Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 26647
Eingetragen
6.2.2019
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur VerteilungWärme- und KältehandelBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Entwicklung, die Planung, die Errichtung, der Betrieb, die Überwachung und die Unterhaltung von Energieerzeugungs- und Energieverteilungsanlagen auf regenerativer Basis; die Errichtung, der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von solchen Vermögensgegenständen; die Übernahme der Energieversorgung für eigene und Liegenschaften Dritter, Beratungs- und lngenieurdienstleistungen in diesem Bereich, Vertrieb von und Handel mit Produkten aus regenerativen Energieerzeugungsanlagen; die Beteiligung an dem Unternehmenszweck förderlichen Unternehmen weltweit.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Enrico Dreyer
seit 1.4.2025
Geschäftsführer
Sebastian Isenberg
seit 16.8.2023
Prokura
Christian Eins
seit 29.3.2023
Prokura
Jens Oliver Stutzer
seit 17.2.2023
Geschäftsführer
Marcel Schöbel
seit 14.7.2022
Geschäftsführer
Ralf Schmidt
seit 6.2.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GETEC green energy GmbH

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

GETEC GREEN ENERGY GMBH, MAGDEBURG

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 19.704.461,64 19.553
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.348,00 4
II. Sachanlagen 4.022.720,80 3.961
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.783.537,00 3.097
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.838,00 196
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.345,80 668
III. Finanzanlagen 15.679.392,84 15.588
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.750.391,84 14.675
2. Beteiligungen 929.001,00 913
B. UMLAUFVERMÖGEN 20.928.255,15 28.137
I. Vorräte 1.670.047,17 10.951
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.973.948,05 11.142
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.535.301,10 1.534
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.711.846,41 723
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 468.090,28 6.962
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.258.710,26 1.923
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.284.259,93 6.044
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 44.896,73 32
40.677.613,52 47.722

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL 28.089.837,77 17.221
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000
II. Gewinnrücklagen 164.980,17 165
1. Andere Gewinnrücklagen 164.980,17 165
III. Bilanzgewinn 26.924.857,60 16.056
- davon Gewinnvortrag: EUR 16.055.974,25 (Vorjahr: TEUR 12.122)
B. SONDERPOSTEN FÜR UNENTGELTLICH AUSGEGEBENE EMISSIONSBERECHTIGUNGEN 6.015,80 0
C. RÜCKSTELLUNGEN 3.566.041,49 6.236
D. VERBINDLICHKEITEN 9.014.536,42 24.265
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.712.363,53 1.818
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.534.158,67 3.427
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.661.811,08 16.595
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 801.958,94 2.232
5. Sonstige Verbindlichkeiten 304.244,20 193
- davon aus Steuern: EUR 284.451,20 (Vorjahr: TEUR 181)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.754,63 (Vorjahr: TEUR 4)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.182,04 0
40.677.613,52 47.722

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 47.170.926,67 44.080.420,09
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -8.951.753,68 9.408.534,99
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 208.282,07
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.091.766,50 205.204,67
5. Gesamtleistung 39.310.939,49 53.902.441,82
6. Materialaufwand -34.113.213,03 -50.446.225,99
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -33.757.461,73 -50.265.896,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -355.751,30 -180.329,36
7. Rohergebnis 5.197.726,46 3.456.215,83
8. Personalaufwand -2.440.841,55 -2.642.178,70
a) Löhne und Gehälter -2.042.406,87 -2.294.442,33
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -398.434,68 -347.736,37
- davon für Altersversorgung: EUR 6.347,00 (Vorjahr: TEUR 10)
9. Abschreibungen -288.142,11 -168.218,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -288.142,11 -168.218,80
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.158.675,97 -4.448.456,86
11. Betriebsergebnis 1.310.066,83 -3.802.638,53
12. Erträge aus Beteiligungen 10.177.200,40 2.933.450,00
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 159.632,87 218.715,73
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 21.997,11 (Vorjahr: TEUR 45)
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -200.384,21 -348.611,19
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 95.616,68 (Vorjahr: TEUR 263.611)
15. Finanzergebnis 10.136.449,06 2.803.554,54
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -567.074,50 160.943,02
17. Ergebnis nach Steuern 10.879.441,39 -838.140,97
18. Sonstige Steuern -10.558,04 0,00
19. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 10.868.883,35 -838.140,97
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 16.055.974,25 16.894.115,22
21. Bilanzgewinn 26.924.857,60 16.055.974,25

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GETEC GREEN ENERGY GMBH, MAGDEBURG

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der GETEC green energy GmbH mit Sitz in Magdeburg, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Stendal unter der Nummer HRB 26647, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) in Euro aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Vorjahreszahlen, sofern sie nicht in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung angegeben sind, werden in TEUR und in Klammern angegeben.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Für die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 HGB ff. angewendet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going-concern)

Der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden liegt die Annahme über die Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going-concern-Prämisse) zugrunde. Dieser Annahme stehen weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegen.

Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in den Jahresabschlüssen der Vorjahre angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet.

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Sie werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu einem niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Anschaffungsnebenkosten werden berücksichtigt.

Die Herstellungskosten der ganz oder teilweise selbst erstellten Anlagen umfassen die entstandenen Einzelkosten einschließlich zurechenbarer Gemeinkosten sowie Verwaltungskosten.

Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist gesondert dargestellt. Hierzu wird auf den nachstehenden Anlagenspiegel hingewiesen.

Es kommen grundsätzlich folgende Abschreibungssätze zur Anwendung:

Nutzungsdauer
in Jahren
Abschreibungssatz
in %
Abschreibungsmethode
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 33,3 linear
Technische Anlagen und Maschinen 20-20,83 4,8-5 linear
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 13 7,7 - 100 linear
Geringwertige Wirtschaftsgüter 1 100 Sofortabschreibung

Die Abgänge wurden zu den auf den Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Anlagevermögen ermittelten Restwerten ausgebucht.

In Anwendung der zur Wahl stehenden steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften für selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten zwar EUR 250,00, nicht aber EUR 800,00 übersteigen, wurden die Zugänge des Berichtsjahres als geringwertige Wirtschaftsgüter aktiviert und am Ende des Wirtschaftsjahres in vollem Umfang abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Gegenstände des Vorratsvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Gegenstände des Umlaufvermögens sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden. Anschaffungspreisminderungen wurden abgesetzt.

Die Herstellungskosten der in Arbeit befindlichen Aufträge umfassen die Einzelkosten, Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Verwaltungsgemeinkosten.

Sofern der Bautenfortschritt es zulässt, werden unter Beachtung der Werkverträge Teilschlussrechnungen gestellt.

Soweit der Wert, der den Gegenständen am Abschlussstichtag beizulegen war, niedriger war als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Niederstwertprinzip), ist dieser Wert angesetzt worden.

Die übrigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem jeweiligen Nennbetrag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach Maßgabe des § 264 HGB. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 HGB.

III. Angaben zu einzelnen Posten des Jahresabschlusses

Entsprechend § 284 Abs. 1 HGB macht die Gesellschaft von ihrem Wahlrecht dahingehend Gebrauch, die gemäß der § 265 Abs. 3 HGB erforderlichen Angaben im Anhang anzugeben.

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.711.846,41 (TEUR 508), davon gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 8.544,89 (TEUR 1) und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von EUR 56.622,63 (TEUR 215). Die gewährten Darlehen bestehen in Höhe von EUR 2.900.000,00 (TEUR 0). Die Restlaufzeit beträgt für Darlehen in Höhe von 1.900.000,00 EUR weniger als ein Jahr. Darlehen in Volumen von 1.000.000,00 EUR sind unbefristet.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 338.090,28 (TEUR 270) sowie aus gewährten Darlehen in Höhe von EUR 130.000,00 (TEUR 6.692). Die Restlaufzeit der gewährten Darlehen beträgt nach derzeitigen Erkenntnissen weniger als ein Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgestände in Höhe von EUR 3.258.710,26 (TEUR 1.922) beinhalten im Wesentlichen Forderungen Steuerüberzahlungen aus Körperschaftsteuer EUR 3.001.631,76 (TEUR 1.521) und Steuerüberzahlungen aus Gewerbesteuer in Höhe von EUR 152.190,00 (TEUR 306). Die Restlaufzeit beträgt insgesamt weniger als ein Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ausschließlich transitorische Posten in Höhe von EUR 44.896,73 (TEUR 32). Diese betreffen Sponsoring, Betriebsführung, Büromiete und Aval-Prämien nach dem Bilanzstichtag.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird in Euro geführt. Es beträgt EUR 1.000.000,00 (TEUR 1.000).

Das vollständig eingezahlte gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Gewinnrücklage

Die andere Gewinnrücklage beträgt EUR 164.980,17. Der Bilanzgewinn der GETEC green energy GmbH des Vorjahres in Höhe von EUR 16.055.974,25 (TEUR 16.894) wurde in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Es erfolgte keine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2022 im Kalenderjahr 2023 an die Gesellschafter (im Vorjahr TEUR 0).

Rückstellungen

Die Bilanzierung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung aller erkennbaren Risiken notwendig ist.

Bei den Rückstellungen handelt es sich um offene Positionen, die auf der Grundlage bestehender Verträge geschätzt werden.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Einzelrückstellungen, die einen nicht unerheblichen Umfang einnehmen:

TEUR
- ausstehende Rechnungen 1.866
- Bürgschaftsinanspruchnahme 1.116
- Leistungsprämien / Tantiemen 200
- Abschluss- und Prüfungsgebühren 72
- Resturlaubsansprüche / Berufsgenossenschaft 34
- sonstige Sachverhalte 23
3.311

Verbindlichkeiten

Entsprechend § 253 Abs. 1 HGB sind die Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Zur Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Art der Sicherheit wird auf den nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel hingewiesen.

mit einer Restlaufzeit
Verbindlichkeiten Gesamtbetrag
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahren
TEUR
mehr als 5 Jahren
TEUR
gesicherte Beträge
TEUR
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitut 1.713 107 440 1.166 0 keine
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 2.534 2.477 57 0 0 keine
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UN 3.662 3.662 0 0 0 keine
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 802 802 0 0 0 keine
5. sonstige Verbindlichkeiten 304 304 0 0 0 keine
9.015 7.352 497 1.166 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 3.661.811,08 (TEUR 16.595), welche sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.586.614,19 (TEUR 5.195), davon gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 89.077,41 (TEUR 13), zusammensetzen. Das Darlehen gegenüber der Gesellschafterin wurde im vollem Umfang getilgt (TEUR 11.400).

Pfandrechte oder ähnliche Rechte liegen nicht vor.

Latente Steuern

Es ergibt sich zum Bilanzstichtag kein Ausweis passiver latenter Steuern (§ 274 HGB).

IV. Haftungsverhältnisse

Es liegen in 2023 keine Haftungsverhältnisse für die GETEC green energy GmbH vor.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 47.170.926,67 (TEUR 44.080) sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 1.775,38 (TEUR 2) enthalten.

Gegliedert nach den wesentlichen Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzstruktur:

TEUR
Umsatzerlöse aus Gas/ Brennstoffhandel 42.234
Umsätze aus Anlagenbau 2.239
Umsätze aus Betriebsführung/Dienstleistungen 1.128
Umsätze aus Einspeisungen 929
Sonstige Umsatzerlöse 641

47.171

Die Umsatzerlöse aus Anlagenbau resultieren im Wesentlichen aus der Realisierung eines Bauprojekts.

Materialaufwand

Im Materialaufwand in Höhe von EUR 34.114.213,03 (TEUR 50.446) sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

Personalaufwendungen

In den Personalaufwendungen in Höhe von EUR 2.440.841,55 (TEUR 2.642) sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 6.347,00 (TEUR 10) enthalten.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 30,6 Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind für das Jahr 2023 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 4.486,53 (TEUR 16) enthalten, welche sich größtenteils aus der Nebenkostenabrechnung des Mietvertrages für das Büro und Nachberechnung der Berufsgenossenschaft zusammensetzen.

Erträge aus Beteiligungen

Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich um offene Gewinnausschüttungen in Höhe von:

EUR 1.450.000,00 (TEUR 750) der GERO Solarpark GmbH,

EUR 2.430.000,00 (TEUR 522)der Bioraffinerie Magdeburg GmbH,

EUR 3.250.528,71 (TEUR 650) der Windpark Hohenmölsen Profen GmbH,

EUR 0,00 (TEUR 314) der Windpark Zerbst GmbH,

EUR 0,00 (TEUR 240) der Windpark Zerbst GmbH II,

EUR 1.080.000,00 (TEUR 216) der Bioraffinerie Hadmersleben GmbH,

EUR 1.020.000 (TEUR 191) der Bioraffinerie Elsteraue GmbH,

EUR 7.500,00 (TEUR 0) der EnerTec Lengede GmbH,

EUR 502.000 (TEUR 50) der Biogas Fuhsetal GmbH & Co.KG,

EUR 437.171,69 (TEUR 0) der BBM Betreibergesellschaft Biogasanlage Möckern GmbH und

EUR 0,00 (TEUR 0) der Biopellet Magdeburg GmbH & Co. KG.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von EUR 159.632,87 (TEUR 219) bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis in Höhe von EUR 99.053,11 (TEUR 173) besteht und aus verbundenen Unternehmen EUR 16.886,11 (TEUR 25).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von EUR 200.384,21 (TEUR 349) bestehen hauptsächlich aus Zinsaufwendungen für langfr. Verbindlichkeiten gegenüber der GETEC-Gruppe.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird durch folgende Steuern belastet:

TEUR
Gewerbesteuer (Vorjahre, Nachzahlung) 198
Körperschaftsteuer (Erstattung) -1.987
Kapitalertragsteuer 2.420
Körperschaftsteuer (Vorjahre,Erstattung) -83
Solidaritätszuschlag 19
-567

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es handelt sich um:

- Verbindlichkeiten aus einem Mietvertrag für Büroräume und PKW-Stellplätze, von jährlich TEUR 133. Der Vertrag läuft bis zum 31.01.2025.

- Verbindlichkeiten aus einem Mietvertrag für Büroräume, von jährlich TEUR 3. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich um 3 Monate, wenn er nicht gekündigt wird

- Verbindlichkeiten aus einem Mietvertrag für das Archiv, von jährlich TEUR 2. Der Vertrag läuft bis zum 31.12.2029.

- Verbindlichkeiten aus einem Pachtvertrag in Höhe von jährlich TEUR 6. Der Vertrag läuft bis 31.12.2032.

- Verbindlichkeiten aus Pacht-und Gestattungsvertrag BA1 mit einem Vertragsende zum 31.01.2037, in Höhe von TEUR 2 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus Pacht-und Gestattungsvertrag BA2 mit einem Vertragsende zum 28.11.2037, in Höhe von TEUR 2 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus Pacht-und Gestattungsvertrag BA3 mit einem Vertragsende zum 28.02.2039, in Höhe von TEUR 1 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus Pacht-und Gestattungsvertrag BA4 mit einem Vertragsende zum 28.02.2040, in Höhe von TEUR 1 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus sechs Kfz-Leasingverträgen mit einem Vertragsende zum 01.2024, in Höhe von TEUR 27 für 2023

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 06.2024, in Höhe von TEUR 11 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 08.2024, in Höhe von TEUR 7 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 07.2025, in Höhe von TEUR 8 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 06.2026, in Höhe von TEUR 5 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus zwei Kfz-Leasingverträgen mit einem Vertragsende zum 11.2026, in Höhe von TEUR 17 für 2023

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 10.2026, in Höhe von TEUR 3 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 11.2026, in Höhe von TEUR 3 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus zwei Kfz-Leasingverträgen mit einem Vertragsende zum 01.2027, in Höhe von TEUR 4 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 03.2027, in Höhe von TEUR 8 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Kfz-Leasingvertrag mit einem Vertragsende zum 07.2027, in Höhe von TEUR 5 für 2023.

- Verbindlichkeiten aus einem Dienstleistungsvertrag von jährlich TEUR 30. Der Vertrag läuft zunächst bis 31.12.2026 und verlängert sich um 1 weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens 3 Monaten vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

- Verbindlichkeiten aus einem Wartungsvertrag für eine Dach-Photovoltaikanlage in Höhe von jährlich TEUR 40 auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich um 1 weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens 3 Monaten vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

- Verbindlichkeiten aus einem Wartungsvertrag für eine Sicherheitsanlage in Höhe von jährlich TEUR 1 auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich um 1 weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens 3 Monaten vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

- Verbindlichkeiten aus der Nutzung von Software für Photovoltaikanlagen in Höhe von jährlich TEUR 13 auf unbestimmte Zeit geschlossen und verlängert sich um 1 weiteres Jahr, wenn er nicht spätestens 3 Monaten vor Ablauf der Laufzeit gekündigt wird.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 309.

VII. Angaben zu den Arbeitnehmern

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer beträgt:

Berichtsjahr Vorjahr
Geschäftsführung 3 2
Angestellte 25,8 23,8
Geringfügig Beschäftigte/Praktikanten 1,8 2,5
30,6 28,3

VIII. Angaben zur Geschäftsführung

Geschäftsführer Sens Florian Walternienburg Gesamtvertretungsberechtigt bis 25.4.2023
Geschäftsführer Schöbel Marcel Zerbst OT Gehrden Gesamtvertretungsberechtigt
Geschäftsführer Stutzer Oliver Burg Gesamtvertretungsberechtigt ab 17.01.2023
Geschäftsführer Suhr Sven Hannover Gesamtvertretungsberechtigt ab 25.04.2023

IX. Kredite und Vorschüsse

Kredite und Vorschüsse, über die nach § 285 Nr. 9c HGB zu berichten ist, liegen nicht vor.

X. Angaben zum Anteilsbesitz

An folgenden Unternehmen werden zum Bilanzstichtag 31.12.2023 Anteile im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB gehalten:

Unternehmen Sitz Höhe der Beteiligung
in %
Eigenkapital der Gesellschaft
in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
GERO Solarpark GmbH Seegebiet Mansfelder Land OT Amsdorf 50,00 5.493 1.390
EnerTec Lengede GmbH Lengede 50,00 37 4
Windpark Zerbst GmbH Zerbst 50,00 4.663 589
Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG Lengede 25,10 4.255 1.255
Energiepark Börde GmbH Hohe Börde 50,00 25 -3
Energiepark Hadmersleben GmbH Oschersleben 50,00 -76 -51
Windpark Zerbst GmbH II Zerbst 50,00 2.906 589
Windpark Hohenmölsen Profen GmbH Profen 100,00 1.631 981
Bioraffinerie Elsteraue GmbH Elsteraue 51,00 5.106 1.139
Bioraffinerie Hadmersleben GmbH Oschersleben 60,00 3.566 1.570
Bioraffinerie Magdeburg GmbH Hohe Börde 90,00 7.004 2.028
GETEC Green H2 Zerbst GmbH Zerbst 100,00 37 -7
GETEC green PV Zerbst 6 GmbH Zerbst 100,00 23 -2
GETEC green UW Zerbst GmbH Zerbst 100,00 23 -2
GETEC green PV Amsdorf GmbH Seegebiet Mansfelder Land OT Amsdorf 100,00 23 -2
Biopellet Magdeburg GmbH & Co. KG Magdeburg 38,996 658 470

XI. Weitere Angaben

Informationen zu den übrigen Pflichtangaben, hinsichtlich derer nach § 285 HGB i.V.m. § 288 Abs. 1 HGB zu berichten ist, sind entbehrlich, da insoweit keine berichtspflichtigen Tatbestände vorliegen.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, eingetreten.

Der seit Februar 2022 bestehende Ukraine-Krieg und der damit verbundene starke Preisanstieg, insbesondere im Bereich der Energie, verbunden mit der gesellschaftlichen Forderung, eine unabhängige Energieversorgung aufzubauen, wird die Projekte und Geschäftsmodelle der GETEC green energy GmbH noch mehr in den Fokus rücken, sodass in diesem Bereich die Nachfrage deutlich steigen wird. Im Bereich der Beteiligungsunternehmen wird davon ausgegangen, dass das Chancen-und Risikoportfolio im Saldo davon nicht wesentlich beeinflusst wird. Steigende Kosten können - gesamtunternehmerisch betrachtet - durch nicht wesentlich abweichende Preisbindungszeiten in Endprodukte weitergegeben werden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der GETEC green energy GmbH schlägt vor, dass der Bilanzgewinn des Einzelabschlusses der GETEC green energy GmbH in Höhe von EUR 26.924.857,60 auf neue Rechnung vorgetragen wird.

XII. Konzernbeziehungen

Die GETEC green energy GmbH wird in den Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH, Magdeburg, einbezogen. Der Konzernabschluss der GETEC Energie Holding GmbH umfasst den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

 

Magdeburg, 29.02.2024

gez. Sven Suhr, Geschäftsführer

gez. Marcel Schöbel, Geschäftsführer

gez. Oliver Stutzer, Geschäftsführer

HISTORISCHE ANSCHAFFUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.705,09 0,00 -4.890,00 47.815,09
52.705,09 0,00 -4.890,00 47.815,09
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.468.815,40 886.995,00 0,00 4.355.810,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 604.677,79 111.940,11 -21.791,34 694.826,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 668.496,22 800,00 -651.950,42 17.345,80
4.741.989,41 999.735,11 -673.741,76 5.067.982,76
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.675.391,84 75.000,00 0,00 14.750.391,84
2. Beteiligungen 913.475,69 25.001,00 -9.475,69 929.001,00
15.588.867,53 100.001,00 -9.475,69 15.679.392,84
20.383.562,03 1.099.736,11 -688.107,45 20.795.190,69
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zuführungen
EUR
Auflösungen
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.990,09 1.367,00 -4.890,00 45.467,09
48.990,09 1.367,00 -4.890,00 45.467,09
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 371.589,40 200.684,00 0,00 572.273,40
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 408.688,79 86.091,11 -21.791,34 472.988,56
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
780.278,19 286.775,11 -21.791,34 1.045.261,96
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
829.268,28 288.142,11 -26.681,34 1.090.729,05
BUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.348,00 3.715,00
2.348,00 3.715,00
II. SACHANLAGEN
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.783.537,00 3.097.226,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.838,00 195.989,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.345,80 668.496,22
4.022.720,80 3.961.711,22
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.750.391,84 14.675.391,84
2. Beteiligungen 929.001,00 913.475,69
15.679.392,84 15.588.867,53
19.704.461,64 19.554.293,75

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GETEC GREEN ENERGY GMBH, MAGDEBURG

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung der globalen und europäischen Gesamtwirtschaft

Die an der Gemeinschaftsdiagnose (GD) beteiligten Forschungsinstitute (u.a. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, ifo Institut) attestieren der Weltkonjunktur nach einem kräftigen Start in das Jahr 2023 eine merkliche Verlangsamung im Verlauf des Sommers. Diese Verlangsamung resultiert vor allem aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen deutlich gestiegenen Zinsen, welche insbesondere die Wohnungsbauinvestitionen bremsen. Als zusätzlicher hemmender Faktor wird die zurückhaltende Entwicklung in China identifiziert, die vor allem auf der Verschuldung im dortigen Immobiliensektor basiert. Kurzfristig sind Geldpolitische Straffungen, Haushaltskonsolidierungen und Basiseffekte aus der Erholung nach der Pandemie die wichtigsten Einflussfaktoren. Auf mittlere Sicht wird erwartet, dass die schwache Produktivitätsentwicklung, die langsame Umsetzung von Strukturreformen und die Gefahr einer geoökonomischen Fragmentierung das Wachstum bremsen werden. In fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird auch die demografische Herausforderung voraussichtlich zu einer reduzierten Erwerbsbeteiligung führen.

Trotz der weitgehenden Erholung der zuvor durch die Pandemie gestörten Lieferketten offenbart das globale Verarbeitende Gewerbe Schwächen. Diese zeigen sich angesichts des geringen Produktivitätswachstums, dem Auslaufen von Unterstützungsmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und schwieriger finanzieller Bedingungen. Hinzu kommen die Verschiebung der Nachfrage nach Auslaufen der Pandemie hin zum Dienstleistungssektor sowie die gesteigerte Unsicherheit bezüglich der künftigen geoökonomischen Lage, die zu Investitionszurückhaltung führen. Zudem zeigt sich, wie die Weltkonjunktur ins Wanken gerät. Anzeichen weisen unter anderem darauf hin, dass der Aufschwung nach der Wiedereröffnung Chinas nur vorübergehend war und die Dynamik dort nachgelassen hat.

Die Institute der GD prognostizieren mittelfristig einen Rückgang der derzeit in nahezu allen Weltregionen hohen Inflation. Dieser Rückgang kann dazu führen, dass der durch die Inflation verursachte Kaufkraftverlust zunehmend durch Lohnerhöhungen ausgeglichen werden kann. In den USA wird erwartet, dass die Zielmarke von 2% Inflation bis Mitte 2024 erreicht wird. In Europa wird dies voraussichtlich gegen Ende 2024 der Fall sein wird. Obwohl eine Erholung der Industrieproduktion in den Wintermonaten nicht erwartet wird, sollen die Realeinkommenszuwächse im Zuge von Lohnanpassungen allmählich zu einer Belebung des Konsums beitragen. Der IWF erwartet einen Rückgang der Inflationsraten von 6,9% im Jahr 2023 auf 5,8% im Jahr 2024. Die Zielmarken der Zentralbanken werden die meisten Länder wohl nicht vor 2025 erreichen.

In den Vereinigten Staaten stützen die Konsumausgaben der privaten Haushalte auch im dritten Quartal des Jahres 2023 die Güternachfrage und sichern eine robuste Konjunktur. Eine der Hauptursachen der positiven Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ist in den USA daher in steigenden Realeinkommen verortet zu sehen.

In der chinesischen Volksrepublik schwächen staatliche Eingriffe die Auswirkungen der gegenwärtigen Krise der chinesischen Immobilienwirtschaft für das aktuelle Kalenderjahr erfolgreich ab. Im Gegensatz zu der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika konnte in der chinesischen Volksrepublik im Jahr 2023 zudem kein bemerkenswerter Anstieg der Inflationsrate gemessen werden. Dies ist insbesondere auf zwei wesentliche Ursachen zurückzuführen. Eine davon ist die Begrenzung der Ausschüttung öffentlicher Mittel an Privathaushalte während der Corona-Pandemie. Andererseits wird eine Beeinträchtigung der Konsumnachfrage aufgrund der gegenwärtigen Immobilienkrise wahrgenommen.

Im zweiten Quartal 2023 hat die gesamtwirtschaftliche Produktion in Russland wieder das Niveau vor dem Überfall auf die Ukraine erreicht. Die gestiegenen Militärausgaben haben zu einer Zunahme der Investitionen geführt, und auch der private Konsum ist aufgrund höherer Reallöhne und Sozialleistungen angestiegen. Allerdings treten Engpässe am Arbeitsmarkt auf, da seit Beginn des Krieges viele Arbeitskräfte in die Armee eingezogen wurden oder das Land verlassen haben, um dem Kriegsdienst zu entgehen.

Zu den geopolitischen Risiken im europäischen Wirtschaftsraum im Jahr 2023 zählen neben dem seit letztem Jahr bestehenden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine auch ein auf Terroranschläge zurückzuführender Konflikt in Israel. Beide Konflikte bergen weiteres Potenzial, die wirtschaftliche Stabilität in der Region in schwer prognostizierbarem Ausmaß zu beeinträchtigen. In Verbindung mit restriktiven Finanzierungsbedingungen, welche die Investitions- und Konsumausgaben zunehmend belasten, sieht sich die europäische Wirtschaft mit verschiedenen Risikofaktoren konfrontiert, welche die wirtschaftliche Entwicklung auch im Jahr 2024 erschweren werden.

Als Konsequenz der bisher überwiegend erfolgreichen Inflationsbegrenzung plant der EZB-Rat, die gegenwärtigen Maßnahmen aufrecht zu erhalten, bis die Ziel-Inflationsrate von 2% erreicht ist.

Die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland beurteilen Unternehmen sowohl ihre gegenwärtige als auch die zukünftige Geschäftslage im folgenden Halbjahr zunehmend schlechter als die Lage während der kurzen Erholungsphase nach der COVID-19 Pandemie. Laut dem von dem ifo Institut erhobenen Indikator "Geschäftsklimaindex" aus dem Monat Dezember beurteilen das verarbeitende Gewerbe und das Bauhauptgewerbe ihre gegenwärtige und zukünftige Geschäftslage zudem deutlich schlechter als die übrigen befragten Branchen. Im Handel zeigt sich ebenfalls ein leichter Pessimismus gegenüber der gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftslage. Im Dienstleistungssektor hat sich der Indikator gegenüber den Vormonaten hingegen leicht verbessert.

Im 4. Quartal 2023 verzeichnete das preis-, saison- und kalenderbereinigte (BIP) einen Rückgang um 0,3% im Vergleich zum 3. Quartal 2023. Nach einer weitgehenden Stagnation der deutschen Wirtschaft in den ersten drei Quartalen nahm die Wirtschaftsleistung im letzten Quartal des Jahres 2023 ab. Insbesondere die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und Ausrüstungen waren signifikant niedriger als im vorangegangenen Quartal. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) verringerte sich das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 %, während der Rückgang bei preis- und kalenderbereinigten Werten 0,1 % betrug.

Im Jahresdurchschnitt 2023 stieg der Verbraucherpreisindex in Deutschland um 5,9% im Vergleich zu 2022. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilt mit, dass die Inflationsrate für 2023 somit niedriger ausfiel als im Vorjahr, als sie bei +6,9% lag. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand von 2022, blieb jedoch mit knapp 6% weiterhin hoch.

Im Jahr 2023 wurde die Teuerung, wie bereits im Vorjahr, maßgeblich von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Die Preisentwicklung wurde dabei auf allen Wirtschaftsstufen geprägt. Zusätzlich zeigten sich im Laufe des Jahres auf Verbraucherebene Sondereffekte in den monatlichen Inflationsraten, die auf behördlich umgesetzte Entlastungsmaßnahmen wie Zuschüsse oder Preisbremsen zurückzuführen sind. Diese Maßnahmen milderten die Teuerung von Energie im Verlauf des Jahres 2023 teilweise ab, ähnlich wie bereits im Jahr 2022. Die Preise für Energieprodukte stiegen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,3%, nachdem sie im Jahr 2022 einen enormen Anstieg um 29,7% verzeichneten. Von März bis Dezember 2023 zeigte sich auch insgesamt eine Entspannung in der Preisentwicklung von Energie, wobei die monatlichen Teuerungsraten deutlich geringer ausfielen als zu Jahresbeginn. In den Monaten Oktober und November 2023 wurde sogar eine rückläufige Preisentwicklung festgestellt. Das Ergebnis für das Jahr 2023 ist jedoch hauptsächlich auf den Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr zurückzuführen. Im Jahresdurchschnitt 2023 stiegen die Preise für Haushaltsenergie um 14,0%, wobei Erdgas um 14,7% und Strom um 12,7% teurer wurden als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu verbilligte sich leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zu 2022 deutlich um 22,2%. Auch Kraftstoffe wurden im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8%). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0% gelegen.

Verbraucherinnen und Verbraucher erlebten im Jahr 2023 erneut deutliche Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln, nämlich um 12,4% im Vergleich zu 2022. Schon im Jahr 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4% signifikant über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 erfuhren nahezu alle Nahrungsmittelgruppen Preiserhöhungen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4%), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: rd. +16%). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7%) oder Gemüse (+13,3%) wurden im Jahr 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Hingegen verbilligten sich im Jahresdurchschnitt 2023 Speisefette und Speiseöle um 3,5%, wobei Butter um 17,8% günstiger wurde.

Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie betrug 2023 +5,1%.

Im Dezember 2023 verzeichnete Deutschland rd. 45,9 Millionen erwerbstätige Personen, so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhte sich die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 Personen (+0,7%). Die Zunahme der Beschäftigung im Jahr 2023 lässt sich auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zurückführen, verbunden mit einer gesteigerten Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese beiden Wachstumsimpulse überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt. Mittelfristig wird er jedoch zu einem spürbaren Rückgang des im Erwerbsalter befindlichen Bevölkerungsanteils führen.

Im Verlauf des gesamten Jahres 2023 verzeichneten die Exporte einen kalender- und saisonbereinigten Rückgang um 1,4% im Vergleich zum Vorjahr, während die Importe nach Deutschland einen deutlich stärkeren Rückgang um 9,7% verzeichneten.

Die Entwicklung der Energiebranche in Deutschland allgemein

Ein bedeutendes Ereignis für den deutschen bzw. europäischen Energiemarkt war die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke in Deutschland am 15. April des Jahres 2023.

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2023 rd. 508 TWh Strom in Deutschland erzeugt. Dies sind rd. 11% weniger als im Vorjahr (2022: 569 TWh). Mögliche Ursachen für den Rückgang sind ein verringerter Strombedarf aufgrund der konjunkturellen Abschwächung in energieintensiven Industriezweigen sowie ein verstärkter Import von Strom aus dem Ausland.

Im Jahr 2023 unterschritt der Stromverbrauch in Deutschland den Wert des vorherigen Jahres um 5,4%, während die Stromerzeugung um 9,1% unter dem Vorjahreswert lag. Zudem lag der Importüberschuss an Strom im aktuellen Kalenderjahr bei 11,7%. Der Importüberschuss ist zudem vollständig den letzten sieben Monaten des Jahres zuzuordnen. In den ersten fünf Monaten konnte noch ein Exportüberschuss verzeichnet werden.

Die Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) fielen im Jahr 2023 auf 673 Millionen Tonnen CO 2 -Äquivalente (Mio. t CO 2 -Äq), was den niedrigsten Stand seit 70 Jahren bedeutet. Im Vergleich zu 1990 entspricht dies einer Reduktion von 46%. Somit lagen die Emissionen 49 Mio. t CO 2 -Äq unter dem Ziel, das aus dem Klimaschutzgesetz für 2023 abgeleitet wurde. In den Bereichen Energiewirtschaft und Industrie gab es einen deutlichen Rückgang der Emissionen. Im Verkehrssektor und im Bereich der Gebäude blieben sie jedoch auf einem hohen Niveau, wobei die Sektorziele dort zum dritten bzw. vierten Mal in Folge verfehlt wurden. Die wesentlichen Faktoren, die zum Rückgang der Emissionen führten, waren eine Verschiebung in der europäischen Stromhandelsbilanz mit einem Rückgang der Exporte und einem Anstieg der Importe, rückläufige Produktionsmengen insbesondere in energieintensiven Industrien sowie Einsparungen beim Verbrauch von Strom und Gas.

Der Großhandelsstrompreis lag im Jahr 2023 mit durchschnittlich 95,18 Euro/MWh zudem deutlich unter dem durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine bedingten Vorjahreswert von 235,45 Euro/MWh.

Insgesamt betrachtet hat sich der Strommarkt im Jahr 2023 im Hinblick auf die Herkunft des gehandelten Stroms stark verändert. Die Menge an erzeugtem Strom aus konventioneller Energieerzeugung nahm gegenüber dem Vorjahr um 24% ab.

Konkret hat sich die Menge an aus Steinkohle erzeugtem Strom gegenüber dem Vorjahr um 36,8% und die Menge an aus Braunkohle erzeugtem Strom um 24,8% verringert. Die Abnahme der Stromproduktion aus Stein- und Braunkohle ist hierbei insbesondere auf eine gesunkene Stromnachfrage bei einer gleichzeitigen Zunahme der Einspeisung erneuerbarer Energie und Energie aus Erdgas zurückzuführen.

Entsprechend im Bereich hat der konventionellen Energieerzeugung lediglich die Erzeugung von Strom mit Erdgas mit 31,3% gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Nachdem die Gaspreise Ende 2022 einen Höchststand erreichten, sanken sie daraufhin wieder, was auch die Wirtschaftlichkeit von Gaskraftwerken auf dem Strommarkt verbesserte. Dadurch kam es im Sommer 2023 zu einem teilweisen Brennstoffwechsel von Steinkohle zu Gas. Aufgrund gleichzeitig hoher CO 2 -Preise wurden Gaskraftwerke mit hoher Effizienz in der Merit-Order vor Steinkohlekraftwerken platziert, da ihre marginalen Kosten niedriger waren.

Erdgas wird auch in der Produktion von Prozess- und Fernwärme verwendet, wobei oft aus technischen und Effizienzgründen gleichzeitig Strom erzeugt wird. Aus Sicht der Betreiber ist es verständlich, dass KWK-Anlagen (KWK = Kraft-Wärme-Kopplung) ihre Stromerzeugung aufrechterhalten, insbesondere wenn sie dafür verantwortlich sind, Wärme in ein städtisches oder industrielles Wärmenetz einzuspeisen. Diese Erzeugung erfolgt weitgehend unabhängig von den aktuellen Strompreisen.

Insgesamt übertraf die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen den Wert des Vorjahres um 7,5% und erreichte einen Anteil von 56% an der Gesamtstromerzeugung (im Vergleich zu 47,4% im Jahr 2022). Der Anstieg resultierte vor allem aus dem Wachstum der Windenergie und der Energie aus Photovoltaikanlagen (+6,3% bzw. +1,1%).

Die Entwicklung der regenerativen Energien im Speziellen

Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen lag im Jahr 2023 mit insgesamt 251,2 Terawattstunden 7,5% über dem Vorjahreswert und erreichte einen Gesamtanteil von 56%. Hauptsächlich auf dem Festland trugen Windkraftanlagen am meisten zum Gesamtertrag bei. Onshore- und Offshore-Anlagen zusammen machten rd. 31,7% aus. Photovoltaik lieferte 12,3% und Biomasse 8,5%. Die restlichen 3,5% entfielen auf Wasserkraft und andere erneuerbare Energiequellen.

Windkraft

Das "Wind-an-Land-Gesetz" soll eine deutliche Steigerung des Ausbaus von Windenergieanlagen in allen Bundesländern ermöglichen. Die Ausbauziele, Ausschreibungsmengen und Vergütungen für diese Anlagen wurden durch das "EEG 2023" erhöht. Neue Anlagen werden nun schneller genehmigt, was zu einem beschleunigten Ausbau führte. Im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 erfolgte die Inbetriebnahme von 5% mehr Windrädern im Stromnetz als im Vorjahr. Durch die vereinfachten Genehmigungsverfahren wurden allein im September 2023 fast 200 neue Windanlagen genehmigt.

Die Bundesregierung strebt an, den Ausbau bis Ende 2023 vorerst auf vier Gigawatt zu verdoppeln. In den nachfolgenden Jahren sollen noch bedeutend mehr neue Anlagen hinzukommen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit den Ländern und der Windkraftbranche eine "Wind-an-Land-Strategie" entwickelt. Bis zum Jahr 2030 soll das Ziel sein, jährlich weitere Windanlagen mit einer Leistung von 10.000 MW zu installieren.

Die Wind-Onshore-Erzeugung war mit 118,7 TWh etwa 18% höher als im Vorjahr (100,6 TWh). Die Erzeugung aus Wind-Offshore-Anlagen lag mit 23,5 TWh um 4,9% unter dem Vorjahreswert von 24,7 TWh.

Photovoltaik

Die Installation neuer Photovoltaik-Anlagen erfolgt kontinuierlich und weist hohe Wachstumsraten auf. Bereits in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 wurden Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von fast 10.000 MW errichtet. Dies übertrifft die Zahlen der bisherigen Rekordjahre 2010 bis 2012. Das Ziel für den Ausbau im Jahr 2023 von 9.000 MW wurde demnach bereits vier Monate vorzeitig erreicht. Die Geschwindigkeit des Ausbaus nimmt zu. Nach vorläufigen Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik wurden im Jahr 2023 insgesamt fast doppelt so viele neue Solaranlagen installiert wie im Jahr 2022.

Die Bundesregierung strebt mit dem Solarpaket I an, den Ausbau von Photovoltaik- und Solaranlagen weiter zu beschleunigen. Daher hat sie die jährlichen Zubauziele erneut erhöht. Ab 2026 soll mehr als das Dreifache der bisherigen Solarenergie zugebaut werden. Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 215.000 MW auf Dächern installiert und auf Freiflächen errichtet werden.

Die Einspeisung durch Photovoltaik blieb mit 55,2 TWh im Vergleich zum Vorjahr (55,3 TWh) stabil. Die geringere Anzahl der Sonnenstunden gegenüber dem Rekordjahr 2022 wurde durch den starken Zuwachs an installierter Leistung im Jahr 2023 ausgeglichen.

Biomethan

In den Jahren 2020 und 2021 hatte sich das generelle Marktumfeld durch Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen im EEG und BEHG sowie der THG-Quote verbessert. In den Jahren 2021 und 2022 führte dies, neben den energiepolitischen Auswirkungen des Ukrainekonfliktes, zu einer erhöhten Marktnachfrage im Verstromungs- und Wärmebereich als auch im Kraftstoffsektor. Die Normalisierung der Energiepreise im Jahr 2023 und der Import von THG-Quoten-fähigen Kraftstoffen aus dem Ausland führten zu einem nicht unerheblichen Preisverfall für Biomethan. Aufgrund der langen Planungs- und Bauphasen für Biomethananlagen fand im Jahr 2023 kein nennenswerter Zubau statt. Die Menge, welche im Jahr 2023 in das öffentliche Gasnetz eingespeist wurde, wird sich auf dem Vorjahresniveau (13 Terrawattstunden) bewegen. Der Einsatz davon im Kraftstoffbereich beläuft sich auch wie im Vorjahr auf ca. 1 Terrawattstunde.

Geschäftsentwicklung der GETEC green energy GmbH

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Gesellschaften

GETEC green PV Zerbst 6 GmbH (100%)

GETEC grenn UW Zerbst GmbH (100%) und

GETEC green PV Amsdorf GmbH (100%)

neu gegründet. Zudem wurden 38,996% der Anteile der Gesellschaft Biopellet Magdeburg GmbH & Co. KG erworben. Im Geschäftsjahr 2023 wurden alle Geschäftsanteile der Betreibergesellschaft Biogasanlage Möckern GmbH verkauft.

Neben den neu gegründeten Unternehmen umfasst der Konzern GETEC green energy GmbH die Gesellschaften Bioraffinerie Elsteraue GmbH (51%), Bioraffinerie Hadmersleben GmbH (60%), Bioraffinerie Magdeburg GmbH (90%), GETEC Green H2 Zerbst GmbH (100%) sowie den Windpark Hohenmölsen Profen GmbH (100%).

Neben den vollkonsolidierten Gesellschaften umschließt der Konzern GETEC green energy die Gesellschaften Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG (25,1%), die EnerTec Lengede GmbH (50%), die Gero Solarpark GmbH (50%), die Windpark Zerbst GmbH (50%), die Windpark Zerbst GmbH II (50%), die Energiepark Börde GmbH (50%) und die Energiepark Hadmersleben GmbH (50%). Die Konsolidierung der teilkonsolidierten Gesellschaften erfolgt nach dem at-equity-Ansatz.

Aufgrund der zum großen Teil von der Konjunktur unabhängigen Geschäftsentwicklung wird der Erfolg der GETEC green energy GmbH nur im geringen Maße von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst. Somit kann sich das Unternehmen den gesamtwirtschaftlichen Zwängen und dem Druck, der auf einzelnen Branchen lastet, weitestgehend entziehen. Dies gilt auch für die im Jahr 2020 beginnende Corona-Pandemie sowie den am 24.02.2022 beginnenden russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Auch einzelne Wetterextreme stellen für die GETEC green energy GmbH kein Clusterrisiko dar, denn die Tochter-Projektgesellschaften erzielen ihre Ergebnisse aus den unterschiedlichsten Erneuerbaren Energien wie Wind, Sonne und Biomasse, sodass im Gesamtergebnis aufgrund der breiten Streuung ein Ausgleich geschaffen ist. Die klimapolitischen Aspekte sowie der aus dem Ukrainekrieg resultierende Zwang, eine unabhängige Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energieträger zu schaffen, wird für eine in diesem Bereich spezialisierte Gesellschaft wie der GETEC green energy GmbH erhebliche Marktchancen bieten.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2023 11.447 TEUR (2022: -999 TEUR).

Gesamtleistung, Umsatz und Auftragsentwicklung

Die GETEC green energy GmbH ist vorrangig im Bereich der regenerativen Energiegewinnung tätig. Ihre Hauptaufgabenfelder reichen von der Standortsuche zur Nutzung von Solarenergie, Wind und nachwachsenden Rohstoffen oder sonstigen regenerativen Medien wie neuerdings grünem Wasserstoff, über die Entwicklung dieser Projekte bis hin zur Übernahme der vollständigen Betriebsführung. Neben der klassischen Entwicklung von Erzeugungsanlagen wird sich die Gesellschaft künftig auch mit der Speicherung von Energie und Wasserstofferzeugung befassen, um die Energieerzeugung aus Erneuerbaren Energien mit dem Verbrauchsverhalten in Einklang zu bringen und damit eine Lösung auf die veränderten Marktanforderungen zu bieten. Darüber hinaus baut die Gesellschaft die Aktivitäten im Bereich Photovoltaik weiter aus, um auch die Chancen, die die neuen Markanforderungen bieten, zu nutzen.

Damit deckt die GETEC green energy GmbH das gesamte Projektumfeld von der Idee über die Umsetzung bis zum sicheren, erfolgreichen und langfristigen Anlagenbetrieb ab. Darüber hinaus engagiert sich die GETEC green energy GmbH zunehmend in nachhaltiger energetischer Standortentwicklung mit Konzepten, beispielsweise zur Nachnutzung von Konversionsflächen oder Bergbaufolgelandschaften. Den Kohleausstieg und die damit verbundenen erforderlichen Nachnutzungskonzepte der Flächen hat die Gesellschaft bereits frühzeitig erkannt und Kooperationen in diesen Bereichen geschlossen. Hierbei bringt die GETEC green energy GmbH ihr Know-How für die Konzeptentwicklung bis zur strategischen Umsetzung der ökologischen Ziele ihrer Partner mit ein.

Das Unternehmen verfügt mit seinen Mitarbeitern über langjährige Erfahrung und weitreichendes Know-How, welches durch die aktive Mitarbeit in diversen Verbänden und Interessengruppen sowie dem engen Kontakt zu Forschungseinrichtungen stetig aktuell gehalten wird. Neueste Erkenntnisse aus Forschung, Entwicklung und Gesetzesanforderungen fließen direkt in die Projektarbeit mit ein und gewährleisten eine schnelle und flexible Reaktion auf neue Marktentwicklungen und Marktanforderungen. Ein weiterer zentraler Baustein bei der erfolgreichen Umsetzung von Projekten ist die vertrauensvolle, langfristige und partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten, wie z.B. Behörden, Kommunen und Lieferanten.

Eine Stärke der GETEC green energy GmbH ist es aber auch, sich auf die häufigen Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen flexibel einzustellen und ihren Partnern mit ganzheitlichem Denken optimierte Produkte anzubieten.

Die Energiewende, in der Deutschland in den letzten Jahren eine Vorreiterrolle einnahm, wird künftig auch verstärkt im Rest der Welt und insbesondere in Europa präsent sein. Der Green-Deal im EU-Parlament setzt hier ein eindeutiges Zeichen, und dies mitten in der Corona-Pandemie. Die Zielsetzung des am 11. Dezember 2019 vorgestellten Konzeptes der Europäischen Kommission besagt, bis zum Jahr 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen in der Europäischen Union auf null zu reduzieren. Die EU sieht sich zudem infolge des Kriegs in der Ukraine gezwungen, sich von russischem Öl und Gas unabhängig zu machen. Dies wird auch in Zukunft weiterhin zu einer hohen Nachfrage nach Projekten im Zusammenhang mit eben diesen Erneuerbaren Energien von Unternehmen, Kommunen, Investoren und Banken führen. In Deutschland wird dies auch durch die bestehende CO 2 -Steuer beschleunigt. Aufgrund der bisher überzeugenden Projektumsetzung durch die GETEC green energy GmbH bei den von ihr realisierten Projekten, der außerordentlich erfolgreichen Positionierung im Markt und einer ausgezeichneten Kapitalisierung sieht die GETEC green energy GmbH auch für die Umsetzung zukünftiger Großprojekte keine Ressourcen- bzw. Finanzierungsengpässe. Insbesondere die Anforderungen, die die Ausschreibungsverfahren an Projektentwickler stellen (Stellung von Sicherheiten, vorhandene Genehmigungen) sind für die GETEC green energy GmbH aufgrund der vorhandenen Kapitalausstattung und des vorhandenen Know-Hows eher als Chance zu verstehen.

Die Gesamtleistung, definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen, der GETEC green energy GmbH beträgt im Geschäftsjahr 2023 38.219 TEUR. Dies entspricht einer Verminderung von 15.478 TEUR bzw. 28,8% gegenüber dem Berichtsjahr 2022. Die Verminderung ist im Wesentlichen auf die Bestandsverminderung bei den Vorräten zurückzuführen. Auf Ebene des Ergebnisses vor Steuern hat die GETEC green energy GmbH die für das Jahr 2023 gesteckten Ergebnisziele übererfüllen können (Plan: 9.658 TEUR; Ist: 11.447 TEUR). Ursache für die Planüberschreitung waren im Wesentlichen die Teilschlussrechnungen der GU-Projekte sowie die Auflösung der Rückstellungen für Tantieme aus 2022.

Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft aufgrund der vorgenannten Ergebniseffekte sehr zufriedenstellend. Es wird davon ausgegangen, dass sich das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2024 aufgrund niedrigerer zu erwartender Beteiligungsergebnisse verringert.

Projektentwicklung und Beschaffung

Die Energiewende schritt auch im Jahr 2023 weiter voran. Der Anteil der Erneuerbaren Energien erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr. Die Energieversorgung der deutschen Volkswirtschaft macht sich weiter unabhängig von konventionellen Energieträgern wie Heizöl, Kohle und Erdgas. Eine wesentliche Ursache für den Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien ist das sehr gute Windjahr 2023. Aufgrund des noch schleppend verlaufenden Netzausbaus ist die Nachfrage von Unternehmen und Kommunen nach einer Vor-Ort- bzw. Eigenversorgung durch grüne und sichere Erzeugungsanlagen groß, insbesondere auch, weil u.a. die ab 2021 eingeführte CO 2 -Steuer fossile Energieerzeugung weiter verteuert. Nachhaltige, ganzheitliche Konzepte, basierend auf regenerativen Energieträgern, sind gefragt. Zukünftig rückt auch die Realisierung von wirtschaftlichen Speicherlösungen für Regionen und Industriepartner, unter anderem für die Möglichkeit einer Sicherung der Energieversorgung auch im Krisenfall, mehr und mehr in den Fokus.

Einflussfaktoren, welche die Attraktivität der Projekte der GETEC green energy GmbH auf Basis nachwachsender Rohstoffe bestimmen, sind zum einen die Preisentwicklungen der zu substituierenden konventionellen Energieträger wie Strom, Gas, Kohle und Heizöl, auch vor dem Hintergrund der eingeführten Bepreisung des CO 2. Andererseits beeinflussen die allgemeine Einschätzung zur nachhaltigen Nutzung der nachwachsenden Ressourcen, die allgemeinen Anschaffungs-, Finanzierungs- und Betriebskosten sowie etwaige Substrat- und Rohstoffpreise die Projektkonzepte. Neben den Herstellungskosten für die technische Ausrüstung nimmt demnach die Entwicklung der Substrat- und Energiemärkte einen wesentlichen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Anlage bzw. der Projekte.

In den Bereichen Photovoltaik und Wind spielen Bezugskosten keine Rolle. Hier hängt die Wirtschaftlichkeit von den Investitions- und Servicekosten, von einer optimierten Finanzierungsstruktur und von den Sonnen- bzw. Windstunden sowie von der Effizienz der eingesetzten Technik ab. Der Bereich Biogas ist mit seiner guten Lager- und damit Speichereigenschaft ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Bei der Biogaserzeugung ist die Preisentwicklung der eingesetzten Substrate, mit einem Einflussfaktor von ca. 40-50%, von wesentlicher Bedeutung. Die Preisentwicklung hängt zudem auch von der weiteren Entwicklung des Agrarsektors ab.

Bezüglich der Investitionskosten sind in den durch die GETEC green energy GmbH bewirtschafteten Märkten zum Teil große Kostensteigerungen bei Finanzierungskosten und Investitionen zu erwarten. Ebenso vermindern fallende Marktprämien die Wirtschaftlichkeit der Projekte. Aufgrund neu geschaffener Einkaufssynergien in der GETEC-Gruppe sowie durch die Einführung neuer Rahmenverträge mit potentiellen Kooperationspartnern können die segmentbedingten Preisanstiege teilweise kompensiert werden. Die fortschreitende Anlageneffizienz hat dabei einen entscheidenden Anteil.

Tochter- und Beteiligungsgesellschaften der GETEC green energy GmbH

Die Ergebnisentwicklung der Töchter und Beteiligungen der GETEC green energy GmbH hat sich im Jahr 2023 im Vergleich zum sehr gut verlaufenen Vorjahr etwas abgeschwächt. Hauptgründe sind die wieder im Laufe des Jahres fallenden Marktprämien und einen erheblichen Rückgang der Preise im Kraftstoffbereich.

Entgegen des im Vergleich zum Vorjahr überplanmäßigen Ergebnisses aufgrund gestiegener Marktprämien, bewegt sich das Ergebnis der Gero Solarpark GmbH im Jahr 2023 aufgrund einer geringeren Anzahl von Sonnenstunden leicht unter Planniveau.

Die Windparks lagen im Jahr 2023 aufgrund eines sehr guten Windjahres durchweg über den Erwartungen der P50-Planungen.

Die Bioraffinerien erhielten im Jahr 2021 eine Nachhaltigkeitszertifizierung für den Kraftstoffmarkt als auch für den Strom- und Wärmebereich. Die Zertifizierung, die in den Jahren 2022 und 2023 erfolgreich rezertifiziert werden konnte, berechtigt zum Verkauf von nachhaltigem Biomethan und führte durchweg zu einer Steigerung der Wertschöpfung aus diesem Bereich. Die Ergebnisse aus dem Vorjahr konnten aufgrund der veränderten Marktlage für Biomethan im Kraftsektor leider nicht erreicht werden. Die Preise sind aufgrund von ausländischen Importen von günstigen quotenfähigen Kraftstoffen, welche zur Erfüllung der regenerativen Minderungsziele im Kraftstoffbereich angerechnet werden können, seit dem 2. Quartal 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 gefallen.

Die Windpark Zerbst GmbH profitierte in einigen Monaten im Jahr 2023 von den gestiegenen Marktprämien. Im Ergebnis konnte der Planansatz auf Basis des P50-Windertragsgutachtens übererfüllt werden. Das Ergebnis vor Steuern beträgt rd. 1.125 TEUR und liegt damit leicht über dem Planniveau.

Einen ähnlichen Ergebnistrend wie im Park I zeigt sich auch bei die Windpark Zerbst GmbH II. Das Ergebnis vor Steuern befindet sich mit 834 TEUR über dem Planniveau.

Die Windpark Hohenmölsen Profen GmbH lag im Berichtszeitraum erheblich über den Planergebnissen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 2023 rd. 1.402 TEUR. Damit wurde das Planniveau deutlich übertroffen.

Durch die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Sonnenstunden betrug das vor-Steuer-Ergebnis der GERO Solarpark GmbH im Jahr 2023 rd. 1.968 TEUR und lag damit leicht unter dem Plan.

Die Biogas Fuhsetal GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis verzeichnen (Ergebnis 2023: 1.255 TEUR; 2022: 2.633 TEUR). Hauptgrund für das gute Ergebnis waren höhere Biomethanverkaufspreise im Kraftstoffbereich.

Die Biopellet Magdeburg GmbH & Co. KG konnte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss verzeichnen (2023: 470 TEUR; 2022: 4.469 TEUR).

Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Bioraffinerie Hadmersleben GmbH besser als geplant. Auf Ebene des Ergebnisses vor Steuern wurden 2.327 TEUR erzielt. Das Vorjahresergebnis wurde damit nicht ganz erreicht. Im Wesentlichen ist die Entwicklung auf niedrigere Biomethanverkaufspreise für nachhaltiges Biomethan im Kraftstoffmarkt zurückzuführen.

Ebenso zeigten sich diese Ergebniseinflüsse auch bei der Bioraffinerie Magdeburg GmbH im Jahr 2023. Vor Steuern beträgt das Ergebnis 2.832 TEUR und lag unter Vorjahresniveau.

Für die Bioraffinerie Elsteraue GmbH verlief das Geschäftsjahr 2023 aufgrund guter Biomethanverkaufspreise für nachhaltiges Biomethan im Kraftstoffmarkt als auch im Strom- und Wärmebereich gut. Das Niveau aus dem Jahr 2022, welches deutlich über den vorangegangenen Jahren lag, wird jedoch nicht erreicht. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 1.585 TEUR.

Die Energiepark Hadmersleben GmbH war im Geschäftsjahr 2023 noch nicht operativ tätig. Auch auf die Gesellschaften Energiepark Börde GmbH, GETEC green H2 Zerbst GmbH, EnerTec Lengede GmbH, GETEC green PV Zerbst 6 GmbH, GETEC green PV Amsdorf GmbH und GETEC green UW Zerbst GmbH wird nicht näher eingegangen, da diese Gesellschaften kein operatives Geschäft betreiben.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Die operative Geschäftsentwicklung verlief oberhalb des Planansatzes. Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2023 11.447 TEUR und lag damit um 1.789 TEUR oberhalb des Planansatzes. Ursache für die Planüberschreitung waren im Wesentlichen die Teilschlussrechnungen der GU-Projekte sowie die Auflösung der Rückstellungen für Tantieme aus 2022.

Im Rahmen der gestärkten Rahmenbedingungen infolge des weiteren Ausbaus der Erneuerbaren Energien setzt die GETEC green energy GmbH ihre Aktivitäten weiter fort. Ziel ist es, eine nachhaltige Standortentwicklung auf Flächen aus der Bergbaufolgelandschaft und Industriegebieten voranzutreiben und dort Projekte auf Basis von Erneuerbaren Energien zu entwickeln.

B. Darstellung der Lage der GETEC green energy GmbH

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der GETEC green energy GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr von 47.722 TEUR um 7.044 TEUR auf 40.678 TEUR gesunken. Die Absenkung ist hauptsächlich auf die Verminderung der fertigen Erzeugnisse und Waren sowie des Kassenbestandes und Guthaben bei Kreditinstituten zurückzuführen.

Das Anlagevermögen der GETEC green energy GmbH entwickelte sich im Berichtsjahr von 19.554 TEUR im Vorjahr auf 19.704 TEUR leicht ansteigend. Die Veränderung resultiert daraus, dass die Abschreibungen und Abgänge durch Investitionen überkompensiert wurden.

Das Umlaufvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 28.136 TEUR um 7.208 TEUR auf 20.928 TEUR verringert. Die Verringerung ist hauptsächlich auf die Verkleinerung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und Waren von 9.578 TEUR im Jahr 2022 auf rd. 29 TEUR im Jahr 2023 zurückzuführen. Sie betrifft den Lagerbestand von Biomethan.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von 11.141 TEUR um 3.833 TEUR auf 14.974 TEUR. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen.

Die Strukturen des kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und der Verbindlichkeiten der GETEC green energy GmbH sind stabil. Insofern ist die Vermögenslage der Gesellschaft als positiv herauszustellen.

Finanzlage

Die Bilanzsumme ist von 47.722 TEUR um 7.044 TEUR auf 40.678 TEUR am 31.12.2023 gesunken. Das zum Bilanzstichtag 2023 in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital beträgt 28.090 TEUR, was einem Anstieg um 10.869 TEUR gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Eigenkapitalquote der GETEC green energy GmbH stieg im Vergleich zum Vorjahr an (2022: 36,09%; 2023: 69,05%). Das Ergebnis der Eigenkapitalquote ist auf eine Absenkung der Bilanzsumme bei gleichzeitiger Erhöhung des bilanziellen Eigenkapitals zurückzuführen. Die stabile Eigenkapitalausstattung sichert dem Unternehmen die Fähigkeit, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die GETEC green energy GmbH verfolgt eine konservative Finanzpolitik. Diese ist gekennzeichnet durch eine Risikokontrolle und vorausschauende Steuerung der Prozesse und Zahlungsströme. Das Finanzmanagement umfasst neben dem Cash- und Liquiditätsmanagement auch die Zins- und Rohstoffpreisrisiken, die Vergabe von Bürgschaften sowie die Kommunikation mit den Rating-Agenturen. Das vorrangige Ziel ist, Kapitalkosten, Zinsänderungsrisiken und sonstige finanzielle Risiken zu minimieren und dabei nachhaltige finanzielle Stabilität sowie Flexibilität der GETEC green energy GmbH zu wahren und damit die Planungssicherheit zu erhöhen.

Die GETEC green energy GmbH verfügt über einen Kreditrahmenvertrag mit der Commerzbank in Höhe von 1.500 TEUR.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. In Anbetracht dessen, ist die Finanzlage als solide zu beurteilen.

Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Ergebnis vor Steuern von -999 TEUR auf 11.447 TEUR im Berichtsjahr um 12.446 erhöht. Ursache für die Planüberschreitung waren im Wesentlichen höhere Beteiligungserträge.

Bei der Gesamtleistung lässt sich eine Verminderung von 53.697 TEUR auf 38.219 TEUR verzeichnen. Dies entspricht einer prozentualen Absenkung um ca. 29% gegenüber dem Vorjahr.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 von 44.080 TEUR um 3.091 TEUR auf 47.171 TEUR gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf höhere Erlöse im Bereich Biomethanhandel zurückzuführen.

Gegliedert nach den wesentlichen Tätigkeitsbereichen ergibt sich folgende Umsatzstruktur:

TEUR
Umsätze aus Anlagenbau 2.239
Umsätze aus Brennstoffhandel/Substratmanagement 42.234
Umsätze aus Betriebsführung/Dienstleistungen 1.128
Umsätze aus Einspeisungen 929
Sonstige Umsatzerlöse 641
47.171

Die Umsatzerlöse wurden fast ausschließlich in Deutschland realisiert. Im übrigen Ausland wurde ein Umsatz von 1.617 TEUR erzielt. Der Materialaufwand sank von 50.446 TEUR auf 34.113 TEUR.

Die Personalaufwendungen betrugen 2022 2.642 TEUR und verminderten sich im Berichtsjahr 2023 auf 2.441 TEUR. 2023 waren durchschnittlich 30,6 Mitarbeiter beschäftigt (2022: 28,3).

Besondere Darstellungsformen zur Entwicklung und Lage des Unternehmens

Für die GETEC green energy GmbH wird erwartet, dass das Ergebnis 2024 auf Ebene des Betriebsergebnisses auf dem Niveau des Berichtsjahres 2023 liegen wird. Der Realisierungsfortschritt von Großprojekten wird im Jahr 2024 voraussichtlich noch nicht in dem Stadium sein, dass entsprechende Ergebnisbeiträge erzielt werden können. Im Bereich des Finanzergebnisses wird 2024 ein Rückgang gegenüber dem Berichtsjahr 2023 erwartet. Grund für diesen Rückgang sind die geringeren Ergebnisse 2023 in den Beteiligungsgesellschaften und den damit verbundenen Ausschüttungen 2024. Zusammenfassend wird erwartet, dass auf Einzelunternehmensebene ein Absinken des Jahresüberschusses erwartet wird.

Einzelunternehmen Ist 2023
TEUR
Umsatzerlöse 47.171
+ Andere aktivierte Eigenleistungen 0
+ Bestandsveränderungen -8.952
= Gesamtleistung 38.219
+ Sonstige betriebliche Erträge 1.092
= Summe betriebliche Erträge 39.311
- Materialaufwand 34.113
= Rohergebnis 5.198
- Personalaufwand 2.441
- Abschreibungen 288
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.159
= Betriebsergebnis 1.310
+ Finanzergebnis 10.137
= Ergebnis vor Steuern 11.447
- Steuern -578
= Jahresüberschuss/-fehlbetrag 10.869

Prognosebericht mit Hinweisen auf wesentliche Chancen und Risiken

Prognose der Geschäftsentwicklung

Die GETEC green energy GmbH sieht sich als innovatives und flexibles Unternehmen mit der klaren Ausrichtung auf den Bereich der Erneuerbaren Energien sehr gut positioniert, die sich bietenden Chancen in diesem Bereich zu nutzen. Neben den klassischen Bereichen wie Entwicklung, Bau und Betrieb von zentralen regenerativen Energieerzeugungsanlagen auf Basis des EEGs wird sich die Gesellschaft auch mit den dezentralen grünen Energieerzeugungsanlagen bei Industriekunden auch mit zentralen Standortentwicklungen außerhalb des EEGs befassen. Hier sei exemplarisch die Entwicklung einer grünen Wasserstoffproduktionsanlage und die Realisierung von PV-Parks außerhalb des EEGs genannt. Im Bereich der Entwicklung der dezentralen Energieanlagen wird in den nächsten Jahren ein starkes Wachstum erwartet. Zudem stärken diese Projekte die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, die nicht zuletzt durch den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und der damit verbundenen Russlandsanktionen noch stärker in den Fokus rückt. An dieser Stelle greifen die Geschäftsansätze der GETEC green energy GmbH als verlässlicher Partner für die Neuausrichtung.

Die Einschätzung der Geschäftsentwicklung des Jahres 2024 basiert auf bereits akquirierten und zum großen Teil bereits in der Umsetzung befindlichen Projekten sowie auf der Annahme, dass die im Geschäftsjahr 2023 bestehende Erlös- und Aufwandsstruktur im Prognosejahr 2024 grundsätzlich preisbereinigt erhalten bleibt. Für das kommende Geschäftsjahr wird auf Einzelunternehmensebene von einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresniveau ausgegangen. Hauptgrund dafür sind Preisrückgänge im Geschäftsbereich Gashandel sowie fallende Marktprämien in den Bereichen Wind und Solar. Aufgrund fallender Beteiligungsergebnisse wird jedoch von einem niedrigeren Vorsteuerergebnis ausgegangen.

Risiken

Soweit nicht anders ausgeführt, wurde dem Chancen- und Risikobericht ein Prognosezeitraum für die nächsten drei Jahre zugrunde gelegt.

Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale sowie sonstige Risiken, die besonderen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind derzeit nicht erkennbar. Die Ertragslage und die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sind aufgrund der stabilen Eigenkapitalbasis, der Planungssicherheit in Bezug auf Erträge von Beteiligungen sowie aufgrund langfristig abgeschlossener Dienstleistungsverträge mit Kunden auch zukünftig gesichert. Ein Risiko besteht darin, dass die geplante Realisierung von Großprojekten nicht in der zeitlichen Periode wie angenommen stattfindet. In der Regel hängen die Realisierungszeitpunkte vom Erhalt von Betriebsgenehmigungen ab. Behördliche Auflagen bzw. Nachforderungen können zu zeitlichen Verzögerungen und damit zu Erlös- und Ergebnisverschiebungen führen. Auch der massive Anstieg der Finanzierungskosten kann die Realisierung von Projekten gefährden.

Mögliche Risiken werden über ein Risikomanagementsystem überwacht, welches das Unternehmen in die Lage versetzt, eventuelle Gefahren frühzeitig zu erkennen, sachgerecht bewerten zu können und somit rechtzeitig effektive Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Auch Risiken, die sich aus der Corona-Pandemie und aus dem Ukrainekrieg ergeben können, werden in diesem System überwacht bzw. es wurden daraus bereits mitigierende Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Risiken, die Finanzierungsinstrumente betreffen, sind nicht zu erwarten. Zinsänderungsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur der Gesellschaft zu vernachlässigen. Im Bedarfsfall kann auch auf Gesellschafterdarlehen zurückgegriffen werden. Wesentliche Zinsänderungsrisiken bestehen auch in Beteiligungsgesellschaften aufgrund von mehrheitlich langfristig abgeschlossenen Darlehen und der Absicherung durch Zinsswaps nicht. Darüber hinaus werden grundsätzlich keine wesentlichen spekulativen Finanzierungsgeschäfte getätigt.

Im Rahmen des regelmäßigen, unterjährigen technischen und kaufmännischen Berichtswesens wird die Entwicklung der einzelnen Projekte aufgezeigt. Die darin enthaltenen Detailanalysen stellen ein zentrales Instrument zum Erkennen und Analysieren von möglichen Risiken und Abweichungen dar. Mit Hilfe einer vierteljährlichen Berichterstattung wird der allgemeine Geschäftsverlauf der GETEC green energy GmbH kontinuierlich überwacht.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es keine Anhaltspunkte für bestehende oder zukünftige Risiken gibt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können.

Chancen

Mit einer frühzeitigen Fokussierung der Gesellschaft auf erneuerbare Energieprojekte, einer ausgezeichneten und langen Referenzliste eben solcher realisierten Projekte sowie einem nachhaltigen Ansatz schlüsselfertiger Projektierungen und Errichtungen, sieht sich die GETEC green energy GmbH weiter für die nächsten Jahre ausgezeichnet im Inland positioniert. Deutschland nimmt im Bereich der Erneuerbaren Energien eine Vorreiterrolle in Europa ein. Der extreme Strompreisanstieg in den Jahren 2021 und 2022 hat den Ausbau Erneuerbarer, unabhängiger Energieerzeugungsanlagen deutlich beschleunigt. Neben Preissicherungsaspekten steht spätestens seit Beginn des Ukrainekriegs die Unabhängigkeit der deutschen Energieversorgung im öffentlichen Fokus. Die Projekte und Geschäftsmodelle der GETEC green energy GmbH erfüllen diese Aspekte vollständig. Es wird ein massiver Ausbau von Solar- und Windkraft erwartet, um den Strombedarf künftig decken zu können. Komplettiert werden diese klassischen, bewährten Erzeugungslösungen von grünen Wasserstoffprojekten, die in der Lage sind, die volatilen erneuerbaren Energien durch Energieumwandlung speicherbar zu machen.

Der Aufgabenfokus der Gesellschaft lag im Jahr 2023 auf der Standortentwicklung von Windkraft-, Photovoltaik- sowie Wasserstoffprojekten. Darüber hinaus wurde die Akquise von Photovoltaikprojekten bei Industriekunden vorangetrieben. Dieser Fokus wird sich auch noch im Jahr 2024 fortsetzen. Unter anderem wird an der Realisierung des Wasserstoff-Großprojektes schwerpunktmäßig gearbeitet. Die Genehmigung für das Projekt konnte die Gesellschaft im ersten Quartal 2022 in Empfang nehmen. Die anstehende und mittlerweile im Wesentlichen auch durch den Ukrainekrieg unter Zeitdruck geratene Energiewende bietet für die GETEC green energy GmbH viele Chancen, welche die Gesellschaft für sich nutzen möchte.

Aufgrund der insgesamt breiten und flexiblen Aufstellung der GETEC green energy GmbH im Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien, ihrer Expertise in diesem Gebiet, ist davon auszugehen, dass der erfolgreiche Kurs der Gesellschaft auch im Jahr 2024 und darüber hinaus fortgesetzt werden kann.

Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die GETEC green energy GmbH, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. Die Chancen- und Risikenidentifizierung erfolgte unter Berücksichtigung der im Jahr 2020 beginnenden Corona-Kriese, deren Ausläufer noch immer spürbar sind. Darüber hinaus wurden die absehbaren Effekte der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine berücksichtigt. Für die GETEC green energy GmbH sowie für deren Beteiligungen geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Chancen- und Risikoportfolio im Saldo davon nicht wesentlich beeinflusst wird. Steigende Kosten können - gesamtunternehmerisch betrachtet - durch nicht wesentlich abweichende Preisbindungszeiten in Endprodukte weitergegeben werden.

 

Magdeburg, den 29.02.2024

gez. Sven Suhr, Geschäftsführer

gez. Marcel Schöbel, Geschäftsführer

gez. Oliver Stutzer, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

GETEC GREEN ENERGY GMBH, MAGDEBURG

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GETEC green energy GmbH, Magdeburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GETEC green energy GmbH, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GETEC green energy GmbH, Magdeburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 7. Mai 2024

AUDITA Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. G. Gaedecke, Wirtschaftsprüfer

GETEC GREEN ENERGY GMBH, MAGDEBURG

FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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