Hannoversche Lebensversicherung AG
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Freiherr von Mirbach seit 25.11.2024 | Prokura |
Friedrich-Ferdinand Freiherr von Wrede-Melschede seit 22.8.2024 | Geschäftsführer |
Nancy Hetzke seit 24.11.2021 | Prokura |
Ulf Bretz seit 13.11.2019 | Geschäftsführer |
Henrik Metzlaff seit 30.5.2016 | Prokura |
Frank Hoffmeyer seit 7.2.2014 | Prokura |
Siddhartha Ramakrishna Dr. Schwenzer seit 8.6.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VHV solutions GmbHHannoverJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
GLOSSAR *)A Anwartschaftsbarwertverfahren Es handelt sich um ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung, bei dem zu jedem Bewertungsstichtag nur der Teil der Verpflichtung bewertet wird, der bereits erdient ist. B Beiträge Die gebuchten Beiträge stellen den Bruttoumsatz im Prämiengeschäft dar und beinhalten die Beiträge der Kunden zu den entsprechenden Versicherungsprodukten. Der verdiente Beitrag beinhaltet die auf das Geschäftsjahr entfallenden Beiträge, zuzüglich der Überträge des Vorjahres und abzüglich der Überträge in Folgejahre. Bruttoinlandsprodukt (BIP) Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen an, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Bei der Berechnung werden Güter, die nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt werden, als Vorratsveränderung berücksichtigt. C Combined Ratio (Schaden-Kosten-Quote) Die Combined Ratio ist der Quotient aus Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und Schadenaufwendungen (einschließlich Abwicklung) zu den verdienten Beiträgen. D Durchschnittsschadenaufwand Der Durchschnittsschadenaufwand ist das Verhältnis der Schadenaufwendungen zu den gemeldeten Schäden. E Eigenmittel Gesamtheit des freien, unbelasteten Vermögens, welches zur Bedeckung der Solvenzkapital- und Mindestkapitalanforderung F Fluktuationsrate Mit der Fluktuationsrate wird ermittelt, wie hoch der Anteil der Mitarbeiter ist, der im Vergleich zur durchschnittlichen Belegschaft jährlich das Unternehmen verlässt. G Geschäftsjahresschadenaufwand Der Geschäftsjahresschadenaufwand ist die Summe der Schadenaufwendungen einschließlich Schadenregulierungskosten für im Geschäftsjahr eingetretene Schäden einschließlich unbekannter Spätschäden. P Produktivität Die Produktivität entspricht dem Verhältnis der bearbeiteten Verträge bzw. Schäden zu den internen und externen Beschäftigungsgraden. R Risikotragfähigkeit Die Risikotragfähigkeit ist die Fähigkeit eines Unternehmens, die aus den eingegangenen Risiken resultierenden unerwarteten Verluste mit dem definierten Sicherheitsniveau abdecken zu können. Übersteigen die Eigenmittel den Risikokapitalbedarf, so ist die Risikotragfähigkeit gegeben. Die Risikotragfähigkeit wird definiert über die Bedeckung des Risikokapitalbedarfs durch die Eigenmittel. S Solvabilität Solvabilität ist die Ausstattung eines Versicherungsunternehmens mit Eigenmitteln, die dazu dienen, Risiken des Versicherungsgeschäfts abzudecken und somit die Ansprüche der Versicherungsnehmer auch bei ungünstigen Entwicklungen zu sichern. Stückkosten Die Stückkosten entsprechen dem Verhältnis der angefallenen Personal- und Sachkosten zu den bearbeiteten Verträgen. T Telefonische Erreichbarkeit Die telefonische Erreichbarkeit entspricht dem Verhältnis der angenommenen Anrufe zu den eingehenden Anrufen. LAGEBERICHTGESCHÄFTSMODELLDas Geschäftsmodell der VHV solutions besteht in der Erbringung von Dienstleistungen für die Gesellschaften der VHV Gruppe (insbesondere die Versicherungsunternehmen), welche durch Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge geregelt sind. Hierzu gehören im Wesentlichen die Bestandsverwaltung und die Schaden-/Leistungsbearbeitung des standardisierten Versicherungsgeschäfts und die Steuerung der externen Dienstleister im Dokumenteneingangs-/-ausgangsmanagement. Die VHV solutions war zunächst organisatorisch in fünf Bereiche aufgeteilt. Im Laufe des Jahres 2023 wurde der Geschäftsbereich "Digitale Transformation" aufgelöst und die Themen auf andere Bereiche im Konzern verteilt. Der Geschäftsbereich Informatik wurde von der VHV solutions GmbH auf die VHV digital development GmbH übertragen. Während dem Bereich Leitung die Steuerung und strategische Planung sowie die Steuerung des Input- und Outputmanagement obliegt, ist in den beiden operativen Bereichen Vertrag und Schaden die Vertragsverwaltung, die Kunden- und Maklerbetreuung sowie die Schadenbearbeitung verankert. Der Bereich Informatik verantwortete einerseits den Betrieb der IT-Infrastruktur und andererseits die Funktionalität und Weiterentwicklung der jeweiligen Anwendungssysteme für die Versicherungssparten Komposit und Leben. Der Geschäftsbereich "Digitale Transformation" bündelte alle Themen rund um die Digitalisierung und Agilisierung unserer Arbeitswelt aus Sicht der Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner und organisierte diese ziel- und nutzenorientiert. Die Gesellschaft ist in Hannover ansässig und verfügt über Standorte in Berlin und München. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2023 im Spannungsfeld zwischen weiterhin hohen, aber rückläufigen Inflationswerten und einer nachlassenden konjunkturellen Dynamik. Die Wachstumsrate des globalen BIP verlangsamte sich im Jahr 2023 auf 3,1 % nach 3,5 % im Vorjahr. Das BIP der USA legte im Jahr 2023 um 2,5 % zu, jenes der Eurozone um 0,1 %. In Deutschland kam es hingegen zu einer Rezession. Die Wirtschaftsleistung hierzulande schrumpfte um 0,3 % und entwickelte sich damit deutlich schwächer als die Wirtschaftsleistung Frankreichs (+0,7 %), Italiens (+0,5 %) und Spaniens (+2,0 %). Die türkische Wirtschaft stand unter dem Einfluss hoher Inflation und einer schwachen Landeswährung. Die beiden führenden asiatischen Volkswirtschaften, Japan und China, vermeldeten für das Jahr 2023 ein BIP-Wachstum in Höhe von 1,9 % bzw. 5,2 %. Die Inflationsraten bewegten sich im Jahr 2023 weiterhin auf erhöhten Niveaus, entwickelten sich insgesamt jedoch rückläufig. Sinkende Energiepreise trugen zu dieser Entwicklung maßgeblich bei. Die Eurozone wies für das Gesamtjahr eine Inflationsrate in Höhe von 5,4 % aus, in Deutschland betrug die Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt 5,9 %. Vergleichbar entwickelten sich die Preise in Frankreich (+5,7 %), Italien (+5,7 %) und Spanien (+3,4 %). Die US-Inflationsrate sank auf 3,4 %. Die Kerninflationsrate in der Eurozone - ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln - lag zum Jahresultimo im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 3,4 %. Versicherungswirtschaftliches UmfeldGemäß der mit Stand November 2023 veröffentlichten Hochrechnung des GDV kann für das Geschäftsjahr 2023 im direkt abgeschlossenen inländischen Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft mit einem Beitragswachstum von 6,7 % bei einer Zunahme der Geschäftsjahresschadenaufwendungen von 12,7 % gerechnet werden. Die Combined Ratio wird im Geschäftsjahr 2023 bei ca. 98 % und damit über dem Vorjahresniveau erwartet. Gemäß den vorläufigen Angaben des GDV aus dem Januar 2024 verringerten sich die gebuchten Bruttobeiträge der Lebensversicherung im Geschäftsjahr 2023. Es zeichnet sich der Trend eines sinkenden Bestands gemessen an den Verträgen für 2023 ab, die laufenden Beiträge für ein Jahr blieben hingegen konstant. Die beschriebenen Rahmenbedingungen beeinflussen über die Entwicklung der Dienstleistungsempfänger der VHV Gruppe den nachfolgend beschriebenen Geschäftsverlauf der VHV solutions. Geschäftsverlauf der VHV solutions
VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEDer Rückgang bei der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist auf die vollzogene Abspaltung des Geschäftsbereichs "Informatik" auf die VHV digital development zurückzuführen. Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist somit nicht möglich. ErtragslageDie Umsatzerlöse sanken erwartungsgemäß stark und betrugen TEUR 134.917 (Vorjahr: TEUR 221.757). Ursächlich für die Verminderung des Gesamtvermögens ist die Abspaltung des Geschäftsbereichs "Informatik" auf die VHV digital development. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich innerhalb der VHV Gruppe erzielt. Bei einem Personalaufwand von TEUR 89.231 (Vorjahr: TEUR 139.681), sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 45.328 (Vorjahr: TEUR 80.296), Zinserträgen von TEUR 1.425 (Vorjahr TEUR: 32) und Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 106 (Vorjahr: TEUR 869) ergab sich ein stark steigendes Ergebnis vor Steuern von TEUR 1.692 (Vorjahr: TEUR 944). Die Veränderungen zum Vorjahr beim Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind durch die Abspaltung der IT in die VHV digital development begründet. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands von TEUR 627 (Vorjahr: TEUR 524) ergab sich entgegen den Erwartungen ein stark gestiegener Jahresüberschuss von TEUR 1.065 (Vorjahr: TEUR 420). FinanzlageDie Finanzlage der VHV solutions wird überwiegend durch die konzerninternen Dienstleistungen bestimmt. Die Entwicklung der Cashflows wird laufend analysiert und auf Basis einer rollierenden Liquiditätsplanung überwacht. Darauf aufbauend werden ausreichende liquide Mittel in Form von laufenden Guthaben und Tagesgeldanlagen bei Kreditinstituten zur Erfüllung der laufenden Verpflichtungen vorgehalten. VermögenslageDas Gesamtvermögen der VHV solutions betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 28.476 (Vorjahr: TEUR 38.245). Ursächlich für die Verminderung des Gesamtvermögens ist die Abspaltung des Geschäftsbereich "Informatik" auf die VHV digital development. Auf der Passivseite verringerten sich im Wesentlichen die Rückstellungen. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie aus Kundensicht wichtigsten Qualitätsparameter wie z. B. telefonische Erreichbarkeit haben sich im Großteil der Versicherungssparten positiv entwickelt. Die im Jahr 2022 durchgeführte Einführung des neuen Bestandssystems beeinflusste die Qualitätsparameter in der Sparte Kraftfahrzeug-Privat auch im Jahr 2023. Dadurch wurden nicht alle Parameter auf dem geplanten Niveau gehalten, konnten aber gegenüber dem Vorjahr wieder verbessert werden. In Kraftfahrt-Schaden wurde die Bearbeitungssituation durch umfangreiche Elementarereignisse (Hagel/Sturm) beeinflusst. Des Weiteren konnten die mit den Versicherungsunternehmen vereinbarten Zielgrößen der Service-Level-Vereinbarungen mehrheitlich erreicht werden. PERSONALBERICHTDie Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt betrug im Geschäftsjahr 1.319 Personen (Vorjahr: 1.590 Personen). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VHV solutions führen einen Großteil der operativen Funktionen in den Bereichen Vertrag und Schaden für die Versicherungsunternehmen aus und haben hierdurch wesentlich zum Erfolg der Versicherungsunternehmen beigetragen. Die Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat unverändert einen hohen Stellenwert für das Unternehmen. Insbesondere die VHV internen Schaden- und Vertragsakademien gewährleisten dabei bedarfsgerechte Qualifikationen und Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem persönlichen Einsatz, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen die Herausforderungen des Jahres 2023 erfolgreich bewältigt haben. Dem Sprecherausschuss der leitenden Angestellten, dem Gesamtbetriebsrat und den örtlichen Betriebsräten dankt die Geschäftsführung für die konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit. ANGABEN ZUR FRAUENQUOTEAufgrund des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst ist die VHV solutions verpflichtet, Zielgrößen des Frauenanteils und Fristen zu deren Erreichung festzulegen. Für den Aufsichtsrat wurde eine Zielgröße von 17,0 % (eine Frau, bei einer geplanten Besetzung von 6 Aufsichtsratsmitgliedern) beschlossen. Mangels Neubesetzungspotenzials zum Zeitpunkt der Festlegung hat die Gesellschaft eine unveränderte Zielgröße von 0,0 % für die Geschäftsführung bestimmt. Der Aufsichtsrat wird sich intensiv bemühen, im Fall einer zukünftigen Neubesetzung geeignete weibliche Kandidatinnen zu berücksichtigen, um die Geschlechterproportionalität und Diversität in der Geschäftsführung zu erhöhen. Für die leitenden Angestellten (erste Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung) wurde eine Zielgröße von 3,0 % und auf Gruppenleiterebene (zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung) von 24,0 % beschlossen. Frist zur Erreichung der Zielgrößen ist der 30.06.2027. Die Zielquote für den Aufsichtsrat wurde nicht erreicht. Die Zielquoten für die Geschäftsführung, bei den leitenden Angestellten und bei den Gruppenleitern wurden im Geschäftsjahr 2023 erreicht. Die strategischen Überlegungen zur Förderung weiblicher Führungskräfte sind in der nichtfinanziellen Erklärung des Konzernlageberichts der VHV Gruppe dargestellt. GESAMTAUSSAGE DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDie Produktivität war im Geschäftsjahr 2023 rückläufig. Die Qualitätsparameter und Bearbeitungssituation in Kraftfahrzeug-Privat wurden von der Einführung der neuen IT-Systeme belastet. Die Digitalisierung des Input-/Outputmanagements und damit der Kundenkommunikation wurde nachhaltig weiter vorangetrieben. Die IT-bezogenen Unternehmens-Großprojekte wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mit umfangreichen und detaillierten Planungs- und Umsetzungsmaßnahmen fortgesetzt bzw. abgeschlossen. Durch das etablierte konzernweite Großprojektmanagement erfolgte die Vorbereitung und Absicherung der weiteren Projektphasen. Die Umsatzerlöse sanken, das Ergebnis vor Steuern hingegen stieg stark an. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTRISIKOBERICHTDas Geschäftsjahr war wie in der vorangegangenen Periode von inflationären Entwicklungen geprägt. Diese finden ihren Ursprung in den Auswirkungen der unterschiedlichen Kriegs- und Krisensituationen und veranlassten die EZB, ihre Geldpolitik kontinuierlich weiter zu straffen, während sich das Wirtschaftswachstum im Euroraum und in Deutschland immer weiter abschwächte. Die unterjährige Erhöhung des Renditeniveaus führte zunächst zu weiteren Kursverlusten bei festverzinslichen Wertpapieren. Ein spürbarer Renditerückgang an den Rentenmärkten in der zweiten Jahreshälfte führte zu einer Rückkehr zum Jahresanfangsniveau. Die erhöhten Inflationsraten hatten zugleich Auswirkungen auf den Schadenaufwand in der Schaden-/Unfallversicherung sowie auf das Neugeschäft. Auf Basis der derzeitigen Erkenntnisse bestehen keine entwicklungs- und bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund des andauernden Ukrainekriegs und den aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt sind die Ausführungen zur Risikolage mit Unsicherheit behaftet. ZielsetzungDie VHV solutions misst dem Risikomanagement größte Bedeutung bei. Die Risikomanagementmethoden werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Risikomanagement dient der dauerhaften und nachhaltigen Existenzsicherung. Ziele des Risikomanagements sind vor allem:
Der Prognosezeitraum des Chancen- und Risikoberichts beträgt ein Jahr. RisikostrategieDie strategischen Vorgaben zum Risikomanagement sind in der Risikostrategie formuliert. Die Risikostrategie leitet sich aus der Geschäftsstrategie ab und regelt den Umgang mit den sich daraus ergebenden Risiken. Die Risikostrategie wird jährlich überprüft und verabschiedet. Die Risikostrategie dokumentiert, welche Risiken in der Verfolgung der Geschäftsstrategie bewusst eingegangen werden und wie diese zu steuern sind. Sie dient weiterhin der Schaffung eines übergreifenden Risikoverständnisses und der Etablierung einer konzernweiten Risikokultur. Das wichtigste Element einer gelebten Risikokultur ist der offene unternehmensinterne Austausch über die Risikolage. Durch eine eindeutige Zuordnung von Risikoverantwortung wird durch die Geschäftsführung das Ziel verfolgt, die Risikokultur zu fördern, das Engagement der benannten Personen zu erhöhen und insgesamt die Transparenz durch klare Ansprechpartner sicherzustellen. OrganisationDas Risikomanagement wird für die VHV solutions durch das Konzernrisikomanagement unter Leitung der verantwortlichen Person der URCF koordiniert und weiterentwickelt. BerichterstattungDie Risikoberichterstattung wird jährlich auf Gruppenebene unter Einbeziehung der VHV solutions sichergestellt. Der Bericht wird der Geschäftsführung, dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats sowie der Aufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf werden zudem Ad-hoc-Risikoanalysen erstellt. Markt- und KreditrisikoFür die VHV solutions bestehen keine wesentlichen Marktrisiken. Kreditrisiken existieren aus dem möglichen Ausfall von Forderungen an Gesellschaften der VHV Gruppe. Aufgrund der hohen Bonität der VHV Gruppe ist dieses Risiko als gering anzusehen. Aufgrund der Verteilung der Bankguthaben auf mehrere Kreditinstitute bestehen nur geringe Konzentrationsrisiken. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist aufgrund von angemessenen Dienstleistungsverrechnungen mit den Unternehmen der VHV Gruppe gering. Operationelles RisikoDie VHV solutions erbringt ausschließlich Dienstleistungen für andere Konzernunternehmen. Wenngleich eine Vielzahl von operationellen Risiken durch die Gesellschaft beeinflusst wird, liegt die Risikoträgerschaft weitgehend bei den Gesellschaften, welche ihre Prozesse an die VHV solutions ausgelagert haben. Ungeachtet dessen werden im Folgenden die wesentlichen operationellen Risiken im Sinne einer Nichteinhaltung der mit den Konzernunternehmen vereinbarten Service-Level-Vereinbarungen dargestellt. IT-Risiken bestehen durch ständig steigende Anforderungen an die IT-Architektur und IT-Anwendungen durch sich verändernde Marktanforderungen sowie steigende regulatorische Anforderungen. Hierdurch erhöhen sich die Komplexität und die Fehleranfälligkeit der IT-Landschaft. Zur Sicherstellung der nachhaltigen Zukunftsfähigkeit der IT-Anwendungslandschaft sowie der Modernisierung des IT-Betriebs wurde das gestartete Digitalisierungsprogramm "goDIGITAL" im Berichtsjahr mit weiterhin hoher Priorität fortgeführt. Nach der Einführung des neuen Bestandsführungssystems im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung lag der Fokus im Jahr 2023 auf der Stabilisierung und der Migration des Altbestandes. Das Programm "goDIGITAL" bildet die Grundlage künftiger Digitalisierungsinitiativen der VHV Gruppe. Sowohl in den Vorstands- als auch in den Aufsichtsratssitzungen wird regelmäßig über den Status der IT und des Programms "goDIGITAL" berichtet. Die bestehenden IT-Risiken werden intensiv überwacht. Ein wesentliches Risiko wird in einem Ransomware-Angriff mit weitreichenden Auswirkungen auf die Systemverfügbarkeit sowie einer Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse gesehen. Zwecks Risikominderung ist insbesondere eine Online-Spiegelung der wichtigsten Systeme an zwei Standorten eingerichtet. Vor dem Hintergrund stetig wachsender technischer, gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen sowie zunehmender Cyberrisiken werden die IT-Risiken der deutschen Gesellschaften der VHV Gruppe laufend im Rahmen des IT-Risikomanagements überwacht, aktuelle Methoden und Anwendungen zur Erkennung und zur Abwehr von Angriffen verprobt und eingesetzt. Die Wirksamkeit von Sicherungsmaßnahmen wird regelmäßig im Rahmen von IT-Notfallübungen überprüft und dokumentiert. Die mit der Umsetzung des Programms "goDIGITAL" und den Herausforderungen der anstehenden Transformation einhergehenden Risiken werden mittels einer programmübergreifenden Governance-Struktur entsprechend gesteuert. Das aus der Transformation resultierende Personalrisiko wird über ein Personalmanagement in der Informatik gesteuert. Operationelle Risiken können sich auch aus dem Personalmanagement ergeben. Um diesen Risiken zu begegnen, werden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt, die eine hohe fachliche Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherstellen. Vertretungs- und Nachfolgeregelungen mindern das Risiko von Störungen in den Arbeitsabläufen. Rechtsrisiken werden durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie durch die bedarfsweise Einholung von externer Beratung beschränkt. Es ist sichergestellt, dass Änderungen der Gesetzgebung und der Rechtsprechung zeitnah berücksichtigt werden. Zur Vorkehrung für Notfälle hat die VHV solutions entsprechende Maßnahmen ergriffen. So kann jederzeit der Krisenstab der VHV Gruppe einberufen werden. Um die Effektivität des Notfallmanagements sicherzustellen, werden Notfallübungen durchgeführt. Strategisches RisikoDie VHV solutions erbringt Dienstleistungen ausschließlich für Unternehmen der VHV Gruppe. Insofern besteht eine strategische Abhängigkeit der VHV solutions von der VHV Gruppe. Aufgrund der Marktstellung, Solvabilität und Bonität der VHV Gruppe wird dieses Risiko als gering eingeschätzt. ReputationsrisikoDie VHV solutions tritt selbst nicht im eigenen Namen gegenüber Kunden der VHV Gruppe auf und ist damit keinem originären Reputationsrisiko ausgesetzt. Allerdings übernimmt die VHV solutions im Rahmen ihrer Dienstleistungstätigkeit für die VHV Allgemeine den überwiegenden Teil der telefonischen und schriftlichen Kundenkorrespondenz. Damit hat die VHV solutions einen wesentlichen Einfluss auf das Reputationsrisiko der VHV Allgemeine als größte Tochtergesellschaft der VHV Gruppe. Diesem Risiko wird durch ein intensives Qualitätsmanagement entgegengewirkt. CHANCENBERICHTDie VHV solutions erbringt ausschließlich Dienstleistungen für die Gesellschaften der VHV Gruppe, welche zu Vollkosten zuzüglich eines Dienstleistungszuschlags in Rechnung gestellt werden. Insofern beziehen sich die Chancen der VHV solutions auf den Markterfolg der Gesellschaften, welcher u. a. aufgrund der Dienstleisterqualität sowie -effizienz der VHV solutions positiv eingeschätzt wird. Die voranschreitende Digitalisierung wird die Zukunft der Versicherungsbranche aufgrund des sich verändernden Kundenverhaltens und technischer Innovationen entscheidend beeinflussen. Gerade für einen mittelständischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit langfristig ausgerichteter Strategie und der flexiblen organisatorischen Aufstellung der VHV Gruppe bieten sich hier im Zuge der Umsetzung der ausgearbeiteten Digitalisierungsstrategie Chancen im künftigen Wettbewerb. Aufgrund des andauernden Ukrainekriegs und den aktuellen Entwicklungen im Nahostkonflikt sind die Ausführungen zu den Chancen mit Unsicherheit behaftet. ZUSAMMENFASSUNGDie aktuellen Erkenntnisse und die Einschätzung der künftigen Entwicklung lassen auf Basis der gegenwärtig aktuell verfügbaren Informationen derzeit keine nachhaltigen und wesentlichen Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VHV solutions erwarten. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche EntwicklungFür das Jahr 2024 wird von Ökonomen eine gebremste konjunkturelle Dynamik erwartet. Rückläufige Inflationszahlen, globalwirtschaftliche Abschwächung und erhöhte geopolitische Unsicherheit dürften die Entwicklung der Weltwirtschaft determinieren. Eine nochmalige Verlangsamung des globalen Wirtschaftswachstums ist unter diesen Rahmenbedingungen denkbar. Es wird erwartet, dass die Wachstumsraten in den USA weiterhin höher ausfallen als in Europa. Speziell das Wirtschaftswachstum Deutschlands dürfte aufgrund angekündigter fiskalischer Sparmaßnahmen im europaweiten Vergleich unterdurchschnittlich gering ausfallen. Geopoltische Risiken in der Ukraine, Nahost und Taiwan könnten sich im Falle einer Eskalation zusätzlich belastend auswirken. Der offene Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im November erhöht die gesamtwirtschaftliche Prognoseunsicherheit. Die Inflationsraten werden im Jahr 2024 mit voraussichtlich geringer Dynamik weiter sinken, in Deutschland und der Eurozone aber über der von der EZB angestrebten Zielmarke von 2,0 % verharren. Infolge der erwarteten wirtschaftlichen Abkühlung dürfte sich auch die Kerninflation ermäßigen. Entwicklung der VHV solutionsHinsichtlich des Geschäftszwecks sind für das Geschäftsjahr 2024 keine Änderungen geplant. Die in den vergangenen Jahren eingeschlagene Strategie zur Steigerung der Produktivität und Senkung der Betriebskostenquote bei gleichzeitiger Verbesserung bzw. Stabilisierung der Qualitätsparameter im Bereich Vertrag und zusätzlich auch der Schadendurchschnitte im Bereich Schaden soll auch im Geschäftsjahr 2024 weitergeführt werden. Hierbei ist die Durchführung von Maßnahmen zur Realisierung von Automatisierungspotenzialen ebenso wichtig wie der ständige Review der Prozesse und der organisatorischen Aufstellung in den einzelnen Geschäftsbereichen zur nachhaltigen Senkung der Kosten. Zudem liegt mit der Fortsetzung der IT-Roadmap in den Bereichen Vertrag und Schaden der Fokus auf dem Projekt "goDIGITAL" und den damit verbundenen neuen Prozessen in der Sachbearbeitung sowie für Vertriebspartner. Im Hinblick auf den Bereich Schaden ist die nachhaltige Optimierung des Durchschnittsschadenaufwands und die kontinuierliche Steigerung der Bearbeitungsqualität von wesentlicher Bedeutung. Die Digitalisierung der Input- und Outputprozesse wird auch im Jahr 2024 unvermindert fortgesetzt und optimiert, mit dem Ziel den Anteil an Schriftpost weiter zu reduzieren. Die durch die hohe spartenübergreifende Inflation und den Ukraine-Krieg entstandene erschwerte Planbarkeit auf der Nachfrage-, d. h. auf der Kundenseite sowie bei den internen operativen und technischen Ressourcen, wird durch Ausnutzung aller Flexibilitätsoptionen im operativen Betrieb entgegengewirkt und dadurch die operative Servicebereitschaft und Kosteneffizienz sichergestellt. Für die VHV solutions, in der die Vertrags- und Schaden-Aktivitäten der Gesellschaften der VHV Gruppe gebündelt sind, besteht auch im Geschäftsjahr 2024 ein wichtiges Ziel in der Fortführung der Maßnahmen aus dem "Fitnessprogramm" zur kontinuierlichen Verbesserung von Kosten und Qualität sowie weiterer Maßnahmen zu verschiedenen Projekten. Unter Berücksichtigung der Planung der Versicherungsunternehmen wird eine kontinuierlich positive Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren erwartet. Bei spürbar reduzierten Umsatzerlösen wird ein deutlicher Rückgang des Jahresüberschusses erwartet. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDer vorliegende Prognosebericht beinhaltet Einschätzungen für die kommende Entwicklung des Unternehmens. Unter Abwägung aller bekannten Chancen und Risiken und auf Basis von Planungen und Hochrechnungen wurden Annahmen getroffen, die aufgrund unbekannter Risiken und Unsicherheiten so nicht eintreten oder nicht vollständig eintreffen müssen. Aufgrund der sich dynamisch verändernden Rahmenbedingungen können die nachhaltigen Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung, die Kapitalmärkte sowie die Geschäftsentwicklung der VHV solutions zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin nicht abschließend beurteilt werden. Insofern sind die genannten prognostischen Aussagen mit höheren Unsicherheiten behaftet. VERTRÄGE MIT VERBUNDENEN UNTERNEHMENNeben den Verträgen zur Ausgliederung von Funktionen und Versicherungstätigkeiten bestehen Dienstleistungsverträge mit der überwiegenden Anzahl der verbundenen Unternehmen in unterschiedlichem Ausmaß. Darüber hinaus existiert eine Schuldbeitrittsvereinbarung mit der VHV Holding, in der sich die VHV Holding gegenüber der VHV solutions verpflichtet, den Zahlungsverpflichtungen aus sämtlichen bestehenden und künftigen Pensionszusagen der VHV solutions als Gesamtschuldnerin beizutreten und die handelsbilanziellen Pensionsrückstellungen ausschließlich in ihrer Bilanz zu passivieren. Die VHV solutions erstattet der VHV Holding die erforderlichen Aufwendungen.
Hannover, den 23. Februar 2024 DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Bretz BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANGALLGEMEINE ANGABENSitz der VHV solutions GmbH ist Hannover. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 62126 im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover eingetragen. ABSPALTUNGIm Geschäftsjahr übertrug die VHV solutions (übertragende Rechtsträgerin) gemäß Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 27. April 2023 im Wege der Abspaltung zur Aufnahme nach §§ 123 Abs. 2 Nr. 1, 124 ff. UmwG seinen gesamten Geschäftsbereich "Informatik" auf die VHV digital development (übernehmende Rechtsträgerin). Die Übernahme des übertragenen Geschäftsbereichs durch die VHV digital development erfolgte im Innenverhältnis zwischen der VHV solutions und der VHV digital development handelsrechtlich mit Wirkung zum 1. Januar 2023, 00:00 Uhr (Abspaltungsstichtag im Sinne von § 126 Abs. 1 Nr. 6 UmwG). Von diesem Zeitpunkt an galten alle Handlungen und Geschäfte der VHV solutions, soweit sie den übertragenen Geschäftsbereich betreffen, als für Rechnung der VHV digital development vorgenommen. Die VHV solutions und die VHV digital development wurden einander so gestellt, als wäre der übertragene Geschäftsbereich bereits mit dem Abspaltungsstichtag auf die VHV digital development übergegangen. Die VHV solutions übertrug auf die VHV digital development den Geschäftsbereich Informatik mit allen diesem Geschäftsbereich zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Abspaltung (Eintragung im Handelsregister am 1. Juni 2023) zuzuordnenden Aktiva und Passiva. Die VHV digital development übernahm die Vermögensgegenstände des übertragenen Geschäftsbereichs unter Zugrundelegung ihrer Buchwerte, wie sie sich aus der Schlussbilanz der VHV solutions des Geschäftsjahres 2022 ergaben, und führt diese fort. Eine Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte nach § 265 Abs. 2 Satz 2 HGB ist aufgrund der Abspaltung nicht gegeben. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit werden die wesentlichen aus der Abspaltung resultierenden Bilanzwerte im Anhang entsprechend angegeben und erläutert. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanzgliederung entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 42 Abs. 3 GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und nach § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Posten wurden kaufmännisch gerundet veröffentlicht. Hierdurch können sich gegebenenfalls Rundungsdifferenzen ergeben. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nennwerten bilanziert. Das im Posten Wertpapiere bilanzierte Investmentvermögen wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennwert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde nicht ausgeübt. Daher wurde auf einen Ansatz von aktiven latenten Steuern in der Bilanz verzichtet. Zukünftige Steuerentlastungen entfallen im Wesentlichen auf Unterschiedsbeträge zwischen der Handels- und Steuerbilanz bei den sonstigen Rückstellungen. Insgesamt ergab sich zum Bilanzstichtag ein Aktivüberhang in Höhe von TEUR 924. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 32,32 % zugrunde. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden mit ihrem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen.Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank zum 30. November 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen der letzten sieben Jahre. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,75 % (Vorjahr: 1,45 %), einer Gehaltsentwicklung von 3,00 % (Vorjahr: 2,50 %) sowie einer Fluktuationsrate von 3,25 % (Vorjahr: 3,00 %) ermittelt. Die Abzinsung erfolgte dabei mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre unter der Annahme einer pauschalen Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung dieser Rückstellungen erfolgte für jede Verpflichtung individuell mit den von der Bundesbank zum 30. September 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Zinssätzen der letzten sieben Jahre. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAKTIVAZU A. UMLAUFVERMÖGENI. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE1. FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN Zum 1. Januar 2023 wurden im Zuge der Abspaltung TEUR 4.512 auf die VHV digital development übertragen. Zum Stichtag handelt es sich um Forderungen aus dem konzerninternen Abrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 26.799 (Vorjahr TEUR 18.556). Darüber hinaus wurden Forderungen an die VHV Pensionskasse aus dem eingezahlten Gründungsstock in Höhe von TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84) ausgewiesen. 2. SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Zum 1. Januar 2023 wurden im Zuge der Abspaltung Aktivwerte aus den Pensionsrückdeckungsversicherungen TEUR 571 auf die VHV digital development übertragen. Zum Stichtag beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände im Wesentlichen Aktivwerte aus den Pensionsrückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 875), Forderungen aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 285) und Steuerforderungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 412). II. WERTPAPIERETEUR 199 Investmentfonds dienten ursprünglich zur Absicherung von Rückstellungen für Altersteilzeit. Nach Wegfall der zugehörigen Verpflichtungen wurden die Wertpapiere in diesen Posten umgegliedert. III. GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTENDieser Posten beinhaltet Bankguthaben in Höhe von TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 7.050). ZU B. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENAus der VHV solutions wurden mit Abspaltung zum 01. Januar 2023 Vorauszahlungen für Lizenz- und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 10.625 und sonstige Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 212 in die VHV digital development übertragen. Zum Stichtag handelt es sich im Wesentlichen um im voraus gezahlte Gehälter TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 34), um Vorauszahlungen für Lizenz- und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10.627). PASSIVAZU A. EIGENKAPITALI. GEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.000. II. GEWINNRÜCKLAGENDer Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 420 wurde vollständig in die Gewinnrücklagen eingestellt. Zum Ausgleich der abspaltungsbedingten bilanziellen Vermögensminderung wurden TEUR 300 entnommen. ZU B. RÜCKSTELLUNGEN2. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN In den sonstigen Rückstellungen sind folgende wesentliche Beträge enthalten:
Im Zuge der Abspaltung zum 1. Januar 2023 sind TEUR 5.809 Rückstellungen aus dem Personalbereich, TEUR 915 Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie TEUR 666 Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in VHV digital development übertragen worden. Zum Stichtag betrafen die Rückstellungen aus dem Personalbereich im Wesentlichen Rückstellungen für die Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter mit TEUR 3.011 (Vorjahr: TEUR 6.608), Rückstellungen für Arbeitszeit- und Langzeitkonten in Höhe von TEUR 2.117 (Vorjahr: TEUR 4.888) sowie einer Rückstellung für Inflationsausgleichsprämie in Höhe von TEUR 1.982 (Vorjahr: TEUR 4.140). Der Ausweis der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgte abzüglich der zu deren Besicherung gehaltenen Investmentzertifikate. Erträge aus den Investmentzertifikaten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Zinsaufwand aus den Altersteilzeitverpflichtungen saldiert. Im Geschäftsjahr fielen Erträge von weniger als TEUR 1 an (Vorjahr: keine).
Die Investmentzertifikate zur Besicherung der Altersteilzeitrückstellungen wurden im Geschäftsjahr vollumfänglich in sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens überführt. Die Investmentzertifikate des Vorjahresbestands in Höhe von TEUR 195 wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Zeitwerte der Investmentfonds ergaben sich aus den Rücknahmepreisen am Bilanzstichtag. ZU C. VERBINDLICHKEITEN
2. VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENE UNTERNEHMEN Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen im Wesentlichen den konzerninternen Abrechnungsverkehr mit TEUR 3.624 (Vorjahr: TEUR 1.210). 3. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN Mit Abspaltung wurden am 1. Januar 2023 TEUR 1.226 Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer auf die VHV digital development übertragen. Zum Stichtag handelt es sich bei den sonstige Verbindlichkeiten im Wesentlichen um die Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 1.696 (Vorjahr: TEUR 3.493). ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGZU 1. UMSATZERLÖSEEs handelte sich um Erträge aus Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen aufgrund bestehender Verträge zur Ausgliederung von Funktionen und Versicherungstätigkeiten sowie Dienstleistungsverträge in Höhe von TEUR 134.917 (Vorjahr: TEUR 221.757). Durch die Abspaltung der IT verringerten sich die Erträge aus Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen. ZU 2. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEIm Geschäftsjahr 2023 sind im Wesentlichen sonstige betriebliche Erträge aus einer Gewinnbeteiligung einer Vertrauensschadensversicherung in Höhe von TEUR 7 und Zuschreibungen aus sonstigen Wertpapieren in Höhe von TEUR 4 angefallen. ZU 3. PersonalaufwandIm Geschäftsjahr 2023 reduzierte sich der Personalaufwand durch die Abspaltung der IT in die VHV digital development auf TEUR 89.231 (Vorjahr: TEUR 139.681). ZU 4. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENIm Wesentlichen wurden hier die zur Erfüllung der Dienstleistungsverpflichtungen entstandenen Aufwendungen und Verwaltungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich durch die Abspaltung der IT auf TEUR 45.328 (Vorjahr: TEUR 80.296). ZU 5. SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGEUnter dieser Position sind im Wesentlichen Konzernzinsen in Höhe von TEUR 1.025 (Vorjahr: TEUR 6) sowie zinsinduzierte Erträge aus der Veränderung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. ZU 6. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGENEs handelt sich im Wesentlichen um Zinsen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 63). ZU 7. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGDer Steueraufwand betraf in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 166) das laufende Geschäftsjahr. Auf Vorjahre entfiel ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 72 (Vorjahr: Aufwand in Höhe von TEUR 358). VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNSIm Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.065 erzielt. Unter Berücksichtigung der Vermögensminderung durch Abspaltung in Höhe von TEUR 300 und der Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 300 beträgt der Bilanzgewinn TEUR 1.065. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn vollständig in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. SONSTIGE ANGABENAUFSICHTSRATVON DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG GEWÄHLTE MITGLIEDER:
Thomas Voigt
Uwe H. Reuter
Diplom-Kaufmann Robert Baresel
Rechtsanwalt Fritz-Klaus Lange
VON DEN ARBEITNEHMERN/-INNEN GEWÄHLTE MITGLIEDER:
Klaus Heinrich
Lars Krenzin
GESCHÄFTSFÜHRUNG
Ulf Bretz
Arndt Bickhoff (bis 31. Mai 2023)
Dr. Sebastian Schulz (bis 30. November 2023)
Oliver Vogt (bis 31. März 2023)
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENVerpflichtungen gemäß § 251 HGB betrafen mit TEUR 39.439 (Vorjahr: TEUR 48.406) ausgelagerte Pensionsrückstellungen, die im Rahmen eines Schuldbeitritts in der Handelsbilanz des verbundenen Unternehmens VHV Holding ausgewiesen wurden. Der laufende Versorgungsaufwand aus der Pensionsverpflichtung ist von der VHV solutions erfolgswirksam getragen worden. Das Risiko der Inanspruchnahme aus dem aufgeführten Haftungsverhältnis wurde aufgrund der guten Bonität der VHV Holding als äußerst gering eingeschätzt. Bei den übertragenen Pensionszusagen durch Gehaltsverzicht wurden zum Zwecke der Insolvenzsicherung abgeschlossene Rückdeckungsversicherungen zugunsten der Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 875) verpfändet. Aus zum Teil langfristigen Mietverträgen bestanden zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 21.039 (Vorjahr: TEUR 26.776). Darin enthalten waren Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 12.038 (Vorjahr: TEUR 22.107). Sonstige aus der Bilanz und den Erläuterungen nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse waren nicht vorhanden. Bürgschaften und Wechselverpflichtungen bestanden nicht. ANZAHL DER MITARBEITER IM JAHRESDURCHSCHNITTDie Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Mitglieder der Geschäftsführung, Mitarbeiter in der passiven Altersteilzeit, Arbeitnehmer in der Elternzeit) betrug im Geschäftsjahr 1.319 Personen (Vorjahr: 1.590 Personen). GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DER GESCHÄFTSFÜHRUNGDie Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen TEUR 335 (Vorjahr: TEUR 306). Die Geschäftsführung erhielt eine Vergütung von der Muttergesellschaft VHV a.G. Diese wurde über die Dienstleistungsverrechnung der VHV solutions weiterbelastet. HONORARE DER ABSCHLUSSPRÜFERDas von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar wird im Konzernabschluss der VHV a.G. angegeben. ANGABE GEMÄSS § 285 NR. 30a HGBNach dem Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG) vom 21. Dezember 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 397), mit Geltung seit 28. Dezember 2023, gelten die Regelungen im Grundsatz erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen (vgl. § 101 MinStG). Die VHV Gruppe weist als multinationale Unternehmensgruppe einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio. Euro aus und ist somit von den Regelungen der Mindestbesteuerung betroffen. Als Gruppenträger fungiert die VHV a.G. Weitergehende Erläuterungen zur Anwendung und Betroffenheit finden sich im Einzelabschluss sowie im Konzernabschluss der VHV a.G. KONZERNZUGEHÖRIGKEITDie VHV solutions gehört zur VHV Gruppe. Am gezeichneten Kapital der Gesellschaft ist die VHV a.G. zu 100 % beteiligt. Es besteht ein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne des § 17 AktG. Die VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung a.G., Hannover, erstellt als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss gemäß §§ 341i und 341j HGB, in den die VHV solutions miteinbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. NACHTRAGSBERICHTVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2023 sind nicht eingetreten.
Hannover, den 23. Februar 2024 DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG Bretz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VHV solutions GmbH VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der VHV solutions GmbH, Hannover - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VHV solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Lagebericht enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats und die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hannover, 27. März 2024 EY GMBH & CO. KG WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT Zeitler Wirtschaftsprüfer Offizier Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATS VHV SOLUTIONS GMBHDer Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung laufend überwacht und beratend begleitet. Die Geschäftsführung berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Lage der Gesellschaft, grundsätzliche Fragen der Unternehmenssteuerung, die Unternehmensplanung, die Risikosituation und über die beabsichtigte Geschäftspolitik. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat in ständiger Verbindung zum Sprecher der Geschäftsführung gestanden und ließ sich kontinuierlich und unverzüglich über alle Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung in der Gesellschaft berichten. Er führte mit dem Sprecher der Geschäftsführung regelmäßig Arbeitsgespräche im Interesse eines stetigen Informations- und Meinungsaustauschs zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr dreimal getagt. Gegenstand dieser Sitzungen waren wichtige Grundsatz- und Einzelfragen, die Strategie der Gesellschaft sowie die wirtschaftliche Lage einschließlich der Risikosituation und des Risikomanagements. WESENTLICHE THEMENSCHWERPUNKTEEntwicklung der GesellschaftDie Geschäftsführung berichtete in den Sitzungen laufend über die Entwicklung der Gesellschaft sowie über Art und Umfang der für die Gesellschaften der VHV Gruppe zu erbringenden Dienstleistungen. Weitere wesentliche Beratungspunkte
ARBEIT DER AUSSCHÜSSEDer aus Mitgliedern des Aufsichtsrats gebildete IT-/Digitalisierungsausschuss trat dreimal und der Risikoausschuss zweimal zusammen. Über das Ergebnis der Sitzungen wurde der Aufsichtsrat informiert. VERÄNDERUNGEN IN DER GESCHÄFTSFÜHRUNGHerr Arndt Bickhoff ist zum 31. Mai 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Bickhoff für die langjährige erfolgreiche Arbeit. Herr Dr. Sebastian Schulz ist zum 30. November 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Dr. Schulz für die langjährige erfolgreiche Arbeit. Herr Oliver Vogt ist zum 31. März 2023 aus der Geschäftsführung ausgeschieden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Vogt für die langjährige erfolgreiche Arbeit. Herr Ulf Bretz ist seit dem 1. Dezember 2023 Sprecher der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat wünscht Herrn Bretz weiterhin viel Erfolg bei seinen Aufgaben. PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSESDer Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einschließlich der Buchführung wurden von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats der VHV a.G. wurde vom Abschlussprüfer über den Jahresabschluss und den Lagebericht 2023 der VHV solutions berichtet. Einwendungen haben sich nicht ergeben. Der Ausschuss hat dem Aufsichtsrat der VHV solutions über das Ergebnis berichtet. Der Aufsichtsrat hat das Urteil des Abschlussprüfers übernommen und den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt.
Hannover, den 18. April 2024 DER AUFSICHTSRAT Voigt Vorsitzender ZusatzangabenDie Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 18.04.2024
*) Das Glossar ist Bestandteil des Lageberichts
der VHV solutions.
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