Accenture Technology Solutions GmbHLiquidiert
61476 Kronberg im Taunus, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antje Hoffmann seit 4.10.2021 | Geschäftsführer |
Ildiko Kreisz seit 6.8.2020 | Geschäftsführer |
Thorsten Pollmeier seit 21.7.2020 | Prokura |
Jutta Kattermann seit 11.12.2019 | Prokura |
Ralph Marco Lechner seit 11.12.2019 | Prokura |
Jürgen Rudolf Pinkl seit 18.10.2016 | Geschäftsführer |
Michael Nolte seit 23.12.2014 | Geschäftsführer |
Marcus Huth seit 29.9.2012 | Geschäftsführer |
John (Jack) Ramsay seit 19.2.2010 | Prokura |
Timothy Peter Noone seit 10.11.2006 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Accenture Holding GmbH & Co. KGKronberg im TaunusKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2019 bis zum 31.08.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Accenture Holding GmbH & Co. KG, Kronberg im Taunus Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Accenture Holding GmbH & Co. KG, Kronberg im Taunus, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. August 2020, der Konzerngewinn- und -verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Accenture Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 25. Juni 2021 KPMG
AG
Kunz, Wirtschaftsprüfer Kast, Wirtschaftsprüfer KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019/2020Angaben zur Identifikation des Unternehmens
Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss I. Konsolidierungskreis In den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss werden neben der Accenture Holding GmbH & Co. KG die folgenden Gesellschaften einbezogen:
Die Accenture GmbH hat weiterhin im Geschäftsjahr 2019/2020 sämtliche Anteile der maihiro GmbH, Ismaning, mit Wirkung zum 11. Februar 2020, der ESR-Labs GmbH, München, mit Wirkung zum 31. März 2020, sowie der Context Information Security GmbH, Bad Nauheim, mit Wirkung zum 24. Juli 2020 erworben. Die erworbenen Gesellschaften werden seit ihrem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss der Accenture Holding GmbH & Co. KG einbezogen. Die Vergleichbarkeit mit vorangegangenen Konzernabschlüssen wird hierdurch nicht wesentlich eingeschränkt. Die Accenture Digital Holdings GmbH hat im Geschäftsjahr 2019/2020 ihre Beteiligungsquote an der SinnerSchrader AG durch Zukäufe von 92 % auf 93 % erhöht. Im Geschäftsjahr 2019/2020 wurden folgende Verschmelzungen durchgeführt:
Die Vergleichbarkeit mit vorangegangenen Konzernabschlüssen wurde durch diese Veränderungen nicht wesentlich eingeschränkt. Befreiung nach §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB Sämtliche in den Konsolidierungskreis einbezogenen Unternehmen nehmen die Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 bzw. § 264b HGB in Anspruch - exklusive der SinnerSchrader AG sowie der SinnerSchrader Content GmbH. Konsolidierungsgrundsätze Seit dem Geschäftsjahr 2010/ 2011 werden Unternehmenserwerbe nach der Neubewertungsmethode dargestellt, d. h. es erfolgt eine Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens. Hierbei ist das Eigenkapital mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen in dem Zeitpunkt beizulegen ist, an dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Im Geschäftsjahr 2019/2020 haben die Gesellschaften des deutschen Accenture-Konzerns Anteile an verschiedenen Beratungsgesellschaften erworben. Die Erstkonsolidierungen erfolgten zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt. Nach Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligungen (TEUR 111.032) mit dem neu bewerteten Reinvermögen der Gesellschaften im Erwerbszeitpunkt verblieben als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesene Unterschiedsbeträge von insgesamt TEUR 73.394. Im Rahmen der Neubewertung wurde bei den zuvor immateriellen Vermögensgegenständen (insbesondere für Kundenbeziehungen) ein Betrag in Höhe von TEUR 19.054 zusätzlich angesetzt. Die erworbenen Gesellschaften verfügten zum Erwerbszeitpunkt über flüssige Mittel in Höhe von TEUR 14.720. Die Aufstockung der Anteile an Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2019/20 wurde als Erwerbsvorgang abgebildet: Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der hinzuerworbenen Anteile (TEUR 1.075) mit dem auf die Minderheitenanteile entfallenden anteiligen Eigenkapital im Zeitpunkt des Hinzuerwerbs (TEUR 193) wurde in Höhe von TEUR 882 als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Im Geschäftsjahr wurden nachträgliche Kaufpreisanpassungen in Höhe von insgesamt TEUR 6.477 für im Vorjahr erworbene Beratungsgesellschaften vereinbart und gezahlt, die als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurden. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzernunternehmen werden eliminiert. Die Eliminierung von Zwischenergebnissen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr war nicht erforderlich. Die Gesellschaft bezieht von verbundenen Unternehmen diverse Lieferungen und Leistungen. Im Geschäftsjahr wurden die in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen hinsichtlich ihrer Zuordnung zum Materialaufwand sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen aktualisiert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurde das Vorjahr entsprechend angepasst und ein Betrag in Höhe von TEUR 598.631, der im Vorjahresabschluss unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen worden war, den Aufwendungen für bezogene Waren (TEUR 9.862) und den Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 588.769) zugeordnet. Geschäftsjahr Das Konzerngeschäftsjahr läuft vom 1. September 2019 bis zum 31. August 2020. Der letzte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde auf den 31. August 2019 aufgestellt. Der Konzernabschluss-Stichtag entspricht zum 31. August 2020 dem Stichtag des Jahresabschlusses der Accenture Holding GmbH & Co. KG und dem aller einbezogenen Tochtergesellschaften. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die im Vorjahr angewandten Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Alle in die Vollkonsolidierung einbezogenen Konzernunternehmen wenden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an. Die funktionale Währung der Accenture Holding GmbH & Co. KG und sämtlicher einbezogenen Tochterunternehmen ist der Euro. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der nicht aus Unternehmenserwerben resultierenden immateriellen Vermögensgegenstände wird mit drei Jahren angenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Gegenstände des Sachanlagevermögens beträgt zwischen zwei und zehn Jahren, wobei die Abschreibungen monatsgenau vorgenommen werden. Gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB wird der Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme eines Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens abzüglich der Schulden im Zeitpunkt der Übernahme übersteigt, als entgeltlich erworbener Geschäfts- oder Firmenwert (derivativer Firmenwert) angesetzt. Dieser entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert, der als Vermögensgegenstand gilt, wird mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren geführt und entsprechend abgeschrieben. Nach dem 1. Januar 2010 angeschaffte geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten nicht mehr als EUR 410,00 (bis 31.12.2017) bzw. EUR 800,00 (seit 01.01.2018) betragen, werden im Jahr der Anschaffung sofort voll aufwandswirksam erfasst. Sie werden in der Entwicklung des Anlagevermögens als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt, wobei die Umrechnung aus fremder Währung mit dem Tageskurs im Zeitpunkt der Zahlung vorgenommen wurde. Für voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Wertpapiere, die ausschließlich zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen bestimmt und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet (§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Die zugehörigen Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen werden saldiert. Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Einzelkosten zuzüglich anteiliger Gemeinkosten bewertet. Der Bilanzansatz enthält Auslagen und berücksichtigt Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Bonitätsrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf den Nettobestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die in den Forderungen enthaltenen kurzfristigen Fremdwährungspositionen werden zunächst mit dem Kurs am Tag der erstmaligen Buchung und in der Folge mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Pensionsrückstellungen werden für Anwartschaften aus Altersversorgungszusagen gebildet. Die Bewertung erfolgte gemäß den Regelungen des BilMoG unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit-Methode"). Für die Sterblichkeitsrate wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck angewendet. Darüber hinaus kamen die folgenden Parameter zur Anwendung:
- Altersversorgungszusagen an übrige Mitarbeitende:
Bei den Rechnungszinssätzen handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank für den August 2020 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (2,45 %) und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 83.561. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst worden. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen fristenkongruenten Zinssätze. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die in den Verbindlichkeiten enthaltenen Fremdwährungspositionen werden zunächst mit dem Kurs am Tag der erstmaligen Buchung und in der Folge mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Auf temporäre Bilanzierungs- oder Bewertungsdifferenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise werden gemäß § 274 HGB latente Steuern ermittelt. Ergibt sich aus dieser Ermittlung insgesamt eine Steuerbelastung künftiger Geschäftsjahre, wird diese als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Eine sich daraus ergebende Steuerentlastung wird jedoch in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Zum 31. August 2020 existieren temporäre Bewertungsunterschiede zwischen der Handels- und Steuerbilanz im Wesentlichen bei den Personalverpflichtungen. Bei einem Gewerbesteuersatz von 14,83 % (VJ: 14,80 %) ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 49.374 (VJ: TEUR 33.800), die nicht angesetzt wurden. Aus Konsolidierungsvorgängen ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 5.434 (VJ: TEUR 7.295). II. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Aufgliederung und die Bewegungen des Konzernanlagevermögens sind aus der Aufstellung "Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/ 2020" ersichtlich (Anlage zum Anhang). Die im Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände unter anderem enthaltene Posten Kundenstamm, Markennamen und Wettbewerbsverbote (Restbuchwert zum 31. August 2020: TEUR 37.355; VJ: TEUR 39.554) sowie entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte (Restbuchwert zum 31. August 2020: TEUR 176.950; VJ: TEUR 171.397) werden über ihre erwartete Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen im Rahmen des Global Liquidity Managements (Europool) in Höhe von TEUR 523.834 (VJ: TEUR 454.529). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten außerdem Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 26.879 (VJ: TEUR 40.293) aus Steuerzahlungen für den Kommanditisten. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben Posten von insgesamt TEUR 483 (VJ: TEUR 401) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Die Verpflichtungen aus Altersversorgungszusagen wurden zum Abschlussstichtag 31. August 2020 mit ihrer Absicherung dienenden Finanzanlagen in Höhe von TEUR 118.379 (VJ: TEUR 112.535) verrechnet. Die betreffenden Wertpapiere werden treuhänderisch vom Verein zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen der deutschen Accenture Gesellschaften e.V., Kronberg im Taunus, gehalten. Die Anschaffungskosten der Wertpapiere, die der Absicherung dienen und die mit ihrem beizulegenden Zeitwert verrechnet wurden, betragen TEUR 79.026 (VJ: TEUR 73.649). In den sonstigen Rückstellungen sind größtenteils Rückstellungen für aktienbasierte Mitarbeitervergütungen, für Gehälter, für ausstehenden Urlaub und noch nicht abgerechnete Überstunden und Gewährleistungsansprüche enthalten. Die Verbindlichkeiten haben mit Ausnahme eines im Geschäftsjahr 2010/ 2011 von einem Unternehmen des weltweiten Accenture-Konzerns erhaltenen Darlehens wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von einem Jahr und wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen und beträgt TEUR 49.162 (VJ: TEUR 49.162). Die darüber hinaus gehenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 49.677 (VJ: TEUR 27.555) betreffen Lieferungen und Leistungen sowie Verrechnungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 33.285 (VJ: TEUR 33.790) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 324 (VJ: TEUR 106) enthalten. III. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland erzielt. Dabei machten die Beratungsumsätze ca. 71 % (VJ: 72 %) aus und die Outsourcing-Umsätze ca. 29 % (VJ: 28 %). Die Umsätze wurden zu 17% (VJ: 34 %) mit Unternehmen der weltweiten Accenture-Organisation erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 253 (VJ: TEUR 145). Aus der Währungsumrechnung resultieren Erträge in Höhe von TEUR 4.397 (VJ: TEUR 2.417). Der Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 59.973(VJ: TEUR 49.118). Im Geschäftsjahr 2019/2020 fiel eine außerplanmäßige Abschreibung des aufgrund eines Unternehmenserwerbs aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 6.003 an. Diese außerplanmäßige Abschreibung war notwendig, da der auf Basis der operativen Planung der betreffenden Tochtergesellschaft unter Berücksichtigung eines Diskontierungsfaktors von 9,8 % ermittelte Ertragswert das im Konzernabschluss aktivierte Nettovermögen unterschritt. Darüber hinaus wurde auf den im Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände enthaltenen Posten für Kundenstamm, Markennamen und Wettbewerbsverbote eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 8.328 vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u. a. Aufwendungen der von anderen Gesellschaften der Accenture-Organisation bezogenen Leistungen. Aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 417 (VJ: TEUR 61). Aus der Währungsumrechnung resultieren Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.483 (VJ: TEUR 2.972). Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultieren Zinserträge von TEUR 59 (VJ TEUR 89). Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.824 (VJ: TEUR 2.819). Aus der Aufzinsung der Rückstellungen resultieren Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 11.819 (VJ: TEUR 10.469). In Höhe von TEUR 1.603 (VJ: TEUR 3.276) wurden Erträge aus dem Deckungsvermögen mit den Zinsaufwendungen aus den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen verrechnet. IV. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Zahlungsmittelfonds setzt sich zusammen aus Bankguthaben und Kassenbeständen (TEUR 23.626; VJ: TEUR 33.064) sowie aus Forderungen im Rahmen des Global Liquidity Managements (Europool) in Höhe von TEUR 523.834 (VJ: TEUR 454.529). Die während des Geschäftsjahres gezahlten Zinsen betragen TEUR 0 (VJ: TEUR 3). Die während des Geschäftsjahres gezahlten Steuern belaufen sich auf TEUR 42.007 (VJ: TEUR 80.168) und beinhalten neben der Gewerbesteuerbelastung der Accenture Holding GmbH & Co. KG auch die für die Kommanditistin geleisteten Körperschaftsteuerzahlungen (TEUR 26.879; VJ: TEUR 40.295). V. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Ende des Geschäftsjahres hat die Accenture GmbH zum Ausbau der Geschäftsbereiche weitere Akquisitionen durchgeführt. Anfang des neuen Geschäftsjahres 2020/2021 übernahm Accenture die deutsche Technologieberatung SALT Solutions AG. Mit dieser Übernahme stärkt man Kompetenzen in den Bereichen Cloud-Lösungen sowie ERP. Sait spielt als IoT- und Cloud-Spezialist eine entscheide Rolle für den Ausbau des Geschäfts in den Bereichen digitale Fertigung, Betrieb und Lieferketten von Accenture Industry X in Deutschland. Im Frühjahr 2021 übernahm Accenture das Beratungsunternehmen fable+. Das Unternehmen mit Sitz in Mannheim und Berlin ist auf Business Agility und Analyticsbasierte Transformation spezialisiert. Das 50-köpfige Team von fable+ bringt Kenntnisse aus dem Bereich der Organisationsentwicklung mit und verstärkt ab sofort das Talent & Organization / Human Potential Team von Accenture. Im Juni 2021 hat Accenture eine Vereinbarung über den Erwerb von umlaut geschlossen, eines Full-Service-Unternehmens, das auf Beratungs- und Engineeringleistungen spezialisiert ist. Durch die Übernahme des Unternehmens mit Hauptsitz in Aachen baut Accenture seine fundierten Engineering-Kompetenzen weiter aus. So wird Accenture seine Kunden noch besser dabei unterstützen können, digitale Technologien wie Cloud, Künstliche Intelligenz und 5G zu implementieren; die Art und Weise zu transformieren, wie sie ihre Produkte designen, konstruieren und fertigen und Nachhaltigkeit im Unternehmen zu verankern. Es liegen darüber hinaus keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag 31. August 2020 vor, die eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der Accenture Holding GmbH & Co KG oder der Konzerngesellschaften hatten. VI. Sonstige Angaben Durchschnittlich waren im Berichtsjahr beschäftigt (ohne Geschäftsführer):
Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Accenture Management GmbH, waren im Berichtszeitraum und darüber hinaus: Frank Riemensperger, Dietzenbach Marcus Huth, Hofheim am Taunus Michael Brückner, Glashütten (bis 28. Februar 2020) Dr. Markus Hamprecht, Ahrensburg Catrin Hinkel, Heppenheim (bis 30. April 2021) Marina Klein, Oberthal (bis 28. Februar 2020) Ildiko Kreisz, Dreieich (seit 1. März 2020) Corinna Krezer, Neckarsulm (seit 1. April 2021) Katharina Michaelis, Braak (seit 1. März 2020) Jürgen Pinkl, Laupheim Christina Raab, München Karl Rathgeb, Kronberg im Taunus Patrick Rowe, London, UK Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 9.247 (VJ: TEUR 7.294). Den Geschäftsführern der persönlich haftenden Gesellschafterin wurden im Rahmen der aktienbasierten Mitarbeitervergütung im Geschäftsjahr in der Summe 34.850 (VJ: 30.389) Restricted Share Units gewährt. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug TUSD 8.410 (ca. TEUR 7.040) (VJ: TUSD 6.039; TEUR 5.495). Die Pensionsrückstellung für diese Personengruppe beträgt am Bilanzstichtag TEUR 13.907 (VJ: TEUR 11.454). Die Pensionsrückstellung für frühere Mitglieder der Geschäftsführung beträgt am Bilanzstichtag TEUR 4.086 (VJ: TEUR 3.963). Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus bestehenden Mietverträgen belaufen sich auf TEUR 131.324 (VJ: TEUR 132.386). Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 Honorare in Höhe von TEUR 251 aufwandswirksam erfasst. Die Honorare entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen. Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen stellt Accenture plc, Dublin, Irland, auf. Der Abschluss ist am Sitz der Gesellschaft sowie über die Medien der Wertpapieraufsichtsbehörde U.S. Securities and Exchange Commission (www.sec.gov) erhältlich.
Kronberg im Taunus, den 14. Juni 2021 Accenture Management GmbH Frank Riemensperger Dr. Markus Hamprecht Marcus Huth Ildiko Kreisz Corinna Krezer Katharina Michaelis Jürgen Pinkl Christina Raab Karl Rathgeb Patrick Rowe Konzernbilanz zum 31. August 2020Aktiva
Passiva
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. September 2019 bis 31. August 2020
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2019/2020
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2019/2020
KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2019/2020A. Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell Die Accenture Holding GmbH & Co KG mit Sitz in Kronberg im Taunus gehört mit ihren Tochtergesellschaften zum Konzern der Accenture plc, Dublin, Irland, die an der New York Stock Exchange (NYSE) notiert ist. Sie ist damit Teil der weltweit führenden "Accenture Group" für professionelle Dienstleistungen und bedient ein breites Spektrum in den sogenannten vier Services Strategie und Beratung ("Strategy & Consulting"), "Interactive", Technology sowie Betrieb ("Operations") - mit digitalen Fähigkeiten in all diesen Bereichen. Wir kombinieren eine breite Erfahrung und spezialisierte Fähigkeiten in mehr als 40 Branchen, die organisiert sind in unseren fünf Branchengruppen Finanzdienstleistungen (Financial Services), Telekommunikation, Medien & High Tech (Communications, Media & High Tech), Investitions- und Konsumgüterindustrie (Products), Versorgungswirtschaft (Resources) und Öffentliche Verwaltung, Gesundheitswesen sowie Public Services (Health & Public Service). Ergänzt wird dieses mit einem starken Fokus auf eine Innovationskultur. Mit Wirkung zum 1. März 2020 hat Accenture begonnen, sein Geschäft unter ein neues Geschäftsmodell zu führen - organisiert in drei geografischen Märkten (Amerika, Europa, Wachstumsmärkte). Die Änderung soll uns helfen, unseren Kunden besser zu dienen und weiterhin unser Geschäft skalieren zu können. Das neue Modell vereinfacht unsere Organisation und erhöht unsere Agilität, um interdisziplinäre Teams über alle vier Services hinweg bilden und damit Kundenbedürfnisse schnell und maßstabsgetreu erfüllen zu können. Es beschleunigt auch Innovation, indem es unseren Teams ermöglicht, nahtlos zwischen den Beratungsbereichen zu wechseln (global wie lokal) - unterstützt durch unser Netzwerk von über 50 Innovationszentren. Rund 506.000 Mitarbeitende der Accenture Group betreuen Kunden in über 120 Ländern, um Kunden zu helfen, ihre digitale Struktur zu entwickeln, ihre Abläufe zu transformieren und letztendlich ihr Umsatzwachstum zu beschleunigen. Als Partner für große end-to-end Business-Transformationen arbeitet die Accenture Group an den Schnittstellen von Geschäftsbetrieb und Technologie und hilft den Kunden, Leistungsverbesserungen und nachhaltige Wertsteigerungen für deren Stakeholder zu generieren. Die Accenture Group erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr (zum 31. August 2020) weltweit einen Nettoumsatz von 44,3 Mrd. US-Dollar, welches einem Wachstum von 3% entspricht. Die Operating Marge konnte gegenüber dem Vorjahr um 10 Basispunkte auf 14,7 % ausgeweitet werden. In Deutschland operiert die Accenture Holding GmbH & Co KG mit ihren direkten und indirekten Tochtergesellschaften an diversen Standorten innerhalb Deutschlands. Accenture hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um die Differenzierung im Markt voranzutreiben und sich als die führende Beratungsfirma in der neuen digitalen Welt zu etablieren. Accenture investiert weiterhin insbesondere durch Akquisitionen in neue und wachstumsstarke Bereiche, aber auch in Vermögenswerte und Lösungen sowie darin, das Unternehmen für Talente attraktiv zu machen und diese weiterzuentwickeln. Accenture sieht sich als Marktführer bei digitalen Transformationen und bietet aus einer Hand strategische wie technologische Beratung für die Vorstände von DAX-Unternehmen. Die Marktführerschaft als Industry X-Dienstleister konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auch durch die positiven Effekte aus neuen Akquisitionen weiter ausgebaut werden. Der Fokus der Arbeit der deutschen Accenture Gesellschaften hat sich auch im Geschäftsjahr 2019/2020 auf Kundennutzen, Komplexitätsmanagement und Orchestrierung der Technologie in der Wertschöpfungskette der Kunden konzentriert. Der Anteil der Technologie in den Geschäftsmodellen steigt, und die Transformation zur Industry X mit digitalen Geschäftsmodellen erfasst alle Themenfelder, von Innovation und Wachstum, Design- und Produktentwicklung sowie Herstellung & Produktion bis hin zu Kundendienst und Service. Im Geschäftsjahr 2019/2020 hat Accenture eine Reihe von Akquisitionen durchgeführt, mit denen die Leistungsfähigkeit in der sich rasant ändernden Landschaft der digitalen Services weiter gesteigert werden soll. Mit Hilfe der Übernahme von maihiro als Dienstleisters von Beratung, Prozessoptimierung und kontinuierliche Weiterentwicklung in den Bereichen Customer Experience (CX) und Customer Relationship Management (CRM) wird Accenture Lösungen für Kunden entwickeln, die Innovation und Transformation in Marketing, Vertrieb und Service vorantreiben. ESR Labs stärkt Accentures Angebot rund um intelligente, vernetzte Lösungen im Auto und bei Mobilitätsdienstleistungen. Das globale Accenture Global Delivery Model der Accenture Group war auch 2019/2020 wieder ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal im Markt. Es umfasst eine große und breit gefächerte Gruppe von Experten für strategische, digitale, technologische und operationale Fragestellungen weltweit. Das Global Delivery Model wird ständig weiter ausgebaut, um die Lieferkosten zu optimieren und um Kollaborationstechnologien ununterbrochen wirksam einzusetzen, die die Mitarbeitenden effizienter zusammenarbeiten lässt und Effizienzen voranbringt, die helfen, Verwaltungskosten zu reduzieren. Beschaffung und Mitarbeitende Das Beschaffungswesen wird für alle Gesellschaften des deutschen Konzerns sowie die österreichischen und schweizer Landesgesellschaften zentral in Deutschland geleitet und lokal unter Einbindung von Service Centern durchgeführt. Die Accenture Gesellschaften operieren in einer personalintensiven Branche. Damit nimmt der Personalmarkt eine besondere Bedeutung ein. Der deutsche Konzern hat im Geschäftsjahr 2019/2020 1.701 neue Mitarbeitende eingestellt, 1.159 Mitarbeitende haben den Konzern verlassen. Die Mitarbeitendenzahl des Konzerns ist im Geschäftsjahr 2019/ 2020 im Durchschnitt um 600 Mitarbeitende (inkl. Geschäftsführer) gestiegen. Mitarbeitende im Konzern der Accenture Holding GmbH & Co. KG
Die Arbeitsleistung der Mitarbeitenden der deutschen Gesellschaften wird nicht tarifgebunden vergütet. Für die Mitarbeitenden der Gesellschaften ist eine betriebliche Altersversorgung etabliert. Das zukunftsorientierte Performance Achievement Verfahren, welches die Talente der Mitarbeitenden auf der Basis von Prioritäten unterstützen soll, findet weiterhin Anwendung. Ziele und Strategien Die Wachstumsstrategie der weltweiten Accenture Group und des deutschen Teilkonzerns ist klar an den Erfordernissen der Kunden in der neuen digitalen Wirtschaft ausgerichtet. Investitionen verstärken die Branchenkompetenz auch weiterhin, und die Ressourcen und Einsatzmöglichkeiten in Strategy & Consulting, Interactive, Technology und Operations werden weiter differenziert. Das Umsatzwachstumsziel wird durch Investitionen in digitale Kompetenz, Innovation, Branchendifferenzierung und attraktive Veränderungen im Karrieremodell unterstützt. Das geplante Wachstum der Umsatzerlöse des Accenture Holding GmbH & Co. KG Konzerns soll auch in den nächsten Jahren über dem Durchschnitt des ITK-Marktes liegen. Der weiteren Steigerung der Profitabilität wird zukünftig auch weiterhin eine große Bedeutung beigemessen. Soziale Verantwortung und Umweltschutz Der weltweite tätige Accenture Konzern agiert als "Corporate Citizen" und übernimmt global und lokal gesellschaftliche Verantwortung. Er engagiert sich sozial in der Region ASG (Österreich, Schweiz und Deutschland) und in der Welt, um Lebensbedingungen zu verbessern und die Zukunft zu sichern. Dazu gehören auch nachhaltiger Umweltschutz und Inklusion. 2019 hat sich Accenture weltweit zur Beschaffung von 100% erneuerbarer Energie in unseren Anlagen bis 2023 verpflichtet. Aktuell liegt der Anteil bei 26%. Des Weiteren hat sich der Konzern das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2025 einen Frauenanteil von 50% der Belegschaft zu erreichen. Schon 2020 machten Frauen 45% unserer Belegschaft weltweit aus. Ein weiteres Zwischenziel wurde bereits im Jahr 2020 erreicht: Der Frauenanteil an der Führungsspitze des Unternehmens (ab Career Level 5: Managing Director) beträgt weltweit inzwischen 25%. In Deutschland hat Accenture im Jahr 2020 für seine lokalen frauenfördernden Maßnahmen den ersten Platz des Frauen-Karriere-Index belegt, dessen Schirmherrschaft das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend innehat. Auch weiteren Dimensionen von Vielfalt (etwa Alter, sexuelle Orientierung, Behinderungen oder ethnische Herkunft) widmet sich Accenture weltweit wie lokal nachhaltig. Ziel sind eine diverse, Innovationen ermöglichende Belegschaft und die individuelle Befähigung aller Mitarbeitenden. In 2015 hat sich Accenture das Ziel gesetzt bis 2020 mehr als 3 Millionen Menschen mit den Fähigkeiten auszustatten, einen Arbeitsplatz zu finden oder ein Geschäft aufbauen. Bereits 2019 haben wir diese Marke überschritten und fast 3,6 Millionen Menschen befähigt. Im Januar 2020 kündigte Accenture seine "SDG Ambition" an - unsere Partnerschaft mit United Nations Global Compact und SAP, um Unternehmen mit Blick auf die Integration der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs; Sustainable Development Goals) in ihr Kerngeschäft herauszufordern und zu unterstützen und gemeinsamen Erfolg Wirklichkeit werden zu lassen. Die Integration der UN-SDGs in unser Kerngeschäft wird dazu beitragen, kritische Herausforderungen in den Bereichen Gesundheit, Menschenrechte, Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit zu lösen und Innovationen freizusetzen, die für alle unsere Stakeholder dauerhaften Wert schaffen. Forschung und Entwicklung Der deutsche Accenture Konzern partizipiert an den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die die Accenture plc konzernweit organisiert. Durch seine Einbettung in den weltweiten Accenture Konzern hat auch der deutsche Teilkonzern Zugriff auf Produkte und Lösungen wie beispielsweise digitale Service-Geschäftsmodelle, die für Marktentwicklungen in anderen Regionen zeitlich früher eingeführt werden konnten. B. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Corona-Pandemie hat zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. Mit dem Ende der akuten behördlichen Maßnahmen gegen die Pandemie im Frühjahr 2020 setzte zwar eine schnelle Erholung ein. Der jüngste Anstieg der Infektionszahlen zeigt aber, wie fragil die Situation bleibt. In verschiedenen Bereichen ist eine Normalisierung der wirtschaftlichen Lage noch immer nicht absehbar, die Corona-Krise ist noch nicht bewältigt. (Quelle: Jahresbericht 2020 Sachverständigenrat der Wirtschaft 2020). Die Corona-Pandemie führte in Deutschland zum stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung in einem Quartal seit Beginn der vierteljährlichen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 1970. Aufgrund der kräftigen Erholung über den Sommer dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Rate von -5,1 % auf das gesamte Jahr 2020 gesehen ungefähr so stark zurückgehen wie im Jahr 2009 während der globalen Finanzkrise. (Quelle: Jahresbericht 2020 - Sachverständigenrat der Wirtschaft 2020). Nach dem Corona-Schock wächst in der Bitkom-Branche jetzt schon wieder die Zuversicht. Das Geschäftsklima hat sich im Juni 2020 für die Unternehmen der Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik (ITK) im Vergleich zu den beiden Vormonaten deutlich aufgehellt. (Quelle: Bitkom Branchenentwicklung Juni 2020). Geschäftsverlauf Das Geschäft der deutschen Konzerngesellschaften hat sich im Geschäftsjahr 2019/2020 positiv entwickelt. Speziell die Industriebereiche ,Resources' als auch ,Health und Public Services'konnten hierbei sogar ein zweistelliges Umsatzwachstum aufweisen. Umsatz und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse deutscher Konzerngesellschaften, bei denen es sich um den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator handelt, beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf MEUR 2.147 (VJ: MEUR 2.057) und konnten damit im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4,4 % gesteigert werden, was über dem Prognoserahmen für den ITK-Markt für das Kalenderjahr 2020, der 2,0 % betrug, liegt. Die Umsätze mit externen Kunden haben mit ca. 83 % (VJ: 66 %) und die Umsätze mit Gesellschaften der weltweiten Accenture-Gruppe haben mit ca. 17 % (VJ: 34 %) zu den Gesamtumsätzen beigetragen. Die Auftragseingänge sind im Vergleich zum Vorjahr um ca. 6,3 % gestiegen. Die Accenture Gesellschaften konnten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in dem noch schwierigen Geschäftsumfeld einem deutlichen Preisverfall wieder mit überzeugend werthaltigen, innovativen und digitalen Angeboten entgegenwirken. Der deutsche Accenture Konzern begegnet dem auch weiterhin relativ starken Preisdruck durch die Nutzung von kosteneffizienten offshore- und nearshore-Ressourcen sowie von Synergieeffekten. Die Marktlage bleibt weiterhin volatil. Kurzfristige Ereignisse oder politische Einflüsse können das Verhalten einzelner betroffener Kunden auch weiterhin ad hoc beeinflussen und das Geschäft in unvorhersehbarer Weise erheblich beeinträchtigen. Lage des Konzerns Die im Geschäftsjahr 2019/2020 stattgefundenen Veränderungen des Konsolidierungskreises haben die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nicht wesentlich beeinträchtigt. Ertragslage Die Umsatzerlöse des deutschen Accenture Konzerns beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 2.146.609 (VJ: TEUR 2.057.174). Nach Berücksichtigung der Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen erwirtschaftete der Konzern eine gegenüber dem Vorjahr um TEUR 62.680 höhere Betriebsleistung von TEUR 2.124.480. Das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT - Earnings before interest and taxes) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 69.615 auf TEUR -33.968 verschlechtert. Dazu haben im Speziellen die um TEUR 70.090 angestiegen Materialaufwendungen beigetragen. Die Materialaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen. Außerdem haben sich die Personalaufwendungen um TEUR 46.707 erhöht, was neben einem Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeitendenzahl unter anderem auf die Erhöhung des Aufwands aus anteilsbasierten Vergütungen zurückzuführen ist. Darüber hinaus haben sich die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von TEUR 63.488 um TEUR 38.478 auf TEUR 101.966 erhöht. Hierin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf einen in Vorjahren aus einem Unternehmenserwerb entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert (TEUR 6.003) sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf den im Rahmen des Unternehmenserwerbs bilanzierten Kundenstamm, Markennamen und Wettbewerbsverbote (TEUR 8.328). Demgegenüber haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 32.801 gegenüber dem Vorjahr vermindert, was insbesondere auf gesunkene Reisekosten und Spesen, bedingt durch die Corona-Pandemie, zurückzuführen ist. Die Materialaufwandsquote gemessen an der Betriebsleistung (definiert als Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderungen) verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozentpunkte auf 31,5 % (VJ: 29,0 %) und die Personalaufwandsquote um 0,9 Prozentpunkte auf 45,6 % (VJ: 44,7 %). Das Geschäftsjahr 2019/2020 wurde mit einem Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 62.090 (VJ: Konzernjahresüberschuss von TEUR 2.565) abgeschlossen. Vermögens- und Liquiditätslage Die Entwicklung der Liquidität des Konzerns ist der Konzern-Kapitalflussrechnung zu entnehmen. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 165.681 (VJ: TEUR 81.931) und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -105.814 (VJ: TEUR -146.080) und spiegelt damit wie im Vorjahr die Akquisitionstätigkeit des deutschen Accenture Teilkonzerns wider. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 0 (VJ: TEUR-3) und resultiert im Geschäftsjahr 2018/2019 ausschließlich aus gezahlten Zinsen. Das Vermögen des Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen (TEUR 260.276, VJ: TEUR 254.983), Vorratsvermögen (TEUR 110.180, VJ: TEUR 132.308), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 783.563, VJ: TEUR 702.323) sowie dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 23.626, VJ: TEUR 33.064) zusammen. Die Forderungen aus dem Europool belaufen sich auf TEUR 523.834 (VJ: TEUR 454.529). Hier schlägt sich nieder, dass der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit übersteigt. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen die Kommanditistin in Höhe von TEUR 26.879 (VJ: TEUR 40.294), die größtenteils auf Steuerzahlungen für den Kommanditisten basieren. Auf der Passivseite werden Rückstellungen in Höhe von TEUR 753.607 (VJ: TEUR 667.994) sowie Verbindlichkeiten von TEUR 497.046 (VJ: TEUR 421.783) ausgewiesen. Der Anstieg der Rückstellungen gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der jährlichen Erhöhung der Pensionsrückstellungen sowie dem Anstieg der personalbezogenen Rückstellungen für Bonuszahlungen und anteilsbasierte Vergütungen. Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die erhaltenen Anzahlungen auf TEUR 325.702 (VJ: TEUR 265.039) erhöht. Die Verbindlichkeiten enthalten ein im Geschäftsjahr 2010/2011 von einem Unternehmen des weltweiten Accenture Konzerns erhaltenes Darlehen in Höhe von TEUR 49.162 (VJ: TEUR 49.162). Aufgrund des negativen Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2019/ 2020 in Höhe von TEUR -62.090, einer Entnahme aus dem Kapitalkonto II durch die Accenture B.V. (TEUR 40.293) sowie des Erwerbs von Minderheitenanteilen an der SinnerSchrader AG (TEUR 193) ist das Konzerneigenkapital auf TEUR -68.830 gesunken (VJ: TEUR 33.746). Davon entfällt auf die Minderheitsgesellschafter der SinnerSchrader AG ein Anteil in Höhe von TEUR 1.884 (VJ: TEUR 2.181). Der Liquiditätsgrad (Verhältnis Umlaufvermögen zu Verbindlichkeiten) ist auf 184,6 % (VJ: 205,7 %) gesunken. Investitionen Der deutsche Accenture Teilkonzern hat am Bilanzstichtag Finanzmittel in Höhe von insgesamt TEUR 118.379 (VJ: TEUR 112.535) in Spezialfonds investiert, um zukünftige Altersversorgungszahlungen abzusichern, die treuhänderisch vom Verein zur Absicherung der Pensionsverpflichtungen der deutschen Accenture Gesellschaften e.V. gehalten werden. Für den Erwerb von Tochtergesellschaften sind Finanzmittel in Höhe von TEUR 103.863 (VJ: TEUR 135.261) abgeflossen. Finanzierungsmaßnahmen Der Konzern ist im Rahmen des Global Liquidity Managements in den Accenture Europool eingebunden. Zielsetzung des Europools, der von der Accenture Finance Limited, Dublin, Irland, bei der Bank of America geführt wird, ist neben Standardisierung von Prozessen und Kontrollen eine bessere globale Verfügbarkeit der Barbestände und damit eine konzerninterne Intercompanyfinanzierung. Per 31. August 2020 verfügt der Konzern über ein Guthaben in dem Europool von TEUR 523.834 (VJ: TEUR 454.529). Wie bereits in der Vergangenheit werden die Accenture Konzerngesellschaften auch zukünftig im Rahmen der Finanzierung die Möglichkeit nutzen, Leasingverträge abzuschließen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator des deutschen Accenture Teilkonzerns ist die Fluktuationsrate der Mitarbeitenden. Sie liegt aktuell bei 13 % und damit innerhalb des Zielkorridors von 10 - 16 % p. a. Frauenquote Die Gesellschafterversammlung der Accenture GmbH hat für die Geschäftsführung der Accenture GmbH eine neue Zielgröße zum Frauenanteil von 15 % festgelegt. Die Geschäftsführung der Accenture GmbH hat für die zwei weiteren Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen von 17,5 % (Career Level 4 und 5) sowie 20 % (Career Level 6) festgelegt. Die Gesellschafterversammlung der Accenture Technology Solutions GmbH hat für die Geschäftsführung der Accenture Technology Solutions GmbH eine aktualisierte Zielgröße zum Frauenanteil von 25 % festgelegt. Die Geschäftsführung der Accenture Technology Solutions GmbH hat für die zwei weiteren Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Zielgrößen von 16 % (Career Level 6) sowie 16 % (Career Level 7) festgelegt. Als Frist für die Erreichung der aktualisierten Zielgrößen wurde der 30. Juni 2022 festgelegt. Die Zielgrößen der Accenture GmbH wurden zum 30. Juni 2020 nahezu vollständig erfüllt. Die Zielgrößen der Accenture Technology Solutions GmbH wurden zum 30. Juni 2020 nahezu vollständig erfüllt. Zusammenfassende Einschätzung durch die Geschäftsführung Der deutsche Accenture Teilkonzern konnte den wichtigsten finanziellen Leistungsindikator, die Umsatzerlöse, auch im Geschäftsjahr 2019/2020 im Rahmen der Markttrends steigern. Durch diese Entwicklung konnte der Konzern seine positive wirtschaftliche Situation auch im Geschäftsjahr 2019/2020 erhalten. Allerdings blieb die Ergebnisentwicklung (moderates Wachstum des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2018/2019) zurück. Der Konzern ist weiterhin hervorragend aufgestellt, um die im deutschen Markt relevanten Geschäftsfelder der als "The New" bezeichneten Dienstleistungen (rund um Digitalisierung, Cloud und Security) mit der gewohnten hohen Leistungsfähigkeit bedienen und die Planungsziele umsetzen zu können. Die frei verfügbare Liquidität des Konzerns und der Zugang zur Accenture internen Finanzierung garantiert die Umsetzbarkeit von wachstumsrelevanten strategischen Akquisitionen. C. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementprozess Innerhalb des weltweiten Accenture Konzerns wurde ein internes Kontrollsystem entsprechend den Anforderungen des sog. Sarbanes-Oxley Act von 2002 implementiert. Nach Section 404 dieses Gesetzes sind z. B. Unternehmensprozesse zu beschreiben, in denen Zahlen und Daten für die Finanzberichterstattung entstehen. Diese müssen mit Kontrollen hinterlegt werden, die das Risiko eines falschen Bilanzausweises minimieren sollen. Alle Verfahren, Grundsätze und Maßnahmen, die die Sicherheit der Wirksamkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen und satzungsmäßigen Vorschriften sicherstellen, basieren auf dem "Integrated Control - Integrated Framework" von COSO, dass auf die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung abzielt. Die Konzerngesellschaften unterliegen durch die Einbettung in die weltweite Accenture Group starken Ergebniskontrollen und Früherkennungsprozeduren. Zu den relevanten Risikomanagementrichtlinien hat Accenture für alle Mitarbeitenden sich regelmäßig wiederholende Pflichttrainings etabliert. Der implementierte Risikomanagementprozess des deutschen Accenture Teilkonzerns bildet einen Regelkreis. Dessen wesentliche Elemente Risikoidentifikation, -bewertung und -steuerung werden in einzelnen Schritten ermittelt und mit entsprechenden Maßnahmen belegt, soweit sie nicht in den Konzernrichtlinien der Konzernmutter Accenture plc gesteuert werden. Der Prozess des Risikomanagements beginnt mit der Identifizierung und Erfassung der relevanten Risiken durch das Top-Management und die Leiter der jeweiligen Bereiche. Die Risiken werden analysiert, dokumentiert, bezüglich ihrer potenziellen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet und in einer Risikomatrix visualisiert und klassifiziert. In Abhängigkeit von der Risikoklassifizierung werden gezielte Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung und -bewältigung umgesetzt. Sämtliche Aktivitäten werden vom Risikomanagementverantwortlichen des Konzerns in einem Risikoreport zusammengefasst. Der Finanzdirektor des deutschen Konzerns, der regelmäßig über wesentliche Risiken sowie über Risikoveränderungen informiert wird, berichtet der Geschäftsleitung regelmäßig. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Fähigkeit von Accenture, Mehrwert für die Kunden zu schaffen und konkrete Ergebnisse zu liefern, hat lange und dauerhafte Kundenbeziehungen gebildet, die auch in der krisenbehafteten Wirtschaftslage ein stabiles Geschäftsumfeld garantieren. Nach dem Corona-Schock und vorübergehend rückläufigen Umsätzen stehen die Zeichen in der Bitkom-Branche 2021 wieder auf Wachstum. Der deutsche Markt für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik soll im Kalenderjahr 2021 um 2,7 Prozent auf 174,4 Milliarden Euro wachsen. Bis zum Jahresende werden die Unternehmen in Deutschland voraussichtlich 20.000 zusätzliche Jobs schaffen. Aktuell sind 1,2 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Schon in den Schlussmonaten des Kalenderjahres 2020 hat sich das Geschäftsklima überwiegend positiv entwickelt. Mit 19,7 Punkten kletterte der Bitkom-ifo-Digitalindex im Dezember 2020 auf den höchsten Stand seit Februar 2020. Das gab der Digitalverband Bitkom zum Jahresauftakt 2021 in Berlin bekannt. "Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in vielen Bereichen beschleunigt. Wirtschaft, Staat und Verbraucher investieren in digitale Technologien, auch zwischenzeitlich aufgeschobene Investitionen werden jetzt nachgeholt", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Die Bitkom-Branche ist bislang gut durch die Krise gekommen. Für 2021 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum." (Quelle: Bitkom Prognose Januar 2021). Der Ausblick für den deutschen Accenture Teilkonzern ist weiterhin positiv. Es wird aktuell damit gerechnet, dass sowohl bei den Umsatzerlösen als auch beim operativen Ergebnis (EBIT - Earnings before extraordinary items and before interest and taxes) ein moderater Anstieg erzielt wird. Auch für das Konzernjahresergebnis wird von einer moderaten Verbesserung ausgegangen. Allerdings sind die weiteren Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie immer noch nicht genau abschätzbar. Risikoüberblick Bei der aktuellen Risikoanalyse der deutschen Konzerngesellschaften wurden aktuell und auch für die absehbare Zukunft keine existenzbedrohenden Einzelrisiken identifiziert, deren Eintrittswahrscheinlichkeit als sehr wahrscheinlich bewertet wurde. Die Geschäftsleitung des Accenture Teilkonzerns geht davon aus, dass sich aus der Summe mehrerer Risiken keine Bestandsgefährdung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben kann. Die weltweite Verbreitung von COVID-19 hat zu erheblicher Volatilität, Unsicherheit und wirtschaftlichen Störungen geführt. Inwieweit sich die Coronavirus-Pandemie auf unser Geschäft, unseren Betrieb und unsere Finanzergebnisse auswirkt, hängt von zahlreichen sich entwickelnden Faktoren ab, die wir möglicherweise nicht genau vorhersagen können, darunter: Dauer und Umfang der Pandemie, Maßnahmen von Regierungen und Unternehmen, die als Reaktion auf die Pandemie ergriffen wurden und werden sowie die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaftstätigkeit und die daraufhin ergriffenen Maßnahmen. Als Reaktion auf behördliche Richtlinien und empfohlene Sicherheitsmaßnahmen haben wir die meisten unserer Mitarbeitenden dazu befähigt von zu Hause aus zu arbeiten. Die folgenden weiteren Risiken können einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben und sind nachfolgend nach absteigender Bedeutung sortiert: - Marktrisiken und Wettbewerbsrisiken: Das aus unserer Sicht wesentliche Risiko der künftigen Entwicklung ergibt sich aktuell aus der weiteren Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und ihren Auswirkungen auf das Nachfragehalten der Kunden. Allerdings gehen wir davon aus, dass unsere Dienstleistungen im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse unserer Kunden noch relevanter sein werden. Die internen Finanzierungsmöglichkeiten durch den Accenture Konzern bieten in diesem Umfeld auch weiterhin eine gute Absicherung, um eventuell auftretende Engpass-Situationen überbrücken zu können. - Personal- und Managementrisiken: Die Konzerngesellschaften sind für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie und der Unternehmensziele darauf angewiesen, hochqualifizierte Mitarbeitende für alle Bereiche zu gewinnen und zu halten. Insbesondere in Hinsicht auf den weiterhin angespannten Arbeitsmarkt für die entsprechenden Fachkräfte bietet Accenture vorhandenen und zukünftigen Mitarbeitenden auch weiterhin verschiedenste attraktive Maßnahmen. Der Zugriff auf Ressourcen des Global Delivery Models und der Accenture Solution Center minimiert das Risiko der Verfügbarkeit von Mitarbeitenden bei der Erfüllung der Kundenprojekte. Zusätzliche Personalaufwendungen können sich aufgrund der aktienkursbasierten Beteiligungsprogramme für Mitarbeitende ergeben, wenn der Aktienkurs der Accenture plc signifikant steigt. - Risiken des IT-Bereichs: Die Konzerngesellschaften sind als IT-Unternehmen davon abhängig, dass die konzernweiten Rechenzentren, die Netzwerke und die IT-Systeme dauernd betriebsbereit und sicher sind. Dies gilt insbesondere auch für das Outsourcinggeschäft und die Software as a Service(SaaS)-Angebote. Unregelmäßigkeiten bei der Betriebsbereitschaft der IT-Systeme oder unberechtigter Zugriff auf Kundendaten oder kritische Unternehmensdaten können fatale Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung über den deutschen Accenture Konzern hinaus haben. Daher ist ein durch den weltweiten Accenture Konzern kontrolliertes IT-Sicherheitssystem (Global Asset Protection) etabliert. - Projektrisiken und rechtliche Risiken: Der weltweite Accenture Konzern hat zur Minimierung von Projektrisiken und eventuell auftretenden Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen weltweit ein umfangreiches Qualitätsmanagement sowie ein ausgefeiltes Projektcontrolling etabliert. Durch die damit verbundenen Aktivitäten werden Risiken früh erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen können erfolgreich implementiert werden. Es besteht eine Haftpflichtversicherung zur Risikobegrenzung. - Risiken aus dem operativen Bereich: Die Controlling Instrumente, die für alle Accenture Gesellschaften gelten und monatlich angewendet werden, bieten eine Absicherung für eine frühe Gegensteuerung. Darüber hinaus gelten für alle Gesellschaften die Accenture Konzernrichtlinien, die sicherstellen, dass Haftungsverhältnisse in den Verträgen keine Risiken aufbauen bzw. entsprechende Risiken minimiert sind. Die überwiegenden Gesellschaften des deutschen Accenture Konzerns bilden eine umsatz- und ertragsteuerliche Organschaft unter der Organträgerin Accenture Holding GmbH & Co KG. - Steuerliche Risiken: Für die Konzernmutter Accenture Holding GmbH & Co. KG als Organträger und für zugekaufte Gesellschaften könnte zusätzlicher Steueraufwand aus noch in Prüfung befindlichen beziehungsweise noch nicht geprüften Veranlagungszeiträumen entstehen. Die letzte abgeschlossene Steuerprüfung der Accenture Holding GmbH & Co. KG betraf die Veranlagungszeiträume bis 2011. Zurzeit findet die routinemäßige Steuerprüfung durch die deutschen Steuerbehörden für die Veranlagungszeiträume 2012 bis 2018 statt. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird nicht von einer wesentlichen Erhöhung der Steuerbelastung aufgrund der laufenden Prüfung ausgegangen. Eine zukünftige Erhöhung der Steuerbelastung aufgrund von Steuerprüfungen kann nicht ausgeschlossen werden. - Risiken aus Pensionsverpflichtungen: Einige der Gesellschaften des deutschen Accenture Konzerns bieten ihren Mitarbeitenden eine betriebliche Altersvorsorge mit Leistungszusage. Die Netto-Pensionsverpflichtungen beliefen sich zum 31. August 2020 auf TEUR 416.434 (VJ: TEUR 351.180). Es handelt sich bei diesem Betrag um Verpflichtungen, die nicht durch Planvermögen finanziert sind. Diese Verpflichtungen sind über den PSVaG Pensions-Sicherungs-Verein abgesichert. Änderungen der Lebenserwartung und Zinsänderungen können zu Steigerungen der Netto-Pensionsverpflichtungen führen und die Finanzlage der Gesellschaften zukünftig durch vermehrte Mittelabflüsse belasten. Für die Pensionsverpflichtungen, die durch CTA (Corporate Trust Agreements) und externe treuhänderische Finanzierung gesichert sind, bestehen Risiken durch Kapitalmarktentwicklungen, da die zugrundeliegenden Pensionspläne den Kapitalerhalt garantieren bzw. Verzinsungen garantieren, die über den an den Finanzmärkten erzielbaren Zinssätzen liegen. Revision des Risikomanagementsystems Das interne Kontrollsystem wird regelmäßig durch die Accenture Internal Audit geprüft. E. Chancenbericht Der deutsche ITK-Markt ist weiterhin stark durch die Notwendigkeit zur Digitalisierung geprägt. Für den deutschen Accenture Konzern gilt es daher weiterhin, die Marktgegebenheiten erfolgreich für unsere Kunden umzusetzen. Mit unserer Strategie "In the New", die digitale-, cloud- und securitybezogene Dienstleistungen umfasst, sowie dem Zugriff auf die Accenture Global Delivery Center, Technology Labs und Solution Factories wird der deutsche Accenture Konzern 2020 und 2021 im erklärten Wachstumsmarkt der Unternehmenstransformationen wieder gute Chancen für ein zusätzliches Wachstum haben. Die Accenture-Gesellschaften sind für den großen Trend zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen und anderen Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung gut aufgestellt und unterziehen sich selbst einer entsprechenden Transformation. Für das Geschäftsjahr 2020/ 2021 kann mit einem weiteren moderaten Wachstum vor allem durch Transformationsprojekte im Bereich der Digitalisierung gerechnet werden, wobei die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von diesen Erwartungen abweichen können.
Kronberg im Taunus, den 14. Juni 2021 Accenture Management GmbH Frank Riemensperger Dr. Markus Hamprecht Marcus Huth Ildiko Kreisz Corinna Krezer Katharina Michaelis Jürgen Pinkl Christina Raab Karl Rathgeb Patrick Rowe |
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