VIMODROM Erfurt UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseBetrieb von Sportanlagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marco Schmidt seit 18.7.2013 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Landeshauptstadt Erfurt | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SWE Verwertung GmbHErfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023SWE VERWERTUNG GmbH, ErfurtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb steht für die SWE Verwertung GmbH (SWE V GmbH) die Sortierung und Verwertung einer Vielzahl von Abfallarten im Vordergrund. In den Anlagen am Standort Erfurt-Schwerborn werden kommunale sowie gewerbliche Abfälle entsprechend ihrer Stoffparameter sortiert und verwertet. Die im Abfall enthaltenen Wertstoffe können somit im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) sortiert, recycelt und entsorgt werden. In der Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage (WASA) werden vorrangig gemischte Bau- und Abbruchabfälle, Gewerbeabfälle sowie Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) sortiert. Diverse technische Anlageneinheiten ermöglichen einen genauen Sortierprozess zur Ressourcen- und Umweltschonung. Gewerbliche und kommunale Grünabfälle werden in der Kompostierungsanlage (KOSA) zu zertifiziertem Kompost verarbeitet. Dieser wird dann mit weiteren Substraten über die Bodenbörse vermarktet. Der Kompost kann dadurch in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt werden. Ergänzend betreibt das Unternehmen eine Altholzaufbereitungs- (AHAB) und eine Bauschuttrecyclinganlage (BARA). Aus den eingehenden biologischen Abfällen wird in der Trockenfermentationsanlage (TROFA) saubere Energie erzeugt. Die Biomasse wird im Fermenter trocken vergärt. Das dabei entstehende Methan wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verstromt. Neben der Sortierung und Aufbereitung übernimmt das Unternehmen auch die Sammlung und Erfassung von Leichtverpackungen (LVP) und Glas in der Landeshauptstadt Erfurt. Auftraggeber sind dabei die Dualen Systeme der Abfallwirtschaft. Ergänzend wird die Sammlung von Gewerbe- sowie krankenhausspezifischen Abfällen übernommen. Den Kunden werden dabei individuelle Entsorgungsmöglichkeiten zur Abfallverwertung, -beseitigung und -überwachung angeboten. Im Rahmen des Stoffstrommanagement bietet die SWE V GmbH diverse Transportleistungen an und übernimmt die Verwiegungen eingehender kommunaler Abfälle. Am Standort Erfurt-Schwerborn ist eine unternehmenseigene Werkstatt vertreten, welche auch Reparaturleistungen für Dritte anbietet. Die SWE V GmbH unterliegt finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich zu 100 % der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH. Das Unternehmen ist damit in eine körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft eingegliedert. Die Jahresergebnisse werden auf Grundlage des abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die Konzernmutter abgeführt bzw. von ihr ausgeglichen. Die leitenden Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Die SWE V GmbH unterhält keine weiteren Tochterunternehmen oder Beteiligungen. 2. Tätigkeiten gemäß § 6b EnWG Die SWE V GmbH übt Tätigkeiten im energiewirtschaftlichen Bereich nach § 6b Abs. 3 Satz 3 EnWG aus. Dazu zählen die Verstromung der eingehenden Biomasse mittels Trockenfermentation und die des Deponiegases, welches aus dem abgeschlossenen Deponiekörper strömt. Zusätzlich sind auf den Gebäuden am Standort Erfurt-Schwerborn Photovoltaikanlagen errichtet. Die gewonnene Energie wird in das Stromnetz eingespeist. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im weiterhin krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Hinzu kommen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch die steigenden Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.1 Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor (Vorjahr +6,9 %), ist aber weiterhin auf einem hohen Stand. Die Teuerung wurde wie im vorangegangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägten. Bei den Kraftstoffen hingegen zeigte sich im Vergleich zum teuren Vorjahr ein günstigerer Jahresdurchschnitt (-5,8 %)2. Der Rückgang ist auf niedrigere Rohölpreise zurückzuführen. Diese ergeben sich aus einer konjunkturell bedingten niedrigeren Nachfrage bei gleichzeitig höheren Rohöllieferungen. Das Bruttoinlandsprodukt Thüringens ging im 1. Halbjahr 2023 gegenüber dem gleichen Vorjahr preisbereinigt um 0,6 Prozent zurück. Auch im weiteren Jahresverlauf sorgten eine Mischung aus hohen Energiepreisen, fehlenden Mitarbeitern und einer Wirtschaftspolitik, die die Binnennachfrage erheblich beeinträchtigt für eine getrübte Stimmung bei den Thüringer Unternehmern. Die konjunkturellen Risiken und fehlende Planungssicherheit schlagen sich in schwachen Investitionsabsichten nieder. Das größte Risiko für die Unternehmer stellten weiterhin die hohen Energiepreise und deren Konjunkturauswirkung dar. Große Sorgen bereitet auch der Anstieg der Materialkosten. Der Mangel an Arbeitskräften aufgrund der demografischen Entwicklung in Thüringen stellte trotz der konjunkturellen Schwächephase ein wesentliches Geschäftsrisiko und eine strukturelle Herausforderung für die Unternehmer dar.3 Das Konjunkturklima in der Landeshauptstadt Erfurt hat sich deutlich eingetrübt. Mit 81 von 200 möglichen Punkten liegt der Konjunkturklimaindex, der sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen und Pläne für die kommenden Monate berücksichtigt, nach wie vor klar unter dem langjährigen Durchschnitt von 107 Punkten. Die Einschätzung der aktuellen Situation fällt branchenübergreifend schlechter aus.4 Dennoch konnten in Thüringen, insbesondere in Erfurt, ein Zuwachs an Gewerbeanmeldungen registriert werden. In der Landeshauptstadt Erfurt gab es in 2023 landesweit die größten Bewegungen, es wurden 1.566 Gewerbe an- und 1.327 abgemeldet. In 2023 ist die Bevölkerung auf 216.267 Einwohner leicht angestiegen. Der Bevölkerungszuwachs ergibt sich vor allem durch die Zuwanderung aus dem Ausland.5 Für das eher regional geprägte Wirtschaftsumfeld der SWE V GmbH ergab sich daraus ein leicht höheres Abfallaufkommen aus der kommunalen Abfallsammlung. Dennoch sorgten vor allem Schwierigkeiten in der Mengenakquirierung diverser gewerblicher Abfallarten für einen negativen Geschäftsverlauf. Für die gewerblichen Abfallmengen war insbesondere der deutliche Rückgang der Wirtschaftsleistung im produzierenden und verarbeitenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) im Input spürbar. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Damit sanken die Verfügbarkeiten von Bauabfällen. Zudem sorgen die anstehende CO 2 Bepreisung für die thermische Verwertung von Sortierresten sowie die Erhöhung der LKW-Maut für eine schwieriges Branchenumfeld im Entsorgungs- und Transportbereich. Die hohen Energie-, Kraftstoff-, Personal- und Materialkosten sorgen auch im Entsorgungsbereich für eine schwierige Wirtschaftslage. 2. Geschäftsverlauf Die SWE V GmbH kann in 2023 einen sehr durchwachsenen Geschäftsverlauf verzeichnen. Das Geschäftsjahr war weiterhin durch die stark inflationäre und konjunkturell schwächelnde Wirtschaftslage geprägt. Der Anstieg der Beschaffungs- und Dienstleistungspreise sowie der Personalkosten sorgten bei gleichzeitig rückläufigen Abfallaufkommen für einen schwierigen Jahresverlauf. Das Stoffstrommanagement konnte oftmals nur Mengen über Preisanpassungen im Input generieren. Die geringen Anliefermengen sind Auswirkungen der konjunkturellen Entwicklung. Während sich das verarbeitende Gewerbe unterdurchschnittlich entwickelte, sind die Entwicklungen im Baugewerbe in Bezug auf die Wertschöpfung weiterhin rückläufig. Infolge dessen haben sich die verfügbaren gewerblichen Abfallmengen in fast allen Fraktionen verringert. Die SWE V GmbH konnte im Jahresverlauf daher die Umsatzprognose von 15.247 T€ nicht erfüllen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund der ausgeführten Auswirkungen nur 13.500 T€ realisiert. Der starke Kostenanstieg zeigt sich im EBITDA7. Dieses liegt zum Jahresende bei 774 T€, wobei 1.387 T€ geplant waren. Das EBT8 zeigt sich demzufolge mit -450 T€ ebenfalls deutlich negativer als im Vorjahr prognostiziert (Plan 109 T€). Der Geschäftsbereich Sortierung und Aufbereitung mit Bioverwertung konnte die geplanten Umsätze insgesamt nicht erreichen (9.648 T€, Plan 11.848T€). In der Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage (WASA) zeigten sich die geringeren gewerblichen Anlieferungen und somit die geopolitischen Auswirkungen am deutlichsten. In der Anlage wurden 57.329 t Abfälle aufbereitet und sortiert, geplant waren 61.469 t. Um die erzielte Inputmenge zu generieren, waren auch Preisanpassungen notwendig. Daher konnten die erwarteten spezifischen Annahmepreise nicht erzielt werden. Damit ergibt sich ein deutlicher Umsatzrückgang in der WASA. Bei der sensiblen Anlagentechnik der WASA kam es im Jahresverlauf immer wieder zu technischen Defekten, die den Stillstand der Anlage bedingten. Durch zeitnahe Reparaturen und regelmäßige Wartungen konnten diese schnell behoben werden. Dennoch konnte die erwartete Sortiertiefe nicht erreicht werden, sodass ein höherer Anteil an Sortierresten zu steigenden Entsorgungskosten führte. Durch die im Geschäftsjahr 2024 anstehende Erhöhung der Entsorgungskosten aufgrund der CO 2 Bepreisung der thermischen Verwertung von Sortierresten wurden zum Jahresende die Lagerbestände entsprechend der zur Verfügung stehenden Entsorgungskapazitäten reduziert. In der BARA gingen 17.617 t Abfälle ein, wobei 26.792 t geplant waren. Insgesamt konnten, trotz des hohen Wettbewerbs, etwas höhere Annahmepreise erzielt werden als erwartet, sodass die Umsätze mit 252 T€ nur 12 T€ unter der Annahme von 264 T€ liegen. Der Bauschutt wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu mineralisierten Wertstoffen verarbeitet und vermarktet. Die geringen regionalen Bautätigkeiten sorgen für einen Rückgang der Mengen am Entsorgungsmarkt. Ähnlich verhält es sich auch mit der Verfügbarkeit von Holzabfällen. Dabei ist die Zurückhaltung bei der Altholzentsorgung, neben der geringen Materialverfügbarkeit auch auf die erhöhten Preise im Holzhandel zurückzuführen. Auf dem AHAB gingen mit 9.864 t im Berichtszeitraum daher deutlich weniger Holzabfälle ein als erwartet (Plan 16.507 t). Am 17. Juli 2023 kam es zu einem Brandereignis auf dem AHAB. Während des Zerkleinerungsprozesses wurde nach dem Shredderaustrag eine Rauchentwicklung festgestellt. Durch böigen Wind entstand ein offener Brand, welcher sich in den trockenen Abfällen schnell ausbreitete. Durch umsichtiges Handeln der Mitarbeiter und einer funktionierenden Meldekette kam es zu keinem Personen- und nur geringem Sachschaden. In der Trofa verliefen die Anlieferungen der Bioabfälle mit 20.380 t deutlich unter der Planannahme von 23.315 t. Der Mengenrückgang ergibt sich insbesondere aus der Anlieferung der geringeren gewerblichen Bioabfälle. Die Annahmemenge musste in der zweiten Jahreshälfte aufgrund von Kapazitätsengpässen stark gedrosselt werden. Temporär konnten somit nur noch kommunale Bioabfälle aus der Abfallsammlung angenommen werden. In diesem Zusammenhang reduzierte sich die Umschlagshäufigkeit der Bioabfälle in den Fermentern. Aufgrund der längeren Verweilzeit der Bioabfälle im Fermenter sank die Stromerzeugung auf 3.733 MWh von geplanten 3.809 MWh. Aufgrund der günstigen meteorologischen Einflüsse auf die Vegetation lag die Anlieferung kommunaler und gewerblicher Grünabfälle mit 18.614 t über den Erwartungen von 18.000 t. Durch die Kompostierung der Abfälle entstehen zertifizierter Kompost und weitere Bodensubstrate, die über die Bodenbörse vermarktet werden. Die stark saisonal schwankende Kundennachfrage lag in 2023 leicht unter den Erwartungen. Das aus dem abgeschlossenen Deponiekörper strömende Gas wird durch die SWE V GmbH verstromt. Die Stromerzeugung der Anlage lag bei 1.468 MWh (Plan 1.862 MWh). Durch den natürlichen Rotteprozess sinkt die Menge des Gases kontinuierlich, sodass daraus weniger Strom erzeugt werden kann. Durch Einflussnahme der meteorologischen Einflüsse auf die Gasausbeute fiel diese nochmals geringer aus als prognostiziert. Die Photovoltaikanlagen am Standort Erfurt-Schwerborn haben 103 MWh (Plan 95 MWh) Strom im Jahr 2023 produziert. Mit der Sammlung und Erfassung von Abfällen konnte die SWE V GmbH Umsätze in Höhe von 2.558 T€ (Plan 2.228 T€) erwirtschaften. Die Leistungen für die Sammlung und Erfassung von Glas und LVP im Stadtgebiet Erfurt wurden dabei auf Basis der geschlossenen Verträge mit den Dualen Systemen abgerechnet. Insgesamt wurden 5.015 t Glas (Vorjahr 5.368 t) und 5.935 t LVP (Vorjahr 5.873 t) gesammelt. Für die Erbringung von Containerdienstleistungen und Verwiegungen wurden im Unternehmensbereich Stoffstrom 1.135 T€ Umsätze generiert. Durch eine gute Auftragslage lagen die Erlöse über den Prognosen von 1.038 T€. Die SWE V GmbH tätigte im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in Höhe von 577 T€ (Plan 756 T€). Darin enthalten ist die Investition in den Ersatz eines Mobilbaggers aus 2022 von 225 T€, welcher erst in 2023 geliefert wurde. Des Weiteren wurde in die mobile Technik 283 T€ investiert, wobei im Wesentlichen ein LVP-Sammelfahrzeug ersetzt wurde. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Personalbestand entsprechend HGB-Durchschnitt bei 65 Mitarbeitern, was der Personalplanung entspricht. Im Rahmen der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst wurde in der ersten Jahreshälfte ein Abschluss erzielt. Die Beschäftigten erhalten von Juni 2023 bis Februar 2024 einen Inflationsausgleich von insgesamt 3.000 €. Im März 2024 erfolgt eine Tariferhöhung mit einem Sockelbetrag von 200 € zuzüglich einer Steigerung von 5,5 %. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate bis zum 31.12.2024. Zur teilweisen Entkopplung vom steigenden Zinsniveau und zur Entlastung der Verbindlichkeiten im Rahmen des konzerninternen Cash-Pools wurde ein festverzinsliches internes Darlehen bei der SWE Service GmbH (SWE S GmbH) aufgenommen. Das Darlehen über 2.500 T€ hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Das in der Entsorgungswirtschaft wichtige Zertifikat "Entsorgungsfachbetrieb" wurde auch in 2023 von der DEKRA bestätigt. Die Zertifizierungen gemäß DIN EN ISO 9001 Qualitätsmanagement, DIN EN ISO 14001 Umweltmanagement und DIN EN ISO 50001 Energiemanagement wurden im Geschäftsjahr erneut erfolgreich verteidigt. 3. Lage des Unternehmens Ertragslage Die SWE V GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich ab. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz mit 13.500 T€ um 163 T€ leicht gestiegen (Vorjahr 13.337 T€). Der wesentliche Umsatz stammt aus der Sortierung und Verwertung der Abfälle, wobei die Abfallsortieranlagen 7.129 T€ (Vorjahr 7.033 T€) und die biologischen Verwertungsanlagen 1.864 T€ (Vorjahr 1.872 T€) Umsatz generierten. Die Umsätze aus regenerativer Energiegewinnung fielen mit 656 T€ (Vorjahr 1.033 T€) deutlich geringer aus. Der Strom wird aus der Fermentierung der Bioabfälle, den Photovoltaikanlagen und dem Deponiegas gewonnen und in das Versorgungsnetz eingespeist. Der Umsatz des Vorjahres war von den Marktpreisen in Verbindung mit der Energiepreiskrise deutlich beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 verliefen die Einspeisevergütung im Wesentlichen auf dem Niveau der gesetzlichen EEG-Preisbildung. Umsatzerlöse in Höhe von 2.558 T€ (Vorjahr 2.108 T€) wurden mit der Sammlung von Glas, LVP, Gewerbe- und Krankenhausabfällen im Hoheitsgebiet der Landeshauptstadt Erfurt erzielt. Der gestiegene Umsatz gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Entgelten aus den Vertragsverhältnissen mit den Dualen Systemen sowie gewerblichen Abfallerzeugern. Mit der Erbringung von Dienstleistungen, wie die Bereitstellung von Containern, Verwiegungen und Instandhaltungen, wurden 1.260 T€ (Vorjahr 1.255 T€) umgesetzt. Die sonstigen betrieblichen Erträge fallen mit 102 T€ in 2023 deutlich geringer aus als im Vorjahr mit 218 T€. Im Vorjahr waren Erträge aus der Veräußerung von Anlagevermögen enthalten (153 T€). Die Erträge setzten sich im Geschäftsjahr insbesondere aus Versicherungsentschädigungen (34 T€, Vorjahr 33 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (18 T€, Vorjahr 4 T€) und periodenfremden Erträgen (18 T€, Vorjahr 3 T€) zusammen. Der Materialaufwand zeigt sich zum Jahresende 2023 mit 8.008 T€ etwas niedriger als im Vorjahr mit 8.386 T€. Die Kostensenkung ergibt sich im Wesentlichen aus den niedrigeren Entsorgungs- und Verwertungskosten von 3.926 T€ (Vorjahr 4.445 T€). Die gestiegenen Beschaffungskosten für Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Instandhaltungs- und weitere Direktmaterialien in Höhe von 475 T€ (Vorjahr 364 T€) werden durch niedrige Kraftstoffkosten aufgrund des gefallenen Dieselpreises (471 T€, Vorjahr 514 T€) und den niedrigeren Vermarktungspreisen für Papier in den Handelswaren (88 T€, Vorjahr 213 T€) kompensiert. Die Ausgaben für Instandhaltungen und Wartungen in Höhe von 792 T€ (Vorjahr 670 T€) fallen aufgrund des höheren Wartungsbedarf der Anlagen und mobilen Technik höher aus als im Vorjahr. Für sonstige Fremdleistungen wie Transporte wurde in 2023 deutlich mehr aufgewendet (1.694 T€, Vorjahr 1.582 T€). Die Personalaufwendungen sind mit 3.487 T€ (Vorjahr 3.302 T€) aufgrund des im Rahmen der Tarifeinigung zu zahlenden Inflationsausgleiches gestiegen. Zudem ist ein Mitarbeiter mehr beschäftigt als noch im Vorjahr (65 Mitarbeiter, Vorjahr 64 Mitarbeiter). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind geringfügig um 59 T€ auf 1.318 T€ (Vorjahr 1.259 T€) gestiegen. Die wesentlichen Mehrausgaben ergeben sich aus höheren Dienstleistungsentgelten innerhalb der Stadtwerke Erfurt Gruppe (845 T€, Vorjahr 793 T€). Das EBITDA hat sich im Jahresvergleich mit 774 T€ (Vorjahr 629 T€) merklich verbessert. Die Abschreibungen sind aufgrund der defensiven Investitionsstrategie auf 1.101 T€ (Vorjahr 1.119T€) gefallen. Das Finanzergebnis hat sich mit -123 T€ im Vergleich zum Vorjahr (-34 T€) deutlich verschlechtert. Ursächlich dafür ist das gestiegene Zinsniveau. Die SWE V GmbH befindet sich im steuerlichen Organkreis der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH. Das EBT zum 31. Dezember 2023 in Höhe von -450 T€ (Vorjahr -524 T€) kennzeichnet somit zugleich den Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über die Einbindung in das Zentrale Finanzmanagement der Stadtwerke Erfurt Gruppe, so dass die Liquidität des Unternehmens jederzeit gesichert war. Der Finanzmittelfonds der SWE V GmbH betrug zum Geschäftsjahresabschluss -908 T€ (Vorjahr -4.151 T€).
Zinszahlungen im Rahmen des konzerninternen Cash-Pools (T€ -70, Vorjahr T€ -32) sind im Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten. Die Veränderung des Finanzmittelfonds ergibt sich im Wesentlichen aus der Aufnahme eines internen festverzinslichen Darlehens bei der SWE S GmbH zur mittelfristigen Zinssicherung. Das Darlehen über 2.500 T€ hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Die dem Finanzmittelfonds zugeordneten Verbindlichkeiten im Rahmen des konzerninternen Cash-Pools haben sich durch die Aufnahme des Darlehens deutlich reduziert. Des Weiteren sorgen der negative Geschäftsverlauf und die im Vorjahresvergleich höhere Investitionstätigkeit für eine Erhöhung des Finanzbedarfs. Im Geschäftsjahr gab es zudem keine Anlagenverkäufe (Vorjahr 153 T€). Es bestehen keine externen Darlehen. Das Unternehmen war und ist jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 veränderte sich die Vermögenslage im Wesentlichen durch defensive Investitionsstrategie sowie das negative Betriebsergebnis. Das Anlagevermögen stellt sich zum Stichtag mit 5.821 T€ (Vorjahr 6.345 T€) geringer dar als noch im Vorjahr. Die Gesamtinvestitionen lagen im Jahr 2023 bei 577 T€ (Vorjahr 373 T€). Diese setzen sich zum Großteil aus Ausgaben für Anlagen und Fahrzeuge für 543 T€ zusammen. Darin enthalten ist die Ersatzbeschaffung eines LVP Sammelfahrzeug (260 T€) und ein neuer Mobilbagger für die WASA (225 T€), dieser wurde bereits in 2022 bestellt, konnte aber erst in 2023 geliefert werden. Der Rückgang des Anlagevermögens ist durch eine niedrige Investitionsdeckung von 52 % (Vorjahr 33 %) bedingt. Der abschreibungsbedingte Werteverzehr in Höhe von 1.101 T€ (Vorjahr 1.119 T€) kann dementsprechend nicht kompensiert werden. Das Anlagevermögen der SWE V GmbH ist bei einer Anlagendeckung von 91 % (Deckungsgrad II) (Vorjahr 52 %) vollständig durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehendes Eigen- und Fremdkapital finanziert. Die Anlagendeckung durch Eigenkapital (Deckungsgrad I) beträgt 53 % (Vorjahr 48 %). Auf der Passivseite der Bilanz gab es keine Veränderungen beim Eigenkapital (3.073 T€, Vorjahr 3.073 T€). Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag von 36 % auf 39 % gestiegen. Demzufolge reduziert sich der Anteil des Fremdkapitals von 64 % auf 61 %. 4. Gesamtaussage Die SWE V GmbH schließt das Geschäftsjahr 2023, aufgrund der schwierigen Umstände, mit einem negativen Betriebsergebnis ab. Die starken Marktschwankungen in der Entsorgungsbranche, welche durch die rezessive Konjunktur weiter verstärkt wurden, konnten auch mit einem aktiven Stoffstrommanagement nicht abgefangen werden. Zu dem sorgten weitere gesetzliche Bestimmungen für Kostensteigerungen in der SWE V GmbH. Zusammenfassend wird seitens der Geschäftsführung die wirtschaftliche Lage, nach Prüfung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als angespannt, aber beherrschbar, bewertet. III. Prognose, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die SWE V GmbH plant im Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung von 15.652 T€ und Aufwendungen von 15.497 T€ einen Jahresüberschuss von 155 T€ vor Ergebnisabführung. Die Ergebnisverbesserung ergibt sich aus einem weitestgehend stabilen Mengengerüst zu marktbedingten Preissteigerungen. Die Planung geht im Input von einem leichten Anstieg der Mengen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Die Planmengen liegen auf dem Niveau des mittelfristig zu erwartenden Aufkommens. Die SWE V GmbH ist als regionales Entsorgungsunternehmen darauf ausgerichtet, eine ressourcenschonende und umweltgerechte Verwertung diverser Abfallarten anzubieten. Alle betrieblichen Aktivitäten zielen daher darauf ab, die Mengenbilanz auf einem hohen Niveau zu halten, um ein positives Betriebsergebnis trotz der schwierigen Marktlage zu erreichen. Mit der steigenden Globalisierung des Abfallsektors wird dieser empfindlicher gegenüber politischer und konjunktureller Außeneinflüsse. Die SWE V GmbH wird daher weiterhin auf eine aktive Mengenakquise sowie eine umfassende Bestandskundenpflege als regionaler Verwertungspartner setzen. Ab dem 01.01.2024 wird die CO 2 Bepreisung für die thermische Verwertung deutschlandweit umgesetzt. Deshalb musste die SWE V GmbH Preiserhöhungen, insbesondere im Input der WASA, durchführen, um die steigenden Entsorgungskosten auszugleichen. Das Kundenverhalten ist dahin gehend zunächst abzuwarten. Es wird vorerst mit einem stabilen Mengeninput gerechnet. In der Wertstoffaufbereitungs- und Sortieranlage wird für 2024 vorerst mit einem leichten Mengenanstieg entsprechend der technischen und personellen Kapazitäten gerechnet. Dieser orientiert sich an den aktuellen Marktverhältnissen und den Materialverfügbarkeiten. Die Akquirierung von gewerblichen Annahmemengen zu kostendeckenden Preisen wird daher den Erfolg maßgeblich beeinflussen. Durch neue Investitionen in die Anlagentechnik und regelmäßige Wartungen wird die Sortiertiefe mittelfristig wieder verbessert werden können, um im Output weniger Abfälle entsorgen zu müssen. In der BARA wurde das Mengengerüst an eingehenden Bauabfällen nah an den aktuellen Marktverhältnissen geplant. Der Trend der letzten Jahre zeigte einen deutlichen Rückgang der Bauabfälle, weshalb diese in 2024 auf einem etwas niedrigeren Niveau geplant werden. Bei der Anlieferung der Holzabfälle wird hingegen von einem moderaten Anstieg der Anliefermenge ausgegangen, da die Vermarktungspreise stark volatil sind und sich nach der Nachfrage für die Sekundärrohstoffe richten. Mit sinkenden Preisen am Holzmarkt ist von einem Anstieg des Abfallaufkommens auszugehen. Die Anlieferung der kommunalen und gewerblichen Bioabfälle in der Trofa wird im Rahmen der genehmigungsrechtlichen Kapazitätsgrenze auf dem maximalen Mengeninput, ähnlich den Vorjahren, prognostiziert. Entsprechend der Prognosen für das Abfallaufkommen, ist mit einem leichten Anstieg der kommunalen Sammelmenge zu rechnen. Die eingehenden frischen Mengen an Biomasse werden auch für eine stabile Stromerzeugung sorgen. Die Anlieferung der Grünabfälle aus dem kommunalen und gewerblichen Bereich wird in Abhängigkeit von den meteorologischen Bedingungen erwartet. Lange Trocken- oder Frostperioden prägen die Mengenentwicklung. Die SWE V GmbH hofft auf einen hohen Mengeninput aus der kommunalen Grünabfallsammlung. Die Grünabfälle werden zu zertifiziertem Kompost verarbeitet und über die Bodenbörse vermarktet. Die Menge des ausströmenden Gases aus dem Deponiekörper wird aufgrund des natürlichen Verwertungsprozesses auch in 2024 weiter abfallen. Die SWE V GmbH wird den kommunalen Wertstoffhof der SWE SW GmbH als gewerblichen Anlieferplatz im kommenden Geschäftsjahr übernehmen. Daraus werden positive Synergieeffekte auf den Mengeninput diverser Abfallarten erwartet, da somit der Standort attraktiver für gewerbliche Anlieferer wird. Die Aufbereitungs- und Sortieranlagen sowie die mobile Technik befinden sich in einem guten technischen Zustand. Damit dieser gehalten werden kann, müssen die Instandhaltungen und Wartungen regelmäßig durchgeführt werden. Größere Schäden und Anlagenausfälle können ansonsten zu einem wesentlichen Risiko für die SWE V GmbH werden. Die Sammlung und Erfassung von Leichtverpackungen und Glas wird für 2024 über die bestehenden Verträge abgerechnet. Der Vertrag zur Sammlung und Erfassung von Glas ab 2025 wird im folgenden Geschäftsjahr ausgeschrieben. Die SWE V GmbH wird an der Ausschreibung teilnehmen und geht in den kommenden Jahren von einer weiteren Beauftragung durch die Dualen Systeme aus. Für die Sammlung der gewerblichen Glas- sowie sonstigen Gewerbe- und Krankenhausabfälle wird mit einem leicht steigenden Entleerungsvolumen in 2024 gerechnet. Im Geschäftsjahr 2024 wird weiterhin mit einem hohen Anstieg der Beschaffungs- und Dienstleistungskosten gerechnet. Ursächlich dafür ist, neben den weiter bestehenden globalen Unsicherheiten und der Konjunkturaussichten, die Einführung der CO 2 -Bepreisung für die thermische Verwertung von Sortierresten. In der SWE V GmbH sollen im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich nach HGB 62 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Mitarbeiterkapazitäten sind entsprechend der notwendigen Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung der Ausfallzeiten für Urlaub und Krankheit geplant worden. Die Entwicklung der Krankenstände der Mitarbeiter wird unter anderem mit Maßnahmen aus dem betrieblichen Gesundheitsmanagement beeinflusst. Eine tariflich bedingte deutliche Steigerung der Personalkosten wird in 2024 erfolgen. Die SWE V GmbH plant in 2024 ein Investitionsbudget von 795 T€. Dabei werden Ersatzbeschaffungen vor allem in mobile Fahrzeugtechnik erfolgen. Mit diesem Investitionsvolumen und Abschreibungen in Höhe von 1.164 T€ wird die defensive Investitionsstrategie auch für die Folgejahre beibehalten. Die SWE V GmbH wird auch im Geschäftsjahr 2024 als zuverlässiger Entsorger und Verwerter für seine Kunden zur Verfügung stehen. Mit einem geplanten EBITDA in Höhe von 1.419 T€ sollen sich die Ergebnisse stabilisieren. Das EBT wird zum Jahresende 2024 bei 155 T€ erwartet. 2. Risikobericht Die SWE V GmbH ist ein Unternehmen der Stadtwerke Erfurt Gruppe. Die Stadtwerke Erfurt Gruppe betreibt ein konzernweit einheitliches Risikomanagementsystem, in dem wesentliche Risiken der Stadtwerke Erfurt Gruppe erfasst, bewertet und den Geschäftsführungen sowie verantwortlichen Gremien in standardisierter Form berichtet werden. Ziel ist es, bestandsgefährdende Zustände und Situationen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen, zu überwachen und zu berichten. Durch seine Verzahnung mit der Wirtschaftsplanung stellt es eine wichtige Unterstützung der Steuerungs- und Führungsprozesse im Unternehmen dar. Aufbauend auf einer Risikoinventur im Zuge der jährlichen Planung werden alle relevanten Risikopotenziale des Wirtschaftsplanjahres und der dazugehörigen vier Vorschaujahre strukturiert nach Risikokategorien bei den Beteiligungsgesellschaften erfasst und nach prozentualer Eintrittswahrscheinlichkeit9 und finanzieller Schadenshöhe10 als voraussichtliche Abweichung vom geplanten Ergebnis vor Steuern (EBT) bewertet. Die Schadenshöhe und die Eintrittswahrscheinlichkeit bestimmen die Einordnung eines Risikos im Risikoportfolio (Eintrittswahrscheinlichkeiten-Schadenshöhen-Kombinationen). Die Anordnung im Risikoportfolio ermöglicht die Identifizierung kritischer, latenter und irrelevanter Risiken. Mindestens die kritischen Risikogruppen des aktuellen Geschäftsjahres werden zur Sicherung der Frühwarnfunktion kontinuierlich beobachtet und berichtet. Mit der quartalsweisen Risikoberichterstattung und einer Sofortberichterstattung werden unterjährige signifikante Veränderungen der Risiken erfasst und gesteuert. Um den Ordnungsrahmen für das Risikomanagementsystem sicherzustellen, sind Verfahrensweisen und Verantwortlichkeiten in einer Konzernanweisung zum Risikomanagement eindeutig geregelt. Der Risikomanagementprozess wird durch eine Risikomanagementsoftware unterstützt. Die Verantwortung für ein angemessenes Risikomanagement tragen die Geschäftsleitungen der Gesellschaften im Konzernverbund. Für die SWE V GmbH stellen die Marktentwicklungen in der Entsorgungsbranche ein aktives Risiko dar. Die fortschreitende Globalisierung des Abfallsektors sorgt für eine stärkere Empfindlichkeit gegenüber konjunkturellen und politischen Einflüssen. Hohe Abfallimporte und eine geringe Anlagenverfügbarkeit bei den thermischen Verwertern können dabei zu Entsorgungsengpässen im Output der SWE V GmbH führen. Die Marktdynamik wird durch ein aktives Stoffstrommanagement und rechtzeitige kontrahierungspolitische Maßnahmen aufgenommen. Aufgrund der begrenzten Anlagenkapazitäten können einmal entstandene Fehlmengen nur teilweise kompensiert werden. Eine deutliche Risikominimierung erfolgt durch die Akquise weiterer regionaler Verwertungspartner und mit der Erhöhung der Verwertungskapazitäten bei den bereits vorhandenen Geschäftspartnern. Bei den Mengenströmen wird das Risikopotenzial bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als wesentlich eingeschätzt. Aufgrund der Energiekrise sind die Beschaffungskosten für Materialien und Dienstleistungen angestiegen. Dies betrifft insbesondere die Kraftstoffe. Mit dem Abschluss von Dieselderivaten können die Effekte aus den Preisentwicklungen gedämpft werden. Die Beschaffungsrisiken werden bei einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit als wesentlich eingeschätzt. Der in 2023 verhandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 31.12.2024. In diesem Zusammenhang sind die Vergütungsentwicklungen planbar. Aufgrund der zunehmenden Fachkräftemangels wird bei der Besetzung freiwerdender Stellen mit einem längeren Rekrutierungszeitraum gerechnet. Dies führt zu einer Einschätzung mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit und wesentlicher Auswirkung. Technische Ausfälle der Anlagen- und Fahrzeugtechnik sind ein weiteres Risiko in der SWE V GmbH. Durch die tägliche visuelle und akustische Beobachtung sollen, in Verbindung mit regelmäßigen Wartungs- und Pflegearbeiten sowie planmäßigen Instandhaltungen, größere Schäden und Ausfälle vermieden werden. Dieses Risiko wird mit einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit und moderater Auswirkung bewertet. Zur Reduzierung von Forderungsausfallrisiken ist ein aktives Forderungsmanagement mit dem zugehörigen Mahnwesen eingerichtet. Die Risikobewertung führt zu einer mittleren Eintrittswahrscheinlichkeit mit moderater Auswirkung. Gegenwärtig sind keine weiteren Risiken erkennbar, die unter die kritischen Risikogruppen der SWE V GmbH fallen. Mit der Implementierung eines TCMS kann der Steuerpflichtige nachweisen, dass alles Erforderliche unternommen wurde, um Fehlern und Organisationsverschulden vorzubeugen und unrichtige oder unvollständige Steuererklärungen nicht billigend in Kauf genommen, sondern klare Prozesse und Strukturen zur Vermeidung von Fehlern geschaffen wurden. Ende 2022 wurde mit der Veröffentlichung einer Einbindungs- und Steuerrichtlinie sowie einer Geschäftsordnung der Grundstein für die Implementierung einer Tax Compliance Funktion in der SWE S GmbH gelegt, welche das TCMS für den gesamten SWE Konzern ab 2023 überwacht. Die Steuerstrategie beinhaltet die folgenden wesentlichen Ziele der Geschäftsführungen der SWE Gruppe:
Da die SWE S GmbH im Konzernverbund wesentliche, zentrale, kaufmännische Dienstleistungen wahrnimmt, sind für die Steuerarten Lohnsteuer und Ertragsteuern jeweils eine zentrale RKM für die gesamte SWE Gruppe erarbeitet. Für die Steuerart Umsatzsteuer ist aufgrund der unterschiedlichen Prozesse und steuerlichen Risiken in den SWE Unternehmen, für die SWE V GmbH eine spezifische RKM erarbeitet worden. Eine systembasierte Darstellung wurde 2023 in ein IT-gestütztes Managementsystem, überführt, so dass jederzeit eine Dokumentation der steuerlichen Risiken in den einzelnen Prozessen, der Risikomaßnahmen inkl. der Risikokontrollen gegeben ist. Eine systembasierte jährliche Prüfung der Risikobewertung ist mit dem Geschäftsjahr 2023 eingeführt worden. Mit der Veröffentlichung der Einbindungs- und Steuerrichtlinie sowie einer Geschäftsordnung wurde der Grundstein für die Implementierung einer Tax Compliance Funktion in der SWE S GmbH gelegt, welche das TCMS für den gesamten SWE Konzern ab 2023 überwacht. Ab 2024 erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung sowie Dokumentation der steuerlichen Risiken in den einzelnen Prozessen, einschließlich der Risikomaßnahmen und -kontrollen. Hierzu erfolgt auch eine systemseitige Anpassung, um eine bessere Auswertung zu gewährleisten. 3. Chancenbericht Die Entsorgungsdienstleistungen der SWE V GmbH im kommunalwirtschaftlichen Bereich sorgen mit der Sicherung der Abfallmengen aus dem Hoheitsgebiet der Landeshauptstadt Erfurt für einen kontinuierlichen Mengeninput. Durch die perspektivisch wachsende Einwohnerzahl und dem Anstieg an Gewerbetreibenden lässt sich ein leichter Mengenanstieg prognostizieren. Neben den kommunalen Abfällen bezieht die SWE V GmbH gewerbliche Abfälle. Dabei kann das Unternehmen auf langfristige und stabile Kundenbeziehung aufbauen. Durch ein breites Dienstleistungsangebot ist die SWE V GmbH auch für Neukunden immer interessanter. Die Übernahme des gewerblichen Anlieferplatzes wird sich positiv auf das Anlieferverhalten gewerblicher Kleinanlieferer auswirken. Das Stoffstrommanagement wird weiterhin aktiv Mengen akquirieren. Die Konjunkturentwicklung nimmt direkten Einfluss auf das gewerbliche Abfallaufkommen und kann bei einer weiteren Rezession zu sinkenden Inputmengen und dadurch niedrigeren Entsorgungs- und Verwertungskosten im Output, sowie bei einer Expansion zu höheren Inputmengen und steigenden Umsätzen führen. Durch die richtigen Stoffstromregulierungen gilt es dabei, ein starkes monetäres Delta zwischen Erlösen und Kosten zu halten, um ein positives Betriebsergebnis zu erreichen. Der Rückgewinnung von Rohstoffen kommt immer stärkere Bedeutung zu. Insbesondere bei der Nachfrage von Elektroschrott, seltenen Erden sowie für Kunststoffrecycling ist eine Zweitverwertung immer wichtiger und dadurch gewinnbringender für Verwerter. Die Europäischen Abfallrahmenrichtlinien gemeinsam mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, der Gewerbeabfallverordnung und weiteren bundes- und landesrechtlichen Abfallgesetzen fördern den Trend zur ressourcenschonenden und nachhaltigen Entsorgung und Verwertung von Abfällen. Ziel ist, eine hohe Recyclingquote zu erreichen und weniger Abfälle thermisch zu verwerten. Die Anlagentechnik der SWE V GmbH entspricht dabei allen gesetzlichen Vorgaben, die für die Sortierung und Verwertung einzelner Abfallarten benötigt werden. Aufgrund der regelmäßigen Aktualisierungen der für die Abfallwirtschaft maßgeblichen gesetzlichen Grundlagen in der Bundesrepublik Deutschland ist davon auszugehen, dass die Wichtigkeit der Verwerter weiter gestützt wird und damit das Aufgabenfeld der SWE V GmbH noch weiter gestärkt wird. In der TROFA sorgt die im Kreislaufwirtschaftsgesetz festgelegte Getrennthaltungspflicht von Bioabfällen für einen kontinuierlichen Mengenstrom. Da sich die Anlage in einem sehr guten technischen Zustand befindet, ist in 2024 mit einer stabilen Stromerzeugung zu rechnen. IV. Risikoberichtserstattung über Finanzinstrumente Berichterstattung über derivative Finanzinstrumente Die Gesellschaft setzt zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken für den flottenbedingten Dieselbedarf zwei derivative Finanzinstrumente in Form eines Collars ein. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung von Grundgeschäften im Sinne der Begrenzung von Preissteigerungsrisiken für den flottenbedingten Dieselbedarf und stehen damit im Einklang mit den definierten Möglichkeiten der Thüringer Gemeinde- und Landkreisordnung (Thüringer Kommunalordnung). Zur Minimierung des Ausfallrisikos sind Verträge über derivative Finanzinstrumente ausschließlich mit Partnern hoher Bonität unter Beachtung einer konzernweit angemessenen Streuung des Adressausfallrisikos abgeschlossen worden.
Erfurt, 19. Februar 2024 SWE Verwertung GmbH Marco Schmidt, Geschäftsführer 1 https://www.destatis.de/DE/Presse//Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html, 16.01.2024 2 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html, 16.01.2024 3 https://www.ihk.de/erfurt/service/konjunktur-und-statistik/konjunkturumfragen-und-analysen/konjunktur-im-ihk-bezirk-5016698, 16.01.2024 4 https://www.ihk.de/erfurt/service/konjunktur-und-statistik/konjunkturumfragen-und-analysen/konkunkturentwicklung-in-den-kreisen-des-ihk-bezirks-5427856, 16.01.2024 5 https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/konjunktur-erfurt-thueringer-melden-mehr-gewerbe-an-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-240112-99-583593, 17.01.2024 6 https://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/pm/2024/146460.html, 17.01.2024 7 EBITDA steht als Abkürzung für: earnings before interest, taxes, depreciation and amortization; Gewinn vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen 8 EBT steht als Abkürzung für: earnings before taxes, Gewinn vor Steuern 9 Eintrittswahrscheinlichkeitsklassen - Gering (0% bis 20%) - Mittel (20% bis 50%) - Hoch (50% bis 100%) 10 Auswirkungsklassen - Niedrig (0 bis 5 T€) - Moderat (5 bis 16 T€) - Wesentlich (16 bis 38 T€) - Gravierend (über 38 T€) BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023SWE VERWERTUNG GMBH, ERFURTAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023SWE VERWERTUNG GmbH, ErfurtI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die SWE Verwertung GmbH (SWE V GmbH) hat ihren Sitz in Erfurt unter der Geschäftsadresse Magdeburger Allee 34, 99086 Erfurt, und ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Jena unter der Nummer HR B 107 182 eingetragen. Der Jahresabschluss ist unter Beachtung des Gesellschaftsvertrages gemäß den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes berücksichtigt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die SWE V GmbH wird in den Konzernabschluss der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH, Erfurt, (SWE GmbH) einbezogen, mit dieser besteht auch ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. II. Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zu Grunde. Die Sachanlagen werden mit Anschaffungskosten und Bestandteilen der Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die linearen Abschreibungen werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter von 250,01 € bis 800,00 € werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben und grundsätzlich einzeln inventarisiert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu Marktpreisen am Bilanzstichtag nach dem Niederstwertprinzip. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wurde zum gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurde nach der retrograden Methode verfahren. Hierbei wurden zur Ermittlung des beizulegenden Werts ein Gewinnaufschlag sowie eine pauschale Gemeinkostenumlage als Bestandteil der Preiskalkulation vom voraussichtlichen Verkaufserlös abgezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zweifelhafte Forderungen sind wertberichtigt und uneinbringliche Forderungen wurden ausgebucht. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen, angesetzt. Das Stammkapital ist zum Nennwert bilanziert. Die SWE Verwertung GmbH führte 2023 Beiträge an die ZVK Thüringen (Zusatzversorgungskasse) in Höhe von 152.234,59 € ab. Der Zusatzbeitrag im Jahr 2023 betrug 5,90 % und wird bis 2025 auf 6,10 % ansteigen. Er gliedert sich in einen Arbeitnehmer- sowie einen Arbeitgeberanteil. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet. Eine Aufteilung der zukünftigen Versorgungsverpflichtungen der ZVK, die sich aus den Anwartschaften der angemeldeten Pflichtversicherten und Rentenberechtigten ergeben, ist mit vertretbarem Aufwand nicht ermittelbar. Die Pensionsrückstellung wurde nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) und entsprechend den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Verwendung des Barwerts mit einem Rechnungszins von 1,83 % gebildet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit der Pensionsverpflichtungen von 15 Jahren. Der Rententrend wurde ab Beginn der Altersrente mit 2,00 % Steigerung p.a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und sind mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert. Bis auf die Rückstellungen für Altersteilzeit und Jubiläum haben die sonstigen Rückstellungen eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr. In den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläumsgeld enthalten. Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen nach dem Blockmodell erfolgte nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden unter Verwendung des Barwertes mit einem Rechnungszinssatz von 1,05 % und einem Gehaltstrend von 2,75 % angesetzt. Die Rückstellung für Jubiläumsgeld wurde nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) mit einem Rechnungszins von 1,76 % und entsprechend den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet. Der Bewertung liegen ein Gehaltstrend von 2,75 % als auch ein BBG - Trend (Beitragsbemessungsgrenze) von 2,75 % p. a. zugrunde. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre bei einer Restlaufzeit der Verpflichtung von 15 Jahren. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen, gebildet. III. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Der Bestand und die Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtszeitraum sind in dem beigefügten Anlagespiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB dargestellt. Die Vorräte betreffen im Wesentlichen Fertigerzeugnisse und Waren in Höhe von 191 T€ (Vorjahr 178 T€) sowie unfertige Erzeugnisse in Höhe von 28 T€ (Vorjahr 23 T€). Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 603 T€ (Vorjahr 620 T€) beinhalten Forderungen aus dem Verlustausgleich gegenüber dem Gesellschafter (Organträger) in Höhe von 450 T€ (Vorjahr 524 T€). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen die Zahlung einer Optionsprämie zur Dieselabsicherung 6 T€ (Vorjahr 0 T€). Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Gutachten und sind in Höhe von 126 T€ (Vorjahr 117 T€) ausgewiesen. Sie enthalten einen Aufzinsungsbetrag von 2 T€. Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus der Bewertung zwischen dem Ansatz des Siebenjahreszinssatzes und dem Ansatz des Zehnjahreszinssatzes beträgt 1 T€. Der Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB. Er muss jedoch im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an den Organträger abgeführt werden, da eine korrespondierende Abführungssperre nicht geregelt ist. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen insbesondere Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von 219 T€ (Vorjahr 254 T€), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 44 T€ (Vorjahr 23 T€), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Erstellung der Steuererklärung in Höhe von 25 T€ (Vorjahr 14 T€), Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von 17 T€ (Vorjahr 0 T€) sowie Rückstellungen für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 4 T€ (Vorjahr 30 T€). Die Verbindlichkeiten setzen sich gemäß dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel wie folgt zusammen: Verbindlichkeitenspiegel in T€
IV. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse in Höhe von 13.500 T€ (Vorjahr 13.337 T€) gliedern sich wie folgt aus den Tätigkeitsbereichen der SWE V GmbH auf:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 102 T€ (Vorjahr 218 T€) sind im Wesentlichen Erträge aus Schadensregulierungen (34 T€, Vorjahr 33 T€) und aus der Auflösung von Rückstellungen (18 T€, Vorjahr 4 T€) enthalten. Die periodenfremden Erträge beliefen sich auf 18 T€ (Vorjahr 3 T€). Es wurden keine Erträge aus Anlagenabgängen erzielt (Vorjahr 153 T€). Die Materialaufwendungen in Höhe von 8.008 T€ (Vorjahr 8.386 T€) setzen sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Leistungen zusammen, welche bei der betrieblichen Leistungserstellung angefallen sind. Der Bezug von Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen (1.169 T€, Vorjahr 1.254 T€) ergibt sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Brenn- und Treibstoffe (471 T€, Vorjahr 514 T€), Instandhaltungsmaterialien (245 T€, Vorjahr 191 T€), Hilfs- und Betriebsstoffen (194 T€, Vorjahr 152 T€) sowie Energie- und Abwasseraufwendungen (129 T€, Vorjahr 146 T€). Des Weiteren sind die Aufwendungen für Handelswaren in Höhe von 88 T€ (Vorjahr 213 T€) enthalten, welche neben der Verrechnung für Altpapier auch den Zukauf von Substraten für die Bodenbörse abbilden. In den bezogenen Leistungen (6.839 T€, Vorjahr 7.132 T€) sind die Entsorgungs- und Verwertungskosten (3.926 T€, Vorjahr 4.445 T€), der Bezug sonstiger Fremdleistungen (1.694 T€, Vorjahr 1.582 T€), Aufwendungen für Instandhaltung und Wartungen (792 T€, Vorjahr 670 T€), Mietaufwendungen (244 T€, Vorjahr 227 T€), Einsatzkosten für Leiharbeitnehmer (93 T€, Vorjahr 129 T€) und periodenfremde Aufwendungen (8 T€, Vorjahr 12 T€) als wesentliche Positionen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1.318 T€ (Vorjahr 1.259 T€) umfassen überwiegend Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem Konzern (845 T€, Vorjahr 793 T€), Versicherungen und Beiträge (235 T€, Vorjahr 231 T€) sowie Reinigungskosten (66 T€, Vorjahr 63 T€). V. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum 31. Dezember 2023 aus längerfristigen Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von 219 T€ p. a. (davon mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 102 T€), davon 62 T€ mit einer Laufzeit von einem Jahr, 122 T€ p. a. mit unbegrenzter Laufzeit und 35 T€ p.a. mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Daneben besteht ein Bestellobligo in Höhe von 27 T€, ausschließlich für Investitionen. Derivative Finanzinstrumente wurden zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken für den Dieselbedarf unter Einhaltung festgelegter Risikolimite abgeschlossen. Da die Sicherungsentscheidungen ausschließlich auf das Risikomanagement zu Grundgeschäften gerichtet sind und die Sicherungsgeschäfte mit Durchhalteabsicht abgeschlossen werden, wurden sämtliche Sicherungsbeziehungen durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. Wertänderungen einzelner Bestandteile dieser wirksamen Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode nicht bilanziert. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente richtet sich weder auf die Optimierung von Anlagekonditionen noch auf die Erzielung von Zusatzerträgen ohne Bezug zu Grundgeschäften und steht damit im Einklang mit den definierten Möglichkeiten der Thüringer Gemeinde- und Landkreisordnung (Thüringer Kommunalordnung). Die gebildeten Bewertungseinheiten bestehen aus unmittelbaren, direkten Beziehungen von einem Grundgeschäft zu einem entsprechenden derivativen Finanzinstrument (Microhedges). Die wertbestimmenden Faktoren stimmen zwischen den abgesicherten Teilen der Grundgeschäfte und den absichernden Teilen der Sicherungsinstrumente (z. B. Nominalbetrag, Referenzzinssatz und Laufzeit) in einem Maße überein, dass die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten sowohl in deren rückwirkender Ermittlung als auch prospektiver Beurteilung über die gesamte Laufzeit der derivativen Finanzinstrumente erfüllt ist. Aufgrund des Vorliegens wirksamer Bewertungseinheiten besteht für diese geschlossenen Positionen mit negativen Marktwerten der Sicherungsgeschäfte kein Rückstellungsbedarf. Durch die SWE V GmbH wurde in 2022 zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken für den flottenbedingten Dieselbedarf ein derivatives Finanzinstrument (Collar) für 40 % des für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2024 aus den abzudeckenden Linien bestehenden Dieselbedarfes mit einem Ausgangssicherungsnominal von 264 metrischen Tonnen abgeschlossen. Mit Vertragsabschluss des Zero-Cost-Collars wurde keine Prämienzahlung fällig und demzufolge ist keine Bilanzierung vorzunehmen. In 2023 wurde zur Begrenzung von Preissteigerungsrisiken für den flottenbedingten Dieselbedarf ein neues derivatives Finanzinstrument (Collar) für 40 % des für den Zeitraum vom 1. Juli 2023 bis zum 31. Dezember 2025 aus den abzudeckenden Linien bestehenden Dieselbedarfes mit einem Ausgangssicherungsnominal von 330 metrischen Tonnen abgeschlossen. Das Sicherungsnominal zum 31. Dezember 2023 beträgt 264 metrische Tonnen. Die mit dem Vertragsschluss bereits gezahlte Prämie wird als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert, dessen zeitanteilige Auflösung hat den Dieselaufwand im Geschäftsjahr um 2 T€ erhöht. Der nach dieser Auflösung verbleibende aktive Rechnungsabgrenzungsposten für bereits gezahlte Prämien beträgt zum Bilanzstichtag 6 T€. Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten (HGB) betrug im Berichtszeitraum 65 Mitarbeiter, davon 64 Beschäftigte (55 gewerbliche Arbeitnehmer und 9 Angestellte) und ein geringfügig Beschäftigter. Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Marco Schmidt. Er ist angestellter Geschäftsführer der SWE Stadtwirtschaft GmbH (SWE SW GmbH) und zugleich Geschäftsführer in der SWE UmweltService GmbH (SWE US GmbH). Der Geschäftsführer wurde für seine Tätigkeit von der SWE SW GmbH vergütet. Im Geschäftsjahr 2023 habe die Gesamtbezüge der ehemaligen Mitglieder des Geschäftsführungsorgans T€ 11 betragen. Der Betrag der für diese Personengruppe gebildeten Rückstellung für Pensionen beträgt T€ 125. Die erforderlichen Angaben zum Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der SWE GmbH enthalten. Die latenten Steuern werden beim Organträger ausgewiesen. Geschäfte mit verbundenen Unternehmen wurden ausschließlich zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Gemäß § 6b Abs. 2 EnWG sind die Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen Unternehmen darzustellen. Die Umsatzerlöse beinhalten Leistungen mit der SWE SW GmbH in Höhe von 1.403 T€ (Vorjahr 1.364 T€). Im Materialaufwand entfallen 1.929 T€ (Vorjahr 1.840 T€) auf Entsorgungskosten mit der SWE US GmbH. In den anderen Dienst- und Fremdleistungen sind die Entgelte für erbrachte Dienstleistungen mit der SWE S GmbH in Höhe von 365 T€ (Vorjahr 323 T€) enthalten. Aus dem Finanzergebnis ergeben sich Zinsaufwendungen an die SWE S GmbH in Höhe von 120 T€ (Vorjahr 32 T€). Der Konzernabschluss erfolgt durch die SWE GmbH, Erfurt, als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht. Die SWE V GmbH wird in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens der SWE GmbH, Erfurt, (HR B Nr. 102 493) nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der SWE GmbH vom 23. November 2004, zuletzt geändert mit Vertrag vom 19./20. November 2014. VI. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Erfurt, 19. Februar 2024 SWE Verwertung GmbH Marco Schmidt, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SWE Verwertung GmbH, Erfurt VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SWE Verwertung GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SWE Verwertung GmbH, Erfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6b Abs. 3 EnWG Prüfungsurteil Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Erfurt, 19. Februar 2024 MSC
Schwarzer Albus GmbH
Patrick Rotter, Wirtschaftsprüfer Auszug aus der Niederschrift über die 40. Versammlung der Gesellschafter der SWE Verwertung GmbH (SWE V GmbH) am 26. April 2024 in Erfurt Tagesordnungspunkt 2 Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 der SWE Verwertung GmbH Beschluss SWE V GV 260424-2: Die Gesellschafterversammlung stellt den vorgelegten Jahresabschluss 2023 per 31. Dezember 2023 der SWE Verwertung GmbH fest.
Erfurt, 26. April 2024 gez. Matthias Will, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung gez. Christian Stark, Protokollführer |
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