Future Space Projects UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingo Völker seit 18.7.2014 | Geschäftsführer |
Stephan Schneider seit 30.4.2014 | Prokura |
Peter Dr. Oertmann seit 11.10.2001 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vontobel Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vescore Deutschland GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015I. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks1. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 30. Mai 2016 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vescore Deutschland GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Bilanz zum 31. Dezember 2015Vescore Deutschland GmbH, MünchenAKTIVA
Anhang zum 31. Dezember 2015InhaltsübersichtPflichtangaben I. Allgemeine Angaben II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung III. Angaben zur Bilanz IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung V. Sonstige Angaben Brutto-Anlagenspiegel PflichtangabenI. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und speziellen bankenrechtlichen Vorschriften (§§ 340 ff. HGB), des GmbH-Gesetzes sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Formblattvorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute. II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Darstellungsstetigkeit Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der aufeinanderfolgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen, wurde beibehalten. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nominalwert bilanziert. 2. Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken, die die Bildung von Einzelwertberichtigungen erforderlich machen, lagen nicht vor. 3. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer wurden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. 4. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen sind linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt worden.
Für außerplanmäßige Ab- bzw. Zuschreibungen bestand keine Veranlassung. 5. Sonstige Vermögensgegenstände wurden mit Nominalwerten bilanziert. 6. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 7. Für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten wurden Rückstellungen in angemesenen Umfang gebildet, soweit sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. 8. Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten wurden mit dem Kassamittelkurs zum 31.12. gemäß § 340 HGB umgerechnet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind beibehalten worden. Abweichungen, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gehabt hätten, lagen insoweit nicht vor. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Brutto-Anlagenspiegel dargestellt. Die Fristengliederung nach Restlaufzeiten für die in § 9 RechKredV genannten Forderungen und Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Der Gesamtbetrag der Forderungen an Kunden, die auf Fremdwährung lauten, beträgt T€ 97. Die Forderungen an Kunden enthalten solche an Finanzdienstleistungsinstitute in Höhe von 0,00 € (Vj. 508.597,43 €). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Mietkautionen (T€ 75), geleistete Anzahlungen (T€ 530) und sonstige Forderungen (T€ 25). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten solche an Finanzdienstleistungsinstitute in Höhe von 0,00 € (Vj. 0,00 €). Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus einem Darlehen der Gesellschafterin, der Vescore AG, St. Gallen, in Höhe von T€ 906 und dem Konto aus laufender Verrechnung mit der Gesellschafterin in Höhe von T€ 257, sowie einer Umsatzsteuerverbindlichkeit in Höhe von T€ 37. zusammen. Sicherheiten wurden nicht vereinbart. Der Bilanzposten beinhaltet auf Fremdwährung lautende Schulden in Höhe von T€ 626. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Provisionserträge resultieren ausschließlich aus Finanzdienstleistungen (Anlageberatung, Finanzportfolioverwaltung) gegenüber Kapitalverwaltungsgesellschaften. Die Provisionsaufwendungen betreffen volumenabhängige Rückvergütungen und Vermittlungsprovisionen, die von Dritten in Rechnung gestellt wurden und Lizenzgebühren, die von der Vescore AG, St. Gallen, in Rechnung gestellt wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind hauptsächlich aus Dienstleistungen für die Gesellschafterin, der Vescore AG, St. Gallen, entstanden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 149 (Vj. T€ 36). Bei diesen Kursdifferenzen handelt es sich um Währungsverluste. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 620 (Vj. T€ 1.020) sind durch Eintreten des Besserungsfalles aus Darlehensverzicht mit Besserungsschein der Gesellschafterin, der Vescore AG, St. Gallen, entstanden. V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3 HGB bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen. Die jährlichen Verpflichtungen aus diesen Dauerschuldverhältnissen betragen T€ 348. Darüber hinausgehende nennenswerte Verpflichtungen bestehen nicht. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die Gesellschaft beschäftigte im Durchschnitt 25 Arbeitnehmer (incl. 3 Geschäftsführer). Ausländische Zweigniederlassung In 2015 wurde eine Zweigniederlassung in Wien / Österreich gegründet. Angaben über die Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von nachfolgend aufgeführten Geschäftsführern vertreten:
Angabe von Organbezügen Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung haben im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 453 (Vj. T€ 413) betragen. Organstellung Herr Ingo Völker ist Mitglied des Verwaltungsrats der Vescore Fonds SICAV, Luxemburg, der 1741 Fund Management SICAV, Luxemburg und der 1741 Special Investment Fund SICAV, Luxemburg. Herr Peter Oertmann war bis zum 31.12.2015 Mitglied des Verwaltungsrats der Vescore Fonds SICAV, Luxemburg. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr wurden Honorare des Abschlussprüfers für die Abschlussprüfung in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 31) berücksichtigt. Latente Steuern Zu Beginn des Geschäftsjahres bestanden steuerliche Verlustvorträge nach KStG in Höhe von T€ 407. Aus diesem Verlustvortrag ergeben sich aktive latente Steuern für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 64. Berechnungsgrundlage ist ein Steuersatz von 15 % für Körperschaftsteuer, 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer. Gemäß § 274 Absatz I Satz 2 HGB wurde das Aktivierungswahlrecht dahingehend ausgeübt, dass keine latenten Steuern bilanziert wurden. Konzernzugehörigkeit gemäß § 285 Nr. 14 HGB Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt ist die Raiffeisen Schweiz Genossenschaft, St. Gallen; das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Vescore AG, St. Gallen. Ergebnisverwendung Die Geschaftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.718,64 € zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von 339.831,66 € auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 22. Januar 2016 Vescore Deutschland GmbH Dr. Peter Oertmann Ingo Völker Hans C. Bidstrup Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2015Vescore Deutschland GmbH, München
Lagebericht 2015der Vescore Deutschland GmbH, MünchenGeschäftsmodell und -tätigkeitInstitutionelle Situation Die Vescore Deutschland GmbH (nachfolgend auch die Gesellschaft) wurde am 02.04.01 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in München gegründet. Das Stammkapital beträgt EUR 500.000,- und wird zu 100% gehalten von der Vescore AG, St. Gallen, Schweiz, der Rechtsnachfolgerin der vormaligen Muttergesellschaft Vescore Solutions AG. Damit ist die Vescore Deutschland GmbH Teil der Vescore-Gruppe, welche zum Konzern der Raiffeisen Schweiz, St. Gallen, Schweiz, gehört. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Strategie von Raiffeisen Schweiz im Asset Management wurde 2015 die Vollintegration der Vescore-Gruppe vorangetrieben und insbesondere der institutionelle Umbau von einer dezentralen Multi-Boutique-Struktur hin zu einer integrierten Asset Management Einheit abgeschlossen. Nach Übertragung aller Aktien der Vescore Solutions AG am 29.01.15 an die bereits Ende 2014 neu gegründete Notenstein Asset Management AG wurde die Vescore Solutions AG am 02.06.15 mittels Absorptionsfusion auf die Notenstein Asset Management AG verschmolzen. Mit Blick auf einen Auftritt unter einer gemeinsamen Marke für die gesamte Gruppe wurde Anfang September die Notenstein Asset Management AG in die Vescore AG umfirmiert. Für die Vescore Deutschland GmbH und ihre Kunden konnte mit dem Beschluss über die Beibehaltung der Firmierung "Vescore" ein hohes Maß an Identität und Vertrauen in die Konstanz der unter der Marke Vescore erbrachten Dienstleistungen erhalten werden. Die Vescore Deutschland GmbH wird zukünftig als "Zentrale" für das Geschäft mit institutionellen Kunden im EU-Raum fungieren und soll mittelfristig entsprechend ausgebaut werden. So wurde u.a. am 19.08.15 eine Zweigniederlassung der Vescore Deutschland GmbH in Wien errichtet, welche mit Beginn ab 01.10.15 als Vertriebsstandort für den EU-Raum (ex Deutschland) die Geschäftstätigkeit aus einer vormals ebenfalls in Wien domizilierten Niederlassung einer Schwestergesellschaft, der 1741 Fund Management AG, Liechtenstein, übernommen hat. Tätigkeitsgebiet Kernkompetenz der Vescore-Gruppe ist die Entwicklung und das Management quantitativ basierter Anlageprozesse sowie deren Umsetzung in Anlageprodukte und Vermarktung als innovative Portfoliolösungen vor allem für institutionelle Investoren. Die Vescore Deutschland GmbH verwaltet Vermögen für institutionelle Anleger und Inhaber großer Privatvermögen. Seit Gründung der Vescore Solutions AG im Jahr 1998 basiert die Anlagephilosophie auf der Exploration und dynamischen Bewirtschaftung der systematischen Risikoprämien an Kapitalmärkten im Rahmen von quantitativ gestützten Anlageprozessen. Während die Grundlagenforschung, die Entwicklung der Anlagekonzepte und der Betrieb der Anlageprozesse durch die Schweizer Muttergesellschaft erfolgen, legt die Vescore Deutschland GmbH für Investoren aus Deutschland bzw. der EU Fonds bei europäischen Investmentgesellschaften, vor allen bei deutschen Kapitalverwaltungsgesellschaften auf und betreut diese als Anlageberater und Finanzportfolioverwalter. Den Kunden bietet die Vescore Deutschland GmbH intelligente Portfoliobausteine in Form von maßgeschneiderten Anlageprodukten. Das Produktportfolio umfasst Lösungen für Dynamische Asset Allokation und aktive Portfolio-Wertsicherung, auf stabile Ertragsverläufe ausgerichtete Anlagekonzepte (Multi-Asset-Strategien) sowie aktive Strategien in Staatsanleihen und Rohstoff-Futures. Aufsichtsrechtliche Einordnung Seit mit der Umsetzung von MiFID in nationales Recht die von der Vescore Deutschland GmbH zunächst als ausschliessliche Dienstleistung erbrachte Anlageberatung per 01.11.07 zur erlaubnispflichtigen Finanzdienstleistung wurde, verfügt die Gesellschaft über eine entsprechende Erlaubnis nach § 1 Absatz 1a Nr. 1a KWG als Anlageberater. Mit Erlaubnisbescheid der BaFin vom 25.01.13 wurde die Erlaubnis für die Anlageberatung um die Finanzportfolioverwaltung gemäss § 1 Abs. 1a Nr. 3 KWG, die Anlagevermittlung gemäss § 1 Abs. 1a Nr. 1 KWG, sowie die Abschlussvermittlung gemäss § 1 Abs. 1a Nr. 2 KWG erweitert. Die Vescore Deutschland GmbH untersteht damit der Finanzdienstleistungsaufsicht durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank und erfüllt die formalen Grundlagen für die Verwaltung von Publikums- und Spezialfonds als Auslagerungsmandate (Outsourcing). Die Verschaffung von Besitz oder Eigentum an Geldern oder Wertpapieren von Kunden sowie die Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung ist gemäß der bestehenden Erlaubniserteilung ausgeschlossen. Mangels eigener Rechtspersönlichkeit verfügt die zum 01.10.15 übernommene Zweigniederlassung der Vescore Deutschland GmbH in Wien über keine eigenständige aufsichtsrechtliche Zulassung. Die Niederlassung untersteht im Rahmen der Erbringung ihrer Dienstleistungen vollumfänglich der Zulassung der Vescore Deutschland GmbH für die Finanzportfolioverwaltung. Allerdings wurden die im Rahmen des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs von der Vescore Deutschland GmbH in Österreich angezeigten Dienstleistungen ausschließlich auf den Vertrieb von Fondsprodukten und Mandaten beschränkt. WirtschaftsberichtBranchenumfeld Im Markt für Finanzdienstleistungen konkurriert die Vescore Deutschland GmbH mit anderen Asset Managern, insbesondere anderen Asset Management Boutiquen für konzeptbasierte, quantitative Anlagekonzepte. Durch die Nähe zur Finanzmarktforschung im Rahmen der Produktentwicklung sowie der Anlageprozesse besitzt die Gesellschaft in diesem Wettbewerbsumfeld ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Die Entstehung der ursprünglichen Muttergesellschaft im Umfeld der Universität St. Gallen (HSG) prägt die Identität der Vescore Deutschland GmbH. Aus dem intensiven Dialog mit führenden universitären Instituten werden die Ideen und Einsichten für Produktkonzepte geschöpft. Diese Innovationskompetenz wird verknüpft mit langjähriger, fundierter Erfahrung im Umgang mit Modell- und Marktrisiken. So entstehen aus wissenschaftlichen Erkenntnissen bedarfsgerechte Anlagelösungen, die von Kunden als fundiert, glaubwürdig und transparent wahrgenommen werden und letztendlich Mehrwerte schaffen. Die Vescore Deutschland GmbH betreibt fünf Kernanlageprozesse, die im Rahmen von Fondslösungen oder Mandaten modular miteinander kombiniert werden können. Die Basis dafür bildet die seit 1998 ausgebaute und im Markt anerkannte Kompetenz in der Bewirtschaftung von Risikoprämien in traditionellen und alternativen Anlagesegmenten. Damit ist Vescore in der Lage, ein breites Spektrum von Anlagebedürfnissen zu adressieren. Seit einigen Jahren stehen quantitative Anlagelösungen, wie sie von der Vescore Deutschland GmbH angeboten werden, einer steigenden Nachfrage gegenüber. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Kapitalanleger seit der Finanzmarktkrise 2007 verstärkt sich dieser Trend. Transparente Anlagekonzepte, deren Renditequellen nachvollzogen werden können, gewinnen in institutionellen Portfolios signifikant an Bedeutung. In Anbetracht dieser Entwicklung ist die Vescore Deutschland GmbH mit ihrem Produktportfolio und ihrer Innovationskraft für weiteres Wachstum bestens positioniert. Kapitalmarktumfeld Die Kapitalmärkte standen 2015 im Spannungsfeld zwischen heterogenen konjunkturellen Entwicklungen, unkonventioneller Geldpolitik sowie geopolitischen Krisen. Anfang 2016 ist die Welt in Unruhe: Der Konflikt im Nahen und Mittleren Osten spitzt sich stetig zu. Der schwelende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bleibt ungelöst. Europa, einer der Ruhepole der letzten Jahrzehnte, steht vor enormen politischen Herausforderungen und möglicherweise tiefgreifenden Kursänderungen. Sorgen um die Sicherheit, Wachstumssorgen, Sorgen um die Stabilität Chinas und kollabierende Rohstoffpreise sind allgegenwärtig. All diese Entwicklungen haben, einzeln betrachtet, das Potenzial negativ auf die Finanzmärkte zu wirken, wodurch ein insgesamt negatives Sentiment entsteht und die Marktteilnehmer ob der diffusen Lage hochgradig verunsichert sind. Im Anlegerfokus stehen aktuell insbesondere die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten sowie die Entwicklungen in China. Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft ist von großer Bedeutung für einige andere Schwellenländer und weltweit für exportorientierte Unternehmen. Das Wachstum in China hat sich ohne Frage verlangsamt, und es erfolgt nicht friktionslos. Die Folgen für das globale Wachstum resultierend aus einer Wachstumsverlangsamung in China sind nicht in hohem Maß besorgniserregend. Eine tiefer greifende Krise, welche beispielsweise durch ein Platzen einer potenziellen Kreditblase in China ausgelöst würde, bleibt als latentes Risiko bestehen. Eng verknüpft mit China ist das zweite marktbestimmende Thema: der Preisverfall bei Rohstoffen. Prinzipiell sind die Ursachen auf der Angebotsseite zu sehen. Die Wachstumsverlangsamung des größten Nachfragers verstärkte die Preisbewegung im Verlauf des Jahres 2015 zweifelsfrei. Die gefallenen Preise bergen Risiken, aber auch Chancen. Verlierer sind ganz klar die rohstoffexportierenden Staaten sowie die produzierenden Unternehmen des Sektors. Während die Staaten vielfach über Reserven verfügen und der deutlichste Effekt aus Anlageverkäufen der Staatsfonds zum Schließen von Budgetlücken resultieren könnte, sind zahlreiche Unternehmen in Schwierigkeiten geraten. Die systemische Gefahr besteht darin, dass die Probleme über die Kreditportfolios von Banken in das Finanzsystem getragen werden könnten - ähnlich wie nach dem Platzen der Immobilienblase. Dieses Risiko ist insbesondere existent in den USA, wo hohe Summen in die Finanzierung des Fracking-Booms geflossen sind. Aktuell stocken zahlreiche US-Banken ihre Risikovorsorgen für erwartete Kreditausfälle auf. Ob diese ausreichend sind, ist schwer zu beurteilen und hängt letztlich auch von der weiteren Ölpreisentwicklung ab. Die Risikoneigung der Marktteilnehmer erfuhr 2015 immer wieder spürbare Einbrüche bedingt durch die oben dargestellten Unsicherheiten - Anfang 2016 hat sich die Lage noch nicht stabilisiert. Geschäftsverlauf Produkte und Mandatsbasis Die Gesellschaft konnte die Position als einer der führenden Anbieter von taktischen Vermögenssteuerungs- und Overlay-Konzepten sowie von Absolute Return-Strategien in Deutschland weiter ausbauen. Der deutsche Markt ist nach wie vor der wichtigste Markt für die Geschäftsentwicklung der Vescore Deutschland GmbH. Vor dem Hintergrund der oben dargestellten Entwicklungen war die laufende Bewirtschaftung institutioneller Mandate mit begrenzten Risikobudgets eine komplexe Aufgabe, die allerdings exzellent bewältigt wurde. Die erneuten Verwerfungen an den Kapitalmärkten trugen aber auch dazu bei, die Anlagekompetenzen der Vescore Deutschland GmbH bei neuen Kunden und in weiteren Produkten zu positionieren. Insgesamt hat sich das Volumen der von der Vescore Deutschland GmbH verwalteten Vermögen in 2015 von EUR 3,4 Mrd. auf EUR 3,9 Mrd. erhöht. Aufgrund der anhaltend niedrigen bzw. sogar negativen Zinssätze auf Staatsanleihen hat sich die Nachfrage nach Anlagekonzepten zur Erzielung von stabilen Erträgen (Absolute Return) im Verlauf des Jahres nochmals gefestigt. Die Gesellschaft ist mit dem Multi-Asset-Produkt Beta Opportunities sowie dem GLOCAP Anlageprozess zur taktischen Bewirtschaftung von global diversifizierten gemischten Portfolios weiterhin sehr gut für diesen Bedarf positioniert. Das von der Vescore Deutschland GmbH verwaltete Volumen hat sich in diesen Produktbereichen um MEUR 520 erhöht. Zudem entwickelt sich bei Anlegern ein zunehmender Bedarf für Mandats- und Overlay-Konzepte zur aktiven Bewirtschaftung der Laufzeitenstruktur ihrer Anleihenbestände. Mit dem FINCA Anlageprozess verfügt die Gesellschaft über eine state-of-the-art Lösung für das Zinsrisikomanagement und ist damit sehr wettbewerbsfähig positioniert. In diesem Produktbereich beträgt das von der Vescore Deutschland GmbH verwaltete Volumen MEUR 160. Trotz der extremen Verwerfungen an den Rohstoffmärkten konnte das in der Anlageklasse Rohstoffe von der Vescore Deutschland GmbH verwaltete Volumen insbesondere durch den weiteren Aufbau des Publikumsfonds CYD Diversified Commodities UI um MEUR 40 auf MEUR 300 erhöht werden. Am 02.03.15 wurde der neue Publikumsfonds NMX 30 Infrastruktur Global aufgelegt, der für Kunden die Investition in ein breit diversifiziertes Portfolio aus börsenkotierten Infrastrukturunternehmen ermöglicht. Das von der Vescore Deutschland GmbH verwaltete Volumen beträgt in diesem neuen Produktbereich MEUR 25. Ertragslage Aufgrund der erzielten Volumenerhöhungen, konnten die Erträge insgesamt, d.h. die Provisionserträge zzgl. betriebliche Erträge, im Geschäftsjahr mit TEUR 9.807 (VJ: TEUR 8.732) trotz der in 2015 ausgebliebenen Performance Gebühren gesteigert werden. Da auch die Provisionsaufwendungen mit TEUR 4.578 (VJ: TEUR 4.003) gestiegen sind, ergibt sich bei dem Provisionsüberschuss, d.h. den um die Provisionsaufwendungen bereinigten Provisionserträgen, noch eine Erhöhung um 11,26% von TEUR 4.384 auf TEUR 4.878. Die Sonstigen Erträge erhöhten sich geringfügig von TEUR 345 um TEUR 6 bzw. 1,8% auf TEUR 351. Auf der Aufwandseite stehen den Erträgen unter den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen vor allem der moderat gestiegene Personalaufwand mit TEUR 2.688 (VJ: TEUR 2.482) sowie die anderen Verwaltungsaufwendungen mit TEUR 1.582 (VJ: TEUR 1.319) gegenüber. Die Steigerung der anderen Verwaltungsaufwendungen um TEUR 263 bzw. 19,9% ist dabei vor allem der Auslagerung bestimmter betriebswirtschaftlicher Querschnittsfunktionen an das Shared Service Center der Konzernobergesellschaft (um TEUR 54), erhöhten Kosten für Abschlüsse u. Prüfungen infolge eines im Raiffeisen-Verbund notwendig gewordenen Wechsels der Prüfungsgesellschaft sowie dem Einbezug in die Konzernrevision (um TEUR 75) und erhöhten Reisekosten (um TEUR 43) zuzuschreiben. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr um TEUR 106 auf TEUR 690 verschlechtert (VJ: TEUR 796), so dass unter Hinzurechnung des negativen außerordentlichen Ergebnisses von TEUR 620, welches aus der Besserung auf einen von der Muttergesellschaft erklärten Darlehensverzicht resultiert, nach Steuern vom Einkommen und Ertrag immer noch ein ausgeglichenes Ergebnis von TEUR 2 erzielt wurde. Damit entspricht die tatsächliche Ergebnisentwicklung in 2015 der im Lagebericht des Vorjahres prognostizierten Entwicklung. Vermögenslage Die Struktur der Bilanz per 31.12.15 entspricht der eines Dienstleistungsunternehmens, das ausschließlich mit Eigenkapital bzw. durch seine Gesellschafter finanziert ist: Bei einer Bilanzsumme von TEUR 4.266 (VJ: TEUR 4.154) entfallen aktivseitig auf das Sachanlagevermögen TEUR 119 (VJ: TEUR 89), auf kurzfristige Forderungen an Kreditinstitute TEUR 1.306 (VJ: TEUR 623) und Kunden TEUR 2.069 (VJ: TEUR 3.324) und auf die sonstigen Vermögensgegenstände TEUR 630 (VJ: TEUR 81). Die Passivseite setzt sich vor allem aus dem Eigenkapital von TEUR 912 (VJ: TEUR 410), Rückstellungen über TEUR 2.118 (VJ: TEUR 789) sowie Verbindlichkeiten von TEUR 1.236 (VJ: TEUR 2.955) zusammen. Dabei besteht das Eigenkapital aus dem mit ordentlicher Kapitalerhöhung vom 22.12.15 von TEUR 250 um TEUR 250 auf neu TEUR 500 angehobenen gezeichneten Kapital und einer von TEUR 500 um TEUR 250 auf neu TEUR 750 angehobenen Kapitalrücklage sowie dem Bilanzverlust von TEUR 338 (VJ: TEUR 340). Die Rückstellungen erhöhten sich insbesondere auf Grund von noch an die Muttergesellschaft abzuführenden Lizenzgebühren um TEUR 1.328 auf TEUR 2.118. Im Gegenzug verminderten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.547 auf TEUR 1.236. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Berichtsjahr und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts jederzeit gegeben. Organisation Die bereits im Vorjahr fokussierten Aktivitäten zur Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung der jeweiligen produktspezifischen Anlageprozesse wurden auch in 2015 intensiv weiter verfolgt. Durch die vorgenommenen Entwicklungen ist die Vescore Deutschland GmbH der Zielsetzung hochgradig robuster Prozesse und Strukturen wiederum näher gekommen und hat im Verlauf des Jahres 2015 die Wettbewerbsposition innerhalb der gegebenen institutionellen "Bedürfnislandschaft" weiter gestärkt. Darüber hinaus waren die Entwicklungen in organisatorischer Hinsicht in 2015 maßgeblich geprägt von der Absorptionsfusion der vormaligen Muttergesellschaft auf die in 2015 noch im Aufbau befindliche Vescore AG und die damit einhergehende weitere Integration der Vescore Deutschland GmbH in den Konzernverbund der Raiffeisen Schweiz. Die Möglichkeiten zur Bündelung der in der Vescore-Gruppe sowie bei Raiffeisen vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen haben zu Anpassungen in der Aufbau- und Ablauforganisation der Gesellschaft geführt. Insgesamt wurden die bei der Vescore Deutschland GmbH vorhandenen Organisationsstrukturen und Prozessabläufe damit weiter gestärkt, um den steigenden administrativen und operationellen Anforderungen in der Finanzportfolioverwaltung weiter auf dem gewohnten Qualitätsniveau nachkommen zu können. Personal Im Bereich der Personalentwicklung wurden die Schwerpunkte wie bereits in den Vorjahren gesetzt. Im Fokus standen dabei wiederum die Absicherung und der weitere Ausbau stabiler Personalstrukturen sowie des zur Verfügung stehenden Qualifikationspools. So wurden auch in 2015 wieder gezielte Fortbildungs- und Ausbildungsmaßnahmen durchgeführt sowie die Einhaltung einer transparenten und an individuellen Leistungsanreizen orientierten Vergütungsstruktur konsequent weiter verfolgt. Nach einem leichten Anstieg im Vorjahr hat sich auch im Geschäftsjahr 2015 die Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft im Jahresdurchschnitt von 23 auf 25 (einschließlich Geschäftsführung) wieder geringfügig erhöht. Dabei sind insbesondere auch die seit 01.10.15 neu hinzugekommenen Mitarbeiter der Zweigniederlassung Wien mit berücksichtigt. Darüber hinaus konnten mit Eintrittsdatum zum 01.01.16 drei weitere Neueinstellungen aus der Personalplanung 2015 (zwei Mitarbeiter, ein Geschäftsführer) realisiert werden. In Abhängigkeit vom weiteren Geschäftsverlauf ist darüber zu entscheiden, ob in 2016 weitere punktuelle Neueinstellungen zur Substantiierung der Leistungsprozesse vorgenommen werden. GeschäftsrisikenRisikomanagement Aufgrund der in 2015 ausschließlich im Wege der Anlageberatung oder Finanzportfolioverwaltung von Sondervermögen erbrachten Verwaltung von Vermögen übernimmt die Gesellschaft aus den Geschäftsbeziehungen mit Investoren bzw. Kapitalverwaltungsgesellschaften keinerlei Risiken von ihren Kunden. In der Folge sind auch keine besonderen Maßnahmen zur Begrenzung derartiger Risiken nötig bzw. möglich. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist selbstverständlich jedoch grundsätzlich allgemeinen Marktrisiken sowie operationellen Risiken ausgesetzt, welche durch ein entsprechendes Risikoüberwachungssystem kontrolliert und gesteuert werden. Verantwortlich hierfür sind gemeinschaftlich die Geschäftsführer, die Ihre Kontrollen anhand monatlicher bzw. quartalsweiser Auswertungen vornehmen. Ausfall-, Liquiditäts- und Marktrisiken Da die Gesellschaft sich weder bei der Anlageberatung, noch im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung Besitz an den Geldern und Vermögen seiner Kunden verschafft bzw. verschaffen darf, bestehen aus der originären Geschäftstätigkeit keine wesentlichen Ausfallrisiken für die Gesellschaft. Ausfallrisiken bestehen nur in sehr eingeschränktem Umfang bezüglich der bei Banken angelegten eigenen liquiden Mittel. Als ein Teil der Vescore-Gruppe ist die Gesellschaft nicht allein auf die Innenfinanzierung beschränkt, sondern kann zur Finanzierung auf die Muttergesellschaft zurückgreifen. Verpflichtungen gegenüber Banken bestehen nicht. Liquide Mittel werden kurzfris- tig bei Banken angelegt. Die kurzfristig verfügbaren Finanzmittel einschließlich der Kundenforderungen übersteigen jederzeit die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen. Wesentliche Liquiditätsrisiken bestehen in der Folge nicht. Die Gesellschaft betreibt keinen Handel in Wertpapieren mit eigenen Geldern; insbesondere werden keine strukturierten Finanzinstrumente erworben. In diesem Sinne bestehen keine originären, unmittelbaren Marktrisiken. Da die Vescore Deutschland GmbH für ihre Leistungen marktüblich volumen- und fallweise zusätzlich performancebasiert (gegenüber Benchmark) vergütet wird, haben negative Entwicklungen an den Kapitalmärkten negative Auswirkungen auf die beratenen Anlagevolumina und damit direkt auf die volumenbasierte Vergütung. Operationelle Risiken Risiken aus der Gefahr von Verlusten, aus dem Versagen von Prozessen, Menschen oder Systemen begegnet die Geschäftsführung durch den Einsatz der internen Kon- trollsysteme, die stetig überprüft, weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Zentraler Punkt sind dabei die bei und für die Gesellschaft tätigen Mitarbeiter. Die Geschäftsführung achtet daher bei Neueinstellungen auf eine entsprechende Vor- und Ausbildung der entsprechenden Personen sowie bei bestehenden Mitarbeitern auf entsprechende Weiterbildungen und Schulungen, um gesamthaft hinsichtlich Qualität und Quantität über den notwendigen Pool an Qualifikation und Kompetenz zu verfügen. Aufgrund der Größe der Gesellschaft ist diese in erhöhtem Masse von einzelnen Mitarbeitern abhängig. Zur Einschränkung dieses Risikos wurde in der Berichtsperiode weiter auf die Schaffung und vor allem Beibehaltung redundanter Teamstrukturen hingearbeitet. Vertretungsregelungen sorgen dafür, den ordnungsgemäßen Geschäftsablauf jederzeit zu gewährleisten. Zur weiteren Minimierung etwaiger operationeller Risiken wurde in der Berichtsperiode neben der stetigen Weiterentwicklung eines robusten und personenunabhängigen Investitionsprozesses zudem ein Schwerpunkt auf die Definition und lückenlose Dokumentation der Kernprozesse sowie des in jedem Kernprozess integrierten Kontrollsystems gelegt. Zukünftige EntwicklungDie Anlagelösungen und Kompetenzen der Vescore Deutschland GmbH werden von Kunden als innovativ, transparent und vertrauenswürdig eingeordnet, sie sprechen bedeutende und sich verstärkende Bedürfnisse der Kapitalanleger an, wie z.B. das Bedürfnis nach dynamischer Asset Allokation, nachhaltigen (ESG) Anlagen, stabilen Ertragsverläufen, Anlagen in Rohstoff-Futures oder aktivem Durationsmanagement in Staatsanleihen. Die Vescore Deutschland GmbH deckt somit ein breites Spektrum von Themen im Asset Management ab und trifft damit auf soliden Bedarf im Markt. Dabei entsprechen alle Produkte einer Anlagephilosophie, die seit Gründung der Vescore Solutions AG im Jahr 1998 konsequent verfolgt wurde und daher von der Gesellschaft mit einer hohen Glaubwürdigkeit positioniert werden kann. Zudem wurde in allen Produktbereichen im Jahr 2015 eine stabile Anlageperformance erzielt. Bezüglich des Produktportfolios befindet sich die Vescore Deutschland GmbH somit in einer interessanten Ausgangslage für weiteres nachhaltiges Wachstum; die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft in 2015 unterstreicht dies. Auch die veröffentlichen Branchenzahlen 2015 des BVI bestätigen die Einschätzung, dass das von der Gesellschaft fokussierte institutionelle Kundensegment unverändert zum Vorjahr von solidem Wachstum geprägt war und für 2016 weiter wachsen wird. Das von der Vescore Deutschland GmbH verwaltete Volumen von MEUR 3.933 per Ende 2015, die langjährigen Kundenbeziehungen, die stabile Marktposition in Deutschland, die exzellenten Anlageprozesse und eine wettbewerbsfähige Performance der Produkte in 2015 stellen sicher, dass die Gesellschaft zum strategischen Vorhaben von Raiffeisen Schweiz im Asset Management einen gewichtigen Beitrag leisten wird. Hinsichtlich der Geschäftsplanung ist zu erwähnen, dass die Geschäftsführung ihren konservativen Ansatz weiter verfolgt und für 2016 lediglich die regelmäßigen, auf den Fondsvolumina basierenden Vergütungen einbezieht und etwaige performancebasierte Erträge unberücksichtigt lässt. Wie in der Vergangenheit hängt auch 2016 die effektive Ertragsentwicklung sehr stark ab von der Entscheidungsfreude der Anleger und damit auch der Stimmung an den Kapitalmärkten. Trotz der grundsätzlich positiven Erwartungen bzgl. steigender Provisionserträge plant die Geschäftsführung die Entwicklung des Aufwands bzw. der Investitionen unverändert zurückhaltend. Den Steigerungen bei den Provisionserträgen stehen kurzfristig keine wesentlichen Veränderungen der Sachaufwände zum Vorjahr gegenüber. Bei der Personalplanung erfolgt die effektive Entscheidung über die Umsetzung des geplanten moderaten Personalaufbaus sukzessive in Abhängigkeit vom realisierten Ertrag bzw. Volumenaufbau. Unter Berücksichtigung dieser Erwartungen geht die Geschäftsführung in konservativer Schätzung für das Jahr 2016 von einem Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit, vor Steuern und außerordentlichen Aufwendungen, auf dem Niveau des Berichtsjahres aus. In Abhängigkeit von der Höhe des aus der normalen Geschäftstätigkeit erzielten Ergebnisses wird u.U. eine erneute teilweise Besserung auf den gegenüber der Muttergesellschaft bestehenden Verbindlichkeiten als negativer außerordentlicher Ergebnisbeitrag zu berücksichtigen sein. Unter dem Vorbehalt der Entwicklungen an den Kapitalmärkten sollte bei stabiler Ertrags- und Wettbewerbssituation auch im Jahr 2017 ein vergleichbares Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden können, wobei sich im Falle rückläufiger Provisionserträge auch die Provisionsaufwendungen im selben Verhältnis reduzieren. Berichterstattung nach § 289 Absatz 2 HGBVorgänge von besonderer Bedeutung im Geschäftsjahr 2015 Für das Geschäftsjahr sind neben den oben dargestellten Sachverhalten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung anzumerken. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs Nach Schluss des Geschäftsjahrs gab es neben der Bestellung von Herrn Hans C. Bidstrup zum weiteren Geschäftsführer keine Vorfälle von besonderer Bedeutung.
München, 30. Mai 2016 Vescore Deutschland GmbH Dr. Peter Oertmann Hans C. Bidstrup Ingo Völker Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2015 bis 31.12.2015Vescore Deutschland GmbH, München
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