HeiterBlick GmbHLiquidiert

Niemeyerstraße 2, 04179 Leipzig, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 20836
Vorher
LEOLINER Fahrzeug-Bau Leipzig GmbH
Eingetragen
29.7.2004
Branche
Herstellung von Lokomotiven und anderen SchienenfahrzeugenHerstellung von Fahrrädern sowie von BehindertenfahrzeugenHerstellung von mechanischen oder elektromechanischen Signal-, Sicherungs-, Überwachungs- oder Steuergeräten für Schienenwege oder andere Verkehrswege
Gegenstand
Entwicklung und Herstellung sowie die Vermarktung und der Vertrieb von Schienenfahrzeugen sowie deren technischer Systemlösungen, deren Erhalt und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Dieses beinhaltet auch die Teilnahme an Ausschreibungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Flaskamp
seit 26.1.2023
Geschäftsführer
Samuel Guido Kermelk
seit 23.8.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Samuel Guido KermelkTramUnion GmbH+2
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tramunion GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HeiterBlick GmbH

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

Rahmenbedingungen

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 zeigte die Weltwirtschaft erste Anzeichen einer Erholung nach den disruptiven Einflüssen der Corona Pandemie. Diese vorsichtige Erholung wurde abrupt ins Gegenteil umgekehrt als im Februar 2022 der Ukraine Krieg begann und bis heute andauert. Zusätzlich zu den noch fragilen Lieferketten verknappten sich Rohstoffe, insbesondere Stahl, und Energie massiv, was zu weiteren erheblichen Preissteigerungen führte und in der Folge die Inflation deutlich erhöhte. Maßnahmen zur Dämpfung der Inflation verteuerten zusätzlich die Finanzierungskosten.

Die Entwicklung im deutschen LRV-Markt (light rail vehicle) ist, wie der gesamte deutsche Bahnmarkt, in hohem Maße vom Einsatz öffentlicher Finanzmittel geprägt. Auch als Folge des im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung formulierten Ziels "die Fahrgastzahlen des öffentlichen Verkehrs deutlich zu steigern, nimmt die Zahl der anzuschaffenden Straßenbahnen in Deutschland zu. Weiter heißt es ebenda "Wir wollen Länder und Kommunen in die Lage versetzen, Attraktivität und Kapazitäten des ÖPNV zu verbessern. Zusätzlich unterstützen die Klimaziele des Bundesverkehrsministers, den CO 2 Ausstoß für den Verkehrssektor bis 2030 um "mindestens 42 bis 40 Prozent" zu reduzieren durch "Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs und der Schiene", den Ausbau eines modernen ÖPNV mit modernsten Straßenbahnen nachhaltig. Das Wachstum der Städte und der Wunsch nach echter nachhaltiger Mobilität führt zu gestiegenen Ausschreibungsvolumen und einer insgesamt positiven Marktperspektive. HeiterBlick beobachtet den Markt weiter, beteiligt sich wegen des hohen Auftragsbestands jedoch nur sehr selektiv an bestehenden Ausschreibungen.

Unsere wesentlichen Wettbewerber im deutschen Markt sind Stadler, CAF, Alstom, Siemens und Skoda, wobei die Tramunion Gruppe ein kleiner Marktteilnehmer ist.

Als wesentliche externe Einflußfaktoren sind weiterhin die gestörten Lieferketten und Kostensteigerungen als Folge der Pandemie und der Ukraine Krise zu nennen, deren Folgen noch nicht überwunden sind, sich jedoch Entspannungstendenzen zeigen. So hat sich im zweiten Halbjahr 2022 die Verfügbarkeit von Metallbauteilen, die Aluminium und Stahl beinhalten, verbessert. Allerdings blieb der Preiserhöhungsdruck unverändert bestehen, sowohl für bestehende als auch für neue Beschaffungen. Zudem mussten einige Lieferanten Insolvenz anmelden, für die Alternativen gefunden werden konnten.

Geschäftsverlauf

HeiterBlick ist im deutschen Markt für Straßenbahnen tätig und bietet dort im Wesentlichen Neufahrzeuge und Modernisierung von Straßenbahnen an. HeiterBlick verfügt über zwei Unternehmensstandorte, der Hauptsitz und die überwiegende Zahl der Mitarbeiter befindet sich in Leipzig, der zweite, kleinerer Standort befindet sich in Grimma bei Leipzig, wo im Wesentlichen Lackierarbeiten durchgeführt werden. Die Aufbauorganisation ist prinzipiell funktional ausgeführt mit Elementen der Matrixorganisation für die Auftragsabwicklung, in dem die Funktionsbereiche den Projektleitern für die Auftragsdurchführung zuarbeiten. Kernprozesse sind der Vertrieb, die Konstruktion, die Endmontage der Straßenbahnfahrzeuge, sowie das Beschaffungs- und Qualitätsmanagement des hohen Zukaufanteils und das Projektmanagement.

Die externen Einflußfaktoren auf den Geschäftsverlauf sind unter dem obigen Kapitel Rahmenbedingungen beschrieben.

Im Dezember 2017 löste der Kunde MoBiel aus Bielefeld eine Option über den Kauf von weiteren 24 Hochflurstraßenbahnen ein. Die 35 Meter langen Fahrzeuge werden durch das Konsortium Kiepe Electric / HeiterBlick gefertigt und im Zeitraum 2021 bis 2023 ausgeliefert. HeiterBlick liefert den mechanischen Anteil (Wagenkasten und Drehgestell). Der Auftragswert beläuft sich auf ca. Mio. EUR 60. Die Auslieferung begann im Dezember 2020, erreichte im Jahr 2021 den Serientakt und wurde 2022 trotz der oben beschriebenen Herausforderungen mit 11 Fahrzeugen nahezu planmäßig fortgesetzt.

Im April 2018 wurde von den Dortmunder Stadtwerken DSW21 ein Auftrag über 24 neue Hochflurstraßenbahnen und die Sanierung von weiteren 64 Hochflurstraßenbahnen vergeben, der über die HeiterBlick GmbH abgewickelt wird. Der Auftragswert liegt bei rund Mio. EUR 130. Im Jahr 2020 begann die Fertigung der Neufahrzeuge sowie der Materialeinkauf. Infolge der coronabedingten Lieferkettenstörung kam es bei wichtigen Bauteilen zu Lieferverzögerungen, so dass die Auslieferung des ersten Fahrzeugs erst im 4. Quartal 2022 erfolgte. Die weiteren Fahrzeuge sind im Bau und mittlerweile hat sich die Liefersituation durch ein permanentes Lieferantentracking stabilisiert. Der Kunde DSW21 löste 2022 die vertraglich bestehende Option über zwei weitere Neufahrzeuge ein.

Im Dezember 2019 wurde ein Auftrag über 18 Niederflurstraßenbahnen von der Würzburger Straßenbahn GmbH vergeben, der ebenfalls über die HeiterBlick GmbH abgewickelt wird. Der Auftragswert liegt bei rund Mio. EUR 80. Optional kann der Auftraggeber weitere neun Fahrzeuge bestellen, die jedoch größer sein werden, um bis zu 15% mehr Fahrgastkapazität bei einer Länge von bis zu 42 Metern zu gewährleisten. Der Beginn und das Anhalten der seit Februar 2022 herrschenden Ukraine-Krise erschwerte die Beschaffung enorm. Trotzdem sind die Vorbereitungen für den Aufbau der eigenen Rohbaufertigung mit der Fertigstellung von zwei Aufbauständen im Terminplan umgesetzt worden. Die Investition beruht auf einer strategischen Entscheidung zur Aufrechterhaltung des Knowhows für Fertigungstechnologie und Qualität in der Kernkomponente Rohbau.

Im Dezember 2021 wurde ein weiterer Auftrag mit dem Konsortium LEIWAG (HeiterBlick GmbH und Kiepe Electric GmbH) gewonnen. Kunden sind die Städte Leipzig, Görlitz und Zwickau, die eine gemeinsame Ausschreibung von zunächst 25 XXL-Fahrzeugen (45m) für Leipzig, 8 L-Fahrzeugen (30m) für Görlitz und 6 L-Fahrzeugen (30m) für Zwickau durchgeführt haben. Der Auftragswert für den Anteil von HeiterBlick beläuft sich auf ca. Mio. EUR 130. Weitere 130 Optionsfahrzeuge können in den Folgejahren bestellt werden. Die konstruktive Bearbeitung dieses Auftrags erfolgte weitgehend im Jahr 2022, die Beschaffung wird in 2023 durchgeführt werden, wofür uns der Kunden sechs Monate mehr Zeit im Lieferplan einräumt.

Als Teil unseres Qualitätsmanagements wird im Rahmen des jährlichen Management Reviews auch die Kundenzufriedenheit gemessen und im aktuellen Bericht mit der Note 1,5 bewertet. Als Teil unseres Umweltmanagements nach der ISO 14001 erfassen und bewerten wir regelmäßige relevante Umweltaspekte unserer operativen Prozesse. Unser für den Kunden DSW21 entwickeltes und in 2022 gebautes erstes Fahrzeug ist ein Beispiel für unser kontinuierliches Streben, die Umweltbelastung der Fahrzeuge zu reduzieren. So kommt das neue DSW21 Fahrzeug im Vergleich zu seinem Vorgänger mit einem Drittel der elektrischen Heizleistung aus. Wir ermöglichen damit unserem Kunden, seinen CO 2 Ausstoß zu reduzieren, ein großer gesellschaftspolitischer Beitrag. Unsere gesellschaftliche Verantwortung nehmen wir durch umfangreiches Sponsoring einer Vielzahl von Jugendsportaktivitäten in der Region war und fördern die regionale Wirtschaft durch unsere langjährige Patenschaft für den Wirtschaftspreis der Stadt Leipzig, die Via Oeconomica.

Unser Auftragsbestand bei Stadtbahnen reicht mit den verbliebenen 4 Fahrzeugen aus der Option Bielefeld, dem Auftrag aus Dortmund mit nunmehr 90 Fahrzeugen, dem Auftrag für Würzburg mit 18 Fahrzeugen und dem Auftrag für die sächsische Straßenbahnplattform von aktuelle 39 Fahrzeugen bis in das Jahr 2031.

Der Jahresfehlbetrag der vergangenen zwei Jahre fiel zuerst aufgrund der Auswirkungen der Corona Pandemie und im vergangenen Geschäftsjahr zusätzlich aufgrund der Ukraine Krise auf die Lieferterminpläne und Kostensituation kumuliert deutlich höher als geplant aus. Die Planungsrechnung für 2022 mit einem erwarteten Fehlbetrag von -1,2 Mio. Euro berücksichtigte zumindest die Pandemie Auswirkungen bereits. Der Jahresabschluss weist im Ist demgegenüber mit -0,9 Mio€ einen leicht niedrigeren Fehlbetrag aus.

Wesentlich für die Absicherung des Auftragsbestands und die dafür notwendige Weiterentwicklung der Organisation war die Erneuerung des Avalfinanzierungsrahmens im Zusammenhang mit einem Gesellschafterwechsel (change of control) der Gesellschaft. Dazu wurden 2022 intensive Gespräche mit den Finanzierungspartnern mit Unterstützung einer Unternehmensberatung geführt, die den weiteren Transformationsweg begleiten wird.

Die Gesellschaft wurde 2022 durch den bisherigen alleinigen Geschäftsführer Samuel Kermelk unter Beibehaltung der Geschäftsführungsfunktion übernommen. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wird ab Januar 2023 durch Bernd Flaskamp in der Funktion als CFO verstärkt.

Leistungs- und Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir durch die Abnahme von 11 Vamos-Fahrzeugen sowie kleinerer Werkstatt- und diverser Ersatzteilaufträge einen Umsatz i.H.v. TEUR 29.597 erzielen. Das Geschäftsjahr war geprägt von der Fortsetzung der Produktion der Bielefeld-Fahrzeuge, dem Montagebeginn des Auftrags Dortmund, der Fertigungsvorbereitungen des Würzburger Auftrags, sowie der konstruktiven Bearbeitung des sächsischen Plattformfahrzeugs. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2022 eine Leistung (Umsatz zuzüglich Bestandsänderung) i.H.v. TEUR 29.616 erzielen können.

Beteiligungsbericht

Im Geschäftsjahr 2011 wurde für die Ausführung des Großauftrages für die Hannoverschen Verkehrsbetriebe die Heiterblick Projektgesellschaft mbH, Leipzig, gegründet. Die HeiterBlick GmbH ist an dieser Gesellschaft mit 51% beteiligt.

Personal

Mit einem wachsenden Mitarbeiterstamm von 168 Mitarbeitern (inklusive Praktikanten und Aushilfen) per 31.12.22 wird am Standort Leipzig die Entwicklung und Fertigung der Fahrzeuge durchgeführt.

Erhöhten Anforderungen bezogen auf Personalkapazität in der Fertigung begegnen wir durch den Einsatz von Leiharbeitnehmern. Punktuell haben wir die Organisation verstärkt, um dem gestiegenen Geschäftsvolumen gerecht zur werden. Trotz der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt gelingt es uns diese Stellen qualifiziert zu besetzen, auch wenn der Auswahlprozess länger dauert als in der Vergangenheit. Hilfreich dabei ist unser attraktives Arbeitsumfeld und das moderne Produkt Straßenbahn.

Die Einstellung von Auszubildenden sowie die fachorientierte Weiterqualifizierung von Mitarbeitern ist Schwerpunkt künftiger Personalentwicklung. Wir bilden mittlerweile in fünf Ausbildungsberufen aus. Weiterhin arbeiten wir aktiv mit Hochschulen der Region zusammen, um akademischen Nachwuchs an das Unternehmen zu binden.

Die Vergütungen bei HeiterBlick werden durch einen Haustarifvertrag geregelt, dessen Entwicklung sich in der Vergangenheit an den Abschlüssen der Metall- und Elektroindustrie orientierte. Eine betriebliche Altersversorgung ist im Rahmen der Entgeltumwandlung installiert.

Im Jahr 2022 mussten 14 Arbeitsunfälle festgestellt werden, davon keiner mit für die Betroffenen erheblich belastendem oder tragischem Ausgang.

Forschung und Entwicklung

Die stetige Weiterentwicklung unserer Fahrzeuge und Baureihen gehört zur Unternehmensstrategie. Neben der Weiterentwicklung bestehender Fahrzeugtypen arbeiten wir unsere Entwicklungsvorhaben weitgehend auftragsbezogen ab. 2020 wurde im Bereich der alternativen Antriebe für Straßenbahnen ein Forschungsprojekt installiert, das auch vom Bundesverkehrsministerium gefördert wird. In Zusammenarbeit mit sächsischen Entwicklungspartnern wird eine wasserstoffbetriebene Straßenbahn entwickelt, um den vermehrten Nachfragen von innovativen Verkehrsbetrieben gerecht zu werden. Dieses Vorhaben war in 2022 einziges FuE Vorhaben und wurde durch Mitarbeiter der Konstruktionsabteilung bearbeitet. Es wurden 5.433h entsprechend 341 tEUR dafür aufgewendet. Das Vorhaben, wird in 2023 abgeschlossen werden.

Im Berichtsjahr wurde keine Patente angemeldet oder Lizenzen vergeben.

Auf der Grundlage der erfolgreichen Ergebnisse des beschriebenen Forschungsvorhabens wurde mit Partnern eine Projektskizze ausgearbeitet, mit dem Ziel einen ersten Prototypen zu bauen. Entscheidungen über Förderung und Finanzierung dieses Folgeprojektes werden im Jahr 2023 erwartet. Darüber hinaus wurden in 2022 keine neuen Vorhaben gestartet.

Beschaffung

Die Versorgungslage im Bereich der Vorprodukte und des Materialbezuges konnte bezogen auf die im Jahr 2022 in der Fertigung befindlichen Fahrzeuge nur unter großer Anspannung sichergestellt werden. Hierbei bevorzugen wir hauptsächlich langfristige Rahmenverträge mit schwerpunktmäßiger Ausrichtung auf Unternehmen der Region und den üblichen Preisgleitklauseln. Durch diese regionale Sourcing-Strategie konnten wir die starken Lieferstörungen zwar deutlich dämpfen, jedoch nicht vollends ausschließen. Daher kam es gerade im Bereich des Stahlbaus zu Lieferverzögerungen seitens der Lieferanten, welche wiederum bei uns zu verzögerten Auslieferungen und Umsatzverschiebungen sorgten. Zum Beginn des Jahres 2023 hat sich diese Situation mit Anlieferung der letzten Rohbauwagenkästen für den Auftrag moBIEL entspannt.

Beginnend mit der Corona-Pandemie und nochmal verstärkt durch den Krieg in der Ukraine hat sich die Beschaffungssituation für Neuprojekte nun deutlich verändert. Teilweise wurden Lieferketten temporär unterbrochen. Teilweise mussten Lieferanten ihre Geschäftstätigkeit wegen Insolvenz schließen, was zu weiteren Verzögerungen führte. Es ist jedoch gelungen, Ersatzlieferanten zu finden. Unverändert beobachten wir Preissteigerungen bei Vormaterialien, die sich auch auf Komponenten niedergeschlagen.

Liquidität

Die im Berichtsjahr zur Verfügung stehende Liquidität reichte jederzeit aus, um die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Auch für das nächste Geschäftsjahr ist die Liquidität gesichert. Wir haben keine Kreditlinien in Anspruch genommen.

In bilateralen Kundengesprächen ist es uns gelungen, die vertraglich vereinbarten Zahlungspläne und -meilensteine an die sich ändernde dynamische Situation anzupassen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht genutzt, Fremdwährungs- und Zinsrisiken bestehen nicht.

Lage des Unternehmens

Entwicklung der Finanzlage

Wesentliche Ziele unseres Finanzmanagements sind unter anderem, die Abwicklung unserer Aufträge sowie das geplante Wachstum des Unternehmens durch eine adäquate Finanzierungsstruktur zu unterstützen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Hierzu stehen uns über die bestehenden Lieferverträge mit unseren Auftraggebern ausreichend Finanzmittel zur Verfügung.

Für die Projektabwicklung Dortmund wurde eine Avalkreditlinie in Höhe von 45.000 TEUR durch ein deutsches Bankenkonsortium bereitgestellt. Für den Auftrag Würzburg sowie in Vorbereitung weiterer wahrscheinlicher Auftragseingänge wurde eine Erhöhung dieser Linie um weitere 115.000 TEUR im Jahr 2020 durchgeführt. Diese Linie wurde 2022 in unveränderter Höhe prolongiert.

in T EUR 01.01. - 31.12.2022 01.01. - 31.12.2021 Veränderung
CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.913 - 12.170 17.083
CashFlow aus Investitionstätigkeit - 2.232 - 585 - 1.647
CashFlow aus Finanzierungstätigkeit - 390 - 285 -105
Veränderung des Finanzmittelbestandes 2.291 - 13.040 15.331
Stand 01.01. 6.404 19.444
Stand 31.12. 8.695 6.404

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Entwicklung der Ertragslage

Die Entwicklung der Betriebsleistung des Geschäftsjahres 2022 war geprägt von der Auslieferung und Abrechnung der Fahrzeuge des Auftrages Bielefeld sowie Vorleistungen für die Aufträge Dortmund und Würzburg. Im Vergleich zum Vorjahr konnte eine um TEUR 1.989 höhere Leistung ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.934 enthalten überwiegend Zuschüsse aus Coronahilfen und Fördermitteln. Im Zuge des Aufbaus der Rohbaufertigung und Ausweitung der Fertigungsinfrastruktur wurden selbsterstellte Anlagen im Wert von TEUR 760 aktiviert.

Die Ausgaben im Personalbereich sind durch Tarifsteigerungen sowie insbesondere durch den Aufbau des Mitarbeiterstammes zur Abarbeitung des hohen Auftragsbestands gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber Vorjahr vor allem wegen deutlich gestiegener Energie- und Mietkosten, sowie wegen signifikanter Beratungskosten zur Begleitung des Gesellschafterwechsels gegenüber 2021 um TEUR 1.327 gestiegen.

Für das Geschäftsjahr 2022 ergibt sich ein negatives Betriebsergebnis in Höhe von TEUR - 592. Zusammen mit dem Finanzergebnis und dem Beteiligungsergebnis aus der Heiterblick Projektgesellschaft wurde im Geschäftsjahr ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR -880 erwirtschaftet. Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft beträgt TEUR -891.

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

in TEUR 01.01. - 31.12.2022 01.01. - 31.12.2021 Veränderung
Umsatzerlöse 29.597 24.581 5.016
Betriebsleistung 29.616 27.627 1.989
Betriebsaufwand 32.902 31.249 1.653
Sonstige betriebliche Erträge und aktivierte Eigenleistungen 2.694 601 2.093
Betriebsergebnis - 592 - 3.022 2.430
Finanz- und Beteiligungsergebnis - 288 157 - 445
Außerordentliches und neutrales Ergebnis 0 0 0
Ergebnis vor Ertragssteuern - 880 - 2.865 1.985

Entwicklung der Vermögenslage

Die Vermögenssituation der HeiterBlick GmbH ist geprägt durch das Umlaufvermögen, vor allem durch die Vorräte und die Forderungen.

Zum 31. Dezember 2022 betrug die Bilanzsumme der HeiterBlick GmbH TEUR 40.845. Mit dem im Jahr 2022 erzielten Fehlbetrag reduziert sich das Eigenkapital auf TEUR 224.

Vermögensstruktur
in TEUR
31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Mittel- und langfristige Vermögenswerte 3.236 1.346 1.890
Vorräte 18.069 22.274 - 4.205
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.790 7.224 3.566
Flüssige Mittel 8.695 6.404 2.291
Aktive latente Steuern/RAP 55 79 - 24
Bilanzsumme 40.845 37.327 3.518

Der Anstieg der mittel- und langfristigen Vermögensgegenstände auf der Aktivseite beruht auf der Investitionstätigkeit in die Fertigungsinfrastruktur, insbesondere im Bereich Stahlbau.

Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 3,5 Mio. € betrifft im Wesentlichen den Auftrag Bielefeld. Die eingehenden Schlusszahlungen des Kunden wurden im Geschäftsjahr2022 beim Konsortium KSB GbR noch zur Vorfinanzierung der Materialausgaben des Auftrags benötigt und können erst im Geschäftsjahre 2023 mit Ende der Fahrzeugauslieferungen an HeiterBlick weitergegeben werden.

Kapitalstruktur
in TEUR
31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
Eigenkapital 224 1.115 - 891
Rückstellungen 2.001 2.151 - 150
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111 226 - 115
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 27.189 17.226 9.963
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.665 2.277 - 612
andere Verbindlichkeiten 9.655 14.331 - 4.676
Bilanzsumme 40.845 37.327 3.518

Die Passivseite ist ebenfalls geprägt von der Abwicklung des Auftrages Bielefeld und den Vorleistungen für die Aufträge Dortmund und Würzburg und insofern korrespondent zur Aktivseite. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich stark auf Grund der ersten Anzahlungen vom Konsortium LEIWAG. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr verringert. In der Position "andere Verbindlichkeiten" ist der Saldo aus der wirtschaftlichen Zuordnung des Materialanteils aus dem Auftrag Bielefeld über das Konsortium abgebildet. Die Rückstellungen entsprechen dem Vorjahresniveau.

Chancen- und Risikobericht

Vorbemerkung

Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 verfügt die Gesellschaft über ein geringes positives Eigenkapital in Höhe von TEUR 224 €.

Die Planungsrechnung wurde bis 2025 aktualisiert. Darin sind die Umsätze aus dem Auftragsbestand aus den Aufträgen Bielefeld, Dortmund, Würzburg und erhebliche Anarbeit für die Aufträge Leipzig, Görlitz und Zwickau enthalten.

Im Ergebnis der Planungsrechnung ist unsere Liquidität mindestens für die kommenden beiden Geschäftsjahre gesichert. Wir sehen unsere weitere Entwicklung, insbesondere aufgrund des gesicherten Auftragsbestandes, der realisierten verbesserten Zahlungsbedingungen, der getätigten Investitionen in die Fertigungsinfrastruktur zur Vorbereitung der parallelen Abwicklung der Großaufträge und weiterer potenzieller Neuaufträge, positiv.

Insgesamt ergibt sich aus den im folgenden detailliert beschriebenen Sachverhalten ein ausgewogenes Gesamtbild der Chancen und Risiken für HeiterBlick auf der Grundlage einer guten Auftragslage und der beschriebenen positiven politischen Rahmenbedingungen für die Unternehmen dieser Branche.

Eingrenzung von Risiken

Zur planmäßigen Steuerung auftretender Risiken und sich bietender Chancen werden kontinuierlich Leitungsbesprechungen durchgeführt. Dabei werden Risiken und Chancen in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens identifiziert, analysiert, bewertet und kommuniziert.

Wir bedienen uns einer Reihe aufeinander abgestimmter Systeme, die uns unterstützen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Diese Systeme wurden im Jahr 2022 noch einmal verfeinert und insbesondere um weitere liquiditätssteuernde Elemente ergänzt. Im Mittelpunkt der eingerichteten Kontrollsysteme und - mechanismen zu Chancen und Risiken stehen die zeitnahe Verfolgung der Unternehmensplanung, die Liquiditätsprognosen und die Feststellung der Plausibilität des sich ergebenden Zahlenwerkes. Ferner erfolgen unter anderem monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen und eine mitlaufende Auftragskalkulation.

Die Erneuerung des Avalkreditvertrages beinhaltet umfangreiche externe Reportingpflichten, die jeweils zum Quartal durch eine Unternehmensberatung begleitet werden und deren Ziel ein aktives Risikomanagement während des eingeschlagenen Wachstums- und Transformationsweges ist.

Mögliche Chancen

Unsere erarbeitete Kompetenz im Straßenbahnbau und der Sanierung von Straßenbahnen versetzt uns in die Lage, schnell und kundenorientiert am Markt agieren zu können und gegebenenfalls als Nischenanbieter auch kleinere Stückzahlen an Fahrzeugen und Bauteilen liefern zu können.

Wir sehen unsere Reaktionsgeschwindigkeit, unsere hohe Kundenorientierung und unser hohes Qualitätsniveau sowie unser im Laufe der Jahre geschaffenes spezielles Know-how als Wettbewerbsvorteil bzw. als Wettbewerbschance.

Allgemeiner Hinweis

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind noch nicht vollumfänglich bewertbar. Wir sehen Risiken im Bereich steigender Materialpreise und insbesondere in der Verzögerung durch Lieferungen von Bauteilen.

Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts haben die Volatilität in den Lieferketten und bei den Preisen noch einmal verstärkt und die finalen Auswirkungen sind weiterhin noch nicht abschätzbar. Den Auswirkungen wird durch aktives Lieferantenmanagement und Nachtragsverhandlungen mit Kunden begegnet.

Die gesamte Branche ist diesen Risiken ausgesetzt, wie dem jährlichen Bericht über die Marktentwicklung für Straßen- und Stadtbahnen in der anerkannten Branchen Publikation Urban Transport Magazine zu entnehmen ist.

Auf Kundenseite besteht das Risiko einer rückläufigen Nachfrage seitens der öffentlich-rechtlichen Institutionen, da mit einer Reduzierung der öffentlichen Haushalte gerechnet werden muss.

Liquiditäts- und Kapitalkostenrisiken

Liquiditätsrisiken sind mit den vorhandenen Auftragseingängen und den damit verbundenen Anzahlungsflüssen vorerst nicht zu erkennen, auch wenn latent die Lieferkettenproblematik auf an Auftragsmeilensteine geknüpfte Zahlungen Einfluss nehmen kann.

Fremdfinanzierungen werden von uns aktuell in sehr geringem Umfang in Anspruch genommen.

Lieferantenrisiken

Bei der Beschaffung von Komponenten, Vorprodukten und Dienstleistungen sind wir auf Fremdanbieter angewiesen. Schwerpunkte bei der Risikobetrachtung bilden u.a. das Lieferantenmanagement, Gewährleistungsverpflichtungen und das Cost-Management. Unterstützt werden die Maßnahmen durch das vorhandene Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2000.

Zur Absicherung der Risiken werden fortlaufend folgende Maßnahmen betrieben:

• Revision der vorhandenen Lieferantenbeziehungen,

• Alternativprüfung von Ersatzlieferanten und Produkten,

• Überwachung der Einhaltung der Qualitätsvorgaben,

• ständige Zwischenabnahmen bei Zulieferern.

Zudem binden wir unsere Lieferanten hauptsächlich über Rahmenverträge mit Festpreisen bis zur Auslieferung unserer langfristigen Aufträge. Dadurch begegnen wir den sich bei mehrjährigen Lieferverträgen zwangsläufig ergebenden Preisänderungsrisiken bereits im Vorfeld. Für neue Rahmenverträge ist die Vereinbarung von Festpreisen zunehmend schwierig, alternativ wird versucht, eine kundengleiche Preisgleitformel zu vereinbaren.

Wie bereits in der Einleitung und unter den allgemeinen Hinweisen erwähnt, sehen wir insbesondere auch die Materialbeschaffung durch die fortschreitende Corona-Pandemie sowie den Ukraine-Konflikt negativ beeinflusst.

Qualitätsrisiken

Voraussetzung für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit ist die permanente Qualitätssicherung. Um Qualitätsrisiken zu mindern, haben wir daher ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2000 eingerichtet. Die HeiterBlick GmbH besitzt zudem die schweißtechnische Zulassung gemäß der DIN 6700-2 CI sowie die notwendigen Erweiterungen DIN 3834-2 und DIN 18800-7 (2002-9) zum Schweißen von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen. Weiterhin wurde ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2004 eingerichtet. Zudem verfügt die HeiterBlick GmbH über die Zertifizierung zum Klebefachbetrieb nach DIN 6701 und ist berechtigt, A1-Verklebungen durchzuführen.

Auf unsere qualitativ hochwertigen Produkte geben wir i.d.R. Gewährleistungen zwischen zwei und vier Jahren. Bei einzelnen Komponenten beträgt die Gewährleistung bis zu 10 Jahren und mehr. Für diese möglichen Gewährleistungsfälle haben wir aufgrund unserer Erfahrungen in der Vergangenheit durch Rückstellungen ausreichend Vorsorge getroffen. Wir gehen davon aus, dass diese ausreichend sind, mögliche anfallende Kosten zu decken.

Risiken der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung

Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung der HeiterBlick GmbH ist durch Unsicherheiten beeinflusst. Durch den Auftragsbestand Bielefeld (MoBiel), Dortmund (DSW21) und Würzburg (WSB) sowie Leipzig, Görlitz und Zwickau hat sich eine wesentliche Risikogröße (fehlende Auslastung) aufgelöst, allerdings wird die bestehende Organisation ohne Personalaufbau im Verwaltungsbereich an die gestiegene Anzahl parallel abzuarbeitender Aufträge angepasst werden.

Für HeiterBlick Straßenbahnen GmbH (HBS) ergeben sich aus angearbeiteten Aufträgen wesentliche finanzielle Unsicherheiten. Die Unsicherheit besteht im Eintritt von geltend gemachten Vertragsanpassungen im Hinblick auf Preisnachträge, bezüglich des wesentlichen in der Abarbeitung befindlichen Auftrags. Dem Kunden wurde mit Schreiben vom 13.04.2022 der Bedarf der Vertragspreisanpassung wegen Kostensteigerung und Lieferterminverschiebung unter Bezug auf die Auswirkungen durch die eingetretenen, unvorhersehbaren Krisen (Covid19 Pandemie, Ukraine Krieg) übermittelt und in den nachfolgenden Gesprächen schließlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, in dem der Kunde einerseits die grundsätzliche Bereitschaft zur Vertragsanpassung im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Regeln erklärt, aber auch der zur abschließenden Beurteilung notwendige Prüfungsbedarf detailliert wird. Die endgültige Vertragsanpassung ist abhängig von dezidiert zu führenden Nachweisen sowie einer positiven Gremiumsentscheidung der Gremien des Kunden. Im Falle von gescheiterten Nachtragsverhandlungen, birgt die der Fortbestehensprognose bei HBS zu Grunde liegende Planung das Risiko, dass die der Planung zu Grunde liegenden Prämissen, insbesondere der Abschluss der Vertragsanpassung, nicht eintreten und dadurch die HBS im Planungszeitraum nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit der HBS könnte eine Situation entstehen, die dazu führt, dass die HeiterBlick GmbH aus der gesamthänderische Mithaftung in Anspruch genommen wird. Im Weiteren könnte die Gesellschaft wirtschaftlich als Subunternehmerin der HBS betroffen sein.

Die Mithaftung im bestehenden Avalkreditvertrag der HeiterBlick Straßenbahnen GmbH (siehe auch Kapitel V.1 im Anhang) könnte im Fall einer Inanspruchnahme eine bestandsgefährdende Tatsache darstellen, die eine erhebliche Unsicherheit für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darstellt.

Es sind aktuell keine Tatsachen bekannt, die eine Berechtigung unseres Vertragsanpassungsverlangens, von Vornherein ausschließen, auch wenn zum jetzigen Stand noch keine abschließende Prüfung, der durch uns vorgelegten Nachweise vor liegt und Gremienbeschlüsse beim Kunden noch ausstehen.

Zudem verweisen wir auf die Ausführungen im Going Concern Kapitel II.10. im Anhang.

Grundsätzlich bestehen die üblichen Geschäfts- und Produktionsrisiken, die zu einer Abweichung von der Planung führen können. Aufgrund der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise haben sich diese Risiken erhöht.

Finanzinstrumente

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die HeiterBlick GmbH verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minderung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Prognosebericht

Unabhängig von der volatilen weltweiten Wirtschaftslage sind unsere Erwartungen für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 - vor dem Hintergrund unserer guten Auftragslage - positiv.

Die Fertigungskapazitäten insbesondere in der Endmontage werden am Standort in Leipzig deutlich ausgeweitet und sind gemäß unseren Planungen für 2023 bis 2025 ausgelastet. Einzelne Leistungen werden an dafür spezialisierte Unternehmen vergeben. Darüber hinaus auftretende Fertigungsspitzen gleichen wir über Leiharbeit aus.

Die Entwicklung weiterer innovativer Produkte steht ebenfalls im Fokus der Ausrichtung unserer Gesellschaft. Hieraus leitet sich die Notwendigkeit ab, mit einer zielgerichteten Entwicklungsarbeit das Produktportfolio zu optimieren und zu erweitern, um unsere Marktposition als Nischenanbieter weiter zu festigen.

Für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 rechnen wir bei einer jährlichen Betriebsleistung von in der Spitze 54 Mio. € kumulativ mit Jahresüberschüssen von rund 2,5 Mio € und damit einer Verbesserung der Eigenkapitalsituation. Unsere Liquidität ist unseren Planungen zufolge in den Geschäftsjahren 2023 bis 2025 gesichert.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 0,00 0,00
B. Anlagevermögen 3.235.806,56 1.345.960,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 130.903,00 136.180,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 130.903,00 136.180,00
II. Sachanlagen 3.092.153,56 1.197.030,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 558.812,00 564.751,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074.742,00 602.279,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.458.599,56 30.000,00
III. Finanzanlagen 12.750,00 12.750,00
1. Beteiligungen 12.750,00 12.750,00
C. Umlaufvermögen 37.553.830,67 35.901.341,96
I. Vorräte 18.069.343,62 22.273.826,09
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.937.683,30 4.657.203,09
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.481.797,09 19.463.192,93
3. geleistete Anzahlungen 10.750.934,50 6.552.809,10
4. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 14.101.071,27 8.399.379,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.789.739,66 7.223.527,85
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.223.651,95 5.816.439,51
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 512.040,92 365.511,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 54.046,79 1.041.576,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.694.747,39 6.403.988,02
D. Rechnungsabgrenzungsposten 54.901,00 79.298,06
Bilanzsumme, Summe Aktiva 40.844.538,23 37.326.600,02

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 223.500,82 1.114.906,26
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnrücklagen 19.105,18 19.105,18
III. Bilanzgewinn 179.395,64 1.070.801,08
B. Rückstellungen 2.000.936,91 2.151.332,25
C. Verbindlichkeiten 38.620.100,50 34.060.361,51
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 111.028,65 225.896,76
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 27.189.062,17 17.225.871,39
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.665.093,57 2.277.462,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 473.090,68 14.844,74
5. sonstige Verbindlichkeiten 9.181.825,43 14.316.285,95
davon aus Steuern 1.543.908,82 81.187,74
Bilanzsumme, Summe Passiva 40.844.538,23 37.326.600,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 15.008.591,73 9.355.002,17
2. Personalaufwand 9.238.004,50 7.425.804,77
a) Löhne und Gehälter 7.646.487,92 6.207.454,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.591.516,58 1.218.350,25
3. Abschreibungen 497.466,61 412.946,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 497.466,61 412.946,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.865.087,24 4.537.879,38
5. erhaltene Gewinne aufgrund eines Gewinn- oder Teilgewinnabführungsvertrags 0,00 265.511,60
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.927,52 2.494,09
davon aus verbundenen Unternehmen 1.495,88 1.499,99
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 274.641,19 110.945,08
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 17.430,82 0,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 3.067,21 -284.225,48
10. sonstige Steuern 8.227,12 5.280,00
Jahresfehlbetrag 891.405,44 2.585.622,52

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresfehlbetrag 891.405,44 2.585.622,52
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.070.801,08 3.706.423,60
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 0,00 50.000,00
4. Bilanzgewinn 179.395,64 1.070.801,08

Anhang

I. Angaben zur Form und Darstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

Die HeiterBlick GmbH hat Ihren Sitz in Leipzig und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der Registernummer HRB 20836 eingetragen. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung sowie die Vermarktung und der Vertrieb von Schienenfahrzeugen sowie deren technischer Systemlösungen, deren Erhalt und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Der Jahresabschluss der HeiterBlick GmbH, Leipzig, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde gemäß § 15 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte gemäß § 266 HGB und § 275 Abs. 2 HGB.

Die Bezeichnung der Bilanzposten und der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB ihrem tatsächlichen Inhalt angepasst.

Die Bilanz wurde vor Ergebnisverwendung aufgestellt.

Gemäß § 268 Abs. 5 HGB wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, erhaltene Anzahlungen auf Vorräte offen, von diesen abzusetzen.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert geblieben. Es wurden folgende Bewertungsgrundsätze beachtet:

• die formelle Bilanzkontinuität,

• das Going-Concern-Prinzip,

• das Stichtagsprinzip,

• der Grundsatz der Einzelbewertung,

• das Vorsichtsprinzip und als Ausdruck dessen das Imparitäts- sowie das Realisationsprinzip.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Aufgrund der vorliegenden Liquiditätsplanung sprechen keine Gründe für eine Abkehr von dieser Annahme.

1. Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet.

Anlagegegenstände, deren Anschaffungskosten im Einzelfall € 800,00 nicht übersteigen, werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten nach der gewogenen Durchschnittsmethode bewertet. Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB in Höhe von T€ 17,7 vorgenommen.

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, sofern nicht ein niedrigerer Wert beizulegen war (§ 253 Abs. 4 HGB). Die Herstellungskosten umfassen Material-, Fertigungseinzelkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung einschließlich Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie den Werteverzehr des Anlagevermögens (produktionsbezogene Vollkosten).

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden, soweit diese die Vorräte betreffen, offen von diesen abgesetzt.

Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert bewertet.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für sonstige EDV-Leistungen, vorausbezahlte Zinsen und Disagio.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert. Ergebnisse aus der Umstellung der Bewertung infolge der erstmaligen Anwendung des BilMoG im Geschäftsjahr 2010 sind in der Gewinnrücklage ausgewiesen.

7. Rückstellungen

Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge gebildet.

Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen in Höhe von T€ 77,4 basiert auf den gemäß Vereinbarung zukünftig zu zahlenden Prämien, unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und unter Abzinsung gemäß der von der Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätze.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) angesetzt.

9. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

10. Going Concern

Diese Anhangangabe bietet eine detaillierte Übersicht über die wesentlichen Unsicherheiten und Annahmen, die bei der Erstellung der Fortbestehensprognose für die HeiterBlick GmbH berücksichtigt wurden.

Marktrisiken

Die Prognose beruht auf der Annahme, dass die aktuellen Marktbedingungen stabil bleiben. Es ist jedoch zu beachten, dass das Unternehmen den Auswirkungen von Schwankungen in der Marktnachfrage, Wettbewerbsdruck und makroökonomischen Faktoren ausgesetzt ist. Unvorhersehbare Ereignisse, die die Marktsituation beeinflussen könnten, sind nicht vollständig vorhersehbar.

Finanzielle Unsicherheiten

Die finanziellen Prognosen basieren auf historischen Finanzdaten, aktuellen Geschäftsplänen und Managemententscheidungen. Die zukünftigen Einnahmen, Kosten und Investitionen sind mit Unsicherheiten behaftet, da sie von zahlreichen internen und externen Faktoren abhängen.

Für HeiterBlick Straßenbahnen GmbH (HBS) ergeben sich aus angearbeiteten Aufträgen wesentliche finanzielle Unsicherheiten. Die Unsicherheit besteht im Eintritt von geltend gemachten Vertragsanpassungen im Hinblick auf Preisnachträge, bezüglich des wesentlichen in der Abarbeitung befindlichen Auftrags. Dem Kunden wurde mit Schreiben vom 13.04.2022 der Bedarf der Vertragspreisanpassung wegen Kostensteigerung und Lieferterminverschiebung unter Bezug auf die Auswirkungen durch die eingetretenen, unvorhersehbaren Krisen (Covid19 Pandemie, Ukraine Krieg) übermittelt und in den nachfolgenden Gesprächen schließlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, in dem der Kunde einerseits die grundsätzliche Bereitschaft zur Vertragsanpassung im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Regeln erklärt, aber auch der zur abschließenden Beurteilung notwendige Prüfungsbedarf detailliert wird. Die endgültige Vertragsanpassung ist abhängig von dezidiert zu führenden Nachweisen sowie einer positiven Gremiumsentscheidung des Kunden. Im Falle von gescheiterten Nachtragsverhandlungen, birgt die der Fortbestehensprognose bei HBS zu Grunde liegende Planung das Risiko, dass die der Planung zu Grunde liegenden Prämissen, insbesondere der Abschluss der Vertragsanpassung, nicht eintreten und dadurch die HBS im Planungszeitraum nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit der HBS könnte eine Situation entstehen, die dazu führt, dass die HeiterBlick GmbH aus der gesamthänderischen Mithaftung in Anspruch genommen wird. Im Weiteren könnte die Gesellschaft wirtschaftlich als Subunternehmerin der HBS betroffen sein.

Eine Mithaftung im bestehenden Avalkreditvertrag der HeiterBlick Strassenbahnen GmbH (siehe auch Kapitel V.1) könnte im Fall einer Inanspruchnahme eine bestandgefährdende Tatsache darstellen, die eine erhebliche Unsicherheit für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit darstellt.

Managemententscheidungen

Die Prognose berücksichtigt die aktuellen Geschäftsstrategien und Managemententscheidungen. Es ist wichtig zu beachten, dass zukünftige Entscheidungen des Managements erhebliche Auswirkungen auf die finanzielle Leistung des Unternehmens haben können.

Externe Ereignisse

Unvorhersehbare externe Ereignisse wie Naturkatastrophen, kriegerische Auseinandersetzungen, politische Veränderungen und wirtschaftliche Krisen können die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Die Prognose berücksichtigt diese Unsicherheiten, kann jedoch keine genauen Vorhersagen über solche Ereignisse treffen.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Änderungen in Gesetzen und Vorschriften können die Geschäftstätigkeit beeinflussen. Die Prognose basiert auf den zum Zeitpunkt der Erstellung geltenden Gesetzen und Vorschriften. Änderungen in diesen Bestimmungen könnten die Ergebnisse der Prognose beeinflussen.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 sind im Anlagespiegel ( Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

• Gewährleistungsverpflichtungen T€ 866,7
• Ausstehende Eingangsrechnungen (ohne Auftragskosten) T€ 106,7
• Nachlaufkosten für Aufträge T€ 103,7
• Lohn- und Gehaltsverpflichtungen T€ 698,7
• Beiträge zur Berufsgenossenschaft T€ 39,6
• Urlaubsverpflichtungen T€ 78,9
• Jahresabschluss T€ 20,0
• Versicherungen T€ 0,5
• Jubiläen T€ 77,4

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von insgesamt T€ 111,0 haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren.

Die erhaltenen Anzahlungen betragen T€ 41.290,1. Davon sind T€ 14.101.1 offen von den Vorräten abgesetzt und T€ 27.189,1 als Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen. Diese haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von T€ 2.051,7 und eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren in Höhe von T€ 39.238,4.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.665,1, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 473,1 und die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 9.181,8 haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsatzerlöse i. H. v. T€ 29.597,3 erzielt (davon Inland: T€ 29.585,0 und Ausland: T€ 12,3). Der Umsatz gliedert sich in Aufträge für Fahrzeuge T€ 27.573,5; Dienstleistungen T€ 1.111,9 sowie Ersatzteilaufträge T€ 857,0 und sonstige Lieferungen bzw. Leistungen T€ 54,9.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Darin sind periodenfremde Erträge aus Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 334,0, Anlageverkäufen in Höhe von T€ 1,9 und Zuschüsse in Höhe von T€ 1.464,8 enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind Erträge aus der Abzinsung der Rückstellungen in Höhe von T€ 1,3 TEUR enthalten.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind die Finanzierungsanteile aus der Aufzinsung der langfristigen Rückstellungen in Höhe von T€ 8,9 TEUR enthalten.

V. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus verschiedenen, unbefristeten Dienstleistungs- und Mietverträgen für das Jahr 2023 in Höhe von T€ 3.266,1 und für die Jahre 2024 bis 2026 in Höhe von insgesamt T€ 7.162,7.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse (ZVK) des Kommunalen Versorgungsverbandes Sachsen, Dresden. Beitragszahlungen wurden im Geschäftsjahr nicht geleistet und sind auch zukünftig nicht zu erbringen; es handelt sich um eine ruhende Mitgliedschaft.

Die Gesellschaft ist gesamthänderisch Mithaftende gegenüber einem Bankenkonsortium für einen Kreditvertrag über Avallinien der HeiterBlick Straßenbahnen GmbH in Höhe von 160.000 TEUR.

2. Konzernzugehörigkeit

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die TramUnion GmbH, Berlin (Amtsgericht Berlin HRB 123550).

Die zur Offenlegung gemäß § 325 HGB bestimmten Unterlagen sind über das elektronische Unternehmensregister (www.eUnternehmensregister.de) erhältlich.

3. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen

Die Gesellschaft ist mit 51 % am Stammkapital (T€ 25,0) der Heiterblick Projektgesellschaft mbH, Leipzig beteiligt. Das Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 25. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt T€ 17,4. Mit der Heiterblick Projektgesellschaft mbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

4. Ergänzende Angaben

Organe der Gesellschaft sind:

- die Geschäftsführung

- der Beirat und

- die Gesellschafterversammlung.

Im Geschäftsjahr 2022 war zum Geschäftsführer bestellt:

Herr Samuel Kermelk - Dipl.-Ing.-, Neukieritzsch OT Kahnsdorf

Mit Eintragung in das Handelsregister vom 26.01.2023 wurde Herr Bernd Flaskamp, Langenfeld - Dipl. Wirtschaftsingenieur- zum weiteren gemeinschaftlich vertretungsberechtigtem Geschäftsführer bestellt.

Im Übrigen unterbleiben Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Sinne des § 285 Nr. 9a HGB in Ausübung des Wahlrechts des § 286 Abs. 4 HGB.

Im Geschäftsjahr war Gesamtprokura erteilt an:

Herr Jan Erning - Dipl.-Ing. (FH) -, Leipzig ab 03.02.2022

Herr Robert Dettlaff - Bachelor of Arts - Großhansdorf ab 03.02.2022 bis 20.10.2022

Frau Katharina Dörr - Dipl. Kauffrau- Parthenstein OT Klinga ab 20.10.2022

5. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6. Durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr waren (ohne Geschäftsführer) durchschnittlich 151 Mitarbeiter beschäftigt, davon 82 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 69 Angestellte.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2022 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 15,2.

8. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie das weitere Andauern dieser Pandemie sind noch nicht vollumfänglich bewertbar. Wir sehen Risiken im Bereich steigender Materialpreise und insbesondere in der Verzögerung durch Lieferungen von Bauteilen. Aufgrund der volatilen Infektionslage können weiterhin Teilschließungen bei Lieferanten oder den eigenen Fertigungsbereichen nicht ausgeschlossen werden.

Weiterhin sind die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts noch nicht abschätzbar. So sind aktuell starke Auswirkungen auf die Beschaffungskosten und die Lieferzeiten feststellbar. Wie sich dies jedoch weiterhin entwickeln wird, ist unklar. Darüber hinaus kann eine veränderte Energieversorgung zu einem Zusammenbruch der Wirtschaft führen, dessen Ausmaß nicht abschätzbar ist.

Anlage zum Anhang

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 615.387,52 80.436,77 0,00 0,00 695.824,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
615.387,52 80.436,77 0,00 0,00 695.824,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 21.016,11 0,00 0,00 0,00 21.016,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 859.159,58 50.034,71 0,00 0,00 909.194,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.978.006,37 828.243,13 0,00 20.962,58 3.785.286,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.000,00 1.428.599,56 0,00 0,00 1.458.599,56
3.888.182,06 2.306.877,40 0,00 20.962,58 6.174.096,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.750,00 0,00 0,00 0,00 12.750,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.750,00 0,00 0,00 0,00 12.750,00
Summe Anlagevermögen 4.516.319,58 2.387.314,17 0,00 20.962,58 6.882.671,17
Abschreibungen
Stand 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 479.207,52 85.713,77 0,00 0,00 564.921,29
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
479.207,52 85.713,77 0,00 0,00 564.921,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 21.016,11 0,00 0,00 0,00 21.016,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 294.408,58 55.973,71 0,00 0,00 350.382,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.375.727,37 355.779,13 0,00 20.961,58 2.710.544,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.691.152,06 411.752,84 0,00 20.961,58 3.081.943,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.170.359,58 497.466,61 0,00 20.961,58 3.646.864,61
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, sowie Lizenzen an solchen rechten und Werten 130.903,00 136.180,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
130.903,00 136.180,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der bauten auf fremden Grundstücken 558.812,00 564.751,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.074.742,00 602.279,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.074.742,00 602.279,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.458.599,56 30.000,00
3.092.153,56 1.197.030,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.750,00 12.750,00
2. Sonstige Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00
12.750,00 12.750,00
0 0
Summe Anlagevermögen 3.235.806,56 1.345.960,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Leipzig, 24.10.2023 HeiterBlick GmbH

Samuel Kermelk, Geschäftsführer

Bernd Flaskamp, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HeiterBlick GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HeiterBlick GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HeiterBlick GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen auf folgende Sachverhalte hin:

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe im Anhang in II) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze unter dem Abschnitt 10. Going Concern, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit insbesondere von der Erzielung von Nachträgen der Schwestergesellschaft HeiterBlick Straßenbahnen GmbH (HBS), Leipzig, abhängig ist. Die Erzielung von Nachtragsergebnissen sind wesentlich von den erfolgreichen Nachtragsverhandlungen und der Zustimmung der Gremien abhängig. Wie im Anhang ausgeführt, birgt die der Fortbestehensprognose bei HBS zu Grunde liegende Planung das Risiko, dass die der Planung zu Grunde liegenden Prämissen, insbesondere der Abschluss der Vertragsanpassung, nicht eintreten und dadurch die HBS im Planungszeitraum nicht über ausreichende Liquidität verfügt. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit der HBS könnte eine Situation entstehen, die dazu führt, dass die HeiterBlick GmbH und die TramUnion GmbH aus einer gesamthänderischen Mithaftung in Anspruch genommen werden. Im Weiteren könnte die Gesellschaft wirtschaftlich als Subunternehmerin der HBS betroffen sein.

Die HeiterBlick GmbH könnte neben ihrem Schwesterunternehmen aus diesem Sachverhalt betroffen sein. Aus diesem Sachverhalt besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der HeiterBlick GmbH zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Wir fassen unsere prüferische Reaktion in Bezug auf dieses Risiko wie folgt zusammen:

Wir haben dieses Risiko auch als besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalt angesehen. Zur Überprüfung des Sachverhalts haben wir uns sämtliche Auftragsunterlagen der HBS vorlegen lassen und daraus ableitend den Bestand der halbfertigen Arbeiten für diesen Auftrag sowie die Notwendigkeit einer Rückstellung für drohende Verluste bei einem nicht abgeschlossenen Nachtrag überprüft. Wir haben uns vom Stand der Verhandlungen über einen Auftragsnachtrag überzeugt. Bei unserer Prüfung kommen wir zu dem Ergebnis, dass zum Zeitpunkt unserer Prüfung, bei späterem Eintritt aller Prämissen (Nachweis der Mehraufwendungen und Zustimmung der Gremien), eine überwiegende Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein entsprechender Nachtrag erfolgt und somit ein ausgeglichenes Auftragsergebnis erreicht werden kann.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Zusätzlich zu dem im Abschnitt "Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit" beschriebenen Sachverhalt haben wir keine weiteren Sachverhalte als besonders wichtige Prüfungssachverhalte bestimmt, die in unserem Bestätigungsvermerk mitzuteilen sind.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen/falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen/dolosen Handlungen oder Unrichtigkeiten/Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Düsseldorf, 24. Oktober 2023

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