Der Materialaufwand inklusive bezogener Leistungen ist im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 um 15,8 Mio. EUR auf 43,0 Mio. EUR gesunken. Diese Reduktion ist auf moderatere Preise für Rohstoffe und besonders Energien zurückzuführen. Bedingt durch die zeitweise reduzierten Notierungen bei Rohstoffen und Energien sank die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen) auf 58,4 % (Vorjahr: 69,9 %). Der Personalaufwand betrug 11,7 Mio. EUR (Vorjahr: 10,6 Mio. EUR). Der Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 ist in erster Linie durch eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2023/2024 begründet. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) ist bei einer um 10,5 Mio. EUR niedrigeren Gesamtleistung gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 um 3,2-Prozentpunkte auf 15,8 % gestiegen. Die Abschreibungen betragen 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 7,2 Mio. EUR (Vorjahr 7,5 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis hat sich aus den dargestellten Effekten gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 um 5,8 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023/2024 verbessert, blieb aber unter den Erwartungen des Budgets. Das Geschäftsjahr 2023/2024 schließt mit einem Jahresüberschuss von 7,6 Mio. EUR ab (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Finanzlage Der Cashflow nach DVFA/SG betrug im Geschäftsjahr 11.597 TEUR (Vorjahr: 7.963 TEUR). Der Cashflow - Return on Investment (CF-ROI = Cashflow, Ertragsteuern, Zinsaufwand : Gesamtkapital) beträgt 7,9 % (Vorjahr: 5,7 %). Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit wurden durch weitere planmäßige Kreditinanspruchnahmen bei unserer Hausbank gedeckt. Die Gesellschafterdarlehen betragen zum Stichtag 52,5 Mio. EUR (davon DAICEL Corporation 28,275 Mio. EUR und Polyplastics 24,225 Mio. EUR). Die Darlehensgeber haben ausdrücklich für 42,5 Mio. EUR den Nachrang ihrer Darlehensforderungen hinter die in § 39 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 InsO bezeichneten Forderungen erklärt. Die Fälligkeit der den Rangrücktritt übersteigenden Darlehen in Höhe von jetzt 10,0 Mio. EUR ist im März 2025. Aus der buchmäßigen Überschuldung der Gesellschaft ergibt sich daher keine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechtes, auch vor dem Hintergrund der Planung über ausreichende Liquidität in den Folgejahren. Der Fortbestand der Gesellschaft ist somit nicht gefährdet. Zum Stichtag bestehen darüber hinaus keine weiteren offenen Kreditlinien. Das Anlagevermögen ist vollständig durch langfristige Gesellschafter- und mittel- bzw. langfristige Bankdarlehen finanziert. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag von 161,2 Mio. EUR auf 193,4 Mio. EUR (entspricht einem Anstieg von 32,2 Mio. EUR) erhöht. Bei den Aktiva kam es zu einer Erhöhung des Anlagevermögens um 69,0 Mio. EUR, einem Bestandsabbau der Vorräte in Höhe von 0,1 Mio. EUR sowie um 29,1 Mio. EUR verminderte Forderungen. Bei den Passiva haben sich die Rückstellungen um 2,0 Mio. EUR und die Verbindlichkeiten um 30,2 Mio. EUR erhöht. Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 69,0 Mio. EUR auf 134,3 Mio. EUR gestiegen. Der Grund liegt im Wesentlichen in der Errichtung der zweiten Produktionsanlage in Leuna. Die Anlage wird voraussichtlich im April 2026 fertiggestellt und die bis zum 31. März 2024 angefallenen Kosten werden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen. Die Vorräte haben sich von 26,1 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR verringert. Die Umschlaghäufigkeit der Vorräte (Umsatzerlöse/durchschnittlicher Vorratsbestand) beträgt im Geschäftsjahr 2,9 (Vorjahr: 3,7). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne verbundene Unternehmen) fielen um 1,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR), während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (betrifft im Wesentlichen Cashpool-Forderungen) um 31,4 Mio. EUR gesunken sind. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 53,1 Mio. EUR, 52,5 Mio. EUR davon betreffen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die faktisch dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen (Vorjahr: 60,5 Mio. EUR) und für die in Höhe von 42,5 Mio. EUR ein Rangrücktritt der Darlehensgeber besteht. Der Anstieg der Verbindlichkeiten in Höhe von 30,2 Mio. EUR resultiert hauptsächlich aus der Aufnahme von Bankdarlehen (+40,0 Mio. EUR) und einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+6,1 Mio. EUR). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Neben finanziellen Leistungsindikatoren sind die Kundenzufriedenheit, die wir regelmäßig im Rahmen globaler Kundengespräche hinterfragen, und unsere Mitarbeiter, die grundsätzlich über eine fundierte Ausbildung und langjährige Berufserfahrung verfügen, wesentliche Leistungsindikatoren. Unsere Fluktuationsrate ist seit Jahren im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich auf einem stabilen und gesunden Niveau. Weiterhin legen wir großen Wert auf die Förderung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und unterstützen hier individuelle Maßnahmen umfänglich. An beiden Standorten Leuna und Oberhausen engagieren wir uns weiterhin im Bereich Ausbildung und bilden hier im technischen Bereich jedes Jahr neue Mitarbeiter aus. Die Kundenzufriedenheit beinhaltet vor allem unser Bestreben, in enger Zusammenarbeit neue innovative Produktlösungen unserer Kunden zu ermöglichen und diese zu beschleunigen. 3. Forschung & Entwicklung Die Gesellschaft betreibt neben der bestehenden Produktionsanlage in Oberhausen Forschung und Entwicklungsaktivitäten am Standort. Dem Markt steht ein Portfolio an verschiedenen TOPAS-Typen und Qualitäten zur Verfügung. Die Tiefe an verschiedenen Basistypen ermöglicht eine beliebige Weiterentwicklung in Form von Compounds, die maßgeschneidert auf Kundenbedürfnisse auch mithilfe externer Partner umgesetzt werden können, bevor diese die kritische Losgröße zum Scale-up in der Produktionsanlage in Oberhausen erreichen. Unser Engagement im Bereich F & E wird auch weiterhin konzeptionell von unseren Kollegen aus Japan im globalen Verbund unterstützt. Hier besteht auch künftig die Option, die Einrichtungen unserer Gesellschafter für Kundenprojekte gleichermaßen wie für konzerninterne Projekte und Entwicklungen zu nutzen. Einer der wesentlichen Beweggründe für den Umzug nach Raunheim war die Einrichtung des TSC (Technical Solution Centers) für den europäischen Markt, das abgestimmt auf lokale Kundenanforderungen im Jahr 2021 in vollumfänglichen Betrieb gegangen ist. 4. Risikobericht/Risikomanagement/Operative Risiken und Chancen Selbst nach der Überwindung der COVID-19-Krise und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft bleibt jedem Marktteilnehmer bewusst, dass qualifiziertes gesundes Personal die Voraussetzung für den reibungslosen Betrieb jeder Unternehmung ist und bleibt. Die Topas Advanced Polymers GmbH bildet hier keine Ausnahme. Ohne gesunde Mitarbeiter ist der Betrieb unserer Produktion, als Herzstück unseres Geschäftes, nicht denkbar. Vor dem Hintergrund des allgemeinen Fachkräftemangels in Deutschland legen wir besonderen Fokus auf die erfolgreiche Rekrutierung von kompetenten und motivierten Talenten für unsere neue Produktionsanlage in Leuna. Bis dato konnten wir ein qualifiziertes Projektteam mit Schlüsselpersonen, auch für den späteren Betrieb der Anlage, rekrutieren. Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft hängt darüber hinaus von der kommerziell erfolgreichen Entwicklung geeigneter Produkte für verschiedene Anwendungen ab. Hierzu müssen die relevanten Marktkräfte und -potenziale rechtzeitig erkannt und mit dem geeigneten Produkt bedient werden. Da diese Entwicklung in einem hochdynamischen, insbesondere bei den lukrativen Anwendungen, vom starken Wettbewerb geprägten Umfeld stattfindet, sind die Erfolgsaussichten mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Die Gesamtkapazität der Produktionsanlagen, nach Fertigstellung der zweiten Produktionsanlage in Leuna voraussichtlich im April 2026, wird sich von bisher rd. 15.000 t/Jahr auf 35.000 t/Jahr bis 40.000 t/Jahr erhöhen. Aufgrund der bestehenden Nachfrage gehen wir davon aus, dass die Auslastung beider Produktionsstätten kurzfristig erreicht und eine Amortisation der Investitionskosten, auch vor dem Hintergrund der gestiegenen Zinsen bzw. Zinsbelastung etc., im geplanten Zeitraum erzielt wird. Dennoch ist dies mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Der Wechselkurs des Euros zeigte sich im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 gegenüber dem US$ äußerst stabil in einer sehr engen Schwankungsbandbreite um 1,08 US$/EUR und wirkte sich damit in Summe nur marginal erlöserhöhend auf unser Ergebnis aus. Demgegenüber hat sich der Japanische ¥en im Laufe des Geschäftsjahres 2023/2024 weiter von 145 auf 160 ¥en/EUR stetig verbilligt. Der zukünftige Umsatzanteil in Fremdwährung wird sich auf knapp 50 % erhöhen. Die Gesellschaft kann sich den Wechselkursen und deren Trends nicht entziehen, sodass der zukünftige Verlauf durch einen stärkeren Euro, sofern keine Preiserhöhungen in Fremdwährung umgesetzt werden könnten, einen durchaus negativen Einfluss auf unsere direkte Ertragskraft haben kann. Das Management analysiert die Wechselkursentwicklungen, um mögliche Preisanpassungen rechtzeitig durchführen zu können. Alle unsere Kerngeschäftsprozesse sind in unserem ERP-System SAP/PR3 abgebildet, und es besteht Transparenz über die Kosten- und Ertragsentwicklung. Im Zuge der Erstellung unserer Monatsergebnisse werden Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt und Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken zu erkennen. Diese Varianzanalysen sind Gegenstand unserer monatlichen Managementbesprechungen, die alle Geschäftsfunktionen einbeziehen und nicht zuletzt auch Bestandteil unserer monatlichen Berichterstattung an unsere Gesellschafter sind. Unsere Produktionsanlage erfordert ein hohes Maß an Anlagensicherheit im Betrieb und innerhalb der Werksinfrastruktur, daher wird u. a. großer Wert auf planmäßige, vorbeugende Instandhaltung gelegt. Die Gewährleistung der Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Schutz der Umwelt sind wichtige Unternehmensziele, die ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik sind und deren jährliche Zielerreichung wir kontrollieren. Unsere mittlere Unfallquote der letzten 5 Jahre liegt noch unterhalb der bereits sehr niedrigen Werte in der chemischen Industrie (LTIR = ca. 3 gg. 18 promille - Jahr 2020). Die Topas Advanced Polymers GmbH wurde für alle wesentlichen Geschäftsfunktionen nach ISO zertifiziert. Diese Zertifizierung wird alle drei Jahre durchgeführt und wurde im Mai 2024 erstmalig durch INTERTEK in Übereinstimmung mit der ISO 9001:2015 und der ISO 50001:2018 akkreditiert. Beide Audits wurden erfolgreich abgeschlossen. Zur Vermeidung finanzieller Nachteile aus Haftungsrisiken und/oder Schadensfällen haben wir entsprechende Versicherungen für die Bereiche Kredit-, Haftpflicht-, Betriebsunterbrechungs-, Sach-, Lager- und Transportversicherung etc. abgeschlossen. Die Deckungssummen und Konditionen werden jährlich überprüft. Finanzielle Risiken Zum Bilanzstichtag 31. März 2024 gab es keine ungeklärten Kundenansprüche, wie Reklamationen, Entschädigungsforderungen usw., die unser Ergebnis belastet hätten. Den Ausfallrisiken für Forderungen wird durch ein gezieltes Forderungsmanagement begegnet (Kreditlimit-Überwachung, Warenkreditversicherung und Überwachung der Altersstruktur). Die überschüssigen flüssigen Mittel der Gesellschaft werden bei zwei Geschäftsbanken erstklassiger Bonität als Tagesgeld angelegt. Mit einem nennenswerten Ausfallrisiko ist daher nicht zu rechnen. Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen aus der Änderung des Tagesgeldzinssatzes sind nicht als wesentlich einzustufen. Für die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit Fälligkeit bis 2025 werden die Zinssätze jährlich festgelegt. Für Darlehen mit Rangrücktritt werden die Zinssätze jeweils für ein halbes Jahr festgelegt. Aufgrund der hohen Verschuldung könnten schon geringe Zinserhöhungen zu nennenswerten Mehrbelastungen in den kommenden Jahren führen. Zum 31. März 2024 weist die Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR) aus. Die Gesellschafter haben bei Gesellschafterdarlehen von insgesamt 52,5 Mio. EUR für Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 42,5 Mio. EUR einen Rangrücktritt hinter alle anderen Gläubiger erklärt. Eine Tilgung darf nur aus zukünftigem Bilanzgewinn oder sonstigem freien Vermögen erfolgen. Die Fälligkeit der den Rangrücktritt übersteigenden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 10,0 Mio. EUR ist im Rahmen der Gesellschafterbeschlüsse bis Ende März 2025 verlängert worden. Die Geschäftsführung geht aber davon aus, dass zur Sicherung der Liquidität der Gesellschaft eine Verlängerung der in dem Jahr 2025 fälligen Kredite, zumindest in wesentlichen Teilen, notwendig sein wird und überwiegend wahrscheinlich ist. Gemäß unseren Planungen können ausreichende Zahlungsmittelüberschüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit unter Zugrundelegung der Wachstumsplanungen zukünftig erwirtschaftet werden. Die Sicherung der zukünftigen Liquidität durch weitere Unterstützung der Gesellschafter, von den Investitionstätigkeiten einmal abgesehen, u. a. vor dem Hintergrund der bisherigen Geschäftsentwicklung, scheint nicht mehr notwendig. Folglich lässt sich aus der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung der Gesellschaft eine positive Fortführungsprognose ableiten. Sollten die Planungen betreffend des Umsatzwachstums und der deutlichen Verbesserung der Innenfinanzierung, auch im Zusammenhang mit den signifikanten Investitionen in die zweite Produktionsanlage in Leuna, wider Erwarten nicht realisiert werden können, wären weitere Stützungsmaßnahmen der Gesellschafter notwendig. 5. Prognosebericht Risiken für die Prognose liegen in einer Reihe von Unwägbarkeiten, die mit schwer vorhersehbaren Entscheidungen der Wirtschaftspolitik, nachhaltigem Wirtschaften, den Auswirkungen der zu erwartenden Energie- und Ölpreisveränderungen, aber auch geopolitischen Einflüssen zusammenhängen. Einige der ungünstigen Rahmenbedingungen, die für die Abschwächung der Weltkonjunktur im vergangenen Jahr wesentlich verantwortlich waren, haben sich zuletzt etwas verbessert. So sind die Rohstoffpreise und insbesondere die für Energie weiter gesunken. In der Folge hat sich auch die exorbitante Inflation etwas verringert. Das Risiko eines Abrutschens in eine ausgeprägte Rezession ist etwas gesunken. Allerdings ist das Niveau von umfragebasierten Frühindikatoren, wie den Einkaufsmanagerindizes, sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch in den Dienstleistungsbereichen, insgesamt rückläufig und durchaus weiter unbefriedigend. Ausschlaggebend für die nach wie vor gedämpften wirtschaftlichen Aussichten ist die scharfe Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und die Ausgabeneigung bremst. Unsere Annahmen bauen auf den angestellten Basisszenarien unterschiedlicher Quellen, wie dem IWF und dem IfW Kiel, die eine klare Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums, vor dem Hintergrund vielfältiger Unwägbarkeiten, vorhersagen. Dennoch ruht die Hoffnung auf einem stark reduzierten, in Summe aber noch positivem weltweiten Wachstum von 3,2 % der Gesamtwirtschaft jeweils im laufenden und im darauffolgenden Jahr 2025. Hierbei bemerkenswert bleibt, dass die Industriestaaten hier mit 1,7 % bzw. dann 1,8 % in diesen beiden Jahren eine sehr untergeordnete Rolle gegenüber den Schwellenländern spielen werden. Europa wird hier weiterhin unter den Regionen aller Voraussicht nach den schwersten Stand haben. Die Realität für unser Unternehmen beinhaltete für das vergangene Geschäftsjahr eine Normalisierung der Marktbedingungen, die uns wieder erlauben wird, den Fokus auf Wachstumschancen und Kundenentwicklungen zu legen. Einen wiederkehrenden negativen Effekt stellen Revisionsstillstände in der Chemie dar. Unser eigener nächster Stillstand in dieser Größenordnung steht erst wieder in 2026 an. Erfreulicherweise wird uns die voraussichtliche Inbetriebnahme unserer zweiten Anlage bis dahin im Jahre 2026 zusätzliche Flexibilität und Produktionsmengen zur Verfügung stellen. Der US-Dollar, als bestimmender Faktor gerade petrochemischer Rohstoffe, wird auch in der Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Produktion, wie unserer, mitbestimmen. Für die laufende Periode vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 plant die Geschäftsführung ein sehr starkes Umsatzwachstum, welches in erster Linie, ermöglicht durch die bestehende Kapazität, auf Zuwächse in den Bereichen Verpackung und Medizin in allen drei Regionen setzt. Wenn sich die Hauptkundenprojekte nicht nennenswert verzögern, wird sich dieErtragskraft des Unternehmens in den kommenden Jahren aufgrund unseres organischen Wachstums in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen weiter verbessern. Diese Entwicklung würde uns auch unempfindlicher machen gegenüber zyklischen Markttrends einzelner Segmente. Daher erwartet die Topas Advanced Polymers GmbH steigende Absatz- und Umsatzzahlen für den weltweiten Markt im zweistelligen Prozentbereich, mit bis zu 50 % in einzelnen Regionen. Dies gilt auch in Anbetracht der Tatsache, dass durch das reduzierte Wachstum der Weltwirtschaft mit wahrscheinlich nur ca. 3,2 % p. a. in den kommenden Jahren kein merklicher Rückenwind zu erwarten sein wird, konform mit den Einschätzungen des IWF im April dieses Jahres. Einige gewichtige Risiken für die Weltwirtschaft stellen die genannten Unwägbarkeiten und weitere Konsequenzen der andauernden Kriege, Energieversorgung und Energiepreise sowie die Inflation dar, die sich jedoch gegenwärtig weiter verringert. Risiken für die Finanzstabilität der Weltwirtschaft können noch mehr an Gewicht gewinnen. In den Vereinigten Staaten stehen wieder Präsidentschaftswahlen an, die ggf. auch einen Teil zur weiteren Zuspitzung von Handelskonflikten beitragen und die weltwirtschaftlichen Aktivitäten belasten können. In den kommenden Jahren bauen wir auf einen kontinuierlich wachsenden Umsatz. Die Grundlagen hierfür stellen einerseits die Verfügbarkeit unserer erweiterten Produktionskapazität, unsere Kundenbasis in bestehenden Anwendungen und auch die Erschließung neuer Marktsegmente dar. Ein weiterer Meilenstein für unser erfolgreiches Wachstum in die nächste Größenordnung soll die im Bau befindliche zweite Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 25 KT in Leuna sein, deren Inbetriebnahme im Jahr 2026 geplant ist. Auf der Kostenseite hatten wir in unserer Planung keine erhebliche Steigerung der Kostenposition bei Rohstoffen, Energien sowie Hilfs- und Betriebsstoffen, auf Basis des Geschäftsjahres 2023/2024, zu Grunde gelegt. Die zuletzt zu beobachtenden Preisniveaus wichtiger Vorprodukte, speziell beim Ethylen, als einem unserer Hauptrohstoffe, das sich im Jahresverlauf 2023 im globalen Vergleich nur seitwärts bewegt hat und damit nicht der internationalen Marktentwicklung folgt, werden sich u. a. nachfrageabhängig, aber auch in direkter Abhängigkeit des weiteren Weltgeschehens, sukzessive bis 2025 wieder auf dem Vorkrisenniveau stabilisieren. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wird nach derzeitiger Geschäftsentwicklung trotz der widrigen Umstände aufgrund des kommerziellen Erfolges einer großen Anzahl einzelner Entwicklungsprojekte und bestehender Kundenbedarfe eine weiterhin sehr gute Auslastung gewährleistet sein und mit etablierten Preismechanismen eine stabile Ertragslage erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 ist ein positives operatives Ergebnis (EBIT) in einer Größenordnung von 15,8 Mio. EUR, einhergehend mit einer steigenden Zinsbelastung, geplant. Darüber hinaus wird durch den steigenden Kreditumfang die Zinsbelastung ansteigen. Die weitere Planung für die Folgeperiode sieht weitere positive operative Ergebnisse auf Basis des bestehenden Produktportfolios vor. In den kommenden beiden Jahren bauen wir auf einen kontinuierlich wachsenden Umsatz im Durchschnitt von 20 - 25 %, der einerseits auf dem Ausbau unserer Kundenbasis in bestehenden Anwendungen und nachhaltigem Wachstum auch außerhalb Europas, andererseits aber auch auf der Erschließung neuer Marktsegmente und Produktklassen beruht. Dank der zu erwartenden soliden Geschäftslage und weiterer Kosteneinsparungsprojekte wird für das neue Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 und die Folgejahre ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erwartet. Für den geplanten und in Durchführung befindlichen Neubau unserer weiteren Anlage am neuen Standort Leuna, Sachsen-Anhalt, stehen zusätzliche Bankdarlehen zur Verfügung. Im Laufe der nächsten zwei Jahre sind Sachinvestitionen in der Größenordnung von 200 - 230 Mio. EUR eingeplant, die in erster Linie ausgerichtet sind auf die signifikante Erweiterung der bestehenden Polymerkapazität mit der Neuanlage, weitere Prozessverbesserungen, die Einhaltung von gesetzlichen Auflagen und die erhöhte Anlagensicherheit in der Produktionsanlage in Oberhausen.
Raunheim, den 16. Juni 2024 Topas Advanced Polymers GmbH gez. Gregor Bommel, Geschäftsführer gez. Frank Kauertz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Topas Advanced Polymers GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Topas Advanced Polymers GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Topas Advanced Polymers GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und ● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Abschnitt 4. Risikobericht/Risikomanagement/Operative Risiken und Chancen des Lageberichtes. Es wird berichtet, dass sich die Gesamtkapazität der Produktionsanlagen, nach Fertigstellung der zweiten Produktionsanlage voraussichtlich im April 2026, von bisher rd. 15.000 t/Jahr auf 35.000 t/Jahr bis 40.000 t/Jahr erhöhen wird sowie dass die Auslastung beider Produktionsstätten aufgrund der bestehenden Nachfrage voraussichtlich kurzfristig erreicht und eine Amortisation der Investitionskosten im gegebenen Zeitraum erzielt werden. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht ist diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, ● beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, ● beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Herford, den 3. September 2024 DR.
WOELKE AG
gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer gez. Daniel Upheber, Wirtschaftsprüfer |
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