Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 9135
Vorher
DWS Investment GmbHDeutsche Asset & Wealth Management Investment GmbHDeutsche Asset Management Investment GmbH
Eingetragen
27.12.1956
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFondsmanagementGeld- und Wertdienste
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt, nun: (1)Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Der Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung). (2)Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: (a) Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) gemäß § 1 Abs. 2 KAGB in Verbindung mit §§ 192 ff. KAGB, (b) Gemischte Investmentvermögen gemäß §§ 218 f. KAGB, (c) Sonstige Investmentvermögen gemäß §§ 220 ff. KAGB, (d) Altersvorsorge-Sondervermögen gemäß § 347 KAGB in Verbindung mit § 87 Investmentgesetz in der bis zum 21. Juli 2013 geltenden Fassung, (e) Offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen gemäß § 284 KAGB, welche in die in § 284 Abs. 1 und Abs. 2 KAGB mit Ausnahme der in § 284 Abs. 2 Nr. 2 Buch-staben e), f) und h) genannten Vermögensgegenstände investieren sowie (f) Allgemeine offene inländische Spezial-AIF gemäß § 282 KAGB - unter Ausschluss von Hedgefonds gemäß § 283 KAGB welche in folgende Vermögensgegenstände investieren: -Wertpapiere, -Geldmarktinstrumente, -Derivate, -Bankguthaben, -Anteile oder Aktien an inländischen offenen Investmentvermögen sowie an entsprechenden offenen EU- oder ausländischen Investmentvermögen, -Beteiligungen an ÖPP-Projektgesellschaften und Infrastruktur-Projektgesellschaften, wenn der Verkehrswert dieser Beteiligungen ermittelt werden kann, -Edelmetalle, unverbriefte Darlehensforderungen und Unternehmensbeteiligungen, wenn der Verkehrswert dieser Beteiligungen ermittelt werden kann. (3) Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind daneben EU-Investmentvermögen oder ausländische AIF, die mit den o.g. inländischen Investmentvermögen vergleichbar sind. (4) Die Gesellschaft darf außerdem folgende Dienstleistungen und Nebendienstleistungen betreiben: a) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum einschließlich der Portfolioverwaltung fremder Investmentvermögen (Finanzportfolioverwaltung), b) die Verwaltung einzelner nicht in Finanzinstrumenten im Sin-ne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (individuelle Vermögensverwaltung), soweit die Vermögensgegenstände in diesen Vermögen auch im Rahmen der kollektiven Vermögensverwaltung gemäß § 2 Ziffer (2) dieses Gesellschaftsvertrages erwerbbar sind, c) die Anlageberatung bezogen auf Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes, d) die Anlageberatung bezogen auf Vermögensgegenstände, die keine Finanzinstrumente im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes sind, soweit die Vermögensgegenstände im Rahmen der kollektiven Vermögensverwaltung gemäß § 2 Ziffer (2) dieses Gesellschaftsvertrages erwerbbar sind, e) die Verwahrung und Verwaltung von Anteilen an inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF für andere, f) den Vertrieb und das Pre-Marketing von Anteilen oder Aktien an fremden Investmentvermögen, g) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), h) den Abschluss von Altersvorsorgeverträgen gemäß § 1 Abs. 1 des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes sowie von Verträgen zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung im Sinne des § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe b des Einkommensteuergesetzes, i) die Abgabe einer Zusage gegenüber dem Anleger, dass bei Rücknahme von Anteilen, bei Beendigung der Verwaltung von in Finanzinstrumenten im Sinne des § 1 Abs. 11 des Kreditwesengesetzes angelegter Vermögen und der Beendigung der Verwahrung und Verwaltung von Anteilen an inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen und ausländischen AIF mindestens ein bestimmter oder bestimmbarer Betrag an den Anleger gezahlt wird (Mindestzah-lungszusage), j) sonstige mit den in diesem Absatz genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbundene Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Henning Potstada
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Terry Ng
seit 26.11.2025
Prokura
Prokura
Georg Johann Schuh
seit 14.1.2025
Prokura
Anne Tilmann
seit 11.11.2024
Prokura
Stefan Schroth
seit 29.8.2024
Prokura
Eric Stephenson
seit 16.5.2024
Prokura
Andrea Haeusler
seit 16.5.2024
Prokura
Christian Wolff
seit 4.3.2024
Geschäftsführer
Nicole Behrens
seit 4.3.2024
Geschäftsführer
Andrea Rothmund
seit 31.7.2023
Prokura
Leonie Selzam
seit 31.7.2023
Prokura
Vincenzo Vedda
seit 15.3.2023
Geschäftsführer
Stefan Alexander Aust
seit 17.2.2023
Prokura
Caroline Kühnel-Roß
seit 17.2.2023
Prokura
Conny Papendorf
seit 10.2.2023
Prokura
Gereon Kronenberger
seit 10.2.2023
Prokura
Carola Marx
seit 10.2.2023
Prokura
Olav Heeckt
seit 10.2.2023
Prokura
Prokura
Clemens Drigalski
seit 10.2.2023
Prokura
Volker Beck
seit 19.10.2022
Prokura
Daniel Häckler
seit 30.6.2022
Prokura
Daniel Kieper
seit 22.12.2021
Prokura
Matthias Liermann
seit 22.4.2016
Geschäftsführer
Christian Tschall
seit 5.9.2013
Prokura
Joerg Hupertz
seit 14.10.2010
Prokura
Frank Grunwald
seit 14.10.2010
Prokura

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DWS Investment GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Testatsexemplar

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DWS Investment GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DWS Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 6. März 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Markus Morfeld, Wirtschaftsprüfer

Marvin Strache, Wirtschaftsprüfer

Amtsgericht Frankfurt am Main

HRB 9135

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2024

Aktivseite

EUR Vorjahr
EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 3.651.748,28 4.786.190,07
2. Forderungen an Kunden 185.430.272,84 67.622.507,00
3. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen 83.704.754,30 83.476.376,30
aa) von öffentlichen Emittenten
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 83.704.754,30 (Vj. TEUR 83.476)
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 50.000,00 50.000,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.067.751,29 33.933.592,53
6. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.661.734,40 304.213,15
7. Sachanlagen 148.565,00 454.001,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 1.355.020.057,23 1.392.884.045,70
9. Rechnungsabgrenzungsposten 3.495.411,91 4.462.807,39
Summe der Aktiva 1.662.230.295,25 1.587.973.733,14

Passivseite

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 124.400,32 1.193.677,53
2. Sonstige Verbindlichkeiten 806.141.088,68 679.477.034,54
3. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 45.284.684,95 48.974.359,97
b) andere Rückstellungen 417.128.466,30 404.777.006,10
462.413.151,25 453.751.366,07
4. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 60.000.000,00
5. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 115.000.000,00 115.000.000,00
b) Kapitalrücklage 129.724.784,04 129.724.784,04
c) Gewinnrücklagen
ca) andere Gewinnrücklagen 148.826.870,96 148.826.870,96
d) Bilanzgewinn 0,00 0,00
393.551.655,00 393.551.655,00
Summe der Passiva 1.662.230.295,25 1.587.973.733,14
Für Anteilinhaber verwaltete Sondervermögen EUR EUR
Inventarwerte 138.480.834.561,33 130.848.026.691,02
Sondervermögen (Anzahl) 220 228
Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen
Garantierte Kapitaleinzahlungen auf Altersvorsorgeverträge 15.114.959.627,00 14.751.264.845,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Aufwendungen

EUR EUR Vorjahr
EUR
1. Zinsaufwendungen 6.654.562,32 5.780.708,00
2. Provisionsaufwendungen 699.938.548,58 634.649.464,14
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 87.621.310,08 86.030.258,13
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 8.435.670,40 18.339.719,25
darunter: 96.056.980,48 104.369.977,38
für Altersvorsorge EUR 0,00 (Vorjahr TEUR 9.674)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 362.481.805,73 366.777.483,37
458.538.786,21 471.147.460,75
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.457.058,40 941.537,03
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 60.015.406,09 22.655.328,46
6. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 5 ausgewiesen 13.265,44 46,00
7. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 732.120.389,92 573.490.538,71
Summe der Aufwendungen 1.959.738.016,96 1.708.665.083,09

Erträge

EUR Vorjahr
EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
aa) laufende positive Zinserträge 38.817.322,71 20.798.111,84
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.558.546,58 1.560.864,56
40.375.869,29 22.358.976,40
2. Laufende Erträge aus
a) Anteilen an verbundenen Unternehmen 4.577.805,72 9.024.118,76
3. Provisionserträge 1.885.211.043,35 1.623.504.055,21
4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 1.076.756,42 13.082.902,59
5. Sonstige betriebliche Erträge 28.496.542,18 40.695.030,13
Summe der Erträge 1.959.738.016,96 1.708.665.083,09

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Gesellschaftsrechtliche Angaben

Die DWS Investment GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main in der Abteilung B mit der Nummer 9135 eingetragen.

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der DWS Investment GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzwährung ist EURO.

Verrechnungsverbot

Entsprechend § 246 Absatz 2 Satz 1 HGB werden grundsätzlich weder Aktivposten mit Passivposten noch Aufwendungen mit Erträgen verrechnet. Lediglich Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit den entsprechenden Schulden im Sinne von § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Sämtliche Bestände an Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden dem Anlagevermögen zugeordnet und unter Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bilanzierung der Immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend den voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2008 wird für selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens entsprechend den gesetzlichen Vorschriften ein Sammelposten geführt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der projizierten Einmalbeitragsmethode berechnet.

Der verwendete Zinssatz (durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre) beträgt 1,90%, die Steigerung der anrechenbaren Bezüge wird mit 2,03%, die Anpassung der laufenden Renten mit 2,03% angenommen. Als Sterbetafeln werden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Die anderen langfristigen Rückstellungen sind grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB gebildet.

Die Drohverlustrückstellung für einen von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinsswap wird mit dem negativen Marktwert angesetzt.

Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 wurde mit der DWS Group GmbH & Co. KGaA ein Cash Pool Vertrag abgeschlossen, die Guthaben bei Banken sind entsprechend seit 2023 rückläufig.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind täglich fällig und resultieren im Wesentlichen aus der Durchführung von Dienstleistungen im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Der Bilanzposten enthält eine in 2020 gekaufte festverzinsliche Anleihe eines Bundeslandes. Die Anleihe wird mit 2,15% verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 21. März 2119. Bei einem Nominalbetrag von TEUR 111.950 belaufen sich die Anschaffungskosten einschließlich Agio von TEUR 83.582 auf TEUR 195.532. Das Agio wird linear auf die Restlaufzeit verteilt, die Belastung für das Berichtsjahr beträgt TEUR 848. Der Anleihe wurde zum Bilanzstichtag ein Betrag von TEUR 1.077 (Vj. TEUR 2.878) zugeschrieben auf den Marktwert von TEUR 81.825, nachdem in den Vorjahren vor 2023 im Rahmen des strengen Niederstwertprinzips abgeschrieben wurde.

Die Stückzinsen sind zum Bilanzstichtag mit einem Betrag in Höhe von TEUR 1.879 abgegrenzt.

Das Wertpapier ist börsennotiert und bei der Bundesbank beleihbar. Die Gesellschaft ordnet die Anleihe der Liquiditätsreserve zu.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Im Berichtsjahr werden Anteile an einer Investmentaktiengesellschaft in Höhe von TEUR 50 (Vj. TEUR 50) ausgewiesen.

Die Gesellschaft ordnet die Anteile der Liquiditätsreserve zu.

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens siehe Anlage zum Anhang.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Im Vorjahr hat die Gesellschaft die Anteile an der Prof. Weber GmbH in Höhe von TEUR 30.837 gekauft. Die Prof. Weber GmbH wurde am 16. Januar 2024 mit der Gesellschaft verschmolzen.

Die Gesellschaft hält weiterhin einen 50%-igen Anteil an der DWS Investment S.A mit Sitz in Luxemburg. Die DWS Investment S.A. ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft und weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von TEUR 417.676 (Vj. TEUR 395.259) aus. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 beläuft sich auf TEUR 30.566 (Vj. TEUR 20.149). Der Buchwert beträgt unverändert TEUR 3.068 (Vj. TEUR 3.068). Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert.

Vor dem Hintergrund des Verkaufs des DIP-Geschäfts im Jahr 2022 wurden Anteile an der DIP Management GmbH in Höhe von TEUR 29 gehalten. Die DIP Management GmbH wurde mit Wirkung zum 30. September 2024 mit der Gesellschaft verschmolzen.

Immaterielle Anlagewerte

Der Bilanzposten Immaterielle Anlagewerte beinhaltet im Rahmen der Verschmelzung der Prof. Weber GmbH übergegangene Schutzrechte. Im Berichtjahr betrug die planmäßige Abschreibung hierfür TEUR 1.475.

Der Restbetrag der von Konzerngesellschaften erworbenen Fondsverwaltungsrechte in Höhe von TEUR 304 (Vj. TEUR 304) wurde im Berichtsjahr planmäßig in voller Höhe abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter Sonstige Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Guthaben aus dem Cash Pool Vertrag mit der DWS Group GmbH & Co. KGaA (TEUR 1.149.789; Vj. TEUR 886.793) ausgewiesen. Weiterhin ist die Managementvergütung für den Monat Dezember 2024 (TEUR 110.068; Vj. TEUR 99.130) ausgewiesen.

Der Kredit an die DWS Group GmbH & Co. KGaA über TEUR 300.000 wurde mit Rückzahlung am 17. April 2024 beendet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Voraus gezahlte und auf die Vertragslaufzeit abgegrenzte Vertriebsprovisionen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen TEUR 124 (Vj. TEUR 1.194) und entfallen im Wesentlichen auf Rechnungen für erhaltene Serviceleistungen wegen Finanzportfolioverwaltung.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen die Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung 2024 in Höhe von TEUR 732.120 (Vj. TEUR 573.491).

Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat im Rahmen der erstmaligen Anwendung der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) festgelegten neuen handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln im Geschäftsjahr 2010 das Wahlrecht nach EGHGB Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 und 2 nicht angewendet.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beläuft sich auf TEUR 227.824 (Vj. TEUR 229.368). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum Stichtag TEUR -1.625 (Vj. TEUR 2.382).

Das Deckungsvermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag unter Ansatz zu Zeitwerten auf TEUR 182.539 (Vj. TEUR 180.393). Bei Anschaffungskosten des Deckungsvermögens von TEUR 181.658 ergibt sich ein höherer Wert aus der Bewertung mit dem Zeitwert von TEUR 881.

Nach Verrechnung des Deckungsvermögens von TEUR 182.539 mit der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 227.824 entsprechend den Vorgaben des BilMoG ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 45.285 (Vj. TEUR 48.974).

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen sind im Wesentlichen gebildet für Mindestzahlungszusagen aus Altersvorsorgeverträgen bzw. Wertsicherungsprodukten in Höhe von TEUR 150.526 (Vj. TEUR 101.725), für in Anspruch genommene konzerninterne Dienstleistungen in Höhe von TEUR 83.750 (Vj. TEUR 110.058), für Vertriebsprovisionen in Höhe von TEUR 62.291 (Vj. TEUR 54.525) und für an Mitarbeiter zu zahlende Sondervergütungen in Höhe von TEUR 41.864 (Vj. TEUR 38.459).

Im Zusammenhang mit den Mindestzahlungszusagen aus Altersvorsorgeprodukten hat die Gesellschaft einen Zinsswap über einen Nominalbetrag von TEUR 120.000 und einer Laufzeit von 30 Jahren abgeschlossen, um sich gegen das Risiko fallender Zinsen abzusichern.

Auf Basis der Bewertung des Zinsswaps gemäß einer externen Bewertung zum Marktwert am Stichtag wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 11.167 (Vj. TEUR 14.073) gebildet.

Weiterhin werden unter dieser Bilanzposition Rückstellungen wegen Vorruhestandsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.056 (Vj. TEUR 5.349) und Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.847 (Vj. TEUR 3.516) ausgewiesen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Am 18. Dezember 2024 hat die Gesellschaft das Nachrangdarlehen von der Konzernobergesellschaft in Höhe von TEUR 60.000 zurückgezahlt. Das Darlehen begründete nicht besicherte, nachrangige Verbindlichkeiten, die untereinander und mit allen anderen nachrangigen Verbindlichkeiten im gleichen Rang standen.

Im Berichtsjahr sind Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 4.151 (Vj. TEUR 3.914) angefallen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der DWS Investment GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 393.552.

Die Zusammensetzung ist wie folgt:

2024
TEUR
2023
TEUR
Änderung
TEUR
Gezeichnetes Kapital 115.000 115.000 0
Kapitalrücklage 129.725 129.725 0
Gewinnrücklage
andere Gewinnrücklagen 140.173 140.173 0
andere Gewinnrücklagen
aufgrund Ausschüttungssperre 8.654 8.654 0
148.827 148.827 0
Eigenkapital lt. Bilanz 393.552 393.552 0
Nachrangdarlehen 0 60.000 -60.000
Eigenmittel (vor Abzugsposten) 393.552 453.552 -60.000

Das bei der Konzernobergesellschaft aufgenommene langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 60.000 wurde am 18. Dezember 2024 zurückgezahlt, wodurch die Eigenmittel (vor Abzugsposten) zum Bilanzstichtag TEUR 393.552 betragen.

Fremdwährungsposition

Zum Bilanzstichtag liegen auf ausländische Währung lautende Vermögensgegenstände über TEUR 582 (Vj. TEUR 733) vor. Die auf ausländische Währung lautenden Verbindlichkeiten betragen TEUR 535 (Vj. TEUR 566).

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Am Bilanzstichtag bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten an verbundene Unternehmen

2024
TEUR
2023
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 0 46
Forderungen an Kunden 182.141 59.613
Sonstige Vermögensgegenstände 1.214.455 1.262.119
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 124 931
Sonstige Verbindlichkeiten 784.180 660.927
Nachrangige Verbindlichkeiten 0 60.000

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 744.400 (Vj. TEUR 600.190) sowie Forderungen in Höhe von TEUR 526 (Vj. TEUR 30.158) gegenüber der Gesellschafterin.

Termingeschäfte

Vom vorgenannten Zinsswap abgesehen, bestanden am Bilanzstichtag keine offenen Termingeschäfte zur Absicherung von Vermögensgegenständen und Schulden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften

Durch den mit Wirkung vom 1. Juli 2023 mit der DWS Group GmbH & Co. KGaA abgeschlossenen Cash Pool Vertrag, sind die Guthaben bei Banken entsprechend rückläufig. Die ausgewiesenen Zinserträge beinhalten dementsprechend im Wesentlichen Zinserträge aus dem Cash Pool Vertrag in Höhe von TEUR 34.725 (Vj. TEUR 9.051) von der DWS Group GmbH & Co. KGaA.

Daneben sind Zinserträge aus Kreditverträgen mit Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 3.504 (Vj. TEUR 8.845) ausgewiesen.

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften aus den laufenden Bankguthaben betragen TEUR 588 (Vj. TEUR 2.902).

Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren

Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren umfassen in voller Höhe die Zinsen des in 2021 erworbenen festverzinslichen Wertpapiers.

Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen

Der ausgewiesene Ertrag in Höhe von TEUR 4.578 (Vj. TEUR 9.024) enthält die Gewinnausschüttung der DWS Investment S.A., Luxemburg, für das Geschäftsjahr 2023.

Provisionserträge

Die Provisionserträge enthalten im Wesentlichen Vergütungen für die Verwaltung eigener Fonds in Höhe von TEUR 1.247.801 (Vj. TEUR 1.120.467) sowie Vergütungen für Finanzportfolioverwaltung für in- und ausländische Kapitalverwaltungsgesellschaften in Höhe von TEUR 498.945 (Vj. TEUR 362.973). Weitere Provisionserträge stammen aus weiteren Vertriebsaktivitäten in Höhe von TEUR 53.637 (Vj. TEUR 36.332) sowie aus dem Absatz bzw. aus der Verwahrung von Fondsanteilen über TEUR 10.730 (Vj. TEUR 9.733).

Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft

Die Position beinhaltet die Zuschreibungen aus Wertaufholung auf die Anleihe (TEUR 1.077).

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20.681, darunter aus Vorsorgerückstellung für laufende Ermittlungsverfahren und aus den Pensionsplänen und ähnlichen Verpflichtungen, sowie Erträge aus Weiterverrechnungen von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 4.869.

Zinsaufwendungen

Der Ausweis umfasst im Wesentlichen den Zinsaufwand für das im Dezember 2024 zurückgezahlte Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 4.151 (Vj. TEUR 3.914).

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Vertrieb von Fondsanteilen in Höhe von TEUR 558.992 (Vj. TEUR 486.589) und Aufwendungen für den Bezug von Managementleistungen für die Fondsverwaltung in Höhe von TEUR 139.591 (Vj. TEUR 141.196).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für laufende Gehaltszahlungen in Höhe von TEUR 50.091 (Vj. TEUR 51.163) und Sonderzahlungen wie Boni, Abfindungen und Vorruhestand (TEUR 37.530, Vj. TEUR 34.867) sowie Aufwendungen für Soziale Abgaben in Höhe von TEUR 6.640 (Vj. TEUR 6.561) und Unterstützung in Höhe von TEUR 1.795 (Vj. TEUR 2.105).

Andere Verwaltungsaufwendungen

Unter den anderen Verwaltungsaufwendungen werden im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Leistungen über TEUR 252.871 (Vj. TEUR 263.123), für EDV-Dienstleistungen über TEUR 33.106 (Vj. TEUR 34.044), für Werbung über TEUR 17.162 (Vj. TEUR 16.010) und für den Bezug von Fremdleistungen über TEUR 15.977 (Vj. TEUR 18.885) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Aufwand für die Erhöhung der Rückstellung für Mindestzahlungszusagen aus Altersvorsorgeverträgen bzw. Wertsicherungsprodukten (TEUR 51.050).

Daneben sind Zinsaufwendungen aus Personalverpflichtungen ausgewiesen in Höhe von TEUR 2.188 (Vj TEUR 2.354).

2024
TEUR
2023
TEUR
Zinsergebnis aus Personalverpflichtungen
aus den Pensionsverpflichtungen 2.222 2.454
aus Altersteilzeitverpflichtungen -4 -7
aus den Vorruhestandsverpflichtungen 7 -45
aus den Jubiläumsverpflichtungen -37 -48
Summe Zinsergebnis 2.188 2.354
Das Zinsergebnis wird mit folgenden Erträgen der im Deckungsvermögen befindlichen Vermögensgegenstände verrechnet:
Ergebnis aus der Bewertung zum Zeitwert der
Pensionsfonds -6.291 -30.487
Ergebnis aus dem Verkauf von Plan-Assets 0 0
Summe der Erträge aus dem Deckungsvermögen -6.291 -30.487
Verbleibender Aufwand / Ertrag (-) nach Saldierung des Zinsaufwandes mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen -4.103 -28.133

Abschreibung auf Immaterielle Anlagewerte

Die Abschreibungen auf Immateriellen Anlagewerten in Höhe von TEUR 1.475 betreffen die im Rahmen der Verschmelzung der Prof. Weber GmbH übergegangenen Schutzrechte.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Geschäftsjahr haben sich periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 20.681 ergeben.

Steueraufwand

Aufgrund des mit der Gesellschafterin in 1997 abgeschlossenen, in 2010 vollständig neu gefassten und zuletzt in 2020 geänderten Gewinnabführungsvertrages fallen für das Geschäftsjahr keine laufenden Steuern an.

Als oberste Organträgerin verzichtet die DWS Group GmbH & Co. KGaA auf eine Weiterbelastung des Ertragsteueraufwands an die Organgesellschaften.

Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne

Der Gewinn des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 732.120 (Vj. TEUR 573.491).

Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages beträgt die Ergebnisabführung an die DWS Beteiligungs GmbH TEUR 732.120 (Vj. TEUR 573.491).

Sonstige Angaben

Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen

Die DWS Investment GmbH verwaltet im Rahmen der staatlich geförderten Altersvorsorge Riester-Fondssparpläne und garantiert den Kunden die Rückzahlung des vollen Nominalbetrages der Einzahlungen bei Endfälligkeit der Produkte. Die Wertpapierdepots werden mittels Strategien und Techniken der dynamischen Portfolioabsicherung (Constant Proportion Portfolio Insurance - CPPI) verwaltet. Diese Strategien und Techniken verwenden in Abhängigkeit des Marktniveaus einen regelbasierten Verteilungsmechanismus in Vermögenswerte mit gutem Rating und riskantere Vermögenswerte. Durch den Zuteilungsmechanismus zwischen beiden Komponenten wird das Risiko eines Kursrückgangs begrenzt. Die Kundeneinzahlungen werden in eine breite Palette von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren oder in andere in der Produktdokumentation beschriebene Instrumente investiert.

Das Risiko für die Gesellschaft als Garantin tritt ein, falls der Depotwert zum jeweiligen Garantiedatum niedriger als der garantierte Betrag ist. Der erwartete Fehlbetrag wird während des Geschäftsjahres laufend ermittelt und mittels einer entsprechenden Rückstellung abgedeckt. Das Management wird in regelmäßigen Abständen über die Risikoposition aus diesen Produkten informiert.

Die zum 31. Dezember 2024 garantierten Altersvorsorgebeiträge belaufen sich auf TEUR 15.114.960 (Vj. TEUR 14.751.265). Die erwartete Unterdeckung von TEUR 150.526 (Vj. TEUR 101.725) ist durch eine entsprechende Rückstellung in voller Höhe gedeckt.

Bezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen TEUR 5.392 (Vj. TEUR 4.746), davon entfallen TEUR 1.400 (Vj. TEUR 1.307) auf aktienbasierte Vergütungen. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich auf TEUR 538 (Vj. TEUR 689).

An ehemalige Geschäftsführer oder deren Hinterbliebene wurden TEUR 1.179 (Vj. TEUR 1.221) gezahlt. Die für ehemalige Geschäftsführer gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 12.814 (Vj. TEUR 16.516).

Zahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 358 (Vj. 367) außertariflich angestellte und 60 (Vj. 64) tariflich angestellte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres TEUR 288 (Vj. TEUR 282).

Mitglieder des Aufsichtsrates

Dr. Stefan Hoops, Vorsitzender

Vorsitzender der Geschäftsführung der DWS Management GmbH

(Persönlich haftende Gesellschafterin der DWS Group GmbH & Co. KGaA)

Christof von Dryander, stellv. Vorsitzender

Senior Counsel der Cleary Gottlieb Steen & Hamilton LLP

Manfred Bauer (seit 01.03.2024)

Mitglied der Geschäftsführung der DWS Management GmbH

(Persönlich haftende Gesellschafterin der DWS Group GmbH & Co. KGaA)

Hans-Theo Franken

Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Vermögensberatung Aktiengesellschaft DVAG

Dr. Alexander Ilgen (bis zum 30.11.2024)

Chief Financial Officer und Head of Corporate Development der ODDO BHF SE

Dr. Stefan Marcinowski

Ehemaliges Mitglied des Vorstandes der BASF SE

Holger Naumann

Head of Operations, DWS Group GmbH & Co. KGaA

Elisabeth Weisenhorn

Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Portikus Investment GmbH

Gerhard Wiesheu

Vorstandssprecher des Bankhauses B. Metzler seel. Sohn & Co. AG

Mitglieder der Geschäftsführung

Dr. Matthias Liermann

Sprecher der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main

Sprecher der Geschäftsführung der DWS International GmbH, Frankfurt am Main

Geschäftsführer der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main

Mitglied des Aufsichtsrats der DWS Investment S.A., Luxemburg

Nicole Behrens

Geschäftsführerin der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (seit 01.03.2024)

Geschäftsführerin der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main (seit 01.03.2024)

Mitglied des Aufsichtsrats der DWS Alternatives GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 17.06.2024)

Mitglied des Aufsichtsrats der DWS Grundbesitz GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 19.03.2024)

Vincenzo Vedda

Geschäftsführer der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main

Geschäftsführer der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main

Mitglied des Verwaltungsrats der DWS CH AG, Zürich (bis zum 14.03.2024)

Mitglied im Aufsichtsrat der MorgenFund GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 25.02.2025)

Christian Wolff

Geschäftsführer der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (seit 01.03.2024)

Geschäftsführer der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main (seit 01.03.2024)

Mitglied im Aufsichtsrat der MorgenFund GmbH, Frankfurt am Main (seit 25.02.2025)

Petra Pflaum

Geschäftsführerin der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 31.10.2024)

Geschäftsführerin der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 31.10.2024)

Gero Schomann

Geschäftsführer der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 31.12.2024)

Geschäftsführer der DWS International GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 31.12.2024)

Geschäftsführer der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main (bis zum 31.12.2024)

Mitglied des Verwaltungsrats der DB Vita S.A., Luxemburg (bis zum 31.12.2024)

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutscher Pensionsfonds AG, Köln (bis zum 31.12.2024)

Geschäftsführer der Prof. Weber GmbH (bis zum 16.01.2024)

Konzernzugehörigkeit

Alleinige Gesellschafterin der DWS Investment GmbH ist die DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, eine mittelbare Tochtergesellschaft der Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main.

Die DWS Investment GmbH gehört zum Konzernverbund der Deutsche Bank AG und wird deshalb befreiend in den IFRS-Konzernabschluss der Deutsche Bank AG für den größten Kreis von Unternehmen der Deutsche Bank AG gemäß § 340i HGB i.V. mit den Vorschriften nach Art. 57 Satz 1 Nr. 2 EGHGB sowie Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (AB1. EG Nr. L 243 S.1) einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutsche Bank AG nach IFRS wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die DWS Investment GmbH gehört über die DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, einer unmittelbaren Tochtergesellschaft der DWS Group GmbH & Co. KGaA auch zum Konzernverbund der DWS Group GmbH & Co. KGaA, Frankfurt am Main, und wird deshalb auch in den IFRS-Konzernabschluss der DWS Group GmbH & Co. KGaA einbezogen.

Der Konzernabschluss der DWS Group GmbH & Co. KGaA nach IFRS wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Ergebnisabführung

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 beläuft sich auf Euro 732.120.389,92 (Vj. TEUR 573.491).

Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrages erfolgt eine Ergebnisabführung an die DWS Beteiligungs GmbH in Höhe von Euro 732.120.389,92 (Vj. TEUR 573.491).

 

Frankfurt am Main, 05. März 2025

Die Geschäftsführung

Dr. Liermann

Behrens

Vedda

Wolff

Anlagespiegel 2024

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2024
Euro
Anteile an verbundenen Unternehmen 33.933.592,53 0,00 30.865.841,24 3.067.751,29
Immaterielle Anlagewerte 17.354.321,61 30.865.841,24 0,00 48.220.162,85
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.061.472,14 3.293,65 0,00 4.064.765,79
55.349.386,28 30.869.134,89 30.865.841,24 55.352.679,93
Abschreibungen
Stand 01.01.2024
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2024
Euro
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Anlagewerte 17.050.108,46 3.508.319,99 0,00 20.558.428,45
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.607.471,14 308.729,65 0,00 3.916.200,79
20.657.579,60 3.817.049,64 0,00 24.474.629,24
Buchwert Buchwert
31.12.2024
Euro
31.12.2023
Euro
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.067.751,29 33.933.592,53
Immaterielle Anlagewerte 27.661.734,40 304.213,15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.565,00 454.001,00
30.878.050,69 34.691.806,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Grundlagen der Gesellschaft - Geschäftsmodell

Die DWS Investment GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, verwaltet als Kapitalverwaltungsgesellschaft Sondervermögen vorwiegend für Privatkunden und deutsche institutionelle Kunden.

Die Gesellschaft gehört zu dem Konzernverbund der DWS Gruppe und wird in den Konzern-Abschluss der DWS Group GmbH & Co. KGaA ("DWS KGaA") nach IFRS einbezogen. Die Gesellschaft gehört weiterhin der Deutsche Bank Gruppe an und wird in den Konzern-Abschluss der Deutsche Bank AG nach IFRS einbezogen.

Innerhalb der DWS Gruppe konzentriert sich die DWS Investment GmbH nach wie vor auf das Fondsgeschäft und Produkte für institutionelle Kunden.

Das Produktangebot der Gesellschaft und anderer Gesellschaften der DWS Gruppe hilft Privatanlegern und institutionellen Anlegern weltweit, ihr Vermögen zu schützen und zu mehren und bietet eine breite Palette an Investmentprodukten und -services über alle wichtigen Anlageklassen.

Das Angebot der DWS Investment GmbH umfasst neben der Verwaltung von Sondervermögen auch das Angebot von Produkten zur Altersvorsorge und deren Verwahrung. Weiterhin erbringt die Gesellschaft im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung Leistungen an nationale und internationale Kunden.

Zur alleinigen Gesellschafterin DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2023 hat die Gesellschaft einen Cash Pool Vertrag mit der DWS KGaA abgeschlossen, wobei die Salden der bei der Deutsche Bank AG geführten Bankkonten transferiert werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In der Eurozone hat die Sorge um ein zu geringes Wachstum die Sorge um hohe Inflationsraten abgelöst, da sich der Inflationsausblick insgesamt aufgehellt hat. Vor diesem Hintergrund hat die EZB im Juni mit Zinssenkungen begonnen und den Leitzins in vier Schritten auf nunmehr 3,00% gesenkt. Kurzfristig verlief die Entwicklung der Inflation in der Eurozone allerdings immer noch recht volatil. Laut Eurostat erreichte die Inflationsrate im September mit 1,7% den tiefsten Stand des Jahres, sie zog allerdings im Dezember erneut auf 2,4% an. Einerseits ist die Inflation im Dienstleistungssektor seit Ende letzten Jahres bei rund 4,0% hoch geblieben, was weiterhin eine restriktive Geldpolitik erfordert. Andererseits hat sich die europäische Wirtschaft merklich abgekühlt.

In den vergangenen Jahren prägten angebotsseitige Probleme das Bild: Schwierigkeiten in den Lieferketten, drohende Gasknappheit und Fachkräftemangel. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt und Probleme auf der Nachfrageseite dominieren. Viele Engpässe haben sich aufgelöst und die Gaspreise sind stark gefallen. Dennoch hat die restriktive Geldpolitik ihre Wirkung entfaltet, so dass sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte deutlich abgekühlt hat. In diesem Jahr hat die europäische Konjunktur wieder Tritt gefasst, getragen vor allem von den Exporten, den Konsumausgaben des Staates und einer leichten Erholung der Konsumausgaben der privaten Haushalte. Die zinssensitiven Bau- und Ausrüstungsinvestitionen wirkten zuletzt eher bremsend.

In den USA ist das Wirtschaftswachstum laut dem Bureau of Economic Analysis bisher robuster als ursprünglich erwartet. Aufwärtskorrekturen früherer Wirtschaftsdaten präzisieren das Wirtschaftsbild, insbesondere die Lage der privaten Haushalte ist etwas besser als zuvor gemeldet. Die Federal Reserve Bank überraschte mit einer unerwartet starken Zinssenkung um 50 Basispunkte im September, gefolgt von einer weiteren Senkung um 25 Basispunkte im November. Dies war möglich, da sich die Arbeitsmärkte auf ein neues Gleichgewicht abgekühlt haben, bei dem die Nachfrage weitgehend dem Angebot entspricht. Gleichzeitig kühlten sich die Inflationsraten weiter ab. Die US-Präsidentschaftswahlen gingen zugunsten des designierten Präsidenten Donald Trump aus. Dies führte zu einer gewissen Unsicherheit über die künftige Finanz-, Handels- und Migrationspolitik.

In Japan führten laut Daten des japanischen Gewerkschaftsbundes ein Wiederaufleben der Inflation und ein zunehmender Arbeitskräftemangel zu einer durchschnittlichen Lohnerhöhung von 5,1% bei den jährlichen Lohnverhandlungen im Frühjahr. Dies ist die höchste Lohnerhöhung seit 1991 und war der Auslöser für die Bank of Japan, im März ihre Politik der Negativzinsen und der Steuerung der Zinsstrukturkurve zu beenden. Stattdessen steuert sie nun den Tagesgeldsatz als Leitzins in einer Bandbreite von null bis zehn Basispunkten. Ungeachtet dessen hat der Yen aufgrund des vorherrschenden globalen Zinsumfelds weiter an Wert verloren und ist gegenüber dem US-Dollar seit Jahresbeginn um 10% gefallen.

Die chinesische Wirtschaft ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen, teilweise begünstigt durch die Wiedereröffnung nach der Pandemie. Nach einem ebenfalls starken ersten Quartal mit einem Wachstum von 5,3% kühlte sich die chinesische Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf jedoch deutlich ab. Insbesondere der anhaltend starke Rückgang der Aktivitäten im Immobiliensektor und eine Verlangsamung der Einzelhandelsumsätze ließen die Hoffnung auf eine allmähliche Stabilisierung der Wirtschaft schwinden. Der Tiefpunkt der wirtschaftlichen Aktivität wurde im dritten Quartal erreicht (4,6%). Dieses löste eine umfassende Runde wirtschaftspolitischer Stützungsmaßnahmen aus. Am 24. September kündigte die chinesische Notenbank Zinssenkungen und andere geldpolitische Lockerungen an, gefolgt von der Ankündigung fiskalpolitischer Maßnahmen durch das Politbüro und einer gemeinsamen Initiative des Wohnungsbauministeriums und anderer Institutionen zur Ankurbelung des Wohnungsbaus. Die jüngste Ankündigung erfolgte auf der Sitzung des Nationalen Volkskongresses am 8. November, auf der ein detaillierter Plan zur Verbesserung der Finanz- und Verschuldungssituation der Kommunen vorgestellt wurde. Inzwischen haben sich die Wirtschaftsdaten für Oktober und November verbessert. Dies war vor allem auf die bereits im zweiten Quartal eingeführten politischen Anreize zurückzuführen, wie z. B. das neue Subventionsprogramm für den privaten Konsum, dass "Trade-in"-Programm. Die verbesserte Stimmung wurde jedoch bald durch den Ausgang der US-Wahlen überschattet, der die Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen möglicher neuer Strafzölle gegen China lenkte.

Im Jahr 2024 profitierten die Vermögensverwalter vom nachlassenden Inflationsdruck und dem Beginn der Zinssenkungen, die zu einer Erholung der (Aktien-)Märkte führten, was ein starkes Wachstum der verwalteten Vermögenswerte unterstützte. Auf der anderen Seite blieb die makroökonomische Unsicherheit aufgrund der anhaltenden politischen Spannungen, insbesondere im Nahen Osten und des russisch-ukrainischen Konflikts, bestehen und kann ein Risiko für das Geschäft darstellen, wenn sie von nationalen oder subnationalen Regierungen oder Behörden nicht angemessen gehandhabt wird.

Die Nettomittelzuflüsse zeigten einen divergierenden Trend. Während ETFs weiterhin wuchsen und an Popularität gewannen, insbesondere beim aktiven ETF-Produktangebot, verzeichneten traditionelle aktive Fondsmanager weiterhin Abflüsse. Hochverzinsliche Bargeld- und Geldmarktprodukte weisen trotz der Änderung der Geldpolitik Zuflüsse auf, da die Anleger weiterhin vorsichtig blieben und die attraktiven Renditen mit den Marktunsicherheiten und den Änderungen der Zinspolitik abwogen. Im Gegensatz dazu wurde mit Beginn der Zinssenkungen die Nachfrage auf Alternative Vermögenswerte wieder geweckt, da die Anleger begannen, außerhalb der öffentlichen Märkte nach höheren Renditen zu suchen. Diese Nachfrage führte dazu, dass Vermögensverwalter wieder begannen, ihr Kapital für Immobilien-, Private-Debt- oder Infrastrukturprojekte einzusetzen.

Die Anpassung an neue Technologien durch generative Künstliche Intelligenz oder Automatisierung wird immer entscheidender, um die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten oder zu verbessern. Darüber hinaus blieben Produktinnovationen und ein größerer Fokus auf maßgeschneiderte Kundenlösungen ein wichtiger Faktor für zukünftiges Wachstum.

Nachhaltigkeit blieb weiterhin ein zentrales Thema für die Vermögensverwaltungsbranche. Im Jahr 2024 verzeichneten globale nachhaltige Investmentfonds weiterhin positive Nettomittelzuflüsse, jedoch niedriger als im Jahr 2023 und niedriger als der breitere Markt mit großer Volatilität in den einzelnen Regionen. Das globale Vermögen nachhaltiger Fonds ist im Jahr 2024 um 8% auf 3,2 Mrd USD gestiegen, wobei 84% des Vermögens auf Europa entfielen.

Der deutsche Markt für Investmentfonds und Vermögensverwaltung zeigt gemäß der BVI Investmentstatistik für Dezember 2024 mit EUR 1.441,2 Mrd (Vj. EUR 1.251,1 Mrd) verwalteten Vermögen für Publikumsfonds einen deutlichen Anstieg. Dies ist vor allem auf das stark verbesserte Marktumfeld im gesamten Jahresverlauf zurückzuführen, nachdem die Fed erste Zinssenkungen bereits Anfang 2024 in Aussicht gestellt hat. Der Bereich der Spezialfonds zeigt mit EUR 2.016,7 Mrd. (Vj. EUR 1.918,5 Mrd) verwalteten Vermögen ebenfalls einen Anstieg.

2.2. Geschäftsverlauf

Am 31. Dezember 2024 verwaltete die Gesellschaft 80 (Vj. 85) Retailfonds und 140 (Vj. 143) institutionelle Fonds. Aufgrund des im Jahresverlauf positiveren Marktumfeldes hat sich das verwaltete Fondsvolumen von EUR 130,8 Mrd per 31.12.2023 auf EUR 138,5 Mrd per 31.12.2024 erhöht.

Gemäß BVI hat die DWS-Gruppe ihre Führungsrolle am deutschen Retailmarkt mit 30,1% (Vj. 28,0%) ausgebaut und gehört auch im institutionellen Bereich weiterhin zu den führenden Anbietern.

Im Vorjahr hat die Gesellschaft Geschäftsanteile an der Prof. Weber GmbH gekauft, die die Markenrechte für die Marke "ARERO" hielt. Die Prof. Weber GmbH wurde im Januar 2024 auf die DWS Investment GmbH verschmolzen.

Die Gesellschaft beschäftigte in 2024 durchschnittlich 418 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj. 431).

Zentraler Fokus der Asset Management Strategie für die Gesellschaft liegt weiterhin in der Steuerung des Produktangebotes und der Erzielung nachhaltig positiver Produktperformance.

2.3. Ertragslage

Wesentliche finanzielle Ertragskomponenten der Gesellschaft sind volumenabhängige Provisionserträge aus der Verwaltung von Investmentfonds und dem Portfoliomanagement. Die Ertragslage der Gesellschaft hängt daher weitgehend von der Entwicklung der Kapitalmärkte, dem Anlageerfolg des Portfoliomanagements und dem Absatzerfolg ab.

Die Provisionserträge belaufen sich auf EUR 1.885,2 Mio (Vj. EUR 1.623,5 Mio) und enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Verwaltung eigener Fonds bzw. Erträge aus der individuellen Vermögensverwaltung sowie dem Absatz bzw. der Verwahrung von Fondsanteilen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist i.W. auf erhaltene erfolgsabhängige Managementvergütungen (Performance Fees) sowie im Jahresdurchschnitt gestiegene verwaltete Vermögenswerte zurückzuführen. Für eine nähere Darstellung der Provisionserträge verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

Die Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für bestehende Vertriebs- und Beratungskooperationen. Sie liegen 2024 korrespondierend mit der Ertragsentwicklung bei den Verwaltungsvergütungen mit EUR 699,9 Mio über Vorjahresniveau (Vj. EUR 634,6 Mio). Für eine nähere Darstellung der Provisionsaufwendungen verweisen wir auf die Darstellung im Anhang.

Das Nettoprovisionsergebnis - der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft - beläuft sich auf EUR 1.185,3 Mio (Vj. EUR 988,9 Mio). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist i.W. auf Zuwächse der Erträge aus der Verwaltung eigener Fonds und den Erträgen aus der individuellen Vermögensverwaltung zurückzuführen. Die Vorjahresprognose ging von einem leicht rückläufigen Nettoprovisionsergebnis aus ("Dem erwarteten Anstieg des Marktniveaus in 2024 steht ein anhaltender Margendruck und eine konservative Planung bei der erfolgsabhängigen Vergütung gegenüber, so dass wir von einem leicht sinkenden Nettoprovisionsergebnis in 2024 gegenüber 2023 ausgehen").

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen liegen mit EUR 458,5 Mio unter dem Vorjahresniveau (Vj. EUR 471,1 Mio). Sie setzen sich aus Personalaufwand in Höhe von EUR 96,1 Mio (Vj. EUR 104,4 Mio) und anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von EUR 362,5 Mio (Vj. EUR 366,8 Mio) zusammen. Der Rückgang des Personalaufwands ist im Wesentlichen auf die deutlich geringeren Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind i.W. aufgrund niedriger Konzernumlagen geringer als im Vorjahr.

Das nach HGB bestimmte Aufwand-Nettoprovision-Verhältnis der Gesellschaft beträgt 38,9% und hat sich gemessen am Vorjahreswert von 47,7% deutlich verbessert. Der Rückgang ist insbesondere auf die gestiegenen Provisionserträge und die rückläufigen Verwaltungsaufwendungen zurückzuführen.

Das Zinsergebnis konnte aufgrund der positiven Zinsentwicklung von EUR 16,6 Mio auf EUR 33,7 Mio gesteigert werden. Der wesentliche Posten sind die gestiegenen Zinserträge aufgrund der Guthaben aus dem Cash Pool Vertrag mit der DWS KGaA.

Die Beteiligungserträge weisen die vereinnahmten Ausschüttungen der Tochtergesellschaft DWS Investment S.A., Luxemburg, aus. Diese sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 4,4 Mio auf EUR 4,6 Mio zurückgegangen.

Die Ertragslage ist im Wesentlichen von dem Anstieg des Nettoprovisionsergebnisses und von den positiven Effekten aufgrund der Zinsentwicklung in 2024 geprägt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresergebnis von EUR 732,1 Mio ab (Vj. EUR 573,5 Mio). Das Jahresergebnis ist aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, abzuführen.

2.4. Finanz- und Vermögenslage

Die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet und im Wesentlichen geprägt durch ausreichendes Eigenkapital und eine gute Liquiditätssituation. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Gesellschaft bestehen aus Sonstigen Vermögensgegenständen (hier im Wesentlichen Guthaben aus dem Cash Pool Vertrag mit der DWS KGaA) und zum Bilanzstichtag noch nicht vereinnahmten Managementvergütungen aus dem Dezember des Geschäftsjahres sowie aus Anleihen, Aktien und nicht festverzinslichen Wertpapieren, kurzfristigen Forderungen an Kunden und immateriellen Anlagewerten (Vj. Anteilen an verbundenen Unternehmen) in Höhe von insgesamt EUR 1.655,5 Mio (Vj. EUR 1.582,8 Mio). Der Anteil dieser wesentlichen Vermögenspositionen beläuft sich auf 99,6% (Vj. 99,7%) der Bilanzsumme.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 806,1 Mio (Vj. EUR 679,5 Mio) bestehen im Wesentlichen aus kurz- bis mittelfristig konzerninternen Verbindlichkeiten unter welchen auch die Gewinnabführung an die DWS Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, ausgewiesen ist. Der Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der höheren konzerninternen Verbindlichkeit für die Gewinnabführung und dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Konzernumlagen.

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 462,4 Mio (Vj. EUR 453,8 Mio) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen im Personalbereich einschließlich Pensionsrückstellungen und übrigen Rückstellungen (u.a. für Vertriebsprovisionen und gruppeninterne Leistungsverrechnungen). Zudem hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit der Auflegung von Altersvorsorgeprodukten Kapitalerhaltungszusagen gegeben, welche durch entsprechende Rückstellungen in voller Höhe gedeckt sind. Für eine nähere Darstellung der Eventualverbindlichkeiten aus diesen Kapitalerhaltungszusagen verweisen wir auf die Darstellung im Anhang. Die Rückstellungen sind ausreichend bemessen.

Am 18. Dezember 2024 wurde das Nachrangdarlehen über EUR 60,0 Mio (Vj. EUR 60,0 Mio), welches als Maßnahme zur weiteren Kapitalunterstützung seitens der DWS KGaA ausgereicht wurde, vollständig zurückgeführt.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich wie im Vorjahr auf EUR 393,6 Mio.

Bei einer Bilanzsumme von rd. EUR 1.662,2 Mio (Vj. EUR 1.588,0 Mio) beläuft sich der Anteil des Eigenkapitals auf 23,7% (Vj. 24,8%).

Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet und die Gesellschaft konnte ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen. Der Überschuss der liquiden Mittel als Saldo der kurzfristigen Forderungen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag EUR 578,3 Mio (Vj. EUR 592,7 Mio). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist i.W. auf den Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen, aufgrund der höheren konzerninternen Verbindlichkeit für die Gewinnabführung. Der Überschuss der liquiden Mittel besteht i. W. aus den Guthaben aus dem Cash Pool Vertrag mit der DWS KGaA.

Die Vermögens- und wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist geordnet und vor dem Hintergrund des geschilderten Markt- und Branchenumfelds als insgesamt zufriedenstellend zu beurteilen.

2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft (Netto-Provisionsergebnis) wurde unter Punkt 2.3 - Ertragslage bereits diskutiert.

Bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind neben dem verwalteten Fondsvolumen (siehe hierzu auch Punkt 2.2 - Geschäftsverlauf) die Performance der Produkte und das Serviceangebot. Die Planung und Steuerung dieser nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erfolgt jedoch auf gesellschaftsübergreifender Ebene der DWS Gruppe unter Einbindung der Geschäftsführung der DWS Investment GmbH.

Auch in 2024 erhielt die DWS Gruppe wieder eine Vielzahl von Auszeichnungen für die Produktplatte und den Stand des Serviceangebotes.

Eine weiterhin ziel- und leistungsbasierte Personalpolitik soll bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Ebenen der Gesellschaft ein unternehmerisches Denken fördern. Unterstützt wird dies durch variable Vergütungskomponenten, die sich an der Erreichung individueller- und gruppenbezogener sowie langfristiger Leistungsziele orientieren. Darüber hinaus sind auch entsprechende Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft sowie der DWS Gruppe und der Deutsche Bank Gruppe zu nennen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Risikobericht

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erfordert ein adäquates Risikomanagementsystem. Hierbei ist die Gesellschaft insbesondere in das konzernweite Risikomanagementsystem der DWS Gruppe sowie der Deutsche Bank Gruppe einbezogen.

Das Risikomodell erfasst alle relevanten Risikoarten (insbesondere operationelle Risiken, Markt-, Adressausfall- und Liquiditätsrisiken) und den Risikomanagementprozess bestehend aus Risikostrategie, Identifizierung, Analyse, Kommunikation und Steuerung.

Die strategische Risikoausrichtung wird unter Berücksichtigung der konzernweiten Einbindung und Verantwortlichkeit der Geschäftsführung festgelegt. Der Risikoappetit, welcher quantitative und qualitative Maßnahmen für die Geschäftstätigkeit der DWS Investment GmbH festlegt und in das Risk Management Framework der DWS eingebettet ist, wird im Risikoappetit -Statement festgelegt und durch die Geschäftsleitung jährlich genehmigt. Die Risikoposition der Gesellschaft wird mittels systematischer Identifizierung von Risikopotentialen gesteuert. Zudem werden auf Basis regelmäßig durchgeführter Risikoanalysen und deren Kommunikation entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Die Gesellschaft hat die Compliance- und Audit-Funktionen an die DWS KGaA ausgelagert. Die Compliance und Audit-Abteilungen bei der DWS KGaA sind in das von der Deutsche Bank Gruppe entwickelte Konzept für Compliance und Audit eingebunden und nehmen ihre Aufgaben unabhängig, risikoorientiert und prozessunabhängig wahr.

Risiken, welche den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

3.1.1. Nichtfinanzielles Risiko

Das nichtfinanzielle Risiko umfasst das operationelle Risiko sowie das Reputationsrisiko.

Operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen und Systemen, durch menschliches Versagen oder infolge externer Ereignisse, einschließlich des Rechtsrisikos, eintreten. Diese Definition umfasst keine Geschäfts- und Reputationsrisiken.

Das Reputationsrisiko ist das Risiko möglicher Schäden an unserer Marke und unserem Ruf. Das damit verbundene Risiko beziehungsweise die Auswirkung auf unsere Erträge, unser Kapital oder unsere Liquidität entsteht durch Assoziationen, Handlungen oder Nichthandlungen, die von Stakeholdern als unangemessen, unmoralisch oder nicht mit unserem Verhaltenskodex (Code of Conduct) vereinbar wahrgenommen werden könnten.

Nichtfinanzielle Risiken sind unserem Geschäftsmodell inhärent. Wir haben interne Risikosteuerungs- und Kontrollprozesse implementiert, nutzen Risikosteuerungsinstrumente sowie -konzepte. Unser integrierter Ansatz über den Risikomanagement Lebenszyklus hinweg ermöglicht eine fundierte Identifizierung, Bewertung, Minderung und Überwachung der wichtigsten nichtfinanziellen Risiken. Jegliches Versagen in Bezug auf wichtige nichtfinanzielle Risiken, durch externe oder interne Faktoren beeinflusst, könnte erhebliche finanzielle, regulatorische oder Reputationsauswirkungen haben.

Unser Geschäft ist im Wesentlichen den nachfolgenden nichtfinanziellen Risiken ausgesetzt:

Treuhänderische Verpflichtungen: Als Vermögensverwalter sind wir dem Risiko ausgesetzt, dass wir unsere treuhänderischen Verpflichtungen, die Interessen unserer Kunden immer an erste Stelle zu stellen, nicht einhalten. Das erfordert eine Abwägung zwischen den verschiedenen Interessen, um unangemessene Konflikte zu vermeiden. Dabei müssen wir bestimmte Veröffentlichungsanforderungen, regulatorische Anforderungen, Prinzipien und vertragliche Vereinbarungen sowie bestimmte Veröffentlichungspflichten berücksichtigen.

Informationssicherheit: Wir sind dem Risiko ausgesetzt, dass unser Geschäft nicht ausreichend vor Informationssicherheitsrisiken wie etwa gezielten Cyberangriffen geschützt ist. Die Finanzindustrie ist einem weiterhin erhöhten Bedrohungspotential durch Cyberangriffe und anderen Formen der Internetkriminalität, auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklung und des technologischen Fortschritts, ausgesetzt. Direkte oder indirekte gezielte Angriffe können unsere Fähigkeit beeinträchtigen, unseren treuhänderischen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden zuverlässig nachzukommen.

Transformation: Der Aufbau einer hybriden Infrastruktur mit der Deutschen Bank könnte wesentliche Auswirkungen auf unser Risikoprofil im Hinblick auf strategische wie auch operative Risiken haben. Im Hinblick auf nichtfinanzielle Risiken sind wir Transformationsrisiken ausgesetzt, da wir ausgewählte operative Plattformen ersetzen, neue Technologien (einschließlich der Nutzung künstlicher Intelligenz) einführen und mit neuen externen Dienstleistern zusammenarbeiten. Alle Aktivitäten in diesem Zusammenhang werden engmaschig überwacht, um sicherzustellen, dass angemessene Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz unseres Unternehmens, unserer Mitarbeitenden und unserer Kunden, im Einklang mit regulatorischen Vorgaben, vorhanden sind.

Regulatorische Entwicklungen: Die laufende Weiterentwicklung der regulatorischen Anforderungen für die Asset Management Industrie, wie z. B. in Bezug auf Nachhaltigkeit, Veröffentlichungen zur Informationstechnologie oder Aufbewahrungspflichten, stellen uns vor Herausforderungen hinsichtlich der zeitnahen Identifikation, Interpretation und Implementierung. Die Nichteinhaltung der für uns geltenden Gesetze und Vorschriften könnte uns einem materiellen nichtfinanziellen Risiko aussetzen.

Dienstleister: Dienstleister unterstützen uns dabei, erfolgreich unsere Geschäftsaktivitäten zu erbringen und unseren treuhänderischen Verpflichtungen nachzukommen. Die Abhängigkeit von unseren Zulieferern hat sich in den letzten Jahren erhöht. Unzureichende Überwachung von Zulieferern kann sich nachteilig auf unsere Geschäftsstabilität auswirken.

Die Steuerung nichtfinanzieller Risiken folgt dem Konzept der drei Verteidigungslinien (LoD) mit dem Ziel, den Konzern, unsere Kunden und Aktionäre vor dem Risiko wesentlicher finanzieller, regulatorischer oder Reputationsschäden zu schützen. Das Konzept soll sicherstellen, dass alle unsere nichtfinanziellen Risiken identifiziert und abgedeckt werden, die Verantwortlichkeiten für die Steuerung nichtfinanzieller Risiken klar zugeordnet sind und Risiken im besten und langfristigen Interesse unseres Geschäfts und unserer Stakeholder bewusst eingegangen und gesteuert werden. Das drei LoD-Konzept und seine Grundsätze gelten auf allen Ebenen der Organisation.

Die Identifizierung, Bewertung und Entscheidung zur aktiven Steuerung des Operationellen Risikos sind fortwährend zu gewährleisten. Die Gesellschaft unterliegt hierzu den Vorgaben der DWS Gruppe, die sich an den Vorgaben der Deutsche Bank Gruppe orientiert.

Zur Steuerung unserer nichtfinanziellen Risiken definiert das Operational Risk Management Framework zusammenhängende Instrumente und Verfahren, die auf das Rahmenwerk des Deutsche-Bank-Konzerns abgestimmt sind. Das Operational Risk Management Framework wurde entwickelt, um einen umfassenden Ansatz für das Management der wichtigsten nichtfinanziellen Risiken über den gesamten Lebenszyklus der Risikosteuerung hinweg bereitzustellen. Dieser Ansatz ermöglicht es uns, unser nichtfinanzielles Risikoprofil vor dem Hintergrund unseres Risikoappetits zu bestimmen, nichtfinanzielle Risikobereiche und Risikokonzentrationen systematisch zu identifizieren und risikomindernde Maßnahmen und Prioritäten zu definieren. Unser Ansatz zur Identifizierung und Folgenabschätzung zielt darauf ab, sicherzustellen, dass wir die Auswirkungen dieser Risiken auf unsere Finanzergebnisse, langfristigen strategischen Ziele und unsere Reputation mindern. Schlüsselkonzepte und Prozesse für die Steuerung unserer nichtfinanziellen Risiken sind die Verlustdatensammlung, Lesson-Learned-Analysen, Szenario-Analysen, die Überwachung einer nachhaltigen Risikominderung, Transformationsrisikobewertungen sowie Risiko- und Kontrollbewertungen.

Zur Quantifizierung der Operationellen Risiken wird auf DWS Gruppenebene ein Loss-Distribution Ansatz verwendet; auf DB Gruppenebene erfolgt ein fortgeschrittener Messansatz (Advanced Measurement Approach), der ebenfalls einem Loss-Distribution Ansatz entspricht.

Wir haben ein dezidiertes Rahmenwerk für das Management von Reputationsrisiken, welches den Prozess, inklusive der Rollen und Verantwortungen zur Unterstützung der Identifikation, Bewertung, Verwaltung und Berichterstattung von Reputationsrisiken darlegt. Das Reputational Risk Committee der DB Gruppe ist der Ausschuss, der für eine proaktive Entscheidungsfindung sowie Überwachung, Steuerung und Koordination des Managements von Reputationsrisiken zuständig ist.

Wir streben danach sicherzustellen, dass das Reputationsrisiko mit unserer Geschäftsstrategie und dem Gesamtrisikoprofil übereinstimmt. Das Reputationsrisiko kann nicht gänzlich verhindert werden und hängt unter anderem von unvorhersehbaren Änderungen in der Wahrnehmung von Praktiken durch verschiedene Stakeholder wie Öffentlichkeit, Kunden, Aktionäre und Aufsichtsbehörden ab. In Übereinstimmung mit unserer treuhänderischen Verantwortung bemühen wir uns, das Reputationsrisiko unseres Unternehmens gegen das wirtschaftliche Interesse unserer Kunden abzuwägen. Wir haben keinen Appetit für Verstöße gegen Gesetze und Vorschriften, einschließlich Sanktionen und Embargos.

3.1.2. Rechtsrisiken

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt weiterhin zu ESG-bezogenen Themen. Wir befinden uns in Gesprächen mit der Staatsanwaltschaft, um das ESG-Verfahren abzuschließen, wobei ein Ergebnis noch nicht feststeht.

Zivilrechtlich wurden Gesellschaften des DWS-Konzerns von vereinzelten Fondsanlegern in Bezug auf Investitionen in deutsche und luxemburgische Fonds verklagt. Neben der DWS sind weitere Kapitalverwaltungsgesellschaften von derartigen Klagen betroffen. Diese beziehen sich auf die Geltung und Wirksamkeit von einzelnen Klauseln in Anlagebedingungen und im Speziellen der Kostenklauseln. Wir verteidigen uns gegen die wenigen noch anhängigen Klagen. Der Ausgang dieser Verfahren ist gegenwärtig noch nicht absehbar. Negative Gerichtsentscheidungen könnten über die einzelnen Gerichtsverfahren hinaus Auswirkungen haben, deren Ausmaß derzeit nicht zuverlässig eingeschätzt werden kann.

3.1.3. Sonstige Risiken

Makroökonomie:

Die politische Unsicherheit hat nach den US-Wahlen im Jahr 2024 deutlich zugenommen. Insbesondere die aktive Handels- und Außenpolitik der neuen US-Regierung stellt ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft dar. Eine Tendenz zur stärkeren Verfolgung nationaler Interessen und Schutzmaßnahmen auf Kosten multilateraler Rahmenwerke und Organisationen würde die Unsicherheit erhöhen, das Wirtschaftswachstum belasten und könnte die Inflation erheblich beeinflussen. Große Volkswirtschaften innerhalb der EU, insbesondere Deutschland, stehen vor Wahlen und Herausforderungen mit instabilen parlamentarischen Mehrheiten. Ein potenzieller Mangel an Führung könnte die politische Entscheidung der EU erschweren, z. B. in Bezug auf Umgestaltung des Haushalts, die Sicherheit der Verteidigung und wirtschaftspolitische Reformen. Diese Auswirkungen könnten durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten, den russischen Krieg in der Ukraine oder die Spannungen zwischen China und Taiwan verstärkt werden. Diese Entwicklung könnte Auswirkungen auf Lieferketten und Rohstoffpreise haben. Die Aussichten im Zusammenhang mit dem russischen Krieg haben sich weiter verkompliziert. Das Risikoszenario hat sich von einem Zermürbungskrieg zu einem zunehmenden Risiko entwickelt, in welchem die Ukraine Regionen an Russland verliert. Die Situation bestätigt die Sicherheitsbedenken in Osteuropa und könnte die Risikoprämien erhöhen. Eine höhere Inflation würde die Zentralbanken dazu veranlassen, wieder in einen Zinserhöhungszyklus einzutreten und das Risiko einer weltweiten Rezession erhöhen.

Die Tragfähigkeit der Schulden ist nach wie vor besorgniserregend und stellt ein Risiko für die Finanzstabilität dar. Die öffentliche Verschuldung befindet sich weiterhin auf Rekordniveau und die Möglichkeit einer Reduzierung bleibt begrenzt, da der Bedarf an Ausgaben für Verteidigung, Soziales, Infrastruktur und Klimawandel hoch bleibt. Auch Teile des Privatsektors haben sich während des Niedrigzinsumfelds des vergangenen Jahrzehnts hoch verschuldet und könnten bei Fälligkeit von Schuldenfinanzierung mit Zahlungsausfällen konfrontiert werden. Schwellenländer, die sich in erheblichem Umfang in Fremdwährung verschulden, sind anfällig für Zinsschwankungen.

Eine Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds und eine erhöhte Unsicherheit könnten eine höhere Volatilität und ein Abwärtspotenzial für die Finanzmärkte bedeuten. Währenddessen könnte die Risikobereitschaft der Anleger abnehmen, der Verkaufsdruck steigen und folglich zu Liquiditätsengpässen in bestimmten Marktsegmenten kommen. Diese Effekte könnten zu einer negativen Performance, geringeren verwalteten Vermögenswerten und entsprechend geringeren Gebühreneinnahmen an den jeweiligen Märkten führen. Zudem könnten sich negative Auswirkungen auf die Ergebnisse unserer Geschäftstätigkeit und unser Geschäft mit oder in den jeweiligen Ländern sowie auf unsere strategischen Pläne ergeben.

Digitalisierung:

Durch grundlegende Veränderungen und Trends im Kundenverhalten sowie durch neue digitale Technologien befindet sich die Vermögensverwaltungsbranche in einem anhaltenden Wandel. Wir wollen auf diese primär digital getriebenen Veränderungen die richtigen Antworten finden, aber dies erfordert eine fokussierte Ausrichtung unseres Unternehmens auf Technologie und Daten. Wenn wir die Suche nach diesen Antworten nicht aktiv vorantreiben, besteht die Gefahr, dass andere Anbieter uns Marktanteile abnehmen und unser Wachstum behindern. Zum Beispiel nutzen jüngere Kunden weiterhin häufiger Neo-Broker und kaufen Anlageprodukte selbstbestimmt, anstatt auf Basis der traditionellen Anlageberatung und konzentrieren sich vermehrt auf Sparpläne.

Während wir einen deutlichen Fortschritt bezüglich der regulatorischen Rahmenbedingungen und des Kunden- und Verbraucherschutzes durch die Einführung von MiCAR sehen, bleiben der allgemeine regulatorische Rahmen und rechtliche Implikationen mit Hinblick auf die Digitalisierung in gewissem Umfang unsicher. Mit zunehmender Digitalisierung könnten Cyberangriffe zu Technologieausfällen, Sicherheitslücken, unberechtigtem Zugriff, Datenverlust oder -zerstörung oder zum Ausfall von Diensten führen. Wir gehen davon aus, dass unsere Geschäftstätigkeiten einen wachsenden Bedarf an Investitionen in digitale Infrastruktur, Produkt- und Prozessressourcen haben werden, um das Risiko eines potenziellen Marktanteilverlusts zu verringern.

Nachhaltigkeit:

Wir beobachten eine differenzierte Kundennachfrage nach Produkten und Dienstleistungen, die ESG-Faktoren berücksichtigen. Darüber hinaus entwickelt sich das regulatorische Umfeld kontinuierlich weiter, was die Notwendigkeit mit sich bringt, unser Produktangebot sowie unsere Anlagemöglichkeiten weiterzuentwickeln, um den sich ändernden Kundenanforderungen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

Im Jahr 2024 setzten die Aufsichtsbehörden die Prüfung potenziell ungenauer, vager oder irreführender Aussagen in Bezug auf die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfaktoren in Anlageprozessen oder Produktmerkmalen fort. Darüber hinaus führen regionale regulatorische Unterschiede und unterschiedliche Marktstandards zu einem erhöhten regulatorischen Risiko und höheren Kosten bei der Bearbeitung regulatorischer Anfragen und Anforderungen an erweiterte Offenlegungen. Die oben genannten Auswirkungen können einen Einfluss auf verschiedene traditionelle Risikoarten haben, einschließlich, aber nicht beschränkt auf strategische und nichtfinanzielle Risiken. Wenn der Eindruck entsteht, dass wir Stakeholder über unsere Geschäftsaktivitäten in die Irre führen oder wenn wir unsere erklärten Netto-Null-Ziele nicht erreichen, könnten wir einem Reputationsrisiko ausgesetzt sein, das zu Reputationsschäden führt und sich auf unsere mittelfristigen Wachstumsziele für verwaltetes Vermögen und unsere Fähigkeit zur Umsatzgenerierung auswirkt. Um diesen sich verändernden regulatorischen und Kundenerwartungen gerecht zu werden, implementieren und entwickeln wir ESG-bezogene Richtlinien, Daten, Methoden und Prozesse kontinuierlich weiter.

Regulierung und Aufsicht:

Regulatorische Reformen und eine verstärkte regulatorische Kontrolle im Allgemeinen hatten und haben erhebliche Auswirkungen auf uns und können unser Geschäft und unsere Fähigkeit, strategische Pläne umzusetzen beeinträchtigen.

Diese Reformen können zu einer erhöhten Planungsunsicherheit, einer höheren Kostenbasis oder einem höheren Kapitalbedarf führen und somit unser Geschäftsmodell, unsere Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie das Wettbewerbsumfeld im Allgemeinen erheblich beeinträchtigen. Dieses Risiko kann sich negativ auf unsere mittelfristigen Ziele auswirken. Abhängig von den Änderungen des bestehenden Rahmens für Kleinanleger, die als Teil der EU-Kleinanlegerstrategie mit möglichen Änderungen von MiFID, UCITS oder PRIIPS, umgesetzt werden, könnten die Produktlandschaft und die Struktur der Finanzindustrie insgesamt (einschließlich der Gestaltung und des Vertriebs von Finanzprodukten) betreffen. Insbesondere das diskutierte vollständige Verbot von Anreizen für Vertriebspartner würde den Finanzsektor in der EU, einschließlich uns als Vermögensverwalter, erheblich beeinträchtigen. Zusammen mit der Branche sind wir der Meinung, dass der Weg des Anlegers vereinfacht werden sollte, indem redundante Tests, übermäßige Offenlegungen und Einheitslösungen für Benchmarks, die Investitionen übermäßig komplex machen und Kleinanleger abschrecken, abgeschafft werden sollten. Der Fokus sollte auf relevanten Offenlegungen liegen, welche die wichtigsten Vorteile hervorheben, wie ESG-Charakteristiken, qualitative Aspekte, welche die Anlageentscheidung steuern, und die Bedeutung von langfristigen Investitionen hervorheben.

Anlage liquider Mittel:

Die DWS Investment GmbH ist Teil des Cash Pools, der in 2023 in der DWS Group GmbH & Co. KGaA etabliert wurde, um die EUR-Liquidität unserer wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften zu konzentrieren.

Dabei werden täglich die Kontoguthaben der Gesellschaft automatisch an die DWS Group GmbH & Co. KGaA übertragen bzw. ein etwaiger negativer Saldo ausgeglichen. Die Geschäftsleitung der Gesellschaft erhält regelmäßig eine Übersicht über die Bestände des Cash Pools.

Aufgrund ihres Geschäftsmodells hat die Gesellschaft geringes Kreditrisiko und ein stabiles Liquiditätsrisikoprofil.

Adressenausfallrisiken ergeben sich primär aus konzerninternen Forderungen an die DWS Group GmbH & Co. KGaA im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling. Adressenausfallrisiken sind Teil der Risikotragfähigkeitsrechnung der Gesellschaft und werden durch Risikodeckungsmasse abgedeckt. Diese werden regelmäßig berechnet und an die Geschäftsleitung der Gesellschaft berichtet.

Die Überwachung der Liquiditätsrisiken erfolgt insbesondere durch die Berechnung eines Liquiditätsüberschusses durch die Abteilung Finance. Dabei wird der Liquiditätsbedarf von den liquiden Mitteln abgezogen. Diese werden regelmäßig berechnet und an die Geschäftsleitung der Gesellschaft berichtet.

Kapitalisierung:

Die Gesellschaft hat zudem zur Deckung der Pensionsverpflichtungen Anteile an von der Gesellschaft aufgelegten Investmentvermögen, die an einen Vermögenstreuhänder übertragen wurden, erworben. Hierbei handelt es sich überwiegend um Anlagen in Rentenfonds. Der beizulegende Zeitwert dieses Deckungsvermögens wird für Rechnungslegungszwecke mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der Deckungsgrad der Pensionsverpflichtungen durch diese Vermögensgegenstände wird von der Gesellschaft regelmäßig überwacht. Zum Bilanzstichtag ergibt sich wie im Vorjahr ein Passivüberhang, der unter dem Bilanzposten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen wird. Aus dem Bereich Pensionsverpflichtungen sind aktuell keine wesentlichen Risiken zu erwarten.

Im Zusammenhang mit den Kapitalerhaltungszusagen im Rahmen der Altersvorsorgeprodukte ergeben sich jedoch aufgrund der Reagibilität auf Änderungen des Zinsumfeldes dieser Produkte über mögliche Rückstellungszuführungen bzw. -auflösungen potenzielle deutliche Belastungen bzw. deutliche positive Effekte für die Ertragslage der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden im Zusammenhang mit den Kapitalerhaltungszusagen von der Gesellschaft zusätzliche Rückstellungen in Höhe von EUR 51 Mio (Vj. EUR 1 Mio ertragswirksam aufgelöst) gebildet.

Um sich gegen die Auswirkungen weiter rückgehender Zinsen ökonomisch abzusichern, hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 eine langlaufende festverzinsliche Anleihe erworben, die nach wie vor gehalten wird. Daneben besteht ein in diesem Zusammenhang abgeschlossener Zinsswap.

Sowohl die Anpassung der Rückstellung für die Kapitalerhaltungszusagen als auch die Bewertungseffekte auf die festverzinsliche Anleihe und den Zinsswap schlagen sich in der GuV nieder. Obwohl die Effekte vom Grundsatz her gegenläufig sind, kompensieren sie sich nicht vollständig, da die Absicherungsgeschäfte nur Teile der (Zins-)risiken absichern.

Für die Gesellschaft liegen die Risiken der künftigen Ertragsentwicklung hauptsächlich in einer nicht erwartungsgemäßen Entwicklung ihres verwalteten Vermögens. Ursache hierfür können sowohl ein möglicher Rückgang der Marktpreise als auch aktive Mittelabzüge durch unsere Kunden sein.

Die Entwicklung des verwalteten Vermögens sowie der Mittelzu- und -abflüsse werden seitens der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und der Geschäftsführung kommuniziert. Hierbei werden im Rahmen regelmäßiger Stresstestanalysen auf Gesellschaftsebene die wesentlichen Risiken erfasst und quantifiziert.

Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse stellt die Gesellschaft das Risikodeckungskapital (hier: Höhe des haftenden Eigenkapitals zzgl. des um einen Risikoabschlag geminderten Planergebnisses der Folgeperiode sowie berücksichtigungsfähige Gewinnvorträge von Tochtergesellschaften abzgl. der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen nach §25 (4) und (6) KAGB) dem Risikokapitalbedarf regelmäßig gegenüber (hier: ökonomisches Kapital der Gesellschaft auf Basis der identifizierten Risiken mit einem Konfidenzniveau von 99 %). Die Abdeckung des Risikokapitalbedarfs durch das Risikodeckungskapital war im Geschäftsjahr durchgehend gewährleistet. Zudem überwacht die Gesellschaft kontinuierlich die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen nach § 25 KAGB, um deren Einhaltung über das Vorhandensein ausreichender Eigenmittel sicherzustellen.

3.2. Prognosebericht (inkl. Chancenbericht)

Ausblick auf die Weltwirtschaft:

Die folgenden Abschnitte geben einen Überblick über unsere Erwartungen für die Gesellschaft und ihr Geschäftsumfeld im Geschäftsjahr 2025. Die Kapitel zum Ausblick für die Weltwirtschaft und die Vermögensverwaltungsbranche spiegeln unsere allgemeinen Erwartungen hinsichtlich der zukünftigen Wirtschafts- und Branchenentwicklung wider. Sie basieren im Wesentlichen auf unserem CIO View, einer internen Prognose unseres Chief Investment Office zu makroökonomischen Themen, Finanzmärkten, einzelnen Anlageklassen und Marktrisiken. Im Rahmen unserer treuhänderischen Verantwortung nutzen wir diese Sichtweise als Grundlage für unsere Produktinvestitions- und Entwicklungsentscheidungen und teilen sie mit unseren Kunden.

Wir gehen davon aus, dass die europäische Wirtschaft weiterhin nur schwach wachsen wird, wobei sich die Wachstumstreiber jedoch abwechseln werden. So dürften der robuste Arbeitsmarkt, steigende Löhne und Gehälter sowie eine niedrigere Inflation den privaten Konsum in diesem Jahr wieder zur Stütze des Wachstums machen. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften von den niedrigeren Zinsen profitieren. Die rückläufigen Baugenehmigungen deuten darauf hin, dass es noch einige Zeit dauern wird, bis auch von der Bauwirtschaft wieder positive Impulse für die Gesamtwirtschaft ausgehen. Die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten dürfte allerdings die europäische Wirtschaft belasten, zum einen wegen der angekündigten Zölle, die auch US-Importe aus Europa treffen würden, zum anderen wegen der gestiegenen Unsicherheit über die weitere Handelspolitik und der erhöhten geopolitischen Risiken, die zu einer gewissen Investitionszurückhaltung führen dürften. Insgesamt erwarten wir für die Eurozone ein Wirtschaftswachstum von 0,7% in 2024 und knapp 1% in 2025. Die Inflationsrate dürfte in 2024 bei knapp 2,5% und in 2025 bei rund 2% liegen. Vor diesem Hintergrund dürfte die EZB die im Sommer begonnene Normalisierung der Leitzinsen schrittweise fortsetzen.

Aufgrund des Wahlausgangs in den USA und zum Teil aufgrund der besseren Dynamik in der Vergangenheit erwarten wir für die Zukunft ein robustes Wirtschaftswachstum in den USA. Gleichzeitig sind wir nicht allzu optimistisch, da die meisten Vorhaben aus dem Wahlkampf wahrscheinlich nicht umgesetzt werden können. Mit Blick auf die wichtigsten fiskalpolitischen Vorschläge betonen wir, dass die vorgeschlagene Verlängerung des "Tax Cut and Jobs Act" eher den Status quo bis 2026 sichert als eine echte fiskalpolitische Unterstützung darstellt. Die anhaltende Unterstützung der Nachfrage und die wahrscheinlichen Auswirkungen der Zoll- und Migrationspolitik könnten weiterhin zu einer etwas höheren Inflation führen. Wir rechnen zwar nicht mit einer deutlichen Beschleunigung der Inflation, gehen aber auch nicht davon aus, dass die US-Notenbank in der Lage sein wird, die Leitzinsen auf ein neutrales Niveau in 2025 zu senken.

Nach einem instabilen Jahresbeginn wird erwartet, dass die japanische Wirtschaft über ihre potenzielle Wachstumsrate hinauswachsen wird, wobei der private Konsum dank der erwarteten Erholung der Realeinkommen der Wachstumsmotor sein dürfte. Die Bank of Japan dürfte ihren vorsichtigen Normalisierungskurs fortsetzen und nicht nur die Leitzinsen weiter anheben, sondern auch das Volumen der Käufe von Staatsanleihen reduzieren.

Die Schwierigkeiten im ehemals dominierenden, spekulativen und verschuldeten Wohnungsmarkt bedeuten eine Belastung des Wirtschaftswachstums in China durch den Immobiliensektor, der auch im kommenden Jahr anhalten wird. Während die im Herbst 2024 angekündigten politischen Stützungsmaßnahmen die Auswirkungen im Jahr 2025 abfedern werden, ist mit der neuen US-Regierung eine weitere Runde deutlich höherer US-Zölle auf Importe aus China vom Risiko- zum Hauptszenario geworden. Der Konjunkturausblick ist nun mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Wir gehen davon aus, dass die angedrohten neuen Zölle von 60% auf Waren aus China nicht in dieser extremen Höhe eingeführt werden. Wir unterstellen in unserer Prognose neue Zölle von 35%. Wir gehen davon aus, dass höhere Exporte in andere Länder sowie wirtschaftspolitische Stützungsmaßnahmen die negativen Auswirkungen auf die Wachstumsaussichten für 2025 auf etwa 0,5% geringeres BIP-Wachstum im Jahr 2025 begrenzen werden. Die Inflation dürfte gedämpft bleiben und von 0,5% im Jahr 2024 auf 1,3% im Jahr 2025 ansteigen. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf Basiseffekte zurückzuführen. Da sich das politische Unterstützungsprogramm auf Strukturreformen konzentriert, dürfte es nicht gegenläufig wirken. Es sollte aber dazu beitragen, die Befürchtung einer Deflationsspirale zu zerstreuen.

Vermögensverwaltungsbranche:

Wir glauben, dass mehrere wichtige Trends weiterhin Wachstumsmöglichkeiten für die Vermögensverwaltungsbranche bieten, aber auch Herausforderungen darstellen werden:

Produktangebot: Die Nachfrage nach ETFs wächst weiter. Aktive ETF-Strategien verzeichnen ein weiteres deutliches Wachstum und einen Anstieg der Nettomittelzuflüsse, wodurch Vermögensverwalter ihr Produktangebot an ETFs zusätzlich zu ihren passiven Strategien ausweiten. Die Diversifizierung scheint der Haupttreiber für diese Verschiebung zu sein. Darüber hinaus investieren Vermögensverwalter auf der Suche nach höheren Renditen und Diversifikation weiterhin in alternative Anlageklassen, wobei insbesondere die Privatmärkte weiter an Dynamik gewinnen werden.

Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ist zu einem wichtigen Merkmal der Vermögensverwaltungsbranche geworden. Viele institutionelle Anleger haben ESG-Ziele und -Erwägungen in ihre Anlageziele aufgenommen, wobei immer mehr Netto-Null-Ziele festgelegt haben. Neue Vorschriften und Berichtsstandards wie die Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, werden die Datenqualität weiter verbessern und die Entscheidungsfindung und das Vertrauen stärken in das ESG Label. Es wird erwartet, dass die Nachfrage nach ESG-Produkten weiter von europäischen Anlegern gestützt wird, während die Nachfrage in den USA stärker fragmentiert und politisiert ist.

Digitalisierung: Technologie steht für die meisten Vermögensverwalter nach wie vor im Fokus. Die breitere Einführung von künstlicher Intelligenz und Big Data erweitert die Produktauswahl und verbessert die Leistung und den Vertrieb, während der verstärkte Einsatz intelligenter Automatisierung dazu beiträgt, Prozesse zu vereinfachen, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. Die Digitalisierung führt auch zum Aufkommen neuer Anlageklassen und könnte möglicherweise einige alternative Anlageklassen "demokratisieren", da Vermögensverwalter die Tokenisierung vorantreiben wollen.

Geographische Vermögensverlagerung: Schwellenländer, vor allem in Asien, werden weiterhin wichtige Treiber des künftigen Branchenwachstums sein und neue Möglichkeiten für Vermögensverwalter bieten, da lokale Anleger ihren Anlagehorizont weltweit erweitern und nach Anlagelösungen suchen.

Marktkonsolidierung: Die Skalierbarkeit und die Fähigkeit, vielfältige Investitionsmöglichkeiten anzubieten, sind zunehmend von zentraler Bedeutung für die Fähigkeit von Managern, sich erfolgreich am Markt zu behaupten. Vermögensverwalter sind besonders bestrebt, ihre Größe zu erhöhen und/oder neue Fähigkeiten hinzuzufügen, insbesondere in alternativen Investitionen (private Märkte) und in Fintech durch Ergänzungen, sowohl Mehrheits- als auch Minderheitsbeteiligungen und Partnerschaften.

Margendruck: Der Druck auf Gebühren und Kosten wird anhalten, verursacht durch höhere Regulierungs- und Compliance-Kosten, verschärften Marktwettbewerb und die anhaltende Verlagerung von Anlegern hin zu groß angelegten passiven Produkten mit niedrigeren Gebühren.

Demografische Entwicklung: Die höhere Lebenserwartung erhöht die finanzielle Belastung für die Rentensysteme, insbesondere für leistungsorientierte Pläne. Die Regierungen versuchen, auf beitragsorientierte Modelle umzusteigen, bei denen das Risiko auf den Einzelnen übertragen wird. Folglich würden Reformen der Rentensysteme den Vermögensverwaltern die Möglichkeit bieten, maßgeschneiderte Altersvorsorgeprodukte anzubieten.

Angesichts dieser Herausforderung konzentrieren wir uns weiterhin auf innovative und nachhaltige Produkte und Dienstleistungen, bei denen wir unsere Kunden im aktuellen anspruchsvollen Umfeld differenzieren und so am besten betreuen können, während wir weiterhin mit einer strengen Kostendisziplin arbeiten.

Innerhalb der DWS Gruppe bietet die Gesellschaft privaten und institutionellen Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum.

Die Angebotspalette als Kapitalverwaltungsgesellschaft nach dem KAGB umfasst im Wesentlichen die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen sowie die Finanzportfolioverwaltung für nationale und internationale Kunden.

In Anbetracht der aktuellen makroökonomischen Aussichten und der Herausforderungen in der Vermögensverwaltungsbranche werden wir uns auf innovative Produkte und Dienstleistungen konzentrieren, mit denen wir uns von unseren Wettbewerbern abheben und unseren Kunden den besten Service bieten können. Gleichzeitig werden wir einen disziplinierten Kostenansatz verfolgen und in Wachstum und Transformation investieren. Wir gehen weiterhin davon aus, dass unser breit diversifiziertes Geschäftsmodell uns einen angemessenen Schutz vor den aktuellen Herausforderungen bietet.

Wir erwarten, dass unser verwaltetes Vermögen Ende 2025, getrieben von einem positiven Marktausblick und moderaten Nettomittelzuflüssen, weiter steigen wird.

Dies führt, trotz eines anhaltenden Margendrucks, ebenfalls zu einem moderaten Anstieg des erwarteten Nettoprovisionsergebnisses in 2025 gegenüber 2024.

Gravierende Änderungen an den Märkten und in den Rahmenbedingungen können zu einer anderen Einschätzung führen. Dabei verweisen wir insbesondere auf die unter den sonstigen Risiken beschriebene politische und wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitische Risiken.

Insgesamt gehen wir für 2025 aufgrund des anhaltenden generellen Kostendrucks von stagnierenden Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr aus.

Unter den derzeit gegebenen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen ist kein Gefährdungspotential für die Ertrags- und Vermögensentwicklung der Gesellschaft zu erkennen.

 

Frankfurt am Main. 05. März 2025

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