Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 146028
Eingetragen
7.1.2003
Branche
Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Verkauf, Vertrieb und Leasing von Computer Hard- und Software, Factoring sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Uwe Peter
seit 27.9.2019
Prokura
Prokura
Guido Gregor Kessler
seit 17.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cisco Systems Capital GmbH

Garching b.München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2023 bis zum 31.07.2024

Jahresbilanz zum 31. Juli 2024

Cisco Systems Capital GmbH, Garching

AKTIVA

31.7.2024 31.7.2023
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
täglich fällig 7.421.879,14 6.330.124,65
2. Forderungen an Kunden 147.715.192,98 166.469.512,72 (18.754.319,74)
davon gegen verbunden Unternehmen: EUR 6.760.362,81 (Vorjahr: EUR 6.135.261,39)
3. Leasingvermögen 104.285.888,43 101.463.102,29 2.822.786,14
4. Sonstige Vermögensgegenstände 4.134.917,44 2.492.469,74
5. Rechnungsabgrenzungsposten 8.312.011,24 6.046.838,86
271.869.889,23 282.802.048,26

PASSIVA

31.7.2024 31.7.2023
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 249.479.440,46 256.853.483,32
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 245.034.950,39 (Vorjahr: EUR 247.526.356,75)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 82.794,20 90.396,77
3. Rechnungsabgrenzungsposten 4.647.533,39 5.215.464,96
4. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.987.946,00 1.735.093,00
b) Steuerrückstellungen 318.638,00 277.848,00
b) andere Rückstellungen 1.788.405,61 3.939.307,09
4.094.989,61 5.952.248,09
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
b) Kapitalrücklage 20.000.000,00 20.000.000,00
c) Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 253.673,31 253.673,31
d) Bilanzverlust -6.713.541,74 -5.588.218,19
13.565.131,57 14.690.455,12
271.869.889,23 282.802.048,26
Andere Verpflichtungen
Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.08.2023 bis 31.07.2024

Cisco Systems Capital GmbH, Garching

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Leasingerträge 46.880.708,16 38.359.178,45
2. Leasingaufwendungen
a) für verkaufte Leasingobjekte 399.974,46 234.926,73
b) für Wartungs- und Serviceverträge 2.589.477,78 2.405.761,88
c) sonstige Leasingaufwendungen 0,00 0,00
2.989.452,24 2.640.688,61
3. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 5.933.171,88 4.075.954,19
4. Zinsaufwendungen 3.025.662,07 7.861.586,46
5. Sonstige betriebliche Erträge 5.368.699,97 5.515.493,04
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 2.535.929,85 2.254.175,90
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 340.978,59 362.618,34
- davon: für Altersversorgung EUR 167.325,58 (Vorjahr EUR 145.408,64) 2.876.908,44 2.616.794,24
b) andere Verwaltungsaufwendungen 10.176.294,66 891.408,50
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 36.652.680,48 32.034.554,34
36.652.680,48 32.034.554,34
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.203.509,98 4.052.714,71
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf bestimmte Forderungen sowie Zuführung zu Rückstellungen im Leasinggeschäft 0,00 919.825,23
10. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft 337.219,33 0,00
11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -404.708,53 -3.066.946,41
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 720.615,02 585.070,40
13. Jahresfehlbetrag -1.125.323,55 -3.652.016,81
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.588.218,19 -1.936.201,38
15. Bilanzverlust -6.713.541,74 -5.588.218,19

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. August 2023 bis 31. Juli 2024

Allgemeine Hinweise

Die Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München, wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12. Dezember 2002 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf, der Vertrieb und Leasing von Computer Hardware und Software, das Factoring sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 146028 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 340 ff. HGB unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Jahresbilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den vorgeschriebenen Formblättern (Formblatt 1- Jahresbilanz und Formblatt 3 - GuV (Staffelform)) gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie einzelne davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Mit der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, besteht eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Bezüglich der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr nur eingeschränkt. Zu den Details siehe bei den betreffenden Posten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden werden, soweit sie nicht Forderungen aus Mietkaufverträgen, Finanzierungsleasingverträgen und Factoring betreffen, zum Nennwert angesetzt, soweit die Restlaufzeit weniger als ein Jahr beträgt oder die Forderung verzinslich ist. Bei den Finanzierungsleasingverträgen handelt es sich um solche, bei denen der Leasinggegenstand beim Leasingnehmer zu bilanzieren ist.

Die Forderungen aus Mietkaufverträgen und Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasingnehmer zuzurechnen ist, werden zu Vertragsbeginn in Höhe der Summen der nominalen Raten (Bruttoforderung) abzüglich der zukünftigen Zinsmargen aktiviert (Barwert). Die Zinsmarge berechnet sich als Differenz aus den Bruttoforderungen und den Anschaffungskosten des überlassenen Objektes. Die Zinsmarge wird nach der finanzmathematischen Methode aufgelöst und über die Vertragslaufzeit ertragswirksam vereinnahmt. Forderungen aus dem Forderungsankauf (Factoring) werden zum Barwert der künftigen Zahlungen angesetzt.

Einzelrisiken werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Für alle zukünftig fälligen Forderungen aus Raten wird auf Grundlage eines internen Kredit-Ratings der einzelnen Kunden eine Wertberichtigung aufgrund von Bonitätsrisiken gebildet. Hierbei werden den einzelnen Verträgen kundenspezifische Kreditratings in einer Skala von 1-10 zugeordnet. Der spezifische Gesamtausfallfaktor wird auf Vertrags-/ Forderungsebene durch Anwendung einer Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. Die Bestimmung des Ausfallsatzes basiert auf der verbleibenden Restlaufzeit des zugrundeliegenden Vertrages und der Kundenrisikobewertung. Die zum Stichtag ausstehende Forderung wird mit dem so ermittelten Prozentsatz zum Bilanzstichtag durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung abgewertet.

Das Leasingvermögen wird mit den Anschaffungskosten inklusive aktivierungsfähiger Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Das Leasingvermögen wird planmäßig nach der linearen Methode entsprechend der Vertragsdauer auf den kalkulatorischen Restwert zum Ende der Vertragsdauer abgeschrieben. In der Regel beläuft sich die Vertragslaufzeit und damit die Nutzungsdauer auf 36 bis 60 Monate. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind bereits erworbene Gegenstände für noch nicht begonnene Finanzierungsleasingverträge und Mietkaufverträge, Steuerforderungen sowie linearisierte Leasingraten enthalten, die unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt werden. Zum Zwecke einer periodengerechten Vereinnahmung werden nichtlineare Leasingraten linearisiert und den tatsächlich vereinnahmten Raten gegenübergestellt. Sofern die Leasingraten niedriger sind als die linearisierten Raten, wird der Unterschiedsbetrag als sonstiger Vermögensgegenstand aktiviert. Rechtlich entsteht der Zahlungsanspruch für die abgegrenzten Raten erst jeweils nach dem Bilanzstichtag.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind diejenigen Auszahlungen bilanziert, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Neben kurzfristigen Verbindlichkeiten für erworbenes Leasingvermögen enthalten die Verbindlichkeiten im Wesentlichen Darlehen des Mutterunternehmens zur Finanzierung des Portfolios (konzerninterne Refinanzierung).

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Mietvorauszahlungen sowie abgegrenzte nichtlineare Leasingraten enthalten, die Erlösüberschüsse aus Verträgen mit nicht linearen Ratenverläufen betreffen. Darüber hinaus sind gezahlte Leasingraten enthalten, die den Leistungszeitraum nach dem Bilanzstichtag betreffen. Des Weiteren werden von einer Gruppengesellschaft gewährte Zuschüsse passiv abgegrenzt. Diese werden über die Laufzeit der bestehenden Wartungsverträge vereinnahmt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Berechnung unter Anwendung der "Projizierten Einmalbetragsmethode" unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet.

Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p. a.: 1,85% (10-Jahres-Durchschnitt für Altersvorsorgeverpflichtungen)
Rechnungszinssatz p. a.: 1,88% (7-Jahres-Durchschnitt * )
Gehaltstrend p. a.: 3,00%
BBG-Trend p. a.: 2,50%
Rententrend p. a.: 1,00% (Zusagen mit Anpassungsgarantie)
Rententrend p. a.: 2,00% (übrige Zusagen)

*) Ermittlung des Unterschiedsbetrages zwischen den Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB:

Wertansatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB (10-Jahres-Durchschnitt) € 1.987.946
Wertansatz gemäß § 253 Abs. 6 HGB (7-Jahres-Durchschnitt) € 1.978.178
Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB € -9.768

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im Geschäftsjahr nicht gebildet. Für zu erwartende Gutschriften auf Verträge die ausgelaufen und zum Stichtag in der Verhandlungsphase über mögliche Vertragsverlängerungen sind, werden Rückstellungen auf Basis eines pauschalen Abschlags abgebildet. Der Abschlag ermittelt sich auf Basis der im Verhältnis zum verbuchten Umsatz auf solche Verträge in den letzten 3 Jahren erteilten Gutschriften, dabei werden bereits erstellte Gutschriften bis zu Bilanzerstellung berücksichtigt. Für zu erwartende Kursverluste im Zusammenhang mit den laufenden Operate-Leasingverträgen werden wird eine Rückstellung aufgrund einer Schätzung gebildet. Hierbei werden die für das bestehende USD-Darlehen zum Stichtag erzielten unrealisierten Kursgewinne gegengerechnet. Grundlage bildet die besondere Deckung nach § 340h HGB. Im Geschäftsjahr war keine Rückstellung erforderlich.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 28,746 % im voraussichtlichen Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst (GewSt 12,92 % und KSt 15,83 %). Zum 31.07.2024 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 985 (Vj.: TEUR 2.417) und insgesamt ein aktiver Überhang in Höhe von TEUR 766 (Vj.: TEUR 1.078). Diese resultieren aus zeitlichen Differenzen im Bereich der Forderungen gegenüber Kunden sowie Rückstellungen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Passive latente Steuern bestehen im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 219 (Vj.: TEUR 1.339).

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden diese zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen und im Anhang angegeben. Leasingverträge, deren Raten in USD gezahlt werden, werden währungskongruent durch ein USD-Darlehen finanziert. Aus dem USD- Darlehen ergaben sich unrealisierte Kursverluste in Höhe von TEUR 2.178. Im Vorjahr ergaben sich aus dem USD-Darlehen unrealisierte Kursgewinne in Höhe von TEUR 3.470. Eine entsprechende Drohverlustrückstellung für künftige aus diesen Leasingraten entstehende Währungsverlusten war im Geschäftsjahr nicht erforderlich. Im Vorjahr betrug die Rückstellung TEUR 2.500.

Der Gesamtbetrag der in den Aktiva enthaltenen auf fremde Währung lautenden Beträge beläuft sich auf TEUR 130.376 (Vj.: TEUR 158.942). Im Leasingvermögen sind Leasinggegenstände mit einem Buchwert von TEUR 19.460 (Vj.: TEUR 19.448) enthalten, zu denen Leasingverträge in fremder Währung in Höhe von TEUR 19.420 (Vj.: TEUR 18.020) sowie noch nicht laufende Leasingverträge in fremder Währung in Höhe von TEUR 40 (Vj.: TEUR 1.429) bestehen. Weiterhin sind Kundenforderungen aus Factoringverträgen in fremder Währung in Höhe von TEUR 103.899 (Vj.: TEUR 133.791) enthalten. Darüber hinaus sind in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Vorauszahlungen für Service- und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 263 (Vj.: TEUR 143) sowie in den sonstigen Vermögensgegenständen aktivierte Gegenstände in Höhe von TEUR 1.074 (Vj.: TEUR 309) enthalten, die in Zusammenhang mit auf USD laufenden Verträgen stehen oder stehen werden. Der Gesamtbetrag der in den Passiva, auf fremde Währung lautenden Beträge, beläuft sich auf TEUR 170.391 (Vj.: TEUR 188.246). Wesentlicher Posten hierbei ist ein auf fremde Währung laufendes Intercompany Darlehen in Höhe von TEUR 159.479 (Vj.: TEUR 186.190). In den Passiva enthalten sind passive Rechnungsabgrenzungen in Höhe von TEUR 386 (Vj.: TEUR 515), die in USD gezahlt worden sind.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die in Fremdwährung erhaltenen Leasingraten sowie die in diesem Zusammenhang stehenden Fremdwährungsaufwendungen werden zum jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Fristengliederung

31.07.2024 31.07.2023
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute
Bis drei Monate 7.422 6.330
7.422 6.330
Forderungen an Kunden
Restlaufzeiten:
Bis drei Monate 13.747 12.442
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 40.634 39.565
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 93.334 114.463
Mehr als fünf Jahre 0 0
147.715 166.470
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Restlaufzeiten:
Bis drei Monate 14.665 9.445
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 234.814 247.409
Mehr als 5 Jahre 0 0
249.479 256.854

Die Darstellung in Bezug auf die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellt in Höhe von TEUR 234.814 (Vj.: TEUR 247.409) eine wirtschaftliche Betrachtung unter Berücksichtigung der jährlichen Prolongation zum Ende des Folgejahres dar.

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten ein USD-Konto in Höhe von umgerechnet TEUR 3.332 (Vj.: TEUR 1.954) bei der Bank of America, London/Vereinigtes Königreich.

Die Forderungen an Kunden beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.760 (Vj.: TEUR 6.135). Diese betreffen eine Forderung aus dem umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnis gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.942 (Vj.: TEUR 5.202), Forderungen aus Shared Service Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 222 (Vj.: TEUR 2) sowie aus sonstigen Leistungsbeziehungen mit anderen verbunden Unternehmen in Höhe von TEUR 596 (Vi.: TEUR 931). Weiterhin sind Forderungen aus Mietkaufverträgen in Höhe von TEUR 6.678 (Vj.: TEUR 2.875), Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasingnehmer zuzurechnen ist, in Höhe von TEUR 6.989 (Vj.: TEUR 8.476) sowie Forderungen aus Factoring-Verträgen in Höhe von TEUR 124.816 (Vj.: TEUR 146.444) enthalten. Des Weiteren resultieren die Forderungen an Kunden aus Leasingverträgen, bei denen der Leasinggegenstand dem Leasinggeber zuzurechnen ist, aus berechneten Leasingraten der Mietkaufverträge sowie aus Service- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 3.684 (Vj.: TEUR 4.205). Die Wertberichtigungen betragen insgesamt TEUR 1.328 (Vj.: TEUR 1.666). Insgesamt sind Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.942 (Vj.: TEUR 5.202) enthalten.

Die Entwicklung des Leasingvermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.135 (Vj.: TEUR 2.492) enthalten im Wesentlichen erworbene Vermögensstände, die im Folgejahr zu Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen führen, bei denen die Leasinggegenstände den Leasingnehmern zugerechnet werden in Höhe von TEUR 2.420 (Vj.: TEUR 528), Vermögensgegenstände aus der Linearisierung von Leasingerträgen in Höhe von TEUR 425 (Vj.: TEUR 452), im Folgejahr abziehbare Vorsteuer in Höhe von TEUR 640 (Vj.: TEUR 1.363), sowie Körperschaftsteuerforderungen für das aktuelle Jahr in Höhe von TEUR 270 (Vj.: TEUR 79) und für das Vorjahr in Höhe von TEUR 281 (Vj.: TEUR 30), sowie Gewerbesteuerforderungen für das das aktuelle Jahr in Höhe von TEUR 99 (Vj.: TEUR 0) und für das Vorjahr in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 38).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 8.312 (Vj.: TEUR 6.047) beinhaltet in Höhe von TEUR 8.298 (Vj.: TEUR 6.030) Abgrenzungen aus Vorauszahlungen für künftige Service und Wartungsleistungen externer Dienstleister im Rahmen der Operating- und Finanzierungs-Leasingverträge sowie der Mietkaufverträge.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 249.479 (Vj.: TEUR 256.853) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 245.035 (Vj.: TEUR 247.526). Diese setzen sich im Wesentlichen aus Rahmendarlehensverträgen gegenüber der Gesellschafterin, der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, in Höhe von TEUR 235.308 (Vj.: TEUR 247.409) sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.727 (Vj.: TEUR 118) zusammen. Insgesamt betragen die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin TEUR 235.308 (Vj.: TEUR 247.409). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten für Leasingequipment gegenüber Lieferanten in Höhe von TEUR 4.093 (Vj.: TEUR 8.819) sowie aus Überzahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 351 (Vj.: TEUR 508). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf US- Dollar lautende Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet TEUR 159.479(Vj: TEUR 186.205) enthalten.

Sämtliche sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 83 (Vj.: TEUR 90) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und betreffen im Wesentlichen Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 63 (Vj.: TEUR 50).

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 4.648 (Vj.: TEUR 5.215) beinhaltet abgegrenzte Mietvorauszahlungen von verschiedenen Leasingnehmern sowie die Linearisierung von Leasingraten.

Die Rückstellungen von insgesamt TEUR 4.095 (Vj.: TEUR 5.952) betreffen Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 1.988 (Vj.: TEUR 1.735), Rückstellungen für zu erwartende Gutschriften in Höhe von TEUR 977 (Vj.: TEUR 782) sowie Rückstellungen für künftige Währungsverluste aus den Leasingverträgen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 2.500). Weiterhin sind Rückstellungen für Buchhaltungs-, Prüfungs- und Jahresabschlussaufwendungen in Höhe von TEUR 286 (Vj.: TEUR 249), ausstehende Kommissions- und Boni-Zahlungen in Höhe von TEUR 242 (Vj.: TEUR 346), Abfindungen in Höhe von TEUR 240 (Vj.: TEUR 0) sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 43 (Vj.: TEUR 62) enthalten. Darüber hinaus sind Gewerbesteuerrückstellungen für das laufende Jahr in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 278) und Gewerbesteuerrückstellungen für das Vorjahr in Höhe von TEUR 319 (Vj.: TEUR 0) enthalten.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Gesellschaftsvertrag angegebenen Stammkapital von TEUR 25 und ist voll eingezahlt. Weiterhin besteht unverändert eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 20.000.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Leasingerträge belaufen sich auf TEUR 46.881 (Vj.: TEUR 38.359) und resultieren ausschließlich aus dem Leasinggeschäft. Neben den Erträgen aus den laufenden Leasingraten in Höhe von TEUR 42.504 (Vj.: TEUR 35.351) sind Erträge aus dem Verkauf von Mietkauf- und Leasingobjekten in Höhe von TEUR 1.839 (Vj.: TEUR 845) und aus Wartungsleistungen in Höhe von TEUR 2.538 (Vj.: TEUR 2.162) enthalten. In den Leasingerträgen sind Gutschriften für teilweise im Vorjahr erzielte Leasingerträge in Höhe von TEUR 315 (Vj.: TEUR 1.650) enthalten. Die Erträge wurden vollumfänglich mit inländischen Kunden erzielt. Es werden Verträge mit Kunden sowohl in EUR als auch in USD geschlossen.

Die Leasingaufwendungen in Höhe von TEUR 2.989 (Vj.: TEUR 2.641) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Abgängen von verkauften Mietkauf- und Leasingobjekten in Höhe von TEUR 400 (Vj.: TEUR 235), denen Erträge in Höhe von TEUR 1.839 (Vj.: TEUR 845) gegenüberstehen. Darüber hinaus sind Aufwendungen für Wartungsleistungen in Höhe von TEUR 2.589 (Vj.: TEUR 2.406) enthalten.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von TEUR 5.933 (Vj.: TEUR 4.076) resultieren aus Factoring-Geschäften in Höhe von TEUR 4.839 (Vj.: TEUR 3.499), aus Finanzierungsleasinggeschäften in Höhe von TEUR 371 (Vj.: TEUR 350) und aus Mietkaufgeschäften in Höhe von TEUR 219 (Vj.: TEUR 124). Die Erträge wurden vollumfänglich mit inländischen Kunden erzielt. Es werden Verträge mit Kunden sowohl in EUR als auch in USD geschlossen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3.026 (Vj.: TEUR 7.862) betreffen die Zinsen aus einem EURO und einem USD- Darlehensvertrag mit der Cisco Systems Holding GmbH in Höhe von TEUR 3.023 (Vj.: TEUR 7.839) sowie sonstige Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 3 (Vj.: TEUR 22).

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 5.369 (Vj.: TEUR 5.515) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.502 (Vj.: TEUR 754) und Erträge aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von TEUR 2.205 (Vj.: TEUR 4.196). Zudem sind Erträge aus Transferpreis-Leistungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 221 (Vj.: TEUR 335) angefallen, die im Rahmen der Aktualisierung verschiedener Shared Service Agreement-Verträge abgerechnet wurden. Weiter sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 441 (Vj.: TEUR 190) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus Erstattungen von Cost Plus Fees von verbunden Unternehmen, das Vorjahr betreffend.

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 2.877 (Vj.: TEUR 2.617) resultiert im Wesentlichen aus laufenden Gehaltszahlungen, Provisionen und Boni sowie für soziale Abgaben und Aufwendungen. Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 9 Mitarbeiter (VJ.: 12 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 10.176 (Vj.: TEUR 891) beinhalten Leistungen in Höhe von TEUR 9.102 (Vj.: TEUR 223), die aufgrund von Veränderungen der Berechnungsmethodik bei der Bestimmung der konzerninternen Leistungsverrechnung in Anspruch genommen wurden und angesichts der neuen Vereinbarung im Vergleich zum Vorjahr in wesentlich höheren Umfang anfallen. Darüber hinaus sind Rechts- , Beratungs- und Prüfungskosten TEUR 419 (Vj.: TEUR 373), Kfz-Kosten TEUR 92 (Vj.: TEUR 111), Reisekosten TEUR 16 (Vj.: TEUR 27) sowie sonstige Verwaltungs-aufwendungen in Höhe von TEUR 73 (Vj.: TEUR 82) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 474 (Vj.: TEUR 75) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen das Vorjahr betreffend sowie in geringen Maße Gebühren für Vorjahre.

Die Abschreibungen aus Leasingvermögen TEUR 36.653 (Vj.: TEUR 32.035) resultieren insbesondere aus der planmäßigen Abschreibung des Leasingvermögens (vgl. Anlagespiegel).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 3.204 (Vj.: TEUR 4.053) und betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus Kursdifferenzen TEUR 3.142 (Vj.: TEUR 1.521) sowie den Zinsanteil aus der Zuführung zu langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 31 (Vj.: TEUR 27). Im Vorjahr betrugen die Aufwendungen aus der Zuführung zur Rückstellung für künftige Währungsverluste aus den Leasingverträgen TEUR 2.500.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf bestimmte Forderungen sowie Zuführung zu Rückstellungen im Leasinggeschäft in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 920) betrafen im Vorjahr die Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen.

Erträge aus der Zuschreibung zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Leasinggeschäft betragen TEUR 337 (Vj.: TEUR 0) und betreffen die Verringerung der Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 721 (Vj.: TEUR 585) betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 98 (Vj.: TEUR 38), Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre in Höhe von TEUR 248 (Vj.: TEUR 148), Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 172 (Vj.: TEUR 278) sowie Gewerbesteuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 204 (Vj.: TEUR 122).

Mindestbesteuerung

Die Gesellschaft analysiert derzeit noch mögliche Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft. Es wird aber nicht mit wesentlichen Auswirkungen hieraus auf die Gesellschaft gerechnet.

Sonstige Angaben

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München, ist eine 100%ige Tochter der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Geschäftsjahr gab es keine nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Stichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 161 (Vj.: TEUR 158). Die Verträge enden zwischen 2024 und 2028.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr existierten keine berichtspflichtigen wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen bzw. Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt worden sind.

Es werden jedoch branchenübliche interne Rabatte im Zusammenhang mit den Leasinggeschäften durch die Cisco Systems International B. V., Amsterdam gewährt.

Geschäftsführung

Guido Gregor Kessler, EMEA Region Director, Managing Director of Cisco Systems Capital GmbH, Bingen am Rhein, einzelvertretungsberechtigt.

Janine Alexandra Michaelis, Leader Credit, - Global Partner Credit Organisation, Paris/Frankreich, einzelvertretungsberechtigt (seit 01. Oktober 2023).

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft gewährt den Mitgliedern der Geschäftsführung keine Bezüge im Hinblick auf ihre Tätigkeit als Geschäftsführer/-in. Herr Kessler ist bei der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, und Frau Michaelis ist bei der Cisco Systems Frankreich Sarl, Paris (Frankreich), angestellt. Eine separate Vergütung für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer/in der Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München, wird ihnen weder gewährt noch zugesagt.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 9 Mitarbeiter (VJ.: 12 Mitarbeiter) beschäftigt.

Diese teilen sich wie folgt auf die Bereiche auf:

Vertrieb: 4 Mitarbeiter (Vj. 7)
Verwaltung: 5 Mitarbeiter (Vj. 5)

Konzernverhältnisse

Als 100%ige Tochter der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, (kleinster Konsolidierungskreis) wird die Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München, in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA erhältlich (www.cisco.com).

Einen eigenen Teilkonzernabschluss zum 31. Juli 2024 stellt die Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, nicht auf, da sie von der Befreiungsmöglichkeit des § 292 Abs. 3 HGB i. V. m. § 2 Abs. 1 Nr. 4 KonBefrV Gebrauch gemacht hat. Im Rahmen der Konzernstruktur in Deutschland wird der Konzernabschluss der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA, im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vom deutschen Recht abweichend angewandte Bilanzierungs- und Konsolidierungsmethoden im Konzernabschluss betreffen im Wesentlichen die Bereiche Nutzungsdauern im Anlagevermögen, Ausweis Anlagevermögensbestandteile, Pensionsrückstellungen sowie die Geschäftswertbilanzierung.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf den Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024 auswirken, ergaben sich nicht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.125 zusammen mit dem Bilanzverlust des Vorjahres zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.

Ausschüttungssperre

Aufgrund des Unterschiedsbetrags i. S. v. § 253 Abs. 6 HGB besteht im vorliegenden Geschäftsjahr keine Gewinnausschüttungssperre.

Prüfungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr im Aufwand enthaltene Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

2023/2024 2022/2023
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen laufendes Jahr 161 138

 

Garching b. München, 16. Januar 2025

Cisco Systems Capital GmbH

Geschäftsführung

Guido Gregor Kessler

Janine Alexander Michaelis

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.08.2023 Zugänge Abgänge Umgliederung 31.07.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Leasingvermögen
1. Vermietetes Leasingvermögen 187.522.760,90 38.903.026,37 -37.656.435,74 6.844.253,92 195.613.605,44
2. Für Leasing bestimmtes Vermögen 6.844.253,92 946.756,18 0,00 -6.844.253,92 946.756,17
Leasingvermögen gesamt 194.367.014,81 39.849.782,55 -37.656.435,74 0,00 196.560.361,62
Kumulierte Abschreibungen
01.08.2023 Zugänge Abgänge 31.07.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Leasingvermögen
1. Vermietetes Leasingvermögen 92.903.912,52 36.652.680,48 -37.282.119,81 92.274.473,19
2. Für Leasing bestimmtes Vermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen gesamt 92.903.912,52 36.652.680,48 -37.282.119,81 92.274.473,19
Buchwerte
31.07.2024 31.07.2023
EUR EUR
I. Leasingvermögen
1. Vermietetes Leasingvermögen 103.339.132,25 94.618.848,37
2. Für Leasing bestimmtes Vermögen 946.756,17 6.844.253,92
Leasingvermögen gesamt 104.285.888,43 101.463.102,29

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis 31. Juli 2024

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Cisco Systems Capital GmbH, Garching ("CS Capital"), wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 12. Dezember 2002 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Verkauf, Vertrieb und das Leasing von Computer Hard- und Software, das Factoring von Forderungen sowie alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten.

Die CS Capital ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München, die letztendlich eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Cisco Systems Inc., San Jose (USA), ist. Darüber hinaus ist die CS Capital eine Schwestergesellschaft der Cisco Systems GmbH, Garching b. München, deren Gesellschaftszweck in Marketing- und Vertriebsunterstützung des Verkaufs von Cisco- Netzwerk-Technologie, Software und Services seitens Cisco International Ltd. über ausgewählte Vertriebspartner in Deutschland ist.

Der jährlich aktualisierte und mit den Business-Plänen der Cisco-Vertriebsorganisation abgestimmte Business Plan für die CS Capital sieht vor, das Bestands- und Neugeschäft der Cisco-Gruppe durch die Absatzfinanzierungsprogramme der CS Capital auf lange Sicht weiter auszubauen und den Anteil absatzfinanzierter Geschäftsvorfälle in den nächsten Jahren weiterhin zu steigern. Dieses soll durch eine enge Abstimmung mit der Cisco Systems GmbH, den Fokus auf bestehende Marktsegmente sowie durch die Bereitstellung von auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittene Finanzierungsmöglichkeiten erreicht werden.

Der Schwerpunkt liegt hierbei weiterhin auf der Zusammenarbeit mit den Vertriebsmitarbeiter*innen und den Vertriebspartnern der Cisco Systems GmbH, um mit Finanzierungsprogrammen (z.B. Cisco Green Pay, Cisco Easy Pay, Cisco Open Pay) kombiniert mit Beratungsleistungen neue Kundengruppen zu erschließen oder Marktanteile abzusichern.

Den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen wurde vor allem durch die Corona-Krise die Bedeutung der Digitalisierung der Unternehmensprozesse und -kommunikation vor Augen geführt. Dieser Trend wurde durch die verschiedenen Krisen und dem damit zusammenhängenden Anpassungsdruck sowie des Fortschritts im Rahmen der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz weiter verstärkt. Dabei spielen cloudbasierte Lösungen eine immer wichtigere Rolle. Bislang selbst erstellte und selbst betriebene Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur wird zunehmend in eine von einem Dritten (=Cisco-Vertriebspartner) gemanagte Lösung ausgelagert ("Managed-Services").

CS Capital ist Inhaberin einer Erlaubnis für die Finanzdienstleistungen Factoring und Finanzierungsleasing i.S.d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 und 10 KWG. Die Gesellschaft unterliegt damit den Anforderungen des KWG, den MaRisk sowie weiteren aufsichtsrechtlichen Vorschriften.

CS Capital stellt Finanzierungsprodukte sowohl für Großunternehmen als auch öffentliche Auftraggeber sowie für das obere Segment der kleinen und mittelgroßen Unternehmen bereit. Das Segment der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (SME/KMU) wird in der Regel weiterhin über die Kooperation der Cisco Capital Gruppe mit der De Lage Landen Leasing GmbH, Düsseldorf ("De Lage Landen Leasing"), abgedeckt. Weiterhin besteht eine Vertriebs-Leasing-Kooperation mit der GEFA Bank GmbH, Wuppertal (eine Gesellschaft der französischen Großbank Société Générale S.A., Paris). Beide Vertriebsleasing- Kooperationen haben jedoch keinen bilanziellen Einfluss auf die Ergebnisse der CS Capital.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2023/2024

Im Kalenderjahr 2023 und damit im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023/2024 der CS Capital kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im krisengeprägten Umfeld, das weiterhin vom Ukraine-Krieg beeinflusst wird, ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. 1

Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute gehen in ihrem Herbstgutachten davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,1% sinken dürfte. Eine Erholung der deutschen Wirtschaft soll erst in den kommenden beiden Jahren um 0,8% bzw. 1,3% zunehmen. Damit revidieren die Institute ihre Prognose vom Frühjahr 2024 leicht nach unten. Getragen wird die Erholung vom steigenden privaten Verbrauch, der von kräftigen Zuwächsen der real verfügbaren Einkommen angeregt wird.

Ähnlich sieht es die Bundesregierung in ihrer Herbstprognose und rechnet erst Anfang kommenden Jahres mit einer Belebung der Wirtschaft. Für 2025 rechnet die Bundesregierung mit einer Steigerung um 1,1%, für 2026 um 1,6%. 2

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen am 17. Oktober 2024 zum dritten Mal in diesem Jahr um 25 Basispunkte auf 3,25% gesenkt,. 3 Weitere Leitzinssenkungen hängen von der Entwicklung der Wirtschaft und Inflation im Euroraum ab.

Branchenentwicklung

Das Neugeschäftsvolumen der Leasingbranche in Deutschland entspricht einer Steigerung von 19,5 % gegenüber 2022. Neben einer gestiegenen Nachfrage resultierte der starke Zuwachs aus Nachholeffekten aufgrund von Lieferverzögerungen aus dem Vorjahr sowie aus Preissteigerungen.

Das Mobilienleasing, also das Leasing von Ausrüstungsgütern, stieg im Jahr 2023. Aufgrund der großen Bedeutung des Pkw-Marktes wirkt sich die Entwicklung in diesem Leasing-Sektor auch deutlich auf den Anteil an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen aus. Über ein Viertel der Ausrüstungsinvestitionen (26,1 %) wurde im vergangenen Jahr mittels Leasings realisiert, im Vergleich zu 23,0% im Jahr 2022. Bezieht man das Mietkauf-Volumen noch in die Berechnung mit ein, so hat die Leasing-Branche im vergangenen Jahr 30% der Ausrüstungsinvestitionen finanziert - im Vergleich zu 27% im Vorjahr. Auch der Leasing-Anteil (Mobilien und Immobilien-Leasing) an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen (Investitionen in Ausrüstungen und Nicht-Wohnbauen) - die Leasing-Quote - stieg auf 15,4 % (2022: 13,4%). Treiber des Wachstums der Leasing-Branche im vergangenen Jahr war das Autoleasing, auf das fast zwei Drittel des Neugeschäftsvolumens entfielen.

Das Leasinggeschäft verteilte sich im Kalenderjahr 2023 wie in Abb. 1 dargestellt. Der Anteil des Leasinggeschäfts am Neugeschäftsvolumen im Segment "IT, Software und Cloudanwendungen", welches das Geschäftssegment der CS Capital widerspiegelt, betrug wie im Vorjahr 3,0 %. Dabei spiegelte sich die wirtschaftlich herausfordernde Lage im Leasing Segmenten IT wider: Das Neugeschäft mit IT, Software und Cloud-Anwendungen entwickelte sich unterdurchschnittlich (+3%) und belegt damit die Aussage, dass in konjunkturell unsicheren Zeiten IT-Investitionen als erstes zurückgestellt werden. 4

1 Vgl. Pressemitteilung Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken", 15.01.2024.
2 Vgl. Pressemitteilung Bundesregierung "Wachstumsschwäche entschlossen entgegentreten", 09.10.2024.
3 Vgl. Pressemitteilung EZB vom 17.10.2024.

Im ersten Quartal 2024 wuchsen die Auftragseingänge um rund 8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das ökonomische Umfeld hat sich im ersten Halbjahr des Jahres 2024 zögerlich aufgehellt.

Dennoch ist das Wachstum weiterhin schwach. Zwar haben die Wirkungen der Zinserhöhungen der vergangenen Jahre den Zenit überschritten und ein Gewöhnungseffekt hat eingesetzt. Dennoch erschwert das hohe Zinsniveau Investitionen. 5

Abb.1: Leasing Objektgruppen - Anteile am Neugeschäft Mobilien-Leasing 2023 in Prozent (Quelle: BDL- Jahresbericht 2024 - "Marktbericht 2023".

Trotz der aktuellen Krisensituation entwickelte sich die Factoring-Branche im Jahr 2023 positiv und erreichte mit einem Zuwachs von über 3,1% einen neuen Höchststand im Factoring-Umsatz von etwa € 384,4 Mrd. Damit verzeichnete die Branche bereits das 14. Jahr in Folge ein Wachstum. Trotz des Anstiegs beim Factoring-Umsatz sank die Factoring-Quote, also das Verhältnis zwischen angekauftem Forderungsvolumen und dem nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr und beträgt nun 9,3%. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass das Wachstum des Factoring-Umsatzes im Jahr 2023 nicht mit der inflationsbedingten Steigerung des nominalen BIP Schritt halten konnte, was den langjährigen Aufwärtstrend der Factoring-Quote unterbrach. 6

4 Vgl. BDL-Jahresbericht 2024 "Marktbericht 2023" (Marktbericht 2023 - BDL Jahresbericht 2024 (leasingverband.de).
5 Vgl. Trendmeldung BDL III. Quartal 2024.

Vertriebliche Ausrichtung im Geschäftsjahr 2023/2024

Cisco-Standorte weltweit und auch die Cisco-Büros in Deutschland sind im Geschäftsjahr 2023/2024 im Normalbetrieb. Mitarbeitende können wieder uneingeschränkt in die Büros zurückkehren. Cisco setzt das sogenannte Hybrid-Work Konzept um, welches den Mitarbeitenden die Freiheit lässt, entweder von zu Hause oder im Büro zu arbeiten.

Die Prozesse und die IT-Infrastruktur bei CS Capital sind so gestaltet, dass Mitarbeitende jederzeit von zu Hause ausarbeiten können, ohne dass es zu Einschränkungen in den Prozessabläufen kommt. Die vertrieblichen Aktivitäten der Financial Solutions Manager von CS Capital werden überwiegend über Videokonferenzen durchgeführt, wodurch Geschäftsreisen zunehmend an Bedeutung verlieren.

Um Cisco und unsere Kunden in der aktuellen wirtschaftlichen Situation zu unterstützen, liegt der Fokus der vertrieblichen Aktivitäten der Financial Solutions Manager von CS Capital im Geschäftsjahr 2023/2024 auf dem Segment der Großkunden, der öffentlichen Auftraggeber und dem oberen Segment der mittelständischen Unternehmen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern von Cisco Systems Inc. in Deutschland.

Der Vertrieb der CS Capital ist regional aufgestellt, um eine effiziente Marktbearbeitung zu gewährleisten. In dieser Struktur können die Financial Solutions Manager ihren Vertriebsfokus auf die in ihrer Region ansässigen Kunden legen und damit besser auf deren Bedürfnisse reagieren. Da die Vertriebsgesellschaft Cisco Systems GmbH in ähnlicher Weise aufgestellt ist, können CS Capital und Cisco Systems GmbH ihre Vertriebsaktivitäten kundenorientiert steuern.

Das kleinvolumige Leasing-Geschäft wird in Deutschland in der Regel über die Partnerschaft mit der De Lage Landen Leasing abgewickelt. Die Vertragsabwicklung wird von der De Lage Landen Leasing eigenverantwortlich durchgeführt.

Durch die Integration der CS Capital in die Cisco Capital Gruppe werden Personalressourcen und Dienstleistungen zur weiteren Unterstützung der vertrieblichen Aktivitäten sowie zur Unterstützung von administrativen Aufgaben aus der Cisco Capital Gruppe heraus genutzt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 beschäftigte CS Capital insgesamt neun Mitarbeitende: vier Financial Solutions Manager, einen Regional Sales Manager, einen Mitarbeiter in der Leasing-Verwaltung, eine Credit Analystin, einen Syndikus und eine Compliance Managerin.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind für die Steuerung bei CS Capital von untergeordneter Bedeutung. CS Capital nutzt vor allem die folgenden finanziellen Indikatoren als wesentliche Leistungsindikatoren zur Steuerung.

6 Vgl. FLF Zeitschrift 4/2023, "Factoring erneut mit Rekordergebnis", S. 7.

Die wesentlichen Steuerungsgrößen der CS Capital haben sich wie folgt entwickelt:

Steuerungsgröße GJ 2023/2024 GJ 2022/2023
Neugeschäftsvolumen € 70,1 Mio. € 220,1Mio.
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit € -0,4 Mio. € -3,1 Mio.

Mit einem Leasing- und Factoringneugeschäftsvolumen zu Anschaffungskosten in Höhe von € 70,1 Mio. (davon € 14,1 Mio. Factoring und € 6,0 Mio. Mietkauf) wurden die gesetzten Ziele von € 57 Mio. übertroffen. Ein wesentlicher Grund für die positive Entwicklung des Neugeschäfts im Geschäftsjahr 2023/2024 war das deutliche Umsatzwachstum der Cisco Systems Inc. Hieran konnte die CS Capital durch eine höhere Realisierung von Finanzierungsanfragen partizipieren. Ferner ist der Bedarf an Finanzierungen bei Unternehmen durch die Preissteigerungen, die damit einhergehenden Zinsentwicklung und die verschiedenen Krisen angestiegen, was ebenfalls das Neugeschäft der CS Capital positiv beeinflusste.

Durch den fortgesetzten Trend der Digitalisierung, der durch den Fortschritt bei der Entwicklung von KI noch einmal forciert wird, sehen wir eine zunehmende Nachfrage der Kunden nach Finanzierungen von "Managed Services" und Software-Lösungen von Cisco (v.a. Enterprise License Agreements - EAs), die CS Capital über entsprechende Finanzierungslösungen bedienen konnte. Wir erwarten, dass dieser Trend auch im Geschäftsjahr 2024/2025 anhält und CS Capital die weiter voranschreitende Transformation der Cisco Gruppe von einem Hardware-Anbieter zu einem stärker auf Software fokussierten Anbieter entsprechend unterstützen kann. Das dargestellte Neugeschäft wurde unter Berücksichtigung von risikoadäquaten Mindestmargen abgeschlossen.

Obwohl sich das Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um € 2,7 Mio. verbesserte, lag es mit - € 0,4 Mio. unter dem prognostizierten Ergebnis von € 0,2 Mio. Diese Verbesserung ist hauptsächlich auf die Senkung des Zinssatzes für den Rahmenkredit zurückzuführen. Dadurch konnten die Kosten der von der Gesellschaft verwendeten Mittel bei der Preisgestaltung ihrer Produkte an die Kunden angepasst werden, was zu einer Reduzierung der Zinskosten um € 4,8 Mio. von FY23 zu FY24 führte. Die Abweichung von der Prognose bei der kostenbezogenen Verrechnungspreiszuordnung war hauptsächlich auf eine Änderung der Verrechnungspreismethodik bei den Verrechnungspreisberechnungen zwischen den Einheiten innerhalb der europäischen Cisco Capital Gruppe zurückzuführen. Bis einschließlich 2023 basierten alle Verrechnungen zwischen den Einheiten auf einer Zuteilung der angegebenen Arbeitszeit der Mitarbeiter, die die verschiedenen europäischen Cisco Capital Einheiten unterstützten. Ab 2024 wurden die Verrechnungspreise jeder Einheit der europäischen Cisco Capital Gruppe so berechnet, dass sie eine angemessene Kapitalrendite ("ROCE") erzielten, was mit den regionalen Geschäftszielen für das europäische Cisco Capital Geschäft übereinstimmt.

Für detaillierte Informationen zu den Gründen für die Entwicklung des Ergebnisses verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen in Kapitel 2.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023/2024

Ertragslage im Geschäftsjahr 2023/2024

Die Erträge aus Leasingverträgen belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf € 46,9 Mio. (Vorjahr: € 38,4 Mio.). Diese Erträge setzen sich aus vereinnahmten Leasingraten, Service- und Wartungserträgen sowie Erlösen aus dem Verkauf von Leasingobjekten zusammen. Der Netto-Buchwert der geleasten Vermögenswerte stieg bemerkenswert von €94,6 Mio. im Geschäftsjahr 2023 auf €103,3Mio. im Geschäftsjahr 2024. Dieses Wachstum führte sowohl zu höheren Abschreibungsaufwendungen als auch zu einer gesteigerten Umsatzgenerierung.

Die Leasingaufwendungen stiegen auf €3,0 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.), hauptsächlich aufgrund höherer Service- und Instandhaltungsaufwendungen sowie gestiegener Buchwertabgänge bei der Veräußerung von Leasingobjekten.

Die größte Aufwandsposition sind die Abschreibungen auf das Leasingvermögen, sie sich auf € 36,7 Mio. (Vorjahr € 32,0 Mio.) beliefen. Die durchschnittliche Rendite aus neuen Verträgen stieg von 5,37 % im Jahr 2023 auf 5,72 % im Jahr 2024. Darüber hinaus war die durchschnittliche Rendite aus neuen Verträgen, die im Geschäftsjahr 2024 aktiviert wurden, deutlich höher als die aus beendeten Verträgen im selben Jahr - 3,15 %. Diese Verbesserung ist hauptsächlich für die Steigerung der Einnahmen verantwortlich, da diese Verträge erheblich zu unserer finanziellen Leistung beigetragen haben. Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um € 4,6 Mio gegenüber dem Vorjahr.

Die Personalkosten stiegen auf € 2,9 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.) hauptsächlich wegen Abfindungszahlungen für ausgeschiedene Mitarbeiter, während die Gehalts- und Provisionsaufwendungen reduziert wurden. Der Personalbestand lag zum Bilanzstichtag bei 9 Mitarbeitenden (Vorjahr: 12 Mitarbeitende).

CS Capital erzielte einen Jahresfehlbetrag von € 1,1 Mio. im Geschäftsjahr 2023/2024 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von € 3,7 Mio.).

Obwohl sich das Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um € 2,7 Mio. verbesserte, lag es mit - € 0,4 Mio. unter dem prognostizierten Ergebnis von € 0,2 Mio. Diese Verbesserung ist hauptsächlich auf die Senkung des Zinssatzes für den Rahmenkredit zurückzuführen. Dadurch konnten die Kosten der von der Gesellschaft verwendeten Mittel bei der Preisgestaltung ihrer Produkte an die Kunden angepasst werden, was zu einer Reduzierung der Zinskosten um € 4,8 Mio. von FY23 zu FY24 führte. Die Abweichung von der Prognose bei der kostenbezogenen Verrechnungspreiszuordnung war hauptsächlich auf eine Änderung der Verrechnungspreismethodik bei den Verrechnungspreisberechnungen zwischen den Einheiten innerhalb der europäischen Cisco Capital Gruppe zurückzuführen. Bis einschließlich 2023 basierten alle Verrechnungen zwischen den Einheiten auf einer Zuteilung der angegebenen Arbeitszeit der Mitarbeiter, die die verschiedenen europäischen Cisco Capital Einheiten unterstützten. Ab 2024 wurden die Verrechnungspreise jeder Einheit der europäischen Cisco Capital Gruppe so berechnet, dass sie eine angemessene Kapitalrendite ("ROCE") erzielten, was mit den regionalen Geschäftszielen für das europäische Cisco Capital Geschäft übereinstimmt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um € 0,8 Mio. hauptsächlich aufgrund der Rückstellung für drohende Währungskursverluste im Vorjahr (- €2,5 Mio.). Dem steht allerdings ein Anstieg der unrealisierten Kursverluste aus der Bewertung des USD-Darlehen zum Stichtag in Höhe von € 2,2 Mio. gegenüber (+ € 1,9Mio.).

Aus der Auflösung der Rückstellung für drohende Kursverluste ergaben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von € 2,5 Mio., denen jedoch geringere Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von minus € 2 Mio. gegenüberstanden. Insgesamt ergibt sich ein leichter Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 0,1 Mio. Außerdem reduzierten sich die Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen und Drohverlustrückstellungen um € 0,9 Mio., was vornehmlich auf den Rückgang des Forderungsvolumens zurückzuführen ist.

Finanzlage im Geschäftsjahr 2023/2024

CS Capital finanziert den Erwerb von Leasingvermögen seit Dezember 2006 über einen Rahmenkreditvertrag mit der Cisco Systems Holding GmbH in Höhe von € 400 Mio. Zum Stichtag 31.07.2024 wurden € 234,8 Mio. dieses Kredits in Anspruch genommen, verglichen mit € 247,4 Mio. im Vorjahr. Dieser Rahmenkredit sichert die notwendige Liquidität für den Geschäftsbetrieb der CS Capital und ermöglicht Unabhängigkeit von externen Refinanzierungsquellen außerhalb der Cisco-Gruppe.

Die Refinanzierung erfolgt kurzfristig und revolvierend, was bedeutet, dass die Laufzeiten der Refinanzierung nicht mit den Finanzierungsverträgen mit Kunden übereinstimmen. Die Gesellschaft nimmt bewusst ein Zinsänderungsrisiko in Kauf. Während des gesamten Berichtszeitraums war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gewährleistet.

Vermögenslage im Geschäftsjahr 2023/2024

Im Geschäftsjahr 2023/2024 erhöhte sich das gesamte Leasingvermögen auf € 104,3 Mio., verglichen mit € 101,5 Mio. im Vorjahr. Diese Zunahme ist darauf zurückzuführen, dass der Zugang aus neu abgeschlossenen Leasingverträgen die Abgänge und Abschreibungen auf das Leasingvermögen übersteigt. Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen um € 1,1 Mio. auf € 7,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr.

Demgegenüber sanken die Forderungen gegenüber Kunden um € 18,8 Mio., von € 166,5 Mio. im Vorjahr auf € 147,7 Mio.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen auf € 6,8 Mio. (Vorjahr: € 6,1 Mio.) und umfassen insbesondere Umsatzsteuerforderungen im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Cisco Systems Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden reduzierten sich von € 256,9 Mio. auf € 249,5 Mio. Diese betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Rahmenkreditvertrag mit der Cisco Systems Holding GmbH (€ 234,8 Mio. im Vergleich zu € 247,4 Mio. im Vorjahr).

Die Bilanzsumme verringerte sich um € 10,9 Mio. auf € 271,9 Mio., verglichen mit € 282,8 Mio. im Vorjahr. Das Eigenkapital beträgt € 13,6 Mio., gegenüber € 14,7 Mio. im Vorjahr.

Insgesamt war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Berichtsjahr geordnet.

3. Risikobericht

CS Capital verfolgt die Strategie eines langfristigen Wachstums zur Erzielung nachhaltiger Erträge. Ein adäquates Risikomanagement hilft, diese Zielsetzung zu erreichen. Das Risikomanagement der CS Capital identifiziert, bewertet, steuert und überwacht die wesentlichen Risiken, die aus dem Geschäftsbetrieb erwachsen. Für die Identifizierung der einzelnen Risiken nutzt CS Capital verschiedene Verfahren und Modelle, die um Stresstests ergänzt werden. Das Risikomanagement der CS Capital wird durch ein umfassendes Risikoberichtswesen unterstützt und sichergestellt.

Die Interne Revision der CS Capital wird durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt und ist als prozessunabhängiger Teil des Risikomanagementsystems und der internen Kontrollverfahren organisiert. Auf Basis eines risikoorientierten Prüfungsplans wird das Risikomanagement der Gesellschaft mit unterschiedlichen Schwerpunkten jährlich überprüft.

Risiken, die den Fortbestand und die Entwicklung des Unternehmens gefährden könnten, bestehen nicht. Der Ukraine-Krieg sowie der Krieg in Israel und Gaza und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einschnitte mit einer schwachen Konjunkturlage in Deutschland, einer hohen Inflation und einem signifikanten Anstieg der Zinsen beherrschen nach wie vor die Risikolage der Unternehmen. Daraus resultierende potenzielle Bonitätsverschlechterungen der Kunden oder Investitionszurückhaltungen der Unternehmen haben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der CS Capital. Die weitere Entwicklung der verschiedenen aktuellen Krisen wird von CS Capital eng überwacht und im Risikomanagement der Gesellschaft integriert. Der Fokus der Risikosteuerung der CS Capital wird auf die folgenden Risiken gelegt. Eine Quantifizierung der wesentlichen Risiken erfolgt im Abschnitt zur Risikotragfähigkeit.

3.1. Restwertrisiken

Aus dem Anlage- und Leasingvermögen resultierende Risiken bestehen hauptsächlich in Form von Restwertrisiken. Diese entstehen, wenn die zur Berechnung der Leasingraten kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit, unter Berücksichtigung von anderweitigen Absicherungen (z.B. Garantien), nicht realisiert werden können. Demzufolge wurden diese Investitionen nicht vollständig amortisiert. Daher besteht ein Schwerpunkt des Risikomanagements darin, die Leasingobjekte bei oder vor Erreichen des Laufzeitendes einem technologischen Refresh zuzuführen und hierbei die Restwertrisiken durch die Wiedervermarktung der gebrauchten Objekte auszugleichen. Bei Leasingverträgen, die das reguläre Laufzeitende erreichen, ist CS Capital bemüht, die Restwertrisiken zu reduzieren. Dies kann zum Beispiel durch eine Leasingvertragsverlängerung erfolgen. Im Übrigen werden die Leasinggüter bei Übernahme durch den Leasingnehmer zum Ende der Laufzeit in der Regel zum "Fair Market Value" veräußert.

CS Capital vereinbart grundsätzlich nur solche Restwerte bei Neu-Vertragsabschlüssen, die von der zentralen Abteilung "Asset Management" vorgegeben sind und von dieser regelmäßig an die Marktveränderungen angepasst werden. Dem wird insofern Rechnung getragen, als die Kalkulationsgrundlagen monatlich an die geänderten Restwerterwartungen angepasst werden.

Die Quantifizierung der Restwertrisiken erfolgt durch einen Value at Risk (VaR) Ansatz auf Basis einer historischen Simulation mit einem Konfidenzniveau von 95,0 % unter der Annahme einer Haltedauer von einem Jahr und einem historischen Betrachtungszeitraum von 365 Tagen.

3.2. Adressausfall- und Kontrahenten-Risiken

Adressausfallrisiken leiten sich in erster Linie aus der Bonität der Leasingnehmer ab. Sie betreffen insbesondere den vollständigen oder teilweisen Ausfall von Leasing- und Mietkaufraten sowie von Factoring Forderungen. Die Steuerung der Risiken setzt daher bereits bei der Annahme der Leasingverträge an und wird dabei während der Vertragslaufzeit permanent gemäß den weltweiten Vorgaben des Cisco- Konzerns für die Cisco Capital-Gesellschaften durch die Auswertung von Jahresabschlüssen, der Einholung von externen Ratings und dem Debitorenmanagement überwacht. Das Ausfallrisiko wird regelmäßig gemäß interner Ausfallstatistiken quantifiziert und mit einer entsprechenden Risikovorsorge, in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, unterlegt.

CS Capital hat grundsätzlich ein stabiles Kundenportfolio, welches überwiegend große mittelständische Unternehmen, öffentliche Unternehmen und Tochterunternehmen großer an in- und ausländischen Börsen notierter Unternehmen umfasst. Im Geschäftsjahr 2023/2024 sind aus Risikogesichtspunkten Krisen wie der Krieg in der Ukraine, hohe Inflation, Zinsanstieg und weitere geopolitische Konflikte zu berücksichtigen. Die hohen Energiepreise betreffen zwar sämtliche Unternehmen, sind jedoch für die energieintensiven Branchen Chemie, Flugverkehr, verarbeitende Industrie, Logistik und Schiffsindustrie von besonderer Bedeutung. Jedoch fallen lediglich rund 17 % unseres Kundenportfolios auf die oben genannten Branchen Automobil/Automotive, Chemie, Flugverkehr, verarbeitende Industrie, Logistik und Schiffsindustrie. Wegen dieser Kundenstruktur verzeichnete CS Capital keinen signifikanten Anstieg rückständiger Leasingraten im Geschäftsjahr 2023/2024. Es wurden keine Stundungen von Zahlungsverpflichtungen von Kunden beantragt. Zahlungsverpflichtungen werden normal bedient.

Nichtsdestotrotz erwarten wir bei einer anhaltend schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bei gleichzeitig weiter hoher Inflation und Zinsen, dass es bei einzelnen Unternehmen aus besonders betroffenen Branchen zu einer Verschlechterung ihrer Bonität kommen kann. Hierzu wird das Kundenportfolio durch die Kreditabteilung eng überwacht und regelmäßig anhand von vergangenheitsbezogenen und zukunftsgerichteten Kriterien wie z.B. die Auswirkungen von Inflation sowie Liefer- und Energieengpässe analysiert. Aufgrund unserer Kundenstruktur sowie der Erfahrungen aus dem bisherigen Verlauf der verschiedenen Krisen haben wir das Adressenausfallrisiko angemessen mit einer entsprechenden Risikovorsorge unterlegt.

Kontrahenten-Risiken ergeben sich im Hinblick auf den Fortbestand der Lieferanten. CS Capital erwirbt die Leasingobjekte direkt bei den jeweiligen Lieferanten und Vertriebspartnern und tritt die daraus resultierenden Gewährleistungsansprüche an die jeweiligen Leasingnehmer zur Wahrnehmung gegenüber den Lieferanten ab.

Zur Quantifizierung des Adressenausfallrisikos setzt CS Capital ein Einfaktoren-Kreditmodell auf Basis des IRB-Ansatzes gemäß Basel II mit einem Konfidenzniveau von 95,0 % ein, welches unter Berücksichtigung von statistischen Ausfallwahrscheinlichkeiten eine Verteilung möglicher Kreditverluste generiert.

3.3. Länder-Risiken

Da die Aktivitäten der CS Capital auf den Bereich der Bundesrepublik Deutschland beschränkt sind, ist CS Capital von Transfer- oder sonstigen Länderrisiken nicht unmittelbar betroffen.

3.4. Anteilseigner-Risiken

Da CS Capital nicht an anderen Firmen beteiligt ist, bestehen derartige Risiken nicht.

3.5. Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko versteht CS Capital das Risiko, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen zu irgendeinem Zeitpunkt nicht nachkommen kann. CS Capital refinanziert die Neuvertragsabschlüsse über eine jährlich revolvierende Rahmendarlehensvereinbarung mit der Cisco Systems Holding GmbH. Damit ist der Zugang zu den in der Cisco Gruppe vorhandenen Liquiditätsreserven gesichert. Der Fortbestand der CS Capital ist daher aufgrund der Liquiditätsbeschaffung im Konzernverbund im Wesentlichen vom Fortbestand der Cisco Gruppe sowie deren Fähigkeit zur Beschaffung der benötigten Finanzierungsmittel abhängig.

Cisco ist weltweit einer der größten Anbieter der für die Digitalisierung benötigten IT-Infrastruktur und wird durch die zunehmende Digitalisierung weiter profitieren. Zu den Chancen und Risiken der Cisco Gruppe wird auf den Jahres- und den Konzernabschluss der Cisco Systems Inc. für das Geschäftsjahr 2023/2024 verwiesen.

Cisco's zentrale Konzern- und Treasury-Abteilungen haben CS Capital so in den Konzern eingebunden, dass diese zu 100 % von Konzerngesellschaften refinanziert wird und somit vollständig unabhängig von externen Refinanzierungsquellen ist.

3.6. Zins- und Währungsrisiken

Unter den Zins- und Währungsrisiken werden von der CS Capital die Risiken verstanden, die sich aus der Änderung von Zinssätzen und Wechselkursen für fremde Währungen ergeben und die Ertrags- und Vermögenslage der CS Capital maßgeblich beeinflussen.

Das Ziel des Risikomanagements dieser Marktpreisrisiken besteht darin, diese Risiken auf ein vertretbares Maß zu begrenzen und gleichzeitig einen angemessenen Ertrag für die eingegangenen Risiken zu erzielen.

Die Cisco Zentralfunktionen Treasury, Credit und Finance beziehen sich dabei auf frei verfügbare und branchenspezifische Informationsquellen, um sich auf Veränderungen in den Marktverhältnissen früh- und rechtzeitig anzupassen. Solche Marktinformationen stehen der CS Capital durch Berichte vergleichbarer Finanzierungsinstitute, durch die Zugehörigkeit zum BDL und durch Marktstudien professioneller Marktbeobachter wie Moodys, Ifo etc. zur Verfügung. Die internen Richtlinien zielen darauf, diese neuen bzw. sich verändernden Marktbedingungen in der Finanzierungsstrategie zu berücksichtigen.

Die Quantifizierung der Zinsänderungsrisiken erfolgt anhand einer Szenarioanalyse mit einem Anstieg der Zinssätze um 200 bp bei einem auslaufenden Portfolio und unter Berücksichtigung eines 1-Jahreshorizonts.

Das "Cisco Capital Finance Team" begrenzt das Zinsänderungsrisiko von der Angebotsabgabe bis zur Auszahlung an den Lieferanten in der Form, dass CS Capital grundsätzlich nur Angebote mit bestimmter Gültigkeit abgibt und jenseits dieser Frist Anpassungen an den Leasingraten vorgenommen werden können. Bei Angeboten mit einer längeren Angebotsbindefrist werden, die sich ergebenden Risiken durch einen Risikoaufschlag in der Kalkulationsgrundlage berücksichtigt.

Die Refinanzierung des Leasingportfolios erfolgt über das Rahmendarlehen mit der Cisco Systems Holding GmbH. Da das Rahmendarlehen eine variable Verzinsung vorsieht, besteht hier für CS Capital ein Zinsänderungsrisiko, das durch die konzernweite Treasury-Abteilung auf Gruppenebene gesteuert wird. Das Zinsänderungsrisiko wird insoweit durch die Geschäftsführung auf Ebene der CS Capital bewusst eingegangen.

Cisco's Treasury Team steuert Währungsrisiken weltweit zentral für alle Gesellschaften des Cisco Konzerns inklusive der Cisco Systems Capital Gesellschaften. Bei CS Capital erfolgt keine aktive Steuerung des Währungsrisikos, da die Refinanzierung stets währungskongruent zur Währung des Leasingvertrags erfolgt.

3.7. Operationelle Risiken

Operationelle Risiken ergeben sich aus Fehlern bei der Informationsverarbeitung, der Aufbau- bzw. Ablauforganisation sowie aus Rechtsrisiken und Fehlhandlungen des Personals. Zur Überwachung und Begrenzung dieser Risiken wurden entsprechend interne Kontrollsysteme installiert. CS Capital ist derart organisiert bzw. in die Cisco Systems Capital Gruppe integriert, dass die Marktfolgefunktionen (z.B. Kreditanalyse und -entscheidungen, Leasingadministration von der Vertragserstellung bis zur Übergabe zwecks Auszahlung) weitgehend durch eigene Mitarbeitende in Deutschland wahrgenommen werden. Jede dieser Mitarbeitenden hat einen/eine Vertreter*in in der zentralen Vertragsadministration, die in Dublin von der Cisco Systems Finance International Unlimited Company (CSFI UC) für CS Capital wahrgenommen wird. Die weitere Vertragsabwicklung (von der Auszahlung bis zur Vertragsbeendigung) ist im Rahmen einer "Shared-Service-Vereinbarung" zur CSFI UC ausgelagert. Risiken ergeben sich hier in dem Umfang, indem die Services nicht in dem vereinbarten Service-Level einmalig oder dauerhaft geleistet werden können.

Die Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgt anhand des Basis-Indikatoransatzes. Die Risiken werden mit 15 % des Indikators berücksichtigt.

3.8. Nachhaltigkeitsrisiken

CS Capital ist Teil der Unternehmensgruppe der Cisco Systems, Inc. ("Cisco"). Der Ansatz von CS Capital in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ("ESG") wird durch die Richtlinien und Praktiken von Cisco geprägt.

Wir sind davon überzeugt, dass Risiken ein untrennbarer Teil von Innovation und der Verfolgung langfristiger Wachstumschancen sind. Die Geschäftsführung ist für das Risikomanagement (inklusive der ESG-Risiken) verantwortlich. Die CS Capital definiert Nachhaltigkeitsrisiken gemäß der Definition der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wonach Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken) als Umwelt-, Sozial- oder Governance-Ereignisse oder -Bedingungen definiert werden.

Aufgrund des hohen Standards der ESG-Aktivitäten und des Umweltmanagementsystems (EMS) von Cisco sehen wir keine wesentlichen Risiken in Bezug auf die Finanzierung von Cisco-Geräten, Software und Dienstleistungen. Unser Geschäftsmodell ist nicht wesentlich von physischen Risiken oder Übergangsrisiken betroffen. Lediglich 11,78% der Kunden der CSC aus den Branchen Automobil/Automobilindustrie, Energie, Luftfahrt, Schiffbau, Logistik; Metall- und Erdölindustrie sind aufgrund der Branchenzugehörigkeit von Übergangsrisiken betroffen.

Darüber hinaus überwacht Cisco's Board of Directors direkt und über seine Ausschüsse das Risikomanagement von Cisco. Unter der Aufsicht des Board of Directors hat Cisco Verfahren, Prozesse und Abläufe definiert, die solche Risiken, denen Cisco's Geschäftsaktivitäten ausgesetzt sind, steuern und die Risikotoleranz entsprechend anpassen.

Weitere Informationen zu Cisco's ESG-Initiativen, Zielen und Engagement, zum Risikomanagement sowie zu Richtlinien und Veröffentlichungen für besondere Fachkreise sind in unserem jährlichen Purpose Report (ungeprüft) und den diesen ergänzenden Informationen enthalten, die auf dem ESG Reporting Hub von Cisco zur Verfügung stehen.

3.9. Risikotragfähigkeit

Die Risikotragfähigkeitsrechnung der CS Capital gibt einen Überblick über die Fähigkeit, die bestehenden Risiken durch das Risikodeckungspotential abdecken zu können. CS Capital verwendet den Going-Concern Ansatz als Steuerungsansatz, der um verschiedene Stress-Szenarien ergänzt wird. Ferner erfolgt eine Überleitung zum Gone-Concern Ansatz. Dieser Ansatz wird jedoch nicht zur Steuerung der Risiken verwendet.

Das Risikodeckungspotential entspricht grundsätzlich dem Eigenkapital der Gesellschaft nach US-GAAP (per 31.07.2024: € 18,0 Mio.). Unter Berücksichtigung eines Risikoabschlages von 5,0 % sowie eines Mindestkapitals in Höhe von € 1,0 Mio. zur Sicherstellung der Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft wird die Risikodeckungsmasse berechnet. Bei einer Auslastung von bis zu 70 % der Risikodeckungsmasse wird die Risikotragfähigkeit als ausreichend definiert. Wird das Limit von 70 % überschritten, sind entweder risikomindernde oder Eigenkapital erhöhende Maßnahmen zu analysieren und gegebenenfalls umzusetzen.

Die Risikotragfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr im Basis-Szenario jederzeit gegeben. Die Entwicklung wird von der CS Capital eng überwacht und bei Bedarf können entsprechende Kapitalmaßnahmen eingeleitet werden.

Die Risiken innerhalb des Basis-Szenarios stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Risikoart Auslastung Risikodeckungspotential
in %
Adressenausfallrisiko 10,1 %
Marktpreisrisiko (inkl. Restwertrisiko) 26,6 %
Operationelles Risiko 5,8 %
Total 42,5 %

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist von erheblicher Aufgrund dieser Situation erwarten führende deutsche Wirtschaftsinstitute, verschiedene Verbände, die Bundesregierung, die Deutsche Bundesbank sowie die CS Capital eine leichte Entspannung der wirtschaftlichen Lage frühestens im Laufe des Jahres 2025 aus. Für das Jahr 2024 wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um etwa 0,1 % sinken prognostiziert.

Zu den Unsicherheitsfaktoren gehören unter anderem eine mögliche Verschärfung des Nahost-Konflikts in Israel, der Krieg in der Ukraine sowie weitere geopolitische Konflikte, die Spannungen zwischen Großmächten und deren Verbündeten verstärken könnten. Diese Unsicherheiten wirken hemmend auf Investitionen, weshalb die Entwicklung des Investitionsverhaltens der Unternehmen in Deutschland schwer vorhersehbar ist.

Trotz der Herausforderungen konnte CS Capital das geplante Neugeschäftsvolumen von € 57 Mio. im Geschäftsjahr 2023/2024 mit tatsächlichen € 70,0 Mio. übertreffen, wobei € 14 Mio. auf Factoring und € 6,0 Mio. auf Mietkauf entfielen. Weitere Details hierzu sind in Abschnitt 1 "Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" zu finden. Angesichts der bestehenden Unsicherheiten plant CS Capital für das Geschäftsjahr 2024/2025 konservativ ein höheres Neugeschäftsvolumen von € 73,5 Mio. (+5,0 %) und für die folgenden zwei Jahre einen durchschnittlichen Anstieg des Neugeschäfts um 2,0 %. Diese Planungen berücksichtigen keine potenziellen "Einmal-Effekte" durch Großprojekte, wie etwa Whole Portfolio Agreements, die Software, Netzwerkausrüstung und Services in einem Vertrag bündeln und mit Cisco' s strategischen Kunden abgeschlossen werden.

Auf Grundlage der aktuellen Planung bis November 2024 erwartet CS Capital, in den nächsten drei Geschäftsjahren ein positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit zu erzielen: € 0,1 Mio. im Geschäftsjahr 2024/2025, € 1,2 Mio. im Geschäftsjahr 2025/2026 und € 2,3 Mio. im Geschäftsjahr 2026/2027.

Um die angestrebten Wachstumsziele zu erreichen, plant CS Capital ein umfassendes Maßnahmenpaket. Dazu gehört insbesondere, dass die vier definierten Vertriebsregionen weiterhin mit mindestens einem Financial Solutions Manager besetzt sind. Dies soll eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Cisco-Vertriebsorganisation sicherstellen und das Neugeschäftsvolumen steigern.

Zu den weiteren Maßnahmen zählen die Erhöhung der Relevanz von CS Capital für die Cisco Systems GmbH, der Ausbau der Marketingaktivitäten sowie die Entwicklung und Erweiterung zusätzlicher kundenorientierter Finanzierungsprogramme wie Cisco Green Pay, Cisco Easy Pay und Cisco Open Pay. Außerdem ist der Ausbau der Zusammenarbeit mit Finanzpartnern vorgesehen, um Märkte und Produkte zu erschließen, die CS Capital aufgrund regulatorischer Restriktionen nicht selbst anbieten kann.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Factoring-Geschäfts im Geschäftsjahr 2024/2025, wodurch eine höhere Relevanz von CS Capital für die Cisco-Vertriebspartner erwartet wird.

Die Ertragslage der Gesellschaft soll nachhaltig und kontinuierlich verbessert werden. Der im Geschäftsjahr 2023/2024 durch die Zinsentwicklung bedingte Jahresfehlbetrag von € 0,4 Mio. wird als vorübergehend angesehen, da die Zentralbanken aufgrund des Rückgangs der Inflation in der EU und den USA den Höhepunkt der Leitzinserhöhungen erreicht haben und im Kalenderjahr 2024 bereits Zinssenkungen eingetreten sind. Eine Verbesserung der Ertragslage wird vor allem durch das wachsende Vertragsportfolio erwartet, das zu einer höheren Anzahl von Folgegeschäften führt. Mögliche Restwertrisiken sollen durch Vertragsverlängerungen oder den Verkauf der Vertragsgegenstände an Kunden oder Dritte abgedeckt werden, wobei nach Möglichkeit Mehrerlöse erzielt werden sollen.

Chancen

Obwohl CS Capital bisher nicht wesentlich von den Auswirkungen der aktuellen Krisen beeinträchtigt wurde, bleibt unklar, wie stark eine weitere Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds das Geschäft in Zukunft beeinflussen könnte. Dennoch wird erwartet, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen weiterhin in die Digitalisierung ihrer Prozesse und Kommunikation sowie in die Sicherheit ihrer IT- Infrastruktur investieren müssen, um Produktivitätssteigerungen zu erzielen und den gestiegenen IT- Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Die Verfügbarkeit neuer Hard- und Software-Lösungen von Herstellern der Cisco-Gruppe bietet CS Capital die Chance, Kunden einen technologischen Refresh ihrer bestehenden Leasinggegenstände anzubieten. Cisco Systems Inc. und CS Capital werden Unternehmen mit maßgeschneiderten Produkten und Lösungen bei dieser Transformation unterstützen. Rückgenommene Leasinggegenstände werden entweder von der Gesellschaft selbst oder durch das Asset-Management-Team der Cisco Capital Gruppe weitervermarktet.

Cisco fokussiert sich im Rahmen seiner Transformation von einem Hardware- zu einem Software-Anbieter weiterhin auf die Entwicklung von Software-Lösungen und abonnementbasierten Angeboten. Ein zentraler Aspekt ist die Investition in Network-as-a-Service-Angebote, die Kunden Flexibilität in der Nutzung der Technologie von Cisco bieten.

Die Marktchance für CS Capital liegt in der engen Zusammenarbeit mit der Cisco Systems GmbH und deren Vertriebspartnern, um Finanzierungslösungen für Cisco-Kunden und -Partner bereitzustellen, insbesondere wenn Investitionen in die Erneuerung technischer Plattformen anstehen. Trotz der Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach IT-Lösungen zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen und Kommunikation hoch. CS Capital spielt als Teil der Cisco-Gruppe eine entscheidende Rolle für die Cisco Systems GmbH beim Vertrieb von Cisco-Produkten, da es neben dem Produkt auch Finanzierungslösungen anbietet. Somit fungiert CS Capital als integrales Vertriebsinstrument der Cisco Systems GmbH.

Sollte die wirtschaftliche Schwächephase länger andauern, werden Unternehmen ihren Fokus verstärkt auf die Sicherstellung ihrer Liquidität legen müssen. In diesem Kontext kann CS Capital Unternehmen unterstützen, indem es über Leasingfinanzierungen für anstehende IT-Investitionen das Liquiditätsmanagement erleichtert.

Die CS Capital orientiert sich in der Ausrichtung ihrer Geschäftstätigkeit an der Strategie der Cisco Systems GmbH. Diese Unterstützung durch Finanzierungslösungen erleichtert die Kundenakquise und -bindung. Daher wird der Business Plan von CS Capital jährlich an das Geschäftsmodell der Cisco-Gruppe angepasst.

Wie oben beschrieben, birgt die fortschreitende Digitalisierung der industriellen Produktion sowie die zunehmende Vernetzung verschiedenster Geräte (Internet of Things - lOT) und die damit verbundenen Netzwerksicherheitsanforderungen weiterhin erhebliche Wachstumspotenziale für die Cisco-Gruppe und damit auch für CS Capital. Als Absatzfinanzierungsgesellschaft hängt der Erfolg von CS Capital wesentlich vom Absatzerfolg und der Strategie der gesamten Cisco-Gruppe ab. Die Bedeutung von CS Capital für die Vertriebspolitik wird in dieser Entwicklung erheblich zunehmen, da anspruchsvolle Kunden ein verstärktes Interesse an Finanzierungslösungen haben, die eine Risikoteilung mit der Leasinggesellschaft beinhalten (beispielsweise sogenannte "Pay-as-you-Use-Modelle").

Risiken

Für Informationen zum Risikomanagement von CS Capital, das der Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der wesentlichen Risiken gemäß MaRisk dient, verweisen wir auf den Risikobericht in Kapitel 3 des Lageberichts.

Neben den zuvor genannten Chancen birgt die Rolle als herstellergebundener Absatzfinanzierer auch Risiken für CS Capital, insbesondere durch die Abhängigkeit vom Absatzerfolg und der Strategie der Muttergesellschaft. Absatzrückgänge innerhalb der Cisco-Gruppe könnten sich negativ auf die Geschäftsentwicklung von CS Capital auswirken.

Wie im Abschnitt zum Liquiditätsrisikomanagement erläutert, ist der Zugang zu den Liquiditätsreserven innerhalb der Cisco-Gruppe über das Rahmendarlehen gesichert. Der Cisco-Konzern plant in diesem Bereich keine Veränderungen. Der Fortbestand von CS Capital hängt jedoch vom Fortbestand der Cisco- Gruppe und deren Fähigkeit zur Beschaffung der benötigten Finanzierungsmittel ab.

Die Auswirkungen der verschiedenen globalen Krisen beeinflussen die wirtschaftliche Entwicklung weltweit, in Europa und in Deutschland erheblich. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Rezession, aus der sie sich voraussichtlich nur langsam erholen wird. Die Dauer der Krisen ist derzeit unklar. Zudem verschärfen weitere geopolitische Konflikte, wie der Taiwan-Konflikt, die Spannungen zwischen den Großmächten USA und China sowie deren Verbündeten. Diese Unsicherheiten könnten zu einer Investitionszurückhaltung seitens der Unternehmen führen, was sich negativ auf die Geschäftsentwicklung von CS Capital auswirken könnte.

Trotz eines negativen Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von € 0,4 Mio. blickt CS Capital im Rahmen ihrer Rolle im Cisco-Konzern auf ein solides Geschäftsjahr 2023/2024 zurück. Das Neugeschäftsvolumen erreichte € 70,1 Mio., was über dem Plan von € 56,7 Mio. lag, trotz der bestehenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten.

CS Capital ist zuversichtlich, dass die beschriebenen Maßnahmen zur Optimierung des Produktportfolios und zur Erweiterung kundenorientierter Service- und Vertragsdienstleistungen zur Erreichung ihrer Ziele in den kommenden Geschäftsjahren beitragen werden. Diese Maßnahmen sollen das Jahresergebnis der Gesellschaft wieder positiv gestalten. Trotz der hohen Unsicherheiten, die mit der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit, in Europa und in Deutschland verbunden sind, blickt die Geschäftsführung aufgrund der positiven Ausrichtung und Marktstellung der Cisco-Gruppe optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr 2024/2025. Die Cisco-Gruppe spielt eine entscheidende Rolle beim weiteren Ausbau der IT-Infrastruktur zur Digitalisierung von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Die Geschäftsführung plant für das Geschäftsjahr 2024/2025, ein leicht positives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit zu erreichen.

 

Garching bei München, 16 Januar 2025

Cisco Systems Capital GmbH

Guido Gregor Kessler

Janine Alexandra Michaelis

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Cisco Systems Capital GmbH, Garching b. München - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cisco Systems Capital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2023 bis zum 31. Juli 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 17. Januar 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rist, Wirtschaftsprüfer

Dr. Stratmann, Wirtschaftsprüfer

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