Viprinex Research AG
Selbe AdresseHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Carsten Dr. Hempel seit 24.7.2025 | Prokura |
Thomas Dr. Kühnemund seit 23.7.2024 | Prokura |
Richard Philipp Wolf-Gang Nagorny seit 7.6.2024 | Geschäftsführer |
Henning Dr. Mallwitz seit 7.6.2024 | Geschäftsführer |
Andrea Bretschneider seit 12.12.2023 | Prokura |
Michael Kurdum seit 10.2.2023 | Prokura |
Petra Knieling seit 8.6.2022 | Prokura |
Silke Dr. Hüttler seit 21.1.2021 | Prokura |
Claus Dr. Middelberg seit 21.1.2021 | Prokura |
Volker Kahrmann seit 21.1.2021 | Prokura |
Jörn Dr. Tonne seit 18.12.2020 | Geschäftsführer |
Jörg Arne Clemens seit 18.12.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Nordmark Pharma GmbHUetersenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Als mittelständisches und unabhängiges Pharmaunternehmen liegt der Geschäftsschwerpunkt der Nordmark Pharma GmbH in der Herstellung und Entwicklung von Wirkstoffen und Arzneimitteln biologischen und biotechnologischen Ursprungs, die unter Anwendung von hohen Qualitätsstandards erfolgreich gewonnen und produziert werden. 2. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft entwickelt mit 28 Mitarbeitern in Entwicklungslaboratorien bestehende Produkte weiter; neue biologische und biotechnologische Wirkstoffe werden erforscht, produziert und weiterentwickelt. Diese Entwicklungstätigkeiten bieten wir unseren Kunden auch als Dienstleistung an. Unsere Schwerpunkte liegen in der gesamten Bandbreite der Enzymanalytik und Proteincharakterisierung, der GMP-gerechten Stammentwicklung, mikrobiellen Fermentationen bzw. Zellkultivierung und der Entwicklung von Aufarbeitungsverfahren. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Es ist der deutschen Wirtschaft im Berichtsjahr nicht gelungen, die in den letzten zwei Jahren zu verzeichnete Erholung nach dem Corona Tief aus dem Jahr 2020 fortzusetzten. Hohe Inflationsraten, steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland dämpften die Konjunktur im nach wie vor krisengeprägten Umfeld und brachten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken. Infolgedessen sank im Jahr 2023 das preisbereinigte BIP um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die im Jahr 2023 für beendet erklärte Corona Pandemie und der damit verbundene Wegfall der staatlich finanzierten Corona- Maßnahmen sorgten erstmalig seit 20 Jahren für einen preisbereinigten Rückgang der staatlichen Konsumausgaben in Höhe von 1,7 %. Die privaten Konsumausgaben fielen maßgeblich aufgrund der hohen Verbraucherpreise preisbereinigt um 0,8 %. Die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 sowie die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik beeinträchtigten ebenfalls den Handel mit dem Ausland. Die Importe gingen mit preisbereinigten 3,0 % kräftiger zurück als die Exporte ( -1,8 %) und stützten durch einen positiven Außenbeitrag somit das BIP. Während die Bauinvestitionen im Berichtsjahr preisbereinigt aufgrund hoher Baukosten und spürbar gestiegenen Zinsen preisbereinigt um 2,1 % sanken, verzeichnete der Bereich Ausrüstungen einen positiven Beitrag mit einem Zuwachs von 3,0 %. Auf der Entstehungsseite des BIP erreichte das Baugewerbe 2023 durch positive Produktionszahlen im Tief- und Ausbaugewerbe ein kleines Plus von preisbereinigten 0,2 %. Auch wenn der Anstieg schwächer ausfiel als in den vergangen zwei Jahren, konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Durch eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung verzeichnete hingegen das produzierende Gewerbe (ohne Bau) einen deutlichen Rückgang (- 2,0 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt) Der prognostizierte Umsatzrückgang des deutschen Pharmamarktes für das Berichtsjahr ist nicht eingetreten. Lediglich die Absatzzahlen waren in den ersten 9 Monaten um 1,3 % leicht rückläufig. Der Umsatz hingegen belief sich auf dem Pharma Gesamtmarkt in Deutschland (Klinik und Apotheke) bis einschließlich September auf 44 Mrd. Euro und legte um 5,8 % im Vorjahresvergleich zu. (Quelle: IQVIA Marktbericht) Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland schaut nach einem Krisenjahr pessimistisch auf 2024. Positive Signale sendet hingegen die gegen Jahresende beschlossen nationale Pharmastrategie, welche u.a. die Rahmenbedingungen für die Herstellung und Entwicklung von Arzneimitteln verbessern soll. 2. Geschäftsverlauf Trotz eines im Berichtsjahr ausgewiesenen Jahresfehlbetrages in Höhe von TEUR 237 verlief die Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr zufriedenstellend. Ein erneuter Anstieg der Umsatzerlöse um 10,0 % auf TEUR 121.466, Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 5.082 sowie einer im Berichtsjahr ausgewiesenen Bestandserhöhung von TEUR 2.991 konnten die, weitestgehend durch hohe Inflationsraten angestiegenen Kosten, nicht vollständig kompensieren. So stieg zusätzlich zum umsatzbedingten Wachstum der Posten Materialaufwand erheblich und liegt mit einem Anstieg um TEUR 7.017 deutlich über den Werten des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 4.273 im Wesentlichen durch die gestiegenen Preise sowie einer im Berichtsjahr durchgeführten Korrekturbuchung aus dem Anlagevermögen in die Kosten in Höhe von TEUR 1.026. Die inflationsbedingte Kostensteigerung nahm ebenfalls Einfluss auf den Personalaufwand, der zum Jahresende TEUR 4.458 mehr auswies als im Jahr zuvor. Neben steigenden Mitarbeiterzahlen und tariflich vereinbarten Entgelterhöhungen wirkte sich insbesondere die Buchung des tariflichen Inflationsgeldes (sog. Inflationsausgleichsprämie) ergebnismindernd aus. Ein weiterer Sondereffekt, der das Ergebnis im Jahr 2023 stark belastete, entstand durch die Aufwendungen der Verlustübernahmen verbundener Unternehmen in Höhe von TEUR 3.761, die durch eine ertragswirksame Auftragsverschiebung ins Folgejahr, in diesem Jahr besonders hoch ausfielen. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen im Berichtsjahr betrugen TEUR 11.427 und wurden in erster Linie in Anlagen und Maschinen in den Bereichen der Pharma- und Wirkstoffbetriebe, in die Umsetzung von IT-Projekten sowie in den Ausbau der Werksinfrastruktur getätigt. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von EUR 121,5 Mio. gegenüber EUR 110,4 Mio. im Vorjahr. Nach den Rekordzuwächsen der pankreatinhaltigen Produkte in den Vorjahren gelang auch im Berichtsjahr eine weitere Steigerung um 11 %. Der Bereich der Dienstleistungen konnte das gute Ergebnis aus 2022 ebenfalls noch einmal übertreffen und verzeichnete ein Wachstum von 20 %. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Bereich der Kollagenase mit 7 % mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Unter Berücksichtigung des Bestandsaufbaus sowie aktivierter Eigenleistungen erhöhte sich die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,0 Mio. Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beträgt TEUR 237 nach einem Jahresüberschuss von EUR 7,1 Mio. im Vorjahr. Zum Jahresende lagen für nahezu sechs Monate verbindliche Aufträge vor. Die Vereinbarungen mit den wesentlichen Kunden laufen weiterhin über mehrere Jahre und sichern die Umsatzbasis mittelfristig ausreichend ab. Eine wesentliche Abhängigkeit von einem Großkunden besteht nicht. Gleichwohl fokussieren wir uns branchenüblich auf derzeit fünf Key Kunden. Die Gesamtauslastung im Werk liegt mit einem Rückgang von 4 % knapp unter der des Vorjahres. Die Materialaufwandsquote (als Quotient aus dem Materialaufwand und der Gesamtleistung) stieg auf 32,1 % gegenüber 28,3 % im Vorjahr. Die Beschaffungsstruktur für alle wesentlichen Rohstoffe konnte trotz der weltpolitischen Krisen gesichert werden. Auf den offerierenden Märkten stellen wir einen verstärkten Nachfragewettbewerb fest. Wir halten engen Kontakt zu unseren Schlüssellieferanten, um frühzeitig reagieren zu können. Zur Risikoabsicherung werden Sicherheitsbestände gehalten und ausgebaut. Gleichzeitig bemühen wir uns verstärkt, für die wichtigsten Ausgangstoffe weitere Quellen zu etablieren. Durch Einstellungen im gewerblichen und vor allen Dingen im angestellten Bereich erhöhte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Berichtsjahr auf 707. Die Aufstockung des Personalbestandes sowie die Umsetzung des im Oktober 2022 abgeschlossenen Tarifvertrages, der eine Erhöhung der Tarifentgelte um 3,25 % ab Januar 2023 sowie die Zahlung und Rückstellung eines tariflichen Inflationsgeldes zur Folge hatte, sorgten für eine Steigerung des Personalaufwandes auf EUR 52,4 Mio. und liegen damit 9,3 % über den Aufwendungen des Vorjahres. In den betrieblichen Aufwendungen sind Ausgaben für die Entwicklung von Zukunftsprojekten enthalten. Das Ergebnis vor Steuern von EUR 8,9 Mio. im Vorjahr sank im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR -157 im Wesentlichen durch gestiegene Material-, Personal- und sonstige betriebliche Aufwendungen sowie der hohen Belastung aufgrund der Verlustübernahme verbundener Unternehmen. Unsere wirtschaftliche Lage ist insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. b) Finanzlage Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war erneut positiv und konnte so die Finanzierung der Investitionen zum größten Teil bedienen. Zur Zinssatzsicherung hat die Gesellschaft bereits im Jahr 2022 einen Darlehensvertrag in Höhe von EUR 5,0 Mio. abgeschlossen, der im Berichtsjahr ausgezahlt wurde. Ein im Juni 2023 fälliges Darlehen in Höhe von 4 Mio. Euro wurde in gleicher Höhe zu neuen Konditionen prolongiert. Unsere Finanzlage ist derzeit als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement achtet strikt darauf, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Neben der regelmäßigen Durchführung von Investitionen zum Erhalt und dem Ausbau der Produktionskapazitäten nutzen wir auch Finanzierungsformen, wie zum Beispiel Sale-and-lease-back-Verträge, um liquiditätsschonend eine Ausweitung unserer Produktion zu gewährleisten. c) Vermögenslage
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um TEUR 9.467 auf TEUR 134.148 erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von TEUR 63.290 ist vollständig mit Eigenkapital finanziert. Die Gesellschaft verfügte zu jeder Zeit über eine ausreichende Liquidität. Die Gesellschaft weist per 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 63.351 aus (i.Vj. TEUR 66.485). Bezogen auf die Bilanzsumme entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 47,2 %. Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 6,3 % der Bilanzsumme. Vorhandene Kreditlinien werden derzeit nicht in Anspruch genommen. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag 5,1 % der Bilanzsumme und werden regelmäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. d) Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft Das Jahr 2023 ist umsatzseitig positiv verlaufen und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 wird insgesamt als zufriedenstellend eingeschätzt. 4. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren a) Arbeitnehmer Der Erfolg von Nordmark ist in außerordentlichem Maße von der Expertise und der Innovationskraft ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen abhängig. Vor dem Hintergrund des vorherrschenden Fachbzw. Arbeitskräftemangels, den Unternehmen zurzeit spüren, legt die Nordmark weiterhin großen Wert auf die Ausbildung und Qualifikation der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Zum Jahresende 2023 beschäftigte Nordmark 33 Auszubildende, die in zurzeit acht verschiedenen Berufen ausgebildet werden. Seit dem Berichtsjahr bietet Nordmark ein triales Studium in Kooperation mit der Beruflichen Hochschule Hamburg an. Darüber hinaus wird die Stammbelegschaft in einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen und Gruppenschulungen weitergebildet und mit den neuesten Technologien vertraut gemacht. Um qualifizierte Bewerber auf Nordmark als attraktiven Arbeitgeber aufmerksam zu machen, wurde gemeinsam mit den Mitarbeitern im Jahr 2022 ein neuer Company Slogan entwickelt - "Nordmark - wir gestalten gesunde Zukunft". Dieser wird großflächig in print- und sozialen Medien sowie auf Plakaten beworben. Unsere Personalpolitik ist darauf ausgerichtet, unsere Mitarbeiter zu integrieren und langfristig an Nordmark zu binden. Um das bereits vorhandene Wir-Gefühl noch zu stärken und auch für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, wurde in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und den Mitarbeitern eine neue Nordmark Kultur entwickelt, die unter dem Leitfaden - Kultur ist was wir tun! - auf Bewährtem aufbaut, Gutes bewahrt und gemeinsam Verbesserungswürdiges gezielt anpackt. Neben dem attraktiven Vergütungsschema des Chemietarifvertrags bietet Nordmark eine Vielzahl von freiwilligen Leistungen. Schlagwörter wie flexible Arbeitszeitgestaltung durch mobiles Arbeiten, hohe Sicherheitsstandards, ein gestütztes Gesundheitsmanagement und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie etc. sind fester Bestandteil unserer Philosophie. b) Frauen in Führungspositionen Der Gesellschafterausschuss der Nordmark Pharma GmbH hat im Dezember 2022 beschlossen, den Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der Geschäftsführung bis zum 31. Dezember 2028 auf 33,33 % zu erhöhen. Per 31. Dezember 2023 beträgt der Frauenanteil in beiden Gremien 0 %. Weiterhin legte der Gesellschafterausschuss fest, bis 2028 den Frauenanteil in der ersten und zweiten Ebene unterhalb der Geschäftsführung auf 30 % zu erhöhen. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Frauenanteil in beiden Ebenen gleichlautend 30,8 %. c) Sicherheit und Umwelt Als Hersteller hochwertiger Arzneimittel und Arzneimittelwirkstoffe tragen wir gegenüber Menschen und Umwelt eine besondere Verantwortung. Wir verstehen wirtschaftlichen Erfolg, Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, den effizienten Einsatz von Energie und sonstigen Ressourcen als gleichrangige Unternehmensziele. Vor diesem Hintergrund entwickeln und erzeugen wir Produkte, die sicher und umweltschonend hergestellt, gelagert, transportiert, vermarktet, verwendet und entsorgt werden. Nordmark ist seit 2007 nach der internationalen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert. Dieses Zertifikat ist weltweit akzeptiert und bestätigt Nordmark ein funktionsfähiges Umweltschutz-Management-System. Im November 2022 wurde Nordmark nach ISO 14001:2015 vom TÜV SÜD zum fünften Mal rezertifiziert. Die Laufzeit des aktuellen Zertifikates endet am 28.11.2025. Unsere Anlagen betreiben wir mit Sorgfalt, damit ein hoher Stand der Sicherheit sowie des Gesundheits- und Umweltschutzes gewährleistet werden kann. Wir verpflichten uns zu einer kontinuierlichen Verbesserung im Arbeits- und Umweltschutz sowie in der Energieeffizienz. Aktivitäten wie der Kauf von Ökostrom und die Einführung einer Energiemanagementsoftware sind erste Schritte, um in den nächsten Jahren klimafreundlich agieren zu können und zeigen die zunehmende Beachtung, die Nordmark den immer wichtiger werdenden Faktoren Nachhaltigkeit und Klimaschutz schenkt. Um den aktuellen gesetzlichen Anforderungen gemäß der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich gerecht zu werden, wurden die Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten an ein externes Expertenteam übergeben. C. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) a) Darstellung der wesentlichen Einzelrisiken In den letzten Jahren hat die pharmazeutische Industrie Unvorstellbares geleistet und mehrere Impfstoffe gegen COVID-19 bis zur Marktreife gebracht, doch auch durch das Ende der Pandemie reichen die wirtschaftlichen Folgen weit in die Zukunft. Die Erwartungen auf dem nationalen und internationalen Pharmamarkt bleiben dennoch, nicht zuletzt durch die anhaltende Nachfrage nach Medikamenten und Dienstleistungen durch die Veränderung der Altersstruktur in den Bevölkerungen der Industrienationen sowie die wachsende Weltbevölkerung, als optimistisch zu bezeichnen. Die nationalen gesetzlichen Änderungen, wie die Herabsetzung des gesetzlichen Rabattes auf Arzneien ohne Festbetrag und das Bestehen des Preismoratoriums, das bis zum 31. Dezember 2026 verlängert wurde, haben bisher keine spürbaren Auswirkungen auf unsere in- und ausländischen Kunden gezeigt. Durch die Positionierung in der Nische biologische und biotechnologische Wirkstoffe sehen wir uns auch für die Zukunft gut aufgestellt und erwarten keine wesentlichen Marktrisiken für die Segmente in unserem Kerngeschäft. Die Biotechnologie-Branche in Deutschland ist weiterhin von einer starken Entwicklung geprägt und der Marktanteil biologischer Arzneimittel hat sich in Deutschland in den letzten Jahren nahezu verdoppelt. Das Investitionsvolumen ist im Vergleich zu 2020 und 2021 zwar gesunken, bleibt aber auf Niveau der Prä-Pandemie stabil und konzentriert sich weniger auf COVID-19. Um den Absatz unserer eigenen Produkte zu steigern, werden Rabattverträge gemäß § 130 a Abs. 8 SGB V mit den Krankenkassen abgeschlossen. Teilweise sind die bei Nordmark hergestellten Nischenprodukte am Markt sehr lange etabliert. Nordmark geht aktiv auf diese Kunden zu, um anstehende Produktbereinigungen im gegenseitigen Interesse über einen vernünftigen Zeitraum zu vereinbaren. Risiken bestehen für die Nordmark mittelfristig im Verlust des wenig profitablen Umsatzes aus reiner Lohnherstellung. In diesem Bereich ist die Gesellschaft von der Marktstellung und Nachfrage der Abnehmer abhängig. Zugleich betreiben wir aktiv mit eigener Hand die Entwicklung von neuen Produkten und Produktionsverfahren. Dabei besteht grundsätzlich das Risiko, dass diese Entwicklungstätigkeiten, die sich für einzelne Projekte über Jahre erstrecken können, nicht erfolgreich abgeschlossen werden und die damit verbundenen Aufwendungen das Ergebnis belasten könnten. Nach wie vor steigen mit großer Geschwindigkeit internationale Qualitätsansprüche der Überwachungsbehörden in der Pharmaindustrie und auch die der Kunden. Grundsätzlich gilt es, diesen stetig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Um noch effizienter zu arbeiten und Prozesse kontinuierlich zu verbessern, wendet die Nordmark das LEAN Kaizen Konzept an. LEAN Kaizen ist eine leistungsstarke Methode zur kontinuierlichen Verbesserung von Abläufen. Unternehmen, die sich auf die Beseitigung von Verschwendung und die Optimierung ihrer Abläufe konzentrieren, können von Kosteneinsparungen, höherer Qualität und gesteigerter Wettbewerbsfähigkeit profitieren. Die Einbeziehung der Mitarbeitenden und die Betonung der kontinuierlichen Verbesserung machen LEAN Kaizen zu einer unverzichtbaren Strategie für Nordmark. Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Gesellschaft ist einem begrenzten Währungsrisiko ausgesetzt, da fast alle Geschäfte, sowohl im Einkauf als auch im Verkauf, in Euro abgewickelt werden. Für das Russlandgeschäft ist eine Gleitklausel bei sinkendem Rubel-Kurs vereinbart. Für US-Dollar Geschäfte im Beschaffungssektor Rohstoffe werden bei Bedarf zur Währungssicherung Devisengeschäfte, meist in Form von Devisentermingeschäften, abgeschlossen. Die Geschäftsbeziehungen mit den wesentlichen Kunden bestehen seit vielen Jahren und sind durch Lieferverträge, die meist über mehrere Jahre laufen, abgesichert. b) Pandemiebedingte Risiken (Covid-19), Russland-Ukraine-Konflikt sowie IT- Sicherheit Nachdem die weltweite Ausbreitung des Coronavirus drei Jahre in Folge Beeinträchtigungen in sämtlichen Bereichen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens mit sich brachte, relativierte sich die Lage und die Pandemie wurde im April 2023 für beendet erklärt. Die von der Geschäftsleitung eingeführte Beobachtergruppe stellte daraufhin ihre Tätigkeit ein. Sowohl für die deutsche Wirtschaft als auch für das deutsche Gesundheitswesen blieben wichtige Fragen und Probleme, die durch die Pandemie nur viel schneller an die Oberfläche gekommen sind, weiterhin unbeantwortet oder ungelöst. So bestehen bei vielen Unternehmen erhebliche Abhängigkeiten bei Rohstoffen, Vor- und Fertigprodukten, die Produktion vor Ort ist von langen Lieferzeiten und stark gestiegenen Kosten geprägt. Um dem entgegenzuwirken und die Produktion abzusichern, wurden zu erwartende Lieferengpässe bei einigen Einsatzstoffen durch entsprechende Bevorratung und/oder durch Etablierung von Alternativherstellern bzw. -lieferanten begegnet, so dass Nordmark seine Liefertermintreue teilweise sogar noch verbessern konnte. Die angespannte Lage des aktuellen Russland-Ukraine Konfliktes hält die Welt weiterhin in Atem. Die daraus entstandene Energiekrise wurde durch politische Bemühungen in der Akutphase zwar bewältigt und die Versorgung der Energien von Strom und Gas ist derzeit wieder sichergestellt, allerdings zu erheblich höheren Kosten als vor dem Krieg. Um die Erfassung unserer Energieverbräuche zu optimieren sowie Verbesserungsmaßnahmen kontinuierlich voranzutreiben, hat die Nordmark die Stelle des Energiemanagers etabliert. Dank intensiver Bemühungen des Energieteams konnten die Gas- und Stromlieferverträge für die kommenden drei Jahre fixiert werden. Dem Risiko aus der Bedrohung unserer IT-Systeme als Wirtschaftsunternehmen durch Cyber Kriminalität haben wir durch die Einführung von nachhaltigen Maßnahmen im Bereich IT-Security, z.B. Netzwerksegmentierung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, externe Audits und Sensibilisierung unser Mitarbeiter durch verpflichtende Schulungen, Rechnung getragen. c) Zusammenfassende Darstellung der Risikolage Soweit sie im Einflussbereich der Gesellschaft liegen, sind zu den Risiken Maßnahmen ergriffen bzw. definiert worden, um die Auswirkung der Risiken bei einem Eintreten zu minimieren bzw. zu verhindern. Zusammengefasst kann daher festgestellt werden, dass zum 31. Dezember 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert wurden. D. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Chancen der künftigen Entwicklung (Prognosebericht) a) Darstellung der Prognosen Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition mit unseren Kernprodukten betrachten wir als gefestigt. Die erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungsprojekten - in Eigenregie oder in Kooperation mit Kunden - und die Etablierung der Produktion von weiteren Wirkstoffen im Bereich unserer Kernkompetenz werden eine entscheidende Rolle für die langfristige Zukunft der Gesellschaft spielen. Durch die in der Pharmabranche üblichen sehr langfristigen Entwicklungszyklen bedarf es der Gesellschaft dauerhaft an kompetenten Faktoren, die diese Projekte auf Dauer begleiten können. Wir sehen uns dabei sehr gut aufgestellt. Im Bereich der pankreatinhaltigen Produkte wird das hohe Niveau der vergangenen Jahre gehalten und um einen Umsatzzuwachs von 7 % sogar noch gesteigert. Der Bereich der Kollagenase bleibt mit einem Rückgang von nur 1% auf dem Niveau des Berichtsjahres, während im Bereich der Dienstleistungen mit einem erneuten Anstieg von 7 % gerechnet wird. Der bereits im Berichtsjahr erwartete Produktionsstart eines vielversprechenden Wirkstoffes verschiebt sich in das vierte Quartal 2024. Zusätzlich startet im Sommer des laufenden Jahres die Produktion eines weiteren umsatzstarken neuen Produktes. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Geschäftsjahr 2024 werden die Schwerpunkte der Investitionen in erster Linie in Anlagen und Maschinen in den Bereichen der Pharma- und Wirkstoffbetriebe sowie in der Umsetzung von IT Projekten liegen. Zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und um zusätzlichen Anforderungen von Behörden Rechnung zu tragen wird außerdem in den Ausbau und Umbau von Produktionsstätten sowie der Werksinfrastruktur investiert. Neue Absatzkanäle mit gutem Wertschöpfungspotential sind in Bearbeitung. So wird uns neben dem Kerngeschäft rund um die Extrakte auch die Initiierung neuer Produkte auf Basis der Biotechnologie beschäftigen. Im Oktober 2024 wird die Nordmark wiederholt mit einem Stand auf der Fachmesse CPHI in Mailand vertreten sein. Die Entwicklung des Unternehmens für das Jahr 2024 beurteilen wir positiv. Wie oben beschrieben, wird Nordmark immer stärker als Partner für die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten und für Neuentwicklungen wahrgenommen. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir wieder ein Ergebnis vor Berichtsjahresniveau. Der prognostizierte Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024 liegt aktuell bei EUR 6 Mio. Ein erneuter Anstieg der Umsatzerlöse von 10 % sowie die moderate Erhöhung der Beteiligungserträge werden maßgeblich zu dem guten Ergebnis beitragen. Die Verlustübernahme der verbundenen Unternehmen, die das Ergebnis im Berichtsjahr stark belastete, wird im laufenden Jahr deutlich zurückgehen. Getrieben durch das Umsatzwachstum und die anhaltenden Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt, wird der Posten Materialaufwendungen erneut eine starke Zunahme verzeichnen. Die zu erwartenden Auswirkungen aus den im laufenden Jahr anstehenden Tarifverhandlungen lassen die Personalkosten weiter steigen. Zusätzlich werden sich die durch die Umsetzung der geplanten Investitionen entstehenden Aufwendungen für Abschreibungen leicht erhöhen. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Bezüglich der Risiken verweisen wir auf unseren Risikobericht. b) Beurteilung der Prognosen Die Umsatzerlöse und auch die Erträge aus Beteiligungen sind im Jahr 2023 erwartungsgemäß gestiegen. Die steigenden Personalkosten minderten - wie prognostiziert - das Ergebnis. Das erwartete Jahresergebnis auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 ist allerdings nicht eingetreten. Stattdessen weist die Gesellschaft durch massive Preiserhöhungen deutlich gestiegene Kosten in den Bereichen Materialaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Letztere erhöhten sich zusätzlich durch die Einstellung eines geplanten Projektes und die daraus resultierende Umbuchung aus dem Anlagevermögen in die Kosten. Des Weiteren belasteten Sondereffekte in den verbundenen Unternehmen und die einhergehenden Verlustübernehmen dieser, das Ergebnis stark und führten letzten Endes zu einem unerwarteten Jahresfehlbetrag im Berichtsjahr.
Uetersen, den 13. März 2024 Die Geschäftsführung Jörg Clemens Dr. Henning Mallwitz Richard Nagorny Dr. Jörn Tonne Bilanz vom 01.01.2023 - 31.12.2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Nordmark Pharma GmbH, Uetersen, Amtsgericht Pinneberg, HRB 15550 PI wurde zum 31. Dezember 2023 gemäß HGB sowie nach einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 i.V.m. § 267 Abs. 4 S.2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen und den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, linear zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus einer Abfindungszahlung an einen ausscheidenden Gesellschafter. Es wurde eine Nutzungsdauer von 15 Jahren gewählt da davon ausgegangen wird, dass pharmazeutische Produkte einen längeren Lebenszyklus besitzen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die bis 2010 angeschafften Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden sowohl degressiv als auch linear abgeschrieben. Für Zugänge ab 2011 bis 2019 sowie ab 2023 wurde grundsätzlich eine lineare Abschreibung vorgenommen. Für die Zugänge in den Jahren 2020 bis 2022 wurden sowohl degressive als auch lineare Abschreibungen in Anspruch genommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 10 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre, bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Angeschaffte geringwertige Anlagegüter bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen erfolgt der Ansatz der Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert werden nur dann vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten (durchschnittliche Einstandspreise) bewertet und gegebenenfalls wertberichtigt, um eine verminderte Verbrauchsfähigkeit zu berücksichtigen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie Verwaltungs- und Sozialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,71 % (i.Vj. 0,76 %) auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Bei den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag sind, ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Bewertung erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines zukünftigen Einkommenstrends von 3 % p.a., eines Rententrends von 2,0 % p.a. und einer Beitragsbemessungsgrenzen-Dynamik von 2,75 %. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck angewendet. Als Rechnungszins wurde, der von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,82 % zugrunde gelegt. Durch Verlängerung des Zeitraums für die Durchschnittsermittlung des Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre (1,74 %) hat sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 305 ergeben. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die langfristigen sonstigen Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. 3. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes bei den Finanzanlagen ist der folgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. Angaben zum Anteilsbesitz
1 Zwischen der Nordmark Pensionsverwaltungs GmbH
und der Nordmark Pharma GmbH besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 664 (i.Vj. TEUR 566) enthalten. Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 197 (i.Vj. TEUR 193) enthalten. Latente Steuern sind im ausgewiesenen Steueraufwand nicht enthalten. Insgesamt erwartet die Nordmark Pharma GmbH zum 31. Dezember 2023 aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden eine zukünftige Steuerentlastung. Die Ermittlung der steuerlichen Entlastung erfolgt auf Basis des Steuersatzes von 29,4 %, der sich aus dem Körperschaftssteuersatz von 15,0 %, dem Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % von der Körperschaftsteuer und des Gewerbesteuersatzes von 13,6 % zusammensetzt. In Ausübung des Wahlrechtes aus § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde der bestehende Aktivüberhang nicht aktiviert. Die latenten Steuern beruhen auf Differenzen in den folgenden Positionen:
Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung wurde aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2022 ein Betrag in Höhe von TEUR 4.215 in die Rücklagen eingestellt und TEUR 2.897 an die Gesellschafterin ausgeschüttet. Die sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen für ausstehende Gutschriften, Jubiläumsgelder, Urlaubsansprüche, ausstehende Rechnungen, Sondervergütungen, Personalverpflichtungen, Chargenproben und Subsidiärverpflichtung im Zusammenhang mit Pensionsleistungen gebildet. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:
Die Einlagen stiller Gesellschafter sind mit einer Bankbürgschaft gesichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wie im üblichen Umfang branchenübliche Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 1.161 (i. Vj. TEUR 2.280) gegenüber der Gesellschafterin. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen/außerbilanzielle Geschäfte aus Leasingverträgen und aus Bestellobligos in Höhe von insgesamt TEUR 54.547 (i.Vj. TEUR 39.265). Die Verpflichtungen 2024 teilen sich in Höhe von TEUR 40.363 (2024), in Höhe von TEUR 13.567 (2025-2028) und in Höhe von TEUR 617 (2029-2032) auf. Davon bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus einem Immobilienleasingvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren für 2024 in Höhe von TEUR 453 (i.Vj. TEUR 483), für den Zeitraum 2025 bis 2028 in Höhe von TEUR 1.468 (i.Vj. TEUR 1.609) und für den Zeitraum 2029 bis 2031 in Höhe von TEUR 589 (i.Vj. TEUR 900). Die genannten Verträge wurden mit dem Zweck geschlossen, eine langfristige Kapitalbindung zu vermeiden. In kommenden Jahren kann eine Verpflichtung gegenüber der BASF Pensionskasse VVaG in unbestimmter Höhe entstehen. Hierbei wird es sich um einen Solvabilitätszuschlag handeln, der durch negative Kapitalmarktentwicklungen und die daraus resultierende Deckungslücke entsteht. Die Höhe der Verpflichtung kann aktuell nicht verlässlich geschätzt werden. Ebenso kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht ermittelt werden, ob sich eine solche Verpflichtung zukünftig ergeben wird. Zur Insolvenzsicherung von Langzeitkonten wurde im Geschäftsjahr 2011 eine Rahmen-Treuhandvereinbarung auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die entsprechenden Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.829 (i.Vj. TEUR 8.942) und die zugehörigen Forderungen in Höhe von TEUR 9.829 (i.Vj. TEUR 8.942) gegenüber dem Treuhänder wurden auf Grund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten zu einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB i. V. m. § 285 Nr. 23 HGB zusammengefasst. In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Zahlungen, soweit sie Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Verträge aufgelöst. 4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 121.466 (i.Vj. TEUR 110.434) verteilen sich wie folgt:
b) Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 257) bestehen. c) Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung Im Berichtsjahr wurde seitens der Gesellschaft entschieden, geplante Investitionen in das Anlagevermögen nicht weiterzuverfolgen. Die bis dahin aufgelaufenen Kosten in Höhe von TEUR 1.161 belasten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In den Personalaufwendungen des Berichtsjahrs sind tarifliche Zahlungen von Inflationsausgleichsprämien an die Mitarbeiter mit rund TEUR 1.800 enthalten. Aufgrund der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes und den damit einhergehenden zukünftigen Rentenerhöhungen wurden bereits im Berichtsjahr entsprechende Anpassungsbuchungen in Höhe von TEUR 828 vorgezogen. Eine verpflichtende turnusmäßige Anpassung der Betriebsrenten hätte erst im Jahr 2025 erfolgen müssen. 5. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:
Das im Geschäftsjahr 2023 erfasste Abschlussprüferhonorar beträgt TEUR 58 (i.Vj. TEUR 56) und betrifft die Abschlussprüfungsleistungen für die Prüfung des Einzelabschlusses der Gesellschaft. Die Geschäftsführung obliegt den Geschäftsführern:
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Die gewährten Gesamtbezüge für Mitglieder des Aufsichtsrats betragen im Berichtsjahr TEUR 18. Die Nordmark Arzneimittel Holding GmbH & Co. KG, Uetersen stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2023 einen gem. § 291 Abs. 1 i.V.m. § 291 Abs. 2 S.1 Nr. 4 Buchst. a bis c HGB befreienden Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis auf. Eine Veröffentlichung erfolgt im Unternehmensregister. Die Nordmark Pharma GmbH ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der Bibitec GmbH & Co. KG, Bielefeld. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag wie folgt zu verwenden:
Uetersen, den 13. März 2023 Jörg Clemens Dr. Henning Mallwitz Richard Nagorny Dr. Jörn Tonne Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bericht des Aufsichtsratsder Nordmark Pharma GmbHDer Aufsichtsrat berichtet nachfolgend über die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 (01. Januar bis 31. Dezember 2023). Beratung und Überwachung der Geschäftsführung Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2023 die Geschäftsführung der Nordmark Pharma GmbH kontinuierlich überwacht und die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat konnte sich dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Die Geschäftsführung ist ihren Informationspflichten nachgekommen und unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen. Hierzu zählten die Lage des Unternehmens, insbesondere die Ertrags-, Finanz-, Vermögens- und Personalsituation sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie und des Marktumfelds sowie aktuelle Übersichten über den Stand der Vertriebsaktivitäten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind vom Aufsichtsrat im Plenum auf Basis der Berichte der Geschäftsführung intensiv erörtert worden. Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Geschäftsführung auch außerhalb von Sitzungen in regelmäßigem Kontakt, um sich über wesentliche Entwicklungen zu informieren. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung - nach gründlicher Prüfung und Beratung - sein Votum abgegeben. Die zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2023 beauftragte PKF Fasselt Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte (PKF) hat den von der Geschäftsführung nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht der Nordmark Pharma GmbH geprüft. Der Abschlussprüfer berichtete in der Sitzung des Aufsichtsrats am 24.04.2023 über seinen Auftragsumfang, den Ablauf der Prüfung sowie über bedeutsame Feststellungen aus der Prüfung. Er stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nach Prüfung und Diskussion waren keine Einwendungen zu erheben. Wesentliche Inhalte der Aufsichtsratssitzungen und -beschlüsse im Berichtszeitraum (1. Januar bis 31. Dezember 2023) Im Berichtsjahr fanden drei ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrats lag jeweils bei 100 Prozent. Die Mitglieder der Geschäftsführung haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. In der Sitzung am 31.03.2023 stellte die Geschäftsführung den Jahresabschluss der Nordmark Pharma GmbH per 31.12.2022 vor. Der Umsatz lag mit 111,9 Mio.€ gut 1,6 Mio.€ unter Plan (113,5 Mio.€), der Jahresüberschuss mit 7,1 Mio.€ um 1,6 Mio.€ über Plan (5,5 Mio.€). Der Jahressabschluss wurde ausgiebig erörtert. Anschließend berichtete die Geschäftsführung über die aktuelle Geschäftslage des Geschäftsjahres 2023. In der Sitzung am 15.09.2023 berichtete die Geschäftsführung über die aktuelle Geschäftslage des Geschäftsjahres 2023. Per August lag der Umsatz, durch Lieferverschiebungen in spätere Monate und das Folgejahr, mit 85,7 Mio.€ um 2,1 Mio.€ unter Plan (87,8 Mio.€), der Jahresüberschuss, auf Grund reduzierter Standortkosten und hoher Beteiligungsergebnisse, mit 7,8 Mio.€ um 1,5 Mio.€ über Plan (6,3 Mio.€). Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 126 Mio.€ (Plan 128 Mio.€) und einen Jahresüberschuss von rund 7,8 Mio.€. (Plan 7 Mio.€). In der Sitzung am 13.12.2023 berichtete die Geschäftsführung zur aktuellen Geschäftslage des Geschäftsjahres 2023. Per November liegt der Umsatz, insbesondere bedingt durch verschobene Auslieferungen, mit 116,3 Mio.€ rund 3,3 Mio.€ unter Plan (119,6 Mio.€), der Jahresüberschuss trotz reduzierter Standortkosten mit 6,3 Mio.€ um 1,6 Mio.€ unter Plan (7,9 Mio.€). Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rund 126,4 Mio.€ (Plan 128 Mio.€) und einen Jahresüberschuss von ca. 6,9 Mio.€. (Plan 7,0 Mio.€).
Bad Säckingen, 24.04.2024 Ulf Tonne, Vorsitzender des Aufsichtsrats Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am: 24. April 2024. Der Gewinn wird wie folgt verwendet: Der Jahresüberschuss der Nordmark Pharma GmbH unter Berücksichtigung der ggf. anteiligen Ergebnisse aller Gesellschaften gemäß §19 (3) des Gesellschaftervertrages ("konzerndimensionaler Überschuss") des Geschäftsjahres 2023 beträgt 1.841.957,01 EUR. Die Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafterausschuss vor, den ausgewiesenen Jahresfehlbetrag in Höhe von 236.588,10 EUR in voller Höhe aus der Gewinnrücklage auszugleichen und darüber hinaus von der Ausschüttungsbasis von 1.841.957,01 EUR (i) gemäß § 19 (3) Gesellschaftsvertrag 35,0 % (644.684,95 EUR), und (ii) gemäß des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 15.12.2022 65% der Zinsen der Kapitalkonten II für das Geschäftsjahr 2023 (405.358,84 EUR), also insgesamt 57,01% (1.050.043,79 EUR) aus der Gewinnrücklage an die Nordmark Arzneimittel Holding GmbH & Co.KG auszuschütten. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Nordmark Pharma GmbH, Uetersen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Nordmark Pharma GmbH, Uetersen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) sowie den Entgeltbericht nach § 21 Entgelttransparenzgesetz. Im Zusammenhang mit unserer Abschlussprüfung haben wir die Verantwortlichkeit, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 20. März 2024 PKF
Fasselt Partnerschaft mbB
Prof. Dr. Winzker, Wirtschaftsprüfer Teske, Wirtschaftsprüferin |
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