Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH

Carl-Zeiss-Straße 49, 55129 Mainz, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 51479
Eingetragen
3.4.1986
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfErbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Der Handel und Vertrieb von labordiagnostischen Geräten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lena Dr. Kastl
seit 12.3.2026
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sebia S.A.FRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1500000
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Allgemein

Die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH ist die 100%ige Tochter der Sebia Germany Holding GmbH, bei der es sich wiederum um eine 100%ige Tochter von Sebia S.A. aus Evry, Frankreich, handelt. Sebia S.A. hat sich auf die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von In-Vitro-Diagnostika für alle Arten von Routineelektrophoresen mit Blut, Serum, Urin und Liquor in Laboratorien (Privatlabore sowie öffentliche und private Krankenhauslabore) spezialisiert. Außerhalb Frankreichs sind für den Vertrieb der Sebia-Produkte entweder Distributoren oder Tochtergesellschaften wie die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH verantwortlich. Als Vertriebs- und Servicegesellschaft ist die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH exklusiv für Deutschland und Österreich zuständig. Im September 2022 wurde der Firmensitz der SEBIA Labordiagnostischen Systeme GmbH von Fulda nach Mainz verlegt.

Forschung und Entwicklung

Die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH unterstützt die Sebia S.A., Evry, Frankreich, bei der Weiterentwicklung des bestehenden Produktkatalogs, indem sie Kundenanforderungen an die Muttergesellschaft weiterleitet. Sie führt jedoch keinerlei eigene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten durch.

2. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief im Jahr 2023 weitestgehend gedämpft, aber mit erheblichen regionalen Unterschieden. Während sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den USA nach einem moderaten ersten Halbjahr im dritten Quartal deutlich beschleunigte, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) weitgehend. In der EU hielten sich die Verbraucher trotz der soliden Arbeitsmärkte angesichts der gestiegenen Strom- und Gaspreise und der Unsicherheit im Zuge des Kriegs in der Ukraine mit Ausgaben zurück. 1

Der gesamte Diagnostika-Markt in Deutschland beläuft sich nach Schätzungen des VDGH (Verband der Diagnostica-Industrie e. V.) im Jahr 2023 auf ca. 2.315 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von (35%) gegenüber dem Vorjahr, was einen weiteren Rückgang der pandemiebedingten Sonderkonjunktur markiert. Diese Marktentwicklung ist bedingt durch den weiteren Rückgang im Bereich der Coronadiagnostik. Die Coronadiagnostik machte 2023 nur noch 4,2 Prozent des Gesamtmarkts aus, im Vergleich zu 36 Prozent im Vorjahr. Im Jahr 2023 ist das Corona-Testen auf eine minimale Restgröße gesunken. Die Routinediagnostik verzeichnete ein negatives Wachstum von (2,4) Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2

Die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH hat das Jahr 2023 mit einem Umsatzwachstum von 18.4% im Vergleich zu 2022 abgeschlossen.

1 IMF Data (https://www.imf.org/en/Data)

2 Pressemitteilungen VDGH (https://www.vdgh.de/presse/pressemitteilungen)

Das Umsatzwachstum basiert auf einem Plus bei Instrumenten +58.5%, einem Plus bei Service +27.3% und einem leichten Plus bei den Reagenzien von +15.9%.

II. Geschäftsverlauf 2023

Das Geschäftsjahr 2023 verlief im Reagenzbereich entgegen dem allgemeinen Trend des negativen Wachstums in der Routinediagnostik positiv, ebenso konnte ein Wachstum im Bereich der Instrumentenverkäufe erzielt werden, was auf eine Umkehr des konservativen Investitionsverhalten der Kunden aufgrund der kritischen und unsicheren allgemeinwirtschaftlichen Lage in den Vorjahren, zurückzuführen ist.

III. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögens- und Finanzlage

Das in der Bilanzsumme repräsentierte Gesamtvermögen erhöhte sich um 1.389 TEUR auf 12.513 TEUR (VJ: 11.123 TEUR). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+1.473 TEUR), Anlagen & BGA (+485 TEUR), Vorräte (+805 TEUR), liquiden Mitteln (+232 TEUR), sowie einer Reduktion bei Grundstücken und Bauten (-1.563 TEUR) zurückzuführen.

Der Anteil von Anlage- und Umlaufvermögen an der Bilanzsumme beträgt 22% bzw. 78% (VJ: 34% und 66%). Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH nahm im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 1.281 TEUR (VJ: 1.244 TEUR) vor.

Auf der Aktivseite nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.473 TEUR auf 4.591 TEUR zu. Der Anstieg der Forderungen ist stichtagsbedingt auf einen Anstieg der Erlöse am Jahresende zurückzuführen. Der Kassenbestand erhöhte sich um 232 TEUR auf 1.803 TEUR und ist ebenfalls stichtagsbedingt. Die Vorräte nahmen um 805 TEUR auf 3.202 TEUR zu und sind auf einen Aufbau der Vorratsbestände im Hinblick auf Produktverfügbarkeit zurückzuführen. Im Anlagevermögen sind die Sachanlagen um 485 TEUR auf 2.694 TEUR gestiegen und die Grundstücke und Bauten um 1.563 TEUR auf 0 TEUR gesunken (Verkauf der Immobilien in Fulda in 2023 aufgrund der Firmenverlagerung von Fulda nach Mainz).

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben, da positive Jahresergebnisse aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages seit 2011 an die Sebia Germany Holding GmbH abgeführt werden. Aufgrund der erhöhten Bilanzsumme sank die Eigenkapitalquote auf 37,5% (VJ: 42,2%). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen stichtagsbedingt um 41 TEUR auf 115 TEUR zu, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen um 619 TEUR auf 5.483 TEUR zu. Dies ist primär auf den Zeitpunkt der Rechnungsstellung zurückzuführen. Die sonstigen Verbindlichkeiten nahmen um 221 TEUR auf 671 TEUR zu. Die Veränderung ist auf eine Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeit für das laufende Jahr zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellung ist um 507 TEUR auf 1548 TEUR gestiegen. Die Zunahme im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für Umsatzprovisionen und Kundenboni zurückzuführen.

Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt 1.803 TEUR (VJ: 1.571 TEUR). Die Gesellschaft ist im vergangenen Geschäftsjahr wie auch in der Vergangenheit jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen und erwartet auch in der Zukunft die Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Ertragslage

Das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr wurde mit einem Umsatzwachstum in Höhe von +18,4% (+4.423 TEUR) abgeschlossen. Maßgeblich verursacht ist dieser Anstieg durch das Plus bei Instrumenten +58.5%, einem Plus bei Service +27.3% und einem leichten Plus bei den Reagenzien von +15.9%.

Der Materialaufwand verzeichnete insbesondere aufgrund der erhöhten Absatzzahlen eine Zunahme von +9.1% (+1.465 TEUR). Damit lag die Materialeinsatzquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) bei 63,0% (VJ: 68,2%) und die Rohertragsmarge stieg entsprechend von 31,8% auf 37,0%. Die Verschiebung im Profil ist auf einen unterschiedlichen Produktmix zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 1.881 TEUR auf 2.120 TEUR (VJ: 239 TEUR), getrieben durch den Verkauf der Immobilien in Fulda (vormaliger Firmensitz vor der Betriebsverlagerung von Fulda nach Mainz).

Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) ist mit 16,6% (VJ: 16,9%) vergleichbar auf Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 481 TEUR auf 2.473 TEUR (VJ: 1.992 TEUR) erhöht. Der Anstieg beruht hauptsächlich auf gestiegenen Personalbeschaffungskosten +147 TEUR, gestiegenen Reisekosten +110 TEUR sowie gestiegenen Rechts- und Beratungskosten +100 TEUR.

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,2% auf 4.651 TEUR (VJ: 1.329 TEUR) aufgrund der erhöhten Umsätze sowie dem Einmaleffekt aus dem Verkauf der Immobilie in Fulda und wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag vom 01. Januar 2011 vollständig an die Sebia Germany Holding GmbH abgeführt.

IV. Gesamtaussage der Geschäftsleitung zur Lage und dem Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH einen Umsatz von 28.499 TEUR und ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 5.472 TEUR (VJ: 1.829 TEUR) erwirtschaften. Trotz der weiterhin angespannten Marktsituation konnte ein positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 4.651 TEUR erzielt werden. Die Erwartungen der Geschäftsführung, welche ein Umsatzwachstum von bis zu 10% prognostizierte, konnten übertroffen werden. Grundsätzlich ist die Geschäftsleitung mit der Entwicklung des operativen Geschäfts im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 zufrieden.

3. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die demographische Entwicklung der letzten Jahre wirkt sich allgemein positiv auf die Marktentwicklung im Gesundheitswesen und insbesondere im IVD-Markt aus. Unsere Capillaris Produktreihe hat sich weiter im Markt etabliert während die Agarosegelelektrophorese mit unserem Hydrasys 2 Scan Focusing weiterhin eine hohe Nachfrage zeigt. Besondere Chancen sehen wir im Autoimmun Bereich, wo sich unser neues Gerät Alegria 2 einer hohen Kundenbeliebtheit erfreut sowie bei der Ausweitung unseres Tests für Freie Leichtketten. Die in Kraft getretene neue Rilibäck 3% Richtlinie stellt eine Chance sowie ein Risiko für unser HbA1c Geschäft dar, da es einerseits sehr anspruchsvoll ist diese Grenze einzuhalten, andererseits nach neusten Erkenntnissen wir besser auf diesem Gebiet zu sein scheinen als einige Mittbewerber. Bezüglich der Risiken ist und bleibt ein Risiko das Thema des geeigneten Personals auf einem sehr angespannten Personalmarkt sowie die Verfügbarkeit von geeigneten Kontrollen für unser Alegria 2 sowie HbA1c. Die Konsolidierung der deutschen Laborszene schreitet weiter voran und führt dazu, dass sich der Preisdruck erhöht und sich die Anzahl der potenziellen Kunden und Labore verringert.

Gesamtaussage

Die weiterhin grundsätzlich positive Resonanz auf die HbA1c-Bestimmung mittels Kapillarelektrophorese auf dem zwar heftig umkämpften, aber stetig wachsenden HbA1c-Markt, die Erweiterung der Capillarys 3 Familie um Capillarys 3 Octa, Capillarys 3 Tera MC und Capillarys 3 Tera TLA, die weiterhin sehr starken Produkte zur Agarosegelelektrophorese mit Hydrasys 2 Scan Focusing, die Vermarktung des ELISA-Tests zur Quantifizierung der freien Leichtketten sowie die erfolgreiche Unternehmensentwicklung der letzten Jahre würden grundsätzlich für 2024 ein positives Jahresergebnis erwarten lassen. Sofern sich die Einschränkungen und Investitionsvorbehalte aufgrund von Inflation und Ukraine Krise nicht weiter verschärfen, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Steigerung der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Bereich. Die Sebia GmbH hat für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 4.651 TEUR erwirtschaftet. Auch für das Geschäftsjahr 2024 wird ein positives Jahresergebnis erwartet.

 

Mainz, den 27. Juni 2024

Jean-Marc Chermette, Geschäftsführer

Waclaw Lukowicz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.702.891,57 3.789.248,79
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.668,00 16.770,00
II. Sachanlagen 2.693.711,97 3.772.478,79
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.563.370,32
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.693.711,97 2.209.108,47
III. Finanzanlagen 3.511,60
B. Umlaufvermögen 9.880.971,23 7.293.087,16
I. Vorräte 3.229.970,61 2.396.344,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.847.571,77 3.325.961,98
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.803.428,85 1.570.781,03
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.250,73 41.099,95
Summe Aktiva 12.595.113,53 11.123.435,90

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.695.145,69 4.695.145,69
I. Gezeichnetes Kapital 766.937,82 766.937,82
II. Gewinnrücklagen 156.655,64 156.655,64
III. Gewinn-/Verlustvortrag 3.771.552,23
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00
V. Bilanzgewinn 3.771.552,23
davon Gewinnvortrag 3.771.552,23
B. Rückstellungen 1.548.459,71 1.041.120,33
C. Verbindlichkeiten 6.351.508,13 5.387.169,88
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.404.769,59 4.863.121,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.404.769,59 4.863.121,91
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.946.738,54 524.047,97
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.946.738,54 524.047,97
Summe Passiva 12.595.113,53 11.123.435,90

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.674.472,37 7.898.238,55
2. Personalaufwand 4.729.935,63 4.077.717,50
a) Löhne und Gehälter 4.059.843,93 3.486.734,51
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 670.091,70 590.982,99
davon für Altersversorgung 67.131,54 72.419,46
3. Abschreibungen 640.934,19 464.802,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 640.934,19 464.802,43
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.472.705,34 1.991.735,67
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 161,03 372,59
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 174.734,06 23.951,46
7. Ergebnis nach Steuern 4.656.002,12 1.339.658,90
8. sonstige Steuern 5.444,44 10.296,51
9. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 4.650.557,68 1.329.362,39
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.771.552,23
12. Bilanzgewinn 3.771.552,23

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB macht die Gesellschaft teilweise Gebrauch.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, die zwischen 1 und 8 Jahren liegen, linear vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert vorgenommen worden.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, wendet die Gesellschaft die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG in der seither geltenden Fassung an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegender Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Für das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko Geschäftsjahresbezogener Forderungen wurde unverändert eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesene Disagios werden entsprechend der Laufzeit des Darlehens aufgelöst.

Das Eigenkapital wird mit dem Nominalwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.

Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2023 sind wie im Vorjahr keine Aufwendungen und Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung angefallen.

Brutto-Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs - und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.341.194,61 0,00 0,00 1.341.194,61
1.341.194,61 0,00 0,00 1.341.194,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.958.630,49 0,00 2.958.630,49 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.017.419,36 1.277.361,25 294.119,97 5.000.660,64
6.976.049,85 1.277.361,25 3.252.750,46 5.000.660,64
8.317.244,46 1.277.361,25 3.252.750,46 6.341.855,25
Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.324.424,61 11.102,00 0,00 1.335.526,61 5.668,00 16.770,00
1.324.424,61 11.102,00 0,00 1.335.526,61 5.668,00 16.770,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.395.260,17 37.020,00 1.432.280,17 0,00 0,00 1.563.370,32
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.808.310,89 595.110,25 96.472,47 2.306.948,67 2.693.711,97 2.209.108,47
3.203.571,06 632.130,25 1.528.752,64 2.306.948,67 2.693.711,97 3.772.478,79
4.527.995,67 643.232,25 1.528.752,64 3.642.475,28 2.699.379,97 3.789.248,79

Aufgliederung der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 4.591 (i.Vj. 3.118) 4.272 (i.Vj 3.118) 319 (i.Vj. 0)
sonstige Vermögensgegenstände 206 (i.Vj. 208) 206 (i.Vj. 208) 0 (i.Vj. 0)
Summe 4.797 (i.Vj. 3.326) 7.479 (i.Vj. 3.326) 319 (i.Vj. 0)

Eigenkapital und Ergebnisverwendung

Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Sebia Germany Holding GmbH, aus dem eine körper- und gewerbesteuerliche Organschaft resultiert.

Die Gesellschaft hat den gesamten handelsrechtlichen Überschuss für das Geschäftsjahr 2023 von EUR 4.650.557,68 (Vorjahr EUR 1.329.362,39) an die Alleingesellschafterin abgeführt.

Der Gewinnvortrag ist demnach mit EUR 3.771.552,23 gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Der Posten sonstige Rückstellungen enthält im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 279 (i.Vj: TEUR 623), Rückstellungen für Umsatzprovisionen TEUR 752 (i.Vj: TEUR 237), Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung TEUR 53 (i.Vj: TEUR 42), Urlaubsrückstellungen TEUR 63 (i.Vj: TEUR 98), Rückstellungen für Aufbewahrungsverpflichtungen TEUR 29 (i.Vj: TEUR 29), Rückstellungen für Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 14 (i.Vj: TEUR 12) und Kundenboni TEUR 359 (i.Vj: TEUR 0).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31.12.2023 TEUR kleiner 1 J.
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
größer 5 Jahre
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 115 (i.Vj. 74) 115 (i.Vj 74) 0 (i.Vj. 0) 0 (i.Vj. 0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 5.482 (i.Vj. 4.863) 5.482 (i.Vj 4.863) 0 (i.Vj. 0) 0 (i.Vj. 0)
sonstige Verbindlichkeiten 671 (i.Vj. 450) 671 (i.Vj. 450) 0 (i.Vj. 0) 0 (i.Vj. 0)
Summe 6.269 (i.Vj. 5.387) 6.269 (i.Vj. 5.387) 0 (i.Vj. 0) 0 (i.Vj. 0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Sebia Germany Holding GmbH, Mainz, Deutschland, der Sebia S.A., Evry, Frankreich, der Interlab Srl, Rom, Italien, der Orgentec Diagnostika GmbH, Mainz, Deutschland und der Sphinx SAS, Paris, Frankreich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Sebia Germany Holding GmbH, Mainz, beinhalten sonstige Verbindlichkeiten TEUR 2.405 (i.Vj: TEUR 3.334) aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Sebia S.A., Evry, Frankreich, und der Sphinx SAS, Paris, Frankreich, und der Interlab Srl, Rome, Italien, und der Orgentec Diagnostika GmbH, Mainz, Deutschland stellen mit TEUR 3.077 (i.Vj: TEUR 1.396) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Es besteht für die Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche Eigentumsvorbehalte bzw. kraft Gesetztes entstehende Sicherheiten.

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Euro
Verbindlichkeiten 2.404.759,59
(i.Vj: 3.34.211,91)

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Geschäftsjahr 2024 448 TEUR
Geschäftsjahre 2025-2027 320 TEUR
767 TEUR

Die Verpflichtungen betreffen Leasingraten für Geräte, Fahrzeuge, Fahrräder und PCs. Die Leasingverhältnisse wurden eingegangen, um Liquiditätsvorteile zu nutzen.

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die dem Geschäftsergebnis zugrundeliegenden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen werden ausschließlich im Segment Spezialdiagnostik erzielt. Die Umsatzerlöse gliedern sich in 25.276 TEUR inländische und 3.223 TEUR ausländische Umsätze der österreichischen Betriebsstätte.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus dem Verkauf des Gebäudes der Betriebsstätte in Fulda.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus der Betriebsstätte Österreich.

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer:

Jean-Marc Chermette ausgeübter Beruf: Kaufmännischer Geschäftsführer

Waclaw Lukowicz ausgeübter Beruf: Kaufmännischer Geschäftsführer

Vergütungen der Geschäftsführer

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Konzernzugehörigkeit

Die Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH wird in den Konzernabschluss der Sphinx SAS, Paris, Frankreich einbezogen.

Angaben zum Mutterunternehmen, das einen befreienden Konzernabschluss aufstellt:

Name Sphinx SAS

Sitz 27 rue Léonard de Vinci, Parc Technologique Léonard de Vinci, 91090 Lises 833918014 RCS Evry, France

Der Konzernabschluss der Sphinx SAS, Evry, Frankreich, ist an deren Sitz erhältlich.

Ergebnisverwendung

Der Jahresgewinn von 4.650.557,68 EUR wird entsprechend des Gewinnabführungsvertrages an Sebia Germany Holding GmbH abgeführt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 41
VJ: 36
leitende Angestellte 1
VJ: 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 42
VJ: 36

Nachtragsbericht

Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Mainz, den 27. Juni 2024

Jean-Marc Chermette, Geschäftsführer

Waclaw Lukowicz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sebia Labordiagnostische Systeme GmbH, Mainz, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jah resabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäBiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 27 . Juni 2024

Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Sabine Bracher, Wirtschaftsprüferin

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