Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 17726 HB
Vorher
DSI Digitale Signalverarbeitungssysteme & Informationstechnik GmbHDSI Aerospace Technologie GmbH
Eingetragen
7.7.2005
Branche
Luft- und Raumfahrzeugbau für zivile ZweckeErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieLuft- und Raumfahrzeugbau für militärische Zwecke
Gegenstand
Technologieentwicklung, -vermarktung und Dienstleistungen auf den Gebieten der Signalverarbeitung, Software- und Informationstechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Burr
seit 16.4.2019
Prokura
Elias Hashem
seit 9.1.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
5.62%
5.62%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
DSI Aerospace GmbHEigenbeteiligung
5.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SEVEST Fund I Zweite Tochter GmbH
Germany
121.600 €
95.00%
DSI Aerospace GmbH
Germany
6.400 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH)

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft
Firma: DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH)
Sitz: Bremen
Registergericht: Amtsgericht Bremen
Registernummer: HRB 17726 HB

2. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH), Bremen, ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 ff. HGB), des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrags sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt worden.

Nach der in § 267 Abs. 2 HGB festgelegten Umschreibung der Größenklassen sind die Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Bei der Erstellung des Anhangs sind die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB grundsätzlich wahrgenommen. Auf die Aufstellungserleichterungen des § 276 Satz 1 HGB wurde dagegen verzichtet.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 275 Abs. 2 HGB in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren.

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögens- und Schuldenposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert beibehalten worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 20 Jahre) nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Der Abgang wird nach fünf Jahren unterstellt.

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen betreffen im Wesentlichen Leistungen für angefangene langfristige Projekte. Die steuerlich aktivierungspflichtigen und aktivierungsfähigen Herstellungskosten sind retrograd auf Basis des anteiligen Auftragswertes unter Berücksichtigung eines Abschlags von 20 % für nicht aktivierungspflichtige Herstellungskosten und Gewinnmargen ermittelt worden. Die fertigen Erzeugnisse und Waren sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die Gesellschaft hat vom Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und die erhaltenen Anzahlungen von den unfertigen Leistungen und unfertigen Erzeugnisse aktivisch abgesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für Zuschüsse von Auftraggebern zu Anlagegegenständen, deren Eigentum bei der Gesellschaft verbleibt, ist handelsrechtlich ein "Anderer Sonderposten" gebildet worden.

Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten dem Grunde und der Höhe nach.

Bei der Ermittlung der in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Gewährleistungsrückstellungen wurde wegen einer differenzierten Risikoeinschätzung im Vorjahr zwischen einer Bemessungsgrundlage für Entwicklungsprojekte und Nachbauprojekte unterschieden. In der Folge wurde im Vorjahr für Nachbauprojekte auf den garantiebehafteten Umsatz des Geschäftsjahres in Höhe von 1 % und auf den Vorjahresumsatz von 0,5 % eine pauschale Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert dargestellt (Anlage zum Anhang).

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 9.920,3 (Vorjahr: TEUR 5.954,6) werden vollständig von den unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen von TEUR 5.393,4 (Vorjahr: TEUR 2.770,9) abgesetzt. Der übersteigende Teil der erhaltenen Anzahlungen in Höhe von TEUR 4.526,8 (Vorjahr: TEUR 3.183,7) wird auf der Passivseite unter der Position "Erhaltene Anzahlungen" ausgewiesen.

Der Sonderposten für Zuschüsse zu Investitionen (sog. EGSE-Systeme) in Höhe von TEUR 78,6 (Vorjahr: TEUR 122,8) wird entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagegegenstände über 5 Jahre ertragswirksam aufgelöst.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 307,6 (Vorjahr: TEUR 2.024,2) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern; davon TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 2.000,8 ) Darlehensverbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 89,2 (Vorjahr: TEUR 130,9) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1,8 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.

Alle Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 311,3 (Vorjahr: TEUR 84,0) Aufwendungen aus der Weiterbelastung von administrativ-kaufmännischen Aufwendungen von verbundenen Unternehmen und TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 41,3) aus der Einstellung in den Sonderposten für Zuschüsse zu Investitionen.

6. Sonstige Angaben

Gewährte Kreditlinien von Die Sparkasse Bremen AG, Bremen, waren durch eine Globalzession der Forderungen abgesichert. Weil absehbar keine Kreditlinien in Anspruch genommen werden müssen, wurde mit Wirkung zum 31. Mai 2023 die Vereinbarung über die Abtretung von Außenständen (Globalabtretung) aufgehoben.

Die Gesellschaft hat an Die Sparkasse Bremen AG, Bremen, ein Termingeldguthaben in Höhe von TEUR 54,9 (Vorjahr: TEUR 26,7) zur Sicherung aller Forderungen des Kreditinstituts gegen die Gesellschaft aus der Gewährung von Avalkrediten in Höhe von insgesamt TEUR 53,1 verpfändet. Von einer Inanspruchnahme des Sicherungsgegenstandes durch das Kreditinstitut wird nicht ausgegangen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus überwiegend längerfristigen Mietverhältnissen und Leasingverträgen. Der Aufwand bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit beträgt TEUR 2.765 (Vorjahr: TEUR 3.265).

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr Herr Elias Hashem und Herr Dr.-Ing. Christian Dierker. Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die durchschnittliche Zahl der kaufmännischen Arbeitnehmer beträgt in 2023 insgesamt 95,5 (Vorjahr: 76) Personen.

 

Bremen, den 20. Dezember 2024

gez. Dr.-Ing. Christian Dierker, Geschäftsführer

gez. Elias Hashem, Geschäftsführer

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 12. Dezember 2024 den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

DSI Aerospace GmbH

Bremen

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge- Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023 Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2023 bis 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 334.978,52 58.429,48 297.624,50 50.763,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 334.978,52 58.429,48 297.624,50 50.763,98
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.320.300,04 401.777,55 1.173.961,75 202.983,05
-18.320,34
Summe Sachanlagen 1.320.300,04 401.777,55 1.173.961,75 202.983,05
-18.320,34
Summe Anlagevermögen 1.655.278,56 460.207,03 1.471.586,25 253.747,03
-18.320,34
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.783,50 88.118,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 95.783,50 88.118,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 529.795,50 331.062,00
Summe Sachanlagen 529.795,50 331.062,00
Summe Anlagevermögen 625.579,00 419.180,00

Bilanz zum 31.12.2023

DSI Aerospace GmbH

Bremen

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.783,50 88.118,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 529.795,50 331.062,00
Summe Anlagevermögen 625.579,00 419.180,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen 0,00 0,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.597.261,46 1.950.627,63
3. Geleistete Anzahlungen 485.337,55 77.257,34
3.082.599,01 2.027.884,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.340.588,72 3.586.484,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.079.730,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 258.334,93 166.667,33
3.678.653,65 3.753.151,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.687.367,86 4.369.670,96
Summe Umlaufvermögen 11.448.620,52 10.150.707,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 88.867,52 60.046,70
12.163.067,04 10.629.934,46

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 128.000,00 128.000,00
Nennwert eigene Anteile -6.400,00 -6.400,00
Kapital 121.600,00 121.600,00
II. Gewinnvortrag 3.148.181,87 2.075.265,29
III. Jahresüberschuss 1.235.590,33 1.072.916,58
Summe Eigenkapital 4.505.372,20 3.269.781,87
B. Andere Sonderposten 78.602,00 122.811,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.164.316,76 643.245,00
2. Sonstige Rückstellungen 752.320,05 932.771,75
1.916.636,81 1.576.016,75
D. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 4.526.848,79 3.183.732,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.526.848,79 (EUR 3.183.732,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 737.069,65 321.025,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 737.069,65 (EUR 321.025,85)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 307.560,10 2.024.212,33
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 307.560,10 (EUR 2.024.212,33)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 90.977,49 132.354,66
- davon aus Steuern EUR 89.200,49 (EUR 130.854,66)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.777,00 (EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 90.977,49 (EUR 132.354,66)
5.662.456,03 5.661.324,84
12.163.067,04 10.629.934,46

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 11.053.109,29 9.478,3
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.700.031,50 5.085,9
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.342.343,90 1.125,8
davon für Altersversorgung: EUR 193.650,67 (Vorjahr: TEUR 173,0)
4.010.733,89 3.266,6
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 253.747,03 169,4
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.943.688,16 1.376,4
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 82.027,12 0,0
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 73.900,28 141,7
7. Steuern vom Ertrag 584.585,63 504,5
8. Ergebnis nach Steuern 1.236.839,91 1.074,6
9. Sonstige Steuern 1.249,58 1,7
10. Jahresüberschuss 1.235.590,33 1.072,9

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der DSI Aerospace GmbH, Bremen

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde in 1997 als Spin-Off der Hochschule Bremen durch die Professoren Dr.-Ing. Harald Michalik und Dr. László Hinsenkamp gegründet. Gegenstand der Gesellschaft, die neben dem Hauptsitz in der Bremer Airport City noch zwei Niederlassungen in Braunschweig betreibt, ist die Technologieentwicklung, -vermarktung und Dienstleistungen auf den Gebieten der Signalverarbeitung, Software- und Informationstechnik. Die Gesellschaft gehört zu den führenden Elektronikzulieferern der europäischen Luft- und Raumfahrindustrie und hat in diesem Zusammenhang an zahlreichen Raumfahrtprojekten mitgewirkt. Beispielhaft seien das Biomass-Projekt, bei dem ein Klimasatellit den Gehalt an Kohlenstoff in den Wäldern der Welt misst sowie die Missionen der European Space Agency (ESA) zum Mars (ExoMars), zum Jupiter (JUICE) und die Asteroiden-Mission HERA genannt. Wichtige Kunden der Gesellschaft sind die drei führenden europäischen Hersteller von Satelliten: OHB, Airbus und Thales Alenia Space. Hierfür entwickelt die Gesellschaft vor allem Massenspeicher für Satelliten, aber auch On-Board-Rechner, Kontrolleinheiten und Datenverarbeitungsmodule. Bei diesen komplexen Einheiten gilt es, die Komponenten sowohl auf die hohen mechanischen Belastungen wie auch auf die Strahlungseffekte im All auszulegen. Sämtliche Elektronikkomponenten sind darauf ausgelegt, Ressourcen und Energie zu sparen und dabei gleichzeitig maximale Rechenleistung und Zuverlässigkeit, auch unter Verwendung von Redundanzstrukturen, zu bieten. Ermöglicht wird dieses durch den Einsatz der neuesten, zertifizierten Field Programmable Gate Arrays (FPGA) und Application Specific Integrated Circuits (ASIC).

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaftsleistung hat sich im Jahr 2023 nicht behaupten können. Neben der schwachen globalen Nachfrage, hohen Teuerungsraten waren verschiedene Sonderfaktoren Ursache dafür. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 (preisbereinigt) um 0,3% niedriger als im Jahr 2022.

Die spezifische Branche für exponierte Elektronikzulieferer der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich angesichts der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise als recht krisenfest erwiesen. Diese Branche galt zuvor schon als sogenannte "kritische Infrastruktur" mit besonderen Bedingungen für den Beschaffungsmarkt. Da die Gesellschaft jedoch weitestgehend im langfristigen Projektgeschäft tätig ist, sind und werden in diesem Zusammenhang keine restriktiven Auswirkungen erwartet. Eine große Herausforderung stellt die Rekrutierung und Ausbildung der entsprechenden Fachkräfte und Ingenieure dar. So wird verstärkt über Social Media Plattformen, Jobbörsen sowie professionelle Personalvermittler versucht, Mitarbeiter zu gewinnen. Verglichen zu 2022 ist die Präsenz in Sozial Media in 2023 stark gestiegen und die Anzahl an Bewerbern stark gestiegen.

1.2. Entwicklung der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr

Es gilt die Unternehmensmaxime: Der Kunde bestellt ein Produkt und bekommt es inklusive Hard- und Software als "Geschlossene Box", die genauso funktioniert, wie er es bestellt hat. Die Gesellschaft ist in letzten Jahren schnell gewachsen und hat viele neue Produkte entwickelt. So konnte die Gesellschaft inzwischen feste Strukturen schaffen und die Effizienz steigern, welches vor allem damit zusammenhängt, dass mittlerweile mehrere Basisprodukte auf Ebene sogenannter modularer Architekturen hergestellt wurden, die dann für unterschiedliche Missionen nur in einem moderaten Umfang den spezifischen Anforderungen der Kunden angepasst werden müssen. Hierunter fallen Massenspeicher und Datenverarbeitungssysteme sowie Satelliten- und Instrumentencomputer. So konnte die Gesellschaft sich bei den Speichermedien für Satelliten zu einem Marktführer in der Europäischen Gemeinschaft entwickeln. Durch den kosteneffizienten und flexiblen Herstellprozess und einer Organisationsstruktur, die schnelle innerbetriebliche Entscheidungen sowie eine zeitnahe individuellen Anpassung an Kundenbedürfnisse ermöglichen, lassen die führenden europäischen Hersteller von Satelliten bevorzugt bei der Gesellschaft fremdfertigen.

Kundenkontakte werden aufgrund von Empfehlungen sowie auf Kongressen und Messen hergestellt. Zudem wird die Gesellschaft regelmäßig zu "Industrial Days" eingeladen, bei denen zukünftige Raumfahrtmissionen sowie der hierzu benötigte Bedarf an Equipment dargestellt wird und ein missionsspezifischer Kundenkontakt stattfindet. Im Vergleich zu 2022 hat die Gesellschaft im Jahr 2023 deutlich mehr direkte Anfragen für Angebote von potenziellen Auftraggebern erhalten.

Im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine gab es keine spürbaren Einflüsse abgesehen von Preisentwicklung und Lieferzeiten für Zukaufteile.

2. Lage des Unternehmens

2.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich - bereinigt um das im Berichtsjahr ausgeübte Wahlrecht des § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB - um 31,0 % auf TEUR 17.557 (Vorjahr: TEUR 13.401; unbereinigt TEUR 10.630), die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt damit bei 25,67% bzw. die wirtschaftliche Eigenkapitalquote bei 36,93% .

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft insgesamt TEUR 226,6 Anlageinvestitionen durchgeführt, davon TEUR 58,4 in entgeltlich erworbenen EDV-Software.

2.2 Finanzlage

Die gewährten Kreditlinien durch Kreditinstitute und bestehende Möglichkeiten der Gesellschafterfremdfinanzierung erlauben es der Gesellschaft, ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.

2.3 Ertragslage

Die Erträge aus betrieblicher Leistung verminderten sich in 2023 um -2,5% (TEUR -361,6 auf TEUR 13.871,8. Im Geschäftsjahr 2023 wurde zudem der Leistungsstand der teilfertigen Leistungen gegenüber dem Vorjahr erhöht .

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um TEUR 93,0 (5,4%) auf TEUR 1.812,1 und der Jahresüberschuss um TEUR 162,7 auf TEUR 1.235,6.

Die Geschäftsleitung beurteilt die Ertragslage der Gesellschaft und das erzielte Ergebnis als sehr gut.

3. Prognose-, Chancen und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Für die nächsten Jahre wird eine Erweiterung des Produktspektrums geplant. Neben dem bestehenden Produkten wie z.B. Massenspeicher wird derzeit auch die Weiterentwicklung und die Etablierung neuer Produkte anvisiert, z.B. On-Board Rechner, Kontrolleinheiten, Datenverarbeitungssysteme für Nutzlasten und dazu Elektronikkarten in standardisiertem Form-Faktor für den amerikanischen und europäischen Markt.

Zukünftig beabsichtigt die Gesellschaft weiterhin auf den sich stark entwickelnden "New Space-Sektor" zu setzen. Die Raumfahrt wird immer mehr auch von privaten Unternehmen vorangetrieben, von Start-ups und etablierten Anbietern, die Ideen und Anwendungen für die kommerzielle Weltraumnutzung entwickeln. Statt um einen großen Satelliten für mehrere hundert Millionen EUR geht es hier um Konstellationen von kleineren, günstigeren Satelliten, zum Beispiel Telekommunikations-Konstellationen für weltweites Internet und Telefonie. Die Gesellschaft geht in ihren Planungen davon aus, dass innerhalb der nächsten Jahre hierzu die ersten Aufträge eingehen werden.

Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einer stabilen Liquiditätslage und der Gewinnung mehrerer neuer Projekte.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft, wenn keine nennenswerten außergewöhnlichen Ereignisfaktoren hinzukommen, eine Konsolidierung der Umsatz- und Ergebnissituation auf dem Niveau des Jahres 2023.

Ältere Projekte werden auslaufen und neuere Projekte setzen auf einen zunehmenden Wiederverwendungsanteil. Hierzu erweitert DSI u. A. die Struktur bei Design-Bibliotheken (Software/FPGA) und erhöht die Mitarbeiteranzahl. Mehrere neue Projekte mit dem Start in 2024 sind von den Auftraggebern angekündigt.

Für 2024 ist geplant, die Firmenstruktur weiter für eine höhere Mitarbeiterzahl zu optimieren. Dies wurde bereits in 2023 mit Hilfe eines externen Consultant begonnen.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Starke Verzögerungen durch den Auftraggeber beim Start neuer Projekte bergen Risiken für die Gesellschaft. Risiken bestehen zudem in einem Mangel an geeigneten Fachkräften und Ingenieuren und damit möglicherweise darin, die im Zeitrahmen der Projektabwicklung gesetzten Leistungsziele nicht rechtzeitig erbringen zu können.

Risiken aus Lieferengpässen, Materialknappheit und unerwarteten Preissteigerungen sind latent vorhanden. Die bei Leistungsverzug drohenden Konventionsstrafen könnten für die Gesellschaft gegebenenfalls wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Allerdings ist bis dato ein solches Szenario noch nicht eingetreten und droht im Prüfungs- und Prognosezeitrahmen auch nicht einzutreten.

Im Rahmen des unternehmensindividuellen Risikomanagements wird die Geschäftsführung zudem in die Lage versetzt, frühzeitig Defizite zu identifizieren und durch eine Arbeits- und Nachkalkulation geeignete Gegenmaßnahen zu ergreifen. Als Beispiel ist zu nennen, wenn Projekte nicht wie angeboten und wie vom Auftraggeber geplant starten, sondern erst mit starker Verzögerung die Beauftragung erfolgt.

Auf Grund des im Februar 2022 begonnenen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit einhergehenden zusätzlichen Risiken für die daraus resultierenden Liefer- und Produktionsengpässe am Markt lassen sich nur schwerlich vorhersagen. Aufgrund der Alleinstellungsmerkmale der Gesellschaft im Markt und der langfristigen Projektplanung und -ausführung sind derzeit jedoch keine Risiken der künftigen Entwicklung, die für sich genommen oder im Zusammenhang mit anderen Faktoren bestandsgefährdend wirken können, nicht erkennbar. Jedoch ist die resultierende Kostensteigerung und die zunehmende Konkurrenz bzgl. Personal mit der Wehrindustrie zu nennen.

Als allgemein zunehmendes Risiko in der Industrie in Deutschland und damit auch für DSI sehen wir die Gefahr eines Hacker-Angriffs. Diese Gefahr ist gestiegen. Die Gesellschaft hat jedoch verschiedene Schutzmechanismen implementiert, um dieses Risiko zu minimieren.

DSI hat sich als zuverlässiger Zulieferer digitaler Raumfahrtelektronik sowohl im europäischen als auch im internationalen Markt sehr gut etabliert. Das wachsende Produktportfolio ermöglicht es, stabile und diverse Einnahmenquellen zu sichern. Dies verringert die Gebundenheit zu einem spezifischen Produkt bzw. zu einem Kunden und bringt folgende Vorteile mit:

Breiteres Kundenportfolio: neben den etablierten Satellitenhersteller gewinnt DSI neue Kunden z.B. Kleinsatellitenhersteller und Nutzlasthersteller.

Höhere Sichtbarkeit im internationalen Markt, speziell in den USA mit einem der am meist budgetierten Raumfahrtmärkte der Welt.

Etablierung eigener Produktstrategien mit enger Absprache sowohl mit Kunden als auch mit den Raumfahrtbehörden ESA & DLR.

DSI sieht sich als Marktführer im europäischen Markt im Bereich digitale Raumfahrtelektronik und strebt diese Rolle auch im internationalen Markt zu bekräftigen mit Blickfeld auf dem amerikanischen Markt.

 

Bremen, den 20. Dezember 2024

gez. Dr.-Ing. Christian Dierker

gez. Elias Has

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um eine nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgenden, hier gemäß § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB im Wortlaut wiedergegebene Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DSI Aerospace GmbH (vormals: DSI Aerospace Technologie GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir

zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 20. Dezember 2024

Benno Gregarek, Wirtschaftsprüfer

Uwe Rother, Wirtschaftsprüfer

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