Ford Produktentwicklung GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Barry Spendlove seit 4.11.2024 | Geschäftsführer |
Kieran Cahill seit 22.12.2020 | Geschäftsführer |
Hans Schep seit 21.10.2019 | Geschäftsführer |
Peter Godsell seit 26.4.2017 | Geschäftsführer |
Werner Pütz seit 6.2.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Ford Motor Company | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ford of Europe GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen1.a Geschäftsgründung und -zweck Aufgabe der Ford of Europe GmbH ist die Erbringung von Beratungs- und/oder Dienstleistungen jeglicher Art für die europäischen Ford-Gesellschaften. Die Abrechnung der erbrachten Leistungen gegenüber den empfangenden Ford-Gesellschaften erfolgt nach der Kostenaufschlagsmethode. Alleiniger Gesellschafter der Ford of Europe GmbH ist die Ford Motor Company, Michigan, USA. Bis Ende 1999 erfolgte die Koordinierung und Management-Beratung der europäischen Ford-Gesellschaften durch die Ford of Europe, Inc. - eine US-Gesellschaft mit Niederlassungen in Deutschland und Großbritannien. Im Zuge der Verlagerung von Stäben und Managementfunktionen an den Standort Köln wurde die Niederlassung der ehemaligen Ford of Europe, Inc. am 1. Januar 2000 in die Ford of Europe GmbH mit Sitz in Köln umgewandelt. 1.b Konjunktur und Märkte Das Geschäftsjahr 2023 war in Europa durch anhaltend hohe Energiepreise und, trotz Entspannung in den Lieferketten, Materialknappheit gekennzeichnet. Weiterhin wurde die Weltwirtschaft vor allem durch den Krieg in der Ukraine und den Konflikt im Gaza-Streifen belastet. Positiv wirkten die Entspannung in den Lieferketten, die fallende Inflation und höherer privater Konsum, obwohl der Aufschwung sich nicht in allen Regionen bemerkbar machte. Die Weltwirtschaftsleistung stieg um 3,2% (2022 3,5%) gegenüber dem Vorjahr. In der Eurozone stieg die Wirtschaftsleistung mit 0,4% im Jahr 2023 unterdurchschnittlich (2022 3,4%) und die britische Wirtschaftsleistung stagnierte mit 0,1% Wachstum (Vorjahr 4,3%). Die deutsche Wirtschaft verzeichnete mit -0,3% ein negatives Wachstum (Vorjahr: 1,8%). Deutschland exportierte im Vergleich zum Vorjahr preisbereinigt -1,8% weniger Waren und Dienstleistungen (Vorjahr 3,2%). Die Importe schwächten sich preisbereinigt stärker ab und lagen bei -3,0% (Vorjahr 6,7%). Insgesamt wirkte sich der Außenbeitrag dadurch positiv auf das BIP-Wachstum aus. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Beschäftigung in Deutschland stieg im Jahresdurchschnitt 2023 auf ein Allzeithoch von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen (Vorjahr 45,6 Mio.). In den anderen wichtigen Wirtschaftsnationen der Eurozone sank das Wachstum in 2023 ebenfalls. In Spanien blieb das Wirtschaftswachstum mit 2,5% deutlich unter dem Niveau von 2022 (Vorjahr: 5,8%), während diese in Italien mit 0,9% (Vorjahr: 3,7%) noch stärker abnahm und in Frankreich mit 0,9% (Vorjahr: 2,5%) ebenfalls deutlich zurückging. Die Wachstumsraten der aufstrebenden Märkte und der sich entwickelnden Volkswirtschaften lagen weltweit durchschnittlich bei 4,3% (Vorjahr 3,9%). In Asien lag das Wirtschaftswachstum in China bei 5,2% (Vorjahr 3,0%) und Indien bei 7,8% (Vorjahr 7,2%). In Nordamerika lagen die Wachstumsraten in den USA mit 2,5% (Vorjahr 1,9%) leicht über dem Vorjahr, und Mexico mit 3,2% (Vorjahr 3,9%) und Kanada mit 1,1% (Vorjahr 3,8%) unter dem Vorjahr. (Quelle World Economic Outlook January & April 2024 / Destatis Statement "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland") Die weltweiten Absatzzahlen der Automobilindustrie verbesserten sich sowohl bei den Personenkraftwagen (+9%). als auch bei den Nutzfahrzeugen (+11%). Die gesteigerte Nachfrage war hier größtenteils den hohen Auftragsbeständen der Vorjahre geschuldet, die sich inzwischen wieder normalisiert haben. Der PKW-Absatz lag im Jahr 2023 bei 75,5 Mio. gegenüber 69,0 Mio. Fahrzeugen im Jahr 2022. Wie in den Vorjahren verlief die Entwicklung regional unterschiedlich. In Europa stieg der PKW-Absatz um 14% gegenüber dem Vorjahr auf 12,8 Mio. Einheiten. Der Anteil Westeuropas lag hier bei 11,6 Mio. Einheiten und damit ebenfalls 14% über 2022 (10,2 Mio.). In Deutschland legten die PKW-Neuzulassungen mit +7% nicht so stark zu wie in den anderen Märkten. Sowohl in Großbritannien (+18%) als auch in Spanien (+17%), Frankreich (+16%) und Italien (+19%) stieg der PKW-Absatz überdurchschnittlich. Die Nachfrage nach Elektro-PKW, inklusive Plug-in-Hybriden, stieg in Europa auf 3,0 Mio. neu zugelassene Fahrzeuge, was 23,4% entspricht. Die höchsten Anteile an Elektrofahrzeugen sind in den skandinavischen Märkten und den Beneluxstaaten zu verzeichnen. In Deutschland stagnierte der Absatz der elektrisch angetriebenen PKW bei 0,7 Mio. Einheiten, was vor allem an dem veränderten Förderungsumfeld lag. International dominiert China mit 7,3 Mio. Zulassungen weiterhin den Elektro-PKW Markt vor den USA (1,4 Mio. Einheiten). Deutschland bleibt trotz der rückläufigen Dynamik der drittwichtigste Absatzmarkt. Außerhalb von Europa bewegten sich die PKW-Zulassungen auch in Mittel- und Nordamerika mit einem Plus von 13% gegenüber 2022 ähnlich positiv. In Asien stieg der PKW-Absatz mit um 6% gegenüber dem Vorjahr weniger stark. Während der chinesische und indische Markt jeweils einen Zuwachs von nur 5% verzeichnen konnten, legten die japanischen PKW-Zulassungen um 16% zu. Die Neuzulassungen der Nutzfahrzeuge stiegen in Deutschland um 15% und damit leicht schwächer als im europäischen Durchschnitt (+16%). In Asien legten die Nutzfahrzeugzulassungen mit +9% ähnlich stark zu wie in Nordamerika mit +8%. (Quelle: VDA Analysen zur Automobilkonjunktur 2024) 2. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren - Steuerung und KennzahlenDie Steuerung der Ford of Europe GmbH erfolgt über die finanziellen Kennzahlen Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. In den Umsatzerlösen des Unternehmens spiegelt sich das Geschäftsmodell der Gesellschaft (Zuschlag von 5% auf die Kostenbasis) wider. 3. Ertragslage / Ergebnis 2023Die Umsatzerlöse der Ford of Europe GmbH betreffen die weiterbelasteten Aufwendungen der Gesellschaft im Rahmen der Erbringung von Beratungs- und/oder Dienstleistungen für europäische Ford-Gesellschaften (Ford-Werke GmbH und Ford Motor Company Ltd.) zuzüglich eines Gewinnaufschlages von 5%. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert insbesondere aus im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren, an die Ford-Werke GmbH und an die Ford Motor Company Ltd. weiterbelasteten Aufwendungen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die von der Ford-Werke GmbH an die Berichtsgesellschaft belasteten, direkt zurechenbaren Aufwendungen für Löhne und Gehälter einschließlich der Lohnnebenkosten aufgrund der Inanspruchnahme von Personal- und Sachdienstleistungen der Ford-Werke GmbH. Aufgrund des Geschäftsmodells der Gesellschaft bestehen die Umsatzerlöse der Ford of Europe GmbH aus den weiterbelasteten Aufwendungen der Gesellschaft im Rahmen der Erbringung von Beratungs- und/oder Dienstleistungen für europäische Ford-Gesellschaften zuzüglich eines Gewinnaufschlages von 5%. Dementsprechend spiegelt die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen grundsätzlich die Entwicklung des Ergebnisses der Gesellschaft wider. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 um rund € 5,6 Mio. auf € 9,1 Mio. gesunken. Ausschlaggebend hierfür sind die durch die Restrukturierung von Ford Europa deutlich geringeren Kostenweiterbelastungen von Personalleistungen. Dementsprechend sind die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Jahr 2023 um € 5,9 Mio. auf insgesamt € 9,5 Mio. gefallen. Das Ergebnis vor Steuern beträgt € 0,7 Mio. (Vorjahr € 0,78 Mio.). Der Jahresfehlbetrag von € 6,2 Mio. und die damit negative Abweichung zur Vorjahresprognose resultiert insbesondere aus höheren Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aufgrund höherer passiver latenter Steuern im Zusammenhang mit der Beteiligung an der Ionity Holding GmbH & Co. KG. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr beträgt € 7,0 Mio. Im Jahr 2017 wurde die Ionity Holding GmbH & Co. KG gegründet. Die aktuellen Kommanditisten dieses Joint Venture sind neben der Ford of Europe GmbH, Konzernunternehmen der Mercedes-Benz Group AG, der BMW AG, der Volkswagen AG, der Hyundai Motor Company & Kia Corporation und der BlackRock UK Ltd. Gegenstand des Unternehmens ist die europaweite Errichtung und der Betrieb eines Schnellladenetzwerkes für Elektrofahrzeuge an Autobahnen und Schnellstraßen - zum Jahresende 2023 waren 3.306 Schnellladestationen in Betrieb. Die Ford of Europe GmbH ist als Kommanditistin mit einer ursprünglichen Kapitaleinlage von T€ 25 an der Ionity Holding GmbH & Co. KG beteiligt und hat in den letzten Geschäftsjahren weitere Einlagen von insgesamt € 91,5 Mio. in das Eigenkapital (Kapitalanteil Kommanditistin, Rücklagenkonto) vorgenommen. Der Anteil der Ford of Europe GmbH an der Ionity Holding GmbH & Co KG beträgt weiterhin 15,1 %. Für das Jahr 2023 wurden der Ford of Europe GmbH Gewinne aus Kommanditbeteiligungen zugewiesen. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge und des eigenen positiven Ergebnisses ergibt sich für 2023 ein positives zu versteuerndes Einkommen. Für Zwecke der Gewerbesteuer sind Gewinne von Kommanditgesellschaften wie der Ionity GmbH & Co. KG nicht zu berücksichtigen, da der Schuldner der Gewerbesteuer die Personengesellschaft ist. Somit wurde für das Jahr 2023 ein Ertragssteueraufwand in Höhe von T€ 158 erfasst. Nach Verrechnung mit Anpassungen von Steuerrückstellungen für Vorjahre sowie latenter Steueraufwendungen ergibt sich ein saldierter Steueraufwand in Höhe von € 6,9 Mio.
4. BilanzentwicklungDie Bilanzsumme beträgt € 98,8 Mio. und ist damit gegenüber dem Vorjahr (€ 92,6 Mio.) um € 6,2 Mio. gestiegen. Die gegenüber dem Vorjahr höhere Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen auf einer Erhöhung des Anlagevermögens (+€ 12,2 Mio. auf € 91,5 Mio.) aufgrund der Einlagen in die Ionity Holding GmbH & Co. KG im Berichtsjahr. Das Umlaufvermögen reduzierte sich hingegen hauptsächlich durch geringere Forderungen gegen Verbundene Unternehmen (-€ 5,9 Mio. auf € 7,3 Mio.). Auf der Passivseite ergeben sich die größten Veränderungen durch einen Anstieg der passiven latenten Steuern um € 6,8 Mio. auf insgesamt € 8,1 Mio. Das Stammkapital der Ford of Europe GmbH beträgt unverändert T€ 25. 5. Finanz- und Liquiditätslage
6. MitarbeiterDie Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr unmittelbar keine eigenen Mitarbeiter. Von der Ford-Werke GmbH wurden durchschnittlich 96 Mitarbeiter an die Ford of Europe GmbH überlassen, davon 61 im außertariflichen und 35 im tariflichen Bereich. 7. Chancen und Risiken7.1 Risikomanagementziele in Bezug auf Finanzinstrumente und Risikomanagement Die Identifizierung und Steuerung der unternehmerischen Risiken ist Bestandteil des umfassenden weltweiten Risikomanagement- und Kontrollsystems des Ford Motor Company Konzerns, in das die Ford of Europe GmbH als Tochterunternehmen eingebunden ist. Zum globalen Risikofrüherkennungssystem gehört u.a. die Interne Revision. Im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses werden die Chancen und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten im Hinblick auf ihre strategische und operative Bedeutung analysiert, aufbereitet und beurteilt. Die Risiken werden in vier Kategorien eingeteilt:
Die dargestellten Risiken werden mit Ausnahme der Branchenrisiken (hier insbesondere Kapazitäts- und Nachfragerisiken bei Ford in Europa, die sich aufgrund des Kostenzuschlagmodells dann mittelbar auf die Ford of Europe GmbH auswirken können), als "geringe" bis "mittlere" Risiken eingestuft. Aufgrund der Aktivitäten der Gesellschaft ergeben sich strukturelle Risiken. Vornehmlich zu nennen sind ein Liquiditätsrisiko, sowie ein Zinsrisiko aufgrund von Änderungen der Kapitalmarktzinssätze. Zu den wesentlichen Finanzinstrumenten der Gesellschaft zählen insbesondere die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu verringern. Ausfall- und Liquiditätsrisiken werden hierzu im Rahmen der Finanzplanung kontinuierlich überwacht. Potenzielle Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie des Branchenumfeldes haben ebenfalls durch die Verflechtung und Abhängigkeit vom Geschäft der Ford-Werke GmbH mittelbare Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Ford of Europe GmbH. Grundsätzlich werden die aufgeführten Risiken durch das implementierte System des Risikomanagements minimiert. Mögliche Auswirkungen aus veränderten Kapitalmarktzinssätzen werden als nicht wesentlich für die Gesellschaft betrachtet. Die Ford of Europe GmbH verwaltet ihre flüssigen Mittel überwiegend im Rahmen der Konzernfinanzierung der Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA. Durch die Einbindung in die Konzernfinanzierung ist die für den Fortbestand der Ford of Europe GmbH notwendige Liquidität gesichert, solange die Liquidität des Mutterkonzerns, Ford Motor Company, gesichert ist. Das Eigenkapital der Ford Motor Company lag zum Jahresende 2023 mit 42,8 Mrd. US-Dollar um 0,4 Mrd. US-Dollar leicht unter dem des Vorjahres. Der Ford Motor Company Konzern erwirtschaftete im Jahr 2023 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 14,9 Mrd. US-Dollar (Vorjahr 6,9 Mrd. USD). Die Netto-Liquidität (Flüssige Mittel zuzüglich Wertpapiere des Umlaufvermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Mrd. US-Dollar auf 14,2 Mrd. US-Dollar zum 31.12.2023. Zum 30. Juni 2024 weist die Ford Motor Company eine Netto-Liquidität in Höhe von 9,1 Mrd. USD aus und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2024 einen positiven Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 6,9 Mrd. USD. Vor diesem Hintergrund werden die zum 31. Dezember 2023 bestehenden Forderungen der Ford of Europe GmbH gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 6,7 Mio. als voll werthaltig und einbringlich erachtet. Neben den beschriebenen Risiken besteht ein Risiko im Hinblick auf die erfolgte Beteiligung an dem Joint Venture Ionity Holding GmbH & Co. KG, das für die europaweite Errichtung und den Betrieb eines Schnellladenetzwerkes für Elektrofahrzeuge an Autobahnen und Schnellstraßen gegründet worden ist. Bei einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung des Joint Ventures gegenüber den zum Zeitpunkt des Kaufs erwarteten Annahmen kann es zu ergebnisbelastenden Wertminderungen der Beteiligung kommen. Durch Verzögerungen beim Errichten von Ladesäulen und der langsameren Adaption von E-Fahrzeugen hat die Ionity Holding GmbH & Co. KG ihre Prognose für Umsatz- und Ergebnisentwicklung in 2023 verfehlt. Eine negative Anpassung der Prognose für die Folgejahre kann die Wertentwicklung weiter belasten. Dieses Beteiligungsrisiko wird mit einer "geringen" bis "mittleren" Eintrittswahrscheinlichkeit eingestuft. 8. PrognoseberichtLaut einer Studie des International Monetary Fund erreichte die Inflation Ende 2022 ihren Höhepunkt mit 9,4% und sank in 2023 auf 6,8%. Es wird erwartet, dass diese global in 2024 auf 5,9% und in 2025 auf 4,5% sinkt, wobei diese in den höher entwickelten Volkswirtschaften eher bei 2 bis 3% vermutet wird. Das globale Wachstum wird für die Jahre 2024 und 2025 mit etwa 3,2% auf dem aktuellen Niveau bleiben. Die Erwartungen des Wirtschaftswachstums liegen in der Eurozone mit 0,8% in 2024 und 1,5% in 2025 niedriger. Auch in Großbritannien sieht es mit 0,5% in 2024 und 1,5% in 2025 ähnlich aus. Nichtsdestotrotz deutet diese Entwicklung nach der Pandemie auf eine sanfte Landung der Weltwirtschaft hin. Diese Annahme wird durch eine positive Reaktion der Finanzmärkte auf die Aussicht, dass Zentralbanken die straffe Geldpolitik lockern könnten, unterstützt. Besonders hervorzuheben sind die weniger starken Nachwirkungen der Pandemie, insbesondere in Schwellenländern, was teilweise auf robustes Beschäftigungswachstum zurückzuführen ist. Die USA haben sogar ihren vorpandemischen Wachstumstrend übertroffen. Diese Entwicklungen sind ein Zeichen für günstige Angebotsbedingungen, darunter ein Rückgang der Energiepreisschocks und eine starke Erholung des Arbeitskräfteangebots. Trotz dieser positiven Signale bleiben Herausforderungen bestehen. Die Inflationstrends sind zwar ermutigend, aber es gibt Anzeichen für anhaltend hohe Dienstleistungsinflation, die den Weg zu einem niedrigen Inflationsniveau gefährden könnte. Die globalen Perspektiven verbergen zudem starke Divergenzen zwischen den Ländern. Während die USA gute wirtschaftliche Daten vorweisen kann, steht die Eurozone vor Herausforderungen durch straffe Geldpolitik und hohe Lohnwachstumsraten, die die Rückkehr zur Zielinflation verzögern könnten. Mittelfristig bleiben die Wachstumsaussichten eher schwach. Der Bedarf an Personenkraftwagen in den 20 europäischen Kernmärkten ist konstant und beläuft sich nach aktuellen Schätzungen auf 12,6 Mio. Fahrzeuge in 2024, was einer marginalen Erhöhung von 0,2 Mio. gegenüber 2023 (12,4 Mio. Einheiten) entspricht. Nach aktueller Einschätzung erwarten wir im Jahr 2025 einen weiteren Anstieg der europäischen Automobilnachfrage (13,3 Mio. Einheiten). Der Wettbewerbsdruck bei den elektrischen Fahrzeugen wird steigen, da dieses Segment zwar weiterwächst, aber nicht so stark wie ursprünglich erwartet, und zusätzlicher Druck durch neue chinesische Wettbewerber entsteht. Das Ergebnis der Gesellschaft ist davon abhängig, inwieweit die verbundenen Unternehmen Dienstleistungen von der Ford of Europe GmbH in Anspruch nehmen. Aufgrund des oben dargestellten Geschäftsmodells der Ford of Europe GmbH, wonach definierte Kosten mit Gewinnaufschlag an verbundene Unternehmen weiterbelastet werden, bestehen nach den uns heute vorliegenden Kenntnissen keine Risiken, die den Fortbestand der Ford of Europe GmbH gefährden könnten. Wir gehen davon aus, dass die Aufwendungen und Umsatzerlöse auf einem ähnlichen Niveau wie 2023 liegen werden; für das Ergebnis (vor Steuern) in 2024 gehen wir ebenfalls von einem ähnlichen Niveau wie 2023 aus. Naturgemäß enthält der Prognosebericht zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen, die einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Sollten diese Unsicherheitsfaktoren eintreten, können die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den hier - auch implizit - formulierten Aussagen und Ergebnissen abweichen.
Köln, den 27.09.2024 Geschäftsführung Kieran Cahill Peter Godsell William Periam Werner Pütz Hans Schep Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABENDie Ford of Europe GmbH mit Sitz in Köln ist im HRB Nr. 32148 im Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen. Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften und die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zugrunde. Gesetzlich vorgeschriebene Angaben nach §§ 265 ff. HGB sind aus Gründen der Klarheit im Anhang angegeben. B. BILANZIERUNGS- und BEWERTUNGSMETHODEN1. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 und 4 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter der Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 268, 270-272, 274-274a, 276-277 HGB erstellt. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaftssteuerlichen Verlustvorträge sowie auf steuerliche Zinsvorträge im Sinne des § 4h EStG i.V.m. § 8a KStG gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Gliederung Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Davon-Vermerke, die gemäß Gesetz in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehen sind, wurden aus Gründen der Klarheit in den Anhang übernommen. 2. Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 279-283 HGB, erstellt. Bilanz Aktiva Finanzanlagen und Beteiligungen Die Ford of Europe GmbH ist als Kommanditistin an der Ionity Holding GmbH & Co. KG beteiligt, die als Joint Venture mehrerer OEM die europaweite Errichtung und den Betrieb eines Schnellladenetzwerkes für Elektrofahrzeuge an Autobahnen und Schnellstraßen zum Gegenstand hat. Durch den Eintritt eines neuen Kommanditisten in 2022 hat sich der bisherige 20%-ige Anteil auf 15,12% verwässert. Insgesamt hat die Ford of Europe GmbH in 2023 T€ 12.220 in die Rücklagen der Ionity Holding GmbH & Co KG zugeführt. Die Anteile an der Beteiligung belaufen sich im Berichtsjahr 2023 nun auf insgesamt T€ 91.540 (Vorjahr T€ 79.320) und sind zu Anschaffungskosten bewertet. Anteilsbesitz:
* Ionity Holding GmbH & Co. KG ** 1) Angabe Kommanditkapital-Festkapitalkonto / 2) Festkapitalkonto incl. Verlustsonderkonto und Rücklagen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus zum 31. Dezember 2023 noch offenen Kostenweiterbelastungen an Konzerngesellschaften für die Inanspruchnahme von Personal- und Sachleistungen in Höhe von T€ 645 (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie einer Darlehensforderung (Sonstige Vermögensgegenstände) gegenüber der Ford International Liquidity Management (FILM) in Höhe von T€ 6.032. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 85 betreffen offene Körperschaftssteuer- und Umsatzsteuererstattungsansprüche für 2023. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Liquide Mittel Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich ausschließlich um das Kontokorrentguthaben bei der Deutsche Bank AG, Köln, in Höhe von T€ 504. Stammkapital Das voll eingezahlte Stammkapital der Gesellschaft beträgt T€ 25. Alleinige Gesellschafterin ist die Ford Motor Company, Dearborn, Michigan, USA. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage betrifft ausschließlich Zuzahlungen i.S.d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Kapitalrücklage der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 81.312 (Vorjahr T€ 75.372). Die Gesellschafterin Ford Motor Company, Dearborn, USA, hat zur Finanzierung der Erhöhung der Beteiligung an der Ionity Holding GmbH & Co. KG eine Zuführung in die Kapitalrücklage der Ford of Europe GmbH in Höhe von T€ 5.940 geleistet. Gewinnvortrag/Jahresüberschuss Die Ford of Europe GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 den Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von T€ 792 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresfehlbetrag 2023 in Höhe von T€ 6.238 soll ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen und mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet werden. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Steuerrückstellungen Die Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von T€ 208 beziehen sich auf die Jahre 2022 und 2023. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt und haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 296 betreffen im Wesentlichen die Lohnsteuer für den Monat Dezember 2023. Latente Steuern Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den Körperschaftsteuersatz von 15,825 % abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ergeben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 8.100. Die Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, welche zu passiven latenten Steuern führen, resultieren aus abweichenden Wertansätzen der Finanzbeteiligungen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden nicht gebildet. Die latenten Steuersalden und deren Änderungen im Geschäftsjahr 2023 sind nachfolgend dargestellt:
1 Erfassung in dem Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 9.515 (Vorjahr: T€ 15.435) betreffen ausschließlich Kostenweiterbelastungen inklusive eines Gewinnzuschlags von 5%. Durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die die Basis für die Kostenweiterbelastungen sind, kam es auch im Bereich der Umsatzerlöse zu einer entsprechenden Reduktion. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 9.062 (Vorjahr: T€ 14.700) betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen durch die Ford-Werke GmbH, Köln, für die Inanspruchnahme von Personal- und Sachleistungen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrifft die aufgrund der Restrukturierung von Ford Europa deutlich geringeren Kostenweisterbelastungen der Personalleistungen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Für das Jahr 2023 wurden der Ford of Europe GmbH Gewinne aus Kommanditbeteiligungen zugewiesen. Unter Berücksichtigung der Verlustvorträge und des eigenen positiven Ergebnisses ergibt sich für 2023 ein positives zu versteuerndes Einkommen. Gewerbesteuerlich sind die Gewinne von Kommanditgesellschaften nicht zu berücksichtigen, da Schuldner der Gewerbesteuer die Personengesellschaft ist. Somit wurde für das Jahr 2023 ein Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 158 erfasst. Nach Verrechnung mit Anpassungen von Steuerrückstellungen für Vorjahre sowie latenter Steueraufwendungen ergibt sich ein saliderter Steueraufwand in Höhe von TEUR 6.935. Sonstige AngabenHonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 15. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr unmittelbar keine eigenen Mitarbeiter. Konzernkreis Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss des unmittelbaren Mutterunternehmens Ford Motor Company, Dearborn, USA, einbezogen (größter und zeitgleich kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist am Sitz der Ford Motor Company erhältlich. Geschäftsführung Kieran Cahill Vice President, Manufacturing, Ford of Europe GmbH and IMG, Köln Peter Godsell Chief Human Resources Officer, International Operations, Ford of Europe GmbH, Köln William Periam Finance and Business Transformation Director Europe, Ford of Europe GmbH, Köln Hans Schep General Manager Ford Pro, Ford of Europe GmbH, Köln Werner Pütz Vice President Purchasing, Ford of Europe GmbH, Köln Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge von der Gesellschaft. Ausgeschiedene Geschäftsführer Jörg Beyer, Köln (bis zum 30.6.2023) Vice President, Product Development, Ford of Europe GmbH, Köln
Köln, den 27. September 2024 Geschäftsführung Kieran Cahill Peter Godsell William Periam Hans Schep Werner Pütz Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Ford of Europe GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Ford of Europe GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ford of Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 27. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Gereon Reiff, Wirtschaftsprüfer ppa. Robert Hartlapp, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 31.10.2024 festgestellt. |
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