Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 38377
Vorher
ALL-Service-GmbH
Eingetragen
18.6.2002
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und Erdgas
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere die Erbringung von technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Gebäudedienstleistungen (z. B. Unterhaltsreinigung) sowie die Durchführung von Bauprojektentwicklungen und Projektsteuerungen. Des Weiteren kann die Gesellschaft Dienstleistungen und Tätigkeiten eines Energieversorgungsunternehmens, Handel und Lieferung von elektrischer und wärmegebundener Energie an Letztverbraucher sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Leistungen erbringen. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Gesellschaft, die Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens im Trägerverbund der Stiftung der Cellitinnen zu fördern und zu unterstützen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dominik Schmidt
seit 16.1.2025
Prokura
Claudia Dues
seit 16.1.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stiftung der Cellitinnen
89.90%
Stiftung Hoffnungsweg
10.10%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KdA-Service GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.930,00 3.930,00 8 8
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 94.509,00 121
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.410,00 105.919,00 12 133
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.002.933,68 3.949
2. Sonstige Vermögensgegenstände 339.796,60 1.342.730,28 51 4.000
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.156.440,99 214
2.609.020,27 4.355

PASSIVSEITE

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 375.306,52 375
III. Gewinn-/Verlustvortrag - 66.260,34 0
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag + 94.711,33 428.757,51 - 66 334
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 8.516,00 9
2. Sonstige Rückstellungen 171.809,31 180.325,31 232 241
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 974.140,80 3.227
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 974.140,80 EUR (Vorjahr 3.227 TEUR)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.106,97 68
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.106,97 EUR (Vorjahr 68 TEUR)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.018.108,31 485
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.018.108,31 EUR (Vorjahr 485 TEUR)
- davon aus Steuern 0,00 EUR (Vorjahr 108 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 179.664,48 EUR (Vorjahr 4 TEUR) 1.996.356,08 3.780
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.581,37 0
2.609.020,27 4.355

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 17.804.698,03 15.572
2. Sonstige betriebliche Erträge 497.129,68 18.301.827,71 133 15.705
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 8.510.845,91 6.984
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 101.003,97 8.611.849,88 0 6.984
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.968.102,07 6.467
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.756.883,76 1.428
- davon für Altersversorgung 920.877,07 EUR (Vorjahr 837 TEUR) 8.724.985,83 7.895
+ 964.992,00 827
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 63.326,33 - 86
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 777.693,87 - 806
+ 123.971,80 - 65
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 134,14 0
+ 123.971,80 65
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.698,65 0
9. Ergebnis nach Steuern - 21.832,79 - 65
10. Sonstige Steuern 7.427,68 1
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 94.711,33 - 66

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Vorbemerkungen

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Gemäß den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages wurde der Jahresabschluss nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und den Vorschriften des GmbH- Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Köln und ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 38377 eingetragen.

Dabei wurde bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Geschäftstätigkeit ausgegangen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die amtlichen Afa-Tabellen angesetzt. Die entgeltlich erworbene EDV-Software wird über fünf Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen werden über fünf Jahre abgeschrieben. Selbstständig nutzungsfähige, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Wert von mehr als EUR 250,00 bis einschließlich EUR 800,00 netto ohne Umsatzsteuer werden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag bewertet.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Der Wertansatz für die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Die gesamte Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagennachweis, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Als gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 25.000,00 ausgewiesen.

Der im Vorjahr ausgewiesene Jahresfehlbetrag wurde aufgrund des Gesellschafterbeschlusses auf neue Rechnung vorgetragen.

Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub und Berufsgenossenschaftsbeiträge.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt für noch zu zahlende Lohnsteuer für Dezember 2023 sowie Verbindlichkeiten gegenüber den Mitarbeitern aus der Lohnabrechnung Dezember 2023.

Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der Leistungserbringung.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten sind nur Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich zusammen aus Erlösen aus Stromverkauf in Höhe von TEUR 3.537 sowie im Wesentlichen aus Erlösen aus der Erbringung von Reinigungsdienstleistungen in Höhe von TEUR 9.193, aus Erlösen aus Gasversorgung in Höhe von TEUR 4.953, der Erbringung von Hygieneleistungen in Höhe von TEUR 49 und sonstigen Umsatzerlösen von TEUR 73.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und die Erstattung von Energiekosten in Höhe von TEUR 330.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Verwaltungsdienstleistungen sowie für Rechts- und Beratungskosten, KFZ- Aufwendungen, Fort- und Weiterbildung und Instandhaltungsaufwendungen.

Die periodenfremden Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 183 Aufwendungen aus Energiekostenabrechnungen.

E. Sonstige Angaben

Die Anzahl der im Durchschnitt des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug 331,1.

Zum Geschäftsführer war bis zum 21. Dezember 2023 Herr Gunnar Schneider, Köln, bestellt. Zum 3. November 2023 wurde Herr Stefan Dombert zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer berufen.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 1,5 und entfällt auf Prüfungsleistungen.

F. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Ab dem 1. Januar 2024 wurde das Energiegeschäft übertragen. Die Auswirkungen dieser Übertragung auf Buchführung und Jahresabschluss sind noch unklar.

G. Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen einzustellen.

 

Köln, den 2. Mai 2024

Stefan Dombert, Geschäftsführer

Anlagennachweis für das Jahr 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten: Anfangsstand Zugang Abgang Endstand
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 31.118,50 0,00 0,00 31.118,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 713.958,62 23.750,84 0,00 737.709,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 120.675,72 8.592,08 0,00 129.267,80
834.634,34 32.342,92 0,00 866.977,26
865.752,84 32.342,92 0,00 898.095,76
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten: Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgang Endstand
A. Anlagevermögen EUR EUR EUR EUR
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 23.259,50 3.929,00 0,00 27.188,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 593.411,62 49.788,84 0,00 643.200,46
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.249,31 9.608,49 0,00 117.857,80
701.660,93 59.397,33 0,00 761.058,26
724.920,43 63.326,33 0,00 788.246,76
Restbuchwerte
Bilanzposten: Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen EUR EUR
II. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.930,00 7.859,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 94.509,00 120.547,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.410,00 12.426,41
105.919,00 132.973,41
109.849,00 140.832,41

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die KdA-Service GmbH, gegründet im Jahr 2002, hat ihren Firmensitz in Köln. Mit rund 331 Beschäftigten ist die KdA-Service GmbH als Service- und Dienstleistungsgesellschaft für die Einrichtungen der Stiftung der Cellitinnen tätig. Mit Vertrag vom 17.10.2023 hat die bisherige Alleineigentümerin, die Augustinerinnen Krankenhäuser gGmbH, Köln, alle Anteile an der Gesellschaft rückwirkend zum 1.1.2023 an die Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, verkauft. Die KdA-Service GmbH bietet ein breites Leistungsspektrum im Dienstleistungsbereich an. Hierzu zählen u.a. Reinigungsdienste, Versorgungs- und Entsorgungsdienste, Wirtschaftsdienste und Wahlleistungs- sowie Menüerfassungsdienste in Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen und medizinischen Versorgungszentren. Des Weiteren erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen und Tätigkeiten eines Energieversorgungsunternehmens, Handel und Lieferung von elektrischer und wärmegebundener Energie an Letztverbraucher sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Leistungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 1

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wurde im Jahr 2023 zum einen noch immer von den (nachlassenden) Handelsfriktionen und Lieferengpässen in Folge der Corona-Pandemie geprägt, im Wesentlichen aber durch die im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine entstandenen Energieengpässe und stark gestiegenen Energiekosten beeinflusst, wodurch sich die Weltwirtschaft nicht in dem erhofften Maße erholen konnte. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Sachverständigenrat") prognostiziert in seinem Anfang November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 2023/24 ein Sinken des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 um 0,4 % (Vj.: +1,9 %) bei einer Inflationsrate von 6,1 %. Für das Jahr 2024 rechnet der Sachverständigenrat mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von nur 0,7% sowie mit einer Inflationsrate von 2,6 %.

1 Quelle: Jahresgutachten 2023/2024, Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Im Jahr 2023 waren im Jahresdurchschnitt 45,9 Mio. Personen erwerbstätig. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 %-Punkte auf 5,7 %. Nach wie vor war in verschiedenen Segmenten der Fachkräftemangel spürbar. Inwieweit die Bemühungen der Bundesregierung zur Bewältigung des Fachkräftemangels durch bessere Qualifikation von inländischen Arbeitnehmern sowie der Gewinnung von ausländischen Fachkräften mittelfristig Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten. Der deutsche Staatshaushalt weist im Jahr 2023 ein Defizit in Höhe von - 2,0 % des Bruttoinlandsproduktes auf (Vj.: - 2,6 % des Bruttoinlandsproduktes).

2.1.2. Branchenmarkt Gesundheit

Die Perspektiven der Branche werden durch das Spannungsfeld zwischen einem wachsenden Bedarf für eine adäquate Versorgung einerseits und ungeklärten Finanzierungsfragen andererseits geprägt. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft (demografischer Wandel) wird es zum einen zu Veränderungen in den Behandlungsfeldern des Gesundheitsmarktes kommen, da ältere Menschen häufig unter anderen Krankheiten leiden als jüngere. Zum anderen wird sich die Finanzierungssituation verändern, da erstens mit zunehmendem Alter das Krankheitsrisiko und die Pflegebedürftigkeit steigen, zweitens geänderte Familienstrukturen (höherer Anteil berufstätiger Frauen, Rückgang des Zusammenlebens von mehreren Generationen unter einem Dach) die Notwendigkeit einer professionellen Pflege und Betreuung erhöhen und drittens immer weniger Beitragszahler in die sozialen Sicherungssysteme für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen müssen. Tendenziell führen diese Faktoren zu einem steigenden Leistungsdruck für die Leistungserbringer, der mittelfristig zu einem verstärkten Konzentrations- und Konsolidierungsdruck führen wird. Der Mangel an examiniertem Pflegepersonal und anderem Fachpersonal wird zukünftig einen der wesentlichen Wachstumsengpässe der Branche darstellen.

2.1.3. Dienstleistungen der Gebäudereinigung und weiterer Serviceleistungen sowie der Energieversorgung im Gesundheits- und Sozialwesen

Die KdA-Service gGmbH erbringt für Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens Gebäudereinigungs- und weitere Serviceleistungen, die u.a. zur Entlastung des knappen Pflegepersonals ausgelagert worden sind. Im Kerngeschäft der KdA-Service gGmbH, der Unterhaltsreinigung von Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, ist die sach- und fachgerechte Erbringung von Reinigungsleistungen seit der Corona-Pandemie verstärkt in den Fokus der Krankenhäuser und pflegerischen Einrichtungen gerückt. Die Häufigkeit der Anforderung von desinfizierenden Reinigungen in Unternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens ist deutlich angestiegen. Bis zum 31.12.2023 war die KdA-Service GmbH zudem als Strom- und Gasversorgerin für diverse Gesellschaften im Konzernverbund tätig. Zum 1.1.2024 wurde dieser Geschäftsbereich an die ebenfalls als Strom- und Gasversorgerin im Konzernverbund tätige Sankt Josef-Service Gesellschaft mbH Wuppertal abgegeben.

2.2. Geschäftsverlauf

2.2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren - Umsatz- und Leistungsentwicklung

Die Gesellschaft erwirtschaftet ein positives Ergebnis in Höhe von 95 T€ (Vorjahr - 66 T€). Damit wurde die im Vorjahr getroffene Prognose (76 T€) übertroffen. Die KdA-Service GmbH erbringt für die Verbundunternehmen des Gesundheits- und Sozialwesens Gebäudereinigungsdienstleistungen und weitere Servicedienstleistungen. Die KdA-Service GmbH ist zudem als Strom- und Gasversorger tätigt. Das Umsatzvolumen von 15.572 T€ (2022) ist um 14,34 % auf 17.804 T€ im Jahr 2023 gestiegen. Die Umsatzsteigerung beruht primär auf Preiserhöhungen zur Deckung der Personalkosten, die ab dem 1.10.2022 aufgrund des Tarifabschlusses gestiegen sind. Die Leistungsnachfrage in der Unterhaltsreinigung ist weiterhin konstant und wurde nachhaltig zu den bestehenden Kundenbeziehungen ausgebaut. Weitere Effekte auf den Anstieg des Jahresergebnisses resultieren aus den Sonderaufträgen wie Grund-, Zwischen- und Bauschlussreinigung sowie coronabedingte Sonderreinigungen.

Insgesamt ist der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 aus der Sicht der Geschäftsführung als zufriedenstellend einzuordnen.

2.2.2. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren - Personal- und Sozialwesen

In der KdA-Service GmbH findet der durch den Tarifausschuss beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales bundesweit für allgemeinverbindlich erklärte Rahmentarifvertrag des Gebäudereiniger-Handwerks flächendeckend für alle Beschäftigten Anwendung. Der Rahmentarifvertrag legt u.a. Arbeitszeiten, Lohngruppen sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge für die Beschäftigten fest und wird zwischen Vertretern der IG Bau und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks verabschiedet. Neben dem Rahmentarifvertrag wird der ebenfalls für allgemein verbindlich erklärte Lohntarifvertrag angewandt. Eine Tarifsteigerung erfolgte zuletzt zum 1.10.2022 (12,55 %). Der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn betrug im Jahr 2023 in der Lohngruppe 1 13,00 € je Stunde. Die nächste Tarifsteigerung erfolgt zum 1.1.2024.

Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist weiterhin hoch. Die Personalkosten stellten im Berichtsjahr mit einem Anteil von rund 93,68 % der Gesamtkosten im operativen Bereich der Unterhaltsreinigung (Abgrenzung der Erträge aus Strom- und Gasgeschäft) den größten Kostenblock dar.

Zum 21.12.2023 ist Herr Gunnar Schneider aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer wurde Herr Stefan Dombert zum 3.11.2023 berufen.

2.3. Lage der Gesellschaft

2.3.1. Ertragslage

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 Veränderung
Ergebnisquellen: T€ T€ T€ %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 117 -66 183 277,27
Finanzergebnis 0 0 0 0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 22 0 22
Jahresergebnis 95 -66 161 243,94
weitere betriebliche Leistungsindikatoren
Umsatzerlöse 17.804 15.572 2.232 14,34
Personalaufwand 8.725 7.895 830 10,52
Anteil des Personalaufwandes bezogen auf den Umsatz (abzgl. Erträge aus Strom und Gasgeschäft) 93,68% 90,71% 3,27

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist im Berichtszeitraum ein positives Jahresergebnis in Höhe von 95 T€ aus (Vj. - 66 T€). Die positive Abweichung zum Planergebnis (+ 19 T€) ist im Wesentlichen auf die höheren weiterberechneten Preise zur Deckung der Personalkosten zurückzuführen. Weitere Effekte sind aus dem Anstieg der Reinigungsleistungen sowie geringere Abschreibungen auf Sachanlagen zurückzuführen.

Der Anteil des Personalaufwands, bezogen auf den Umsatz abzgl. der Erträge aus dem Strom- und Gasgeschäft, liegt bei 93,68 % (Vj. 90,71 %) und ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund vermehrter krankheitsbedingter Lohnfortzahlungen und höherer Personalrückstellungen gestiegen.

2.3.2. Finanzlage

Die Finanzlage ist aufgrund des verbundinternen Kundenstamms stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen (überwiegend durch Einzugsverfahren).

2.3.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich um - 39,4 % auf 2.609 T€ verringert. Die Bilanzsumme hat sich aufgrund deutlich geringerer Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Die Eigenkapitalquote ist um 8,65 %-Punkte auf 16,4 % (Vj. 7,75 %) gestiegen. Der Anstieg der EK-Quote beruht neben der Erhöhung des Eigenkapitals auf der deutlich gesunkenen Bilanzsumme. Das Vermögen der Gesellschaft besteht zu 4,21 % aus langfristigen Anlagevermögen. Das kurzfristige Vermögen wird durch Geldmittel und Forderungen bestimmt. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft - bestehend aus Bank- und Kassenguthaben - betrug zum 31.12.2023 1.156 T€ (Vorjahr: 214 T€).

Geschäftsjahr 2023 Geschäftsjahr 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Anlagevermögen 110 141 -31 -21,9
Forderungen und s. Vermögenswerte 1.343 4.000 -2.609 -66
Kassenbestand / Guthaben
Kreditinstitute und sonstige Aktiva 1.156 214 942 440,2
Bilanzsumme 2.609 4.355 -1.698 -39,4
Passiva
langfristiges Kapital
Eigenkapital 428 334 94 28,1
kurzfristiges Kapital
Rückstellungen 181 241 -60 -24,9
Verbindlichkeiten 2.000 3.780 -1.732 -46,4
Bilanzsumme 2.609 4.355 -1.698 -39,4

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Das Energiegeschäft wechselt zum 1.1.2024 von der KdA-Service GmbH in die Sankt Josef-Service GmbH aus dem Cellitinnen-Verbund. Der Kundenstamm wird auch in 2024 stabil bleiben, weil er sich aus dem Cellitinnen-Verbund zusammensetzt. Der Wirtschaftsplan für die KdA-Service GmbH wurde demzufolge für 2024 ohne Berücksichtigung des Energiegeschäfts aufgestellt. Der Wirtschaftsplan berücksichtigt die Auswirkungen der globalen Anspannungen u.a. aus dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine nicht, da dieser in den Servicegesellschaften nur in Randbereichen Auswirkungen hat. Die Geschäftsführung erwartet ein positives Jahresergebnis in Höhe von 46 T€ (Vj: 76 T€) und sieht keine bestandsgefährdeten Risiken, die die Fortführung der Gesellschaft gefährden. In diesem Zusammenhang weisen wir auf die hohe Abhängigkeit zu den wirtschaftlichen Entwicklungen der konzernverbundenen Unternehmen hin.

3.2. Risikobericht

Die Preise am Markt unterliegen in der Reinigung einem sehr hohen Wettbewerb. Durch langjährige Vertragspartnerschaften und der Erfüllung eines hohen Qualitätsstandards im Gesundheitswesen ist das Marktpreisrisiko zukünftig weiterhin gering einzuschätzen. Gleichzeitig arbeitet die KdA-Service GmbH preisbewusst und transparent. Für das Jahr 2024 ist eine Anpassung der Tariflöhne vorgesehen, so dass die Personalkosten steigen werden. Die Weitergabe der Tarifsteigerung an die Kunden ist vertraglich vereinbart. Die wirtschaftliche Entwicklung der KdA-Serivce GmbH ist wesentlich abhängig von der wirtschaftlichen Situation der Verbundkrankenhäuser. Im dynamischen Umfeld des Gesundheitswesens hält der Kostendruck weiter an. Durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und der Weiterentwicklung bestehender Organisationsstrukturen, stellt sich die KdA-Service GmbH den Ansprüchen der Kunden nach einer kundenorientierten und wirtschaftlich effizienten Dienstleistung. Es gilt weitere Einsparungspotentiale sowohl auf Seite der KdA-Service GmbH als auch bei den Anforderungen der Kunden zu identifizieren.

Die Konkurrenz um qualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt des Niedriglohnsektors ist weiterhin sehr hoch. Eine leistungsgerechte und tarifliche Entlohnung sowie wertschätzende Arbeitsbedingungen sind uns sehr wichtig, um die branchenübliche Fluktuation zu reduzieren und Mitarbeiter langfristig an die KdA-Service GmbH zu binden. Das Liquiditätsrisiko wird als gering eingestuft, weil die KdA-Service GmbH über einen stabilen Kundenstamm verfügt, der regelmäßig seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommt.

3.3. Chancenbericht

Zukünftig wird die KdA-Service GmbH analog zu den Verbundkrankenhäusern in den Bereichen Personal, IT und Finanzen durch die jeweiligen Fachbereiche der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, unterstützt. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Fachbereichen werden eine Effizienzsteigerung der Arbeitsprozesse, schnellere Kommunikationswege, höhere Transparenz und Kosteneinsparungen prognostiziert. Es ist davon auszugehen, dass durch die Bündelung der Servicegesellschaften unter der Hospitalvereinigung der Cellitinnen GmbH, Köln, weitere Synergien geschaffen werden, welche die Prozesse verbessert. Zudem hat die Corona-Pandemie den Stellenwert von Reinigungsleistungen insbesondere in Gesundheitseinrichtungen zur Eindämmung von Infektionsgeschehen erhöht.

Ziel ist es, auch im Jahr 2024 die Rahmenkonditionen mit Lieferanten durch Bündelung der Einkaufsvolumina der Servicegesellschaften zu verbessern.

 

Köln, den 2. Mai 2024

KdA-Service GmbH Köln

Stefan Dombert, Geschäftsführer

Ergebnisverwendungsbeschluss

für die KdA-Service GmbH, Köln

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 03. Juli 2024 festgestellt.

Gewinnverwendungsbeschluss vom 03. Juli 2024

Der ausgewiesene Jahresüberschuss ist in Höhe von 94.711,33 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KdA-Service GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KdA-Service GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KdA-Service GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 27. Juni 2024

Solidaris Revisions-GmbH
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Stefan Szük, Wirtschaftsprüfer

Marcus Gail, Wirtschaftsprüfer

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