Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 21185
Eingetragen
1.10.2008
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
der Betrieb von Bankgeschäften aller Art mit Ausnahme von Pfandbrief- und E-Geld-Geschäften und das Betreiben von Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung, Eigenhandel und Kreditkartengeschäft sowie die Förderung von Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Sarah Anna Keizers
seit 14.8.2025
Prokura
Prokura
Prokura
Thomas Brosch
seit 28.10.2024
Geschäftsführer
Maik Wennrich
seit 27.4.2023
Geschäftsführer
Roger Lehmann
seit 11.10.2022
Prokura
Holger Feistel
seit 11.10.2022
Prokura
Claus Eulgem
seit 27.4.2021
Prokura
René Dr. Rentzmann
seit 3.7.2017
Prokura
Peter Mahn
seit 1.12.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

norisbank GmbH

Bonn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
Tsd. €
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 792.044.587,54 528.792
b) andere Forderungen 3.896.198.442,47 4.146.663
4.688.243.030,01 4.675.455
2. Forderungen an Kunden 396.387.499,31 466.240
darunter: (7.126)
durch Grundpfandrechte gesichert € 6.421.918,15
3. Beteiligungen 7.362,61 7
4. Treuhandvermögen 223.932.593,85 107.325
darunter: (0)
Treuhandkredite € 0,00
5. Sachanlagen 40.822,00 59
6. Sonstige Vermögensgegenstände 14.592.067,05 18.874
7. Rechnungsabgrenzungsposten 239.996,48 194
8. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,00 0
Summe der Aktiva 5.323.443.371,31 5.268.153

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Tsd. €
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.886.563,24 1.596
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 55.035.986,31 35.095
56.922.549,55 36.692
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 67.514.482,34 76.903
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 4.448.447.945,26 4.572.292
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.398.893,89 9.667
4.454.846.839,15 4.581.959
4.522.361.321,49 4.658.862
3. Treuhandverbindlichkeiten 223.932.593,85 107.325
darunter: (0)
Treuhandkredite € 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 82.911.703,42 27.210
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen oder ähnliche Verpflichtungen 882.754,89 1.356
b) andere Rückstellungen 2.550.893,99 2.827
3.433.648,88 4.184
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000
b) Kapitalrücklage 428.881.554,12 428.882
433.881.554,12 433.882
Summe der Passiva 5.323.443.371,31 5.268.153
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 64.695,69 65
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 26.749,00 12.126

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Aufwendungen

2023 2022
Tsd. €
1. Zinsaufwendungen 19.240.352,02 784
abzüglich positiver Zinsen aus dem Bankgeschäft -98,33 -773
19.240.253,69 11
2. Provisionsaufwendungen 8.151.033,67 8.054
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.267.601,05 5.307
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.343.268,11 1.446
darunter: (764)
für Altersversorgung € 438.451,51
6.610.869,16 6.753
b) andere Verwaltungsaufwendungen 24.644.745,49 26.037
31.255.614,65 32.790
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 20.182,00 23
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 869.656,42 1.915
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 9.544.456,50 8.701
7. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 71.024.533,19 15.884
Summe der Aufwendungen 140.105.730,12 67.376

Erträge

2023 2022
Tsd. €
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 117.642.823,49 43.170
abzüglich negativer Zinsen aus Geldmarktforderungen -3.186.537,33 -5.311
114.456.286,16 37.859
2. Laufende Erträge aus
a) Beteiligungen 0,00 4
3. Provisionserträge 18.423.896,55 17.086
4. Sonstige betriebliche Erträge 7.225.547,41 12.427
Summe der Erträge 140.105.730,12 67.376

Anhang 2023

A. Rechtsgrundlagen

Der Jahresabschluss der norisbank GmbH, Bonn, (nachfolgend norisbank genannt) ist für das Geschäftsjahr 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (insbesondere §§ 340 ff. HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Die Werte im Jahresabschluss werden auf volle Tausend gerundet. Hieraus können Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten auftreten.

Die norisbank GmbH ist unter der Nummer HRB 21185 im Handelsregister Bonn eingetragen.

B. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB), die besonderen Vorschriften für Kapitalgesellschaften sowie die für Kreditinstitute geltenden besonderen Bewertungsvorschriften (§§ 340e ff. HGB) beachtet.

Der Ausweis der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie das Treuhandvermögen erfolgt mit dem Nominalbetrag bzw. den fortgeführten Anschaffungskosten einschließlich anteiliger Zinsen. Erforderliche Wertberichtigungen werden abgesetzt. Das Wahlrecht gemäß § 340f Abs. 3 HGB (Saldierung von Aufwendungen und Erträgen aus bestimmten Posten) wird in Anspruch genommen.

Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die, soweit es sich um abnutzbare Vermögensgegenstände handelt, um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert werden. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerrechtlichen Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG behandelt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die norisbank führt als Nichthandelsbuchinstitut keine Handelsbestände.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, Treuhandverbindlichkeiten sowie Sonstige Verbindlichkeiten werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen werden zum 31. Dezember 2023 nach den handelsrechtlichen Grundsätzen mit den Erfüllungsbeträgen gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet und mit dem nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelten und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected Unit Credit Method") unter Verwendung des von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatzes, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, ermittelt. Hierbei fand die Regelung nach § 253 HGB Anwendung, wonach Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abzuzinsen sind. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung mit dem 10-Jahres-Durchschnitt und der Bewertung mit dem 7-Jahres-Durchschnitt ergibt, unterliegt der Ausschüttungssperre.

Wenn sich die Höhe von Pensionsverpflichtungen und ähnlichen Verpflichtungen ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert von Wertpapieren bestimmt, werden die Rückstellungen hierfür zum beizulegenden Zeitwert dieser Wertpapiere angesetzt, soweit er einen garantierten Mindestbetrag übersteigt.

Rückstellungen für Dienstjubiläen, die im Posten andere Rückstellungen enthalten sind, werden gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der projizierten Einmalbeitragsmethode und einem Rechnungszins in Höhe von 1,25 % p.a. (Vj. 0,91 %) auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G passiviert.

Andere Rückstellungen werden entsprechend den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe der voraussichtlichen Erfüllungsbeträge unter Berücksichtigung erwarteter Preis- und Kostensteigerungen gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Ergebnisse aus der Änderung von Abzinsungssätzen oder geänderter Schätzung der Restlaufzeit werden unter sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Vorsorge für Risiken im Kreditgeschäft umfasst Wertberichtigungen und Rückstellungen für alle erkennbaren Bonitäts- und Länderrisiken, für latente Ausfallrisiken und die Vorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB.

Die Bank setzt die handelsrechtliche Pauschalwertberichtigung im Einklang mit den Anforderungen des BFA 7 unter Anwendung der IFRS 9 Methodik um.

Zur Abbildung des latenten Kreditrisikos kommt für die Ermittlung des erwarteten Ausfalls eine parameterbasierte Expected Loss-Berechnung zur Anwendung. Die norisbank bildet eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste innerhalb von 12 Monaten.

Dies entspricht dem Teil der erwarteten Kreditverluste aus Ausfallereignissen, innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag, für Finanzinstrumente deren Kreditrisiko sich seit dem erstmaligen Ansatz nicht signifikant erhöht hat.

Die Bank bildet unter Nutzung der Methodik von IFRS 9 zusätzlich eine Wertberichtigung in Höhe der erwarteten Kreditverluste über die Restlaufzeit ("Lifetime Expected Credit Loss") für jene finanziellen Vermögenswerte, bei denen seit der erstmaligen Erfassung eine signifikante Erhöhung des Kreditrisikos zu verzeichnen ist (Stage 2). Dies erfordert die Berechnung des erwarteten Kreditverlustes auf Basis der Lifetime PD, Lifetime LGD und Lifetime EAD, die den erwarteten Verlust über die Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts darstellt. Die norisbank stützt sich bei der Bewertung ihrer Risiken auf die Methodik, welche die Deutsche Bank Gruppe verwendet.

Den konkreten Bonitätsrisiken wird durch Bildung einer Einzelwertberichtigung oder im Falle einer homogenen Gruppe von Krediten in Form pauschalierter Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bank bildet die Einzelwertberichtigungen in Höhe der erwarteten Kreditverluste unter Berücksichtigung einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 100 %. Bei der Bemessung der pauschalierten Einzelwertberichtigung werden Rückflussquoten, die für unterschiedliche Rückstandsklassen ermittelt werden, berücksichtigt.

Soweit das Transferrisiko für Kredite an Kreditnehmer in ausländischen Staaten (Länderrisiko) nicht bereits im Rahmen der Ermittlungen der Wertberichtigung für Bonitätsrisiken berücksichtigt wird, bildet die norisbank eine Wertberichtigung für erkennbare Länderrisiken.

Bei den Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen, die mit dem Nominalwert abzüglich der gebildeten Risikovorsorge ausgewiesen werden.

Bei den anderen Verpflichtungen handelt es sich um unwiderrufliche Kreditzusagen, die mit dem Nominalwert abzüglich der Risikovorsorge ausgewiesen werden.

Zur Beurteilung, ob eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Bankbuch erforderlich ist, haben wir gemäß den Verlautbarungen des IDW RS BFA 3 geprüft, ob aus den zinsbezogenen Geschäften des norisbank Bankbuchs ein Verpflichtungsüberschuss mit einer daraus resultierenden Rückstellungsbildung besteht. Bei der Prüfung haben wir - unter Verwendung der GuV-Methode - zunächst auf Daten zur bankinternen Zins- und Liquiditätssteuerung der Abteilung Treasury (TSY) zurückgegriffen. Den von TSY ermittelten barwertigen Periodenergebnissen wurden die Verwaltungsaufwendungen für das Bestandsgeschäft, die aus der bankinternen Prozesskostenrechnung ermittelt werden, sowie die noch bis zur Endfälligkeit der Kredite zu erwartenden Risikokosten, gegenübergestellt. Per 31. Dezember 2023 ergibt sich ein Barwertüberschuss, so dass keine Rückstellungsbildung erforderlich ist.

Es besteht umsatz-, körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main (Organträger). Ertragsteuern werden nicht vom Organträger auf die Organgesellschaft umgelegt.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz zum 31. Dezember 2023

Die Bilanzsumme steigt zum 31. Dezember 2023 auf 5.323,4 Mio. EUR (Vj. 5.268,2 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund gestiegener Volumina aus dem Zinsmarktgeschäft.

1. Aktiva

Der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 4.688,2 Mio. EUR (Vj. 4.675,5 Mio. EUR) beinhaltet Forderungen an die Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, (nachfolgend DB AG genannt) in Höhe von 4.688,2 Mio. EUR (Vj. 4.645,3 Mio. EUR). Kredite an die Deutsche Bank Polska Spölka Akcyjna, Warschau/Polen bestanden zum Jahresende nicht mehr (Vj. 30,0 Mio. EUR).

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 396,4 Mio. EUR (Vj. 466,2 Mio. EUR) beinhalten per 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr keine Forderungen an verbundene Unternehmen.

Die Forderungen an Kunden gliedern sich insgesamt wie folgt auf:

in Tsd. EUR
Art des Kreditgeschäftes 31.12.2023 31.12.2022
Ratenkredite 375.288 446.585
Girokredite und sonstige Kredite 17.518 15.072
Baufinanzierungskredite 3.581 4.583
Summe 396.387 466.240

Der Bestand der Ratenkredite sank im Geschäftsjahr 2023 aufgrund gestiegenen Zinsniveaus und rückläufiger Konsumentenkredit-Nachfrage um 16,0 %. Der Rückgang der Baufinanzierungskredite um 21,9 % ist darauf zurückzuführen, dass entsprechend der Geschäftsstrategie der Bank seit Übernahme des Filialgeschäfts der ehemaligen Norisbank AG, Nürnberg, kein Neugeschäft mehr abgeschlossen wird.

Die Entwicklung des Anlagevermögens der norisbank im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Anlagevermögen Anschaffungskosten
in Tsd. EUR Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Beteiligungen 7 0 0
Sachanlagen 522 2 0
Betriebs- und Geschäftsausstattung 522 2 0
Summe 529 2 0
Anlagevermögen Abschreibungen und Wertberichtigungen
in Tsd. EUR Stand 01.01.2023 Lfd. Jahr Abgänge Stand 31.12.2023
Beteiligungen 0 0 0 0
Sachanlagen 463 20 0 483
Betriebs- und Geschäftsausstattung 463 20 0 483
Summe 463 20 0 483
Anlagevermögen Buchwerte
in Tsd. EUR Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
Beteiligungen 7 7
Sachanlagen 41 59
Betriebs- und Geschäftsausstattung 41 59
Summe 48 66

Der Bilanzposten Beteiligungen in Höhe von 7 Tsd. EUR (Vj. 7 Tsd. EUR) umfasst einen Kommanditanteil in Höhe von 22,86 % (Buchwert 2 Tsd. EUR) des Kapitals an der IZI Düsseldorf Informations-Zentrum Immobilien GmbH & Co. KG, Düsseldorf, sowie einen Anteil in Höhe von 20,00 % (Buchwert 5 Tsd. EUR) an der IZI Düsseldorf Informations-Zentrum Immobilien GmbH, Düsseldorf.

Das Eigenkapital und das Ergebnis dieser beiden Gesellschaften belaufen sich zum letzten verfügbaren Bilanzstichtag, dem 31. Dezember 2021, auf:

Beteiligungen Anteil am Kapital Eigenkapital 2021 Ergebnis 2021
Name und Sitz der Gesellschaft Davon Anteil mind. 20 % -in %- -in Tsd. EUR- -in Tsd. EUR-
IZI Düsseldorf Informations-Zentrum Immobilien GmbH, Düsseldorf 20,00 30 0
IZI Düsseldorf Informations-Zentrum Immobilien GmbH & Co. KG, Düsseldorf 22,86 42 0

Bei den Beteiligungen handelt es sich um nicht börsenfähige Anteile.

Das Treuhandvermögen und die korrespondierenden Treuhandverbindlichkeiten betragen jeweils 223,9 Mio. EUR (Vj. 107,3 Mio. EUR). Ausgewiesen werden im Wesentlichen weitergeleitete Einlagen unserer Kunden an Drittbanken im Rahmen des Produktes norisbank ZinsMarkt in Höhe von 221,9 Mio. EUR (Vj. 104,6 Mio. EUR). Zusätzlich enthält die Position Kommanditanteile in Höhe von 2,0 Mio. EUR (Vj. 2,8 Mio. EUR) an einem geschlossenen Immobilienfonds, welche die Bank im eigenen Namen, aber für fremde Rechnung als Treuhänder für die Gesamtheit aller Inhaber der darüber ausgestellten "Deutschen Grundbesitzbriefe" (Anteilsinhaber) hält.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen 14,6 Mio. EUR (Vj. 18,9 Mio. EUR). Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen eine Forderung aus der Sicherheitenstellung im Rahmen der Einlagensicherung in Höhe von 7,8 Mio. EUR (Vj. 6,7 Mio. EUR) und gegenüber der DB AG aus einer Liquiditätswertprämie in Höhe von 5,8 Mio. EUR (Vj. 11,9 Mio. EUR). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 6,6 Mio. EUR (Vj. 12,2 Mio. EUR).

2. Passiva

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 56,9 Mio. EUR (Vj. 36,7 Mio. EUR) entfallen gegenüber verbundenen Unternehmen mit 56,9 Mio. EUR auf die DB AG (Vj. 36,6 Mio. EUR). Es handelt sich ausschließlich um unverbriefte Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 4.522,4 Mio. EUR (Vj. 4.658,9 Mio. EUR) teilen sich wie folgt auf:

in Tsd. EUR
Art des Einlagengeschäftes 31.12.2023 31.12.2022
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 67.514 76.903
Täglich fällige Einlagen 4.448.448 4.572.292
Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.399 9.667
Summe 4.522.361 4.658.862

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren oder solche die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen nicht.

Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 82,9 Mio. EUR (Vj. 27,2 Mio. EUR), darin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 76,8 Mio. EUR (Vj. 22,0 Mio. EUR).

Die Position setzt sich im Wesentlichen zusammen aus der Gewinnabführung an die Gesellschafterin DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von 71,0 Mio. EUR (Vj. 15,9 Mio. EUR) und den noch zu zahlenden Rechnungsbeträgen in Höhe von 10,0 Mio. EUR (Vj. 11,0 Mio. EUR). Zudem ist die abzuführende Lohnsteuer und Sozialabgaben an das Finanzamt in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR) enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen oder ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 1,4 Mio. EUR) resultiert aus der Verrechnung der zur Sicherung der Pensionsverpflichtungen vorhandenen Vermögenspositionen mit den Pensionsverpflichtungen. Die norisbank bietet ihren Mitarbeitern Leistungen für die Zeit nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (nachfolgend Pensionspläne genannt) an. Die Höhe der Versorgungszusagen an die Mitarbeiter basiert in erster Linie auf deren Vergütung und der Dauer ihrer Konzernzugehörigkeit.

Der Bewertungsstichtag für alle Pläne ist der 31. Dezember 2023. Die Bewertung beinhaltet versicherungsmathematische Annahmen über demografische Entwicklungen, Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Inflationsraten. Die zum 31. Dezember 2023 angewendeten Parameter sind in der folgenden Tabelle dargestellt und haben sich zum Vorjahr wie folgt verändert.

Zugrundegelegte versicherungsmathematische Annahmen 31.12.2023 31.12.2022
Diskontierungszinssatz 1,83 % 1,78 %
Inflationsrate 2,44 % 2,64 %
Nominale Gehaltssteigerungsrate 2,44 % 2,64 %
Nominale Pensionssteigerungsrate 2,91 % 3,02 %
Wahrscheinlichkeiten zur Lebenserwartung/Invalidisierung Heubeck 2018G modifiziert Heubeck 2018G modifiziert

Die Verpflichtung aus diesen Versorgungszusagen ist durch Deckungsvermögen unterlegt. Die folgende Tabelle stellt die zum Jahresende bestehenden Pensionsverpflichtungen und den beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens, der sich aus den Marktwerten ergibt sowie den sich ergebenden Unterschiedsbetrag dar.

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Pensionsverpflichtung 8.789 8.373
Sonstige Verbindlichkeiten aus Ansprüchen ehemaliger Mitarbeiter oder deren Hinterbliebener auf Kapital-/ Ratenzahlungen mit Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag 1 1
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 7.907 7.018
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 6.990 8.012
Summe nicht realisierter Gewinne/ Verluste des Deckungsvermögens +917 -995
Pensionsrückstellung (883) (1.356)

Zur Ermittlung des tatsächlich abzuführenden Gewinnbetrags der Bank, im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags, werden die Regelungen gemäß §§ 253 Abs. 6 Satz 2 sowie 268 Abs. 8 HGB in Verbindung mit §301 AktG für ausschüttungs- und abführungsgesperrte Beträge berücksichtigt.

Nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB ist im Falle von Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren zu ermitteln. Dieser stellt sich wie folgt dar:

In Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2023 ermittelt mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre 8.891 8.801
Pensionsverpflichtungen zum 31.12.2023 ermittelt mit dem Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen 8.789 8.374
Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB 101 427

Im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich der potenziell ausschüttungsgesperrte, aber nicht abführungsgesperrte Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB auf 101 Tsd. EUR (Vj. 427 Tsd. EUR). Dieser resultiert ausschließlich aus dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB.

In Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Historische Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 7.907 7.764
Marktwert des Deckungsvermögens 8.229 7.018
Ausschüttungssperre nach § 268 HGB 331 191

Daneben besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB für einen Betrag in Höhe von 331 Tsd. EUR (Vj. 191 Tsd. EUR) für den Betrag um welchen der Zeitwert des zum Stichtag bewerteten Planvermögens die Anschaffungskosten übersteigt.

Die abführungsgesperrten Beträge sind vollständig durch frei verfügbare Rücklagen gedeckt.

Die anderen Rückstellungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vj. 2,8 Mio. EUR) beinhalten Rückstellungen im Personalbereich unverändert zum Vorjahr in Höhe von 1,0 Mio. EUR für Bonus und Sonderzahlungen. Des Weiteren bestehen Rückgewährungsverpflichtungen für erhaltene Provisionen aus vermittelten Kreditversicherungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 1,5 Mio. EUR), Rückstellungen für eventuelle Schäden aus dem Kartengeschäft in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vj. 0,1 Mio. EUR) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs zu Kontoführungsgebühren und sonstigen Gebühren in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Vj. 0,1 Mio. EUR).

Das gezeichnete Kapital beinhaltet unverändert zum Vorjahr das Stammkapital in Höhe von 5,0 Mio. EUR und die Kapitalrücklage in Höhe von 428,9 Mio. EUR.

3. Bilanzvermerke

Die unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten betreffen unverändert zum Vorjahr Bürgschaften und Gewährleistungsverträge für Nichtbanken (im Wesentlichen Mietavale) in Höhe von 65 Tsd. EUR. Eine Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestand nicht. Das Risiko der Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten liegt im geschäftsüblichen Rahmen.

Die Bank ist verpflichtet, Beiträge an internationale Abwicklungsbehörden oder Einlagensicherungssysteme wie den Europäischen Abwicklungsfonds (SRF) des Single Resolution Board (SRB) zu leisten. Ein Teil dieser Beiträge kann in Form von unwiderruflichen Zahlungsverpflichtungen (Irrevocable Payment Commitments (IPCs)) geleistet werden, die mit Barmitteln oder Wertpapiersicherheiten unterlegt sind.

IPCs im Zusammenhang mit der Bankenabgabe gemäß der Richtlinie über die Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten (BRRD), dem SRF, bestanden zum 31. Dezember 2023 nicht. Die IPCs im Zusammenhang mit der nationalen Einlagensicherung durch die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und den Einlagensicherungsfonds beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf 7,8 Mio. EUR (Vj. 6,7 Mio. EUR).

Im Laufe des Jahres 2023 stellte die Bank zusätzliche IPCs in Höhe von 1,2 Mio. EUR für die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bereit.

Die Sicherheiten wurden ausschließlich in Form von Barsicherheiten geleistet.

Außerdem wird ein Betrag in Höhe von 27 Tsd. EUR (Vj. 12,1 Mio. EUR) unter dem Posten andere Verpflichtungen ausgewiesen, davon entfielen im Vorjahr 12,0 Mio. EUR auf unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber DB AG.

4. Restlaufzeitengliederung ausgewählter Bilanzposten

Restlaufzeitengliederung der Forderungen:

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute - andere Forderungen 3.896.198 4.146.663
Mit einer Restlaufzeit
Bis drei Monate 302.198 405.663
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 1.360.000 1.571.000
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.220.000 1.175.000
Mehr als 5 Jahre 1.014.000 995.000
Forderungen an Kunden 396.387 466.240
Mit einer Restlaufzeit
Bis drei Monate (inkl. täglich fällig) 57.507 57.029
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 74.914 85.264
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 225.444 282.289
Mehr als fünf Jahre 38.522 41.657
Unbestimmte Laufzeit 0 0

Restlaufzeitengliederung der Verbindlichkeiten:

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 55.036 35.095
Mit einer Restlaufzeit
Bis drei Monate 9 5
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 7 14
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 33.018 23.047
Mehr als fünf Jahre 22.007 12.029
in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.399 9.667
Mit einer Restlaufzeit 0
Bis drei Monate 2.831 3.492
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 2.068 4.644
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.500 1.531
Mehr als fünf Jahre 0 0

5. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen:

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen an Kreditinstitute 4.688.239 4.675.455
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 56.882 36.596
Sonstige Vermögensgegenstände 6.610 12.153
Sonstige Verbindlichkeiten 5.793 6.076

6. Beziehungen zur Gesellschafterin DB Capital Markets (Deutschland) GmbH:

in Tsd. EUR 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Verbindlichkeiten 71.025 15.884

7. Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung sind wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht vorhanden.

II. Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Der Zinsüberschuss beträgt 95,2 Mio. EUR (Vj. 37,8 Mio. EUR) und spiegelt das Ergebnis des Wertgeschäftes der norisbank (Kredite und Einlagen) wider.

Der Anstieg des Zinsüberschuss um 57,4 Mio. EUR (>100 %) resultiert im Wesentlichen aus höheren Zinsen für Geldanlagen im Deutsche Bank Konzern.

Der Zinsüberschuss im Geschäft mit Kunden verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,2 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem zinsbedingten Anstieg des Zinsaufwands um 17,8 Mio. EUR. Zusätzlich erhöhte sich der Zinsaufwand volumenbedingt um 0,7 Mio. EUR. Dies wurde durch den positiven Effekt im Zinsaufwand um 1,3 Mio. EUR teilweise kompensiert.

Der Anstieg des Provisionsüberschusses um 1,2 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR (Vj. 9,0 Mio. EUR) resultiert aus den um 1,7 Mio. EUR höheren Provisionen im Zahlungsverkehr aufgrund gestiegener Erträge und aus Kontoführungsgebühren (1,6 Mio. EUR). Hier wirkt sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die zum 01.07.2022 erfolgte Einführung des Kontoführungsentgelts für nicht aktiv genutzte Girokonten positiv aus. Das Provisionsergebnis aus dem Vermittlungsgeschäft fiel um 1,0 Mio. EUR geringer aus. Die Verringerung resultiert im Wesentlichen aus den um 1,2 Mio. EUR niedrigeren Provisionserträgen aus der Vermittlung von Restkreditversicherungen, die seit 2023 an HDI erfolgt, sowie den entfallenen Einmalerträgen aus sonstigen Vermittlungen (0,4 Mio. EUR). Ergebnisverbessernd wirken die gesunkenen Provisionsaufwendungen für Vergleichsportale (0,6 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im Geschäftsjahr 2023 in Summe um 1,5 Mio. EUR (4,7 %) auf 31,3 Mio. EUR (Vj. 32,8 Mio. EUR). Der Personalaufwand sank 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR, die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen um 1,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert und betrugen 24,6 Mio. EUR (Vj. 26,0 Mio. EUR). Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für konzerninterne Leistungsverrechnungen (1,4 Mio. EUR) und geringeren Aufwendungen für Marketing (0,8 Mio. EUR). Die Betriebskosten fielen dagegen höher aus (0,6 Mio. EUR).

Der Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in Höhe von 20 Tsd. EUR (Vj. 23 Tsd. EUR) enthält wie im Vorjahr ausschließlich Abschreibungen auf Sachanlagen.

Der Posten Sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR) beinhaltet Aufwendungen aus operationellen Risiken in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR), sowie Aufwendungen auf Grundlage vertraglicher Vereinbarung zukünftig zu zahlender Aufwendungen an Qira in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR).

Unter dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft sind für das Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 9,5 Mio. EUR (Vj. 8,7 Mio. EUR) enthalten. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Einmaleffekt in Höhe von 1,3 Mio. EUR aus dem Portfolioverkauf gekündigter Forderungen.

In dem Posten Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 7,2 Mio. EUR (Vj. 12,4 Mio. EUR) ist im Wesentlichen die von der DB AG vereinnahmte Liquiditätswertprämie in Höhe von 5,9 Mio. EUR (Vj. 11,9 Mio. EUR) enthalten, die für die Einwerbung von Kundeneinlagen und deren längerfristige Bereitstellung für den Deutsche Bank Konzern gezahlt wurde, Zinserträge aus dem Pensionsvermögen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR) sowie die Teilauflösung der Stornorückstellung für Rückgewährungsverpflichtungen für erhaltene Provisionen aus vermittelten Kreditversicherungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR).

Aufgrund der bestehenden gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organschaft über die DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, mit der DB AG sind im abgelaufenen Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Steuern vom Einkommen und Ertrag angefallen.

Der Gewinn in Höhe von 71,0 Mio. EUR (Vj. 15,9 Mio. EUR) wird auf Grundlage des mit der DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an diese abgeführt.

Bezugnehmend auf § 34 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 RechKredV wird darauf hingewiesen, dass sämtliche Erträge in Deutschland generiert wurden.

Die Regelungen zur Gewinnabführung aufgrund der Ausschüttungssperre werden von der Bank beachtet.

D. Sonstige Angaben

I. Angaben zu verbundenen Unternehmen

Alleinige Gesellschafterin der norisbank ist die DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, deren Stammkapital vollständig von der DB AG gehalten wird. Die Unternehmen des Deutsche Bank Konzerns sind verbundene Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB.

Die norisbank wird als Tochterinstitut in den befreienden Konzernabschluss nach § 291 Abs. 2 HGB der DB AG zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Dieser wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr unter Anwendung der internationalen Rechnungslegungsstandards "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt und kann bei der DB AG 1 angefordert werden. Zu den Erläuterungen der im befreienden Konzernabschluss vom deutschen Recht abweichend angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden verweisen wir auf den Anhang zum Geschäftsbericht der DB AG. Die offenlegungspflichtigen Unterlagen werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ein Teilkonzernabschluss musste von der DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, nicht erstellt werden.

II. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres waren nicht zu verzeichnen.

1 https://www.db.com/ir/de/geschaeftsberichte.htm

III. Sonstiges

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die entsprechende Angabe im Konzernabschluss der DB AG diese Beträge miteinschließt.

Alle Geschäfte - auch zu nahestehenden Personen - wurden zu marktüblichen Konditionen getätigt.

Die Bank haftet für die Erfüllung der Nachschussverbindlichkeit der übrigen, dem Einlagensicherungsfonds (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken; EdB) angehörenden Banken.

E. Zusammensetzung der Organe und Angaben zu den Organen

Mitglieder der Geschäftsführung

Thomas große Darrelmann

- Vorsitzender -

Maik Wennrich (seit 01.04.2023)

Marissa Horvatin (bis 15.05.2023)

Kai-David Ortmann (seit 01.02.2024)

Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge von der norisbank.

Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer bzw. Mitglieder des Aufsichtsrats wurden nicht gewährt. Ebenfalls sind keine Haftungsverhältnisse für Geschäftsführer und Mitglieder des Aufsichtsrats eingegangen worden.

Verpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung sowie früheren Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen nicht.

Im Geschäftsjahr 2023 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:

Leonhard Felix Müller

- Vorsitzender-

Leiter Remote Banking und Chief Operating Officer Wealth Management & Private Bank Gemany

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Angelika Kaever-Schroeder

- stellvertretende Vorsitzende -

Head of Collections, Recoveries & Workout, Privatkundenbank Deutschland

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Martin Ball

Divisional Control Officer, Privatkundenbank Deutschland / PB Service Solutions &

Operations Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Philipp Gossow (bis 30.11.2023)

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

Dr. Anke Steenbock

Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main

F. Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien großer Kapitalgesellschaften im In- und Ausland

Mitglieder der Geschäftsführung

Marissa Horvatin (bis 15.05.2023)

Konzerninterne Mandate

Deutsche Bank Società per Azioni (S.p.A.), Italien, Mitglied des Aufsichtsrats

Mitglieder des Aufsichtsrats

Leonhard Müller

Konzerninterne Mandate

DB Direkt GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Postbank Direkt GmbH, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Martin Ball

Konzerninterne Mandate

DWS Grundbesitz GmbH, Mitglied des Aufsichtsrats (seit 15.09.2023)

Dr. Anke Steenbock

Konzerninterne Mandate

Betriebs-Center für Banken AG, Vorsitzende des Aufsichtsrats

PCC Services GmbH der Deutschen Bank, Vorsitzende des Aufsichtsrats

G. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer*innen

Die norisbank beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 die folgende Anzahl an

Mitarbeiter*innen:

Männliche Angestellte Weibliche Angestellte Gesamt
Vollzeitbeschäftigte am Jahresende 30 21 51
Teilzeitbeschäftigte am Jahresende 0 6 6
Beschäftigte am Jahresende 30 27 57
Durchschnittlicher Personalbestand 28 30 58

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ist im Geschäftsjahr 2023 auf 58 (Vj. 57) gestiegen.

Die Mitarbeiteranzahl per Jahresende beträgt unverändert 57 (Vj. 57).

 

Bonn, den 26. März 2024

norisbank GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas große Darrelmann

Maik Wennrich

Kai-David Ortmann

Lagebericht 2023

A - Grundlagen der Gesellschaft

1. Organisatorische Zuordnung der norisbank GmbH im Deutsche Bank-Konzern

Das Geschäftsfeld Private Bank der Deutsche Bank Gruppe in Deutschland gliedert sich in die Bereiche Wealth Management - Deutschland und Private Bank Germany mit den beiden Kern-Marken Deutsche Bank und Postbank.

Die norisbank GmbH (im Nachfolgenden "norisbank" genannt) ist organisatorisch dem Bereich Private Bank Germany zugeordnet. Der Geschäftszweck der norisbank ist das Betreiben von Bankgeschäften aller Art mit Privatkunden in Deutschland.

Gesellschaftsrechtlich ist die norisbank eine 100%ige Tochter der DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum eine 100%ige Tochter der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main (DB AG), ist.

Die norisbank macht als nachgeordnetes Unternehmen der Deutsche Bank AG unverändert Gebrauch von der Regelung des § 2a KWG i. V. m. Art. 7 (1) CRR (sogenannter "Tochter-Waiver"), wonach sie von der Anwendung bestimmter aufsichtsrechtlicher Vorgaben bzgl. der Ermittlung von Eigenmitteln und Eigenmittelanforderungen, bzgl. Großkrediten, Risikopositionen aus übertragenen Kreditrisiken, Verschuldung, Offenlegung sowie bestimmter Vorgaben für das Risikomanagement auf Einzelinstitutsebene absieht.

Der Sitz der norisbank GmbH ist Bonn.

2. Unsere Kunden und unser Angebot

Die norisbank richtet sich an Kunden, die ihre Bankgeschäfte bevorzugt über direkte Kanäle und hierbei insbesondere über ein Smartphone, ein Tablet oder einen Computer führen wollen. Ein besonderes Augenmerk richtet sich hierbei auf die Zielgruppe der sogenannten Smart Shopper. Die norisbank ist als reine Direktbank über die Direktkanäle Telefon (Call Center) und Online (Online-Banking oder Banking App) rund um die Uhr erreichbar und konzentriert sich auf ein klar definiertes, übersichtliches Angebot einfach zu verstehender und zu nutzender Bankprodukte und -dienstleistungen, mit denen die finanziellen Grundbedürfnisse ihrer Kunden (Zahlungsverkehr und Bargeldversorgung, Ratenkredite sowie Geldanlage) abgedeckt werden können, ohne dass zeitintensive Beratung erforderlich ist. Zum Ende des Jahres 2023 verfügte die norisbank über einen gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Bestand von rd. 540.000 Kunden.

3. Unsere Mitarbeitenden

Ein besonderes Wesensmerkmal der norisbank ist der Fokus auf ein schlankes Management (Lean Management). Zum Ende des Geschäftsjahrs beschäftigte die norisbank 57 Mitarbeitende (Vorjahr 57) an den Standorten Bonn, Frankfurt und Berlin.

Einer zielgerichteten Personalpolitik kommt in der norisbank eine besondere Bedeutung zu. Ein bedeutendes Ziel ist es dabei, dass alle Mitarbeitenden regelmäßig und qualitativ gutes Feedback erhalten, um ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ihr Potenzial auszuschöpfen. Seit 2017 nutzt die norisbank daher das Konzern-Führungsinstrument der sogenannten "Ganzheitlichen Leistung" zur Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden auf Basis einer offenen Feedback-Kultur. Um auch Führungskräften Feedback durch ihre Mitarbeitenden zu ermöglichen, ist im Jahr 2023 das "Kompass Upward Feedback" entwickelt worden, mit dem Führungskräfte sich vertraulich Feedback von ihren Teammitgliedern einholen können.

Die norisbank führt regelmäßig eigene Mitarbeiterbefragungen durch, die u. a. auf die Erhebung der Mitarbeiterzufriedenheit und auch das Commitment (Verbundenheit mit dem Unternehmen) der Mitarbeitenden fokussiert ist. Bei der Befragung im Oktober 2023 wurden mit 91 % (Vj. 88 %) Zustimmung bei den Zufriedenheits-Indikatoren und mit 82 % (Vj. 77 %) bei den Commitment-Indikatoren im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht verbesserte Werte auf hohem Niveau erreicht.

Weiterhin können unsere Mitarbeitenden basierend auf einer Betriebsvereinbarung bis zu 60 % der Wochenarbeitszeit mobil arbeiten.

4. Grundlagen der Steuerung und Performance Messung

Die norisbank misst ihre Performance und das Erreichen ihrer Ziele anhand von finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren im Einklang mit der Balanced Scorecard (BSC) der Bank. Die BSC misst die erforderliche Zielerreichung in den für die Strategieumsetzung wesentlichen Zielen der Bank anhand von operativen Kennzahlen in den Kategorien Finanzen, Vertrieb, Prozessperformance, Kunden, Mitarbeiter und Risiko.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der norisbank sind die Folgenden:

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (IbIT - Income before Income Taxes) beinhaltet als wichtigste Größe zur Beurteilung und Steuerung der Performance der norisbank alle Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung vor Abzug von Ertragsteuern. Dabei werden die Gesamterträge (bestehend aus Zinsüberschuss und zinsunabhängigen Erträgen), die Risikovorsorge, der Personalaufwand und der Sachaufwand inklusive sonstiger Aufwendungen berücksichtigt.

Cost Income Ratio (CIR)

Diese Kenngröße wird als Quotient ermittelt, bei dem der Zähler als Summe aus Personalaufwendungen und Sachaufwand inklusive sonstigen Aufwands definiert ist und der Nenner von den Gesamterträgen vor Risikovorsorge gebildet wird.

Bestandsvolumen Kredit- und Einlagenportfolio

Diese Kenngröße gibt die Bilanzgrößen im Kundengeschäft mit Ratenkrediten und allen Einlagenprodukten jeweils zum Jahresende an.

Wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind die Folgenden:

Kundenwachstum

Diese Kenngröße misst die Entwicklung des Kundenbestands zum Ende des Geschäftsjahrs gegenüber dem Kundenbestand zum Ende des Vorjahrs.

Zustimmungswerte Mitarbeiter-Zufriedenheit und Commitment

Diese Kenngrößen repräsentieren die beiden zentralen Kategorien der Mitarbeiterbefragungen der norisbank mit Ausweis des Durchschnittswertes der relevanten Fragen in Prozent auf Basis der im Geschäftsjahr zuletzt erfolgten Befragung. Diese Prozentwerte geben die relative Häufigkeit der befragten Mitarbeitenden wieder, die zu den unter diesen beiden Kategorien gestellten geschlossenen Fragen mit "Ich stimme voll zu" oder "Ich stimme eher zu" geantwortet haben.

Einsatz der Leistungsindikatoren in der Unternehmenssteuerung

Die Steuerung im Management der norisbank basiert auf einem integrierten Kennzahlensystem in der Logik einer "Balanced Scorecard". In diesem Sinne berücksichtigt das eingesetzte Kennzahlensystem sowohl Zielsetzungen der Strategie sowie Kennzahlen der operativen Steuerung und Erfolgsmessung miteinander. Ziel dieses Balanced Scorecard-basierten Steuerungsansatzes ist die ausbalancierte Optimierung des Ergebnisses vor Steuern sowie des Bestandsvolumens bei gleichzeitiger Bindung von Kunden und Mitarbeitenden.

Die strategischen Ziele werden im Rahmen der Balanced Scorecard für die operative Steuerung in Form von sogenannten Key Performance Indicators (KPIs) weiter konkretisiert, in Ziele für die nächsten Führungsebenen im Rahmen der Zielvereinbarungsprozesse heruntergebrochen und quartalsweise durch das Management überwacht. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Geschäftsaktivitäten auf die Erreichung der Unternehmensziele ausgerichtet sind und gegebenenfalls erforderliche Justierungserfordernisse erkannt und in entsprechende Maßnahmen übersetzt werden.

Die variable Vergütung der Geschäftsleitung, der Führungskräfte sowie der Mitarbeitenden der norisbank ist mit diesem Steuerungssystem verbunden - sie orientiert sich an der Erreichung der individuellen Ziele sowie im Besonderen der Ziele der norisbank und der Ressortziele bzw. der übergeordneten Ziele der Deutsche Bank Gruppe. Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie dem Unternehmensziel des nachhaltigen Erfolgs entsprechend, wird bei der Geschäftsleitung zudem die Nachhaltigkeit des Unternehmenserfolgs entsprechend den Gruppenvorgaben mitberücksichtigt.

Die nachfolgende Übersicht beinhaltet die Werte zu den zuvor erläuterten Leistungsindikatoren.

Leistungsindikator 2022 Ist 2023 Prognose 2023 Ist
Ergebnis vor Steuern (IbIT) 15,9 Mio. EUR Jahresergebnis leicht über dem Ergebnis aus dem Jahr 2022 71,0 Mio. EUR
Cost Income Ratio (CIR) 70,0 % Verbessert 29,7 %
Bestandsvolumen a) Kundenkredite a) 466,2 Mio. EUR a) Rückläufig a) 396,4 Mio. EUR
b) Kundeneinlagen b) 4.582,0 Mio. EUR b) Rückläufig b) 4.454,8 Mio. EUR
Kundenanzahl 540 Tsd. Kunden Stabil 540 Tsd. Kunden
Mitarbeiterzufriedenheit 88 % Mind. 75 % 91 %
Mitarbeiter- Commitment 77 % Mind. 75 % 82 %

5. Ziele und Strategie im Geschäftsjahr 2023

Im Geschäftsjahr 2023 stand bei den Marketing- und Vertriebsaktivitäten im Vordergrund, die gesetzten Neugeschäftsziele zu erreichen und dabei vor allem die Wirtschaftlichkeit möglichst weiter zu steigern. Da durch die Zinsentscheidungen der EZB das Einlagengeschäft für Kunden und Banken wirtschaftlich wieder attraktiv wurde, hat die Bedeutung des Kontenneugeschäfts (Giro- und Tagesgeldkonten) sowie auch die Bindung von Kontokunden und Einlagen deutlich zugenommen. Ziel der norisbank war es daher im Jahr 2023 vor allem bestehende Einlagen zu halten und neue Einlagen zu gewinnen. Zusätzlich hat die norisbank den Ausbau des ZinsMarkt-Angebotes mit neuen Partnerbanken vorangetrieben und auch im Jahr 2023 ein Angebot geschaffen, welches im Vergleich zum Vorjahr deutlich stärker von Kunden in Anspruch genommen wurde, das hier vermittelte Volumen betrug 505 Mio. EUR (Vj. 137 Mio. EUR) und konnte gegenüber 2022 massiv gesteigert werden. Der Erfolg der weiteren Optimierungen und des Ausbaus der kundenorientierten Leistungen (Produkte und Services) spiegelt sich entsprechend auch in den Ergebnissen mehrerer von Medien veröffentlichten Tests und Marktanalysen (beispielsweise Tests von €uro, n-tv und Focus-Money) wider. Hier wurden im Jahr 2023 wiederholt Top-Platzierungen erreicht, die kommunikativ seitens Marketing, Vertrieb und PR genutzt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 gelang es, trotz anhaltender politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, mittels Marketing-Kampagnen rd. 33.000 Neukunden (Vj. 30.000 Neukunden) zu gewinnen. Die höheren Zinsniveaus konnten seitens Marketing und im Vertrieb trotz des intensiven Wettbewerbs im Markt wirksam zur Generierung von mehr Neugeschäft im Bereich Tagesgeld genutzt werden. Die Anzahl der Abschlüsse (2023 rd. 17.000 Tagesgeldneueröffnungen, Vj. rd. 7.000 Tagesgeldneueröffnungen) sowie auch das generierte neue Einlagevolumen im Jahr 2023 lagen deutlich über Vorjahr. Auch das Girokontoneugeschäft konnte im Jahr 2023 trotz der auf Kundenseite weiterhin unverzinsten Girokontoeinlagen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden (2023 rd. 26.000 Gironeueröffnungen, Vj. rd. 22.000 Gironeueröffnungen) - ebenso die Anzahl der neu abgeschlossenen Kredit- und Debitkarten (2023 rd. 30.000 neue Karten, Vj. rd. 27.000 neue Karten). Im Gegensatz dazu war das Ratenkreditneugeschäft in Folge des im Jahresverlauf des stark angestiegenen Zinsniveaus, der Etablierung deutlich höherer Margen im Neugeschäft und einer erheblich restriktiveren Kreditvergabe im Jahr 2023 rückläufig. So sank das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2023 auf 110 Mio. EUR (Vj. 193 Mio. EUR).

Im Ratenkreditneugeschäft lag ein bedeutender Fokus auch 2023 auf der Zusammenarbeit mit Vergleichsportalen. Die fortlaufende, systematische Optimierung dieses Geschäfts ist erfolgskritisch, da im Bankenmarkt weiterhin ein hoher Anteil des Online- Kreditgeschäfts über Online-Vergleichsportale generiert wird. Auf der Marktseite wirkt sich im Jahr 2023 der außergewöhnliche Zinsanstieg bei Ratenkrediten belastend auf Seiten der Kundennachfrage aus. Zusätzlich lag der Fokus auf Seiten der norisbank im Jahr 2023 verstärkt auf der weiteren Steigerung der Profitabilität, weshalb insbesondere ein deutlicher Ausbau der Produktmarge erfolgte. Zur Übersetzung der in kurzer Zeit stark angestiegenen Refinanzierungskosten (der EZB-Hauptrefinanzierungssatz betrug Anfang 2023 noch 2,5 Prozent und ist bis September 2023 in mehreren Zinsschritten auf 4,5 Prozent angehoben worden) und des höheren Margenanspruchs - und damit zur Sicherstellung einer adäquaten Wirtschaftlichkeit - wurden im Ratenkreditneugeschäft im Laufe des Jahres mehrere Pricing-Erhöhungen umgesetzt. In der Konsequenz stellte sich der Wettbewerb für die norisbank insbesondere auf den Vergleichsportalen im Jahr 2023 deutlich herausfordernder dar, sodass das Ratenkreditneugeschäftsvolumen im Jahr 2023 unter dem Vorjahresniveau lag und der Bestand rückläufig war.

Das Girokontoneugeschäft im Jahr 2023 war geprägt von einem im Jahresverlauf zunehmenden Wettbewerb. Dennoch konnten im Geschäftsjahr mit rd. 26.000 neuen Girokontokunden mehr Neukunden gewonnen werden als geplant. Dadurch blieb der Bestand von rd. 380.000 Girokonten unverändert gegenüber Vorjahr, allerdings sank das Bestandsvolumen an Sichteinlagen im Jahresverlauf aufgrund höherer Mittelabflüsse auf 2,2 Mrd. EUR (Vj. 2,6 Mrd. EUR).

Im Kredit- und Debitkartenneugeschäft konnte das Vertriebsziel (23.000 neue Karten) im Jahr 2023 mit rund 30.000 neuen Karten deutlich übertroffen werden. Der Bestand zum Jahresende beträgt rund 167.250 Karten (inkl. rund 16.000 virtueller Karten zur ausschließlichen Nutzung von Apple Pay).

Der Vertrieb im Tagesgeldneugeschäft erfolgte wie schon in den Vorjahren mit dem Ziel neuer Tagesgeldkonten vorrangig als Cross Selling-Angebot im Kontext des Girokontoneugeschäfts oder als Ergänzungsangebot für Bestandskunden sowie mit dem Ziel der Gewinnung neuer Einlagen bei bestehenden Tagesgeldkontokunden mittels sogenannten Fresh Money-Angeboten. Der jahresdurchschnittliche Bestand an Tagesgeldeinlagen in Summe erhöhte sich im Jahr 2023 geringfügig auf rd. 2,0 Mrd. EUR (Vj. 1,9 Mrd. EUR). Durch das steigende Zinsniveau im Bereich Treasury und die margenorientierte, bedachte Steuerung der Außenzinssätze konnten im Laufe des Jahres die Erträge gesteigert werden. Allerdings nahm im Markt mit der höheren Profitabilität des Produkts auch der Wettbewerb um Einlagen deutlich zu und in dem Kontext auch die Zahl sehr attraktiver Neukundenangebote verschiedener Banken. Zur Sicherstellung eines stabilen Einlagenvolumens in diesem Marktkontext hat die norisbank den Außenzinssatz für bestehende Tagesgeldkonten schrittweise von 0,25 % zu Jahresbeginn auf 1,25 % zum Jahresende 2023 angehoben sowie wiederholt Fresh- Money-Kampagnen mit attraktiven Zinsangeboten durchgeführt, um zusätzliche Einlagen sowohl von Neu- als auch von Bestandskunden zu gewinnen.

Im Sinne einer Maximierung der Vertriebsoberfläche sowie zur besseren Balancierung des Neugeschäfts im Markt und zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken, gibt es eine breit gefächerte Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern. Der Vertriebsfokus der norisbank im Markt liegt ausschließlich auf Performance Marketing-Maßnahmen. Diese ermöglichen eine - insbesondere im Vergleich zur klassischen Werbung und zu konventionellen Vertriebskanälen - effiziente Neukundengewinnung mit geringen durchschnittlichen Abschlusskosten. Zugleich stellt die mittels Performance Marketing bedingte zielgruppen- und bedarfsgerechte Präsenz des norisbank-Angebots die Visibilität der Direktbank-Marke "norisbank" im Online-Markt sicher.

Auch die vertriebliche Leistung der Call Center wurde 2023 weiter vorangetrieben: In einer Vielzahl Bereichen (i. W. Bereiche Top-Zinskonto und Mastercard) konnten weitere Vertriebssteigerungen erzielt werden. Mit fortlaufenden Qualifizierungsmaßnahmen wurden die Mitarbeitenden in den Call Centern in ihrer vertrieblichen Expertise sowie bzgl. des Service-Supports für Kunden und Interessenten unterstützt.

Um das Provisionsgeschäft weiter auszubauen, hat die norisbank einen kuratierten Marktplatz etabliert, mit Hilfe dessen den Kunden neben dem norisbank-eigenen Tagesgeldangebot auch Einlagenprodukte ausgewählter, im In- und Ausland ansässiger Drittbanken angeboten werden können, die der europäischen Einlagensicherung unterliegen. Im Jahr 2023 wurde das Angebot durch den Anschluss weiterer Partnerbanken ausgebaut und das Neugeschäft weiter gesteigert.

Über das vorgenannte Angebot hinaus bestehen konzerninterne und konzernexterne Kooperationen, um das eigene Produktangebot gezielt zu ergänzen und Kundenbedarfe breiter abdecken zu können. Dazu zählen z. B. Depot- und Vermögensverwaltungsangebote über Morgenfund und maxblue (Online Brokerage der Deutschen Bank) und ein digitaler Versicherungsmanager über QIRA.

B - Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Bankensektor 1

Im Jahr 2023 büßte die Weltwirtschaft leicht an Dynamik ein. Obwohl die Bank davon ausgeht, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat, setzte das hohe Preisniveau die Nachfrage der privaten Haushalte weiterhin unter Druck. Auch die straffere Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation verlangsamte die Weltwirtschaft. Das jährliche reale BIP-Wachstum (in % im Vergleich zum Vorjahr) lag bei 3,1 %.

Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone schwächte sich in der zweiten Jahreshälfte 2023 ab. Der private Konsum wurde weiterhin durch den Kaufkraftverlust beeinträchtigt, auch wenn sich die Inflation deutlich abschwächte. Der Arbeitsmarkt war stabil, da Unternehmen ihr Personal halten konnten. Die EZB beließ ihren Leitzins im vierten Quartal 2023 unverändert.

1 Quelle: Deutsche Bank Gruppe (konzerninterne Quelle)

Seit dem 20. September 2023 gilt im Euroraum ein durch die EZB festgelegter Zinssatz für die Einlagefazilität von 4 Prozent. 2 Dieser betrug Anfang 2023 noch 2 Prozent und ist im Jahresverlauf in mehreren Zinsschritten angehoben worden.

Nach dem zuvor beobachteten Aufschwung kam das Kredit- und Einlagengeschäft mit Haushalten und auch Unternehmen aufgrund von deutlich höheren Zinssätzen im Wesentlichen zu einem Stillstand, wodurch die Volumina im Jahresverlauf weitgehend unverändert blieben.

Die deutsche Wirtschaft schwächte sich bis zum Jahresende 2023 weiter ab, während sie zuvor mehr oder weniger stagnierte. Der private Konsum blieb schwach, obwohl die Auswirkungen der Inflation nachgelassen hatten. Der Arbeitsmarkt erwies sich weiterhin als robust und das Lohnwachstum konnte den Kaufkraftverlust bereits teilweise ausgleichen.

2. Rahmenbedingungen für die norisbank

Das im Zuge der stabilitäts-orientierten Geldpolitik der EZB deutlich gestiegene Zinsniveau bei zugleich steigenden Kreditausfallrisiken hat das Ratenkreditgeschäft der norisbank sehr stark beeinflusst. Das marktweit weiter steigende Zinsniveau, welches auf Seiten der norisbank zur Stabilisierung der Margen im Kreditneugeschäft schrittweise an die Kunden weitergegeben werden musste, sorgte für einen Nachfragerückgang im Ratenkreditbereich. Der norisbank-seitig stärkere Fokus im Jahr 2023 auf den Ausbau der Profitabilität des Kreditgeschäftes und damit im Besonderen auf den Ausbau der Zinsmarge hat zusätzlich auf die Kundenkonditionen gewirkt. Um den Auswirkungen der Inflation auch auf der Kreditrisikoseite einerseits und unserer Rolle als verantwortungsvoller Kreditgeber andererseits gerecht zu werden, wurden die Kreditvergabekriterien insbesondere für geringere Einkommen verschärft. Die vorgenannten Aspekte hatten einerseits beschränkende Auswirkungen auf das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2023, die marktweit höheren Außenzinssätze aber stabilisierten das Bestandsportfolio insbesondere durch die Reduzierung der Fremdablösungen. Das höhere Zinsniveau im Kreditmarkt insgesamt machte die Ablösung von bestehenden Finanzierungen für die Kunden unattraktiver.

Die im deutschen Finanzdienstleistungsmarkt agierenden Marktteilnehmer aus dem Nicht-Banken-Bereich (z. B. Vergleichsportale) erhöhten auch im Jahr 2023 den Wettbewerb um Endkunden. Zu den wesentlichen direkten Wettbewerbern mit Blick auf die norisbank-Kernprodukte Girokonto, Tagesgeld und Ratenkredit gehören insbesondere die ING DiBa AG, DKB AG, Targobank AG und Santander Consumer Bank AG.

2 Quelle: statista.com

Die Bedeutung digitaler Services sowie des Online- und Telefon-Vertriebs zu Lasten des stationären Vertriebs nahm im deutschen Bankenmarkt im Jahr 2023 weiterhin zu. So zeigten auch die Dienstleister für die Durchführung von Online-Legitimationen im Bankgeschäft einen nochmals verstärkten Zuwachs, da offenbar viele Kunden vertrauter im Umgang mit digitalen Angeboten sind.

Der EZB-Leitzinssatz für die Einlagenfazilität ist im Jahresverlauf 2023 von +2,0 % zum Jahresanfang auf +4,0 % zum Jahresende deutlich gestiegen. Damit setzte sich der Mitte 2022 begonnene signifikante Anstieg des Leitzinssatzes im Jahr 2023 fort und begründet die anhaltende Änderung bedeutender Rahmenbedingungen für die norisbank als ausgeprägt zinsertragsabhängiges Geschäft. Mit dem seit 2022 steigenden Zinsniveau wurden Einlagen für den Bankenmarkt im Allgemeinen sowie auch für die norisbank im Einzelnen deutlich attraktiver. Mit den steigenden Einstandssätzen hat dies im Besonderen im Jahr 2023 zu einer massiven Steigerung der Einlagenerträge geführt. Im Laufe des Jahres 2023 ermöglichte der Anstieg des Leitzinssatzes auf Seiten der norisbank die Erhöhung der Außenzinssätze für das Tagesgeldkonto schrittweise von 0,25 % p. a. zum Jahresanfang auf 1,25 % p. a. zum Jahresende. Die Steigerungen des allgemeinen Zinsniveaus wurden so sukzessive auch an die Kunden weitergegeben. Darüber hinaus wurden attraktive "Fresh Money" Aktionen im Tagesgeldneugeschäft mit Angeboten bis zu 3,85 % p. a. für bis zu 6 Monate durchgeführt, um neue Einlagen von Neu- und Bestandskunden einzuwerben.

Die Bemühungen des Gesetzgebers und der Bankenaufsicht um eine verbesserte Finanzmarktregulierung und eine Stärkung des Verbraucherschutzes sind die zentralen Treiber für regulatorische Anforderungen. Auch im Jahr 2023 war der Umsetzungsdruck hoch. Seitens der norisbank standen 2023 insbesondere folgende regulatorische Vorgaben im Fokus:

Zukunftsfinanzierungsgesetz (ZuFinG)

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)

DORA-Verordnung & DORA-Richtlinie

7. MaRisk Novelle.

So wie in den Vorjahren hat die Compliance-Funktion auch im Jahr 2023 im Besonderen der zunehmenden Bedeutung des Verbraucherschutzes im Finanzdienstleistungsmarkt Rechnung getragen. Die Einhaltung der gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen sowie selbst definierter Standards werden durch entsprechende Maßnahmen sichergestellt, wie zum Beispiel die Anwendung klar formulierter Verbraucherschutzstandards, die regelmäßige Auswertung von Kundenreklamationen sowie ein eng mit allen zentralen Bereichen verzahnt gemanagtes Beschwerde- und Qualitätsmanagement.

Die norisbank wurde seit dem 3. Quartal 2023 vermehrt mit geltend gemachten Kundenansprüchen bezogen auf eine verzögerte Bearbeitung von Kundenaufträgen konfrontiert. Wesentliche Ursache waren sehr hohe Belastungen der im Rahmen einer Auslagerung genutzten Backoffices der Deutschen Bank AG. Zur Verbesserung der Service-Level wurde eine konzernübergreifende Taskforce unter Einbeziehung der norisbank eingerichtet, mit dem Ziel eine kritikalitätsgerechte Abarbeitung der Bearbeitungsrückstände sowie Rückführung auf die vereinbarten Service-Levels zu erreichen.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der norisbank erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 5.323,4 Mio. EUR (Vj. 5.268,2 Mio. EUR) im Wesentlichen aufgrund gestiegener Volumina im ZinsMarkt-Geschäft. Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen 2023 um 12,8 Mio. EUR (0,3 %). Dieser Anstieg resultiert aus den um 263,3 Mio. EUR (49,8 %) höheren täglich fälligen Forderungen der norisbank im Deutsche Bank-Konzern. Die Festgeldanlagen waren dagegen rückläufig und verringerten sich um 250,5 Mio. EUR (6,0 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen einen Anstieg in Höhe von 20,2 Mio. EUR (55,1 %) auf. Die Forderungen an Kunden verringerten sich um 69,9 Mio. EUR (15,0 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gingen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 136,5 Mio. EUR (2,9 %) zurück.

Das Kreditgeschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 rückläufig. Die entsprechenden Forderungen an Kunden betragen zum Jahresende 396,4 Mio. EUR (Vj. 466,2 Mio. EUR). Das Kundenkreditvolumen umfasst dabei hauptsächlich Ratenkreditvolumen in Höhe von 375,3 Mio. EUR (Vj. 446,6 Mio. EUR). Bei den Baufinanzierungen im Bestand handelt es sich um einen auslaufenden Altbestand.

Zur Generierung von Zinserträgen sowie zur Liquiditätssteuerung reicht die norisbank über das laufende Ratenkreditgeschäft hinaus Kredite an den Deutsche Bank-Konzern aus. Zu diesem Zweck stellt die norisbank innerhalb des Deutsche Bank-Konzerns Kreditlinien in Höhe von insgesamt 4.800,0 Mio. EUR zur Verfügung. Zum Jahresultimo 2023 wurden diese Linien mit 3.954,6 Mio. EUR ausgenutzt. Dies entspricht einem Anteil von 74 % des gesamten Bilanzvolumens.

Die Forderungen an Kreditinstitute verzeichneten einen Anstieg auf 4.688,2 Mio. EUR (Vj. 4.675,5 Mio. EUR) und beinhalten im Wesentlichen Anlagen in Höhe von 3.783,9 Mio. EUR (Vj. 3.998,9 Mio. EUR) und täglich fällige Forderungen gegenüber der Deutsche Bank AG in Höhe von 733,6 Mio. EUR (Vj. 478,0 Mio. EUR). Kredite an die Deutsche Bank Polska Spölka Akcyina, Warschau, bestehen nicht mehr (Vj. 30,0 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 56,9 Mio. EUR (Vj. 36,7 Mio. EUR). Davon entfallen 55,0 Mio. EUR (Vj. 35,0 Mio. EUR) auf Geldaufnahmen bei der Deutsche Bank AG und 1,9 Mio. EUR (Vj. 1,6 Mio. EUR) auf Zinsabgrenzungen für Kredite an Banken.

Außerdem weist die norisbank andere Verpflichtungen in Höhe von 27 Tsd. EUR (Vj. 12,1 Mio. EUR) aus. Im Vorjahr waren hier unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 12,0 Mio. EUR gegenüber der Deutsche Bank AG enthalten.

4. Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr war im Kreditneugeschäft vor allem in Folge der Inflation und zunehmenden Rezessionssorgen geprägt von der im Vergleich zu Vorjahren geringeren Konsum- sowie Verschuldungsbereitschaft der privaten Haushalte. Diese Auswirkungen stellten neben den Herausforderungen durch das gestiegene Zinsniveau, den intensiven Wettbewerb im Bankenmarkt, den steigenden Anforderungen der Digitalisierung eine zusätzliche Herausforderung für die geschäftliche Entwicklung im Kreditgeschäft dar. Der Fokus im Jahr 2023 lag primär auf dem deutlichen Ausbau der Profitabilität und damit der Zinsmarge. In Verbindung mit dem gestiegenen allgemeinen Zinsniveau haben die höheren Zinskonditionen und den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu einem Rückgang des Ratenkreditneugeschäftes geführt.

Das Geschäft mit Sicht- und Spareinlagen wurde auch 2023 durch das deutlich gestiegene Zinsniveau begünstigt. Einlagen haben weiter deutlich an Profitabilität und Einlagenangebote an Attraktivität gewonnen. Der Wettbewerb um Einlagen hat sich deutlich intensiviert, der Trend aus den Vorjahren mit stetig steigenden Einlagen, insbesondere Sichteinlagen, hat sich im Jahr 2023 umgekehrt. In diesem für alle Banken schwierigen Marktumfeld hat sich die norisbank mit einem insgesamt nur leicht rückläufigen Einlagenbestand sowie einem stabilen Kundenbestand und trotz eines Rückgangs des Ratenkreditbestandsvolumens bei deutlich gestiegenen Zinsmargen insgesamt sehr gut behauptet. Die konzerneigene Einlagenvermittlungsplattform "ZinsMarkt" hat mit dazu beigetragen, Kunden zu binden bzw. Kundeneinlagen zu halten und neben den im Jahr 2023 generierten Zinserträgen weitere Provisionserträge zu generieren.

Für das Geschäftsjahr 2023 weist die norisbank GmbH gemäß HGB einen abzuführenden Gewinn in Höhe von 71,0 Mio. EUR (Vj. 15,9 Mio. EUR) aus. Das Ergebnis liegt damit deutlich über dem planungsbasierten Erwartungswert. Der Gewinn wird auf Grundlage des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die DB Capital Markets (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, abgeführt.

Betrachtet man die wesentlichen Treiber der Ertrags- und Kostenentwicklung, so ergibt sich folgendes Bild: das Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist im Vergleich zum Vorjahr stark geprägt durch die Steigerung des Zinsüberschusses um 57,4 Mio. EUR (>100,0 %). Das Provisionsergebnis wies einen Anstieg um 1,2 Mio. EUR (13,7 %) auf. Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich um 1,5 Mio. EUR (4,7 %). Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen lagen um 0,8 Mio. EUR (9,6 %) über dem Vorjahreswert. Das sonstige betriebliche Ergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahr 4,2 Mio. EUR (39,5 %) niedriger aus. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen betrugen 20 Tsd. EUR und lagen um 3 Tsd. EUR unter dem Vorjahreswert.

Der Zinsüberschuss beträgt 95,2 Mio. EUR (Vj. 37,8 Mio. EUR) und spiegelt das Ergebnis des Wertgeschäftes der norisbank (Kredite und Einlagen) wider. Der Anstieg des Zinsüberschuss um 57,4 Mio. EUR (>100,0 %) resultiert im Wesentlichen aus höheren Zinsen für Geldanlagen im Deutsche Bank-Konzern. Der Zinsüberschuss im Geschäft mit Kunden verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17,2 Mio. EUR. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem zinsbedingten Anstieg des Zinsaufwands um 17,8 Mio. EUR. Darüber hinaus erhöhte sich der Zinsaufwand volumenbedingt um 0,7 Mio. EUR. Dies wurde durch den im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. EUR höheren Zinsertrag teilweise kompensiert. Das Ergebnis des sonstigen Zinsüberschusses lag um 0,4 Mio. EUR unter Vorjahresniveau.

Der Anstieg des Provisionsüberschusses um 1,2 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR (Vj. 9,0 Mio. EUR) resultiert zum einen aus den um 1,7 Mio. EUR höheren Provisionen im Zahlungsverkehr aufgrund gestiegener Erträge aus Kontoführungsgebühren (1,6 Mio. EUR). Hier wirkte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die zum 01.07.2022 erfolgte Einführung des Kontoführungsentgelts für nicht aktiv genutzte Girokonten beim Kontomodell "Top-Girokonto" positiv aus. Das Provisionsergebnis aus dem Vermittlungsgeschäft fiel um 1,0 Mio. EUR geringer aus. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den um 1,2 Mio. EUR niedrigeren Provisionserträgen aus der Vermittlung von Restkreditversicherungen, welche seit 2023 an den Partner "Lifestyle Protection" erfolgt, sowie den entfallenen Einmalerträgen aus sonstigen Vermittlungen (0,4 Mio. EUR). Ergebnisverbessernd wirken die gesunkenen Provisionsaufwendungen für Vergleichsportale (0,6 Mio. EUR).

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken im Geschäftsjahr 2023 in Summe um 1,5 Mio. EUR (4,7 %) auf 31,3 Mio. EUR (Vj. 32,8 Mio. EUR). Der Personalaufwand 2023 sank um 0,1 Mio. EUR, die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen um 1,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert und betrugen 24,6 Mio. EUR (Vj. 26,0 Mio. EUR). Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für konzerninterne Leistungsverrechnungen (1,4 Mio. EUR) und für Marketing (0,8 Mio. EUR). Die Betriebskosten fielen dagegen höher aus (0,6 Mio. EUR).

Das sonstige betriebliche Ergebnis lag mit einem positiven Saldo in Höhe von 6,4 Mio. EUR um 4,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Die darin enthaltenen Erträge aus der konzerninternen Liquiditätsbereitstellung sanken um 6,0 Mio. EUR. Ein weiterer negativer Effekt resultiert aus den höheren Aufwendungen für operationelle Risiken (0,2 Mio. EUR). Das Zinsergebnis aus dem Pensionsvermögen stieg 2023 dagegen um 2,1 Mio. EUR.

Der Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft weist für das Geschäftsjahr 2023 einen Aufwand in Höhe von 9,5 Mio. EUR aus (Vj. 8,7 Mio. EUR). Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr 2022 angefallenen Einmaleffekt in Höhe von 1,3 Mio. EUR aus dem Portfolioverkauf gekündigter Forderungen.

Die handelsrechtliche Cost Income Ratio liegt mit 29,7 % unter dem Vorjahresniveau (Vj. 70,0 %). Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus der Steigerung des Zinsergebnisses.

Die wirtschaftliche Lage der norisbank erachten wir als stabil. Die Profitabilität konnte, insbesondere durch das im Jahresverlauf 2023 deutlich gestiegene Zinsniveau, erheblich gesteigert werden.

C. Risikobericht

Organisation des Risikomanagements

Die norisbank ist Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts-, allgemeinen Geschäfts-, operationellen, Reputations-, Nachhaltigkeits- und IT-bezogenen Risiken ausgesetzt. Die Prozesse zur Identifikation, Überwachung und Steuerung der mit dem Bankgeschäft verbundenen Risiken der norisbank sind in das konzernweite Risikomanagement des Deutsche Bank-Konzerns integriert, die Grundlage für das Risikomanagement der norisbank bilden konzernweit geltende Regelwerke und Risikomodelle.

Das Risiko-Controlling innerhalb der norisbank unterstützt die Geschäftsführung bei der operativen Etablierung und bei der Überwachung der Einhaltung der Risikokultur. Der Risikoappetit konkretisiert die Grundsätze der Risikokultur im Sinne einer bewussten Übernahme bzw. Vermeidung von Risiken im Geschäftsalltag. Der Risikoappetit stellt grundsätzlich den Grad der Bereitschaft dar, Risiken einzugehen, die aus der Geschäftsstrategie resultieren. Die Geschäftsführung trifft mit der Festlegung des Risikoappetits eine Entscheidung darüber, in welchem Umfang die norisbank bereit ist, ihrem Geschäftsmodell angemessene Risiken einzugehen, um bei Wahrung der Stabilität die strategischen Ziele zu erreichen. Die Festlegung des Risikoappetits erfolgt pro Risikoart auf Basis regulatorisch vorgegebener oder bankeigener Risikomaße, die sowohl quantitativer als auch qualitativer Ausprägung sein können.

Das Risiko-Controlling stellt die Überwachung der einzelnen Risikoarten über die Berichterstattung einzelner Risikoarten sicher. Regelmäßig, mindestens, aber vierteljährlich wird ein Gesamtrisikobericht über die als wesentlich eingestuften Risikoarten erstellt und der Geschäftsführung sowie dem Aufsichtsorgan vorgelegt.

Bestandsgefährdende Risiken oder solche mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage sind aktuell nicht bekannt.

Die Einhaltung und Überwachung des "Tochter-Waivers" erfolgt auf Institutsgruppenebene. Aufgrund der Inanspruchnahme des "Tochter-Waivers" ist die norisbank von der Einhaltung der Eigenmittelvorschriften der CRR befreit.

Kreditrisiken/Adressausfallrisiken

Die norisbank geht im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Kreditrisiken ein. Die Kreditrisiken haben sich im Jahr 2023 oberhalb unserer Erwartungen entwickelt. Der Risikovorsorgebestand beträgt zum 31. Dezember 2023 28,2 Mio. EUR (Vj. 26,5 Mio. EUR). Dieser beinhaltet pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 21,2 Mio. EUR (Vj. 16,5 Mio. EUR) sowie Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 7,0 Mio. EUR (Vj. 10,0 Mio. EUR). Die Erhöhung der Risikovorsorge begründet sich im Wesentlichen aus der Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland aufgrund der deutlich gestiegenen Inflation und der schwachen Konjunkturentwicklung. Der monatliche Zuwachs des Risikovorsorgebestands in Stage 3 ist dadurch ansteigend. Die Summe aller Sondereffekte auf die Risikovorsorge durch Management Overlay, Rekalibrierungen von PD (Probability of Default), LGD (Loss Given Default) sowie die Berücksichtigung vorzeitiger Tilgungen wirkte sich mit ca. 0,6 Mio. EUR positiv auf die Risikokosten im Jahr 2023 aus. Per 31.12.2023 bestand noch ein FLI (Forward Looking Information) auf LGD in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Das Management des Kreditportfolios erfolgt durch das Risk Management der norisbank auf Basis regelmäßiger Analysen. Neben den üblichen Kontrollinstrumenten der Kredit- überwachung gemäß MaRisk (u. a. in Form der quartärlichen Kreditrisikoreports) verwendet die norisbank diverse Instrumente zur Risikofrüherkennung für Dispositions- und Ratenkredite.

Die Kreditentscheidung basiert auf der vom Risk Management anhand historischer Daten entwickelten Ratingmethode. Des Weiteren sind durch das Risk Management Leitsätze für die Kreditentscheidung in den Kreditrichtlinien verankert. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch entsprechende Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet.

Das Mahnwesen basiert auf der Analyse von Rückstandstagen und erfolgt weitgehend automatisiert. Nach Wirksamwerden von Kredit-Kündigungen werden Forderungen durch die konzerneigene Beitreibung betreut.

Marktrisiken/Marktpreisrisiken

Die norisbank verfügt über eine breite und stabile Refinanzierungsbasis aus Kundeneinlagen. Der Einlagenmarkt stellt auch weiterhin bei einschneidenden, externen Ereignissen eine stabile und gut vorhersehbare Finanzierungsquelle für Banken dar. Die norisbank geht keine nennenswerten offenen Marktrisiken ein. Geschäfte mit derivativen Produkten (Swaps, Optionen, Futures) werden nicht durchgeführt.

Die norisbank hält im Besonderen keine Staatsanleihen. Es werden jedoch Anleihen erstklassiger Bonität zur Liquiditätssteuerung im Rahmen von kurzlaufenden Reverse Repo-Transaktionen in den Bestand genommen. Entsprechend werden Marktpreisrisiken hier nicht relevant.

Währungs- und Edelmetallpreisrisiken existieren nicht, da die norisbank keine entsprechenden Bestände hält.

Das Marktrisiko der norisbank als Nichthandelsbuchinstitut ist - bedingt durch die Geschäftsstruktur - im Wesentlichen auf Zinsänderungsrisiken beschränkt, die durch die Kundenaktiva und -passiva entstehen. Die tägliche Steuerung des Zinsrisikos obliegt dem Bereich Treasury der norisbank.

Die Zinsrisiken aus dem Kreditgeschäft werden durch die rollierenden Wiederanlagebeträge der faktischen Zinsbindung der Sicht- und Spareinlagen weitgehend kompensiert. Darüber hinaus werden zusätzlich Hedgegeschäfte zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos ausschließlich innerhalb des Konzerns getätigt. Diese Hedgegeschäfte werden vollständig in Form von Geldgeschäften zwischen der norisbank und der Deutsche Bank AG getätigt.

Zur täglichen Messung der verbliebenen Risikoübernahme werden Value-at-Risk- Kennzahlen (VaR) herangezogen, die zentral durch die für die Deutsche Bank Gruppe zuständige Markt-Risiko-Management Abteilung mittels Monte Carlo Simulation berechnet werden. Das VaR-Threshold beträgt 350 Tsd. EUR zu einem Konfidenzniveau von 99 % und einem Tag Haltedauer. Im Geschäftsjahr 2023 wurde der VaR im Durchschnitt mit 149,7 Tsd. EUR oder 43 % ausgenutzt. Zum Jahresultimo lag der VaR bei 196,3 Tsd. EUR (56 %). Zu Threshold-Überschreitungen kam es im Kalenderjahr 2023 nicht.

Weiterhin erfolgt die Zinsrisikomessung über die Metriken der Veränderung des ökonomischen Wertes des Bankbuches (ΔEVE) und des periodisierten Zinsertrages (ΔNII) gemäß EBA Guidelines 2018/02 und BCBS #368 sowie des aktualisierten Rundschreibens 2019-06 der BaFin. Zum Jahresultimo lag das Limit für ΔEVE bei -40 Mio. EUR und die untere Grenze für den Threshold des ΔNII bei -16,5 Mio. EUR. Die Auslastung zum 31. Dezember 2023 betrug für AEVE -38,53 Mio. EUR (96 % Auslastung) beziehungsweise -5,88 Mio. EUR (36 % Auslastung) für ΔNII.

Das Zinsrisikomanagement ist eine zentrale Aufgabe des Bereichs Treasury. Die Erstellung des Reports des Zinsrisikos erfolgt auf Basis einer automatischen Zulieferung durch Systeme der Deutsche Bank AG. Das konzernweite Modell quantifiziert potenzielle Zinsänderungsrisiken, die durch unerwartete Änderungen des Kundenverhaltens im Zusammenhang mit der Modellierung von Kundeneinlagen entstehen und deren Zinssätze nicht unmittelbar an Marktzinssätze gebunden sind, wie z. B. bei Sichteinlagen.

Liquiditätsrisiken

Die tägliche Liquiditätsrisikosteuerung wird durch den Bereich Treasury der norisbank verantwortet. Die Steuerung basiert auf der Analyse aller zukünftigen Zahlungsströme (Cash-Flows) nach Produkten sowie den Fälligkeiten des im Deutsche Bank-Konzerns angelegten Passivüberhangs.

Die norisbank erfüllt die Anforderungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) nach CRR. Zum 31. Dezember 2023 betrug die LCR nach Delegated Act (EU2018/1620) der norisbank 1,80 (Vj. 1,87). Dabei werden die erforderlichen hochliquiden Aktiva in Form von erstklassigen Wertpapieren über Reverse Repurchase Agreements mit der Deutsche Bank AG aus der Liquiditätsreserve der Deutsche Bank Gruppe in die norisbank gebracht. Diese Geschäfte werden ausschließlich innerhalb des Konzerns mit der Deutsche Bank AG durchgeführt.

Das Liquiditätsprofil der norisbank weist in allen Laufzeitbändern einen Liquiditätsüberschuss aus. Betrachtet wird dabei sämtliches externes Kundengeschäft, Kapitalmarktgeschäfte und Eigenkapital. Das Liquiditätsprofil weist einen massiven Passivüberhang aus. Dieser Liquiditätsüberschuss sichert die Refinanzierung der norisbank ab. Weiterhin hat die Deutsche Bank AG bis auf Weiteres ein Patronat für die norisbank ausgesprochen. Diese Patronatserklärung stellt sicher, dass die Deutsche Bank AG dafür Sorge trägt, dass die norisbank jederzeit alle vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen kann (abgesehen vom Fall des politischen Risikos).

Das Liquiditätsrisikomanagement der norisbank ist vollumfänglich in das Risikomanagement des Deutsche Bank-Konzerns eingebunden. Die Analysen der Liquiditätssituation unter Stress erfolgen im Rahmen eines Reportings der Deutsche Bank AG. Hierzu werden der norisbank täglich Reports über den aktuellen Stand der Liquiditätsstresssituationen zur Verfügung gestellt.

Geschäftsrisiken

Das allgemeine Geschäftsrisiko fokussiert auf der Unsicherheit der Ergebnisentwicklung aufgrund geänderter Rahmenbedingungen des Geschäftsbetriebs wie Marktumfeld, Kundenverhalten und technologische Entwicklungen. Diese Risiken verlangen bei sich verändernden Bedingungen zur Vermeidung ökonomischer Nachteile rasches Handeln und Einstellen auf die neue Situation.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken versteht man den potenziellen Eintritt von Verlusten (einschließlich rechtlicher Komponenten), die sich aus dem Fehlverhalten von Mitarbeitenden, aus nachteiligen vertraglichen Vereinbarungen und Dokumentationen, Fehlern in angewendeten Technologien, dem Versagen der Infrastruktur sowie aus Katastrophen, fehlgeschlagenen Projekten, adversen externen Einflüssen und unvorteilhaften Kundenbeziehungen ergeben können. Das operationelle Risiko der norisbank umfasst keine Geschäfts-, strategischen und Reputationsrisiken. Diese sind gesondert aufgeführt.

Vor dem Hintergrund der regulatorischen Anforderungen wurde ein umfassendes Rahmenwerk zur Risikosteuerung etabliert. Hierbei gilt das Grundprinzip, dass das jeweilige Business-Management für die Wahrnehmung und Steuerung der operationellen Risiken die Verantwortung trägt. Diese werden durch das Business Control Office der Bank bei der Identifikation, Analyse und Bewertung potenzieller bzw. entstandener Risiken unterstützt.

Das Monitoring erfolgt systemisch. Mittels einer mehrjährigen Datenhistorie werden die Analyse und das Management aktueller operationeller Risiken mit bedeutenden Informationen unterstützt. Über dieses System werden aktuelle Erkenntnisse über bestehende und potenzielle Risikofaktoren generiert. Auf dieser Basis können durch gezielte Maßnahmen Risiken reduziert werden.

Ferner besteht ein standardisierter Genehmigungsprozess für neue Produkte und Produktänderungen - der sogenannte New Product Approval (NPA)-Prozess. Im Rahmen dieses Verfahrens wird sichergestellt, dass neue und geänderte Produkte den regulatorischen Anforderungen und Bankstandards entsprechen. Im Rahmen des risikobasierten Product Life Cycle Review-Prozesses wird zudem sichergestellt, dass alle Produkte stets über den gesamten Produktlebenszyklus den externen wie auch internen Anforderungen entsprechen.

Um den in den letzten Jahren in der Branche angestiegenen externen Betrugsangriffen entgegenzuwirken, hat die Bank zur Betrugsprävention eine Vielzahl technischer und organisatorischer Maßnahmen zur Verhinderung von strafbaren Handlungen aufgesetzt. Diese werden im Rahmen einer Gefährdungsanalyse jährlich überprüft und weiterentwickelt. Die mit Hilfe der "Gefährdungsanalyse strafbare Handlungen" identifizierten Restrisiken nach Risikomaßnahmen sind akzeptabel und zeigen keinen akuten Handlungsbedarf. Im Rahmen eines Servicevertrags sind die operative Betrugsprävention und -bearbeitung an den Bereich Anti-Financial Crime (AFC) der Deutsche Bank AG ausgelagert. Mit dieser Maßnahme hat die Bank insbesondere die regulatorischen Anforderungen an eine "zentrale Stelle" zur Verhinderung strafbarer Handlungen gemäß Kreditwesengesetz umgesetzt.

Das ökonomische Kapital für operationelle Risiken für den Bereich Private Bank Germany und damit auch für die norisbank wird auf Basis eines internen Berechnungsmodells (Advanced Management Approach, AMA) auf Gruppenebene ermittelt.

Es ist bzgl. der norisbank zu erwarten, dass die Entwicklung der operationellen Risiken grundsätzlich auf dem erreichten Niveau gehalten werden kann.

Reputationsrisiken

Reputationsrisiken können insbesondere aus einer fehlerhaften Beratung der Kunden, aus Abwicklungs- oder Bearbeitungsprozessen bzw. durch ein nicht markt- und kundenadäquates Produkt-/Dienstleistungsangebot entstehen.

Die Einhaltung der Qualitätsstandards wird über das an die Geschäftsleitung berichtende Qualitätsmanagement der norisbank u. a. mittels Stichprobenerhebungen und Reports sowie in Fällen der ausgelagerten Leistungserbringung im Rahmen des Auslagerungsmanagements seitens der jeweils für die Vendoren verantwortlichen Bereiche ebenfalls mit einer jährlichen Leistungsstichprobe sichergestellt.

Für den Fall, dass es trotz aller qualitätssichernden Maßnahmen zu Verärgerungen auf Kundenseite kommen sollte, verfügt die norisbank über ein systematisches Beschwerdemanagement mit definierten Eskalationsstufen, über das kritische Vorgänge - Fall-abhängig bis in die Geschäftsführung der norisbank - kommuniziert werden.

Im Juli 2023 hat die Deutsche Bank die letzte Datenmigration auf Seiten der Postbank vorgenommen. Während die IT-Migration auf den Transfer von Kunden und Mitarbeitenden auf eine neue IT-Infrastruktur abzielte, führte sie zu operativen Problemen und Bearbeitungsrückständen von Kundenaufträgen. Bedingt durch die Auslagerung von Backoffice-Tätigkeiten an die Deutsche Bank AG ist auch die norisbank von den entstandenen Belastungen mit in Folge kritischen Service-Leveln betroffen. Es wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen und Abarbeitungspläne erstellt, deren Umsetzung und Wirkung überwacht werden.

Die Deutsche Bank hat bei der Abarbeitung ausstehender Kundenanfragen bzw. -aufträgen bedeutende Fortschritte erzielt. Für die meisten Prozesse konnte eine Abarbeitung der Rückstände bis zum Jahresende 2023 erreicht werden. Bei einigen Prozessen dauert die Abarbeitung allerdings noch an und es wird erwartet, dass diese überwiegend bis zum Ende des ersten Quartals 2024 abgeschlossen sein wird. Sollte die Deutsche Bank mehr Zeit benötigen, um markenübergreifend alle offenen Kundenanfragen abzuarbeiten, könnte dies gegebenenfalls die operativen Kosten sowie die Kreditkosten erhöhen und die Reputation der Bank beeinträchtigen. Das norisbank- Management überwacht den die norisbank betreffenden Fortschritt und agiert auf täglicher Datenbasis im engen Dialog mit dem verantwortlichen Management der Deutschen Bank.

Ein möglicher externer Risikofaktor in der norisbank ist das Produzentenrisiko bei Produkten bzw. Prozessen, die wir von Dritten einkaufen, bzw. die Zusammenarbeit mit strategischen Kooperationspartnern. Unabhängig von der Risikobewertung und -prävention im Rahmen des Onboardings eines Kooperationspartners können aber im Zeitverlauf z. B. Lieferrisiken bei Produzenten entstehen, für die es in einem von nur einzelnen Anbietern besetzten Marktsegment nur wenige Alternativen gibt. Lieferrisiken von Vendoren werden über das fortlaufende Vendorriskmanagement bewertet.

Der Bereich Compliance der Bank führt eine unabhängige Kontrolle durch, indem er die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen unterstützt und nachhält sowie eine Kultur der Beachtung der rechtlichen und ethischen Grundsätze in der Bank fördert. Compliance unterstützt das Management der norisbank bei der Einführung und Beibehaltung eines risikobasierten Ansatzes zum Management der Compliance-Risiken der Bank. Der Bereich hilft bei der Identifizierung, Behebung und Vermeidung von Verstößen gegen Gesetze und Vorschriften. Verbraucherschutz, manifestiert in Rechtsprechung und Gesetzgebung, hat auch im Jahr 2023 eine hohe Bedeutung für die Bankenbranche insgesamt - insbesondere mit möglichen Risiken bzw. tatsächlichen Auswirkungen bzgl. der Reputation und der Geschäftsergebnisse von Banken.

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken)

Risiken mit Bezug zu dem sogenannten "Environmental, Social and Corporate Governance" (kurz: ESG-Risiken) haben eine zunehmende Bedeutung. Im Fokus stehen hier Risiken aus den Bereichen Umwelt (Environment), Soziales (Social) oder Unternehmensführung (Governance). Diese Risiken können die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage von Banken signifikant beeinflussen. Ein effektives ESG- Risikomanagement ist daher wichtig. Dabei stellen die ESG-Risiken keine neue, eigene Risikoart dar, sondern sind als Risikotreiber (im Sinne einer Ursache) zu verstehen. Sie beeinflussen also die verschiedenen Risikokategorien (in den Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken, den operationellen Risiken inkl. Compliancerisiken sowie in den strategischen und Reputationsrisiken). Die insbesondere im ESG-Kontext bedeutenden Nachhaltigkeitsprinzipien der Deutschen Bank Gruppe, welche auch für die norisbank Gültigkeit besitzen, sind im Verhaltenskodex der Bank verankert, dessen Einhaltung von allen Mitarbeitenden der Bank erwartet wird. Aufgrund des auf Privatkunden ausgerichteten Geschäftsmodells, ist die norisbank keinen Klima- und Umweltrisiken ausgesetzt, die in Verbindung mit der Finanzierung oder dem Handel von klima- und umweltrelevanten Exposures/Projekten stehen. Ziel des ESG-Risikomanagements ist vielmehr die Sicherstellung der Berücksichtigung der Klima- und Umweltrisiko- Parameter in den einzelnen Risikoarten der norisbank.

IT-Risiken

Die IT-Risiken der norisbank werden im norisbank IT-Management (IT-M) Governance Meeting regelmäßig im Kontext der gegebenen Auslagerung mit Vertretern der IT der Deutsche Bank AG sowie des Business Managements der norisbank besprochen. Unabhängig vom IT-M ist der Informationssicherheitsbeauftragte der norisbank kontrollierend tätig und berichtet regelmäßig - mindestens einmal im Quartal - an die Geschäftsführung der norisbank. Die operative Informationssicherheit, einschließlich der Überwachung der Cyber-Risiken, wird durch den Bereich Chief Security Office - Information Security Services der Deutschen Bank AG wahrgenommen. Zur Minimierung der IT-Risiken stützt sich die norisbank und ihr IT-Dienstleister Deutsche Bank AG auf die Konzern-Policies und -Procedures, in denen ein risikobasierter Ansatz z. B. gemäß den Anforderungen aus dem Three-Lines-of-Defense-Programm sowie den Vorgaben bzgl. Segregation of Duties, Least Privileged Access oder der User Access Recertification definiert ist. Der Benutzerzugriff auf die EDV-Systeme ist in Berechtigungskonzepten festgelegt.

D. Ausblick

1. Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung 3

Es gibt eine Reihe von Risiken für den globalen Wirtschaftsausblick. Die geopolitischen Risiken in der Ukraine und im Nahen Osten sind nach wie vor hoch. Die strategische Rivalität zwischen den USA und China könnte sich möglicherweise noch verschärfen. Die möglicherweise zunehmende Abhängigkeit zwischen den Krisenherden könnte verschärfte Auswirkungen auf die Märkte haben. Im Jahr 2024 finden wichtige Wahlen in vielen Teilen der Welt statt, darunter den USA und der EU. Die Nachrichten in diesem Zusammenhang könnten durchaus das Potenzial haben, die Märkte zumindest kurzfristig zu beeinflussen.

In den Industrieländern dürfte sich das Wachstum vor allem infolge des stockenden Wachstums in der Eurozone abschwächen. Ein spürbarer Rückgang der Inflation müsste sich auf das Realeinkommen der Haushalte positiv auswirken und damit den wirtschaftlichen Abschwung eindämmen. Vor dem Hintergrund rückläufiger Inflationsraten dürften die Zentralbanken ab Jahresmitte 2024 die Senkung ihrer Leitzinsen einleiten.

Das BIP-Wachstum in der Eurozone wird voraussichtlich bis zur Jahresmitte stagnieren. Danach sollte der private Konsum eine stärkere Unterstützung für die Wirtschaft darstellen, wenn die Inflation weiter signifikant zurückgeht. Die Inflation könnte bis zur Jahresmitte die Zielmarke von 2 % erreichen.

Das deutsche BIP dürfte im Jahr 2024 erneut zurückgehen. Die Fiskalpolitik wird nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vermutlich gestrafft. Sollten steigende Löhne und eine schwächere Inflation den privaten Konsum stützen, dürfte die Wirtschaft im Sommer erneut an Fahrt aufnehmen. Die leichte Abschwächung der Weltwirtschaft könnte die Erholung dämpfen und die vorerst noch straffe Geldpolitik wird eine zusätzliche Herausforderung darstellen.

3 Quelle: Deutsche Bank Gruppe (konzerninterne Quelle)

2. Strategische Weiterentwicklung der norisbank GmbH

Die strategische Weiterentwicklung der norisbank folgt auch künftig dem Bestreben, die Effizienz und Effektivität weiter zu steigern, die jederzeitige Stabilität der Bank zu gewährleisten und relevante Wachstumspotenziale zu heben.

Hierbei verfolgt die norisbank insbesondere das Ziel, wirtschaftlich erfolgreiche, digitalaffine Bankkunden mit einem im Wettbewerbsumfeld überzeugenden digitalen Produkt- und Serviceangebot zu gewinnen und nachhaltig zu binden.

Bedeutend ist in diesem Kontext auch die Erweiterung des Portfolios um relevante digitale Angebote und Services in hoher Qualität sowie die konsequente Digitalisierung der bestehenden Angebote und Dienstleistungen. Insbesondere verbesserte Antrags- und Abwicklungsprozesse entfalten letztlich positive Wirkung auf das Kunden- bzw. Interessentenerlebnis sowie auf die Effizienz und Effektivität im Neu- und Bestandsgeschäft. Ebenso von Bedeutung werden auch künftig relevante Vertriebskooperationen sowie die weitere Fokussierung auf Kundenzufriedenheit und -bindung sein.

Um diese maßgeblichen Veränderungen mit der im Wettbewerbsumfeld notwendigen Schnelligkeit und Flexibilität sowie der für das Kundenerlebnis bedeutenden "Simplicity" vollziehen zu können, ist die Modernisierung der IT-Infrastruktur der norisbank ein elementarer Bestandteil. In diesem Sinne erwarten wir, dass die norisbank künftig von den Ergebnissen des konzernweiten IT-Projekts "Unity" sowie dem für 2024 anstehenden Arbeiten im Projekt "Growth" (technische und inhaltliche Zusammenführung der Online Antragsstrecken "Kredit" innerhalb des Deutsche Bank-Konzerns auf einer neuen gemeinsamen technischen Infrastruktur) und ab bzw. nach 2025 wirksamen Ergebnissen des anstehenden IT-Projekts "Gravity" (Etablierung von Cloud-basierten IT- Anwendungen) partizipieren wird. Mit der auf Basis des Projekts "Unity" geschaffenen IT-Infrastruktur bieten sich grundlegende Vorteile mit Blick auf das Ziel der weiteren Steigerung von Effizienz und Effektivität. Das "Unity"-Projekt ist zwar abgeschlossen, der Rollout von Teilen der weiterentwickelten Systeme auf die norisbank aber noch nicht vollumfänglich erfolgt. Mit bedeutenden Projekten wie "Unity" und "Gravity" sollten für das künftige Geschäft gewichtige weitere Fortschritte realisierbar sein, da Optimierungen, die sowohl die Effizienz als auch die Effektivität steigern helfen sowie Vorteile für Kunden ermöglichen, die Hebung von Ertragspotenzialen im Kundenbestand bei zugleich erhöhter Effizienz sowie weiter verbesserte Kundenerlebnisse unterstützen. Dies gilt im Besonderen auch für die Ergebnisse des Projekts "Growth", mit Hilfe dessen die norisbank voraussichtlich im 2. Halbjahr 2024 an den im Rahmen vom Projekt "Unity" neu entwickelten digitalen Ratenkreditprozess angebunden wird. Dieser soll sowohl Vereinfachungen auf der Kundenseite mit sich bringen, schnellere Antragsbearbeitungen ermöglichen als auch nachgelagerte Prozesse deutlich verschlanken und beschleunigen.

Im Fokus der für 2024 geplanten Geschäftsaktivitäten steht weiterhin die profitable Weiterentwicklung des Geschäfts mit Ratenkrediten, Tagesgeldern und insbesondere Girokonten als Kernprodukte zur Kundengewinnung und -bindung sowie als derzeit wesentliche Ertragstreiber. Die höchste Priorität richtet sich dabei aufgrund der hohen Ertragsbedeutung darauf, den Einlagenbestand in Summe mit adäquater Effizienz stabil zu halten bzw., sofern wirtschaftlich sinnvoll realisierbar, auch weiter auszubauen. Mit Blick auf den Einlagenbestand bietet sich für die norisbank die Möglichkeit vom im langjährigen Vergleich deutlich höheren Zinsniveau zu profitieren und analog dem Jahr 2023 signifikante Ergebnisbeiträge zu generieren. Zur Bindung von Einlagenbeständen und Kontokunden ist es geplant, einen steigenden Teil der Margen in Form von höheren Kundenzinsen weiterzugeben, um so die Attraktivität von Einlagen auch im Jahr 2024 zu erhöhen. Das in den Vorjahren aufgebaute Angebot an Vermittlungsprodukten u. a. im Bereich Versicherungen, Festgeld und Wertpapierinvestments soll fortgesetzt werden, um Kunden und Interessenten auch in Zukunft ein vielfältiges, attraktives Produktangebot bieten und relevante finanzielle Kundenbedarfe befriedigen zu können sowie auf Bankseite Potenziale zu heben und mit Provisionserträgen das Ergebnis zu unterstützen.

Für 2024 erwarten wir in Summe nahezu unveränderte, mit Blick auf die Rahmenbedingungen zumindest nur geringfügig rückläufige Bestandsvolumina der Kundeneinlagen im Vergleich zum Vorjahr. Potenzielle Volumenabflüsse aufgrund eines erwarteten sehr intensiven, konditionsgetriebenen Wettbewerbs um Einlagen sowie aufgrund von Effekten durch konjunkturell- und inflationsbedingtem Entsparen auf Kundenseite sollen durch Volumenzuflüsse durch sogenannte Fresh Money- Kampagnen im Tagesgeldneugeschäft im Rahmen des für 2024 geplanten Marketingbudgets weitestgehend ausgeglichen werden. Die wesentliche Priorität in der Geschäftssteuerung richtet sich auf hohe Effizienz und Effektivität sowie eine weitere leichte Steigerung des IblT-Ergebnisses. So planen wir gegenüber Vorjahr eine weitgehend unveränderte Anzahl an Kunden sowie eine leicht rückläufige Anzahl an Girokonten. Aufgrund der besonderen marktweiten Herausforderungen im Ratenkreditgeschäft sowie aufgrund der norisbank-seitigen Management-Priorität, die Profitabilität des Neugeschäfts weiter auszubauen, und gerade im gegebenen konjunkturellen Umfeld das Neugeschäft verstärkt auf gute Bonitäten zu fokussieren, wird für 2024 ein rückläufiges Kreditbestandsvolumen erwartet.

Auch im Jahr 2024 liegt im Ratenkreditneugeschäft mit Neukunden der Fokus auf Performance Marketing. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit Online-Vergleichsportalen weiterhin bedeutend. Des Weiteren wird auch im Jahr 2024 das wesentliche Augenmerk im Performance Marketing auf Maßnahmen wie z. B. im Bereich Search Engine Advertising (SEA) und Search Engine Optimization (SEO) und kooperationsbasiert einem weiteren Ausbau der Vertriebsoberfläche liegen. Das Ratenkreditneugeschäft mit Bestandskunden soll im Jahr 2024 durch die etablierten und zusätzlich neu konzipierten Direktmarketingmaßnahmen, durch eine weitere Steigerung der Bindung von Kunden und Kreditengagements sowie durch die Stärkung der Produktmarge im Neugeschäft weiter profitabilisiert werden.

Das Girokonto- und Tagesgeldneugeschäft dient im Besonderen der Generierung weiterer Einlagevolumen. Dieses Neugeschäft wird auch im Jahr 2024 überwiegend über Performance Marketing und damit weiterhin mit Online-Fokus generiert - plangemäß vor allem in den Bereichen Search Engine Marketing (SEA sowie SEO), Online-Vergleichsportale und Affiliate Marketing. Hierbei werden auch im Jahr 2024 möglichst geringe Neugeschäftskosten angestrebt. Grundsätzlich wird bei der Ausrichtung des Neugeschäfts im Jahr 2024 analog zum Jahr 2023 ein stärkerer Fokus auf der Gewinnung neuer Einlagenvolumen liegen. In dem Sinne richtet sich das Neugeschäft bevorzugt auf ein Girokontoneugeschäft mit idealerweise höheren Einlagepotenzialen sowie auf ein stärkeres Neugeschäft im Bereich Tagesgeldkonten und Spareinlagen.

Auf der Kostenseite stehen auch für 2024 grundlegend weiterhin eine ausgeprägte Kostendisziplin sowie gezielte Maßnahmen im Vordergrund, um die operative Kostenbasis insgesamt und insbesondere die Stückkosten im Neugeschäft weiter zu senken. Insbesondere durch reduzierte Planbudgets in Bereichen wie z. B. Marketing, einem fortgesetzt strengen Kosten-Management und einer angestrebten weiteren Effizienzsteigerung bei eingesetzten Mitteln soll die weitere Verbesserung der bereits zuletzt erreichten Cost Income Ratio (CIR) unterstützt werden.

Die norisbank hatte im Jahr 2022 den Verkauf von Forderungen über den sogenannten Forward Flow auf Basis von Verträgen mit externen Partnern wieder aufgenommen. Dieser wird im Jahr 2024 aufgrund deutlich zu geringer Marktpreise erneut ausgesetzt und die Beitreibung über das konzerneigene Inkasso in Eigenregie übernommen. Es wird erwartet, dass die absolute Risikovorsorge in den kommenden Jahren auf dem im Vergleich zu den Vorjahren erhöhten Niveau bleiben wird. Der Rückgang des Kreditbestandsvolumens führt vor diesem Hintergrund zu steigenden relativen Risikokosten.

In Summe erwarten wir für 2024 auf Basis der geplanten Erträge und Kosten eine gegenüber 2023 nochmals leicht verbesserte Cost Income Ratio (CIR).

Wichtige Schritte zur Erreichung der gesetzten wirtschaftlichen Ziele sind, wie bereits zuvor aufgeführt, eine weitere Steigerung der Effizienz und Effektivität u. a. unserer Marketing- und Vertriebsausgaben, das nachhaltige Management der Risikokosten im Aktivgeschäft, die weitgehende Stabilität der Einlagenbestände und vor allem die konsequente Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung, insbesondere bei der weiteren Verschlankung und Vereinfachung der Geschäftsprozesse.

Um das Zielsegment der online-affinen Kunden optimal zu bedienen, soll das Angebot im Online- und Mobile-Bereich auch im Jahr 2024 vor allem durch die fortgesetzte Digitalisierung weiter optimiert sowie zusätzlich die bestehende Call Center-Betreuung mit 24/7 verfügbaren Services und die SB-Infrastruktur der Deutschen Bank-Gruppe unterstützend eingesetzt werden. Durch die geplanten Optimierungsarbeiten soll die Kundenbindung und die Generierung von Interessenten sowie die Conversion weiter verbessert werden und damit insbesondere die Gewinnung von Neukunden sowie der Ausbau der Cross Selling-Quote bei Bestandskunden unterstützt werden.

Wie in den Vorjahren ist es auch für 2024 unser grundlegendes Bestreben, Angebote und Dienstleistungen weiter zu verbessern, damit Kunden möglichst überall sowie jederzeit einfach und bequem sowie schnell und sicher ihre Finanzgeschäfte durchführen und die angebotenen Services nutzen können.

Unsere Mitarbeitenden wollen wir auch zukünftig an die norisbank binden. In diesem Sinne werden neben anderen Maßnahmen auch 2024 wiederholt Mitarbeiterbefragungen durchgeführt, mit deren Hilfe die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung erhoben sowie Handlungs- und Optimierungsbedarfe erkannt werden sollen. Angestrebt wird für 2024 eine Zustimmung bei Mitarbeiterzufriedenheit und Commitment von mindestens 75 %.

Für 2024 erwarten wir für die norisbank im Kontext weiterhin hoher Zinsniveaus sowie eines herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Umfelds bei einem anhaltend hohen Wettbewerbsdruck ein Jahresergebnis leicht über dem Ergebnis aus dem Jahr 2023.

E. Risiken und Chancen

Die Risiken und Chancen, deren Eintreten wir für wahrscheinlich halten, sind in unserem Ausblick berücksichtigt. Der folgende Abschnitt konzentriert sich auf solche zukünftigen Trends und Ereignisse, die gegenüber den im Ausblick reflektierten Erwartungen Verschlechterungen oder Verbesserungen darstellen könnten.

Unsere nachfolgenden Risiken- und Chancen-Einschätzungen können darüber hinaus insbesondere im derzeitigen geldpolitischen Umfeld sowie mit Blick auf die kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten durch eine Reihe von aktuell nicht abwägbaren Entwicklungen beeinträchtigt werden.

1. Risiken

Aufsichtsrechtliche Reformen

Die in der Finanzbranche bereits umgesetzten aufsichtsrechtlichen Reformen und des Weiteren die Umsetzung bislang vorgeschlagener Reformen sowie die intensivere aufsichtsrechtliche Überprüfung der Umsetzung von Reformen könnten auch im Kontext des bestehenden "Tochter-Waivers" für uns mit signifikanten materiellen Kosten verbunden sein. Andere regulatorisch begründete Reformen könnten darüber hinaus unsere geschätzten betrieblichen Aufwendungen beachtlich erhöhen.

Im Jahr 2024 werden die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten ihren Fokus darauf legen, so viele ausstehende Rechtsakte wie möglich abzuschließen, da im Juni 2024 die Wahlen des Europäischen Parlaments anstehen und im Oktober 2024 eine neue Europäische Kommission ernannt wird. Zu den ausstehenden bankmarkt-relevanten Themen zählen u. a. der digitale Euro, Open Finance, die Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und eine Revision des Rahmenwerks für Zahlungsdienste. 4

Außerdem könnte die Implementierung erweiterter Kontrollen durch die Aufsicht höhere regulatorisch begründete Kosten zur Folge haben sowie Effizienzgewinne kompensieren oder gar übersteigen. Es könnte sein, dass Aufsichtsbehörden nicht mit unserer Interpretation bestimmter regulatorischer Anforderungen einverstanden sind. Änderungen in der Auslegung von Regeln könnten eine materielle Auswirkung auf das für interne Steuerungszwecke ermittelte regulatorische Kapital haben sowie unsere Verschuldungsquote und unsere Liquiditätskennzahlen negativ beeinflussen.

4 Quelle: Deutsche Bank Gruppe (konzerninterne Quelle)

Juristische Auseinandersetzungen

Wir sehen uns situativ mit Rechtsstreitigkeiten und mit regelmäßigen steuerlichen Betriebsprüfungen konfrontiert, deren Ausgang schwer zu prognostizieren ist und die unser geplantes Geschäftsergebnis, unsere finanzielle Situation und unsere Reputation gegebenenfalls beeinflussen könnten. Falls diese Angelegenheiten sich ungünstiger entwickeln als von uns erwartet - sei es hinsichtlich ihrer Kosten oder der Auswirkungen auf unser Geschäft - oder falls sich hieraus die Ausübung unseres Geschäfts und seiner Aussichten verschlechtern sollte, könnte es sein, dass wir unsere Ziele nicht vollständig erreichen können oder diese anpassen müssen.

Risikomanagement, Richtlinien, Verfahren und Methoden sowie Operationelle Risiken

Die norisbank hat ihr Risikomanagement danach ausgerichtet, die wesentlichen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu mitigieren. In diesem Sinne haben wir Ressourcen eingesetzt, um unsere Risikomanagementgrundsätze, -verfahren und -methoden für Markt-, Kredit-, Liquiditäts- und operationelle Risiken in angemessener Weise zu etablieren, deren Anwendung bzw. Einhaltung sicherzustellen und wie erforderlich weiterzuentwickeln. Gleichwohl mag dies gegebenenfalls nicht ausreichend sein, in jeglichem Marktumfeld alle erdenklichen Risikosituation zu prognostizieren und/oder zu erkennen.

Digitalisierung

Die anhaltend hohe Digitalisierungsdynamik im Bereich der Finanzdienstleistungen sowie die mindestens ebenso dynamische Veränderung der Kundenerwartungen und nicht zuletzt des Kundenverhaltens haben einen erheblichen Einfluss auf das Bankengeschäft. Dies fordert gerade auch die norisbank als Direktbank in erheblichem Maße, auch künftig das Geschäft fortgesetzt digitaler und letztlich effizienter zu gestalten und das Kundenerlebnis adäquat weiter zu verbessern. Diese gebotene Weiterentwicklung setzt anhaltend hohe Investitionen in die Weiterentwicklung der Bank voraus. Deren Umsetzung steht jedoch in wirtschaftlicher Abhängigkeit mit der aktuellen Ertragssituation und -perspektive sowie mit der Verfügbarkeit und den Preisen adäquater Ressourcen auf Seiten der benötigten Dienstleister (z. B. insbesondere im Bereich der IT). Kritische Rahmenbedingungen bei diesen Abhängigkeiten können gegebenenfalls die Umsetzung bzw. die Umsetzungsgeschwindigkeit hemmen.

Wettbewerb und Markt

Im fragmentierten deutschen Markt mit bereits niedrigen Margen und hohen Kosten sind Retailbanken mit dem intensiven Wettbewerb um Kunden und profitables Geschäft sowie mit spürbarem Konsolidierungsdruck konfrontiert. In der Regel forcieren auf schnelles Wachstum ausgerichtete Wettbewerber im Markt wie FinTechs und Neo- Banken ("Smartphone-Banken") sowie ausländische Banken mit geschäftlichem Interesse am deutschen Markt eine weitere Verschärfung des Wettbewerbs in unserem Heimatmarkt. Damit wir jederzeit und unmittelbar auf die aktuellen Veränderungen im Markt reagieren können, ist eine stetige Analyse des Marktes und seiner Trends, der Wettbewerber sowie des eigenen Angebots im Wettbewerbskontext ebenso notwendig wie die stetige Sondierung weiterer Optimierungserfordernisse und -möglichkeiten. Ergänzend von Bedeutung in diesem Zusammenhang ist die Ausschau nach relevanten und verfügbaren weiteren Partnern und Kooperationen, um die eigene Marktposition stringent verbessern zu können.

Strategieumsetzung

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung ergeben sich jedoch auch aufgrund der starken Abhängigkeit der norisbank von der Verfügbarkeit adäquater Budgets und Ressourcen sowohl norisbank-intern und auf Konzernebene als auch auf Seiten externer Dienstleister Umsetzungsrisiken, die laufend überwacht und bewertet werden müssen, um bei sich abzeichnenden ungünstigen Entwicklungen geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Dies umfasst auch die Sondierung der Preise für geschäftlich von der norisbank genutzte bzw. nachgefragte Dienstleistungen, die gerade in Zeiten hoher Ressourcennachfrage gegebenenfalls zu kritischen Kostenentwicklungen bzw. -erwartungen führen können und unter Umständen zumindest situativ Investmentbeschränkungen oder -verschiebungen bedingen können.

2. Chancen

Digitalisierung

Die norisbank ist als etablierte Direktbank mit einem angestammten besonderen Fokus auf digitale Kanäle in Deutschland in einer guten Ausgangslage, die sie auch zukünftig nutzen wird. Mit dem fortgesetzten Ausbau und der konsequenten Optimierung ihrer digitalen Angebote und Services im Sinne ihrer Kunden wird die norisbank diese Position weiter stärken, um Banking noch einfacher und besser zu machen und so die Bindung der Kunden und den Ausbau der Kundenbasis weiter zu fördern. Direktbanken gewinnen zunehmend Marktanteile. Und digitale Banking- und Payment-Angebote erleben im Kontext gestiegener Digitalpräferenzen der Kunden außerordentliche Nutzungszuwächse. Für adäquat digital aufgestellte Retailbanken bieten sich signifikante Wachstumspotenziale, was strategische Optionen für die Zukunft der norisbank bietet.

Wettbewerb und Markt

Die globale Bankenbranche wird 2024 möglicherweise größeren Herausforderungen gegenüberstehen als im Vorjahr, in dem das operative Umfeld relativ günstig war. Die Zinssätze dürften in den großen Volkswirtschaften ihren Höhepunkt erreicht haben und könnten ab dem Frühjahr sinken. Trotz einer kurzfristigen Entlastung durch niedrigere Refinanzierungskosten könnte dies mittelfristig Druck auf die Zinsmargen ausüben. Die Qualität von Vermögenswerten könnte sich gegenüber ihrem aktuellen Niveau leicht verschlechtern. wenn sich deutlich höhere Zinssätze stärker im Privatsektor bemerkbar machen und in finanziellen Schwierigkeiten befindliche Kreditnehmer zunehmend Refinanzierungsrisiken ausgesetzt sind.

Europäische Banken könnten weiterhin von den deutlich höheren Zinssätzen profitieren, wenngleich die damit verbundenen negativen Effekte zunehmen werden. Aufgrund der erheblichen Unsicherheiten in Bezug auf das Tempo und Ausmaß des Inflationsrückgangs gibt es auch hinsichtlich des Zeitpunkts und Umfangs der ersten Zinssenkungen der EZB wechselnde Annahmen. Gleichermaßen könnten angesichts der bevorstehenden Neuwahlen von Europäischer Kommission und Europäischem Parlament sowie der Entwicklungen in einzelnen EU-Mitgliedstaaten und des drohenden Voranschreitens der geopolitischen Fragmentierung die Unsicherheiten in Bezug auf die Fiskal- und Wirtschaftspolitik zunehmen. Allerdings sollte die Bankenbranche weiterhin aus einer Position der Stärke heraus agieren, da die Erträge trotz eines langsameren Wachstums weiterhin hoch sind und sich die Profitabilität nah bei dem aktuellen Rekordniveau halten dürfte. 5

Aufgrund der bereits heute guten Position der norisbank als zahlreich prämierte Digitalbank im Direktbank-Markt sowie der Zugehörigkeit zur finanzstarken Deutsche Bank-Gruppe, die Synergien durch die Nutzung der gemeinsamen Innovations- und Technologieplattform ermöglicht, verfügt die norisbank über eine gute Ausgangsposition im Wettbewerbsumfeld.

Strategieumsetzung

Die norisbank Strategie ist seit 2020 auf Going-Concern ausgerichtet. Im Juli 2023 wurde für das Segment Private Bank des Deutsche Bank-Konzerns eine neue Organisationsstruktur etabliert, um dessen Fähigkeiten zu verbessern und die Erreichung der Ziele für 2025 zu ermöglichen. Ab dem ersten Quartal 2024 folgt die Private Bank einem kundenorientierten Ansatz mit den zwei Teil-Kundensegmenten "Wealth Management & Private Banking" und "Personal Banking". Als Teil des Kundensegments "Personal Banking" ist die norisbank organisatorisch Bestandteil des sogenannten Digital Sales-Bereiches.

Durch die geplante weitere konsequente Digitalisierung des Geschäftsmodells und die klare Ausrichtung des Angebots auf digital-affine Kunden können sowohl auf der Kundenseite als auch auf der Abwicklungsseite Wachstums- bzw. Effizienz- und letztlich Ergebnispotenziale gehoben werden. Durch den Einsatz der API-Technologie (Application Programming Interface) können zudem Kooperationspartner einfach angebunden und effizient genutzt werden, um das Produkt- und Service-Angebot für die norisbank-Kunden unkompliziert und schnell zu erweitern und umgekehrt die eigenen Bankdienstleistungen gegebenenfalls Kooperationspartnern (z. B. aus dem Nichtbanken-Sektor) effizient sowie ertragswirksam zur Verfügung zu stellen.

Die langjährige Erfahrung des Management-Teams und der Mitarbeitenden ist Grundlage für die Steigerung der Effizienz und Effektivität und damit des Ergebnisses im Rahmen der aktuellen Going-Concern-Strategie, sofern die erforderlichen IT- Ressourcen innerhalb des Konzerns zur Verfügung stehen. In diesem Rahmen sind gute Voraussetzungen für die Sicherstellung einer stabilen Bank sowie für künftiges Wachstum geschaffen.

5 Quelle: Deutsche Bank Gruppe (konzerninterne Quelle)

 

Bonn, den 26. März 2024

norisbank GmbH

Die Geschäftsführung

Thomas große Darrelmann

Maik Wennrich

Kai-David Ortmann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die norisbank GmbH

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der norisbank GmbH, Bonn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der norisbank GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt:

Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden im modellbasierten Ansatz

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Die Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden bei der norisbank GmbH erfolgt anhand einer modellbasierten Berechnung, die zur Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeiten auf historische Informationen zurückgreift. Zudem fließen aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen sowie zukunftsorientierte makroökonomische Prognosen in die Berechnung ein. Das so ermittelte Basisszenario wird durch die Nutzung statistischer Methoden in unterschiedliche Szenarien überführt. Diese dienen als Grundlage für die Ableitung von Mehrjahreskurven für die Ausfallwahrscheinlichkeiten verschiedener Rating- und Kontrahentenklassen, die in die Berechnung der erwarteten Kreditverluste einfließen.

Angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine, potentieller Energieengpässe in Europa, des steigenden Inflationsdrucks und der damit verbundenen Risiken für die Weltwirtschaft erfordert die Schätzung zukunftsgerichteter Informationen in erheblichem Maße Ermessensentscheidungen. Zur Berücksichtigung dieser Unsicherheiten muss das Management beurteilen, ob Anpassungen an den Standardprozessen zur Einbeziehung makroökonomischer Variablen in das Modell zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste und an den Prognosemethoden entweder in Form einer Anpassung der makroökonomischen Variablen oder durch Management Overlays erforderlich sind.

Da die Bewertung der Forderungen an Kunden aufgrund der relativen Größe des Kreditportfolios für die Darstellung der Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung ist, sowie auch die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Berichtsjahr zu erhöhten Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräumen führen, erachten wir die modellbasierte Ermittlung der Risikovorsorge für Forderungen an Kunden als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt.

Prüferisches Vorgehen

Wir haben uns zunächst ein Verständnis über die bestehenden Prozesse im Zusammenhang mit der Ermittlung der Risikovorsorge verschafft und anschließend die in den Prozessen implementierten Kontrollen im Hinblick auf die Anforderungen des IFRS 9 in Verbindung mit den Anforderungen der Verlautbarung IDW RS BFA 7 beurteilt sowie deren Wirksamkeit getestet. Wir haben zudem eigene Analysen der Entwicklung des Kreditportfolios sowie der damit verbundenen adressausfallbezogenen Risiken durchgeführt.

Wir haben die Überprüfung des Modells zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste sowie der Prognoseverfahren im Rahmen des Validierungsprozesses durch das Management nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die Methoden zur Einbeziehung der ausgewählten Variablen in das Basisszenario sowie die Ableitung der unterschiedlichen Szenarien nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern verwendeten makroökonomischen Prognosen im Basisszenario haben wir mit externen Quellen verglichen.

Weiterhin haben wir die vom Management verwendete Methode zur Beurteilung, ob der Standardprozess zur Einbeziehung makroökonomischer Variablen oder die Modellergebnisse durch Management Overlays angepasst werden müssen, nachvollzogen. Hierbei haben wir die Ergebnisse der vom Management durchgeführten Sensitivitätsanalyse beurteilt und die dabei verwendeten makroökonomischen Variablen mit unserer eigenen Benchmarkanalyse verglichen. Für die Beurteilung der Einbeziehung zukunftsgerichteter Informationen in die modellbasierte Ermittlung der Risikovorsorge haben wir interne Spezialisten hinzugezogen, die über besondere Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Kreditrisikomodellierung verfügen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der modellbasierten Ermittlung der Risikovorsorge ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben der Gesellschaft zur Vorsorge für Risiken im Kreditgeschäft sind im Anhang, insbesondere bei den Anhangangaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie im Abschnitt Risikobericht im Lagebericht bei der Darstellung der Kreditrisiken enthalten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Gesellschafterversammlung am 22. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 2. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der norisbank GmbH tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen sowie für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht: Durchführung von vereinbarten Untersuchungshandlungen nach ISRS 4400 (revised).

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christian Mai.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 28. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mai, Wirtschaftsprüfer

Meier, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der norisbank GmbH alle ihm nach Gesetz, regulatorischen Vorgaben, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben vollständig wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung - auch im Hinblick auf die Einhaltung der einschlägigen bankaufsichtsrechtlichen Regelungen - überwacht sowie sie in wesentlichen Fragen beraten.

Die Geschäftsführung informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in den Sitzungen über die Lage der Gesellschaft. Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat durch regelmäßige schriftliche Quartalsberichte gemäß MaRisk von Anti-Financial Crime, der internen Revision sowie über die Gesamtrisikosituation der norisbank informiert. Ebenso wurde dem Aufsichtsrat der Jahresbericht der Internen Revision zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat hat sowohl die geschäftliche und strukturelle Entwicklung der Gesellschaft begleitet als auch die strategische Ausrichtung und die damit einhergehenden Maßnahmen der Gesellschaft mit der Geschäftsführung ausführlich diskutiert und beraten. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit der Geschäftsführung. In turnusmäßigen Einzelgesprächen erörterten der Vorsitzende der Geschäftsführung und der Vorsitzende des Aufsichtsrats aktuelle Sonderthemen sowie anstehende Entscheidungen.

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat der norisbank GmbH zwei turnusmäßige Sitzungen abgehalten. Eine Sitzung fand als Videokonferenz und eine in Präsenz mit der Option zur Teilnahme per Videokonferenz statt.

Außerhalb der Sitzungen fasste der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023, soweit erforderlich, Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren.

Schwerpunkte der Beratungen und Beschlussfassungen im Aufsichtsrat

Mit Beschlussfassung im schriftlichen Verfahren hat der Aufsichtsrat am 19. Februar 2023 einen Beschluss im schriftlichen Verfahren über die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2022 gefasst.

In der Bilanzsitzung am 9. Mai 2023 wurde nach umfassender Beratung und Prüfung sowie vorhergehender Erörterung mit dem Abschlussprüfer auf Empfehlung des Prüfungsausschusses der Jahresabschluss 2022 gebilligt. Die Geschäftsführung berichtete zum Geschäftsergebnis 2022 und gab einen Überblick zur geschäftlichen Entwicklung per Ende März 2023 sowie zur Liquiditätssituation und den gruppeninternen Kreditengagements. Weitere Themen der Aufsichtsratssitzung waren die Beschlussfassungen über den Bericht des Aufsichtsrats sowie über den Vorschlag an die Gesellschafterin zur Wahl der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY), Stuttgart, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023. Darüber hinaus erörterte der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung anstehende Veränderungen in der Geschäftsleitung der norisbank.

Am 23. Juli 2023 fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss im schriftlichen Verfahren zur Überführung der Tarifmitarbeitenden der norisbank GmbH vom Haustarifvertrag in den Tarifvertrag des privaten Bankgewerbes.

In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 7. November 2023 beriet der Aufsichtsrat mit der Geschäftsführung ausführlich über die geschäftliche Entwicklung bis Ende September 2023. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat über die Geschäftsplanung für das Geschäftsjahr 2024 sowie zur Liquiditätssituation und den gruppeninternen Kreditengagements unterrichten. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über die Aktualisierung der Geschäfts- und Risikostrategie 2024 sowie über das Vergütungssystem der norisbank und die Identifizierung der Material Risk Taker gemäß Institutsvergütungsverordnung für die norisbank unterrichten. Weitere Beratungsgegenstände bildeten die vorläufigen Ergebnisse der jährlichen Eignungsbewertung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat sowie die Nachfolgeplanung für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat. Darüber hinaus fasste der Aufsichtsrat in der Sitzung am 7. November 2023 den Beschluss, die Geschäftsführung wieder auf drei Mitglieder zu erweitern und hierzu der Aufsicht die Absicht zur Bestellung von Herrn Kai-David Ortmann zum weiteren Geschäftsführer anzuzeigen.

Im Nachgang zur Aufsichtsratssitzung genehmigte der Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren am 28. November 2023 das Kreditprotokoll vom 2. November 2023 zur Neuordnung der Kreditlinie der norisbank GmbH an die Deutsche Bank AG.

Ebenfalls im schriftlichen Verfahren fasste der Aufsichtsrat am 20. Dezember 2023 einen Beschluss über die finalen Ergebnisse der jährlichen Eignungsbewertung von Geschäftsführung und Aufsichtsrat sowie die Nachfolgeplanung für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2023 in unveränderter Zusammensetzung turnusmäßig zweimal. Beide Sitzungen wurden per Videokonferenz durchgeführt.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Prüfungsausschuss schwerpunktmäßig mit dem Jahresabschluss 2022, der Jahresabschlussprüfung, insbesondere den Ergebnissen hieraus sowie der Prüfungsqualität, mit den Leistungsindikatoren zur Beurteilung der Prüfungsqualität sowie den vom Abschlussprüfer erbrachten Prüfungs- und Nichtprüfungsleistungen beschäftigt. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss von der Geschäftsleitung über den Stand der Abarbeitung der Feststellungen aus internen und externen Prüfungen sowie der Umsetzung aktueller regulatorischer Anforderungen, insbesondere auch zum Auslagerungsmanagement berichten lassen. Ferner wurde der Jahresbericht der MaRisk Compliance-Funktion vorgestellt. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss mit der Geschäftsleitung die Überarbeitung der Geschäfts- und Risikostrategie erörtert.

Der Aufsichtsrat der norisbank GmbH hat über den Prüfungsausschuss hinaus keine weiteren Ausschüsse gebildet.

Jahresabschluss und Lagebericht 2023

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart (EY), durch Gesellschafterbeschluss vom 22. Mai 2023 zum Abschlussprüfer bestellt und seit dem 1. Februar 2024 firmierend als EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der norisbank GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und am 28. März 2024 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Demnach vermittelt der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der norisbank GmbH. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat die von EY geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Unterlagen zum Jahresabschluss 2023, unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, in seiner Sitzung am 30. April 2024 mit der Geschäftsführung - vertreten durch Herrn Ortmann und Herrn Wennrich - und dem Abschlussprüfer erörtert. Der Prüfungsausschuss hat den Bericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Vertreter des Abschlussprüfers haben zudem an der heutigen Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und erneut über die Durchführung und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Jahresabschlussprüfung berichtet sowie für ergänzende Erläuterungen zur Verfügung gestanden.

Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat das Ergebnis der Prüfungen nach Einsicht in die Jahresabschlussunterlagen und unter Erörterung im Aufsichtsrat sowie mit den Vertretern des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat festgestellt, dass auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind.

Empfehlungen an die Gesellschafterversammlung

Der Aufsichtsrat schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 mit dem Lagebericht festzustellen.

Gemäß Beschlussfassung in der Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2024 schlägt der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Prüfungsausschusses der Gesellschafterin der norisbank GmbH vor, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer der norisbank GmbH für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

Personalia

In der Besetzung des Aufsichtsrats hat sich im Geschäftsjahr 2023 folgende Änderung ergeben:

Herr Philipp Gossow legte als Mitglied des Aufsichtsrats sein Mandat mit Ablauf des 30. November 2023 nieder.

Der Aufsichtsrat setzt sich seit dem 1. Dezember 2023 mit Herrn Leonhard Müller (Vorsitzender), Frau Angelika Kaever-Schroeder (stellvertretende Vorsitzende), Frau Dr. Anke Steenbock sowie Herrn Ball aus vier Mitgliedern zusammen.

In der Zusammensetzung der Geschäftsleitung haben sich folgende Änderungen ergeben:

Mit Gesellschafterbeschluss vom 29. März 2023 mit Wirkung vom 1. April 2023 wurde Herr Maik Wennrich zum weiteren Geschäftsführer der norisbank GmbH bestellt.

Frau Marissa Horvatin hat ihr Mandat als Geschäftsführerin der norisbank GmbH zum Ablauf des 15. Mai 2023 niedergelegt und ist aus der Geschäftsleitung der norisbank ausgeschieden.

Zur Vorbereitung und Sicherstellung einer entsprechenden Nachfolge ist Herr Kai- David Ortmann, bis Oktober 2023 Chief Financial Officer der Privatkundenbank Deutschland der Deutsche Bank AG, bereits zum 1. April 2023 als Generalbevollmächtigter in die erweiterte Geschäftsleitung eingetreten.

Nach dem Ausscheiden von Frau Horvatin aus der Geschäftsleitung hat Herr Ortmann die Funktion des Chief Financial Officers der norisbank GmbH übernommen.

Im aktuell laufenden Geschäftsjahr 2024 wurde Herr Kai-David Ortmann durch Gesellschafterbeschluss mit Wirkung vom 1. Februar 2024 zum weiteren Geschäftsführer der norisbank GmbH bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der norisbank GmbH für das hohe Engagement und die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

 

Frankfurt am Main, den 6. Mai 2024

Für den Aufsichtsrat

Leonhard Müller, Vorsitzender

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