PSA Bank Deutschland GmbHLiquidiert

63263 Neu-Isenburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 48096
Vorher
PSA Lion Deutschland GmbH
Eingetragen
8.12.2014
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
a) die Erbringung von Bankgeschäften im Sinne des § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 und 2 KWG (Einlagengeschäft und Kreditgeschäft) und Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 10 KWG (Finanzierungsleasing) sowie sonstige damit im Zusammenhang stehende Tätigkeiten und sonstige Dienstleistungen b) die Förderung der Verkaufstätigkeit der Konzerngesellschaften der Peugeot S.A., Paris; c) die Erleichterung und Verbesserung der Finanzierung der einzelnen Mitglieder der Händerorganisation der Konzerngesellschaften der Peugeot S.A., Paris, sowie die Gewährung von Teilzahlungskrediten an Kunden, die Kraftfahrzeuge von Niederlassungen oder Mitgliedern der Händerorganisation der Konzerngesellschaften der Peugeot S.A., Paris, erwerben; d) die Vermittlung von Versicherungsverträgen gem. § 34 d GewO; e) die Verwaltung eigenen Vermögens

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kornelis Panman
seit 26.4.2023
Geschäftsführer
Adam Lubczyk
seit 6.2.2023
Prokura
Geschäftsführer
Jan Horneburg
seit 27.11.2018
Prokura
Torsten Meyer
seit 22.8.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Opel Bank S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Banque PSA Finance S.A.
France
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PSA Bank Deutschland GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der PSA Bank Deutschland GmbH

I. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die PSA Bank Deutschland GmbH, im Folgenden auch als "PSA Bank" bezeichnet, betreibt als voll lizensierte deutsche Automobilbank die Absatzförderung der Marken Peugeot, Citroën und DS. Dabei unterstützt sie die Handelspartner und Privatkunden bei der Automobilfinanzierung und Mobilitätssicherung mit einem breiten Portfolio an Finanzierungs-, Versicherungs- und Servicedienstleistungen. Die Bank hat eine Zweigniederlassung in Wien und deckt somit auch den österreichischen Markt ab.

Unter dem Namen PSA Direktbank bietet die Bank ihren Kunden Tagesgeld und Termineinlagen mit Laufzeiten von einem bis zu vier Jahren an. Das Einlagengeschäft wird über eine Online-Plattform angeboten.

Strategische Zielausrichtung und Steuerung

Die Bank hat sich insbesondere folgende Kernziele gesetzt:

Enge Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften des Automobilherstellers Stellantis N.V. und seinen Marken Peugeot, Citroën und DS in Deutschland und Österreich sowie Unterstützung der Vertriebs- und Absatzaktivitäten für Fahrzeug- und Serviceprodukte

Angebot maßgeschneiderter Finanzierungsangebote für die Handelsorganisationen und somit Sicherstellung der Liquiditätsversorgung der PSA Handelsorganisation (Händlereinkaufsfinanzierung).

Angebot einer umfangreichen Palette an bedarfsgerechten Finanzprodukten (Finanzierung und Leasing) für Neu- und Gebrauchtwagen für Kunden der Marken, abgerundet durch Mobilitäts- und Dienstleistungsprodukte.

Angebot marktgerechter Produkte im Einlagengeschäft.

Sicherstellung einer langfristigen, ertragsorientierten Kundenloyalisierung durch zielführende Kundenbindungsmaßnahmen im Absatzfinanzierungs-, Leasing und Einlagengeschäft.

Profitables Wachstum und Gewinnerzielung bei kalkuliertem Risiko, u. a. durch konsequentes Kredit- und Risikomanagement, effiziente Geschäftsprozesse und ausgeprägte Kostenorientierung.

Hohe Händler- und Kundenzufriedenheit sowie motivierte, engagierte und zufriedene Mitarbeiter.

Diese strategisch ausgerichteten Ziele werden regelmäßig beobachtet und durch entsprechende Maßnahmen und Projekte gestützt.

Die PSA Bank unterstützt mit ihren kommerziellen Aktivitäten die Zulassung von emissionsarmen Fahrzeugen in den Bereichen Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Das Financial Management wird in Abstimmung mit Santander Consumer Bank AG und Banco Santander Madrid S.A. durchgeführt. Der Prozess der Produktentwicklung wird mit IT Unterstützung von Banque PSA Finance Paris durchgeführt. 2021 erfolgte die Umstellung des Einlagengeschäfts auf den Dienstleister Atruvia AG.

Die Geschäftsleitung sieht die PSA Bank auch zukünftig zur Erreichung und für den Ausbau der Ziele gut aufgestellt.

Zum 31.12.2021 beschäftigt die Gesellschaft 275 Angestellte (Vorjahr: 271), aufgeteilt in den Geschäftsbereich Markt 190 Angestellte (Vorjahr: 189) und den Geschäftsbereich Marktfolge 85 Angestellte (Vorjahr: 82). Im Jahresverlauf haben 18 Mitarbeiter (Vorjahr: 18 Mitarbeiter) die PSA Bank verlassen. Die Fluktuationsquote beträgt 6,5 % (Vorjahr 6,7%) und 22 Mitarbeiter (Vorjahr: 17 Mitarbeiter) wurden neu eingestellt. Darüber hinaus werden 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 22 Mitarbeiter) über Arbeitnehmerüberlassungen beschäftigt und 5 Berater auf Projektebene.

Die Frauenquote beträgt zum 31.12.2021 55,6 % (Vorjahr: 55,7%) der Angestellten.

Die Anteile am Grundkapital werden von der Banque PSA Finance S.A., Paris und der Santander Consumer Bank AG, Mönchengladbach mit jeweils 50 % gehalten. Die PSA Bank Deutschland GmbH wird in den Konzernabschluss der Banco Santander S.A. in Madrid als Tochterunternehmen einbezogen. Die interne Steuerung der Gesellschaften des Konzerns, und somit auch der PSA Bank Deutschland GmbH, erfolgt daher auf Basis der IFRS-Werte. Daher sind die Steuerungsgrößen aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt herangezogen:

Netto-Zinsergebnis (Zinserträge abzüglich Zinsaufwendungen)

Bruttomarge (Netto-Zinsergebnis plus Netto Provisionsergebnis)

Ergebnis nach Steuern

Risikogewichtete Aktiva (RWA)

Als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator wird das IFRS-Ergebnis nach Steuern im Verhältnis zu den risikogewichteten Aktiva (RoRWA - Return on Risk Weighted Assets) ermittelt. Im Wesentlichen unterscheidet sich das Ergebnis nach Steuern zwischen HGB und IFRS durch den unterschiedlichen Ansatz der Leasingerträge und Leasingaufwendungen über die Laufzeit eines Leasingvertrages. Darüber hinaus fallen bei Abschluss der Leasing- und Finanzierungsverträge Vermittlungsprovisionen für die Händler an, die handelsrechtlich sofort aufwandswirksam berücksichtigt werden, wohingegen nach IFRS eine effektivzinskonstante Verteilung über die Laufzeit der vermittelten Geschäfte erfolgt. Diese bedeutsame Steuerungsgröße ist Bestandteil im Berichtswesen der aktuellen Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr und zum Budget. Auch die regelmäßigen und ggf. notwendigen außerordentlichen Forecasts sowie die Mehrjahresplanung umfassen diese Werte. Die Eigenkapitalrendite wird auf Grund von Kapitalentlastungsmaßnahmen und einer moderaten Volumensentwicklung als Steuerungsgröße aber nicht mehr als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator geführt.

Daneben werden als Steuerungsgrößen die Marktanteile der Marken und die Penetration (Finanzierungsanteil) im Berichtswesen aufgenommen. Im Rahmen der Leistungsbeurteilung werden ergänzend die Kunden-Zufriedenheit, Mitarbeiter-Engagement und -Enablement verwendet.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), ist die Weltwirtschaft 2021 um rund 5,9 % gewachsen (Vorjahr: -3,2 %). Die Wirtschaft in den USA ist 2021 um ca. 6,0 % (Vorjahr: -3,5 %) gewachsen. Für China rechnet der IWF für 2021 mit einem Wachstum von rund +8,1 % (Vorjahr: +2,3%). Für die Euro Zone geht der IWF für 2021 von einem Wirtschaftswachstum von +4,6% (Vorjahr: -6,5%) aus.

Der EZB-Leitzins liegt seit März 2016 bei 0,0 %. Dieser wurde auch bei der letzten Sitzung des EZB-Rates für das Kalenderjahr 2021 am 28. Oktober 2021 bestätigt. In den USA beließ die Federal Reserve den Leitzins in 2021 auf 0,00 % bis 0,25 %.

Für Deutschland geht der IWF für 2021 von einem Wirtschaftswachstum von 3,1 %(Vorjahr: -5,0 % laut Stat. Bundesamt) aus.

Bei der Prognose für Österreich wird, laut WIFO, von einem Wachstum des BIP für 2021 von +4,1% (Vorjahr: -6,7%) ausgegangen.

Die Inflationsrate in Deutschland liegt 2021, laut Statistischem Bundesamt bei +3,1% (Vorjahr: +0,5%). Als Ursache für die Inflationsrate sind die gestiegenen Energiepreise, Lieferengpässe in der Produktion, sowie die Rücknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung in 2021 zu sehen.

Für die Automobilindustrie war 2021 wieder ein besonderes Jahr. Bedingt durch das niedrige Vorjahresniveau und einen Nachholbedarf bei den Bestellungen, ist die erste Hälfte von 2021 gekennzeichnet durch deutliches Wachstum.

Die zweite Hälfte des Jahres dagegen, zeigt einen starken Umsatzrückgang. Im Vordergrund steht die Produktion, geprägt durch Lieferengpässe für Halbleiter, steigende Energie- und Rohstoffpreisen und damit verbunden höhere Transportkosten.

Der europäische Absatzmarkt für PKW verzeichnet für 2021, laut VDA, einen Rückgang von -2% gegenüber 2020 bei den Neuzulassungen. Der VDA verzeichnet 11,8 Mio. Zulassungen von Neufahrzeugen in 2021.

In Deutschland liegt die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge in 2021, laut Kraftfahrt-Bundesamt, bei 2,6 Mio. (Vorjahr: 2,9 Mio.). Dieser erneute Rückgang beim KFZ Absatz von -10,0% (Vorjahr: -19.1%) ist bedingt durch unterbrochene Lieferketten und fehlenden Zwischenprodukten wie Halbleiter. Das Autosegment SUV ist bei den Neuzulassungen weiterhin am stärksten gefragt (25,4%), gefolgt von der Kompakt-Kategorie (17,5%) und den Kleinwagen (14,3%).

Die Stellantis-Marken haben das herausfordernde Jahr 2021 erfolgreich beendet. Trotz eines rückläufigen Marktes konnte der Marktanteil in Deutschland bei Peugeot, Citroen und DS gesteigert werden auf 4,06% (Vorjahr: 3,95 %). Der Marktanteil für Peugeot, Citroen und DS in Österreich beträgt für 2021 6,78 % (Vorjahr: 6,85 %).

In seiner Herbstprognose aus dem Oktober 2021 für 2021, geht das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) von einem verlangsamten Wachstum der Wirtschaft für Deutschland, von 2,6% (Vorjahr: -4,6%) aus. Im Vordergrund stehen hier Lieferschwierigkeiten durch Vorproduktengpässe und Corona-Schutzmaßnahmen in vielen Volkswirtschaften auf der Welt, die in Deutschland die Produktion und den Handel einschränken. Bei den Bruttoanlageinvestitionen geht das BMWK von einem Wachstum von 2,6% (Vorjahr: -2,2%) aus.

2. Regulatorische Rahmenbedingungen

Am 31.01.2022 hat die BaFin einen antizyklischen Kapitalpuffer von 0,75 Prozent der risikogewichteten Aktiva auf inländische Risikopositionen festgesetzt. Derzeit liegen die Quoten bei null Prozent.

Für die Maßnahme wird die BaFin eine Allgemeinverfügung erlassen. In der Anhörung zur Allgemeinverfügung heißt es hierzu:

 

1. Die Quote für den inländischen antizyklischen Kapitalpuffer wird mit Wirkung zum 1. Februar 2022 auf 0,75 Prozent des nach Artikel 92 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ermittelten Gesamtforderungsbetrags erhöht.

 

2. Die unter Ziffer 1 genannte Quote muss ab dem 1. Februar 2023 zur Berechnung des institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffers angewendet werden.

Die Europäische Kommission hat Ende 27. Oktober 2021 Vorschläge zur Änderung der CRR und der CRD IV veröffentlicht, mit denen die Implementierung von Basel III in EU-Recht vollendet werden soll. Hiermit werden die letzten Schritte zur Übernahme des überarbeiteten Basler Rahmenwerks in der Europäischen Union eingeläutet.

Der vorliegende CRR III-Entwurf umfasst insbesondere weitreichende Änderungen im Kreditrisikostandardansatz (KSA), dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) sowie bei den Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken. Weiterhin wird - in einem mehrjährigen Übergangszeitraum - der sogenannte Output Floor in der EU eingeführt, welcher den Nutzen aus der Anwendung interner Ratings bzw. Risikomodelle zukünftig begrenzt.

Nachdem der BCBS den ursprünglichen Umsetzungszeitplan - mit Blick auf die Diskussionen zum Output Floor und vor allem angesichts der Covid-19-Pandemie - um ein Jahr auf das Jahr 2023 nach hinten verschoben hat, sieht der Kommissionsentwurf die Erstanwendung erst für das Jahr 2025 vor. Dies resultiert zum einen auf den jetzt erst beginnenden Legislativprozess zwischen EU-Kommission, -Rat und -Parlament und zum anderen verdeutlicht der verlängerte Umsetzungszeitraum die Tragweite der Anstrengungen, welche die Umsetzung des Regulierungspaketes allen Banken abverlangen wird.

Ausgewählte Aspekte des CRR III-Entwurfs

Standardansatz für das Kreditrisiko (KSA)

Der EU-Kommissionsentwurf zum neuen Standardansatz für das Kreditrisiko (KSA) übernimmt weitestgehend die Vorschläge des BCBS, womit auch auf EU-Ebene zukünftig eine risikosensitivere Eigenkapitalunterlegung im Standardansatz erreicht werden soll. Diese betreffen beispielsweise:

Risikoposition gegenüber Instituten mit Rating: Bei Risikopositionen mit einer Restlaufzeit von über drei Monaten soll das Risikogewicht der Bonitätsstufe 2 von 50% auf 30% herabgesenkt werden.

Risikoposition gegenüber Instituten ohne Rating: Die Risikopositionen sollen in die Bonitätsstufen A, B und C unterteilt werden, wobei innerhalb der jeweiligen Bonitätsstufe zwischen Langzeit- und Kurzzeitrisikopositionen zu unterscheiden sein wird. Die Risikogewichtung soll sodann von 20% bei einer Kurzzeitrisikoposition in der Bonitätsstufe A bis zu 150% bei einer Langzeitrisikoposition in der Bonitätsstufe C reichen.

Risikoposition gegenüber Unternehmen: Das Risikogewicht der Bonitätsstufe 3 soll von 100% auf 75% herabgesenkt werden.

Risikopositionen im Zusammenhang mit Spezialfinanzierungen: Innerhalb der Risikopositionsklasse "Risikopositionen gegenüber Unternehmen" sollen Institute separat Risikopositionen im Zusammenhang mit Spezialfinanzierungen ausweisen. Sofern eine Bonitätsbeurteilung eine Rating-Agentur ("ECAI") vorliegt, sollen bei einer Bonitätsstufe von 1 bis 5 die Risikogewichte 20%, 50%, 75%, 100% und 150% anzusetzen sein.

Neben den bestehenden Basler Beschlüssen enthält der CRR III-Entwurf zusätzliche neue Vorschläge, die für eine weitere Risikodifferenzierung im KSA auf EU-Ebene beitragen dürften:

CCF: Während die seitens des BCBS vorgeschlagenen Umrechnungsfaktoren (CCF) von 10% und 40% bei Kreditzusagen übernommen werden, macht die EU von einem Ermessensspielraum der Basler Beschlüsse Gebrauch. Zusagen gegenüber kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMUs) können unter bestimmten Bedingungen auch weiterhin einen CCF von 0% erhalten.

Operationelle Risiken

Im Hinblick auf die Ermittlung der operationellen Risiken setzen die EU-Vorschläge das Bestreben des BCBS um, einen einheitlichen Ansatz zu implementieren. Auch die diesem Standardansatz zugrundeliegende Methodik wird von der EU grundsätzlich übernommen. So beinhaltet die Berechnungsformel (weiterhin) einen auf Ergebniskomponenten des jeweiligen Instituts basierenden Indikator (Business Indicator, kurz: BI). Der Kommissionvorschlag zur CRR III führt gleichwohl zu einer wichtigen Abweichung von den Vorschlägen des BCBS: Die institutsspezifische Verlusthistorie soll nicht in die Eigenmittelanforderungen einfließen. Der BCBS hatte an dieser Stelle zumindest für größere Häuser den Internal Loss Multiplier (ILM) vorgesehen. Institute/-gruppen, deren BI den Schwellenwert von 750 Mio. EUR übersteigt, sind indes nach CRR III verpflichtet, ihre Verlusthistorie im Rahmen der Offenlegung publik zu machen.

Der fortgeschrittene Messansatz (AMA) als interner Ansatz für operationelle Risiken entfällt mit der CRR III.

CVA

Bei der Ermittlung der CVA-Charge folgt der EU-Kommissionsentwurf weitestgehend den Vorschlägen des BCBS und dessen Bestrebungen einer risikosensitiveren Kapitalunterlegung. Die wesentlichen inhaltlichen Änderungen umfassen u.a.:

die Anpassung von Deltarisikogewichten innerhalb einzelner Risikoklassen (Reduktion um teils ca. 50%),

die Verwendung pauschaler Vega-Risikogewichte (100% bzw. 78%) an Stelle einer formelbasierten Ermittlung sowie

die Einführung neuer Buckets für bestimmte Indizes sowie die Überarbeitung der Formel zur Aggregation der Kapitalanforderungen über die verschiedenen Kategorien des CVA-Risikorahmens zur Anpassung an das Rahmenwerk für Marktpreisrisiken.

Output-Floor

Institute, die interne Modelle verwenden, müssen künftig mindestens 72,5 % der Kapitalanforderungen einhalten, die sie einhalten müssten, wenn sie statt interner Modelle Standardansätze verwenden würden.

Kurzüberblick über den CRD VI-Entwurf

Mit der CRD VI sollen insbesondere

•die Unabhängigkeit der Aufsichtsbehörden gestärkt,

•die Befugnisse der Aufsichtsbehörden und die Fit & Proper-Anforderungen erweitert,

•die ESG-Vorschriften ergänzt und an die aktuellen Herausforderungen angepasst und

•die Anforderungen an Zweigniederlassungen von Kreditinstituten aus Drittstaaten stärker harmonisiert werden.

Signifikant zu erwähnen sind die geplanten Änderungen im Zusammenhang mit den Fit & Proper-Anforderungen. Der Grund für die geplante Erweiterung der Fit & Proper-Anforderungen ist nach Ansicht des EU-Gesetzgebers, dass der Rahmen für Fit & Proper-Anforderungen einer der am wenigsten harmonisierten Bereiche des EU-Bankenaufsichtsrechts ist. Damit soll eine kohärentere, effizientere und wirksamere Beaufsichtigung der Mitglieder des Leitungsorgans und der Inhaber von Schlüsselfunktionen gewährleistet werden.

Aus diesem Grund sollen zusätzlich zu den bereits bestehenden Anforderungen an die fachliche Eignung weitere Regelungen zur Überprüfung der Eignung von Mitgliedern des Leitungsorgans durch die Institute und die zuständigen Behörden eingeführt werden. Ebenfalls sollen erstmals Mindestanforderungen für Inhaber von Schlüsselfunktionen, also solchen Personen, die maßgeblichen Einfluss auf die Institutsleitung haben, aber nicht Mitglied des Leitungsorgans sind, vorgesehen werden.

Während die CRR III wie beschrieben erst 2025 angewendet werden soll, wird das Inkrafttreten der CRD VI voraussichtlich kurz nach Verabschiedung sein. Es ist jedoch zu erwarten, dass der Legislativprozess frühestens 2023 abgeschlossen sein wird. Die CRD VI ist dabei als Richtlinie anschließend noch in nationales Recht zu überführen.

Abschließend sind noch folgende Anforderungen umzusetzen:

Mit Rundschreiben Nr. 68/2021 vom 27.10.2021 hat die Bundesbank erneut über eine Anpassung an den Meldevorgaben für die Kreditdatenstatistik (AnaCredit) zum 01.02.2022 informiert und zwar hinsichtlich des Spezialfalls der Gültigkeit von Subsektor-Angaben in der Codeliste "institutioneller Sektoren".

Am 22. Januar 2021 hat das oberste Beschlussorgan der Europäischen Zentralbank - der EZB-Rat - die Verordnung über die Bilanzpositionen der Kreditinstitute und des Sektors der monetären Finanzinstitute (EZB/2021/2) verabschiedet. Diese stellt eine Neufassung der bis dato rechtskräftigen Verordnung über die Bilanz des Sektors der monetären Finanzinstitute (EZB/2013/33) dar und beinhaltet zahlreiche Anpassungen an den Meldeanforderungen in Bezug auf die monatliche Bilanzstatistik (nachfolgend: BISTA) sowie den Auslandsstatus (nachfolgend: AUSTA).

Die vorgenommenen Anpassungen gehen mit teils erheblichem Implementierungs- und Umsetzungsaufwand einher.

3. Geschäftsverlauf

Die wichtigsten Vertriebszahlen und -kennziffern werden kumuliert von Januar bis Dezember gezeigt.

a. Retailgeschäft

Wesentliche Kennziffern Deutschland Österreich
2021 2020 2021 2020
Marktanteil PSA 4,06% 3,95% 6,78% 6,85%
davon Markanteil Peugeot 2,18% 2,03% 4,08% 4,11%
davon Marktanteil Citroën + DS 1,88% 1,92% 2,70% 2,74%
Neuwagen-Zulassungen PSA 117.437 126.034 20.259 19.553
davon Neuwagen-Zulassungen Peugeot 63.000 64.804 12.200 11.738
davon Neuwagen-Zulassungen Citroën + DS 54.437 61.230 8.059 7.815
Neuwagen-Penetration 40,10% 42,16% 35,86% 34,82%
davon Neuwagen-Penetration Peugeot 46,41% 44,86% 34,02% 32,59%
davon Neuwagen-Penetration Citroën + DS 32,80% 39,31% 38,63% 38,17%
Neuwagen-Verträge (Stück) 47.092 53.138 7.264 6.809
Gebrauchtwagen-Verträge (Stück) 18.501 19.064 4.681 4.245
Verträge im Bestand 219.923 224.748 31.829 32.465

Der Anteil der Neu- und Gebrauchtwagenverträge, die auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge entfallen, beträgt 22,4% (Vorjahr: 4,6%).

Aufgrund der aktuellen Marktsituation, die von der Corona-Pandemie und der Chipkrise geprägt war, verzeichnete die PSA Bank einen Rückgang bei der Neuwagenpenetration, aber einen leichten Anstieg beim Umsatz von Gebrauchtwagen. So sank die Penetration in Deutschland von 42,2% auf 40,1%, in Österreich hingegen verbesserte sich die Situation von 34,8% auf 35,9%. Es ist jedoch zu beachten, dass für die Berechnung der Neuwagen-Penetration die Caravan Zulassungen mitberücksichtigt werden, für die die PSA Bank keine Finanzierungsprodukte anbietet. In Deutschland stiegen die Caravan Zulassungen in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 19,8%, so dass der Rückgang der Penetration in 2021 zum Teil auf den Anstieg des Caravan-Anteils zurückzuführen ist. Bereinigt um Caravans beträgt die Penetration in Deutschland 46,3% (Vorjahr: 47,0%).

Das Neugeschäftsvolumen bei Gebrauchtwagen stieg insgesamt um 1% im Vergleich zu 2020, davon Deutschland -1%; Österreich +14%. Das gesamte Neugeschäftsvolumen für Neu- und Gebrauchtwagen ging insgesamt um -1% zurück, davon in Deutschland um -3% und +19% in Österreich im Vergleich zum Vorjahr und liegt damit um 12% unter dem Planwert. Die Auswirkungen dieser Rückgänge auf die Erträge der PSA Bank sind in 2021 moderat und sind im Abschnitt zur Ertragslage beschrieben.

b. Händlerfinanzierungen

Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie ist die Händlereinkaufs-Finanzierung (im Wesentlichen Fahrzeuge der Peugeot-, Citroën- und DS-Händler in Deutschland und Österreich). Das Finanzierungsvolumen hat sich reduziert und betrug am Jahresende 491,35 Mio. EUR (Vorjahr: 799,2 Mio. EUR) in Deutschland und 93,6 Mio. EUR in Österreich (Vorjahr: 126,1 Mio. EUR). Ursächlich waren die im Jahresverlauf 2021 beschlossenen Maßnahmen der Regierungen zur Eindämmung der Pandemie, die sog. "Lock-Downs", sowie die Chip-Krise, die sowohl die Hersteller (Produktion, Lieferung), die Händler (Abnahmemengen und Verkauf) als auch die Kunden (Bestellungen und Käufe) negativ beeinflussten.

4. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

a. Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2021 der PSA Bank war geprägt von der Corona Pandemie und der Chip-Krise. Unternehmensabläufe erfolgten weiterhin im Rahmen des mobilen Arbeitens und es wurde an der Vorbereitung der Umsetzung des Flexoffice-Konzepts und des internen Umzugs Anfang 2022 gearbeitet. Trotz der widrigen gesamtwirtschaftlichen Umstände in 2021 ist es gelungen, wichtige Steuerungsgrößen wie das IFRS-Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorjahr zu steigern und auch das Budget im Ergebnis nach Steuern leicht zu übertreffen. Der bedeutsame finanzielle Leistungsindikator zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der Bank ist die Kennzahl RoRWA. Die Kennzahl ist der Quotient aus dem IFRS-Ergebnis nach Steuern 66,0 Mio. EUR (Vorjahr: 61,1 Mio. EUR) und den durchschnittlichen risikogewichteten Aktiva (RWA) nach IFRS 3.027,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3.181,4 Mio. EUR). Der RoRWA von 2,18 % (Vorjahr: 1,92 %) liegt analog zum IFRS-Ergebnis nach Steuern deutlich über dem Planwert.

Im Folgenden werden die Ergebnisse nach HGB erläutert.

Die Statistik der Neuzulassungen privater Personenkraftwagen laut Kraftfahrzeugbundesamt zeigt einen Rückgang von 10,1% gegenüber dem Vorjahr. Die Besitzumschreibungen bei gebrauchten PKW gingen hingegen nur um 4,5% zum Vorjahr zurück. Die Gebrauchtwagenfinanzierungen waren auch in 2021 eine wichtige Ergebnisquelle der Bank. In Österreich gingen die Neuzulassungen der Personenkraftwagen um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Die Prognosen und Planungen aus 2020 für das zurückliegende Geschäftsjahr 2021 konnten naturgegeben die aktuelle gesamtwirtschaftliche und gesellschaftliche Situation nicht vorhersagen. Die PSA Bank hat in 2021 die Prognoserechnungen monatlich überprüft. Im Laufe des Jahres zeigte sich, dass mit einem geringeren zinstragenden Forderungsvolumen gegenüber Kunden als in 2020 prognostiziert gerechnet werden muss, aber trotzdem eine Verbesserung wichtiger Kennziffern zum Vorjahr erzielt werden kann.

Entsprechend dem Anstieg des Leasingvermögens, der im Wesentlichen auf den Absatz von Elektro- und Hybridfahrzeugen zurückzuführen ist, betrugen die Leasingerträge in 2021 1.139,5 Mio. EUR (Vorjahr: 985,7 Mio. EUR), die Leasingaufwendungen 524,9 Mio. EUR (Vorjahr: 407,0 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf das Leasingvermögen summierten sich auf 517,0 Mio. EUR (Vorjahr: 490,2 Mio. EUR).

Das Zinsergebnis ist aufgrund des geringeren zinstragenden Forderungsvolumens gegenüber Kunden rückläufig. Zinsaufwendungen in Höhe von 23,3 Mio. EUR (Vorjahr: 23,7 Mio. EUR) stehen Zinserträgen in Höhe von 64,6 Mio. EUR (Vorjahr: 69,8 Mio. EUR) gegenüber.

Die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsprodukten belaufen sich trotz des gesamtwirtschaftlichen Hintergrundes auf Vorjahresniveau.

Bedingt durch höhere Erträge im Zusammenhang mit den Verbriefungstransaktionen betrug das Provisionsergebnis -1,4 Mio. EUR (Vorjahr: -2,6 Mio. EUR).

Bedingt durch geringere Erträge aus der Auflösung von anderen Rückstellungen betrugen die Sonstigen betrieblichen Erträge 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,3 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen setzen sich aus Personalkosten in Höhe von 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: 20,8 Mio. EUR) und anderen Verwaltungsaufwendungen von 37,7 Mio. EUR (Vorjahr: 36,1 Mio. EUR) zusammen. Hierin sind Aufwendungen für Pensionsrückstellungen, sowie die Umstellung auf die neue Plattform für Kundeneinlagen als Treiber des Anstiegs enthalten.

Die im Jahr 2020 gebildete Overlay-Risikovorsorge für Risiken, die aus der Covid-Pandemie entstehen können, wurde aufgelöst und im November 2021 durch die Implementierung von aktualisierten makroökonomischen Szenarien in den Forward Looking-Modellen ersetzt. Des Weiteren wurde für die Forward Looking-Modelle ein Post Model-Adjustment gebildet, um die bestehenden Unsicherheiten aus der schrittweisen Reduzierung bzw. Beendigung wirtschaftlicher Unterstützungsmaßnahmen durch den Staat zu berücksichtigen. Dieses beträgt per 31. Dezember 2021 EUR 2.016.000,00.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 78,7 Mio. EUR (Vorjahr: 72,2 Mio. EUR). Davon entfielen 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 9,2 Mio. EUR) auf die österreichische Zweigniederlassung.

Das Ergebnis nach Steuern betrug 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 50,1 Mio. EUR).

In der Entwicklung des Leistungsindikators RoRWA (für Deutschland und Österreich nach IFRS) zeigte sich ein sehr erfreulicher, deutlicher Anstieg von 1,92% im Vorjahr auf 2,18% in 2021, das ein aus Sicht der Geschäftsleitung erfreuliches Ergebnis in einem schwierigen Jahr nach der Corona-Krise und der Chip-Krise darstellt. Im Budget 2021 wurden 1,95% festgesetzt und damit ebenfalls deutlich übertroffen. Ermöglicht wurde die Verbesserung durch ein steigendes IFRS Ergebnis nach Steuern mit niedrigeren Risikokosten und niedrigerer risikogewichteter Aktiva. Hier haben sich im Vergleich zum Vorjahr die Kapitalentlastungstransaktion "Full Stack Lease" und im Vergleich zum Budget 2021 ein geringeres Forderungsvolumen ausgewirkt.

Die Ertragsentwicklung in 2021 verlief insgesamt sehr gut, das Vorjahresergebnis wurde übertroffen. Die wirtschaftliche Lage der PSA Bank Deutschland GmbH stellt sich stabil dar.

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Aktiva haben sich in den vergangenen 12 Monaten wie folgt entwickelt:

Bilanzstruktur der Aktiva
in Mio. Euro
31.12.2021 31.12.2020
Liquide Mittel 253,9 199,2
Forderungen an Kreditinstitute 89,5 66,3
Forderungen an Kunden 1.655,2 1.985,3
Wertpapiere 1.070,0 331,7
Leasingvermögen 2.609,8 2.393,2
Sonstige Aktiva 142,0 71,6
Bilanzsumme 5.820,4 5.047,3

Die liquiden Mittel wurden am 31. Dezember 2021 in entsprechender Höhe bei der Deutschen Bundesbank und der Österreichischen Nationalbank vorgehalten zum Zwecke der Liquiditätssteuerung und Einhaltung der Liquiditätskennziffern.

Die Position Wertpapiere ist in Verbindung mit ABS-Transaktionen zu sehen. Die Position zum 31. Dezember 2021 zeigt den Wert der Anleihen der Transaktionen "PBD Germany Auto 2018 UG (Haftungsbeschränkt)", "PBD Germany Auto Lease Master 2019" und "PBD Germany Auto Loan 2021 UG (haftungsbeschränkt)", die von der Bank gehalten werden.

Die Volumina bei wesentlichen Refinanzierungsquellen haben sich gegenüber dem Vorjahr verändert. Das Funding der Bank im Rahmen der "PBD Germany Auto Lease Master 2019" wurde im Lauf des Jahres von EUR 500 Mio. auf EUR 100 Mio. reduziert. Im November 2021 wurde eine neue Leasing ABS Transaktion in Höhe von EUR 600 Mio. emittiert und komplett am Markt platziert. Die im Zuge der "PBD Germany Auto Loan 2021 UG (haftungsbeschränkt)" vom SPV emittierten Wertpapiere in Höhe von EUR 536 Mio. wurden vollständig von der Bank übernommen.

Die Forderungen an Kunden beinhalten Kreditvergaben an Peugeot-, Citroën- und DS-Händler sowie an private und gewerbliche Endkunden. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang von -330,1 Mio. EUR zu verzeichnen (Vorjahr: -352,3 Mio. EUR).

Beim Leasinggeschäft ist ein weiterer Anstieg des Leasingvermögens zu verzeichnen in Höhe von +216,5 Mio. EUR. Dieser Anstieg fällt allerdings moderater aus als im Vorjahr (290,5 Mio. EUR). Die sonstigen Aktiva beinhalten weitestgehend die Rechnungsabgrenzungsposten, Sachanlagen und sonstigen Vermögensgegenstände.

Bilanzstruktur der Passiva
in Mio. Euro
31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 785,9 1.147,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.904,5 2.775,7
Rückstellungen 45,0 49,3
Sonstige Passiva 431,7 428,4
Nachrangige Verbindlichkeiten 79,2 79,2
Bilanzgewinn 57,1 50,1
Gewinnrücklagen 95,3 95,3
Eigenkapital 421,7 421,7
Bilanzsumme 5.820,4 5,047,3

Die Passivseite spiegelt die solide Refinanzierungsstrategie der Bank wieder, die durch die drei Säulen, Einlagengeschäft, Verbriefungen und Bankdarlehen umgesetzt wird.

Das Privateinlagengeschäft stellt mit 1.882,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1.636,0 Mio. EUR) bzw. - bezogen auf die Summe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden - nominal 40 % (Vorjahr: 42 %) die größte Refinanzierungsquelle dar. Davon sind 1.575,6 Mio. EUR (Vorjahr: 1.475,8 Mio. EUR) Tagesgelder und 306,5 Mio. EUR (Vorjahr: 156,8 Mio. EUR) nominal Termineinlagen mit Laufzeiten zwischen ein und vier Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber den Zweckgesellschaften "PBD Germany Auto 2018 UG (Haftungsbeschränkt)", "PBD Germany Auto Lease Master 2019", "PBD Germany Auto Loan 2021 UG" und "PBD Germany Auto Lease Master S.A. Compartments 2021-1 (Full Stack Lease)" werden mit 1.934,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1.079,7 Mio. EUR) ausgewiesen.

Die Refinanzierung durch die Verbriefungstransaktionen "PBD Germany Auto 2018 UG (Haftungsbeschränkt)", "PBD Germany Auto Lease Master 2019", "PBD Germany Auto Loan 2021 UG" und "PBD Germany Auto Lease Master S.A. Compartments 2021-1 (Full Stack Lease)" macht mit 743,6 Mio. EUR (Vorjahr: 748,0 Mio. EUR), 16 % (Vorjahr: 19 %) der Refinanzierung aus.

7 % (Vorjahr: 29 %) der Refinanzierung beinhalten Darlehen der Santander Consumer Bank AG. 244,0 Mio. EUR (Vorjahr: 920,0 Mio. EUR) entfallen auf die Refinanzierung des deutschen Geschäfts, 82,0 Mio. EUR (Vorjahr: 225,0 Mio. EUR) stellen die Refinanzierung der österreichischen Niederlassung dar. Die Kreditlinie der PSA Bank bei der Santander Consumer Bank AG Deutschland betrug per 31.12.2021 1.000 Mio. EUR (Vorjahr: 1.600 Mio. EUR).

Die Refinanzierung im Zusammenhang mit der Teilnahme der Bank am Offenmarkt-Programm TLTRO III der Europäische Zentralbank macht mit 460,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) 10 % (Vorjahr: 0 %) der Refinanzierung aus.

Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:

Eigenkapitalstruktur
in Mio. Euro
31.12.2021 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 1,5 * 1,5 *
Kapitalrücklagen 420,2 420,2
Bilanzgewinn 57,1 50,1
Gewinnrücklagen 95,2 95,2
Eigenkapital 574,0 567,0

* entspricht Tsd. EUR 1.464,4

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel (ohne Bilanzgewinn inkl. nachrangiges Kapital) haben sich gegenüber dem Vorjahr Dezember 2020 nicht verändert und betrugen für Dezember 2021 EUR 595 Mio. Die entsprechenden Kapitalquoten lagen im Jahresverlauf immer über den regulatorisch geforderten Mindestquoten für CET 1 9,75%, Tier 1 11,25% und Total Capital Ratio TCR 13,25%. Zum Jahresende 2021 wurde eine CET 1 / Tier 1 Ratio von 16,71% erzielt. Die Total Capital Ratio betrug bedingt durch das nahezu unveränderte Kapital in Verbindung mit der Kapitalentlastungstransaktion "Full Stack Lease" 19,27% (Vorjahr: 15,37 %) und lag damit weit über der geforderten Quote von 12,00%. Die Kapitalveränderung der PSA Bank unterliegt keinen Wechselkurseinflüssen.

Die Liquiditätskennzahlen lagen im Jahresverlauf über der regulatorischen Mindestanforderung. Die LCR betrug zum Dezember 2021 456,3%, der Liquiditätshorizont lag zum gleichen Zeitpunkt bei 128 Tagen deutlich über der internen Warnschwelle von 60 und dem Limit von 45 Tagen.

Zum 31. Dezember 2021 betrug die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG 0,98 % (Vorjahr: 0,99 %).

Die Eigenmittelplanung der PSA Bank Deutschland GmbH ist Teil der Eigenmittelplanung der Gesellschafter und wird über einen 4-Jahres-Planungshorizont erstellt. Sie orientiert sich neben den Planzahlen für das jeweils kommende Geschäftsjahr an den Zahlen der langfristigen Unternehmensplanung und an regulatorischen Anforderungen. Zwecks Anpassung an zwischenzeitlich eventuell eingetretene Veränderungen finden regelmäßig Überprüfungen statt.

Insgesamt ist die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft stabil.

III. Chancenbericht

Nach den von COVID-19 geprägten Jahren 2020 und 2021 stimmte die Aussicht auf baldige bundesweite Lockerungen zuversichtlich. Die Automobilindustrie sah trotz der angespannten Versorgungslage bei den Mikrochips erste Erholungstendenzen. Durch den Ukraine-Krieg belasten jedoch wieder Lieferengpässe und Produktionsstörungen insbesondere bei den Autobauern, die in Russland produzieren oder nach Russland und in die Ukraine exportieren, die Ergebnisse.

Volumen und Verkaufseffizienz

Der Absatz in Deutschland und Österreich wird wieder ansteigen. Unterbrechungen der Liefer- und Logistikketten und verschärfte Teileversorgung können zu Produktionsunterbrechungen führen. Auf der anderen Seite bestehen aber auch Chancen zum Ausbau der Marktanteile für die Autobauer, die ihre Produktion nicht stilllegen müssen.

Kraftfahrzeuge mit Elektroantrieb werden im Zulassungsanteil weiter deutlich zunehmen.

Digitale Autofinanzierungs- und Leasingangebote von Marken und Händlern werden auch künftig ausgebaut.

Versicherungs- und Serviceprodukte sind integraler Bestandteil des Verkaufsprozesses.

Bruttoergebnis und Betriebsergebnis werden aufgrund der niedrigeren Rendite der Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Modellen mit Verbrennungsmotoren prozentual geringer steigen. Die Neugeschäftsmarge der Elektrofahrzeuge wird nach der Einführung zu sehr günstigen Konditionen für Kunden im Markt und bei PSA sukzessive erhöht. PSA sieht sich bei der Elektromobilität mit den Serviceprodukten gut aufgestellt, was Chancen basierend auf höherem Kaufpreis und Finanzierungsvolumen mit sich bringt.

Bessere Refinanzierungsbedingungen

Günstige Konditionen im Einlagengeschäft.

Verbriefungstransaktionen (Asset-Backed-Securities).

Eigenkapitalentlastung (Full Stack Lease).

Günstige längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO).

Es lassen sich Einsparungen in den Zinsaufwendungen sowie eine solide Eigenkapitalquote bei Geschäftswachstum erzielen.

Marktwahrnehmung

In der Zukunft wird für die einzelnen Finanzgesellschaften der Stellantis Gruppe eine neue vereinfachte Partnerschaftsstruktur mit nur einem Finanzierungspartner über alle Stellantis Marken pro Land ins Auge gefasst (Ausnahme: gewerbliches Leasing in einer Gesellschaft in Europa zentralisiert).

Die Planungen sehen in Kürze eine verbindliche Vereinbarung vor, die zu einem Gesellschafterwechsel (von der Santander Consumer Bank AG zur BNPP Personal Finance) bei der PSA Bank Deutschland GmbH im 1. Halbjahr 2023 führen würde.

Alle neuen Kundenverträge hinsichtlich Finanzierung, Leasing privat und gewerbliches Restwert-Leasing aller in Deutschland durch die Stellantis-Gruppe vertriebenen Marken könnten dann durch die PSA Bank Deutschland bearbeitet werden und würde einen zusätzlichen Anstieg im Neugeschäft ab 2023 nach sich ziehen.

IV. Risikobericht

1. Risikomanagement

Die Entscheidungen im Risikomanagement beruhen auf einer laufenden Beurteilung des Verhältnisses von erzielbarer Rendite und einzugehenden Risiken unter konsequenter Sicherung der Risikotragfähigkeit. Ziel des Risikomanagements ist es, das tatsächliche Risikoprofil an der Risikotragfähigkeit des Unternehmens auszurichten, alle identifizierbaren Risiken transparent darzustellen und so eine Risikosteuerung zu ermöglichen. Die Identifikation und Messung aller wesentlichen Risiken bilden die Grundlage des Risikomanagementsystems.

a. Risikomanagementorganisation und -prozesse

Die Geschäftsführung legt die Risikostrategie sowie die Grundsätze der Risikopolitik und der Risikosteuerung fest und trägt die Verantwortung für ein funktionsfähiges sowie dem Umfang des Geschäfts und den Regularien entsprechendes Risikomanagementsystem.

Das Risikomanagement ist gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) funktional unabhängig von den anderen Bereichen der Gesellschaft. Zur Gewährleistung eines angemessenen Umgangs mit Risiken hat die Gesellschaft ihre Risikostrategie aus der Geschäftsstrategie abgeleitet. Die Auslastung der jeweiligen Risikolimite wird monatlich im Rahmen des Risikoappetits überwacht, zudem geben Stresstests Aufschluss zu extremen und seltenen, aber möglichen Ereignissen. Eine Überprüfung des Risikomanagementsystems sowie der Angemessenheit der Risikomessmethoden- und Szenarien erfolgt mindestens auf jährlicher Basis. Über etwaigen Handlungsbedarf wird in der Regel im monatlich stattfindenden Risk & Residual Value Committee entschieden. Die Geschäftsführung wird darüber hinaus monatlich im Rahmen eines Risikoberichtes über die Entwicklung der Gesamtrisikosituation der Bank informiert.

Zur Darstellung der Gesamtrisikosituation werden die Erfassung aller relevanten Risikoarten und deren Differenzierung in wesentliche, relevante und nicht relevante Risiken vorgenommen. Die Identifizierung des Gesamtrisikoprofils der Bank erfolgt im Rahmen einer Risikoinventur. Die Risikoinventur wird jährlich sowie anlassbezogen durchgeführt.

Die Bank hat bisher folgende wesentliche Risiken identifiziert:

Kreditrisiko (insb. Adressenausfallrisiken und Kontrahentenrisiko),

Marktpreisrisiko (insb. Zinsänderungsrisiko und Spreadrisiko bei ABS),

Liquiditätsrisiko (insb. Refinanzierungskostenrisiko),

operationelles Risiko und

Geschäfts- und strategisches Risiko.

b. Risikostrategie

Die Geschäftsstrategie berücksichtigt alle Geschäftsaktivitäten der PSA Bank Deutschland GmbH und stellt die Grundlage für die Ableitung der Risikostrategie dar, welche unter Berücksichtigung des Risikotragfähigkeitskonzepts den Rahmen für die Risikosteuerung darstellt. Sie berücksichtigt alle durch die geschäftspolitischen Ausrichtungen indizierten Risiken und legt in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen das Risikoprofil und den grundsätzlichen Umgang mit Risiken der Bank fest.

Die PSA Bank Deutschland GmbH betreibt als Anbieter von Finanzdienstleistungen zur Unterstützung des Automobilabsatzes das Kreditgeschäft mit Fahrzeughändlern, Großkunden und privaten und gewerblichen Kunden. Hieraus ergibt sich eine deutlich geringere Ausprägung des Gesamtbankrisikos im Vergleich zu Banken mit vollem Geschäftsspektrum. Es gehört zum Geschäftsmodell, in vertretbarem Umfang bewusst Konzentrationsrisiken einzugehen. Innerhalb des Retail-Portfolios sind aufgrund der Kundenstruktur Konzentrationsrisiken von untergeordneter Bedeutung. Hingegen zeichnet sich das Großkunden- und Händlerfinanzierungs-Portfolio durch verhältnismäßig wenige Kunden aus und weist demnach erhöhte Konzentrationsrisiken auf.

Die Risikostrategie stellt mit der Risikoinventur, dem Risikoappetit, dem Risikotragfähigkeitskonzept, dem Stress-Testing-Konzept und der schriftlich fixierten Ordnung das Risikosteuerungssystem der Bank dar.

c. Risikotragfähigkeit

Die PSA Bank Deutschland GmbH hat zur regelmäßigen Steuerung und Beurteilung der Risikolage auf Gesamtbankebene ein Risikotragfähigkeitskonzept implementiert. Die Risikotragfähigkeit beschreibt, inwieweit die definierten Risikodeckungsmassen die eingegangenen Risiken tragen können.

Die Festlegung der Risikotragfähigkeit bildet den Rahmen für die Risikosteuerung und das Risikomanagement der PSA Bank Deutschland GmbH. Die Berechnung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit ist daher ein elementarer Bestandteil der Gesamtbanksteuerung. Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt sowohl in der normativen als auch in der ökonomischen Perspektive, welche den Going Concern- und den Gone Concern-Ansatz abgelöst hat.

Im Rahmen des eingesetzten ökonomischen Risikotragfähigkeitsmodells ist festzuhalten, dass zur Bestimmung der erwarteten und unerwarteten Risiken die Verlustverteilungen der wesentlichen Risikoarten simuliert und der Value-at-Risk (VaR) auf dem Konfidenzniveau von 99,95 % (Vorjahr: 99,95 %) für jede wesentliche Risikoart sowie der erwartete Verlust abgeleitet wird, wobei der unerwartete Verlust als Differenz zwischen dem VaR und dem erwarteten Verlust berechnet wird.

In der ökonomischen Perspektive wird nur ein Teil des Risikodeckungspotenzials als Risikodeckungsmasse bereitgestellt. Die Höhe der jeweiligen zugewiesenen Risikodeckungsmasse sowie die Festlegung des Risikoappetits, des Gesamtlimits sowie der Limitallokation auf die Risikoarten werden jährlich durch die Geschäftsleitung festgelegt und orientieren sich an der Geschäftsstrategie und dem damit verbundenen Risikoappetit.

Zur Herleitung der Verlustverteilung für das Kreditrisiko wird das marktgängige CreditRisk+-Modell von Credit Suisse First Boston verwendet. Eine ökonomische Sichtweise wird durch die "Ein-Faktoren Modellvariante" erzielt, in dem eine explizite Abhängigkeit in die Berechnung einfließt, die aus der Portfolioeigenschaft abgeleitet wird. Durch den Einsatz des konservativen Ein-Faktorenmodells wird die Ausfallhöhe der Kredite direkt durch die Volatilität der Ausfallwahrscheinlichkeit beeinflusst. Hierbei werden die Parameter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD), die PD-Volatilitäten, die erwartete Verlustquote (LGD) sowie die Kreditinanspruchnahme zum Zeitpunkt des Ausfalls (EAD) zur Bestimmung des Kreditrisikos verwendet. Der Risikohorizont beträgt zwölf Monate.

Grundsätzlich werden Marktpreis- (in der Ausprägung des Zinsänderungsrisikos und des ABS-Spreadrisikos) und Liquiditätsrisiken (in der Ausprägung des Refinanzierungskostenrisikos) mithilfe einer historischen Simulation auf der Grundlage der Veränderungen der Zinsstruktur- bzw. Refinanzierungskurve im Rahmen einer festgelegten Haltedauer von 62 Bankarbeitstagen bestimmt.

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus den offenen Zinsänderungsrisikopositionen, die im Modell durch die Bildung von Gegenpositionen eliminiert werden. Die Bildung von Gegenpositionen kann sich bei einer Veränderung der Zinsstrukturkurve entsprechend verteuern. Offene Zinsrisikopositionen können durch angemessene Hedging-Maßnahmen innerhalb des Risikohorizonts jederzeit geschlossen werden. Das ABS-Spreadrisiko entsteht aus potenziellen Bewertungsabschlägen auf zurückgekaufte Tranchen selbst emittierter ABS-Transaktionen. Entstehende Liquiditätslücken können aufgrund des Einsatzes verschiedentlicher Refinanzierungsquellen innerhalb des festgelegten Risikobetrachtungszeitraumes geschlossen werden.

Die Berechnung des operationellen Risikos erfolgt auf Basis des gruppenweiten AMA-zertifizierten Modells für operationelle Risiken "OpVision". Es basiert auf der internen Schadensdatenbank sowie hypothetischen Szenarioanalysen, welche die wesentlichen Risikotreiber sind. Zusätzlich werden die Inputdaten noch durch externe Daten aus der ORX-Datenbank ergänzt.

Die Berechnung des Geschäfts- und strategischen Risikos erfolgt unter Verwendung der historisch beobachteten relativen Abweichungen zwischen den budgetierten und den realisierten Betriebsergebniszahlen innerhalb der GuV-Rechnung. Mit diesen historischen Daten werden die prozentualen Abweichungen berechnet und aus dieser Zeitreihe wird das ökonomische Kapital abgeleitet.

Der Risikoappetit wird durch die Festlegung eines dreiteiligen Risikotoleranzsystems limitiert. Das Gesamtbanklimit wird so bestimmt, dass noch genügend Puffer für nicht in der Rechnung quantifizierte nicht wesentliche Risiken besteht. Des Weiteren besteht eine Warnschwelle auf Gesamtbankebene, die bei 90% der Limitauslastung liegt. Neben der Limitierung auf Gesamtbankebene werden Risikotoleranzen für die wesentlichen Risikoarten - ausgehend von der Allokation des Gesamtbanklimits - festgelegt. Das Kreditrisikolimit wird anschließend auf die wesentlichen Geschäftsfelder der Bank (Wholesale Financing, Retail Financing, Fleet Financing) allokiert. Die Risikotoleranzen werden durch die Geschäftsleitung determiniert. Die Überprüfung der Risikotoleranzen erfolgt mindestens jährlich im Nachgang zur Risikostrategie. Die Messung der Auslastung der Risikotoleranzen erfolgt im Rahmen der monatlichen Erstellung der Risikotragfähigkeitsrechnung. Etwaige Überschreitungen werden an die Geschäftsleitung unverzüglich eskaliert.

Zusätzlich zur Risikotragfähigkeitsrechnung führt die Bank regelmäßig einen Gesamtbankstresstest durch, der sich auf alle wesentlichen Risikoarten auswirkt. Dieser Stresstest wird sowohl in der ökonomischen als auch in der normativen Perspektive gerechnet. Das Stresstestkonzept sieht weiterhin vor, dass für die wesentlichen Risikoarten in der ökonomischen Perspektive sowohl historische als auch hypothetische (einschließlich eines inversen Szenarios) Stressszenarien simuliert werden. Hierbei wird auch auf die besondere Captive-Stellung der Bank unter Risikokonzentrationsgesichtspunkten eingegangen.

Die Risikotragfähigkeit der PSA Bank Deutschland GmbH war im Geschäftsjahr 2021 in beiden Steuerungskreisen jederzeit gegeben. Zum Bilanzstichtag beträgt das freie Risikodeckungspotential in der ökonomischen Perspektive 421,3 Mio. EUR (Vorjahr: 434,7 Mio. EUR) nach Abzug der Summe aus erwarteten und unerwarteten Verlusten der wesentlichen Risikoarten in Höhe von 91,1 Mio. EUR (Vorjahr: 79,6 Mio. EUR).

Neben der ökonomischen Perspektive erstellt die Bank monatlich eine langfristige Kapitalplanung für die nächsten 3 Jahre (normative Perspektive). Sie umfasst ein "Basisszenario" (reguläre Budget- und Langfristplanung) sowie adverse Szenarien.

Im Basisszenario werden die Kapitalquoten (CET 1, Tier 1, TCR) auf Basis der regulären Budget- und Langfrist-Planung berechnet und den regulatorischen sowie internen Anforderungen gegenübergestellt. Ziel ist die Überprüfung, ob die regulatorischen und internen Kapitalanforderungen eingehalten werden

In den adversen Szenarien wird eine abweichende Geschäftsentwicklung unterstellt und ein oder mehrere Einflussfaktoren auf die Kapitalquoten "gestresst".

Es werden aktuell 2 adverse Szenarien betrachtet:

a)

Adverses Szenario I: "Einfrieren" der Eigenmittel:

Hier wird unterstellt, dass keine Kapitalmaßnahmen im Betrachtungszeitraum stattfinden (einschließlich Transaktionen, die die RWA reduzieren).

b)

Adverses Szenario II: schwerer ökonomischer Abschwung:

Das Szenario II stellt einen schweren ökonomischen Abschwung dar und ist konzeptionell an das Szenario "Hypothetic Economic Downturn" in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit angelehnt.

Wie im Szenario I macht das Szenario II deutlich: wie lange reicht das Kapital bei obigen Stressfaktoren und bei Zugrundelegung der im Rahmen des Budget- und Mittelfristplanungs-Prozesses geplanten Geschäftsentwicklung.

2. Risikoarten

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken beschrieben:

a. Kreditrisiko

Kreditrisiko

Als Kreditrisiko (hier: Adressenausfallrisiko) bezeichnet die PSA Bank Deutschland GmbH das Risiko von Verlusten aufgrund erwarteter und unerwarteter Zahlungsausfälle oder erwarteter und unerwarteter Bonitätsverschlechterungen von Geschäftspartnern. Hiervon können alle Geschäftsaktivitäten und Produkte betroffen sein, bei denen eine Finanzierung von einer individuellen Bonitätseinschätzung abhängig ist. Trotz der Möglichkeit der Bank, das finanzierte Fahrzeug bei Ausfall des Geschäftspartners zu verkaufen, besteht die Gefahr der nicht vollständigen Abdeckung des monetären Ausfalls des Geschäftspartners durch den Verkaufserlös des Fahrzeugs.

Die Entwicklung und Qualitätskontrolle der gewählten Kreditentscheidungsmethoden und -prozesse erfolgt durch die Marktfolgebereiche Risiko Steuerung bzw. Wholesale. Die Bank hat Prozesse für die Kreditbearbeitung (Kreditgewährung und -weiterbearbeitung), die Kreditbearbeitungskontrolle, die Intensivbetreuung und die Behandlung von Problemkrediten eingerichtet.

Die Überwachung der ordnungsgemäßen Durchführung des Risikomanagements im Kreditgeschäft erfolgt turnusmäßig durch die Interne Revision.

Die Entwicklung und Qualitätskontrolle der gewählten Risikovorsorge-Methoden erfolgt durch den Bereich Risiko Controlling. Die Bank hat Prozesse für die Ermittlung und Überprüfung der Risikovorsorge eingerichtet.

Die Risiken werden aufgrund der Ausgestaltung der Finanzierungs- oder Leasingverträge (Anzahlungen, Laufzeiten) sowie der umfangreichen Absicherung durch das finanzierte Fahrzeug von der Bank als gering eingeschätzt. Die Messung des Kreditrisikos erfolgt im Rahmen des Kreditvergabeprozesses und darauffolgend monatlich für das gesamte Kreditportfolio der Bank. Weitere Kreditrisiken können aufgrund von externen Faktoren, wie zum Beispiel einer steigenden Anzahl an Insolvenzen oder einer steigenden Arbeitslosenquote, entstehen.

Die Bank bildet eine Risikovorsorge auf Grund von möglichen Kreditausfällen. Die Risikovorsorge umfasst dabei Wertberichtigungen und Rückstellungen. Wenn es tatsächlich zu Kreditausfällen kommt, werden für die fälligen Beträge die Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen - soweit vorhanden - verbraucht. Der Prozess gewährleistet einen angemessenen Schutz vor erwarteten Verlusten.

Der Risikovorsorgebedarf wird monatlich auf Grundlage eines auf statistisch geschätzten Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten basierenden Risikovorsorgemodells ermittelt. Die Bank hat zum 1. Januar 2018 die Methodik an den IFRS9 Standard angepasst und ermittelt den HGB-Risikovorsorgebedarf ebenfalls nach den Regelungen des IFRS9. Die Bank unterscheidet in der Wertberichtigungsmethodik nach dem 3-Stufenmodell, wobei Stufe 3 das ausgefallene Kreditportfolio umfasst. Im nicht ausgefallenen Portfolio (Stufe 1 und Stufe 2) wird eine Pauschalwertberichtigung oder pauschalierte Einzelwertberichtigung basierend auf einem statistischen Modell unter Verwendung von geschätzter Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und Verlustquote (LGD), gebildet. Für ausgefallene Engagements wird je nach Bereich eine pauschalierte Einzelwertberichtigung (Endkundenfinanzierung) oder eine Einzelwertberichtigung (Flotten- und Händlerfinanzierung) ermittelt. Die Auflösung aus der Risikovorsorge (unter Berücksichtigung von Ausbuchungen und Rückflüssen aus Ausbuchungen) betrug zu Ende Dezember 2021 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: Zuführung von 6,5 Mio. EUR).

Über die Risikoklassifizierung (Scoring) erfolgt in der Bank die systematische Einstufung des Kreditausfallrisikos. Die Kriterien, die im Rahmen der Beurteilung der Risiken zu Grunde gelegt sind, gewährleisten entsprechend des BTO 1.4 der MaRisk, eine nachvollziehbare Zuweisung in eine Risikoklasse.

Die Bank hat gemäß BTO 1.2.4 der MaRisk und BTO 1.2.5 der MaRisk Kriterien für eine Zuordnung zur Intensivbetreuung und für die Abgabe eines Engagements an die für die Sanierung bzw. Abwicklung zuständige Organisationseinheit (Problemkreditbearbeitung) festgelegt und entsprechende Prozesse implementiert. Die Qualität der Kriterien wird regelmäßig durch einen außerhalb des Marktes angesiedelten Bereich überprüft.

Das Vertragsportfolio besteht aus privaten und gewerblichen Kunden. Die PSA Bank Deutschland GmbH bedient sich für die Kreditentscheidung standardisierter Scoringverfahren und externer Bonitätsauskünfte. Die Wirksamkeit der Verfahren wird regelmäßig überwacht und sofern notwendig erfolgt eine Anpassung. Zahlungsstörungen werden im Rahmen standardisierter Mahnprozesse bearbeitet.

Kontrahentenrisiko

Das Kontrahentenrisiko bezieht sich auf die Möglichkeit oder Intention des Kontrahenten, seinen finanziellen Verpflichtungen sowohl während der Vertragslaufzeit als auch zum Vertragslaufzeitende nicht nachzukommen. Zur Begrenzung des Kontrahentenrisikos wird ein Limitsystem verwendet, welches täglich in die Berichterstattung einfließt.

Die Bank ist dem Kontrahentenrisiko auf drei Arten ausgesetzt:

Markttransaktionen zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken,

Investition der Liquidität und

Exposures von Drittparteien bei Verbriefungstransaktionen.

Kontrahentenlimite werden für Drittbanken sowie für verbundene Unternehmen durch die Geschäftsleitung genehmigt. Die Ausfallwahrscheinlichkeit für Kontrahenten wird aus externen Ratings abgeleitet. Die Verlustquote wird in Anlehnung an Art. 161 Abs. 1 Buchstabe a) Capital Requirements Regulation (CRR) auf 45 % (Vorjahr: 45 %) festgelegt und seitens einer Analyse der Santander Group auf Basis der Moody's Default and Recovery Database validiert. Zur Bestimmung der erwarteten und unerwarteten Risiken werden die Verlustverteilungen der Kontrahentenrisiken simuliert und der Value-at-Risk aus dem Konfidenzniveau von 99,95 % (Vorjahr: 99,95 %) bei einer Haltedauer von einem Jahr sowie die erwarteten Kreditrisiken abgeleitet.

Konzentrationsrisiko

Vor dem Hintergrund der Geschäftsstrategie ist die Bank insbesondere Konzentrationsrisiken in Zusammenhang mit der Branche (Automobilbranche), den Marken (PSA) und den Händlern (PSA) ausgesetzt. Des Weiteren bestehen im Bereich des Großkundenportfolios Konzentrationsrisiken für gewisse Branchen.

Insgesamt ist die Bank sechs Arten von Konzentrationsrisiken ausgesetzt:

Konzentrationsrisiken bei Einzelkreditvergaben,

Branchenkonzentrationsrisiken im Kreditgeschäft,

Kraftstoffart der finanzierten oder verleasten Fahrzeuge

Konzentrationsrisiken aus dem Refinanzierungsgeschäft,

Ertrags- und Kostenkonzentrationen (insb. Absatzfinanzierungsgeschäft),

Konzentrationsrisiken in Zusammenhang mit der Ausübung der Captive-Funktion für die Vertriebsgesellschaften der PSA-Marken und den angeschlossenen Händlern.

Die Höhe der Konzentrationsrisiken wird quartalsweise anhand von Konzentrationsindizes für Branchen und Portfolien analysiert. Zur Steuerung der Konzentrationsrisiken setzt die Bank Konzentrationsrisikolimite ein, um Konzentrationsrisiken effizient zu begrenzen bzw. zu vermeiden.

Des Weiteren werden die Konzentrationsrisiken auch in den Stresstests der Risikotragfähigkeit betrachtet.

Die Kreditrisiken haben im Geschäftsjahr 2021 zu keinen wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Ertragslage geführt.

b. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko der Bank, ihren Zahlungsverpflichtungen zum Fälligkeitszeitpunkt nicht oder lediglich zu erhöhten Kosten nachkommen zu können.

Das Liquiditätsrisiko, dem die Bank ausgesetzt ist, ist abhängig von:

externen Faktoren ("Finanzmarktrisiko"): im Wesentlichen die weltweite Finanzmarktlage

internen Faktoren ("Refinanzierungsrisiko"): im Wesentlichen das Rating der Bank, welches aufgrund der von den Ratingagenturen angewendeten methodischen Kriterien in Zusammenhang zu dem Rating der Gesellschafter steht

Neben der Refinanzierung durch Kundeneinlagen und von der Santander Consumer Bank AG bereitgestellten Finanzierungsmöglichkeiten, nimmt die Bank Verbriefungstransaktionen vor und nimmt seit März 2021 am TLTRO III - Programm der Europäischen Zentralbank teil. Aufgrund der diversifizierten Refinanzierungsstruktur war die Liquidität während des Geschäftsjahres 2021 jederzeit sichergestellt. Ferner hat die Bank einen Liquiditäts-Notfallplan gemäß MaRisk festgelegt, der Maßnahmen im Falle eines Liquiditätsengpasses einschließlich der Kommunikationswege beschreibt.

Das Management des Refinanzierungsrisikos erfolgt anhand der Liquiditätsablaufbilanz, in der die erwarteten Mittelzu- und -abflüsse über einen Zeitraum von 72 Monaten gegenübergestellt werden, sowie anhand aktueller Prognosen, die monatlich im Financial Management generiert werden.

Die regelmäßige Messung des Liquiditätsrisikos beinhaltet:

die Ermittlung und Meldung der aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätskennziffern (Liquidity Coverage Ratio, NSFR und AMM),

die Ermittlung und Überwachung der Fälligkeit von getätigten Refinanzierungsgeschäften im Normalfall und im Stressszenario.

Die Ermittlung des Risikopotentials im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung.

Die Bank berechnet und meldet die Liquiditätskennzahlen Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR). Ende Dezember 2021 betrug die LCR 456,3 % (Vorjahr: 322,9%).

Die Liquiditätslage der Bank war im gesamten Geschäftsjahr geordnet.

c. Marktpreisrisiko

Als Marktpreisrisiko bezeichnet die PSA Bank Deutschland GmbH das Risiko finanzieller Verluste im Wert des Portfolios der Bank aufgrund von Änderungen der Marktparameter. Die Bank geht Zinsderivategeschäfte lediglich zur Absicherung von Zinsrisiken ein und betreibt kein Handelsgeschäft.

Das Zinsänderungsrisiko beschreibt das Risiko von Verlusten der durch Zinsänderungen hervorgerufenen Auswirkungen auf die Ertragssituation der Bank. Aufgrund des Geschäftsmodells können Marktpreisrisiken im Wesentlichen als Zinsänderungsrisiken durch inkongruente Zinsbindungsdauer zwischen Refinanzierungs- und Finanzierungsgeschäft entstehen.

Die Strategie der Bank verfolgt das Ziel der Vermeidung des Zinsänderungsrisikos durch den Einsatz derivativer Produkte. Das Management der Marktpreisrisiken (insbesondere Zinsänderungsrisiken) verantwortet der Bereich Financial Management, der mittels entsprechender derivativer Finanzinstrumente die genannten Risiken begrenzt.

Sie ermittelt hierfür mindestens monatlich die Aktiv- oder Passivüberhänge der Zinsbindungsbilanz und die Sensitivität in Stressszenarien. Der Value at Risk (VaR) wird zur Messung und Steuerung des Zinsänderungsrisikos in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit genutzt.

Zur Sicherstellung der Refinanzierungskosten für die Neukreditvergabe an Endkunden hat die Bank die Möglichkeit, Sicherungsgeschäfte zur Absicherung eines angenommenen Anstiegs von langfristigen Zinssätzen abzuschließen.

Die Risikoüberwachung beinhaltet die Ermittlung von Risikoindikatoren und deren Berichterstattung auf monatlicher Basis durch den Bereich Risikocontrolling und die Abteilung Asset & Liability Management (ALM) und die Durchführung des monatlich stattfindenden Asset Liability and Capital Komitees und des Risk and Residual Value Komitees. Diese haben zum Ziel die Überwachung der ordnungsgerechten Implementierung der für die Bank allgemeingültigen Richtlinien, der aktuellen und erwarteten Risikolevel und der Einhaltung der Limits und der zur Messung, Steuerung und Überwachung des Zinsänderungsrisikos eingeleiteten Maßnahmen. Durch implementierte Eskalationsmechanismen ist die Geschäftsführung zeitnah über die Risikoentwicklung informiert.

Monatlich werden Cashflows aller zinstragenden Positionen gebildet und der Barwert des Zinsbuches mit Blick auf das BaFin-Rundschreiben 06/2019 ermittelt. Des Weiteren werden die Veränderungen bei unterschiedlichen Stressszenarien (u.a. parallele Zinskurvenverschiebung, Zinskurvendrehungen) berechnet.

Die barwertigen Auswirkungen im Anlagebuch aufgrund einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung lagen bei einer Veränderung von 200 Basispunkten nach oben per Ende Dezember 2021 bei minus 32,4 Mio. EUR (Vorjahr: minus 29,8 Mio. EUR). Die parallele Zinskurvenverschiebung nach oben stellte das Szenario mit den höheren Auswirkungen.

Das ABS-Spreadrisiko entsteht aus potenziellen Bewertungsabschlägen auf zurückgekaufte Tranchen selbst emittierter ABS-Transaktionen. Es wird in erster Linie durch das Volumen der ABS-Bonds im Anlagebestand bestimmt sowie die Art der einbehaltenen Tranchen.

Die im Anlagebestand gehaltenen Untergruppe der Asset Backed Securities, deren Grundlage eigene Assets sind und die dem ABS-Spreadrisiko ausgesetzt sind, beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf 279,8 Mio. EUR in der A2 Tranche und 253,8 Mio. EUR in der B Tranche (Vorjahr: 58,4 Mio. EUR A2 und 273,2 Mio. EUR B Tranche).

Im Geschäftsjahr 2021 lagen die Kennzahlen für Marktpreisrisiken jederzeit innerhalb der festgelegten Risikolimite.

d. Operationelles Risiko

Die PSA Bank Deutschland GmbH definiert operationelle Risiken als das Risiko aus fehlerhaften Anpassungen oder Fehlern, die Prozessen, Personal, Systemen oder externen Ereignissen zuzurechnen sind, einschließlich Ereignissen mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, aber einem hohen substantiellen Verlustrisiko für die Bank.

Die Bank ist den folgenden operationellen Risikoereignissen ausgesetzt:

interner und externer Betrug,

Beschäftigungspolitik und Arbeitsplatzsicherheit,

Kunden, Produkte und Geschäftstätigkeit,

Schaden an physischen Vermögenswerten,

Betriebsstörungen und Systemfehlern, sowie

Ausführungs- , Lieferungs- und Prozessmanagement.

Die Bank ist in erster Linie dem operationellen Risiko im Kreditgeschäft ausgesetzt, im Wesentlichen durch externen Betrug und zu einem weitaus geringeren Ausmaß durch ausgelagerte Aktivitäten an externe Dienstleister oder Partner. Die Überwachung operationeller Risiken erfolgt durch eine Schadensdatenbank, in der bankweite risikorelevante Ereignisse dokumentiert, bewertet und nachverfolgt werden. Darüber hinaus führt die Bank ein Self-Assessment in Bezug auf operationelle Risiken durch, sowie eine Szenarioanalyse für Extremereignisse.

Über die Risikolandkarte, eine Methode zur umfassenden unternehmensweiten Identifizierung operationeller Risiken, bildet die Bank alle ihre Geschäftsaktivitäten und die entsprechenden Risikokategorien in einer Matrix ab. Die operationellen Risiken werden über die Karte identifiziert und in vier Stufen priorisiert. Die Klassifizierung der operationellen Risiken erfolgt dabei auf Basis von Aktivitäten, Prozessen und Teilprozessen. Die Risikolandkarte wird regelmäßig überprüft und aktualisiert (mindestens jährlich).

Entsprechende Risikosteuerungsmechanismen sind integraler Bestandteil der Arbeitsablaufbeschreibungen und Arbeitsanweisungen der Bank sowie Gegenstand der Kontrollen der Kontrollbereiche. Ferner sind als weitere Steuerungsmechanismen Entscheidungs- und Limitierungsregeln, sowie spezifische Prozesse in den IT-Systemen der Bank integriert. Notfallpläne für Informationssysteme wurden erstellt und eingesetzt. Die Pläne werden jährlich überprüft und getestet.

Die Verluste aus operationellen Risiken betrugen per Dezember 2021 für externen Betrug 0,543 Mio. EUR (Vorjahr 0,179 Mio. EUR). Die Verluste aus anderen operationellen Risiken betrugen per Dezember 2021 0,192 Mio. EUR (Vorjahr 0,153 Mio. EUR). Die operationellen Risiken haben zu keiner Zeit die Ertragslage der Bank wesentlich beeinträchtigt.

e. Geschäfts- und strategisches Risiko

Als Geschäfts- und strategisches Risiko bezeichnet die Bank das Risiko potenzieller Verluste sowie verminderter Gewinne aufgrund von nachteiligen geschäftsstrategischen Entwicklungen, Zielvorgaben oder aufgrund einer negativen Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes. Strategische Risiken und Vertriebsrisiken werden durch die Geschäftsführung anhand geeigneter Steuerungsinstrumente gesteuert und durch den Bereich Controlling überwacht. Die relevante Kennzahl im Risikobericht betrachtet die Abweichung des Planergebnisses zum Ist-Ergebnis. Im Dezember 2021 lag das Ist-Ergebnis +3,2 Mio. EUR über dem Planergebnis (Vorjahr -6,1 Mio. EUR).

f. Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Im Geschäftsjahr 2021 wurde das Risikomanagement- und Controlling System der Bank entsprechend den aufsichtsrechtlichen Erfordernissen weiterentwickelt und verbessert. Hierzu zählen Anpassungen an die MaRisk-Novelle (RS 10/2021), Umsetzung der EBA Guidelines Loan Origination and Monitoring (EBA/GL/2020/06) und weitere Anpassungen an die EBA Guidelines zu Outsourcing (EBA/GL/2019/02). Des Weiteren wurde im Geschäftsjahr 2021 das Projekt NDD abgeschlossen und das Projekt IRBA gemäß der Projektplanung fortgeführt.

Die jeweiligen Gesamtrisiken haben im Geschäftsjahr 2021 an keinem Stichtag das eingesetzte Risikodeckungspotenzial des Instituts überschritten. Die PSA Bank Deutschland GmbH hat damit im Geschäftsjahr 2021 ihre Risikotragfähigkeit nachgewiesen.

Bestandsgefährdende Risiken sind für das laufende Jahr nicht ersichtlich. Risiken, wie die Pandemie oder die Chipkrise führten in 2021 nicht zu wesentlichen negativen Einflüssen auf die Ertragslage. Im Geschäftsjahr 2022 sind diese Risiken und auch die Russland-/Ukraine-Krise eng zu monitoren, da die Strategie der PSA Bank Deutschland GmbH weiterhin darauf abzielt, sich innerhalb der Risikodeckungspotenziale zu bewegen. Ausgehend von der derzeitigen Planung ist die Risikotragfähigkeit für das Geschäftsjahr 2022 weiterhin gegeben. So wird aktuell an einem ad-hoc Stressszenario in der ökonomischen und normativen Perspektive mit Bezug zur Russland/Ukraine-Krise gearbeitet.

Kreditrisiko:

Die Retail-Portfolien behalten eine robuste Performance innerhalb der Covid-Krise, was im Allgemeinen die Risikobereitschaft der Bank zu Jahresbeginn bestätigt. Die Bank hat den Risikoappetit um Kennzahlen mit Bezug auf die Krise erweitert, die Limite aber nicht wesentlich angepasst.

Auch für das Händlergeschäft führt die Pandemiekrise bisher nicht zu zusätzlichen Ausfällen oder Kreditverlusten. Infolgedessen kann die Bank den definierten Risikoappetit fortsetzen. Solange die Nachhaltigkeit des wirtschaftlichen Erholungsprozesses nicht bewertet werden kann, ist eine genaue Verwaltung und Überwachung der Portfolien weiterhin erforderlich.

Die Kapitalquoten zum Jahreswechsel sind höher als gesetzlich vorgeschrieben. Für 2022 ist daher eine Vollausschüttung des Jahresgewinns 2021 sowie eine Sonder-Ausschüttung in Höhe von 20 Mio. € geplant.

Operationelles Risiko:

Innerhalb des Lockdowns im Frühjahr 2021 war die Bank in der Lage, durch die bestehende IT-Ausstattung das Geschäft ohne Einbußen im Tagesgeschäft und ohne eine Steigerung des Operationellen Risikos vom Home-Office weiterzuführen. Diese Erfahrung wurde im "New way of working together" fortgesetzt - das heißt, die Umgestaltung der genutzten Bürofläche mit dem Ziel, die Gesamtfläche zu reduzieren, mehr Gemeinschaftsbereiche einzubeziehen und die Bankprozesse weiter zu digitalisieren.

Eine Erhöhung der realisierten operationellen Schadensfälle exklusive des externen Betrugs konnte nicht festgestellt werden. In der Schadenskategorie des externen Betrugs wurden im Geschäftsjahr in der Österreichischen Niederlassung drei größere Schadensfälle festgestellt. Im Deutschen Portfolio kam es zu einem größeren Betrugsfall im September 2021, welcher hauptursächlich zu der Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr führte.

Liquiditätsrisiko:

Während der Krise hat sich die bereits positive Liquiditätssituation sehr stabil verhalten. Das Einlagengeschäft und die Refinanzierung über ABS haben sich erhöht, die zusätzliche Refinanzierung über die Santander Consumer Bank AG konnte zurückgefahren werden. Infolgedessen ist das Liquiditätsrisiko gering und Korrekturen des Risikoappetits sind nicht erforderlich.

Zinsänderungsrisiko:

Das Zinsänderungsrisiko wurde durch die Krise nicht beeinflusst. Hedging-Maßnahmen konnten wie geplant durchgeführt werden.

Geschäfts- und strategisches Risiko:

Die Ertragssituation zeigt sich als stabil. Das Bruttoergebnis liegt geringfügig unter dem Vorjahr, der Gewinn nach Steuern ist aufgrund der guten Entwicklung der Risikosituation höher als das Jahresergebnis 2020 und erreicht den Budgetwert 2021.

V. Prognosebericht

1. Zukünftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet derzeit mit einem Plus der weltweiten Wirtschaftsleistung von 4,4 %. Die Wirtschaftsleistung der USA könnte 2022 ebenfalls um 4,0 % wachsen, das BIP der Europäischen Union könnte 2022 um 3,9 % wachsen. Für China wird das Wachstum mit 4,8 % angegeben. Für Deutschland sagt der IWF ein Plus von 3,8 % voraus.

Der IWF betont, dass die Prognosen mit einer relativ großen Unsicherheit behaftet sind. Ursachen dafür sind die anhaltenden Unterbrechungen globaler Lieferketten, die Risiken im Immobiliensektor in China die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft haben könnten, sowie das Scheitern des Konjunkturpakets im US-Kongress. Hinzu kommt nun die Ukraine-Russland-Krise mit zu erwartenden erheblichen Auswirkungen auf die Preissteigerungen, die Energieversorgung (inkl. deren Stabilität) und der internationalen Lieferketten. Wenn der Krieg eskaliert können sich die Szenarien schnell ändern und die Auswirkungen beträchtlich sein.

Der Ukraine-Krieg kann zu weiteren weltweiten Lieferproblemen und Engpässen führen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat deshalb schon seine ursprüngliche Exportprognose für 2022 von 6% als nicht mehr möglich eingestuft.

Das Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) geht von einer mehrmonatigen Verschiebung der Erholung der deutschen Wirtschaft aus und prognostiziert für 2022 die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,0 %. Ursache dafür sind Lieferengpässe und die vierte Corona-Welle.

Für das Jahr 2022 geht die neue Bundesregierung von einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts um preisbereinigt 3,6% aus (im Herbst waren es noch 4,1%). Bei den Lieferengpässen im internationalen Handel ist die Bundesregierung pessimistischer als das IfW und erwartet den Aufschwung erst später in 2022. Die Prognosen der Forschungsinstitute und der Bundesregierung gingen de facto von einem Erreichen des Vorkrisenniveaus ab Ende des Frühjahrs aus. Dies wird in den nächsten Veröffentlichungen aufgrund des Ukraine-Konflikts zu korrigieren sein.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar 2022 erstmals seit Juni 2021 wieder gestiegen und wurde im Februar mit 98,9 Punkten angegeben. Gerade in der Industrie, die am meisten unter den Lieferengpässen leidet, machte der Index einen deutlichen Sprung. Diese Werte wurden unmittelbar von dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine veröffentlicht. Eine deutliche Korrektur ist hier aufgrund der erneuten Auswirkungen auf die internationalen Lieferketten zu erwarten.

Die Verbraucherpreise sind zuletzt sprunghaft gestiegen, die Bundesregierung geht für 2022 von 3,3 % aus. Eine höhere Jahresrate gab es zuletzt 1993. Mit Abstand stärkster Treiber sind die Energiepreise. Die Bundesbank rechnet sogar mit deutlich über 4% und stellt Zinserhöhungen möglicherweise noch in 2022 in Aussicht. Die Einschätzung der EZB scheint im Umbruch, da bisherige Einschätzungen einer unwahrscheinlichen Zinswende in diesem Jahr nicht mehr wiederholt werden.

Während eine langsame Erholung beim Verkauf von Autos in Deutschland für Entspannung sorgt, besteht unverändert die Sorge hinsichtlich des Erreichens der Klimaziele mit 15 Millionen rein elektrischen PKWs bis zum Jahr 2030. Hierfür ist ein Anteil von ca. 50% bei den Neuzulassungen jedes Jahr notwendig. Während dies möglich erscheint, bereitet der Ausbau der Ladestationen Sorge. Bei gleichbleibendem Tempo würde das Ziel von 1 Millionen mit hochgerechneten ca. 160 Tausend deutlich verfehlt. Hier sieht der VDA die Politik in der Pflicht für ein entsprechendes Wachstum zu sorgen.

2. Entwicklung der Gesellschaft

Unter den dargestellten Rahmenbedingungen wird über die voraussichtliche Entwicklung der PSA Bank Deutschland GmbH berichtet. Die nachfolgenden Prognoseaussagen basieren auf der Ende Mai 2021 erstellten und fortgeschriebenen Mittelfristplanung für die Jahre 2021-2024 sowie dem im Herbst bis Winter 2021 aufgestellten Budget 2022. Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird im Rahmen des monatlichen Forecast-Prozesses unterjährig überprüft, Aktualisierungen werden im Rahmen der jährlichen Budgetprozesse im Herbst jeden Jahres und der Mitelfristplanungen jährlich im Frühjahr vorgenommen.

Die Stellantis Gruppe hat im Dezember 2021 bekannt gegeben, dass sie eine Neu-Ausrichtung der Stellantis Financial Services in Europa plant. Dies hat Auswirkungen auf die 2014 geschlossene Kooperation mit der Santander Consumer Finance. Anpassungen sind daher auf Basis der neuen Partnerschafts- und Gesellschafterstruktur in der Stellantis Gruppe und der PSA Bank in Deutschland ab 2023 notwendig. Die genauen Auswirkungen lassen sich zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch nicht quantifizieren, da eine verbindliche Vertragsunterzeichnung und die üblichen behördlichen Zustimmungen noch ausstehen und die Vereinbarung erst in der ersten Jahreshälfte 2023 in Kraft treten soll.

Eine detaillierte Planung für das Jahr 2022 wurde im Rahmen des Budgetprozesses erstellt. Dabei wurden die geplanten Pkw-Zulassungen 2022 als Planungsbasis zugrunde gelegt.

Durch die geplanten Marktanteile von 5,7 % in Deutschland, werden die Pkw-Zulassungen dieser Marken errechnet. Für die Bestimmung der Finanzierungsvolumina wird die geplante Penetration von insgesamt 39,7 % angesetzt und somit das budgetierte Neugeschäft in Höhe von 1.393 Mio. EUR abgeleitet.

In Österreich wird mit einem Marktanteil in Höhe von 6,3 % gerechnet. Davon entfallen 3,5 % auf Peugeot, 2,7 % auf Citroen und 0,1 % auf DS. Es wird eine Penetration von 32,9 % angenommen, bei einem Neugeschäftsvolumen von 203 Mio. EUR.

Das Kredit- und Leasingportfolio wird nach Berücksichtigung der planmäßigen und vorzeitigen Rückzahlungen wieder ansteigen. Die risikogewichteten Aktiva (RWA) werden zwischen dem 31.12.2021 und dem 31.12.2022 ansteigen, der Durchschnittswert der entsprechenden Jahre wird auf ähnlichem Niveau verbleiben. Das Einlagengeschäft mit Kunden wird weiterhin eine wichtige Refinanzierungssäule darstellen. Begleitend zum Geschäftswachstum sind in den nächsten Jahren weitere Verbriefungen (Asset-Backed-Securities) und Möglichkeiten zur Eigenkapitalentlastung (Full Stack) geplant.

Das Netto-Zinsergebnis 2022 wird analog dem Anstieg des Kredit- und Leasingvolumens leicht zunehmen. Das Bruttoergebnis steigt im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch ein wachsendes Versicherungsgeschäft. In der Risikovorsorge und bei den Verwaltungsaufwendungen werden keine Sondereffekte vorhergesehen, so dass das Ergebnis nach Steuern ebenfalls leicht ansteigt.

Der Return on Risk Weighted Assets (RoRWA.) wird im Vergleich zu 2021 leicht ansteigen.

Alle regulatorischen Anforderungen zu den Eigenkapitalquoten zum 31.12.2022 (CET 1 von 8,59%, TIER 1 von 10,38%, TCR von 12,75%) sowie die institutsspezifisch festgelegten Risikoalarm- und Management-Richtlinien (jeweils +0,5% höhere Anforderung an die einzuhaltenden Kapitalquoten) werden im Jahresverlauf 2022 eingehalten.

Die Geschäftsleitung der PSA Bank Deutschland GmbH sieht sich insgesamt für die künftigen Herausforderungen gut aufgestellt.

3. Russischer Einmarsch in die Ukraine

Zur Beurteilung möglicher Auswirkungen auf die weltweiten Märkte und die einzelnen Banken wurden zahlreiche Daten ausgetauscht und in einem Special Situation Management Komitee im Santander-Konzern bewertet. In der PSA Bank Deutschland GmbH wird ein Weekly-Update-Meeting zum Austausch genutzt. Bei Bedarf werden ad-hoc-Meetings mit Teilnahme von DCEO, CRO und CFO einberufen. Die derzeitige Einschätzung geht von hoher Unsicherheit und Volatilität im Kapitalmarkt im kurz- und mittelfristigen Zeitraum aus. Themen mit hoher Aufmerksamkeit sind Cyberrisiken, Einhaltung von internationalen Sanktionen, Lieferketten, Energieversorgung und Inflation.

Die PSA Bank Deutschland GmbH sieht keinen Handlungsbedarf für ihre Finanzpositionen (Refinanzierung, HQLA, Zinsrisiken, etc.), die Finanzsanktionsliste (EU-Verordnung hinsichtlich Personen, Gruppe, Organisationen) wird regelmäßig upgedatet.

Die aktuelle Prognose geht von der Erreichung des Budgets 2022 aus. Allerdings könnte 2022 das Geschäftsergebnis durch eine anhaltende COVID-Pandemie, Chip-Krise oder Ukraine-Krise negativ beeinflusst werden. Diese Entwicklungen sind derzeit bis zum Jahresende 2022 nur schwer absehbar, werden aber sorgfältig bewertet und bei Bedarf im Rahmen der monatlichen Forecasts berücksichtigt.

 

Neu-Isenburg, den 11. März 2022

Jean-Marc Plumyène

Dr. Christoph Reuter

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktivseite

2021
EUR
2021
EUR
Vorjahr
EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 341,90 6.420,62
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 253.935.284,87 199.204.151,18
darunter:
bei der Deutschen Bundesbank 233.935.284,87
253.935.626,77 199.210.571,80
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 89.479.696,95 66.315.307,30
89.479.696,95 66.315.307,30
3. Forderungen an Kunden 1.655.194.972,06 1.985.285.083,27
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von anderen Emittenten 1.069.992.024,57 331.669.808,79
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 500.000.000,00 Euro
1.069.992.024,57 331.669.808,79
5. Leasingvermögen 2.609.767.160,77 2.393.218.036,72
6. Immaterielle Anlagewerte:
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 690.848,32 1.225.417,86
690.848,32 1.225.417,86
7. Sachanlagen 3.636.218,36 3.729.677,26
8. Sonstige Vermögensgegenstände 16.471.113,22 55.614.817,83
9. Rechnungsabgrenzungsposten 121.235.048,58 11.019.746,93
Summe der Aktiva 5.820.402.709,60 5.047.288.467,76

Passivseite

2021
EUR
2021
EUR
Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 3.137.122,16 1.680.000,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 782.752.761,51 1.145.963.926,97
785.889.883,67 1.147.643.926,97
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 1.651.449.284,67 1.533.017.869,60
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.253.081.423,32 1.242.651.232,05
3.904.530.707,99 2.775.669.101,65
3. Sonstige Verbindlichkeiten 14.756.060,30 50.699.601,91
4. Rechnungsabgrenzungsposten 417.014.742,60 377.713.426,63
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.002.138,00 5.408.102,00
b) Steuerrückstellungen 9.393.275,18 15.499.690,67
c) andere Rückstellungen 28.570.517,18 28.405.343,76
44.965.930,36 49.313.136,43
6. Nachrangige Verbindlichkeiten 79.206.526,58 79.204.081,01
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 1.464.448,00 1.464.448,00
b) Kapitalrücklage 420.247.226,70 420.247.226,70
c) Gewinnrücklagen 95.261.918,46 95.261.740,73
d) Bilanzgewinn 57.065.264,94 50.071.777,73
574.038.858,10 567.045.193,16
Summe der Passiva 5.820.402.709,60 5.047.288.467,76
1. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 337.702.151,39 223.924.401,16

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Aufwendungen

2021
Euro
2021
Euro
Vorjahr
Euro
1. Leasingaufwendungen 524.857.205,00 407.012.794,23
2. Zinsaufwendungen 26.773.847,87 23.706.050,14
3. Negative Zinsen aus Geldaufnahmen -3.458.611,11 0,00
4. Provisionsaufwendungen 21.570.209,15 20.346.567,21
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand 22.434.278,59 20.839.557,69
aa) Löhne und Gehälter 16.739.947,31 16.151.853,26
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.694.331,28 4.687.704,43
darunter:
für Altersversorgung 2.191.495,67 Euro
b) andere Verwaltungsaufwendungen 37.668.272,81 36.085.876,02
60.102.551,40 56.925.433,71
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen
a) auf Leasingvermögen 517.013.477,55 490.244.224,73
b) auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 905.361,60 809.214,05
517.918.839,15 491.053.438,78
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.742.964,38 1.738.239,93
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 6.510.012,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.565.604,04 21.980.990,00
10. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 106.243,02 111.819,61
11. Jahresüberschuss 57.065.264,94 50.071.777,73
Summe der Aufwendungen 1.231.244.117,84 1.079.457.123,34
noch Gewinn- und Verlustrechnung (Kontoform) 2021
Euro
Vorjahr
Euro
1. Jahresüberschuss 57.065.264,94 50.071.777,73
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
3. Bilanzgewinn 57.065.264,94 50.071.777,73

Erträge

2021
Euro
2021
Euro
Vorjahr
Euro
1. Leasingerträge 1.139.493.843,55 985.674.498,52
2. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 58.160.897,78 66.615.074,18
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 7.605.893,66 3.584.900,36
3. Negative Zinsen aus Geldanlagen
a) Geldmarktgeschäfte -1.173.636,37 -411.876,15
64.593.155,07 69.788.098,39
4. Provisionserträge 20.122.292,32 17.744.101,74
5. Sonstige betriebliche Erträge 3.194.087,87 6.250.424,69
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 3.840.739,03 0,00
Summe der Erträge 1.231.244.117,84 1.079.457.123,34

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

der PSA Bank Deutschland GmbH

I. Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der PSA Bank Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main (HRB 48096), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und des GmbHG aufgestellt. Im Jahresabschluss ist die österreichische Niederlassung der Bank enthalten.

Beherrschender Gesellschafter ist die Santander Consumer Bank AG (SCB), Mönchengladbach, Deutschland. Weiterer Gesellschafter ist die Banque PSA Finance S.A. (BPF), Paris, Frankreich.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Abschlussstichtag grundsätzlich einzeln bewertet.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet.

In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Bilanz oder Gewinn- oder Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben).

Zur besseren Darstellung werden die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen.

Die PSA Bank Deutschland GmbH ist gemäß § 285 Nr. 21 HGB verpflichtet, wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Personen, welche nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, anzugeben.

Angaben zur Ergänzung der Gliederung:

Die Formblätter 1 und 2 (Kontoform) der RechKredV für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden um die entsprechenden Positionen für den Ausweis des Leasinggeschäfts ergänzt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich deren Abweichungen sowie Fremdwährungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Die Barreserve wird zum Nennwert ausgewiesen.

Forderungen sind mit dem Nennbetrag abzüglich der Risikovorsorge angesetzt. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt in Anlehnung an das nach International Financial Reporting Standards (IFRS) angewandte Expected Credit Loss-Modell. Dabei werden in der Händlerfinanzierung Einzelwertberichtigungen auf Basis der Kreditnehmereinheit ermittelt, Risiken auf nicht einzelwertberichtigte Händlerforderungen wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. In der Kundenfinanzierung kommen ebenfalls Pauschalwertberichtigungen sowie pauschalierte Einzelwertberichtigungen zum Ansatz. Das zur Wertberichtigungsermittlung im Einsatz befindliche Modell berücksichtigt die Anforderungen zur Risikoquantifizierung gemäß IFRS9. Die Bank wendet das 3-Stufen-Modell für alle Kreditforderungen an. Der Stufe 1 sind alle Forderungen zugeordnet, deren Kreditrisiko nicht signifikant gestiegen ist. In der Stufe 1 wird die Wertberichtigung in Höhe der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet. Der Stufe 2 sind alle Forderungen zugeordnet, deren Kreditrisiko signifikant gestiegen ist im Vergleich zum erstmaligen Ansatz in der Bilanz. Eine Verschlechterung von Stufe 1 in Stufe 2 wird veranlasst aufgrund von Zahlungsrückständen (ab dem 1. Tag), einer Verschlechterung in der Ratingklasse (auf Basis der Verhaltensscorekarten (Absatzfinanzierung) bzw. Ratings (Händler und Flotten)), einer Forbearance-Maßnahme oder durch das Anschlagen von Frühwarnindikatoren (Händler und Flotten). Auch werden Forderungen, die vormals der Stufe 3 zugeordnet waren für eine bestimmte Zeit der Stufe 2 zugeordnet, bevor sie wieder in Stufe 1 zurückgestuft werden können. In der Stufe 2 wird die Wertberichtigung in Höhe der über die Restlaufzeit erwarteten Kreditverluste gebildet. Der Stufe 3 sind alle Forderungen zugeordnet, welche einem Ausfallereignis zugeordnet werden können. Dies umfasst einen Zahlungsrückstand > 90 Tage, einen identifizierten Betrugsfall, eine Insolvenz oder auch eine deutliche Verschlechterung der Bonität (Rating der Händler und Flotten).

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungs- und Nennbetrag werden in den aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und planmäßig über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder, bei Vorliegen von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen, zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die in der Position "Leasingvermögen" ausgewiesenen Fahrzeuge werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages auf den Restwert abgeschrieben. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die PSA Bank Deutschland GmbH hat des Weiteren zum 31. Dezember 2021 außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 402) vorgenommen.

Gegenstände des Sachanlagevermögens und der immateriellen Anlagewerte, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden linear in Anlehnung an die in den steuerlichen Abschreibungstabellen festgelegten Nutzungsdauern abgeschrieben. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Anschaffungskosten.

In den Bilanzpositionen Sachanlagen, immaterielle Anlagewerte und Leasingvermögen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei einer voraussichtlich andauernden Wertminderung. Bei Abgang von Fahrzeugen des Leasingvermögens werden die Erlöse unter den Erträgen aus Leasinggeschäften, die abgehenden Restbuchwerte unter den Aufwendungen aus Leasinggeschäften erfasst.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert.

Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht nach § 255 Abs. 3 S. 2 HGB nicht in Anspruch und aktiviert keine Fremdkapitalzinsen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen sowie Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und Nennwert.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden nach der projizierten Einmalbeitragsmethode unter der Verwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen werden mit 1,75 % p.a. und erwartete Rentensteigerungen mit 1,80 % p.a. berücksichtigt. Die Fluktuation wird über eine mittlere Fluktuationstafel des Gutachters Mercer Deutschland GmbH berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der angewandte Zinssatz beläuft sich zum Stichtag auf 1,87 %. Der Zinseffekt aus der Verwendung des gegenüber dem Vorjahr um 44 Basispunkte niedrigeren Abzinsungssatzes beträgt TEUR 689 (Vorjahr: TEUR 480).

Zur Absicherung ihrer Verpflichtungen aus den Einzelzusagen hat die PSA Bank Deutschland GmbH Rückdeckungsversicherungen bei der Victoria Lebensversicherung AG, Düsseldorf, abgeschlossen. Allerdings sind in der Rückdeckung keine Rentenanpassungen mitversichert. Diese müssten daher aus den Überschüssen der Versicherung finanziert werden. Erwartungsgemäß werden die von der Versicherung erwirtschafteten Überschüsse nicht ausreichen, die Rentenanpassungen in voller Höhe abzudecken. Diesem Sachverhalt wurde im Geschäftsjahr durch die Bildung einer Rückstellung i. H. v. EUR 7.002.138,00 (Vorjahr: EUR 5.408.102,00) Rechnung getragen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt für den nicht durch die Rückdeckungsversicherung abgesicherten Verpflichtungsumfang zum Abschlussstichtag EUR 3.358.258,00. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB.

Abfertigungsrückstellung in der Niederlassung Österreich

RECHTSGRUNDLAGEN

Die Rückstellung ergibt sich aus den gesetzlichen Bestimmungen über die Abfertigungsverpflichtungen (Abfindungszahlungen) für Arbeiter und Angestellte.

Die Abfertigung beträgt bei einer ununterbrochenen

3-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 2-fache

5-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 3-fache

10-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 4-fache

15-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 6-fache

20-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 9-fache

25-jährigen Betriebszugehörigkeit → das 12-fache

des für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Entgeltes (Jahreszwölftel). Sie wird fällig bei Ausscheiden des Dienstnehmers wegen Inanspruchnahme der gesetzlichen Alters- bzw. vorzeitigen Alterspension sowie bei Austritt aus wichtigem Grunde (z.B. Invalidität oder Berufsunfähigkeit). Im Ablebensfall beträgt die Abfertigung 50% und gebührt den gesetzlichen Erben.

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GRUNDLAGEN

Die Berechnungen erfolgten nach der "projected unit credit method" unter Ansatz folgender Prämissen:

Zinssatz: 1,35% (Durchschnittszinssatz 7 Jahre)

Gehaltstrend: 2,50%

Fluktuation (Ausscheiden ohne Pensionsanspruch): keine

Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die AVÖ 2018-P "Angestellte" - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung - zugrunde gelegt.

Bei der Ermittlung der erdienten Abfertigungsanwartschaften wurde nach der Planformel (Abfertigungsregelung) vorgegangen. Die Dienstjahre zum Berechnungsstichtag wurden dabei auf ganze Jahre kaufmännisch gerundet. Die Anwartschaften auf Abfertigungszahlungen im Invaliditätsfall und im Ablebensfall (50%) wurden ebenfalls gemäß dieser Tabelle berücksichtigt. Liegt der effektive Abfertigungsanspruch jedoch unter den Tabellenwerten, wurde dieser angesetzt.

Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die (vorzeitige) Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt, mit einem Maximum von 62 Jahren.

Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter (Frühpensionsalter) entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise bis maximal 62 Jahre angehoben.

Für Mitarbeiter in Altersteilzeit wurde das vereinbarte Pensionsantrittsdatum angesetzt.

Ist zum Bewertungsstichtag das rechnungsmäßige Pensionsalter bereits erreicht oder überschritten, wird der Pensionsfall 6 Monate nach dem Berechnungsstichtag unterstellt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für alle erkennbaren Risiken wurde im Jahresabschluss durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Vorsorge in ausreichender Höhe getroffen. Das latente Risiko im Kreditgeschäft wird durch Pauschalwertberichtigungen abgedeckt.

Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine andauernde Wertminderung nicht mehr bestehen.

Verlustfreie Bewertung

Das Bankbuch der PSA Bank Deutschland GmbH wurde gemäß IDW RS BFA 3 hinsichtlich der Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste überprüft. Dabei wurde das Barwertverfahren angewandt. Voraussichtlich noch anfallende Risikokosten zuzüglich eines Risikokostenzuschlags und Verwaltungskosten wurden durch eine Einbeziehung in den zur Diskontierung der Zahlungsströme verwendeten Zinssatz berücksichtigt und der so ermittelte Barwert dem handelsrechtlichen Buchwert der Vermögensgegenstände des Bankbuches gegenübergestellt. Es ergaben sich keine Anhaltspunkte, dass eine Rückstellung für drohende Verluste gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB zu bilden ist.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist. Die Ermittlung der latenten Steuern im Inland erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes von 28,22%, der die Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag umfasst. Latente Steuern für die österreichische Niederlassung werden mit dem dort geltenden Körperschaftsteuersatz von 25% bewertet.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem (steuerlichen) Goodwill aus der - grenzüberschreitenden - Verschmelzung der France Lion S.A.S. auf die PSA Bank Deutschland GmbH, der steuerlichen Nichtanerkennung der Vorsorgereserve gemäß 340f HGB sowie Unterschieden in der Bilanzierung und Bewertung von rückgedeckten Pensionsverpflichtungen.

Die passiven latenten Steuern beruhen insbesondere auf temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz aufgrund von Bewertungsunterschieden beim Leasingvermögen sowie der Bildung einer steuerlichen Rücklage gemäß § 5 Abs. 7 EStG.

Die Bank macht von dem Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs.1 S. 2 HGB für die latenten Steuern keinen Gebrauch. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein Anspruchsüberhang, der nicht aktiviert wurde.

Weitere Bilanzierungsmethoden

Die Bilanz wird unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Mit Ausnahme der im Zusammenhang mit den Verbriefungstransaktionen abgeschlossenen Derivate dienen die bei der PSA Bank Deutschland GmbH bestehenden Zinsswaps ausschließlich der Absicherung des Zinsänderungsrisikos. Das Wahlrecht, diese wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen bilanziell durch die Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB abzubilden, wird nicht in Anspruch genommen.

Negative Zinsen aus dem Aktiv- und dem Passivgeschäft werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderte Posten ausgewiesen. Die saldierten Zinsen aus Zinsswaps werden je nach Saldo in den Zinserträgen oder -aufwendungen erfasst.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Fremdwährungsgeschäfte und Devisentermingeschäfte werden von der PSA Bank Deutschland GmbH nicht getätigt.

Asset Backed Securities

PBD GERMANY AUTO LEASE MASTER S.A. Compartments 2021-1 (Full Stack Lease)

Zur Absicherung der Liquiditätsversorgung hat die PSA Bank Deutschland GmbH, beginnend am 26. November 2021, eine neue ABS-Transaktion mit der Zweckgesellschaft (SPV) PBD GERMANY AUTO LEASE MASTER S.A. unter dem neuen Compartment 2021-1 aufgesetzt.

Dafür wurden Assets aus den bestehenden Compartments an die Bank rückübertragen und dann an das neue Compartment übertragen.

Die neue Transaktion ist derart gestaltet, dass neben Funding aufsichtsrechtlich auch eine Reduzierung der "Risk Weighted Assets" erreicht werden konnte. Sämtliche Anleihen in Höhe von insgesamt EUR 600 Mio. wurden am Markt platziert und bestehen am Jahresende in der gleichen Höhe.

PBD GERMANY AUTO LEASE MASTER S.A. Compartments 1 und 2

Zur Absicherung der Liquiditätsversorgung hat die PSA Bank Deutschland GmbH, beginnend am 26. Juni 2019, eine im Volumen ansteigende ABS-Transaktion mit der Zweckgesellschaft (SPV) PBD GERMANY AUTO LEASE MASTER S.A. mit den beiden Compartments 1 und 2 aufgesetzt.

Die im Zuge der ABS-Transaktion übertragenen Forderungen aus Leasingverträgen sind durch die Begebung von "Class A1"-, "Class A2"- und nachrangigen "Class B"- Anleihen refinanziert.

Die PSA Bank Deutschland GmbH hält zum Bilanzstichtag daraus Class A2-Anleihen des SPV in Höhe von EUR 279,8 Mio. und Class B-Anleihen in Höhe von EUR 187,1 Mio.

PBD GERMANY AUTO 2018 UG

Die am 25. Oktober 2018 aufgesetzte ABS-Transaktion kam vertragsgemäß in 2019 in die Amortisierungsphase. Die im Zuge dieser ABS-Transaktion übertragenen Forderungen sind durch die Begebung von "Class A"- und nachrangigen "Class B"- Anleihen refinanziert. Die Class A der ABS-Transaktion wird voraussichtlich im vierten Quartal 2022 amortisiert sein. Die PSA Bank Deutschland GmbH hält zum Bilanzstichtag weiterhin Class B-Anleihen des SPV in Höhe von EUR 66,7 Mio.

PBD GERMANY AUTO LOAN 2021 UG

Die im Zuge der am 29. Januar 2021 aufgesetzten, 3 Jahre revolvierenden ABS-Transaktion übertragenen Forderungen sind durch die Begebung von "Class A"- und nachrangigen "Class B"- Anleihen refinanziert.

Die vom SPV begebenen Wertpapiere in Höhe von EUR 500,0 Mio. und deren Erhöhung im Juni 2021 um weitere EUR 36,3 Mio. wurden vollständig von der PSA Bank Deutschland GmbH selbst angekauft.

ALLGEMEINE ANMERKUNG

Nach den Grundsätzen des IDW RS HFA 8 findet kein Übergang ("True Sale") des wirtschaftlichen Eigentums der diesen ABS-Transaktionen zugrundeliegenden Forderungen statt. Das Risiko der verbrieften Forderungen verbleibt bei der PSA Bank Deutschland GmbH.

Infolgedessen werden die veräußerten Forderungen weiterhin unter den Forderungen gegenüber Kunden und im Leasingvermögen ausgewiesen. In Höhe des zugeflossenen Kaufpreises zuzüglich des jeweiligen Diskontbetrags werden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden passiviert, die mit Weiterleitung der Zahlungen aus den veräußerten Forderungen anteilig in Höhe der Barwertveränderung der zugrundeliegenden Forderungen vermindert werden. Für die erworbenen Anleihen wird keine Folgebewertung vorgenommen, da deren Adressenausfallrisiko bereits im Rahmen der Forderungsbewertung der Kundenforderungen berücksichtigt wird. Sie werden mit ihrem Nominalwert zum jeweiligen Stichtag bilanziert. Es handelt sich um börsenfähige, aber nicht börsennotierte, Wertpapiere. Die bei den SPV anfallenden Aufwendungen, die den Auskehranspruch der PSA Bank Deutschland GmbH reduzieren, werden als Refinanzierungskosten unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die aus den gehaltenen Anleihen generierten Erträge werden unter den Zinserträgen aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen gezeigt.

III. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Barreserve

Die Position Barreserve in Höhe von EUR 253.935.626,77 (Vorjahr: EUR 199.210.571,80) beinhaltet im Wesentlichen das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von EUR 233.935.284,87 (Vorjahr: EUR 179.204.151,18).

Forderungen an Kreditinstitute

Von den Forderungen an Kreditinstitute entfallen auf die Restlaufzeit:

täglich fällig EUR 89.479.696,95

In den Forderungen an Kreditinstitute sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Sämtliche Forderungen an Kreditinstitute sind unverbrieft.

Im Vorjahr betrugen die Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig EUR 66.315.307,30.

Forderungen an Kunden

Die Restlaufzeiten des Gesamtbetrags der Forderungen an Kunden gliedern sich in:

bis drei Monate EUR 58.903.706,76 (Vorjahr: EUR 52.415.642,79)

mehr als drei Monate und bis ein Jahr EUR 837.525.942,65 (Vorjahr: EUR 1.058.239.238,75)

mehr als ein Jahr und bis fünf Jahre EUR 739.247.776,51 (Vorjahr: EUR 851.636.483,48)

mehr als fünf Jahre EUR 19.517.546,14 (Vorjahr: EUR 22.993.718,25)

Die Restlaufzeiten des Gesamtbetrags der über die SPV PBD Germany Auto 2018 UG und PBD Germany Auto Loan 2021 UG verbrieften Forderungen an Kunden gliedern sich in:

bis drei Monate EUR 37.309.363,36 (Vorjahr: EUR 28.431.163,96)

mehr als drei Monate und bis ein Jahr EUR 103.132.833,22 (Vorjahr: EUR 79.314.465,27)

mehr als ein Jahr und bis fünf Jahre EUR 523.678.930,04 (Vorjahr: EUR 217.844.847,74)

mehr als fünf Jahre EUR 13.559.958,60 (Vorjahr: EUR 2.266.758,42)

Die Forderungen gegenüber den Zweckgesellschaften betragen EUR 106.049.327,71 (Vorjahr: EUR 17.153.196,03). Es handelt sich hierbei insbesondere um ein Darlehen zur Vorfinanzierung der im Rahmen des Ankaufs von Anwartschaftsrechten beim PBD Germany Auto Lease Master S.A. Compartments 2021-1 entstehenden Umsatzsteuerforderung in Höhe von EUR 82,3 Mio. Daneben bestehen Forderungen aus Liquiditätsreserven, aus Zinssubventionen sowie ein Darlehen zur Finanzierung der Prämie im Zusammenhang mit einem Zinssicherungsgeschäft.

Der Anteil der Forderungen aus fälligen Raten aus dem Leasinggeschäft beträgt EUR 3.588.763,89 (Vorjahr: EUR 1.766.538,45).

Sämtliche Forderungen an Kunden sind unverbrieft.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Unter dem Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden die im Zuge der ABS-Transaktionen von den SPV begebenen und von der PSA Bank Deutschland GmbH übernommenen Class A, A2- und Class B-Anleihen in Höhe von EUR 1.069.992.024,57 ausgewiesen. Hiervon entfallen auf die nachrangigen Class B-Anleihen EUR 290.129.831,99. Da es sich bei den Verbriefungstransaktionen nicht um einen Accounting True-Sale handelt, werden zusätzlich die verbrieften Vermögensgegenstände weiterhin unter dem Posten "Forderungen an Kunden" bzw. unter dem Posten "Leasingvermögen" in der Bilanz der PSA Bank Deutschland GmbH ausgewiesen.

Im Vorjahr betrug die Position EUR 331.669.808,79.

Leasingvermögen

Der Posten umfasst vermietete Fahrzeuge im Rahmen des Leasinggeschäfts der PSA Bank Deutschland GmbH in Höhe von EUR 2.609.767.160,77.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus dem als Anhang beigefügten Anlagenspiegel entnommen werden.

Im Vorjahr betrug das Leasingvermögen EUR 2.393.218.036,72

Immaterielle Anlagewerte

Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich im Wesentlichen um Softwarelizenzen in Höhe von EUR 690.848,32

Im Vorjahr betrug die Position EUR 1.225.417,86

Sachanlagen

Die Sachanlagen bestehen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 3.636.218,36

Im Vorjahr betrug die Position EUR 3.729.677,26

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2021
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.419.415,06 29.187,34 466.761,65 981.840,75
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.565.038,13 2.768.042,08 2.869.185,82 5.463.894,39
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere * 331.669.808,79 923.814.138,27 185.549.908,49 1.069.934.038,57
Leasingvermögen 3.153.592.036,88 1.225.302.694,79 920.097.216,56 3.458.797.515,11
Gesamt 3.492.246.298,86 2.151.914.062,48 1.108.983.072,52 0,00 4.535.177.288,82
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung Stand 31.12.2021
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 193.997,20 96.995,23 0,00 290.992,43
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.835.360,87 808.366,37 816.051,21 1.827.676,03
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere * 0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen 760.374.000,16 517.013.477,55 428.357.123,37 849.030.354,34
Gesamt 762.403.358,23 517.918.839,15 429.173.174,58 0,00 851.149.022,80
Restbuchwert
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 690.848,32 1.225.417,86
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.636.218,36 3.729.677,26
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere * 1.069.934.038,57 331.669.808,79
Leasingvermögen 2.609.767.160,77 2.393.218.036,72
Gesamt 3.684.028.266,02 2.729.842.940,63

* "anteilige Zinsen nach § 11 RechKredV werden nicht im Anlagegitter dargestellt"

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet Steuervorauszahlungen und Steuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 9.276.851,41 sowie sonstige Aktiva in Höhe von EUR 7.194.261,81 (Vorjahr: EUR 7.077.955,61). Die bisher in diesem Posten berücksichtigten sogenannten Systemverrechnungskonten (Vorjahr: EUR 35.667.637,72) werden zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage ab dem Berichtsjahr den entsprechenden Bilanzpositionen zugeordnet. Hieraus resultierte eine Bilanzverkürzung in Höhe von EUR 4.027.576,08.

Im Vorjahr betrugen die Steuervorauszahlungen und Steuererstattungsansprüche EUR 12.869.224,50.

Rechnungsabgrenzungsposten

Im Wesentlichen handelt es sich bei dieser Position um den aus der Übertragung von Vermögensgegenständen an die Zweckgesellschaften resultierenden Diskont in Höhe von EUR 120.572.944,17 (Vorjahr: EUR 0,00). Dem Betrag, der im Zuge des Forderungsverkaufs an die Zweckgesellschaften als Diskont vereinbart und im Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert wird, steht in gleicher Höhe eine Verbindlichkeit gegenüber Zweckgesellschaften gegenüber. Die zukünftig vereinnahmten Raten werden zum Zweck der Tilgung der bestehenden Darlehensverbindlichkeit an die Zweckgesellschaften weitergeleitet.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich in

täglich fällig EUR 3.137.122,16 (Vorjahr: EUR 1.680.000,00)

bis drei Monate EUR 456.752.761,51 (Vorjahr: EUR 218.963.926,97)

mehr als drei Monate und bis ein Jahr EUR 187.000.000,00 (Vorjahr: EUR 601.000.000,00)

mehr als ein Jahr und bis fünf Jahre EUR 139.000.000,00 (Vorjahr: EUR 326.000.000,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 326.211.372,62 (Vorjahr: EUR 1.145.963.926,97) enthalten. Für diese Verbindlichkeiten gilt der gesetzliche Nachrang von Gesellschafter-Darlehen gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO.

Der Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände ("Class A"-Anleihen aus der Verbriefungstransaktion PBD GERMANY AUTO LOAN 2021 UG) beläuft sich auf EUR 500,0 Mio.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Der Posten enthält Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 11.950.010,20 (Vorjahr: EUR 16.949.332,45) und Verbindlichkeiten gegenüber den Zweckgesellschaften in Höhe von EUR 1.934.175.344,37 (Vorjahr: EUR 1.079.735.742,02). In diesem Betrag sind alle Weiterleitungsverpflichtungen aus den Forderungsverkäufen enthalten. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten im Rahmen der ABS-Transaktionen sind in entsprechender Höhe Ansprüche aus Finanzierungs- und Leasingverträgen abgetreten.

Die Kundeneinlagen belaufen sich auf EUR 1.932.905.680,82 (Vorjahr: EUR 1.673.624.316,93).

Weiterhin handelt es sich um noch zu verrechnende Verbindlichkeiten gegenüber Händlern, Kunden und sonstigen Gläubigern.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen:

täglich fällig EUR 1.651.449.284,67 (Vorjahr: EUR 1.533.017.869,60)

bis drei Monate EUR 2.012.111.240,91 (Vorjahr: EUR 1.110.902.484,46)

mehr als drei Monate und bis ein Jahr EUR 86.532.374,44 (Vorjahr: EUR 63.604.968,52)

mehr als ein Jahr und bis fünf Jahre EUR 154.437.807,97 (Vorjahr: EUR 68.143.779,07)

Sonstige Verbindlichkeiten

Der Posten sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Steuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.035.378,23 (Vorjahr: EUR 680.538,02), die erhaltene Prämie im Zusammenhang mit einem Zinssicherungsgeschäft in Höhe von EUR 3.242.000,00 (Vorjahr: 0,00) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 9.478.682,07 (Vorjahr: EUR 8.500.099,93). Die bisher in diesem Posten berücksichtigten sogenannten Systemverrechnungskonten (Vorjahr: EUR 41.518.963,96) werden zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage ab dem Berichtsjahr den entsprechenden Bilanzpositionen zugeordnet. Hieraus resultierte eine Bilanzverkürzung in Höhe von EUR 4.027.576,08.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Beträge der Subventionen der Importeure in Höhe von EUR 158.852.146,09 (Vorjahr: EUR 171.063.592,09) sowie der Mietsonderzahlungen aus dem Leasinggeschäft in Höhe von EUR 252.744.696,62 (Vorjahr: EUR 202.673.589,28).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen EUR 7.002.138,00 (Vorjahr: EUR 5.408.102,00).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2021 EUR 9.393.275,18 (Vorjahr: EUR 15.499.690,67).

Andere Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Bonusrückstellungen für das Händlernetz für die Vermittlung von Finanzierungsgeschäften und für Importeure in Höhe von EUR 13.598.264,74 (Vorjahr: EUR 14.150.897,00), Rückstellungen für Forderungsausfälle im Leasingbereich in Höhe von EUR 4.375.251,45 (Vorjahr: EUR 3.268.318,07), Rückstellungen für unwiderrufliche Kreditzusagen an Händler in Höhe von EUR 1.171.333,88 (Vorjahr: EUR 309.945,02) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 9.425.667,11 (Vorjahr: EUR 10.676.183,67).

Nachrangige Verbindlichkeiten

Die unverbrieften nachrangigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf EUR 79.206.526,58 (Vorjahr: EUR 79.204.081,01).

Es bestehen nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 39.603.217,95 (Vorjahr: EUR 39.601.997,55).

Gegenüber Gesellschaftern bestehen nachranginge Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 62.173.427,95 (Vorjahr: 62.172.724,42).

Im Berichtsjahr fielen Zinsaufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.024.513,78 (Vorjahr: EUR 2.101.234,50) an.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind vertraglich so ausgestaltet, dass im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der PSA Bank eine Rückerstattung erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger erfolgt. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung auf Verlangen der Gläubiger besteht nicht. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben.

Nachfolgende Mittelaufnahmen übersteigen zehn Prozent des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten:

Betrag
in EUR
Zinssatz Fälligkeit
EUR-Schuldscheindarlehen 17.000.000,00 3,73% 18.12.2028
EUR-Schuldscheindarlehen 17.000.000,00 3,73% 18.12.2028
EUR-Schuldscheindarlehen 22.500.000,00 1,68% 24.10.2029
EUR-Schuldscheindarlehen 22.500.000,00 1,68% 24.10.2029

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 1.464.448,00.

Die Kapitalrücklage beläuft sich unverändert gegenüber dem Vorjahr auf EUR 420.247.226,70

Die Gewinnrücklagen belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 95.261.918,46 (Vorjahr: EUR 95.261.740,73).

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die PSA Bank Deutschland GmbH weist zum Bilanzstichtag unwiderrufliche Kreditzusagen aus dem Retail-Geschäft in Höhe von EUR 337.702.151,39 (Vorjahr: EUR 223.924.401,16) aus. Eine Inanspruchnahme der Kreditzusagen kann jederzeit erfolgen.

IV. Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Leasingerträge

Die Erträge aus Leasinggeschäften betragen EUR 1.139.493.843,55 (Vorjahr: EUR 985.674.498,52). Die PSA Bank Deutschland GmbH erzielt davon EUR 934.878.670,54 (Vorjahr: EUR 805.624.154,13) in Deutschland und EUR 204.615.173,01 (Vorjahr: EUR 180.050.344,39) in ihrer Niederlassung in Österreich. Der Mietertrag aus dem Leasinggeschäft beträgt EUR 414.596.478,83 (Vorjahr: EUR 381.507.792,21). Die PSA Bank Deutschland GmbH erzielte einen Gewinn aus dem Verkauf der Leasinganlagen in Höhe von EUR 516.493.061,44 (Vorjahr: EUR 402.157.591,58). Erträge aus erhaltenen Subventionen beliefen sich auf EUR 101.996.388,59 (Vorjahr: EUR 96.723.320,55). Die Erträge aus der Auflösung des bezüglich der Mietsonderzahlungen bestehenden PRAPs summierten sich auf EUR 95.543.716,20 (Vorjahr: EUR 97.622.706,84).

Leasingaufwendungen

Die Aufwendungen aus Leasinggeschäften betragen EUR 524.857.205,00.

Im Vorjahr betrug die Position EUR 407.012.794,23

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften belaufen sich auf EUR 58.160.897,78 (Vorjahr: EUR 66.203.198,03). Darin sind Erträge aus der Niederlassung in Österreich in Höhe von EUR 4.844.671,31 (Vorjahr: EUR 5.093.522,39) enthalten.

Negative Zinsen aus Geldanlagen

Des Weiteren bestehen negative Zinsen aus Geldmarktgeschäften in Höhe von EUR 1.173.636,37 (Vorjahr: EUR 411.876,15). Auf das Reserveguthaben bei der Deutschen Bundesbank entfallen hiervon EUR 1.067.329,05 (Vorjahr: EUR 310.153,20).

Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen

Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen belaufen sich auf EUR 7.605.893,66 (Vorjahr: EUR 3.584.900,36). Der volle Betrag wird hierbei in Deutschland erzielt.

Zinsaufwendungen

Die Gesamtposition beläuft sich auf EUR 26.773.847,87 (Vorjahr: EUR 23.706.050,14). Darauf entfallen für Deutschland EUR 23.315.236,76 (Vorjahr: EUR 22.886.311,29) und für Österreich EUR 3.458.611,11 (Vorjahr: EUR 819.738,85).

Negative Zinsen aus Geldaufnahmen

Des Weiteren bestehen negative Zinsen auf Geldaufnahmen in Höhe von EUR 3.458.611,11 (Vorjahr: EUR 0,00). Dieser Posten resultiert aus der erstmaligen Teilnahme der Bank am Offenmarkt-Programm TLTRO III der Europäische Zentralbank. Der volle Betrag entfällt hierbei auf Deutschland.

Provisionsergebnis

Die Provisionserträge in Höhe von EUR 20.122.292,32 (Vorjahr: EUR 17.744.101,74) resultieren im Wesentlichen aus Vermittlungsprovisionen aus dem Versicherungsgeschäft sowie Gebühren im Zusammenhang mit den Verbriefungstransaktionen. Die PSA Bank Deutschland GmbH erzielt davon EUR 18.970.502,27 (Vorjahr: EUR 16.823.790,13) in Deutschland und EUR 1.151.790,05 (Vorjahr: EUR 920.311,61) in ihrer Niederlassung in Österreich.

Die Provisionsaufwendungen in Höhe von EUR 21.570.209,15 (Vorjahr: EUR 20.346.567,21) ergeben sich im Wesentlichen aus Provisionszahlungen an das Vertriebsnetz für die Vermittlung von Finanzierungsverträgen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 3.194.087,87 (Vorjahr: EUR 6.250.424,69) sind Erträge im Zusammenhang mit den Fahrzeugen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 586.527,14 (Vorjahr: EUR 593.367,94) sowie aus einem Verzicht auf die Rückerstattung von Provisionszahlungen im Versicherungsbereich aus Vorjahren in Höhe von EUR 430.246,33 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. Des Weiteren beinhaltet die Position Erträge aus der Auflösung von anderen Rückstellungen, diese belaufen sich auf EUR 1.769.479,58 (Vorjahr: EUR 5.008.203,24). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen EUR 2.805.602,71 (Vorjahr: EUR 5.694.611,98) auf Deutschland, der Rest auf Österreich.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen beliefen sich auf EUR 60.102.551,40 (Vorjahr: EUR 56.925.433,71). Wesentlicher Bestandteil waren neben Personalkosten mit EUR 22.434.278,59 (Vorjahr: EUR 20.839.557,69) die weiterbelasteten Kosten im Rahmen von Service Level Agreements in Höhe von EUR 11.478.324,62 (Vorjahr: EUR 11.105.090,87). Die Kosten für externe Dienstleister beliefen sich auf EUR 6.736.015,28 (Vorjahr: EUR 5.038.376,08). Die Bankenabgabe betrug EUR 1.726.278,92 (Vorjahr: EUR 1.123.516,38). Die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken beliefen sich auf EUR 2.136.254,30 (Vorjahr: EUR 1.288.501,27). Die Marketingkosten betrugen im Jahr 2021 insgesamt EUR 1.639.056,43 (Vorjahr: EUR 2.279.217,53). Des Weiteren fielen Kosten für Verbriefungstransaktionen in Höhe von EUR 2.320.984,65 (Vorjahr: EUR 711.256,43) an. Im Bereich der allgemeinen Verwaltungskosten bestanden Aufwendungen für Aushilfen in Höhe von EUR 1.841.869,41 (Vorjahr: EUR 2.458.822,21), Beratungskosten in Höhe von EUR 2.933.842,16 (Vorjahr: EUR 5.950.625,75), Anwalts- und Rechtsberatungsgebühren in Höhe von EUR 1.398.367,88 (Vorjahr: EUR 1.327.841,89) sowie Mietaufwendungen in Höhe von EUR 1.314.663,26 (Vorjahr: EUR 1.263.673,22).

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, Sachanlagen und Leasingvermögen

In dieser Position werden als separater Unterposten die Abschreibungen auf Leasingvermögen in Höhe von EUR 517.013.477,55 (Vorjahr: EUR 490.244.224,73) ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt linear auf den vertraglich vereinbarten Restwert innerhalb der Vertragslaufzeit.

Die Abschreibung für Sachanlagen betrug EUR 808.366,37 (Vorjahr: EUR 779.987,12) sowie für immaterielle Vermögensgegenstände EUR 96.995,23 (Vorjahr: EUR 29.226,93).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten in Höhe von EUR 4.742.964,38 (Vorjahr: EUR 1.738.239,93) resultiert im Wesentlichen aus Zahlungen an einen Gesellschafter im Zusammenhang mit der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus der Händlerfinanzierung in Höhe von EUR 2.727.640,00 (Vorjahr: EUR 0,00), der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für ein Zinssicherungsgeschäft in Höhe von EUR 495.409,73 (Vorjahr: EUR 0,00), aus Bankspesen in Höhe von EUR 531.424,66 (Vorjahr: EUR 522.408,94) sowie aus einer Rückstellung für Umsatzsteuer-Nachzahlungen in Bezug auf das Berichtsjahr in Höhe von EUR 330.000,00 (Vorjahr: EUR 450.000,00).

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft bzw. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die PSA Bank macht von dem Wahlrecht der Überkreuzkompensation nach § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch und saldiert Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung von Forderungen aus dem Kredit- und Leasinggeschäft. Im Geschäftsjahr verbleibt nach der Saldierung ein Ertrag aus Zuschreibungen zu Forderungen in Höhe von EUR 3.840.739,03, nach im Vorjahr Aufwand aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 6.510.012,00.

Die im Jahr 2020 gebildete Overlay-Risikovorsorge für Risiken, die aus der Covid-Pandemie entstehen können, wurde aufgelöst und im November 2021 durch die Implementierung von aktualisierten makroökonomischen Szenarien in den Forward Looking-Modellen ersetzt. Des Weiteren wurde für die Forward Looking-Modelle ein Post Model-Adjustment gebildet, um die bestehenden Unsicherheiten aus der schrittweisen Reduzierung bzw. Beendigung wirtschaftlicher Unterstützungsmaßnahmen durch den Staat zu berücksichtigen. Dieses beträgt per 31. Dezember 2021 EUR 2.016.000,00.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der in der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung der PSA Bank Deutschland GmbH für das am 31. Dezember 2021 endende Geschäftsjahr ausgewiesene Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von insgesamt EUR 21.565.604,04 betrifft mit EUR 21.500.364,23 die Ertragsteuern (KSt/SolZ, GewSt) auf das operative Geschäftsergebnis des laufenden Jahres 2021.

Im Vorjahr betrug die Position EUR 21.980.990,00.

V. Sonstige Angaben

Angaben zu den Organen

Organmitglieder

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Jean-Marc Plumyène, Geschäftsführer Markt

Frau Michelle Giblin, Geschäftsführerin Marktfolge (bis 14.08.2021)

Herr Dr. Christoph Reuter, Geschäftsführer Marktfolge (ab 15.08.2021)

Während des Geschäftsjahrs waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:

Herr Walter Donat, Vorstandsmitglied, SCB, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Herr Arnaud de Lamothe, Direktor Marketing und Vertrieb, BPF, Mitglied des Aufsichtsrats

(bis 31.10.2021)

Frau Hélène Bouteleau, Deputy CEO, BPF, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

(ab 01.11.2021)

Herr Patrice Volovik, Direktor Risiko Management, BPF, Mitglied des Aufsichtsrats

Herr Rafael Moral Salarich, Direktor, SCF, Mitglied des Aufsichtsrats

Gesamtbezüge für Organmitglieder

Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr für ihre Tätigkeit keine Bezüge von der Gesellschaft.

Den Mitgliedern der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt, es bestehen keine zugunsten dieser Personen eingegangenen Haftungsverhältnisse.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2021 keine Vergütung.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Arbeitnehmer Ø 2021
Anzahl 257,7
davon oberer Managementkreis 32,5
davon Teilzeitkräfte 54,0
Auszubildende 14,4

Außerbilanzielles Geschäft und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angaben zu Finanzinstrumenten nach § 285 Nr. 19 HGB:

Zur Begrenzung von Zinsrisiken bestanden zum Stichtag 31. Dezember 2021 insgesamt 22 derivative Swap-Geschäfte.

Kategorie Art Umfang
TEUR
Zeitwert / Collateral
TEUR
Bewertungsmethode Fälligkeit
Zinsbezogen Swap 1.367.000 5.503 Marktpreis bis 05/2025

Daneben bestehen aus den ABS-Transaktionen zwei Back to Back-Swaps in Höhe der variabel verzinsten Class A1-Note der PBD Germany Auto Lease Master S.A. Compartments 1 und 2 und aus der Class A Note der PBD Germany Auto 2018 UG von insgesamt EUR 198,0 Mio.

Zusätzlich wurde im Rahmen der neuen ABS-Transaktion PBD Germany Auto Lease Master S.A. Compartments 2021-1 (Full Stack Lease) ein Back to Back-Cap in Höhe der variabel verzinsten Class A-F Notes von insgesamt EUR 591,0 Mio. abgeschlossen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im laufenden Geschäftsbetrieb u. a. aus Miet-, Leasing-, Service- und Wartungsverträgen entstehen, bewegen sich im geschäftsüblichen Rahmen.

Konzernzugehörigkeit / Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Santander Consumer Finance (SCF), Madrid (kleinster Kreis von Unternehmen oder Konsolidierungskreis), sowie in den Konzernabschluss der Banco Santander, Madrid (größter Kreis von Unternehmen oder Konsolidierungskreis), einbezogen, wodurch die PSA Bank Deutschland GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit ist. Diese Konzernabschlüsse sind am jeweiligen Sitz der Gesellschaften erhältlich und werden beim spanischen Handelsregister hinterlegt.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar setzt sich aufgeschlüsselt nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen:

in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 1.135
Andere Bestätigungsleistungen 88
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
Gesamthonorar 1.223

Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen Prüfungstätigkeiten im Zusammenhang mit der Teilnahme der Bank am Offenmarkt-Programm TLTRO III der Europäische Zentralbank.

Vorschlag oder Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 57.065.264,94 (Vorjahr: EUR 50.071.777,73) in voller Höhe an die Gesellschafter auszuschütten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Es traten keine Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die PSA Bank Deutschland GmbH auf, die materielle Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

 

Neu-Isenburg, den 11. März 2022

Jean-Marc Plumyène

Dr. Christoph Reuter

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die PSA Bank Deutschland GmbH, Neu-Isenburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der PSA Bank Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PSA Bank Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

[1] Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft

(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" Kundenkreditforderungen in Höhe von € 1.655,2 Mio (28,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für das Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2021 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Struktur und Qualität der Kreditportfolien, gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle unter anderem auch vor dem Hintergrund der erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise auf das Kundenkreditgeschäft bestimmt. Die Höhe der Risikovorsorge bei Kundenkreditforderungen entspricht der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredits und dem Barwert der hieraus erwarteten zukünftigen Cash-Flows des Kredits. Erwartete Erlöse aus bestehenden Sicherheiten werden berücksichtigt. Die Ermittlung der Risikovorsorge erfolgt auf der Grundlage eines Expected-Loss-Ansatzes. Für Kundenkreditforderungen ohne eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos werden die erwarteten Kreditverluste für einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten zugrunde gelegt. Abweichend davon wird bei Kundenkreditforderungen mit einem signifikant erhöhten Ausfallrisiko der erwartete Kreditverlust über die gesamte Restlaufzeit der Kreditforderung zugrunde gelegt. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, auch aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst das relevante interne Kontrollsystem der Gesellschaft beurteilt. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigungen die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Wir haben dabei insbesondere auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer und die Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt und deren Berücksichtigung in den Modellen zur Bewertung der Kundenforderungen nachvollzogen. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Angemessenheit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen überzeugen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zur Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind im Anhang in den Abschnitten "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einschließlich deren Abweichungen sowie Fremdwährungsumrechnung" und "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft bzw. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft" enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 21. April 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 20. Dezember 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der PSA Bank Deutschland GmbH, Neu-Isenburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian F. Rabeling.

 

Frankfurt, den 14. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian F. Rabeling, Wirtschaftsprüfer

Pascal Vollmann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 wurde am 31.12.2021 festgestellt.

Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2021

Die Gesellschafter der PSA Bank Deutschland GmbH (Banque PSA Finance Poissy, Frankreich und Santander Consumer Bank AG Mönchengladbach) haben den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss 2021 im Wege des Umlaufbeschlusses am 25.04.2022 gebilligt.

Damit ist der Jahresabschluss 2021 festgestellt.

 

Jean-Marc Plumyène, CEO

Dr. Christoph Reuter, Deputy CEO

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