Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 9598
Eingetragen
12.10.2001
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
der An- und Verkauf von Forderungen aller Art sowie das Debitorenmanagement.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Selda Baran
seit 10.4.2026
Geschäftsführer
Erkan Örenbas
seit 10.4.2026
Prokura
Prokura
Tobias Hasper
seit 10.11.2025
Geschäftsführer
Oliver Böhm
seit 20.10.2023
Geschäftsführer
Andreas Bachtig
seit 21.11.2022
Prokura
Michael Menke
seit 17.4.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PB Factoring GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PB Factoring GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PB Factoring GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PB Factoring GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 24. Mai 2024

EY GmbH Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Lösken, Wirtschaftsprüfer

Dennis Ommerborn, Wirtschaftsprüfer

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 12.575.583,17 7.168.161,11
2. Forderungen an Kunden 7.059.407.626,16 6.428.071.983,65
3. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte 5.884,00 8.508,00
4. Sachanlagen 743.382,00 564.012,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 268.760,72 269.255,63
6. Rechnungsabgrenzungsposten 1.245.989,69 1.289.582,35
7. Aktiver Unterschiedbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0,00
Bilanzsumme 7.074.247.225,74 6.437.371.502,74

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 339.395.232,65
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.013.168.355,77 6.352.563.588,42 5.782.775.760,02
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten aa) täglich fällig 647.315.518,58 580.428.963,84
3. Sonstige Verbindlichkeiten 28.127.980,40 19.649.772,77
4. Rechnungsabgrenzungsposten 4.817.263,24 1.611.830,80
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.942.418,76
b) andere Rückstellungen 6.833.994,76 8.776.413,52 20.258.713,73
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.000.000,00
b) Kapitalrücklage 27.646.461,58 32.646.461,58 32.646.461,58
Bilanzsumme 7.074.247.225,74 6.437.371.502,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 209.727.721,26 62.557.338,66
1a Negative Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,00 -164.868,75
2. Zinsaufwendungen -175.033.418,86 -24.154.855,64
2.a Positive Zinsaufwendungen aus Refinanzierung 0,00 34.694.302,40 6.725.198,79
3. Provisionserträge 21.659.071,58 12.627.567,31
4. Provisionsaufwendungen -2.923.884,63 18.735.186,95 -3.295.860,34
5. Sonstige betriebliche Erträge 1.674.419,86 1.275.202,00
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -8.101.478,93 -7.974.200,59
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung -1.445.269,24 -9.546.748,17 -2.366.154,53
darunter: für Altersversorgung € - 331.193,00 (Vorjahr € - 1.290.857,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -5.794.523,13 -15.341.271,30 -14.583.920,87
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -393.302,65 -376.835,31
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -228.166,10 -2.522.953,99
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -11.881.536,66 -9.403.548,12
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 873.400,61 1.344.221,49
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 28.133.033,11 19.686.330,11
12. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Position 8 ausgewiesen -5.052,71 -36.557,34
13. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 28.127.980,40 19.649.772,77
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

PB Factoring GmbH für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

I. Angaben zur Gesellschaft und Grundlagen der Erstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der PB Factoring GmbH wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist unter HRB 9598 im Handelsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragen.

Die Gesellschaft ist gemäß § 340a Abs. 1 HGB als große Kapitalgesellschaft zu behandeln.

Für die Gliederung der Jahresbilanz hat die Gesellschaft das Formblatt 1, für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 252 und § 253 HGB wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Die Forderungen an Kunden und Kreditinstitute sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Allen erkennbaren Einzelrisiken wird durch die Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und soweit erforderlich um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Abgrenzung vereinnahmter Disagien werden passive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Die Auflösung erfolgt linear über die Laufzeit der einzelnen Tranchen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze (modifizierte Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) nach der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected Unit Credit Method") ermittelt.

Zur Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Aufwand aus der Abzinsung der Verpflichtungen wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand erfasst.

31.12.2023 31.12.2022
Rechnungszins (10 Jahres-Durchschnitt) 1,83% 1,78%
Rechnungszins (7 Jahres-Durchschnitt) 1,75% 1,44%
Gehaltsdynamik 2,44% 2,64%
Anpassungsrate für Renten 2,91% 3,14%
Sterblichkeit / Invalidität etc. Modifizierte Heubeck-Tafeln 2018G Modifizierte Heubeck-Tafeln 2018G

Die Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, das sogenannte Planvermögen, werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert, der sich aus den Marktkursen für Fondsanteile ergibt, bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB mit den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verrechnet. Entsprechend werden die zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen in der GuV saldiert ausgewiesen.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sämtliche Rückstellungen werden entsprechend § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die langfristigen Rückstellungen werden über die individuelle Laufzeit anhand der Zinssätze der Deutschen Bundesbank abgezinst. Der aus der Aufzinsung resultierende Zinseffekt wird unter Zinsaufwand erfasst.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Von dem Wahlrecht nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB aktive latente Steuern in der Bilanz auszuweisen, wird kein Gebrauch gemacht.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die auf Fremdwährung lautenden Bilanzposten werden in jeder Währung als besonders gedeckt eingestuft und bewertet. (§ 340h i. V. m. § 256a HGB). Dementsprechend wurden alle Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung als Nettogröße im sonstigen betrieblichen Ergebnis (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) erfasst.

Der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs liegt die Barwertmethode zu Grunde.

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der erworbenen Forderungen von durchschnittlich 46 Tagen (Vorjahr: 45 Tage) und der fristenkongruenten Refinanzierung ergibt sich eine Bar-/Buchwertdifferenz von 0 Mio. € (0 Mio. €). Somit war die Bildung einer Drohverlustrückstellung nicht erforderlich.

III. Angaben über Beteiligungsverhältnisse

Die PB Factoring GmbH war bis 27.09.2023 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Postbank Beteiligungen GmbH, Bonn. Postbank Beteiligungen GmbH, Bonn, eine unmittelbare 100%-Tochtergesellschaft der Deutsche Bank AG wurde auf die Deutsche Bank AG verschmolzen.

Die Gesellschaft Postbank Beteiligungen GmbH ist mit der Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main am 27. September 2023 erloschen.

Es bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag vom 7. Dezember 2017 mit der Postbank Beteiligungen GmbH, der am 12. Dezember 2017 in das Handelsregister eingetragen wurde.

Die Postbank Beteiligungen GmbH, Bonn, wurde mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 als 100%- Tochtergesellschaft auf die Deutsche Bank AG (DB AG), Frankfurt am Main verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main erfolgte am 27. September.

Die PB Factoring GmbH wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Deutschen Bank AG zum 31. Dezember 2023 einbezogen.

Der Konzernabschluss der Deutsche Bank AG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die offenlegungspflichtigen Unterlagen der PB Factoring GmbH werden an den Bundesanzeiger übermittelt und von diesem veröffentlicht.

B. Angaben und Erläuterungen zur Jahresbilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (Vorjahreszahlen in Klammern)

I. Aktivseite der Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute (täglich fällig) in Höhe von 12,6 Mio. € (7,2 Mio. €) entsprechen Guthaben bei der Deutsche Bank AG.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 7.059,4 Mio. € (6.428,1 Mio. €) umfassen Forderungen, die von Anschlusskunden angekauft wurden. Davon lauten Forderungen in Höhe von 609,0 Mio. € (557,1 Mio. €) in Fremdwährung.

31.12.2023 31.12.2022
T € T €
Bilanzausweis 7.059.407,6 6.428.072,0
davon:
bis drei Monate 6.865.985,2 6.229.886,9
mehr als drei Monate bis ein Jahr 193.344,4 184.736,6
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre 78,0 13.448,5

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 ist folgender Übersicht zu entnehmen:

31.12.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Anschaffungs- und Herstellungskosten T € T € T € T €
Immaterielle Vermögengegenstände 999,1 0,0 28,5 970,6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.242,2 570,8 797,9 2.015,1
Summe 3.241,3 570,8 826,4 2.985,7
01.01.2023 AfA des GJ AfA- Abgänge 31.12.2023 Buchwerte 01.01.2023 Buchwerte 31.12.2023
Kumulierte Abschreibungen T € T € T € T € T € T €
Immaterielle Vermögengegenstände 990,7 2,5 28,5 964,7 8,4 5,9
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.678,1 390,8 797,1 1.271,8 564,1 743,3
Summe 2.669,0 393,3 825,6 2.236,5 572,5 749,2

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1,2 Mio. € (1,3 Mio. €) resultieren überwiegend aus bereits geleisteten Zahlungen von Softwarewartung, Lizenzen und Warenkreditversicherung.

II. Passivseite der Bilanz

Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
T € T €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.352.563,5 5.782.775,7
davon:
täglich fällig 339.395,2 343.032,6
bis drei Monate 6.013.168,3 5.439.743,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 647.315,5 580.429,0
davon:
täglich fällig 647.315,5 580.429,0
Sonstige Verbindlichkeiten 28.128,0 19.649,8
davon:
mehr als drei Monate bis ein Jahr 28.128,0 19.649,8

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen gegenüber der Deutsche Bank AG in Höhe von 6.352,6 Mio. € (5.642,0 Mio. €).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 561,7 Mio. € (341,3 Mio. €) in Fremdwährung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beinhalten im Wesentlichen Sicherheitseinbehalte und Verbindlichkeiten aus dem Verrechnungsverkehr. Zum Bilanzstichtag lauten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 32,1 Mio. € (26,8 Mio. €) in Fremdwährung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen gegenüber dem Gesellschafter DB AG aus der Gewinnabführung in Höhe von 28,1 Mio. € (19,6 Mio. €).

Rückstellungen

Die Rückstellungen unterteilen sich in Rückstellungen für Pensionen und andere Rückstellungen.

Für Pensionen wurden gemäß versicherungsmathematischen Gutachten Rückstellungen in Höhe von 1,9 Mio. €., (2,0 Mio. €) gebildet. Gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird der Zeitwert des zwecks Insolvenzsicherung übertragenen Treuhandvermögens in Höhe von 5,6 Mio. € (5,3 Mio. €) mit den versicherungsmathematisch ermittelten Pensionsverpflichtungen i.H.v. 7,5 Mio. € (7,2 Mio. €) verrechnet.

Die Entwicklung dieses Postens stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T € T €
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen -7.513,9 -7.244,9
Beizulegender Zeitwert Deckungsvermögen 5.571,5 5.287,8
Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen 1.942,4 1.957,1

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zum 31.12.2023 betragen 6.023,8 T€ (6.774,7 T€). Der ausschüttungsgesperrte Betrag nach § 268 Nr. 8 HGB für das Deckungsvermögen beträgt 0 € (0 €) und ist durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt. Demzufolge ergibt sich keine Auswirkung auf den abgeführten Betrag.

Nach § 253 Abs. 6 HGB ergibt sich zwischen der Rückstellung, die mit dem 15-Jahres-Durchschnittszinssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittszinssatz berechnet wurde, ein Unterschiedsbetrag von 0,1 Mio. € (0,5 Mio. €).

Andere Rückstellungen 31.12.2023 31.12.2022
T € T €
Personalbezogene Rückstellungen 1.985,1 1.962,3
Bonus 1.335,6 1.419,5
Resturlaub 318,2 268,0
Freizeitansprüche / Überstunden 212,2 119,5
Rückstellung für Vorruhestandzahlungen 119,1 155,3
Sonstige Rückstellungen für Personalaufwand 0,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 4.848,9 16.339,3
RST aus Vertragsvereinbarungen , Gesetzliche Ausgleichsabgabe 3.937,4 6.284,9
Steuerrückstellungen 0,0 77,0
RST für Jahresabschlussprüfung 96,0 88,0
RST für Ausstehende Lieferantenrechnungen 815,5 931,7
Interne Verrechnungen 0,0 8.957,7
Summe 6.834,0 18.301,6

Im Jahr 2023 hat sich die Summe von Rückstellungen aufgrund des Verbrauchs von Rückstellungen für interne Verrechnungen mit der DB AG wesentlich gemindert.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt 5,0 Mio. €. (5,0 Mio. €).

Die Kapitalrücklage der PB Factoring GmbH beträgt 27,6 Mio. € (27,6 Mio. €).

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft aus dem Factoringgeschäft Zinserträge in Höhe von 209,7 Mio. € (62,6 Mio. €) und Provisionserträge in Höhe von 21,6 Mio. € (12,6 Mio. €) erzielt. Der markante Anstieg der Bruttozinserträge und -aufwendungen ist auf die Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus zurückzuführen. Die Provisionserträge beinhalten im Wesentlichen die Factoringgebühren sowie die Prüfgebühren für die Debitorenüberprüfung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1,7 Mio. € (1,3 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die Erträge aus Regressverfahren, Erstattungen von verbundenen Unternehmen und Erträge aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens.

Aufteilung der Erträge nach geografischen Märkten

Der Gesamtbetrag aus Zins- und Provisionserträgen wurde in den nachstehenden geografischen Märkten erzielt:

2023 2022
T € T €
Deutschland 185.350,3 63.302,9
Europa (ohne Deutschland) 33.505,6 6.407,5
Drittland 12.531,0 5.474,5
Summe 231.386,9 75.184,9

Aufwendungen

Personalaufwand

2023 2022
T € T €
Löhne und Gehälter 8.101,5 7.974,2
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
(davon Zuführung zu Pensionsruckstellung 331,2 T€ ( in 2022 1.209,9 T€) 1.445,3 2.366,2
Summe 9.546,8 10.340,4

Andere Verwaltungsaufwendungen

2023 2022
T € T €
Interne Leistungsverrechnungen 3.086,4 11.451,2
DV-Serviceleistungen 1.105,4 1.112,9
Gebäude- und Raumkosten 381,6 431,8
Verband und Verein Beiträge 219,6 186,5
KFZ-Kosten 216,4 202,0
Lizenzgebühren 182,9 326,0
Prüfungs- und Beratungskosten 152,5 477,6
Übrige 449,7 395,9
Summe 5.794,5 14.583,9

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. € (2,5 Mio. €) enthalten die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen 0,1 Mio. € (0,3 Mio. €), Aufwände aufgrund der Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens 0,1 Mio. € (1,4 Mio. €) sowie die Aufwendungen aus Devisenergebnis (Fremdwährungseffekt) 0,0 Mio. € (0,8 Mio. €).

Abschreibungen und Wertberichtigungen

Zur Abdeckung von akuten Adressenausfallrisiken werden - unter Berücksichtigung von gegebenenfalls bestehenden Kreditversicherungen - Einzelwertberichtigungen gebildet. Zur Abdeckung von latenten Adressenausfallrisiken dient die Pauschalwertberichtigung. Die gesamte Risikovorsorge wird aktivisch abgesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden - gegebenenfalls auch anteilig - abgeschrieben bzw. ausgebucht.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie die Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen entfallen auf:

2023 2022
T € T €
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
WKV-Kosten 8.690,8 7.420,0
Zuführung Pauschalwertberichtigung 1.572,2 966,0
Zuführung Einzelwertberichtigung 1.439,9 238,9
Abschreibung auf Forderungen 178,6 778,6
Sonstiges 0,0 0,0
Summe 11.881,5 9.403,5
Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen T € T €
Auflösung Pauschalwertberichtigung 688,8 447,7
Auflösung Einzelwertberichtigung 184,6 896,5
Summe 873,4 1.344,2

Die Methodik und Schätzung der Parameter bei der Ermittlung der Pauschalwertberichtigung ist im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr unverändert geblieben.

Sonstige Steuern

In sonstigen Steuern wurden überwiegend die Erstattung von Umsatzsteuer aus dem Vorjahr in Höhe von -5,0 T€ (36,5 T€) ausgewiesen.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn

Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit Deutsche Bank AG wird der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 28,1 Mio. € (19,6 Mio. €) an die Deutsche Bank AG abgeführt.

Ausschüttungssperre

Auf Grundlage des § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind die Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nicht mehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, sondern der vergangenen 10 Jahre abzuzinsen. Für den jährlich zu ermittelndem Unterschiedsbetrag, der sich aus den beiden Berechnungsmethoden ergibt, wurde in § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre geschaffen, die in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln ist. Dieser Unterschiedsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag 0,1 Mio. € (0,5 Mio. €).

Der § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, ist unverändert geblieben, aufgrund dessen sind die nach §253 Abs. 6 Satz 2 HGB ff. ausschüttungsgesperrten Beträge nichtabführungsgesperrt (BMF-Schreiben zu § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB vom 23.12.2016).

IV. Nachtragsbericht

Vom 31. Dezember 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses durch die Geschäftsführung am 16 Mai 2024 haben sich keine anzeigepflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben

C. Sonstige Angaben

I. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mieten von Geschäftsräumen von 382 T€ (davon verbundene Unternehmen 382 T€ ) (Laufzeit: unbefristet mit Kündigungsfristen von 6 bzw. 12 Monaten), Fahrzeugen von 216 T€ (Laufzeit: von 2-4 Jahre) (davon verbundene Unternehmen 216 T€) und Software- Wartung und Support von 446 T€, Laufzeit: unbefristet mit Kündigungsfristen von 2 bzw. 3 Monaten.

II. Mitarbeiterzahl

Die PB Factoring GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 85 (85) Mitarbeiter. Bei den Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

III. Abschlussprüferhonorare

Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der Deutschen Bank AG, in dem die Honorare der Abschlussprüfer offengelegt werden, verzichtet die PB Factoring GmbH auf einen gesonderten Ausweis der Abschlussprüferhonorare (§ 285 Nr. 17 HGB).

IV. Bezüge und Vergütungen der Organe

Auf die Veröffentlichung der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit keine Vergütung erhalten.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Daniel Schmand Vorsitzender
Managing Direktor Deutsche Bank AG
Eva Frank Direktor Deutsche Bank AG
Oliver Resovac Managing Direktor Deutsche Bank AG

Mitglieder der Geschäftsführung

 

Michael Menke, Bonn

(Dipl.-Kfm.; Geschäftsführer PB Factoring GmbH)

 

Dinko Mehmedagic, Bonn,

(Bankfachwirt; Geschäftsführer PB Factoring GmbH)

 

Oliver Böhm (ab 01.09.2023)

(Diplom-Betriebswirt (BA); Geschäftsführer PB Factoring GmbH)

 

Bonn, den 16.05.2024

PB Factoring GmbH

Michael Menke

Dinko Mehmedagic

Oliver Böhm

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen und Geschäftsmodell der Gesellschaft

1.1. Grundlagen der Gesellschaft

Die PB Factoring GmbH (kurz: PBF) ist eine 100%ige Tochter der Deutsche Bank AG (kurz: DB AG) ist. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen PBF und DB AG. Die PBF ist Teil der DB AG in der Corporate Bank Division. Dies ermöglicht eine stärkere Nutzung der im Konzern zur Verfügung stehenden Vertriebskanäle und wirkt sich positiv auf das Wachstum der Gesellschaft aus.

1.2. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Geschäftsgegenstand der Gesellschaft ist der An- und Verkauf von Forderungen aller Art aus Lieferungen und Leistungen. Das Leistungsspektrum der PBF umfasst folgende Factoringvarianten:

Inhouse Factoring

Exportfactoring

Finanzfactoring

Beim Inhouse-Factoring stehen Finanzierung und Risikoabsicherung im Vordergrund. Das Mahnwesen und die Debitorenbuchhaltung verbleiben beim Forderungsverkäufer. Im "stillen Verfahren" tritt der Factor nach außen nicht in Erscheinung, so dass die Kundenbeziehung des Forderungsverkäufers unberührt bleibt. Es gibt daneben aber auch die Variante des "offenen Inhouse Factorings". Hierbei wird zwar die Abtretung der Forderungen an den Factor gegenüber dem Debitor offengelegt, die Debitorenbuchhaltung verbleibt aber beim Forderungsverkäufer.

Exportfactoring ist der Ankauf von Forderungen inländischer Unternehmen gegenüber ausländischen Debitoren. Hierunter fällt auch der Ankauf von sogenannten APG-gedeckten (Ausfuhr-Pauschal-Gewährleistung des Bundes) Forderungen. Neben Finanzierung und Delkredereschutz können auf Wunsch des Kunden auch die Debitorenbuchhaltung und das Mahn- und Inkassowesen übernommen werden.

Mit dem Produkt Finanzfactoring richtet sich die PBF gezielt an Unternehmen und Unternehmensgruppen mit hohen Forderungsvolumen und sehr guter Bonität. Die Abtretung der Forderungen erfolgt in stiller Form. Im Gegensatz zu klassischen ABS-Programmen (Asset Backed Securities) liegt der Vorteil beim Finanzfactoring in den deutlich geringeren Strukturierungskosten, der wesentlich kürzeren Implementierungsphase sowie der höheren Flexibilität sowie schlankeren Abwicklung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 büßte die Weltwirtschaft leicht an Dynamik ein. Obwohl die PBF davon ausgeht, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, setzte das hohe Preisniveau die Nachfrage der privaten Haushalte weiterhin unter Druck. Auch die straffere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation verlangsamte die Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaft ist insgesamt in 2023 um 3,1 % (Vorjahr: 3,4 %) gewachsen.

In den Industrieländern zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen. Während sich die US-Wirtschaft Ende 2023 als widerstandsfähig erwies, verzeichnete die Wirtschaft der Eurozone bereits einen deutlichen Abschwung. Die Zentralbanken behielten die Höchstzinssätze bei und signalisierten ihre Absicht, bei der Geldpolitik auch künftig einen datenorientierten Ansatz zu verfolgen. Die Inflationsraten gingen weiter zurück, lagen zum Jahresende jedoch nach wie vor über den Zielwerten der Zentralbanken. Das Wirtschaftswachstum der Industrieländer lag bei 1,6 % (Vorjahr 2,6 %).

Die Entwicklungen in den Schwellenländern waren zum Jahresende von Region zu Region verschieden. Der asiatische Raum profitierte von der Dynamik in China, während der Fokus in Lateinamerika auf der Bekämpfung der Inflation lag. Hohe Energiepreise und geopolitische Rückwirkungen belasteten weiterhin die Länder in Zentral- und Osteuropa. Insgesamt ist das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer um 4,2 % (Vorjahr: 3,9 %) gestiegen.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 ab. Der private Konsum wurde weiterhin durch den Kaufkraftverlust beeinträchtigt, auch wenn sich die Inflation deutlich abschwächte. Der Arbeitsmarkt war stabil, da Unternehmen an ihren Mitarbeitern festhielten. Die EZB beließ ihren Leitzins im vierten Quartal 2023 unverändert. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone sank auf 0,5 % (Vorjahr: 3,4 %).

Die deutsche Wirtschaft schwächte sich bis zum Jahresende 2023 weiter ab, während sie zuvor mehr oder weniger stagnierte. Der private Konsum blieb schwach, obwohl die Auswirkungen der Inflation nachgelassen hatten. Der Arbeitsmarkt erwies sich weiterhin als robust und das Lohnwachstum konnte den Kaufkraftverlust bereits teilweise ausgleichen. Insgesamt führte dies zu einem negativen Wirtschaftswachstum von -0,3 % (Vorjahr: 1,8 %).

(Quelle: Lagebericht der DB AG)

2.1.2. Branchensituation Factoring

Die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbands konnten entgegen den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ein solides Umsatzwachstum in der ersten Hälfte des Jahres erzielen. Insgesamt betrachtet stiegen die Factoring-Umsätze der Mitglieder um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und betrugen in 2023 rund 192,8 Mrd. Euro. Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum war diesmal das nationale Geschäft, welches einen Anstieg von 12,6 % verzeichnen konnte und mittlerweile rund 142 Mrd. Euro beträgt.

Trotz steigender Insolvenzen blieb die Anzahl an Factoring-Kunden relativ stabil und beträgt rund 106.000 Kunden (+ 0,3 %, 1. HJ 2022: 105.600).

Obwohl das preisbereinigte BIP stagnierte, gelang es der Factoring-Branche ersichtlich mittels der steigenden Relevanz von Factoring auch als Partner in der Transformation, als Bestandteil des Finanzierungsmix von Unternehmen sowie durch die Stabilisator-Funktion in Krisenzeiten als zunehmend nachgefragtes Finanzierungsinstrument überproportional zuzulegen.

(Quelle: Halbjahresbericht 2023 Deutscher Factoring Verband)

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Entwicklung Geschäftsvolumen und Zielerreichung 2023

Die PBF partizipierte an der Intensivierung der Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft DB AG. So konnte die Gesellschaft beim Geschäftsvolumen weiter zulegen und behauptete ihre führende Marktposition gemessen an den angekauften Forderungen.

Infolge der Volumenentwicklung sowie Leitzinsanhebungen stiegen die Bruttoerträge (Zins- und Provisionserträge) deutlich und betrugen 231,4 Mio. € (Vorjahr: 75,2 Mio. €). Diesen standen jedoch ebenfalls erhöhte Zinsaufwendungen gegenüber. Nach Abzug sämtlicher Aufwandspositionen blieb ein Gewinn i.H.v. 28,1 Mio. € (Vorjahr: 19,6 Mio. €), der im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages (kurz: BEAV) abzuführen ist.

Der gestiegene Gewinn resultiert im Wesentlichen aus höheren Provisionserträgen und Kosteneinsparungen beim Verwaltungsaufwand.

2.2.2. Regulatorische Anforderungen

Die Gesellschaft betreibt das Factoring gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 (KWG) und unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des KWG dessen Anforderungen.

Wesentlicher Bestandteil der Anforderungen des KWG ist die Einhaltung der besonderen organisatorischen Pflichten von Instituten gemäß § 25a KWG. Nach § 25a KWG haben die Institute u.a. ein "angemessenes und wirksames" Risikomanagement einzurichten. Diese gesetzliche Vorgabe wird durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) konkretisiert. Die BaFin hat Mitte 2023 eine Neufassung der MaRisk veröffentlicht.

2.2.3. IT und Factoring-Software

Die PBF betreibt eine flexible und kosteneffiziente IT-Infrastruktur im Rahmen ihrer IT-Strategie. Die enge Abstimmung mit der Firma efcom GmbH und der Teams IT und Functional Management ermöglicht die Fokussierung auf die Kernanwendungen EF3 und efOnline. Anpassungen an der Software oder den Systemen fanden im Rahmen von Anforderungen oder Fixeinspielungen im Geschäftsjahr regelmäßig statt.

Die IT-Systeme wurden auch im Geschäftsjahr 2023 optimiert und weiterentwickelt. Im Fokus standen dabei die Cyber-Security-Herausforderungen, die Anbindung an die Systeme der DB sowie Digitalisierungsprojekte zur Steigerung der Prozesseffizienz.

Die PBF verfügt über die Funktion eines IT-Sicherheitsbeauftragten / CISO (Chief Information Security Officer), um den aktuellen Anforderungen und Herausforderungen sowie Bedrohungen im Bereich der IT- Sicherheit zu begegnen.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1. Ertragslage

Die operativen Erträge liegen mit 231,4 Mio. € (Vorjahr: 75,2 Mio. €) und haben sich damit gegenüber dem Vorjahreswert verdreifacht. Davon stammen 209,7 Mio. € (Vorjahr: 62,6 Mio. €) aus Zinserträgen und 21,7 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €) aus Provisionserträgen. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr auf 175,0 Mio.€ (Vorjahr: 24,2 Mio. €) gestiegen, die positiven Zinsaufwendungen aus Refinanzierung auf 0,0 Mio. € (Vorjahr 6,7 Mio. €) gesunken. Der markante Anstieg der Bruttozinserträge und -aufwendungen ist auf die Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus zurückzuführen. Die Provisionsaufwendungen liegen bei 2,9 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €). Der Gewinn liegt mit 28,1 Mio.€ (Vorjahr: 19,6 Mio.€) über dem Vorjahreswert. Gründe dafür sind insb. höhere Provisionserträge und Kosteneinsparungen bei den Verwaltungsaufwendungen. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Deutsche Bank AG ist der Gewinn in voller Höhe abzuführen. Die Geschäftsführung beurteilt die Ertragslage des Jahres 2023 als gut.

2.3.2. Finanzlage

Für die Refinanzierung des Factoringgeschäfts besteht zum Stichtag 31.12.2023 gemäß Vertrag vom 4. April 2016 (letzter Nachtrag vom November 2023) ein Rahmenkredit in Höhe von 700,0 Mio. € (Vorjahr: 700 Mio. €) mit der DB AG. Des Weiteren steht der Gesellschaft ein Kreditrahmen bei der DB AG über 9.300 Mio. € (Vorjahr: 7.300 Mio. €) auf unbestimmte Zeit zur Verfügung, der auf Kontokorrentbasis oder mit monatlichen Laufzeiten (bis zu 12 Monaten) in verschiedenen Währungen in Anspruch genommen werden kann. Damit ergibt sich eine gesamte Kreditlinie zur Refinanzierung i.H.v. 10 Mrd. €. Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist geordnet und entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdende Sachverhalte aus Liquiditätsrisiken bestehen nicht. Die Geschäftsführung beurteilt die Finanzlage des Jahres 2023 als zufriedenstellend.

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der PBF hat sich gegenüber dem Vorjahr um 9,9 % auf 7.074 Mio. € (Vorjahr: 6.437 Mio. €) erhöht. Die Vermögenslage der PBF ist unverändert nahezu ausschließlich durch revolvierend angekaufte, kurzfristige Factoringforderungen i.H.v. 7.059 Mio. € (Vorjahr: 6.428 Mio. €) und deren Refinanzierung über die Inanspruchnahme der Kreditrahmen bei der DB AG i.H.v. 6.013 Mio. € (Vorjahr: 5.783 Mio. €) sowie durch die Verbindlichkeiten aus dem Factoringgeschäft i.H.v. 647 Mio. € (Sicherheitseinbehalte, Auszahlungs- und Weiterleitungsverpflichtungen; Vorjahr: 580 Mio. €) geprägt. Der Anstieg der angekauften Factoringforderungen (631 Mio. € = 9,8 %) beruht im Wesentlichen auf dem Neugeschäft sowie einer höheren Inanspruchnahme im Bestandsgeschäft. Für mögliche Veritäts- und Adressenausfallrisiken gegenüber Anschlusskunden und Debitoren aus angekauften Forderungen besteht eine Risikovorsorge in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr 3,8 Mio. €). Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögenslage und damit auch insgesamt die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Jahres 2023 als zufriedenstellend.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung innerhalb der PBF basiert insbesondere auf den Leistungsindikatoren Net Revenues before Risk (Nettoumsatz vor Risiko) und Income before Interest and Tax (Betriebswirtschaftliche Kennzahl für den operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern, kurz: IBIT) jeweils nach IFRS. Darüber hinaus erfolgt die Steuerung der Gesellschaft anhand eines integrierten, konsistenten, konzerneinheitlichen sowie factoringspezifischen Kennzahlenzahlensystems, welches nachfolgend dargestellt ist:

Client Business Volume (kurz: CBV): Zu einem Stichtag angekaufte Kundenforderungen

Risk Weighted Assets (kurz: RWA): Risikogewichtete Aktiva

Die nachstehende Tabelle gibt die Ist- sowie Plan-Werte dieser finanziellen Leistungsindikatoren zum 31.12.2023 wieder:

Werte in Mio. € 31.12.2022 Ist 31.12.2023 Ist 31.12.2023 Plan Abweichung
Net Revenues before Risk 46,4 45,2 58,8 13,6
IBIT 22,5 28,1 33,2 -5,1
CBV 6.362 6.987 7.880 -893
RWA 1.377 1.286 1.970 -684

Die Net Revenues before Risk sind aufgrund des Entfalls positiver Refinanzierungseffekten und schwächerer Margen im Neugeschäft deutlich unter Plan (-13,6 Mio. €), im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich (-1,2 Mio. €). Das IBIT ist wegen höherer Provisionserträge und Kosteneinsparungen bei den Leistungsbezügen mit - 5,1 Mio. € nur leicht unter der Planung. Im Vergleich zum Vorjahr ist das IBIT um +5,6 Mio. € höher. Die angekauften Forderungen liegen zum Jahresende deutlich unter Plan (-893 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr sind sie jedoch um 625 Mio. € gestiegen. Entsprechend niedriger als im Plan lagen auch die RWA (-684 Mio. €). Aufgrund einer Modelländerung gingen die RWA gegenüber dem Vorjahr sogar leicht zurück (-91 Mio. €).

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1. Risikobericht

Die im Jahr 2003 implementierte Governance der PBF, die zuletzt im Dezember 2023 überarbeitet wurde, ist unverändert die Basis für das Risikomanagement der PBF.

Die eingeführten Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit sind im Rahmen der jährlichen Überprüfung aktualisiert worden. Im Geschäftsjahr waren die Anpassungen, abgesehen von der Streichung der Stresstestszenarios " Corona" und "Staatsbankrott" ,redaktioneller Natur,. Diese in der ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) Governance der Gesellschaft definierten Ansätze wiesen im Geschäftsjahr 2023 für die eingegangenen Risiken stets eine ausreichende Risikodeckungsmasse auf.

Das Geschäft der PBF ist auch weiterhin geprägt durch nur wenige und kalkulierbare Risikoarten. Wesentliche Risiken stellen die Adressenausfallrisiken (Risiken auf Kundenebene und im Debitorenbereich) und das operationelle Risiko dar. Das zum Adressausfallrisiko gehörende Verwässerungsrisiko ist weiterhin als unwesentlich bewertet (letzte Risikoinventur im Dezember 2023). Die entsprechende Berücksichtigung in der Risikotragfähigkeit gilt seit Q4 2019. Im Rahmen der konzernweiten Solvenzanforderungen hat die PBF nachweislich die Immaterialität der Verluste aus dem Verwässerungsrisiko belegt. Die EZB stimmte am 1. Oktober 2020 dem Antrag zu, die den Konzern (inkl. der PBF) von der Berechnung und Anerkennung der RWA für das Verwässerungsrisiko im Factoringgeschäft zu befreien. Dabei wird die Unwesentlichkeit des Verwässerungsrisikos kontinuierlich in einem mit der Aufsicht vereinbarten Prozess überwacht.

Aus der Going-Concern-Perspektive (Fortführungsansatz) beträgt der ökonomische Kapitalbedarf zum 31.12.2023 für Adressausfallrisiken 5,9 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €) und für operationelle Risiken 1,1 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Außerdem wird dem ökonomischen Kapitalbedarf ein unveränderter Risikopuffer (Risknot-in-EC-Buffer) in Höhe von 1,7 Mio. € für das als immateriell klassifizierte Verwässerungsrisiko hinzugerechnet. Aus der Gone-Concern-Perspektive (Liquidationsansatz) beträgt der ökonomische Kapitalbedarf zum 31.12.2023 für Adressausfallrisiken 14,6 Mio. € (Vorjahr: 5,7 Mio. €) und für operationelle Risiken 1,1 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Der hinzuzurechnende Risk-not-in-EC-Buffer beträgt 2,4 Mio. €.

Die zur Deckung des ökonomischen Kapitalbedarfs vorhandenen Eigenmittel betrugen zum 31.12.2023 31,5 Mio. € (Vorjahr: 31,5 Mio. €). Die PBF nutzt ein Value at Risk Modell zur Messung der vorgenannten Risiken.

Zum Jahresende bestand eine Risikovorsorge i.H.v. 5,9 Mio. € (2022: 3,8 Mio. €). Davon entfallen 4,0 Mio. € (2022: 2,8 Mio. €) auf Einzelwertberichtungen und 1,9 Mio. € (2022: 1,0 Mio. €) auf die Pauschalwertberichtigung. Differenzen entstehen aus Rundungen.

Das Liquiditäts- und das Marktpreisrisiko werden weiterhin als unwesentlich eingestuft (letzte Risikoinventur im Dezember 2023).

Risiken auf Kundenebene

Risiken bestehen in der Möglichkeit des Ausfalls von Anschlusskunden, hierbei ist insbesondere das Veritätsrisiko zu nennen.

Für das Eingehen solcher Risiken gelten bei der PBF festgelegte Regelungen. Die Überprüfung der Bonität der Forderungsverkäufer, das Monitoring bestehender Engagements und die Festlegung der Factoringrahmenbedingungen erfolgen durch das Risikomanagement der Gesellschaft.

Die PBF hat zur Kontrolle und Begrenzung dieser Risiken entsprechende Vorkehrungen getroffen. Zu diesen Maßnahmen zählen: Außenprüfungen bei den Vertragspartnern, Rechnungsverifizierungen u. a. in Form der Einholung von Saldenbestätigungen bei den Debitoren, Veritätsgarantien der Gesellschafter/ Geschäftsführer, regelmäßige Überprüfungen der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Engagements auf Risikoveränderungen.

Die kontinuierliche Risikoüberwachung der Engagements wird zudem durch Datenverarbeitungstechnische Auswertungen von Früherkennungs-/ und Risikoindikatoren unterstützt.

Bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Forderungsverkäufer verwendet die Gesellschaft die Risikoklassifizierungsverfahren des Konzerns.

Notleidende Engagements werden in die Betreuung der Work Out Unit übergeben. Die Gesellschaft bildet in angemessenem Umfang Risikovorsorge für eventuell anfallende Verluste, die sich aus Veritätsschäden ergeben könnten.

Risiken im Debitorenbereich

Bonitätsrisiken im Debitorenbereich ergeben sich aus der Zahlungsunfähigkeit der Debitoren. Zur weitgehenden Absicherung der Debitorenrisiken hat die PBF Warenkreditversicherungsverträge geschlossen oder andere geeignete Sicherheiten eingeholt bzw. behält sich vor, sich von ihren Vertragspartnern, soweit vorhanden, die Rechte und Ansprüche aus bestehenden Warenkreditversicherungsverträgen abtreten zu lassen. Zur Bonitätsbeurteilung/-bewertung der Debitoren wendet die Gesellschaft Risikoklassifizierungsverfahren des Konzerns an (vgl. Ratingsystem angekaufte Unternehmensforderungen).

Mit der Bildung von Einzelwertberichtungen (kurz: EWB) für ausgefallene Forderungen wird in angemessenem Umfang eventuell anfallenden Verlusten, die sich aus nicht erfolgten Zahlungen von Debitoren auf von der PBF angekauften und finanzierten Forderungen ergeben könnten, Rechnung getragen.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken wird die Gefahr von unmittelbaren oder mittelbaren Verlusten verstanden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse eintreten. In dieser Definition ist das rechtliche Risiko enthalten. Operationelle Risiken können grundsätzlich in sämtlichen Geschäftsprozessen einer Gesellschaft auftreten.

Zum derzeitigen Stand beschränkt sich die Gesellschaft auf eine qualitative Erfassung operationeller Risiken. Dies erfolgt durch eine Risikoinventur und der Durchführung des Risk Control Assessments (kurz: RCA) der Deutsche Bank Gruppe (siehe weiter unten). Darüber hinaus nutzt die PBF zum Management des operationellen Risikos sowie zur Abgabe von etwaigen Schadensfallmeldungen das EMApp Tool der DB AG.

Das Controlling operationeller Risiken sieht vor, dass das RCA der Deutsche Bank Gruppe jährlich durchgeführt wird. Bei dem RCA handelt es sich um eine konzernweite Überprüfung der operationellen Risiken der Bank, um das Risikoprofil zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzuzeigen. Mit diesem strukturierten Ansatz sollen die materiellen Risiken in der Organisation, die Effektivität des Kontrollumfeldes und die Einhaltung des Risikoappetits bewertet werden. Hierzu werden verschiedene, individuelle Risikotypen anhand des Risk Rating Grids der Deutsche Bank Gruppe evaluiert. Mit der Einschätzung zum Risikopotenzial wird festgelegt, welche Bedeutung dem Risikotypen beigemessen wird. Zusätzlich wird bewertet, ob das jeweilige Risiko sich auf Aufsicht, Kunde, Reputation oder Markt auswirkt. Das jährliche RCA wurde im 4. Quartal 2023 durchgeführt. Die Ergebnisse des RCAs wurden in den Fachabteilungen reflektiert. Es wurden keine Notwendigkeiten für Maßnahmen für die PBF identifiziert.

Die Gesellschaft bedient sich bei rechtlichen Fragestellungen der Unterstützung der Rechtsabteilung der DB AG. Um rechtliche Risiken zu begrenzen, verwendet die Gesellschaft weitgehend standardisierte Factoring- Rahmenverträge und Zusatzvereinbarungen. Die mit externen Dienstleistern abgeschlossenen Verträge sowie die konzerninternen Auslagerungsverträge werden vor Vertragsabschluss von der Rechtsabteilung geprüft.

Länderrisiko

Um Länderrisiken zu minimieren, ist die PBF an die Regelungen zum Country-Risk-Management der DB AG gebunden.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet im engeren Sinn das Risiko, den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können. Es umfasst auch das Risiko, bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen am Markt beschaffen zu können (Refinanzierungsrisiko).

Aufgrund der Konzernbindung, des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Postbank Beteiligungen GmbH und der Patronatserklärung der DB AG für Geschäfte der PBF stehen der Gesellschaft ausreichende Refinanzierungsmittel zur Verfügung. Die Liquidität wird von der Geschäftsführung laufend überwacht. Da der Refinanzierungsrahmen der Gesellschaft einen ausreichenden Liquiditätspuffer gewährleistet, sieht die Geschäftsführung derzeit keine Liquiditätsrisiken.

Marktpreisrisiken

Die Geschäftsführung der PBF sieht zurzeit keine nennenswerten Marktpreisrisiken, da sich die Gesellschaft fristenkongruent refinanziert.

Fremdwährungsrisiko

Die Geschäftsführung betrachtet das Fremdwährungsrisiko als unwesentlich, da in den Factoring-Verträgen die Übernahme des Fremdwährungsrisikos durch den Anschlusskunden vereinbart wird.

Markt- und Vertriebsrisiken

Die Geschäftsführung der PBF sieht derzeit keine nennenswerten Markt- und Vertriebsrisiken aus dem Geschäft der Gesellschaft. Seit Ende 2021 besteht durch gebildetes Deckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen ein Risiko aus Wertpapierkursschwankungen. Hieraus können sich aufgrund der Volatilität des Deckungsvermögens Effekte für die Bildung von Pensionsrückstellungen ergeben. Die Geschäftsführung stuft dieses Risiko weiterhin aufgrund ihrer Größe als unwesentlich ein.

Sämtliche Risiken sind hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit im Rahmen der letzten Risikoinventur im Dezember 2023 bewertet worden.

Risikokonzentrationen

Gemäß den MaRisk verlangt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die Konzentrationsrisiken von Banken und Finanzdienstleistungsinstituten abzubilden.

Die Risikobegrenzung des Adressenausfallrisikos erfolgt zunächst grundsätzlich im Rahmen der gewährten Limite auf Anschlusskundenebene (Finanzierungsrahmen) und auf Debitorenebene (Debitorenlimit).

Die Limitierung der Anschlusskunden orientiert sich an der Bonität der Anschlusskunden und an der Qualität der Forderungen. Durch diese Limitierung werden auch Veritätsrisikokonzentrationen gesteuert. Überdies darf ein Anschlusskundenlimit einen in der Risikostrategie der Gesellschaft vorgesehenen Prozentsatz des Gesamtportfolios nicht übersteigen.

Die Limitierung auf Debitorenebene orientiert sich an der Bonität des Schuldners. Zusätzlich nutzt die Gesellschaft zur Steuerung der Risikokonzentration und zur Optimierung der Risiko-Ertrags-Relation die gruppenweiten Obergrenzen in Form der Risk Concentration Guideline (kurz: RCG). Die Limitierung erfolgt in Abhängigkeit von der Ratingklasse und Unternehmensgröße. Ausnahmsweise Überschreitungen müssen den Gremien in der Beschlussvorlage transparent gemacht, dokumentiert und beschlossen werden.

Zudem hat die Gesellschaft die branchenmäßige Zielbandbreiten einzuhalten. Auf Einzelinstitutsebene macht die institutseigene Risikostrategie zusätzliche Vorgaben zur maximalen Branchenkonzentration.

Zur Steuerung von Risikokonzentrationen bei den Warenkreditversicherern, über welche die debitorischen Risiken versichert sind, wurden für die Kreditversicherer Konzentrationsrisikolimite vergeben. Die Auslastung der Limite wird im vierteljährlichen Risikobericht der Gesellschaft dargestellt. Die Konzentrationsrisikolimite orientieren sich an der Bonität und dem entsprechenden Rating der Warenkreditversicherer. Die Bonität der Kreditversicherer wird im Risikomanagement der PBF laufend überwacht.

Da die PBF an die Regelungen zum Country-Risk-Management der DB AG gebunden ist, gelten auch die hierfür vorgesehenen Limitierungen.

Abgeleitet aus der Risikotragfähigkeit hat die Gesellschaft ein Limitsystem für die Gesamtauslastung der Verlustobergrenze definiert. Aus diesem ergibt sich für alle wesentlichen Risikoarten ein Gesamtlimit, das nicht überschritten werden darf. Aufgrund des doppelten Proportionalitätsansatzes verzichtet die Gesellschaft auf risikoartenspezifische Einzellimite.

Die wesentlichen Analysen zu Risikokonzentrationen werden regelmäßig im Risikobericht der PBF kommentiert dargestellt. Über mögliche Maßnahmen entscheidet die Geschäftsführung.

Die vorhandenen Risiken sind zu jeder Zeit hinreichend transparent und steuerbar.

Für das operationelle Risiko eines temporären Standort-Ausfalls hat die PBF unter Anwendung der IT-Sicherheitsvorschriften eine entsprechende technische Remote Zugriffsmöglichkeit eingerichtet, die der gesamten Belegschaft den Systemzugriff außerhalb des Standorts ermöglicht. Die Zugriffsmöglichkeiten sind in 2022 stabil gewesen und sicherten zu jederzeit die Arbeitsfähigkeit der gesamten Belegschaft.

Die PBF beobachtet die aktuellen nationalen und internationalen Entwicklungen weiterhin entsprechend sorgfältig, um mit Blick auf unsere Kunden potenzielle Risiken möglichst frühzeitig zu erkennen. Diese potenziellen Risiken sind im Einzelfall gemeinsam mit dem Kunden zu erörtern, um entsprechend notwendige Maßnahmen ergreifen zu können.

3.2. Chancenbericht

Zur Verbesserung der Rentabilität wurden Konditionsanpassungen vorgenommen. Des Weiteren ist die Akquisition von renditestarkem Neugeschäft geplant. Zur Steigerung der Effizienz wird die Digitalisierung von Prozessen betrieben.

Sollten sich die geopolitische Lage, die ökonomischen Bedingungen in Deutschland, das Zinsumfeld oder die Wettbewerbsbedingungen in der Factoringbranche besser als angenommen entwickeln, könnte dies zu höheren Erträgen führen, die nur teilweise durch zusätzliche Kosten aufgezehrt werden würden. In Summe könnte dies zu einer Verbesserung des Ergebnisses führen.

3.3. Prognosebericht

Entwicklung der Wirtschaft

Das globale Wirtschaftswachstum wird sich in 2024 voraussichtlich verlangsamen. Die verzögerten Effekte aus der Straffung der Geldpolitik dürften mindestens bis zur Jahresmitte 2024 die Industrieländer beeinträchtigen. Ein positiver Beitrag für das globale Wachstum sollte im Wesentlichen von den Schwellenländern kommen. Im Zuge der schwächeren Weltwirtschaft wird der Inflationsdruck wahrscheinlich weiter nachlassen. Durch diese Verlangsamung wird mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) Wachstum von 2,9 % (2023: 3,1 %) und einer globalen Inflationsrate von 5,1 % (2023: 6,9 %) gerechnet.

In den Industrieländern dürfte sich das Wachstum vor allem infolge des stockenden Wachstums in der Eurozone abschwächen. Ein spürbarer Rückgang der Inflation müsste sich auf das Realeinkommen der Haushalte positiv auswirken und damit den wirtschaftlichen Abschwung eindämmen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten dürften die Zentralbanken ab Jahresmitte 2024 die Senkung ihrer Leitzinsen einleiten. In der Folge wird für 2024 ein BIP Wachstum von 1,2 % (2023: 1,6 %) und eine Inflation von 2,5 % (2023: 4,7 %) erwartet.

Es wird erwartet, dass sich das Wachstum in den Schwellenländern im Jahr 2024 leicht abschwächt, wobei die Entwicklungen in den einzelnen Regionen wahrscheinlich erheblich variieren. Allerdings sollte die Inflation in den meisten Ländern deutlich nachlassen. Die erwartete Wachstumsschwäche in den Industrieländern wird den Außenhandel belasten, obwohl dies in den einzelnen Regionen unterschiedlich sein dürfte. Es wird ein Wirtschaftswachstum von 4,0 % (2023: 4,2 %) und eine Inflation von 6,8 % (2023: 8,4 %) erwartet.

Das BIP-Wachstum in der Eurozone wird voraussichtlich bis zur Jahresmitte stagnieren. Danach sollte der private Konsum eine stärkere Unterstützung für die Wirtschaft darstellen, wenn die Inflation weiter signifikant zurückgeht. Die EZB wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 die Senkung des Leitzinses einleiten. Die Inflation könnte bis zur Jahresmitte die Zielmarke von 2% erreichen. Für das Jahr 2024 wird ein Wirtschaftswachstum von 0,2 % (2023: 0,5 %) erwartet und mit einer Inflation in der Eurozone von 2,2 % gerechnet (2023: 5,4 %).

Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2024 erneut zurückgehen. Die Fiskalpolitik wird nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermutlich gestrafft. Sollten steigende Löhne und eine schwächere Inflation den privaten Konsum stützen, dürfte die Wirtschaft im Sommer erneut an Fahrt aufnehmen. Die leichte Abschwächung der Weltwirtschaft könnte die Erholung dämpfen und die vorerst noch straffe Geldpolitik wird eine zusätzliche Herausforderung darstellen. Es wird ein negatives Wirtschaftswachstum von -0,2 % (2023: -0,3 %) und eine Inflation von 2,6 % (2023: 6,0 %) erwartet.

Es gibt eine Reihe von Risiken für unseren globalen Wirtschaftsausblick. Die geopolitischen Risiken in der Ukraine und im Nahen Osten sind nach wie vor hoch. Die strategische Rivalität zwischen den USA und China könnte sich möglicherweise noch verschärfen. Die mögliche Zunahme der Abhängigkeiten zwischen Krisenherden könnte die Auswirkungen auf die Märkte verstärken. Im Jahr 2024 finden wichtige Wahlen in vielen Teilen der Welt, darunter den USA und der EU, statt, und die damit zusammenhängenden Nachrichten könnten durchaus das Potenzial haben, die Märkte zumindest kurzfristig zu beeinflussen.

(Quelle: Lagebericht der DB AG)

Prognose für die geschäftsbezogene Entwicklung

Die Nachfrage für "Made in Germany" aus dem Ausland sinkt. Dies belegen neben den Berichten über Export- und Auftragsrückgängen in Deutschland ansässiger Unternehmen ebenfalls die Zahlen des internationalen Factoring-Geschäftes.

Analog zu den pessimistischen Aussichten des IWF für das deutsche BIP in der zweiten Jahreshälfte (- 0,3 % und erste Anzeichen einer Rezession) und dem weiterhin fallenden ifo Geschäftsklimaindex, sehen die Mitglieder des DFV ebenfalls etwas verhaltener in die Zukunft als noch zu Beginn des Jahres. Wurden die Aussichten am Anfang des Jahres durchschnittlich noch mit einer 2,5 bewertet, sind die Einschätzungen Mitte des Jahres mit einer Durchschnittsnote von 2,6 etwas verhaltener und reflektieren unter anderem Herausforderungen, wie die Energiepreisunsicherheit, den Fachkräftemangel und die erhöhten Investitionskosten. Diese Zahlen sind repräsentativ für den gesamten deutschen Factoring-Markt; die Mitglieder des Verbands bedienen rund 98 Prozent des gesamten verbandlich organisierten Factoring-Volumens in Deutschland.

(Quelle: Halbjahresbericht 2023 Deutscher Factoring Verband)

Für die PBF steht auch im Jahr 2024 der ertragsorientierte Ausbau des Kerngeschäftes im Mittelpunkt. Wesentlich dazu beitragen wird weiterhin die intensive Zusammenarbeit mit den Vertriebseinheiten der DB AG.

Im Rahmen des weiteren Wachstums fokussiert sich die PBF auf eine Balance von Risiko und Rentabilität als Grundlage einer nachhaltig Geschäftsentwicklung.

Ausgehend von den Ist-Werten der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zum 31.12.2023 erwartet die Geschäftsführung der PBF für das Geschäftsjahr 2024 nachfolgende Entwicklung:

Werte in Mio. € 31.12.2023 Ist 31.12.2024 Plan Veränderung in %
Net Revenues before Risk 45,2 51,6 +14,2
IBIT 28,1 30,1 +7,1
CBV 6.987 7.400 +5,9
RWA 1.286 1.315 +2,3

Die Erwartungen für das Geschäftsjahr enthalten ein Volumenwachstum (+5,9 %), welches aus der Kooperation mit der DB AG sowie mit den etablierten Maklern resultiert. Mögliche Risiken für die PBF liegen vorrangig im Ausfall von Anschlusskunden, der damit verbundenen Werthaltigkeit der Forderungen sowie in betrügerischen Handlungen der Anschlusskunden, welche über die Bildung einer Risikovorsorge aufgefangen werden. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Anstieg der Net Revenues before Risk (+14,2 %) und ein Anstieg des IBIT (+7,1 %) geplant.

Die weitere Eskalation der geopolitischen Konflikte, z. B. des Russland-Ukraine-Krieges oder der Krise in Nahost, könnte die für das Geschäftsjahr 2023 gemachte Prognose der Gesellschaft negativ beeinträchtigen. Mögliche Folgen können sich ergeben aus der Störung der globalen Lieferketten, der geografischen Lage von Anschlusskunden oder Debitoren in Risikogebieten oder dem Wegfall von Absatzmärkten. Entsprechende Entwicklungen können zu negativen Abweichungen von Prognosen oder Zielen des Unternehmens führen. Geänderte Erwartungen des Managements zu den prognostizierten Leistungsindikatoren aufgrund der aktuellen Geschehnisse bestehen derzeit jedoch noch nicht.

Zusammenfassend geht die Geschäftsführung in 2024 von einem erfolgreichen Geschäftsjahr aus.

 

Bonn, den 16.05.2024

PB Factoring GmbH

Michael Menke

Dinko Mehmedagic

Oliver Böhm

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat während des gesamten Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Gesellschaftsvertrag obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht sowie beratend begleitet und war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung sind, unmittelbar eingebunden.

Im Geschäftsjahr 2023 tagte der Aufsichtsrat in zwei ordentlichen Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Geschäftsführung über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Geschäfts- und Ertragsentwicklung, die finanzielle Lage, die Planung, die Risikolage sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat der Aufsichtsrat intensiv hinterfragt, diskutiert und - soweit nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag oder Geschäftsordnung erforderlich - dazu nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt gestanden und hat ihn über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage, wesentliche Geschäftsvorfälle und anstehende Entscheidungen unterrichtet.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 23. Juni 2023 wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Der Abschlussprüfer hat den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegen und sind in der Sitzung des Aufsichtsrats am 6. Juni 2024 in Gegenwart des Abschlussprüfers ausführlich besprochen worden. Der Abschlussprüfer hat über wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft abgegeben sowie für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Abschlussprüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und auch aufgrund seiner eigenen Prüfung keine Einwände gegen den vorgelegten Jahresabschluss und Lagebericht. Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Postbank Beteiligungen GmbH wird ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Damit entfällt ein Vorschlag zur Ergebnisverwendung.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 17. August 2023 wurde Herr Oliver Böhm mit Wirkung ab dem 1. September 2023 als weiterer Geschäftsführer bestellt. Veränderungen im Aufsichtsrat gab es im Berichtsjahr nicht.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit im Berichtsjahr.

 

Bonn, den 6. Juni 2024

Für den Aufsichtsrat

Daniel Schmand, Vorsitzender

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