Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 16068
Vorher
Umwelt- und Wärmeenergiegesellschaft Strasburg mbH
Eingetragen
20.7.1994
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau von Verteilungsanlagen für Elektrizität und Gas einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann außerdem weitere Aufgaben der Versorgung, der (Tele-) Kommunikation sowie andere Dienstleistungen übernehmen sowie Dienstleistungen insbesondere für Gesellschaften des E.ON-Konzerns erbringen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Johannes von Clary
seit 5.11.2025
Prokura
Alina Korporal
seit 19.3.2025
Prokura
Hanjo Harald During
seit 19.3.2025
Geschäftsführer
Stefan Kanow
seit 11.6.2024
Prokura
Janine Müller
seit 6.5.2024
Prokura
Stephan Grothe
seit 6.1.2022
Prokura
Kerstin Pankow
seit 10.6.2020
Prokura
Lars Ramelow
seit 28.6.2017
Prokura
Stefanie Trabelsi
seit 18.10.2016
Geschäftsführer
Stefan Blache
seit 18.10.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
E.DIS AG
Germany
250.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

E.DIS Netz GmbH

Fürstenwalde/Spree

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree

I. Grundlagen der E.DIS Netz GmbH

Das Unternehmen

Die E.DIS Netz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter der E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree, und wie die Gesellschafterin stark regional geprägt. Von der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern bis vor die Tore des Spreewaldes im Süden Brandenburgs erstreckt sich das rund 35.600 Quadratkilometer große Netzgebiet des Strom- und Gasnetzbetreibers E.DIS Netz GmbH. In Fürstenwalde/Spree, Demmin und Potsdam befinden sich die drei großen Standorte des Unternehmens mit den wesentlichen zentralen Verwaltungsfunktionen. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von über 40 Standorten aus für eine zuverlässige Energieversorgung in der Region. Sitz der Gesellschaft ist die Stadt Fürstenwalde/Spree. Tätigkeitsbereiche der E.DIS Netz GmbH nach § 6b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind die Elektrizitätsverteilung (Sparte Strom) über das rund 82.500 Kilometer lange Stromnetz in großen Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die Gasverteilung (Sparte Gas) über die insgesamt circa 5.100 Kilometer langen Gasnetze im Süden von Mecklenburg-Vorpommern und im Norden von Brandenburg sowie die sonstigen Tätigkeiten im Strom- und Gassektor. Darüber hinaus nimmt die E.DIS Netz GmbH die Marktrolle als grundzuständiger Messstellenbetreiber wahr.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Gesamtleistung von 1.088 Megawatt (MW) neu ans Netz angeschlossen. Vor allem großflächige Photovoltaik­anlagen wurden installiert. Am Stromnetz sind derzeit circa 13.930 MW Erzeugung aus erneuerbaren Energien und gut 1.100 MW aus anderen dezentralen Erzeugungsanlagen, insbesondere gemäß Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG), angeschlossen. Dem steht eine Lastspitze von rund 2.300 MW gegenüber. Im Jahr 2023 ist die Antragsleistung um über 54.000 MW angestiegen und liegt nun insgesamt bei 176.000 MW. Die Menge der aufgenommenen regenerativen Energie überstieg den Netzabsatz Strom deutlich. Der Anteil lag im vergangenen Jahr bei rund 153 Prozent (Vorjahr 141 Prozent). An das Gasnetz sind aktuell sieben Biogasanlagen angeschlossen.

Die E.DIS Netz GmbH hat im Geschäftsjahr mehr als 260 Mio. € in den Ausbau der energetischen Infrastruktur zur Gewährleistung einer sicheren Strom- und Gasversorgung sowie für die Realisierung der Energiewende investiert. Sowohl durch Aufträge an Betriebe und Dienstleister der Region als auch durch Zahlung von Konzessionsabgaben an die Städte und Gemeinden hat sich das Unternehmen als leistungsfähiger Infrastrukturdienstleister in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bewährt.

Mit 1.740 Mitarbeitern und 196 eigenen Auszubildenden an drei Ausbildungszentren gehört die E.DIS Netz GmbH zu den großen Arbeitgebern und Ausbildern Ostdeutschlands (Stichtag 31. Dezember 2023).

Ziele und Strategien

Insgesamt hat sich die Lage am Energiemarkt im Vergleich zum durch starke Turbolenzen geprägten Jahr 2022 wieder beruhigt. Die Anspannungen sind jedoch weiterhin zu spüren. Die Energiewelt ist vor allem durch Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung geprägt. Mit dem Abschalten der letzten Kernenergieanlagen in Deutschland im April 2023 sowie dem Ausstiegspfad für Kohle wird dies immer bedeutender. Ohne diese Reserven ist Deutschland noch stärker als bisher vom Energieimport aus dem europäischen Ausland abhängig. Eine Reduktion dieser Abhängigkeiten und gleichzeitige Sicherstellung der Versorgungssicherheit sowie Bezahlbarkeit von Energie forciert den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien. Dieser Ausbau wiederum fördert die Nachhaltigkeit, kann aber nur erfolgreich sein, wenn er parallel durch einen deutlich gesteigerten und schnelleren Ausbau von Netzen begleitet wird.

Die Entwicklungen hin zu einer neuen, klimaneutralen und dezentralisierten Energiewelt beschleunigen sich zunehmend. Daraus erwachsen für Verteilnetzbetreiber Chancen auf ein jahrzehntelanges Wachstum. Auch die E.DIS-Gruppe will dabei eine wichtige Rolle spielen. Die immer größer werdende Komplexität der Geschäfts­aktivitäten wird die E.DIS-Gruppe deshalb auch mit Hilfe einer fortschreitenden Digitalisierung meistern. Netze, Produkte, Kundenschnittstellen und interne Prozesse werden fortlaufend an die veränderten Anforderungen angepasst.

Bereits im Jahr 2018 wurde die Unternehmensstrategie "UNSER WEG 2025" erarbeitet. Diese stellt für die gesamte E.DIS-Gruppe zwei wesentliche Ziele in den Mittelpunkt: Wir möchten unser Kerngeschäft stärken und neues Wachstum erschließen. Gesellschafts- und geopolitische Entwicklungen bestätigen diese Ziele, erhöhen aber auch die Dynamik angenommener Trends. Beispielsweise erhöhte die Bundesregierung bereits 2022 die gesamtwirtschaftlichen Ausbauziele für EEG-Anlagen, die im Ergebnis das Antragsvolumen für den Anschluss von Neuanlagen weiter ansteigen ließen. Zudem erfährt die Wärmewende durch Schaffung des Gesetzes für eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung politische Rückendeckung und führt zu einer zunehmenden Elektrifizierung des Wärmesektors durch Einbau von Wärmepumpen. Steigende Zulassungszahlen für Elektroautos erhöhen zudem die Nachfrage nach Anschlüssen für Ladesäulen.

Im Berichtsjahr hat die E.DIS-Gruppe ein Strategiereview vorgenommen und die Ergebnisse daraus in die Unternehmensstrategie "Positiv Geladen - E.DIS 2030" überführt. Die Strategie ist durch vier zentrale strategische Prioritäten geprägt:

1) Wachstum: Der Fokus liegt auf der deutlichen Erhöhung des Tempos im Netzausbau auf allen Spannungsebenen.
2) Digitalisierung und Prozesse: Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse ist entscheidend, um den wachsenden Anforderungen in der Energieversorgung gerecht zu werden. Fortschrittliche digitale Technologien unterstützen, um Betriebsabläufe zu optimieren und die Effizienz zu steigern.
3) Nachhaltigkeit: E.DIS bekennt sich zu einer nachhaltigen Energieversorgung und setzt Maßnahmen um, um ökologische und soziale Verantwortung zu übernehmen. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
4) Menschen und Kultur: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Die E.DIS Netz GmbH investiert in ihre Entwicklung, fördert eine offene Unternehmenskultur und schafft ein Umfeld, in dem Kreativität und Innovation gefördert werden.

Diese vier strategischen Prioritäten bilden das Fundament der Handlungen und Entscheidungen. Sie unterstützen, die Herausforderung der beschleunigten Energiewende erfolgreich zu meistern und langfristig einen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen.

II. Wirtschaftsbericht

a) Rahmenbedingungen

Wirtschaft stagniert

Die Zinserhöhungen der Notenbanken belasteten die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte (BIP) widerspiegelt. Gemäß OECD-Wirtschaftsausblick, Zwischenausgabe November 2023 (OECD Economic Outlook, Volume 2023 Issue 2, Paris, S. 10) soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum von 2,9 Prozent erreicht haben und läge damit hinter dem Wachstum des Jahres 2022 (3,3 Prozent) zurück.

Um der steigenden Inflation entgegenzuwirken, wurde der festgelegte Zinssatz durch die Europäische Zentralbank für den Euroraum in zehn Schritten auf 4,5 Prozent erhöht, was die Investitionstätigkeit gebremst hat. Das statistische Bundesamt teilte für Deutschland einen leichten Rückgang des preisbereinigten BIP von 0,3 Prozent mit. Steigende Energiepreise haben die Inflation erhöht und die Kaufkraft der privaten Haushalte geschmälert. Im gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß statistischem Bundesamt im Jahr 2023 im Schnitt bei 5,9 Prozent lag.

Energiepolitisches Umfeld

Mitte 2022 hat der Bundestag das sogenannte Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Mit verschiedenen Gesetzesänderungen, beispielsweise im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von 50 Prozent auf 80 Prozent erhöht. Dabei rückt der Ausbau der Solarenergie in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf über 215 GW mehr als verdoppelt und die Onshore Wind-Leistung von 71 GW auf 115 GW erhöht werden. Die Anzahl der Anfragen nach neuen Netzanschlüssen für Einspeiseanlagen ist in den letzten Jahren erheblich angestiegen und mit forcierter Umsetzung der Klimaschutzbemühungen steigen diese perspektivisch weiter stark an.

Gemäß der eigenen Unternehmensstrategie begleitet die E.DIS Netz GmbH die Initiativen der Bundesregierung für einen schnelleren Ausbau der Erneuerbaren mit dem notwendigen Ausbau intelligenter Verteilnetze. Dafür müssen sich insbesondere die Instrumente zur Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren als wirkungsvoll erweisen und die zusätzlichen Maßnahmen aus dem "Pakt für Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung" zwischen Bund und Ländern von Anfang November 2023 zeitnah umgesetzt werden.

Die Neufassung des § 14a im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht vor, dass steuerbare Verbrauchs­einrichtungen, wie z. B. elektrische Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos, zukünftig netzorientiert gesteuert werden und deren Betreiber im Gegenzug Netzentgeltreduktionen erhalten. Das Instrument ersetzt nicht die Ertüchtigung der Verteilnetze, sondern ergänzt diese temporär. Die zuständige Bundesnetzagentur hat Ende November 2023 eine entsprechende Regelung festgelegt.

b) Geschäftsverlauf und Lage

Die E.DIS Netz GmbH wird im Wesentlichen durch finanzielle Kennzahlen nach dem HGB gesteuert. Diese um­fassen vor allem das Ergebnis nach Steuern, die Investitionen sowie den Cashflow der laufenden Geschäfts­tätigkeit.

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung (in Mio. €) 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 2.663,9 2.129,3 534,6
davon Strom 2.435,9 1.984,0 451,9
davon Gas 73,5 59,2 14,3
davon Sonstige 154,5 86,1 68,4
Bestandsveränderungen 41,3 128,9 -87,6
Aktivierte Eigenleistungen 30,3 10,7 19,6
Sonstige betriebliche Erträge 29,2 41,1 -11,9
Materialaufwand 2.287,1 1.834,6 452,5
Personalaufwand 167,5 143,6 23,9
Abschreibungen 109,2 103,3 5,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 84,7 77,7 7,0
Finanzergebnis 11,6 -54,8 66,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 127,8 96,0 31,8
Steuern von Einkommen und Ertrag (entfällt)
Die E.DIS Netz GmbH ist Organgesellschaft der E.DIS AG.
0,0 0,0 0,0
Ergebnis nach Steuern 127,8 96,0 31,8


Die Umsatzerlöse der E.DIS Netz GmbH lagen mit 2.663,9 Mio. € um 534,6 Mio. € über dem Wert des Jahres 2022.

Die Umsatzerlöse Strom sind um 451,9 Mio. € gestiegen. Maßgebliche Einflussfaktoren sind vor allem um 341,3 Mio. € höhere Umsatzerlöse gemäß EEG, höhere Erlöse aus gestiegenen Entgelten für die Netznutzung (+260,5°Mio.°€) und höhere Erlöse aus Dienstleistungen im Rahmen der langfristigen Netzverlustbeschaffung (+253,8°Mio.°€) für andere Netzbetreiber. Ursächlich für den Anstieg der EEG-Erlöse sind vor allem die im Vorjahresvergleich sinkenden Marktpreise, welche zu höheren Erstattungen in der Direktvermarktung führten. Auch die Entwicklung der Umsatzerlöse aus Dienstleistungen wurde vor allem durch die Marktpreisentwicklung für Strom verursacht.

Gegenläufig wirken um 221,5°Mio.°€ preisbedingt niedrigere Erlöse aus Dienstleistungen im Rahmen der Differenzbilanzkreisbewirtschaftung sowie die Entwicklung der Rückstellung für das Regulierungskonto (-181,9°Mio.°€), die maßgeblich durch die künftige Rückzahlung geringerer Kosten aus dem Engpassmanage­ment im Vergleich zur Netzentgeltkalkulation für das Jahr 2023 geprägt ist.

Den Dienstleistungserlösen und Umsatzerlösen gem. EEG stehen korrespondierende Entwicklungen des Materialaufwandes gegenüber.

Für die Umsatzerlöse Gas zeigt sich ein Anstieg um 14,3°Mio.°€ auf 73,5°Mio.°€. Wie auch im Strom ist dieser insbesondere durch gestiegene Netzentgelte und damit einhergehend höhere Erlöse für die Netznutzung zu begründen (+14,1°Mio.°€). Die Entwicklung der Rückstellung für das Regulierungskonto wirkt auch hier gegenläufig (-8,2°Mio.°€). Den in 2022 aufgrund von Minderabsätzen entstehenden Ansprüchen stehen in 2023 aus Mehrabsätzen entstehende Verpflichtungen entgegen.

Ergebnisneutrale periodenfremde Effekte für Mehr- und Mindermengenabrechnungen (+8,7°Mio.°€) sowie höhere Erlöse aus der Kostenwälzung Biogas (+0,7°Mio.°€) führen ebenfalls zu einem Anstieg der Umsatzerlöse Gas.

Die Erhöhung der sonstigen Umsatzerlöse um 68,4 Mio. € resultiert vor allem aus höheren Erträgen aus der Abrechnung von Dienstleistungen im Rahmen des Breitbandausbaus für die e.discom Telekommunikation GmbH (e.discom) (58,1 Mio. €). Weiterhin wirken um 4,9 Mio. € höhere Erlöse aus dem wettbewerblichen Geschäft und aus Messentgelten für smart meter (+2,8 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um 11,9 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Ursache dafür sind um 14,0 Mio. € niedrigere Auflösungen/Inanspruchnahmen von Rückstellungen, Erträge aus dem Austritt der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE) (+3,6 Mio. €) und niedrigere Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (-1,9 Mio. €). Darüber hinaus wirken im Geschäftsjahr positive Effekte aus Bestandsveränderungen in Höhe von 41,3 Mio. € (Vorjahr 128,9 Mio. €), die im Wesentlichen aus unfertigen Leistungen im Rahmen des Breitbandausbaus für die e.discom resultieren. Im Zusammenhang mit der Aktivierung von Eigenleistungen konnten im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 30,3 Mio. € erzielt werden.

Wie bei den Umsatzerlösen Strom ist auch die absolute Höhe des Materialaufwandes mit 2.287,1 Mio. € vor allem durch die Veränderungen bei den Kosten für EEG-Einspeisungen und Dienstleistungen im Rahmen der Differenz­bilanzkreisbewirtschaftung und Netzverlustbeschaffung sowie des Breitbandausbaus für e.discom geprägt.

Im Materialaufwand kommen des Weiteren die um 77,4°Mio.°€ gestiegenen Kosten für die Beschaffung der langfristigen Netzverluste der E.DIS Netz GmbH zum Tragen. Durch die Orientierung der Beschaffung am Zeitraum der Referenzpreisbildung gem. Bundesnetzagentur (BNetzA) (18 Monate vor Lieferbeginn) wirken sich für das Berichtsjahr die Hochpreisphasen an den Energiemärkten aus.

Die zeitverzögerte Weitergabe der Effekte aus Hochpreisphasen verursachte ebenfalls im Rahmen der Mehr- und Mindermengenabrechnung saldierte Mehraufwendungen für die Bilanzkreisbewirtschaftung von 9,6°Mio.°€ gegenüber dem Vorjahr. Die Aufwendungen für Engpassmanagementkosten entwickelten sich hingegen durch sinkende Spotmarktpreise und geringere Aufrufmengen rückläufig (-23,9°Mio.°€).

Aperiodische Effekte reduzieren die Bruttomarge um -38,9°Mio.°€ im Vorjahresvergleich. Dies resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang periodenübergreifender Effekte, die in 2022 preisbedingt margenerhöhend wirkten.

Insgesamt ergibt sich ein Rückgang des Rohüberschusses Strom (Saldo aus Umsatzerlösen Strom und entsprechenden Bezugs- und Netznutzungsaufwendungen) im Vergleich zum Vorjahr um 23,8°Mio.°€ auf 418,3°Mio.°€.

Der Rohüberschuss Gas liegt mit 40,3°Mio.°€ um 3,9°Mio.°€ über dem Niveau des Vorjahres. Den genannten Erlösentwicklungen stehen insbesondere die durch höhere Kapazitätsentgelte steigenden Aufwendungen für das vorgelagerte Netz (+3,3°Mio.°€) sowie ergebnisneutrale aperiodische Aufwendungen für Mehr- und Mindermengen (+8,7°Mio.°€) gegenüber.

Der Anstieg der Personalaufwendungen um 23,9 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem im Geschäftsjahr erzielten Tarifabschluss (+11,4°Mio.°€), höheren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (+6,4°Mio.°€) sowie dem planmäßigen Personalaufbau zur Umsetzung der Anforderungen der Energiewende (+4,4°Mio.°€). Ursächlich für den Anstieg der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen sind die Anpassungen von Rechnungsparametern an die wirtschaftliche Entwicklung.

Bedingt durch Neuinvestitionen erhöhen sich die Abschreibungen um 5,9 Mio. €.

Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes um 7,0 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus dem Veräußerungsverlust des OB5-Fonds (+2,3 Mio. €), höheren IT-Aufwendungen (+2,2 Mio. €) und Zuführungen zu Rückstellungen (+2,2 Mio. €).

Das Finanzergebnis in Höhe von 11,6 Mio. € (Vorjahr -54,8 Mio. €) ist vor allem auf Erträge aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens und sonstigen CTA-Erträgen von insgesamt 20,8 Mio. € (Vorjahr 32,4 Mio. € Aufwand) zurückzuführen. Weiterhin wirken um 9,3 Mio. € niedrigere Zinsen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen, die aus dem Anstieg des Rechnungszinses zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen resultieren.

Insgesamt erwirtschaftete die E.DIS Netz GmbH im Berichtsjahr ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 127,8 Mio. € (Vorjahr 96,0 Mio. €), welches zum Geschäftsjahresende an die E.DIS AG abgeführt wurde. Damit liegt das Ergebnis 33 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Budget wurde um sieben Prozent unterschritten, dies ist im Wesentlichen auf deutlich gestiegene Personalaufwendungen und den geringeren Rohüberschuss Strom zurückzuführen.

Der Ergebnisanstieg gegenüber 2022 ist vor allem im deutlich verbesserten Finanzergebnis begründet. Letzteres war in 2022 aufgrund der Marktwertentwicklung des Deckungsvermögens stark belastet. In Summe werden damit der geringere Rohüberschuss Strom sowie die weiteren höheren Kostenpositionen überkompensiert.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanz (in Mio. €) 31.12.2023 in Prozent 31.12.2022 in Prozent Veränderung
in Mio. €
Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände 1.737,5 76,7 1.585,4 79,7 152,1
Finanzanlagen 3,7 0,2 107,4 5,4 -103,7
Langfristig gebundenes Vermögen 1.741,2 76,9 1.692,8 85,1 48,4
Vorräte 69,1 3,0 60,4 3,1 8,7
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 431,3 19,1 228,6 11,5 202,7
Liquide Mittel 4,3 0,2 0,1 0,0 4,2
Kurzfristig gebundenes Vermögen 504,7 22,3 289,1 14,6 215,6
Rechnungsabgrenzungsposten 2,5 0,1 2,6 0,1 -0,1
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
11,8 0,5 0,0 0,0 11,8
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung 3,1 0,2 3,1 0,2 0,0
Bilanzsumme Aktiva 2.263,3 100,0 1.987,6 100,0 275,7
Eigenkapital 817,0 36,1 817,0 41,1 0,0
Zuschüsse 230,8 10,2 220,7 11,1 10,1
Pensionsrückstellungen 85,2 3,8 81,2 4,1 4,0
Übrige langfristige Rückstellungen 345,2 15,2 109,2 5,5 236,0
Langfristige Verbindlichkeiten 295,9 13,1 296,6 14,9 -0,7
Langfristiges Kapital 1.774,1 78,4 1.524,7 76,7 249,4
Kurzfristige Rückstellungen 132,9 5,9 162,9 8,2 -30,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 356,3 15,7 300,0 15,1 56,3
Kurzfristiges Kapital 489,2 21,6 462,9 23,3 26,3
Bilanzsumme Passiva 2.263,3 100,0 1.987,6 100,0 275,7



Zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich die Bilanzsumme der E.DIS Netz GmbH um 275,7 Mio. € bzw. 13,9 Prozent auf 2.263,3 Mio. €. Von der Bilanzsumme entfallen 1.741,2 Mio. € bzw. 76,9 Prozent (Vorjahr: 1.692,8 Mio. €) auf das Anlagevermögen. Das Eigenkapital beträgt unverändert 817,0 Mio. € und deckt 36,1 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 41,1 Prozent). Zum Bilanzstichtag wurden Investitions- und Baukostenzuschüsse in Höhe von 230,8 Mio. € (Vorjahr 220,7 Mio. €) passiviert. Das Anlagevermögen ist somit zu 60,1 Prozent durch Eigenkapital und Zuschüsse gedeckt (Vorjahr 61,3 Prozent). Unter Einschluss der Pensionsrückstellungen, übriger langfristiger Rückstellungen sowie langfristiger Verbindlichkeiten beträgt die Deckungsquote des Anlagevermögens 101,9 Prozent (Vorjahr 90,1 Prozent). Die deutliche Verbesserung dieser Kennzahl ist auf zwei Sonderfaktoren zurückzuführen: Einerseits ist das langfristig gebundene Kapital im Geschäftsjahr 2023 um 249,4 Mio. € angestiegen (davon zum Bilanzstichtag 230,8 Mio. € langfristiger Anteil der Regulierungskonten). Anderseits erfolgte durch die Veräußerung der bisher im Anlagevermögen gehaltenen Wertpapiere des OB5-Fonds eine Umschichtung von circa 101,4 Mio. € in das Umlaufvermögen (höhere Finanzforderung Cashpooling aus zugeflossener Liquidität). Infolgedessen ist das Umlaufvermögen gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 215,6 Mio. € gestiegen und beträgt zum Bilanzstichtag 504,7 Mio. €. Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (+174,0 Mio. €) und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+28,7 Mio. €) zurückzuführen. Darüber hinaus werden zum Bilanzstichtag aktive Rechnungsabgrenzungsposten, ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung sowie das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung in Höhe von insgesamt 17,4 Mio. € bilanziert (Vorjahr 5,7 Mio. €). Die Rückstellungen in Höhe von 563,3 Mio. € (Vorjahr 353,3 Mio. €) betreffen im Wesentlichen betriebstypische Verpflichtungen sowie Personalaufwendungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben sich dabei im Berichtsjahr von 81,2 Mio. € auf nunmehr 85,2 Mio. € erhöht. Bei den sonstigen Rückstellungen war im Jahr 2023 ein Anstieg um 206,0 Mio. € auf 478,1 Mio. € zu verzeichnen, davon betreffen 205,6 Mio. € den Anstieg von Verpflichtungen auf den Regulierungskonten. Der gegenüber dem Vorjahresstichtag zu verzeichnende Anstieg der Verbindlichkeiten um 55,5 Mio. € auf 652,2 Mio. € ist vor allem auf stichtags- und investitionsbedingt höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ 54,9 Mio. €) zurückzuführen.

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 370,7 Mio. € (Vorjahr 355,0 Mio. €). Die leichte Verbesserung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern sowie gegenläufigen Entwicklungen - etwa durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Vorräte. Im Vergleich zum Budget liegt der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit leicht unter den Erwartungen. Dies ist auf das unter dem Budgetansatz liegende Ergebnis nach Steuern zurückzuführen und wurde durch im Planungsvergleich höhere Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen teilweise kompensiert. Die Finanzierung der E.DIS Netz GmbH erfolgt überwiegend über Eigenmittel und langfristige Gesellschafterdarlehen. Ende 2023 wurde mit der E.DIS AG ein Rahmendarlehensvertrag geschlossen, der die E.DIS Netz GmbH berechtigt, innerhalb der Geschäftsjahre 2024 bis 2028 zur Finanzierung von künftigen Investitionen Darlehen von insgesamt bis zu 1.050,0 Mio. € in Anspruch zu nehmen. Zum Abschlussstichtag verfügt die E.DIS Netz GmbH über kurzfristig fällige Finanzforderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von 219,2 Mio. € (Vorjahr 110,9 Mio. €). Darüber hinaus stehen der E.DIS Netz GmbH bedarfsweise Finanzmittel aus den innerhalb des Konzerns getroffenen Cashpoolingvereinbarungen zur Verfügung. Im Finanzmittelbestand zum Jahresabschluss sind 4,2 Mio. € vertraglich verfügungsbeschränkte Mittel aus der Überschusserlösabschöpfung nach dem StromPBG enthalten.

Investitionen

Im Jahr 2023 investierte die E.DIS Netz GmbH 263,1 Mio. € in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände. Der größte Anteil mit 249,3 Mio. € wurde in der Sparte Strom aufgewendet. Die Investitionen für die Sparte Gas beliefen sich auf 13,8 Mio. €.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände

in Mio. € 2023 2022
Investitionen Stromnetz

Strom Hochspannung 54,5 34,5
Strom Mittel- und Niederspannung 146,1 103,8
Infrastruktur 48,7 47,1
Investitionen Gasnetze 13,8 8,7
Gesamt 263,1 194,1



Die E.DIS Netz GmbH nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr keine nennenswerten Finanzinvestitionen (Vorjahr 1,8 Mio. €) vor. Vielmehr wurden 2023 langjährig gehaltene Wertpapiere des Anlagevermögens (Buchwert bisher 103,7 Mio. €) vollständig veräußert, um mit den daraus generierten Finanzmittelzuflüssen künftige Investitionen in das Strom- und Gasnetz teilweise auch aus Eigenmitteln finanzieren zu können. Die für den Mittelfrist­planungszeitraum 2024 bis 2028 zur Umsetzung der Energiewende budgetierten Gesamtinvestitionen übersteigen den Umfang der bisher üblichen Investitionstätigkeit deutlich und liegen bei insgesamt bis zu 1.800 Mio. €.

Die Gesamtinvestitionen in Höhe von 263,1 Mio. € liegen mehr als 35 Prozent über dem Vorjahreswert und damit nahezu auf Planniveau.

Investitionen ins Stromnetz durch erneuerbare Energien, Kundenanschlüsse und Digitalisierung geprägt

Der Ausbau für die Aufnahme von Grünstrom sowie die Integration weiterer Anlagen zur Einspeisung regenera­tiver Energien prägte auch im Jahr 2023 das Investitions- und Instandhaltungsprogramm des Stromnetzes. Zu Beginn des Berichtsjahres lag die Summe der an das Netz der E.DIS Netz GmbH angeschlossenen dezentralen Erzeugungskapazitäten bei fast 14.000 MW. Im Jahresverlauf erfolgte ein Anschluss bzw. Zubau von mehr als 1.000 MW regenerativer Erzeugungsleistung. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der kundenseitigen Baugebietserschließung im Bereich der Mittel- und Niederspannung. Ein Einflussfaktor auf die Investitionstätigkeit ist die Umstellung auf intelligente Netze, in deren Rahmen der Automatisierungsgrad deutlich erhöht wird. Hierbei werden vor allem sog. intelligente Ortsnetzstationen verbaut, welche die Datenmessung, Datenübertragung und Fernsteuerung der Stationen ermöglichen.

Die Ersatzneubauten Umspannwerke Greifswald, Pasewalk und Rheinsberg werden in Bauabschnitten über mehrere Jahre realisiert und finden in den nächsten Jahren ihren Abschluss. Das Umspannwerk Nauen wurde 2023 in Betrieb genommen. Zusätzlich wurden im Rahmen von notwendigen Leistungserhöhungen im Umspannwerk Neustadt und Freienbrink je ein Trafoschaltfeld mit einem Großtransformator in Betrieb genommen.

Eine Vielzahl von 110-kV-Freileitungsvorhaben unterliegen langwierigen Planfeststellungsverfahren. Für die Erlangung der Genehmigungen erfolgten auch im Jahr 2023 die Fortführung und Aufnahme weiterer umwelt­fachlicher Untersuchungen sowie die Weiterführung der Erarbeitung von Genehmigungsunterlagen.

Neben dem Ausbau im Hochspannungsnetz wurden eine Vielzahl von Maßnahmen in den Mittel- und Nieder­spannungsnetzen realisiert. Ergänzend zur anhaltend hohen Nachfrage bei Kundenanschlüssen und zahlreichen EEG-Netzanschlussbegehren wurden auch die Ersatzprogramme bei Ortsnetzstationen, speziell der Ablösung alter Ziegelstationen und Stationen mit Lasttrennschalter nach TGL-Norm (LHTCI) durch überwiegend intelligente Ortsnetzstationen fortgeführt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt ergab sich aus der Mitverlegung von Stromverteilungsanlagen in unserem Netzgebiet zu dem durch die Bundesregierung geförderten Breitband­ausbau. Im Ersatzbereich wurde mit einem Programm zur Ablösung alter TGL-Hausanschlüsse begonnen. Dieses wird sich aufgrund der Menge der noch vorhandenen Altanschlüsse ebenfalls über mehrere Jahre in der Abarbeitung strecken.

Investitionen ins Gasnetz erfolgen planmäßig

Die Ertüchtigung des Gasverteilnetzes wurde unter Berücksichtigung der regenerativen Netzanschlussbegehren sowie der planmäßigen Realisierung von Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen fortgeführt. Zu Erstgenannten zählen die Errichtung von Bioerdgaseinspeiseanlagen, gegebenenfalls weiterer notwendiger Anlagen zur Einhaltung der Gasqualitätsparameter sowie die Errichtung von kapazitätserweiternden Netzausbaumaßnahmen.

Schwerpunkt im Gasverteilnetz war die mittelfristige Erneuerung der überregionalen Hochdruckleitungen. Des Weiteren wird das Gasverteilnetz unter Beachtung der auf Wirtschaftlichkeit geprüften Anschlussbegehren verdichtet. Im Rahmen der Instandhaltung erfolgt weiterführend die planmäßige Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen im Verteilnetz Gas.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Erwartungen der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der weiterhin dynamischen Rahmenbedingungen weitgehend erfüllt. Wie im Vorjahr prognostiziert, lag das Ergebnis nach Steuern deutlich oberhalb des Wertes für das Jahr 2022. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen.

Strom- und Gasstörungen weiterhin auf moderatem Niveau

Im Jahr 2023 ist die Anzahl der ungeplanten sowie geplanten Ereignisse im Stromnetz im Vergleich zum Vorjahr von 15.549 auf 17.630 Ereignisse gestiegen. Davon erfolgten 10.324 geplante Abschaltungen (Vorjahr 7.359) für Instandhaltungsmaßnahmen, Netzausbau, EEG-Anschlüsse und sonstige Maßnahmen zur Ertüchtigung des Stromnetzes. Darüber hinaus wurden 7.306 ungeplante Ereignisse (Vorjahr 8.190) verzeichnet, ein Rückgang um elf Prozent.

48,7 Prozent der auftretenden Störungen und Abschaltungen erfolgten ohne Versorgungsausfall für den Kunden. Dies wurde durch gezielten Einsatz von Netzersatzanlagen und das Umschalten von Stationen erreicht, um eine kontinuierliche Wiederversorgung sicherzustellen.

Meldungsart mit Versorgungs­unterbrechung ohne Versorgungs­unterbrechung Gesamtanzahl der Unterbrechungen
Ungeplante Ereignisse
(Störungen)
Verteilung
4.180

57,2 %
3.126

42,8 %
7.306
Geplante Ereignisse
(Abschaltungen)
Verteilung
4.863

47,1 %
5.461

52,9 %
10.324
Gesamtanzahl
Verteilung
9.043
51,3 %
8.587
48,7 %
17.630


Das Störungsgeschehen im Gasnetz ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (182 Störungen; Vorjahr 185).

Betrieb der Strom- und Gasnetze zuverlässig geführt

Neben dem Betrieb der eigenen Strom- und Gasnetze hat die E.DIS Netz GmbH auch die operative Betriebs­führung für Dritte übernommen. Dabei stand die Erfüllung aller versorgungs- und sicherheitstechnischen Aspekte im Vordergrund. Dazu gehören die Durchführung planmäßiger Inspektionen und Wartungen sowie die schadens- und zustandsorientierte Instandhaltung. Die Aufgaben konzentrierten sich im Wesentlichen auf planmäßige Inspektionen von Umspannwerken, Ortsnetzstationen, Freileitungen und Kabelverteilerschränken, planmäßige Wartungsarbeiten an Mittelspannungsschaltgeräten, Ausästungen zur Trassenfreihaltung sowie auf den Ersatz älterer Komponenten.

Die Betriebsführungen für Teile des Gasnetzes der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, für das Strom- und Gasnetz der Netzgesellschaft Schwerin mbH (NGS) und der Stadtwerke Pritzwalk GmbH sowie für Stromnetze bzw. von Anlagen weiterer 13 Stadtwerke wurden wie in den Vorjahren weitergeführt. Auch der Dienstleistungsvertrag zum Entstör- und Bereitschaftsdienst fremder Netze für die ONTRAS Gastransport GmbH wurde vertragsgemäß erbracht. Gleiches gilt für die Betriebsführungen von Umspannwerken und Netzen anderer Auftraggeber.

Wegenutzungsverträge

Die Sicherung der Wegenutzungsverträge ist die grundlegende Basis für das Netzgeschäft. Daher ist dem Unternehmen eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit mit den Kommunen, die Vertragspartner der Wegenutzungsverträge Strom und Gas sind, sehr wichtig. Die Vertragslaufzeiten liegen im ganz überwiegenden Teil bei zwanzig Jahren. Im laufenden Jahrzehnt enden die Laufzeiten vieler Verträge. Sie hat erfolgreich an aktuellen Ausschreibungsverfahren teilgenommen und insgesamt 91 Wegenutzungsverträge neu abgeschlossen.

Regulierung - Strom

Die dritte Regulierungsperiode begann für die Stromnetzbetreiber im Jahr 2019, somit ist 2023 das letzte Jahr dieser Regulierungsperiode. Die Bundesnetzagentur hatte der E.DIS Netz GmbH mit Bescheid vom 19. Juli 2019 die Erlösobergrenzen, die einen Effizienzwert in Höhe von 100 Prozent und die Fortschreibung der genehmigten Kapitalkosten enthalten, mitgeteilt.

Der für die Fortschreibung der Erlösobergrenzen ebenfalls relevante generelle sektorale Produktivitätsfaktor wurde von der Bundesnetzagentur für die Stromnetzbetreiber im Dezember 2018 auf 0,9 Prozent festgelegt.

Die zum 1. Januar 2023 veröffentlichten Netzentgelte Strom stiegen aufgrund der 2022 einsetzenden Energiekrise und der damit einhergehenden Kosten für Maßnahmen zur Engpassbeseitigung (Redispatch) sowie für die Beschaffung von Verlustenergie stark an. Insbesondere in erzeugungsstarken Regionen treten vermehrt Netzengpässe auf, die kurzfristig durch Redispatch-Maßnahmen ausgeglichen werden müssen.

Regulierung - Gas

Die vierte Regulierungsperiode begann für die Gasnetzbetreiber im Jahr 2023. Die Höhe des Effizienzwertes sowie des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors für die vierte Regulierungsperiode hat die Bundesnetzagentur noch nicht final entschieden.

Am 26. September 2023 hat der BGH den von der Bundesnetzagentur durchgeführten Effizienzvergleich der dritten Regulierungsperiode für die Gasverteilnetzbetreiber als rechtswidrig verworfen und somit einer Beschwerde der E.DIS Netz GmbH und anderer Gasnetzbetreiber stattgegeben. In einer Stellungnahme der Bundesnetzagentur vom 21. November 2023 hat diese avisiert, den Effizienzwert für die dritte Regulierungsperiode nunmehr neu zu bescheiden.

Die zum 1. Januar 2023 veröffentlichten Netzentgelte Gas stiegen stark insbesondere aufgrund Preis­steigerungen der vorgelagerten Netzkosten der Fernleitungsnetzbetreiber, andererseits führten sinkende Energiemengen im Kontext der Gasmangellage zu steigenden spezifischen Netzentgelten je Kilowattstunde.

Vielzahl von Strom- und Gaslieferanten im E.DIS-Netz aktiv

Bis zum Jahresende hat die E.DIS Netz GmbH mit 678 Lieferanten vertragliche Vereinbarungen zur Nutzung des Stromverteilnetzes getroffen. Für die Gasdurchleitung hat die E.DIS Netz GmbH bis zum 31. Dezember 2023 mit 363 Transportkunden (Lieferanten) den entsprechend der Kooperationsvereinbarung Gas notwendigen Lieferantenrahmenvertrag zur Ausspeisung von Gas in das örtliche Verteilnetz geschlossen. Aufgrund fehlender Voraussetzungen der Netznutzung wurde im Berichtsjahr zwei Lieferanten fristlos der Netzzugang in der Sparte Strom gekündigt.

Auf der Grundlage des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) sind im E.DIS-Netzgebiet 83 Messstellenbetreiber tätig, mit denen entsprechende vertragliche Vereinbarungen getroffen wurden. 80 Vereinbarungen bestehen für die Sparte Strom und 21 Vereinbarungen für die Sparte Gas.

An die Netze der E.DIS Netz GmbH sind insgesamt 40 nachgelagerte Stromnetzbetreiber - zum überwiegenden Teil Stadtwerke - sowie sieben nachgelagerte Gasnetzbetreiber über 24 Netzkopplungspunkte angeschlossen.

Engpassmanagement

Netzbetreiber sind entsprechend § 13a EnWG berechtigt, in den durch regenerativen Strom ausgelasteten Netzgebieten ein Engpassmanagement im Sinne des Redispatch (vorher Einspeisemanagement) zu betreiben und so bei drohenden Netzüberlastungen Einspeiseanlagen zur Abregelung aufzurufen. 2023 hat die E.DIS Netz GmbH 5.351 solcher Aufrufe (Vorjahr 3.983) durchgeführt. Davon wurden 5.141 Aufrufe im Rahmen zur Behebung von drohenden Überlastungen im eigenen Netz (bisher Netzsicherheitsmanagements (NSM)) (Vorjahr 3.853 Aufrufe) sowie 210 Aufrufe (Vorjahr 130) zur Behebung von drohenden Netzengpässen im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) 50Hertz Transmission GmbH vorgenommen (zuvor: Systemsicherheits­managements (SSM)). Bei Erfüllung der jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen zahlt der Netzbetreiber den betroffenen Einspeisern eine Entschädigung für die entgangene Einspeisung bzw. nimmt einen bilanziellen Mengenausgleich vor. Der Anteil, der auf die ÜNB-bedingten Aufrufe entfällt, wird der E.DIS Netz GmbH durch die 50Hertz Transmission GmbH erstattet.

Entwicklung des Netzabsatzes

Gegenüber 2022 sinkt der Stromabsatz im E.DIS-Netzgebiet um circa fünf Prozent. Grund für den Rückgang im Industriekundensegment ist vor allem die wirtschaftliche Abschwächung. Auch der Absatz im Haushaltssegment sank 2023 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent, unter anderem wegen hoher Strompreise. Auf den Gasverbrauch wirkt sich neben den hohen Gaspreisen auch die milde Witterung mit einem Absatzrückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

Marktstammdatenregister

Auf Grundlage gesetzlicher Regelungen gibt die Bundesnetzagentur vor, dass Akteure des Strom- und Gasmarktes sich selbst und ihre Stromerzeugungsanlagen im Marktstammdatenregister registrieren. Das Netzgebiet der E.DIS Netz GmbH umfasst derzeit 139.330 registrierungspflichtige Erzeugungsanlagen inklusive Speicher. Davon sind zum Abschlussstichtag 137.430 Anlagen im Marktstammdatenregister gemeldet. Bestandsanlagen unterlagen einer Registrierungspflicht bis zum 1. Oktober 2021. Ein Zahlungsstopp der Einspeisevergütung betrifft Bestandsanlagen, die nicht innerhalb dieser Frist gemeldet wurden. Nach erfolgter Registrierung wird die Vergütung rückwirkend ausgezahlt und fortgesetzt.

Wettbewerbliches Kundengeschäft

Die Energiewende und der damit einhergehende Zubau an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen, die Mobilitätswende sowie die Bestrebungen nach Energieeffizienz führen nach wie vor zu einer hohen Nachfrage an Netzdienstleistungsprodukten der E.DIS Netz GmbH, wie z. B. die Planung und Errichtung von Transformatorenstationen sowie individuelle Betriebsprodukte. Diese Nachfrage konnte in wirtschaftliches Wachstum insbesondere durch die Sicherstellung der Lieferfähigkeit, die Anpassung des Produktportfolios an neue Kundenbedürfnisse und die weitere Optimierung der internen Prozesse umgesetzt werden. Im strategischen Fokus des Geschäftsfelds stehen auch im kommenden Jahr effiziente, profitable und nachhaltige Kundenlösungen.

Weiterentwicklung der IT-Systeme und Digitalisierung

Nach der im Mai 2022 erfolgten Einführung von SAP S/4 HANA (kaufmännische und technische Prozesse) und des neuen IT-Systems iConnect für Kundenprozesse (z. B. Hausanschluss- und Einspeiserprozess) hat E.DIS die Aktivitäten zur operativen Stabilisierung der Prozesse und Systeme zielstrebig in 2023 fortgesetzt. Das erfolgte im Rahmen des prozessübergreifenden Nachfolgeprojekts INKA (Instandhaltung, Netzbau, Kaufmännische Prozesse, Anschlusswesen). Das Nachfolgeprojekt wurde zum 30. Juni 2023 abgeschlossen und die fortführenden Aufgaben an die Linienorganisation übergeben.

Darüber hinaus wurde die Anbindung der neu eingeführten als auch der bestehenden Systeme an ein zentrales Data House fortgesetzt, um mit Datenauswertungen/Reporting die operative Steuerung der Netz- und Finanz­prozesse mit neuen IT-Tools wie Celonis zu unterstützen.

Im Berichtszeitraum wurde ein weitgehend stabiler Betrieb der IT-Systeme und IT-Infrastruktur gewährleistet. Einschränkungen gab es in der ersten Jahreshälfte für zentrale Infrastrukturkomponenten, in deren Folge z. B. die Erreichbarkeit des neuen Systems iConnect nicht durchgehend gegeben war. Entsprechende Maßnahmen wurden über die lokalen und zentralen IT-Einheiten initiiert, mit dem Ergebnis, dass eine hohe Verfügbarkeit des gesamten Systemverbunds iConnect erreicht wurde.

Zudem wurde die Nutzung von Cloud-Infrastrukturen für bei E.DIS gehostete IT-Systeme vorangetrieben. Ziel ist, ab 2024 alle Systeme in der Cloud zu betreiben, dadurch die Verfügbarkeit und Stabilität zu erhöhen sowie die IT-Security für die Systeme zu verbessern.

Im Zuge der weiteren Automatisierung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse lag ein Schwerpunkt im Berichtszeitraum in der Umsetzung des Prozessmanagements. Hierzu wurde ein übergreifendes Projekt initiiert, welches u. a. die Dokumentation der wichtigen Kern-/Hauptprozesse im Bereich Bau, Instandhaltung und Antragswesen mit Blick auf die Ende-zu-Ende Prozessdurchgängigkeit zum Ziel hat. 2024 sollen die unterstützenden und die Managementprozesse dokumentiert und parallel alle Prozesse auf weitere Verbesserungen wie Automatisierung analysiert werden.

Die Systeme der Energieabrechnung und Marktkommunikation wurden vor dem Hintergrund veränderter gesetzlicher Vorgaben und neuer prozessualer Anforderungen aktualisiert. Die zum 1. April und 1. Oktober 2023 vorgeschriebenen Anpassungen der Prozesse und Datenformate wurden umgesetzt.

Datenschutz

Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung entwickeln den Datenschutz stetig weiter. Einer regelmäßigen Prüfung und Verbesserung unterliegt auch das implementierte Managementsystem für den Datenschutz (DSMS). Durch gezielte Maßnahmen werden die implementierten Datenschutzprozesse geprüft und aktualisiert. Diese Gemeinschaftsaufgabe wird mit Hilfe der Führungskräfte und Mitarbeiter in den Fachbereichen bewältigt, die personenbezogene Daten im Unternehmen verarbeiten. Die Mitarbeiter werden im Umgang mit Informationen geschult und sind zur Vertraulichkeit verpflichtet. In Zusammenarbeit mit der Informationssicherheit werden Bedrohungsszenarien wie z. B. Bedrohungen zur Cybersicherheit und zum Datenschutz analysiert und mithilfe von technisch-organisatorischen Maßnahmen minimiert.

c) Finanzinstrumente

Ein Schwerpunkt der verwendeten Finanzinstrumente liegt wie im Vorjahr auf unverzinslichen betrieblichen Forderungen (103,0 Mio. €) und Verbindlichkeiten (256,2 Mio. €) gegenüber Dritten sowie festverzinslichen, lang­fristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (295,5 Mio. €). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag gegen die Gesellschafterin E.DIS AG variabel verzinsliche, kurzfristige Finanzforderungen in Höhe von 219,2 Mio. € (Vorjahr 110,9 Mio. €) sowie weitere unverzinsliche, ebenfalls kurzfristige Finanzforderungen in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr ohne).

Zur Beschaffung der Verlustenergie setzt die E.DIS Netz GmbH außerbörsliche Forwards ein. Diese sind im Jahres­abschluss nicht abzubilden, da die Kosten der Verlustenergiebeschaffung als volatile Kosten für die von der Bundesnetzagentur genehmigten Mengen in der Erlösobergrenze berücksichtigt werden und sich insoweit keine wirtschaftlichen Risiken oder Chancen ergeben. Auch darüber hinaus setzt die E.DIS Netz GmbH weiterhin keine mit besonderen Risiken verbundenen Finanzinstrumente ein.

Für das Unternehmen ergeben sich aus den verwendeten Finanzinstrumenten keine wesentlichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen oder Zinsänderungen. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Geschäftspartner sowie auf Erfahrungen vergangener Geschäftsjahre. Auch die veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen des Berichtsjahres, insbesondere auch die hohe Inflationsentwicklung und die steigenden Energiepreise, führen zu keinen abweich­enden Bewertungen.

d) Forschung und Entwicklung

Die Bestrebungen der E.DIS Netz GmbH im Bereich Forschung und Entwicklung, Innovation und Digitalisierung sind darauf ausgerichtet, bestehende Kernaufgaben im Netzbetrieb und im Asset Management durch Digitalisierung und den Einsatz von innovativen Technologien kundenorientiert weiterzuentwickeln. Insbesondere die Netzintegration der vergleichsweise hohen Einspeisung durch erneuerbare Energien erfordert Aufmerksamkeit in neue Aufgabenstellungen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung beteiligte sich die E.DIS Netz GmbH an internationalen und nationalen Forschungsprojekten überwiegend in assoziierter Partnerschaft als auch eigenfinanzierten Studien.

Die Wirkung einer Steuerung von Netzkundenanschlüssen wurde im Fördermittelprojekt: "Netz_eLog" mit einem intelligenten Lademanagement für DHL-Flotten erfolgreich verprobt. Unter anderem wurden in Tests mittels einer Sonderlösung über das Netzleitsystem Flexibilitätsanforderungen vorgegeben. Dazu wurden Verfahren entwickelt, um Kriterien von Flotten- und Netzbetreibern in die Steuerung von Ladevorgängen elektrischer Flotten zu integrieren. Im März 2023 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Im Projekt "eHaul", in dem der netzdienliche Einsatz einer LKW-Batterie-Wechselstationen im Mittelpunkt steht, ist E.DIS Netz GmbH weiterhin als assoziierter Partner für netztechnische Fragestellungen beteiligt. Ebenso wurden in 2023 assoziierte Partnerschaften in der Thematik DC-Netze mit DC-Stretch (RWTH Aachen) und VERNEDCT (TU Ilmenau) fortgeführt.

Neu in diesem Jahr sind zwei weitere Fördermittelprojekte mit Beteiligung als assoziierter Partner gestartet, deren Schwerpunkt im Bereich der Systemdienstleistungen/Systemstabilität von Verteilnetzen liegt. Im Projekt "Q-Real" mit der OTH Regensburg sowie anderen Netzbetreibern begleitet E.DIS Netz GmbH die Thematik aktives Blindleistungsmanagement. Das Projekt SysZell startete im September 2023 und legt den Fokus auf frequenz­gebundene Systemdienstleistungen in Verteilnetzen unter Mitwirkung von Übertragungs- als auch Verteilnetz­betreibern. Zusätzlich beschäftigt sich die E.DIS Netz GmbH mit optimierten Betriebsfahrweisen in der 110-kV- Ebene in eigenen Studien.

Die Dekarbonisierung geht mit einer zunehmenden Elektrifizierung des Wärme- und Mobilitätssektors einher und führt zu einem Anstieg der Anschlussleistung in den Niederspannungsnetzen. Damit wächst zukünftig der Bedarf an Kenntnis des Netzzustandes, der Ströme und Spannungen in Niederspannungsnetzen für unterschiedliche Anwendungen. Diese sind beispielsweise Netzplanung und -anschlussbewertung, aber auch netzbetriebliche Anwendungen wie die Überwachung des Netzzustandes und eine netzorientierte Steuerung im Sinne der Neugestaltung des § 14a EnWG.

Im Rahmen einer Studie befasste sich die E.DIS Netz GmbH mit der "Smartifizierung der Niederspannungsnetze".

Der Schwerpunkt lag in einer optimierten-praxistauglichen Ausbringungsstrategie von Messtechnik.

Auf der internationalen Energietechnik-Konferenz Cired in Rom wurden die Forschungsergebnisse zum optimierten Erdungsmessverfahren für eine operativ vereinfachte Bewertung von Ortsnetzstationen in der Mittelspannung präsentiert.

Die E.DIS Netz GmbH ist weiterhin Partner von Hochschulen und Universitäten mit Schwerpunkt in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2023 steht E.DIS als Partner im Energie- und Innovationszentrum als Folge der Strukturwandelprojekte des Bundes an der BTU Cottbus dem Lehrstuhl Energietechnik zur Verfügung. Ebenso pflegt E.DIS eine enge Beziehung zur HTW Berlin in einer Kooperation. Hierzu gestaltete die E.DIS in diesem Jahr eine Energietechnik-Lehrveranstaltung, aus der Praktikanten generiert werden konnten. Neben den externen Studierenden betreut E.DIS eigene Dualstudenten, die in ihren Abschlussarbeiten eine Vielzahl unterschiedlicher Themenstellungen aus dem Betriebsnetz aufgriffen und damit einen wertvollen Beitrag liefern konnten.

e) Umwelt- und Naturschutz

Umweltbewusst handeln

Bei den technischen und organisatorischen Entscheidungen im Unternehmen wird die Verantwortung für den Schutz der Umwelt und der Natur berücksichtigt. Die Einhaltung der Gesetze und Verordnungen auch auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes betrachtet die E.DIS Netz GmbH als selbstverständlich.

Abfallwirtschaft

Vermeiden, Wiederverwenden, Recycling, Verwerten, Beseitigen - das ist der Grundsatz, auf dem das Abfall­management der E.DIS Netz GmbH basiert. Oberstes Ziel ist dabei die Vermeidung von Abfällen. Sie schont Ressourcen und schützt die Umwelt. Abfälle werden, soweit sie nicht vermieden werden können, zu einem hohen Anteil stofflich oder energetisch verwertet. Nicht verwertbare Abfälle werden umweltverträglich beseitigt. Die E.DIS Netz GmbH beauftragt für Entsorgungsleistungen nur zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe.

Natur- und Artenschutz

Die Effizienz des Naturschutzes wird nicht zuletzt durch die rechtlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Die Weiterentwicklung des Naturschutzrechts bedingt Konzepte zur Integration von Naturschutzzielen in sonstige Rechtsgebiete, die für die Belange des Naturschutzes von Bedeutung sind. Die zukünftige Energieversorgung wird maßgeblich gestützt durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Dies kann jedoch zu Konflikten mit der Natur und Landschaft führen. Im Fokus steht deshalb ein naturverträglicher Ausbau unter Beachtung der Natur­schutzbelange.

Durch die Zusammenarbeit mit Naturschützern, Netzbetreibern und Behörden konnte der Schutz von Groß­vögeln, wie z. B. des Weißstorches, der Großtrappe und des Fischadlers weiter verbessert werden. An technischen Anlagen mit hohem Gefährdungspotenzial für Großvögel werden vorrangig Schutzvorrichtungen nachgerüstet. Um die Fischadlerpopulation in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu erhöhen, unternimmt die E.DIS Netz GmbH große Anstrengungen, wie zum Beispiel die Aufbringung von Nisthilfen und Beringungsaktionen.

f) Mitarbeiter

Dank der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihr Engagement und für die geleistete Arbeit. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf dem Einsatz jedes Einzelnen und stärkt das Vertrauen, die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Die Geschäftsführung dankt auch den Belegschaftsvertretern für die jederzeit sachliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Belegschaftsentwicklung

Zum 31. Dezember 2023 umfasst die Gesamtbelegschaft der E.DIS Netz GmbH ohne Geschäftsführung 1.933 Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht dies einem Belegschaftsaufwuchs von insgesamt 147 Beschäftigten, wobei sich die Stammbelegschaft um 113 Mitarbeiter und die Anzahl an Auszubildenen/ Werkstudenten/ Praktikanten um 34 erhöhte.

Der Belegschaftszuwachs in der Stammbelegschaft ist dabei auf zwei wesentliche Sachverhalte zurückzuführen: Zum einen hat die E.DIS Netz GmbH wie auch alle anderen E.ON-Netzgesellschaften den Netzausbau mit dem konzerninitiierten EDISON-Projekt in den Fokus seiner neuen Strategie gesetzt, um die auf politischer Ebene gesetzten ehrgeizigen Ziele der Energiewende bewältigen zu können. Dafür wurden bereits im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 20 neue Stellen geschaffen, im laufenden Geschäftsjahr kommen weitere 17 Stellen hinzu. Zum anderen besteht wegen vermehrter Netzanschlussbegehren und erhöhtem EEG-Aufkommen bei den technischen Bereichen ein gestiegener Ressourcenbedarf.

Entwicklung der Belegschaft* 31.12.2023 31.12.2022
Vollzeitbeschäftigte 1.605 1.501
davon Unbefristete 1.543 1.454
davon Befristete 62 47
Teilzeitbeschäftigte 103 94
Stammbelegschaft (ohne Auszubildende und Praktikanten) 1.708 1.595
Auszubildende 196 170
Praktikanten/Werkstudenten 29 21
Gesamtbelegschaft (Anzahl der Mitarbeiter, Auszubildenden und Praktikanten) 1.933 1.786
Gesamtbelegschaft in Vollzeitstellen 1.895,9 1.752,1


*alle Angaben ohne Geschäftsführung
2023 lagen das Durchschnittsalter der Gesamtbelegschaft bei 40,9 Jahren und die durchschnittliche Betriebs­zugehörigkeit bei 16,0 Jahren. Die Fluktuationsquote betrug 1,2 Prozent.

TOP-Ausbildungsbetrieb

Am 9. Oktober 2023 wurde die E.DIS Netz GmbH von der IHK zu Rostock zum sechzehnten Mal in Folge als "TOP Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet.

Ausbildungsstart

Im Jahr 2023 begann für insgesamt 74 junge Menschen die Ausbildung/Dualstudium. Damit reagiert die E.DIS Netz GmbH auch in diesem Bereich auf den bestehenden Fachkräftemangel in der Region und sichert durch die eigene Ausbildung die notwendigen Nachwuchsfachkräfte. 42 Auszubildende (davon vier kaufmännische und 38 gewerblich-technische) sowie 32 Dualstudierenden (davon 20 Bachelor of Engineering und 12 Bachelor of Science) starteten in das neue Ausbildungs- und Studienjahr bei der E.DIS Netz GmbH. Des Weiteren begannen 19 Auszubildende regionaler Partnerfirmen ihre Ausbildung.

Berufliche Weiterbildung

2023 nahmen 2.268 Mitarbeiter mit 7.104 Teilnehmertagen an Schulungsmaßnahmen teil.

Einen großen Umfang nahmen dabei Seminare und Lehrgänge in den Bereichen Technik/Betrieb und Arbeitssicherheit ein, wie z. B. in Arbeiten unter Spannung, Schaltberechtigung, Sicherung, Höhenrettung und der Workshop Elektrische Störlichtbögen. Ebenfalls wurden alle Brandschutzhelfer und Brandschutz-/ Evakuierungshelfer sowie Sicherheitsbeauftragte geschult. Ergänzend wurden in diesem Jahr die E.ON E-Learnings zum Thema "Mission Unbundling" und "Menschenrechte, Cyber Security, Datenschutz & Compliance bei E.ON" ausgerollt.

Im Rahmen der berufsbegleitenden Qualifizierung von Mitarbeitern entsprechend einer Gesamtbetriebs­vereinbarung wurden 38 Weiterbildungsverträge abgeschlossen. Schwerpunkt dabei bildeten die Qualifizierungen zum Industriemeister und die Aufnahme von Bachelor- und Masterstudiengängen.

Mitarbeiterentwicklung und Unternehmenskultur im Fokus

Vor dem Hintergrund struktureller demografischer Veränderungen hat die Entwicklung und Bindung der eigenen Belegschaft bei der E.DIS Netz GmbH eine hohe Priorität. Um auch zukünftig Mitarbeitern verschiedene Möglichkeiten zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung zu bieten, wurden im Jahr 2023 zahlreiche Instrumente und Programme fortgeführt und weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Nachwuchskräfte in verschiedenen Talenteprogrammen gefördert.

Arbeitsschutz als zentrale Aufgabe

Für die E.DIS Netz GmbH haben Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sowohl der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch der beauftragten Partnerfirmen höchste Priorität. Die permanente Sensibilisierung zu sicherheitsbewusstem Verhalten ist daher ein großes Anliegen des Unternehmens und schließt die Mitarbeiter in den Partnerfirmen explizit mit ein.

Wie in den Vorjahren hat sich die E.DIS-Gruppe inkl. Partnerfirmen eine gemeinsame Zielvorgabe von nunmehr 2,0 für die Unfallkennzahl TRIF-combined-relevante Unfälle gegeben. Mit 1,29 (Vorjahr 1,56) konnte ein besseres Ergebnis als im Vorjahr erreicht werden. Im Berichtszeitraum ereigneten sich in der E.DIS Netz GmbH elf TRIF-combined-relevante Unfälle*. Davon waren neun gegenüber der Berufsgenossenschaft anzeigepflichtig (Ausfallzeit > 3 Tage). Weiterhin kam es in der E.DIS Netz GmbH zu sieben anzeigepflichtigen und drei nicht anzeigepflichtigen Wegeunfällen.

* Total recordable Injuries Frequency combined = Häufigkeit von Arbeitsunfällen mit und ohne Ausfallzeit der eigenen Mitarbeiter und Partnerfirmen-Mitarbeiter (ohne Berücksichtigung von Erste-Hilfe-Behandlungen)

Zertifizierung von HSE-Managementsystemen

Das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem sowie das Umwelt- und Energiemanagementsystem der E.DIS Netz GmbH wurden im Jahr 2021 zertifiziert, diese Zertifikate sind bis 2024 gültig. Im damit jetzt laufenden Zyklus bis zu einer erneuten Re-Zertifizierung wurden die notwendigen Maßnahmen (Audits, Managementbewertungen) durchgeführt.

Informationssicherheitsmanagementsystem

Die E.DIS Netz GmbH ist als Betreiberin kritischer Infrastrukturen gesetzlich verpflichtet, ein zertifiziertes Managementsystem zur Informationssicherheit nach DIN ISO 27001 umzusetzen. Entsprechend der betrieb­lichen sowie externen Festlegungen wurde dieses Managementsystem im Jahr 2023 erfolgreich sowohl einem internen Audit als auch einem externen Re-Zertifizierungsaudit unterzogen. Zusätzlich fand im April des Berichtsjahres eine Überprüfung gem. § 8a BSI-Gesetz statt. Diese Überprüfung wies erfolgreich nach, dass die E.DIS Netz GmbH über angemessene Systeme zur Angriffserkennung verfügt.

III. Chancen- und Risikobericht

Risiken

Das Risikomanagement-System (RMS) der E.DIS Netz GmbH dient der Identifikation und der aktiven Prävention von Entwicklungen, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder das Geschäftsergebnis nachhaltig beeinträchtigen können. Das RMS gilt für sämtliche Unternehmensbereiche und bezieht alle Mitarbeiter mit ein. Das System umfasst die Gebiete Risikoerkennung und -analyse, Risikokommunikation sowie die Zuordnung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Dabei werden auch an Dienstleister ausgelagerte Prozesse weiterhin in die Risikobetrachtung der E.DIS Netz GmbH einbezogen. Die Einrichtung des RMS bei der E.DIS Netz GmbH basiert auf einer Richtlinie für das Risikomanagement im E.ON-Konzern. Hierbei kommt ein mehrstufiger Prozess zur Risiko- und Chancenerfassung, -bewertung, -simulation und -kategorisierung zur Anwendung. Zunächst sind die Risiken und Chancen grundsätzlich auf Basis objektivierter Einschätzungen zu berichten. Wo dies nicht möglich ist, erfolgt die Bewertung auf Basis interner Experteneinschätzungen. Die Bewertung erfolgt im Vergleich zur Ergebnisplanung, wobei Gegensteuerungsmaßnahmen berücksichtigt werden (Netto-Risiko). Im nächsten Schritt werden Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe (Wertklasse) bewertet.

Die Regelungen und Prozesse des RMS werden fortlaufend überprüft und soweit erforderlich neuen Gegebenheiten angepasst. Die Inventur der Risikosituation ergab auch im Jahr 2023 keine den Bestand des Unternehmens gefährdenden Risiken, da das vorhandene Eigenkapital in Höhe von 817 Mio. € die Kumulation aller Risiken (Worst-Case-Betrachtung), die über die nächsten drei Jahre 474 Mio. € (Stand 31. Dezember 2023) betragen, deutlich übersteigt.

Die E.DIS Netz GmbH verfügt auf Basis der aktuellen Finanzplanung für das folgende Geschäftsjahr über eine ausreichende Liquidität zur Abwicklung aller geplanten Geschäftsaktivitäten. Mit der E.DIS AG besteht eine zeitlich unbefristete Cashpoolingvereinbarung. Zum Bilanzstichtag weist die E.DIS Netz GmbH eine Finanzforderung in Höhe von 219,2 Mio. € gegen die Gesellschafterin aus. Darüber hinaus wurde mit der E.DIS AG im Geschäftsjahr 2023 ein Rahmendarlehensvertrag geschlossen.

Die Risiken werden zunächst brutto identifiziert und systematisch erfasst. Sie fließen nach der Verrechnung der Gegensteuerungsmaßnahmen mit ihrem Nettowert in die nachfolgende Ergebnisübersicht mit den kumulierten Werten für die folgenden drei Jahre - und hinsichtlich des Berichtsstichtages zusätzlich erstmals auch für das folgende Geschäftsjahr - ein. Dies gilt, soweit eine Wesentlichkeitsschwelle von 2,5 Mio. € überschritten wird.

Kumulation aller Risiken (in Mio. €)


31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Risikohöhe 3 Jahre
maximale Risikohöhe
3 Jahre**
maximale Risikohöhe
1 Jahr
Wertklasse * maximale
Risikohöhe
3 Jahre***
Wertklasse *
Gesetzliche
Regelungen
240 15 hoch 168 hoch 72
Markt 137 45 hoch 130 hoch 7
Betrieb und IT 93 76 mittel 78 mittel 15
Finanzen und
Treasury
4 2 niedrig 14 niedrig -10
Summe 474 138
390
84
* Wertklassen in Mio. €

** Betrachtungszeitraum 2024 - 2026
niedrig < 40 mittel 40 - 120 hoch > 120 *** Betrachtungszeitraum 2023 - 2025


Der Energiesektor befindet sich seit dem vergangenen Jahr in einer Phase grundlegender und anhaltender Veränderungen. Durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat sich die Situation an den Energiemärkten in Deutschland und Europa immer weiter verschärft. Der Strom- und Gasmarkt ist seit Beginn des Krieges eine enorme gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderung. Er ist geprägt von hohen Volatilitäten und Unsicherheiten. Die gestiegenen und deutlich volatileren Commodity-Preise, steigende Zinsen, die Inflation sowie weitere Belastungen der seit der Corona-Pandemie in Mitleidenschaft gezogenen Lieferketten führen zu Unsicherheiten.

Risiken - Gesetzliche Regelungen

Unter den Risiken aus gesetzlichen Regelungen werden hauptsächlich regulatorische Risiken des Netzbetriebes erfasst, da dieser weitgehend einer staatlichen Regulierung unterliegt. Änderungen oder Erlass von Gesetzen und Verordnungen sowie Änderungen für neue Regulierungsperioden bringen Unwägbarkeiten für die Geschäftsentwicklung mit sich - insbesondere die Anreizregulierungsverordnung, die Strom- bzw. Gasnetz­entgeltverordnungen sowie das Gesetz zum Vorrang Erneuerbarer Energien. Veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen schlagen sich in den Umsatzerlösen und somit den künftigen Geschäftsergebnissen sowie der Liquiditätsausstattung des Unternehmens nieder.

Eine große Herausforderung stellt die Festlegung der künftigen Erlösobergrenze für einen Zeitraum von fünf Jahren dar, weil sich die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in kurzen Zeitabständen ändern, aber die entsprechende Flexibilität bei der Anerkennung damit verbundener Kosten momentan nicht sichergestellt ist. Dies birgt das Risiko, dass steigende Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung neuer Herausforderungen innerhalb einer Regulierungsperiode nicht in der Erlösobergrenze abbildbar sind und zu Ergebnisminderungen führen. Für die kommende Regulierungsperiode beginnend ab 2023 für das Gasverteilnetz und 2024 für das Stromverteilnetz konnten die Kostenprüfungen der Bundesnetzagentur im laufenden Geschäftsjahr weitest­gehend abgeschlossen werden. Somit hat das Unternehmen zunächst mehr planerische Sicherheit für die kommenden fünf Jahre, die allerdings durch kurzfristige Änderungen der Gesetzeslage wie z. B. der Verabschiedung des Osterpakets stark beeinflusst werden kann.

Insgesamt sind die Risiken in dieser Kategorie mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die von der Regierung und den Behörden getätigten Verlautbarungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen werden sowohl innerhalb des Unternehmens als auch in Branchenverbänden stetig beobachtet und bewertet.

Risiken - Markt

Das Risikocluster Markt bildet im Wesentlichen mengen- sowie preisgetriebene Veränderungen ab. Die Mengenabweichungen bei der Ein- und Ausspeisung werden über das Regulierungskonto in den Folgeperioden ausgeglichen. Das hieraus resultierende Risiko hat eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei mengen­bedingte Schwankungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis üblich sind.

Neben wetterbedingten Mengenverschiebungen führen vor allem die deutlichen Schwankungen der Energiepreise zu temporär größeren Veränderungen der Kosten für das sogenannte Engpassmanagement. Bei höheren Kosten vermindert sich das Ergebnis entsprechend, geringere Kosten haben durch die bilanzielle Passivierung keine Ergebnisauswirkung. Der jeweilige Ausgleich erfolgt ebenfalls über das Regulierungskonto in den Folgejahren. Dieses Risiko wird derzeit aufgrund der hohen Energiepreisvolatilität mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Mit dem weiteren Zubau von Einspeiseanlagen im E.DIS-Netzgebiet in den kommenden Jahren können die oben beschriebenen Effekte künftig weiter zunehmen.

Aufgrund zunehmender Schwankungsbreiten von nicht prognostizierbarem Verbrauchsverhalten in Verbindung mit der verstärkten Nutzung kleiner Eigenerzeugungsanlagen wie z. B. den sogenannten Balkonkraftwerken sowie volatilen Energiepreisen entstehen Risiken in den Netzbilanzkreisen. Dieses Risiko wird aufgrund der hohen Dynamik mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

Die in den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2023 abgeschwächte Inflation führt dennoch zu weiter steigenden Kosten und hat somit Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der E.DIS. Über die Regulierungsformel erfolgt ein Ausgleich der Inflationsentwicklung mit einem Versatz von zwei Jahren. Da die Planung bereits Annahmen zur Inflationsentwicklung berücksichtigt, wird die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein darüber hinaus gehendes Risiko als gering eingeschätzt.

Risiken - Betrieb und IT

Die Risiken aus Betrieb und IT beinhalten im Wesentlichen Risiken aus der Versorgungssicherheit, wie z. B. Netzstörungen durch extreme Witterungsbedingungen oder Katastrophen. Versorgungsunterbrechungen können zu erhöhten Instandhaltungsaufwendungen oder gar ungeplanten Investitionsausgaben z. B. für den Ersatz von Anlagen führen, was in beiden Fällen einen nicht geplanten Liquiditätseffekt nach sich zieht. Im Rahmen der Risikobewertung werden einzelne Anlagekategorien, deren geographische Lage, die lokalen Wettereinflüsse sowie das Anlagenalter betrachtet. Da diesem Risiko Extremereignisse zugrunde liegen, ist hieraus eine niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit abzuleiten.

Zur Bewertung finanzieller Risiken und Chancen werden die Konsequenzen aus den veröffentlichten Sanktionslisten geprüft, die Risiken aus möglichen Forderungsausfällen analysiert, die Lieferketten intensiv beobachtet und Maßnahmen zur Sicherung der Material- und Serviceversorgung umgesetzt. Darüber hinaus werden die Kommunikation mit Partnerfirmen zielgerichtet intensiviert, Forderungen von Geschäftspartnern bewertet und auch die netzwirtschaftlichen Effekte aufgrund der veränderten Marktentwicklungen zielgerichtet überwacht. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen ergibt sich zurzeit eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Cyberangriffe können Auswirkungen bei der Energieversorgung haben. Das Unternehmen bzw. der beauftragte Dienstleister haben umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um solche Angriffe abzuwehren. Die bestehende Notfallplanung wurde insbesondere zum Thema Cybersecurity überprüft und durch Krisenübungen mit externen Partnern sowie Einrichtung regelmäßiger Schulungsangebote für die Mitarbeiter geschärft. Trotz entsprechender Schutzmaßnahmen und vorhandener Risikobehandlungspläne verbleibt das Restrisiko eines erfolgreichen Cyberangriffes und daraus resultierenden Ergebnisausfällen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen ergibt sich zurzeit eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.

Das Strom- und Gasnetz der E.DIS Netz GmbH gehört zur kritischen Infrastruktur in Nordostdeutschland. Daher ist es ein elementares Ziel des Unternehmens, den Netzbetrieb auch im Krisenfall sicherzustellen.

Risiken - Finanzen und Treasury

Das Risikofeld Finanzen und Treasury bildet Risiken aus Forderungsausfällen sowie Liquiditätsveränderungen ab. Das Risiko von Insolvenzen und Zahlungsverzögerungen hat sich gegenüber dem Vorjahr verringert. Bei der Bewertung des Liquiditätsrisikos werden neben dem Forderungsausfallrisiko auch Zahlungsverzüge von Lieferanten und Netzkunden berücksichtigt. Das Forderungsausfallrisiko wird durch regelmäßige Bonitäts­prüfungen vermindert. Durch die stetige Fortschreibung der Liquiditätsplanung werden Veränderungen frühzeitig erkannt und bedarfsweise notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen.

Ergebnisveränderungsrisiken infolge von Kursänderungs- und weiteren Unsicherheiten aus kurz- und langfristi­gen Kapitalanlagen zur Deckung langfristiger Verpflichtungen - insbesondere im Pensionsbereich - bestehen aufgrund der Ausgleichsmechanismen der Anreizregulierung nur zeitweise. Ebenso können sich hieraus auch Chancen ergeben.

Daneben besteht auch das Risiko, dass bei sinkenden Zinsen erhöhte Zuführungen zu den Pensions­rückstellungen zur Deckung der Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung erforderlich werden, da diese auf Basis abgezinster Erfüllungsbeträge gebildet werden.

Ferner können sich Risiken aus Rechtsstreitigkeiten in Verbindung mit der operativen Geschäftstätigkeit, eventuellen Gerichtsverfahren, Bußgeldern und Rechtsansprüchen, Governance- und Compliance-Sachverhalten ergeben, die je nach Sachverhalt größeren Einfluss auf die Ergebnis- und Liquiditätssituation des Unternehmens haben können.

Die Finanzierung des umfangreichen Investitionsprogramms in den nächsten fünf Jahren ist durch eine Rahmen­darlehensvereinbarung mit der E.DIS AG gesichert.

Weitere Risiken mit einem Betrachtungszeitraum über drei Jahren

Zur Umsetzung der Herausforderungen aus der Energiewende werden in den kommenden Jahren die Investitionsausgaben des Unternehmens deutlich steigen. Damit einhergehend steigt der Bedarf an Material, Dienstleistern und Personal. Gestörte Lieferketten, die Verknappung von Rohstoffen sowie der Fachkräfte­mangel stellen alle Branchen vor komplexe Herausforderungen. Um das ambitionierte Investitionsprogramm der nächsten Jahre umzusetzen, verfolgt die E.DIS Netz GmbH eine mittel- und langfristige Beschaffungs­strategie im E.ON-Verbund, eine gegenüber den Vorjahren intensivere Vorratshaltung und identifiziert frühzeitig die Personalbedarfe der Zukunft, um diese über Rekrutierung oder eigene Ausbildung bereitzustellen. In Anbetracht des Fachkräftemangels werden aber auch prozessuale Optimierungen vor allem durch Digitalisierung weiter vorangetrieben. Das Risiko aus fehlenden Materialien, Dienstleistern sowie Fachkräften wird aufgrund der getroffenen Maßnahmen als gering eingeschätzt.

Weitere Risiken für einen Betreiber von Energienetzen können sich bei der Beschaffung, Logistik, dem Bau und Betrieb sowie der Wartung von technischen Anlagen ergeben. Die E.DIS Netz GmbH begegnet diesem Risiko mit einem weitreichenden Netzwerk von Lieferanten und Dienstleistern.

Chancen

Die Energiewende gewinnt vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Für die Energiewirtschaft ergeben sich daraus zahlreiche Chancen. Netzbetrieb und Energiemanagement­lösungen bilden die Basis einer erfolgreichen Energiewende. Die Verteilnetze sind grundlegende Voraussetzung für die Energiewende. Themen wie Erneuerbare Energien, E-Mobilität und Wasserstoff im Zuge der Dekarboni­sierung machen die Energiebranche zum wichtigen Problemlöser für die anstehenden Herausforderungen. Jedes neue Windrad, jede neue Photovoltaikanlage sowie jede neue Ladesäule muss ans Netz angeschlossen und effizient in das Gesamtsystem integriert werden. Privat-, Geschäfts- und Industriekunden sowie Kommunen fragen immer stärker Lösungen für ihre Dekarbonisierung nach. Mit ihren nachhaltigen Kundenlösungen leistet die Energiewirtschaft als Dekarbonisierungspartner wichtige Beiträge zum Klimaschutz. Die Entwicklung in der Politik bestärkt den bereits eingeschlagenen Weg der E.DIS-Gruppe.

Chancen ergeben sich für die E.DIS zudem auf dem Gebiet der Digitalisierung. Dies spiegelt sich im Einsatz vielfältiger moderner digitaler Technologien wider. Langfristiges Ziel ist es, die digitale Kompetenz der E.DIS Netz GmbH nachhaltig zu erhöhen und zukunftsweisende, innovative und erfolgreiche Lösungen und Services für Kunden und Mitarbeiter zu entwickeln.

Compliance

Das Ziel von Compliance bei der E.DIS Netz GmbH ist es, Unternehmenskriminalität zu verhindern oder jedenfalls aufzudecken und abzustellen. Kunden, Geschäftspartner und andere Stakeholder sollen niemals getäuscht, betrogen oder anderweitig geschädigt werden. Die strikte Einhaltung von Gesetzen und Unternehmens­richtlinien wird folglich als unerlässliche Grundlage einer guten Corporate Governance verstanden.

Der E.ON-Konzern hat hierfür ein Compliance-Management-System (CMS) implementiert, in das die E.DIS Netz GmbH vollumfänglich eingebunden ist. Das CMS basiert auf einer Reihe von allgemein anerkannten Praktiken, darunter der Förderung einer Compliance-Kultur. Diese umfasst ein aktives Bekenntnis zu Compliance-Zielen, die Identifizierung und Analyse von Compliance-Risiken, die Gestaltung eines risikoadäquaten Compliance- Programms sowie einer Compliance-Organisation.

Sowohl der konzernweit geltende Lieferantenkodex als auch der Verhaltenskodex konzentrieren sich auf das Leitprinzip "Das Richtige tun". Sie bieten leicht verständliche Anleitungen, insbesondere zum Thema Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung, fairer Wettbewerb und Umgang mit Geschäftspartnern. Jeder Mitarbeiter im E.ON-Konzern ist verpflichtet, sich an den Regeln des Verhaltenskodex zu orientieren. Der Verhaltenskodex ist damit Teil der arbeitsvertraglichen Pflichten. Verstöße gegen den Verhaltenskodex können auch anonym durch Beschäftigte oder Dritte, zum Beispiel durch einen Whistleblower-Hinweis, gemeldet werden. Der Verhaltenskodex ist im Internet veröffentlicht. Ergänzt wird dieser durch zehn konzernweite Mitarbeiterrichtlinien, die detaillierter erläutern, wie Mitarbeiter sicher sein können, dass sie sich richtig verhalten.

Im Geschäftsjahr 2023 sind keine berichtspflichtigen Compliance-Verstöße bekannt geworden.

IV. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 HGB

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen nach § 36 und § 52 Abs. 2 des GmbH-Gesetzes

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, Ziel­größen für den Frauen- bzw. Männeranteil in Geschäftsführung und den nachfolgenden zwei Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauen- bzw. Männeranteil erreicht werden soll.

Für die Gesellschaft wurden Zielgrößen des Frauenanteils, für die eine Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 gilt, für die Unternehmensleitung von 33,3 Prozent, für die erste Führungsebene unter der Unternehmensleitung von 30 Prozent und für die zweite Führungsebene von 31 Prozent beschlossen. Diese Beschlüsse wurden ent­sprechend der gesetzlichen Anforderung im 1. Halbjahr 2022 gefasst.

V. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Situation

In seinem im November 2023 veröffentlichten Jahresgutachten 2023/2024 geht der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2024 von einem leichten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,7 Prozent aus. Ferner erwartet der Sachverständigenrat für 2024 einen Rückgang der inländischen Inflationsrate auf 2,6 Prozent. Die Erwartungen stützen sich im Wesentlichen auf günstiger gewordene Beschaffungspreise für Gas und Strom, die sich auf die durchschnittlichen Verbraucherpreise auswirken. Spot- und Terminpreisen zufolge dürften auch die Ölpreise im Jahr 2024 wieder deutlich nachgeben, sodass die Energiekomponente signifikant zu einer Senkung der Inflation beiträgt.

Herausforderungen für das operative Geschäft

Die Energiekrise im Jahr 2022 war ein Beschleuniger der Energiewende, da die Notwendigkeit der nachhaltigen Energieproduktion noch stärker in den Fokus gerückt ist. Die Energiewende ist somit nicht nur eine dringend benötigte Antwort auf den Klimawandel, sondern auch eine große Chance für Deutschland, um wettbewerbs­fähig und resilient zugleich zu bleiben und so einen nachhaltigen Weg heraus aus der Energiekrise zu begründen. Nicht zuletzt zeigen auch die politischen Beschlüsse im Hinblick auf das Osterpaket, dass der Fokus auf Energiesicherheit und Energieunabhängigkeit sowie eine dafür erforderliche resiliente und digitale Energieinfrastruktur noch weiter an Bedeutung gewonnen hat.

Darüber hinaus befinden wir uns nun an einem Wendepunkt. Die Energiewende ist nicht mehr nur eine Energiewende allein, sondern vor allem eine Wärmewende. So war das Jahr 2023 bereits durch einen starken Wunsch der Kunden nach mehr Autarkie und Nachhaltigkeit, unter anderem resultierend in einer hohen Nachfrage nach Wärmepumpen, geprägt. Diese Wende zu schaffen, ist eine der größten Herausforderungen der nächsten Dekade. Zentrale Bausteine für die Wärmewende, welche eine umfassende Infrastrukturwende erfordert, zu meistern und das energiewirtschaftliche Dreieck aus Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit in Balance zu halten, sind und bleiben die Themen Netze und eine entsprechend notwendige Digitalisierung.

Zur Umsetzung der Herausforderungen aus der Energiewende werden in den kommenden Jahren die Investitionsausgaben des Unternehmens deutlich steigen. Smartifizierung, Netzerneuerung und Netz­verstärkung müssen zukünftig Hand in Hand gehen und so zu einer deutlich kundenorientierteren und effizienteren Netzinfrastruktur führen. Für einen zielgerichteten Investitionseinsatz und die Steuerbarkeit flexibler Netzkundenanschlüsse wird der Einsatz intelligenter und digitaler Ortsnetzstationen weiter gefördert.

Mit ihrer definierten Wachstumsstrategie mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung und der entsprechenden Aufstellung des Unternehmens ist die E.DIS-Gruppe für diese anstehenden Herausforderungen, aber vor allem auch für die sich daraus ergebenden Chancen, weiterhin gut gerüstet.

Wirtschaftliche Entwicklung der E.DIS Netz GmbH

Für 2024 erwartet die E.DIS Netz GmbH ein Ergebnis nach Steuern, das um rund 46 Prozent über dem Wert des Jahres 2023 liegen wird. Ursächlich hierfür sind vor allem investitionsbedingt höhere Erlöse, geänderte Rahmenbedingungen für die vierte Regulierungsperiode sowie Mehrerlöse im Drittgeschäft. Bedingt durch das höhere Ergebnis nach Steuern wird auch der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der derzeitigen Planung deutlich über dem Wert des Jahres 2023 liegen.

Die Investitionsausgaben des Geschäftsjahres 2024 werden mit rund 6 Prozent leicht über dem Geschäftsjahr 2023 liegen. In 2024 wird die E.DIS Netz GmbH alle Ausgaben aus Eigenmitteln decken. Für die E.DIS Netz GmbH werden im Zuge der sich aus der Energiewende ergebenden Herausforderungen zur künftigen Erreichung auskömmlicher Ergebnisse weitere Effizienzsteigerungen und ein striktes Kostenmanagement notwendig sein.

 

Fürstenwalde/Spree, den 14. Februar 2024

E.DIS Netz GmbH Geschäftsführung

Stefan Blache

Andreas John

Michael Kaiser

Bilanz zum 31. Dezember 2023

in € 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen 1.741.215.836 1.692.779.598
Immaterielle Vermögensgegenstände 24.582.870 24.915.677
Sachanlagen 1.712.924.577 1.560.506.742
Finanzanlagen 3.708.389 107.357.179
Umlaufvermögen 504.690.999 289.154.885
Vorräte 69.094.000 60.439.707
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 431.291.446 228.611.991
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.305.553 103.187
Rechnungsabgrenzungsposten 2.505.542 2.560.483
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 11.798.363 8.570
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung 3.111.828 3.111.828
Aktiva 2.263.322.568 1.987.615.364
Eigenkapital 817.015.180 817.015.180
Gezeichnetes Kapital 250.000.000 250.000.000
Kapitalrücklage 560.246.716 560.246.716
Gewinnrücklagen 6.768.464 6.768.464
Zuschüsse 230.769.047 220.657.955
Rückstellungen 563.312.019 353.270.898
Verbindlichkeiten 652.226.322 596.671.331
Passiva 2.263.322.568 1.987.615.364

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

in € 2023 2022
Umsatzerlöse 2.663.881.354 2.129.320.977
Bestandserhöhungen 41.294.814 128.856.566
Andere aktivierte Eigenleistungen 30.276.185 10.715.707
Sonstige betriebliche Erträge 29.189.991 41.160.945
Materialaufwand 2.287.110.740 1.834.642.967
Personalaufwand 167.539.168 143.597.245
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.184.428 103.294.674
Sonstige betriebliche Aufwendungen 84.660.225 77.704.756
Finanzergebnis 11.619.554 -54.795.861
Ergebnis nach Steuern 127.767.337 96.018.692
Aufwendungen aus Gewinnabführung 127.767.337 96.018.692
Jahresüberschuss - -

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Grundlagen

Die E.DIS Netz GmbH mit Sitz in Fürstenwalde/Spree wird beim Amtsgericht Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 16068 im Handelsregister geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handels­gesetzbuches (HGB) in Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) sowie des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG) und den ergänzenden Vorschriften des D-Mark-Bilanzgesetzes (DMBilG) aufgestellt.

Die E.DIS Netz GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen Steuern werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Dem nach § 17 Abs. 4 DMBilG auf der Aktivseite ausgewiesenen Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung steht auf der Passivseite als Ausgleichsposten eine Sonderrücklage gegenüber.

Erhaltene Baukostenzuschüsse werden branchenüblich gesondert auf der Passivseite ausgewiesen.

Die E.DIS Netz GmbH ist Bestandteil einer Gruppe von Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als vertikal integriertes Unternehmen gilt, und fällt somit unter § 6b EnWG. Es werden die folgenden Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG ausgeübt: Elektrizitäts- und Gasverteilung, die Tätigkeit als grundzuständiger Messstellen­betreiber (§ 2 Nr. 4 Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) sowie sonstige Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.

Gemäß § 291 HGB ist die E.DIS Netz GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie einen Konzern­lagebericht gemäß § 290 HGB aufzustellen, befreit. Die E.DIS Netz GmbH und ihr Tochterunternehmen werden in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen bzw. es wird vom Wahlrecht gemäß § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS) - unter Berücksichtigung der ergänzenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Zwischen der E.DIS Netz GmbH und der E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree (HRB 7488), als herrschende Gesellschafterin besteht - wie im Vorjahr - ein Gewinnabführungsvertrag.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze für das jeweilige Berichtsjahr basiert methodisch auf den Planzahlen für das betreffende Geschäftsjahr.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungs­dauern zugrunde:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3 bis 20 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 35 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs‐ und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre


Aufgrund eines Leasingvertrages zur Softwarenutzung wird die verwendete Software in Einklang mit den steuer­lichen Leasingerlassen und in Ermangelung handelsrechtlicher Besonderheiten wirtschaftlich dem Leasing­nehmer zugerechnet und daher bei der E.DIS Netz GmbH bilanziert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird die vereinbarte Vertragslaufzeit von fünf Jahren angesetzt.

Vor der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 wurden die Unterschiedsbeträge zwischen den nach § 4 Fördergebietsgesetz und § 6b Einkommensteuergesetz zulässigen steuerrechtlichen Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen aktivisch vom Sachanlagevermögen abgesetzt. Ausweis und Bewertung werden gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. Bei Nicht­vornahme der aktivischen Verrechnung mit den höheren steuerrechtlichen Abschreibungen wären die handels­rechtlichen Abschreibungen des Geschäftsjahres um circa 3.400 T€ (Vorjahr 5.000 T€) höher ausgefallen.

Abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800 € werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt. Davon abweichend werden moderne Messeinrichtungen unabhängig von der Höhe ihrer Anschaffungskosten aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der E.ON SE (ehemals MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen). Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung. Die Freistellungsforderung wird unter den Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung. Auf Vorräte erhaltene Anzahlungen werden - sofern eine Zuordnung zu den Vorräten möglich ist - offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nennbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine Ausfall­risiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden zum Bilanzstichtag mittels anerkannter Schätzverfahren kunden- bzw. abnahmestellenbezogen abgegrenzt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind vertragsgemäß geleistete Vorauszahlungen für die Pacht eines örtlichen Stromnetzes ausgewiesen. Der Posten wird ratierlich über die insgesamt zwanzigjährige Vertragsdauer aufgelöst.

Latente Steuern werden wegen der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft auf Ebene des Organträgers E.DIS AG berücksichtigt. Nur dort werden künftige Steuerbe- und -entlastungen zahlungswirksam.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitguthaben und Sabbaticalvereinbarungen sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen und Festgeldern angelegt. Die Fondsan­teile werden vom E.ON Pension Trust e. V., Essen, und die Festgelder bezüglich Altersteilzeitguthaben und Sabbaticalvereinbarungen von der Energie-Sicherungstreuhand e. V., Hannover, treuhänderisch für die E.DIS Netz GmbH verwaltet.

Die zur Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände werden nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den dazugehörigen Verpflichtungen verrechnet, soweit die Vermögensgegenstände die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrech­nenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Soweit daraus ein Überschuss des Deckungsvermögens über die jeweils maßgebliche Verpflichtung resultiert, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Das Deckungsvermögen betrifft im Umfang von circa 66 Prozent am aktiven Markt gelistetes Vermögen sowie darüber hinaus nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen. Der beizulegende Zeitwert des Deckungs­vermögens wurde, soweit es sich um am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, wurden die beizulegenden Zeitwerte mit Hilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF) bei Immobilien­bewertungen, unter Verwendung branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft respektive die dort beauftragten Gutachter legen die Bewertungsannahmen, wie z. B. Zinssätze, fest.

Das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung wird entsprechend dem Verbrauch und der Auflösung der zugrundeliegenden Rückstellungen für Altlastensanierung abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Veränderungen vorzunehmen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt.

Zuschüsse enthalten den Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie Ertragszuschüsse.

Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden ab dem Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Ertragszuschüsse beinhalten die von Netzkunden vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Die Auflösung der Bau­kostenzuschüsse erfolgt linear über eine Gesamtdauer von 20 Jahren zugunsten der Umsatzerlöse.

Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungs­betrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durch­schnittlichen Marktzinssatz, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Effekte aus Zinssatzänderungen werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Bewertung der Pensionen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter haben, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Die Bewertung der vergleichbar langfristig fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) unter Berück­sichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeld­verpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen sowie aus Vorruhestandsvereinbarungen sowie Sabbaticalvereinbarungen werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Für diese Verpflichtungen wird von einer durchschnittlichen Duration von drei Jahren ausgegangen.

Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühest­möglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Altersteilzeit- oder Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden branchenübliche Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Der Rückstellungsbewertung liegen folgende Annahmen zugrunde:


31.12.2023 31.12.2022
Gehalts-/Karrieretrend 2,95 % p.a. 2,75 % p.a.
Rentendynamik - gesetzliche Garantieanpassung 1,00 % p.a. 1,00 % p.a.
Rentendynamik - andere Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten Garantieanpassung unterliegen
2,20 % p.a.
2,00 % p.a.
Rechnungszins Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,82 % p.a. 1,78 % p.a.
Rechnungszins Vorruhestandsverpflichtungen bzw. -potential 1,08 % p.a. 0,59 % p.a.


Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 Prozent) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 Prozent) circa 5.000 T€ (Angabe nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt nach dem BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 keiner Abführungssperre.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten für noch nicht in Rechnung gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag abgegrenzt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden am Abschluss­stichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Erträge oder Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind im Berichtsjahr nicht angefallen.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung - Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie ist integraler Bestandteil des Anhangs.

Die im Vorjahr gehaltenen Anteile am Spezialfonds OB5 wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig veräußert. Daraus resultierte ein Buchverlust in Höhe von 2.291 T€. Ferner sind aus diesem Wertpapierspezialfonds im Berichtsjahr Ausschüttungserträge in Höhe von 311 T€ vereinnahmt worden.

Die E.DIS Netz GmbH hält 100 Prozent der Anteile an der Netzgesellschaft Panketal GmbH, Panketal. Deren Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 3.256 T€. Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 1.128 T€ durch die Gesellschafterin ausgeglichen (Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB).

Umlaufvermögen

Vorräte

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 19.338 19.613
Unfertige Leistungen 307.739 266.444
Erhaltene Anzahlungen auf unfertige Leistungen -257.983 -225.617

69.094 60.440


Bei den Vorräten handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie um unfertige Leistungen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen Material für den Bau und die Instandhaltung der Strom- und Gasnetze sowie für die Errichtung von Breitbandnetzen. Die unfertigen Leistungen betreffen überwiegend nicht abgerechnete Bau- und Instandhaltungsaufträge. Auf Vorräte des Breitbandgeschäfts erhaltene Anzahlungen werden offen abgesetzt. Nach deren Saldierung verbleiben unfertige Leistungen in Höhe von 49.756 T€ (Vorjahr 40.827 T€).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in T€ 31.12.2023 31.12.2022

Gesamt- davon > 1 Gesamt- davon > 1

betrag Jahr betrag Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 276.500 - 228.687 -
abzüglich erhaltener Abschlagszahlungen -173.475 - -154.387 -

103.025 - 74.300 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 319.029 - 144.956 -
Sonstige Vermögensgegenstände 9.237 - 9.356 -

431.291 - 228.612 -


Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Forderungen für die Netz­nutzung sowie aus Ansprüchen auf Kostenwälzung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 (EEG) an den Übertragungsnetzbetreiber.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 96.284 T€ (Vorjahr 34.046 T€) sowie Finanzforderungen in Höhe von 222.745 T€ (Vorjahr 110.910 T€). Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen wurden zuvor 167.292 T€ (Vorjahr 159.745 T€) darauf erhaltener Abschlagszahlungen abgesetzt.

Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in Höhe von 219.319 T€ (Vorjahr 111.088 T€). Diese betreffen Finanzforderungen in Höhe von 219.194 T€ (Vorjahr 110.910 T€) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 125 T€ (Vorjahr 178 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vor allem geleistete Anzahlungen und Steuererstattungs­ansprüche.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die zum Abschlussstichtag bilanzierten Liquiditätsbestände in Höhe von insgesamt 4.306 T€ (Vorjahr 103 T€) unterliegen in Höhe von 4.234 T€ (Vorjahr 0 T€) einer Verfügungsbeschränkung. Hintergrund der Verfügungsbeschränkung ist das Gesetz zur Einführung einer Strompreisbremse (StromPBG), welches die Betreiber von Stromerzeugungsanlagen verpflichtet, erwirtschaftete Überschusserlöse an den jeweiligen Netzbetreiber auszukehren. Korrespondierend dazu werden auf der Passivseite der Bilanz 4.234 T€ als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Nach den Regelungen des StromPBG hat die E.DIS Netz GmbH die vereinnahmten Überschusserlöse abzüglich erstattungsfähiger Mehrkosten an den Übertragungsnetzbetreiber weiterzuleiten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft geleistete Vorauszahlungen auf zukünftige Pachtentgelte.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des Deckungsvermögens im Zusammenhang mit rückgedeckten Pensionsverpflichtungen sowie dem Erfüllungsbetrag aus Altersteilzeitverträgen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind

Erfüllungsbetrag -81.406 -83.130
beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 93.148 79.463
davon Fondsanteile EPS PS 93.118 79.458
davon Festgelder/liquide Mittel 30 5
Nettowert Versorgungsverpflichtungen (Past Service) - in 2022 Überhang des Erfüllungsbetrages - 11.742 -
Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitverträgen

Erfüllungsbetrag -41 -68
beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 97 77
davon Festgelder/liquide Mittel 97 77
Nettowert Altersteilzeitverpflichtungen 56 9

11.798 9


Für Versorgungsleistungen, die bis zum 30. Dezember 2017 von der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE), Hannover, rückgedeckt waren, hat die E.DIS Netz GmbH mit dem E.ON Pension Trust e. V., Essen, einen Treuhand­vertrag (Contractual Trust Arrangement CTA Past Service) abgeschlossen. Die betriebliche Zusatzsicherung Past Service hat ihren Hintergrund in der Beendigung der bisherigen (Rückdeckungs-)Versicherungsverhältnisse mit der VKE. Insoweit ergibt sich für die E.DIS Netz GmbH eine strenge Nachdotierungsverpflichtung. Fällt das vorhandene Treuhandvermögen hinter den Verpflichtungsumfang zurück, trifft die E.DIS Netz GmbH eine Nachdotierungspflicht. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens zur Absicherung dieser Versorgungsverpflichtungen (CTA Past Service) betragen zum Bilanzstichtag 93.819 T€ (Vorjahr 90.875 T€).

Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden im Umfang von insgesamt 97 T€ mit Deckungs­vermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der beim Energie­sicherungstreuhand e. V., Hannover, angelegten Festgelder entspricht wie im Vorjahr den Anschaffungskosten.

Eigenkapital

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 250.000 250.000
Kapitalrücklage 560.247 560.247
Gewinnrücklagen 6.768 6.768
davon andere Gewinnrücklagen 3.656 3.656
davon Rücklage gem. § 17 Abs. 4 DMBilG 3.112 3.112

817.015 817.015



Das vollständig eingezahlte Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag 250.000.000 €. Alleinige Gesellschafterin ist die E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree.

Der Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung gesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB umfasst 22.264 T€ (Vorjahr 35.769 T€). Es handelt sich dabei ausschließlich um den Betrag aus der Bewertung von nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnenden Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert oberhalb der Anschaf­fungskosten. Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung unterliegt keiner Abführungssperre (§ 301 AktG), da die Kapitalrücklage der E.DIS Netz GmbH im erforderlichen Umfang frei verfügbar ist.

Zuschüsse

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Investitionszuschüsse 1.723 1.917
Baukostenzuschüsse 229.046 218.741

230.769 220.658



Rückstellungen

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 85.213 81.163
Sonstige Rückstellungen 478.099 272.108

563.312 353.271



Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind

Erfüllungsbetrag 313.161 300.942
beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -231.492 -227.971
davon Fondsanteile PTV 2 -89.344 -
davon Fondsanteile EPF A S.C.S. -88.624 -180.748
davon Fondsanteile EPS -53.394 -47.216
davon Festgelder/liquide Mittel -130 -7
Nettowert rückgedeckter Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind 81.669 72.971
Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind

Erfüllungsbetrag 81.406 83.130
beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens -93.148 -79.463
davon Fondsanteile EPS PS -93.118 -79.458
davon Festgelder/liquide Mittel -30 -5
Nettowert rückgedeckter Versorgungsverpflichtungen, die durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
- in 2023 Überhang des Deckungsvermögens -
- 3.667
übrige nicht rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen 3.544 4.525

85.213 81.163


Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von ins­gesamt 85.213 T€. Diese betreffen die Grund- und Aufbausicherung aus der betrieblichen Altersversorgung, die Zusatzsicherung (Verpflichtungen ab 31. Dezember 2017) sowie sonstige Personalverpflichtungen. Darüber hinaus besteht für die Pensionsverpflichtungen aus der Zusatzsicherung - soweit die Verpflichtungen von den Arbeitnehmern bis zum 30. Dezember 2017 erdient worden sind - ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die ab dem 31. Dezember 2017 von den Arbeitnehmern neu erdienten Ansprüche aus Pensionszusagen für die betriebliche Zusatzsicherung sind ebenso wie alle Ansprüche aus der Grund- und Aufbausicherung durch Ver­mögensgegenstände gesichert, die im Rahmen eines weiteren Contractual Trust Arrangements an den Treu­händer E.ON Pension Trust e. V. sicherungsübereignet sind. Die Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betragen insgesamt 209.804 T€ (Vorjahr 198.957 T€). Von der Summe der Anschaffungskosten betreffen 82.233 T€ das Fondsvermögen PTV 2, 53.970 T€ das Fondsvermögen EPS und weitere 73.471 T€ das Fondsvermögen EPF A S.C.S.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2023 31.12.2022
Regulierungskonten 238.747 33.096
Rückbauverpflichtungen und andere Netzrückstellungen 89.292 84.241
Personalverpflichtungen 48.696 49.382
Verpflichtungen nach dem EEG einschließlich
Netzsicherheitsmanagement (Redispatch/NSM-Entschädigungen)
46.645 45.996
Konzessionsabgaben 10.281 15.024
Übrige Rückstellungen 44.438 44.369

478.099 272.108



Der Anstieg der Regulierungskonten (vgl. § 5 Anreizregulierungsverordnung - ARegV) steht im Zusammenhang mit den erheblichen Marktpreisverwerfungen im Verlaufe des Geschäftsjahres 2022. Entsprechend der in der ARegV vorgesehenen Methodik werden die zurückgestellten Mehrerlöse den Kunden in den Folgejahren über verminderte Netzentgelte gutgeschrieben.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen resultieren aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen sowie einer Vielzahl verschiedener betriebstypischer Risiken. Von den übrigen Rückstellungen betreffen 3.112 T€ (Vorjahr 3.112 T€) das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung.

Verbindlichkeiten

in T€ 31.12.2023

davon mit einer Restlaufzeit

Gesamt­betrag ≤ 1 Jahr > 1 Jahr davon >
5 Jahre
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21.763 21.763 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 256.220 255.896 324 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 333.558 38.017 295.541 286.635
davon gegenüber der Gesellschafterin 300.457 4.957 295.500 286.635
davon aus Lieferungen und Leistungen - - - -
davon Finanzverbindlichkeiten 300.457 4.957 295.500 286.635
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 33.101 33.060 41
davon aus Lieferungen und Leistungen 30.411 30.411 - -
davon Finanzverbindlichkeiten 2.690 2.649 41
Sonstige Verbindlichkeiten 40.685 40.685 - -
davon aus Steuern 24.510 24.510 - -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1 1 - -

652.226 356.361 295.865 286.635
in T€
31.12.2022

davon mit einer Restlaufzeit

Gesamt-
betrag
≤ 1 Jahr > 1 Jahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.969 18.969 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 201.303 200.211 1.092
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 347.100 51.547 295.553
davon gegenüber der Gesellschafterin 305.195 9.695 295.500
davon aus Lieferungen und Leistungen 200 200 -
davon Finanzverbindlichkeiten 304.995 9.495 295.500
davon gegenüber übrigen verbundenen Unternehmen 41.905 41.852 53
davon aus Lieferungen und Leistungen 37.981 37.981 -
davon Finanzverbindlichkeiten 3.924 3.871 53
Sonstige Verbindlichkeiten 29.300 29.300 -
davon aus Steuern 17.222 17.222 -
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - -

596.672 300.027 296.645


Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf abgerechnete und abgegrenzte Verpflich­tungen aus bezogenen Lieferungen und Leistungen.

Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betreffen in Höhe von 295.500 T€ Gesellschafter­darlehen (Vorjahr 300.000 T€) und darauf entfallende Zinsabgrenzungen in Höhe von 4.957 T€ (Vorjahr 4.995 T€).

Haftungsverhältnisse

Gemäß § 13a EnWG hat der Netzbetreiber, an dessen Netz eine EEG-Anlage angeschlossen ist, den Anlagen­betreiber im Falle einer Einspeisemanagementmaßnahme für den Ertragsausfall zu entschädigen bzw. einen bilanziellen Mengenausgleich vorzunehmen. Der Netzbetreiber, in dessen Netz die Ursache der Einspeise­managementmaßnahme liegt, hat dem Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist, die Kosten für die Entschädigung zu ersetzen. Nach den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre ist in Einzelfällen mit einer Inanspruchnahme der E.DIS Netz GmbH in unwesentlicher Höhe zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt 1.311.000 T€ (Vorjahr 1.227.000 T€). Sie betreffen im Wesentlichen Beschaffungssachverhalte im Netzbereich mit einem Zeithorizont bis 2025 und beruhen auf der Übernahme der Aufgaben als Dienstleister im Netzbereich. Der Schwerpunkt betrifft die Beschaffung der Netzverluste für die E.DIS Netz GmbH und andere Netzbetreiber, soweit dies vertraglich ver­einbart ist. Daneben bestehen künftige Zahlungsverpflichtungen aus längstens bis zum 31. Dezember 2039 ge­schlossenen Netzpachtverträgen, deren Gesamtumfang sich auf rund 23.600 T€ (Vorjahr 26.200 T€) beläuft. Ferner beinhaltet der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von circa 72.700 T€ (Vorjahr 65.500 T€) aus Dienstleistungsverträgen im Netzbereich. Vom Bestellobligo in Höhe von 21.829 T€ betreffen 6.923 T€ verbundene Unternehmen.

Die E.DIS Netz GmbH plant in den Geschäftsjahren 2024 bis 2028 einen wesentlichen Ausbau ihrer Investitionstätigkeit, um den Erfolg der Energiewende sicherzustellen. In diesem Zusammenhang sind insgesamt Investitionen in Höhe von bis zu 1.800.000 T€ vorgesehen, die zu entsprechenden Zahlungsverpflichtungen führen werden. Diese Zahlungsverpflichtungen sind in den im Vorabsatz genannten Gesamtverpflichtungen nicht enthalten, da insoweit noch keine außenwirksamen Verpflichtungen bestehen. Zur Sicherstellung des zusätzlichen Finanzierungsbedarfes wurde im Geschäftsjahr 2023 mit der Gesellschafterin E.DIS AG ein Rahmendarlehensvertrag mit einem abrufbaren Darlehensrahmen von bis zu 1.050.000 T€ abgeschlossen.

Aus der Überführung des bisherigen Versicherungsvermögens der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (betriebliche Zusatzsicherung bis zum 30. Dezember 2017) in die insolvenzrechtlich gleichwertige Anschluss­lösung CTA Past Service über den E.ON Pension Trust e. V. resultiert für die E.DIS Netz GmbH eine Nachschuss­verpflichtung. Demnach sind Deckungsmittel stets in einer Höhe zur Verfügung zu stellen, die es ermöglichen, dass damit Leistungen in Höhe des Verpflichtungsumfanges, der vormals bei der Versorgungskasse entstanden ist, abzüglich der bereits nach dem Auflösungsstichtag geleisteten Rentenzahlungen, laufend finanziert werden können. Fällt das vorhandene Treuhandvermögen hinter diesen Verpflichtungsumfang zurück, trifft die E.DIS Netz GmbH eine Nachdotierungspflicht, die auf Anforderung des Treuhänders zeitnah zu begleichen ist. Die E.DIS Netz GmbH geht davon aus, dass in diesem Zusammenhang im Jahr 2024 keine Zahlungsverpflichtungen bestehen. Unsicherheiten ergeben sich hier aus der weiteren Wertentwicklung des Deckungsvermögens, so dass bei ggf. nachteiligen Kursentwicklungen Nachdotierungen notwendig werden können.

Im Übrigen bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die über den Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit hinausgehen.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

in T€ 2023 2022
Umsatzerlöse Strom 2.435.939 1.984.030
Umsatzerlöse Gas 73.482 59.231
Sonstige Umsatzerlöse 154.460 86.060

2.663.881 2.129.321


Die Umsatzerlöse enthalten hauptsächlich Entgelte für die Nutzung der Strom- und Gasnetze der E.DIS Netz GmbH sowie Erlöse aus der Erstattung von Vergütungen im Rahmen des EEG. Im Rahmen der energie­wirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Umsätze in Höhe von 117.200 T€ (Vorjahr 92.300 T€).

Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen die Weiterberechnung von Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Betriebsführungsentgelte.

Alle Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Andere aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 30.276 T€ (Vorjahr 10.716 T€) betreffen vornehmlich Personal- und Materialaufwendungen, für die zur Erweiterung der Strom- und Gasnetze vorgenommenen Investitionen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von insgesamt 29.190 T€ (Vorjahr 41.161 T€) sind überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen bzw. Ausgleichsposten für deren Inanspruchnahme enthalten. Ferner sind hier vor allem außergewöhnliche Erträge, Erträge aus Schadenersatz sowie Erträge aus Anlagenabgängen ausgewiesen.

Die Ausgleichsposten für die Inanspruchnahme von Rückstellungen betreffen im Umfang von 1.128 T€ den Verlust der Netzgesellschaft Panketal GmbH für das Geschäftsjahr 2022.

Die E.DIS Netz GmbH hat zum 30. Dezember 2023 ihren Austritt aus der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE) erklärt. Die VKE war von deren Mitgliedern bereits im Jahr 2017 aufgelöst worden. Im Zusammenhang mit der von den Liquidatoren angekündigten Auskehrung des anteiligen mitgliedschaftlichen Vermögens wurde im Geschäftsjahr 2023 ein außergewöhnlicher Ertrag in Höhe von 3.551 T€ erfasst.

Periodenfremde Erträge fielen in Höhe von 17.280 T€ an und betreffen überwiegend Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Materialaufwand

in T€ 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.752.378 1.226.177
Aufwendungen für bezogene Leistungen| 534.733 608.466

2.287.111 1.834.643



Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Aufwendungen für die nach dem EEG aufgenommenen Energiemengen sowie Aufwendungen für die Nutzung des vorgelagerten Netzes. Im Rahmen der energie­wirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 126.000 T€ (Vorjahr 62.400 T€).

Personalaufwand

in T€ 2023 2022
Löhne und Gehälter 128.988 113.493
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 38.551 30.104
davon für Altersversorgung 15.714 9.260

167.539 143.597



Abschreibungen

in T€ 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 109.184 103.295
davon außerplanmäßige Abschreibungen (gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) 139 -

109.184 103.295



Sonstige betriebliche Aufwendungen

in T€ 2023 2022
Übrige Aufwendungen 83.385 76.562
Sonstige Steuern 1.275 1.143

84.660 77.705



Die übrigen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Kosten für den Bezug von IT-Dienstleistungen, Instandhaltungs- und Verwaltungsaufwendungen sowie ratierliche Zuführungen zur Rückstellung für Rückbauver­pflichtungen.

Periodenfremde Aufwendungen fielen in Höhe von 3.521 T€ an.

Finanzergebnis

in T€ 2023 2022
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 327 364
davon aus verbundenen Unternehmen 15 126
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.412 15
davon aus verbundenen Unternehmen 3.315 -90
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.991 55.175
davon an verbundene Unternehmen 8.104 7.727
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen -335 13.478
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 1.128 -

11.620 -54.796



Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten eine Ausschüttung des Spezialfonds OB5 in Höhe von 311 T€ (Vorjahr 237 T€).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge aus verbundenen Unternehmen weisen im Vorjahr einen Negativsaldo aus, der im Zusammenhang mit Negativzinsen auf kurzfristige Geldanlagen stand. Im Berichtsjahr wurden von entsprechenden positiven Zinserträgen in Höhe von 3.324 T€ negative Zinserträge in Höhe von -9 T€ in Abzug gebracht.

Im Davonvermerk aus der Aufzinsung von Rückstellungen war im Geschäftsjahr 2023 ein Negativbetrag in Höhe von -335 T€ auszuweisen. Neben den Zinsaufwendungen aus der laufenden Aufzinsung des Berichtsjahres (+308 T€) waren hier negative Zinsaufwendungen aus Zinssatzänderungen (-643 T€) zu berücksichtigen.

Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen ist - im Gegensatz zum Vorjahr - die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen nicht enthalten. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die Vermögenserträge mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung verrechnet und führten in 2023 zu einem unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen auszuweisenden Nettoertrag (Vorjahr Nettoaufwand mit Ausweis unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen). Vor Verrechnung mit den Vermögenserträgen ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3.563 T€ (Vorjahr 13.478 T€).

in T€ 2023 2022
Aufwendungen aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) 3.898 13.275
Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen 3.410 41.677
Erträge aus dem Deckungsvermögen 24.218 9.289

16.910 -45.663



In den Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen sind Verluste aus der Bewertung nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB in Höhe von 2.973 T€ (Vorjahr 38.699 T€) enthalten. Weiterhin sind unter den Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen Verluste aus der Veräußerung der zu verrechnenden Vermögensgegenstände in Höhe von 393 T€ (Vorjahr 2.950 T€) sowie Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 44 T€ (Vorjahr 28 T€) erfasst. Die letztgenannten Aufwendungen betreffen verbundene Unternehmen.

Darüber hinaus sind laufende Erträge aus den zu verrechnenden Vermögensgegenständen in Höhe von 189 T€ (Vorjahr 1.692 T€) angefallen, wovon wie im Vorjahr keine Posten verbundenen Unternehmen zuzuordnen sind. Erträge aus der Bewertung nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB sind in Höhe von 24.029 T€ (Vorjahr 7.597 T€) erfasst worden.

Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages wurde der erzielte Gewinn in Höhe von 127.767 T€ an die E.DIS AG abgeführt.

E. Sonstige Angaben

Angaben nach dem Energiewirtschaftsgesetz

Es bestehen folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen, welche aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und nicht lediglich von unterge­ordneter Bedeutung sind (Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG):

Aufgrund des zwischen der E.DIS AG und der E.DIS Netz GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2017 waren für das Berichtsjahr Gewinne in Höhe von insgesamt 127.767 T€ an die Gesellschafterin abzuführen. Mit gesonderter Vereinbarung wurde die Aufrechnung mit einer gegen die E.DIS AG in dieser Höhe bestehenden Finanzforderung vorgenommen. Die Aufrechnung wurde erklärungsgemäß zum 31. Dezem­ber 2023 wirksam (§ 389 BGB). Mit der E.DIS AG bestehen Dienstleistungsverträge - insbesondere zur kauf­männischen Betriebsführung. Insgesamt wurden von der E.DIS Netz GmbH in diesem Zusammenhang Erträge in Höhe von 2.530 T€ und Aufwendungen in Höhe von 4.210 T€ erfasst.

Von der E.ON Grid Solutions GmbH, Hamburg, wurden vornehmlich Energieabrechnungsleistungen gegenüber den Kunden der E.DIS Netz GmbH vorgenommen, welche im Jahr 2023 ein Volumen von insgesamt 57.565 T€ erreicht haben. In diesem Zusammenhang wurden auch die Zähler für den Bestands- sowie den grundzuständigen Messstellenbetrieb erworben. Die E.DIS Netz GmbH berechnete gegenüber der E.ON Grid Solutions GmbH insgesamt 1.336 T€ für die von ihr erbrachten Eigenleistungen für IT-Projekte.

Von der E.ON Digital Technology GmbH, Hannover, wurden vor allem IT-Dienstleistungen in Höhe von 25.431 T€ bezogen.

Aus Dienstleistungen gegenüber Netzbetreibern im E.ON-Konzern (Avacon Netz GmbH, Helmstedt; Bayernwerk Netz GmbH, Regensburg; Netzgesellschaft Panketal GmbH, Panketal; NordNetz GmbH, Quickborn; Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn; Celle-Uelzen Netz GmbH, Celle) hat die E.DIS Netz GmbH insgesamt Erlöse in Höhe von 606.609 T€ erzielt, dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 235.536 T€. Überwiegend stehen die Erlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit Dienstleistungen zur Bilanzkreisbewirtschaftung sowie zur Verlustenergiebeschaffung. Diese Dienstleistungen werden von der E.DIS Netz GmbH mit der E.ON Energie Deutschland GmbH, München, bzw. weiteren konzernfremden Unternehmen im Auftrag dieser Netzbetreiber abgewickelt und berechnet. Eine Ergebniswirkung für die E.DIS Netz GmbH ergibt sich aus dem An- oder Verkauf der Mengen nicht.

Die E.ON SE, Essen, erbrachte im Jahr 2023 für die E.DIS Netz GmbH Dienstleistungen im Bereich Business Controlling und Netzsteuerung im Umfang von 2.422 T€. Ferner wurden von der E.ON SE Leistungen der internen Revision in Höhe von 321 T€ in Anspruch genommen.

Von der E.ON Country Hub Germany GmbH, Berlin, wurden Leistungen im Gegenwert von 1.011 T€ für die Inan­spruchnahme personalwirtschaftlicher Dienstleistungen bezogen.

Die E.ON Accounting Solutions GmbH, Regensburg, erbrachte für die E.DIS Netz GmbH Globe Business Support Services im Umfang von 540 T€.

Mit der e.discom Telekommunikation GmbH (e.discom), Eberswalde, wurde im Jahr 2019 ein General­unternehmervertrag über den Bau von Breitbandnetzen geschlossen. Die Errichtung der einzelnen Netzelemente setzt jeweils gesonderte Aufträge voraus. Im Berichtsjahr sind daraus abrechnungsfähige und erlöswirksame Geschäfte im Umfang von 66.263 T€ erwachsen. Für die im Jahr 2023 erbrachten Leistungen wurden darüber hinaus Anzahlungen in Höhe von 107.229 T€ vereinnahmt sowie 74.863 T€ bisher vereinnahmte Anzahlungen aus Vorjahren verrechnet bzw. rückgerechnet.

Ferner wurden aus der Verpachtung von Telekommunikationsanlagen gegenüber der e.discom Erträge in Höhe von 7.267 T€ realisiert. Daneben wurden vor allem IT- und sonstige Dienstleistungen in Höhe von insgesamt 4.914 T€ an die e.discom weiterberechnet. Aufwendungen gegenüber der e.discom fielen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 19.651 T€ an und betreffen überwiegend Telekommunikationsleistungen sowie sonstige Fremd­leistungen.

Mit der E.DIS AG findet ein Cashpooling statt. Daraus resultierten im Jahr 2023 Zinserträge in Höhe von 3.324 T€. Das Guthaben aus dem Cashpooling beträgt für die E.DIS Netz GmbH zum Bilanzstichtag 219.194 T€.

Für ein langfristiges Gesellschafterdarlehen in Höhe von ursprünglich 300.000 T€ (Bilanzstichtag 295.500 T€) fielen im Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 7.672 T€ an. Davon wurden zum Bilanzstichtag 4.957 T€ als Verbindlichkeiten abgegrenzt.

Aufgrund eines zwischen der E.DIS Netz GmbH und der Netzgesellschaft Panketal GmbH bestehenden Gewinn­abführungsvertrages wurde vor deren Abschlusserstellung für den erwarteten Verlust des Geschäftsjahres 2023 eine angemessene Risikovorsorge getroffen und im Berichtsjahr als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Darüber hinaus glich die E.DIS Netz GmbH im Jahr 2023 den im Geschäftsjahr 2022 erwirtschafteten Verlust in Höhe von 1.128 T€ aus. Mit der Netzgesellschaft Panketal GmbH bestehen Betriebsführungs- und Dienstleistungsverträge. Insgesamt wurden von der E.DIS Netz GmbH in diesem Zusammenhang Erträge in Höhe von 1.994 T€ erzielt. Zwischen den beiden Unternehmen findet ferner ein Cashpooling statt. Daraus resultieren im Jahr 2023 für die E.DIS Netz GmbH Zinsaufwendungen in Höhe von 108 T€.

Durchschnittliche Beschäftigungszahl


2023 2022
Vollzeit gesamt 1.563 1.511
davon männlich 1.243 1.189
davon weiblich 320 322
Teilzeit gesamt 99 97
davon männlich 38 35
davon weiblich 61 62
Gesamt 1.662 1.608
Auszubildende 167 151
davon männlich 147 135
davon weiblich 20 16



Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE enthalten.

Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse eingetreten oder bekannt geworden, die wesentlichen Einfluss auf die laufende oder zukünftige Geschäftstätigkeit oder das Ergebnis der Gesellschaft haben.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der E.DIS Netz GmbH setzt sich wie folgt zusammen:

Stefan Blache, Berlin Geschäftsbereich Netzwirtschaft/Kundenservice
Andreas John, Schöneiche bei Berlin Geschäftsbereich Asset Management
Michael Kaiser, Fürstenwalde (Spree)
Geschäftsbereich Verteilnetz Bau/Betrieb
Die Gesamtbezüge für die im Geschäftsjahr 2023 tätigen Geschäftsführer belaufen sich auf 980 T€. In den Bezügen enthalten sind 112 T€ aktienbasierte Vergütungen (beizulegender Zeitwert im Zeitpunkt ihrer Gewährung). Diese beinhalten 11.557 Stück im Jahr 2023 eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON Performance Plan. Frühere Mitglieder der geschäftsführenden Organe und ihre Hinterbliebenen bezogen im Geschäftsjahr 1.345 T€. Für diesen Personenkreis waren am Bilanzstichtag insgesamt Pensionsrückstellungen von 20.794 T€ gebildet.

Entwicklung des Anlagevermögens

in T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um­buchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.612 9.080 - - 42.692
Geleistete Anzahlungen 1.415 - -1.307 - 108
Immaterielle Vermögensgegenstände 35.027 9.080 -1.307 - 42.800
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 215.824 3.781 -2.507 1.194 218.292
Technische Anlagen und Maschinen 3.983.530 71.501 -29.577 82.889 4.108.343
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60.057 6.889 -1.024 1.126 67.048
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.517 171.828 - -85.209 290.136
Sachanlagen 4.462.928 253.999 -33.108 - 4.683.819
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.289 - - - 3.289
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 404 15 - - 419
Wertpapiere des Anlagevermögens 103.652 - -103.652 - -
Sonstige Ausleihungen 12 - -12 - -
Finanzanlagen 107.357 15 -103.664 - 3.708
Anlagevermögen 4.605.312 263.094 -138.079 - 4.730.327
in T€ Kumulierte Abschreibungen

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um­buchungen 31.12.2023
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
10.111

8.106



18.217
Geleistete Anzahlungen - - - - -
Immaterielle Vermögensgegenstände 10.111 8.106 - - 18.217
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
146.694

3.621

-2.336


147.979
Technische Anlagen und Maschinen 2.717.535 91.837 -29.299 - 2.780.073
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.192 5.620 -970 - 42.842
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
Sachanlagen 2.902.421 101.078 -32.605 - 2.970.894
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - - -
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
Sonstige Ausleihungen - - - - -
Finanzanlagen - - - - -
Anlagevermögen 2.912.532 109.184 -32.605 - 2.989.111
in T€ Buchwerte

31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.475 23.501
Geleistete Anzahlungen 108 1.415
Immaterielle Vermögensgegenstände 24.583 24.916
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 70.313 69.130
Technische Anlagen und Maschinen 1.328.270 1.265.995
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.206 21.865
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.136 203.517
Sachanlagen 1.712.925 1.560.507
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.289 3.289
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 419 404
Wertpapiere des Anlagevermögens - 103.652
Sonstige Ausleihungen - 12
Finanzanlagen 3.708 107.357
Anlagevermögen 1.741.216 1.692.780

 

Fürstenwalde/Spree, den 14. Februar 2024

E.DIS Netz GmbH Geschäftsführung

Stefan Blache

Andreas John

Michael Kaiser

Tätigkeitsabschlüsse der E.DIS Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Tätigkeitsbereich Elektrizitäts-Verteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

Euro Euro
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche

Schutzrechte und ähnliche Rechte 20.966.816 20.257.844
2. Geleistete Anzahlungen 108.401 1.165.909

21.075.217 21.423.753
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und

Bauten einschließlich der Bauten auf fremden

Grundstücken 63.943.401 62.759.403
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.143.959.646 1.093.977.770
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- 20.560.798 18.801.854
ausstattung

4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 259.415.541 178.770.598

1.487.879.386 1.354.309.625
III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 344.252 330.527
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 87.855.965
3. Sonstige Ausleihungen 0 9.808

344.252 88.196.300

1.509.298.855 1.463.929.678
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.940.386 3.063.119

1.940.386 3.063.119
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 88.873.722 68.660.411
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 348.767.035 203.996.334
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.255.649 1.701.055

438.896.406 274.357.800
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 39.454 57.695

440.876.246 277.478.614
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.505.542 2.560.483
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 9.860.168 7.117
E. Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung 3.111.828 3.111.828

1.965.652.639 1.747.087.720


P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

Euro Euro
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 233.283.800 233.283.800
II. Kapitalrücklage 486.749.614 486.749.614
III. Gewinnrücklagen 6.768.464 6.768.464
davon andere Rücklagen (3.656.636) (3.656.636)
davon Rücklage gemäß §17 Abs. 4 DMBilG (3.111.828) (3.111.828)

726.801.878 726.801.878
B. Zuschüsse 214.384.670 203.170.275
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 71.214.849 67.402.095
2. Sonstige Rückstellungen 455.322.520 256.615.255

526.537.369 324.017.350
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen 3.582.059 7.767.059
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen 153.329.859 140.149.775
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 312.620.629 322.471.029
4. Sonstige Verbindlichkeiten 28.396.175 22.710.354
davon aus Steuern (16.729.623) (11.373.733)

497.928.722 493.098.217

1.965.652.639 1.747.087.720

Gewinn- und Verlustrechnung



2023
2022


Euro
Euro
Umsatzerlöse
1.794.344.308
1.377.215.218
Andere aktivierte Eigenleistungen
27.961.231
9.791.168
Sonstige betriebliche Erträge



a) Teilauflösung der Investitionszuschüsse 95.600
95.802
b) Sonstige 26.152.252 26.247.852 35.157.247 35.253.049
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-



stoffe und für bezogene Waren 1.081.344.730
601.386.209
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 363.815.100 1.445.159.830 424.021.013 1.025.407.222
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 108.195.509
94.568.756
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und Unterstützung 32.254.952
25.023.245
davon für Altersversorgung (13.132.177) 140.450.461 (7.690.527) 119.592.001
Abschreibungen



Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen
92.095.221
87.506.680
davon außerplanmäßige Abschreibungen (138.999)
(0)
Sonstige betriebliche Aufwendungen



a) Übrige Aufwendungen 69.506.491
65.697.978
b) Sonstige Steuern 1.080.579 70.587.070 974.045 66.672.023
Erträge aus anderen Wertpapieren und



Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
276.247
304.525
davon aus verbundenen Unternehmen (12.221)
(102.684)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
18.450.854
223.450
davon aus verbundenen Unternehmen (3.794.288)
(133.030)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
7.368.462
46.819.326
davon an verbundene Unternehmen (7.368.462)
(7.137.629)
Ergebnis vor Ertragsteuern
111.619.448
76.790.158
Ergebnis nach Steuern
111.619.448
76.790.158
Aufwendungen aus der Gewinnabführung
111.619.448
76.790.158
Jahresüberschuss
0
0

Tätigkeitsbereich Gas-Verteilung

A k t i v a


31.12.2023 31.12.2022

Euro Euro
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte 1.715.358 1.825.888
2. Geleistete Anzahlungen 0 129.295

1.715.358 1.955.183
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und

Bauten einschl. der Bauten auf fremden

Grundstücken 4.504.323 4.759.911
2. Technische Anlagen und Maschinen 121.915.716 122.768.744
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung 1.211.590 1.204.972
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau 20.000.310 14.469.103

147.631.939 143.202.730
III. Finanzanlagen

1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.632 56.725
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 11.734.667
3. Sonstige Ausleihungen 0 1.854

58.632 11.793.246

149.405.929 156.951.159
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 917.098 671.003

917.098 671.003
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.053.387 2.081.093
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.765.669 616.726
3. Sonstige Vermögensgegenstände 58.134 73.757

5.877.190 2.771.576
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.334 2.949

6.796.622 3.445.528
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 861.437 656

157.063.988 160.397.343



P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

Euro Euro
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 11.865.200 11.865.200
II. Kapitalrücklage 8.985.180 8.985.180

20.850.380 20.850.380
B. Zuschüsse 16.370.077 17.473.302
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 6.221.709 6.208.497
2. Sonstige Rückstellungen 12.663.117 9.226.569

18.884.826 15.435.066
D. Verbindlichkeiten

1. Erhaltene Anzahlungen 923861 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.995.701 12.814.212
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 94.137.455 93.123.651
4. Sonstige Verbindlichkeiten 901.688 700.732
davon aus Steuern (741.752) (546.384)

100.958.705 106.638.595

157.063.988 160.397.343

Gewinn- und Verlustrechnung



2023
2022


Euro
Euro
Umsatzerlöse
73.492.974
59.242.501
Andere aktivierte Eigenleistungen
2.314.954
924.539
Sonstige betriebliche Erträge



a) Teilauflösung der Investitionszuschüsse 96.937
96.971
b) Sonstige 1.739.058 1.835.995 4.379.468 4.476.439
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-



stoffe und für bezogene Waren 20.392.679
12.850.052
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.643.252 41.035.931 17.625.471 30.475.523
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 9.442.313
8.561.846
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und Unterstützung 2.812.784
2.267.831
davon für Altersversorgung (1.147.297) 12.255.097 (708.383) 10.829.677
Abschreibungen



Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.969.013 9.969.013 9.978.745 9.978.745
Sonstige betriebliche Aufwendungen



a) Übrige Aufwendungen 4.806.875
4.316.818
b) Sonstige Steuern 94.623 4.901.498 92.428 4.409.246
Erträge aus anderen Wertpapieren und



Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
37.374
45.391
davon aus verbundenen Unternehmen (2.092)
(18.397)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
1.256.787
8.158
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
1.159.097
4.283.967
davon an verbundene Unternehmen (1.159.097)
(770.158)
Ergebnis vor Ertragsteuern
9.617.448
4.719.870
Ergebnis nach Steuern
9.617.448
4.719.870
Aufwendungen aus der Gewinnabführung
9.617.448
4.719.870
Jahresüberschuss
0
0

Tätigkeitsbereich grundzuständiger Messstellenbetreiber

A k t i v a


31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte 653.137 426.589
2. Geleistete Anzahlungen 0 36.146

653.137 462.735
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und

Bauten einschl. der Bauten auf fremden

Grundstücken 678.881 485.351
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.507.342 16.269.092
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung 778.551 511.394
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau 304.001 191.565

22.268.775 17.457.402
III. Finanzanlagen

1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.656 5.428
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 387.976
3. Sonstige Ausleihungen 0 138

5.656 393.542

22.927.568 18.313.679
B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 12.802 47.305

12.802 47.305
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.806.988 3.115.474
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.024.299 2.961.224
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.029 11.793

7.845.316 6.088.491
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 415 502

7.858.533 6.136.298
C. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 39.621 28

30.825.722 24.450.005


P a s s i v a


31.12.2023 31.12.2022

Euro Euro
A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 1.426.213 1.426.213
II. Kapitalrücklage 2.975.811 2.975.811

4.402.024 4.402.024
B. Zuschüsse 5.123 4.250
C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 286.160 262.389
2. Sonstige Rückstellungen 1.631.818 1.311.254

1.917.978 1.573.643
D. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen

und Leistungen 52.706 47.657
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen 24.347.204 18.352.129
3. Sonstige Verbindlichkeiten 100.687 70.302
davon aus Steuern (100.690) (65.800)

24.500.597 18.470.088

30.825.722 24.450.005

Gewinn- und Verlustrechnung



2023
Euro

2022
Euro
Umsatzerlöse
11.003.034
8.175.503
Sonstige betriebliche Erträge



a) Teilauflösung der Investitionszuschüsse 715
521
b) Sonstige 1.488.875 1.489.590 1.070.731 1.071.252
Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-



stoffe und für bezogene Waren 28.030
147.391
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 9.853.365 9.881.395 7.353.623 7.501.014
Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 447.173
379.595
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und Unterstützung 130.918
98.692
davon für Altersversorgung (52.769) 578.091 (29.938) 478.287
Abschreibungen



Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen-



stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.793.165 2.793.165 2.045.968 2.045.968
Sonstige betriebliche Aufwendungen



a) Übrige Aufwendungen 1.491.564
883.443
b) Sonstige Steuern 36.055 1.527.619 22.752 906.195
Erträge aus anderen Wertpapieren und



Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
1.371
2.480
davon aus verbundenen Unternehmen (200)
(1.581)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
60.072
1.859
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
210.225
190.256
davon an verbundene Unternehmen (208.707)
(42.325)
Ergebnis vor Ertragsteuern
-2.436.428
-1.870.626
Ergebnis nach Steuern
-2.436.428
-1.870.626
Erträge aus der Verlustübernahme
2.436.428
1.870.626
Jahresfehlbetrag
0
0

Erläuternde Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen
- inkl. der Anlage I (Zusätzliche Angaben) und Anlage II (Anlagenspiegel) -

I. Zuordnungsregeln zur Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen Tätigkeiten:


Die handelsrechtlichen Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen je Tätigkeit wurden entsprechend den Regelungen in § 6b Abs. 3 EnWG und der Netzentgeltverordnungen (StromNEV/GasNEV) aufgestellt. Die E.DIS Netz GmbH hat die Tätigkeitsabschlüsse der Katalogtätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - betreffend die Elektrizitätsverteilung sowie Gasverteilung - erstellt.

In Ausübung der Marktrolle als grundzuständiger Messstellenbetreiber (§ 2 Nr. 4 Messstellenbetriebsgesetz MsbG) beachtet die E.DIS Netz GmbH auch die Anforderungen aus § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Die Vorschriften des § 6b EnWG wurden entsprechend angewendet und eine Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung für den grundzuständigen Messstellenbetreiber aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss abgeleitet.

Die Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten - Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung bzw. grundzuständiger Messstellenbetreiber - erfolgt grundsätzlich durch direkte Zuordnung der Konten und über die jeweiligen Bereichs- bzw. technischen Kostenstellen. Ist eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht oder nur mit unvertretbar hohem Aufwand möglich, erfolgt die Zuordnung über verursachungsgerechte Schlüsselungen.

Die Erträge und Aufwendungen aus energiespezifischen Dienstleistungen für verbundene vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen werden grundsätzlich den vorstehend genannten Tätigkeiten zugeordnet. Hinsichtlich der Bestimmung energiespezifischer Dienstleistungen werden nur Erträge und Aufwendungen aus der tatsächlichen Dienstleistungserbringung berücksichtigt. Originär energiewirtschaftliche Umsatzerlöse und Materialaufwendungen (z. B. für Mengen aus der Netznutzung) sind hierunter nicht erfasst.

Es wurden die dem Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH zugrunde gelegten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden angewendet.

a) Zuordnung der Bilanzposten zu den einzelnen Tätigkeiten:

Die Vermögens- und Kapitalwerte werden überwiegend direkt einer Tätigkeit zugeordnet.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Zuschüsse und das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung können, bis auf den geringen Anteil der innerbetrieblichen Leistungsbeziehungen, über die Bereichs- bzw. technischen Kostenstellen und über Bilanzeinzelkonten direkt den Tätigkeiten zugeordnet werden.

Erhaltene Anzahlungen, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden, soweit mit vertretbarem Aufwand möglich, anhand der Bilanzeinzelposten direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Ansonsten wurden diese Bilanzposten sachverhaltsabhängig den einzelnen Tätigkeiten durch Schlüsselung zugeordnet.

Die Finanzanlagen (mit Ausnahmen der Anteile an verbundenen Unternehmen), die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die flüssigen Mittel, der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung und das Eigenkapital können keiner Tätigkeit direkt zugeordnet werden, deshalb wurden diese Bilanzposten durch verursachungsgerechte Schlüsselung den einzelnen Tätigkeiten zugeordnet.

Der Bilanzausgleichsposten aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird in der Zuordnung des Cashpooling in den Posten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet.

Die verwendeten Zuordnungsschlüssel für die Bilanz wurden aus dem Vorjahr unverändert angewendet.

b) Zuordnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu den einzelnen Tätigkeiten:

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden, bis auf den geringen Anteil der innerbetrieblichen Leistungsbeziehungen, über die Bereichs- bzw. technischen Kostenstellen und über Einzelkonten direkt den Tätigkeiten zugeordnet.

Die direkt den jeweiligen Tätigkeitsbereichen zugeordneten Aufwendungen und Erträge sind buchhalterisch unmittelbar in den jeweiligen Bereichen erfasst. Posten, die keiner Tätigkeit direkt zugeordnet werden können, werden mittels des Schlüssels auf die Tätigkeiten verteilt. Dabei werden die Personalaufwendungen nach dem Personalschlüssel und die übrigen Aufwendungen im Wege der Zuschlagskalkulation verteilt. Im Rahmen der Zuschlagskalkulation wird anhand der den einzelnen Kostenstellen bereits zugeordneten Aufwendungen und Erträge ein prozentualer Zuschlag für sämtliche zu verteilenden Gemeinkosten (Summe über alle Konten) auf handelsbilanzieller Basis ermittelt. Die einzelnen Kostenstellen werden dann mit diesem prozentualen Anteil an den Gemeinkosten belastet.

Das Jahresergebnis, die Erträge aus Verlustübernahme bzw. die Aufwendungen aus Gewinnabführung sind je Tätigkeit, in Abhängigkeit vom Ergebnis nach Steuern, rechnerisch ermittelte Positionen.

Die verwendeten Schlüssel wurden aus dem Vorjahr unverändert angewendet.

c.) Zuordnung Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen zu den einzelnen Tätigkeiten:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Beschaffungssachverhalte im Netzbereich mit einem Zeithorizont bis 2025 und beruhen auf der Übernahme der Aufgaben als Dienstleister im Netzbereich. Diese werden direkt einer Tätigkeit zugeordnet. Ferner beinhalten die sonstigen finanziellen Verpflichtungen die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Dienstleistungsverträgen im Netzbereich. Diese werden sachverhaltsabhängig den einzelnen Tätigkeiten durch Schlüsselung zugeordnet.

II. Abschreibungsmethoden:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Aufgrund eines Leasingvertrages zur Softwarenutzung wird die verwendete Software in Einklang mit den steuerlichen Leasingerlassen und in Ermangelung handelsrechtlicher Besonderheiten wirtschaftlich dem Leasingnehmer zugerechnet und daher bei der E.DIS Netz GmbH bilanziert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird die vereinbarte Vertragslaufzeit von fünf Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die Ermittlung der Gemeinkostenzuschlagssätze für das jeweilige Berichtsjahr basiert methodisch auf den Planzahlen für das betreffende Geschäftsjahr.

Zugänge werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die für die technischen Anlagen und Maschinen verwendeten Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 5 und 35 Jahren.

Vor der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im Geschäftsjahr 2010 wurden die Unterschiedsbeträge zwischen den nach § 4 Fördergebietsgesetz und § 6b EStG zulässigen steuerrechtlichen Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen bei der Rechtsvorgängerin E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree, aktivisch vom Sachanlagevermögen abgesetzt. Ausweis und Bewertung werden gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € ab dem Geschäftsjahr 2018 grundsätzlich sofort abgeschrieben. Die modernen Messeinrichtungen werden unabhängig von der Höhe ihrer Anschaffungskosten aktiviert und über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben

III. Angabe nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB:

Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 Prozent) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 Prozent) bei der Stromverteilung 4.179 T€ (Vorjahr 21.090 T€), bei der Gasverteilung 365 T€ (Vorjahr 1.943 T€) und beim grundzuständigen Messtellenbetrieb 17 T€. (Vorjahr 82T€)

 

Fürstenwalde/Spree, den 14. Februar 2024

E.DIS Netz GmbH Geschäftsführung

Stefan Blache

Andreas John

Michael Kaiser

Anlage I zu den erläuternden Angaben Tätigkeitsabschluss 2023 E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree Zusätzliche Angaben

Angabe nach § 42 Absatz 3 GmbHG (in T€):



31.12.2023

31.12.2022

Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Forderungen gegen Gesellschafter 305.744 9 0 195.466 5 0
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106 9 0 58 5 0
davon Finanzforderungen, Restlaufzeit bis zu einem Jahr 305.638 0 0 195.408 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 273.315 91.714 23.948 277.500 92.465 16.586
davon Finanzverbindlichkeiten, Restlaufzeiten bis zu einem Jahr 0 69.529 23.948 0 69.965 16.586
davon Finanzverbindlichkeiten, Restlaufzeiten über einem Jahr 273.315 22.185 0 277.500 22.500 0


Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (in T€):



31.12.2023

31.12.2022

Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 348.767 1.766 1.024 203.996 617 2.961
davon aus Lieferungen und Leistungen 43.129 1.766 1.024 8.588 617 2.961
davon Finanzforderungen 305.638 0 0 195.408 0 0


Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (in T€):



31.12.2023

31.12.2022

Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Erhaltene Anzahlungen 3.582 924 0 7.767 1 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 153.330 4.996 53 140.150 12.814 48
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.771 73.449 24.346 49.110 70.935 18.351
Sonstige Verbindlichkeiten 28.396 902 101 22.710 701 70
davon aus Steuern (16.730) (742) (101) (11.374) (546) (66)

223.079 80.271 24.500 219.737 84.451 18.469


Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in der Elektrizitätsverteilung in Höhe von 274.850 T€ (273.361 T€ im Vorjahr), in der Gasverteilung in Höhe von 20.688 T€ (22.189 T€ im Vorjahr) und im grundzuständigen Messstellenbetrieb 1 T€ (Vorjahr 1 T€). Davon haben eine Restlaufzeit von über fünf Jahren in der Elektrizitätsverteilung 266.571 T€ (Vorjahr 242.767 T€), in der Gasverteilung 20.064 T€ (Vorjahr 19.737 T€) und im grundzuständigen Messstellenbetrieb 0 T€ (Vorjahr 0 T€).

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen (in T€):



31.12.2023

31.12.2022

Elektrizitäts-
verteilung
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
Elektrizitäts-
verteilung *
Gas-
verteilung
grundzust.
Messstellenb.
sonstige finanzielle Verpflichtungen 407.287 10.737 12.968 379.719 11.472 6.088
davon gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen 63.893 2.762 12.968 57.142 2.270 6.088

Anlage II zu den erläuternden Angaben Tätigkeitsabschluss 2023 E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree - Tätigkeitsbereich Elektrizitäts-Verteilung  Anlagenspiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte




und ähnliche Rechte 28.746.909 7.696.131 0 -308.409 36.134.631
2. Geleistete Anzahlungen 1.165.909 0 1.042.899 -14.609 108.401

29.912.818 7.696.131 1.042.899 -323.018 36.243.032
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte




und Bauten einschl. der Bauten auf fremden




Grundstücken 193.530.482 3.684.429 2.128.577 -215.897 194.870.437
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.511.954.741 60.366.025 11.614.924 66.957.710 3.627.663.552
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 51.654.703 5.907.479 875.853 300.964 56.987.293
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen




im Bau 178.770.598 153.578.234 0 -72.933.291 259.415.541

3.935.910.524 223.536.167 14.619.354 -5.890.514 4.138.936.823
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 330.527 13.711 0 14 344.252
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 87.855.965 0 87.855.965 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 9.808 0 9.794 -14 0

88.196.300 13.711 87.865.759 0 344.252

4.054.019.642 231.246.009 103.528.012 -6.213.532 4.175.524.107

Abschreibungen

01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023
A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte




und ähnliche Rechte 8.489.065 6.749.805 0 -71.055 15.167.815
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0

8.489.065 6.749.805 0 -71.055 15.167.815
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte




und Bauten einschl. der Bauten auf fremden




Grundstücken 130.771.079 3.242.619 1.985.858 -1.100.804 130.927.036
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.417.976.971 77.328.855 11.345.474 -256.446 2.483.703.906
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 32.852.849 4.773.942 828.986 -371.310 36.426.495
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen




im Bau 0 0 0 0 0

2.581.600.899 85.345.416 14.160.318 -1.728.560 2.651.057.437
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0

2.590.089.964 92.095.221 14.160.318 -1.799.615 2.666.225.252

Restbuchwert

31.12.2023
01.01.2023
A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte 20.966.816 20.257.844
2. Geleistete Anzahlungen 108.401 1.165.909

21.075.217 21.423.753
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte

und Bauten einschl. der Bauten auf fremden

Grundstücken 63.943.401 62.759.403
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.143.959.646 1.093.977.770
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung 20.560.798 18.801.854
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau 259.415.541 178.770.598

1.487.879.386 1.354.309.625
III. Finanzanlagen

1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 344.252 330.527
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 87.855.965
3. Sonstige Ausleihungen 0 9.808

344.252 88.196.300

1.509.298.855 1.463.929.678

E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree -  Tätigkeitsbereich Gas-Verteilung  Anlagenspiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023

A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte




und ähnliche Rechte 2.822.552 676.839 0 -91.596 3.407.795
2. Geleistete Anzahlungen 129.295 0 129.561 266 0

2.951.847 676.839 129.561 -91.330 3.407.795
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und




Bauten einschl. der Bauten auf fremden




Grundstücken 12.614.744 39.450 188.418 -205.893 12.259.883
2. Technische Anlagen und Maschinen 332.063.384 2.344.272 0 5.422.048 339.829.704
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 3.506.212 356.045 34.273 -67.767 3.760.217
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen




im Bau 14.469.103 11.532.697 0 -6.001.490 20.000.310

362.653.443 14.272.464 222.691 -853.102 375.850.114
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 56.725 1.739 0 168 58.632
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.734.667 0 11.734.667 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 1.854 0 1.686 -168 0

11.793.246 1.739 11.736.353 0 58.632

377.398.536 14.951.042 12.088.605 -944.432 379.316.541

Abschreibungen

01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023

A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte




und ähnliche Rechte 996.664 715.571 0 -19.798 1.692.437
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0

996.664 715.571 0 -19.798 1.692.437
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und




Bauten einschl. der Bauten auf fremden




Grundstücken 7.854.833 274.945 171.223 -202.995 7.755.560
2. Technische Anlagen und Maschinen 209.294.640 8.648.378 0 -29.030 217.913.988
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung 2.301.240 330.119 34.273 -48.459 2.548.627
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen




im Bau 0 0 0 0 0

219.450.713 9.253.442 205.496 -280.484 228.218.175
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0

220.447.377 9.969.013 205.496 -300.282 229.910.612

Restbuchwert

31.12.2023 01.01.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte 1.715.358 1.825.888
2. Geleistete Anzahlungen 0 129.295

1.715.358 1.955.183
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und

Bauten einschl. der Bauten auf fremden

Grundstücken 4.504.323 4.759.911
2. Technische Anlagen und Maschinen 121.915.716 122.768.744
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung 1.211.590 1.204.972
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen

im Bau 20.000.310 14.469.103

147.631.939 143.202.730
III. Finanzanlagen

1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 58.632 56.725
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 11.734.667
3. Sonstige Ausleihungen 0 1.854

58.632 11.793.246

149.405.929 156.951.159

E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree -Tätigkeitsbereich grundzuständiger Messstellenbetreiber Anlagenspiegel


Anschaffungs- und Herstellungskosten

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um­buchungen 31.12.2023

A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 604.973 257.582 0 272.460 1.135.015
2. Geleistete Anzahlungen 36.146 0 48.927 12.781 0

641.119 257.582 48.927 285.241 1.135.015
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.927.707 20.683 69.373 1.197.376 4.076.393
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.229.563 6.618.249 2.277 -28.420 26.817.115
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.370.663 212.842 40.342 559.603 2.102.766
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 191.565 184.697 0 -72.261 304.001

24.719.498 7.036.471 111.992 1.656.298 33.300.275
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.428 250 0 -22 5.656
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 387.976 0 387.976 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 138 0 160 22 0

393.542 250 388.136 0 5.656

25.754.159 7.294.303 549.055 1.941.539 34.440.946

Abschreibungen

01.01.2023 Zugänge Abgänge Um­buchungen 31.12.2023

A. Anlagevermögen




I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 178.384 233.053 0 70.441 481.878
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0

178.384 233.053 0 70.441 481.878
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 2.442.356 37.863 65.215 982.508 3.397.512
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.960.471 2.350.011 233 -476 6.309.773
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 859.269 172.238 38.583 331.291 1.324.215
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0

7.262.096 2.560.112 104.031 1.313.323 11.031.500
III. Finanzanlagen




1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0

0 0 0 0 0

7.440.480 2.793.165 104.031 1.383.764 11.513.378

Restbuchwerte

31.12.2023 01.01.2023

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 653.137 426.589
2. Geleistete Anzahlungen 0 36.146

653.137 462.735
II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 678.881 485.351
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.507.342 16.269.092
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.551 511.394
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 304.001 191.565

22.268.775 17.457.402
III. Finanzanlagen

1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.656 5.428
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 387.976
3. Sonstige Ausleihungen 0 138

5.656 393.542

22.927.568 18.313.679

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree
Vermerk über die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prü­fungs­ur­teile

Wir haben den Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der E.DIS Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezem­ber 2023 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt IV des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prü­fung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prü­fungs­ur­teil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prü­fung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prü­fungs­ur­teile

Wir haben unsere Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprü­fer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prü­fung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Ver­ant­wortung des Abschlussprü­fers für die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt IV des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prü­fungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prü­fungs­ur­teil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prü­fung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prü­fung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwen­dig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipula­tionen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprü­fers für die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prü­fung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prü­fungs­ur­teile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprü­fer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Ab­schluss­prü­fung durchgeführte Prü­fung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prü­fung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prü­fung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prü­fung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prü­fungs­ur­teil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unan­gemessen sind, unser jeweiliges Prü­fungs­ur­teil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzes­entsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu­kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prü­fungs­ur­teil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um­fang und die Zeitplanung der Prü­fung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü­fung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prü­fung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Ja­nuar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und grundzuständiger Messstellenbetreiber nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prü­fung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.


Wir haben unsere Prü­fung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prü­fung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prü­fungs­ur­teile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lage­bericht‍" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prü­fungs­ur­teile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prü­fung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prü­fung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprü­fers für die Prü­fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Leipzig, den 14. Februar 2024

KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Strom, Wirtschaftsprüfer

Unger, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses


Der Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde am 16. April 2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.