E.DIS Netz GmbH
Fürstenwalde/Spree
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Lagebericht
der E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree
I. Grundlagen der E.DIS Netz GmbH
Das Unternehmen
Die E.DIS Netz GmbH ist eine 100-prozentige Tochter
der E.DIS AG, Fürstenwalde/Spree, und wie die
Gesellschafterin stark regional geprägt. Von der
Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern bis vor die Tore
des Spreewaldes im Süden Brandenburgs erstreckt sich
das rund 35.600 Quadratkilometer große Netzgebiet des
Strom- und Gasnetzbetreibers E.DIS Netz GmbH. In
Fürstenwalde/Spree, Demmin und Potsdam befinden sich
die drei großen Standorte des Unternehmens mit den
wesentlichen zentralen Verwaltungsfunktionen. Darüber
hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von
über 40 Standorten aus für eine zuverlässige
Energieversorgung in der Region. Sitz der Gesellschaft ist
die Stadt Fürstenwalde/Spree. Tätigkeitsbereiche
der E.DIS Netz GmbH nach § 6b Abs. 3
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sind die
Elektrizitätsverteilung (Sparte Strom) über das
rund 82.500 Kilometer lange Stromnetz in großen
Teilen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, die
Gasverteilung (Sparte Gas) über die insgesamt circa
5.100 Kilometer langen Gasnetze im Süden von
Mecklenburg-Vorpommern und im Norden von Brandenburg sowie
die sonstigen Tätigkeiten im Strom- und Gassektor.
Darüber hinaus nimmt die E.DIS Netz GmbH die
Marktrolle als grundzuständiger Messstellenbetreiber
wahr.
Im Geschäftsjahr 2023 wurden Anlagen zur
Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer
Gesamtleistung von 1.088 Megawatt (MW) neu ans Netz
angeschlossen. Vor allem großflächige
Photovoltaikanlagen wurden installiert. Am Stromnetz
sind derzeit circa 13.930 MW Erzeugung aus erneuerbaren
Energien und gut 1.100 MW aus anderen dezentralen
Erzeugungsanlagen, insbesondere gemäß
Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG), angeschlossen.
Dem steht eine Lastspitze von rund 2.300 MW gegenüber.
Im Jahr 2023 ist die Antragsleistung um über 54.000 MW
angestiegen und liegt nun insgesamt bei 176.000 MW. Die
Menge der aufgenommenen regenerativen Energie
überstieg den Netzabsatz Strom deutlich. Der Anteil
lag im vergangenen Jahr bei rund 153 Prozent (Vorjahr 141
Prozent). An das Gasnetz sind aktuell sieben Biogasanlagen
angeschlossen.
Die E.DIS Netz GmbH hat im Geschäftsjahr mehr
als 260 Mio. € in den Ausbau der energetischen
Infrastruktur zur Gewährleistung einer sicheren Strom-
und Gasversorgung sowie für die Realisierung der
Energiewende investiert. Sowohl durch Aufträge an
Betriebe und Dienstleister der Region als auch durch
Zahlung von Konzessionsabgaben an die Städte und
Gemeinden hat sich das Unternehmen als
leistungsfähiger Infrastrukturdienstleister in
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bewährt.
Mit 1.740 Mitarbeitern und 196 eigenen Auszubildenden
an drei Ausbildungszentren gehört die E.DIS Netz GmbH
zu den großen Arbeitgebern und Ausbildern
Ostdeutschlands (Stichtag 31. Dezember 2023).
Ziele und Strategien
Insgesamt hat sich die Lage am Energiemarkt im
Vergleich zum durch starke Turbolenzen geprägten Jahr
2022 wieder beruhigt. Die Anspannungen sind jedoch
weiterhin zu spüren. Die Energiewelt ist vor allem
durch Dekarbonisierung, Dezentralisierung und
Digitalisierung geprägt. Mit dem Abschalten der
letzten Kernenergieanlagen in Deutschland im April 2023
sowie dem Ausstiegspfad für Kohle wird dies immer
bedeutender. Ohne diese Reserven ist Deutschland noch
stärker als bisher vom Energieimport aus dem
europäischen Ausland abhängig. Eine Reduktion
dieser Abhängigkeiten und gleichzeitige Sicherstellung
der Versorgungssicherheit sowie Bezahlbarkeit von Energie
forciert den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien.
Dieser Ausbau wiederum fördert die Nachhaltigkeit,
kann aber nur erfolgreich sein, wenn er parallel durch
einen deutlich gesteigerten und schnelleren Ausbau von
Netzen begleitet wird.
Die Entwicklungen hin zu einer neuen, klimaneutralen
und dezentralisierten Energiewelt beschleunigen sich
zunehmend. Daraus erwachsen für Verteilnetzbetreiber
Chancen auf ein jahrzehntelanges Wachstum. Auch die
E.DIS-Gruppe will dabei eine wichtige Rolle spielen. Die
immer größer werdende Komplexität der
Geschäftsaktivitäten wird die E.DIS-Gruppe
deshalb auch mit Hilfe einer fortschreitenden
Digitalisierung meistern. Netze, Produkte,
Kundenschnittstellen und interne Prozesse werden
fortlaufend an die veränderten Anforderungen
angepasst.
Bereits im Jahr 2018 wurde die Unternehmensstrategie
"UNSER WEG 2025" erarbeitet. Diese stellt für die
gesamte E.DIS-Gruppe zwei wesentliche Ziele in den
Mittelpunkt: Wir möchten unser Kerngeschäft
stärken und neues Wachstum erschließen.
Gesellschafts- und geopolitische Entwicklungen
bestätigen diese Ziele, erhöhen aber auch die
Dynamik angenommener Trends. Beispielsweise erhöhte
die Bundesregierung bereits 2022 die gesamtwirtschaftlichen
Ausbauziele für EEG-Anlagen, die im Ergebnis das
Antragsvolumen für den Anschluss von Neuanlagen weiter
ansteigen ließen. Zudem erfährt die
Wärmewende durch Schaffung des Gesetzes für eine
flächendeckende kommunale Wärmeplanung politische
Rückendeckung und führt zu einer zunehmenden
Elektrifizierung des Wärmesektors durch Einbau von
Wärmepumpen. Steigende Zulassungszahlen für
Elektroautos erhöhen zudem die Nachfrage nach
Anschlüssen für Ladesäulen.
Im Berichtsjahr hat die E.DIS-Gruppe ein
Strategiereview vorgenommen und die Ergebnisse daraus in
die Unternehmensstrategie "Positiv Geladen - E.DIS 2030"
überführt. Die Strategie ist durch vier zentrale
strategische Prioritäten geprägt:
1) Wachstum: Der Fokus liegt auf der deutlichen
Erhöhung des Tempos im Netzausbau auf allen
Spannungsebenen.
2) Digitalisierung und Prozesse: Die kontinuierliche
Verbesserung der Prozesse ist entscheidend, um den
wachsenden Anforderungen in der Energieversorgung gerecht
zu werden. Fortschrittliche digitale Technologien
unterstützen, um Betriebsabläufe zu optimieren
und die Effizienz zu steigern.
3) Nachhaltigkeit: E.DIS bekennt sich zu einer
nachhaltigen Energieversorgung und setzt Maßnahmen
um, um ökologische und soziale Verantwortung zu
übernehmen. Nachhaltigkeit ist integraler Bestandteil
der Unternehmensstrategie.
4) Menschen und Kultur: Die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg. Die E.DIS
Netz GmbH investiert in ihre Entwicklung, fördert eine
offene Unternehmenskultur und schafft ein Umfeld, in dem
Kreativität und Innovation gefördert werden.
Diese vier strategischen Prioritäten bilden das
Fundament der Handlungen und Entscheidungen. Sie
unterstützen, die Herausforderung der beschleunigten
Energiewende erfolgreich zu meistern und langfristig einen
Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen.
II. Wirtschaftsbericht
a) Rahmenbedingungen
Wirtschaft stagniert
Die Zinserhöhungen der Notenbanken belasteten
die Weltwirtschaft im Berichtsjahr, was sich in den
Prognosen für das Wachstum der Bruttoinlandsprodukte
(BIP) widerspiegelt. Gemäß
OECD-Wirtschaftsausblick, Zwischenausgabe November 2023
(OECD Economic Outlook, Volume 2023 Issue 2, Paris, S. 10)
soll das globale BIP für das Jahr 2023 ein Wachstum
von 2,9 Prozent erreicht haben und läge damit hinter
dem Wachstum des Jahres 2022 (3,3 Prozent) zurück.
Um der steigenden Inflation entgegenzuwirken, wurde
der festgelegte Zinssatz durch die Europäische
Zentralbank für den Euroraum in zehn Schritten auf 4,5
Prozent erhöht, was die Investitionstätigkeit
gebremst hat. Das statistische Bundesamt teilte für
Deutschland einen leichten Rückgang des
preisbereinigten BIP von 0,3 Prozent mit. Steigende
Energiepreise haben die Inflation erhöht und die
Kaufkraft der privaten Haushalte geschmälert. Im
gesamten Jahresverlauf war für Wirtschaft und
Haushalte die Inflation spürbar, die gemäß
statistischem Bundesamt im Jahr 2023 im Schnitt bei 5,9
Prozent lag.
Energiepolitisches Umfeld
Mitte 2022 hat der Bundestag das sogenannte
Osterpaket zum beschleunigten Ausbau der erneuerbaren
Energien verabschiedet. Mit verschiedenen
Gesetzesänderungen, beispielsweise im
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), hat der Gesetzgeber die
Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am
Bruttostromverbrauch von 50 Prozent auf 80 Prozent
erhöht. Dabei rückt der Ausbau der Solarenergie
in den Fokus. Bis 2030 soll die installierte
Photovoltaik-Leistung von 100 GW auf über 215 GW mehr
als verdoppelt und die Onshore Wind-Leistung von 71 GW auf
115 GW erhöht werden. Die Anzahl der Anfragen nach
neuen Netzanschlüssen für Einspeiseanlagen ist in
den letzten Jahren erheblich angestiegen und mit forcierter
Umsetzung der Klimaschutzbemühungen steigen diese
perspektivisch weiter stark an.
Gemäß der eigenen Unternehmensstrategie
begleitet die E.DIS Netz GmbH die Initiativen der
Bundesregierung für einen schnelleren Ausbau der
Erneuerbaren mit dem notwendigen Ausbau intelligenter
Verteilnetze. Dafür müssen sich insbesondere die
Instrumente zur Beschleunigung der Planungs- und
Genehmigungsverfahren als wirkungsvoll erweisen und die
zusätzlichen Maßnahmen aus dem "Pakt für
Planungs-, Genehmigungs- und Umsetzungsbeschleunigung"
zwischen Bund und Ländern von Anfang November 2023
zeitnah umgesetzt werden.
Die Neufassung des § 14a im
Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht vor, dass steuerbare
Verbrauchseinrichtungen, wie z. B. elektrische
Wärmepumpen oder Wallboxen für Elektroautos,
zukünftig netzorientiert gesteuert werden und deren
Betreiber im Gegenzug Netzentgeltreduktionen erhalten. Das
Instrument ersetzt nicht die Ertüchtigung der
Verteilnetze, sondern ergänzt diese temporär. Die
zuständige Bundesnetzagentur hat Ende November 2023
eine entsprechende Regelung festgelegt.
b) Geschäftsverlauf und Lage
Die E.DIS Netz GmbH wird im Wesentlichen durch
finanzielle Kennzahlen nach dem HGB gesteuert. Diese
umfassen vor allem das Ergebnis nach Steuern, die
Investitionen sowie den Cashflow der laufenden
Geschäftstätigkeit.
Ertragslage
| Gewinn- und
Verlustrechnung (in Mio. €) |
2023 |
2022 |
Veränderung |
| Umsatzerlöse |
2.663,9 |
2.129,3 |
534,6 |
| davon
Strom |
2.435,9 |
1.984,0 |
451,9 |
| davon
Gas |
73,5 |
59,2 |
14,3 |
| davon
Sonstige |
154,5 |
86,1 |
68,4 |
|
Bestandsveränderungen |
41,3 |
128,9 |
-87,6 |
| Aktivierte
Eigenleistungen |
30,3 |
10,7 |
19,6 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
29,2 |
41,1 |
-11,9 |
| Materialaufwand |
2.287,1 |
1.834,6 |
452,5 |
| Personalaufwand |
167,5 |
143,6 |
23,9 |
| Abschreibungen |
109,2 |
103,3 |
5,9 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
84,7 |
77,7 |
7,0 |
| Finanzergebnis |
11,6 |
-54,8 |
66,4 |
| Ergebnis vor
Ertragsteuern |
127,8 |
96,0 |
31,8 |
Steuern von Einkommen
und Ertrag (entfällt)
Die E.DIS Netz GmbH ist Organgesellschaft der
E.DIS AG. |
0,0 |
0,0 |
0,0 |
| Ergebnis nach
Steuern |
127,8 |
96,0 |
31,8 |
Die Umsatzerlöse der E.DIS Netz GmbH lagen mit
2.663,9 Mio. € um 534,6 Mio. € über dem Wert
des Jahres 2022.
Die Umsatzerlöse Strom sind um 451,9 Mio. €
gestiegen. Maßgebliche Einflussfaktoren sind vor
allem um 341,3 Mio. € höhere Umsatzerlöse
gemäß EEG, höhere Erlöse aus
gestiegenen Entgelten für die Netznutzung
(+260,5°Mio.°€) und höhere Erlöse
aus Dienstleistungen im Rahmen der langfristigen
Netzverlustbeschaffung (+253,8°Mio.°€)
für andere Netzbetreiber. Ursächlich für den
Anstieg der EEG-Erlöse sind vor allem die im
Vorjahresvergleich sinkenden Marktpreise, welche zu
höheren Erstattungen in der Direktvermarktung
führten. Auch die Entwicklung der Umsatzerlöse
aus Dienstleistungen wurde vor allem durch die
Marktpreisentwicklung für Strom verursacht.
Gegenläufig wirken um 221,5°Mio.°€
preisbedingt niedrigere Erlöse aus Dienstleistungen im
Rahmen der Differenzbilanzkreisbewirtschaftung sowie die
Entwicklung der Rückstellung für das
Regulierungskonto (-181,9°Mio.°€), die
maßgeblich durch die künftige Rückzahlung
geringerer Kosten aus dem Engpassmanagement im
Vergleich zur Netzentgeltkalkulation für das Jahr 2023
geprägt ist.
Den Dienstleistungserlösen und
Umsatzerlösen gem. EEG stehen korrespondierende
Entwicklungen des Materialaufwandes gegenüber.
Für die Umsatzerlöse Gas zeigt sich ein
Anstieg um 14,3°Mio.°€ auf
73,5°Mio.°€. Wie auch im Strom ist dieser
insbesondere durch gestiegene Netzentgelte und damit
einhergehend höhere Erlöse für die
Netznutzung zu begründen (+14,1°Mio.°€).
Die Entwicklung der Rückstellung für das
Regulierungskonto wirkt auch hier gegenläufig
(-8,2°Mio.°€). Den in 2022 aufgrund von
Minderabsätzen entstehenden Ansprüchen stehen in
2023 aus Mehrabsätzen entstehende Verpflichtungen
entgegen.
Ergebnisneutrale periodenfremde Effekte für
Mehr- und Mindermengenabrechnungen
(+8,7°Mio.°€) sowie höhere Erlöse
aus der Kostenwälzung Biogas
(+0,7°Mio.°€) führen ebenfalls zu einem
Anstieg der Umsatzerlöse Gas.
Die Erhöhung der sonstigen Umsatzerlöse um
68,4 Mio. € resultiert vor allem aus höheren
Erträgen aus der Abrechnung von Dienstleistungen im
Rahmen des Breitbandausbaus für die e.discom
Telekommunikation GmbH (e.discom) (58,1 Mio. €).
Weiterhin wirken um 4,9 Mio. € höhere Erlöse
aus dem wettbewerblichen Geschäft und aus
Messentgelten für smart meter (+2,8 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um
11,9 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Ursache
dafür sind um 14,0 Mio. € niedrigere
Auflösungen/Inanspruchnahmen von Rückstellungen,
Erträge aus dem Austritt der Versorgungskasse Energie
VVaG i. L. (VKE) (+3,6 Mio. €) und niedrigere
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen (-1,9
Mio. €). Darüber hinaus wirken im
Geschäftsjahr positive Effekte aus
Bestandsveränderungen in Höhe von 41,3 Mio.
€ (Vorjahr 128,9 Mio. €), die im Wesentlichen aus
unfertigen Leistungen im Rahmen des Breitbandausbaus
für die e.discom resultieren. Im Zusammenhang mit der
Aktivierung von Eigenleistungen konnten im Berichtsjahr
Erträge in Höhe von 30,3 Mio. € erzielt
werden.
Wie bei den Umsatzerlösen Strom ist auch die
absolute Höhe des Materialaufwandes mit 2.287,1 Mio.
€ vor allem durch die Veränderungen bei den
Kosten für EEG-Einspeisungen und Dienstleistungen im
Rahmen der Differenzbilanzkreisbewirtschaftung und
Netzverlustbeschaffung sowie des Breitbandausbaus für
e.discom geprägt.
Im Materialaufwand kommen des Weiteren die um
77,4°Mio.°€ gestiegenen Kosten für die
Beschaffung der langfristigen Netzverluste der E.DIS Netz
GmbH zum Tragen. Durch die Orientierung der Beschaffung am
Zeitraum der Referenzpreisbildung gem. Bundesnetzagentur
(BNetzA) (18 Monate vor Lieferbeginn) wirken sich für
das Berichtsjahr die Hochpreisphasen an den
Energiemärkten aus.
Die zeitverzögerte Weitergabe der Effekte aus
Hochpreisphasen verursachte ebenfalls im Rahmen der Mehr-
und Mindermengenabrechnung saldierte Mehraufwendungen
für die Bilanzkreisbewirtschaftung von
9,6°Mio.°€ gegenüber dem Vorjahr. Die
Aufwendungen für Engpassmanagementkosten entwickelten
sich hingegen durch sinkende Spotmarktpreise und geringere
Aufrufmengen rückläufig
(-23,9°Mio.°€).
Aperiodische Effekte reduzieren die Bruttomarge um
-38,9°Mio.°€ im Vorjahresvergleich. Dies
resultiert hauptsächlich aus dem Rückgang
periodenübergreifender Effekte, die in 2022
preisbedingt margenerhöhend wirkten.
Insgesamt ergibt sich ein Rückgang des
Rohüberschusses Strom (Saldo aus Umsatzerlösen
Strom und entsprechenden Bezugs- und
Netznutzungsaufwendungen) im Vergleich zum Vorjahr um
23,8°Mio.°€ auf 418,3°Mio.°€.
Der Rohüberschuss Gas liegt mit
40,3°Mio.°€ um 3,9°Mio.°€
über dem Niveau des Vorjahres. Den genannten
Erlösentwicklungen stehen insbesondere die durch
höhere Kapazitätsentgelte steigenden Aufwendungen
für das vorgelagerte Netz (+3,3°Mio.°€)
sowie ergebnisneutrale aperiodische Aufwendungen für
Mehr- und Mindermengen (+8,7°Mio.°€)
gegenüber.
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 23,9 Mio.
€ resultiert im Wesentlichen aus dem im
Geschäftsjahr erzielten Tarifabschluss
(+11,4°Mio.°€), höheren Zuführungen
zu den Pensionsrückstellungen
(+6,4°Mio.°€) sowie dem planmäßigen
Personalaufbau zur Umsetzung der Anforderungen der
Energiewende (+4,4°Mio.°€). Ursächlich
für den Anstieg der Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen sind die Anpassungen von
Rechnungsparametern an die wirtschaftliche Entwicklung.
Bedingt durch Neuinvestitionen erhöhen sich die
Abschreibungen um 5,9 Mio. €.
Der Anstieg des sonstigen betrieblichen Aufwandes um
7,0 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus dem
Veräußerungsverlust des OB5-Fonds (+2,3 Mio.
€), höheren IT-Aufwendungen (+2,2 Mio. €)
und Zuführungen zu Rückstellungen (+2,2 Mio.
€).
Das Finanzergebnis in Höhe von 11,6 Mio. €
(Vorjahr -54,8 Mio. €) ist vor allem auf Erträge
aus der Marktbewertung des Deckungsvermögens und
sonstigen CTA-Erträgen von insgesamt 20,8 Mio. €
(Vorjahr 32,4 Mio. € Aufwand)
zurückzuführen. Weiterhin wirken um 9,3 Mio.
€ niedrigere Zinsen aus der Zuführung zu
Pensionsrückstellungen, die aus dem Anstieg des
Rechnungszinses zur Abzinsung der Pensionsverpflichtungen
resultieren.
Insgesamt erwirtschaftete die E.DIS Netz GmbH im
Berichtsjahr ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von
127,8 Mio. € (Vorjahr 96,0 Mio. €), welches zum
Geschäftsjahresende an die E.DIS AG abgeführt
wurde. Damit liegt das Ergebnis 33 Prozent über dem
Vorjahreswert. Das Budget wurde um sieben Prozent
unterschritten, dies ist im Wesentlichen auf deutlich
gestiegene Personalaufwendungen und den geringeren
Rohüberschuss Strom zurückzuführen.
Der Ergebnisanstieg gegenüber 2022 ist vor allem
im deutlich verbesserten Finanzergebnis begründet.
Letzteres war in 2022 aufgrund der Marktwertentwicklung des
Deckungsvermögens stark belastet. In Summe werden
damit der geringere Rohüberschuss Strom sowie die
weiteren höheren Kostenpositionen
überkompensiert.
Vermögens- und Finanzlage
| Bilanz (in Mio.
€) |
31.12.2023 |
in Prozent |
31.12.2022 |
in Prozent |
Veränderung
in Mio. € |
| Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände |
1.737,5 |
76,7 |
1.585,4 |
79,7 |
152,1 |
| Finanzanlagen |
3,7 |
0,2 |
107,4 |
5,4 |
-103,7 |
| Langfristig gebundenes
Vermögen |
1.741,2 |
76,9 |
1.692,8 |
85,1 |
48,4 |
| Vorräte |
69,1 |
3,0 |
60,4 |
3,1 |
8,7 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
431,3 |
19,1 |
228,6 |
11,5 |
202,7 |
| Liquide Mittel |
4,3 |
0,2 |
0,1 |
0,0 |
4,2 |
| Kurzfristig gebundenes
Vermögen |
504,7 |
22,3 |
289,1 |
14,6 |
215,6 |
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
2,5 |
0,1 |
2,6 |
0,1 |
-0,1 |
Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
11,8 |
0,5 |
0,0 |
0,0 |
11,8 |
| Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung |
3,1 |
0,2 |
3,1 |
0,2 |
0,0 |
| Bilanzsumme Aktiva |
2.263,3 |
100,0 |
1.987,6 |
100,0 |
275,7 |
| Eigenkapital |
817,0 |
36,1 |
817,0 |
41,1 |
0,0 |
| Zuschüsse |
230,8 |
10,2 |
220,7 |
11,1 |
10,1 |
|
Pensionsrückstellungen |
85,2 |
3,8 |
81,2 |
4,1 |
4,0 |
| Übrige langfristige
Rückstellungen |
345,2 |
15,2 |
109,2 |
5,5 |
236,0 |
| Langfristige
Verbindlichkeiten |
295,9 |
13,1 |
296,6 |
14,9 |
-0,7 |
| Langfristiges
Kapital |
1.774,1 |
78,4 |
1.524,7 |
76,7 |
249,4 |
| Kurzfristige
Rückstellungen |
132,9 |
5,9 |
162,9 |
8,2 |
-30,0 |
| Kurzfristige
Verbindlichkeiten |
356,3 |
15,7 |
300,0 |
15,1 |
56,3 |
| Kurzfristiges
Kapital |
489,2 |
21,6 |
462,9 |
23,3 |
26,3 |
| Bilanzsumme Passiva |
2.263,3 |
100,0 |
1.987,6 |
100,0 |
275,7 |
Zum 31. Dezember 2023 erhöhte sich die
Bilanzsumme der E.DIS Netz GmbH um 275,7 Mio. € bzw.
13,9 Prozent auf 2.263,3 Mio. €. Von der Bilanzsumme
entfallen 1.741,2 Mio. € bzw. 76,9 Prozent (Vorjahr:
1.692,8 Mio. €) auf das Anlagevermögen. Das
Eigenkapital beträgt unverändert 817,0 Mio.
€ und deckt 36,1 Prozent der Bilanzsumme (Vorjahr 41,1
Prozent). Zum Bilanzstichtag wurden Investitions- und
Baukostenzuschüsse in Höhe von 230,8 Mio. €
(Vorjahr 220,7 Mio. €) passiviert. Das
Anlagevermögen ist somit zu 60,1 Prozent durch
Eigenkapital und Zuschüsse gedeckt (Vorjahr 61,3
Prozent). Unter Einschluss der Pensionsrückstellungen,
übriger langfristiger Rückstellungen sowie
langfristiger Verbindlichkeiten beträgt die
Deckungsquote des Anlagevermögens 101,9 Prozent
(Vorjahr 90,1 Prozent). Die deutliche Verbesserung dieser
Kennzahl ist auf zwei Sonderfaktoren
zurückzuführen: Einerseits ist das langfristig
gebundene Kapital im Geschäftsjahr 2023 um 249,4 Mio.
€ angestiegen (davon zum Bilanzstichtag 230,8 Mio.
€ langfristiger Anteil der Regulierungskonten).
Anderseits erfolgte durch die Veräußerung der
bisher im Anlagevermögen gehaltenen Wertpapiere des
OB5-Fonds eine Umschichtung von circa 101,4 Mio. € in
das Umlaufvermögen (höhere Finanzforderung
Cashpooling aus zugeflossener Liquidität).
Infolgedessen ist das Umlaufvermögen gegenüber
dem Geschäftsjahr 2022 um 215,6 Mio. € gestiegen
und beträgt zum Bilanzstichtag 504,7 Mio. €.
Diese Entwicklung ist vor allem auf höhere Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen (+174,0 Mio. €)
und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(+28,7 Mio. €) zurückzuführen. Darüber
hinaus werden zum Bilanzstichtag aktive
Rechnungsabgrenzungsposten, ein aktiver Unterschiedsbetrag
aus der Vermögensverrechnung sowie das
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung in
Höhe von insgesamt 17,4 Mio. € bilanziert
(Vorjahr 5,7 Mio. €). Die Rückstellungen in
Höhe von 563,3 Mio. € (Vorjahr 353,3 Mio. €)
betreffen im Wesentlichen betriebstypische Verpflichtungen
sowie Personalaufwendungen. Die Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen haben
sich dabei im Berichtsjahr von 81,2 Mio. € auf nunmehr
85,2 Mio. € erhöht. Bei den sonstigen
Rückstellungen war im Jahr 2023 ein Anstieg um 206,0
Mio. € auf 478,1 Mio. € zu verzeichnen, davon
betreffen 205,6 Mio. € den Anstieg von Verpflichtungen
auf den Regulierungskonten. Der gegenüber dem
Vorjahresstichtag zu verzeichnende Anstieg der
Verbindlichkeiten um 55,5 Mio. € auf 652,2 Mio. €
ist vor allem auf stichtags- und investitionsbedingt
höhere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (+ 54,9 Mio. €) zurückzuführen.
Der Cash Flow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr
370,7 Mio. € (Vorjahr 355,0 Mio. €). Die leichte
Verbesserung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem
deutlich verbesserten Ergebnis nach Steuern sowie
gegenläufigen Entwicklungen - etwa durch den Anstieg
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der
Vorräte. Im Vergleich zum Budget liegt der Cash Flow
aus der laufenden Geschäftstätigkeit leicht unter
den Erwartungen. Dies ist auf das unter dem Budgetansatz
liegende Ergebnis nach Steuern zurückzuführen und
wurde durch im Planungsvergleich höhere
Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen
teilweise kompensiert. Die Finanzierung der E.DIS Netz GmbH
erfolgt überwiegend über Eigenmittel und
langfristige Gesellschafterdarlehen. Ende 2023 wurde mit
der E.DIS AG ein Rahmendarlehensvertrag geschlossen, der
die E.DIS Netz GmbH berechtigt, innerhalb der
Geschäftsjahre 2024 bis 2028 zur Finanzierung von
künftigen Investitionen Darlehen von insgesamt bis zu
1.050,0 Mio. € in Anspruch zu nehmen. Zum
Abschlussstichtag verfügt die E.DIS Netz GmbH
über kurzfristig fällige Finanzforderungen gegen
die Gesellschafterin in Höhe von 219,2 Mio. €
(Vorjahr 110,9 Mio. €). Darüber hinaus stehen der
E.DIS Netz GmbH bedarfsweise Finanzmittel aus den innerhalb
des Konzerns getroffenen Cashpoolingvereinbarungen zur
Verfügung. Im Finanzmittelbestand zum Jahresabschluss
sind 4,2 Mio. € vertraglich
verfügungsbeschränkte Mittel aus der
Überschusserlösabschöpfung nach dem StromPBG
enthalten.
Investitionen
Im Jahr 2023 investierte die E.DIS Netz GmbH 263,1
Mio. € in das Sachanlagevermögen und in
immaterielle Vermögensgegenstände. Der
größte Anteil mit 249,3 Mio. € wurde in der
Sparte Strom aufgewendet. Die Investitionen für die
Sparte Gas beliefen sich auf 13,8 Mio. €.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände
| in Mio. € |
2023 |
2022 |
| Investitionen
Stromnetz |
|
|
| Strom Hochspannung |
54,5 |
34,5 |
| Strom Mittel- und
Niederspannung |
146,1 |
103,8 |
| Infrastruktur |
48,7 |
47,1 |
| Investitionen
Gasnetze |
13,8 |
8,7 |
| Gesamt |
263,1 |
194,1 |
Die E.DIS Netz GmbH nahm im abgelaufenen
Geschäftsjahr keine nennenswerten Finanzinvestitionen
(Vorjahr 1,8 Mio. €) vor. Vielmehr wurden 2023
langjährig gehaltene Wertpapiere des
Anlagevermögens (Buchwert bisher 103,7 Mio. €)
vollständig veräußert, um mit den daraus
generierten Finanzmittelzuflüssen künftige
Investitionen in das Strom- und Gasnetz teilweise auch aus
Eigenmitteln finanzieren zu können. Die für den
Mittelfristplanungszeitraum 2024 bis 2028 zur
Umsetzung der Energiewende budgetierten Gesamtinvestitionen
übersteigen den Umfang der bisher üblichen
Investitionstätigkeit deutlich und liegen bei
insgesamt bis zu 1.800 Mio. €.
Die Gesamtinvestitionen in Höhe von 263,1 Mio.
€ liegen mehr als 35 Prozent über dem
Vorjahreswert und damit nahezu auf Planniveau.
Investitionen ins Stromnetz durch erneuerbare Energien,
Kundenanschlüsse und Digitalisierung geprägt
Der Ausbau für die Aufnahme von Grünstrom
sowie die Integration weiterer Anlagen zur Einspeisung
regenerativer Energien prägte auch im Jahr 2023
das Investitions- und Instandhaltungsprogramm des
Stromnetzes. Zu Beginn des Berichtsjahres lag die Summe der
an das Netz der E.DIS Netz GmbH angeschlossenen dezentralen
Erzeugungskapazitäten bei fast 14.000 MW. Im
Jahresverlauf erfolgte ein Anschluss bzw. Zubau von mehr
als 1.000 MW regenerativer Erzeugungsleistung. Ein weiterer
Schwerpunkt lag in der kundenseitigen
Baugebietserschließung im Bereich der Mittel- und
Niederspannung. Ein Einflussfaktor auf die
Investitionstätigkeit ist die Umstellung auf
intelligente Netze, in deren Rahmen der
Automatisierungsgrad deutlich erhöht wird. Hierbei
werden vor allem sog. intelligente Ortsnetzstationen
verbaut, welche die Datenmessung, Datenübertragung und
Fernsteuerung der Stationen ermöglichen.
Die Ersatzneubauten Umspannwerke Greifswald, Pasewalk
und Rheinsberg werden in Bauabschnitten über mehrere
Jahre realisiert und finden in den nächsten Jahren
ihren Abschluss. Das Umspannwerk Nauen wurde 2023 in
Betrieb genommen. Zusätzlich wurden im Rahmen von
notwendigen Leistungserhöhungen im Umspannwerk
Neustadt und Freienbrink je ein Trafoschaltfeld mit einem
Großtransformator in Betrieb genommen.
Eine Vielzahl von 110-kV-Freileitungsvorhaben
unterliegen langwierigen Planfeststellungsverfahren.
Für die Erlangung der Genehmigungen erfolgten auch im
Jahr 2023 die Fortführung und Aufnahme weiterer
umweltfachlicher Untersuchungen sowie die
Weiterführung der Erarbeitung von
Genehmigungsunterlagen.
Neben dem Ausbau im Hochspannungsnetz wurden eine
Vielzahl von Maßnahmen in den Mittel- und
Niederspannungsnetzen realisiert. Ergänzend zur
anhaltend hohen Nachfrage bei Kundenanschlüssen und
zahlreichen EEG-Netzanschlussbegehren wurden auch die
Ersatzprogramme bei Ortsnetzstationen, speziell der
Ablösung alter Ziegelstationen und Stationen mit
Lasttrennschalter nach TGL-Norm (LHTCI) durch
überwiegend intelligente Ortsnetzstationen
fortgeführt. Ein zusätzlicher Schwerpunkt ergab
sich aus der Mitverlegung von Stromverteilungsanlagen in
unserem Netzgebiet zu dem durch die Bundesregierung
geförderten Breitbandausbau. Im Ersatzbereich
wurde mit einem Programm zur Ablösung alter
TGL-Hausanschlüsse begonnen. Dieses wird sich aufgrund
der Menge der noch vorhandenen Altanschlüsse ebenfalls
über mehrere Jahre in der Abarbeitung strecken.
Investitionen ins Gasnetz erfolgen
planmäßig
Die Ertüchtigung des Gasverteilnetzes wurde
unter Berücksichtigung der regenerativen
Netzanschlussbegehren sowie der planmäßigen
Realisierung von Investitions- und
Instandhaltungsmaßnahmen fortgeführt. Zu
Erstgenannten zählen die Errichtung von
Bioerdgaseinspeiseanlagen, gegebenenfalls weiterer
notwendiger Anlagen zur Einhaltung der
Gasqualitätsparameter sowie die Errichtung von
kapazitätserweiternden Netzausbaumaßnahmen.
Schwerpunkt im Gasverteilnetz war die mittelfristige
Erneuerung der überregionalen Hochdruckleitungen. Des
Weiteren wird das Gasverteilnetz unter Beachtung der auf
Wirtschaftlichkeit geprüften Anschlussbegehren
verdichtet. Im Rahmen der Instandhaltung erfolgt
weiterführend die planmäßige Umsetzung der
Sanierungsmaßnahmen im Verteilnetz Gas.
Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung
Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Erwartungen der
Geschäftsführung unter Berücksichtigung der
weiterhin dynamischen Rahmenbedingungen weitgehend
erfüllt. Wie im Vorjahr prognostiziert, lag das
Ergebnis nach Steuern deutlich oberhalb des Wertes für
das Jahr 2022. Die Geschäftsentwicklung ist insgesamt
als zufriedenstellend zu beurteilen.
Strom- und Gasstörungen weiterhin auf moderatem
Niveau
Im Jahr 2023 ist die Anzahl der ungeplanten sowie
geplanten Ereignisse im Stromnetz im Vergleich zum Vorjahr
von 15.549 auf 17.630 Ereignisse gestiegen. Davon erfolgten
10.324 geplante Abschaltungen (Vorjahr 7.359) für
Instandhaltungsmaßnahmen, Netzausbau,
EEG-Anschlüsse und sonstige Maßnahmen zur
Ertüchtigung des Stromnetzes. Darüber hinaus
wurden 7.306 ungeplante Ereignisse (Vorjahr 8.190)
verzeichnet, ein Rückgang um elf Prozent.
48,7 Prozent der auftretenden Störungen und
Abschaltungen erfolgten ohne Versorgungsausfall für
den Kunden. Dies wurde durch gezielten Einsatz von
Netzersatzanlagen und das Umschalten von Stationen
erreicht, um eine kontinuierliche Wiederversorgung
sicherzustellen.
| Meldungsart |
mit
Versorgungsunterbrechung |
ohne
Versorgungsunterbrechung |
Gesamtanzahl der
Unterbrechungen |
Ungeplante Ereignisse
(Störungen)
Verteilung |
4.180
57,2 % |
3.126
42,8 % |
7.306 |
Geplante Ereignisse
(Abschaltungen)
Verteilung |
4.863
47,1 % |
5.461
52,9 % |
10.324 |
Gesamtanzahl
Verteilung |
9.043
51,3 % |
8.587
48,7 % |
17.630 |
Das Störungsgeschehen im Gasnetz ist im
Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken (182 Störungen;
Vorjahr 185).
Betrieb der Strom- und Gasnetze zuverlässig
geführt
Neben dem Betrieb der eigenen Strom- und Gasnetze hat
die E.DIS Netz GmbH auch die operative
Betriebsführung für Dritte übernommen.
Dabei stand die Erfüllung aller versorgungs- und
sicherheitstechnischen Aspekte im Vordergrund. Dazu
gehören die Durchführung planmäßiger
Inspektionen und Wartungen sowie die schadens- und
zustandsorientierte Instandhaltung. Die Aufgaben
konzentrierten sich im Wesentlichen auf
planmäßige Inspektionen von Umspannwerken,
Ortsnetzstationen, Freileitungen und
Kabelverteilerschränken, planmäßige
Wartungsarbeiten an Mittelspannungsschaltgeräten,
Ausästungen zur Trassenfreihaltung sowie auf den
Ersatz älterer Komponenten.
Die Betriebsführungen für Teile des
Gasnetzes der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH
& Co. KG, für das Strom- und Gasnetz der
Netzgesellschaft Schwerin mbH (NGS) und der Stadtwerke
Pritzwalk GmbH sowie für Stromnetze bzw. von Anlagen
weiterer 13 Stadtwerke wurden wie in den Vorjahren
weitergeführt. Auch der Dienstleistungsvertrag zum
Entstör- und Bereitschaftsdienst fremder Netze
für die ONTRAS Gastransport GmbH wurde
vertragsgemäß erbracht. Gleiches gilt für
die Betriebsführungen von Umspannwerken und Netzen
anderer Auftraggeber.
Wegenutzungsverträge
Die Sicherung der Wegenutzungsverträge ist die
grundlegende Basis für das Netzgeschäft. Daher
ist dem Unternehmen eine vertrauensvolle und
verlässliche Zusammenarbeit mit den Kommunen, die
Vertragspartner der Wegenutzungsverträge Strom und Gas
sind, sehr wichtig. Die Vertragslaufzeiten liegen im ganz
überwiegenden Teil bei zwanzig Jahren. Im laufenden
Jahrzehnt enden die Laufzeiten vieler Verträge. Sie
hat erfolgreich an aktuellen Ausschreibungsverfahren
teilgenommen und insgesamt 91 Wegenutzungsverträge neu
abgeschlossen.
Regulierung - Strom
Die dritte Regulierungsperiode begann für die
Stromnetzbetreiber im Jahr 2019, somit ist 2023 das letzte
Jahr dieser Regulierungsperiode. Die Bundesnetzagentur
hatte der E.DIS Netz GmbH mit Bescheid vom 19. Juli 2019
die Erlösobergrenzen, die einen Effizienzwert in
Höhe von 100 Prozent und die Fortschreibung der
genehmigten Kapitalkosten enthalten, mitgeteilt.
Der für die Fortschreibung der
Erlösobergrenzen ebenfalls relevante generelle
sektorale Produktivitätsfaktor wurde von der
Bundesnetzagentur für die Stromnetzbetreiber im
Dezember 2018 auf 0,9 Prozent festgelegt.
Die zum 1. Januar 2023 veröffentlichten
Netzentgelte Strom stiegen aufgrund der 2022 einsetzenden
Energiekrise und der damit einhergehenden Kosten für
Maßnahmen zur Engpassbeseitigung (Redispatch) sowie
für die Beschaffung von Verlustenergie stark an.
Insbesondere in erzeugungsstarken Regionen treten vermehrt
Netzengpässe auf, die kurzfristig durch
Redispatch-Maßnahmen ausgeglichen werden müssen.
Regulierung - Gas
Die vierte Regulierungsperiode begann für die
Gasnetzbetreiber im Jahr 2023. Die Höhe des
Effizienzwertes sowie des generellen sektoralen
Produktivitätsfaktors für die vierte
Regulierungsperiode hat die Bundesnetzagentur noch nicht
final entschieden.
Am 26. September 2023 hat der BGH den von der
Bundesnetzagentur durchgeführten Effizienzvergleich
der dritten Regulierungsperiode für die
Gasverteilnetzbetreiber als rechtswidrig verworfen und
somit einer Beschwerde der E.DIS Netz GmbH und anderer
Gasnetzbetreiber stattgegeben. In einer Stellungnahme der
Bundesnetzagentur vom 21. November 2023 hat diese avisiert,
den Effizienzwert für die dritte Regulierungsperiode
nunmehr neu zu bescheiden.
Die zum 1. Januar 2023 veröffentlichten
Netzentgelte Gas stiegen stark insbesondere aufgrund
Preissteigerungen der vorgelagerten Netzkosten der
Fernleitungsnetzbetreiber, andererseits führten
sinkende Energiemengen im Kontext der Gasmangellage zu
steigenden spezifischen Netzentgelten je Kilowattstunde.
Vielzahl von Strom- und Gaslieferanten im E.DIS-Netz
aktiv
Bis zum Jahresende hat die E.DIS Netz GmbH mit 678
Lieferanten vertragliche Vereinbarungen zur Nutzung des
Stromverteilnetzes getroffen. Für die Gasdurchleitung
hat die E.DIS Netz GmbH bis zum 31. Dezember 2023 mit 363
Transportkunden (Lieferanten) den entsprechend der
Kooperationsvereinbarung Gas notwendigen
Lieferantenrahmenvertrag zur Ausspeisung von Gas in das
örtliche Verteilnetz geschlossen. Aufgrund fehlender
Voraussetzungen der Netznutzung wurde im Berichtsjahr zwei
Lieferanten fristlos der Netzzugang in der Sparte Strom
gekündigt.
Auf der Grundlage des Messstellenbetriebsgesetzes
(MsbG) sind im E.DIS-Netzgebiet 83 Messstellenbetreiber
tätig, mit denen entsprechende vertragliche
Vereinbarungen getroffen wurden. 80 Vereinbarungen bestehen
für die Sparte Strom und 21 Vereinbarungen für
die Sparte Gas.
An die Netze der E.DIS Netz GmbH sind insgesamt 40
nachgelagerte Stromnetzbetreiber - zum überwiegenden
Teil Stadtwerke - sowie sieben nachgelagerte
Gasnetzbetreiber über 24 Netzkopplungspunkte
angeschlossen.
Engpassmanagement
Netzbetreiber sind entsprechend § 13a EnWG
berechtigt, in den durch regenerativen Strom ausgelasteten
Netzgebieten ein Engpassmanagement im Sinne des Redispatch
(vorher Einspeisemanagement) zu betreiben und so bei
drohenden Netzüberlastungen Einspeiseanlagen zur
Abregelung aufzurufen. 2023 hat die E.DIS Netz GmbH 5.351
solcher Aufrufe (Vorjahr 3.983) durchgeführt. Davon
wurden 5.141 Aufrufe im Rahmen zur Behebung von drohenden
Überlastungen im eigenen Netz (bisher
Netzsicherheitsmanagements (NSM)) (Vorjahr 3.853 Aufrufe)
sowie 210 Aufrufe (Vorjahr 130) zur Behebung von drohenden
Netzengpässen im Auftrag des
Übertragungsnetzbetreibers (ÜNB) 50Hertz
Transmission GmbH vorgenommen (zuvor:
Systemsicherheitsmanagements (SSM)). Bei
Erfüllung der jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen
zahlt der Netzbetreiber den betroffenen Einspeisern eine
Entschädigung für die entgangene Einspeisung bzw.
nimmt einen bilanziellen Mengenausgleich vor. Der Anteil,
der auf die ÜNB-bedingten Aufrufe entfällt, wird
der E.DIS Netz GmbH durch die 50Hertz Transmission GmbH
erstattet.
Entwicklung des Netzabsatzes
Gegenüber 2022 sinkt der Stromabsatz im
E.DIS-Netzgebiet um circa fünf Prozent. Grund für
den Rückgang im Industriekundensegment ist vor allem
die wirtschaftliche Abschwächung. Auch der Absatz im
Haushaltssegment sank 2023 gegenüber dem Vorjahr um
vier Prozent, unter anderem wegen hoher Strompreise. Auf
den Gasverbrauch wirkt sich neben den hohen Gaspreisen auch
die milde Witterung mit einem Absatzrückgang von acht
Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.
Marktstammdatenregister
Auf Grundlage gesetzlicher Regelungen gibt die
Bundesnetzagentur vor, dass Akteure des Strom- und
Gasmarktes sich selbst und ihre Stromerzeugungsanlagen im
Marktstammdatenregister registrieren. Das Netzgebiet der
E.DIS Netz GmbH umfasst derzeit 139.330
registrierungspflichtige Erzeugungsanlagen inklusive
Speicher. Davon sind zum Abschlussstichtag 137.430 Anlagen
im Marktstammdatenregister gemeldet. Bestandsanlagen
unterlagen einer Registrierungspflicht bis zum 1. Oktober
2021. Ein Zahlungsstopp der Einspeisevergütung
betrifft Bestandsanlagen, die nicht innerhalb dieser Frist
gemeldet wurden. Nach erfolgter Registrierung wird die
Vergütung rückwirkend ausgezahlt und fortgesetzt.
Wettbewerbliches Kundengeschäft
Die Energiewende und der damit einhergehende Zubau an
erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen, die
Mobilitätswende sowie die Bestrebungen nach
Energieeffizienz führen nach wie vor zu einer hohen
Nachfrage an Netzdienstleistungsprodukten der E.DIS Netz
GmbH, wie z. B. die Planung und Errichtung von
Transformatorenstationen sowie individuelle
Betriebsprodukte. Diese Nachfrage konnte in
wirtschaftliches Wachstum insbesondere durch die
Sicherstellung der Lieferfähigkeit, die Anpassung des
Produktportfolios an neue Kundenbedürfnisse und die
weitere Optimierung der internen Prozesse umgesetzt werden.
Im strategischen Fokus des Geschäftsfelds stehen auch
im kommenden Jahr effiziente, profitable und nachhaltige
Kundenlösungen.
Weiterentwicklung der IT-Systeme und Digitalisierung
Nach der im Mai 2022 erfolgten Einführung von
SAP S/4 HANA (kaufmännische und technische Prozesse)
und des neuen IT-Systems iConnect für Kundenprozesse
(z. B. Hausanschluss- und Einspeiserprozess) hat E.DIS die
Aktivitäten zur operativen Stabilisierung der Prozesse
und Systeme zielstrebig in 2023 fortgesetzt. Das erfolgte
im Rahmen des prozessübergreifenden Nachfolgeprojekts
INKA (Instandhaltung, Netzbau, Kaufmännische Prozesse,
Anschlusswesen). Das Nachfolgeprojekt wurde zum 30. Juni
2023 abgeschlossen und die fortführenden Aufgaben an
die Linienorganisation übergeben.
Darüber hinaus wurde die Anbindung der neu
eingeführten als auch der bestehenden Systeme an ein
zentrales Data House fortgesetzt, um mit
Datenauswertungen/Reporting die operative Steuerung der
Netz- und Finanzprozesse mit neuen IT-Tools wie
Celonis zu unterstützen.
Im Berichtszeitraum wurde ein weitgehend stabiler
Betrieb der IT-Systeme und IT-Infrastruktur
gewährleistet. Einschränkungen gab es in der
ersten Jahreshälfte für zentrale
Infrastrukturkomponenten, in deren Folge z. B. die
Erreichbarkeit des neuen Systems iConnect nicht durchgehend
gegeben war. Entsprechende Maßnahmen wurden über
die lokalen und zentralen IT-Einheiten initiiert, mit dem
Ergebnis, dass eine hohe Verfügbarkeit des gesamten
Systemverbunds iConnect erreicht wurde.
Zudem wurde die Nutzung von Cloud-Infrastrukturen
für bei E.DIS gehostete IT-Systeme vorangetrieben.
Ziel ist, ab 2024 alle Systeme in der Cloud zu betreiben,
dadurch die Verfügbarkeit und Stabilität zu
erhöhen sowie die IT-Security für die Systeme zu
verbessern.
Im Zuge der weiteren Automatisierung und
Digitalisierung der Geschäftsprozesse lag ein
Schwerpunkt im Berichtszeitraum in der Umsetzung des
Prozessmanagements. Hierzu wurde ein übergreifendes
Projekt initiiert, welches u. a. die Dokumentation der
wichtigen Kern-/Hauptprozesse im Bereich Bau,
Instandhaltung und Antragswesen mit Blick auf die
Ende-zu-Ende Prozessdurchgängigkeit zum Ziel hat. 2024
sollen die unterstützenden und die Managementprozesse
dokumentiert und parallel alle Prozesse auf weitere
Verbesserungen wie Automatisierung analysiert werden.
Die Systeme der Energieabrechnung und
Marktkommunikation wurden vor dem Hintergrund
veränderter gesetzlicher Vorgaben und neuer
prozessualer Anforderungen aktualisiert. Die zum 1. April
und 1. Oktober 2023 vorgeschriebenen Anpassungen der
Prozesse und Datenformate wurden umgesetzt.
Datenschutz
Der Gesetzgeber und die Rechtsprechung entwickeln den
Datenschutz stetig weiter. Einer regelmäßigen
Prüfung und Verbesserung unterliegt auch das
implementierte Managementsystem für den Datenschutz
(DSMS). Durch gezielte Maßnahmen werden die
implementierten Datenschutzprozesse geprüft und
aktualisiert. Diese Gemeinschaftsaufgabe wird mit Hilfe der
Führungskräfte und Mitarbeiter in den
Fachbereichen bewältigt, die personenbezogene Daten im
Unternehmen verarbeiten. Die Mitarbeiter werden im Umgang
mit Informationen geschult und sind zur Vertraulichkeit
verpflichtet. In Zusammenarbeit mit der
Informationssicherheit werden Bedrohungsszenarien wie z. B.
Bedrohungen zur Cybersicherheit und zum Datenschutz
analysiert und mithilfe von technisch-organisatorischen
Maßnahmen minimiert.
c) Finanzinstrumente
Ein Schwerpunkt der verwendeten Finanzinstrumente
liegt wie im Vorjahr auf unverzinslichen betrieblichen
Forderungen (103,0 Mio. €) und Verbindlichkeiten
(256,2 Mio. €) gegenüber Dritten sowie
festverzinslichen, langfristigen
Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin
(295,5 Mio. €). Darüber hinaus bestehen zum
Bilanzstichtag gegen die Gesellschafterin E.DIS AG variabel
verzinsliche, kurzfristige Finanzforderungen in Höhe
von 219,2 Mio. € (Vorjahr 110,9 Mio. €) sowie
weitere unverzinsliche, ebenfalls kurzfristige
Finanzforderungen in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr
ohne).
Zur Beschaffung der Verlustenergie setzt die E.DIS
Netz GmbH außerbörsliche Forwards ein. Diese
sind im Jahresabschluss nicht abzubilden, da die
Kosten der Verlustenergiebeschaffung als volatile Kosten
für die von der Bundesnetzagentur genehmigten Mengen
in der Erlösobergrenze berücksichtigt werden und
sich insoweit keine wirtschaftlichen Risiken oder Chancen
ergeben. Auch darüber hinaus setzt die E.DIS Netz GmbH
weiterhin keine mit besonderen Risiken verbundenen
Finanzinstrumente ein.
Für das Unternehmen ergeben sich aus den
verwendeten Finanzinstrumenten keine wesentlichen
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken
oder Risiken aus Zahlungsstromschwankungen oder
Zinsänderungen. Diese Einschätzung beruht vor
allem auf den Bonitätsbeurteilungen der
Geschäftspartner sowie auf Erfahrungen vergangener
Geschäftsjahre. Auch die veränderten
konjunkturellen Rahmenbedingungen des Berichtsjahres,
insbesondere auch die hohe Inflationsentwicklung und die
steigenden Energiepreise, führen zu keinen
abweichenden Bewertungen.
d) Forschung und Entwicklung
Die Bestrebungen der E.DIS Netz GmbH im Bereich
Forschung und Entwicklung, Innovation und Digitalisierung
sind darauf ausgerichtet, bestehende Kernaufgaben im
Netzbetrieb und im Asset Management durch Digitalisierung
und den Einsatz von innovativen Technologien
kundenorientiert weiterzuentwickeln. Insbesondere die
Netzintegration der vergleichsweise hohen Einspeisung durch
erneuerbare Energien erfordert Aufmerksamkeit in neue
Aufgabenstellungen.
Im Bereich Forschung und Entwicklung beteiligte sich
die E.DIS Netz GmbH an internationalen und nationalen
Forschungsprojekten überwiegend in assoziierter
Partnerschaft als auch eigenfinanzierten Studien.
Die Wirkung einer Steuerung von
Netzkundenanschlüssen wurde im
Fördermittelprojekt: "Netz_eLog" mit einem
intelligenten Lademanagement für DHL-Flotten
erfolgreich verprobt. Unter anderem wurden in Tests mittels
einer Sonderlösung über das Netzleitsystem
Flexibilitätsanforderungen vorgegeben. Dazu wurden
Verfahren entwickelt, um Kriterien von Flotten- und
Netzbetreibern in die Steuerung von Ladevorgängen
elektrischer Flotten zu integrieren. Im März 2023
wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen. Im Projekt
"eHaul", in dem der netzdienliche Einsatz einer
LKW-Batterie-Wechselstationen im Mittelpunkt steht, ist
E.DIS Netz GmbH weiterhin als assoziierter Partner für
netztechnische Fragestellungen beteiligt. Ebenso wurden in
2023 assoziierte Partnerschaften in der Thematik DC-Netze
mit DC-Stretch (RWTH Aachen) und VERNEDCT (TU Ilmenau)
fortgeführt.
Neu in diesem Jahr sind zwei weitere
Fördermittelprojekte mit Beteiligung als assoziierter
Partner gestartet, deren Schwerpunkt im Bereich der
Systemdienstleistungen/Systemstabilität von
Verteilnetzen liegt. Im Projekt "Q-Real" mit der OTH
Regensburg sowie anderen Netzbetreibern begleitet E.DIS
Netz GmbH die Thematik aktives Blindleistungsmanagement.
Das Projekt SysZell startete im September 2023 und legt den
Fokus auf frequenzgebundene Systemdienstleistungen in
Verteilnetzen unter Mitwirkung von Übertragungs- als
auch Verteilnetzbetreibern. Zusätzlich
beschäftigt sich die E.DIS Netz GmbH mit optimierten
Betriebsfahrweisen in der 110-kV- Ebene in eigenen Studien.
Die Dekarbonisierung geht mit einer zunehmenden
Elektrifizierung des Wärme- und Mobilitätssektors
einher und führt zu einem Anstieg der
Anschlussleistung in den Niederspannungsnetzen. Damit
wächst zukünftig der Bedarf an Kenntnis des
Netzzustandes, der Ströme und Spannungen in
Niederspannungsnetzen für unterschiedliche
Anwendungen. Diese sind beispielsweise Netzplanung und
-anschlussbewertung, aber auch netzbetriebliche Anwendungen
wie die Überwachung des Netzzustandes und eine
netzorientierte Steuerung im Sinne der Neugestaltung des
§ 14a EnWG.
Im Rahmen einer Studie befasste sich die E.DIS Netz
GmbH mit der "Smartifizierung der Niederspannungsnetze".
Der Schwerpunkt lag in einer
optimierten-praxistauglichen Ausbringungsstrategie von
Messtechnik.
Auf der internationalen Energietechnik-Konferenz
Cired in Rom wurden die Forschungsergebnisse zum
optimierten Erdungsmessverfahren für eine operativ
vereinfachte Bewertung von Ortsnetzstationen in der
Mittelspannung präsentiert.
Die E.DIS Netz GmbH ist weiterhin Partner von
Hochschulen und Universitäten mit Schwerpunkt in
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2023 steht
E.DIS als Partner im Energie- und Innovationszentrum als
Folge der Strukturwandelprojekte des Bundes an der BTU
Cottbus dem Lehrstuhl Energietechnik zur Verfügung.
Ebenso pflegt E.DIS eine enge Beziehung zur HTW Berlin in
einer Kooperation. Hierzu gestaltete die E.DIS in diesem
Jahr eine Energietechnik-Lehrveranstaltung, aus der
Praktikanten generiert werden konnten. Neben den externen
Studierenden betreut E.DIS eigene Dualstudenten, die in
ihren Abschlussarbeiten eine Vielzahl unterschiedlicher
Themenstellungen aus dem Betriebsnetz aufgriffen und damit
einen wertvollen Beitrag liefern konnten.
e) Umwelt- und Naturschutz
Umweltbewusst handeln
Bei den technischen und organisatorischen
Entscheidungen im Unternehmen wird die Verantwortung
für den Schutz der Umwelt und der Natur
berücksichtigt. Die Einhaltung der Gesetze und
Verordnungen auch auf dem Gebiet des Umwelt- und
Naturschutzes betrachtet die E.DIS Netz GmbH als
selbstverständlich.
Abfallwirtschaft
Vermeiden, Wiederverwenden, Recycling, Verwerten,
Beseitigen - das ist der Grundsatz, auf dem das
Abfallmanagement der E.DIS Netz GmbH basiert. Oberstes
Ziel ist dabei die Vermeidung von Abfällen. Sie schont
Ressourcen und schützt die Umwelt. Abfälle
werden, soweit sie nicht vermieden werden können, zu
einem hohen Anteil stofflich oder energetisch verwertet.
Nicht verwertbare Abfälle werden
umweltverträglich beseitigt. Die E.DIS Netz GmbH
beauftragt für Entsorgungsleistungen nur zertifizierte
Entsorgungsfachbetriebe.
Natur- und Artenschutz
Die Effizienz des Naturschutzes wird nicht zuletzt
durch die rechtlichen Rahmenbedingungen bestimmt. Die
Weiterentwicklung des Naturschutzrechts bedingt Konzepte
zur Integration von Naturschutzzielen in sonstige
Rechtsgebiete, die für die Belange des Naturschutzes
von Bedeutung sind. Die zukünftige Energieversorgung
wird maßgeblich gestützt durch den Ausbau der
erneuerbaren Energien. Dies kann jedoch zu Konflikten mit
der Natur und Landschaft führen. Im Fokus steht
deshalb ein naturverträglicher Ausbau unter Beachtung
der Naturschutzbelange.
Durch die Zusammenarbeit mit Naturschützern,
Netzbetreibern und Behörden konnte der Schutz von
Großvögeln, wie z. B. des
Weißstorches, der Großtrappe und des
Fischadlers weiter verbessert werden. An technischen
Anlagen mit hohem Gefährdungspotenzial für
Großvögel werden vorrangig Schutzvorrichtungen
nachgerüstet. Um die Fischadlerpopulation in
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu erhöhen,
unternimmt die E.DIS Netz GmbH große Anstrengungen,
wie zum Beispiel die Aufbringung von Nisthilfen und
Beringungsaktionen.
f) Mitarbeiter
Dank der Geschäftsführung
Die Geschäftsführung dankt allen
Mitarbeitern für ihr Engagement und für die
geleistete Arbeit. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf
dem Einsatz jedes Einzelnen und stärkt das Vertrauen,
die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern. Die
Geschäftsführung dankt auch den
Belegschaftsvertretern für die jederzeit sachliche und
vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Belegschaftsentwicklung
Zum 31. Dezember 2023 umfasst die Gesamtbelegschaft
der E.DIS Netz GmbH ohne Geschäftsführung 1.933
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Gegenüber dem
Vorjahresstichtag entspricht dies einem
Belegschaftsaufwuchs von insgesamt 147 Beschäftigten,
wobei sich die Stammbelegschaft um 113 Mitarbeiter und die
Anzahl an Auszubildenen/ Werkstudenten/ Praktikanten um 34
erhöhte.
Der Belegschaftszuwachs in der Stammbelegschaft ist
dabei auf zwei wesentliche Sachverhalte
zurückzuführen: Zum einen hat die E.DIS Netz GmbH
wie auch alle anderen E.ON-Netzgesellschaften den
Netzausbau mit dem konzerninitiierten EDISON-Projekt in den
Fokus seiner neuen Strategie gesetzt, um die auf
politischer Ebene gesetzten ehrgeizigen Ziele der
Energiewende bewältigen zu können. Dafür
wurden bereits im Geschäftsjahr 2022 insgesamt 20 neue
Stellen geschaffen, im laufenden Geschäftsjahr kommen
weitere 17 Stellen hinzu. Zum anderen besteht wegen
vermehrter Netzanschlussbegehren und erhöhtem
EEG-Aufkommen bei den technischen Bereichen ein gestiegener
Ressourcenbedarf.
| Entwicklung der
Belegschaft* |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Vollzeitbeschäftigte |
1.605 |
1.501 |
| davon
Unbefristete |
1.543 |
1.454 |
| davon
Befristete |
62 |
47 |
|
Teilzeitbeschäftigte |
103 |
94 |
| Stammbelegschaft (ohne
Auszubildende und Praktikanten) |
1.708 |
1.595 |
| Auszubildende |
196 |
170 |
|
Praktikanten/Werkstudenten |
29 |
21 |
| Gesamtbelegschaft
(Anzahl der Mitarbeiter, Auszubildenden und
Praktikanten) |
1.933 |
1.786 |
| Gesamtbelegschaft in
Vollzeitstellen |
1.895,9 |
1.752,1 |
*alle Angaben ohne Geschäftsführung
2023 lagen das Durchschnittsalter der
Gesamtbelegschaft bei 40,9 Jahren und die durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit bei 16,0 Jahren. Die
Fluktuationsquote betrug 1,2 Prozent.
TOP-Ausbildungsbetrieb
Am 9. Oktober 2023 wurde die E.DIS Netz GmbH von der
IHK zu Rostock zum sechzehnten Mal in Folge als "TOP
Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet.
Ausbildungsstart
Im Jahr 2023 begann für insgesamt 74 junge
Menschen die Ausbildung/Dualstudium. Damit reagiert die
E.DIS Netz GmbH auch in diesem Bereich auf den bestehenden
Fachkräftemangel in der Region und sichert durch die
eigene Ausbildung die notwendigen Nachwuchsfachkräfte.
42 Auszubildende (davon vier kaufmännische und 38
gewerblich-technische) sowie 32 Dualstudierenden (davon 20
Bachelor of Engineering und 12 Bachelor of Science)
starteten in das neue Ausbildungs- und Studienjahr bei der
E.DIS Netz GmbH. Des Weiteren begannen 19 Auszubildende
regionaler Partnerfirmen ihre Ausbildung.
Berufliche Weiterbildung
2023 nahmen 2.268 Mitarbeiter mit 7.104
Teilnehmertagen an Schulungsmaßnahmen teil.
Einen großen Umfang nahmen dabei Seminare und
Lehrgänge in den Bereichen Technik/Betrieb und
Arbeitssicherheit ein, wie z. B. in Arbeiten unter
Spannung, Schaltberechtigung, Sicherung, Höhenrettung
und der Workshop Elektrische Störlichtbögen.
Ebenfalls wurden alle Brandschutzhelfer und Brandschutz-/
Evakuierungshelfer sowie Sicherheitsbeauftragte geschult.
Ergänzend wurden in diesem Jahr die E.ON E-Learnings
zum Thema "Mission Unbundling" und "Menschenrechte, Cyber
Security, Datenschutz & Compliance bei E.ON"
ausgerollt.
Im Rahmen der berufsbegleitenden Qualifizierung von
Mitarbeitern entsprechend einer
Gesamtbetriebsvereinbarung wurden 38
Weiterbildungsverträge abgeschlossen. Schwerpunkt
dabei bildeten die Qualifizierungen zum Industriemeister
und die Aufnahme von Bachelor- und
Masterstudiengängen.
Mitarbeiterentwicklung und Unternehmenskultur im
Fokus
Vor dem Hintergrund struktureller demografischer
Veränderungen hat die Entwicklung und Bindung der
eigenen Belegschaft bei der E.DIS Netz GmbH eine hohe
Priorität. Um auch zukünftig Mitarbeitern
verschiedene Möglichkeiten zur beruflichen und
persönlichen Weiterentwicklung zu bieten, wurden im
Jahr 2023 zahlreiche Instrumente und Programme
fortgeführt und weiterentwickelt. Darüber hinaus
werden Nachwuchskräfte in verschiedenen
Talenteprogrammen gefördert.
Arbeitsschutz als zentrale Aufgabe
Für die E.DIS Netz GmbH haben Arbeitssicherheit
und Arbeitsschutz sowohl der eigenen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter als auch der beauftragten Partnerfirmen
höchste Priorität. Die permanente
Sensibilisierung zu sicherheitsbewusstem Verhalten ist
daher ein großes Anliegen des Unternehmens und
schließt die Mitarbeiter in den Partnerfirmen
explizit mit ein.
Wie in den Vorjahren hat sich die E.DIS-Gruppe inkl.
Partnerfirmen eine gemeinsame Zielvorgabe von nunmehr 2,0
für die Unfallkennzahl TRIF-combined-relevante
Unfälle gegeben. Mit 1,29 (Vorjahr 1,56) konnte ein
besseres Ergebnis als im Vorjahr erreicht werden. Im
Berichtszeitraum ereigneten sich in der E.DIS Netz GmbH elf
TRIF-combined-relevante Unfälle*. Davon waren neun
gegenüber der Berufsgenossenschaft anzeigepflichtig
(Ausfallzeit > 3 Tage). Weiterhin kam es in der E.DIS
Netz GmbH zu sieben anzeigepflichtigen und drei nicht
anzeigepflichtigen Wegeunfällen.
* Total recordable Injuries Frequency combined =
Häufigkeit von Arbeitsunfällen mit und ohne
Ausfallzeit der eigenen Mitarbeiter und
Partnerfirmen-Mitarbeiter (ohne Berücksichtigung von
Erste-Hilfe-Behandlungen)
Zertifizierung von HSE-Managementsystemen
Das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem
sowie das Umwelt- und Energiemanagementsystem der E.DIS
Netz GmbH wurden im Jahr 2021 zertifiziert, diese
Zertifikate sind bis 2024 gültig. Im damit jetzt
laufenden Zyklus bis zu einer erneuten Re-Zertifizierung
wurden die notwendigen Maßnahmen (Audits,
Managementbewertungen) durchgeführt.
Informationssicherheitsmanagementsystem
Die E.DIS Netz GmbH ist als Betreiberin kritischer
Infrastrukturen gesetzlich verpflichtet, ein zertifiziertes
Managementsystem zur Informationssicherheit nach DIN ISO
27001 umzusetzen. Entsprechend der betrieblichen sowie
externen Festlegungen wurde dieses Managementsystem im Jahr
2023 erfolgreich sowohl einem internen Audit als auch einem
externen Re-Zertifizierungsaudit unterzogen.
Zusätzlich fand im April des Berichtsjahres eine
Überprüfung gem. § 8a BSI-Gesetz statt.
Diese Überprüfung wies erfolgreich nach, dass die
E.DIS Netz GmbH über angemessene Systeme zur
Angriffserkennung verfügt.
III. Chancen- und Risikobericht
Risiken
Das Risikomanagement-System (RMS) der E.DIS Netz GmbH
dient der Identifikation und der aktiven Prävention
von Entwicklungen, die den Bestand des Unternehmens
gefährden oder das Geschäftsergebnis nachhaltig
beeinträchtigen können. Das RMS gilt für
sämtliche Unternehmensbereiche und bezieht alle
Mitarbeiter mit ein. Das System umfasst die Gebiete
Risikoerkennung und -analyse, Risikokommunikation sowie die
Zuordnung der Verantwortlichkeiten und Aufgaben. Dabei
werden auch an Dienstleister ausgelagerte Prozesse
weiterhin in die Risikobetrachtung der E.DIS Netz GmbH
einbezogen. Die Einrichtung des RMS bei der E.DIS Netz GmbH
basiert auf einer Richtlinie für das Risikomanagement
im E.ON-Konzern. Hierbei kommt ein mehrstufiger Prozess zur
Risiko- und Chancenerfassung, -bewertung, -simulation und
-kategorisierung zur Anwendung. Zunächst sind die
Risiken und Chancen grundsätzlich auf Basis
objektivierter Einschätzungen zu berichten. Wo dies
nicht möglich ist, erfolgt die Bewertung auf Basis
interner Experteneinschätzungen. Die Bewertung erfolgt
im Vergleich zur Ergebnisplanung, wobei
Gegensteuerungsmaßnahmen berücksichtigt werden
(Netto-Risiko). Im nächsten Schritt werden
Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe
(Wertklasse) bewertet.
Die Regelungen und Prozesse des RMS werden
fortlaufend überprüft und soweit erforderlich
neuen Gegebenheiten angepasst. Die Inventur der
Risikosituation ergab auch im Jahr 2023 keine den Bestand
des Unternehmens gefährdenden Risiken, da das
vorhandene Eigenkapital in Höhe von 817 Mio. €
die Kumulation aller Risiken (Worst-Case-Betrachtung), die
über die nächsten drei Jahre 474 Mio. €
(Stand 31. Dezember 2023) betragen, deutlich
übersteigt.
Die E.DIS Netz GmbH verfügt auf Basis der
aktuellen Finanzplanung für das folgende
Geschäftsjahr über eine ausreichende
Liquidität zur Abwicklung aller geplanten
Geschäftsaktivitäten. Mit der E.DIS AG besteht
eine zeitlich unbefristete Cashpoolingvereinbarung. Zum
Bilanzstichtag weist die E.DIS Netz GmbH eine
Finanzforderung in Höhe von 219,2 Mio. € gegen
die Gesellschafterin aus. Darüber hinaus wurde mit der
E.DIS AG im Geschäftsjahr 2023 ein
Rahmendarlehensvertrag geschlossen.
Die Risiken werden zunächst brutto identifiziert
und systematisch erfasst. Sie fließen nach der
Verrechnung der Gegensteuerungsmaßnahmen mit ihrem
Nettowert in die nachfolgende Ergebnisübersicht mit
den kumulierten Werten für die folgenden drei Jahre -
und hinsichtlich des Berichtsstichtages zusätzlich
erstmals auch für das folgende Geschäftsjahr -
ein. Dies gilt, soweit eine Wesentlichkeitsschwelle von 2,5
Mio. € überschritten wird.
Kumulation aller Risiken (in Mio. €)
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
Veränderung
Risikohöhe 3 Jahre |
maximale Risikohöhe
3 Jahre** |
maximale
Risikohöhe
1 Jahr |
Wertklasse * |
maximale
Risikohöhe
3 Jahre*** |
Wertklasse * |
|
Gesetzliche
Regelungen |
240 |
15 |
hoch |
168 |
hoch |
72 |
| Markt |
137 |
45 |
hoch |
130 |
hoch |
7 |
| Betrieb und IT |
93 |
76 |
mittel |
78 |
mittel |
15 |
Finanzen und
Treasury |
4 |
2 |
niedrig |
14 |
niedrig |
-10 |
| Summe |
474 |
138 |
|
390 |
|
84 |
| * Wertklassen in Mio.
€ |
|
|
** Betrachtungszeitraum
2024 - 2026 |
| niedrig < 40 |
mittel 40 - 120 |
hoch > 120 |
***
Betrachtungszeitraum 2023 - 2025 |
Der Energiesektor befindet sich seit dem vergangenen
Jahr in einer Phase grundlegender und anhaltender
Veränderungen. Durch den völkerrechtswidrigen
Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine hat sich die
Situation an den Energiemärkten in Deutschland und
Europa immer weiter verschärft. Der Strom- und
Gasmarkt ist seit Beginn des Krieges eine enorme
gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderung.
Er ist geprägt von hohen Volatilitäten und
Unsicherheiten. Die gestiegenen und deutlich volatileren
Commodity-Preise, steigende Zinsen, die Inflation sowie
weitere Belastungen der seit der Corona-Pandemie in
Mitleidenschaft gezogenen Lieferketten führen zu
Unsicherheiten.
Risiken - Gesetzliche Regelungen
Unter den Risiken aus gesetzlichen Regelungen werden
hauptsächlich regulatorische Risiken des Netzbetriebes
erfasst, da dieser weitgehend einer staatlichen Regulierung
unterliegt. Änderungen oder Erlass von Gesetzen und
Verordnungen sowie Änderungen für neue
Regulierungsperioden bringen Unwägbarkeiten für
die Geschäftsentwicklung mit sich - insbesondere die
Anreizregulierungsverordnung, die Strom- bzw.
Gasnetzentgeltverordnungen sowie das Gesetz zum
Vorrang Erneuerbarer Energien. Veränderte gesetzliche
Rahmenbedingungen schlagen sich in den Umsatzerlösen
und somit den künftigen Geschäftsergebnissen
sowie der Liquiditätsausstattung des Unternehmens
nieder.
Eine große Herausforderung stellt die
Festlegung der künftigen Erlösobergrenze für
einen Zeitraum von fünf Jahren dar, weil sich die
energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in kurzen
Zeitabständen ändern, aber die entsprechende
Flexibilität bei der Anerkennung damit verbundener
Kosten momentan nicht sichergestellt ist. Dies birgt das
Risiko, dass steigende Kosten im Zusammenhang mit der
Umsetzung neuer Herausforderungen innerhalb einer
Regulierungsperiode nicht in der Erlösobergrenze
abbildbar sind und zu Ergebnisminderungen führen.
Für die kommende Regulierungsperiode beginnend ab 2023
für das Gasverteilnetz und 2024 für das
Stromverteilnetz konnten die Kostenprüfungen der
Bundesnetzagentur im laufenden Geschäftsjahr
weitestgehend abgeschlossen werden. Somit hat das
Unternehmen zunächst mehr planerische Sicherheit
für die kommenden fünf Jahre, die allerdings
durch kurzfristige Änderungen der Gesetzeslage wie z.
B. der Verabschiedung des Osterpakets stark beeinflusst
werden kann.
Insgesamt sind die Risiken in dieser Kategorie mit
einer
mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die
von der Regierung und den Behörden getätigten
Verlautbarungen sowie die damit verbundenen Auswirkungen
werden sowohl innerhalb des Unternehmens als auch in
Branchenverbänden stetig beobachtet und bewertet.
Risiken - Markt
Das Risikocluster Markt bildet im Wesentlichen
mengen- sowie preisgetriebene Veränderungen ab. Die
Mengenabweichungen bei der Ein- und Ausspeisung werden
über das Regulierungskonto in den Folgeperioden
ausgeglichen. Das hieraus resultierende Risiko hat eine
mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit, wobei
mengenbedingte Schwankungen und die damit verbundenen
Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis üblich sind.
Neben wetterbedingten Mengenverschiebungen
führen vor allem die deutlichen Schwankungen der
Energiepreise zu temporär größeren
Veränderungen der Kosten für das sogenannte
Engpassmanagement. Bei höheren Kosten vermindert sich
das Ergebnis entsprechend, geringere Kosten haben durch die
bilanzielle Passivierung keine Ergebnisauswirkung. Der
jeweilige Ausgleich erfolgt ebenfalls über das
Regulierungskonto in den Folgejahren. Dieses Risiko wird
derzeit aufgrund der hohen Energiepreisvolatilität mit
einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Mit
dem weiteren Zubau von Einspeiseanlagen im E.DIS-Netzgebiet
in den kommenden Jahren können die oben beschriebenen
Effekte künftig weiter zunehmen.
Aufgrund zunehmender Schwankungsbreiten von nicht
prognostizierbarem Verbrauchsverhalten in Verbindung mit
der verstärkten Nutzung kleiner Eigenerzeugungsanlagen
wie z. B. den sogenannten Balkonkraftwerken sowie volatilen
Energiepreisen entstehen Risiken in den Netzbilanzkreisen.
Dieses Risiko wird aufgrund der hohen Dynamik mit einer
mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.
Die in den letzten Monaten des Geschäftsjahres
2023 abgeschwächte Inflation führt dennoch zu
weiter steigenden Kosten und hat somit Einfluss auf die
Ergebnisentwicklung der E.DIS. Über die
Regulierungsformel erfolgt ein Ausgleich der
Inflationsentwicklung mit einem Versatz von zwei Jahren. Da
die Planung bereits Annahmen zur Inflationsentwicklung
berücksichtigt, wird die
Eintrittswahrscheinlichkeit für ein
darüber hinaus gehendes Risiko als
gering eingeschätzt.
Risiken - Betrieb und IT
Die Risiken aus Betrieb und IT beinhalten im
Wesentlichen Risiken aus der Versorgungssicherheit, wie z.
B. Netzstörungen durch extreme Witterungsbedingungen
oder Katastrophen. Versorgungsunterbrechungen können
zu erhöhten Instandhaltungsaufwendungen oder gar
ungeplanten Investitionsausgaben z. B. für den Ersatz
von Anlagen führen, was in beiden Fällen einen
nicht geplanten Liquiditätseffekt nach sich zieht. Im
Rahmen der Risikobewertung werden einzelne
Anlagekategorien, deren geographische Lage, die lokalen
Wettereinflüsse sowie das Anlagenalter betrachtet. Da
diesem Risiko Extremereignisse zugrunde liegen, ist hieraus
eine
niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit abzuleiten.
Zur Bewertung finanzieller Risiken und Chancen werden
die Konsequenzen aus den veröffentlichten
Sanktionslisten geprüft, die Risiken aus
möglichen Forderungsausfällen analysiert, die
Lieferketten intensiv beobachtet und Maßnahmen zur
Sicherung der Material- und Serviceversorgung umgesetzt.
Darüber hinaus werden die Kommunikation mit
Partnerfirmen zielgerichtet intensiviert, Forderungen von
Geschäftspartnern bewertet und auch die
netzwirtschaftlichen Effekte aufgrund der veränderten
Marktentwicklungen zielgerichtet überwacht. Aufgrund
der getroffenen Maßnahmen ergibt sich zurzeit eine
geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.
Cyberangriffe können Auswirkungen bei der
Energieversorgung haben. Das Unternehmen bzw. der
beauftragte Dienstleister haben umfangreiche
Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um solche Angriffe
abzuwehren. Die bestehende Notfallplanung wurde
insbesondere zum Thema Cybersecurity überprüft
und durch Krisenübungen mit externen Partnern sowie
Einrichtung regelmäßiger Schulungsangebote
für die Mitarbeiter geschärft. Trotz
entsprechender Schutzmaßnahmen und vorhandener
Risikobehandlungspläne verbleibt das Restrisiko eines
erfolgreichen Cyberangriffes und daraus resultierenden
Ergebnisausfällen. Aufgrund der getroffenen
Maßnahmen ergibt sich zurzeit eine
geringe Eintrittswahrscheinlichkeit.
Das Strom- und Gasnetz der E.DIS Netz GmbH
gehört zur kritischen Infrastruktur in
Nordostdeutschland. Daher ist es ein elementares Ziel des
Unternehmens, den Netzbetrieb auch im Krisenfall
sicherzustellen.
Risiken - Finanzen und Treasury
Das Risikofeld Finanzen und Treasury bildet Risiken
aus Forderungsausfällen sowie
Liquiditätsveränderungen ab. Das Risiko von
Insolvenzen und Zahlungsverzögerungen hat sich
gegenüber dem Vorjahr verringert. Bei der Bewertung
des Liquiditätsrisikos werden neben dem
Forderungsausfallrisiko auch Zahlungsverzüge von
Lieferanten und Netzkunden berücksichtigt. Das
Forderungsausfallrisiko wird durch regelmäßige
Bonitätsprüfungen vermindert. Durch die
stetige Fortschreibung der Liquiditätsplanung werden
Veränderungen frühzeitig erkannt und bedarfsweise
notwendige Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen.
Ergebnisveränderungsrisiken infolge von
Kursänderungs- und weiteren Unsicherheiten aus kurz-
und langfristigen Kapitalanlagen zur Deckung
langfristiger Verpflichtungen - insbesondere im
Pensionsbereich - bestehen aufgrund der
Ausgleichsmechanismen der Anreizregulierung nur zeitweise.
Ebenso können sich hieraus auch Chancen ergeben.
Daneben besteht auch das Risiko, dass bei sinkenden
Zinsen erhöhte Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen zur Deckung der Zusagen im
Rahmen der betrieblichen Altersversorgung erforderlich
werden, da diese auf Basis abgezinster
Erfüllungsbeträge gebildet werden.
Ferner können sich Risiken aus
Rechtsstreitigkeiten in Verbindung mit der operativen
Geschäftstätigkeit, eventuellen
Gerichtsverfahren, Bußgeldern und
Rechtsansprüchen, Governance- und
Compliance-Sachverhalten ergeben, die je nach Sachverhalt
größeren Einfluss auf die Ergebnis- und
Liquiditätssituation des Unternehmens haben
können.
Die Finanzierung des umfangreichen
Investitionsprogramms in den nächsten fünf Jahren
ist durch eine Rahmendarlehensvereinbarung mit der
E.DIS AG gesichert.
Weitere Risiken mit einem Betrachtungszeitraum über
drei Jahren
Zur Umsetzung der Herausforderungen aus der
Energiewende werden in den kommenden Jahren die
Investitionsausgaben des Unternehmens deutlich steigen.
Damit einhergehend steigt der Bedarf an Material,
Dienstleistern und Personal. Gestörte Lieferketten,
die Verknappung von Rohstoffen sowie der
Fachkräftemangel stellen alle Branchen vor
komplexe Herausforderungen. Um das ambitionierte
Investitionsprogramm der nächsten Jahre umzusetzen,
verfolgt die E.DIS Netz GmbH eine mittel- und langfristige
Beschaffungsstrategie im E.ON-Verbund, eine
gegenüber den Vorjahren intensivere Vorratshaltung und
identifiziert frühzeitig die Personalbedarfe der
Zukunft, um diese über Rekrutierung oder eigene
Ausbildung bereitzustellen. In Anbetracht des
Fachkräftemangels werden aber auch prozessuale
Optimierungen vor allem durch Digitalisierung weiter
vorangetrieben. Das Risiko aus fehlenden Materialien,
Dienstleistern sowie Fachkräften wird aufgrund der
getroffenen Maßnahmen als gering eingeschätzt.
Weitere Risiken für einen Betreiber von
Energienetzen können sich bei der Beschaffung,
Logistik, dem Bau und Betrieb sowie der Wartung von
technischen Anlagen ergeben. Die E.DIS Netz GmbH begegnet
diesem Risiko mit einem weitreichenden Netzwerk von
Lieferanten und Dienstleistern.
Chancen
Die Energiewende gewinnt vor dem Hintergrund der
aktuellen Herausforderungen zunehmend an Bedeutung.
Für die Energiewirtschaft ergeben sich daraus
zahlreiche Chancen. Netzbetrieb und
Energiemanagementlösungen bilden die Basis einer
erfolgreichen Energiewende. Die Verteilnetze sind
grundlegende Voraussetzung für die Energiewende.
Themen wie Erneuerbare Energien, E-Mobilität und
Wasserstoff im Zuge der Dekarbonisierung machen die
Energiebranche zum wichtigen Problemlöser für die
anstehenden Herausforderungen. Jedes neue Windrad, jede
neue Photovoltaikanlage sowie jede neue Ladesäule muss
ans Netz angeschlossen und effizient in das Gesamtsystem
integriert werden. Privat-, Geschäfts- und
Industriekunden sowie Kommunen fragen immer stärker
Lösungen für ihre Dekarbonisierung nach. Mit
ihren nachhaltigen Kundenlösungen leistet die
Energiewirtschaft als Dekarbonisierungspartner wichtige
Beiträge zum Klimaschutz. Die Entwicklung in der
Politik bestärkt den bereits eingeschlagenen Weg der
E.DIS-Gruppe.
Chancen ergeben sich für die E.DIS zudem auf dem
Gebiet der Digitalisierung. Dies spiegelt sich im Einsatz
vielfältiger moderner digitaler Technologien wider.
Langfristiges Ziel ist es, die digitale Kompetenz der E.DIS
Netz GmbH nachhaltig zu erhöhen und zukunftsweisende,
innovative und erfolgreiche Lösungen und Services
für Kunden und Mitarbeiter zu entwickeln.
Compliance
Das Ziel von Compliance bei der E.DIS Netz GmbH ist
es, Unternehmenskriminalität zu verhindern oder
jedenfalls aufzudecken und abzustellen. Kunden,
Geschäftspartner und andere Stakeholder sollen niemals
getäuscht, betrogen oder anderweitig geschädigt
werden. Die strikte Einhaltung von Gesetzen und
Unternehmensrichtlinien wird folglich als
unerlässliche Grundlage einer guten Corporate
Governance verstanden.
Der E.ON-Konzern hat hierfür ein
Compliance-Management-System (CMS) implementiert, in das
die E.DIS Netz GmbH vollumfänglich eingebunden ist.
Das CMS basiert auf einer Reihe von allgemein anerkannten
Praktiken, darunter der Förderung einer
Compliance-Kultur. Diese umfasst ein aktives Bekenntnis zu
Compliance-Zielen, die Identifizierung und Analyse von
Compliance-Risiken, die Gestaltung eines
risikoadäquaten Compliance- Programms sowie einer
Compliance-Organisation.
Sowohl der konzernweit geltende Lieferantenkodex als
auch der Verhaltenskodex konzentrieren sich auf das
Leitprinzip "Das Richtige tun". Sie bieten leicht
verständliche Anleitungen, insbesondere zum Thema
Menschenrechte, Korruptionsbekämpfung, fairer
Wettbewerb und Umgang mit Geschäftspartnern. Jeder
Mitarbeiter im E.ON-Konzern ist verpflichtet, sich an den
Regeln des Verhaltenskodex zu orientieren. Der
Verhaltenskodex ist damit Teil der arbeitsvertraglichen
Pflichten. Verstöße gegen den Verhaltenskodex
können auch anonym durch Beschäftigte oder
Dritte, zum Beispiel durch einen Whistleblower-Hinweis,
gemeldet werden. Der Verhaltenskodex ist im Internet
veröffentlicht. Ergänzt wird dieser durch zehn
konzernweite Mitarbeiterrichtlinien, die detaillierter
erläutern, wie Mitarbeiter sicher sein können,
dass sie sich richtig verhalten.
Im Geschäftsjahr 2023 sind keine
berichtspflichtigen Compliance-Verstöße bekannt
geworden.
IV. Erklärung zur Unternehmensführung
gemäß § 289f Abs. 4 HGB
Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen
und Männern an Führungspositionen nach § 36
und § 52 Abs. 2 des GmbH-Gesetzes
Durch das Gesetz für die gleichberechtigte
Teilhabe von Frauen und Männern an
Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im
öffentlichen Dienst sind in Deutschland bestimmte
Gesellschaften verpflichtet, Zielgrößen
für den Frauen- bzw. Männeranteil in
Geschäftsführung und den nachfolgenden zwei
Führungsebenen festzulegen und zu bestimmen, bis wann
der jeweilige Frauen- bzw. Männeranteil erreicht
werden soll.
Für die Gesellschaft wurden
Zielgrößen des Frauenanteils, für die eine
Umsetzungsfrist bis zum 30. Juni 2027 gilt, für die
Unternehmensleitung von 33,3 Prozent, für die erste
Führungsebene unter der Unternehmensleitung von 30
Prozent und für die zweite Führungsebene von 31
Prozent beschlossen. Diese Beschlüsse wurden
entsprechend der gesetzlichen Anforderung im 1.
Halbjahr 2022 gefasst.
V. Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Situation
In seinem im November 2023 veröffentlichten
Jahresgutachten 2023/2024 geht der Sachverständigenrat
zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
für das Jahr 2024 von einem leichten Wachstum des
Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 0,7 Prozent aus.
Ferner erwartet der Sachverständigenrat für 2024
einen Rückgang der inländischen Inflationsrate
auf 2,6 Prozent. Die Erwartungen stützen sich im
Wesentlichen auf günstiger gewordene
Beschaffungspreise für Gas und Strom, die sich auf die
durchschnittlichen Verbraucherpreise auswirken. Spot- und
Terminpreisen zufolge dürften auch die Ölpreise
im Jahr 2024 wieder deutlich nachgeben, sodass die
Energiekomponente signifikant zu einer Senkung der
Inflation beiträgt.
Herausforderungen für das operative
Geschäft
Die Energiekrise im Jahr 2022 war ein Beschleuniger
der Energiewende, da die Notwendigkeit der nachhaltigen
Energieproduktion noch stärker in den Fokus
gerückt ist. Die Energiewende ist somit nicht nur eine
dringend benötigte Antwort auf den Klimawandel,
sondern auch eine große Chance für Deutschland,
um wettbewerbsfähig und resilient zugleich zu
bleiben und so einen nachhaltigen Weg heraus aus der
Energiekrise zu begründen. Nicht zuletzt zeigen auch
die politischen Beschlüsse im Hinblick auf das
Osterpaket, dass der Fokus auf Energiesicherheit und
Energieunabhängigkeit sowie eine dafür
erforderliche resiliente und digitale Energieinfrastruktur
noch weiter an Bedeutung gewonnen hat.
Darüber hinaus befinden wir uns nun an einem
Wendepunkt. Die Energiewende ist nicht mehr nur eine
Energiewende allein, sondern vor allem eine
Wärmewende. So war das Jahr 2023 bereits durch einen
starken Wunsch der Kunden nach mehr Autarkie und
Nachhaltigkeit, unter anderem resultierend in einer hohen
Nachfrage nach Wärmepumpen, geprägt. Diese Wende
zu schaffen, ist eine der größten
Herausforderungen der nächsten Dekade. Zentrale
Bausteine für die Wärmewende, welche eine
umfassende Infrastrukturwende erfordert, zu meistern und
das energiewirtschaftliche Dreieck aus Wirtschaftlichkeit,
Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit in
Balance zu halten, sind und bleiben die Themen Netze und
eine entsprechend notwendige Digitalisierung.
Zur Umsetzung der Herausforderungen aus der
Energiewende werden in den kommenden Jahren die
Investitionsausgaben des Unternehmens deutlich steigen.
Smartifizierung, Netzerneuerung und
Netzverstärkung müssen zukünftig Hand
in Hand gehen und so zu einer deutlich kundenorientierteren
und effizienteren Netzinfrastruktur führen. Für
einen zielgerichteten Investitionseinsatz und die
Steuerbarkeit flexibler Netzkundenanschlüsse wird der
Einsatz intelligenter und digitaler Ortsnetzstationen
weiter gefördert.
Mit ihrer definierten Wachstumsstrategie mit Fokus
auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung und der
entsprechenden Aufstellung des Unternehmens ist die
E.DIS-Gruppe für diese anstehenden Herausforderungen,
aber vor allem auch für die sich daraus ergebenden
Chancen, weiterhin gut gerüstet.
Wirtschaftliche Entwicklung der E.DIS Netz GmbH
Für 2024 erwartet die E.DIS Netz GmbH ein
Ergebnis nach Steuern, das um rund 46 Prozent über dem
Wert des Jahres 2023 liegen wird. Ursächlich
hierfür sind vor allem investitionsbedingt höhere
Erlöse, geänderte Rahmenbedingungen für die
vierte Regulierungsperiode sowie Mehrerlöse im
Drittgeschäft. Bedingt durch das höhere Ergebnis
nach Steuern wird auch der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit nach der derzeitigen Planung
deutlich über dem Wert des Jahres 2023 liegen.
Die Investitionsausgaben des Geschäftsjahres
2024 werden mit rund 6 Prozent leicht über dem
Geschäftsjahr 2023 liegen. In 2024 wird die E.DIS Netz
GmbH alle Ausgaben aus Eigenmitteln decken. Für die
E.DIS Netz GmbH werden im Zuge der sich aus der
Energiewende ergebenden Herausforderungen zur
künftigen Erreichung auskömmlicher Ergebnisse
weitere Effizienzsteigerungen und ein striktes
Kostenmanagement notwendig sein.
Fürstenwalde/Spree, den
14. Februar 2024
E.DIS
Netz GmbH Geschäftsführung
Stefan
Blache
Andreas
John
Michael
Kaiser
Bilanz zum 31. Dezember 2023
| in € |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Anlagevermögen |
1.741.215.836 |
1.692.779.598 |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
24.582.870 |
24.915.677 |
| Sachanlagen |
1.712.924.577 |
1.560.506.742 |
| Finanzanlagen |
3.708.389 |
107.357.179 |
| Umlaufvermögen |
504.690.999 |
289.154.885 |
| Vorräte |
69.094.000 |
60.439.707 |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
431.291.446 |
228.611.991 |
| Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
4.305.553 |
103.187 |
|
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.505.542 |
2.560.483 |
| Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
11.798.363 |
8.570 |
| Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung |
3.111.828 |
3.111.828 |
| Aktiva |
2.263.322.568 |
1.987.615.364 |
| Eigenkapital |
817.015.180 |
817.015.180 |
| Gezeichnetes
Kapital |
250.000.000 |
250.000.000 |
|
Kapitalrücklage |
560.246.716 |
560.246.716 |
|
Gewinnrücklagen |
6.768.464 |
6.768.464 |
| Zuschüsse |
230.769.047 |
220.657.955 |
| Rückstellungen |
563.312.019 |
353.270.898 |
| Verbindlichkeiten |
652.226.322 |
596.671.331 |
| Passiva |
2.263.322.568 |
1.987.615.364 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
| in € |
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse |
2.663.881.354 |
2.129.320.977 |
|
Bestandserhöhungen |
41.294.814 |
128.856.566 |
| Andere aktivierte
Eigenleistungen |
30.276.185 |
10.715.707 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
29.189.991 |
41.160.945 |
| Materialaufwand |
2.287.110.740 |
1.834.642.967 |
| Personalaufwand |
167.539.168 |
143.597.245 |
| Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
109.184.428 |
103.294.674 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
84.660.225 |
77.704.756 |
| Finanzergebnis |
11.619.554 |
-54.795.861 |
| Ergebnis nach
Steuern |
127.767.337 |
96.018.692 |
| Aufwendungen aus
Gewinnabführung |
127.767.337 |
96.018.692 |
|
Jahresüberschuss |
-
|
-
|
Anhang für
das Geschäftsjahr 2023
A. Allgemeine Grundlagen
Die E.DIS Netz GmbH mit Sitz in
Fürstenwalde/Spree wird beim Amtsgericht Frankfurt
(Oder) unter der Nummer HRB 16068 im Handelsregister
geführt. Der Jahresabschluss wird nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in
Verbindung mit dem GmbH-Gesetz (GmbHG) sowie des Gesetzes
über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (EnWG)
und den ergänzenden Vorschriften des
D-Mark-Bilanzgesetzes (DMBilG) aufgestellt.
Die E.DIS Netz GmbH ist eine große
Kapitalgesellschaft.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der
Darstellung zu verbessern, werden einzelne Posten
gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in der Bilanz
und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und
im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die
Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die sonstigen Steuern
werden im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.
Dem nach § 17 Abs. 4 DMBilG auf der Aktivseite
ausgewiesenen Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung steht auf der Passivseite als
Ausgleichsposten eine Sonderrücklage gegenüber.
Erhaltene Baukostenzuschüsse werden
branchenüblich gesondert auf der Passivseite
ausgewiesen.
Die E.DIS Netz GmbH ist Bestandteil einer Gruppe von
Unternehmen, die gemäß § 3 Nr. 38 EnWG als
vertikal integriertes Unternehmen gilt, und fällt
somit unter § 6b EnWG. Es werden die folgenden
Tätigkeiten im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG
ausgeübt: Elektrizitäts- und Gasverteilung, die
Tätigkeit als grundzuständiger
Messstellenbetreiber (§ 2 Nr. 4
Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) sowie sonstige
Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des
Elektrizitäts- und Gassektors.
Gemäß § 291 HGB ist die E.DIS Netz
GmbH von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss sowie
einen Konzernlagebericht gemäß § 290
HGB aufzustellen, befreit. Die E.DIS Netz GmbH und ihr
Tochterunternehmen werden in den befreienden
Konzernabschluss der E.ON SE, Essen (HRB 28196), einbezogen
bzw. es wird vom Wahlrecht gemäß § 296 Abs.
2 HGB Gebrauch gemacht. Die E.ON SE ist das
Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den
Konzernlagebericht für den größten und
kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss
und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB im
Unternehmensregister bekannt gemacht. Die E.ON SE stellt
den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den
internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie
von der Europäischen Kommission für die Anwendung
in der Europäischen Union übernommen wurden
(IFRS) - unter Berücksichtigung der ergänzenden
handelsrechtlichen Vorschriften.
Zwischen der E.DIS Netz GmbH und der E.DIS AG,
Fürstenwalde/Spree (HRB 7488), als herrschende
Gesellschafterin besteht - wie im Vorjahr - ein
Gewinnabführungsvertrag.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit
ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und
bei zeitlich begrenzter Nutzung planmäßig linear
abgeschrieben.
Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen
enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der
Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des
Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die Ermittlung der
Gemeinkostenzuschlagssätze für das jeweilige
Berichtsjahr basiert methodisch auf den Planzahlen für
das betreffende Geschäftsjahr.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im
Wesentlichen die folgenden betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern zugrunde:
Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und
Werten |
3 bis 20 Jahre |
| Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
5 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
5 bis 35 Jahre |
| Andere Anlagen,
Betriebs‐ und Geschäftsausstattung |
3 bis 20 Jahre |
Aufgrund eines Leasingvertrages zur Softwarenutzung
wird die verwendete Software in Einklang mit den
steuerlichen Leasingerlassen und in Ermangelung
handelsrechtlicher Besonderheiten wirtschaftlich dem
Leasingnehmer zugerechnet und daher bei der E.DIS Netz
GmbH bilanziert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
wird die vereinbarte Vertragslaufzeit von fünf Jahren
angesetzt.
Vor der Erstanwendung des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 wurden die
Unterschiedsbeträge zwischen den nach § 4
Fördergebietsgesetz und § 6b
Einkommensteuergesetz zulässigen steuerrechtlichen
Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen
Abschreibungen aktivisch vom Sachanlagevermögen
abgesetzt. Ausweis und Bewertung werden gemäß
Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. Bei
Nichtvornahme der aktivischen Verrechnung mit den
höheren steuerrechtlichen Abschreibungen wären
die handelsrechtlichen Abschreibungen des
Geschäftsjahres um circa 3.400 T€ (Vorjahr 5.000
T€) höher ausgefallen.
Abnutzbare Vermögensgegenstände mit
Anschaffungskosten von mehr als 250 € und bis zu 800
€ werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe
abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände,
deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen,
werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam
berücksichtigt. Davon abweichend werden moderne
Messeinrichtungen unabhängig von der Höhe ihrer
Anschaffungskosten aktiviert und über die jeweilige
Nutzungsdauer abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei
voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den ihnen
beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt.
Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen
im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen
Freistellungsansprüche gegenüber der E.ON SE
(ehemals MEON Pensions GmbH & Co. KG, Essen). Die
Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der
Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung.
Die Freistellungsforderung wird unter den Ausleihungen im
Finanzanlagevermögen ausgewiesen.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten erfasst und unter Berücksichtigung
des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten
enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der
Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, des
Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie Kosten der
allgemeinen Verwaltung. Auf Vorräte erhaltene
Anzahlungen werden - sofern eine Zuordnung zu den
Vorräten möglich ist - offen abgesetzt.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit ihren
Nennbeträgen abzüglich angemessener
Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren
Einzelrisiken berücksichtigt. Das allgemeine
Ausfallrisiko wird durch pauschale Abschläge
berücksichtigt.
Forderungen für noch nicht in Rechnung gestellte
Lieferungen und Leistungen werden zum Bilanzstichtag
mittels anerkannter Schätzverfahren kunden- bzw.
abnahmestellenbezogen abgegrenzt.
Flüssige Mittel werden zum Nennwert bilanziert.
Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind
vertragsgemäß geleistete Vorauszahlungen
für die Pacht eines örtlichen Stromnetzes
ausgewiesen. Der Posten wird ratierlich über die
insgesamt zwanzigjährige Vertragsdauer aufgelöst.
Latente Steuern werden wegen der bestehenden
ertragsteuerlichen Organschaft auf Ebene des
Organträgers E.DIS AG berücksichtigt. Nur dort
werden künftige Steuerbe- und -entlastungen
zahlungswirksam.
Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der
betrieblichen Altersversorgung sowie aus
Altersteilzeitguthaben und Sabbaticalvereinbarungen sind
entsprechende Mittel in Fondsanteilen und Festgeldern
angelegt. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension
Trust e. V., Essen, und die Festgelder bezüglich
Altersteilzeitguthaben und Sabbaticalvereinbarungen von der
Energie-Sicherungstreuhand e. V., Hannover,
treuhänderisch für die E.DIS Netz GmbH verwaltet.
Die zur Erfüllung von
Altersversorgungsverpflichtungen dienenden
Vermögensgegenstände werden nach § 253 Abs.
1 Satz 4 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und
mit den dazugehörigen Verpflichtungen verrechnet,
soweit die Vermögensgegenstände die
Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
erfüllen. Entsprechend wird mit den zugehörigen
Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem
zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich
ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den
Rückstellungen erfasst. Soweit daraus ein
Überschuss des Deckungsvermögens über die
jeweils maßgebliche Verpflichtung resultiert, erfolgt
der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung.
Das Deckungsvermögen betrifft im Umfang von
circa 66 Prozent am aktiven Markt gelistetes Vermögen
sowie darüber hinaus nicht am aktiven Markt gelistetes
Vermögen. Der beizulegende Zeitwert des
Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um am
aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, durch die
beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme
von Börsenkursen bewertet. Sofern es sich um nicht am
aktiven Markt gelistetes Vermögen handelt, wurden die
beizulegenden Zeitwerte mit Hilfe allgemein anerkannter
Bewertungsmethoden, wie zum Beispiel des
Discounted-Cash-Flow-Verfahrens (DCF) bei
Immobilienbewertungen, unter Verwendung
branchenspezifischer Annahmen zum Abschlussstichtag
abgeleitet. Die jeweilige Verwaltungsgesellschaft
respektive die dort beauftragten Gutachter legen die
Bewertungsannahmen, wie z. B. Zinssätze, fest.
Das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung
wird entsprechend dem Verbrauch und der Auflösung der
zugrundeliegenden Rückstellungen für
Altlastensanierung abgeschrieben. Im Geschäftsjahr
2023 waren keine Veränderungen vorzunehmen.
Passiva
Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag
angesetzt.
Zuschüsse enthalten den Sonderposten für
Investitionszuschüsse sowie Ertragszuschüsse.
Erhaltene Investitionszuschüsse sind zu
Nennbeträgen bewertet und werden ab dem
Fertigstellungszeitpunkt entsprechend der jeweils
vorgesehenen Nutzungsdauer der Anlagengegenstände
zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge
aufgelöst.
Ertragszuschüsse beinhalten die von Netzkunden
vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Die Auflösung
der Baukostenzuschüsse erfolgt linear über
eine Gesamtdauer von 20 Jahren zugunsten der
Umsatzerlöse.
Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken
im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend
Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen
Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und
Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend
objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen.
Rückstellungen mit einer originären Laufzeit von
mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der
von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben
wird, abgezinst. Die Effekte aus Zinssatzänderungen
werden im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Bewertung der Pensionen erfolgt nach dem
international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren
(Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren
errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen
aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter
Berücksichtigung eines Gehalts-/Karrieretrends und
einer Rentendynamik. Für die Abzinsung der
Pensionsverpflichtungen, die Altersversorgungscharakter
haben, wird der von der Deutschen Bundesbank
veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der
vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.
Die Bewertung der vergleichbar langfristig
fälligen sonstigen Rückstellungen erfolgt
ebenfalls nach dem international anerkannten
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit
Methode) unter Berücksichtigung eines
Gehalts-/Karrieretrends. Zur Diskontierung der
Jubiläumsverpflichtungen sowie für
Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen
Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzins
der vergangenen sieben Jahre bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.
Zur Abzinsung der Verpflichtungen aus
Altersteilzeitverträgen sowie aus
Vorruhestandsvereinbarungen sowie Sabbaticalvereinbarungen
werden den Restlaufzeiten entsprechende durchschnittliche
Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre zugrunde
gelegt. Der für diese Durationen maßgebliche
Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der
Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen
abgeleitet. Für diese Verpflichtungen wird von einer
durchschnittlichen Duration von drei Jahren ausgegangen.
Den versicherungsmathematischen
Rückstellungsberechnungen liegen als
Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck
zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich
die frühestmöglichen Altersgrenzen in der
gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung
der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom
20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit
abgeschlossenen Altersteilzeit- oder
Vorruhestandsvereinbarungen wird das vertraglich
vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren
werden branchenübliche
Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.
Der Rückstellungsbewertung liegen folgende
Annahmen zugrunde:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Gehalts-/Karrieretrend |
2,95 % p.a. |
2,75 % p.a. |
| Rentendynamik -
gesetzliche Garantieanpassung |
1,00 % p.a. |
1,00 % p.a. |
| Rentendynamik - andere
Anspruchsberechtigte, die nicht einer vereinbarten
Garantieanpassung unterliegen |
2,20 % p.a. |
2,00 % p.a. |
| Rechnungszins Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen |
1,82 % p.a. |
1,78 % p.a. |
| Rechnungszins
Vorruhestandsverpflichtungen bzw. -potential |
1,08 % p.a. |
0,59 % p.a. |
Bei den Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen beträgt der
Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren (1,82 Prozent) und dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden
Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren
(1,74 Prozent) circa 5.000 T€ (Angabe nach § 253
Abs. 6 Satz 3 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt
nach dem BMF-Schreiben vom 23. Dezember 2016 keiner
Abführungssperre.
Verbindlichkeiten werden zu ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten für noch nicht in Rechnung
gestellte Lieferungen und Leistungen werden mittels
anerkannter Schätzverfahren zum Bilanzstichtag
abgegrenzt.
Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer
Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden am
Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert-
bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs
umgerechnet. Erträge oder Aufwendungen aus der
Währungsumrechnung sind im Berichtsjahr nicht
angefallen.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die in der Bilanz zusammengefasst ausgewiesenen
Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im
Geschäftsjahr werden in einer gesonderten Aufstellung
- Entwicklung des Anlagevermögens - dargestellt. Sie
ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Die im Vorjahr gehaltenen Anteile am Spezialfonds OB5
wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig
veräußert. Daraus resultierte ein Buchverlust in
Höhe von 2.291 T€. Ferner sind aus diesem
Wertpapierspezialfonds im Berichtsjahr
Ausschüttungserträge in Höhe von 311 T€
vereinnahmt worden.
Die E.DIS Netz GmbH hält 100 Prozent der Anteile
an der Netzgesellschaft Panketal GmbH, Panketal. Deren
Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 beträgt 3.256
T€. Aufgrund des bestehenden
Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresfehlbetrag
des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 1.128
T€ durch die Gesellschafterin ausgeglichen (Angaben
nach § 285 Nr. 11 HGB).
Umlaufvermögen
Vorräte
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
19.338 |
19.613 |
| Unfertige
Leistungen |
307.739 |
266.444 |
| Erhaltene Anzahlungen
auf unfertige Leistungen |
-257.983 |
-225.617 |
|
69.094 |
60.440 |
Bei den Vorräten handelt es sich um Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffe sowie um unfertige Leistungen. Die Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe umfassen Material für den
Bau und die Instandhaltung der Strom- und Gasnetze sowie
für die Errichtung von Breitbandnetzen. Die unfertigen
Leistungen betreffen überwiegend nicht abgerechnete
Bau- und Instandhaltungsaufträge. Auf Vorräte des
Breitbandgeschäfts erhaltene Anzahlungen werden offen
abgesetzt. Nach deren Saldierung verbleiben unfertige
Leistungen in Höhe von 49.756 T€ (Vorjahr 40.827
T€).
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Gesamt- |
davon > 1 |
Gesamt- |
davon > 1 |
|
betrag |
Jahr |
betrag |
Jahr |
| Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
276.500 |
- |
228.687 |
- |
| abzüglich
erhaltener Abschlagszahlungen |
-173.475 |
- |
-154.387 |
- |
|
103.025 |
- |
74.300 |
- |
| Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
319.029 |
- |
144.956 |
- |
| Sonstige
Vermögensgegenstände |
9.237 |
- |
9.356 |
- |
|
431.291 |
- |
228.612 |
- |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
resultieren im Wesentlichen aus Forderungen für die
Netznutzung sowie aus Ansprüchen auf
Kostenwälzung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz
2021 (EEG) an den Übertragungsnetzbetreiber.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von 96.284 T€ (Vorjahr 34.046 T€) sowie
Finanzforderungen in Höhe von 222.745 T€ (Vorjahr
110.910 T€). Von den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen gegen verbundene Unternehmen wurden zuvor
167.292 T€ (Vorjahr 159.745 T€) darauf erhaltener
Abschlagszahlungen abgesetzt.
Forderungen gegen die Gesellschafterin bestehen in
Höhe von 219.319 T€ (Vorjahr 111.088 T€).
Diese betreffen Finanzforderungen in Höhe von 219.194
T€ (Vorjahr 110.910 T€) sowie Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen in Höhe von 125 T€
(Vorjahr 178 T€).
Die sonstigen Vermögensgegenstände
enthalten vor allem geleistete Anzahlungen und
Steuererstattungsansprüche.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die zum Abschlussstichtag bilanzierten
Liquiditätsbestände in Höhe von insgesamt
4.306 T€ (Vorjahr 103 T€) unterliegen in
Höhe von 4.234 T€ (Vorjahr 0 T€) einer
Verfügungsbeschränkung. Hintergrund der
Verfügungsbeschränkung ist das Gesetz zur
Einführung einer Strompreisbremse (StromPBG), welches
die Betreiber von Stromerzeugungsanlagen verpflichtet,
erwirtschaftete Überschusserlöse an den
jeweiligen Netzbetreiber auszukehren. Korrespondierend dazu
werden auf der Passivseite der Bilanz 4.234 T€ als
sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Nach den Regelungen
des StromPBG hat die E.DIS Netz GmbH die vereinnahmten
Überschusserlöse abzüglich
erstattungsfähiger Mehrkosten an den
Übertragungsnetzbetreiber weiterzuleiten.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft
geleistete Vorauszahlungen auf zukünftige
Pachtentgelte.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
Aus der Verrechnung des beizulegenden Zeitwerts des
Deckungsvermögens im Zusammenhang mit
rückgedeckten Pensionsverpflichtungen sowie dem
Erfüllungsbetrag aus Altersteilzeitverträgen
ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie
folgt zusammensetzt:
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Versorgungsverpflichtungen, die durch den
Treuhandvertrag Past Service gesichert sind |
|
|
|
Erfüllungsbetrag |
-81.406 |
-83.130 |
| beizulegender Zeitwert
des Deckungsvermögens |
93.148 |
79.463 |
| davon
Fondsanteile EPS PS |
93.118 |
79.458 |
| davon
Festgelder/liquide Mittel |
30 |
5 |
| Nettowert
Versorgungsverpflichtungen (Past Service) - in 2022
Überhang des Erfüllungsbetrages - |
11.742 |
- |
|
Erfüllungsrückstand aus
Altersteilzeitverträgen |
|
|
|
Erfüllungsbetrag |
-41 |
-68 |
| beizulegender Zeitwert
des Deckungsvermögens |
97 |
77 |
| davon
Festgelder/liquide Mittel |
97 |
77 |
| Nettowert
Altersteilzeitverpflichtungen |
56 |
9 |
|
11.798 |
9 |
Für Versorgungsleistungen, die bis zum 30.
Dezember 2017 von der Versorgungskasse Energie VVaG i. L.
(VKE), Hannover, rückgedeckt waren, hat die E.DIS Netz
GmbH mit dem E.ON Pension Trust e. V., Essen, einen
Treuhandvertrag (Contractual Trust Arrangement CTA
Past Service) abgeschlossen. Die betriebliche
Zusatzsicherung Past Service hat ihren Hintergrund in der
Beendigung der bisherigen
(Rückdeckungs-)Versicherungsverhältnisse mit der
VKE. Insoweit ergibt sich für die E.DIS Netz GmbH eine
strenge Nachdotierungsverpflichtung. Fällt das
vorhandene Treuhandvermögen hinter den
Verpflichtungsumfang zurück, trifft die E.DIS Netz
GmbH eine Nachdotierungspflicht. Die Anschaffungskosten des
Deckungsvermögens zur Absicherung dieser
Versorgungsverpflichtungen (CTA Past Service) betragen zum
Bilanzstichtag 93.819 T€ (Vorjahr 90.875 T€).
Die Rückstellungen für
Altersteilzeitverpflichtungen wurden im Umfang von
insgesamt 97 T€ mit Deckungsvermögen im
Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der
beizulegende Zeitwert der beim
Energiesicherungstreuhand e. V., Hannover, angelegten
Festgelder entspricht wie im Vorjahr den
Anschaffungskosten.
Eigenkapital
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Gezeichnetes
Kapital |
250.000 |
250.000 |
|
Kapitalrücklage |
560.247 |
560.247 |
|
Gewinnrücklagen |
6.768 |
6.768 |
| davon
andere Gewinnrücklagen |
3.656 |
3.656 |
| davon
Rücklage gem. § 17 Abs. 4 DMBilG |
3.112 |
3.112 |
|
817.015 |
817.015 |
Das vollständig eingezahlte Stammkapital
beträgt zum Bilanzstichtag 250.000.000 €.
Alleinige Gesellschafterin ist die E.DIS AG,
Fürstenwalde/Spree.
Der Gesamtbetrag der gegen Ausschüttung
gesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB
umfasst 22.264 T€ (Vorjahr 35.769 T€). Es handelt
sich dabei ausschließlich um den Betrag aus der
Bewertung von nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu
verrechnenden Vermögensgegenständen zum
beizulegenden Zeitwert oberhalb der
Anschaffungskosten. Der Jahresüberschuss vor
Gewinnabführung unterliegt keiner
Abführungssperre (§ 301 AktG), da die
Kapitalrücklage der E.DIS Netz GmbH im erforderlichen
Umfang frei verfügbar ist.
Zuschüsse
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Investitionszuschüsse |
1.723 |
1.917 |
|
Baukostenzuschüsse |
229.046 |
218.741 |
|
230.769 |
220.658 |
Rückstellungen
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
85.213 |
81.163 |
| Sonstige
Rückstellungen |
478.099 |
272.108 |
|
563.312 |
353.271 |
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen setzen sich wie folgt
zusammen:
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Versorgungsverpflichtungen, die nicht durch den
Treuhandvertrag Past Service gesichert sind |
|
|
|
Erfüllungsbetrag |
313.161 |
300.942 |
| beizulegender Zeitwert
des Deckungsvermögens |
-231.492 |
-227.971 |
| davon
Fondsanteile PTV 2 |
-89.344 |
- |
| davon
Fondsanteile EPF A S.C.S. |
-88.624 |
-180.748 |
| davon
Fondsanteile EPS |
-53.394 |
-47.216 |
| davon
Festgelder/liquide Mittel |
-130 |
-7 |
| Nettowert
rückgedeckter Versorgungsverpflichtungen, die
nicht durch den Treuhandvertrag Past Service
gesichert sind |
81.669 |
72.971 |
|
Versorgungsverpflichtungen, die durch den
Treuhandvertrag Past Service gesichert sind |
|
|
|
Erfüllungsbetrag |
81.406 |
83.130 |
| beizulegender Zeitwert
des Deckungsvermögens |
-93.148 |
-79.463 |
| davon
Fondsanteile EPS PS |
-93.118 |
-79.458 |
| davon
Festgelder/liquide Mittel |
-30 |
-5 |
Nettowert
rückgedeckter Versorgungsverpflichtungen, die
durch den Treuhandvertrag Past Service gesichert sind
- in 2023 Überhang des
Deckungsvermögens - |
- |
3.667 |
| übrige nicht
rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen |
3.544 |
4.525 |
|
85.213 |
81.163 |
Zum Bilanzstichtag bestehen Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in
Höhe von insgesamt 85.213 T€. Diese
betreffen die Grund- und Aufbausicherung aus der
betrieblichen Altersversorgung, die Zusatzsicherung
(Verpflichtungen ab 31. Dezember 2017) sowie sonstige
Personalverpflichtungen. Darüber hinaus besteht
für die Pensionsverpflichtungen aus der
Zusatzsicherung - soweit die Verpflichtungen von den
Arbeitnehmern bis zum 30. Dezember 2017 erdient worden sind
- ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung.
Die ab dem 31. Dezember 2017 von den Arbeitnehmern
neu erdienten Ansprüche aus Pensionszusagen für
die betriebliche Zusatzsicherung sind ebenso wie alle
Ansprüche aus der Grund- und Aufbausicherung durch
Vermögensgegenstände gesichert, die im
Rahmen eines weiteren Contractual Trust Arrangements an den
Treuhänder E.ON Pension Trust e. V.
sicherungsübereignet sind. Die Anschaffungskosten
dieses Deckungsvermögens betragen insgesamt 209.804
T€ (Vorjahr 198.957 T€). Von der Summe der
Anschaffungskosten betreffen 82.233 T€ das
Fondsvermögen PTV 2, 53.970 T€ das
Fondsvermögen EPS und weitere 73.471 T€ das
Fondsvermögen EPF A S.C.S.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
| in T€ |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Regulierungskonten |
238.747 |
33.096 |
|
Rückbauverpflichtungen und andere
Netzrückstellungen |
89.292 |
84.241 |
|
Personalverpflichtungen |
48.696 |
49.382 |
Verpflichtungen nach dem
EEG einschließlich
Netzsicherheitsmanagement
(Redispatch/NSM-Entschädigungen) |
46.645 |
45.996 |
| Konzessionsabgaben |
10.281 |
15.024 |
| Übrige
Rückstellungen |
44.438 |
44.369 |
|
478.099 |
272.108 |
Der Anstieg der Regulierungskonten (vgl. § 5
Anreizregulierungsverordnung - ARegV) steht im Zusammenhang
mit den erheblichen Marktpreisverwerfungen im Verlaufe des
Geschäftsjahres 2022. Entsprechend der in der ARegV
vorgesehenen Methodik werden die zurückgestellten
Mehrerlöse den Kunden in den Folgejahren über
verminderte Netzentgelte gutgeschrieben.
Die übrigen sonstigen Rückstellungen
resultieren aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und
Leistungen sowie einer Vielzahl verschiedener
betriebstypischer Risiken. Von den übrigen
Rückstellungen betreffen 3.112 T€ (Vorjahr 3.112
T€) das Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung.
Verbindlichkeiten
| in T€ |
31.12.2023 |
|
davon mit
einer Restlaufzeit |
|
Gesamtbetrag |
≤ 1 Jahr |
> 1 Jahr |
davon >
5 Jahre |
| Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
21.763 |
21.763 |
- |
- |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
256.220 |
255.896 |
324 |
- |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
333.558 |
38.017 |
295.541 |
286.635 |
| davon
gegenüber der Gesellschafterin |
300.457 |
4.957 |
295.500 |
286.635 |
| davon
aus Lieferungen und Leistungen |
- |
- |
- |
- |
| davon
Finanzverbindlichkeiten |
300.457 |
4.957 |
295.500 |
286.635 |
| davon
gegenüber übrigen verbundenen
Unternehmen |
33.101 |
33.060 |
41 |
|
| davon
aus Lieferungen und Leistungen |
30.411 |
30.411 |
- |
- |
| davon
Finanzverbindlichkeiten |
2.690 |
2.649 |
41 |
|
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
40.685 |
40.685 |
- |
- |
| davon
aus Steuern |
24.510 |
24.510 |
- |
- |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
1 |
1 |
- |
- |
|
652.226 |
356.361 |
295.865 |
286.635 |
| in T€ |
|
31.12.2022 |
|
|
davon mit
einer Restlaufzeit |
|
Gesamt-
betrag |
≤ 1 Jahr |
> 1 Jahr |
| Erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
18.969 |
18.969 |
- |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
201.303 |
200.211 |
1.092 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
347.100 |
51.547 |
295.553 |
| davon
gegenüber der Gesellschafterin |
305.195 |
9.695 |
295.500 |
| davon
aus Lieferungen und Leistungen |
200 |
200 |
- |
| davon
Finanzverbindlichkeiten |
304.995 |
9.495 |
295.500 |
| davon
gegenüber übrigen verbundenen
Unternehmen |
41.905 |
41.852 |
53 |
| davon
aus Lieferungen und Leistungen |
37.981 |
37.981 |
- |
| davon
Finanzverbindlichkeiten |
3.924 |
3.871 |
53 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
29.300 |
29.300 |
- |
| davon
aus Steuern |
17.222 |
17.222 |
- |
| davon
im Rahmen der sozialen Sicherheit |
- |
- |
- |
|
596.672 |
300.027 |
296.645 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
entfallen auf abgerechnete und abgegrenzte
Verpflichtungen aus bezogenen Lieferungen und
Leistungen.
Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin betreffen in Höhe von 295.500 T€
Gesellschafterdarlehen (Vorjahr 300.000 T€) und
darauf entfallende Zinsabgrenzungen in Höhe von 4.957
T€ (Vorjahr 4.995 T€).
Haftungsverhältnisse
Gemäß § 13a EnWG hat der
Netzbetreiber, an dessen Netz eine EEG-Anlage angeschlossen
ist, den Anlagenbetreiber im Falle einer
Einspeisemanagementmaßnahme für den
Ertragsausfall zu entschädigen bzw. einen bilanziellen
Mengenausgleich vorzunehmen. Der Netzbetreiber, in dessen
Netz die Ursache der Einspeisemanagementmaßnahme
liegt, hat dem Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage
angeschlossen ist, die Kosten für die
Entschädigung zu ersetzen. Nach den Erfahrungen der
letzten Geschäftsjahre ist in Einzelfällen mit
einer Inanspruchnahme der E.DIS Netz GmbH in unwesentlicher
Höhe zu rechnen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in
Höhe von insgesamt 1.311.000 T€ (Vorjahr
1.227.000 T€). Sie betreffen im Wesentlichen
Beschaffungssachverhalte im Netzbereich mit einem
Zeithorizont bis 2025 und beruhen auf der Übernahme
der Aufgaben als Dienstleister im Netzbereich. Der
Schwerpunkt betrifft die Beschaffung der Netzverluste
für die E.DIS Netz GmbH und andere Netzbetreiber,
soweit dies vertraglich vereinbart ist. Daneben
bestehen künftige Zahlungsverpflichtungen aus
längstens bis zum 31. Dezember 2039 geschlossenen
Netzpachtverträgen, deren Gesamtumfang sich auf rund
23.600 T€ (Vorjahr 26.200 T€) beläuft.
Ferner beinhaltet der Gesamtbetrag der sonstigen
finanziellen Verpflichtungen die Verpflichtungen
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
circa 72.700 T€ (Vorjahr 65.500 T€) aus
Dienstleistungsverträgen im Netzbereich. Vom
Bestellobligo in Höhe von 21.829 T€ betreffen
6.923 T€ verbundene Unternehmen.
Die E.DIS Netz GmbH plant in den Geschäftsjahren
2024 bis 2028 einen wesentlichen Ausbau ihrer
Investitionstätigkeit, um den Erfolg der Energiewende
sicherzustellen. In diesem Zusammenhang sind insgesamt
Investitionen in Höhe von bis zu 1.800.000 T€
vorgesehen, die zu entsprechenden Zahlungsverpflichtungen
führen werden. Diese Zahlungsverpflichtungen sind in
den im Vorabsatz genannten Gesamtverpflichtungen nicht
enthalten, da insoweit noch keine außenwirksamen
Verpflichtungen bestehen. Zur Sicherstellung des
zusätzlichen Finanzierungsbedarfes wurde im
Geschäftsjahr 2023 mit der Gesellschafterin E.DIS AG
ein Rahmendarlehensvertrag mit einem abrufbaren
Darlehensrahmen von bis zu 1.050.000 T€ abgeschlossen.
Aus der Überführung des bisherigen
Versicherungsvermögens der Versorgungskasse Energie
VVaG i. L. (betriebliche Zusatzsicherung bis zum 30.
Dezember 2017) in die insolvenzrechtlich gleichwertige
Anschlusslösung CTA Past Service über den
E.ON Pension Trust e. V. resultiert für die E.DIS Netz
GmbH eine Nachschussverpflichtung. Demnach sind
Deckungsmittel stets in einer Höhe zur Verfügung
zu stellen, die es ermöglichen, dass damit Leistungen
in Höhe des Verpflichtungsumfanges, der vormals bei
der Versorgungskasse entstanden ist, abzüglich der
bereits nach dem Auflösungsstichtag geleisteten
Rentenzahlungen, laufend finanziert werden können.
Fällt das vorhandene Treuhandvermögen hinter
diesen Verpflichtungsumfang zurück, trifft die E.DIS
Netz GmbH eine Nachdotierungspflicht, die auf Anforderung
des Treuhänders zeitnah zu begleichen ist. Die E.DIS
Netz GmbH geht davon aus, dass in diesem Zusammenhang im
Jahr 2024 keine Zahlungsverpflichtungen bestehen.
Unsicherheiten ergeben sich hier aus der weiteren
Wertentwicklung des Deckungsvermögens, so dass bei
ggf. nachteiligen Kursentwicklungen Nachdotierungen
notwendig werden können.
Im Übrigen bestehen keine wesentlichen sonstigen
finanziellen Verpflichtungen, die über den Rahmen der
normalen Geschäftstätigkeit hinausgehen.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Umsatzerlöse
Strom |
2.435.939 |
1.984.030 |
| Umsatzerlöse
Gas |
73.482 |
59.231 |
| Sonstige
Umsatzerlöse |
154.460 |
86.060 |
|
2.663.881 |
2.129.321 |
Die Umsatzerlöse enthalten hauptsächlich
Entgelte für die Nutzung der Strom- und Gasnetze der
E.DIS Netz GmbH sowie Erlöse aus der Erstattung von
Vergütungen im Rahmen des EEG. Im Rahmen der
energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich
im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Umsätze in
Höhe von 117.200 T€ (Vorjahr 92.300 T€).
Die sonstigen Umsatzerlöse betreffen die
Weiterberechnung von Lieferungen und Leistungen sowie
sonstige Betriebsführungsentgelte.
Alle Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.
Andere aktivierte Eigenleistungen
Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von
30.276 T€ (Vorjahr 10.716 T€) betreffen
vornehmlich Personal- und Materialaufwendungen, für
die zur Erweiterung der Strom- und Gasnetze vorgenommenen
Investitionen.
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in
Höhe von insgesamt 29.190 T€ (Vorjahr 41.161
T€) sind überwiegend Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen bzw.
Ausgleichsposten für deren Inanspruchnahme enthalten.
Ferner sind hier vor allem außergewöhnliche
Erträge, Erträge aus Schadenersatz sowie
Erträge aus Anlagenabgängen ausgewiesen.
Die Ausgleichsposten für die Inanspruchnahme von
Rückstellungen betreffen im Umfang von 1.128 T€
den Verlust der Netzgesellschaft Panketal GmbH für das
Geschäftsjahr 2022.
Die E.DIS Netz GmbH hat zum 30. Dezember 2023 ihren
Austritt aus der Versorgungskasse Energie VVaG i. L. (VKE)
erklärt. Die VKE war von deren Mitgliedern bereits im
Jahr 2017 aufgelöst worden. Im Zusammenhang mit der
von den Liquidatoren angekündigten Auskehrung des
anteiligen mitgliedschaftlichen Vermögens wurde im
Geschäftsjahr 2023 ein außergewöhnlicher
Ertrag in Höhe von 3.551 T€ erfasst.
Periodenfremde Erträge fielen in Höhe von
17.280 T€ an und betreffen überwiegend
Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen.
Materialaufwand
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene
Waren |
1.752.378 |
1.226.177 |
| Aufwendungen für
bezogene Leistungen| |
534.733 |
608.466 |
|
2.287.111 |
1.834.643 |
Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen
Aufwendungen für die nach dem EEG aufgenommenen
Energiemengen sowie Aufwendungen für die Nutzung des
vorgelagerten Netzes. Im Rahmen der
energiewirtschaftlichen Mengenabgrenzung ergaben sich
im Geschäftsjahr 2023 periodenfremde Aufwendungen in
Höhe von 126.000 T€ (Vorjahr 62.400 T€).
Personalaufwand
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Löhne und
Gehälter |
128.988 |
113.493 |
| Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
38.551 |
30.104 |
| davon
für Altersversorgung |
15.714 |
9.260 |
|
167.539 |
143.597 |
Abschreibungen
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
109.184 |
103.295 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen (gem.
§ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB) |
139 |
- |
|
109.184 |
103.295 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Übrige
Aufwendungen |
83.385 |
76.562 |
| Sonstige Steuern |
1.275 |
1.143 |
|
84.660 |
77.705 |
Die übrigen Aufwendungen umfassen im
Wesentlichen Kosten für den Bezug von
IT-Dienstleistungen, Instandhaltungs- und
Verwaltungsaufwendungen sowie ratierliche Zuführungen
zur Rückstellung für
Rückbauverpflichtungen.
Periodenfremde Aufwendungen fielen in Höhe von
3.521 T€ an.
Finanzergebnis
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Erträge aus anderen
Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens |
327 |
364 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
15 |
126 |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
20.412 |
15 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
3.315 |
-90 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
7.991 |
55.175 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
8.104 |
7.727 |
| davon
aus der Aufzinsung von Rückstellungen |
-335 |
13.478 |
| Aufwendungen aus
Verlustübernahmen |
1.128 |
- |
|
11.620 |
-54.796 |
Die Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten eine
Ausschüttung des Spezialfonds OB5 in Höhe von 311
T€ (Vorjahr 237 T€).
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge
aus verbundenen Unternehmen weisen im Vorjahr einen
Negativsaldo aus, der im Zusammenhang mit Negativzinsen auf
kurzfristige Geldanlagen stand. Im Berichtsjahr wurden von
entsprechenden positiven Zinserträgen in Höhe von
3.324 T€ negative Zinserträge in Höhe von -9
T€ in Abzug gebracht.
Im Davonvermerk aus der Aufzinsung von
Rückstellungen war im Geschäftsjahr 2023 ein
Negativbetrag in Höhe von -335 T€ auszuweisen.
Neben den Zinsaufwendungen aus der laufenden Aufzinsung des
Berichtsjahres (+308 T€) waren hier negative
Zinsaufwendungen aus Zinssatzänderungen (-643 T€)
zu berücksichtigen.
Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen
ist - im Gegensatz zum Vorjahr - die Aufzinsung der
Pensionsrückstellungen nicht enthalten.
Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden die
Vermögenserträge mit den Aufwendungen aus der
Aufzinsung der Pensionsrückstellung verrechnet und
führten in 2023 zu einem unter den sonstigen Zinsen
und ähnlichen Erträgen auszuweisenden Nettoertrag
(Vorjahr Nettoaufwand mit Ausweis unter den Zinsen und
ähnlichen Aufwendungen). Vor Verrechnung mit den
Vermögenserträgen ergab sich im
Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus der Aufzinsung von
Rückstellungen in Höhe von 3.563 T€ (Vorjahr
13.478 T€).
| in T€ |
2023 |
2022 |
| Aufwendungen aus der
Aufzinsung (einschließlich
Zinssatzänderung) |
3.898 |
13.275 |
| Aufwendungen aus dem
Deckungsvermögen |
3.410 |
41.677 |
| Erträge aus dem
Deckungsvermögen |
24.218 |
9.289 |
|
16.910 |
-45.663 |
In den Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen
sind Verluste aus der Bewertung nach § 253 Abs. 1 Satz
4 HGB in Höhe von 2.973 T€ (Vorjahr 38.699
T€) enthalten. Weiterhin sind unter den Aufwendungen
aus dem Deckungsvermögen Verluste aus der
Veräußerung der zu verrechnenden
Vermögensgegenstände in Höhe von 393 T€
(Vorjahr 2.950 T€) sowie Verwaltungsaufwendungen in
Höhe von 44 T€ (Vorjahr 28 T€) erfasst. Die
letztgenannten Aufwendungen betreffen verbundene
Unternehmen.
Darüber hinaus sind laufende Erträge aus
den zu verrechnenden Vermögensgegenständen in
Höhe von 189 T€ (Vorjahr 1.692 T€)
angefallen, wovon wie im Vorjahr keine Posten verbundenen
Unternehmen zuzuordnen sind. Erträge aus der Bewertung
nach § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB sind in Höhe von
24.029 T€ (Vorjahr 7.597 T€) erfasst worden.
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages
abgeführter Gewinn
Aufgrund des bestehenden
Gewinnabführungsvertrages wurde der erzielte Gewinn in
Höhe von 127.767 T€ an die E.DIS AG
abgeführt.
E. Sonstige Angaben
Angaben nach dem Energiewirtschaftsgesetz
Es bestehen folgende Geschäfte
größeren Umfangs mit verbundenen und
assoziierten Unternehmen, welche aus dem Rahmen der
gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit
herausfallen und nicht lediglich von untergeordneter
Bedeutung sind (Angaben gemäß § 6b Abs. 2
EnWG):
Aufgrund des zwischen der E.DIS AG und der E.DIS Netz
GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrages vom 25.
April 2017 waren für das Berichtsjahr Gewinne in
Höhe von insgesamt 127.767 T€ an die
Gesellschafterin abzuführen. Mit gesonderter
Vereinbarung wurde die Aufrechnung mit einer gegen die
E.DIS AG in dieser Höhe bestehenden Finanzforderung
vorgenommen. Die Aufrechnung wurde
erklärungsgemäß zum 31. Dezember 2023
wirksam (§ 389 BGB). Mit der E.DIS AG bestehen
Dienstleistungsverträge - insbesondere zur
kaufmännischen Betriebsführung. Insgesamt
wurden von der E.DIS Netz GmbH in diesem Zusammenhang
Erträge in Höhe von 2.530 T€ und
Aufwendungen in Höhe von 4.210 T€ erfasst.
Von der E.ON Grid Solutions GmbH, Hamburg, wurden
vornehmlich Energieabrechnungsleistungen gegenüber den
Kunden der E.DIS Netz GmbH vorgenommen, welche im Jahr 2023
ein Volumen von insgesamt 57.565 T€ erreicht haben. In
diesem Zusammenhang wurden auch die Zähler für
den Bestands- sowie den grundzuständigen
Messstellenbetrieb erworben. Die E.DIS Netz GmbH berechnete
gegenüber der E.ON Grid Solutions GmbH insgesamt 1.336
T€ für die von ihr erbrachten Eigenleistungen
für IT-Projekte.
Von der E.ON Digital Technology GmbH, Hannover,
wurden vor allem IT-Dienstleistungen in Höhe von
25.431 T€ bezogen.
Aus Dienstleistungen gegenüber Netzbetreibern im
E.ON-Konzern (Avacon Netz GmbH, Helmstedt; Bayernwerk Netz
GmbH, Regensburg; Netzgesellschaft Panketal GmbH, Panketal;
NordNetz GmbH, Quickborn; Schleswig-Holstein Netz AG,
Quickborn; Celle-Uelzen Netz GmbH, Celle) hat die E.DIS
Netz GmbH insgesamt Erlöse in Höhe von 606.609
T€ erzielt, dem gegenüber stehen Aufwendungen in
Höhe von 235.536 T€. Überwiegend stehen die
Erlöse und Aufwendungen im Zusammenhang mit
Dienstleistungen zur Bilanzkreisbewirtschaftung sowie zur
Verlustenergiebeschaffung. Diese Dienstleistungen werden
von der E.DIS Netz GmbH mit der E.ON Energie Deutschland
GmbH, München, bzw. weiteren konzernfremden
Unternehmen im Auftrag dieser Netzbetreiber abgewickelt und
berechnet. Eine Ergebniswirkung für die E.DIS Netz
GmbH ergibt sich aus dem An- oder Verkauf der Mengen nicht.
Die E.ON SE, Essen, erbrachte im Jahr 2023 für
die E.DIS Netz GmbH Dienstleistungen im Bereich Business
Controlling und Netzsteuerung im Umfang von 2.422 T€.
Ferner wurden von der E.ON SE Leistungen der internen
Revision in Höhe von 321 T€ in Anspruch genommen.
Von der E.ON Country Hub Germany GmbH, Berlin, wurden
Leistungen im Gegenwert von 1.011 T€ für die
Inanspruchnahme personalwirtschaftlicher
Dienstleistungen bezogen.
Die E.ON Accounting Solutions GmbH, Regensburg,
erbrachte für die E.DIS Netz GmbH Globe Business
Support Services im Umfang von 540 T€.
Mit der e.discom Telekommunikation GmbH (e.discom),
Eberswalde, wurde im Jahr 2019 ein
Generalunternehmervertrag über den Bau von
Breitbandnetzen geschlossen. Die Errichtung der einzelnen
Netzelemente setzt jeweils gesonderte Aufträge voraus.
Im Berichtsjahr sind daraus abrechnungsfähige und
erlöswirksame Geschäfte im Umfang von 66.263
T€ erwachsen. Für die im Jahr 2023 erbrachten
Leistungen wurden darüber hinaus Anzahlungen in
Höhe von 107.229 T€ vereinnahmt sowie 74.863
T€ bisher vereinnahmte Anzahlungen aus Vorjahren
verrechnet bzw. rückgerechnet.
Ferner wurden aus der Verpachtung von
Telekommunikationsanlagen gegenüber der e.discom
Erträge in Höhe von 7.267 T€ realisiert.
Daneben wurden vor allem IT- und sonstige Dienstleistungen
in Höhe von insgesamt 4.914 T€ an die e.discom
weiterberechnet. Aufwendungen gegenüber der e.discom
fielen im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 19.651
T€ an und betreffen überwiegend
Telekommunikationsleistungen sowie sonstige
Fremdleistungen.
Mit der E.DIS AG findet ein Cashpooling statt. Daraus
resultierten im Jahr 2023 Zinserträge in Höhe von
3.324 T€. Das Guthaben aus dem Cashpooling
beträgt für die E.DIS Netz GmbH zum
Bilanzstichtag 219.194 T€.
Für ein langfristiges Gesellschafterdarlehen in
Höhe von ursprünglich 300.000 T€
(Bilanzstichtag 295.500 T€) fielen im
Geschäftsjahr Zinsaufwendungen in Höhe von 7.672
T€ an. Davon wurden zum Bilanzstichtag 4.957 T€
als Verbindlichkeiten abgegrenzt.
Aufgrund eines zwischen der E.DIS Netz GmbH und der
Netzgesellschaft Panketal GmbH bestehenden
Gewinnabführungsvertrages wurde vor deren
Abschlusserstellung für den erwarteten Verlust des
Geschäftsjahres 2023 eine angemessene Risikovorsorge
getroffen und im Berichtsjahr als sonstiger betrieblicher
Aufwand erfasst. Darüber hinaus glich die E.DIS Netz
GmbH im Jahr 2023 den im Geschäftsjahr 2022
erwirtschafteten Verlust in Höhe von 1.128 T€
aus. Mit der Netzgesellschaft Panketal GmbH bestehen
Betriebsführungs- und Dienstleistungsverträge.
Insgesamt wurden von der E.DIS Netz GmbH in diesem
Zusammenhang Erträge in Höhe von 1.994 T€
erzielt. Zwischen den beiden Unternehmen findet ferner ein
Cashpooling statt. Daraus resultieren im Jahr 2023 für
die E.DIS Netz GmbH Zinsaufwendungen in Höhe von 108
T€.
Durchschnittliche Beschäftigungszahl
|
2023 |
2022 |
| Vollzeit gesamt |
1.563 |
1.511 |
| davon
männlich |
1.243 |
1.189 |
| davon
weiblich |
320 |
322 |
| Teilzeit gesamt |
99 |
97 |
| davon
männlich |
38 |
35 |
| davon
weiblich |
61 |
62 |
| Gesamt |
1.662 |
1.608 |
| Auszubildende |
167 |
151 |
| davon
männlich |
147 |
135 |
| davon
weiblich |
20 |
16 |
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
sind in der Gesamtangabe im Konzernabschluss der E.ON SE
enthalten.
Nachtragsbericht
Nach dem Abschlussstichtag sind keine Ereignisse
eingetreten oder bekannt geworden, die wesentlichen
Einfluss auf die laufende oder zukünftige
Geschäftstätigkeit oder das Ergebnis der
Gesellschaft haben.
Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der E.DIS Netz GmbH
setzt sich wie folgt zusammen:
Stefan Blache, Berlin Geschäftsbereich
Netzwirtschaft/Kundenservice
Andreas John, Schöneiche bei Berlin
Geschäftsbereich Asset Management
Michael Kaiser, Fürstenwalde (Spree)
Geschäftsbereich Verteilnetz Bau/Betrieb
Die Gesamtbezüge für die im
Geschäftsjahr 2023 tätigen
Geschäftsführer belaufen sich auf 980 T€. In
den Bezügen enthalten sind 112 T€ aktienbasierte
Vergütungen (beizulegender Zeitwert im Zeitpunkt ihrer
Gewährung). Diese beinhalten 11.557 Stück im Jahr
2023 eingeräumte virtuelle Aktien aus dem E.ON
Performance Plan. Frühere Mitglieder der
geschäftsführenden Organe und ihre
Hinterbliebenen bezogen im Geschäftsjahr 1.345
T€. Für diesen Personenkreis waren am
Bilanzstichtag insgesamt Pensionsrückstellungen von
20.794 T€ gebildet.
Entwicklung des Anlagevermögens
| in T€ |
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
33.612 |
9.080 |
- |
- |
42.692 |
| Geleistete
Anzahlungen |
1.415 |
- |
-1.307 |
- |
108 |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
35.027 |
9.080 |
-1.307 |
- |
42.800 |
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
215.824 |
3.781 |
-2.507 |
1.194 |
218.292 |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
3.983.530 |
71.501 |
-29.577 |
82.889 |
4.108.343 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
60.057 |
6.889 |
-1.024 |
1.126 |
67.048 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
203.517 |
171.828 |
- |
-85.209 |
290.136 |
| Sachanlagen |
4.462.928 |
253.999 |
-33.108 |
- |
4.683.819 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
3.289 |
- |
- |
- |
3.289 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
404 |
15 |
- |
- |
419 |
| Wertpapiere des
Anlagevermögens |
103.652 |
- |
-103.652 |
- |
- |
| Sonstige
Ausleihungen |
12 |
- |
-12 |
- |
- |
| Finanzanlagen |
107.357 |
15 |
-103.664 |
- |
3.708 |
| Anlagevermögen |
4.605.312 |
263.094 |
-138.079 |
- |
4.730.327 |
| in T€ |
Kumulierte
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
10.111 |
8.106 |
|
|
18.217 |
| Geleistete
Anzahlungen |
- |
- |
- |
- |
- |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
10.111 |
8.106 |
- |
- |
18.217 |
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
146.694 |
3.621 |
-2.336 |
|
147.979 |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
2.717.535 |
91.837 |
-29.299 |
- |
2.780.073 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
38.192 |
5.620 |
-970 |
- |
42.842 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
- |
- |
- |
- |
- |
| Sachanlagen |
2.902.421 |
101.078 |
-32.605 |
- |
2.970.894 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
- |
- |
- |
- |
- |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
- |
- |
- |
- |
- |
| Wertpapiere des
Anlagevermögens |
- |
- |
- |
- |
- |
| Sonstige
Ausleihungen |
- |
- |
- |
- |
- |
| Finanzanlagen |
- |
- |
- |
- |
- |
| Anlagevermögen |
2.912.532 |
109.184 |
-32.605 |
- |
2.989.111 |
| in T€ |
Buchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
24.475 |
23.501 |
| Geleistete
Anzahlungen |
108 |
1.415 |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
24.583 |
24.916 |
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
70.313 |
69.130 |
| Technische Anlagen und
Maschinen |
1.328.270 |
1.265.995 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
24.206 |
21.865 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
290.136 |
203.517 |
| Sachanlagen |
1.712.925 |
1.560.507 |
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
3.289 |
3.289 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
419 |
404 |
| Wertpapiere des
Anlagevermögens |
- |
103.652 |
| Sonstige
Ausleihungen |
- |
12 |
| Finanzanlagen |
3.708 |
107.357 |
| Anlagevermögen |
1.741.216 |
1.692.780 |
Fürstenwalde/Spree, den
14. Februar 2024
E.DIS
Netz GmbH Geschäftsführung
Stefan
Blache
Andreas
John
Michael
Kaiser
Tätigkeitsabschlüsse
der E.DIS Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2023 Tätigkeitsbereich
Elektrizitäts-Verteilung
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Euro |
Euro |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche |
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte |
20.966.816 |
20.257.844 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
108.401 |
1.165.909 |
|
21.075.217 |
21.423.753 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
| Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden |
|
|
| Grundstücken |
63.943.401 |
62.759.403 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.143.959.646 |
1.093.977.770 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
20.560.798 |
18.801.854 |
| ausstattung |
|
|
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
259.415.541 |
178.770.598 |
|
1.487.879.386 |
1.354.309.625 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
344.252 |
330.527 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
87.855.965 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
9.808 |
|
344.252 |
88.196.300 |
|
1.509.298.855 |
1.463.929.678 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
| Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe |
1.940.386 |
3.063.119 |
|
1.940.386 |
3.063.119 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
88.873.722 |
68.660.411 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
348.767.035 |
203.996.334 |
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
1.255.649 |
1.701.055 |
|
438.896.406 |
274.357.800 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
39.454 |
57.695 |
|
440.876.246 |
277.478.614 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
2.505.542 |
2.560.483 |
| D.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
9.860.168 |
7.117 |
| E.
Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung |
3.111.828 |
3.111.828 |
|
1.965.652.639 |
1.747.087.720 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Euro |
Euro |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
233.283.800 |
233.283.800 |
| II.
Kapitalrücklage |
486.749.614 |
486.749.614 |
| III.
Gewinnrücklagen |
6.768.464 |
6.768.464 |
| davon
andere Rücklagen |
(3.656.636) |
(3.656.636) |
| davon
Rücklage gemäß §17 Abs. 4
DMBilG |
(3.111.828) |
(3.111.828) |
|
726.801.878 |
726.801.878 |
| B.
Zuschüsse |
214.384.670 |
203.170.275 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und |
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
71.214.849 |
67.402.095 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
455.322.520 |
256.615.255 |
|
526.537.369 |
324.017.350 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Erhaltene Anzahlungen |
3.582.059 |
7.767.059 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und |
|
|
| Leistungen |
153.329.859 |
140.149.775 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
312.620.629 |
322.471.029 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
28.396.175 |
22.710.354 |
| davon
aus Steuern |
(16.729.623) |
(11.373.733) |
|
497.928.722 |
493.098.217 |
|
1.965.652.639 |
1.747.087.720 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
|
2023 |
|
2022 |
|
|
Euro |
|
Euro |
| Umsatzerlöse |
|
1.794.344.308 |
|
1.377.215.218 |
| Andere
aktivierte Eigenleistungen |
|
27.961.231 |
|
9.791.168 |
| Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
|
|
| a)
Teilauflösung der
Investitionszuschüsse |
95.600 |
|
95.802 |
|
| b)
Sonstige |
26.152.252 |
26.247.852 |
35.157.247 |
35.253.049 |
| Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- |
|
|
|
|
| stoffe
und für bezogene Waren |
1.081.344.730 |
|
601.386.209 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
363.815.100 |
1.445.159.830 |
424.021.013 |
1.025.407.222 |
| Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
108.195.509 |
|
94.568.756 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und Unterstützung |
32.254.952 |
|
25.023.245 |
|
| davon
für Altersversorgung |
(13.132.177) |
140.450.461 |
(7.690.527) |
119.592.001 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
| Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
92.095.221 |
|
87.506.680 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen |
(138.999) |
|
(0) |
|
| Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
|
|
| a)
Übrige Aufwendungen |
69.506.491 |
|
65.697.978 |
|
| b)
Sonstige Steuern |
1.080.579 |
70.587.070 |
974.045 |
66.672.023 |
| Erträge
aus anderen Wertpapieren und |
|
|
|
|
| Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
|
276.247 |
|
304.525 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
(12.221) |
|
(102.684) |
|
| Sonstige
Zinsen und ähnliche Erträge |
|
18.450.854 |
|
223.450 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
(3.794.288) |
|
(133.030) |
|
| Zinsen
und ähnliche Aufwendungen |
|
7.368.462 |
|
46.819.326 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
(7.368.462) |
|
(7.137.629) |
|
| Ergebnis
vor Ertragsteuern |
|
111.619.448 |
|
76.790.158 |
| Ergebnis
nach Steuern |
|
111.619.448 |
|
76.790.158 |
| Aufwendungen
aus der Gewinnabführung |
|
111.619.448 |
|
76.790.158 |
| Jahresüberschuss |
|
0 |
|
0 |
Tätigkeitsbereich Gas-Verteilung
A k t i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Euro |
Euro |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte |
1.715.358 |
1.825.888 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
129.295 |
|
1.715.358 |
1.955.183 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
| Bauten
einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
| Grundstücken |
4.504.323 |
4.759.911 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
121.915.716 |
122.768.744 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
| ausstattung |
1.211.590 |
1.204.972 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
| im
Bau |
20.000.310 |
14.469.103 |
|
147.631.939 |
143.202.730 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
58.632 |
56.725 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
11.734.667 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
1.854 |
|
58.632 |
11.793.246 |
|
149.405.929 |
156.951.159 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
| Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe |
917.098 |
671.003 |
|
917.098 |
671.003 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.053.387 |
2.081.093 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.765.669 |
616.726 |
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
58.134 |
73.757 |
|
5.877.190 |
2.771.576 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
2.334 |
2.949 |
|
6.796.622 |
3.445.528 |
| C.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
861.437 |
656 |
|
157.063.988 |
160.397.343 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Euro |
Euro |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
11.865.200 |
11.865.200 |
| II.
Kapitalrücklage |
8.985.180 |
8.985.180 |
|
20.850.380 |
20.850.380 |
| B.
Zuschüsse |
16.370.077 |
17.473.302 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und |
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
6.221.709 |
6.208.497 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
12.663.117 |
9.226.569 |
|
18.884.826 |
15.435.066 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Erhaltene Anzahlungen |
923861 |
0 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
4.995.701 |
12.814.212 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
94.137.455 |
93.123.651 |
| 4.
Sonstige Verbindlichkeiten |
901.688 |
700.732 |
| davon
aus Steuern |
(741.752) |
(546.384) |
|
100.958.705 |
106.638.595 |
|
157.063.988 |
160.397.343 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
|
2023 |
|
2022 |
|
|
Euro |
|
Euro |
| Umsatzerlöse |
|
73.492.974 |
|
59.242.501 |
| Andere
aktivierte Eigenleistungen |
|
2.314.954 |
|
924.539 |
| Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
|
|
| a)
Teilauflösung der
Investitionszuschüsse |
96.937 |
|
96.971 |
|
| b)
Sonstige |
1.739.058 |
1.835.995 |
4.379.468 |
4.476.439 |
| Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- |
|
|
|
|
| stoffe
und für bezogene Waren |
20.392.679 |
|
12.850.052 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
20.643.252 |
41.035.931 |
17.625.471 |
30.475.523 |
| Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
9.442.313 |
|
8.561.846 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und Unterstützung |
2.812.784 |
|
2.267.831 |
|
| davon
für Altersversorgung |
(1.147.297) |
12.255.097 |
(708.383) |
10.829.677 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
| Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
9.969.013 |
9.969.013 |
9.978.745 |
9.978.745 |
| Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
|
|
| a)
Übrige Aufwendungen |
4.806.875 |
|
4.316.818 |
|
| b)
Sonstige Steuern |
94.623 |
4.901.498 |
92.428 |
4.409.246 |
| Erträge
aus anderen Wertpapieren und |
|
|
|
|
| Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
|
37.374 |
|
45.391 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
(2.092) |
|
(18.397) |
|
| Sonstige
Zinsen und ähnliche Erträge |
|
1.256.787 |
|
8.158 |
| Zinsen
und ähnliche Aufwendungen |
|
1.159.097 |
|
4.283.967 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
(1.159.097) |
|
(770.158) |
|
| Ergebnis
vor Ertragsteuern |
|
9.617.448 |
|
4.719.870 |
| Ergebnis
nach Steuern |
|
9.617.448 |
|
4.719.870 |
| Aufwendungen
aus der Gewinnabführung |
|
9.617.448 |
|
4.719.870 |
| Jahresüberschuss |
|
0 |
|
0 |
Tätigkeitsbereich grundzuständiger Messstellenbetreiber
A k t i v a
|
31.12.2023
Euro |
31.12.2022
Euro |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte |
653.137 |
426.589 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
36.146 |
|
653.137 |
462.735 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
| Bauten
einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
| Grundstücken |
678.881 |
485.351 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
20.507.342 |
16.269.092 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
| ausstattung |
778.551 |
511.394 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
| im
Bau |
304.001 |
191.565 |
|
22.268.775 |
17.457.402 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
5.656 |
5.428 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
387.976 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
138 |
|
5.656 |
393.542 |
|
22.927.568 |
18.313.679 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
| Roh-,
Hilfs- und Betriebsstoffe |
12.802 |
47.305 |
|
12.802 |
47.305 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.806.988 |
3.115.474 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.024.299 |
2.961.224 |
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
14.029 |
11.793 |
|
7.845.316 |
6.088.491 |
| III.
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten |
415 |
502 |
|
7.858.533 |
6.136.298 |
| C.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
39.621 |
28 |
|
30.825.722 |
24.450.005 |
P a s s i v a
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
Euro |
Euro |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
1.426.213 |
1.426.213 |
| II.
Kapitalrücklage |
2.975.811 |
2.975.811 |
|
4.402.024 |
4.402.024 |
| B.
Zuschüsse |
5.123 |
4.250 |
| C.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und |
|
|
| ähnliche
Verpflichtungen |
286.160 |
262.389 |
| 2.
Sonstige Rückstellungen |
1.631.818 |
1.311.254 |
|
1.917.978 |
1.573.643 |
| D.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen |
|
|
| und
Leistungen |
52.706 |
47.657 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen |
|
|
| Unternehmen |
24.347.204 |
18.352.129 |
| 3.
Sonstige Verbindlichkeiten |
100.687 |
70.302 |
| davon
aus Steuern |
(100.690) |
(65.800) |
|
24.500.597 |
18.470.088 |
|
30.825.722 |
24.450.005 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
|
2023
Euro |
|
2022
Euro |
| Umsatzerlöse |
|
11.003.034 |
|
8.175.503 |
| Sonstige
betriebliche Erträge |
|
|
|
|
| a)
Teilauflösung der
Investitionszuschüsse |
715 |
|
521 |
|
| b)
Sonstige |
1.488.875 |
1.489.590 |
1.070.731 |
1.071.252 |
| Materialaufwand |
|
|
|
|
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs- |
|
|
|
|
| stoffe
und für bezogene Waren |
28.030 |
|
147.391 |
|
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
9.853.365 |
9.881.395 |
7.353.623 |
7.501.014 |
| Personalaufwand |
|
|
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
447.173 |
|
379.595 |
|
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
|
|
|
|
| Altersversorgung
und Unterstützung |
130.918 |
|
98.692 |
|
| davon
für Altersversorgung |
(52.769) |
578.091 |
(29.938) |
478.287 |
| Abschreibungen |
|
|
|
|
| Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegen- |
|
|
|
|
| stände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
2.793.165 |
2.793.165 |
2.045.968 |
2.045.968 |
| Sonstige
betriebliche Aufwendungen |
|
|
|
|
| a)
Übrige Aufwendungen |
1.491.564 |
|
883.443 |
|
| b)
Sonstige Steuern |
36.055 |
1.527.619 |
22.752 |
906.195 |
| Erträge
aus anderen Wertpapieren und |
|
|
|
|
| Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
|
1.371 |
|
2.480 |
| davon
aus verbundenen Unternehmen |
(200) |
|
(1.581) |
|
| Sonstige
Zinsen und ähnliche Erträge |
|
60.072 |
|
1.859 |
| Zinsen
und ähnliche Aufwendungen |
|
210.225 |
|
190.256 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
(208.707) |
|
(42.325) |
|
| Ergebnis
vor Ertragsteuern |
|
-2.436.428 |
|
-1.870.626 |
| Ergebnis
nach Steuern |
|
-2.436.428 |
|
-1.870.626 |
| Erträge
aus der Verlustübernahme |
|
2.436.428 |
|
1.870.626 |
| Jahresfehlbetrag |
|
0 |
|
0 |
Erläuternde
Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen
- inkl. der Anlage I (Zusätzliche Angaben) und
Anlage II (Anlagenspiegel) -
I. Zuordnungsregeln zur Aufstellung der Bilanz und
Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen
Tätigkeiten:
Die handelsrechtlichen Bilanzen und Gewinn- und
Verlustrechnungen je Tätigkeit wurden entsprechend den
Regelungen in § 6b Abs. 3 EnWG und der
Netzentgeltverordnungen (StromNEV/GasNEV) aufgestellt. Die
E.DIS Netz GmbH hat die Tätigkeitsabschlüsse der
Katalogtätigkeiten gemäß § 6b Abs. 3
Satz 1 EnWG - betreffend die Elektrizitätsverteilung
sowie Gasverteilung - erstellt.
In Ausübung der Marktrolle als
grundzuständiger Messstellenbetreiber (§ 2 Nr. 4
Messstellenbetriebsgesetz MsbG) beachtet die E.DIS Netz
GmbH auch die Anforderungen aus § 3 Abs. 4 Satz 2
MsbG. Die Vorschriften des § 6b EnWG wurden
entsprechend angewendet und eine Bilanz sowie Gewinn- und
Verlustrechnung für den grundzuständigen
Messstellenbetreiber aus dem handelsrechtlichen
Jahresabschluss abgeleitet.
Die Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten -
Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung bzw.
grundzuständiger Messstellenbetreiber - erfolgt
grundsätzlich durch direkte Zuordnung der Konten und
über die jeweiligen Bereichs- bzw. technischen
Kostenstellen. Ist eine direkte Zuordnung zu den einzelnen
Tätigkeiten nicht oder nur mit unvertretbar hohem
Aufwand möglich, erfolgt die Zuordnung über
verursachungsgerechte Schlüsselungen.
Die Erträge und Aufwendungen aus
energiespezifischen Dienstleistungen für verbundene
vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen werden
grundsätzlich den vorstehend genannten
Tätigkeiten zugeordnet. Hinsichtlich der Bestimmung
energiespezifischer Dienstleistungen werden nur
Erträge und Aufwendungen aus der tatsächlichen
Dienstleistungserbringung berücksichtigt.
Originär energiewirtschaftliche Umsatzerlöse und
Materialaufwendungen (z. B. für Mengen aus der
Netznutzung) sind hierunter nicht erfasst.
Es wurden die dem Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH
zugrunde gelegten Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden
angewendet.
a) Zuordnung der Bilanzposten zu den einzelnen
Tätigkeiten:
Die Vermögens- und Kapitalwerte werden
überwiegend direkt einer Tätigkeit zugeordnet.
Die Immateriellen Vermögensgegenstände,
Sachanlagen, Zuschüsse und das Sonderverlustkonto aus
Rückstellungsbildung können, bis auf den geringen
Anteil der innerbetrieblichen Leistungsbeziehungen,
über die Bereichs- bzw. technischen Kostenstellen und
über Bilanzeinzelkonten direkt den Tätigkeiten
zugeordnet werden.
Erhaltene Anzahlungen, Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände, Rückstellungen,
Verbindlichkeiten sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden,
soweit mit vertretbarem Aufwand möglich, anhand der
Bilanzeinzelposten direkt den Tätigkeiten zugeordnet.
Ansonsten wurden diese Bilanzposten
sachverhaltsabhängig den einzelnen Tätigkeiten
durch Schlüsselung zugeordnet.
Die Finanzanlagen (mit Ausnahmen der Anteile an
verbundenen Unternehmen), die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe, die flüssigen Mittel, der aktive
Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung und
das Eigenkapital können keiner Tätigkeit direkt
zugeordnet werden, deshalb wurden diese Bilanzposten durch
verursachungsgerechte Schlüsselung den einzelnen
Tätigkeiten zugeordnet.
Der Bilanzausgleichsposten aufgrund des
Ergebnisabführungsvertrages wird in der Zuordnung des
Cashpooling in den Posten Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen abgebildet.
Die verwendeten Zuordnungsschlüssel für die
Bilanz wurden aus dem Vorjahr unverändert angewendet.
b) Zuordnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
zu den einzelnen Tätigkeiten:
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
werden, bis auf den geringen Anteil der innerbetrieblichen
Leistungsbeziehungen, über die Bereichs- bzw.
technischen Kostenstellen und über Einzelkonten direkt
den Tätigkeiten zugeordnet.
Die direkt den jeweiligen Tätigkeitsbereichen
zugeordneten Aufwendungen und Erträge sind
buchhalterisch unmittelbar in den jeweiligen Bereichen
erfasst. Posten, die keiner Tätigkeit direkt
zugeordnet werden können, werden mittels des
Schlüssels auf die Tätigkeiten verteilt. Dabei
werden die Personalaufwendungen nach dem
Personalschlüssel und die übrigen Aufwendungen im
Wege der Zuschlagskalkulation verteilt. Im Rahmen der
Zuschlagskalkulation wird anhand der den einzelnen
Kostenstellen bereits zugeordneten Aufwendungen und
Erträge ein prozentualer Zuschlag für
sämtliche zu verteilenden Gemeinkosten (Summe
über alle Konten) auf handelsbilanzieller Basis
ermittelt. Die einzelnen Kostenstellen werden dann mit
diesem prozentualen Anteil an den Gemeinkosten belastet.
Das Jahresergebnis, die Erträge aus
Verlustübernahme bzw. die Aufwendungen aus
Gewinnabführung sind je Tätigkeit, in
Abhängigkeit vom Ergebnis nach Steuern, rechnerisch
ermittelte Positionen.
Die verwendeten Schlüssel wurden aus dem Vorjahr
unverändert angewendet.
c.) Zuordnung Haftungsverhältnisse und sonstigen
finanziellen Verpflichtungen zu den einzelnen
Tätigkeiten:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen im
Wesentlichen Beschaffungssachverhalte im Netzbereich mit
einem Zeithorizont bis 2025 und beruhen auf der
Übernahme der Aufgaben als Dienstleister im
Netzbereich. Diese werden direkt einer Tätigkeit
zugeordnet. Ferner beinhalten die sonstigen finanziellen
Verpflichtungen die Verpflichtungen gegenüber
verbundenen Unternehmen aus Dienstleistungsverträgen
im Netzbereich. Diese werden sachverhaltsabhängig den
einzelnen Tätigkeiten durch Schlüsselung
zugeordnet.
II. Abschreibungsmethoden:
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten
erfasst und linear entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Aufgrund eines Leasingvertrages zur Softwarenutzung wird
die verwendete Software in Einklang mit den steuerlichen
Leasingerlassen und in Ermangelung handelsrechtlicher
Besonderheiten wirtschaftlich dem Leasingnehmer zugerechnet
und daher bei der E.DIS Netz GmbH bilanziert. Als
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird die vereinbarte
Vertragslaufzeit von fünf Jahren angesetzt.
Das Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungs-
oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige
Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten selbst
erstellter Anlagen enthalten neben den Einzelkosten auch
angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der
Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des
Anlagevermögens. Die Ermittlung der
Gemeinkostenzuschlagssätze für das jeweilige
Berichtsjahr basiert methodisch auf den Planzahlen für
das betreffende Geschäftsjahr.
Zugänge werden linear entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die
für die technischen Anlagen und Maschinen verwendeten
Abschreibungsdauern liegen überwiegend zwischen 5 und
35 Jahren.
Vor der Erstanwendung des
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) im
Geschäftsjahr 2010 wurden die Unterschiedsbeträge
zwischen den nach § 4 Fördergebietsgesetz und
§ 6b EStG zulässigen steuerrechtlichen
Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen
Abschreibungen bei der Rechtsvorgängerin E.DIS AG,
Fürstenwalde/Spree, aktivisch vom
Sachanlagevermögen abgesetzt. Ausweis und Bewertung
werden gemäß Artikel 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB
fortgeführt.
Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare,
bewegliche Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen 250
€ und 800 € ab dem Geschäftsjahr 2018
grundsätzlich sofort abgeschrieben. Die modernen
Messeinrichtungen werden unabhängig von der Höhe
ihrer Anschaffungskosten aktiviert und über die
jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben
III. Angabe nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB:
Bei den Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen beträgt der
Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren (1,82 Prozent) und dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden
Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren
(1,74 Prozent) bei der Stromverteilung 4.179 T€
(Vorjahr 21.090 T€), bei der Gasverteilung 365 T€
(Vorjahr 1.943 T€) und beim grundzuständigen
Messtellenbetrieb 17 T€. (Vorjahr 82T€)
Fürstenwalde/Spree, den
14. Februar 2024
E.DIS
Netz GmbH Geschäftsführung
Stefan
Blache
Andreas
John
Michael
Kaiser
Anlage
I zu den erläuternden Angaben Tätigkeitsabschluss
2023 E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree
Zusätzliche Angaben
Angabe nach § 42 Absatz 3 GmbHG (in T€):
|
|
31.12.2023 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
| Forderungen
gegen Gesellschafter |
305.744 |
9 |
0 |
195.466 |
5 |
0 |
| davon
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
106 |
9 |
0 |
58 |
5 |
0 |
| davon
Finanzforderungen, Restlaufzeit bis zu einem
Jahr |
305.638 |
0 |
0 |
195.408 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern |
273.315 |
91.714 |
23.948 |
277.500 |
92.465 |
16.586 |
| davon
Finanzverbindlichkeiten, Restlaufzeiten bis zu einem
Jahr |
0 |
69.529 |
23.948 |
0 |
69.965 |
16.586 |
| davon
Finanzverbindlichkeiten, Restlaufzeiten über
einem Jahr |
273.315 |
22.185 |
0 |
277.500 |
22.500 |
0 |
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (in
T€):
|
|
31.12.2023 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
| Forderungen
gegen verbundene Unternehmen |
348.767 |
1.766 |
1.024 |
203.996 |
617 |
2.961 |
| davon
aus Lieferungen und Leistungen |
43.129 |
1.766 |
1.024 |
8.588 |
617 |
2.961 |
| davon
Finanzforderungen |
305.638 |
0 |
0 |
195.408 |
0 |
0 |
Alle Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr
- eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem
Jahr (in T€):
|
|
31.12.2023 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
| Erhaltene
Anzahlungen |
3.582 |
924 |
0 |
7.767 |
1 |
0 |
| Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen |
153.330 |
4.996 |
53 |
140.150 |
12.814 |
48 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
37.771 |
73.449 |
24.346 |
49.110 |
70.935 |
18.351 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
28.396 |
902 |
101 |
22.710 |
701 |
70 |
| davon
aus Steuern |
(16.730) |
(742) |
(101) |
(11.374) |
(546) |
(66) |
|
223.079 |
80.271 |
24.500 |
219.737 |
84.451 |
18.469 |
Zum Bilanzstichtag bestanden darüber hinaus
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in der
Elektrizitätsverteilung in Höhe von 274.850
T€ (273.361 T€ im Vorjahr), in der Gasverteilung
in Höhe von 20.688 T€ (22.189 T€ im Vorjahr)
und im grundzuständigen Messstellenbetrieb 1 T€
(Vorjahr 1 T€). Davon haben eine Restlaufzeit von
über fünf Jahren in der
Elektrizitätsverteilung 266.571 T€ (Vorjahr
242.767 T€), in der Gasverteilung 20.064 T€
(Vorjahr 19.737 T€) und im grundzuständigen
Messstellenbetrieb 0 T€ (Vorjahr 0 T€).
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle
Verpflichtungen (in T€):
|
|
31.12.2023 |
|
|
31.12.2022 |
|
|
Elektrizitäts-
verteilung |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
Elektrizitäts-
verteilung * |
Gas-
verteilung |
grundzust.
Messstellenb. |
| sonstige
finanzielle Verpflichtungen |
407.287 |
10.737 |
12.968 |
379.719 |
11.472 |
6.088 |
| davon
gegenüber verbundenen oder assoziierten
Unternehmen |
63.893 |
2.762 |
12.968 |
57.142 |
2.270 |
6.088 |
Anlage
II zu den erläuternden Angaben
Tätigkeitsabschluss 2023
E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree - Tätigkeitsbereich Elektrizitäts-Verteilung
Anlagenspiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
01.01.2023
€ |
Zugänge
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen
€ |
31.12.2023
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte |
28.746.909 |
7.696.131 |
0 |
-308.409 |
36.134.631 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
1.165.909 |
0 |
1.042.899 |
-14.609 |
108.401 |
|
29.912.818 |
7.696.131 |
1.042.899 |
-323.018 |
36.243.032 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
|
| und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
|
| Grundstücken |
193.530.482 |
3.684.429 |
2.128.577 |
-215.897 |
194.870.437 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.511.954.741 |
60.366.025 |
11.614.924 |
66.957.710 |
3.627.663.552 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
|
| ausstattung |
51.654.703 |
5.907.479 |
875.853 |
300.964 |
56.987.293 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
|
| im
Bau |
178.770.598 |
153.578.234 |
0 |
-72.933.291 |
259.415.541 |
|
3.935.910.524 |
223.536.167 |
14.619.354 |
-5.890.514 |
4.138.936.823 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
330.527 |
13.711 |
0 |
14 |
344.252 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
87.855.965 |
0 |
87.855.965 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
9.808 |
0 |
9.794 |
-14 |
0 |
|
88.196.300 |
13.711 |
87.865.759 |
0 |
344.252 |
|
4.054.019.642 |
231.246.009 |
103.528.012 |
-6.213.532 |
4.175.524.107 |
|
Abschreibungen |
|
01.01.2023
€ |
Zugänge
€ |
Abgänge
€ |
Umbuchungen
€ |
31.12.2023
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte |
8.489.065 |
6.749.805 |
0 |
-71.055 |
15.167.815 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
8.489.065 |
6.749.805 |
0 |
-71.055 |
15.167.815 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
|
|
|
| und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
|
| Grundstücken |
130.771.079 |
3.242.619 |
1.985.858 |
-1.100.804 |
130.927.036 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
2.417.976.971 |
77.328.855 |
11.345.474 |
-256.446 |
2.483.703.906 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
|
| ausstattung |
32.852.849 |
4.773.942 |
828.986 |
-371.310 |
36.426.495 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
|
| im
Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
2.581.600.899 |
85.345.416 |
14.160.318 |
-1.728.560 |
2.651.057.437 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
2.590.089.964 |
92.095.221 |
14.160.318 |
-1.799.615 |
2.666.225.252 |
|
Restbuchwert |
|
31.12.2023
€ |
01.01.2023
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte |
20.966.816 |
20.257.844 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
108.401 |
1.165.909 |
|
21.075.217 |
21.423.753 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte |
|
|
| und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
| Grundstücken |
63.943.401 |
62.759.403 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
1.143.959.646 |
1.093.977.770 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
| ausstattung |
20.560.798 |
18.801.854 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
| im
Bau |
259.415.541 |
178.770.598 |
|
1.487.879.386 |
1.354.309.625 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
344.252 |
330.527 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
87.855.965 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
9.808 |
|
344.252 |
88.196.300 |
|
1.509.298.855 |
1.463.929.678 |
E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree - Tätigkeitsbereich Gas-Verteilung
Anlagenspiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte |
2.822.552 |
676.839 |
0 |
-91.596 |
3.407.795 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
129.295 |
0 |
129.561 |
266 |
0 |
|
2.951.847 |
676.839 |
129.561 |
-91.330 |
3.407.795 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
|
|
|
| Bauten
einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
|
| Grundstücken |
12.614.744 |
39.450 |
188.418 |
-205.893 |
12.259.883 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
332.063.384 |
2.344.272 |
0 |
5.422.048 |
339.829.704 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
|
| ausstattung |
3.506.212 |
356.045 |
34.273 |
-67.767 |
3.760.217 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
|
| im
Bau |
14.469.103 |
11.532.697 |
0 |
-6.001.490 |
20.000.310 |
|
362.653.443 |
14.272.464 |
222.691 |
-853.102 |
375.850.114 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
56.725 |
1.739 |
0 |
168 |
58.632 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
11.734.667 |
0 |
11.734.667 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
1.854 |
0 |
1.686 |
-168 |
0 |
|
11.793.246 |
1.739 |
11.736.353 |
0 |
58.632 |
|
377.398.536 |
14.951.042 |
12.088.605 |
-944.432 |
379.316.541 |
|
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
|
|
|
| und
ähnliche Rechte |
996.664 |
715.571 |
0 |
-19.798 |
1.692.437 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
996.664 |
715.571 |
0 |
-19.798 |
1.692.437 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
|
|
|
| Bauten
einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
|
|
|
| Grundstücken |
7.854.833 |
274.945 |
171.223 |
-202.995 |
7.755.560 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
209.294.640 |
8.648.378 |
0 |
-29.030 |
217.913.988 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
|
|
|
| ausstattung |
2.301.240 |
330.119 |
34.273 |
-48.459 |
2.548.627 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
|
|
|
| im
Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
219.450.713 |
9.253.442 |
205.496 |
-280.484 |
228.218.175 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
220.447.377 |
9.969.013 |
205.496 |
-300.282 |
229.910.612 |
|
Restbuchwert |
|
31.12.2023 |
01.01.2023 |
|
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte |
|
|
| und
ähnliche Rechte |
1.715.358 |
1.825.888 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
129.295 |
|
1.715.358 |
1.955.183 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und |
|
|
| Bauten
einschl. der Bauten auf fremden |
|
|
| Grundstücken |
4.504.323 |
4.759.911 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
121.915.716 |
122.768.744 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- |
|
|
| ausstattung |
1.211.590 |
1.204.972 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen |
|
|
| im
Bau |
20.000.310 |
14.469.103 |
|
147.631.939 |
143.202.730 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
58.632 |
56.725 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
11.734.667 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
1.854 |
|
58.632 |
11.793.246 |
|
149.405.929 |
156.951.159 |
E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree -Tätigkeitsbereich grundzuständiger Messstellenbetreiber
Anlagenspiegel
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte |
604.973 |
257.582 |
0 |
272.460 |
1.135.015 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
36.146 |
0 |
48.927 |
12.781 |
0 |
|
641.119 |
257.582 |
48.927 |
285.241 |
1.135.015 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.927.707 |
20.683 |
69.373 |
1.197.376 |
4.076.393 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
20.229.563 |
6.618.249 |
2.277 |
-28.420 |
26.817.115 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
1.370.663 |
212.842 |
40.342 |
559.603 |
2.102.766 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
191.565 |
184.697 |
0 |
-72.261 |
304.001 |
|
24.719.498 |
7.036.471 |
111.992 |
1.656.298 |
33.300.275 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
5.428 |
250 |
0 |
-22 |
5.656 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
387.976 |
0 |
387.976 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
138 |
0 |
160 |
22 |
0 |
|
393.542 |
250 |
388.136 |
0 |
5.656 |
|
25.754.159 |
7.294.303 |
549.055 |
1.941.539 |
34.440.946 |
|
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
31.12.2023 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
|
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte |
178.384 |
233.053 |
0 |
70.441 |
481.878 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
178.384 |
233.053 |
0 |
70.441 |
481.878 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.442.356 |
37.863 |
65.215 |
982.508 |
3.397.512 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.960.471 |
2.350.011 |
233 |
-476 |
6.309.773 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
859.269 |
172.238 |
38.583 |
331.291 |
1.324.215 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
7.262.096 |
2.560.112 |
104.031 |
1.313.323 |
11.031.500 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
7.440.480 |
2.793.165 |
104.031 |
1.383.764 |
11.513.378 |
|
Restbuchwerte |
|
31.12.2023 |
01.01.2023 |
|
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte |
653.137 |
426.589 |
| 2.
Geleistete Anzahlungen |
0 |
36.146 |
|
653.137 |
462.735 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschl. der Bauten auf fremden
Grundstücken |
678.881 |
485.351 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
20.507.342 |
16.269.092 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
778.551 |
511.394 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
304.001 |
191.565 |
|
22.268.775 |
17.457.402 |
| III.
Finanzanlagen |
|
|
| 1.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
5.656 |
5.428 |
| 2.
Wertpapiere des Anlagevermögens |
0 |
387.976 |
| 3.
Sonstige Ausleihungen |
0 |
138 |
|
5.656 |
393.542 |
|
22.927.568 |
18.313.679 |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die E.DIS Netz GmbH, Fürstenwalde/Spree
Vermerk über die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH,
Fürstenwalde/Spree, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der E.DIS
Netz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach
§ 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in
Abschnitt IV des Lageberichts enthalten ist, haben wir in
Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht
inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum
Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der
oben genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt.
Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung
des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt IV des
Lageberichts enthalten ist.
Unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht
auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben
wir weder ein Prüfungsurteil noch
irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung
hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben
wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen
oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit
den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht
und die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung
stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus
dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als das Risiko, dass aus
Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die
Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten
Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den
gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren.
Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres
Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte
Bild von der Lage des Unternehmens.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten
Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten
Angaben abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der
Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung
der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter
Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber
hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse
für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung,
Gasverteilung und grundzuständiger
Messstellenbetreiber nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG
sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage
beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden
für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse
- geprüft.
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Nach unserer Beurteilung wurden
die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten.
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Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entsprechen die beigefügten
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG.
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Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten und der
Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit
§ 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b
Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die
Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards:
Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS1 (09.2022)) an. Wir
sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter
sind auch verantwortlich für die Aufstellung der
Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen
Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG
und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im
Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige
Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen,
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ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten haben und
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ob die
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG entsprechen.
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Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten
nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3
Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten
umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den
Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4
EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und
nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der
Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung
der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses
beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir
für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine
Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen
können.
Leipzig, den 14. Februar
2024
KPMG
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Strom,
Wirtschaftsprüfer
Unger,
Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss der E.DIS Netz GmbH zum 31.
Dezember 2023 wurde am 16. April 2024 festgestellt.
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