FCA GERMANY AGLiquidiert

65428 Rüsselsheim am Main, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 102673
Vorher
Fiat Automobil AktiengesellschaftFiat Group Automobiles Germany AG
Eingetragen
12.5.1948
Branche
Herstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenHerstellung von Nutzkraftwagen und Nutzkraftwagenmotoren
Gegenstand
Die Herstellung, der Vertrieb, die Reparatur und die sonstige Verwertung von Kraftfahrzeugen aller Art, Maschinen, Apparaten und Werkzeugen sowie von Bestandteilen und Zubehörstücken solcher Gegenstände. Gegenstand der Gesellschaft ist weiterhin die Entwicklung und der Verkauf von Serviceleistungen, die mittelbar oder unmittelbar dem Automobilsektor dienen, insbesondere - Vermarktung von Versicherungsleistungen und Full-Service-Dienstleistungen innerhalb und außerhalb von Konzernprodukten - Marketingdienstleistungen im Automobilbereich und angrenzender Geschäftsbereiche - Dienstleistungen bezüglich Internet- und e-Business/EDV-Produkten - Entwicklung und Vermarktung von Mobilitätsprodukten samt innovativer Serviceleistungen für den Handel und Endkunden.

Historie

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Management

NameRolle
Sascha Wolfinger
seit 1.11.2021
Prokura
Vorstandsmitglied
Luigi Saia
seit 1.11.2021
Prokura
Etienne Haur
seit 1.11.2021
Prokura
Harald Koch
seit 1.11.2021
Prokura
Julia Eberts
seit 1.11.2021
Prokura
Frank Spröte
seit 1.11.2021
Prokura
Davide Giovanni Ivac
seit 1.11.2021
Prokura
Johannes Alings
seit 1.11.2021
Prokura
Carlo Saracco
seit 1.11.2021
Prokura
Niccolò Biagioli
seit 1.11.2021
Prokura
Prokura
Debortoli Roberto
seit 1.11.2021
Prokura
Rebecca Reinermann
seit 1.11.2021
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

FCA GERMANY AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

A. Grundlage des Unternehmens

Die FCA Germany AG, Frankfurt am Main (im Folgenden: auch die Gesellschaft), importiert und vertreibt deutschlandweit Fahrzeuge, Ersatz- und Zubehörteile sowie entsprechende Serviceleistungen der Marken Fiat Pkw, Fiat Professional, Alfa Romeo, Abarth und Jeep.

Der Vertrieb der Fahrzeuge erfolgt an selbstständige Vertragshändler, an die Tochtergesellschaft FCA Motor Village Germany GmbH, Frankfurt am Main, an direkte Großkunden- und Flottengeschäfte sowie an Aufbauhersteller.

Konzernstruktur

Die FCA Germany AG ist eine 99%ige Tochter der FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, und 1%ige Tochter der FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz. Die FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz, ist wiederum im Alleineigentum der FCA Italy S.p.A., Turin, Italien.

Die Gesellschaft hält direkt oder indirekt drei weitere Gesellschaften des Konzerns. Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge bestehen mit der FCA Motor Village Germany GmbH, Frankfurt am Main, sowie mit der FCA Versicherungsservice GmbH, Heilbronn.

Oberstes Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande, in deren Konzernabschluss die FCA Germany AG und ihre Tochtergesellschaften einbezogen werden.

Der Jahresabschluss der FCA Germany AG basiert auf den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsrechts (HGB). Im Gegensatz dazu erfolgt die Steuerung des Unternehmens auf Basis von Standardkosten und die Berichterstattung an die FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS).

B. Wirtschaftsbericht

Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft ist 2019 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1 das zehnte Jahr in Folge gewachsen. Die konjunkturelle Dynamik hat sich allerdings merklich verlangsamt. Dies ist insbesondere auf die Schwäche der Industrie zurückzuführen. Die gesamtwirtschaftliche Leistung, das Bruttoinlandsprodukt (BIP), nahm im Jahr 2019 um 0,6 Prozent zu. Dies war deutlich weniger als in den fünf vorangegangenen Jahren, in denen das BIP um durchschnittlich etwa 2,0 Prozent pro Jahr stieg.

Zum Jahreswechsel hat die deutsche Wirtschaft ihre konjunkturelle Schwächephase noch nicht überwunden. Nach Analyse des Sachverständigenrates der Bundesregierung war das Wachstum Ende 2019 sogar leicht negativ und dürfte erst im Jahresverlauf 2020 wieder stärker anziehen 2 . Für 2020 erwarten die sogenannten "Wirtschaftsweisen" ein Wachstum des BIP von 0,9 Prozent.

Weiterhin positiv stellt sich die Entwicklung beim Konsum dar. Wie bereits in den Vorjahren gingen auch 2019 vonseiten des privaten Konsums die größten Wachstumsbeiträge aus - er stieg um 1,6 Prozent 3 . Vor allem die gute Arbeitsmarktlage und die damit verbundenen Zuwächse der verfügbaren Einkommen stützen die Konsumnachfrage. Nach Berechnungen des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung 4 sind die Tarifgehälter 2019 um durchschnittlich drei Prozent gestiegen und damit erneut stärker als die Verbraucherpreise. Die Inflationsrate wird im Jahr 2019 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes voraussichtlich bei 1,4 Prozent liegen nach 1,8 Prozent im Vorjahr. Für den nachlassenden Preisauftrieb spielten rückläufige Kraftstoffpreise eine wichtige Rolle. Hinzu kommen die historisch niedrigen Zinsen, die die Budgets der privaten Haushalte entlasten.

Der Arbeitsmarkt reagierte auf die konjunkturelle Abschwächung robust, Spuren sind jedoch erkennbar. So haben sich Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zwar weiter erhöht, allerdings nicht mehr so stark wie in den Jahren zuvor. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 5 hat die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2019 um 402.000 oder 0,9 Prozent auf 45,26 Millionen zugenommen. Damit erreichte die Erwerbstätigkeit ihren höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 774.000 Arbeitsstellen gemeldet, 22.000 oder 3 Prozent weniger als vor einem Jahr 6 .

1 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 15.1.2020; https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2020/2020115-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2020.html
2 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/ jg201920/JG201920_01_Konjunktur.pdf
3 Statistik des BMWI: "Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Lage", Januar 2020
4 https://www.boeckler.de/wsi_blog_123508.htm
5 Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt Dezember und Jahr 2019, Seite 38
6 Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt Dezember und Jahr 2019, Seite 42

Der Markt für Kraftfahrzeuge 2019 in Deutschland

Nach Statistik 7 des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) ist der deutsche Kfz-Markt 2019 deutlich gewachsen. Insgesamt wurden 3.607.258 Fahrzeuge neu zugelassen, rund 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Zulassungen erreichte damit den höchsten Stand seit 2009 (3,8 Mio.). Dabei entfiel knapp ein Drittel aller Neuzulassungen auf die Segmente SUV und Geländewagen. Beide Kategorien verzeichneten im Vergleich zu 2018 deutliche Zuwächse: SUVs mit einem Plus von 21,0 Prozent und Geländewagen mit plus 20,3 Prozent.

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (59,2 Prozent) lag laut KBA 8 leicht unter dem Vorjahresniveau (62,4 Prozent); das ist im 10-Jahres-Vergleich trotzdem das zweithöchste Volumen. Der Anteil dieselbetriebener Pkw wies in der Jahresbilanz 32,0 Prozent (Vorjahr: 32,3 Prozent) auf. Die alternativen Antriebsarten schlossen das Jahr 2019 fast ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Fahrzeuge mit Hybridantrieb (239.250/+83,7 Prozent) lagen bei einem Anteil von 6,6 Prozent, darunter die Plug-inHybride (45.348/+44,2 Prozent) bei einem Anteil von 1,3 Prozent. Elektro-Pkw (63.281/+75,5 Prozent) konnten einen Anteil von 1,8 Prozent ausweisen. Erdgasbetriebene Pkw (7.623/-29,4 Prozent) und flüssiggasangetriebene Pkw (7.256/+55,6 Prozent) waren mit einem Anteil von je 0,2 Prozent vertreten.

Auch für die Importeure war 2019 ein gutes Jahr in Deutschland. Die internationalen Hersteller haben nach Zahlen des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) 9 im zurückliegenden Jahr in Deutschland 1,4 Millionen Pkw abgesetzt. Das sind rund 70.000 Fahrzeuge oder gut 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihr Marktanteil lag damit stabil bei knapp 39 Prozent. Vier von zehn neuen Autos in Deutschland tragen das Logo einer internationalen Marke.

Laut KBA machten im Jahr 2019 gewerbliche Zulassungen 65,5 Prozent (+8,1 Prozent) aus, 34,5 Prozent (-0,4 Prozent) der Neuwagen wurden privat zugelassen. Damit verschob sich das Verhältnis leicht in Richtung der gewerblichen Zulassungen. Die Importmarken steigerten nach Zahlen des VDIK 10 ihren Privatmarktanteil im Gesamtjahr auf gut 46 Prozent. Die zweite wichtige Säule der Zulassungen bilden die Flottenverkäufe, die 2019 deutlich zulegten und einen Anteil von 28 Prozent am Gesamtmarkt haben.

7 Pressemeldung des KBA vom 6.1.2020, https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/Fahrzeugzulassungen/pm01_2020_n_12_19_pm _komplett.html?nn=2562684
8 Pressemeldung des KBA vom 6.1.2020, https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/Fahrzeugzulassungen/pm01_2020_n_12_19_pm _komplett.html?nn=2562684
9 Pressemeldung des VDIK vom 6.1.2020, https://www.vdik.de/361-millionen-neue-pkw-automarkt-2019-erreicht-rekordniveau/
10 Pressemeldung des VDIK vom 6.1.2020, https://www.vdik.de/361-millionen-neue-pkw-automarkt-2019-erreicht-rekordniveau/

Geschäftsverlauf

Der Erfolg der Gesellschaft wird vor allem an der Anzahl der Zulassungen, dem Marktanteil sowie der Anzahl der verkauften Neufahrzeuge gemessen. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis.

Zulassungen der Pkw-Marken der Fiat Chrysler Gruppe in Deutschland

Im Geschäftsjahr 2019 erzielten die von FCA Germany AG vertriebenen Marken 109.714 Zulassungen in Deutschland und damit eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von 5,5 Prozent. Damit entwickelten sich die Verkäufe der von FCA Germany AG vertretenen Marken etwas besser als der Gesamtmarkt (+5,0 Prozent).

Der Marktanteil für die Fiat Chrysler Gruppe beträgt unverändert 3,0 Prozent.

Fiat/Abarth

Die Marke Fiat verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 eine Steigerung auf 89.005 Neuzulassungen (+9,3 Prozent gegenüber 2018). Dies entsprach einem Marktanteil von 2,5 Prozent. In diesem Wert des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) enthalten sind die Fahrzeuge aus dem Bereich Fiat Professional, die als Wohnmobile beziehungsweise als Pkw zugelassen wurden. Bestseller im Geschäftsjahr 2019 waren wiederum die Baureihen Fiat 500/Abarth 500 mit einem starken Wachstum von 18,7 Prozent auf 37.503 Einheiten.

Alfa Romeo

Die Marke Alfa Romeo zählte insgesamt 4.146 Zulassungen in 2019, ein Rückgang gegenüber dem Jahr 2018 um 23,7 Prozent. Markeninterner Bestseller war wiederum der Alfa Romeo Stelvio, das erste SUV der Marke, mit 2.164 registrierten Neuzulassungen.

Jeep

Jeep verzeichnete im immer stärker umkämpften SUV-Markt insgesamt 16.563 Neuzulassungen. Dies bedeutete ein Minus von 3,3 Prozent. Die meisten Zulassungen verzeichnete mit 5.862 Einheiten der Jeep Compass.

Fiat Professional

Die Transporter-Marke von der FCA Germany AG hat zwei klar definierte Angebotsschwerpunkte: Gewerblich genutzte Transporter für Handel und Industrie und Fahrgestelle für Wohnmobilhersteller. Mit dieser Fokussierung ist der Unternehmensbereich auch auf dem deutschen Markt seit Jahren erfolgreich.

Fiat Professional steigerte die Zulassungen in 2019 gegenüber 2018 von 46.207 auf 50.232 Zulassungen (nach Fiat-Abgrenzung inklusive Camper und als Pkw zugelassene Nutzfahrzeuge). Dies entspricht einem Marktanteil von 11,2 Prozent (2018: 11,1). Der Bereich der Camper schloss mit einem Marktanteil von 56,4 Prozent und 30.349 11 Einheiten (2018: 28.343) ab.

Fiat Professional ist damit hinter VW, Mercedes und Ford die viertstärkste Kraft auf dem deutschen Markt für leichte Nutzfahrzeuge und verteidigt damit den Status "Importeur Nummer 1".

11 Neuzulassungen der Reisemobile in Deutschland nach Basisfahrzeugherstellern und Quartalen 2019, CIVD-Info 2/2020

Entwicklung der verkauften Neufahrzeuge

Die Verkäufe teilen sich auf die von der FCA Germany AG vertriebenen Marken wie folgt nach Einheiten auf:

Marke IST 2019 in % IST 2018 in %
Fiat Professional 62.914 45,6 66.483 48,9
Fiat Pkw 50.993 36,9 43.651 32,1
Jeep 16.044 11,6 16.735 12,3
Alfa Romeo 4.138 3,0 4.842 3,6
Abarth 3.942 2,9 4.289 3,1
TOTAL 138.031 100,0 136.000 100,0

C. Darstellung der Lage

Ertragslage

2019
Mio. Euro
2018
Mio. Euro
Veränderung
Mio. Euro
Umsatzerlöse 2.575,6 2.676,8 -101,2
Materialaufwand -2.321,7 -2.396,2 74,5
Rohgewinn 253,9 280,6 -26,7
Personalaufwand -30,7 -33,9 3,2
Übrige Aufwendungen und Erträge -191,5 -225,7 34,2
Betriebsergebnis 31,7 21,0 10,7
Beteiligungsergebnis -14,8 -9,9 -4,9
Zinsergebnis 4,4 7,3 -2,9
Ertragssteuern -4,5 -2,0 -2,5
Jahresüberschuss 16,8 16,4 0,4

Im Berichtsjahr sind die Umsatzerlöse trotz gestiegener Absatzzahlen gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Preisnachlässe gesunken. Dies konnte durch niedrigere Materialaufwendungen, im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Abschreibungen auf Vorräte teilweise kompensiert werden. Dennoch sank der Rohgewinn gegenüber dem Vorjahr um 26,7 Mio. Euro (- 9,5 Prozent).

Das Betriebsergebnis hat sich aufgrund von deutlich niedrigeren Marketing- und Garantieaufwendungen sowie durch niedrigere Personalaufwendungen deutlich verbessert (+10,7 Mio. Euro bzw. +51,0 Prozent).

Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Übernahme des Verlustes der Tochtergesellschaft FCA Motor Village Germany GmbH.

Bei gestiegenem Gesamtmarkt und starkem Wettbewerb konnte das Berichtsjahr erneut mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 16,8 Mio. Euro abgeschlossen werden. Die im Lagebericht 2018 prognostizierte leichte Steigerung des Umsatzes wurde wegen umfangreicher Kaufanreize in Form von Rabatten nicht erreicht, jedoch erwirtschafte die Gesellschaft durch Kosteneinsparungen einen Jahresüberschuss in der erwarteten Größenordnung.

Finanzlage

Das kurzfristige Netto-Umlaufvermögen (Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital) beläuft sich auf 160,2 Mio. Euro (Vorjahr: 146,3 Mio. Euro). Darin enthalten sind CashPool-Forderungen in Höhe von 119,2 Mio. Euro, auf die die Gesellschaft jederzeit zugreifen kann. Die Festgeldanlagen bei der Fiat Chrysler Finance Europe S.A., Luxemburg, von 520,6 Mio. Euro werden zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr 2020 zur Rückzahlung fällig, so dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr deutlich um 82,5 Mio. Euro auf 1.003,1 Mio. Euro gestiegen.

Der Neuwagenbestand sank, mit Ausnahme von Fiat Professional, deutlich um 79,5 Mio. Euro auf 93,5 Mio. Euro aufgrund weniger Einheiten (insgesamt -4.249 Einheiten).

Durch ein verringertes Geschäft mit Autovermietungsgesellschaften mit vereinbarter Rückkaufverpflichtung wurden weniger Einheiten in 2019 zurückgenommen. Dies und ein weiterhin konsequenter Abverkauf von Gebrauchtwagen führte zu einer signifikannten Verringerung des Gebrauchtwagenbestands um 20,8 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sind um 47,5 Mio. Euro auf 76,3 Mio. Euro und gegen verbundene Unternehmen um 179,7 Mio. Euro auf 740,2 Mio. Euro gestiegen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind Finanzforderungen aus kurzfristigem Festgeld und Cash-Pooling, welche einen Großteil der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausmachen (86,4 Prozent).

Durch den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 16,8 Mio. Euro verzeichnete das Eigenkapital insgesamt einen Anstieg um 16,8 Mio. Euro auf 185,0 Mio. Euro.

Bei gestiegener Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 18,4 Prozent (Vorjahr: 18,3 Prozent). Das Eigenkapital wird von der FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, mit 99 Prozent gehalten. Es handelt sich um Namensaktien.

Der Anstieg der gesamten Rückstellungen um 7,7 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Händlerboni und -prämien. Gegenläufig wirkten sich niedrigere Rückstellungen für Garantieleistungen, für drohende Verluste aus bestehenden Rückkaufvereinbarungen aus dem Geschäft mit Autovermietungsgesellschaften sowie gesunkenen Pensionsverpflichtungen aus.

Die Vermögens- und Finanzlage wird abschließend als sehr gut und die Ertragslage solide beurteilt.

D. Risiko-, Chancen und Prognosebericht

Risikomanagement

Die FCA Germany AG ist als Konzerngesellschaft der Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande, seit Jahren in das konzerneinheitliche Risikomanagement eingebunden. Eine Überprüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit erfolgt regelmäßig durch die internen Risikobeauftragten und eine konzerninterne Kontrollstelle (Group Controls Assurance). Im Fall von Abweichungen zur geplanten Entwicklung können so unverzüglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Als Tochtergesellschaft der international tätigen FCA Italy S.p.A, Turin, Italien, nutzt die FCA Germany AG deren international eingesetzte Planungsinstrumente.

Die Früherkennung von Risiken ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Das primäre Beobachtungsfeld der FCA Germany AG konzentriert sich auf die Entwicklung der Nachfrage nach Automobilen auf dem deutschen Markt sowie auf die wirtschaftliche Situation der Händler, um einem möglichen Adressenausfallrisiko rechtzeitig gegenzusteuern.

Die Marktbeobachtung erfolgt permanent, jede Veränderung wird unmittelbar analysiert, entsprechende Maßnahmen erfolgen kurzfristig, um die Risiken der Automobilbranche für die Bereiche Neuwagen-, Gebrauchtwagen- und Ersatzteileverkauf zu minimieren.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die öffentliche Diskussion um die Frage der Dieselemissionen weiter einen negativen Effekt auf die Zahl der Verkäufe von Dieselfahrzeugen haben wird. Die Konzernmutter ist der Auffassung, dass ihre Dieselfahrzeuge alle einschlägigen Emissionsanforderungen vollumfänglich erfüllen, was durch das dafür allein maßgebliche italienische Verkehrsministerium bestätigt wurde.

Im Hinblick auf die Themen Elektrifizierung von Automobilen besteht für die Gesellschaft das Risiko, nicht rechtzeitig innovative, für den Verbraucher attraktive aber dennoch rentable Produkte anzubieten um weiterhin für eine angemessene Ertragskraft zu sorgen.

Vermögensrisiken sind durch Versicherungen oder Wertberichtigungen abgedeckt. Dies betrifft insbesondere den Fahrzeugbestand und das Sachanlagevermögen.

Rechtliche Risiken sowie Gewährleistungsrisiken sind durch angemessene Rückstellungen bzw. im Falle von Rückrufaktionen und Produkthaftung durch Kostenübernahme des Herstellers abgedeckt.

Aufgrund der internationalen Einkaufsbeziehungen der Gesellschaft mit der Muttergesellschaft und anderen Konzerngesellschaften bestehen grundsätzlich ertragsteuerliche Risiken im Bereich der Transferpreise dahingehend, dass in Folge von Betriebsprüfungen durch das Finanzamt das steuerpflichtige Einkommen erhöht wird, weil das Finanzamt den von dem Mutterunternehmen, FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, angewandten Verrechnungspreisansatz in Frage stellt. Für die Jahre 2005 bis 2018 hat die FCA Italy S.p.A. gegenüber der FCA Germany AG erklärt, alle zusätzlichen Steuern und Zinsen, die nach einer endgültigen Einigung der Verrechnungspreissituation mit der Finanzbehörde für die jeweils betroffenen Jahre auf die Gesellschaft zukommen, zu erstatten. Für 2019 sind wir der Auffassung, dass das steuerpflichtige Einkommen und die daraus resultierenden Steuern im Rahmen der Erwartungshaltung der Finanzverwaltung liegt.

Risiken aus Währungskursänderungen sind gering, da fast ausschließlich in Euro eingekauft und fakturiert wird.

Die von uns genutzten originären Finanzinstrumente (insbesondere das Cash-PoolGuthaben) unterliegen den üblichen Zinsänderungsrisiken. Wir erwarten diesbezüglich jedoch kurz- bis mittelfristig keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Ertragslage.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in der Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten.

Durch den Verkauf wesentlicher Bestände an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des echten Factorings wird das Ausfallrisiko stark reduziert. Die bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch das eingerichtete Forderungsmanagement sowie daraus resultierende Wertberichtigungen für Forderungsausfälle abgedeckt.

Im Rahmen des Cash-Pooling mit Fiat Chrysler Finance Europe S.A., Luxemburg, Luxemburg, das als Kontokorrent geführt wird, stellt die Gesellschaft dem Konzern liquide Mittel zur Verfügung, die als Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Über diese Mittel kann die FCA Germany AG jederzeit verfügen. Die Cash-Pool-Forderungen gegen die Fiat Chrysler Finance Europe S. A. machen mit 73,2 Mio. Euro 7,1 Prozent der Bilanzsumme aus. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen.

Darüber hinaus hat die FCA Germany AG aufgrund besserer Zinskonditionen im Vergleich zum Cash-Pooling insgesamt 520,6 Mio. Euro bei der Fiat Chrysler Finance Europe S.A. festverzinslich mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr angelegt. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen.

Insgesamt hat die FCA Germany AG dem Cash-Pool-Führer einen Kreditrahmen von 1.000 Mio. Euro eingeräumt.

Die Liquidität aus dem Cash-Pool-Guthaben und den kurzfristigen Geldanlagen wird durch die Auswertung und Kontrolle der Berichterstattung über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Fiat Chrysler Finance Europe S.A. an den Finanzvorstand sichergestellt und ein mögliches Risiko somit minimiert.

Mit den Tochtergesellschaften FCA Motor Village Germany GmbH und FCA Versicherungsservice GmbH sind Beherrschungs- und Gewinn- bzw. Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen worden. In Abhängigkeit von deren künftigen Ergebnissen besteht das Risiko Verluste auszugleichen. Aufgrund der prognostizierten Steigerung der Umsatzzahlen mit einem entsprechenden positiven Effekt auf das Ergebnis der Gesellschaft, rechnen wir für 2020 mit einer Reduzierung des Aufwands aus Verlustübernahme seitens der FCA Motor Village Germany GmbH.

Geschäftsentwicklung / Ausblick - Chancen & Risiken

Im Verlauf des Jahres 2020 werden sich nach Prognose des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Wachstumskräfte allmählich wieder stärker durchsetzen 12 . Die Binnennachfrage wird weiterhin robust expandieren. Beschäftigung und Löhne steigen weiter an und mit ihnen die privaten Konsumausgaben. Hinzu kommen kräftige expansive Impulse aus der Umsetzung von Maßnahmen des Koalitionsvertrages, wie zum Beispiel Entlastungen bei der Einkommenssteuer und die Erhöhung des Kindergeldes.

Im Ergebnis geht die Bundesregierung für das Jahr 2020 von einem Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,0 Prozent aus. Im kommenden Jahr schlägt aufgrund einer höheren Zahl an Arbeitstagen (plus 4) ein deutlicher Kalendereffekt zu Buche; die kalenderbereinigte Wachstumsrate entspricht 0,6 Prozent.

Für 2020 rechnet das BMWi mit einem Zuwachs der Erwerbstätigen um 120.000 Personen im Vergleich zu 2019. Damit würde das Beschäftigungsniveau eine neue Rekordmarke von durchschnittlich 45,4 Millionen Personen erreichen. Vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wird kräftig ausgeweitet.

Das Marktforschungsinstitut GfK prognostiziert für 2020 einen Zuwachs der privaten Konsumausgaben 13 . Für den weiteren Verlauf des Jahres werde demnach mitentscheidend sein, wie die Sozialpartner bei den anstehenden Tarifverhandlungen auftreten. Nach wie vor profitiere der Einkommensindikator von der überaus guten Beschäftigungslage in Deutschland. Allerdings hat deren Dynamik zuletzt spürbar nachgelassen.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex 14 , der Umfragen in den Chefetagen des Verarbeitenden Gewerbes, im Baugewerbe sowie im Groß- und Einzelhandel auswertet, sank im Laufe des Jahres 2019 von 99,6 im Januar auf 96,3 im Dezember. Im Jahresdurchschnitt lag der Index bei 97,1. Im Jahr 2018 betrug der Durchschnitt noch 103,1. Im Januar 2020 zeigte die Tendenz erneut nach unten.

Der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zur Elektromobilität steht auch für die FCA Germany AG im Jahr 2020 im Fokus. Im Februar 2020 werden die Hybridvarianten, der Topseller Fiat 500 sowie Fiat Panda, im deutschen Handelsnetz präsentiert. Gefolgt werden die beiden Fiat Modelle durch Plug-In-Hybrid-Versionen der beiden Jeep Baureihen Renegade und Compass, die ab Mitte des Jahres im Handel verfügbar sein werden sowie der Plug-In-Hybrid-Version des Jeep Wrangler zum Jahresende.

Vollelektrisch angetriebene Modelle wird die FCA Germany AG ebenfalls ab 2020 anbieten: der Fiat 500 sowie der Fiat Ducato werden jeweils im dritten Quartal als BEV (Battery Electric Vehicle) auf dem deutschen Markt eingeführt.

12 Pressemeldung des BMWI vom 6.11.2019, https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2019/11/kapitel-1-3-wirtschaft-noch-im-abschwung.html
13 Pressemeldung der GFK vom 29.1.2020, https://www.gfk.com/de/insights/press-release/konsumoptimismus-kehrt-zurueck/
14 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1307/umfrage/entwicklung-monatswerte-des-ifo-geschaeftsklimaindex/

Umsatz- und Ergebnisprognose

Im vorgenannten Umfeld rechnen wir für das Geschäftsjahr 2020 bei moderater Absatzsteigerung mit einem ebenfalls moderaten Umsatzwachstum und einer Entwicklung des Betriebsergebnisses und des Jahresüberschusses auf leicht höherem Niveau.

Investitionen sind im Bereich der Händlersignalisationen vorgesehen. Ansonsten beschränken sie sich aber im Wesentlichen auf Ersatzinvestitionen.

In diesem Rahmen erwarten wir auch im kommenden Geschäftsjahr eine stabile und solide Finanzlage unseres Unternehmens.

E. Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f (4) HGB

Mit Aufsichtsratsbeschluss vom 30. September 2015 wurden die Zielgrößen gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft auf 15 Prozent sowie 0 Prozent für den Vorstand festgelegt.

Darüber hinaus legte der Vorstand mit Beschlussfassung vom 23. September 2015 die Zielgrößen gemäß § 76 Abs. 4 AktG für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 7,7 Prozent und für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands auf 25 Prozent fest.

Die Zielgrößen wurden per 31.12.2019 wie folgt erreicht:

Frauenanteil Ziel Zielerreichung
Aufsichtsrat 15,0% 16,7%
Vorstandsebene 0,0% 50,0%
Erste Führungsebene unterhalb des Vorstands 7,7% 7,7%
Zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands 25,0% 16,0%

Wir freuen uns, dass die Ziele in den ersten beiden Führungsebenen erreicht werden konnten. Leider war es uns im Geschäftsjahr mangels geeigneter Bewerberinnen nicht möglich, die selbst gesetzten Vorgaben in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands zu erreichen. Für das Jahr 2020 planen weiter, die Möglichkeiten für Frauen in Anlehnung an unsere betrieblichen Anforderungen, das Gesetz und unseren Verhaltenskodex auszubauen.

F. Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 AktG

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet, da im Berichtsjahr kein Beherrschungsvertrag bestand. Der Bericht schließt mit folgender Erklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen."

 

Frankfurt am Main, 18. Februar 2020

Der Vorstand

Maria Grazia Davino

Norbert Tschrepp

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 18.637 20.666
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 851.244 1.048.691
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.494.720 5.574.921
3. Vorführ- und Firmenwagen 9.423.078 8.794.623
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.467 151.194
15.841.509 15.569.429
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.946.722 13.946.722
2. Sonstige Ausleihungen 784.688 481.380
14.731.410 14.428.102
30.591.556 30.018.197
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 103.189.162 203.485.745
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 76.319.021 28.775.362
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 740.176.804 560.494.249
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.425.804 14.328.390
827.921.629 603.598.001
III. Guthaben bei Kreditinstituten 32.594.001 76.121.752
963.704.792 883.205.497
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.837.675 7.364.545
1.003.134.023 920.588.239

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 82.650.000 82.650.000
(Namensaktien EUR 82.650.000 (Vorjahr EUR 82.650.000)
II. Kapitalrücklage 3.407.727 3.407.727
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 4.857.273 4.857.273
IV. Bilanzgewinn 94.037.641 77.250.687
184.952.641 168.165.687
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.397.174 17.506.007
2. Steuerrückstellungen 552.056 530.362
3. Sonstige Rückstellungen 451.961.935 443.184.644
468.911.164 461.221.013
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.771.393 3.587.879
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.107.582 50.712.566
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 262.052.925 190.491.790
4. Sonstige Verbindlichkeiten 41.111.510 40.883.146
343.043.409 285.675.382
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.226.808 5.526.157
1.003.134.023 920.588.239

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2019
EUR
2018
EUR
1. Umsatzerlöse 2.575.567.077 2.676.797.864
2. Sonstige betriebliche Erträge 49.328.936 34.967.259
davon Erträge aus Währungsumrechnung: EUR 19.889 (Vorjahr: EUR 21.542)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 2.265.106.220 2.328.738.185
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 56.575.643 67.340.680
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.274.022 29.150.660
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.440.530 4.716.849
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 3.595.551 3.647.941
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 237.031.888 256.936.238
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung: EUR 14.160 (Vorjahr: EUR 9.401)
7. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen erhaltene Gewinne 502.678 688.421
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.439.807 9.783.963
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 9.785.356 (Vorjahr: EUR 9.099.481)
davon Abzinsungserträge: EUR 645.752 (Vorjahr: EUR 684.482)
davon gegenüber Dritten: EUR 8.699 (Vorjahr: EUR 0)
9. Aufwand aus Verlustübernahme 15.346.109 10.618.783
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.019.059 2.501.446
davon an verbundenen Unternehmen: EUR 3.649.061 (Vorjahr: EUR 129.981)
davon Abzinsungsaufwendungen: EUR 1.773.667 (Vorjahr: EUR 2.356.041)
davon gegenüber Dritten: EUR 596.330 (Vorjahr: EUR 15.424)
21.449.477 18.586.724
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.497.815 1.976.729
12. Ergebnis nach Steuern 16.951.663 16.609.995
13. Sonstige Steuern 164.709 162.935
14. Jahresüberschuss 16.786.954 16.447.060
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 77.250.687 80.803.627
16. Bilanzgewinn 94.037.641 77.250.687

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

A. Vorbemerkung

Sitz der FCA Germany AG ist Frankfurt am Main. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 82136 im Register des Amtsgerichts Frankfurt am Main eingetragen.

Der Jahresabschluss der FCA Germany AG, Frankfurt am Main, wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242ff und 264ff HGB sowie den ergänzenden Vorschriften der §§ 150ff AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Angaben, die in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. wahlweise im Anhang zu erfolgen haben, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Währungsumrechnung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene Software) werden zu Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Bei den Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Abschreibungen planmäßig nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Die Abschreibungen werden bei Gebäuden grundsätzlich linear über die Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren vorgenommen. Einbauten in fremde Gebäude werden entsprechend der Laufzeit der Mietverträge abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie anderen Anlagen 4 bis 10 Jahre. Vorführ- und Firmenwagen werden im Anlagevermögen gesondert ausgewiesen und linear über die Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 1.000 werden aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz als steuerlicher Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear aufgelöst. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Waren (Fahrzeuge) werden zu Anschaffungskosten (Einzelbewertung) unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für ungängige Vorräte werden Bewertungsabschläge vorgenommen. Die Abwertungen zur verlustfreien Bewertung werden auf Basis der in der Vergangenheit angefallenen durchschnittlichen Verkaufsverluste bzw. am Bilanzstichtag erwarteten Verkaufsverluste pro Modell und Baujahr errechnet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,5% gebildet.

Forderungen aus Rückdeckungsversicherungsverträgen für Altersversorgung leitender Angestellter werden zum Aktivwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren - Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) -, das jeweils zum Bewertungsstichtag den Teil der Verpflichtung berücksichtigt, der nach der Versorgungsordnung bereits erdient ist, ermittelt. Die Pensionsrückstellung wurde unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren und dem veröffentlichten Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre entsprechend der veröffentlichten Abzinsungstabelle der Deutschen Bundesbank für Altersversorgungsverpflichtungen von 2,71% (Vorjahr: 3,21%) ermittelt. Der Berechnung liegt des Weiteren ein Rententrend von 1,20% (Vorjahr: 1,80%) und ein Anwartschaftstrend von 1,70% (Vorjahr: 2,00%) zugrunde. Die für die Berechnung der Pensionsrückstellung zugrunde liegende Betriebsvereinbarung vom 29. Oktober 1975 wurde zum 30. Juni 1993 gekündigt und gilt nur für Mitarbeiter, die bis zu diesem Zeitpunkt in das Unternehmen eingetreten waren.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden gemäß § 253 (2) S. 1 HGB abgezinst. Die Rückstellung für Dienstjubiläen werden nach der PUC-Methode unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszinsfuß für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (1,97% Vorjahr: 2,32%) ermittelt.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden bei schwebenden Absatzgeschäften nach der Vollkostenmethode berechnet.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassakurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassakurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke Währungsumrechnung, enthalten nur realisierte Währungskursdifferenzen.

Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Umsatzrealisierung von Buy Back Geschäften in der Automobilindustrie

Aufgrund der Ausprägung der Sale und Buy Back Geschäfte in der Automobilindustrie werden die wesentlichen Chancen und Risiken an den Käufer übertragen, das wirtschaftliche Eigentum geht analog dem rechtlichen Eigentum an die Autovermieter (Käufer) über. Die Bilanzierung folgt der Stellungnahme des VDA (Verband der Automobilindustrie) vom 27. August 2007 gegenüber der IDW-Stellungnahme zu Einzelfragen des Übergangs von wirtschaftlichem Eigentum und zur Gewinnrealisierung nach HGB (IDW ERS HFA 13 n.F.).

C. Erläuterungen zum Jahresabschluss

Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz der FCA Germany AG aufgeführten Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2019 sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Gründe für die außerplanmässige Abschreibung auf vermietete Gebäude besteht weiterhin.

2. Finanzanlagen

Name und Sitz Anteile an verbundenen Unternehmen Anteil am Kapital Buchwert 31.12.2019
TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2019
TEUR
Ergebnis für das Geschäftsjahr 2019
TEUR
FCA Motor Village Germany GmbH, Frankfurt am Main (1) 100% 13.297 14.926 -15.548
FCA Real Estate Germany GmbH, Frankfurt am Main (2) 100% 0 25 202
FCA Versicherungsservice GmbH, Heilbronn (3) 50,96% 650 26 804

(1) Ergebnis vor Ergebnisabführungsvertrag mit der FCA Germany AG sowie mit der FCA Real Estate Germany GmbH
(2) Ergebnis vor Ergebnisabführungsvertrag mit der FCA Motor Village Germany GmbH
(3) Ergebnis vor Ergebnisabführungsvertrag mit der FCA Germany AG

Die sonstigen Ausleihungen umfassen zwei Darlehen in Höhe von TEUR 785 mit einer Restlaufzeit von weniger als 4 Jahren.

3. Vorräte

Die Waren beinhalten den Bestand an Neuwagen von TEUR 93.463 (Vorjahr: TEUR 172.952), Gebrauchtwagen von TEUR 9.726 (Vorjahr: TEUR 30.534).

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus dem Neuwagengeschäft gegen Händler, Autovermieter und Flotten werden an die FCA Bank Deutschland GmbH, Heilbronn, abgetreten (echtes Factoring). Übersteigen die abgetretenen Forderungen aus Fahrzeugverkäufen an Autovermieter und Aufbauhersteller den von der FCA Bank Deutschland GmbH vorgegebenen Plafond, erfolgt die Abtretung unter dem Vorbehalt des Bonitätsrisikos (unechtes Factoring). Forderungen aus Ersatzteilverkäufen gegen Händler wurden zum 31. Dezember 2019 an die FCA Bank Deutschland GmbH in Höhe von TEUR 8.323 abgetreten (echtes Factoring). Des Weiteren finden Forderungsverkäufe an die Gesellschaften FIDIS S.p.A., Turin, Italien und der FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, statt.

Sämtliche Forderungen des Berichts- und des Vorjahres haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

4.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Fahrzeug- und Ersatzteilverkäufen gegen Großkunden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 91) und Pauschalwertberichtigungen von TEUR 258 (Vorjahr: TEUR 61).

4.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
FCA Italy S.p.A., Turin, Italien 52.551 26.150
davon aus Lieferungen und Leistungen 3.796 3.802
davon aus Factoring 48.755 22.348
FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz 0 25

4.3 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 11.426 TEUR (Vorjahr: 14.328 TEUR), davon bestehen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 2.057 (Vorjahr: 4.391 TEUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten TEUR 8.056 (Vorjahr: TEUR 8.339) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Es handelt sich um Rückdeckungsversicherungsansprüche aus Lebensversicherungsverträgen.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält mit TEUR 6.594 (Vorjahr: TEUR 5.834) Händlerzuschüsse, die über eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren aufwandswirksam aufgelöst werden.

6. Latente Steuern

Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer. Aktive latente Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus den gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen der Gesellschaft und aus temporären Bewertungsdifferenzen bei den Drohverlustrückstellungen sowie den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,75% (Vorjahr: 31,75%) zugrunde gelegt.

7. Gezeichnetes Kapital

Die Aktien der Gesellschaft sind am 31. Dezember 2019 unverändert im Eigentum der folgenden Gesellschaften:

FCA Italy S.p.A., Turin, Italien, 99%

FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz 1%

Diese beiden Gesellschaften stehen im Alleineigentum der Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande. Die FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz, ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der FCA Italy S.p.A., Turin, Italien. Das Grundkapital in Höhe von EUR 82.650.000 ist auf 190.000 Namensaktien im Nennwert von je EUR 435 aufgeteilt.

8. Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn unterliegt einer Ausschüttungssperre in Höhe des Unterschiedsbetrages (TEUR 878), der sich aus dem Ansatz der Rückstellungen aus Altersversorgungsverpflichtungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre gegenüber dem Ansatz langfristiger Rückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt.

9. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB aus der handelsrechtlichen Ermittlung der Pensionszusagen bei der Anwendung der unterschiedlichen Durchschnittszinssätze von 7 Jahren im Vergleich zu 10 Jahren beträgt TEUR 878.

Neben der Pensionszusage gegenüber leitenden Angestellten bestehen Vereinbarungen, durch die sich die FCA Germany AG gegenüber ihren Angestellten und gewerblichen Arbeitnehmern verpflichtet hat, bei deren Ausscheiden wegen Erwerbsunfähigkeit, Erreichen der Altersgrenze, Todesfall oder Entlassung unter bestimmten Voraussetzungen eine Treueprämie bzw. Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes zu zahlen.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Beträge für umsatzabhängige Vergütungen an Händler (TEUR 231.972), für erwartete Inanspruchnahmen aus Gewährleistungen (TEUR 111.128), für Wartungs-/Reparatur und erweiterte Garantieleistungen (TEUR 46.662), für drohende Verluste aus Rücknahmeverpflichtungen (TEUR 12.555), für Verpflichtungen aus Werbe- und Marketingaktionen (TEUR 25.393), für Verpflichtungen zur Unterstützung bei der Anhebung des Qualitätsstandards der Händler sowie Ausgleichsansprüche gekündigter Händler gemäß § 89b HGB und Servicestationen (TEUR 849), für Rücknahmeverpflichtungen von ungängigen Ersatzteilen (TEUR 4.484), sowie für Verpflichtungen aus Zusagen im Rahmen der Händlernetzentwicklung (TEUR 4.376).

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Wesentlichen gegenüber der FCA Bank Deutschland GmbH, Heilbronn, aus dem Factoring der Fahrzeugforderungen gegen den Handel in Höhe von TEUR 2.771.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Verbindlichkeiten an Gesellschafter: 31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
FCA Italy S.p.A., Turin, Italien 214.058 156.502
FCA Switzerland S.A., Schlieren, Schweiz 209 192

Die Verbindlichkeiten gegenüber beiden Gesellschaftern bestehen vollumfänglich aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen TEUR 41.111 (Vorjahr: TEUR 40.883), davon aus Steuern TEUR 41.078 (Vorjahr: TEUR 40.808). Sämtliche Verbindlichkeiten des Berichts- und des Vorjahres sind nicht besonders besichert und innerhalb eines Jahres fällig.

12. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten enthält im Wesentlichen Einnahmen aus Serviceverträgen, welche über die zugrundeliegenden Vertragslaufzeiten umsatzwirksam aufgelöst werden.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

13. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf den Verkauf von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und Ersatzteilen sowie damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 2.388.703 (Vorjahr: TEUR 2.462.452) auf das Inland, sowie TEUR 186.864 (Vorjahr: TEUR 214.346) auf Exporte.

Aufwendungen aus der Abtretung von Forderungen ohne Händlereinkaufsfinanzierungseffekt von TEUR 4.208 werden ab dem laufenden Geschäftsjahr unter Zinsen und ähnliche Aufwendungen und nicht unter Erlösschmälerungen ausgewiesen. Im Vorjahr waren diesbezügliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.239 vom Umsatz abgesetzt.

14. Sonstige betriebliche Erträge

2019
TEUR
2018
TEUR
Auflösungen von Rückstellungen * 38.837 26.705
Zuschreibung abgeschriebener Forderungen * 233 275
Realisierte Kursgewinne 20 22
Weiterbelastung Schadensersatz 3.577 2.464
Übrige 6.662 5.501
49.329 34.967

* Periodenfremde Erträge

15. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält mit TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 441) Aufwendungen für Altersversorgung.

16. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2019
TEUR
2018
TEUR
Werbeaufwendungen 90.323 98.905
Garantieaufwand/Rückrufaktionen 80.409 90.569
Händlernetzentwicklung/Ausgleichsansprüche Händler 9.375 11.448
Realisierte Kursverluste 14 9
Übrige 56.910 56.005
237.031 256.936

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Verwaltungsleistungen, Reisekosten, Meldekosten, Mieten, Rechts- und Beratungskosten, Technische Literatur, Versicherungen, Instandhaltung und Reparaturen von Gebäuden sowie Kurs- und Lehrgangsgebühren.

17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Der Posten beinhaltet TEUR 9.785 (Vorjahr: TEUR 9.099) Zinsen von verbundenen Unternehmen und TEUR 646 (Vorjahr: TEUR 684) aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen.

18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet TEUR 3.649 (Vorjahr: TEUR 3.779) Zinsen an verbundene Unternehmen und TEUR 1.774 (Vorjahr: TEUR 2.356) Aufwand aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen.

Die Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung abgetretener Forderungen.

D. Sonstige Angaben

19. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 7.214 2.119

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Versicherungsverträgen 28.707 30.822
Fahrzeugverkäufe mit Rückkaufverpflichtung 36.064 55.929
64.771 86.751
Fälligkeiten:
- innerhalb eines Jahres 42.300 61.891
- zwischen einem Jahr und 5 Jahren 13.211 13.007
- größer 5 Jahre 9.260 11.853
64.771 86.751

Risiken aus Bürgschaften bestehen aufgrund der Übernahme einer Bürgschaft an den Erbbauzinsnehmer für ein Grundstück sowie einer Mietbürgschaft für ein von der FCA Motor Village Germany GmbH, Frankfurt am Main, genutzten Liegenschaft in Höhe von TEUR 7.214. Wie bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen aufgrund von Miet- und Versicherungsverträgen, stellen diese unter Berücksichtigung einer Unternehmensfortführung keine zu bilanzierenden Verpflichtungen dar. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft für die Verbindlichkeiten des Tochterunternehmens wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages und der Liquiditätsabsicherung über einen gemeinsamen Cashpool als gering eingeschätzt.

20. Art und Zweck sowie Risiken und Vorteile von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (Angabe gem. § 285 Nr. 3 HGB)

Aus der Abtretung der Forderungen (echtes Factoring) ergeben sich zusätzlich zu der Finanzierungsfunktion weitere Vorteile durch den Entfall von Mahnwesen und Inkasso für den wesentlichen Teil der Inlandsforderungen. Die Minderung der Marge aufgrund der Forderungsabtretung wirkt sich demgegenüber nachteilig aus.

Insbesondere bei Geschäften mit Autovermietern und Leasinggesellschaften ist ein Verkauf mit Rückkaufverpflichtung Voraussetzung für den Absatz von Neufahrzeugen. Zum Bilanzstichtag bestehen für 1.651 Fahrzeuge Rückkaufverpflichtungen in Höhe von TEUR 36.064. Die Rückkaufpreise sind unter Berücksichtigung der Einhaltung der vertraglichen Rückgabebedingungen fest vereinbart. Risiken ergeben sich aus den zukünftigen Veräußerungspreisen, die unter den vereinbarten Rückkaufwerten liegen können. Auf Basis der aktuellen Gebrauchtwagenpreisentwicklung und Markterkenntnisse wurden am Bilanzstichtag Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 12.555 gebildet.

21. Von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (Angabe gem. § 285 Nr. 17 HGB)

Für das Geschäftsjahr 2019 wurden von dem Abschlussprüfer insgesamt Honorare von TEUR 132 für Abschlussprüfungsleistungen berechnet.

22. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen gem. § 285 Nr. 21 HGB

Mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, zu denen die Gesellschaft mitteloder unmittelbar in weniger als 100-prozentigem Anteilsbesitz steht, sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

23. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

24. Konzernabschluss und Mutterunternehmen

Oberstes Mutterunternehmen der FCA Germany AG, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande, für das Geschäftsjahr 2019 wird von der FCA Services Germany GmbH, Ulm, in deutscher Sprache durch Bekanntmachung im Bundesanzeiger offengelegt. Die FCA Germany AG stellt keinen eigenen Konzernabschluss auf, sondern nimmt die Befreiung nach § 291 HGB in Anspruch.

Wesentliche Abweichungen des nach Internationalen Rechnungslegungsstandards aufgestellten Konzernabschlusses zum Jahresabschluss der FCA Germany AG ergeben sich in den Bereichen Abschreibungsmethoden im Anlagevermögen, Bewertung von Pensionsverpflichtungen, aktive latente Steuern auf Verlustvorträge und Verkäufe von Fahrzeugen mit Rückkaufverpflichtung.

Der Konzernabschluss der Fiat Chrysler Automobiles N.V., Amsterdam, Niederlande, in den die Jahresabschlüsse der Gesellschaft sowie der unter C 2. genannten verbundenen Unternehmen einbezogen werden, ist außerdem auch am Sitz der Fiat Chrysler Automobiles N.V. in Amsterdam, Niederlande, (Chamber of Commerce) HR-Nr. 60372958 erhältlich.

25. Organmitglieder und Aufwendungen für Organe

Aufsichtsrat:

Herbert Hütter

(Aufsichtsratsvorsitzender), Saarbrücken

Selbstständiger Kaufmann

Maurizio Zuares ab 18. Februar 2019

(stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) FCA Italy S.p.A., Turin, Italien

Head of EMEA BusinessCenters Operation

Pietro Gorlier

FCA Italy S.p.A., Turin, Italien

Chief Operating Officer EMEA

Monica Borgi bis 18. Februar 2019

FCA Italy S.p.A., Turin, Italien

Senior Legal Counsel - Commercial Operations EMEA

Riccardo Gini

FCA Italy S.p.A., Turin, Italien

Chief Financial Officer EMEA

von der Belegschaft gewählt:

Irene Schneider

FCA Germany AG, Bad Soden

Betriebsratsvorsitzende

Raphael Glen

FCA Germany AG, Frankfurt am Main

Garantiespezialist

Vorstand:

Maria Grazia Davino

(Vorsitzende)

Vorstand Bereich Vertrieb

Norbert Tschrepp

Vorstand Bereich Finanzen

Die den Mitgliedern des Vorstandes gewährten Gesamtbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 414). Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Jahr 2019 TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 13). Der auf den Vorstand entfallende Teil der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 729).

Für die Pensionsverpflichtungen inklusive Vorruhestand gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt TEUR 2.650 (Vorjahr: TEUR 2.823) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge betrugen TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 318).

26. Personalstand

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

2019 2018
Leitende Angestellte 12 12
Angestellte 295 331
307 343

27. Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 94.037.641 wie folgt zu verwenden:

EURO
1. Bilanzgewinn 94.037.641
2. Ausschüttung an die Aktionäre 16.786.954
3. Einstellung in Gewinnrücklagen 0
4. Gewinnvortrag 77.250.687

 

Frankfurt am Main, den 18. Februar 2020

Der Vorstand

Maria Grazia Davino

Norbert Tschrepp

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019

Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 126.765 0 0 0 126.765
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.814.400 0 0 0 2.814.400
2.941.165 0 0 0 2.941.165
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.461.564 0 0 0 6.461.564
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.964.130 1.865.380 156.692 0 19.672.817
3. Vorführ- und Firmenwagen 9.778.306 10.491.436 9.837.246 0 10.432.496
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 151.194 0 78.727 0 72.467
34.355.195 12.356.816 10.072.665 0 36.639.345
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.946.722 0 0 0 13.946.722
2. Sonstige Ausleihungen 481.380 400.000 96.692 0 784.688
14.428.102 400.000 96.692 0 14.731.410
51.724.462 12.756.816 10.169.357 0 54.311.920
kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 106.099 2.029 0 0 108.129
2. Geschäfts- und Firmenwert 2.814.400 0 0 0 2.814.400
2.920.499 2.029 0 0 2.922.529
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.412.874 197.447 0 0 5.610.321
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.389.209 1.934.103 145.214 0 14.178.097
3. Vorführ- und Firmenwagen 983.683 1.461.972 1.436.236 0 1.009.419
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
18.785.766 3.593.522 1.581.451 0 20.797.837
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
21.706.265 3.595.551 1.581.451 0 23.720.365
Buchwerte
Stand am 31.12.2019
EUR
Stand am 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 18.637 20.666
2. Geschäfts- und Firmenwert 0 0
18.637 20.666
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 851.244 1.048.691
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.494.720 5.574.921
3. Vorführ- und Firmenwagen 9.423.078 8.794.623
4. Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.467 151.194
15.841.509 15.569.429
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.946.722 13.946.722
2. Sonstige Ausleihungen 784.688 481.380
14.731.410 14.428.102
30.591.556 30.018.197

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FCA Germany AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FCA Germany AG, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FCA Germany AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 21. Februar 2020

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ortinger, Wirtschaftsprüfer

Weiler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2019

der FCA Germany AG

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2019 anhand regelmäßiger und ausführlicher Berichte des Vorstandes sowie durch mündliche Informationen den Geschäftsgang des Unternehmens überwacht. Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Eschborn/Frankfurt hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht für das Jahr 2019 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung stimmen wir dem Prüfungsergebnis von Ernst & Young GmbH zu.

Wir billigen den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, der damit gem. § 172 AktG festgestellt ist und schließen uns dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

a. Bilanzgewinn: € 94.037.641
b. Verteilung an die Aktionäre: € 16.786.954
c. Einstellung in Gewinnrücklage: € 0
d. Gewinnvortrag: € 77.250.687

Der Vorstand hat gem. § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2019 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Ernst & Young GmbH, Eschborn/Frankfurt hat diesen Bericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

die tatsächlichen Angaben des Berichtes richtig sind und

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ebenfalls geprüft und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch Ernst & Young GmbH, Eschborn/Frankfurt, und der am Schluss des Berichts abgegebenen Erklärung des Vorstandes an. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht von Ernst & Young GmbH, Eschborn/Frankfurt, wurden dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht.

 

Frankfurt am Main, 10. März 2020

Herbert Hütter

Verwendung des Bilanzgewinns 2019

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, von dem im Geschäftsjahr 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn der Gesellschaft wie folgt zu verwenden:

a. Bilanzgewinn: € 94.037.641
b. Verteilung an die Aktionäre: € 16.786.954
c. Einstellung in Gewinnrücklage: € 0
d. Gewinnvortrag: € 77.250.687

Der Vorsitzende stellte den Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zur Abstimmung.

Bei der Abstimmung betrug die stimmberechtigte Präsenz 190.000 Stückaktien mit ebenso vielen Stimmen. Die Anzahl der abgegebenen Stimmen betrug: 190.000 Stimmen.

Die Abstimmung ergab

Enthaltungen 0
Nein-Stimmen 0
Ja-Stimmen 190.000

Der Vorsitzende stellte fest und verkündete, dass die Hauptversammlung entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat einstimmig - ohne Gegenstimmen und Enthaltungen - der Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt hat.

 

Frankfurt am Main, den 10. März 2020

Herbert Hütter

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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