Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 18149
Vorher
Kino Verlag GmbHVerlagsgruppe Milchstrasse GmbH
Eingetragen
17.6.2002
Branche
Verlegen von ZeitungenVerlegen von ZeitschriftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Leistung von Diensten an andere Unternehmen der Hubert Burda Media Gruppe (wie z.B. Focus Magazin Verlag GmbH, TV Spielfilm Verlag GmbH, Fit for Fun Verlag GmbH, Cinema Verlag GmbH, Focus Money Redaktions-GmbH, P-Eleven GmbH und Playboy Deutschland Publishing GmbH).

Historie

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Management

NameRolle
Heinz Josef Spengler
seit 27.2.2014
Prokura
Gunnar Scheuer
seit 27.2.2014
Prokura
Burkhard Graßmann
seit 27.5.2011
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Offenburg

Konzernabschluss Burda GmbH 2019

Zusammengefasster Lagebericht

Dieser Bericht fasst den Teilkonzernlagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda") sowie den Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (im Folgenden auch "Burda GmbH") zusammen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Informationen sowohl auf den Teilkonzern Burda als auch auf die Burda GmbH.

1. Grundlagen des Teilkonzerns

Hubert Burda Media (im Folgenden auch "Burda") ist ein international agierendes Medienunternehmen mit einem starken Fokus auf technologische Innovationen. Burda verfolgt den Anspruch, in seinen Märkten die Marktführerschaft zu übernehmen bzw. sie durch nachhaltiges Wachstum zu festigen.

Die Produkte Burdas richten sich an den Bedürfnissen der Konsumenten aus und sollen diese in ihren Lebenswelten und bei der Verwirklichung ihrer persönlichen Ziele unterstützen. In das Portfolio Burdas gehörten 2019 rund 600 Produkte in Deutschland und 16 weiteren Ländern.

Wesentliche Erlösquellen des Teilkonzerns sind Handels- und Vertriebsumsätze, Provisionsmodelle, Werbung und B2B-Services.

Burda versteht sich als "Unternehmen für Unternehmer" und ist daher unterhalb der Burda GmbH in einer dezentralen Profitcenter-Struktur organisiert. Diese Struktur ermöglicht den Burda-Unternehmen unternehmerischen und kulturellen Freiraum.

Zum Konsolidierungskreis gehörten am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres insgesamt 244 Gesellschaften, davon 135 in Deutschland und 109 im Ausland. Zum Jahresende 2019 waren im Teilkonzern 12.046 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Teilkonzern ist in vier operative Unternehmensbereiche gegliedert: Digitalmarken, Medienmarken National, Medienmarken International sowie Druck. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der Teilkonzern einen Außenumsatz von 2,8 Milliarden Euro, der damit leicht über dem Vorjahresniveau liegt. Der prognostizierte leichte Umsatzanstieg konnte somit erreicht werden.

Im Geschäftsbereich Digitalmarken kam es zu einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse, im Wesentlichen bedingt durch die Neuzuordnung der BurdaDirect in den Bereich Medienmarken National. Bereinigt um diese Veränderung kam es hingegen zu einem leichten Umsatzwachstum. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus der New Work SE (vormals: XING SE), die mit dem Erwerb von Honeypot, der führenden Jobplattform für IT-Fachkräfte im deutschsprachigen Raum, gleichzeitig auch die größte Akquisition ihrer Firmengeschichte getätigt hat. Weitere signifikante Investitionen wurden in diesem Geschäftsbereich durch die BurdaPrincipal Investments vorgenommen.

Im Bereich Medienmarken National sind die Umsätze 2019 stark gestiegen, bereinigt um den Zugang der BurdaDirect verbleibt dennoch eine leichte Umsatzsteigerung. Der deutsche Verlagsteil Burdas betreibt mittlerweile eine Vielzahl nachhaltiger neuer Geschäftsmodelle mit dem Ziel, sich vom Werbemarkt sukzessive unabhängig zu machen und über die klassischen Vertriebserlöse hinaus Umsätze in der direkten Interaktion mit den Kunden zu erzielen. Mit der Übernahme des Online-Gesundheitsportals Netdoktor.de und dem neu konzipierten Gesundheitsmagazin My Life untermauerte Burda seinen Anspruch, führend in der journalistischen Gesundheitsinformation in Deutschland zu sein. Einen Großauftrag erhielt der Geschäftsbereich vom ADAC, der sein Mitgliedermagazin "ADAC Motorwelt" ab 2020 grundlegend neu ausrichtet. Darüber hinaus wurde im Bereich der Medienmarken National weiterhin an der langfristigen Absicherung der Profitabilität gearbeitet, u. a. durch die Implementierung moderner Produktionsmethoden und die Verschlankung interner Prozesse.

Der Geschäftsbereich Medienmarken International konnte 2019 einen moderaten Umsatzanstieg erzielen. Der Großteil des Umsatzes des Geschäftsbereichs entfällt wie bereits im Vorjahr auf Immediate Media, eine Unternehmensgruppe sowohl für das Zeitschriften- als auch für das digitale Konsumentengeschäft in Großbritannien. Immediate Media erwarb 2019 mit Upper Street Events und River Street Events zusätzliche Kompetenz im Veranstaltungsmanagement.

Die Umsatzerlöse im Bereich Druck lagen seit vielen Jahren erstmals deutlich im Plus gegenüber dem Vorjahreswert. Ursächlich hierfür war u. a. die fortschreitende Konsolidierung des Tiefdruckmarktes.

Um schnellstmöglich auf die sich verändernde Mediennutzung reagieren zu können, hat Burda die Entwicklung neuer Produkte dezentral in den einzelnen Profitcentern bzw. den aufgeführten Geschäftsbereichen etabliert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

International

Die weltweiten Konjunkturaussichten sind nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) instabil, insbesondere auch aufgrund des sich seit Anfang 2020 weltweit ausbreitenden Coronavirus. Für 2019 verzeichneten die Experten noch ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 Prozent. Abhängig von den Auswirkungen der Pandemie - insbesondere in den Industrieländern - wird für 2020 ein Wachstum von 1,5 Prozent bis 2,4 Prozent erwartet. Das wären die schwächsten jährlichen Wachstumsraten seit dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise. Daneben sorgen weiterhin bestehende Handelsstreitigkeiten sowie politische Spannungen für eine zusätzliche Belastung des globalen Wachstums.

Im Euroraum haben das schwächere Wachstum der Auslandsnachfrage und der Abbau von Lagerbeständen die Konjunktur seit Mitte 2018 gebremst. Nach 1,9 Prozent im Vorjahr lag das (reale) Wirtschaftswachstum im Euroraum 2019 bei lediglich 1,2 Prozent. Während für 2020 im November 2019 noch eine gleichbleibende Wachstumsrate prognostiziert wurde, geht die OECD mittlerweile von einem Wachstum von nur noch 0,8 Prozent aus.

In Großbritannien lag das (reale) Wirtschaftswachstum 2019 bei 1,3 Prozent. Die Rückkehr zu einer positiven Wachstumsrate ist insbesondere den Exporten und dem privaten Konsum zu verdanken.

Deutschland

Die Stagnation des Welthandels hat laut OECD in Deutschland zu einem Rückgang des Exportwachstums und der Industrieproduktion geführt. Gegenüber dem Vorjahr ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um lediglich 0,6 Prozent gestiegen - nach 1,5 Prozent im Vorjahr. Der private Konsum und der Bausektor sind 2019 hierbei jedoch stabil geblieben. Laut Statistischem Bundesamt wurde die Wirtschaftsleistung im Jahr 2019 von rund 45,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Das waren nach vorläufigen Berechnungen rund 402.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2019 bei 5,0 Prozent.

Die Medienbranche

Die globale Medienindustrie befindet sich nach wie vor in einem tiefgreifenden und anhaltenden Transformationsprozess. Der Medienmarkt ist von der sich weiter beschleunigenden Digitalisierung und daraus erwachsenden technologischen Innovationen gekennzeichnet. Während traditionelle Medienunternehmen unverändert vor der Herausforderung stehen, ihre Produkte, Prozesse, Geschäftsmodelle und ihre Position in der Wertschöpfungskette zu verändern, gelingt es vergleichsweise neuen Marktteilnehmern, beispielsweise Netflix oder Spotify, binnen kürzester Zeit Millionen von Kunden zu gewinnen. Zugleich investierten global agierende US-Technologiefirmen wie Amazon oder Apple massiv in den Ausbau eigener Medieninhalte und bündeln diese als Abonnement-Angebote mit zusätzlichen Produkten und Dienstleistungen.

Nach einer aktuellen Studie von PricewaterhouseCoopers kann für die gesamte Medien- und Unterhaltungsindustrie mit einem Zuwachs von durchschnittlich jährlich 4,3 Prozent in den nächsten fünf Jahren gerechnet werden; damit würde der Gesamtumsatz von zuletzt etwa 2,1 Billionen auf rund 2,6 Billionen US-Dollar zunehmen. Der rasch wachsende Zugang zum Internet über mobile Endgeräte bleibt der vielleicht sichtbarste Treiber der digitalen Entwicklung. Demnach wird der Datenkonsum via Smartphones bereits im Jahr 2020 den Verbrauch im Breitband-Festnetz übersteigen. Laut Internationaler Fernmeldeunion konnten zum Jahresende 2019 rund 6,4 Milliarden Menschen weltweit das mobile Internet nutzen. Das globale Wachstum der breitbandigen Mobilfunkverträge hat mit einer Durchdringungsrate von 83 Verträgen pro 100 Einwohnern im Jahr 2019 weiter stark zugenommen.

Für den Markt der Publikumszeitschriften sind in Deutschland in den nächsten fünf Jahren weiterhin rückläufige Werbeeinnahmen sowie sinkende Vertriebserlöse zu erwarten. Die Vertriebserlöse im digitalen Bereich (digitale Magazine) wachsen laut Prognose von PwC jährlich hingegen um durchschnittlich 11,1 Prozent auf insgesamt 279 Millionen Euro im Jahr 2023 an; bei den digitalen Werbeerlösen wird eine Abschwächung des Wachstums auf 3,7 Prozent (2023) prognostiziert. Wie bei den Vertriebserlösen kann auch bei den Werbeerlösen der Positivtrend im digitalen Bereich die Verluste im Print-Bereich nicht auffangen. Die Verlage stehen daher weiter vor der Herausforderung, ihre Digitalaktivitäten dergestalt zu monetarisieren, dass die sinkenden Werbeeinnahmen im Print-Bereich besser kompensiert werden können.

Aufgrund ihrer dominanten Marktstellung kommt den finanzstarken "großen vier" US-Tech-Unternehmen eine überragende Bedeutung für die globale Digital- und Medienwirtschaft zu. Google, Apple, Facebook und Amazon (kurz: GAFA) haben ihren Firmenwert im vergangenen Jahr erneut signifikant gesteigert und beherrschen wie im Fall von Google und Facebook den globalen Online-Werbemarkt oder dominieren wie Amazon - dessen Werbegeschäft zudem weiter überdurchschnittlich wächst - den E-Commerce-Sektor in Europa und den USA. Herausfordernd für klassische Medienunternehmen ist diese Entwicklung auch vor dem Hintergrund, dass der Zugang zu Konsumenten und Daten für das erfolgreiche Bestehen eines Unternehmens in der Consumer-Internet-Industrie inzwischen unerlässlich ist. Da das Internet die Monopolstellung einzelner Unternehmen begünstigt, sind die Chancen für einen erfolgreichen Markteintritt konkurrierender Unternehmen geschmälert. Durch die kontinuierliche Expansion der monopolistischen Unternehmen in angrenzende Geschäftsfelder ist zusätzlich die Gefahr von Marktmachtübertragungen gegeben.

Die Politik bemüht sich weiterhin darum, gleiche Rahmenbedingungen für alle Wettbewerber zu schaffen und die noch immer herrschende Ungleichbehandlung in Bezug auf Unternehmensbesteuerung, Datenschutz oder kartellrechtliche Fragen zu beenden. Es laufen diverse gesetzgeberische Maßnahmen auf EU-Ebene wie zum Beispiel die Urheberrechtsreform, die dieses Ziel verfolgen.

Werbemarkt

Mit der weltweit steigenden Mediennutzung wächst auch der globale Werbemarkt kontinuierlich. ZenithOptimedia prognostiziert ein Wachstum der Werbeausgaben von 4,4 Prozent auf 640 Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2019. Als Medium verbucht das Internet weltweit die größten Werbeinvestitionen, diese sollen auch 2019 um 11 Prozent wachsen. Durch die weiterhin zunehmende Mobilität der Konsumenten sind vor allem Online-Video und Social Media Wachstumstreiber. Für die Werbeausgaben im Bereich Online-Video wird ein Anstieg von 45 Milliarden US-Dollar im Jahr 2019 auf 61 Milliarden US-Dollar bis 2021 erwartet. Die Werbeausgaben in sozialen Medien werden 2019 um 20 Prozent auf 84 Mrd. US-Dollar wachsen und 13 Prozent der globalen Werbeausgaben ausmachen. Damit wird Social Media nach TV (29 Prozent) und Paid Search (17 Prozent) weltweit zum drittgrößten Werbekanal.

Auch in Deutschland zeichnen sich diese Trends ab, wenngleich in einer anderen Größenordnung. Das Werbevolumen in Zeitschriften beläuft sich laut Prognose von ZenithOptimedia auf 2,7 Mrd. Euro, während 2019 bereits 8 Milliarden Euro in digitale Werbung fließen. Online-Video ist mit 469 Millionen Euro Werbegeld 2019 auch hierzulande einer der am schnellsten wachsenden digitalen Werbekanäle. Genauso steigen die Investitionen in Social-Media-Werbung - sie belaufen sich 2019 auf 1,2 Mrd. Euro. Die Automatisierung von Werbung nimmt weiter zu. In Deutschland wurden 2019 bereits 63 Prozent der Online-Display-Werbung programmatisch gehandelt - bis 2021 sollen es 84 Prozent sein. Zu den größten Herausforderungen der programmatischen Industrie gehört dabei die Balance zwischen Privatsphäre und Personalisierung. Auch das fortschreitende Verschwinden von Cookies bedeutet, dass die Branche die Umsetzung von Targeting und Personalisierung überdenken und hier neue Wege finden muss.

E-Commerce

Der E-Commerce-Umsatz in Deutschland hat auch 2019 zugelegt. Das Umsatzwachstum belief sich auf rund 10 Prozent; der gesamte Online- und Versandhandel (inkl. Dienstleistungen) erzielte 94 Milliarden Euro Brutto-Umsatz. Jeder dritte Online-Käufer bestellt inzwischen mehrmals in der Woche im Internet.

Nach einem Ranking der Studie "E-Commerce-Markt in Deutschland 2019" zu den 100 umsatzstärksten Online-Shops belegte Amazon erneut mit deutlichem Abstand Platz eins. Der deutsche Marktanteil des US-Handelsriesen beträgt im Jahr 2019 geschätzt mehr als 50 Prozent.

2019 hat dem E-Commerce steigende Umsätze in den traditionell stärksten Warengruppen wie Bekleidung (14,26 Milliarden Euro), Elektronikartikel und Telekommunikation (13,23 Milliarden Euro), Computer, Zubehör, Spiele und Software (6,0 Milliarden Euro), Schuhe (4,45 Milliarden Euro) oder auch im Gesamtbereich Möbel, Lampen und Dekoration (4,71 Milliarden Euro) beschert. Weiterhin deutliche Wachstumsraten weisen aber auch Warensegmente wie der Bereich Lebensmittel auf. Hier lässt sich ein Umsatzplus von 17,3 Prozent verzeichnen.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Digitalmarken

Im Geschäftsbereich Digitalmarken vereint Burda die wesentlichen Internet-Aktivitäten des Teilkonzerns. Das Business-to-Consumer-Portfolio umfasst führende Endkundenmarken in den Bereichen E-Commerce, Social Networks, Online Travel sowie Publishing und Subscription. Daneben werden Business-to-Business-Dienstleistungen für Unternehmen in den Bereichen Commerce-Services angeboten. Zu den digitalen Aktivitäten zählen zudem mehr als 30 direkte und indirekte Beteiligungen an Radio- und Fernsehsendern.

Der Bereich Digitalmarken erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von 1.434,0 Millionen Euro und erwirtschaftete damit 51,3 Prozent vom Teilkonzernumsatz (2018: 1.464,9 Millionen Euro und 55,0 Prozent). Die operative Verantwortung für die BurdaDirect wurde im Laufe des Geschäftsjahres an den Bereich Medienmarken National übertragen. Bereinigt man die Umsatzerlöse des Vorjahres so, als wäre BurdaDirect bereits 2018 Teil der Medienmarken National gewesen, dann läge der Bereich Digitalmarken mit einem Anstieg von 4,6 Prozent im Rahmen der im Vorjahr prognostizierten Steigerung. Als besonders wachstumsstark zeigten sich im Berichtsjahr die New Work SE und die Gesellschaften der BurdaTech.

Durch gezielte Investitionen in Wachstumsfelder und in die Entwicklung eigener Technologien wurde die Grundlage für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung gelegt. Im Gegenzug wurden 2019 der Blumenversandhändler Valentins sowie der Tinten- und Toner-Spezialist HQ Patronen veräußert.

Der Bereich Digitalmarken gliedert sich derzeit in die folgenden Teilbereiche:

BurdaForward

Das Portfolio von BurdaForward umfasst die reichweitenstarken Marken Focus Online, Chip, Finanzen100, NetMoms, The Weather Channel, Cardscout und Efahrer.com. Mit dieser Auswahl an journalistischen Angeboten erreicht das Unternehmen pro Monat fast 35 Millionen Unique User und damit jeden zweiten Internet-Nutzer in Deutschland (AGOF daily digital facts, Einzelmonat, Oktober 2019). Im Vorjahr waren es 31 Millionen Unique User (AGOF daily digital facts, Einzelmonat, Oktober 2018). Neben den BurdaForward-Portalen werden auch weitere digitale Marken, zu denen unter anderem TV Spielfilm, Jameda und HolidayCheck zählen, von der hauseigenen Advertising-Einheit vermarktet. Im Print-Geschäft ist BurdaForward mit dem Chip-Magazin sowie diversen Ablegern aktiv.

BurdaForward hat bundesweit gemeinsam mit zahlreichen Verlagspartnern das Publisher-Netzwerk Conunity zum Austausch von Inhalten, Wissen und Reichweite initiiert. Im Oktober 2019 hatten sich bereits 170 Medien und Verlage diesem Netzwerk angeschlossen. BurdaForward möchte so einen Beitrag zum Erhalt der Pressefreiheit und Meinungsvielfalt in Deutschland leisten. Die Gruppe konnte im Berichtsjahr die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau halten.

BurdaPrincipal Investments

Die BurdaPrincipal Investments (BPI) stellt langfristiges Wachstumskapital für schnell wachsende Technologie- und Medienunternehmen bereit und hat 2019 weitere Investitionen in Deutschland, Großbritannien und Asien getätigt. BPI hat sich bereits zum dritten Mal an einer Finanzierungsrunde in Zilingo, Südostasiens führende Fashion-Plattform, beteiligt. Bei Hmlet, einem Anbieter von Co-Living-Konzepten, investierte BurdaPrincipal Investments 2019 in einen internationalen Anbieter flexibler Wohnlösungen für Millennials. Vinted, ein weiteres Portfolio-Unternehmen, erreichte abgeleitet aus der letzten Finanzierungsrunde, an der sich auch Burda wieder beteiligte, einen Gesamtwert von über einer Milliarde Euro.

Commerce

Zu dem Bereich Commerce gehören die Elektronik-E-Commerce-Beteiligungen Cyberport GmbH, computeruniverse GmbH und CyberSolutions GmbH (BurdaTech) sowie der Online-Weinhändler Silkes Weinkeller.

Cyberport gehörte 2019 zu den größten E-Commerce-Unternehmen Deutschlands. Neben den bestehenden 13 stationären Filialen hat das Unternehmen seit 2018 drei Shop-in-Shop-Standorte in Galeria-Kaufhof-Warenhäusern, die sich 2019 nach Umsätzen positiv entwickelt haben.

Im Jahr 2018 wurde eine Initiative gestartet, um die Zusammenarbeit von Cyberport und Computeruniverse in zentralen Funktionsbereichen wie Einkauf, Logistik und IT zu intensivieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit der BurdaTech-Gesellschaften weiter zu erhöhen. 2019 wurde diese Initiative erfolgreich fortgesetzt und erste Projekte erfolgreich umgesetzt.

Der Bereich Commerce konnte 2019 in einem nach wie vor durch hohen Wettbewerbsdruck gekennzeichneten Markt nach Umsätzen leicht wachsen.

DLD Media

Burda betreibt seit 2005 die international renommierte Konferenz- und Innovationsplattform DLD Media. 2019 hat DLD Media seine Aktivitäten weiter verstärkt und neben den DLD-Konferenzen in München, Brüssel, Tel Aviv und Singapur zum ersten Mal einen zweitägigen DLD Hike veranstaltet. Darüber hinaus war DLD Media im Jahr 2019 mit der Konferenzreihe DLD Campus zum dritten Mal in Bayreuth vertreten. DLD Salons wurden zudem in New York, Palo Alto, London, Brisbane und Dalian ausgerichtet.

HolidayCheck Group AG

Die HolidayCheck Group ist eines der führenden europäischen Digitalunternehmen für Urlauber. Zur rund 490 Mitarbeiter zählenden Gruppe gehört mit HolidayCheck.de das derzeit größte deutschsprachige Meinungsportal für Reise und Urlaub im Internet (AGOF digital facts 2019-09).

Das Geschäftsjahr 2019 der HolidayCheck Group war geprägt von einem schwachen Branchenumfeld und den Insolvenzen der Fluggesellschaft Germania im ersten Quartal sowie der deutschen Thomas-Cook-Gesellschaften im dritten Quartal des Jahres. Dennoch konnte die HolidayCheck Group -gemäß vorläufiger Berichterstattung nach IFRS - gegenüber dem Vorjahr ein unter den ursprünglichen Erwartungen liegendes Umsatzwachstum von rund 3,5 Prozent erzielen sowie ein operatives EBITDA von 7,0 Millionen Euro erreichen.

Im Zentrum der Aktivitäten der HolidayCheck Group stand auch im Jahr 2019 die kontinuierliche Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und Plattformen in den Kernbereichen Pauschalreise sowie die Erschließung daran angrenzender neuer Geschäftsfelder (u. a. Vermittlung von Kreuzfahrten und Durchführung eigener Pauschalreisen).

Jameda

Das 2007 gegründete Unternehmen ist auf Basis der monatlichen User-Anzahl Betreiber von Deutschlands größtem Arzt-Patienten-Portal sowie Marktführer für Online-Arzttermine. Die Umsatzerlöse von Jameda konnten 2019 deutlich gesteigert werden. Wie auch im Vorjahr finden derzeit mehr als sechs Millionen Patienten auf Jameda jeden Monat den passenden Arzt und können bei immer mehr Ärzten direkt eine Terminbuchung vornehmen. Seit Mitte des Jahres können Patienten zudem ihre Termine für eine Videosprechstunde online auf Jameda buchen und ihren Arzt virtuell besuchen. Ärzte können auf Jameda ihre Praxis vorstellen, umfassend über ihr Leistungsspektrum informieren sowie mit der Online-Terminvergabe ihr Termin-Management optimieren.

New Work SE

Seit 2012 ist Burda mehrheitlich an der New Work SE, Betreiberin von Xing, Deutschlands größtem beruflichem Online-Netzwerk, beteiligt. Über 17 Millionen Mitglieder in der D-A-CH-Region (2018: 15 Mio. Mitglieder) nutzten 2019 das berufliche Netzwerk für die moderne Arbeitswelt, davon sind rund 1,05 Millionen Menschen zahlende Nutzer des Premiumangebots (2018: 1,03 Millionen).

In allen Bereichen konnte die New Work SE im Geschäftsjahr 2019 ihren Wachstumskurs fortsetzen. So stieg der Umsatz - gemäß eigener Berichterstattung nach IFRS - gegenüber dem Vorjahr um rund 16 Prozent auf 269,5 Millionen Euro (Vorjahr 231,5 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBITDA) erhöhte sich um 14 Prozent auf 85,6 Millionen Euro (Vorjahr 75,2 Millionen Euro).

Im April 2019 erfolgte mit dem Erwerb von Honeypot, der führenden Jobplattform für IT-Fachkräfte im deutschsprachigen Raum, die bislang größte Akquisition in der Geschichte der New Work SE.

Risiken des Bereichs

Der Geschäftsbereich beinhaltet verschiedene Geschäftsmodelle und bedient unterschiedliche Zielgruppen. Aufgrund dieser relativ hohen Diversifikation werden Klumpenrisiken weitestgehend vermieden. Die Unternehmen sind teilweise einer hohen Markt- und Wettbewerbsdynamik ausgesetzt. Neue Technologien, veränderte Rahmenbedingungen und Markteintritte von jungen, oft finanziell gut finanzierten Start-ups, prägen den Alltag.

Der Markt im E-Commerce für Unterhaltungselektronik agiert derzeit preisaggressiver als in den zurückliegenden Jahren. Dies führt sowohl zu einer Marktbereinigung als auch zu einer Schwächung der Margensituation.

Zudem stehen die digitalen Geschäftsmodelle in der Regel mit mindestens einem der weltweit marktführenden US-Unternehmen Google, Apple, Facebook oder Amazon in einem Abhängigkeits- oder Wettbewerbsverhältnis. Daraus ergeben sich zum Teil erhebliche Risiken, die kaum zu prognostizieren sind und denen daher versucht wird, mit unternehmerischer Wachsamkeit und Agilität zu begegnen.

Strategie

Die Internet-Unternehmen der Burda-Gruppe verfolgen das strategische Ziel, ihre Wettbewerbsposition weiter auszubauen und durch profitables Wachstum nachhaltige Wertsteigerungen zu erzielen. Hierfür sind der Schutz der bestehenden Geschäftsmodelle und die Erschließung neuer Erlöspotenziale notwendig. Entsprechend wurden gestartete Initiativen weiterverfolgt, und auch im Jahr 2019 wurde sowohl in bestehende als auch in neue Geschäftsmodelle organisch und anorganisch investiert.

Prognose

Für das Jahr 2020 wird erwartet, dass sich die beschriebene Marktentwicklung grundsätzlich fortsetzen wird. Die Digitalunternehmen der Burda-Gruppe treiben ihre Geschäfte aktiv voran, um diese Entwicklungen für sich nutzen zu können. Ohne Berücksichtigung von Effekten aus der Coronavirus-Pandemie erwartet der Geschäftsbereich Digitalmarken für 2020 ein moderates Umsatzwachstum. Geht man von einer Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus innerhalb des zweitens Quartals aus, dann dürfte diese Umsatzerwartung - aufgrund von gegenläufigen Umsatzentwicklungen innerhalb des Geschäftsbereichs - weiterhin realistisch sein.

2.2.2 Medienmarken National

Der Medienmarkt, der traditionell auf den beiden Umsatzsäulen Leser- und Anzeigenmarkt fußt, ist seit mehr als zwei Jahrzehnten, getrieben durch die Digitalisierung, großen strukturellen Veränderungen unterlegen. Die Auswirkungen der damit verbundenen Entwicklungen zeigen sich sowohl in nachlassenden Vertriebs- als auch rückläufigen Anzeigenumsätzen, allerdings in unterschiedlich starker Ausprägung.

Speziell der Werbemarkt war in den letzten Jahren sowohl global als auch national fundamentalen Verschiebungen zugunsten der digitalen Medienangebote ausgesetzt. Laut der Nielsen-Bruttowerbemarktanalyse ist der Werbemarkt 2019 um 1,9 Prozent auf 32,6 Milliarden Euro gewachsen (Quelle: Nielsen). Der Anzeigenmarkt für Publikumszeitschriften allerdings ist mit einem Minus von 2,2 Prozent weiterhin leicht rückläufig und lag 2019 bei einem Brutto-Werbeumsatz von 3,2 Milliarden Euro (Quelle: Nielsen). Die Treiber und Profiteure des Wachstums im Werbemarkt sind heute vor allem die US-amerikanischen Marktführer Google, Facebook und seit 2018 auch Amazon.

Burda behält 2019 in der Print- und Digital-Vermarktung mit Brutto-Werbeerlösen in Höhe von 343,9 Millionen Euro (2018: 366,9 Millionen Euro) und einem Marktanteil von 14,2 Prozent (2018: 14,9 Prozent) eine führende Position unter den deutschen Verlagen (Quelle: Nielsen, jeweils ohne Medienwerbung).

Der Vertriebsmarkt ist für den Teilkonzernbereich Medienmarken National heute die wichtigste Umsatzsäule. Allerdings wurden besonders in diesem Jahr branchenweit die Auswirkungen veränderter Lebensgewohnheiten und der damit verbundenen Einkaufsgewohnheiten der Deutschen sichtbar, die sich auch stark auf den Verkauf von Zeitschriften auswirken. Insgesamt ist der Absatz von Presseprodukten (Zeitungen und Zeitschriften) im Pressegrosso in diesem Jahr um 7,3 Prozent zurückgegangen, umsatzseitig schlägt sich das mit einem Rückgang von 4,5 Prozent nieder (Quelle: Pressegrosso). Die Verlage haben in Deutschland 2019 rund 1,3 Milliarden Presseprodukte verkauft (2018: 1,4 Milliarden; Quelle: Pressegrosso). Die Vertriebsumsätze lagen 2019 zu Netto-Abgabepreisen an den Einzelhandel insgesamt bei 1,76 Milliarden Euro (2018: 1,85 Milliarden Euro; Quelle: Grossoverband). Mit einer verkauften Auflage von 232 Millionen Exemplaren (2018: 245 Millionen) und einem Minus von 5,1 Prozent entwickeln sich die Titel von Hubert Burda Media auch im Jahr 2019 stabiler als der Gesamtmarkt (Quelle: IVW). Die Top-100-Titel in Deutschland generieren etwa 50 Prozent des gesamten Grosso-Umsatzes, davon entfallen 24 Titel auf Burda (Quelle: DNV 7/2019). Der Vertrieb erfolgt über ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Funke Mediengruppe (MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb), das mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent die Nummer eins im deutschen Pressevertriebsmarkt ist. Die Abo-Erlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig entwickelt.

Der Fokus des Geschäftsbereichs Medienmarken National lag 2019 weiterhin auf den beiden strategischen Schwerpunkten Wachstum und Transformation mit dem Ziel der Sicherung einer marktwirtschaftlichen Finanzierbarkeit von Journalismus im 21. Jahrhundert. Dabei wurden die im Rahmen des 2014 initiierten Transformationsprogramms "GROW!" formulierten Missionen (innovative und exzellente Weiterentwicklung des Kerngeschäfts, der Ausbau digitaler Medienangebote und Erlösmodelle sowie das nachhaltige Erschließen alternativer Erlösquellen) mit dem Ziel weiter ausgebaut, den Verlag sukzessive unabhängiger vom Werbemarkt zu machen. Neugeschäft umfasst unter anderem Angebote in den Bereichen E-Commerce, Events oder Brand Licensing.

Der Außenumsatz des Bereichs Medienmarken National betrug 2019 insgesamt 756,5 Millionen Euro (2018: 651,2 Millionen Euro). Der Zuwachs ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Bereich Medienmarken National die operative Verantwortung für die BurdaDirect übernommen hat. Bereinigt man die Umsatzerlöse des Vorjahres so, als wäre die BurdaDirect bereits 2018 Teil der Medienmarken National gewesen, dann ergäbe sich für den Bereich ein Umsatzwachstum von 1,5 Prozent, was der Prognose des Vorjahres entspricht.

Die digitale Geschäftstätigkeit der nationalen Medienmarken konnte auch 2019 weiter ausgebaut werden. Die Gesamtreichweite aller dem Geschäftsbereich zugehörigen digitalen Auftritte stieg im letzten Geschäftsjahr um 24 Prozent auf 1,95 Milliarden kumulierte Visits (Quelle: IVW); bei den Unique Usern verzeichnete der Geschäftsbereich 2019 einen Zuwachs um 20,3 Prozent auf 26,6 Millionen (Quelle: AGOF, crossmedia).

Der Geschäftsbereich Medienmarken National umfasst u. a. die fünf Verlagsgruppen BurdaNews, BurdaStyle, BurdaLife, BurdaHome sowie den Kinderzeitschriftenverlag Blue Ocean Entertainment AG. Diese publizierten laut Media-Analyse (kurz ma) 2019 insgesamt 150 regelmäßig erscheinende Zeitschriftentitel (2018: 151), die mit 46,14 Millionen Menschen (2018: 49,67 Millionen) 65,4 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren pro Jahr erreicht haben (Quelle: ma II/2019). Daneben verfügt der Teilkonzernbereich Medienmarken National sowohl über eine Reihe weiterer, dem Bereich zugehöriger Unternehmen als auch über die Zentraleinheit Burda Magazine Holding, in der verlagsnahe Dienstleistungen wie beispielsweise die hauseigene Bildbearbeitungsagentur Pixel4Media sowie die Inhouse-Lizenzagentur Brand Licensing gebündelt sind. Im Einzelnen haben sich die Teilbereiche wie folgt entwickelt:

BurdaDirect

BurdaDirect, bisher dem Bereich Digitalmarken und seit Jahresbeginn dem Geschäftsbereich Medienmarken National zugeordnet, ist ein Dienstleister für crossmediale Sales, Marketing und Service rund um das Thema Zeitschriftenabonnement. Dieses Kerngeschäft wird durch Adressmanagement und passende Produktangebote ergänzt, die die Nähe zum Endkunden nutzen.

Die BurdaDirect-Gruppe verzeichnete 2019 in Bezug auf die Umsatzerlöse einen leichten Rückgang zum Vorjahr. Die Umsätze der Zeitschriftenabonnement-orientierten Geschäfte konnten jedoch trotz des rückläufigen Marktes stabil gehalten werden.

BurdaLife

Trotz eines harten Wettbewerbsumfeldes bei allgemein rückläufigen Anzeigen- und Vertriebserlösen konnte die Mediengruppe BurdaLife ihren Umsatz 2019 auf Vorjahresniveau halten. BurdaLife begegnet dem Marktdruck mit einem optimierten Workflow und der kontinuierlichen Entwicklung neuer Produkte, Geschäftsmodelle und Erlösströme. BurdaLife konzentriert sich in Print wie digital auf General-Interest-Angebote in den Entertainment- und Women-Segmenten, insbesondere für die Zielgruppen 50+. Die Gesamtreichweite der ma-gelisteten Zeitschriften liegt bei über 6,4 Millionen Lesern (ma II/2019; Vorjahr: 7,7 Millionen Leser, ma II/2018).

Mit der Akquisition der Netdoktor.de GmbH, Betreiberin des reichweitenstärksten OnlineGesundheitsportals im deutschsprachigen Raum, sowie der Markteinführung des Apotheken-Kundenmagazins My Life - gemeinsam mit der Noweda Apothekergenossenschaft eG - konnte der Bereich seine Stellung im Themenbereich "Health" weiter ausbauen.

BurdaHome

Trotz einer größtenteils rückläufigen Entwicklung im Anzeigen- und Vertriebsmarkt ist es der Mediengruppe BurdaHome gelungen, ihre marktführende Stellung in den Print-Segmenten Garten nach Reichweite und verkaufter Auflage (IVW 2019) und in Food nach verkaufter Auflage (IVW 2019) zu behaupten. BurdaHome publiziert über 25 Medienmarken aus dem Special-Interest-Bereich mit einer Gesamtreichweite der ma-gelisteten Titel von über 4,9 Millionen Lesern (ma II/2019; Vorjahr 5,8 Millionen Leser ma II/2018). Die Mediengruppe arbeitet kontinuierlich am Ausbau des Themas Merchandising- und 3rd Revenue, u. a. konnte die Anzahl der Visits auf der Digitalplattform von Mein schöner Garten im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent erhöht (IVW 01-10/19: 67,5 Millionen Visits; IVW 01-10/18: 53 Millionen Visits) und der Umsatz im E-Commerce-Geschäft gesteigert werden.

BurdaHome setzte seine Expertise und die Strahlkraft seiner Marken im Jahr 2019 u. a. im Rahmen von #beebetter, einer bundesweiten Kampagne zum Bienenschutz, sowie einer Schulgarteninitiative ein.

BurdaStyle

BurdaStyle bündelt als Medienunternehmen für Mode, Lifestyle und Entertainment die Marken Bunte und Freundin (BurdaStyle Premium) sowie Elle, InStyle und Harper's Bazaar (BurdaStyle Luxury). Das Portfolio des Unternehmens wird in Form von Magazinen, auf Online-Portalen, über Social Media, im Bewegtbild und mit Veranstaltungen inszeniert. BurdaStyle legt den Fokus weiterhin auf die Stärke seiner eigenen Marken und hat 2019 zahlreiche Sonderhefte und Supplements fortgeführt und erweitert.

Mit ihren Print-Produkten erreicht BurdaStyle pro Monat 7,23 Millionen Leser (ma ll/2019; ma II/2018: 7,81 Millionen Leser) und verkauft rund 1,1 Millionen Exemplare (IVW II/2019; IVW ll/2018: 1,2 Millionen Exemplare). Im Jahr 2019 kam es insgesamt zu einem moderaten Rückgang der Umsatzerlöse.

Die Websites Elle.de, Freundin.de, InStyle.de und Harpersbazaar.de verzeichneten insgesamt 22,1 Millionen Visits (IVW 08/19) bzw. 8,27 Millionen Unique User (AGOF 08/19). In den sozialen Netzwerken haben die Marken von BurdaStyle derzeit 4,7 Millionen Follower.

BurdaNews

BurdaNews ist Anbieter gedruckter und digitaler Medienangebote, die sich überwiegend an männliche Zielgruppen richten. Die Marken von BurdaNews erreichen regelmäßig über 10,43 Millionen Menschen (ma II/2019; Vorjahr: 12 Millionen, ma II/2018). In der IVW (IV/2019) erzielt die Gruppe eine Gesamtauflage von 1,72 Millionen Exemplaren, im Vorjahr lag diese bei rund 1,85 Millionen Exemplaren (IVW IV/2018). Bei BurdaNews kam es im Geschäftsjahr zu einem leichten Umsatzrückgang.

BurdaNews hat 2019 strukturelle Anpassungen vorgenommen, um unter den veränderten Marktbedingungen weiterhin qualitativ hochwertige Magazine zu produzieren. Im Rahmen der konzeptionellen Neuaufstellung wurde die Produktion redaktioneller Inhalte der Zeitschriften TV Spielfilm, TV Today und TV Schlau sowie von Fit for Fun in weiten Teilen an externe Dienstleister übergeben. Eine Veränderung des Portfolios betrifft ferner Playboy, dessen Lizenz zum Jahresende 2019 von Burda nicht verlängert wurde und der künftig durch einen konzernfremden Verlag weitergeführt wird.

Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung neuer Medienprojekte, beispielsweise dem Focus Inner Circle oder den Ausbau von Beteiligungen an E-Commerce-Unternehmen (Vicampo und Roast Market) konnte BurdaNews 2019 die Transformation hin zu neuen Erlösquellen weiter vorantreiben.

Die Reichweite der digitalen Angebote von BurdaNews liegt bei 11,37 Millionen Digital-Nutzern (AGOF digital facts 2019-10). Der Großteil entfällt hierbei auf den digitalen Programm-Guide von TV Spielfilm. Der TV-Streaming-Dienst wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2019 eingestellt.

Blue Ocean Entertainment

Die Blue Ocean Entertainment AG (kurz BOE AG) publiziert hochwertige Medienprodukte für Kinder und ist mit einem weiterhin stetig wachsenden Anteil von inzwischen über 40 Prozent am Vertriebsumsatz des Segments Marktführer für Kinderzeitschriften im deutschsprachigen Raum. Die BOE AG erzielt primär Vertriebserlöse und ist somit weitgehend unabhängig von den klassischen Anzeigenmärkten. 2019 veröffentlichte die BOE AG in ihren Stammmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz 71 regelmäßig erscheinende Magazine, 41 Sonderpublikationen sowie 8 Sticker- und Kartensammelserien (2018: 59 regelmäßige Magazine und 38 Sonderpublikationen).

Zum wichtigen Standbein und Wachstumstreiber konnte Blue Ocean Entertainment ihr Auslandsgeschäft entwickeln. Der Verlag verwertete 2019 die ursprünglich für den deutschen Markt kreierten Inhalte selbst oder in Zusammenarbeit mit Dritten für 960 ausländische Magazinausgaben (2018: 854). Insgesamt konnte Burda über das BOE-eigene Auslandsgeschäft sowie über weitere Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2019 weltweit 8,75 Millionen Exemplare aus dem Titelportfolio von Blue Ocean Entertainment verkaufen (Vorjahr: 4,73 Millionen Exemplare).

Durch die genannten Aktivitäten gelang es der Blue Ocean Entertainment-Gruppe im Jahr 2019 erfolgreich, ihr Geschäft stärker zu diversifizieren und internationaler aufzustellen. Im Vorjahresvergleich sind die Umsatzerlöse der Blue Ocean Entertainment-Gruppe moderat gestiegen.

Brand Licensing

Brand Licensing by Burda ist als teilkonzerneigene Lizenzagentur für die verlagsgruppenübergreifende Entwicklung und Umsetzung von Markenkooperationen und Lizenzprodukten sowie für Kooperationen im Musikbereich und im Live Entertainment zuständig. Neben den Medienmarken von Burda vermarktet der Bereich seit 2017 die französische Marke Elle in den deutschsprachigen Ländern sowie das Wirtschaftsmagazin "manager magazin" des Spiegel-Verlags im Lizenzbereich.

Im Jahr 2019 wurden die ersten kommerziellen Kooperationen mit den im Vorjahr neu hinzugekommenen, prominenten People Brands umgesetzt.

BurdaStudios

BurdaStudios ist auf die Produktion und das Publizieren digitaler Inhalte spezialisiert und steht für journalistische Erzählformen und verlegerische Erlösmodelle jenseits der Magazine. Hierunter fällt u. a. das "Digital Publishing" mit dem Portal Bunte.de, das seine Position als eine der führenden Content-Destinationen für Frauen in Deutschland im Jahr 2019 beibehalten konnte (9,71 Millionen Unique User, AGOF daily facts 2019-08; Vorjahr: 8,17 Millionen Unique User, AGOF digital facts 2018-08). Die Umsatzerlöse konnten signifikant gesteigert werden. Ferner betreibt die Einheit sowohl Affiliate-Modelle als auch die Plattform Brands you love (Mikro-Influencer-Netzwerk).

Die ebenfalls zu BurdaStudios gehörige Einheit "Digital Production" umfasst u. a. Focus TV, das hochwertige Reportagen, Dokumentationen und Magazine für private und öffentlich-rechtliche TV-Stationen produziert, den Food-Channel BonGusto TV sowie die Produktionseinheit Video-Factory.

C3

C3 hat 2019 seine Position im europäischen Content-Marketing-Markt weiter gestärkt und seine Position als eines der führenden Content-Marketing-Netzwerke gefestigt. Trotz eines starken Wettbewerbsumfelds kam es im Geschäftsjahr 2019 zu einer moderaten Steigerung der Umsatzentwicklung. 2019 profitierte die C3-Gruppe von der konsequenten Umsetzung der strategischen Neuausrichtung und dem strukturellen Umbau des Unternehmens im Vorjahr.

Ende 2018 hat C3 ein neues Agenturmodell in Kraft gesetzt und seine interdisziplinären Projektteams passgenau und agil um Kundenbedürfnisse herum geformt. Durch diese strategische Ausrichtung hat C3 sich Vorteile verschafft, die sich durch neue Etatgewinne auszahlen. C3 beschäftigte im Geschäftsjahr knapp 700 Mitarbeiter, die Hauptstandorte sind München, Berlin und London.

BCN

BCN (Burda Community Network GmbH und Burda Community Network International GmbH) ist der Multichannel-Vermarkter von Burda und führender Publikumszeitschriften(PZ)-Vermarkter in Deutschland. BCN ist spezialisiert auf die medienübergreifende Vermarktung - online, in Print sowie live. BCN hat im Juli 2019 die Generalunternehmerschaft für die ab 2020 neu konzipierte "ADAC Motorwelt" übernommen und deckt erstmals für einen Mandanten ein komplettes Leistungsspektrum ab - sowohl Herstellung und Druck als auch Redaktion, Vermarktung, Marketing und Distribution. Ein weiteres Beispiel für diesen ganzheitlichen Ansatz ist die Kooperation mit der Apothekergenossenschaft Noweda für das Gesundheitsmagazin My Life: Das Omnichannel-Angebot rund um My Life reicht von Anzeigen auf den medialen My Life- und Noweda-Plattformen bis zu weiteren Marketingmaßnahmen vor Ort.

Risiken des Bereichs

Die wachsende Nutzung digitaler Informations- und Unterhaltungsangebote durch die Konsumenten sowie das weiter vorhandene Überangebot an Werbeflächen bei gleichzeitigem Preisverfall führen zu geringeren Erlösen bei den klassischen Printmedien. Diesem Risiko wird zum einen durch kontinuierliche Innovation in den Kernerlösströmen und zum anderen durch den Aufbau neuer Erlösströme außerhalb des klassischen Anzeigen- und Vertriebsgeschäfts begegnet. Abwärtstendenzen im Zeitschriftenvertrieb begegnet Burda so mit gezielten Marketingmaßnahmen am Point of Sale, dem Ausbau von Print-Wachstumsbereichen wie bspw. dem Kinderzeitschriftenmarkt und dem Apotheken-Magazin My Life sowie dem Ausbau digitaler Erlösmodelle auf Basis der bestehenden Markenbekanntheit.

Die bereits unter "Digitalmarken" beschriebenen Risiken - insbesondere die marktdominierende Stellung großer US-Digitalunternehmen - sind ebenfalls relevant für die verschiedenen Erlösmodelle des Geschäftsbereichs "Medienmarken National".

Strategie

Zum 1. Januar 2019 wurde die BurdaDirect-Gruppe in ihre beiden wesentlichen Geschäftsbereiche Abo- und Marketingservices sowie E-Commerce aufgeteilt. Alle Dienstleistungen rund um Abonnements, Verlagsservices und Direktmarketing werden seither vom Geschäftsbereich des nationalen Verlagsgeschäfts betreut und wurden in die Wertschöpfungskette der Zeitschriften mit dem Ziel eingegliedert, Synergien zu nutzen und eine ganzheitliche Orientierung an den Bedürfnissen der Leser zu gewährleisten. Der strategische Ansatz - fußend im Transformations- und Wachstumsprogramm "GROW!" - war und bleibt damit auch im Geschäftsjahr 2020, den Konsumenten und seine Bedürfnisse noch stärker in den Mittelpunkt von Produktstrategien und Geschäftsmodellen zu stellen und durch neue Produkte und Services abseits des klassischen Print-Geschäfts zu bedienen.

Im Geschäftsjahr 2020 geht der Geschäftsbereich Medienmarken National zudem weiterhin den bereits eingeschlagenen Weg zunehmender Effizienz der klassischen Produktion und von verlagsnahen Dienstleistungen. Dabei tritt er auch als Dienstleister für andere Verlage auf.

Prognose

Die strukturellen Herausforderungen, denen die Publikumszeitschriften insgesamt unterliegen, bleiben groß - dennoch bleibt der Geschäftsbereich Medienmarken National insgesamt optimistisch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung. Die nationalen Medienmarken werden mit ihrer hohen journalistischen Qualität, der großen Strahlkraft und Glaubwürdigkeit ihrer Marken deutschlandweit fester Bestandteil der Lebenswelten von 46,14 Millionen Lesern jährlich (Quelle: ma II/2019; 2018: 49,67 Millionen Leser) bleiben.

Die Anzahl der verlegten Zeitschriften und die Anzahl der Digitalprodukte wird 2020 voraussichtlich konstant bleiben. Der Geschäftsbereich Medienmarken National plant 2020 eine leichte Umsatzsteigerung, u.a. dank der erfolgreichen Markteinführung des Apothekenmagazins My Life und der Akquisition von Netdoktor im Jahr 2019 sowie der strategischen Partnerschaft mit dem ADAC. Der Verlauf der Coronavirus-Pandemie in Deutschland, bzw. die Dauer der sich daraus ergebenden Eindämmungsmaßnahmen, könnte sich negativ auf die oben dargestellte Umsatzentwicklung auswirken.

2.2.3 Medienmarken International

Die in diesem Bereich zusammengefassten ausländischen Aktivitäten von Burda haben ihren Schwerpunkt in Großbritannien, Kontinentaleuropa und Asien. Insgesamt ist die Einheit in 17 Ländern aktiv (2018: 18 Länder). Zusätzlich zu den in allen Märkten im Jahr 2019 weiter verstärkten Online-Aktivitäten publizierten Burda und seine Partnerverlage im Ausland 293 Titel (2018: 341 Titel), Europa ist mit 281 Titeln (2018: 328 Titel) dabei mit Abstand die wichtigste Region.

Der Außenumsatz des Bereichs Medienmarken International betrug 2019 insgesamt 444,3 Millionen Euro (2018: 412,9 Millionen Euro) und liegt damit im Rahmen der Erwartungen über dem Vorjahr. Den anhaltenden Zuwächsen in den digitalen Geschäften, im Bereich Marketing Services (z. B. Events), aber auch dem wachsenden Geschäft der BurdaEducation (Produktion und Vertrieb von Schul- und Textbüchern mit Schwerpunkt Indien und Afrika), stehen rückläufige Gesamtumsätze beim traditionellen Print-Geschäft gegenüber.

Die bereits im Jahr 2018 implementierte Neuorganisation des internationalen Verlagsgeschäfts mit den vier eigenständigen Teilbereichen Immediate Media, Publishing Europe sowie Burda Luxury und BurdaEducation wurde in 2019 durch den neuen Teilbereich Burda Create! weiterentwickelt.

Immediate Media

Immediate Media, der nach Umsätzen größte Bereich, setzte in Großbritannien seinen Kurs als innovatives Plattformunternehmen (auf einer bestimmten thematischen Plattform werden unterschiedliche, auch wechselnde Geschäftsmodelle betrieben) fort und legte im Umsatz deutlich zu. Der Zuwachs resultiert zum einen aus dem Zukauf von Event-Geschäft, doch auch die Gesamtreichweite der Online- und Print-Marken wurde 2019 erneut erfolgreich gesteigert. Damit konnte die Marktführerschaft in den Magazinsegmenten ausgebaut und gleichzeitig der digitale "Fußabdruck" vergrößert werden. Immediate Media ist mit der bereits im Herbst 2018 vollzogenen Akquisition der Marke BBC Good Food und durch die im Jahr 2019 vollzogene Akquisition der Agenturen Upper Street Events und River Street Events zum führenden Food-Publisher und zu einer der führenden Event-Agenturen in Großbritannien aufgestiegen. Damit setzte Immediate Media seine Strategie der Fokussierung auf Special-Interest-Inhalte und Communities weiter um. Zum Ende des Jahres 2019 wurde die Veräußerung des Geschäfts im TV-Umfeld angestoßen.

Publishing Europe

Publishing Europe begegnet dem nach wie vor herausfordernden Umfeld im Zeitschriftengeschäft in den Märkten Europas mit agiler Unternehmensentwicklung und laufenden Portfolio-Anpassungen. Die digitalen Aktivitäten in allen in dieser Einheit zusammengefassten Märkten wurden 2019 verstärkt, was zu einem weiteren organischen Wachstum der eigenen Plattformen führte. Die in enger Zusammenarbeit mit Kunden durchgeführten Veranstaltungen (z. B. das Shopping-Event Marianne Days und das Apetit Picnic in Tschechien) tragen als eigenständige Geschäftsmodelle ebenfalls zum Wachstum bei. Die Beteiligungen in der Ukraine wurden 2019 veräußert.

Burda Luxury

Auch in der Einheit Burda Luxury tragen wachsende Digital-, Event- und Custom-Publishing-Aktivitäten - ausgerichtet auf zahlungskräftige und konsumfreudige Bevölkerungsschichten in Südostasien - zum dynamischen Wachstum bei. Das seit Juli 2018 im Auftrag des Kunden Microsoft von einer indischen Burda-Gesellschaft erfolgreich zusammengeführte und integrierte Kundenservice-Center mit 140 Mitarbeitern bildet hierbei ein stabiles Geschäft auf dem Subkontinent. Dementsprechend konnte Burda Luxury sowohl im Digital- als auch im Service-Geschäft signifikant wachsen.

BurdaEducation

Die Einheit BurdaEducation konnte im Jahr 2019 die bereits 2018 erhaltenen Aufträge der afrikanischen Länder Mosambik und Sierra Leone erfolgreich abwickeln. Zusammen mit weiteren Aufträgen von indischen Bundesstaaten sowie neu gewonnenen Aufträgen in afrikanischen Ländern konnte ein signifikantes Umsatzwachstum erzielt werden. BurdaEducation ist weiterhin kontinuierlich mit relevanten Entscheidern und Auftraggebern im Austausch, um den großen Markt für Schulbücher und Erziehungsmaterialien in Entwicklungs- und Schwellenländern zu bearbeiten.

Burda Create!

Die auf der Tradition der Marke Burda Style aufbauenden und in den letzten Jahren auch durch Akquisitionen in Skandinavien ausgebauten Aktivitäten im Bereich Crafting wurden in einer zusätzlichen fünften Teileinheit zusammengefasst. Ziel ist es, die vorhandene Crafting-Expertise noch intensiver zu vernetzen, um somit Synergien in der Content-Erstellung, im Produktionsumfeld, im Betrieb der Abonnentengewinnung und -verwaltung sowie in den digitalen Vermarktungskonzepten zu realisieren.

Risiken des Bereichs

Das Geschäft des Bereichs Medienmarken International hat vier wesentliche Risikofaktoren zu berücksichtigen:

Die politischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Krisenlagen in Märkten wie Russland, Türkei und Hongkong führen zu Unsicherheiten, was Wechselkursentwicklungen, Umsatz- und Ergebnisentwicklung betrifft.

Generell rückläufige Marktentwicklungen, geprägt von schwachem Anzeigengeschäft aufgrund unsicherer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, haben einen anhaltenden Ergebnisdruck im traditionellen Zeitschriftengeschäft zur Folge.

Das vorhandene Marktpotenzial für den Schul- und Textbuchdruck für Länder in Afrika und Indien ist bezüglich des Erhalts von Aufträgen als volatil und bezüglich der Ablaufsteuerung als sehr komplex zu beurteilen.

Der fortlaufende Wandel der Mediennutzung weltweit hin zu mobil verfügbaren Inhalten und zu Social-Media-Plattformen und damit weg vom klassischen Print-Konsum belastet die Vertriebserlöse.

Der Bereich begegnet diesen Risiken durch fortgesetzte Optimierung der Geschäftsmodelle und der Geschäftsstrukturen. Mit dem im Jahr 2017 akquirierten wirtschaftlich starken Geschäft in Großbritannien sowie dem Rückzug aus der Ukraine und aus Brasilien wurde die angestrebte Neuausrichtung fortgesetzt. Umfassende Restrukturierungen in allen operativen Einheiten, insbesondere in den Anzeigenabteilungen, Redaktionen und in der Führungsebene wurden weitestgehend abgeschlossen und führten zu effizienteren Strukturen. Diese ermöglichen nicht nur das Abfedern zukünftiger Risiken, sondern vorrangig die konsequente Nutzung von Wachstumschancen.

In nahezu allen Tochtergesellschaften wurden bestehende Compliance-Management-Systeme analysiert, Ziele im Bereich der Informationssicherheit definiert und Anforderungen aus der Datenschutzgrundverordnung im europäischen Ausland umgesetzt. Risikopotenziale wurden erneut geprüft, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet.

Mit Blick auf mögliche Brexit-Risiken in Großbritannien ist festzuhalten, dass es sich bei den durch Immediate Media realisierten Umsätzen mit großer Mehrheit um Vertriebs- und Transaktionsumsätze mit britischen Endverbrauchern handelt. Verbindungen ins europäische Ausland bestehen nur in geringem Umfang. Solange die britische Volkswirtschaft, bedingt durch den Brexit, keine massiven Einbußen zu verzeichnen hat und sich daraufhin das Konsumklima deutlich verschlechtert, werden die Konsequenzen für das britische Geschäft gering bis moderat sein. Dies gilt auch für translatorische Konsequenzen aus einem veränderten (schlechteren) Wechselkurs. Während die in Großbritannien erwirtschafteten Ergebnisbeiträge in britischen Pfund stabil bleiben, könnte sich eine negative Wechselkursentwicklung nachteilig auf das Teilkonzernergebnis (in Euro) auswirken. Ein gegenläufiger Effekt ergibt sich jedoch aus der Umrechnung der in britischen Pfund geführten planmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte und stille Reserven. Insgesamt werden die ökonomischen Risiken des Brexits für Burda weiterhin als moderat eingeschätzt.

Strategie

Nach der Finalisierung der Umstrukturierung in selbstständig agierende Teilbereiche im Jahr 2019 sind die Voraussetzungen geschaffen, um dort, wo Erfolgsaussichten bestehen, verstärkt das Wachstum durch Weiter- und Neuentwicklungen in Print-, Digital- sowie Marketing-und-Services-Portfolios zu forcieren. Mittels konkreter Strategieplanungen werden Erlöspotenziale jenseits des traditionellen Print-Geschäfts als Kern eines Transformationsprozesses erschlossen. Bestehende Einheiten, Strukturen und Portfolios werden weiterhin kontinuierlich überprüft und angepasst.

Prognose

Wie im Vorjahr bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd. Der Bereich Medienmarken International erwartet für 2020, im Wesentlichen aufgrund möglicher Desinvestitionen, einen leichten Umsatzrückgang. Abhängig vom Verlauf der Coronavirus-Pandemie in den einzelnen Ländern, bzw. von der Dauer der entsprechenden Eindämmungsmaßnahmen, kann der Umsatzrückgang möglicherweise stärker ausfallen.

2.2.4 Druck

BurdaDruck ist auf die Herstellung hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Werbedrucke im hochauflagigen Tiefdruck sowie auf alle dafür notwendigen Dienstleistungen spezialisiert. Zu den Auftraggebern zählen neben den Verlagen von Burda auch konzernfremde Verlags- und Akzidenzkunden aus verschiedenen Branchen.

Die BurdaDruck-Gruppe ist mit Standorten in Offenburg (zwei Werke), Nürnberg sowie im französischen Vieux-Thann eines der größten Druckunternehmen Europas. 2019 betrug der Außenumsatz 139,3 Millionen Euro (2018: 116,5 Millionen Euro). Trotz eines insgesamt weiterhin rückläufigen Marktes konnte der Umsatz entgegen den Erwartungen somit deutlich gesteigert werden.

BurdaDruck bewegt sich in einer seit Jahren rückläufigen und von Überkapazitäten geprägten Branche. Dies führte zu einem harten, über den Preis geführten Verdrängungswettbewerb. Nachdem im ersten Quartal 2019 gleich mehrere Wettbewerber infolge des starken Preisverfalls den Markt verlassen haben, konnte BurdaDruck davon profitieren und die Tonnage von geplanten 315.000 Tonnen auf nunmehr 338.000 Tonnen steigern. Ebenso konnte in vielen Fällen eine Stabilisierung der Verkaufspreise erzielt werden. Der Auftragsmix hat sich dabei wie auch schon in den Vorjahren von Zeitschriften hin zu Akzidenzen (Kataloge und Werbedrucksachen) verschoben.

Zusätzlich konnte durch die Investition in einen Cutter am Standort Vieux-Thann die Wertschöpfung auf Aufträge mit kleinen Umfängen zwischen 8 und 16 Seiten ausgeweitet werden.

Risiken des Bereichs

Die Entwicklung des sich verändernden Auftragsmix setzt sich wie erwartet fort. Während das Zeitschriften- und Kataloggeschäft rückläufig ist, zeigt sich das Segment der Werbedrucksachen stabil, in manchen Teilen sogar wachsend. Durch den insgesamt schrumpfenden Markt herrscht allerdings seit Jahren ein starker Verdrängungswettbewerb, der zu einem anhaltenden Preisdruck führt.

Da langfristig der Druckmarkt weiter rückläufig sein wird, sind auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement und die Optimierung und Automatisierung der Produktionsabläufe unerlässlich. Daher wird BurdaDruck in den nächsten beiden Jahren durch Erweiterung des modernen Burda-Druckzentrums um eine Tiefdruckrotation und die voraussichtliche Schließung des Werks I seine Kapazitäten leicht reduzieren und so dem schrumpfenden Markt anpassen.

Um Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird die Bonität der Kunden regelmäßig überprüft und das Auftragsvolumen mittels Kreditversicherungen weitestgehend abgesichert.

Strategie

BurdaDruck wird in allen beeinflussbaren Segmenten auch weiterhin ein konsequentes Kostenmanagement betreiben und alle möglichen und sinnvollen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ergreifen. Es wird auf der Nachfrageseite weiterhin intensiv geprüft, ob andere Produktionsverfahren komplementär zum Tiefdruckverfahren ergänzt werden sollten. Im Fokus steht hierbei der Inkjet-Digitaldruck. BurdaDruck hat in eine eigenentwickelte Digitaldruckmaschine investiert, die im November 2019 in Nürnberg installiert wurde und auf der der individualisierte Titel des 14-tägigen Apotheken-Magazins My Life gedruckt wird.

Prognose

Trotz weiterhin rückläufiger Marktentwicklung wird es mittelfristig eine Nachfrage nach Tiefdruckdienstleistungen geben. Durch die Marktaustritte zahlreicher Wettbewerber wird die Position von BurdaDruck gestärkt. Auch eine weitere Stabilisierung der Preise könnte damit einhergehen. Die in den nächsten beiden Jahren geplanten Investitionen in die Erweiterung von Werk II, bzw. damit einhergehend die voraussichtliche Schließung von Werk I, haben eine Reihe von Einsparungspotenzialen, u.a. auch aufgrund der Kapazitätsreduzierung, zur Folge. Da davon auszugehen ist, dass 2020 mehr Papier seitens der Kunden beigestellt und somit weniger durch BurdaDruck weiterveräußert wird, ist, trotz einer vergleichbar hohen Auslastung, ein deutlicher Rückgang der Umsatzerlöse, auch ohne mögliche Effekte aus der Coronavirus-Pandemie, zu erwarten.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Der konsolidierte Außenumsatz des Teilkonzerns - neben dem Ergebnis vor Steuern eine zentrale Steuerungsgröße des Teilkonzerns - ist leicht um 4,9 Prozent auf 2.794,8 Millionen Euro (2018: 2.664,1 Millionen Euro) gestiegen.

Bereinigt man die Umsatzerlöse der Geschäftsbereiche Digitalmarken sowie Medienmarken National so, als wäre die BurdaDirect bereits 2018 Teil der Medienmarken National gewesen, dann ergäbe sich für die Medienmarken National, wie im Vorjahr prognostiziert, ein leichter Zuwachs der Umsatzerlöse um 1,5 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Anpassung läge auch der Bereich der Digitalmarken mit einem Anstieg von 4,6 Prozent im Rahmen der im Vorjahr prognostizierten Steigerung. Der bereinigte Anstieg der Umsatzerlöse des Bereichs resultiert im Wesentlichen aus dem organischen und anorganischen Wachstum der New Work SE sowie einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit der BurdaTech.

Die Erwartungen des Vorjahres im Bereich der Medienmarken International konnten ebenfalls mit einem moderaten Umsatzwachstum erfüllt werden - der nach Umsätzen größte Bereich Immediate Media verzeichnete einen signifikanten Umsatzanstieg, im Wesentlichen durch den Zukauf von Event-Geschäft und der Steigerung der Gesamtreichweite der bisherigen Online- und Print-Marken.

Entgegen der Prognose konnte der Umsatz im Bereich Druck erstmals seit Jahren gesteigert werden und verzeichnete mit 19,6 Prozent ein signifikantes Wachstum. Dabei profitierte der Bereich vor allem vom Marktaustritt mehrerer Wettbewerber und einer Stabilisierung der Verkaufspreise.

Im Detail entwickelten sich die konsolidierten Umsatzerlöse der Bereiche wie folgt:

2018 2019 Veränderung
Mio. € in % Mio. € in % IST
(in %)
Digitalmarken 1.464,9 55,0 1.434,0 51,3 -2,1
Medienmarken National 651,2 24,4 756,5 27,1 16,2
Medienmarken International 412,9 15,5 444,3 15,9 7,6
Druck 116,5 4,4 139,3 5,0 19,6
Sonstige 18,6 0,7 20,7 0,7 11,3
Umsatzerlöse 2.664,1 100,0 2.794,8 100,0 4,9

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 39,9 Millionen Euro auf 117,3 Millionen Euro ist überwiegend auf geringere Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen sowie vormals konsolidierter Unternehmen zurückzuführen. Auch Erträge aus der Abstockung an weiterhin vollkonsolidierten Gesellschaften sind in dieser Position enthalten.

Die Materialaufwandsquote hat sich mit 50,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr nicht geändert (2018: 50,1 Prozent), da bei dem um 64,8 Millionen Euro auf 1.399,8 Millionen Euro gestiegenen Materialaufwand eine vergleichbare Entwicklung wie bei den Umsatzerlösen zu verzeichnen war.

Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr, der Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl weitestgehend entsprechend, um 48,0 Millionen Euro auf 701,4 Millionen Euro angestiegen. Ein erheblicher Anteil des Anstiegs ist, wie bereits im Vorjahr, auf den Erwerb weiterer Tochtergesellschaften der New Work SE sowie der Immediate Media zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 42,1 Millionen Euro auf 665,1 Millionen Euro. Auch dieser Anstieg, im Wesentlichen von Vertriebs- und IT-Kosten, entfällt überwiegend auf die wachstumsstarken Digitalgesellschaften. Daneben war im Berichtsjahr auch ein Anstieg der Aufwendungen für die Abfindung von Mitarbeitern zu verzeichnen.

Mit 135,4 Millionen Euro lagen die Abschreibungen deutlich über dem Wert des Vorjahres (2018: 121,9 Millionen Euro). Der Anstieg entfällt überwiegend auf die Abschreibung von im Rahmen der Kapitalkonsolidierung angesetzten Firmenwerten und stillen Reserven (2019: 92,8 Millionen Euro, 2018: 79,6 Millionen Euro), darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 7,0 Millionen Euro (2018: 0 Millionen Euro).

Die Entwicklung des Finanzergebnisses von -31,8 Millionen Euro auf -3,8 Millionen Euro resultiert überwiegend aus einem Anstieg der Beteiligungserträge um 21,5 Millionen Euro auf 26,3 Millionen Euro. Daneben kam es sowohl zu einem Rückgang der Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen um 3,2 Millionen Euro als auch zu einer Reduzierung der Nettozinsaufwendungen (Zinserträge abzüglich Zinsaufwendungen) um 2,8 Millionen Euro.

Mit 7,1 Millionen Euro lag das Ergebnis vor Steuern deutlich unter dem Vorjahreswert von 58,3 Millionen Euro und somit auch unterhalb der Prognose des Vorjahres. Insgesamt hat sich der Teilkonzern dennoch zufriedenstellend entwickelt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag liegen, trotz des rückläufigen Ergebnisses vor Steuern, mit 22,0 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau (2018: 21,6 Millionen Euro). Der Grund für den Anstieg der Steuerquote ist einerseits der Rückgang von steuerfreien Erträgen und andererseits der oben erwähnte Anstieg von Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung, die sowohl für die laufenden Ertragsteuern als auch für die latenten Steuern unerheblich sind.

Der Teilkonzernjahresfehlbetrag nach nicht beherrschenden Anteilen lag im Geschäftsjahr bei -24,7 Millionen Euro (2018: Teilkonzernjahresüberschuss in Höhe von 23,7 Millionen Euro).

Die Teilkonzernbilanzsumme stieg um 52,0 Millionen Euro auf 1.878,9 Millionen Euro an (2018: 1.826,9 Millionen Euro). Auf der Aktivseite der Bilanz ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf Zugänge bei den Beteiligungen - insbesondere in das Portfolio der BurdaPrincipal Investments -zurückzuführen. Der Saldo dieses Bilanzpostens stieg um 40,7 Millionen Euro auf 204,2 Millionen Euro an. Das restliche Anlagevermögen i. H. v. 902,0 Millionen Euro liegt nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (2018: 902,8 Millionen Euro) - die Höhe der Neuinvestitionen entspricht somit ungefähr dem Saldo aus abgegangenen Restbuchwerten, Abschreibungen und Effekten aus der Währungsumrechnung. Die Zugänge gemäß Anlagenspiegel lagen im Berichtsjahr bei 203,8 Millionen Euro (2018: 161,4 Millionen Euro). Neben den bereits erwähnten Zugängen von Beteiligungen sind insbesondere die Zugänge von Honeypot und Upper Street Events/River Street Events sowie der Erwerb der Netdoktor.de GmbH zu erwähnen. Ferner sind in den Zugängen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Aufstockung an bereits vollkonsolidierten Unternehmen enthalten. Die gesamten zahlungswirksamen Investitionen lagen im Geschäftsjahr bei 167,2 Millionen Euro (2018: 157,0 Millionen Euro).

Das Umlaufvermögen ist leicht um 9,6 Millionen Euro auf 746,0 Millionen Euro angestiegen. Der Anstieg ist u. a. auf höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der BurdaTech sowie der New Work SE zurückzuführen (2019: 304,2 Millionen Euro; 2018: 282,1 Millionen Euro). Zudem ist der Saldo der sonstigen Vermögensgegenstände um 40,0 Millionen Euro auf 102,4 Millionen Euro angestiegen. Diese Veränderung resultiert zu großen Teilen aus Forderungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen, für die Anfang 2020 der Zahlungseingang erfolgte.

Die liquiden Mittel (bestehend aus den sonstigen Wertpapieren sowie den Kassenbeständen und Bankguthaben) sind um rund 47,2 Millionen Euro auf 135,5 Millionen Euro gesunken. Daneben kam es, wesentlich bedingt durch die bereits erwähnten Investitionen in neue Beteiligungen, zu einem Anstieg der Bankverbindlichkeiten um 53,0 Millionen Euro auf 445,5 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zzgl. weiterer - in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesener - Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel) lag zum Bilanzstichtag somit bei 360,0 Millionen Euro (2018: 259,8 Millionen Euro). Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 60 Prozent. Die im Vorjahr und die per 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten wurden marktüblich verzinst; der Anteil von Restlaufzeiten bis zu einem Jahr lag bei diesen Positionen bei rund 17 Prozent (2018: rund 10 Prozent). Von den ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten entfielen rund 21 Prozent auf Verbindlichkeiten in GBP sowie rund 2 Prozent auf Verbindlichkeiten in INR. Der Teilkonzern war im Geschäftsjahr stets und jederzeit in der Lage, fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Neben dem Anstieg der Bankverbindlichkeiten kam es insbesondere zu einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 15,4 Millionen Euro auf 273,6 Millionen Euro sowie des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 20,4 Millionen Euro auf 191,4 Millionen Euro. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen resultiert zu einem Großteil aus dem weiteren Wachstum der BurdaTech. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens ist überwiegend auf gestiegene Subskriptionserlöse bei der New Work SE sowie auf die erstmalige Einbeziehung der neuen Tochtergesellschaften der Immediate Media zurückzuführen.

Das mittel- und langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, mittel- und langfristigen Rückstellungen sowie mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten, ist um 35,0 Millionen Euro auf 964,5 Millionen Euro (2018: 999,5 Millionen Euro) gesunken. Das Anlagevermögen des Teilkonzerns war zum Bilanzstichtag mit rund 87 Prozent durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt.

Das Eigenkapital ist, im Wesentlichen aufgrund des Teilkonzern-Jahresfehlbetrags und der Ausschüttung an die Gesellschafterin der Burda GmbH, um 39,6 Millionen Euro auf 354,7 Millionen Euro gesunken, was, verstärkt durch einen gleichzeitigen Anstieg der Bilanzsumme, zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote von 21,6 Prozent auf 18,9 Prozent führte. Positiven Effekten aus der Währungsumrechnung steht ein Anstieg der Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter gegenüber.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr, im Wesentlichen bedingt durch das rückläufige Jahresergebnis, mit 43,5 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres (2018: 55,7 Millionen Euro). Während die zusätzliche Kapitalbindung (d.h. die Veränderung von Rückstellungen, Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten) etwa dem Wert des Vorjahres entspricht, lagen die Ertragsteuerzahlungen deutlich unter dem Vorjahr, das durch periodenfremde Effekte gekennzeichnet war.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit war im Geschäftsjahr 2019 vor allem geprägt durch Veränderungen im Finanzanlagevermögen. Die Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen sowie aus Veränderungen des Konsolidierungskreises beliefen sich im Berichtsjahr auf 49,7 Millionen Euro (2018: 151,2 Millionen Euro). Die entsprechenden Neuinvestitionen in das Beteiligungsportfolio zzgl. den Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis lagen 2019 mit 123,0 Millionen Euro ungefähr auf dem Niveaus des Vorjahres (2018: 119,1 Millionen Euro). Zusammen mit den Nettoveränderungen bei den immateriellen Vermögensgegenständen bzw. dem Sachanlagevermögen sowie den erhaltenen Zinsen und Ausschüttungen von Beteiligungen ergab sich ein negativer Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 81,5 Millionen Euro (2018: Zufluss in Höhe von 19,0 Millionen Euro).

Zur Finanzierung von Investitionen in neue Beteiligungen wurde die Inanspruchnahme von bestehenden Kreditlinien erhöht. Im Saldo kam es somit zu Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 44,6 Millionen Euro (2018: Auszahlungen in Höhe von 14,8 Millionen Euro). Ergänzt um die Auszahlungen an Gesellschafter, um die gezahlten Zinsen sowie die gezahlten Dividenden an andere Gesellschafter verbleibt insgesamt ein negativer Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8,0 Millionen Euro (2018: -61,7 Millionen Euro).

Mit einem Finanzmittelfonds (Kassen- und Bankguthaben zuzüglich sonstiger Wertpapiere abzüglich jederzeit fälliger kurzfristiger Giroverbindlichkeiten) in Höhe von 100,3 Millionen Euro zum Jahresende 2019 (2018: 147,3 Millionen Euro) befindet sich die Finanzlage des Teilkonzerns weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Auch vor dem Hintergrund der verfügbaren Kreditlinien besteht ausreichend Spielraum für weitere, selektive, Investitionsmöglichkeiten.

3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

3.1 Chancenbericht

Aus der Transformation des gesamten Medienmarktes ergeben sich für den Burda Teilkonzern in nahezu allen Geschäftsfeldern Entwicklungsmöglichkeiten, die das Unternehmen aktiv nutzen will. Besonders die weiterhin stark wachsende Bedeutung des Consumer-Internets als Medien-, Werbe- und Transaktionskanal, das Zusammenwachsen von Inhalt und Technologie und die stetig steigende Nutzung von medialen Inhalten eröffnen dem Unternehmen große Chancen. Burda versteht sich primär als "Consumer Media Company". Diese strategische Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Konsumenten eröffnet dem Unternehmen Chancen in der B2C-Interaktion. Anspruch Burdas in allen Profitcentern ist, Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die den Menschen den bestmöglichen Mehrwert bringen.

Verschiedene Faktoren kommen dem Gesamtunternehmen grundsätzlich zugute: Burda ist als flexible Organisation konstruiert, die mit permanenten Veränderungen umgehen kann. Dazu gehört die dezentrale Profitcenter-Struktur, in der jedes Unternehmen flexibel auf seinen Märkten agieren kann. Chancen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich auf der einen Seite durch die hohe Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle innerhalb des Teilkonzerns; auf der anderen Seite werden Synergien unter den einzelnen Gesellschaften wo immer möglich genutzt. Burda wird 2020 die Synergien unter den einzelnen Teilkonzerngesellschaften weiter ausbauen und besonders in den Gebieten Technologie, Vermarktung und Inhalteerstellung enger zusammenarbeiten. Hieraus ergeben sich Chancen auf schnellere und nachhaltige Innovationen in den Profitcentern und profitables Wachstum. Generell werden Innovationen und der Aufbau neuer Geschäftsmodelle unternehmensweit gefördert.

Burda kann durch seine stabile finanzwirtschaftliche Situation kontinuierlich in seine Produkte investieren, Unternehmen weiterentwickeln und als Investor in technologisch führende Unternehmen mit international skalierbaren Geschäftsmodellen einsteigen. Bei Burda werden laufend neue Produkte und Geschäftsmodelle getestet, entweder durch eigene Entwicklung oder durch Investments in internationale Digitalunternehmen mit besonderem geografischem Fokus in Westeuropa, Asien und den USA. Besonders attraktiv als Investor ist Burda durch sein eigenes Medienportfolio und die starke Marktdurchdringung in Deutschland, wodurch Produkte und Services schnell und nachhaltig bekannt gemacht werden können.

Auf Ebene der Infrastruktur im Internet hat Burda das Thema Suche neu definiert und Cliqz mit einem eigenen Web-Index auf den Markt gebracht. Cliqz positioniert sich mit den beiden Alleinstellungsmerkmalen Datensicherheit ("Privacy") und Schnelligkeit. Datensicherheit gewinnt bei den Konsumenten zunehmend an Relevanz, das Sammeln und Verwerten persönlichster Daten durch US-amerikanische Monopolisten wie z. B. Google und Facebook geraten immer stärker in die öffentliche Diskussion. Dies kann dazu führen, dass sich trotz der von Monopolisten errichteten Markteintrittsbarrieren immer mehr Menschen alternativen Angeboten zuwenden, die den Schutz ihrer persönlichen Daten garantieren können.

Der digitale Publisher BurdaForward entwickelt Journalismus mit technologischen Mitteln permanent weiter und setzt dabei u. a. auf künstliche Intelligenz, durch die der einzelne Nutzer das beste Nachrichtenangebot erhalten kann. Das sich stetig vergrößernde Publisher-Netzwerk vereint mittlerweile das Angebot von 170 Medien und Verlagen und will weitere dazugewinnen. Die Anbieter der regionalen oder lokalen Nachrichtenangebote profitieren vom technologischen Vorsprung und der Option, gemeinsam mit den anderen Medienangeboten vermarktet zu werden. Dieses Angebot erfüllt das Bedürfnis der Konsumenten nach auf sie zugeschnittenen Nachrichtenangeboten, die von der großen Nachrichtenlage bis zu lokalen Informationen aus Rathäusern oder Sportvereinen reichen -direkt auf das mobile Endgerät.

Über die sogenannten "GROW! Media Classes", die von der Burda Journalistenschule organisiert werden, erarbeitet Burda neue Formen des Journalismus wie z. B. in Podcasts. Ziel ist, dass auf Basis der beim Konsumenten vertrauten Print-Marken neue, vor allem digitale Produkte entstehen und am Markt getestet werden. Durch die verstärkte Ausweitung von journalistischen Inhalten auf neue Kanäle ergeben sich publizistische und wirtschaftliche Chancen für Burda.

Zunehmend will Burda auf thematischen Plattformen arbeiten, über Standorte, Profitcenter und Marken hinweg intensiv zusammenarbeiten und so Wettbewerbsvorteile nutzen. Beispielhaft geschieht das bereits heute im Themengebiet Gesundheit. Vom "Zukunftspakt Apotheke" über das Apotheken-Magazin My Life, das digitale Gesundheitsangebot Mylife.de bis zu den Digitalplattformen Netdoktor und Jameda reicht das Spektrum. Burda erreicht mit seinen Angeboten 83 Prozent der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung, die sich für Health- bzw. Pharma-Themen interessieren, und ist so ein gefragter Partner nicht nur für die Gesundheitsindustrie. Die Verbreitung des Coronavirus könnte dazu führen, dass die Nachfrage nach diesen Angeboten, insbesondere nach der Online-Videosprechstunde, zunimmt.

Bei den Zeitschriften eröffnen sich zusätzliche Erlöschancen durch die Ausweitung der Zeitschriftenmarken auf angrenzende Produktbereiche, zum Beispiel Commerce, Events oder Merchandising, wie es vor allem von Immediate Media in Großbritannien praktiziert wird. Das Bewusstsein für journalistische Qualität und der Bedarf an verlässlichen Informationen sind in Deutschland messbar gestiegen. Dabei gewinnen besonders die traditionellen Medien das immer größer werdende Vertrauen der Konsumenten. Aus dieser Nähe zu den Menschen ergeben sich Chancen für Burda, um neue Erlösquellen in der direkten Interaktion mit den Konsumenten zu erschließen und sich so zunehmend unabhängig von der Volatilität des Werbemarkts zu machen.

In der Vermarktung von Zeitschriften kann das Unternehmen von der Ausweitung digitaler Vermarktungsoptionen und der zunehmenden Fokussierung auf maßgeschneiderte Werbelösungen für werbende Unternehmen profitieren.

Weitere Chancen liegen im Wachstumsmarkt Content-Marketing. Hier ist der Teilkonzern mit C3 Creative Code and Content gut positioniert. C3 hat den Anspruch, auch in Zukunft den Markt als innovativer Marketingdienstleister anzuführen. Durch eine 2018 umgesetzte strategische Neuausrichtung hat C3 sich bereits Vorteile im zunehmend dicht besetzten Wettbewerb verschafft und will sich auch in Zukunft besonders durch agile Kommunikationskonzepte für ein neues digitales Marketing weiter differenzieren.

Besonders in Afrika kann sich Burda durch wachsenden Wohlstand in ehemaligen Dritte-Welt- und Schwellenländern gute Wachstumschancen erarbeiten, da der Bedarf an gedruckten und digitalen Medienangeboten wie auch der Bedarf an Druckerzeugnissen wie etwa Lehrmaterialien im Allgemeinen wächst. Das Osteuropa-Geschäft wurde so effizient aufgestellt, dass es auch unter weiterhin schwieriger werdenden Bedingungen betrieben werden kann.

Die fortschreitende Digitalisierung auf der ganzen Welt sowie das in einigen großen Ländern steigende Wohlstands- und Bildungsniveau schaffen Chancen für digitale Geschäftsmodelle sowie die Erschließung neuer Märkte mit Medienprodukten.

3.2 Risikobericht

Über die zu den einzelnen Geschäftsbereichen bereits geschilderten und, falls nicht anders gekennzeichnet, jeweils als gering zu klassifizierenden Risiken hinaus ist Burda weiteren Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Burda begegnet den verschiedenen Geschäftsrisiken durch ein Risikomanagementsystem, das sich an den Grundsätzen und dem Rahmenwerk des international anerkannten Risikomanagementstandards ISO 31000 ausrichtet.

Risikomanagement

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde das seit Jahren bestehende Verfahren zur Risikoerhebung und -bewertung weiter optimiert. Mögliche Risiken werden, einem einheitlichen Risikokatalog folgend, systematisch von der Unternehmensleitung identifiziert, analysiert und bewertet. Der Risikokatalog umfasst neben strategischen, operativen und finanziellen Risiken auch Compliance-Risikofelder. Auf dieser Basis ergreifen die jeweils verantwortlichen Geschäftsführer und deren Führungskräfte geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Standardsoftware effizient unterstützt. Zentrale und dezentrale Controlling-Funktionen sowie eine unabhängige interne Revision überwachen seine Wirksamkeit, um sicherzustellen, dass Risiken frühzeitig erkannt, korrekt beurteilt und kontinuierlich kontrolliert werden.

Risikomanagement im Hinblick auf die Finanzberichterstattung

Die Anforderungen an die Überwachung einer ordnungsgemäßen und verlässlichen Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sind hoch. Das Risikomanagementsystem ist in diesem Bereich so ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit gewährleistet ist, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und die Erstellung des Teilkonzernabschlusses in Übereinstimmung mit Gesetzen und Normen steht. Kontrollen zur Vollständigkeit der Finanzberichterstattung, das Prinzip der Funktionstrennung und die Einhaltung des Vieraugenprinzips stellen sicher, dass Transaktionen zeitnah und termingerecht erfasst werden und eine ordnungsmäßige Abschlusserstellung erfolgen kann. Konzerninterne Transaktionen werden vollständig erfasst, abgestimmt und eliminiert. Bilanzierungsrelevante und angabepflichtige Sachverhalte aus getroffenen Vereinbarungen werden identifiziert und korrekt im Abschluss abgebildet.

Wesentlich dabei ist der Einsatz eines teilkonzerninternen Shared-Service-Centers. Es erstellt die handelsrechtlichen Abschlüsse der meisten konsolidierten deutschen Teilkonzerngesellschaften. Die Durchführung der Konsolidierungsarbeiten und der Teilkonzernabschlusserstellung erfolgt auf Ebene der Obergesellschaft des Teilkonzerns. Die einheitliche Bilanzierung wird durch konzernweite Vorgaben und Verfahren, angemessene Prüfungen der angelieferten Daten und den Einsatz von SAP-Software-Anwendungen sichergestellt.

Investitionsrisiken

Risiken aus wesentlichen Investitionen, Projekten und Akquisitionen werden durch Investitionsprüfungen identifiziert, bewertet und durch interne Freigabekontrollen autorisiert. Größere Einzelinvestitionen werden im Rahmen von Zustimmungsregelungen in den Geschäftsordnungen bzw. Gesellschaftsverträgen beantragt und entschieden. Auftretende Risiken in Sach- und Finanzinvestitionen können zu Abwertungen führen, welche die Ertragssituation je nach Höhe der Investition unterschiedlich stark belasten würden. Beteiligungsrisiken ergeben sich vor allem aus der Gefahr einer erheblich verschlechterten Situation der betreffenden Unternehmen bis hin zur Insolvenz; sie werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Da einzelne Abwertungen signifikante Auswirkungen auf das Teilkonzernergebnis hätten, wird diesem Risiko die insgesamt höchste Bedeutung beigemessen. Nicht zuletzt aufgrund einer geringen Einzeleintrittswahrscheinlichkeit schätzt der Teilkonzern dieses Risiko für das breit angelegte Portfolio als gering bis moderat ein.

Rohstoff-, Beschaffungs- und Lieferantenrisiken

Der strategische Einkauf zur Versorgung der Verlage und Tiefdruck-Druckbetriebe mit den wichtigsten Rohstoffen Papier und Farbe erfolgt unter den Gesichtspunkten des Lieferanten-, Qualitäts- und Risikomanagements. Dadurch wird sichergestellt, dass Marktveränderungen frühzeitig erkannt werden. Somit kann angemessen reagiert sowie darauf reagiert und damit die Versorgungssicherheit zu marktgerechten Preisen gewahrt werden.

Im Zusammenhang mit dem zentralen Einkauf dieser Rohstoffe bestehen die nachfolgend aufgeführten Risiken, die insgesamt als gering bis moderat eingestuft werden.

Der Papiermarkt ist ein mengengetriebener Markt, der vom Wandel hin zum E-Commerce bzw. dem Bedarf nach Kartonagenpapier geprägt ist. Auf überzogene Preissteigerungen seitens der Papierhersteller im Vorjahr hat die Druck- und Verlagsbranche 2019 mit Auflagen- und Umfangsreduzierungen reagiert. Dieser Nachfragerückgang führte wiederum zu leichten Preisrückgängen. Die EU-Verpackungsrichtlinie sowie das 2019 in Kraft getretene deutsche Verpackungsgesetz zur Vermeidung von Plastikabfällen werden, neben dem andauernden Anstieg des Online-Handels-Volumens, bei den Papierherstellern zu einer weiteren Verschiebung von Produktionskapazitäten führen.

Der Markt für Druckfarben befindet sich ebenfalls in einem strukturellen Veränderungsprozess. Für das Segment der Tiefdruckfarben gibt es aktuell noch zwei Hersteller. Die Entwicklung der Rohstoffkosten ist stark abhängig von den Märkten. Mit Preiserhöhungen aus nachweislich gestiegenen Harz-, Mineralöl- und Pigmentpreiserhöhungen ist zu rechnen.

Im Geschäftsjahr wurde die Zentralisierung der Beschaffung auf zusätzliche Warengruppen ausgedehnt, sodass die mit dem Einkauf dieser weiteren Güter oder Dienstleistungen verbundenen (geringen) Risiken weiter minimiert werden konnten. Im Oktober 2019 erfolgte der GoLive von COUPA, einem neuen Procure2Pay-System, das im Laufe des Jahres 2020 auf einen Großteil der Burda-Profitcenter ausgerollt wird. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Bestellungen vorab einen klaren Genehmigungsprozess durchlaufen, die angeschlossenen Profitcenter auf vorverhandelte Rahmenverträge zugreifen können und der Teilkonzern Transparenz zur Frage "Wer kauft was bei wem zu welchen Konditionen?" erhält.

Finanz- und Liquiditätsrisiken

Wechselkurs- sowie Zinsänderungen und andere finanzielle Risiken werden laufend überwacht, effektiv gesteuert und teilweise durch Sicherungsgeschäfte reduziert. Eine Treasury-Richtlinie definiert die Handlungsoptionen für das Eingehen von Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken und zentralisiert die notwendigen Absicherungen im Teilkonzern.

Zins- und Devisenabsicherungsgeschäfte werden nur eingegangen, wenn dadurch Änderungsrisiken bei entsprechenden Grundgeschäften minimiert werden können.

Wechselkursrisiken werden regelmäßig auf der Grundlage eines teilkonzernweiten Reportings der für Burda bedeutsamen Währungen analysiert. Zwischen langfristigen Forderungen in Fremdwährung als Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in Form von Währungsswaps werden, soweit möglich -auch für die Bilanzierung relevante - Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Basis von Micro-Hedges zum Ausgleich von künftigen Fair-Value- und Zahlungsstromschwankungen, welche durch Wechselkursänderungen verursacht werden. Im Falle einer Absicherung werden typischerweise Devisentermingeschäfte oder -optionsgeschäfte abgeschlossen. Bei zum Bilanzstichtag noch offenen Sicherungsgeschäften wird die Effektivität der Bewertungseinheiten mittels der Critical-Term-Match-Methode untersucht. Währungsänderungsrisiken sieht Burda derzeit aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation lediglich beim britischen Pfund. Die für den Teilkonzern relevanten Währungen werden permanent analysiert und überwacht, um somit bei Bedarf Sicherungsmöglichkeiten kurzfristig realisieren zu können. Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis sind jederzeit kalkulierbar. Falls ökonomisch sinnvoll, werden zur Herstellung von natürlichen Sicherungsbeziehungen auch Bankverbindlichkeiten in Fremdwährung aufgenommen.

Im Falle von Intercompany-Darlehen wird fallbezogen geprüft, ob die Vergabe in Euro oder Landeswährung der Tochtergesellschaft erfolgt, um das Währungs- und Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Zudem erfolgt eine Überprüfung, ob eine Absicherung (Micro-Hedge) dieser Risiken sinnvoll erscheint. Als Sicherungsinstrumente können neben den klassischen Sicherungsgeschäften auch Cross-Currency Swaps abgeschlossen werden.

Auch die Zinsrisiken werden kontinuierlich überwacht und, wo sinnvoll, durch Micro-Hedges gesichert. Ziel einer solchen Absicherung ist es, mögliche negative Zahlungsstromschwankungen aufgrund variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten zu vermeiden. Die Überprüfung der Effektivität erfolgt unter Anwendung der Critical-Term-Match-Methode unter Beachtung der Bonität des Hedge-Partners. Bei variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten, für die keine Sicherungsgeschäfte eingegangen wurden, wird derzeit von keinem relevanten Zinsänderungsrisiko ausgegangen.

Mittels ausreichend hoher Kreditlinien und eines weiterhin positiven operativen Cashflows ist Burda auf absehbare Zeit mit ausreichend Liquidität versorgt. Das Finanz- und Liquiditätsrisiko wird somit als gering eingeschätzt.

Informationssicherheitsrisiken

Datenverluste oder der Ausfall von IT-Systemen sowie Hackerangriffe bergen je nach Geschäftsmodell und dessen Abhängigkeit von IT-Systemen teilweise hohe Erlös- und Reputationsrisiken. Verschiedene Cyber-Vorfälle der vergangenen Monate und Jahre außerhalb von Burda haben deutlich gemacht, dass Cyber-Sicherheit eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen der digitalen Transformation in allen Geschäftsbereichen, verbunden mit einer stetig wachsenden unternehmensübergreifenden Vernetzung, ist. Die Chancen der Digitalisierung nutzen und die damit verbundenen Risiken beherrschbar machen sind das vorrangige Ziel. Dabei werden neue Technologien wie z. B. in den Bereichen Kryptografie, Blockchain, künstliche Intelligenz und Quanten-Computing kontinuierlich analysiert und auf Risiken und Chancen untersucht.

Der Stellenwert der Informationssicherheit für Burda bemisst sich an der Bedeutung der Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von gespeicherten, verarbeiteten und übertragenen Informationen, unabhängig von verwendeten Medien. Die Geschäftstätigkeiten von Burda sind von der verlässlichen Nutzung der IT zunehmend abhängig geworden. Folglich entsteht daraus ein hoher Anspruch an Betriebsstabilität und Verfügbarkeit. Bedingt durch potenzielle Schwachstellen in den verwendeten Betriebssystemen und Programmen sowie durch fehlerhafte Konfiguration von Endgeräten oder durch fehlende Redundanzen, sind vernetzte IT-Ressourcen grundsätzlich erheblichen Gefährdungen ausgesetzt. Die Informationssicherheit ist deshalb für Burda ein unverzichtbarer Grundwert, um den folgenden Anforderungen gerecht werden zu können:

gesetzliche Vorschriften, beispielsweise zum Datenschutz (DSGVO), müssen eingehalten und Geschäftsgeheimnisse gewahrt werden,

Dienstleistungen, vor allem Online-Dienste, für Mitarbeiter und Kunden müssen sicher, zuverlässig und vertrauenswürdig erbracht werden,

Auswirkungen eines Schadensfalls sind durch angemessene Vorsorgemaßnahmen auf ein vertretbares Maß zu reduzieren und Reputations- sowie Vertrauensverluste durch die Verletzung der Sicherheitsziele müssen vermieden werden.

Mithilfe eines Informations-Sicherheitsmanagementsystems (ISMS), das sich an dem international anerkannten Standard ISO 27001 ausrichtet, werden IT-Risiken kontinuierlich erhoben, bewertet und durch geeignete Maßnahmen gemindert bzw. vermieden. Durch die neu ausgerichtete Sicherheitsorganisation werden Informationssicherheitsanforderungen in die jeweiligen Geschäftsprozesse integriert und deren Einhaltung mithilfe eines kontinuierlichen Monitorings kontrolliert und verbessert. Dieser Prozess wird mit Nachdruck - insbesondere international - weiter ausgebaut. Dabei haben Projekte wie Identity Access Management und Business Continuity Management hohe Priorität. Aufgrund der oben dargestellten Maßnahmen und Strukturen schätzt der Teilkonzern die Informationssicherheitsrisiken insgesamt als gering ein - wenngleich unberechtigte Datenabflüsse oder längere Server-Ausfallzeiten signifikante Auswirkungen auf einzelne Geschäfte haben können.

Rechtliche Risiken

Zivil-, gesellschafts- und steuerrechtliche sowie sonstige rechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen, Vereinbarungen oder laufenden Verfahren werden, soweit handelsrechtlich geboten, durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Einschlägige Gerichtsentscheidungen und Gesetzesänderungen in Deutschland oder auf europäischer Ebene werden laufend analysiert, um daraus resultierende Risiken oder Beschränkungen für die Geschäftstätigkeit der Teilkonzerngesellschaften frühzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.

Im Rahmen des Compliance-Management-Systems werden auf nationaler und internationaler Ebene die Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Form analysiert und priorisiert mit dem Ziel, Compliance-Verstöße durch vorbeugende Aufklärung und verfahrensrechtliche Regelungen zu vermeiden und etwaige Risiken durch entsprechende Maßnahmen zu verringern. Dazu dienen zum einen Konzernrichtlinien für eine Vielzahl von Compliance-relevanten Themenfeldern, zum anderen regelmäßige Schulungen und Vor-Ort-Audits. Im Übrigen sieht das Compliance-Management-System klare Berichtswege für die Meldung, Aufklärung und Sanktionierung etwaiger Verstöße vor.

Für Burda als Technologie- und Medienunternehmen haben im Übrigen der Markenschutz, der Schutz geistigen Eigentums und das Datenschutzrecht eine große Bedeutung, weshalb in diesen Bereichen alle relevanten Entwicklungen intensiv beobachtet und ausgewertet werden.

In den Jahren 2018 und 2019 waren insbesondere die Regelungen der europäischen DSGVO umzusetzen. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen an den Schutz personenbezogener Daten wurde im Jahr 2018 ein Datenschutzmanagementsystem etabliert und im Jahr 2019 fortentwickelt, in dessen Rahmen Prozesse für die Verarbeitung personenbezogener Daten neu definiert, die datenschutzrechtliche Dokumentation weiterentwickelt und Schulungen zum Datenschutzrecht durchgeführt wurden.

Unter Berücksichtigung der genannten Systeme und Prozesse werden die Risiken in diesen Bereichen für den Teilkonzern insgesamt als gering eingestuft.

Strategische Personalrisiken

Die Qualifikation und das Engagement der Mitarbeiter sind für den Unternehmenserfolg von Burda von entscheidender Bedeutung. Der starke Wettbewerb um hoch talentierte Nachwuchs-, Fach- und Führungskräfte stellt für das Unternehmen eine zentrale Herausforderung dar. Burda hat deshalb auch 2019 stark in das Personalmarketing und in die Mitarbeitergewinnung investiert. Der Fokus auf acht Zielgruppen, im Wesentlichen IT-Fachkräfte, und die konzentrierte Arbeit mit Zielhochschulen wurden konsequent fortgeführt. Ferner hat das Unternehmen die Nachwuchs- und Traineeprogramme überarbeitet, um weiterhin als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Mit der Etablierung eines zentralen Talent Community Managements werden, unabhängig von aktuellen Vakanzen, ein interessierter Bewerberkreis aufgebaut, der Kontakt zu hoch qualifizierten Talenten intensiviert und die eigene Arbeitgebermarke gestärkt.

Darüber hinaus stärkt das Unternehmen die Mitarbeiterbindung, indem der Belegschaft attraktive Weiterbildungsprogramme angeboten werden. Um allen Mitarbeitern volle Transparenz über das umfangreiche Angebot zu geben, führte das Unternehmen 2019 eine Weiterbildungs-Roadshow an den vier größten deutschen Standorten durch. Um dem zunehmenden Interesse der Mitarbeiter an der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Rechnung zu tragen, lässt sich Burda alle drei Jahre für das Zertifikat "berufundfamilie" auditieren. Neben dem Ausbau des Angebots der Vorsorgeuntersuchungen 2019 wird das Unternehmen im kommenden Jahr eine Teilkonzernbetriebsvereinbarung zum betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement verabschieden. Diese Initiativen sollen eine langfristige Mitarbeiterbindung und die Attraktivität des Arbeitgebers zusätzlich unterstützen.

Das Risiko in diesem Bereich wird insgesamt als gering eingestuft.

Risiken im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Aus dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des weltweiten Wirtschaftswachstums führen können. Für Burda können dadurch Risiken auf der Absatz-, der Produktions- und der Beschaffungsseite entstehen, die aktuell schwierig zu prognostizieren sind. Die Wirkungen der heute bekanntgegebenen temporären Werksschließung der Druckerei in Vieux-Thann können durch die Verlagerung von Kundenaufträgen auf die anderen Druckstandorte abgemildert werden. Aufgrund von Einschränkungen im Reiseverkehr ist davon auszugehen, dass insbesondere Konzernunternehmen im Bereich der Reisevermittlung besonders stark von der Krise betroffen sein werden.

Möglichen Liquiditätsrisiken, die sich aus einer rückläufigen Geschäftstätigkeit ergeben, wird mit ausreichenden Kreditlinien sowie einer restriktiven Investitionspolitik begegnet.

Aufgrund des hohen Diversifikations- und Digitalisierungsgrades sind die sich aus der Coronakrise ergebenden Einzelrisiken sowohl für die Geschäftsbereiche als auch für den Teilkonzern als gering bis moderat zu klassifizieren.

3.3 Prognosebericht

Handelspolitische Unsicherheiten und geopolitische Spannungen belasten die globale Wirtschaftstätigkeit, insbesondere in der verarbeitenden Industrie und im Handel. Die sich verschärfenden sozialen Unruhen in mehreren Ländern stellen neue Herausforderungen dar, ebenso wie wetterbedingte Katastrophen oder das sich seit Anfang 2020 weltweit ausbreitende Coronavirus.

Das weltweite Wachstum dürfte sich laut Frühjahrsprognose der OECD für 2020 auf 2,4 Prozent (nach 2,9 Prozent im Jahr 2019) abschwächen. 2021 könnte das Wachstum dann wieder - auch aufgrund von Nachholeffekten aus 2020 - bei 3,3 Prozent liegen. Bei dieser Prognose geht die OECD jedoch von einem eher milden Verlauf der Corona-Pandemie aus. Sollte diese schwerwiegender ausfallen, dann erscheint laut OECD auch ein Rückgang des globalen Wachstums auf 1,5 Prozent möglich.

Das Wachstum in der Eurozone wird sich voraussichtlich von 1,2 Prozent im Jahr 2019 auf 0,8 Prozent im Jahr 2020 abschwächen und mit 1,2 Prozent im Jahr 2021 auf das Niveau des Jahres 2019 zurückkehren. Für Deutschland ging die OECD Anfang März für das Jahr 2020 noch von einem Wachstum in Höhe von 0,3 Prozent aus. Experten des ifo-Instituts rechnen mittlerweile damit, dass es neben der bereits seit einigen Quartalen laufenden Industrierezession auch zu einer Konsumrezession im ersten Halbjahr kommen wird.

Eine vergleichbare Entwicklung dürfte sich auch für die britische Wirtschaft abzeichnen.

Nach Abflauen der Coronavirus-Pandemie erscheint eine baldige Rückkehr des privaten Konsums auf das Niveau von 2019 als wahrscheinlichstes Szenario, was Burda als nah am Endkonsumenten aufgestelltes Unternehmen zugutekommen würde.

Bei allen aktuellen Herausforderungen ist Burda gut aufgestellt: Eine solide Finanzierung, dezentrale Strukturen mit kurzen Entscheidungswegen, die seit 2010 vorangetriebene Diversifikation in Bezug auf Produkte und Geschäftsmodelle sowie der damit verbundene Risikoausgleich bedeuten, dass Burda nur geringe singuläre Risikopunkte hat.

Die Prognose der Geschäftszahlen 2020 ist in dem aktuellen Umfeld mit großen Unsicherheiten behaftet. Ohne Berücksichtigung möglicher Effekte aus der Coronavirus-Pandemie, die sich momentan noch nicht beziffern lassen, erwartet Burda für das Geschäftsjahr 2020 einen leichten Anstieg der Gesamtumsatzerlöse. Dabei rechnen die Bereiche Medienmarken International sowie Druck mit einem leichten, bzw. deutlichen Rückgang. Für den Bereich Digitalmarken wird ein moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet.

Das Ergebnis vor Steuern wird für den Teilkonzern deutlich über dem Niveau von 2019 liegen. Für den Bereich Druck wird eine leichte Ergebnisverbesserung erwartet.

Burda wird bei günstigen Gelegenheiten auch 2020 investieren und neue Beteiligungen eingehen. Auch Portfolio-Bereinigungen durch gezielte Desinvestitionen sind beabsichtigt. Gegenüber den Beteiligungsunternehmen versteht sich Burda als verlässlicher, langfristiger Partner, der mit seinen Markt- und Technologiekenntnissen sowie seiner Marktdurchdringung vor allem in Deutschland das Wachstum der Partnerunternehmen voranbringen kann.

Burda arbeitet weiter konsequent an der digitalen Transformation und dem Auf- und Ausbau neuer Geschäftsmodelle. Das Unternehmen betreibt stabile und ausgewogene Cashflow-starke Geschäfte, aus denen sich die Kraft für weitere Innovationen und Investitionen speist.

4. Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg (ergänzende Informationen)

Grundlagen des Unternehmens

Die Burda GmbH ist die Obergesellschaft einer Gruppe von Medien- und Technologieunternehmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, durch hohe Innovationsbereitschaft neue Märkte und Konsumenten zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Konsumentenbeziehungen auszubauen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Burda GmbH ist in großem Maße von der Entwicklung der Gruppe abhängig.

Sie hält Anteile an Gesellschaften, die in den Geschäftsbereichen Digitalmarken, Medienmarken National, Medienmarken International und Druck operativ tätig sind. Daneben ist sie Generalmieter für angemietete Büroflächen und Grundstücke, die sie anschließend an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften untervermietet. Sie ist Cash-Pool-Führerin des Cash-Pools der Burda-Gruppe und erbringt Finanzierungsleistungen an ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Dies sind - neben den Beteiligungserträgen - die wesentlichen Ertragsquellen der Gesellschaft.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Zur Unternehmenssteuerung werden das Finanzergebnis sowie die Erlöse aus der Vermietung herangezogen. Das Finanzergebnis ist überwiegend geprägt vom wirtschaftlichen Erfolg der Tochtergesellschaften.

Die Gesellschaft weist im abgelaufenen Geschäftsjahr solide Verhältnisse auf. Die Bilanzsumme lag mit 1.661,8 Millionen Euro um 10,0 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 1.651,8 Millionen Euro.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 91,6 Prozent (2018: 89,4 Prozent). Die Zugänge ins Anlagevermögen betrugen 76,7 Millionen Euro (2018: 140,2 Millionen Euro). Davon entfiel der überwiegende Teil auf Investitionen in das Beteiligungsportfolio der Burda Principal Investments und auf Ausleihungen an Tochterunternehmen. Bei den Zugängen zum Sachanlagevermögen handelt es sich überwiegend um den Erwerb eines bereits angemieteten Bürogebäudes von einer Tochtergesellschaft. Ein weiterer Anstieg des Finanzanlagevermögens ist auf Zuschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte zurückzuführen.

Das Umlaufvermögen verminderte sich um 35,6 Millionen Euro auf 137,0 Millionen Euro. Die Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Gegenzug ist der Saldo der sonstigen Vermögensgegenstände um 24,7 Millionen Euro auf 25,0 Millionen Euro angestiegen. Diese Veränderung resultiert zu großen Teilen aus Forderungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen, für die Anfang 2020 der Zahlungseingang erfolgte. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie sonstigen Wertpapieren, verminderten sich von 9,5 Millionen Euro (2018) auf 0,3 Millionen Euro.

Bei kumulierter Betrachtung von Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ergab sich ein Verbindlichkeitsüberhang von 232,6 Millionen Euro gegenüber 252,1 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Cash-Pool-Salden mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich, resultierend aus der Inanspruchnahme von kurz-, mittel- und langfristigen Kreditlinien, gegenüber dem Vorjahr um 79,9 Millionen Euro auf 325,9 Millionen Euro. Die Darlehensverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt. Die Inanspruchnahme bestehender Kreditlinien lag zum Bilanzstichtag bei rund 57 Prozent. Die per 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bankverbindlichkeiten sowie die weiteren Finanzverbindlichkeiten werden marktüblich verzinst. Die Finanzierungsstruktur bietet der Gesellschaft genügend Flexibilität für eine weitere positive Entwicklung sowie jederzeitige Liquiditätsversorgung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten verminderten sich um 2,3 Millionen Euro auf 50,3 Millionen Euro. Die Veränderung resultiert aus geringeren Steuerverbindlichkeiten zum Jahresende.

Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten zuzüglich weiterer Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und abzüglich der sonstigen Wertpapiere) betrug 375,6 Millionen Euro und lag damit um 89,1 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.

Auf Basis eines Beschlusses vom 20. Dezember 2019 erfolgte am 27. Dezember 2019 eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn von 21,5 Millionen Euro an die Gesellschafterin.

In Folge des positiven Jahresergebnisses und unter Berücksichtigung der Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn erhöhte sich das Eigenkapital um 11,5 Millionen Euro auf 751,3 Millionen Euro, was bei einer um 0,6 Prozent höheren Bilanzsumme zu einer Erhöhung der Eigenkapitalquote von 44,8 Prozent auf 45,2 Prozent führte.

Das langfristige Kapital, bestehend aus Eigenkapital, langfristigen Rückstellungen und langfristigen Verbindlichkeiten, betrug 1.010,8 Millionen Euro (2018: 1.009,3 Millionen Euro) und erreichte damit 60,8 Prozent der Bilanzsumme (2018: 61,1 Prozent).

Das Anlagevermögen beläuft sich auf 1.523,1 Millionen Euro und ist im Geschäftsjahr zu 80,3 Prozent (2018: 80,8 Prozent) durch mittel- und langfristiges Kapital gedeckt, was die solide Finanzierungsstruktur der Gesellschaft verdeutlicht.

Sowohl das betriebliche Ergebnis als auch das Finanzergebnis der Gesellschaft werden maßgeblich durch die Beziehungen zu den Tochtergesellschaften geprägt.

Die Erlöse aus Vermietung - im Wesentlichen an die Tochtergesellschaften - haben sich von 24,6 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr - entsprechend den Erwartungen - leicht um 1,0 Millionen Euro erhöht.

Das betriebliche Ergebnis von 12,7 Millionen Euro lag dabei um 21,7 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau.

Das Rohergebnis verminderte sich, im Wesentlichen bedingt durch geringere Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagen, um 31,5 Millionen Euro von 88,3 Millionen Euro auf 56,8 Millionen Euro. Im Rohergebnis enthalten sind Zuschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von 10,8 Millionen Euro.

Die betrieblichen Aufwendungen, bestehend aus Personalaufwand, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie sonstige betriebliche Aufwendungen, sanken um 9,7 Millionen Euro auf 44,2 Millionen Euro.

Die Personalaufwendungen sind um 1,1 Millionen Euro von 16,1 Millionen Euro auf 15,0 Millionen Euro gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Aufwendungen für Altersvorsorge, bzw. aus der im Vorjahr erstmaligen Anwendung neuer Sterbetafeln (Heubeck 2018 G).

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 36,3 Millionen Euro im Vorjahr um 8,4 Millionen Euro resultiert vor allem aus der geringeren Abschreibung von Forderungen an verbundene Unternehmen. Ferner enthielt diese Position im Vorjahr Sondereffekte aus Einmalzahlungen an die Mitarbeiter der Tochtergesellschaften.

Das Finanzergebnis verbesserte sich, entgegen der Prognose, um 20,8 Millionen Euro von -0,6 Millionen Euro auf 20,2 Millionen Euro. Diese Entwicklung ist u.a. auf höhere Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen. Während es bei der Gesellschaft selbst zu einem Rückgang von Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen um 27,4 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro kam, sind diese hingegen bei ihren Tochtergesellschaften gestiegen. Dadurch kam es im Saldo zu einem negativen Überhang der Ergebnisabführungen (Erträge aus Gewinnabführungsverträgen abzgl. der Aufwendungen aus Verlustübernahme) in Höhe von 17,0 Millionen Euro (2018: positiver Saldo in Höhe von 10,6 Millionen Euro). Die Zinsaufwendungen verminderten sich, im Wesentlichen aufgrund periodenfremder Effekte des Vorjahres, um 1,7 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro.

Aufgrund einer Auflösung von Rückstellungen ergab sich ein Ertrag aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 0,5 Millionen Euro (2018: 3,1 Millionen Euro).

Der Jahresüberschuss verminderte sich um 3,1 Millionen Euro von 36,1 Millionen Euro auf 33,0 Millionen Euro.

Die Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der beschriebenen Faktoren zufriedenstellend entwickelt.

Chancen- und Risikobericht

Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Burda GmbH stark an die Entwicklung des Teilkonzerns geknüpft ist, gelten die oben beschriebenen Grundzüge des Risikomanagementsystems, einschließlich der beschriebenen Risiken und Chancen, sowohl für den Teilkonzern als auch für die Burda GmbH.

Aus Sicht des Einzelabschlusses des Mutterunternehmens bestehen die unter Berücksichtigung der Funktionen als Holding und Cash-Pool-Führerin typischen Chancen und Risiken aus einer möglichen Verbesserung bzw. Verschlechterung der Ertragskraft der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften, die teilweise über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Dies stellt für den Einzelabschluss das höchste Einzelrisiko dar, das trotz möglicher signifikanter Auswirkungen von Abwertungen oder sinkender Ertragskräfte einzelner Geschäftsbereiche insgesamt für das breit angelegte Portfolio grundsätzlich als gering bis moderat eingeschätzt wird. Abhängig vom Verlauf der Coronavirus-Pandemie, bzw. der Dauer der sich daraus ergebenden Eindämmungsmaßnahmen, könnte sich ein höheres Abwertungsrisiko und somit geringere Erträge aus der Ergebnisabführung von Tochterunternehmen ergeben.

Beteiligungsrisiken werden durch ein angemessenes Beteiligungscontrolling überwacht. Dies schließt auch Investitionsprüfungen für wesentliche Investitionen und Akquisitionen mit ein, in deren Rahmen die Risiken evaluiert und Investitionen durch interne Freigabekontrollen autorisiert werden. Das Risiko aus der Vermietung von Immobilien an Tochter- und Beteiligungsunternehmen wird als gering eingestuft.

Prognosebericht

Für das Jahr 2020 geht die Gesellschaft von weitgehend konstanten Vermietungserlösen aus.

Ohne Berücksichtigung möglicher Effekte aus der Coronavirus-Pandemie, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen nicht verlässlich eingeschätzt werden können, erwartet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 einen im Wesentlichen gleichbleibenden Saldo aus Ergebnisabführungen. Die Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen sowie die Zinsaufwendungen dürften sich ebenfalls konstant entwickeln. Somit dürfte sich auch das Finanzergebnis als Ganzes weitestgehend auf Vorjahresniveau bewegen.

Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

2018
Tsd. €
2019
Tsd. €
(6) Anlagevermögen 1.066.318 1.106.231
Immaterielle Vermögensgegenstände 658.903 662.754
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 228.838 217.329
Geschäfts- oder Firmenwert 426.806 441.623
geleistete Anzahlungen 3.259 3.802
Sachanlagen 172.202 172.105
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 114.089 111.458
technische Anlagen und Maschinen 11.236 14.188
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 40.175 39.937
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.702 6.522
Finanzanlagen 235.213 271.372
Beteiligungen 163.494 204.232
Anteile an assoziierten Unternehmen 70.397 62.648
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 895 4.091
Wertpapiere des Anlagevermögens 1 1
sonstige Ausleihungen 426 400
Umlaufvermögen 736.303 745.950
Vorräte 158.317 158.031
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 29.629 27.745
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.331 15.835
fertige Erzeugnisse und Waren 113.909 112.671
geleistete Anzahlungen 448 1.780
(7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 395.264 452.411
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 282.121 304.156
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.865 5.634
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44.886 40.187
sonstige Vermögensgegenstände 62.392 102.434
Sonstige Wertpapiere 34.430 29.466
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 148.292 106.042
Rechnungsabgrenzungsposten 24.310 26.715
Summe Aktiva 1.826.931 1.878.896

PASSIVA

2018
Tsd. €
2019
Tsd. €
(8) Eigenkapital 394.255 354.657
Gezeichnetes Kapital 54.800 54.800
Konzernrücklagen 307.885 261.669
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -12.927 -1.021
nicht beherrschende Anteile 44.497 39.209
Rückstellungen 431.442 437.711
Rückstellungen für Pensionen 182.174 186.513
(9) Steuerrückstellungen 17.551 18.003
(10) sonstige Rückstellungen 231.717 233.195
(11) Verbindlichkeiten 797.203 864.531
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 392.513 445.503
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.280 13.250
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 258.188 273.576
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.209 5.773
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.631 11.705
sonstige Verbindlichkeiten 110.382 114.724
Rechnungsabgrenzungsposten 171.017 191.402
(12) Passive latente Steuern 33.014 30.595
Summe Passiva 1.826.931 1.878.896

Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin.

Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

2018
Tsd. €
2019
Tsd. €
Betriebliches Ergebnis 90.039 10.906
Betriebliche Erträge 2.823.343 2.912.577
(13) Umsatzerlöse 2.664.094 2.794.809
Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.053 474
(14) sonstige betriebliche Erträge 157.196 117.294
Betriebliche Aufwendungen 2.733.304 2.901.671
Materialaufwand 1.334.963 1.399.760
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.033.815 1.082.857
Aufwendungen für bezogene Leistungen 301.148 316.903
Personalaufwand 653.424 701.403
Löhne und Gehälter 545.616 587.006
(15) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 107.808 114.397
(16) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 121.936 135.421
(17) sonstige betriebliche Aufwendungen 622.981 665.087
Finanzergebnis -31.784 -3.823
Finanzerträge 7.552 27.594
Erträge aus Beteiligungen 4.794 26.277
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 49 81
(18) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.709 1.236
Finanzaufwendungen 39.336 31.417
(19) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 10.036 5.605
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 4.874 5.647
(18) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.426 20.165
Ergebnis vor Steuern 58.255 7.083
(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 21.649 22.023
Ergebnis nach Steuern 36.606 -14.940
sonstige Steuern 2.703 2.794
Teilkonzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: Teilkonzernjahresüberschuss) vor nicht beherrschenden Anteilen 33.903 -17.734
nicht beherrschende Anteile am Teilkonzern-Ergebnis 10.203 6.982
Teilkonzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: Teilkonzernjahresüberschuss) nach nicht beherrschenden Anteilen 23.700 -24.716

Die Nummern in Klammern weisen auf die Angaben im Anhang hin.

Teilkonzern-Anhang 2019

(1) Allgemeine Angaben

Die Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung (künftig: Burda GmbH) hat ihren Sitz in Offenburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Freiburg i. Br. (Reg.Nr. HRB 470356).

Die Erstellung des Teilkonzern-Abschlusses zum 31. Dezember 2019 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Teilkonzerns erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

(2) Konsolidierungskreis

Anzahl der konsolidierten Unternehmen:

31.12.2018 31.12.2019
Inland 134 135
Ausland 110 109
Gesamt 244 244
davon
voll konsolidiert 217 218
anteilmäßig konsolidiert 8 8
assoziierte Unternehmen 19 18

Bei den voll konsolidierten Unternehmen werden für 62 Unternehmen nicht beherrschende Anteile ausgewiesen (2018: 50). 26 Unternehmen mit geringem Geschäftsvolumen bzw. ohne Geschäftstätigkeit wurden nicht konsolidiert bzw. nicht als assoziiertes Unternehmen im Sinne des § 311 HGB bilanziert, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, deren Anteile lediglich zum Zwecke der Weiterveräußerung gehalten werden oder bei denen kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (2018: 22). Die anteilmäßige Konsolidierung nach § 310 HGB kommt zur Anwendung bei Gesellschaften, bei denen eine gemeinschaftliche Führung mit in der Regel nur einem konzernfremden Partner vorliegt. Die einbezogenen Unternehmen sind in einer Anlage zum Anhang nach § 313 Abs. 2 HGB aufgeführt. Bei der Gesellschaft ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf erfolgt die Konzerneinbeziehung aufgrund von § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die folgenden Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Teilkonzernabschluss einbezogen:

Anteile
in %
Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung
Vollkonsolidierte Unternehmen
CyberSolutions Tech S.r.l., Cluj Napoca/Rumänien 100,00 Jan 19
Escape Events Limited, London/Großbritannien 100,00 2) Jan 19
Upper Street Events Limited, London/Großbritannien 100,00 2) Jan 19
Upper Street Events Topco Limited, London/Großbritannien 100,00 2) Jan 19
Value Added Events Limited, London/Großbritannien 100,00 2) Jan 19
Screens Redaktions GmbH, Hamburg 100,00 Apr 19
BURDAFORWARD ITALIA S.R.L., Bolzano / Italien 100,00 Mai 19
River Street Media Limited, London/Großbritannien 57,20 2) Mai 19
River Street Events Limited, London/Großbritannien 57,20 2) Mai 19
Honeypot GmbH, Berlin 100,00 1) Apr 19
Burda Kantinen GmbH, München 100,00 Jun 19
NetDoktor.de GmbH, München 100,00 Aug 19
XING GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 1) Okt 19
HalloFreelancer GmbH, Hamburg 100,00 1) Okt 19
kununu US LLC, Boston/USA 100,00 1) Jan 19
BurdaBox GmbH, München 100,00 Dez 19
Anteilmäßig konsolidierte Unternehmen
mylife media GmbH & Co. KG, Offenburg 50,00 Feb 19
mylife media Verwaltungsgesellschaft mbH, Offenburg 100,00 3) Feb 19

1) mittelbare Beteiligung der New Work SE
2) mittelbare Beteiligung der Vancouver Topco. Limited
3) mittelbare Beteiligung der mylife media GmbH & Co. KG

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich zum Stichtag des Teilkonzern-Abschlusses 31. Dezember 2019 erstellt. Bei drei Unternehmen wurden zum Zweck der Konzerneinbeziehung Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2019 erstellt. Der Einbeziehung der assoziierten Unternehmen wurden die Abschlüsse dieser Unternehmen zum 31. Dezember 2019 zugrunde gelegt. Die ergänzenden Regelungen der Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) kamen grundsätzlich zur Anwendung.

Die Kapitalkonsolidierung der im Rahmen der Vollkonsolidierung sowie der anteilmäßigen Konsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurde nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB durchgeführt. Hierbei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem betreffenden Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet, das dem Zeitwert der in den Teilkonzern-Abschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Rückstellungen werden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB bewertet. Die Verrechnung erfolgt dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt, zu dem das betreffende Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Auf- bzw. Abstockungen von Anteilen an konsolidierten Tochtergesellschaften sowie Kapitalmaßnahmen dieser ohne Statuswechsel werden als Erwerbs- bzw. als Veräußerungsvorgang abgebildet.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden in der Teilkonzern-Bilanz mit dem Buchwert angesetzt. Der Buchwert sowie ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital werden zu demjenigen Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Der Unterschiedsbetrag dieser Neuzugänge wird dabei nach § 312 Abs. 2 HGB errechnet, fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst.

Die Abschreibungen auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen werden in der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Ergebnis aus assoziierten Unternehmen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert und dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen betrug zum Bilanzstichtag 47.015 Tausend Euro; der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert belief sich auf 30.851 Tausend Euro.

Den Geschäfts- oder Firmenwerten aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich Nutzungsdauern zwischen 5 und 15 Jahren beigelegt. Dies trifft sowohl auf die Firmenwerte voll- und anteilsmäßig konsolidierter Unternehmen als auch auf Firmenwerte assoziierter Unternehmen sowie auf Firmenwerte aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben (Asset Deals) zu. Nutzungsdauern oberhalb von fünf Jahren ergeben sich aus dem Geschäftsmodell oder der Mitarbeiterfluktuation des betreffenden Unternehmens. Handelt es sich dabei um ein dem Abonnement-Geschäft ähnelndes Geschäftsmodell, so stützt sich der Teilkonzern auf - auch für die Zukunft erwartete - Erfahrungswerte aus der Entwicklung bzw. Bestandsdauer vergleichbarer Kundenstämme aus dem Verlagsgeschäft. Analog gilt dies für vertriebsorientierte Geschäftsmodelle, da auch hier Erfahrungen (z.B. aus vergleichbaren Produktlebenszyklen) vorliegen, die eine entsprechend lange Nutzungsdauer rechtfertigen. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode.

Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird auf der Passivseite der Bilanz als separater Bilanzposten nach dem Eigenkapital gezeigt. Seine Auflösung erfolgt nach § 309 Abs. 2 HGB. Zum Bilanzstichtag lagen keine passiven Unterschiedsbeträge vor.

Bei einer von der kapitalmäßigen Beteiligung abweichenden Beteiligungsquote des Teilkonzerns an den laufenden Ergebnissen und Liquidationsergebnissen der einbezogenen Tochtergesellschaften werden der Konsolidierung die wirtschaftlichen Beteiligungsquoten zugrunde gelegt, falls diese auf eindeutigen vertraglichen Regelungen basieren.

Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Teilkonzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten werden konsolidiert. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet.

(4) Währungsumrechnung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten, die auf Währungen von Ländern außerhalb der Europäischen Währungsunion lauten, sind zu den an den Entstehungstagen geltenden Kursen oder den höheren bzw. niedrigeren Kassamittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Bei Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgte die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs vom Bilanzstichtag.

Bei der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen konsolidierter Gesellschaften erfolgte die Umrechnung des Eigenkapitals mit den fortgeschriebenen historischen Wechselkursen. Die übrigen Bilanzposten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen wurden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Die Jahresdurchschnittskurse für die verwendeten Fremdwährungskurse wurden aus den Durchschnittswerten der Devisenkassamittelkurse zu den Monatsenden gebildet. Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Wechselkursdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung wurden grundsätzlich ergebniswirksam erfasst. Währungseffekte aus der Umrechnung von Darlehens- und Cash-Pool-Beziehungen gegenüber in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden dagegen ergebnisneutral erfasst und in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt. Sie wurden ergebniswirksam aufgelöst, sobald die konzerninterne Darlehens- und Cash-Pool-Beziehung ganz oder teilweise zurückgeführt wurden oder die einbezogenen Unternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden sind.

Die Beteiligungsbuchwerte an assoziierten Unternehmen in Fremdwährung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen diesem Wert und den zu historischen Kursen umgerechneten Beteiligungsbuchwerten an assoziierten Unternehmen wurde erfolgsneutral in der Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

(5) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips und entsprechend den beim Mutterunternehmen angewandten Methoden bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - mit Ausnahme von Abobeständen, deren Abschreibung sich am tatsächlichen Verbrauch bemisst - wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis zwanzig Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften werden im Wesentlichen Markenrechte und vom erworbenen Unternehmen selbst erstellte Software aktiviert. Die Bewertung erfolgte im Fall der Markenrechte mit Hilfe der Lizenzpreisanalogiemethode (zugrunde gelegte Lizenzraten: 2,00 Prozent - 14,00 Prozent) und im Fall der Software unter Anwendung der Reproduktionskostenmethode auf Basis marktüblicher Stundensätze.

Für die Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten wurde die dem Geschäftsmodell des betreffenden Unternehmens entsprechende voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren zugrunde gelegt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden durch Gegenüberstellung des Zeitwertes der Beteiligung des Tochterunternehmens mit der Summe aus dem Reinvermögen zu Konzernbuchwerten und dem Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes dieses Tochterunternehmens bestimmt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis siebzig Jahren abgeschrieben. Soweit notwendig wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Bewegliche abnutzbare Anlagegüter wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer grundsätzlich linear oder, bei vor dem 1. Januar 2010 zugegangenen Anlagegütern, aus steuerlichen Gründen degressiv abgeschrieben. In diesen Altfällen erfolgt ein Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt.

Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 Euro nicht überstiegen (geringwertige Anlagegüter). Lagen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten darüber, wurden die betreffenden Gegenstände aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. Verzinsliche Ausleihungen wurden mit ihren Nennwerten bewertet. Unter- und unverzinsliche Darlehen wurden entsprechend den Restlaufzeiten abgezinst, soweit die Zinslosigkeit nicht durch immanente Vorteile kompensiert wird.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Niedrigere Wiederbeschaffungskosten bzw. Marktpreise am Bilanzstichtag kamen bei der Bewertung zur Anwendung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen wurden zu Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert aktiviert. In die Herstellungskosten wurden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen einbezogen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind.

Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten angesetzt. Sie wurden unter Berücksichtigung aller einzeln erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine angemessene Pauschalabwertung vorgenommen. Bei und- oder unterverzinslichen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt der Ansatz mit dem Barwert.

Vorsteuerbeträge für Verbindlichkeiten aus empfangenen Leistungen, für die zum Bilanzstichtag noch keine Rechnungen vorliegen, werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Sonstige Forderungen aus Ansprüchen auf Erstattung von Steuern vom Einkommen und Ertrag, die sich aus der Abrechnung von höheren Vorauszahlungen mit tatsächlich entstandenen niedrigeren Steuerschulden ergeben, werden bereits in dem Geschäftsjahr aktiviert, dem sie wirtschaftlich zuzuordnen sind. Der Ansatz erfolgt mit dem Nennwert.

Sonstige Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen am Bilanzstichtag bilanziert. Abgänge erfolgen zu durchschnittlichen Konzern-Restbuchwerten.

Liquide Mittel wurden zu Nennwerten ausgewiesen.

Wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen im Anlagevermögen vorgenommen oder Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Dies gilt nicht für eine etwaige in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abwertung eines Geschäfts- oder Firmenwerts.

Rückstellungen für Pensionen, für Altersteilzeit, für Jubiläen und für Leistungen im Todesfall werden zum 31. Oktober des Geschäftsjahres inventarisiert. Diese Rückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Heranziehung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung der folgenden grundsätzlichen, zum 31. Oktober 2019 bestehenden, Annahmen ermittelt:

Entgelt- und Rentensteigerungen
in % p.a.
angenommene Restlaufzeit
in Jahren
Zinssatz
in % p.a.
Fluktuation
in % p.a.
Pensionen 1,8 bis 24 bis 2,86 0,0
Altersteilzeit 1,8 2 0,63 0,0
Jubiläen n.a. 15 1,97 bis 3,0
Leistungen im Todesfall 1,8 15 1,97 bis 3,0

Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird grundsätzlich der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für den 31. Dezember 2019 wurde am 31. Oktober 2019 ein Zinssatz in Höhe von 2,71 Prozent per annum prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. In Fällen deutlich kürzerer oder deutlich längerer Restlaufzeiten als 15 Jahre wurden die tatsächlichen Restlaufzeiten und der entsprechende prognostizierte Zinssatz angesetzt.

Da der deutlich überwiegende Teil der Pensionsverpflichtungen auf einer für Neueintritte ab September 1993 geschlossenen Versorgungsordnung beruht und die pensionsberechtigten noch aktiven Mitarbeiter zum Bilanzstichtag daher bereits eine lange Betriebszugehörigkeit aufweisen, wurde eine betriebsindividuelle Fluktuation wegen ihrer unwesentlichen Auswirkungen nicht eingerechnet.

Bei den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und für Leistungen im Todesfall wurde in den ersten zehn Dienstjahren eine durchschnittliche jährliche Fluktuation von drei Prozent per annum unterstellt. Eine betriebsindividuelle Fluktuation wurde wegen unwesentlicher Auswirkungen ab dem elften Dienstjahr nicht mehr berücksichtigt.

Im Rahmen des am 29. Mai 2009 in Kraft getretenen Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) hat sich die Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen geändert. Der sich durch die geänderte Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Unterschiedsbetrag wird über 15 Jahre verteilt zugeführt. Der noch nicht verteilte Betrag im Sinne von Artikel 67 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag 13.228 Tausend Euro.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren beträgt 15.460 Tausend Euro.

Rückdeckungsversicherungswerte, die ansonsten unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen gewesen wären, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 4.452 Tausend Euro verrechnet, zu deren Abdeckung die betreffenden Versicherungen abgeschlossen worden sind. Diese Werte entsprechen sowohl dem beizulegenden Zeitwert als auch den fortgeführten Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände sowie dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden. Die Rückdeckungsversicherungswerte wurden von dem jeweiligen Versicherungsunternehmen bestätigt. Ihre Bewertung erfolgte mit dem Betrag, der von dem Versicherungsunternehmen aus dem zum Schluss der Versicherungsperiode berechneten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital abgeleitet wurde, mindestens jedoch aus dem garantierten Rückkaufswert.

Zur Absicherung der aus den Rückstellungen für Altersteilzeit resultierenden Verpflichtungen wurden von den Arbeitgeberunternehmen Bankbürgschaften zugunsten der Berechtigten gestellt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen enthalten entsprechend dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip alle dem Grunde nach zum Zeitpunkt der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses erkennbaren Verpflichtungen und Risiken. Sie werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten entspricht den Erfüllungsbeträgen.

Sofern zur Sicherung der Devisenkurse Sicherungsgeschäfte vorgenommen werden, kommen grundsätzlich die Absicherungskurse bei der Bewertung der betreffenden Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ansatz. Für etwaige Verlustüberhänge aus Kurssicherungsgeschäften werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Soweit Bewertungseinheiten gebildet werden, werden diese unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilanziert.

(6) Teilkonzern-Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Teilkonzern-Anlagevermögens ist in einem Teilkonzern-Anlagespiegel dargestellt. Dieser wird dem Teilkonzern-Anhang als Anlage beigefügt. Die ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren im Wesentlichen aus Kapitalerstkonsolidierungen. Folglich sind auch die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auf Erstkonsolidierungen des Geschäftsjahres (siehe Tz. 2) sowie auf plan- und außerplanmäßige Abschreibungen zurückzuführen.

In der Position Beteiligungen sind zur Weiterveräußerung bestimmte Anteile an voll konsolidierten Tochterunternehmen mit 1.923 Tausend Euro enthalten.

(7) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 962 Tausend Euro (2018: 596 Tausend Euro) und von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 6.732 Tausend Euro (2018: 4.761 Tausend Euro) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wie bereits im Vorjahr nahezu vollständig unter den sonstigen Vermögensgegenständen auszuweisen. Von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 38.520 Tausend Euro (2018: 42.159 Tausend Euro) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 1.667 Tausend Euro (2018: 2.727 Tausend Euro) sonstige Vermögensgegenstände.

Ferner enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände Vorsteuererstattungsansprüche in Höhe von 1.945 Tausend Euro, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind.

(8) Angaben zum Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel

Wegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Teilkonzern-Eigenkapitals wird auf den Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel gemäß § 297 Abs. 1 HGB verwiesen.

Unter den nicht beherrschenden Anteilen wurden sowohl positive als auch negative Anteile am Teilkonzern-Eigenkapital von Tochtergesellschaften saldiert. Die negativen Kapitalanteile belaufen sich auf 4.392 Tausend Euro. Der Anteil aufwandswirksam berücksichtigter nicht beherrschender Anteile am Teilkonzern-Ergebnis beträgt 10.816 Tausend Euro.

(9) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten im Wesentlichen im Folgejahr abzuführende Beträge sowie Beträge für Risiken aus steuerlichen Prüfungen.

(10) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Rechnungen, Earn-Out-Verpflichtungen, Urlaubsansprüche, sonstige Personalaufwendungen, Remittenten sowie Rabatt- und Bonusgutschriften.

(11) Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten
unter 1 Jahr
Tsd. €
1 bis 5 Jahre
Tsd. €
über 5 Jahre
Tsd. €
Gesamt
Tsd. €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 82.115 312.168 51.220 445.503
2018 (45.171) (295.634 (51.708) (392.513)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 13.250 0 0 13.250
2018 (11.280) (0) (0) (11.280)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 271.812 1.443 321 273.576
2018 (255.977) (1.569) (642) (258.188)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.773 0 0 5.773
2018 (9.209) (0) (0) (9.209)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 11.705 0 0 11.705
2018 (15.631) (0) (0) (15.631)
sonstige Verbindlichkeiten 64.337 15.387 35.000 114.724
aus Steuern 30.369 0 0 30.369
im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.420 0 0 4.420
andere Verbindlichkeiten 29.548 15.387 35.000 79.935
2018 (59.536) (846) (50.000) (110.382)
aus Steuern (31.270) (0) (0) (31.270)
im Rahmen der sozialen Sicherheit (3.457) (0) (0) (3.457)
andere Verbindlichkeiten (24.809) (846) (50.000) (75.655)
2019 448.992 328.998 86.541 864.531
2018 (396.804) (298.049) (102.350) (797.203)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 14.327 Tausend Euro durch Grundpfandrechte gesichert.

Vorbehaltlich des gesonderten Ausweises wären die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.079 Tausend Euro (2018: 6.526 Tausend Euro) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 2.694 Tausend Euro (2018: 2.683 Tausend Euro) unter den sonstigen Verbindlichkeiten auszuweisen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin von 5.016 Tausend Euro (2018: 8.402 Tausend Euro); diese haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wären - vorbehaltlich des gesonderten Ausweises - in Höhe von 10.578 Tausend Euro unter den sonstigen Verbindlichkeiten (2018: 15.258 Tausend Euro) und in Höhe von 1.126 Tausend Euro (2018: 373 Tausend Euro) unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auszuweisen gewesen.

(12) Latente Steuern

Aus § 274 HGB resultierende passive latente Steuern ergeben sich überwiegend aus niedrigeren steuerlichen Wertansätzen im Sach- und Finanzanlagevermögen. Diese wurden verrechnet mit aktiven latenten Steuern, die sich größtenteils aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen ergeben. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern aus solchen Verlustvorträgen in die Verrechnung einbezogen, deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Jahre wahrscheinlich ist. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert.

Die ausgewiesenen latenten Steuern resultieren somit vollumfänglich aus der Anwendung des § 306 HGB. Dem bilanzierten Betrag liegen Differenzen aus der Zwischengewinneliminierung, der Schuldenkonsolidierung sowie aus der Aufdeckung von stillen Reserven und Lasten im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zugrunde. Die Entwicklung der saldierten latenten Steuern wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

01.01.2019
Tsd. €
Veränderung
Tsd. €
31.12.2019
Tsd. €
aktive latente Steuern 1.947 -76 1.871
passive latente Steuern 34.961 -2.495 32.466
saldierte passive latente Steuern 33.014 -2.419 30.595

Bei der Bewertung kamen grundsätzlich die Steuersätze der jeweiligen Konzerneinheiten zur Anwendung, diese lagen zwischen 9,0 Prozent und 33,0 Prozent.

(13) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2018
Tsd. €
2019
Tsd. €
1. Aufgliederung nach Bereichen 2.664.094 2.794.809
Digitalmarken 1.464.905 1.434.017
Medienmarken National 651.221 756.450
Medienmarken International 412.945 444.330
Druck 116.460 139.310
sonstige 18.563 20.702
2. Geografische Aufgliederung
Inland 1.886.292 1.989.524
Ausland 777.802 805.285

Seit diesem Geschäftsjahr werden zu Lasten der Umsatzerlöse gebildete Rückstellungen umsatzerhöhend aufgelöst. Dadurch wird sichergestellt, dass die Umsatzerlöse über die Periode der Bildung und Fortentwicklung der Rückstellung hinweg in der richtigen Höhe gezeigt werden. Enthalten sind periodenfremde Erträge mit 2.580 Tausend Euro aus der Auflösung von umsatzmindernd gebildeten Rückstellungen.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

Enthalten sind periodenfremde Erträge mit 32.705 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Erträge aus Kostenerstattungen und Dienstleistungen für Vorjahre, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen und der Auflösung von Rückstellungen. Ebenfalls enthalten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 3.043 Tausend Euro (2018: 5.070 Tausend Euro).

(15) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

Die Position enthält Aufwendungen für Altersversorgung von 20.101 Tausend Euro (2018: 20.515 Tausend Euro).

(16) Abschreibungen auf das Anlagevermögen

Im Geschäftsjahr wurden auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie auf Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 8.941Tausend Euro vorgenommen (2018: 510 Tausend Euro). Im Geschäftsjahr entfielen hierbei 3.762 Tausend Euro auf außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vollkonsolidierter Unternehmen (2018: 0 Tausend Euro). Geschäfts- oder Firmenwerte anteilmäßig konsolidierter Unternehmen wurden im Geschäftsjahr nicht außerplanmäßig abgeschrieben (2018: 0 Tausend Euro).

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält periodenfremde Aufwendungen mit 19.274 Tausend Euro. Diese betreffen im Wesentlichen Kostenbelastungen für Vorjahre. Ferner sind Beträge aus Forderungsausfällen und Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 2.512 Tausend Euro enthalten (2018: 4.403 Tausend Euro). Des Weiteren sind Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB in Höhe von 3.027 Tausend Euro (2018: 3.029 Tausend Euro) enthalten.

(18) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen von 198 Tausend Euro (2018: 173 Tausend Euro) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen von 0 Tausend Euro (2018: 7 Tausend Euro) angefallen. Enthalten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen mit 6.402 Tausend Euro (2018: 7.561 Tausend Euro) sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von 27 Tausend Euro (2018: 36 Tausend Euro) und periodenfremde Zinsaufwendungen mit 346 Tausend Euro (2018: 3.175 Tausend Euro). Der Aufwand aus der Aufzinsung beinhaltet auch den Zinsanteil aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen.

(19) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen betragen 5.605 Tausend Euro (2018: 8.855 Tausend Euro).

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der ausgewiesene Aufwand enthält im Wesentlichen die für das Folgejahr erwarteten Ertragsteuerzahlungen der konsolidierten Gesellschaften. Hierin enthalten ist ein periodenfremder Steuerertrag von 362 Tausend Euro (2018 periodenfremder Steueraufwand: 4.646 Tausend Euro). Der latente Steuerertrag beträgt 5.984 Tausend Euro (2018: 4.502 Tausend Euro).

(21) Bewertungseinheiten

Der Teilkonzern hat zukünftige Zinsrisiken, welche durch die Aufnahme variabel verzinslicher Bankverbindlichkeiten entstanden sind, durch laufzeitkongruente Zinsswaps abgesichert. Zwischen den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäften und den Sicherungsgeschäften in Form von Zinsswaps werden Bewertungseinheiten gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage von Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Zahlungsstrom-Schwankungen aufgrund variabler Zinsen.

Der im Rahmen von Bewertungseinheiten einbezogene Zinsswap weist einen Nominalbetrag von 3.660 Tausend Euro und einen Zeitwert von -105 Tausend Euro auf. Es besteht ein Sicherungsumfang von 100,0 Prozent. Die Barwertmethode ermittelt die Barwerte der künftigen Zahlungen bis zum Vertragsende unter Zugrundelegung der auf Basis der Zinsstrukturkurve errechneten Terminsätze.

Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Zinsänderungsrisikos wurde prospektiv durch Anwendung der Critical-Term-Match-Methode gemessen, da alle bewertungsrelevanten Parameter übereinstimmen. Die Bewertungseinheit ist zu 100,0 Prozent effektiv. Der Zinsswap weist die nachfolgend dargestellten Merkmale auf:

Nominalwerte
in Tsd. €
Euribor Restlaufzeiten bis Bewertungsmethode
3.660 6 Monate 31.03.2027 Barwertmethode

Daneben ist der Teilkonzern im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zwischen der Ausleihung gegen verbundene Unternehmen in Fremdwährung als Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft in Form eines Zinswährungsswaps wird eine Bewertungseinheit gebildet. Die Absicherung erfolgt auf der Grundlage eines Micro-Hedges zum Ausgleich künftiger Wertänderungsrisiken, welche durch Wechselkurs- und Zinssatzschwankungen verursacht werden. Das Grundgeschäft weist einen Nominalbetrag von 22.510 Tausend Euro auf. Der Zeitwert des Swap beträgt -1.138 Tausend Euro. Es besteht ein Sicherungsumfang von 100,0 Prozent. Die Absicherungseffektivität hinsichtlich des Wechselkurs- und Zinssatzänderungsrisikos wird prospektiv mittels der Critical-Term-Match-Methode untersucht. Der Swap weist die nachfolgend dargestellten Merkmale auf:

Nominalwerte
in Tsd. €
Währung Euribor/ Libor Fälligkeiten Bewertungsmethode
22.510 GBP 6 Monate 30.06.2021 Barwertmethode

(22) Haftungsverhältnisse

Bei den Gesellschaften des Teilkonzerns bestanden zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse, die im Wesentlichen aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von 1.045 Tausend Euro (2018: 2.187 Tausend Euro) resultieren. Darüber hinaus bestand eine Patronatserklärung gegenüber einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte für eine mögliche Inanspruchnahme vor, da die zugrundeliegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften mit hinreichend hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt werden.

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaften des Teilkonzerns schließen zur Sicherstellung ihres Betriebs mittelund langfristige Mietverträge ab. Hieraus sowie aus weiteren Verträgen resultierende bedeutsame sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Stichtag in der nachfolgenden Höhe und Fälligkeit:

Tsd. €
a) zeitlich befristet 272.255
fällig 2020 75.947
fällig 2021 - 2024 140.038
fällig nach 2024 56.270
b) zeitlich unbefristet (p.a.) 1.541

Daneben bestanden zum Stichtag Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben in das Sachanlagevermögen in Höhe von 2.376 Tausend Euro, sowie übrige sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber nicht konsolidierten Unternehmen in Höhe von 30.504 Tausend Euro aus zugesagten Zahlungen, deren Verpflichtungen zum Bilanzstichtag jedoch noch nicht entstanden waren.

(24) Mitarbeiter

Anzahl im Jahresdurchschnitt
gewerbliche Mitarbeiter 1.182
angestellte Mitarbeiter 10.931
12.113
davon
männliche Mitarbeiter 5.929
weibliche Mitarbeiter 6.184
davon 127 Mitarbeiter bei anteilkonsolidierten Unternehmen (anteilige Ermittlung)
Anzahl am Jahresende
Zahl der Beschäftigten 12.046
davon 123 Mitarbeiter bei anteilkonsolidierten Unternehmen (anteilige Ermittlung)

(25) Geschäftsführer sowie Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB

Im Geschäftsjahr 2019 waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:

Holger Eckstein, Geschäftsführer Finanzen

Martin Weiss, Geschäftsführer Medienmarken International

Philipp Welte, Geschäftsführer Medienmarken National

Stefan Winners, Geschäftsführer Digitalmarken National (bis 31. Dez. 2019)

Die ehemaligen Geschäftsführer bzw. deren Hinterbliebene erhielten Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b von 1.235 Tausend Euro; für diese Personengruppe bestanden zum Konzernbilanzstichtag Rückstellungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. b Satz 2 HGB in Höhe von 15.334 Tausend Euro. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 Bst. a HGB wird aufgrund der Anstellungsverhältnisse unter Inanspruchnahme von § 314 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet.

(26) Konzernverhältnisse

Die Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft, Offenburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis und zugleich auch den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die Burda GmbH als Tochterunternehmen angehört. Der Konzernabschluss der Hubert Burda Media Holding Kommanditgesellschaft wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers zur Veröffentlichung eingereicht.

(27) Gesamthonorar des Teilkonzern-Abschlussprüfers

2019
Tsd. €
Gesamt 917
Abschlussprüfungsleistungen 872
andere Bestätigungsleistungen 35
Steuerberatungsleistungen 0
sonstige Leistungen 10

(28) Angaben zur Teilkonzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung enthält als Liquiditätsreserve verfügbare Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Wertpapiere) mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten, korrigiert um kurzfristige Giroverbindlichkeiten und Wechselkurs- sowie bewertungsbedingte Fondsveränderungen.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2019
Tsd. €
Zahlungsmittel 106.042
+ sonstige Wertpapiere 29.466
./. kurzfristige Giroverbindlichkeiten 35.167
100.341
davon bei anteilmäßig konsolidierten Unternehmen: 2.473

(29) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ende Januar 2020 wurde ein Geschäftsbetrieb innerhalb der Immediate Media Gruppe verkauft. Der Verkauf führt im Wesentlichen zu einem Anstieg der liquiden Mittel und zu einer Reduktion der Bankverbindichkeiten. Ferner trägt der Verkauf im Geschäftsjahr 2020 zu einer Verbesserung der Ertragslage des Teilkonzerns bei.

Das sich seit Anfang 2020 weltweit ausbreitende Coronavirus wird sich im Geschäftsjahr 2020 negativ auf die Entwicklung und Bewertung einzelner Konzerngesellschaften, insbesondere im Bereich der Reisevermittlung, auswirken. Trotz des hohen Diversifikations- und Digitalisierungsgrades von Geschäftsaktivitäten ist nicht auszuschließen, dass sich daraus auch negative, aktuell noch nicht bezifferbare, Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns, wie z.B. außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte, ergeben.

(30) Sonstige Angaben

Die folgenden in den Teilkonzern-Abschluss 2019 einbezogenen Tochterunternehmen nehmen die Befreiungsmöglichkeiten nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2019 in Anspruch:

Gesellschaft Sitz
Abonnenten Service Center GmbH Offenburg
bestwetten.de GmbH Offenburg
Blue Ocean Entertainment AG Stuttgart
Bunte Entertainment Verlag GmbH München
Burda Binding Nürnberg GmbH Nürnberg
Burda Ciscom GmbH Offenburg
Burda Community Network GmbH München
Burda Community Network International GmbH München
Burda Digital Commerce GmbH Offenburg
Burda Digital SE München
Burda Digital Systems GmbH Offenburg
Burda Digital Ventures GmbH Offenburg
Burda Direct GmbH Offenburg
Burda Direct Interactive GmbH Offenburg
Burda Direkt Services GmbH Offenburg
Burda Druck GmbH Offenburg
Burda International Holding GmbH Offenburg
Burda Kantinen GmbH München
Burda Magazine Holding GmbH München
Burda Medien Vertrieb GmbH Offenburg
Burda Procurement GmbH München
Burda Senator Verlag GmbH Offenburg
Burda Service-Handel-Märkte GmbH Offenburg
Burda Services GmbH Offenburg
Burda Studios Pictures GmbH München
Burda Studios Publishing GmbH München
BurdaForward Advertising GmbH München
BurdaForward GmbH München
BurdaNews GmbH Hamburg
BurdaStyle GmbH München
CHIP Communications GmbH München
CHIP Digital GmbH München
CHIP Holding GmbH München
Cliqz GmbH München
Cliqz International GmbH München
Cliqz My Offrz GmbH München
computeruniverse GmbH Friedberg
CP-Retail GmbH Berlin
Cyberport GmbH Dresden
Cyberport Services GmbH Dresden
daskochrezept.de GmbH Offenburg
DLD Media GmbH München
DLD Ventures GmbH München
Fit for Fun Verlag GmbH Hamburg
Focus Line Extensions GmbH München
Focus Magazin Verlag GmbH München
Focus Money Redaktions-GmbH, Deutsches Institut für Qualität und Finanzen München
FOCUS Online Group GmbH München
Focus TV-Produktions GmbH München
ForwardContentServices GmbH München
freundin Verlag GmbH München
Internet Magazin Verlag GmbH München
jameda GmbH München
M.I.G. Medien Innovation GmbH Offenburg
Media Market Insights GmbH Offenburg
MFI Meine Familie und ich Verlag GmbH München
Neue Verlagsgesellschaft mbH Offenburg
Ortenauer Papierverarbeitung GmbH Offenburg
Playboy Deutschland Publishing GmbH München
TEC The Enabling Company GmbH Hamburg
TV Spielfilm Verlag GmbH Hamburg
Valiton GmbH München

In entsprechendem Umfang wurden die nachfolgend genannten, in den TeilkonzernAbschluss einbezogenen, Gesellschaften nach § 264b HGB befreit:

Gesellschaft Sitz
AdTech Factory GmbH & Co. KG Offenburg
Amica Verlag GmbH & Co. KG München
BDV Beteiligungen GmbH & Co. KG München
Burda Druck Nürnberg GmbH & Co. KG Nürnberg
Burda Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG Offenburg
Burda Principal Investments GmbH & Co. KG München
FTM Freizeit- und Trendmarketing GmbH & Co. KG Kleve
MAX Verlag GmbH & Co. KG Hamburg
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG Düsseldorf
Super Illu Verlag GmbH & Co. KG Berlin
Verlag Aenne Burda GmbH & Co. KG Offenburg

Der Teilkonzern-Abschluss der Burda GmbH hat ferner befreiende Wirkung nach § 291 HGB für die in dieser Textziffer aufgeführten Tochtergesellschaften sowie weitere Gesellschaften, die zugleich Mutterunternehmen sind und ohne diese Befreiung zur Aufstellung eines Teilkonzern-Abschlusses und eines Teilkonzern-Lageberichtes nach §§ 290 ff. HGB oder den jeweiligen lokalen Vorschriften verpflichtet wären.

Die Vorstände und Aufsichtsräte der in den Teilkonzernabschluss einbezogenen börsennotierten Tochtergesellschaften HolidayCheck Group AG, München, sowie New Work SE (vormals: XING SE), Hamburg, haben im Oktober 2019 und im März 2019 die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht. Die Erklärungen sind unter den folgenden Links abrufbar: https://www.holidaycheckgroup.com/investor-relations/corporate-governance/ sowie https://www.new-work.se/de/investor-relations/corporate-governance/.

 

Offenburg, den 20. März 2020

Die Geschäftsführer

Holger Eckstein

Martin Weiss

Philipp Welte

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Teilkonzernanlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand 01.01.2019
Tsd. €
Zugänge Veränderungen Konsolidierungskreis
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Abgänge Veränderungen Konsolidierungskreis
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
Umbuchungen
Tsd. €
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.571.182 96.282 10.124 22.160 8.432 18
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 545.367 18.940 7.635 3.841 8.297 1.906
Geschäfts- oder Firmenwert 1.022.549 77.342 0 18.300 102 0
geleistete Anzahlungen 3.266 0 2.489 19 33 -1.888
Sachanlagen 719.013 906 31.513 2.515 13.426 -18
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 255.649 92 5.028 0 2.010 0
technische Anlagen und Maschinen 286.583 0 3.911 538 769 3.253
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.079 814 19.296 1.977 10.618 158
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.702 0 3.278 0 29 -3.429
Finanzanlagen 417.821 5.348 59.613 1.661 21.126 0
Beteiligungen 315.557 2.779 50.807 0 14.126 135
Anteile an assoziierten Unternehmen 99.976 2.569 5.090 1.661 6.977 0
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.359 0 2.696 0 22 458
Wertpapiere des Anlagevermögens 1 0 0 0 0 0
sonstige Ausleihungen 928 0 1.020 0 1 -593
Summen 2.708.016 102.536 101.250 26.336 42.984 0
Währungsveränderungen
Tsd. €
Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand 31.12.2019
Tsd. €
Eröffnungsbestand Abschreibungen Stand 01.01.2019 Tsd. €.
Immaterielle Vermögensgegenstände 22.053 1.669.067 912.279
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.477 569.187 316.529
Geschäfts- oder Firmenwert 14.575 1.096.064 595.743
geleistete Anzahlungen 1 3.816 7
Sachanlagen 850 736.323 546.811
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 385 259.144 141.560
technische Anlagen und Maschinen -48 292.392 275.347
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 513 178.265 129.904
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 6.522 0
Finanzanlagen 2.767 462.762 182.608
Beteiligungen 2 355.154 152.063
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.765 101.762 29.579
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 4.491 464
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 1 0
sonstige Ausleihungen 0 1.354 502
Summen 25.670 2.868.152 1.641.698
Zugänge Veränderungen Konsolidierungskreis
Tsd. €
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Tsd. €
Abgänge Veränderungen Konsolidierungskreis
Tsd. €
Immaterielle Vermögensgegenstände 571 105.802 8.666
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 571 42.694 1.966
Geschäfts- oder Firmenwert 0 63.101 6.700
geleistete Anzahlungen 0 7 0
Sachanlagen 709 29.619 1.827
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 91 6.439 0
technische Anlagen und Maschinen 0 4.027 269
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 618 19.153 1.558
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0
Finanzanlagen 2.476 14.642 291
Beteiligungen 2.476 5.153 0
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 9.037 291
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0
sonstige Ausleihungen 0 452 0
Summen 3.756 150.063 10.784
Abgänge
Tsd. €
Umbuchungen
Tsd. €
Währungsveränderungen
Tsd. €
Abschreibungen Stand 31.12.2019
Tsd. €
Buchwert Stand 31.12.2019
Tsd. €
Buchwert Stand 31.12.2018
Tsd. €
Immaterielle Vermögensgegenstände 8.070 0 4.397 1.006.313 662.754 658.903
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.007 0 2.037 351.858 217.329 228.838
Geschäfts- oder Firmenwert 63 0 2.360 654.441 441.623 426.806
geleistete Anzahlungen 0 0 0 14 3.802 3.259
Sachanlagen 11.411 0 317 564.218 172.105 172.202
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 498 0 94 147.686 111.458 114.089
technische Anlagen und Maschinen 847 0 -54 278.204 14.188 11.236
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.066 0 277 138.328 39.937 40.175
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 6.522 6.702
Finanzanlagen 8.834 0 789 191.390 271.372 235.213
Beteiligungen 8.813 * -43 0 150.922 204.232 163.494
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 789 39.114 62.648 70.397
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21 43 0 400 4.091 895
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 1 1
sonstige Ausleihungen 0 0 0 954 400 426
Summen 28.315 0 5.503 1.761.921 1.106.231 1.066.318

* darin enthalten sind Zuschreibungen in Höhe von 8.760 Tsd. €

Teilkonzern-Kapitalflussrechnung

2018
Tsd. €
2019
Tsd. €
Teilkonzernjahresfehlbetrag (Vorjahr: Teilkonzernjahresüberschuss) vor nicht beherrschenden Anteilen 33.903 -17.734
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) des Anlagevermögens 139.553 141.303
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -21.620 136
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -19 -197
Zunahme (+) / Abnahme (-) der latenten Steuern 0 0
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte -5.782 -1.391
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie anderer Aktiva 8.580 -28.533
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und und Leistungen sowie anderer Passiva 14.519 25.102
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen -97.966 -51.850
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 21.717 18.928
sonstige Beteiligungserträge (-) -8.682 -29.667
Ertragsteueraufwand (+) / Ertragsteuererträge (-) 21.649 22.023
Ertragsteuerzahlungen (-/+) -50.157 -34.654
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 55.695 43.465
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 195 288
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -12.941 -10.124
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 11.622 320
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -24.498 -31.513
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 141.073 9.598
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögens -74.475 -49.814
Einzahlungen (+) aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 10.085 40.145
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis -44.608 -73.141
erhaltene Zinsen (+) 2.709 1.236
erhaltene Dividenden (+) 9.844 31.554
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 19.006 -81.450
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 600 0
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -67.789 -24.882
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 52.999 69.500
gezahlte Zinsen (-) -19.061 -13.646
gezahlte Dividenden (-) an Gesellschafter des Mutterunternehmens -21.100 -21.500
gezahlte Dividenden (-) an andere Gesellschafter -7.313 -17.497
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -61.664 -8.025
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 13.037 -46.010
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 47 -937
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 134.203 147.287
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 147.287 100.341

Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gewinnrücklagen
Tsd. € gesetzliche Rücklage
Tsd. €
satzungsmäßige Rücklage
Tsd. €
andere Gewinnrücklagen
Tsd. €
Stand 01.01.2018 54.800 3.286 16 78.399
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0 0 10
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 -274
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 54.800 3.286 16 78.135
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Gewinnrücklagen
Zwischensumme
Tsd. €
Tsd. €
Stand 01.01.2018 81.701 -10.122
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 10 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 -2.825
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises -274 20
Konzernjahresüberschuss 0 0
Stand 31.12.2018 81.437 -12.927
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Gewinnvortrag
Tsd. €
Konzernjahresüberschluss der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Tsd. €
Zwischensumme
Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Tsd. €
Stand 01.01.2018 223.858 0 350.237 37.021
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen -10 0 0 0
Ausschüttung -21.100 0 -21.100 -7.398
Währungsumrechnung 0 0 -2.825 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 5.390
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 -254 -86
Konzernjahresüberschuss 0 23.700 23.700 0
Stand 31.12.2018 202.748 23.700 349.758 34.927
Nicht beherrschende Anteile
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Tsd. €
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Tsd. €
Stand 01.01.2018 -679 0
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 46 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 10.203
Stand 31.12.2018 -633 10.203
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Zwischensumme
Tsd. €
Tsd. €
Stand 01.01.2018 36.342 386.579
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0
Ausschüttung -7.398 -28.498
Währungsumrechnung 46 -2.779
Sonstige Veränderungen 5.390 5.390
Änderung des Konsolidierungskreises -86 -340
Konzernjahresüberschuss 10.203 33.903
Stand 31.12.2018 44.497 394.255

Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gewinnrücklagen
Tsd. € gesetzliche Rücklage
Tsd. €
satzungsmäßige Rücklage
Tsd. €
andere Gewinnrücklagen
Tsd. €
Stand 01.01.2019 54.800 3.286 16 78.135
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 1 -16 303
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0 0 0
Stand 31.12.2019 54.800 3.287 0 78.438
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
Gewinnrücklagen
Zwischensumme
Tsd. €
Tsd. €
Stand 01.01.2019 81.437 -12.927
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 288 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung 0 11.906
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 0
Stand 31.12.2019 81.725 -1.021
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Gewinnvortrag
Tsd. €
Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Tsd. €
Zwischensumme
Tsd. €
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
Tsd. €
Stand 01.01.2019 226.448 0 349.758 45.130
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen -288 0 0 435
Ausschüttung -21.500 0 -21.500 -17.883
Währungsumrechnung 0 0 11.906 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -180
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0 0 5.377
Konzernjahresfehlbetrag 0 -24.716 -24.716 0
Stand 31.12.2019 204.660 -24.716 315.448 32.879
Nicht beherrschende Anteile
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
Tsd. €
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Tsd. €
Stand 01.01.2019 -633 0
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0 0
Ausschüttung 0 0
Währungsumrechnung -19 0
Sonstige Veränderungen 0 0
Änderung des Konsolidierungskreises 0 0
Konzernjahresfehlbetrag 0 6.982
Stand 31.12.2019 -652 6.982
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Zwischensumme
Tsd. €
Tsd. €
Stand 01.01.2019 44.497 394.255
Ausgabe von Anteilen 0 0
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 435 435
Ausschüttung -17.883 -39.383
Währungsumrechnung -19 11.887
Sonstige Veränderungen -180 -180
Änderung des Konsolidierungskreises 5.377 5.377
Konzernjahresfehlbetrag 6.982 -17.734
Stand 31.12.2019 39.209 354.657

Anlage zum Anhang des Teilkonzernabschlusses zum 31.12.2019 der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg

Beteiligungsverhältnisse nach § 313 Abs. 2 HGB

Anteile
in %
a) Voll konsolidierte Unternehmen
Abonnenten Service Center GmbH, Offenburg 100,00
AdTech Factory Verwaltungs-GmbH, Offenburg 100,00
AdTech Factory GmbH & Co. KG, Offenburg 100,00
Aenne Burda Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg 100,00
amiando UK Ltd., Birmingham/Großbritannien 100,00 1)
Amica Verlag GmbH & Co. KG, München 100,00
b.famous content Studios GmbH, München 100,00 5)
BDV Beteiligungen GmbH & Co. KG, München 90,91
bestwetten.de GmbH, Offenburg 100,00
Blue Ocean Entertainment AG, Stuttgart 90,34
Blue Ocean Entertainment Espana S. L., Madrid/Spanien 100,00 6)
Blue Ocean Entertainment Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00 6)
Blue Ocean Entertainment Portugal, Unipessoal, Lda., Lissabon/Portugal 100,00 6)
Bunte Entertainment Verlag GmbH, München 100,00
BurdaBox GmbH, München 100,00
Burda (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/Thailand 100,00
Burda Binding Nürnberg GmbH, Nürnberg 100,00
Burda Ciscom GmbH, Offenburg 100,00
Burda Community Network GmbH, München 100,00
Burda Community Network International GmbH, München 100,00
Burda Digital Commerce GmbH, Offenburg 100,00
Burda Digital SE, München 100,00
Burda Digital Systems GmbH, Offenburg 100,00
Burda Digital Ventures GmbH, Offenburg 100,00
Burda Direct GmbH, Offenburg 100,00
Burda Direct Interactive GmbH, Offenburg 100,00
Burda Direkt Services GmbH, Offenburg 100,00
Burda Druck GmbH, Offenburg 100,00
BURDA DRUCK FRANCE SAS, Vieux-Thann/Frankreich 100,00
BURDA DRUCK INDIA Private Limited, Neu-Delhi/Iindien 100,00
Burda Druck Nürnberg GmbH & Co. KG, Nürnberg 100,00
Burda Druck Nürnberg Verwaltungs GmbH, Nürnberg 100,00
Burda East Africa Ltd., Kigali/Ruanda 100,00
Burda Education GmbH, München 100,00
BurdaForward GmbH, München 100,00
BurdaForward Advertising GmbH, München 100,00
BURDAFORWARD ITALIA S.R.L., Bolzano / Italien 100,00
Burda France SAS, Paris/Frankreich 100,00
Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg 100,00
Burda Glam AG in Liquidation, Basel/Schweiz 100,00
Burda Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Offenburg 100,00
Burda Grundstücksverwaltungsgesellschaft Objekt München mbH, Offenburg 100,00
Burda Holdings (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 100,00
Burda International CZ s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
Burda International Holding GmbH, Offenburg 100,00
Burda Kantinen GmbH, München 100,00
Burda Magazine Holding GmbH, München 100,00
BURDA MEDIA INDIA PRIVATE LIMITED, Neu-Delhi/Indien 100,00
Burda Media Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
Burda Medien Vertrieb GmbH, Offenburg 100,00
BurdaNews GmbH, Hamburg 100,00
Burda Nordic A/S, Kolding/Dänemark 100,00
Burda Principal Investments GmbH & Co. KG, München 100,00
Burda Principal Investments Verwaltungs-GmbH, München 100,00
BURDA PRINICIPAL INVESTMENTS PTE. LIMITED, Singapur 100,00
Burda Procurement GmbH, München 100,00
Burda Romania S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00
Burda Senator Verlag GmbH, Offenburg 100,00
Burda Service AG i. L., Basel/Schweiz 100,00
Burda Services GmbH, Offenburg 100,00
Burda Service-Handel-Märkte GmbH, Offenburg 100,00
Burda Singapore Pte. Ltd., Singapur 100,00
Burda Studios Pictures GmbH, München 100,00
Burda Studios Publishing GmbH, München 100,00
BurdaStyle GmbH, München 100,00
BurdaStyle, Inc., New York/USA 100,00
C3 Creative Code and Content AG, Zürich/Schweiz 100,00 5)
C3 Creative Code and Content GmbH, Berlin 85,00
C3 Creative Code and Content Ltd., London/Großbritannien 100,00 5)
C3 Creative Code and Content s.r.o. Prag/Tschechien 100,00 5)
Casa de Difuzare Presa - New Concept S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00
CHIP Communications GmbH, München 100,00
CHIP Digital GmbH, München 100,00
CHIP Holding GmbH, München (vormals Burda Tech Holding GmbH) 100,00
CliCo GmbH, München 84,04
Cliqz GmbH, München 84,04
Cliqz MyOffrz GmbH, München 100,00 8)
Cliqz International GmbH, München 100,00 8)
computeruniverse GmbH, Friedberg 100,00
CP-Retail GmbH, Berlin 100,00
Cyberport GmbH, Dresden 100,00
Cyberport Services GmbH, Dresden 100,00
CyberSolutions GmbH, München 100,00
CyberSolutions Tech S.r.l., Cluj Napoca/Rumänien 100,00
daskochrezept.de GmbH, Offenburg 100,00
DK Venture Holding GmbH, München 85,20
DLD Media GmbH, München 100,00
DLD Ventures GmbH, München 100,00
Driveboo AG, Bottighofen/Schweiz 100,00 2)
Editions DIPA Burda SAS, Schiltigheim/Frankreich 100,00
EDITIONS HUBERT BURDA MEDIA SAS - PARIS, Paris/Frankreich 100,00
Editions Nuit et Jour SAS, Paris/Frankreich 100,00
Eqipia GmbH, Zürich/Schweiz 100,00 1)
Escape Events Limited, London/Großbritannien 100,00
fi services gmbh, Pleidelsheim 100,00 4)
Fit for Fun Verlag GmbH, Hamburg 100,00
Focus Line Extensions GmbH, München 100,00
Focus Magazin Verlag GmbH, München 100,00
Focus Money Redaktions-GmbH, Deutsches Institut für Qualität und Finanzen, München 100,00
FOCUS Online Group GmbH, München 100,00
Focus TV-Produktions GmbH, München 100,00
ForwardContentServices GmbH, München 100,00
Freedreams B.V., Nimwegen/Niederlande 100,00
freundin Verlag GmbH, München 100,00
FTM Freizeit- und Trendmarketing GmbH & Co. KG, Kleve 100,00
FTM Freizeit- und Trendmarketing Verwaltungsgesellschaft mbH, Kleve 100,00
Genealogy Events Limited, London/Großbritannien 77,50
Ghostery, Inc., New York/USA 100,00 8)
Grupo Galenicom Tecnologias de la Informacion, S.L., Barcelona/Spanien 100,00 1)
HalloFreelancer GmbH, Hamburg 100,00 1)
HC Touristik GmbH, München 100,00 2)
Hitched Limted., London/Großbritannien 100,00
Hitched PTY Limited (South Africa), Pretoria/Südafrika 100,00
HolidayCheck AG, Bottighofen/Schweiz 100,00 2)
HolidayCheck Group AG, München 57,34
HolidayCheck Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00 2)
HolidayCheck Solutions GmbH, München 100,00 2)
Honeypot GmbH, Berlin 100,00 1)
Hubert Burda Media Hong Kong Limited, Hongkong/China 100,00
Hubert Burda Media India Private Limited, Neu-Delhi/Indien 100,00
HUBERT BURDA MEDIA MALAYSIA SDN. BHD, Kuala Lumpur/Malaysia 100,00
Hubert Burda Media, Inc., New York/USA 100,00
Image Professionals GmbH, München 100,00
Immediate Media Company Australia Pty Limited, Sydney/Australien 100,00
Immediate Media Company Bristol Limted, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company London Limted, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company Magicalia Holdings Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company Magicalia Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company North America Inc., Delaware/USA 100,00
Immediate Media Company Origin Holdings Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company Origin Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Company Services Limited, London/Großbritannien 100,00
Immediate Media Pte Singapore Limited, Singapur 100,00
Immediate Media TV Limited, London/Großbritannien 100,00
ino24 AG, Pleidelsheim 86,08
ino24 clever versichert GmbH, Pleidelsheim 100,00 4)
innogy.C3 GmbH, Essen 74,90 5)
Internet Magazin Verlag GmbH, München 100,00
InterNations GmbH, München 100,00 1)
jameda GmbH, München 100,00
Komunikace 2000 s.r.o., Prag/Tschechien 100,00
kununu GmbH, Wien/Österreich 100,00 1)
kununu engage GmbH, Berlin 100,00 1)
kununu US LLC, Boston/USA 100,00 1)
LIFESTYLE HK LIMITED, Hongkong/China 100,00
LIFESTYLE MARKETING PTE LTD, Singapur 100,00
LIFESTYLE ONLINE SDN BHD, Kuala Lumpur/Malaysia 100,00
M.I.G. Medien Innovation GmbH, Offenburg 100,00
MAX Verlag GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00
Media Market Insights GmbH, Offenburg 100,00
Meteovista B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
MFI Meine Familie und ich Verlag GmbH, München 100,00
Mirabo AG, Basel/Schweiz 100,00
mobileminds GmbH, München 100,00
Mumdrum Limited, London/Großbritannien 100,00
Neue Verlagsgesellschaft mbH, Offenburg 100,00
NetDoktor.de GmbH, München 100,00
New Work SE, Hamburg 50,39
New Work Networking Spain S.L., Barcelona/Spanien 100,00 1)
New Work Portugal Unipessoal Lda., Porto/Portugal 100,00 1)
New Work Young Professionals GmbH, Hamburg 100,00 1)
New Work XING UG (haftungsbeschränkt), Hamburg 100,00 1)
OOO Burda Distribution Services, Moskau/Russland 100,00
OOO DigiVent, Moskau/Russland 100,00
OOO Everest Distribution, Moskau/Russland 100,00
OOO Burda Interaktiv, Moskau/Russland 100,00
Ortenauer Papierverarbeitung GmbH, Offenburg 100,00
PaketPLUS Marketing GmbH, Berlin 100,00
Playboy Deutschland Publishing GmbH, München 100,00
PM, poslovni mediji d.o.o., Ljubljana/Slowenien 51,00 5)
Prescreen GmbH, Berlin 100,00 1)
Prescreen International GmbH, Wien/Österreich 100,00 1)
rethink GmbH, Berlin 51,00 5)
River Street Media Limited, London/Großbritannien 57,20
River Street Events Limited, London/Großbritannien 57,20
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt BURDA Medien Park KG, Düsseldorf 100,00
Screens Redaktions GmbH, Hamburg 100,00
Seven Publishing Group Ltd., London/Großbritannien 100,00 5)
Silkes Weinkeller GmbH, Mettmann 100,00
Stockfood Ltd., London/Großbritannien 100,00
Stockfood America, Inc., Kennebunk/USA 100,00
Super Illu Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 100,00
Super Illu Verlag Verwaltungs-GmbH, Berlin 100,00
TEC The Enabling Company GmbH, Hamburg 100,00
Tomorrow Travel B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
tracdelight GmbH, München 100,00
Trans Log - Presa S.R.L., Bukarest/Rumänien 100,00
Treehouse Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
TV Spielfilm Verlag GmbH, Hamburg 100,00
tv.gusto GmbH, München 83,50
Upper Street Events Limited, London/Großbritannien 100,00
Upper Street Events Topco Limited, London/Großbritannien 100,00
Valiton GmbH, München 100,00
Value Added Events Limited, London/Großbritannien 100,00
Vancouver Topco Limited, London/Großbritannien 100,00
Vancouver Midco 1 Limited i. L., London/Großbritannien 100,00
Vancouver Midco 2 Limited i. L., London/Großbritannien 100,00
Visordown Limted, London/Großbritannien 100,00
Verlag Aenne Burda GmbH & Co. KG, Offenburg 100,00
Verwaltungsgesellschaft MAX Verlag mbH, Hamburg 100,00
VSG Verlags Service Gesellschaft AG in Liquidation, Basel/Schweiz 100,00
VSG Advertising (Beijing) Co. Ltd., Peking/China 100,00
WebAssets B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
wunder media production GmbH, Berlin 100,00 5)
XING Events GmbH, Hamburg 100,00 1)
XING E-Recruiting GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 1)
XING E-Recruiting Switzerland AG, Zürich/Schweiz 100,00 1)
XING E-Recruiting GmbH, Wien/Österreich 100,00 1)
XING GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 1)
XING International Holding GmbH, Hamburg 100,00 1)
XING Marketing Solutions GmbH, Hamburg 100,00 1)
XING Switzerland GmbH, Zürich/Schweiz 100,00 1)
Zoover GmbH, München 100,00 2)
Zoover International B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
Zoover Media B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
Zoover Travel B.V., Amsterdam/Niederlande 100,00 2)
ZVB Zeitschriften-Vertriebs AG i. L., Basel/Schweiz 100,00
b) Anteilmäßig konsolidierte Gesellschaften nach § 310 HGB
B+B Media Services GmbH, Offenburg 50,00
Burda Hearst Publishing GmbH, München 50,00
DOGAN BURDA DERGI YAYINCILIK VE PAZARLAMA A.S., Istanbul/Türkei 40,00
Musicstarter GmbH & Co. KG, Berlin 50,00
mylife media GmbH & Co. KG, Offenburg 50,00
mylife media Verwaltungsgesellschaft mbH, Offenburg 100,00
SEG Stegenwaller Entertainment Group GmbH & Co. KG, Essen 50,00
SEG Stegenwaller Entertainment Group Verwaltungs GmbH, Essen 50,00
c) Assoziierte Unternehmen nach § 311 HGB
COC COC PTE. LTD., Singapur 23,14 3)
CONSUMABLE, INC., Rockville/USA 26,03
Dergi Pazarlama Planlama ve Ticaret Anonim Sirketi, Istanbul/Türkei 44,00
Dovetail Services (UK) Limited i. L., Guildford/Großbritannien 50,00
Dovetail Services (UK) Holdings Limited i. L., Guildford/Großbritannien 50,00
Frontline Limited, Peterborough/Großbritannien 14,06
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung mbH & Co. KG, München 20,00
Good Hood GmbH, Berlin 23,05
Mediaprint & Kapa Pressegrosso spol. s r.o., Prag/Tschechien 34,83
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Unterschleißheim 40,00
MZV Export-Import Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH, Unterschleißheim 40,00
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Unterschleißheim 40,00
MZV Moderner Zeitschriften-Vertrieb Verwaltungs-GmbH, Unterschleißheim 40,00
Notonthehighstreet Enterprises Ltd., Richmond/Großbritannien 27,71
Priceza Company Limited, Bangkok/Thailand 24,90
Radio Arabella Studiobetriebsgesellschaft mbH, München 20,56
Radio Times Events Limited, London/Großbritannien 51,00
Vicampo.de GmbH, Mainz 38,82
d) Gesellschaften nach § 296 HGB bzw. § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB
Acton GmbH & Co Heureka KG, München 40,21
BL Engineering Solutions Private Limited, Neu-Delhi/Indien 51,00
BOTLabs GmbH, Berlin 40,00
Burda Hong Kong Limited, Hongkong/China 82,15
BURDA PRINCIPAL INVESTMENTS LIMITED, London/Großbritannien 100,00
Burda Taiwan Co. Ltd. i. L., Taipeh/Taiwan 80,00
Burda West Africa Ltd., Dakar/Senegal 100,00
Diamond NewCo Limited, London/Großbritannien 100,00
Denfin Publishing ÖU, Tallinn/Estland 45,00
Essential Publishing Limited, Colchester/Großbritannien 100,00
Europe Online Deutschland GmbH, München 100,00
Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung Verwaltungs GmbH, München 20,00
Hubert Burda Media Limited, Colchester/Großbritannien 100,00
Hubert Burda Media UK LP., Colchester/Großbritannien 100,00
KB sports communications GmbH i. L., Stuttgart 51,00 5)
L.M.2.F. SAS, Soreze/Frankreich 25,01
med1 Online Service GmbH, München 100,00
Mode Media Corporation, Brisbane/USA 38,00
Musicstarter Verwaltungs GmbH, Berlin 50,00
Online International Beteiligungs-GmbH, München 100,00
OOO 7dach, Moskau/Russland 25,00
sevenload GmbH i.L., Köln 100,00
Tom Press SASU, Soreze/Frankreich 100,00 7)
Toppatterns Nordic AB Lidingö/Schweden 100,00
Umbretto Investments Sp. z o.o., Warschau/Polen 100,00
Versicherungsbüro Erich Hargarten GmbH, Salmtal 100,00
e) Wesentliche Beteiligungen < 20%
Vinted Limited, London/Großbritannien 15,20
Bloom & Wild Limited, London/Großbritannien 12,80
Acton GmbH & Co. Heureka II KG, München 11,81
Bauble Bar, Inc., New York/USA 10,00
Carsome Sdn Bhd, Petaling Jaya/Malaysia 10,00
RCW, Inc. / M.Gemi, Boston/USA 8,80
Miinto Holding ApS, Kopenhagen/Dänemark 8,27
ZILINGO PTE. LTD., Singapur 7,90
Hmlet Pte. Ltd., Singapur 6,47

1) mittelbare Beteiligung der New Work SE
2) mittelbare Beteiligung der HolidayCheck Group AG
3) mittelbare Beteiligung der CliCo GmbH
4) mittelbare Beteiligung der INO24 AG
5) mittelbare Beteiligung der C3 Creative Code Content GmbH
6) mittelbare Beteiligung der Blue Ocean Entertainment AG
7) mittelbare Beteiligung der L.M.2.F. SAS
8) mittelbare Beteiligung der Cliqz GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Teilkonzernabschluss der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Offenburg, - bestehend aus der Teilkonzern-Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Teilkonzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Teilkonzern-Kapitalflussrechnung und dem Teilkonzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Teilkonzern-Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Teilkonzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Teilkonzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Teilkonzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Teilkonzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Teilkonzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Teilkonzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Teilkonzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Teilkonzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Teilkonzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Teilkonzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Teilkonzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Teilkonzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Teilkonzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Teilkonzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Teilkonzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Teilkonzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Teilkonzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Teilkonzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Teilkonzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Teilkonzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Teilkonzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Teilkonzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Teilkonzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Teilkonzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Teilkonzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Teilkonzerns ein, um Prüfungsurteile zum Teilkonzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Teilkonzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Teilkonzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Teilkonzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. März 2020

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Kaltenegger, Wirtschaftsprüferin

Der Teilkonzernabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde in der Gesellschafterversammlung der Burda Gesellschaft mit beschränkter Haftung vom 01. April 2020 von der Gesellschafterin gebilligt.

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