DLG Portfolio Eins GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Koenraad Willy Van Imschoot seit 2.2.2024 | Geschäftsführer |
Lars Erik Mikael Corneliusson seit 2.2.2024 | Geschäftsführer |
Friedhelm Heinrich seit 11.11.2003 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ferronordic Auto GmbHDessau-RoßlauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Unternehmens Die Ferronordic Auto GmbH betrieb an den Standorten Dessau-Roßlau und Barleben zwei Autohäuser und vertrat die Marken Volvo-Cars, Volvo-Trucks und Renault-Trucks. Im Rahmen des Geschäftsmodells vertrieben wir Neu- und Gebrauchtwagen, Kraftfahrzeugteile und -zubehör und boten Servicedienstleistungen im Bereich Reparatur und After-Sales-Service an. Daneben waren wir im Bereich Fahrzeugbau in der Lage, fast jeden Kundenwunsch in die Tat umzusetzen. Nachdem das Unternehmen in die Ferronordic-Gruppe aufgenommen wurde, erfolgte in 2020 eine Neugliederung der operativen Geschäfte durch den Konzern. Das LKW-Geschäft (Neuwagenverkauf und Aftermarket) wurde zum 1. Juli 2020 an die Muttergesellschaft Ferronordic GmbH, Berlin, übertragen. Das Gebrauchtwagengeschäft mit LKW wurde im Jahr 2021 ausgebaut und das verbliebene Autogeschäft wurde im Dezember 2021 eingestellt, da die Ferronordic Auto GmbH zum nächstmöglichen Termin auf die Ferronordic Rental GmbH verschmolzen werden soll. Der noch verbliebene Handel mit Lkw-Gebrauchtfahrzeugen wurde schließlich im berichteten Geschäftsjahr an verbundene Unternehmen übertragen. Aufgrund der Neugliederung der operativen Geschäfte und der Unternehmensgruppenstruktur sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 nur eingeschränkt mit den Zahlen des Vorjahres vergleichbar. Die Ferronordic Auto GmbH hat das Handelsgeschäft der Ferronordic Charter GmbH & Co. KG im Wege der Anwachsung zum 1. Januar 2023 übernommen. Unsere Tochtergesellschaft Ferronordic Charter GmbH & Co. KG, Dessau-Roßlau, bietet individuell zugeschnittene Vermietungen für Kurzzeit- und Langzeitmiete von Nutzfahrzeugen, gleich ob Verteiler-LKW mit Kofferaufbau und Ladebordwand oder Sattelzüge, für internationale Transporte an. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt 2022 preisbereinigt um 1,9 % höher als im Vergleich zum Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Weiter führt das Statistische Bundesamt aus, dass die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen auch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie zu bewältigen hatte. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen stellt das Bundesamt fest, dass sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten konnte und im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, ein um 0,7 % höheres BIP 2022 erwirtschaftete. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023). 2. Darstellung zum Geschäftsverlauf Wirtschaftliches Umfeld Wie das Kraftfahrt-Bundesamt mitteilt, wurden 2022 insgesamt 2,65 Millionen Neuwagen zugelassen. Das sind 1,1 % mehr als im Jahr 2021. Mit einem Anteil von 32,6 % waren benzinbetriebene Pkw (863.445/-11,2 %) die am häufigsten gewählte Antriebsart, allerdings mit einem Rückgang um 4,5 % (Vorjahresniveau 37,1 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (472.274/-9,9 %) wies in der Jahresbilanz 17,8 Prozent (Vorjahr: 20,0 %) aus. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2022 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. 827.321 hybridangetriebene Pkw (+9,6 %) erreichten einen Anteil von 31,2 %, darunter bildeten 362.093 Plug-in-Hybride (+11,3 %) einen Anteil von 13,7 %. 470.559 Elektro-Pkw ("Battery Electric Vehicles (BEV)") wiesen mit einem Anteil von 17,7 % eine Steigerung von +32,2 % auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (15.006/+48,3 %) waren mit einem Anteil von 0,6 % und erdgasangetriebene Pkw (1.846/-52,9 %) mit 0,1 % im Jahr 2022 vertreten. Auf dem Nutzfahrzeugmarkt lagen ausschließlich die Sattelzugmaschinen (+9,8 %) über dem Vorjahresniveau. Die Kraftomnibusse (-24,6 %), Lastkraftwagen (Lkw) (-13,5 %), Zugmaschinen insgesamt (-5,1 %) und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) (-3,0 %) schlossen die Jahresbilanz mit einem Minus ab. Insgesamt wurden 365.232 Nutzfahrzeuge neu zugelassen, darunter 20.606 BEV und 232 Plug-in-Hybride. Der Anteil der BEV und Plug-in-Hybride bei den Nutzfahrzeugen betrug damit 5,7 %. Im Jahr 2022 wurden 6,6 Mio. (-14,7 %) Kfz und 0,42 Mio. (-3,6 %) Kfz-Anhänger umgeschrieben. Es wechselten 5,64 Mio. Pkw den Halter bzw. die Halterin im Laufe des Jahrs 2022. (Quelle: Pressemitteilung Nr. 01/2023 des Kraftfahrt-Bundesamt vom 4. Januar 2023). Die Neuzulassungen von Personenkraftwagen der Marke Volvo in Deutschland sanken im Berichtsjahr um 16,1 % auf 36.605 Einheiten. (Quelle: https://www.volvocars-haendler.de/svenscar/baierbrunn/unser-autohaus/unsere-news-events/newsroom /volvo-wachst-mehr) Umsatzentwicklung Im Jahr 2022 sind die Umsätze um TEUR 4.929 zurückgegangen. Die Umsatzveränderung ist strukturell bedingt, da der Handel mit Lkw-Neufahrzeugen und Aftermarket (Teilehandel sowie Werkstattleistung) im Jahr 2020 in verbundene Unternehmen verlagert und das Pkw-Geschäft mit Fahrzeugen im Jahr 2021 eingestellt wurde. Gleichermaßen wurde der noch verbliebene Handel mit Lkw-Gebrauchtfahrzeugen im berichteten Geschäftsjahr an verbundene Unternehmen mit dem Effekt übertragen, dass die inländischen Umsätze für Lkw-Gebrauchtfahrzeuge zu 83,2 % im Unternehmensverbund stattfanden (57,5 % der Gesamtleistung), während der regelbesteuerte Umsatz mit Gebrauchtfahrzeugen um 69,6 % auf TEUR 1.266 und der innergemeinschaftliche Handel im SEPA-Raum um 63,1 % auf TEUR 2.944 zurückgingen. Durch die Aufgabe des verbliebenen Lkw-Gebrauchtwagengeschäfts sowie dem Abverkauf des Lagerbestands im Zuge der Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit, sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 nur eingeschränkt mit den Zahlen des Vorjahres vergleichbar. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine Investitionen getätigt. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Der Bestand an Volvo-Fahrzeugen wird kurzfristig über Zwischenfinanzierungsdarlehen der Santander Consumer Bank AG sowie der Volvo Car Financial Services GmbH finanziert. Der Darlehensbestand gegenüber der Santander Consumer Bank AG zum Jahresende beträgt TEUR 34 (i. Vj. TEUR 284) und gegenüber der Volvo Car Financial Services GmbH TEUR 206 (i. Vj. TEUR 233). Darüber hinaus besteht ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 1 Mio. aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Geschäftsergebnis Wir verweisen hier auf die Ausführungen zu 3.a) Ertragslage. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft sank, nach einer Steigerung im Vorjahr um 44,0 %, bedingt durch die Abgabe des noch verbliebenen operativen Geschäftes mit Lkw-Gebrauchtfahrzeugen an verbundene Unternehmen zum April, im Geschäftsjahr 2022 um 31,0 % auf TEUR 10.965. Die Gesamtleistung einschließlich der sonstigen betrieblichen Erträge des Jahres 2022 sank um TEUR 5.239 auf TEUR 11.032. Der Materialaufwand reduzierte sich um TEUR 3.946 auf TEUR 9.852. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Umsatzerlöse liegt bei 90,0 % und damit um 3,2 % höher als im Vorjahr (86,8 %). Das Personal wurde vollständig im Vorjahr abgebaut, daher sind keine Personalkosten angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 723 auf TEUR 327 gesunken. Der Rückgang erstreckt sich über alle Bereiche der betrieblichen Aufwendungen, resultierend aus der Aufgabe der noch verbliebenen operativen Geschäftstätigkeit. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 302 um TEUR 122 gesunken. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus der Zurechnung des im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 132 niedrigere Ergebnis der Ferronordic Charter GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von TEUR 1.021 (2021: TEUR 1.204). Die geringeren Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 238 (i. Vj. TEUR 386) sind vor allem auf das gesunkene Ergebnis vor Steuern zurückzuführen. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft beträgt TEUR 784 und hat sich gegenüber dem Ergebnis des Vorjahres (TEUR 793) um TEUR 9 leicht verschlechtert. Das bei geringerem Umsatz nur leicht gesunkene Jahresergebnis in 2022 resultiert im Wesentlichen aus dem überproportionalem Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, resultierend aus der Aufgabe der noch verbliebenen operativen Geschäftstätigkeit. b) Finanzlage Der Cashflow, definiert als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen, beträgt TEUR 919 gegenüber TEUR 993 im Vorjahr. Die Kapitalflussrechnung ist geprägt durch einen Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.865 (ohne Zins- und Beteiligungsergebnis) und dem Zufluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 444 (inkl. Zins- und Beteiligungsergebnis). Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - im Wesentlichen bestimmt durch die Rückführung der Finanzierung über Zwischenfinanzierungsdarlehen der Santander Consumer Bank AG sowie der Volvo Cars Financial Services GmbH - beträgt TEUR 302. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode weist bei einem Gesamtmittelabfluss von TEUR 1.723 einen Bestand von TEUR 85 gegenüber TEUR 1.808 im Vorjahr aus. Das Working Capital (kurzfristiges Vermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital) beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 4.801 (Vorjahr: TEUR 3.951). Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus den höheren Forderungen im Verbundbereich. Die Gesellschaft war im Jahr 2022 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, die Liquidität war jederzeit gesichert. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen hat sich von TEUR 603 im Vorjahr durch Abschreibungen und Abgänge um TEUR 252 auf TEUR 351 verringert. Das Vorratsvermögen wurde aufgrund der Aufgabe der operativen Geschäftstätigkeit vollständig abgebaut (Vorjahresbestand TEUR 1.159). Im Übrigen nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um TEUR 709 gegenüber dem Vorjahr ab, was im Wesentlichen auf die Aufgabe des verbliebenen Lkw-Gebrauchtwagengeschäfts zum April 2022 zurückzuführen ist. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 9.781 auf TEUR 13.515 gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen infolge von unternehmensinternen Verkäufen in Höhe von TEUR 6.457 sowie dem Cashpooling (TEUR 3.277) zurückzuführen. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt TEUR 85 gegenüber TEUR 1.808 im Vorjahr. Zur Veränderung des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die Ausführungen unter Punkt 3 b) Finanzlage. Das Eigenkapital beträgt TEUR 4.344 gegenüber TEUR 3.560 im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verringert sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen aufgrund des höheren Fremdkapitals auf 30,8 % gegenüber 43,7 % im Vorjahr. Die Kapitalrücklage entspricht mit TEUR 670 dem Wert des Vorjahres. Die Steuerrückstellungen haben sich ergebnisbedingt um TEUR 194 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 77 auf TEUR 236 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Zusammenhang mit dem geringeren Finanzierungsbedarf aufgrund der Bestandsverkäufe in Verbindung mit den Annuitäten um TEUR 277 auf TEUR 1.240 verringert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um TEUR 398 verringert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich insgesamt um TEUR 5.847 auf TEUR 7.643 erhöht. Die Gründe hierfür resultieren neben den Umsatzsteuerverbindlichkeiten nach Abzug geleisteter Zahlungen in Höhe von TEUR 736 gegenüber dem Steuerschuldner der Ferronordic GmbH aus der umsatzsteuerlichen Organschaft für das Jahr 2022, überwiegend aus Verbindlichkeiten für Cashpooling gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.648 sowie eine Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.050 auf TEUR 5.260. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich insgesamt um TEUR 96 auf TEUR 120 verringert. Die Bilanzsumme ist von TEUR 8.149 im Vorjahr auf TEUR 14.127 gestiegen. d) Gesamtbeurteilung In Anbetracht der Corona-Pandemie und deren negativen Auswirkungen sowie den Auswirkungen des seit Februar 2022 begonnenen Krieges Russlands gegen die Ukraine sind der Geschäftsverlauf und das erreichte Geschäftsergebnis als zufriedenstellend zu würdigen. e) Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den Prognosen im Vorjahr Die Werte 2021 als prognostizierten Budgetwerte für das Jahr 2022 zugrunde gelegt, konnten für die Umsatzerlöse und das EBIT nicht erreicht werden. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir Umsatzerlöse in Höhe von EUR 11 Mio. sowie ein EBIT in Höhe von EUR 1 Mio. erzielt. Im Jahr 2021 war ein Umsatz in Höhe von EUR 15,9 Mio. und ein EBIT von EUR 1,2 Mio. erzielt worden. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 784 erreicht. Dieses lag mit TEUR 9 unter dem Ergebnis von 2021 (TEUR 793). 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur internen Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz und EBIT herangezogen. III. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung 1. Risikobericht Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist außerordentlichen Belastungen ausgesetzt. Mit Corona-Pandemie, der fortschreitenden Umweltkatastrophen, den Kriegen und den sich ausweitenden geopolitischen Konflikten hat sich das Jahr 2022 in eine Phase vielfältiger Krisen entwickelt. Aufgrund des seit Februar 2022 andauernden Ukraine Konflikts, den Energiepreiserhöhungen, den immer noch bestehenden Lieferengpässen, wurde die durch die Corona-Krise eingeleitete Rückkehr der Inflation enorm beschleunigt und damit einhergehenden steigenden Zinsen, die Rahmenbedingungen für Finanzierungen erheblich beeinträchtigt. Trotz der Lockerungen der Maßnahmen gegen das immer noch in Wellen sich ausbreitenden Corona Virus dauert die Corona Krise an. Infolge dieser multiplen Krisen stehen nach wie vor sämtliche Volkswirtschaften dieser Welt vor unsicheren Zeiten. Die Automobilbranche steht hier vor einer besonderen Herausforderung. Zum einen ist die Absatzseite durch möglicherweise bevorstehende Firmen- und Privatinsolvenzen betroffen, zum anderen rückt das Thema Fachkräftemangel immer mehr in den Vordergrund. Unter dem Eindruck explodierender Energiepreise wurde allgemein eine schwere Rezession erwartet, doch die deutsche Wirtschaft zeigte sich erstaunlich robust und erreichte 2022 ein Wachstum von 1,9 %. Insgesamt gehen wir für 2023 davon aus, dass die Weltwirtschaft mit einer verringerten Dynamik wachsen wird. Dieses Risiko mit negativen Auswirkungen auf die Umsatzerlöse, Liquidität und EBIT schätzen wir als mittleres Risiko ein. Neben den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist die Gesellschaft vor allem von der Geschäfts- und Modellpolitik des Herstellers abhängig. Das Risiko wird derzeit als mittel eingestuft. Ein mittleres Risiko stellen die möglichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges auch auf die künftige Geschäftstätigkeit innerhalb der neuen Struktur dar. Insbesondere Störungen in den Lieferketten könnten auch weiterhin bei den Herstellern zu Produktionsunterbrechungen und damit Verzögerungen bei Fahrzeugfertigstellungen führen, auch wenn alle Hersteller an Alternativen Lieferwegen arbeiten. Dies könnte sich entsprechend auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung auswirken. Eine weitere mögliche Unsicherheit im zu erwartenden Geschäftsverlauf könnte eine Verschärfung der Entwicklung der anhaltend hohen Treibstoffkosten sein. Das Risiko einer Verschärfung wird derzeit als gering eingestuft. Aufgrund der nach wie vor stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation und der Integration in den Ferronordic-Konzern sind Liquiditätsrisiken ausweislich der Unternehmensplanung für die nächsten zwölf Monate nach Bilanzstichtag nicht erkennbar. 2. Chancenbericht Die Übernahme des Unternehmens durch die Ferronordic-Gruppe verbunden mit der Optimierung des operativen Geschäftes in allen verbundenen Unternehmen wird die Synergieeffekte verstärken. Die gesamte auch noch in den Jahren 2023 und 2024 fortzuführende Neustrukturierung des Unternehmensverbundes dient dazu die unterschiedlichen Geschäftsbereiche zu gliedern und Kostenoptimierungen im Bereich Administration, Management und Buchhaltung zu erreichen. Die größeren finanziellen Mittel der Ferronordic-Gruppe werden die notwendigen Investitionen in Gebäude und Anlagen ermöglichen, um den technologischen Wandel im Produkt-, Verkaufs- und Servicebereich operationalisiert umzusetzen. Wir sind überzeugt, aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen in der Ferronordic Gruppe Deutschland mit den geplanten Verschmelzungen und Neugliederungen die entstehenden Synergieeffekte besser nutzen zu können. Darüber hinaus nimmt aufgrund des sanktionsbedingten Verkaufs des Russlandgeschäfts auf Konzernebene das Deutschlandgeschäft einen wesentlichen Stellenwert innerhalb des Konzerns ein. 3. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Die Gesamtsituation der Chancen und Risiken setzt sich aus den oben genannten Einzelaspekten zusammen. Auf Grundlage der uns heute bekannten Informationen verfügt das Unternehmen über eine positive wirtschaftliche Zukunftsprognose. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam im aktuell überschaubaren Zeitraum den Fortbestand der Gesellschaft gefährden. V. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft und Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich leicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im April 2023 auf 93,6 Punkte gestiegen, nach 93,2 Punkten im März 2023. Dies war auf die verbesserten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Ihr aktuelle Lage beurteilten sie hingegen etwas schlechter. Die Sorgen der deutschen Unternehmen lassen nach, aber der Konjunktur fehlt es an Dynamik. Im Handel ist der Index leicht gefallen. Die Händler zeigten sich etwas weniger zufrieden mit der aktuellen Lage. Dafür nahm der Pessimismus bei den Erwartungen weiter ab. Aufgrund schwacher Absatzentwicklung halten sich viele Einzelhändler bei der Bestellung von Waren weiterhin zurück. Im Dienstleistungssektor endete die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas der letzten Monate. Die Dienstleister bewerteten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Zudem nahm der Pessimismus mit Blick auf die kommenden Monate erstmals wieder zu. (Quelle: Ergebnisse der ifo Konjunkturumfrage im April 2023) Im Jahresverlauf 2023 hat sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft allerdings wieder eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember 2023 auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November 2023. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. Im Handel hat das Geschäftsklima einen Rückschlag erlitten. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage merklich schlechter. Auch ihre Erwartungen trübten sich ein. Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel verlief enttäuschend. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert. Die Dienstleister zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem berichteten sie von weniger Skepsis bei den Aussichten für das kommende Halbjahr. In der Gastronomie hat sich die Geschäftslage verbessert. Die Erwartungen sind jedoch abgestürzt. (Quelle: Ergebnisse der ifo Konjunkturumfrage im Dezember 2023) Die Ferronordic Auto GmbH hat das Handelsgeschäft der Tochtergesellschaft Ferronordic Charter GmbH & Co. KG mit wirtschaftlicher Wirkung im Wege der Anwachsung zum 1. Januar 2023 übernommen. Darüber hinaus soll die Gesellschaft schnellstmöglich auf eine andere Konzerngesellschaft verschmolzen werden, was inzwischen für 2024 vorgesehen ist.
Dessau-Roßlau, den 27. Februar 2024 gez. Lars Erik Mikael Corneliusson, Geschäftsführer gez. Koenraad Willy van Imschoot, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angabe und Begründung der gegenüber dem Vorjahr abweichenden Form der Darstellung Die Form des Jahresabschlusses sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 Abs. 2 HGB sowie die Anwendung des Gesamtkostenverfahrens nach § 275 Abs. 1 HGB wurde beibehalten. Ab Mai 2022 wurde das Geschäft mit gebrauchten LKW in der neuen Gesellschaft Ferronordic Used Trucks GmbH fortgeführt und die Bestände der Ferronordic Auto GmbH abgebaut. Durch die Aufgabe des verbliebenen LKW-Gebrauchtwagengeschäfts sowie dem Abverkauf des Lagerbestands im Zuge der Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit, sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2022 nur eingeschränkt mit den Zahlen des Vorjahres vergleichbar. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Gebraucht- und Neufahrzeugen wurde im Einzelfall die Bewertung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Forderungen und sonstige Vermögengegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nominalwert bzw. zum am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern erforderlich wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die aufwandsmäßig einer bestimmten Zeit nach dem Bilanzstichtag zuzuordnen sind. Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken, drohende Verluste und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 sind in dem beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Gesellschaft hält Beteiligungen an folgenden Unternehmen: Ferronordic Charter GmbH & Co. KG (vormals Auto Haas Charter GmbH & Co. KG); Sitz: Dessau-Roßlau Höhe des Anteils am Kapital: 100% Eigenkapital vor Ergebnis des Geschäftsjahres: TEUR 75 Ergebnis des Geschäftsjahres 2022: TEUR 301 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Bei dem Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind die Wertberichtigungen in Abzug gebracht. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.515 (Vorjahr: TEUR 3.735) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.223 (Vorjahr: TEUR 1.116) enthalten. Die übrigen Forderungen in Höhe von TEUR 6.292 (Vorjahr: TEUR 2.619) beinhalten im Wesentlichen die Forderungen aus der Beteiligung an der verbundenen Personengesellschaft (Gewinn und Zinsansprüche) in Höhe von TEUR 2.634 (Vorjahr: TEUR 2.307) sowie aus Cash Pooling in Höhe von TEUR 3.577 (Vorjahr: TEUR 300) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 12). Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 204.516,75. Das gezeichnete Kapital ist im Handelsregister mit DEM 400.000,00 eingetragen. Kapitalrücklage Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 30. November 2006 wurden die Sonderrücklagen nach § 27 Abs. 2 DMBilG in voller Höhe in die Kapitalrücklage eingestellt. Weiterhin wurde nach demselben Beschluss ein Betrag in Höhe von EUR 5.829,10 aus dem Gewinnvortrag in die Kapitalrücklage eingestellt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 313) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückkaufverpflichtungen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 103), Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) sowie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 108). Im Übrigen sind Rückstellungen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen enthalten. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 284). Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.260 (Vorjahr: TEUR 1.210) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.383 (Vorjahr: TEUR 587). Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Es besteht eine Bankbürgschaft in Höhe von TEUR 1.500 bei der Volksbank Wittenberg eG zugunsten der Ferronordic Charter GmbH & Co. KG. Aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ferronordic Charter GmbH & Co. KG schätzen wir das Risiko der Inanspruchnahme sehr gering ein. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 284, Erträge aus Mietverhältnissen). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 165) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind konzerninterne Aufwendungen für weiter berechnete Personalkosten in Höhe von TEUR 141 (Vorjahr: TEUR 340) enthalten. 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB, die nicht in der Bilanz erscheinen, beträgt TEUR 542 und resultiert aus bestehenden Mietverhältnissen. Davon sind TEUR 271 innerhalb eines Jahres und TEUR 271 innerhalb von 2 bis 5 Jahren fällig. Des Weiteren bestehen Rückkaufsverpflichtungen aus vermittelten Leasingverträgen in einer Gesamthöhe von TEUR 1.277. Die Fahrzeugrückkäufe verteilen sich bis zum Jahr 2024. Mögliche Risiken aus den Verpflichtungen aus Leasingrückläufern sind in Form einer Rückstellung mit TEUR 55 pauschal berücksichtigt worden. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Geschäftsführer Die Geschäfte des Unternehmens werden bzw. wurden durch folgende Personen geführt: • Herr Sven Henrik Carlborg, Helsinki/ Finnland, Kaufmann (vom 19. Dezember 2019 bis 24. Januar 2024) • Herr Martin Konrad Bauknecht, Ravenburg, Kaufmann (vom 3. Februar 2021 bis 15. Juni 2023) • Herr Yunus Ates, Rodgau, Kaufmann (vom 15. Juni 2023 bis 25. Januar 2024, Eintragung im Handelsregister ausstehend) • Herr Lars Erik Mikael Corneliusson, Dubai/ Vereinigte Arabische Emirate, Kaufmann (ab 24. Januar 2024) • Herr Koenraad Willy Van Imschoot, Berlin, Kaufmann (ab 24. Januar 2024) Die Geschäftsführer sind ohne spezifischen Tätigkeitsbereich jeweils für alle typischen Aufgaben eines Geschäftsführers zuständig. Die Angabe eines tatsächlichen ausgeübten Berufs innerhalb der Ferronordic Auto GmbH gem. § 285 Nr. 10 HGB ist insoweit nicht möglich. Vergütungen der Geschäftsführer Mangels bestehender Anstellungsverhältnisse der Geschäftsführer wurden keine entsprechenden Vergütungen geleistet. Konzernzugehörigkeit Die Ferronordic Holding GmbH, Berlin, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis in Deutschland auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Die Veröffentlichung erfolgt im Bundesanzeiger. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ferronordic AB, Stockholm, Schweden, einbezogen. Dieser Konzernabschluss umfasst den größten Kreis der einbezogenen Unternehmen. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite www.ferronordic.com veröffentlicht. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 784 auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Nachtragsbericht Die in 2022 begonnene und in 2023 fortgesetzte Zinswende der Europäischen Zentralbank und die daraus resultierenden höheren Finanzierungskosten wirken sich dämpfend auf die Nachfrage aus. Aufgrund des sanktionsbedingten Verkaufs des Russlandgeschäfts auf Konzernebene nimmt das Deutschlandgeschäft einen wesentlichen Stellenwert innerhalb des Konzerns ein (88 % des Gesamtumsatzes im ersten Quartal 2023 lt. Pressemitteilung vom 11. Mai 2023). Konzerninterne Finanzierungen über die Muttergesellschaft können aufgrund des Wegfalls des Cashflow-starken Russlandgeschäfts erschwert sein, solange weiterhin aus dem verbleibenden Geschäft negative operative Cashflows realisiert und insoweit flüssige Mittel aufgezehrt werden (vgl. Quartalsbericht 1/2023). Die Ferronordic Auto GmbH hat das Handelsgeschäft der Tochtergesellschaft Ferronordic Charter GmbH & Co. KG mit wirtschaftlicher Wirkung im Wege der Anwachsung zum 1. Januar 2023 übernommen. Unterschrift der Geschäftsführung
Dessau-Roßlau, den 27. Februar 2024 gez. Lars Erik Mikael Corneliusson, Geschäftsführer gez. Koenraad Willy Van Imschoot, Geschäftsführer AnlagespiegelANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022Ferronordic Auto GmbH, Berlin
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.02.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Ferronordic Auto GmbH, Dessau-Roßlau Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ferronordic Auto GmbH, Dessau-Roßlau - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ferronordic Auto GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 27. Februar 2024 Constantin
GmbH
gez. Seifert, Wirtschaftsprüfer gez. Heitger-Schmidt, Wirtschaftsprüferin |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
19 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Vermietung von Schienenfahrzeugen
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Güterbeförderung im Schienenverkehr
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Vermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels Carsharing
Güterbeförderung im Schienenverkehr
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen