Implenia Specialties GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nicole Höllermann seit 23.10.2025 | Prokura |
Khalid Zaatan seit 23.10.2025 | Prokura |
Peter-Josef Fey seit 23.10.2025 | Prokura |
Eduard Oliver Leeb seit 12.6.2025 | Prokura |
Karsten Läufer seit 12.6.2025 | Prokura |
Thomas Stegbauer seit 12.6.2025 | Prokura |
Peter Karl Bürkle seit 6.3.2025 | Prokura |
Gebhard Dausch seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Fiest seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Tobias Kölsch seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Dirk Klarmann seit 20.8.2024 | Prokura |
Peter Bathke seit 8.5.2024 | Prokura |
Sebastian Böhm seit 8.5.2024 | Prokura |
Holger Reinhard seit 8.5.2024 | Prokura |
Sönke von Fintel seit 8.5.2024 | Prokura |
Antje Junge seit 8.5.2024 | Prokura |
Guido Stephan seit 8.5.2024 | Prokura |
Sönke Schmidt seit 8.5.2024 | Prokura |
Jens Steinlage seit 8.5.2024 | Prokura |
Markus Neuenkirchen seit 8.5.2024 | Prokura |
Christiane Maria Peifer seit 8.5.2024 | Prokura |
Jan Linnemann seit 8.5.2024 | Prokura |
Volker Händel seit 8.5.2024 | Prokura |
Peter Hoppe seit 8.5.2024 | Prokura |
Jens Kostrau seit 8.5.2024 | Prokura |
Manuel Karremann seit 8.5.2024 | Prokura |
Anna Lena Gärtner seit 5.4.2023 | Prokura |
Kai Frühbrodt seit 14.11.2022 | Prokura |
Volker Händel seit 14.11.2022 | Prokura |
Henning, Dipl.-Ing. Schrewe seit 9.7.2019 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Implenia Civil Engineering GmbH (vormals: Implenia Construction GmbH)RaunheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. Wirtschaftsbericht1. Darstellung des Geschäftsverlaufs a) Allgemeines Die Implenia Construction GmbH ist ein in Deutschland und im europäischen Ausland tätiges Bauunternehmen. Unsere Leistungen erbringen wir zusammen mit unseren Tochtergesellschaften im Wesentlichen im Kernmarkt Deutschland. Im Verbund mit anderen Unternehmen der Implenia Gruppe sind wir auch in Norwegen, Schweden, Österreich, Italien und der Schweiz aktiv. Gegenstand des Unternehmens sind die Erbringung von Planungs- und Bauleistungen aller Art auf dem Gebiet des Tunnel- und Ingenieurbaus. Die Arbeiten werden für den Straßen-, Brücken-, Gleis-, Industrie- und Tiefbaus erbracht, wobei der Kompetenzschwerpunkt im Bereich des Projektmanagements und der Projektabwicklung liegt. Die Ausführung der Bauleistungen erfolgt regelmäßig mit Hilfe von Nachunternehmern und in Bauprojekte involvierte Tochterunternehmen. Auch die Vermietung und Reparatur von Baugeräten gehört zu unseren Kompetenzen. Unsere Gesellschaft mit Sitz in Raunheim verfügt über eingetragene Zweigniederlassungen in Mannheim, Düsseldorf, Berlin, Nürnberg und München sowie Geschäftsstellen in den wesentlichen Ballungsgebieten in Deutschland. Im Ausland waren wir über unsere Betriebstätten in Göteborg (Schweden), Oslo (Norwegen) und Bozen (Italien) präsent. Gesellschafterin ist die Implenia Deutschland GmbH (vormals Implenia Holding GmbH) mit Sitz in Raunheim. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Implenia Deutschland GmbH und der Implenia Construction GmbH. Seit 2018 besteht zudem ein Cash-Pooling Vertrag mit der Muttergesellschaft. Die Gesellschaft ist Teil des Schweizer Baukonzerns Implenia AG, Opfikon. Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. b) Entwicklung der Branche Im Bauhauptgewerbe gab es in 2023 einen realen Umsatzrückgang von 5,2%. Bei den negativen Einflussfaktoren infolge des Krieges in der Ukraine, wie der Versorgungslage und Preisentwicklung der Baumaterialien, wurde der Höhepunkt bei den Erzeugerpreisindizes in 2022 erreicht. Es wird damit gerechnet, dass die bereits in 2023 eingesetzte Entspannung bei den Baumaterialpreisen, sich für 2024 weiterhin fortsetzen wird. Ein anhaltend großes Problem für den Wohnungsbau stellt die Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt im Jahr 2023 dar. Im Wohnungsbau, als größte aller Bausparten, waren die Folgen des Ukraine Krieges in 2023 nach wie vor deutlich zu spüren. Im Wohnungsneubau gingen die realen Umsätze gegenüber dem Vorjahr um real 11,5% zurück. Nach Berechnungen der Bundesbank verdreifachte sich der Zinssatz für Hypothekarkredite (Durchschnittswert über alle Laufzeiten) im Neugeschäft von Januar 2022 bis Dezember 2023 von 1,3% auf 4,1%. Dieser unerwartete Zinsanstieg beeinträchtigt Renditeerwartungen im Mietwohnungsmarkt; gleichzeitig stellt es potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. In 2021 hat die Bundesregierung das Ziel ausgerufen, jährlich 400.000 neue Wohnungen auf den Markt zu bringen. Dieses Ziel wurde seitdem deutlich verfehlt. Ein weiterer Grund hierfür war die weitere Verschärfung der energetischen Standards (zum 01. Januar 2023 verpflichtend Effizienzhaus 55) bei gleichzeitiger Kürzung der Neubauförderung. Die zwischenzeitlich beschlossenen Sanierungsmaßnahmen der Bundesregierung für 2024 dürften auch in diesem Jahr die Probleme im Wohnungsneubau im Bauhauptgewerbe nicht auffangen. Folglich beschleunigte sich der Rückgang von Baugenehmigungen in 2023 deutlich. Im Zeitraum Januar - November 2023 gab es einen Absturz im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser (41%), bei Mehrfamilienhäusern (24%); insgesamt um 28%. Im Wohnungsneubau insgesamt wird bei den realen Umsätzen in 2024 im Vergleich zu 2023 mit einem Rückgang um 12% gerechnet. Im Wirtschaftsbau waren in 2023 die Folgen des Ukraine Krieges abgemildert sichtbar. Die Baugenehmigungen entwickelten sich in 2023 unterschiedlich. So legten die Baugenehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 3,3% zu, wohingegen der Markt für Büro- und Verwaltungsgebäude um 9,1% und bei Handels- und Lagergebäuden um 12,1% zurückging. Im Wirtschaftshochbau gingen die Baugenehmigungen zurück, wohingegen im Wirtschaftstiefbau die Auftragseingänge, aufgrund von einigen Großprojekten im Bahnbau und bei Stromtrassen, deutlich angewachsen sind. Insgesamt sind die realen Umsätze des Bauhauptgewerbes im Wirtschaftsbau 2023 um 0,9% zurückgegangen. Für 2024 wird ein preisbereinigtes Wachstum von 2% erwartet. Grund hierfür ist die geringere Zinsabhängigkeit der gewerblichen Investitionen gegenüber dem Wohnungsbau. Trotz unabweisbarer Investitionsbedürfnisse in nahezu allen Baubereichen und auf allen Gebietskörperschaftsebenen ist 2023 der reale Umsatz im Öffentlichen Bau um 1,6% zurückgegangen. In 2024 ist mit einem leichten Wachstum von 1% zu rechnen. Vorausblickend wird für das deutsche Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 alles in allem ein realer Umsatzrückgang von 3,5% (Vorjahr -5,2%) erwartet. Grund hierfür ist unter anderem die Entwicklung der Baupreise. Während diese in 2023 um etwa 7% zulegten, wird für 2024 mit einem Rückgang um 1% gerechnet. Wegen der negativen Konjunkturprognose wird davon ausgegangen, dass das Bauhauptgewerbe im Jahr 2024 die Zahl der Beschäftigen - erstmals seit 2008 - um 10.000 Beschäftigte bzw. 1% auf 917.000 Personen reduzieren wird. 1 c) Gesamtleistung und Auftragsentwicklung im Geschäftsjahr Einen der wichtigsten Leistungsindikatoren der Gesellschaft stellt neben dem Ergebnis vor Steuern nach HGB die Gesamtleistung dar. Die Gesamtleistung berichten wir sowohl nach Vorschriften des HGB als auch nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften der IFRS. Im internen Management-Reporting wird die Gesamtleistung nach IFRS ermittelt und beinhaltet hauptsächlich den erbrachten Umsatz auf unseren Bauprojekten. Der erbrachte Umsatz enthält auch die, je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge. Daneben enthält der Umsatz die von der Gesellschaft ausgeführten Service- und Dienstleistungen wie Reparaturen sowie Gerätevermietung und Personalgestellung, die gegenüber Dritten, verbundenen Unternehmen und Arbeitsgemeinschaften erbracht werden. Die je nach Fertigstellungsgrad erzielte, anteilig realisierte Projektmarge bei Projekten in Arbeitsgemeinschaften sind ebenfalls Bestandteil der Umsatzerlöse. Die Gesamtleistung nach HGB ist definiert als die Summe der Umsatzerlöse aus fertiggestellten und abrechenbaren Bauleistungen inklusive Bestandsveränderungen aus nicht abgerechneten Bauleistungen. Die Definition der zurechenbaren aktivierten Herstellkosten nach IFRS und HGB sind abweichend. Positive Projektmargen bei Arbeitsgemeinschaften werden nur bei erfolgter Fertigstellung erfolgswirksam bilanziert. Im Geschäftsjahr kamen wir auf eine Gesamtleistung nach IFRS von 357 Mio EUR. Geplant waren 311 Mio EUR. Die Planung der Gesamtleistung erfolgt nach HGB und entwickelte sich in den letzten Jahren wie folgt:
Die Gesamtleistung nach HGB stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 68 Mio. EUR. Bei der Ermittlung der Planabweichungen gehen wir jeweils von den ursprünglichen Planungsbandbreiten je Sparte aus und stellen die Ist-Leistung gegen den oberen bzw. unteren Planungskorridor, je nachdem, ob der Korridor nach oben oder nach unten verfehlt wurde. Lag die Leistung im Planungshorizont, gehen wir vom Mittelwert der beiden Korridore aus. Im Bereich Tunnelbau erhöhte sich die Leistung zum Vorjahr um 36 Mio. EUR und übertraf gleichzeitig auch die Planung. Hier wurde der größte Teil unserer Leistung auf unserem Großprojekt Kabeltunnel Berlin mit 24 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 53%; (Vorjahr 9 Mio. EUR) erbracht. Die nächstgrößeren Leistungen wurden auf den Projekten Fernwärmetunnel Hamburg mit 19 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 49% (Vorjahr 9 Mio. EUR), Brenner-Basistunnel mit 14 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 3%; (Vorjahr 9 Mio. EUR) und Albvorlandtunnel mit 7 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 98%; (Vorjahr 12 Mio. EUR) umgesetzt. Die Gesamtleistung der Sparte konstruktiver Ingenieurbau erhöhte sich zum Vorjahr um 51 Mio. EUR und übertraf damit auch die Planung. Die Sparte umfasste insbesondere die Arbeiten an den Projekten A7 Ersatzbauwerk Rader Hochbrücke mit 33 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 34%; (Vorjahr 0 Mio. EUR), Instandsetzung Mülheimer Brücke mit 32 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 57%; (Vorjahr 31 Mio. EUR) und der A14 Elbebrücke Wittenberge mit 20 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 41%; (Vorjahr 5 Mio. EUR). Darüber hinaus steuerten in dieser Sparte eine Vielzahl von Bauvorhaben mit Jahresleistungen zwischen € 1 Mio. bis € 7 Mio. einen Anteil bei. Der Roh- und Industriebau beinhaltete planmäßig kleinere Projekte. Die Gesamtleistung verringerte sich zum Vorjahr um 4 Mio, EUR und verfehlte somit die Prognose. Den größten Leistungsanteil im Geschäftsjahr hatten das neue Projekt Rohbauarbeiten Proben- und Werkstättenzentrum (PWZ) München mit 4 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 17% (Vorjahr 0 Mio. EUR) und das Projekt Papierfabrik Lenk mit 1 Mio. EUR; Fertigstellungsgrad 100%; (Vorjahr 0,5 Mio. EUR). In den nicht einzelnen Sparten zuordenbaren Service- und Dienstleistungen mit einem Leistungsvolumen von 17 Mio. EUR (Vorjahr 31 Mio. EUR) sind Umsätze aus der maschinentechnischen Abteilung für Miet- und Reparaturleistungen sowie Verrechnungserlöse für Personal- und Materialgestellungen an Konzernunternehmen und Drittfirmen enthalten. Die bereits laufenden Projekte haben im Wesentlichen ihre Planleistung erreicht. Der für die Gesellschaft geplante Leistungskorridor konnte insgesamt übertroffen werden. Da die Leistungsrealisierung abhängig von der Schlussrechnung ist, kann es zu Verschiebungen zwischen Plan und Ist Leistung kommen. Das Gleiche gilt für den darin enthaltenen Ergebnisanteil von Argen. Die Auftragslage stellte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Die Auftragslage entwickelte sich weiter positiv. Den größten Zugang stellte der gewonnene Auftrag Ersatzneubau Talbrücke Sechshelden mit von 90 Mio. EUR dar. Des Weiteren konnten wir die Aufträge Südbrücke Bundeskanzleramt mit 27 Mio. EUR und die Talsperrenbrücke B90 mit 16 Mio. EUR gewinnen. Zudem konnten wir im Laufe des Jahres von Auftragserweiterungen bei unserem Großprojekt, Brennerbasistunnel zwischen Innsbruck und Franzenfeste mit 201 Mio. EUR profitieren. Dazu kamen noch Auftragserweiterungen bei den Projekten Instandsetzung Mülheimer Brücke mit 90 Mio. EUR und Kabeltunnel Berlin mit 14 Mio. EUR. In Arbeitsgemeinschaft stellt den größten Zugang der Neubau der Hochstraße Süd Ludwigshafen mit eigenem Anteil von 16 Mio. EUR und die größte Auftragserweiterung Citylink Stockholm Anneberg mit eigenem Anteil von 29 Mio. EUR dar. Somit war der Auftragsbestand und -eingang zum Jahresende über dem Vorjahresniveau. d) Personalpolitik des Unternehmens Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl stieg um 50 Mitarbeiter/innen (7,0%) auf 766 (Vorjahr 716). Das Unternehmen zeichnet sich durch eine hohe Personalbindung aus. Durch gezielte Förderprogramme werden langfristig Mitarbeiter/innen weiterentwickelt und gebunden. Für Arbeitssicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualitätssicherung war die Fachabteilung HSEQ (Health, Safety, Environment, Quality) in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Management verantwortlich. Die Einhaltung und Wirksamkeit des entwickelten HSEQ-Systems wurden regelmäßig überwacht und über standardisierte Kennzahlen gemessen. 2. Lage der Gesellschaft a) Darstellung der Ertragslage Das Ergebnis vor Steuern war mit 6,4 Mio. EUR negativ und somit unter der Planung für das Jahr 2023. Dies resultierte insbesondere aus nicht aktivierungsfähigen Kosten, dem Umstand, dass keine signifikanten Projekte schlussgerechnet werden konnten sowie aus Bewertungsanpassungen laufender Projekte. Der Bestand an den nicht abgerechneten Bauten erhöhte sich von 973,7 Mio. EUR um 131,4 Mio. EUR auf 1.105,1 Mio. EUR. Die größten Zugänge kommen dabei von den Projekten 50Hz-380 kV Kabeltunnel Berlin (35,9 Mio. EUR), A7 Ersatzbauwerk Rader Hochbrücke (33,3 Mio. EUR) und Mülheimer Brücke (32,1 Mio. EUR). Des Weiteren war das Ergebnis vor Steuern geprägt durch folgende wesentliche Effekte: Die sonstigen betrieblichen Erträge (4,4 Mio. EUR) verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr (17,0 Mio. EUR) um 12,6 Mio. EUR. Wesentlicher Grund hierfür ist der Wegfall des Sondereffektes aus der Auflösung von Wertberichtigungen durch den gewonnen Gerichtsprozess des Projekts Eiganes in Höhe von 8,7 Mio. EUR im Vorjahr. Außerdem sind die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um 2,2 Mio. EUR zum Vorjahr gesunken. Des Weiteren stieg der Materialaufwand überproportional (+41%) im Vergleich mit der gesteigerten Gesamtleistung (+29%) und belastete somit das Ergebnis vor Steuern. Der Materialaufwand (inkl. bezogener Leistungen) erhöhte sich insbesondere durch den erheblichen Preisanstieg für Bau- und Rohstoffe auf 198,5 Mio. EUR (Vorjahr 140,4 Mio. EUR). Der Personalaufwand erhöhte sich insbesondere aufgrund von Personalaufstockung und Gehaltserhöhungen von 68,6 Mio. EUR auf 78,0 Mio. EUR um 9,4 Mio. EUR (+14%). Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund von Zugängen zum Anlagevermögen um 3,7 Mio. EUR. Aus dem bestehenden Gewinnabführungsvertrag wirkte sich das Ergebnis der Implenia Spezialtiefbau GmbH, Langen, mit einem Gewinn von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr Verlust von 0,5 Mio. EUR) positiv aus. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge verminderten sich von 10,8 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Grund hierfür sind die im Vorjahr noch zugesprochenen Verzugszinsen aus dem oben erwähnten gewonnenen Gerichtsprozess in Höhe von 9,7 Mio. EUR. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen verringerten sich aufgrund der gestiegenen Zinsen auf das Deckungsvermögen (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) um 3,0 Mio. EUR. b) Darstellung der Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme verringerte sich um 3% im Vergleich zum Vorjahr. Das Umlaufvermögen verringerte sich um 13 Mio. EUR. Ursächlich war hier im Wesentlichen der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 25 Mio. EUR. Hier wurde im Vorjahr eine Wertberichtigung auf dem Projekt Eiganes aufgelöst, diesen Sondereffekt gibt es im aktuellen Geschäftsjahr nicht mehr. Außerdem verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund geringerer Forderungen aus Cashpooling gegen den Gesellschafter. Gegenläufig erhöhten sich die Vorräte aufgrund der im vorherigen Kapitel erläuterten Zugänge zu Projekten sowie höheren geleisteten Anzahlungen. Auf der Passivseite nahmen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 8,9 Mio. EUR auf 160,4 Mio. EUR ab. Der größte Zugang entfiel auf das Projekt A7 Ersatzbauwerk Rader Hochbrücke (16,9 Mio. EUR). Außerdem verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund des vom Gesellschafter übernommenen Jahresfehlbetrages (Vorjahr Jahresüberschuss). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 12% auf 13%. 3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 f HGB Zum Stichtag 31.12.2023 wies die Geschäftsführerebene einen Frauenanteil von 0 % aus. In der 2. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft ist ein Frauenanteil von 11,11 % und in der 3. Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft einen Frauenanteil von 5,55 % vorhanden. Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen sieht eine Berichtspflicht über die festgelegten Zielgrößen und Fristen vor. Im Rahmen der Beschlussfassung der Gesellschafterversammlung der Implenia Construction GmbH vom 14. Juni 2022 wurden Festlegungen ab 14. Juni 2022 bis zum 31.12.2026 für die ersten drei Managementebenen getroffen. Die Zielgröße für die Geschäftsführung beträgt aufgrund der Tatsache, dass die Geschäftsführung nur aus einem einzigen Geschäftsführer besteht und auch keine Vergrößerung der Geschäftsführung geplant ist, weiterhin 0 %. Darüber hinaus wurden die Zielgrößen für die 2. Führungsebene mit mindestens 7,14 % und für die 3. Führungsebene mit mindestens 3,23 % bestimmt. II. Prognosebericht mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken1. Risiken Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit der Implenia Construction GmbH eröffnen sich Chancen und es ergeben sich Risiken, die gegeneinander abgewogen werden müssen. Eingegangene Risiken müssen beherrscht und Chancen genutzt werden. Langfristig ist der Geschäftserfolg nur gesichert, wenn die Chancen die Risiken überwiegen. Das Erkennen von Chancen und Risiken ist integraler Bestandteil des jeweiligen Prozessmanagements unserer operativen Einheiten. Unter Chancen verstehen wir günstige, unter Risiken negative Abweichungen von den geplanten Randbedingungen. Besondere Risiken in der zukünftigen Entwicklung, die über die allgemeinen Geschäftsrisiken der Branche hinausgehen, sehen wir für unsere Gesellschaft derzeit nicht. Für alle identifizierten Projektrisiken wurde ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen. Aufgrund der sorgfältigen Auswahl unserer Geschäftspartner und des guten Working Capital Managements liegen keine wesentlichen Liquiditäts- und Ausfallrisiken vor. Durch die Konzentration der Geschäftstätigkeiten auf Deutschland sowie punktuelle Projekte in Italien liegen keine weiteren außergewöhnlichen Länderrisiken vor. Die Ergebnisse einzelner Projekte wurden analysiert und Ursachen für Ergebnisausreißer herausgearbeitet. Im Projektportfolio fokussiert man sich auf mittelgroße und große, vorzugsweise hybride Infrastrukturprojekte sowie schweren Rohbau. Dieses Vorgehen trifft die Anforderungen des Marktes sowie die eigenen Fähigkeiten und Ressourcen am besten. Bezüglich IT- und Datensicherheit werden Maßnahmen u.a. im Bereich von Zugriffsschutz, Berechtigung, Backup nach aktuellem Stand der IT-Technik angewendet. Die Durchführung dieser operativen Maßnahmen obliegt Implenia Group IT und deren Dienstleistern. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft. Projektgeschäft Bei der Planung und Durchführung insbesondere komplexer Projekte bestehen für uns Kalkulations- und Ausführungsrisiken. Verluste bei Großaufträgen können das Ergebnis des Unternehmens erheblich belasten. Die Vermeidung, Minimierung und Beherrschung dieser Risiken ist eine wesentliche Aufgabe der für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten. Im Rahmen des Value Assurance Prozesses werden bereits in der Akquisitionsphase die möglichen Aufträge klassifiziert, einer sorgfältigen kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen sowie hinsichtlich technischer Aspekte von Fachleuten analysiert. Die daraus resultierende Chancen-/Risikomatrix wird im Auftragsfall fortgeführt. Je nach Klassifizierung entscheidet ein unterschiedlich besetztes Gremium (Klasse 1 - Konzernleitung Klasse 4- regionale Einheit) über Bearbeitung bzw. Abgabe des Angebots. Das Risiko wird bei kleineren und kurz laufenden Projekten als klein, bei über mehrere Jahre laufenden Großprojekten als mittel eingestuft. Rechtsstreitigkeiten, Schadensfälle und Haftungsrisiken Mit Rechtsstreitigkeiten ist neben den durch sie entstehenden Kosten und Aufwendungen das Risiko verbunden, durch unzutreffende oder langwierige Gerichts- und Behördenentscheidungen Vermögenseinbußen zu erleiden, die auch in Form von Verzugszinsen entstehen können. Juristische Auseinandersetzungen entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung, insbesondere im Projektgeschäft. Kontroversen mit Auftraggebern beziehen sich zumeist auf unsere Vergütung, behauptete Mängel unserer Leistung oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. In diesen Fällen ergeben sich zumeist auch gleichartige Auseinandersetzungen mit den eingesetzten Nachunternehmern. Wir sind bestrebt, gerichtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden. Dieses Ziel ist jedoch nicht immer realisierbar, sodass unsere Gesellschaft und unsere Tochtergesellschaften an Gerichts- beziehungsweise Schiedsgerichtsverfahren beteiligt sind. Deren Ausgang lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde. Für etwaige Schadensfälle und Haftungsrisiken haben wir angemessene Versicherungen abgeschlossen. Das Risiko wird insgesamt als gering eingestuft. Gesamtbeurteilung der Risikosituation Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdet hätten. Der andauernde Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen auf die Preis- und Zinsentwicklung hat nach Einschätzung des Bauindustrieverbands weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die baukonjunkturelle Lage für 2024. Insgesamt bedeutet dies für das Bauhauptgewerbe einen realen Umsatzrückgang von 3,5%. 2 Mittelfristig könnte dies temporär negative Auswirkungen auf die Erreichung unserer wirtschaftlichen Planzahlen haben; insbesondere in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf und Folgen des Kriegs, die sich nach wie vor nicht absehen lassen. Zum Berichtszeitpunkt sieht die Gesellschaft jedoch keine wesentlichen Risiken für das operative Kerngeschäft. Durch die wirtschaftliche Stärke der Implenia Gruppe sehen wir uns für die bevorstehenden Unwägbarkeiten im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus gut aufgestellt. Ein Risiko, das die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährden kann, ist nach heutigem Kenntnisstand nicht zu erkennen. 2. Chancen Im Februar 2019 wurde im Rahmen einer überarbeiteten Konzernstrategie die Zusammenarbeit der Unternehmenssparten gefördert. Durch die Spartenorganisation sehen wir unsere Position in den Bereichen Spezialtief-, Tunnel- und Ingenieurbau gestärkt und erwarten weiterhin eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe sowohl in der Angebots- als auch in der Ausführungsphase. Demzufolge ist es unverändert unser Ziel, öffentliche Infrastruktur-Großprojekte aus einer Hand anzubieten, in denen wir zusammen mit der Implenia Spezialtiefbau GmbH das komplette Leistungsspektrum anbieten können. Dieser Strategie folgend werden im Jahr 2024 die Bereiche Ingenieur- und Spezialtiefbau im Management zusammengeführt. Wir verweisen auf den Nachtragsbericht im Anhang. Die öffentlichen Auftraggeber arbeiten punktuell mit neuen Vertragsmodellen und Ausschreibungen mit einer vorgeschalteten Präqualifikation für besonders komplexe Projekte. Davon versprechen wir uns einen Qualitätswettbewerb anstelle eines Preiskampfes. Bei Ingenieur- und Rohbauprojekten mittlerer Größe bis ca. 50 Mio. EUR sehen wir neben öffentlichen Auftraggebern auch private Kunden z.B. aus der Energiewirtschaft als möglichen Wachstumsmarkt. Hier können wir von unseren guten Referenzen profitieren. In den letzten Jahren konnten wir unsere Position über Arbeitsgemeinschaften in der deutschen Bauwirtschaft festigen. Diese Partnerschaften ermöglichen es uns, auch für Großprojekte Angebote zu legen, die wir ausschließlich mit unseren Ressourcen nicht anbieten könnten. Das dadurch breitere Portfolio und der gute Auftragsbestand führen zu einer höheren Arbeitgeberattraktivität mit entsprechenden Vorteilen bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften. 3. Ausblick und zukünftige Entwicklung Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit gesteigerter Gesamtleistung verglichen mit 2023 gerechnet. Dazu tragen neben den bestehenden Projekten wie Brennerbasistunnel, Kabeldiagonale Berlin, Fernwärmetunnel Hamburg sowie Mülheimer Brücke auch die unter 1c) genannten Neuakquisitionen aus 2023 bei. In den deutschen Ballungsräumen stehen in den nächsten Jahren weitere Infrastruktur-Projekte zur Vergabe an. Der Verkehrswegeplan 2030 des Bundesverkehrsministeriums wird zusätzlich die Investitionen in Sanierungs- und Neubaumaßnahmen insbesondere im Bereich Brücken fördern. Ebenso wurden durch die Bundesregierung Investitionen zum Ausbau von ÖPNV/ Schieneninfrastruktur in Aussicht gestellt. Trotz allem bleibt der Markt sehr wettbewerbsintensiv, da Auftragsvergaben in erster Linie über den Preis erfolgen. Bei komplexen Großprojekten macht sich jedoch die gute Auslastung der Wettbewerber bemerkbar, sodass sich der Bieterkreis etwas reduziert. Neuere Vertragsmodelle wie z.B. Partnering, die den Preisdruck reduzieren könnten, werden zwar aufgrund der Marktlage verstärkt diskutiert, eine Umsetzung im deutschen Vergaberecht gibt es nur vereinzelt. Dass diese Vorgehensweise zum Standard wird, ist kurz- bis mittelfristig nicht absehbar. Die unternehmensinterne Management-Planung wird auf Basis der internationalen Rechnungslegungsvorschriften der IFRS erstellt. Hieraus leiten wir zusätzlich Planzahlen für den handelsrechtlichen Abschluss ab. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich im Bereich der Gesamtleistung durch die bereits erwähnte anteilige Hinzurechnung der in Arbeitsgemeinschaft erbrachten Leistung im IFRS. Auch bei der Planung der Jahresergebnisse vor Steuern nach IFRS und HGB kann es zu Abweichungen kommen. Im IFRS wird die Projektmarge über die Projektlaufzeit realisiert (Over-Time-Methode), im HGB bei Abnahme (Completed-Contract-Methode). Nach HGB erwarten wir für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 eine Gesamtleistung in folgender Bandbreite:
Nach geplanter Verschmelzung:
Folgende Projekte werden nach aktueller Planung im Jahr 2024 die wesentlichen Beiträge zur Gesamtleistung bringen:
Die Stammstrecke München, A7 Tunnel Altona und Citylink Stockholm werden in Arbeitsgemeinschaft realisiert. Dies sorgt für eine gute Auslastung, ohne jedoch Leistung im Planungshorizont zu generieren. Diese Projekte werden erst bei Abnahme durch die Realisierung des anteiligen Ergebnisses leistungswirksam. Zusätzlich gehen wir von einem positiven Beitrag aus der geplanten Verschmelzung der Tochtergesellschaft Implenia Spezialtiefbau GmbH mit der Implenia Construction GmbH aus. Für das Planjahr 2024 wird nach der Verschmelzung ein Ergebnis vor Steuern zwischen 4 Mio. EUR und 6 Mio. EUR angestrebt. Der aktuelle Krieg in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten werden unsere Planzahlen nach derzeitiger Entwicklung nicht unmittelbar beeinflussen, da wir weder Standorte noch Bauvorhaben dort oder in Russland haben. Bei den Verfügbarkeiten und der Preisvolatilität von Rohstoffen unterliegen wir vergleichbaren Risiken wie übrige Marktteilnehmer. Wo immer möglich werden die Preisrisiken über vertragliche Gleitungsklauseln auf ein unternehmerisch vertretbares Maß reduziert. Im Rahmen einer strategischen Unternehmensplanung wird einmal jährlich eine detaillierte Dreijahres-Planung erarbeitet. Auch langfristig ist eine deutliche Umsatzsteigerung am deutschen Infrastrukturmarkt geplant. Im Vergleich zum Jahr 2022 hatten wir keinen Anstieg bei der Anzahl an Unfällen. Eine negative Entwicklung gab es bei der Unfallschwere, ablesbar an den Ausfalltagen. Diese haben sich von 1.036 Tagen im Jahr 2022 auf 1.135 Tagen im Jahr 2023 erhöht.
Raunheim, den 17.05.2024 Henning Schrewe
1 Quelle: Hauptverband der deutschen
Bauindustrie - Bauindustrie.de"Zahlen und Fakten auf den
Punkt gebracht"; Baukonjunkturelle Lage Januar 2024;
… auf den Punkt gebracht-Die Deutsche Bauindustrie
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023I. Allgemeine HinweiseDie Implenia Construction GmbH hat ihren Sitz in Raunheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Darmstadt (HRB 97949). Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. In der Bilanz werden die Posten "Nicht abgerechnete Bauten" sowie Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften zusätzlich als gesonderte Posten ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die sonstigen Steuern werden abweichend von § 275 Abs. 2 HGB unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren ansonsten die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) um planmäßige Abschreibungen linear pro rata temporis vermindert. Soweit am Bilanzstichtag dauerhaft ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Personalkosten) angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der einzelnen Anlagenklassen liegen in folgenden Bandbreiten:
Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Soweit am Bilanzstichtag dauerhaft ein niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertaufholungen werden vorgenommen, sofern die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen im Sachanlage- und Vorratsvermögen sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abwertungen entfallen sind. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag aktiviert. Die nicht abgerechneten Bauten sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d. h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 13b UStG netto, ohne Berücksichtigung der Umsatzsteuer, passiviert. Der Ausweis erfolgt gemäß § 268 Abs. 5 S.2 HGB offen unter den Vorräten. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge auf den um die Umsatzsteuer und Einzelwertberichtigungen gekürzten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen/gegenüber Arbeitsgemeinschaften (Argen) wurden grundsätzlich zu Nennwerten/Erfüllungsbeträgen bilanziert. Für zweifelhafte Beträge aus dem Verrechnungsverkehr sowie für anteilige, am Bilanzstichtag eingetretene oder drohende Verluste von Argen wurden Wertberichtigungen aktivisch abgesetzt. Absetzungsbeträge aus eingetretenen und erwarteten Verlusten, die den Forderungssaldo übersteigen, wurden als Verbindlichkeiten gegenüber Argen ausgewiesen. Die anteiligen Gewinne aus der Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften wurden von der Gesellschaft nur insoweit realisiert, als die Arge gegenüber dem Auftraggeber ganz oder teilweise abgerechnet hat. Zur Deckung allgemeiner Risiken wurde auf die Forderungen gegen Arbeitsgemeinschaften eine Pauschalabwertung von 1 % gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck - Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen wurden berücksichtigt. Es wurde eine geschlechts- und altersspezifische Fluktuation zugrunde gelegt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben (Aktiva) bzw. Einnahmen (Passiva) vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
* Ergebnis vor Durchführung des Gewinnabführungsvertrags. ** Umrechnungskurs zum Stichtag 1:11,0840 ; lt. vorläufigem Abschluss zum 31.12.2023.
* lt. vorläufigem Abschluss zum 31.12.2023. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Fälligkeit über einem Jahr. Latente Steuern Der Berechnung wurde unverändert zum Vorjahr ein Steuersatz von 30,95 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei der Pensionsrückstellung. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt 47.600 TEUR (Vj. 47.600 TEUR). Der für die Abführung gesperrte Gesamtbetrag wäre 1.619 TEUR. Er resultiert aus der Differenz zwischen den AHK des Deckungsvermögens in Höhe von 14.167 TEUR und dem Zeitwert des Deckungsvermögens in Höhe von 15.786 TEUR. Die Ausschüttungssperre entfällt aufgrund des Verlusts im Berichtsjahr. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die bilanzierte Pensionsverpflichtung in Höhe von 18.809 TEUR (Vj. 18.511 TEUR) resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere (zum Kurswert am 31. Dezember 2023 bewertet) und Aktivwerte von Rückdeckungsversicherungen. Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Parameter verwendet:
Der Differenzbetrag zwischen 10 und 7 Jahren Durchschnittszins wäre ausschüttungsgesperrt. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für die folgenden Sachverhalte gebildet:
In den sonstigen Personalrückstellungen sind Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von 1.159 TEUR (Vj. 1.182 TEUR) enthalten. Folgende Parameter wurden bei der Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen zugrunde gelegt:
Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von über einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse teilen sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Die Aufteilung nach Sparten ergibt sich wie folgt:
Die Aufteilung nach Ländern ergibt sich wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 294 TEUR (Vj. 252 TEUR). Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von 4.052 TEUR (Vj. 16.774 TEUR) enthalten. Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.851 TEUR (Vj. 5.043 TEUR, dem Abgang von Sachanlagen 652 TEUR (Vj. 1.946 TEUR), Umlageerstattungen 548 TEUR (Vj. 483 TEUR) und anderen sonstigen Erträgen 1 TEUR (Vj 6 TEUR). Im Vorjahr enthielten die periodenfremden Erträge des Weiteren 9.168 TEUR aus der Rücknahme von Wertberichtigungen sowie 128 TEUR aus der Verschmelzung einer Beteiligung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 4.684 TEUR (Vj. 2.240 TEUR), sonstige Steuern 88 TEUR (Vj. 87 TEUR). Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 62 TEUR (Vj. 116 TEUR) aus dem Abgang von Sachanlagen enthalten. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind im Geschäftsjahr aufgrund der Verrechnung mit den Erträgen des Deckungsvermögens 334 TEUR (Vj. 0 TEUR) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten. Im Vorjahr waren periodenfremde Erträge in Höhe von 6.652 TEUR enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Vorjahr Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von 340 TEUR enthalten. V. Sonstige AngabenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Einzelnen die folgenden Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2032. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Es bestehen Bürgschaften in Höhe von 489 TEUR aus der Besicherung von Voraus- und Anzahlungen sowie Vertragserfüllung. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Es bestehen marktübliche Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen werden. Geschäfte mit Arbeitsgemeinschaften im Rahmen von Bauprojekten werden zu marktüblichen Konditionen vertraglich fixiert und abgewickelt. Geschäftsführung
Die Gesamtbezüge werden unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden 153 TEUR für das Honorar des Abschlussprüfers aufgewendet. Das Honorar entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2024 ist vorgesehen, die hundertprozentige Tochter Implenia Spezialtiefbau GmbH auf die Implenia Construction GmbH zu Buchwerten rückwirkend zum 01.01.2024 zu verschmelzen. Die Beschlüsse und Verträge hierzu sind noch ausstehend. Konzernverhältnisse Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den die Implenia Construction GmbH und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden, ist die Implenia AG, Opfikon/Schweiz. Der Konzernabschluss der Implenia AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt und auf der Publikationsseite unter Finanzberichte & Finanzpublikationen der Implenia AG - Implenia AG veröffentlicht. Die Implenia Construction GmbH ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss- und -lagebericht zu erstellen, befreit. Die Implenia AG, Opfikon/Schweiz, stellt einen befreienden Konzernabschluss und -lagebericht auf, der im Unternehmensregister veröffentlicht ist. Ergebnisverwendung/Ergebnisverwendungsvorschlag Der Jahresverlust für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Implenia Holding GmbH übernommen. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.
Raunheim, den 17.05.2024 Henning Schrewe Entwicklung des Anlagevermögens 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Implenia Construction GmbH, Raunheim Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der Implenia Construction GmbH, Raunheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Implenia Construction GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Mannheim, den 17. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Martin Nicklis, Wirtschaftsprüfer ppa. Johann Horz, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 19.07.2024 festgestellt. |
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