DigitasLBi GmbHLiquidiert

50672 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 89869
Eingetragen
18.1.2017
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
das Betreiben einer digitalen FullService Marketing- und Technologieagentur, insbesondere die Erbringung von Beratungsdienstleistungen, die Konzeption und die Realisierung von Marketingsmaßnahmen über klassische sowie digitale Kanäle und deren technische Umsetzung, die Entwicklung von Software und kundenspezifischen Applikationen, Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing, Affiliate Marketing, Online Media Marketing, Mobile Marketing, Social Media Marketing, Online-PR, Training, Customer Relationsship Management sowie digitale TV-Applikation.

Historie

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Management

NameRolle
Wolf Ingomar Faecks
seit 8.6.2017
Geschäftsführer
Martin Bauermeister
seit 19.4.2017
Prokura
Ingo Dr. Stein
seit 18.1.2017
Prokura
Thomas Elkan Boisen
seit 18.1.2017
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

DigitasLBi GmbH (vormals: DigitasLBi AG)

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Bilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

EUR 31.12.2015
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 224,20
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 238.194,55 279.402,64
III. Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.425.266,00 16.563.408,00
  17.663.460,55 16.843.034,84
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Unfertige Leistungen 418.335,33 472.301,48
2. Geleistete Anzahlungen 19.740,25 0,00
  438.075,58 472.301,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.600.205,91 5.001.061,55
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 374.380,85 335.183,29
3. Sonstige Vermögensgegenstände 27.675,32 202.729,28
  4.002.262,08 5.538.974,12
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 701.714,80 169.750,10
  5.142.052,46 6.181.025,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.289,97 50.112,97
  22.806.802,98 23.074.173,51

Passiva

   
  EUR 31.12.2015
EUR
A. Eigenkapital    
I. Grundkapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 16.000.676,32 16.000.676,32
III. Bilanzverlust -986.920,11 -1.125.171,19
  15.513.756,21 15.375.505,13
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 427.293,10 394.840,98
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 353,54
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 107.202,92
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.146.738,80 5.133.291,49
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.487.262,19 926.509,94
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.231.752,68 1.136.469,51
davon aus Steuern EUR 1.229.756,78 (Vj. EUR 1.063.137,05)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)    
  6.865.753,67 7.303.827,40
  22.806.802,98 23.074.173,51

Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

EUR 2015
EUR
1. Umsatzerlöse 10.298.795,87 11.251.417,69
2. Verminderung oder Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen -53.966,15 195.645,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 346.259,57 240.171,37
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 1.498,23 (Vj. EUR 18.218,26)    
4. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.560.699,08 3.790.388,85
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.548.422,73 4.928.825,86
b) Soziale Abgaben 791.414,86 871.281,24
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 120.680,59 137.251,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.271.881,84 2.589.930,33
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 2.684,87 (Vj. EUR 7.278,39)    
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 864.392,97 817.068,58
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 861.858,00 (Vj. EUR 817.068,58)    
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen EUR 13.194,47. (Vj. EUR 26.443,19) 17.563,58 26.443,19
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.581,00 24.642,89
11. Ergebnis nach Steuern 139.238,58 135.539,11
12. Sonstige Steuern 987,50 0,00
13. Jahresüberschuss 138.251,08 135.539,11
14. Verlustvortrag 1.125.171,19 1.260.710,30
15. Bilanzverlust 986.920,11 1.125.171,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

A. ALLGEMEINE HINWEISE

Die Muttergesellschaft der DigitasLBi AG (jetzt: DigitasLBi GmbH), Köln (im Folgenden kurz: "DLBi"), ist die LBi Germany Holding GmbH, Berlin. Sie hält 100% der Anteile am Grundkapital der DLBi. Seit dem 15. Februar 2013 ist die DLBi eine mittelbare Tochtergesellschaft der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/Frankreich, die über ihre Beteiligung an der MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, die wiederum die 100%ige Mutter der LBi Germany Holding GmbH, Berlin, ist, 100% der Anteile an der DLBi hält.

Das Grundkapital der DLBi betrug € 500.000,00. Ausgegeben waren 500.000 auf den Namen der Aktionäre lautende Stückaktien.

Die Gesellschaft war unter der Firma DigitasLBi AG mit Sitz in Köln im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 73295 eingetragen. Nach erfolgter Umwandlung ist die DigitasLBi GmbH im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln unter der Nummer HRB 89869 seit dem 18. Januar 2017 eingetragen.

Vorstand

Die DLBi hatte im Geschäftsjahr 2016 folgendes Vorstandsmitglied:

Vorstandsmitglied Anke Herbener, Rechtsanwältin, hauptberuflich Vorstand der DigitasLBi AG, Köln, bis zum 31. Dezember 2016 (eingetragen im Handelsregister bis zum 18. Januar 2017).
  Frau Herbener war neben ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft bei der LBi Germany Holding GmbH als Geschäftsführerin tätig.

Aufsichtsrat

Es waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats der DLBi tätig:

Vorsitzender Dr. Dirk Besse, Rechtsanwalt, Berlin
  Herr Dr. Besse war ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat der MetaDesign AG.
Aufsichtsratsmitglieder Luke Taylor, Global Chief Executive Officer DigitasLBi, London/Großbritannien
  Ewen Sturgeon, Chief Executive Officer DigitasLBi International, London/Großbritannien

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Aufbau und Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte entsprechend den gesetzlichen Vorschriften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist identisch mit dem Kalenderjahr.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von BilRUG in 2016 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Soweit zutreffend erfolgt eine detaillierte Erläuterung bei den entsprechenden Bilanzpositionen in C.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer
in Jahren
Software 3
EDV-Anlagen 3 - 5
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Die Einbauten in gemieteten Gebäuden werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, längstens jedoch über die Laufzeit des Mietvertrages, abgeschrieben. Darüber hinaus werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG (Anschaffungskosten von EUR 150 bis EUR 1.000) wurden seit 2008 in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Seit dem 01.01.2016 werden Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten < 410 € im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

2. Finanzanlagen

Finanzanlagen (Ausleihungen an verbundene Unternehmen) werden zu Nennwerten bewertet.

3. Vorräte

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten sowie die aktivierungsfähigen Gemeinkosten.

Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wird beachtet.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt.

5. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nettozahlungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen. Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

8. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschluss-Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

9. Umsatzerlöse

Die Leistungen der Agentur werden im Wesentlichen auf Projekthonorarbasis abgerechnet. Die Projekthonorare werden für eine umfassende Kundenbetreuung oder aus der Produktion von Werbung erzielt. Der Ertrag aus einem Projekt wird abhängig von der Vertragsform realisiert. Erträge im Rahmen von Dienst- bzw. Werkverträgen werden nach Erbringung der geschuldeten Leistung bzw. der vertraglichen Abnahme des geschuldeten Werkes realisiert. Soweit aufgrund individueller Vertragsgestaltung endgültige Teilabrechnungen vereinbart werden, erfolgt die Realisation des Ertrags nach erbrachter Teilleistung.

10. Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Absatz 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Absatz 1 Satz 1 HGB) beachtet.

11. Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle anderen Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der PUBLICIS Groupe S.A., Paris/Frankreich, einbezogen werden und alle weiteren Gesellschaften, an denen die PUBLICIS Groupe S.A. direkt bzw. indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.

C. ANGABEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem zum Anhang beigefügten Anlagespiegel.

Es erfolgten Ausleihungen an die DigitasLBi AB, Stockholm/Schweden in Höhe von TEUR 17.425 (Vorjahr: TEUR 16.563).

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 374 (Vorjahr: TEUR 335) resultieren im Geschäftsjahr in voller Höhe aus dem Leistungsaustausch mit anderen Gesellschaften des Konzerns. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten nur Positionen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

4. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 500. Der Verlustvortrag beträgt TEUR 987 (Vorjahr: TEUR 1.125) und resultiert aus Verlusten vor dem Ergebnisabführungsvertrag mit der LBi Germany Holding GmbH. Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 138 mindert den ausgewiesenen Bilanzverlust. Bis zur Aufzehrung der vororganschaftlichen Verlustvorträge wird keine Gewinnabführung vorgenommen.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personal TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 126), Jahresabschluss TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 10) und ausstehende Eingangsrechnungen TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 204).

6. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.487 (Vorjahr: TEUR 927) werden TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 0) Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management-System ausgewiesen. Sämtliche Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Weiterhin resultieren TEUR 3.147 (Vorjahr: TEUR 5.133) Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsaustausch.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten kann dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden:

in TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Restlaufzeit gesichert gesamt Restlaufzeit bis 1 Jahr gesamt
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr zwischen 1-5 Jahre
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0 107 107
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.147 0 0 3.147 5.133 5.133
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.487 0 0 2.487 927 927
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.232 0 0 1.232 1.136 1.136
- davon aus Steuern 1.230 0 0 1.230 1.063 1.063
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0 0 0 0

7. Umsatzerlöse

In Bezug auf die Anwendung von BilRUG wurden im Geschäftsjahr Erlöse aus Dienstleistungen TEUR 426 (Vorjahr: TEUR 0) den Umsatzerlösen zugeordnet.

8. Aufwendungen für bezogene Leistungen

Gemäß dem branchenüblichen Ausweis werden unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen die Aufwendungen für freie Mitarbeiter und Aufwendungen für von Konzernunternehmen bezogene kundenbezogene Dienstleistungen ausgewiesen.

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 345) Konzernumlagen, TEUR 445 (Vorjahr: TEUR 469) für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen des konzerninternen Shared Service Centers sowie TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 305) für Werbekosten und TEUR 522 (Vorjahr: TEUR 543) für Raumkosten enthalten.

10. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen TEUR 144 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie TEUR 130 Erträge aus Kontenbereinigung.

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der LBi Germany Holding GmbH ist die Gesellschaft Teil der gewerbe- und körperschaftlichen Organschaft ihres Mutterunternehmens. Ein eventueller Körperschaftsteuer- und Gewerbesteueraufwand fällt grundsätzlich nicht auf Ebene der Gesellschaft, sondern beim Organträger an. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremd.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Konzernabschluss

Den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt zum Jahresende eines jeden Kalenderjahres das oberste Mutterunternehmen, die PUBLICIS Groupe S.A., Paris/Frankreich, auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 wird in diesen Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss ist bei der PUBLICIS Groupe S.A., 133 Avenue des Champs-Elysées, 75008 Paris/Frankreich, erhältlich.

2. Zentrales Cash- Management

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2016 an das zentrale Cash-Pooling-System innerhalb des Konzerns mit der MMS Germany Holdings GmbH angeschlossen. Die liquiden Mittel aller Gesellschaften werden zusammengefasst und der Finanzbedarf der einzelnen Gesellschaften zentral gedeckt. Im Rahmen des mit der MMS Germany Holdings GmbH vereinbarten Cash Pooling Vertrages besteht keine gesamtschuldnerische Haftung für eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch ein beteiligtes Unternehmen bzw. für einen auf dem Zielkonto möglicherweise entstehenden Soll-Saldo. Eine Inanspruchnahme der Kreditlinien durch die Gesellschaft lag zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 473 (Vorjahr: TEUR 0) vor.

3. Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 598 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. Miet-, Leasing- und ähnlichen Dauerschuldverhältnissen mit festen Grundmietzeiten:

Geschäftsjahr Gesamt davon gegenüber verbundenen Unternehmen
2017 388 125
2018 110 63
2019 100 63
  598 0

5. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr 2016 wurden durchschnittlich 89 Angestellte (Vorjahr: 100 Angestellte) beschäftigt. In der Arbeitnehmerzahl sind definitionsgemäß Vorstandsmitglieder, Aufsichtsratsmitglieder und Auszubildende nicht enthalten.

6. Vorstandsbezüge

Die Angabe zu den Vorstandsbezügen unterbleibt. Der Vorstand der Gesellschaft macht Gebrauch von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

7. Aufsichtsratsbezüge

Die Mitglieder des Aufsichtsrats der DLBi haben für das Geschäftsjahr 2016 keine Bezüge erhalten.

8. Abschlussprüferhonorare

Die Honorare des Abschlussprüfers betragen TEUR 20 (Vorjahr. TEUR 20) und betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

9. Nachtragsbericht

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Dezember 2016 wurde die DigitasLBi AG in die DigitasLBi GmbH mit Sitz in Köln (Amtsgericht Köln HRB 89869) umgewandelt. Die Gesellschaft ist im Wege des Formwechsels entstanden. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 18. Januar 2017.

Der am 14. November 2011 zu HRB 73295 eingetragene Gewinnabführungsvertrag mit der LBi Germany Holding GmbH mit Sitz in Berlin (Amtsgericht Charlottenburg HRB 130438B) besteht nach dem Formwechsel weiter.

Im Zuge der formwechselnden Umwandlung in die DigitasLBi GmbH entfallen die Organe Vorstand und Aufsichtsrat mit der Eintragung der Umwandlung am 18. Januar 2017.

Herr Thomas Elkan Boisen übernimmt ab 18. Januar 2017 die Geschäftsführung. Als weiterer Geschäftsführer wird Herr Wolf Ingomar Faecks ab 24. April 2017 bestellt.

Es ist geplant, die Gesellschaft im Jahr 2018 mit der Sapient GmbH zu verschmelzen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 keine Ereignisse eingetreten, die für die DLBi von wesentlicher Bedeutung sind.

 

Köln, den 29.11.2017

Thomas Elkan Boisen

Wolf Ingomar Faecks

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

A. Grundlagen des Unternehmens

Unternehmen

Die DigitasLBi GmbH, Köln (im Folgenden kurz: "DLBi") gehört zu den führenden Marketing- und Technologieagenturen in Deutschland. Sie entstand aus dem Zusammenschluss der drei Agenturen LBi Germany AG, Köln, bigmouthmedia GmbH, München, und Iven und Hillmann GmbH & Co. KG, Berlin. Sie ist an den Standorten in Köln, Berlin, Hamburg und München vertreten und hat eine Schwestergesellschaft in Zürich. Die DLBi unterstützt ihre Kunden, den kreativen und technologischen Wandel, der alle Prozesse des Unternehmens grundlegend verändert, als Chance zu nutzen und bereitet sie so auf die Herausforderung des digitalen Wandels vor.

Die DigitasLBi GmbH gehört zu Publicis.Sapient, dem digitalen Bereich des weltweit drittgrößten Kommunikations- und Digitalnetzwerkes Publicis Groupe S.A.

In Publicis.Sapient sind die führenden Digitalagenturen DigitasLBi und SapientRazorfish zusammengefasst. Publicis.Sapient beschäftigt 23.000 Mitarbeiter in 100 Niederlassungen in 50 Ländern.

Rechtliche Struktur

Mit Eintragung im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln vom 18.1.2017 ist die Umwandlung des Unternehmens von der DigitasLBi AG in die DigitasLBi GmbH endgültig vollzogen worden.

Die DLBi ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der LBi Germany Holding GmbH, Berlin, die über die MMS Germany Holdings GmbH, Düsseldorf, mit der Publicis Groupe verbunden ist. Zwischen der DLBi und der LBi Germany Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Der Sitz der zentralen Geschäftsleitung der Publicis Groupe S.A. ist Paris/Frankreich.

Kontrollsystem

Die DLBi ist in das umfangreiche monatliche Reporting des Publicis Konzerns eingebunden. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die wesentlichen Leistungsindikatoren im Vergleich zu den Vorgaben (Soll-Ist-Vergleich) analysiert. Darüber hinaus existiert ein detailliertes internes Projektcontrolling. Standardmäßig werden wöchentliche Umsatzforecasts erstellt und die Liquidität wird überwacht. Es bestehen fest definierte Informationswege zum Management und in die Firmengruppe. Die Weitergabe von Informationen und die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern erfolgt unmittelbar auf digitalem Wege. Der Geschäftsführung und den Prokuristen der DLBi obliegen die Leitung und die Kontrolle der Gesellschaft.

Forschung und Entwicklung

Es wurden keine nach § 289 Abs. 2 Nr. 3 HGB berichtspflichtigen Aktivitäten im Geschäftsjahr 2016 getätigt.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaft hat ihre stabile Entwicklung 2016 fortgesetzt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9% gegenüber dem Vorjahr nach einem Wachstum von 1,7% im Wirtschaftsjahr 2015. Damit lag das Wachstum über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (1,4%). Erneut waren die privaten Konsumausgaben (+2,0%) sowie die Ausgaben des Staates (+4,2%) die wichtigsten Wachstumsmotoren der deutschen Wirtschaft. Investitionen in Bauprojekte (+3,1%) sowie in Ausrüstungen (+1,7%) trugen 2016 ebenfalls zum Wachstum bei, während der Außenbeitrag (-0,1%) sowie der Vorratsabbau (-0,4%) eine leicht abschwächende Wirkung hatten. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2016 mit 43,5 Millionen den höchsten Stand seit 1991, die Arbeitsproduktivität stieg um 0,9%.

Das ifo Institut prognostiziert für das Wirtschaftsjahr 2017 ein Wirtschaftswachstum (reales Bruttoinlandsprodukt) in Höhe von 1,5% in Deutschland, weist aber auf Risiken hin die sich aus der globalen politischen Landschaft ergeben. Das DIW ist in seinen Prognosen noch pessimistischer: 1% Wachstum. Die fünf führenden deutschen Wirtschaftsinstitute kommen auf einen Mittelwert von 1,4%. Gemäß GfK Konjunkturprognose bleibt der private Konsum auch 2017 weiterhin eine wichtige Konjunkturstütze, wird sich aber auf 1,5% abschwächen.

Gemäß einer Umfrage der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) rechnet die Hälfte der befragten Unternehmen 2017 mit höheren Umsätzen, 42% gehen von stabilen Umsätzen aus. Deutliche Budgeterhöhungen gab es 2016 im Digitalbereich: Bewegtbild 83%, Mobile 81%, Social Media 75%.

Die deutschen Werbe- und Kommunikationsagenturen konnten laut GWA-Bericht 2016 einen durchschnittlichen Umsatzzuwachs in Höhe von 3,75% verbuchen. Diese Steigerungsrate lag unter dem Vorjahreswert (2015: 6,48%). 62% der befragten Unternehmen glauben, dass sie ihren Umsatz weiter steigern werden, 18% rechnen mit stabilen Zahlen, nur 20% gehen von Umsatzrückgängen aus. Die durchschnittlich erzielte Rendite 2016 liegt bei 9,9%, erwartet werden 10,2% für das Geschäftsjahr 2017. Die wachstumsstärksten betreuten Kundenbranchen sind Automotive sowie Nahrungs- und Genussmittel, der wachstumsstärkste Arbeitsbereich ist die digitale Kommunikation.

Insgesamt wachsen Digitalagenturen in Deutschland mit zweistelligen Raten. Gemäß einer Umfrage der W&V betrug das Wachstum von 2011 bis 2015 durchschnittlich 12,7%, alleine 2015 mit 16,7%.

Die Branchenkennzahlen deuten auf ein weiteres Wachstum der digitalen Kommunikation in den nächsten Jahren hin.

b) Nichtfinanzielle und finanzielle Leistungsindikatoren

Zu den wichtigsten Finanzkennzahlen der DLBi zählen neben dem EBIT (Operating Income) und der Umsatzrendite (OI Margin) der Auslastungsgrad der Mitarbeiter, die Personalkostenquote (feste und freie Mitarbeiter) und der Pro-Kopf-Umsatz. Diese Kennzahlen werden teilweise auf wöchentlicher (Auslastungsgrad), größtenteils auf monatlicher Basis nachverfolgt.

Die Leistungsfähigkeit der DLBi zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennziffern, sondern auch in der Nachhaltigkeit des unternehmerischen Handelns. Dies wird insbesondere im Rahmen des jährlichen Corporate Social Responsibility Reports des Mutterkonzerns Publicis überprüft. Wichtige Kennzahlen in diesem Bereich sind z. B. der Material- und Energieverbrauch (Papier, Strom etc.), die Anzahl der Flugreisen (CO 2 Ausstoß), Anzahl an Sicherheitsbeauftragten und Ersthelfer, Diversity, etc.

Voraussetzung für den unternehmerischen Erfolg der DLBi sind insbesondere qualifizierte, leistungsfähige und motivierte Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Daher investiert die DLBi in erheblichen Maße in Aus- und Weiterbildung. In regelmäßigen Abständen werden Mitarbeitergespräche geführt. Die wichtigste Kennzahl in diesem Bereich ist die Fluktuationsrate, die monatlich an das Management berichtet wird.

Des Weiteren steht die DLBi mit ihren Kunden in einem engen Austausch, so dass sie auch in diesem Bereich über deren Zufriedenheit, Wünsche und Ziele informiert ist und aus den Rückmeldungen Maßnahmen ableiten kann.

Die konkrete Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst steht bei der DLBi noch aus. Die Beschlüsse zur Festlegung der Zielgrößen zur Erreichung der Erhöhung des Frauenanteils innerhalb der DLBi werden aber in Kürze von den entsprechenden Gremien gefasst. DLBi wird dazu beitragen eine geschlechtergerechte Teilhabe an verantwortungsvollen Positionen zu ermöglichen. Ziel ist es die Diversität in den Führungsgremien zu gewährleisten und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der DLBi zu steigern.

c) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

i. Entwicklung der Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Nettoumsätze der DLBi um 8,5% auf T€ 10.299 (Vj. T€ 11.251) verringert. Dabei entfällt der Großteil der Umsätze auf den Fullservice-Bereich, während das Media-Geschäft einen Umsatzanteil von 5 Mio. Euro ausweist, dem 2,1 Mio. Euro externe Mediakosten (Fremdkosten) zugeordnet werden. Der Ausweis erfolgt branchenüblich netto. Die langjährigen Beziehungen zu Großkunden sichern nach wie vor die Grundlage des Geschäfts und tragen zu der stabilen Umsatzentwicklung bei wobei eine zunehmende Tendenz zu beobachten ist, dass Kunden Medialeistungen nicht mehr über Agenturen sondern direkt bei den Werbeträgern wie z.B. Google buchen. DLBi begegnet diesem Trend mit einer Ausweitung und Diversifikation seiner Medialeistungen, bspw. über intelligente Datenbankkombinationen (Programmatics), die eine zielgenauere Kampagnenplanung ermöglichen.

Die Gesamtleistung (Umsatz +/- Veränderung des Bestandes an unfertigen bzw. noch nicht abgerechneten Leistungen + sonstigen betrieblichen Erträgen) ist um 9,4% auf T€ 10.591 (Vj: T€ 11.687) zurückgegangen.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind um 6% auf T€ 3.561 zurückgegangen. Die Aufwendungen betreffen etwa zu 10% freie Mitarbeiter und zum überwiegenden Teil Fremdkosten für den Mediabereich (Einkauf von Medialeistungen im weiteren Sinne).

Der Rückgang des Personalaufwandes um 7,9% gegenüber dem Vorjahr auf T€ 5.340 ist im Wesentlichen auf die gesunkene Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr von 107 auf 95 inklusive Auszubildende, Werkstudenten und Aushilfen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 12,2% auf T€ 2.272 (Vj: T€ 2.590) gesunken. Dieser Rückgang erstreckt sich über fast alle wesentlichen Kostenarten incl. Konzernumlagen.

Das Zinsergebnis aus der Begebung von konzerninternen Darlehen ist um 5,8% auf 864 T€ angestiegen.

Es ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern Höhe von T€ 145 gegenüber T€ 136 im Vorjahr. Eine geringere Gesamtleistung (T€ 1.096) konnte durch einen niedrigeren Materialeinsatz (T€ 230), geringere Personalkosten (T€ 460) und geringere sonstige betrieblichen Aufwendungen (T€ 318) ausgeglichen werden.

Das Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 138 wird mit dem vorhandenen Bilanzverlust (T€ 1.125) verrechnet.

ii. Entwicklung der Vermögenslage

Die Bilanzsumme der DLBi hat sich gegenüber dem Vorjahr marginal um 1,2% auf T€ 22.807 n (Vj: T€ 23.074) verringert.

Das Anlagevermögen betrifft zum großen Teil Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf T€ 17.425.

Die unfertigen Leistungen sind mit T€ 418 leicht gegenüber Vorjahr gesunken (Vj: T€ 472).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 28% auf T€3.600 (Vj: T€ 5.001) gesunken. Der Rückgang ist auf einen geringen Anteil des Mediageschäftes zurückzuführen. Zudem wurden keine wesentlichen überfälligen Forderungen ausgewiesen.

Das Eigenkapital der DLBi beträgt nach Verrechnung mit dem Bilanzverlust des Vorjahres übersteigenden Betrages T€ 15.514 (Vj: T€ 15.375) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 0,9% gestiegen. Mit einer Eigenkapitalquote von 68% (Vj: 67%) ist die Gesellschaft sehr solide finanziert. Die sonstigen Rückstellungen sind mit T€ 427 gegenüber Vorjahr um 8,2% angestiegen. Die Verbindlichkeiten sind, entgegen gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen (T€ 2.487, Anstieg um T€ 1.561), auf T€ 6.866 (Vj: T€ 7.304) gesunken. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist zum einen auf eine Veränderung in der Cash Pool Position mit der Publicis-Gruppe und zum anderen durch einen Anstieg der Geschäftsbeziehungen mit anderen Konzernunternehmen aus dem Digitalbereich zurückzuführen.

iii. Entwicklung der Finanzlage

Die liquiden Mittel außerhalb des Konzern-Cash-Pools sind um T€ 532 auf T€ 702 angestiegen. Das Trade Working Capital (Umlaufvermögen minus Verbindlichkeiten) ist von T€ 1.122 auf T€ -1.724 gegenüber Vorjahr gesunken. Durch die Einbindung der DLBi in das gruppeninterne Publicis Cash Pooling ist eine Erfüllung aller Liquiditätsverpflichtungen jederzeit gewährleistet und die Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert.

iv. Gesamtaussage der wirtschaftlichen Lage zum Zeitpunkt der Aufstellung

Das Jahr 2017 bis zur Erstellung des Abschlusses des Geschäftsjahres 2016 verlief innerhalb der DLBi in Bezug auf die Umsatz-, und Ergebnisentwicklung im Großen und Ganzen plangemäß. Die Gesellschaft geht nach wie vor bei Umsatz auf Vorjahresniveau von einem ausgeglichenen bis leicht positiven operativen Ergebnis aus. Unbeachtet dieser Tatsache ist die Gesellschaft in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

d) Investitionen

Für das Jahr 2016 wurden außer Ersatzinvestitionen im Hardwarebereich keine wesentlichen Investitionen getätigt.

e) Personalbereich

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Stammgeschäft ist im Berichtsjahr von 107 auf 95 Mitarbeiter inklusive Azubis, Werkstudenten und Aushilfen gesunken. Die Anzahl der fest beschäftigten Mitarbeiter betrug durchschnittlich 90 (Vj: 100).

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Das folgende Kapitel enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese sind an der Verwendung von Formulierungen mit Wörtern wie "erwarten", "prognostizieren", "beabsichtigen", "planen", "anstreben", "einschätzen" und "werden" zu erkennen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf derzeitigen Erkenntnissen, Einschätzungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken, die im Risikobericht behandelt werden. Mehrere Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereiches der DLBi liegen, beeinflussen den Geschäftsverlauf und dessen Ergebnisse. Sie können dazu führen, dass der tatsächliche von dem für die Zukunft prognostizierten Geschäftsverlauf der DLBi abweicht.

Die DLBi geht für das Geschäftsjahr 2017 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau und einem ausgeglichenen bis leicht positiven EBIT aus. Es wird mit einem Nettoumsatz zwischen €10 und €11 Millionen gerechnet. Es ist eine stärkere Integration der DigitasLBi in die Sapient­Razorfish geplant. Aus dieser Integration sollen vertriebliche Impulse sowie Effizienzsteigerungen resultieren.

Risiken:

Aufgrund der anhaltend stabilen Ertragssituation sowie der starken Eigenkapitalbasis in Verbindung mit dem in 2012 mit der LBi Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages mit Verlustübernahmeerklärung werden bestandsgefährdende Risiken nicht gesehen. Es sind uns gegenwärtig keine operativen Risiken bekannt, die zu einer Gefährdung der Gesellschaft führen können.

Folgende Risiken können Auswirkungen auf die Finanz, Vermögens- und Ertragslage der DLBi haben:

Die DLBi ist aber wie auch die Wettbewerber den allgemeinen Risiken der Kommunikations- und Werbebranche ausgesetzt, so dass eine Eintrübung der Wirtschaftslage zu Auftragsrückgängen bzw. Verschiebung von Aufträgen führen kann. Somit besteht die Gefahr, dass Kunden in der Folge von unternehmerischen Sparmaßnahmen Etat- und Budgetkürzungen durchführen. Die Projekte werden zudem kleinteiliger und auch bei Bestandskunden und immer öfter Gegenstand von Ausschreibungen mit Teilnahme zahlreicher Agenturen, das heißt, der Vertriebsaufwand steigt. Es bleibt abzuwarten wie sich diese Entwicklung fortsetzt.

Es besteht aber auch die Gefahr, dass die nur moderat verlaufende Weltwirtschaft durch die nur schleppende Konjunkturentwicklung in den USA und der Wachstumseinbruch in China weiter negativ beeinflusst werden. Dies würde sich auch negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken.

Bei der Erbringung seiner Dienstleitungen ist DLBi auf die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften angewiesen. Diese sind gegenwärtig im Agenturumfeld nicht immer leicht zu finden. Der Trend hat sich 2017 noch verstärkt. Zudem können beim Abwandern von Schlüsselpersonen vorübergehend Lücken entstehen.

Die Liquidität der DLBi und der gesamten Publicis Gruppe erfolgt durch eine wöchentliche Cashflow Betrachtung aller Geschäftseinheiten und des Konzerns in Verbindung mit der Optimierung der Mahn- und Zahlungsmodalitäten durch das Management. Sollten die Planungen für das Jahr 2017 bzw. für das Jahr 2018 verfehlt werden, oder sollten sich weitere, bislang nicht ersichtliche Risiken zeigen, könnte sich eine Situation angespannter Liquidität ergeben. Bedingt durch den Beherrschungsvertrag und insbesondere durch die beschlossene Ergebnisübernahme durch die LBi Germany Holding GmbH, Berlin, ist die DLBi zukünftig mit ausreichender Liquidität versorgt, was einen langfristigen Fortbestand gewährleistet.

Risiken aus Rechtsstreitigkeiten haben für die DLBi weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit, einen den Bestand gefährdenden Charakter. Nach Überzeugung des Managements sind aus heutiger Sicht keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen können. Für die bekannten Risiken ist eine ausreichende bilanzielle Vorsorge in Form von Wertberichtigungen und Rückstellungen getroffen worden

Sofern einzelne oder mehrere Risiken kumuliert auftreten, wäre die künftige Entwicklung der Gesellschaft stark beeinträchtigt bzw. sogar gefährdet. Geschäftsführer und Prokuristen gehen nach heutigem Wissensstand in der Beurteilung seiner Gesamteinschätzung davon aus, dass die gegenwärtige Risikolage nicht zu einer Bestandsgefährdung führt

Chancen:

Eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte Umsatz und Ergebnis entsprechend positiv beeinflussen.

Durch eine starke Integration in die SapientRazorfish - Organisation sollen Potentiale bei Kundenbeziehungen gehoben sowie Effizienzsteigerungen durch ein gemeinsames Projektmanagement und bessere gegenseitige Auslastung der Mitarbeiter erzielt werden.

Besondere Chancen für die DLBi werden insbesondere in Bezug auf den Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und die Intensivierung neuer Kundenbeziehungen gesehen.

Neue Produkte: neue Geschäftschancen können sich aus der Erweiterung des Produktportfolios der Gesellschaft ergeben. Hierzu zählen beispielsweise neue Produkte und Dienstleistungen im Bereich Media.

Konzernverbund: Der Publicis-Konzern ist mit über 9,7 Mrd. Euro Umsatz 2016 das drittgrößte Werbenetzwerk der Welt. Die Einbindung in den Konzern kann neben der finanziellen Stabilität auch neue Geschäftschancen aus der gemeinsamen Betreuung von Bestandskunden bringen.

Grundsätzlich gehen wir trotz der gegenwärtigen Marktherausforderungen von einer positiven zukünftigen Entwicklung aus.

D. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Die DLBi hat die internen Kontrollsysteme und das Reporting bereits in den Vorjahren an die Anforderungen und Vorschriften der Publicis - Gruppe angepasst. Arbeitsprozesse und das interne Kontrollsystem wurden ebenfalls überarbeitet und entsprechend der Gruppenvorgaben modifiziert. Die aufgebauten Prozesse beinhalten auch Kontrollmaßnahmen im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. So erfolgen:

Eine zeitnahe monatliche Berichterstattung mit detaillierter Analyse aller Planabweichungen in Bilanz und GuV-Positionen

Eine jährliche Budgeterstellung mit einer in der Regel monatlichen bzw. vierteljährlichen Aktualisierung des Forecasts

Detaillierte, monatliche Analysen des Trade Working Capitals

Wöchentlicher Umsatzforecast mit Diskussion für alle Kundenprojekte für die kommenden Monate

Regelmäßige Überprüfung des Liquiditätsstatus

Wöchentliche Überprüfung der Auslastung der Mitarbeiter

Wöchentliche Besprechungen des Managements und zeitnahe Kommunikation aktueller Themen und Entscheidungen.

Damit sind die Abbildung der korrekten und vollständigen Zahlen und Angaben sowie die Einhaltung der wesentlichen rechtlichen Vorschriften unseres Erachtens gewährleistet.

Risiken aus Finanzinstrumenten bestanden und bestehen nicht.

 

Köln, den 29. November 2017

DigitasLBi GmbH

Die Geschäftsführer

Thomas Elkan Boisen

Wolf Ingomar Faecks

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DigitasLBi GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 8. Dezember 2017

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Senghaas, Wirtschaftsprüfer

Ungnad, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

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