Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 126959
Vorher
IMCAFI 197. Verwaltungs GmbH
Eingetragen
3.4.2013
Branche
Verlegen von ComputerspielenEntwicklung und Programmierung von ComputerspielenEinzelhandel mit Spielwaren
Gegenstand
Die Entwicklung, der Vertrieb und die Veröffentlichung von mobile-, computer-, video-, multimedia- oder browserbasierten Spielen und die Tätigkeit in verwandten Bereichen, im eigenen Namen und für eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jaeyoung Choi
seit 4.11.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DoubleDown Interactive LLCUSA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

DoubleDown Interactive LLC
United States
274.034 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WHOW Games GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die WHOW Games GmbH (im Folgenden "WHOW" genannt), mit Firmensitz in Hamburg, ist im Handelsregister unter HRB 126959, Amtsgericht Hamburg, eingetragen. Zur Unternehmensgruppe der WHOW Games GmbH zählen die WHOW Marketing GmbH und die PlayCade Interactive GmbH als 100%ige Tochtergesellschaften. WHOW entwickelt, vertreibt und veröffentlicht Spiele für den Browser und mobile Endgeräte im europäischen Raum. Sie wurde 2013 gegründet und hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine durchschnittliche Arbeitnehmerzahl von 57 Beschäftigten. Die WHOW ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit einem Stammkapital von 274.034 EUR ausgestattet. Die WHOW Games GmbH nebst ihren Tochtergesellschaften ist zum 31. Dezember 2023 eine 100%ige Tochter der Azerion Games en Content Holding B.V. mit Firmensitz in Schiphol (Niederlande).

Ziele und Strategien

WHOW positioniert sich als Spieleanbieter im Segment der Online/Entertainment -Spiele. Als junges, aufstrebendes Unternehmen in diesem Segment investiert die Gesellschaft in Marketingaktivitäten, Partnerschaften, stetige Weiterentwicklung bestehender Spiele und neue Titel, um mehr Spieleinteressierte für ihr Unterhaltungsangebot zu begeistern.

Die Marketingstrategie basiert dabei auf dem optimalen Geldeinsatz in Online- und TV-Kampagnen. Der Wettbewerb im Onlinespielesegment steigt weiterhin. Es ist in zunehmendem Maße schwierig, ohne hohe Marketinginvestitionen ausreichend Aufmerksamkeit für die Spiele zu bekommen. Werbekampagnen werden auf Basis von internen KPIs optimiert, mit dem Ziel, höherwertige Nutzer einzukaufen und Nutzer länger an das Spieleangebot von WHOW zu binden.

Als weitere Instrumente der Neukundengewinnung dienen weltweite Partnerschaften mit Medienunternehmen.

Neben dem klassischen B2C Geschäft hat WHOW in die Whitelabelfähigkeit der Produkte investiert und bietet diese als individuelle Branding-Lösung im B2B Bereich an. Die WHOW konnte ihre Beziehungen zu Whitelabelpartnern ausbauen und fokussiert sich daher mit ihren gezielten Investitionen auf den Social Casino Bereich durch innovative Produkte und Spielmechanismen.

WHOW hält damit weitestgehend an der Strategie der vergangenen Jahre fest. Die primären Ziele der Gesellschaft sind nach wie vor Wachstum im Umsatz, sowie in der Anzahl der Kunden jedoch mit einem noch größeren Fokus auf der Skalierung des Jahresergebnisses hinsichtlich Effizienz und Mitteleinsatz.

Steuerungssystem

Um den Erreichungsgrad der strategischen Ziele sowie die Unternehmensausrichtung stetig überprüfen und anpassen zu können, hat die WHOW entsprechende Steuerungssysteme im Unternehmen fest etabliert.

Die wesentlichen Größen, die WHOW zur Steuerung des Unternehmens nutzt, sind unternehmensweit geltende finanzwirtschaftliche Kennzahlen. Dazu zählen Umsatzerlöse sowie das EBITDA (Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen). Hierfür nutzt WHOW eine eigene Analyseabteilung (BI-Abteilung). Die BI-Abteilung führt, basierend auf große Datenmengen, Performance Analysen durch und stellt diese dem Unternehmen im Rahmen eines Business Intelligent Systems zur Verfügung. Mit Hilfe dieses Systems werden entscheidungsspezifische Kennzahlen transparent für das Unternehmen sichtbar und ermöglichen dem Management eine wertorientierte Steuerung der Gesellschaft.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Erholung der deutschen Wirtschaft, der Kernmarkt der WHOW Games GmbH, setzte sich nach dem tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019, allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. 1

Die in 2022 gestiegenen Energiepreise stabilisierten sich auf hohem Niveau, auch stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Die Inflationsrate sank nach dem historischen Höchstwert in 2022 lediglich um einen Prozentpunkt auf 5,9 % . 2

Der globale Games Markt zeigte unter schwierigen makroökonomischen Faktoren ein verhaltenes Wachstum von +0,6% auf 184 Mrd USD. 3 Auch der europäische Markt verzeichnete ein ähnliches Wachstum (+0,8% auf 33,6 Mrd USD). 4 Mittel- und langfristig ist der Sektor rund um Spiele und digitale Unterhaltung nach wie vor sehr kompetitiv, aber auch mit hohen Wachstumspotenzialen anzusehen. Die Branche geht nach heutiger Einschätzung von einem Wachstum um bis zu 12% bis ins Jahr 2026 aus.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist grundsätzlich positiv verlaufen. Die Umsatzerwartungen wurden auf dem minimal erwarteten Niveau getroffen, neben äußeren Faktoren im Gesamtmarktumfeld, war das Jahr von internen Umstrukturierungen, Kostenoptimierungen sowie technischen Integrationsbemühungen beeinflusst.

Das Unternehmen hat sich im Berichtsjahr fortlaufend sowohl auf die Weiterentwicklung des bestehenden Spieleportfolios als auch die technologischen Modernisierungen der Spiele konzentriert. Des Weiteren fokussierte sich WHOW, wie auch im Vorjahr, auf den Ausbau im B2B Geschäft und einer verbesserten Monetarisierung der User durch verbesserte Features und Monetarisierungsmechaniken. Im Bereich der Neuuserakquisition hat WHOW das Investment im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Sämtliche Maßnahmen zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Unternehmen trugen dazu bei, dass die Gesellschaft ein positives Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet hat.

Die Steuerung der Gesellschaft findet im Wesentlichen durch die Kenngrößen Umsatz (inkl. aktivierte Eigenleistung), EBITDA (Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen) und Umsatzrendite statt. Zur Darstellung werden die folgenden Kennzahlen für die letzten zwei Geschäftsjahre gegenübergestellt:

2023 2022
Umsatz: 38,6 Mio EUR 39,9 Mio EUR
EBITDA: 8,1 Mio EUR 6,5 Mio EUR
Umsatzrendite: 9% 9%

Die Entwicklung der Gesellschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung für das abgeschlossene Geschäftsjahr positiv verlaufen. Die Umsatzerlöse konnten weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden, bei gleichzeitiger Kostenoptimierung. Ergebnisseitig wurde ein positiver Jahresüberschuss entsprechend den prognostizierten Erwartungen erzielt.

Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Forschung und Entwicklung fokussierte sich das Unternehmen in 2023 auf die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts. Die hierfür entstandenen Entwicklungsaufwendungen wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr als immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert 2023: 1,1 Mio EUR (2022: 1,7 Mio EUR).

Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 3,7 Mio EUR in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen investiert. Davon wurden Herstellkosten für selbst erstellte Spiele in Höhe von 2,1 Mio EUR als immaterielle Vermögensgegenstände in der Bilanz aktiviert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen blieben auf ähnlichem Niveau und bestehen größtenteils gegenüber Zahlungsanbietern, diese beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2,9 Mio EUR (2022: 2,6 Mio EUR).

Der deutliche Zuwachs an Forderungen gegen verbundene Unternehmen i.H.v. 8,2 Mio EUR auf 12,6 Mio EUR resultiert aus dem Cash Pool Agreement. Die hohen Verbindlichkeiten im Allgemeinen resultieren aus dem profitablen Geschäft der WHOW. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Zahlungen an Marketing- und Mediapartner, welche im Vergleich zum Vorjahr auf 2,3 Mio EUR gestiegen sind (2022: 1,1 Mio EUR). Hintergrund hierfür ist das verstärkte Investment unserer Partner in ihre Whitelabel Lösungen und damit verbunden Umsätzen.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt ca. 58% (2022: ca. 68%).

Die Rückstellungen haben sich auf 1,2 Mio EUR (2022: 0,7 Mio EUR) erhöht, hauptsächlich aufgrund des aufgebrachten Verlustvortrags und der damit gestiegenen Gewerbesteuer.

Finanzlage

Die liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr auf 1,5 Mio EUR (2022: 1,7 Mio EUR), bedingt durch Cash Pool Agreement, gesunken. Die ergebnisorientierte, positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 ermöglichte einen höheren Reingewinn, den WHOW für Reinvestitionen innerhalb des Azerion Konzerns eingebracht hat.

Die Finanzlage ist insgesamt weiter durch hohe Investitionen in neue Produkte und Technologien geprägt. Trotz hoher Investitionen konnte WHOW eine positive Entwicklung im Jahresergebnis realisieren.

Die Geschäftsleitung sieht für die Zukunft des Unternehmens weitere Wachstumspotentiale und eine positive finanzielle Lage.

Ertragslage

WHOW erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse i.H.v. 37,6 Mio EUR (2022: 38,2 Mio EUR). Mit dem realisierten Umsatz verbunden sind entsprechende Gebühren der Payment-Service-Provider angefallen (2023: 5,2 Mio EUR; 2022: 5,4 Mio EUR).

Die Personalaufwendungen sind in 2023 leicht auf 6,4 Mio EUR gesunken (2022: 6,7 Mio EUR). Jedoch beinhalten diese Umstrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 1,3 Mio EUR. Real liegen diese daher auf einem niedrigeren Niveau. Aufgrund steigender Preise im Onlinemarketing sowie einem erschwerten Marktumfeld wurde in 2023 ein hoher Fokus auf ROI-optimierte Marketingkampagnen gelegt. Neben guten Wachstumsraten konnte ein effizienterer Mitteleinsatz realisiert werden. Die Marketingausgaben haben sich auf 5,5 Mio EUR reduziert (2022: 7,8 Mio EUR).

WHOW hat in den vergangenen Jahren eine Infrastruktur aufgebaut, die es erlaubt, flexible Projekte auszulagern. Die Zusammenarbeit mit externen Studios wurde auch in 2023 erfolgreich weitergeführt. Die Kosten für externe Dienstleistungen beliefen sich auf 1,4 Mio EUR (2022: 1,1 Mio EUR) und sind aufgrund von Investitionen in das Kernprodukt leicht gestiegen.

Die Mietkosten liegen mit 801k EUR über dem Vorjahresniveau (2022: 745k EUR) aufgrund einer Mieterhöhung.

Der starke Anstieg der Abschreibungen (2023: 2,3 Mio EUR, 2022: 1,4 Mio EUR) ist im Wesentlichen auf die Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände zurückzuführen, welche erstmalig im Geschäftsjahr 2018 vorgenommen wurde.

Für das Geschäftsjahr 2023 sind Ertragsteuern in Höhe von 1,6 Mio EUR angefallen (2022: 1,6 Mio EUR), bestehende Verlustvorträge sind aufgebraucht.

Im Jahr 2023 wurden Personalaufwendungen in Höhe von 1,1 Mio EUR dem Ertragsposten "aktivierte Eigenleistungen" zugeordnet.

WHOW schließt das Jahr 2023 mit einem positiven Jahresüberschuss von 3,5 Mio EUR ab (2022: 3,4 Mio EUR).

Die Zahlungsfähigkeit war über das gesamte Jahr hinweg gegeben. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der positiven Unternehmensplanung weiterhin von der Unternehmensfortführung aus.

Zusammenfassend wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch die Geschäftsführung als positiv beurteilt.

3. Chancen und Risikobericht

Die WHOW ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die durch unternehmerisches Handeln hervorgerufen werden können oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Unter einem Risiko wird die Gefahr verstanden, dass Ereignisse, Entwicklungen oder Handlungen das Unternehmen oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine Ziele zu erreichen.

Gleichzeitig ist es für die WHOW wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese im Zuge des unternehmerischen Handelns zu nutzen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Eine Chance bezeichnet die Möglichkeit, aufgrund von Ereignissen, Entwicklungen oder Handlungen, die geplanten Ziele des Unternehmens oder eines Geschäftsfelds, zu sichern oder zu übertreffen.

Im Folgenden werden die Risiken und Chancen beschrieben, die für einen Zeitraum von 12 Monaten grundsätzlich einen relevanten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WHOW haben können. Zusätzlich können Risiken und Chancen, die heute noch nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingestuft werden, die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage beeinflussen.

Risiken

Personalrisiken

Kompetenz, Engagement und Motivation der Mitarbeiter sind ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für die WHOW. Eine Voraussetzung für die Realisierung der strategischen Ziele sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Das Personalmanagement des in einem strukturstarken Umfeld und im internationalen Geschäft tätigen mittelständischen Unternehmens verfolgt im zunehmenden Wettbewerb um Personal das Ziel, qualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen, weiterzuentwickeln und langfristig im Unternehmen zu halten. Im Personalbereich entstehen besondere Risiken daraus, dass bei durch Fach- und Führungskräfte zu besetzenden Schlüsselpositionen in der Unternehmensgruppe ausreichende Personalressourcen grundsätzlich nicht zur Verfügung stehen könnten oder eine hinreichende personelle Besetzung in Vertretungsfällen nicht gewährleistet sein könnte. Der Risikominimierung dient insbesondere eine zeitgerechte und fortlaufende Identifikation von Schlüsselpositionen sowie eine vorausschauende Nachfolgeplanung und konsequente Stellvertreterregelungen. Risiken in Bezug auf das Personalmanagement schätzt die Unternehmensleitung als gering ein, unter anderem auch durch eine Fokussierung innerhalb der Branche mit über 10.000 Entlassungen weltweit. 5

Umfeldrisiken

Die WHOW ist als international ausgerichtetes und agierendes Unternehmen von der konjunkturellen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklung der im Wesentlichen europäischen Länder bzw. Regionen abhängig, in denen es bereits am Markt auftritt oder dies plant. Die Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten unterliegen fortlaufenden, zum Teil sehr kurzfristigen Veränderungen.

Dabei ist die Gesellschaft einer Reihe von Faktoren ausgesetzt, die sie nur sehr bedingt oder gar nicht beeinflussen kann. Dazu zählen u. a. politische, gesellschaftliche, volkswirtschaftliche oder rechtliche Instabilitäten einschließlich unzureichend entwickelter oder ausdifferenzierter Rechts- und Verwaltungssysteme, Beschränkungen im Waren- und Kapitalverkehr, regulatorische Veränderungen oder Einschränkungen, Beeinträchtigungen oder Verlust von Eigentum, Volatilität der Finanzmärkte und Veränderungen von Wechselkursen sowie darauf beruhende oder allgemeine Veränderungen des Angebots von Gütern und Dienstleistungen, der Nachfrage danach oder der Konsumgewohnheiten bzw. des Verbraucherverhaltens.

Derartige Risiken können die Geschäftstätigkeit und damit die Erreichung der von der Gesellschaft verfolgten Ziele vorübergehend oder nachhaltig beeinträchtigen; dies gilt in besonderem Maße für ertragsbezogene Zielsetzungen. Solche generellen Umfeld Risiken unterliegen einer permanenten Kontrolle bei der Begleitung, Überwachung und Steuerung des operativen Geschäfts.

Konflikte innerhalb Europas konnten bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht gelöst werden, stattdessen sind in 2023 weitere Konflikte u.a. im Bereich des Gaza Streifens hinzugekommen. Zwar stieg die Kaufkraft im Kernmarkt Deutschland 6 , bei einem gleichzeitigen Anstieg der Verbraucherpreise im Besonderen durch Nahrungsmittel und Energie 7 bleibt davon nicht mehr für Konsumgüter. Aus einer wirtschaftlichen Perspektive betrachtet, wird hier in erster Instanz eine enge Steuerung der Kostenstruktur mit Sicherung der Umsatzströme im Fokus der Gesellschaft stehen.

Neben ökonomischen Umfeldfaktoren muss sich der Markt rechtlichen Risiken stellen. Hier sind insbesondere die Gefahren in Bezug auf eine von lokalen Verwaltungen erlassene Zugangsbeschränkungen (App, Website) auf die Angebote der WHOW im internationalen Umfeld hervorzuheben.

Um das Risiko des 'Blockings' (d.h. unser Angebot an Spielen wird in einem lokalen Markt gesperrt) in den einzelnen Ländern gering zu halten, werden einerseits Gutachten zur Rechtssicherheit angestrebt, andererseits wird ein konstanter Austausch mit Marktteilnehmern, Verwaltungseinheiten, Interessenverbänden und Experten unterhalten.

Das Risiko wird von der Geschäftsleitung insgesamt als mittel eingeschätzt.

Produktbezogene Risiken

Produktbezogene Risiken können aus Produktfehlern, Produktsabotage oder Produkterpressung resultieren und insbesondere zu Imageschäden und Einschränkungen bei der Vermarktbarkeit von Produkten führen. Als Produktfehler sind hier vor allem Fehler im Quelltext der Softwareentwicklung der einzelnen Produkte definiert. Um diese Fehler so gering wie möglich zu halten, wird einerseits ein umfangreiches Staging-System vor dem 'Live-Status' zum Testen der einzelnen Änderungen, Features und Events angewandt. Weiterhin wird der Programmiercode seitens der Entwickler nach strengem 4-Augen-Prinzip geprüft und online gestellt. Eine hausinterne Qualitätsabteilung prüft vor Veröffentlichung große Neuerungen und Veränderungen auf ihre Funktionalität. Zusätzlich unterliegt der Live-Code kontinuierlichen Tests im Live-Betrieb durch externe Test-Firmen.

Das Risiko wird in Hinblick auf die vielen präventiven Maßnahmen als gering eingeschätzt.

IT-Risiken

Für das Unternehmen hat die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnologie (IT) eine große Bedeutung, zugleich ist generell die IT-Sicherheit global zunehmenden Bedrohungen ausgesetzt. Dies gilt nicht nur für Software und Hardware, welche für die internen Geschäftsprozesse verwendet werden. Gleichermaßen haben die Sicherheit und Funktionsfähigkeit der IT-Systeme, welche die interne und externe Kommunikation gewährleistet, eine besonders hohe Relevanz.

Ausfälle oder Störungen dieser IT-Systeme bedeuten Risiken für die Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Vertraulichkeit von Systemen und Daten in Entwicklung, Produktion, Vertrieb oder Administration und damit für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WHOW. Diesem Risiko wird unter anderem durch redundante Auslegung von Serversystemen, Business-Supportverträge mit kurzen Reaktionszeiten, einer unmittelbaren Verfügbarkeit von Ersatzkomponenten und Ersatzdatenleitungen sowie einer unterbrechungsfreien Stromversorgung in der AWS-Cloud begegnet. Durch eine Hochverfügbarkeitsumgebung (Virtualisierung) in Verbindung mit einer redundanten, verteilten Speicherlösung wird mittels einer synchronen Spiegelung eine noch höhere Sicherheit und Verfügbarkeit des Produktivsystems gewährleistet. Über eine Schattendatenbank können bei einem Störungsfall Daten äußerst kurzfristig wieder bereitgestellt werden, zusätzlich werden alle Datenbestände täglich gesichert. Firewallsysteme, eine VPN-Lösung mit einer 2-Faktor Authentifizierung für kritische Zugriffe, Virenscanner, Spam- und Contentfilter als auch die entsprechenden Berechtigungskonzepte gewährleisten eine hohe Sicherheit bei Zugangsberechtigungen und externen Zugriffen.

Die beobachteten IT-Risiken werden als gering eingeschätzt.

Chancen

Chancen im Rahmen unternehmensstrategischer Entscheidungen

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor liegt in der kontinuierlichen Marketing- und Vertriebsunterstützung, insbesondere durch die Weiterführung und Etablierung unterschiedlicher Performance-Marketing-Kampagnen, sowie der Aufbau eines umfassenden Partnernetzwerks. Dabei liegt der Fokus in den zielgruppenrelevanten digitalen Medien, um so einerseits neue Nutzer zu akquirieren und andererseits die Wahrnehmung der Marke und Effektivität der Kommunikation deutlich zu erhöhen.

Zusätzlich sieht WHOW hohes Potential im Bereich des B2B Geschäftes, welches kontinuierlich auf- und ausgebaut werden soll.

Weiteres Wachstum liegt auch in der Erschließung internationaler Märkte, sowie dem stärkeren Fokus auf die mobile Plattform. Die Chancen hierzu werden als mittel bis hoch eingeschätzt.

Produktbezogene Chancen

Als Chance ergeben sich für die WHOW die Entwicklung neuer Produkte, die Optimierung bestehender Produkte und die damit zu generierenden Umsätze. Durch die fortschreitende Regulierung des Echtgeld-Casinos konnte sich WHOW als Partner im Social-Casino Bereich stärken. Daraus ergeben sich Wachstumschancen im Bereich der Whitelabel Lösungen sowie die Verbreiterung des Portfolios und Optimierung von Verträgen mit Slot-Anbietern. WHOW konnte bestehende Partnerschaften ausbauen. Für den weiteren Ausbaus des B2B-Bereiches sind insbesondere Partnerschaften im internationalen Bereich geplant, für den WHOW ihre Produkte optimiert.

Diese Chancen werden als mittel bis hoch eingeschätzt.

Chancen aus der Umsetzung operativer Maßnahmen

Als Softwareentwickler unterzieht die WHOW ihre Entwicklungsprozesse einer kontinuierlichen Analyse und findet Ansätze für zusätzliche Optimierungen. Weitere Produktivitätssteigerungen werden daher für möglich erachtet, vor allem da auch Investitionen in die technische Infrastruktur auf eine Verbesserung der bestehenden Situation ausgelegt sind. Durch umfangreiche Investitionsmaßnahmen in Technik und Personal soll die Effizienz gesteigert werden.

Das Management schätzt die Chancen aufgrund von Effizienzsteigerung durch Investitionen in technische Infrastruktur als hoch ein.

Chancen aus strategischen Akquisitionen

WHOW sieht sich nach eigener Einschätzung durch ihr bestehendes Produktportfolio gut positioniert, um die Kernzielgruppe zu erreichen und langfristig zu halten. Neben den aufgezeigten Chancen aus organischem Wachstum verfolgt die WHOW auch weiterhin exogene Wachstumschancen im Rahmen sich bietender Opportunitäten durch selektive, der Wachstumsstrategie des Unternehmens unterstützende Unternehmensakquisitionen. Es bietet sich grundsätzlich nicht nur die Möglichkeit, das Produkt- und Kundenportfolio sinnvoll zu ergänzen oder abzurunden und Absatzmärkte zu erweitern, sondern auch wechselseitige Synergieeffekte zu heben und zu nutzen. Unternehmensakquisitionen können daher positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung und die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben. Die Geschäftsführung fokussiert sich in zukünftig weiterhin auf das organische Wachstum des Unternehmens, obgleich Investitionen in strategische Akquisitionen hohe Potentiale eröffnen können.

Umfeldbezogene Chancen

Da die umfeldbezogenen Risiken das Weltgeschehen beeinflussen, sind nach aktueller Erkenntnislage keine genauen Chancen erkennbar. Grundsätzlich können wirtschaftliche Krisen mit beflügelnden Effekten einhergehen. Diese Chance ist aktuell als sehr gering zu werten.

4. Prognosebericht

Einen wesentlichen Einflussfaktor auf die Gesellschaft stellen neben der allgemeinen Branchenentwicklung die Konflikte innerhalb und außerhalb Europas und ihre nachhaltigen ökonomischen Auswirkungen dar.

Trotz erschwerter Rahmenbedingungen, insbesondere im europäischen und deutschen Wirtschaftsraum, haben sich die Inflationsraten zunächst stabilisiert oder sind in wichtigen Bereichen für Endverbraucher wie Lebensmitteln zuletzt sogar rückläufig. 8 Ob diese Entwicklungen auch Einflüsse auf den Entertainmentsektor haben, kann nur sehr schwer eingeschätzt werden. Neben Konflikten und Inflation wird der Onlinespielemarkt isoliert betrachtet auch zukünftig von hoher Konkurrenz geprägt sein. Die Vielzahl neuer Spiele und neuer Anbieter wird die Akquisitionskosten im Neunutzersegment weiterhin vorantreiben.

Dennoch erwartet die Geschäftsführung, trotz herausfordernder makroökonomischer Situation, eine positive Geschäftsentwicklung mit moderat steigenden Umsätzen bei gleichzeitig reduzierten Kosten (insbesondere der Ganzjahreseffekte auf vorangegangene Kostenoptimierungen) und ein EBITDA von 9 Mio bis 10 Mio EUR. Dabei fokussiert sich die Gesellschaft auf ihre Kernkompetenzen, welche insbesondere auf die Akquisition neuer Nutzer, die Weiterentwicklung bestehender Titel und auf neue Kooperationen abzielen. Auch werden bestehende Partnerschaften ihr Investment in performanceoptimierte Werbekampagnen erhöhen, des Weiteren sind leicht höhere Marketingausgaben auch im internationalen Umfeld bei gleichzeitigen Produktanpassungen für weitere Märkte geplant. Mit der zusätzlichen Ausrichtung auf die Spielevermarktung für Handys und Tablets geht, verbunden mit den hohen Gebühren in den App Stores, eine Kostensteigerung der Transaktionskosten einher.

Die Geschäftsleitung geht für das kommende Jahr von einem positiven Ergebnis nach Steuern aus.

 

Hamburg, 13. Mai 2024

Umut Akpinar

Giovanni Valeriota

1 Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf [15.01.2024, Seite 1]
2 Statistisches Bundesamt, Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf [15.01.2024, Seite 7]
3 Newzoo, Global Games Market Report 2022 [01.2024, Seite 20]
4 Newzoo, Global Games Market Report 2022 [01.2024, Seite 22]
5 Game Industry Layoffs https://publish.obsidian.md/vg-layoffs/Archive/2023 [27.03.2024]
6 Gfk, Kaufkraft der Deutschen steigt 2023 auf 26.271 Euro https://www.gfk.com/de/presse/kaufkraft-der-deutschen-steigt-2023-auf-26271euro [15.12.2022, Seite 1]
7 Statistisches Bundesamt, Inflationsrate im Jahr 2023 bei +5,9% https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [16.01.2024]
8 Statistisches Bundesamt, Inflationsrate im März 2024 voraussichtlich +2,2 % https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/04/PD24_133_611.html [02.04.2024]

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.606.426,81 6.263.805,60
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.469.315,78 2.108.574,78
3. geleistete Anzahlungen 1.259.000,02 589.846,42
10.334.742,61 8.962.226,80
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.534,00 204.715,50
122.534,00 204.715,50
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
50.000,00 50.000,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.939.306,17 2.559.029,41
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.240.554,24 6.850.409,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 329.535,45 575.332,67
18.509.395,86 9.984.771,70
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.464.533,27 1.690.532,68
1.464.533,27 1.690.532,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.331,59 129.440,68
73.331,59 129.440,68
30.554.537,33 21.021.687,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 274.034,00 274.034,00
II. Kapitalrücklage 6.952.333,71 6.952.333,71
III. Gewinnvortrag 6.998.572,58 3.592.882,34
IV. Jahresüberschuss 3.457.237,67 3.405.690,24
17.682.177,96 14.224.940,29
B. Rückstellungen
I. sonstige Rückstellungen 329.692,08 541.974,58
II. Steuerrückstellungen 855.811,19 174.418,00
1.185.503,27 716.392,58
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.190.780,40 1.750.310,25
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 6.190.780,40 (VJ.: EUR 1.750.310,25)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.280.659,25 1.073.234,14
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.280.659,25 (VJ.: EUR 1.073.234,14)
3. sonstige Verbindlichkeiten 655.346,05 781.855,33
- davon aus Steuern EUR 527.371,42 (VJ.: EUR 569.349,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 7.741,56 (VJ.: EUR 9.201,06)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 625.619,44 (VJ.: EUR 751.674,39)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 29.726,61 (VJ.: EUR 30.385,94)
9.126.785,70 3.605.399,72
D. Passive latente Steuern 2.560.070,40 2.474.954,77
30.554.537,33 21.021.687,36

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 37.559.069,01 38.247.353,36
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.121.992,14 1.712.865,54
38.681.061,15 39.960.218,90
3. sonstige betriebliche Erträge 285.377,73 185.511,56
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 14.417,75 (VJ.: EUR 11.028,15)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 -1.064,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.612.365,93 8.459.537,74
7.612.365,93 8.458.473,58
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.365.605,32 5.693.234,26
b) soziale Abgaben 1.012.029,00 1.015.730,13
- davon für Altersversorgung: EUR 3.253,16 (VJ.: EUR 3.526,00)
6.377.634,32 6.708.964,39
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.289.900,28 1.427.318,72
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 17.652.425,14 18.454.066,44
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 35.584,84 (VJ.:EUR 91.396,70)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 411.459,08 139.398,17
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 409.298,36 (VJ.: EUR 139.359,80)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 68.334,84 53.270,92
- davon an verbundene Unternehmen EUR 47.466,93 (VJ.: EUR 0,00)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 243.093,80 198.470,38
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.677.267,78 1.576.736,45
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern EUR 85.115,63 VJ.: EUR 732.793,52)
12. Ergebnis nach Steuern 3.456.875,87 3.407.827,75
13. sonstige Steuern -361,80 2.137,51
14. Jahresüberschuss 3.457.237,67 3.405.690,24

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die WHOW Games GmbH hat Ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 126959).

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbHG beachtet.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

I. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

Es gibt keine Abweichungen der Gliederung und Darstellung gegenüber dem Vorjahresabschluss.

II. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurde das Ansatzwahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB in Anspruch genommen. Diese wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Es handelt sich hierbei um selbst entwickelte Software für Internetspiele, die eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren haben und linear abgeschrieben werden.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Beiden den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren zu Grunde gelegt.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden sofort abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

4. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände

Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

5. Liquide Mittel

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

6. Aktive Rechnungsabgrenzung

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

7. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

8. Rückstellungen

Erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen werden in vollem Umfang in den Rückstellungen berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem notwendigen Erfüllungsbetrag entspricht.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

10. Passive latente Steuern

Der latenten Steuern bestehen aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände.

IV. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage ihres Entstehens bewertet. Soweit sich wegen sinkender Wechselkurse Abwertungserfordernisse ergeben, wurden die Verluste im Jahresabschluss erfasst.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

I. Allgemeines

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Buchwert zum 31.12.2023 beträgt EUR 6.606.426,81 (2022: EUR 6.263.805,60). Der Gesamtbetrag, der gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt entsprechend EUR 6.606.426,81 (2022: EUR 6.263.805,60).

Es sind Entwicklungskosten in Höhe von EUR 1.121.992,14 (2022: EUR 1.712.865,54) angefallen und davon sind EUR 1.121.992,14 (2022: EUR 1.712.865,54) aktivierte Eigenleistungen.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Sie enthalten Steuerforderungen in Höhe von EUR 247.736,96 (2022: EUR 536.251,29).

Forderungen gegen Gesellschafter

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.635.558,33 (2022: EUR 2.517.482,11) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Personalkostenrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

Passive latente Steuern

Aufgrund der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände bestehen passive latente Steuern. Es wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe von 32,28% herangezogen.

II. Sonstige Angaben

Das Unternehmen ist mit mindestens 1/5 an folgenden Unternehmen beteiligt:

Name/Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Eigenkapital zum 31.12.2022
in EUR
Jahresergebnis 2023
in EUR
WHOW Marketing GmbH, Hamburg 100 25.000,00 139.974,07
PlayCade Interactive GmbH, Hamburg 100 25.000,00 -243.093,80

Zwischen der PlayCade Interactive GmbH und der WHOW Games liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor, weswegen die Gesellschaft den Verlust in Höhe von EUR 243.093,80 (2022: EUR 198.470,38) zu übernehmen hat.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge durch die Auflösungen von Rückstellung (Rückbaukosten und Partner-Abrechnungen) in Höhe von EUR 168.030,60 (2022: EUR 83.993,71).

D. Ergänzende Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Akpinar Umut Kaufmann Einzelvertretung
Valeriota Giovanni Valerio Kaufmann Gesamtvertretung

Herr Philip Reisberger hat mit Wirkung zum Ablauf des 30.04.2023 sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt. Mit Handelsregisteranmeldung vom 28.04.2023 wurde Herr Herr Philip Reisberger als Geschäftsführer abberufen und Herr Giovanni Valerio Valeriota zum Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 19.05.2023.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Geschäftsführer haben keine Vorschüsse oder Kredite erhalten.

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

II. Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr 2023
Anzahl
Vorjahr 2022
Anzahl
Vollzeitkräfte 52 66
Teilzeitkräfte 5 10
Insgesamt 57 76

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

I. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

II. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. v. § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen Höhe der Verpflichtung
in TEUR
davon gegen verbundene Unternehmen
in TEUR
Mietverträge (inkl. Aval) 2.138 0

F. Einbeziehung in einen Konzernabschluss

Seit dem 1. Juli 2021 ist die Azerion Games en Content B.V. in Schiphol-Rijk (Niederlande) alleiniger Gesellschafter der WHOW Games GmbH, sie ist jedoch keine konsolidierende Gesellschaft. Den kleinsten und größten Konsolidierungskreis bidet die Azerion Holding B.V. in Schiphol-Rijk (Niederlande) als Konzernmuttergesellschaft.

Die Veröffentlichung erfolgt bei der niederländischen Industrie- und Handelskammer (Kamer van Koophandel).

G. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Vortrag auf neue Rechnung EUR 10.455.810,25
davon Gewinnvortrag EUR 6.998.572,58
davon Jahresüberschuss 2023 EUR 3.457.237,67

H. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Zum 1. Januar 2024 ist die Azerion Games en Content Holding B.V. mit der Azerion Tech Holding B.V. verschmolzen worden. Die Azerion Games en Content Holding B.V. wurde aufgelöst und die Azerion Tech Holding B.V. wurde die übernehmende Einheit und hält nun 100% der Anteile an der WHOW Games GmbH.

 

Hamburg, 13. Mai 2024

Umut Akpinar

Giovanni Valeriota

Anlagespiegel vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.991.174,30 2.065.541,75 683.193,00 32.608,00 10.406.131,05
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.759.963,90 427.400,00 21.596,75 410.877,30 3.576.644,45
geleistete Anzahlungen 589.846,42 1.112.638,90 0,00 -443.485,30 1.259.000,02
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 12.340.984,62 3.605.580,65 704.789,75 0,00 15.241.775,52
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.498,95 72.482,43 222.849,10 0,00 627.132,28
Summe Sachanlagen 777.498,95 72.482,43 222.849,10 0,00 627.132,28
Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Summe Finanzanlagen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00
Summe Anlagevermögen 13.168.483,57 3.678.063,08 927.638,85 0,00 15.918.907,80
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.727.368,70 1.727.163,19 654.827,65 3.799.704,24
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 651.389,12 477.300,30 21.360,75 1.107.328,67
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 3.378.757,82 2.204.463,49 676.188,40 4.907.032,91
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 572.783,45 85.436,79 153.621,96 504.598,28
Summe Sachanlagen 572.783,45 85.436,79 153.621,96 504.598,28
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.951.541,27 2.289.900,28 829.810,36 5.411.631,19
Buchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.606.426,81 6.263.805,60
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.469.315,78 2.108.574,78
geleistete Anzahlungen 1.259.000,02 589.846,42
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 10.334.742,61 8.962.226,80
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 122.534,00 204.715,50
Summe Sachanlagen 122.534,00 204.715,50
Finanzanlagen
Beteiligungen 50.000,00 50.000,00
Summe Finanzanlagen 50.000,00 50.000,00
Summe Anlagevermögen 10.507.276,61 9.216.942,30

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WHOW Games GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WHOW Games GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WHOW Games GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 15. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Axel Steffen, Wirtschaftsprüfer

ppa. Annabelle Hünlich, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 10. Juni 2024 festgestellt.

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