Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 155182
Eingetragen
3.1.2014
Branche
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Die Reiseveranstaltung und Reisevermittlung, insbesondere die Zusammenstellung der Verkauf und die Vermittlung von Erlebnisreisen, sowie sämtliche damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Klitzke
seit 28.10.2020
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (6)

NameAnteil
Travelcircus GmbHEigenbeteiligung
4.88%

Gesellschafter
Beta

10 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 10 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bastian Böckenhüser
Berlin
14.470 €
30.83%
Airbridge Equity Partners Coöperatief U.A.
Netherlands
8.843 €
18.84%
Tengelmann Ventures Fund VI GmbH
Germany
6.411 €
13.66%
VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin GmbH
Germany
5.381 €
11.46%
MAIRDUMONT VENTURES GmbH
Germany
2.493 €
5.31%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Travelcircus GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Travelcircus GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Travelcircus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Travelcircus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe unter "Allgemeine Informationen zum Jahresabschluss" im Anhang sowie im Lagebericht unter "3 Chancen und Risikobericht" und "5 Prognosebericht", in der die gesetzlichen Vertreter ausführen, dass diese trotz einem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von EUR 969.659,53 auf Grundlage der erstellten Planung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgehen. Ziel der Geschäftsführung ist es, durch Kosteneinsparungen im Bereich Personal und Marketing, im zweiten Halbjahr 2024 ein positives Ergebnis zu erreichen und in den Folgejahren stetig Gewinne zu erzielen.

Dem nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag stehen zum Stichtag 31. Dezember 2023 zwei Wandeldarlehen mit Rangrücktritt von 1.525 TEUR gegenüber. Die Geschäftsleitung hat Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet und weitere geplant. Die Unternehmensplanung weist für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 stets ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung aller fälligen Verbindlichkeiten aus. Im Oktober 2024 wurde ein weiteres Wandeldarlehen mit Rangrücktritt in Höhe von 1.000 TEUR abgeschlossen, welches am 17. Dezember 2024 in Eigenkapital gewandelt wurde.

Bei Erreichen der in der Unternehmensplanung prognostizierten Umsatzerlöse und Ergebnisse ist die Zahlungsfähigkeit und damit die Fortführung der Geschäftstätigkeit im Prognosezeitraum mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesichert.

Die im Anhang und Lagebericht dargelegten Gegebenheiten stellen eine wesentliche Unsicherheit dar, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fort-führung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie er-langen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnach-

F. SCHLUSSBEMERKUNG

Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2023 der Travelcircus GmbH, Berlin, erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. wiedergegeben.

Die Erteilung und somit auch die Unterzeichnung des Bestätigungsvermerks sind außerhalb dieses Prüfungsberichts im Rahmen eines sogenannten Testatsexemplars erfolgt. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

 

Berlin, den 30. Dezember 2024

Nexia GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr.Grabs, Wirtschaftsprüfer

Wenzing, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.293.761,00 1.228.138,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.888,00 81.016,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.604.036,02 4.614.035,02
2. Beteiligungen 520,00 520,00
4.604.556,02 4.614.555,02
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 336.829,57 22.977,27
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 312.870,79 194.072,99
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.850.096,81 1.188.487,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.638.147,27 4.245.605,26
6.801.114,87 5.628.165,85
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.079.503,59 1.596.291,08
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 484.683,16 727.888,77
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 2.491.704,07 2.401.030,20
E. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 969.659,53 732.383,51
19.119.699,81 17.032.445,70

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital 44.815,00 40.964,00
Erworbene eigene Anteile -2.291,00 -2.291,00
42.524,00 38.673,00
II. Kapitalrücklage 10.269.332,20 7.532.688,80
III. Verlustvortrag -8.303.745,31 -7.342.429,77
IV. Jahresfehlbetrag -2.977.770,42 -961.315,54
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 969.659,53 732.383,51
0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 260.172,58 408.799,60
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 1.499.765,76 2.000.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 611,07 315,87
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.729.975,92 7.311.207,97
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.014.304,99 1.120.745,89
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.283.814,19 5.114.512,02
6. Sonstige Verbindlichkeiten 331.055,30 1.076.864,35
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 9.612,89 EUR (Vj.: 7.882,09 EUR) 18.859.527,23 16.623.646,10
19.119.699,81 17.032.445,70

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.279.026,02 9.457.136,79
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 509.008,00 470.807,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.253.263,04 1.416.230,57
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 4.968,68 (Vj. EUR 769,42)
12.041.297,06 11.344.174,36
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe -99,57 212,70
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.231.203,86 -8.597.861,91
-8.231.303,43 -8.597.649,21
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.323.114,14 -3.753.747,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -917.602,51 -811.777,08
-5.240.716,65 -4.565.524,82
6. Abschreibungen auf
a) immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -485.036,20 -443.664,03
b) Umlaufvermögen -10.522,09 -8.629,32
-495.558,29 -452.293,35
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.730.689,13 -2.034.187,41
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 13.701,70 (Vj. EUR 5.616,80)
8. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 1.814.315,58 1.061.623,11
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17.322,44 7,97
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -241.619,60 -85.000,00
davon an Gesellschafter EUR 74.583,33 (Vj. EUR 85.000,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 89.191,60 2.401.030,12
12. Ergebnis nach Steuern -2.977.760,42 -927.819,23
13. Sonstige Steuern -10,00 -33.496,31
14. Jahresfehlbetrag -2.977.770,42 -961.315,54

ANHANG zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den entsprechenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften im Sinne des §§ 264 ff. HGB angewandt worden.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.v. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft macht von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise Gebrauch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Auf die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 276 HGB wurde verzichtet.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise dort oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft hat, wie in den Vorjahren, ein negatives Jahresergebnis erwirtschaftet und weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 969.659,53 aus. Dem stehen zwei Wandeldarlehen mit Rangrücktritt von TEUR 1.500 gegenüber. Die Unternehmensplanung weist für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 stets ausreichende liquide Mittel zur Erfüllung aller fälligen Verbindlichkeiten aus. Der Jahresabschluss wurde daher weiterhin unter dem Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt, da die Geschäftsführung wie in den Abschnitten 3 und 5 des Lageberichts erläutert von einer positiven Fortführungsprognose i. S. d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 des Unternehmens ausgeht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Travelcircus GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Berlin
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Berlin (Charlottenburg)
Register-Nr.: HR B 155182

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Posten "Beteiligungen" unter den Finanzanlagen in der Bilanz wurde zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögenslage in die Posten "Anteile an verbundenen Unternehmen" und "Beteiligungen" aufgeteilt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden angepasst und EUR 4.614.035,02 von den Beteiligungen in die Anteile an verbundenen Unternehmen umgegliedert.

Für direkt zurechenbare eigene Entwicklungskosten für die Erstellung neuer Module des ERP Systems wurde von dem handelsrechtlichen Wahlrecht i.S.v. § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Die aktivierten Kosten werden um planmäßige lineare Abschreibungen über fünf Jahre vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert: bei Büromöbeln über 10 Jahre, bei IT Hardware über drei Jahre und bei allen anderen Sachanlagen über fünf Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 800 EUR wurden sofort abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung eines möglichen Ausfallrisikos wurden Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Maße gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen abgegrenzte Provisionen enthalten.

Es wurde vom Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern Gebrauch gemacht. Hierbei wurden die steuerlichen Verlustvorträge in der Höhe berücksichtigt, die über die nächsten fünf Jahre als wahrscheinliche Verlustverrechnung erwartet wird. Es fand eine Verrechnung mit passiven latenten Steuern statt, die sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ergeben haben. Der Ermittlung wurde wie im Vorjahr ein Körperschafts- und Gewerbesteuersatz für das Land Berlin von 30,175 % zugrunde gelegt.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden mit dem um den zu erwartenden Gutscheinverfall reduzierten Erfüllungsbetrag angesetzt. Hierbei handelt es sich um von Kunden erworbene Geschenkgutscheine.

Alle weiteren Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

Im Berichtsjahr wurden direkt zurechenbare eigene Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 509 (Vj. TEUR 471) für die Erstellung neuer Module des ERP Systems aktiviert.

Weitere Forschungs- und Entwicklungskosten, die im Geschäftsjahr nicht aktiviert wurden, sind nicht angefallen.

Angaben zum Anteilsbesitz

Stammkapital Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
In TEUR in % in TEUR in TEUR
Wagner Kurzreisen GmbH, Berlin 25 100 25 0
Travelcircus Inc., Delaware, USA 3 100 -5 -9
Wagner Travel BV, Antwerpen, Belgien 25 100 17 -2
Travelcircus Italia s.r.l., Bozen, Italien 10 100 2 -2
TPF group s.r.o., Brno, Tschechien 4 100 702 -128

Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über zehn Genossenschaftsanteile der Berliner Volksbank eG im Wert von 520 EUR (Vj. 520 EUR).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Angaben zu Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 1.850 (Vj. TEUR 1.188) und stellen vor allem Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Wagner Kurzreisen GmbH von TEUR 1.814 (Vj. TEUR 1.062) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen von TEUR 36 (Vj. TEUR 127) dar.

Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 485 (Vj. TEUR 728) wurden neben der Abgrenzung von laufenden Aufwendungen, die das Folgejahr betreffen, auch bei Reisebuchungen gewährte Rabatte und Nachlässe aktiviert, deren Reiseantritt und Umsatzrealisierung erst im Folgejahr liegt. Nicht mehr abgegrenzt wurden Marketingkosten auf in Folgejahren nutzbare Reisegutscheine.

Aktive latente Steuern

Des Weiteren wurden aktive latente Steuern von TEUR 2.492 (Vj. TEUR 2.401) aktiviert. Diese ergaben sich aus aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.882 (Vj. TEUR 2.772), die mit passiven latenten Steuern aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 390 (Vj. TEUR 371) verrechnet wurden. Der Ermittlung wurde ein Körperschafts- und Gewerbesteuersatz für das Land Berlin von 30,175 % zugrunde gelegt.

Eigenkapital

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages von EUR 2.977.770,42, Einzahlungen in die Kapitalrücklage von EUR 1.198.714,72 sowie der Wandlung von Darlehen in Eigenkapital in Höhe von EUR 1.537.928,68 ergibt sich zum Jahresende ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von EUR 969.659,53 (Vj. EUR 732.383,51). Dem stehen zwei Wandeldarlehen mit Rangrücktritt von TEUR 1.500 gegenüber.

Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Betrag gem. § 268 Abs. 8 HGB, begründet in selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (TEUR 1.294; Vj. TEUR 1.228) vermindert um die passiven latenten Steuern auf die Anschaffungskosten der immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 390 (Vj. TEUR 371) und zuzüglich der aktiven latenten Steuern von TEUR 2.882 (Vj. TEUR 2.772), beträgt im Geschäftsjahr TEUR 3.785 (Vj. TEUR 3.629).

Rückstellungen

Die Rückstellungen betreffen sonstige Rückstellungen und entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Aufwendungen für ausstehende Rechnungen, größtenteils bezogen auf Provisionsansprüche von Affiliate-Vertriebspartnern, von TEUR 215 (Vj. TEUR 287), Urlaubsrückstellungen von TEUR 86 (Vj. TEUR 92) sowie Aufwendungen der Jahresabschlussprüfung von TEUR 35 (Vj. TEUR 30).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 7.284 (Vj. TEUR 5.115) und stellen vor allem Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit der Wagner Kurzreisen GmbH von TEUR 7.246 (Vj. TEUR 5.080) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber weiteren verbundenen Unternehmen von TEUR 38 (Vj. TEUR 35) dar. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zeigt sich die integrierte Steuerung der Travelcircus Gruppe, in der Liquidität und Unternehmensentwicklung unternehmensübergreifend gemanagt wird.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Im September 2022 wurde an die Gesellschaft im Rahmen der Übernahme der Anteile der TPF group, Brno, ein Wandeldarlehen über TEUR 2.000 vergeben. TEUR 500 hiervon konvertierten in 2023 in Eigenkapital, TEUR 1.500 bestehen zum Abschlussstichtag weiterhin als Darlehen. Ursprünglich sollte eine Rückzahlung des Darlehens - sofern keine Konvertierung stattfindet - hälftig in 2024 und 2025 erfolgen; die geplante Restlaufzeit dieses Darlehens betrug damit für TEUR 750 bis zu einem Jahr, für TEUR 750 1 - 5 Jahre. Tatsächlich erfolgte die gesamte Rückzahlung im Juli 2024, so dass das Darlehen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr hatte.

Die sonstigen ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Dies sind vor allem erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen i.H.v. TEUR 7.730 (Vj. TEUR 7.311) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen i.H.v. TEUR 2.014 (Vj. TEUR 1.121).

Im Vorjahr hatten in den sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 1.077 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 988 eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren, die restlichen sonstigen ausgewiesenen Verbindlichkeiten hatten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen im Überblick:

Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten: EUR 18.859.527,23 (Vj. TEUR 16.624)
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 18.859.527,23 (Vj. TEUR 14.624)
Restlaufzeit von 1-5 Jahren: EUR 0,00 (Vj. TEUR 2.988)
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: EUR 0,00 (Vj. TEUR 0)

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind vor allem Erträge aus dem Verfall von Gutscheinen, Erträge aus der Endabrechnung der Covid Überbrückungshilfe sowie Erträge aus Nebengeschäften und Werbekostenzuschüssen enthalten.

Es werden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 6), die vor allem die Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten betreffen und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 16) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Zahlungsmittelkosten, Mieten und Aufwendungen für Fremdleistungen und IT.

Die Aktivierung latenter Steuern von TEUR 91 (Vj. TEUR 2.401) führte zu einer Reduzierung des ausgewiesenen Verlustes nach Steuern.

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 99 (Vj. 91) Arbeitnehmer beschäftigt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte; zum Geschäftsjahresende betrug der Frauenanteil 51 % (Vj. 62 %), der Männeranteil 49 % (Vj. 38 %).

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Rückbürgschaft in Höhe von TEUR 2.014 (Vj. TEUR 1.418) für die Wagner Kurzreisen GmbH im Rahmen eines Vertrages zur Kundengeldabsicherung. Im April 2023 wurde über die Deutsche Bank ein Aval in Höhe von TEUR 400 an die Expedia Group ausgereicht, um das neu gestartete Kooperationsgeschäft abzusichern.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 349 (Vj. TEUR 501) aus Mietverträgen bis zum 28. Februar 2026.

Die Travelcircus GmbH hat ein virtuelles Anteilsprogramm im Jahr 2017 aufgelegt, welches die Teilnehmer dieses Programms berechtigt, im Falle eines Verkaufs der Gesellschaft wirtschaftlich, d. h. durch Barzahlung, an der Geschäftsentwicklung von Travelcircus zu partizipieren. Die virtuellen Anteile enthalten teilweise eine Sperrfrist (Cliff) von mindestens 12 Monaten und werden über einen Zeitraum von bis zu 48 Monaten erdient (Vesting). Der Strike Price (als Einstiegswert in das Programm) orientiert sich an der Unternehmensbewertung zum Ausgabezeitpunkt. Seit dem Jahr 2017 hat die Gesellschaft virtuelle Anteile an verschiedene Mitarbeiter gewährt und am Bilanzstichtag ist bereits ein Teil dieser virtuellen Anteile unverfallbar erdient. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs mit Urteil vom 15.03.2017, Aktenzeichen: I R 11/15, wurde keine Rückstellung gebildet, da eine Auszahlung an ein Exit-Szenario geknüpft ist.

Bedeutende Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Am 10. Oktober 2024 wurde ein Wandeldarlehen über TEUR 1.000 von Gesellschaftern an die Gesellschaft gewährt. Dieses Wandeldarlehen wurde am 17. Dezember 2024 in Anteile am Unternehmen gewandelt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im aktuellen Geschäftsjahr erfolgten keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen. Die Travelcircus GmbH hat mit ihrer Tochtergesellschaft Wagner Kurzreisen GmbH einen Betriebspachtvertrag, einen Fulfillmentvertrag sowie einen Vermittlervertrag abgeschlossen.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Bastian Nicolas Böckenhüser, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf der Travelcircus GmbH, Berlin

Kai Klitzke, kaufmännischer Geschäftsführer der Travelcircus GmbH, Berlin

Auf die Angaben zu den Geschäftsführergehältern wurde unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Namen der Beiratsmitglieder

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten folgende Personen dem Beirat an:

Sascha Hausmann, Partner bei Howzat Partners, Malta

Patrick Schaich, Investment Partner und Managing Director bei Tengelmann Twenty-One KG, München

Rick van Boekel, Partner bei Airbridge Equity Partners, Amsterdam

Bastian Nicolas Böckenhüser, Geschäftsführer Vertrieb und Einkauf der Travelcircus GmbH, Berlin

Kai Klitzke, kaufmännischer Geschäftsführer der Travelcircus GmbH, Berlin

Die Mitglieder des Beirates erhielten im Geschäftsjahr keine Vergütung.

Konzernabschluss

Aufgrund der größenabhängigen Befreiung des § 293 Abs. 1 Nr. 1 HGB ist die Gesellschaft von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag 2023 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 30. Dezember 2024

Bastian Nicolas Böckenhüser

Kai Klitzke

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.595.746,50 509.008,00 0,00 3.104.754,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.591,84 8.544,20 22.576,73 159.559,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.614.035,02 0,00 0,00 4.614.035,02
2. Beteiligungen 520,00 0,00 0,00 520,00
4.614.555,02 0,00 0,00 4.614.555,02
7.383.893,36 517.552,20 22.576,73 7.878.868,83
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.367.608,50 443.385,00 0,00 1.810.993,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.575,84 31.652,20 22.556,73 101.671,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 9.999,00 0,00 9.999,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 9.999,00 0,00 9.999,00
1.460.184,34 485.036,20 22.556,73 1.922.663,81
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.293.761,00 1.228.138,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 57.888,00 81.016,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.604.036,02 4.614.035,02
2. Beteiligungen 520,00 520,00
4.604.556,02 4,614.555,02
5.956.205,02 5.923.709,02

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Unternehmensportrait

Die Travelcircus GmbH ist ein auf erlebnisorientierte Kurzreisen spezialisiertes Reiseunternehmen, das im Jahr 2014 in Berlin gegründet wurde. Travelcircus bietet gemeinsam mit Tochterunternehmen ein breites Portfolio an Reisen an, bei denen ein Erlebnis im Mittelpunkt steht: ein Theater- oder Musicalbesuch, eine Ausstellung, ein Freizeitparkbesuch, ein Konzert oder auch nur eine Wellness- oder Gourmetauszeit. Der Vertrieb dieser Reisen erfolgt ausschließlich online, in der Regel über die eigene Webseite travelcircus.de. Travelcircus tritt dabei als Reisemittler bzw. Online-Reisebüro auf und ist nicht selbst Leistungsträger.

Die Reisen werden über lokale Webseiten vor allem an Kunden in Deutschland und Österreich sowie in der Schweiz, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien und Spanien vertrieben. Tochtergesellschaften von Travelcircus sind darüber hinaus in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Polen aktiv.

1.2 Organisation und Tochterunternehmen

Travelcircus GmbH wird von zwei Geschäftsführern geleitet, die auch jeweils einen der vier Unternehmensbereiche leiten: der CEO betreut Einkauf und Strategie, der CFO den Bereich Finanzen, Personal und After Sales Services. Darüber hinaus wird der Bereich Produktanlage, Vertrieb und Marketing von einem CMO (Chief Marketing Officer) geleitet sowie der Bereich IT/ Engineering gemeinsam von den Teamleitern Back End und Front End Engineering.

Die Geschäftsführung wird von einem Beirat unterstützt und beraten, der mit fünf stimmberechtigten Vertretern der Investoren und Gründer und weiteren optionalen nicht stimmberechtigten Mitgliedern besetzt ist. Beirat und Geschäftsführung halten monatliche gemeinsame Sitzungen ab.

Travelcircus GmbH besitzt zum Geschäftsjahresende eine Reihe von Tochtergesellschaften:

Wagner Kurzreisen GmbH, Berlin (100 %), seit 2018 Reiseveranstalter der Gruppe;

TPF group s.r.o., Brno, Tschechien (100 %), Kurzreiseanbieter in Zentraleuropa mit der Marke Travelking;

Travelcircus Inc., Delaware, USA (100 %), Anbieter von Entertainmentreisen;

Travelcircus Italia s.r.l., Bozen, Italien (100 %), Einkaufsgesellschaft;

Wagner Travel BV, Antwerpen, Belgien (100 %), Einkaufsgesellschaft.

Mit der Wagner Kurzreisen GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine umsatzsteuerliche Organschaft.

1.3 Forschung und Entwicklung

Travelcircus GmbH investiert jedes Jahr umfangreich in die Weiterentwicklung der unternehmenseigenen IT-Systeme. Da im Markt kaum Standardsoftware für Event- und Erlebnisreisen verfügbar war, wurde ein Großteil der eingesetzten Systeme selbst entwickelt und weiterentwickelt. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt zwanzig IT-Entwickler an der Entwicklung der Systeme beteiligt, einschließlich externer Dienstleister.

Im Berichtsjahr wurden direkt zurechenbare eigene Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 509 (Vj. TEUR 471) für die Erstellung neuer Module des ERP Systems aktiviert. Der Buchwert aller aktivierten selbst geschaffenen IT-Tools betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.294 (Vj. TEUR 1.228).

1.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Zentrale Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens sind der vermittelte Buchungsumsatz (neu eingebuchte Reisepreise einer Periode) sowie der Reiseumsatz (realisierte / abgereiste Summe aller Reisepreise einer Periode), die als Hauptreiber die Provisionserträge der Travelcircus bestimmen. Darüber hinaus wird das EBT als zentraler Leistungsindikator herangezogen.

Nach der starken Corona-Erholungsphase in 2022 konnten die Umsätze in diesem Jahr nur noch einstellig wachsen: neu hinzugekommener vermittelter Buchungsumsatz um +7 %, Reiseumsatz mit Anreisen in 2023 um +9 %. Der Fehlbetrag vor Steuern konnte leicht um 9 % reduziert werden.

in TEUR 2023 Veränderung Vorjahr
Vermittelter Buchungsumsatz 56.450 +7 % 53.005*
Reiseumsatz (per Reisebeginn) 54.308 +9 % 49.848
EBT -3.067 -9 % -3.362

* Korrektur des Vorjahres (dort mit TEUR 54.018 angegeben)

Der Reiseumsatz (per Reisebeginn) setzt sich zu 59 % aus Reisen der Tochtergesellschaft Wagner Kurzreisen (Vj.: 51 %) und zu 41 % (Vj. 49 %) aus Reisen von Drittpartnern zusammen.

Zusätzlich wird als nicht finanzieller Leistungsindikator die Kundenzufriedenheit, gemessen an Google-Rating und Trustpilot-Bewertungen, genutzt. Das Google-Rating hat sich geringfügig von 4,4 auf 4,3 von 5 Sternen verringert, die Trustpilot-Bewertung von 4,7 auf 4,6 von 5 Sternen.

1.5 Risikomanagement

Das Risikomanagement beruht auf einer Reihe von wöchentlichen Reportings, die ein frühzeitiges Erkennen von Risiken in Bezug auf die Leistungsindikatoren ermöglichen.

Zusätzlich werden im Rahmen der Monatsberichterstattung an den Beirat umfangreiche Checklisten geführt, die regelmäßige Prüf- und Abstimmaktivitäten dokumentieren. Dies betrifft insbesondere die Abstimmung von Haupt- und Nebenbüchern, Bankkonten und Debitoren- und Kreditorenkonten.

Aufgrund bisher unbedeutender Volumina war eine Absicherung von Währungs- oder Zinsschwankungen nicht notwendig.

Zur Absicherung von Kundenzahlungen wird stets sichergestellt, dass alle Prozesse PCI compliant sind, d.h. dem Payment Card Industry Data Security Standard entsprechen. Die letzte Zertifizierung hierzu erfolgte im Januar 2024 durch SecurityMetrics. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass alle Kreditkartenzahlungsprozesse so weit wie möglich gegen Betrug und Datenverlust geschützt sind. Zur Datensicherheit werden die IT-Systeme des Unternehmens nach außen abgesichert und regelmäßig Penetration Tests durchgeführt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 hat sich die wirtschaftliche Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt; statt eines Wachstums endete 2023 laut Statistischem Bundesamt (Q01) mit einem Rückgang des Bruttoinlandprodukts um -0,3 %. Verbunden mit der in 2023 hohen Inflation führte dies zu einem Rückgang des privaten Konsums, der um 0,8 % nachgab. Gestiegene Energiepreise und der weiter anhaltende Krieg in der Ukraine trugen zu einer gedämpften Konsumstimmung bei.

Vollkommen gegensätzlich entwickelte sicher der Reisemarkt in Deutschland. Laut DRV (Q02) stiegen die Reiseausgaben in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 26,8 % und lagen damit erstmals wieder über dem Vor-Coronajahr 2019. Diese Entwicklung beruhte vor allem auf Nachholeffekten bei Flugreisen, die in 2022 noch deutlich unter dem Vor-Coronaniveau lagen und diesen Rückstand in 2023 größtenteils aufgeholt haben. Auffällig ist hierbei, dass sich laut FVW (Q03) die Umsatz- und Gäste-/Mengenentwicklung vollkommen entkoppelt haben: während im Bereich der 46 größten deutschen Reiseveranstalter die Umsätze gegenüber 2022 um 23 % gestiegen sind, stieg die Gästezahl nur um 6 %; gegenüber 2019 liegt die Zahl der Reisenden immer noch um 21 % zurück. Ein Großteil des Umsatzwachstum beruht demnach auf Inflationseffekten. So sagt Werner Sühlberg, Mitglied im DRV-Marktforschungsausschuss: "Die organisierte Reise hat sich wieder erholt, aber 15 bis 20 % ihrer Kunden verloren.".

Der für Travelcircus besonders relevante Markt für Kurzurlaube (2-4 Tage) hat sich dagegen in 2023 negativ entwickelt: laut DRV ging die Zahl von 76,8 auf 74,1 Mio. Reisen zurück, ein Rückgang von 3,5 %. Davon entfallen rund 77 % auf Reisen innerhalb Deutschlands (Q02). Es zeigt sich, dass das leichte Mengenwachstum bei den jährlichen Haupturlauben und die Preiserhöhungen in diesem Bereich das Kundenbudget für Zweit-/Drittreisen reduzieren.

Für 2024 wird mit weiterem, wenn auch abgeflachtem, leicht zweistelligem Umsatzwachstum im Pauschalreisebereich gerechnet; dies ergab sich aus den Einschätzungen der Veranstalter, die sich am jährlichen FVW Reisedossier beteiligt haben (Q03).

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Geschäftsverlauf

In 2023 hat sich die positive Entwicklung der vermittelten Buchungsumsätze und der Reiseumsätze aus 2022 stabilisiert, das Wachstum ist jedoch deutlich abgeflacht. Während im Kurzreisemarkt ein leichter Umsatzrückgang von 3,5 % zu verzeichnen war, konnte Travelcircus seine Verkäufe um +5 % steigern, die realisierten / gereisten Umsätze sogar um +9 %. Dabei hat sich insbesondere das Pauschalreisegeschäft der Tochtergesellschaft Wagner Kurzreisen, das Kernprodukt von Travelcircus, mit +26 % gut entwickelt und macht nun nach 51 % im Vorjahr rund 59 % aller Verkäufe aus.

Neben der generellen Marktentwicklung trug auch ein Kostensenkungsprogramm zu den geringeren Wachstumszahlen bei. Um in 2024 Profitabilität zu erreichen, wurden sowohl Vertriebs- als auch Personalkosten im Laufe des Jahres deutlich abgesenkt; die Effekte hieraus werden sich vor allem in 2024 zeigen.

Bei den Vertriebskosten wurden die relativen, auf Buchungsumsatz bezogenen Kosten um rund 1,9 %-Punkte abgesenkt; dies wurde vor allem durch einen effizienteren Marketingmix und mehr Direktverkäufe erzielt.

Bei den Personalkosten wurde ebenfalls stark auf Effizienz geachtet, viele freiwerdenden Stellen wurden nicht nachbesetzt und die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Jahresverlauf von 112 auf 86 abgesenkt. Dies wurde begleitet von einer Reihe von Projekten zu Effizienzsteigerung und Automatisierung, u.a. durch den Einsatz von KI-Instrumenten im Produktaufbau und Schnittstellen in der Produktbeschaffung.

Rund 90 % der Umsätze wurden mit deutschen Kunden erwirtschaftet (Vj. 92 %), die neuen nicht-deutschsprachigen Märkte (z.B. BeNeLux, Frankreich, Dänemark, Tschechien) entwickelten sich mit +77 % auf 3,9 MEUR entsprechend unserer Erwartungen.

Wichtigstes Reiseziel ist weiterhin Deutschland mit rund 58 % aller Buchungsumsätze, gefolgt von Österreich und Frankreich.

Zum Jahresende 2023 lag der Vorausbuchungsbestand gemessen in Reisepreisen bei 9.755 TEUR (Vj. 9.740 TEUR). Die durchschnittliche Vorausbuchungsfrist, der Zeitraum zwischen Buchung und Reise, betrug 65 Tage (Vj. 62 Tage).

2.2.2 Ertragslage

Die Umsatzerlöse lagen stabil bei 9.279 TEUR auf (Vj: 9.457 TEUR). Hierbei handelt es sich größtenteils um Provisionserlöse aus Reiseverkäufen, auch von der Tochtergesellschaft Wagner Kurzreisen GmbH. Der leichte Rückgang liegt im größeren Anteil des Verkaufs konzern-interner Produkte begründet, die eine geringere Provision erlösen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von 2.253 TEUR (Vj. 1.416 TEUR) beinhalten vor allem Erträge aus verfallenen und ausgebuchten Gutscheinen, Corona-Hilfen sowie Erlöse aus stornierten Reisen.

Die größten Aufwandsposten sind Marketing- und Vertriebskosten von 8.231 TEUR (Vj. 8.598 TEUR), Personalkosten von 5.241 TEUR (Vj. 4.566 TEUR) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 2.731 TEUR (Vj. 2.034 TEUR).

Das Ergebnis vor Steuern (Fehlbetrag) hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht auf -3.067 TEUR (Vj. -3.362 TEUR) verbessert. Diese unter den Erwartungen liegende Verbesserung ist begründet in einem unter Planung liegenden Umsatzwachstum, während Vertriebs- und Personalkosten erst im zweiten Halbjahr merklich abgebaut werden konnten.

Der Jahresfehlbetrag hat sich von 961 TEUR auf 2.978 TEUR verschlechtert. Dies ist begründet in einer hohen Aktivierung latenter Steuern im Vorjahr in Höhe von 2.401 TEUR, die sich in diesem Umfang im aktuellen Jahr nicht wiederholt hat (Anstieg um 91 TEUR).

2.2.3 Vermögenslage

Zum Ende des Geschäftsjahres wurde ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von 970 TEUR ausgewiesen (Vj. 732 TEUR). Dem standen zwei nachrangige Wandeldarlehen im Gesamtvolumen von 1.500 TEUR (Vj. 2.988 TEUR) gegenüber.

Im Mai 2021 wurde ein nachrangiges Gesellschafter-Wandeldarlehen über 850 TEUR aufgenommen, um das Kapital der Gesellschaft zum Ende der Coronapandemie abzusichern. Dieses Wandeldarlehen wurde inklusive aufgelaufener Zinsen im September 2023 in Eigenkapital umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt.

Zusätzlich wurde im Zusammenhang mit der Übernahme der TPF Group (Travelking) in 2022 ein Wandeldarlehen über 2.000 TEUR aufgenommen. Hiervon wurden im September 2023 500 TEUR in Eigenkapital umgewandelt und der Kapitalrücklage zugeführt, die verbliebenen Darlehen standen ursprünglich jeweils hälftig im Sommer 2024 und 2025 zur Rückzahlung an. Die tatsächliche Rückzahlung des gesamten Darlehens erfolgte in 2024.

Zusätzlich wurden neben den gewandelten Darlehen von Gesellschaftern weitere 1.199 TEUR in die Kapitalrücklage eingebracht, so dass in Summe die Kapitalrücklage um 2.737 TEUR angewachsen ist.

Die Eigenkapitalquote hat sich leicht von -4,3 % auf -5,1 % verschlechtert, unter Einbeziehung des verbliebenen nachrangigen Wandeldarlehens liegt sie bei +2,8 % (Vj. +13,2 %).

Wichtigster Posten der Passiva sind die erhaltenen Anzahlungen von Kunden von 7.730 TEUR dar (Vj. 7.311 TEUR). Diese umfassen sowohl Anzahlungen auf Reisen als auch Guthaben aus Gutscheinen. Der Gutscheinbestand wurde entsprechend historischer Erfahrungen um einen Teil des erwarteten Verfalls bereinigt.

Die Rückstellungen belaufen sich auf 260 TEUR (Vj. 409 TEUR). Diese umfassen vor allem Rückstellungen für Vertriebskosten und Urlaubsrückstellungen.

Auf der Aktivseite zeigt sich ein gleichbleibendes Anlagevermögen von 5.956 TEUR (Vj. 5.924 TEUR). Dies umfasst vor allem selbsterstellte Software mit 1.294 TEUR (Vj. 1.228 TEUR) sowie Anteile an verbundenen Unternehmen mit 4.605 TEUR (Vj. 4.615 TEUR). Aufgrund der geplanten Schließung der Travelcircus Italia wurde eine Abschreibung in Höhe von 10 TEUR auf die Anteile vorgenommen.

Die Anlagenintensität liegt damit bei 31,2 % (im Vj. 34,8 %).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit 2.080 TEUR gestiegen (Vj. 1.569 TEUR), was vor allem auf höheren Kundenanzahlungen beruht. Die sonstigen Vermögensgegenstände mit 4.638 TEUR (Vj. 4.246 TEUR) beinhalten vor allem Guthaben und Sicherheiten bei den Zahlungsdienstleistern Paypal und Checkout.com sowie Umsatzsteuerforderungen.

Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen von 1.850 TEUR (Vj. 1.188 TEUR); hierbei handelt es sich größtenteils um Forderungen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Wagner Kurzreisen GmbH.

2.2.4 Finanzlage

Zum Ende des Geschäftsjahres betrug der Zahlungsmittelbestand 2.080 TEUR, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (1.596 TEUR). Er beinhaltet den Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Darüber hinaus lagen Finanzmittelbestände von 3.105 TEUR (Vj. 3.116 TEUR) bei den Zahlungsdienstleistern Paypal, Checkout.com und American Express, größtenteils als (rollierende) Sicherheiten.

Hauptgrund für den Anstieg der Zahlungsmittelbestände ist eine Finanzierungsrunde im Herbst 2023, in der von den Gesellschaftern 1.199 TEUR Barmittel in die Kapitalrücklage eingebracht wurden.

Die Veränderung der Zahlungsmittel und (rollierenden) Sicherheiten ergibt sich aus folgender Kapitalflussrechnung:

in TEUR 2023 2022
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1.671 1.934
Cashflow aus Investitionstätigkeit -518 -5.116
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.613 2.000
Cashflow aus (rollierenden) Sicherheiten 11 -869
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 484 -2.051
Zahlungsmittel zum Periodenanfang 1.596 3.647
Zahlungsmittel (inkl. Sicherheiten) zum Periodenanfang 4.712 5.894
Zahlungsmittel zum Periodenende 2.080 1.596
Zahlungsmittel (inkl. Sicherheiten) zum Periodenende 5.185 4.712

Zahlungsmittel stellen alle frei verfügbaren Bankkonten und Barmittel dar. Die (rollierenden) Sicherheiten bei den Zahlungsmitteldienstleistern Paypal und Checkout.com sind Einbehalte von Kundenzahlungen, die dem Unternehmen nach meist 60 Tagen wieder zur Verfügung stehen.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ergibt sich vor allem aus An- und Restzahlungen der Kunden sowie Zahlungen an die touristischen und sonstigen Geschäftspartner.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt vor allem die Investition in selbsterstellte Software wider. Die Neuentwicklung von Softwaretools fokussiert auf Systeme, die der Produktion und dem Vertrieb von Erlebnisreisen dienen. Hierfür sind Kosten für eigene Mitarbeiter und Dienstleister angefallen, die aktiviert und über fünf Jahre abgeschrieben werden. Im Vorjahr war diese Position vor allem durch den Kauf der TPF Group in Tschechien geprägt.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus der Finanzierungsrunde im Herbst 2023, in der von den Gesellschaftern 1.199 TEUR Barmittel in die Kapitalrücklage eingebracht wurden, sowie aus der Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft Wagner Kurzreisen GmbH. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen lediglich aus Kreditkartenabrechnungen in Höhe von 1 TEUR.

2.2.5 Personalbereich

Bei der Travelcircus GmbH wurden im Berichtsjahr durchschnittlich 99 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr 91). Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte; zum Geschäftsjahresende betrug der Frauenanteil 51 %, der Männeranteil 49 %. Es bestanden drei Ausbildungsverhältnisse.

Im Jahresverlauf kam es zu einer deutlichen Anpassung des Personalbestandes: 112 Arbeitnehmern zu Jahresbeginn standen 86 Ende Dezember gegenüber.

2.2.6 Zusammenfassende Wertung

Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft in 2023 ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis.

Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Reiseverkauf nach dem starken post-Corona Wachstum des Vorjahres auf hohem Niveau stabilisiert und ist nur noch leicht gewachsen. Trotz negativer externer Faktoren wie hoher Inflationsrate und dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine hielt die Reiselust in Mitteleuropa an, allerdings mit Verschiebungen hin zu für Travelcircus nicht relevanten Fernreisezielen.

Die Ertragslage hat sich wegen des unter Plan liegenden Wachstums verschlechtert. Ab Beginn des zweiten Halbjahres wurde hier mit Kostensenkungen gegengesteuert und der Personalstand um 28 % gesenkt und die Marketingkosten reduziert. Diese Maßnahmen griffen aber zu spät und konnten das Jahresergebnis nicht mehr deutlich verbessern.

Dies spiegelt sich auch in der Vermögenslage wider: um die Auswirkung der Verluste auf das Eigenkapital zu reduzieren, wurden im Rahmen einer Kapitalerhöhung sowohl Wandeldarlehen gewandelt als auch frisches Kapital eingebracht. Der damit zusammenhängende positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit führt zu einer positiven Veränderung des Zahlungsmittelbestands zum Jahresende.

3 Chancen und Risikobericht

Travelcircus als Reiseunternehmen unterliegt einerseits den Chancen und Risiken der Reisebranche, muss aber auch individuelle, unternehmensspezifische Chancen und Risiken beobachten und abwägen. Für Reiseunternehmen sind die wichtigsten Risikobereiche das Konsumrisiko, Länderrisiko und (Einkaufs-)Kostenrisiko.

Der Erfolg der Reisebranche hängt stark am Konsumverhalten und Ausgabefreude der Konsumenten. Im für Travelcircus wichtigsten Kundenmarkt Deutschland sank in 2023 laut Statistischem Bundesamt der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % (Q01). Dies wird vor allem auf die hohe Inflation und damit sinkender realer Einkommen begründet. Für 2024 zeigt sich eine deutliche Senkung der Inflation, was sich positiv auf die Konsumneigung und auch auf die Reisebranche auswirken sollte.

Länderrisiken stellen sich aktuell in einem anderen Licht dar als in der Vergangenheit. Einerseits führen Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten dazu, dass Kunden mehr Fokus auf vermeintlich sichere Reiseländer legen werden. Durch die stark gestiegenen Energiepreise wird Reisen in entferntere Länder deutlich teurer, was eine Chance für die Kurz- und Mittelstrecke bedeutet. Beide Effekte dürften sich positiv auf das Destinationsportfolio von Travelcircus auswirken, das hauptsächlich mittel- und westeuropäische Destinationen umfasst. Zusätzlich sind die Hauptdestinationen von Travelcircus auch deutlich unterdurchschnittlich von Risiken wie Naturkatastrophen, terroristischen Anschlägen oder politischer Instabilität betroffen.

Größtes Risiko für Travelcircus ist das Kostenrisiko für Vorleistungen. Viele touristische Leistungsträger wie Hotels, Spas oder Freizeitparks versuchen, durch Preiserhöhungen einen Ausgleich für Verluste der letzten Jahre, für die steigenden Energiepreise und für inflationsbedingte Kostensteigerungen zu finden. Für 2023 kommunizierte die Zeitschrift Gastgewerbe einen Anstieg der Zimmerraten in Deutschland von 6 %, international von 11 % (Q04). Dieser Trend dürfte sich in 2024 fortsetzen. Hier wird es zentrale Aufgabe von Travelcircus sein, weiterhin aus Kundensicht gut bepreiste Produkte zu finden und zu vermarkten. Für diese Aufgabe sind wir mit einem eingespielten Sales-Team zum Abschluss neuer Partnerverträge gut aufgestellt.

Neben den generellen Branchenrisiken gibt es das spezielle Risikoprofil der Travelcircus. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Produktportfolio von Travelcircus weniger und geringere Risiken trägt als der Durchschnitt der Branche. Das liegt zum einen an der Ausrichtung der Reisen von Travelcircus, die mit dem Fokus auf Mitteleuropa auf sehr sichere, politisch stabile Destinationen zielt. Zum anderen ist die Einkaufs- und Produktstrategie von Travelcircus auch überdurchschnittlich risikoavers: Es wird fast vollständig ohne Kontingentrisiken eingekauft, so dass keine aufwändige Steuerung von Risken und Kontingenten notwendig ist. Es wird zu über 95 % in EUR eingekauft, so dass keine wesentlichen Währungsrisiken auftreten. Die meisten Verträge führen erst zu Zahlungsflüssen nach der Reise der Kunden, so dass auch Ausfallrisiken von Partnern als nur gering einzuschätzen sind.

Kundenseitig ist das Zahlungsausfallrisiko als gering einzuschätzen, da die Kunden den Reisepreis vor Anreise leisten müssen. Ausfälle waren hier in der Vergangenheit vor allem bei Zahlungen per SEPA Lastschrift zu verzeichnen, die mit dem Inkassopartner PairFinance verfolgt werden. Als Reaktion hierauf und unter Berücksichtigung der immer geringer werdenden Relevanz von Lastschriften wurde dieses Zahlungsmittel Mitte 2023 eingestellt.

Das Kurzreisegeschäft ist, verglichen mit vielen anderen Reiseunternehmen, relativ gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt, ohne große Konzentration in der Sommersaison; hierdurch ist das Liquiditätsrisiko deutlich geringer als bei Wettbewerbern.

Den Geschäftsrisiken wird hauptsächlich mit einem ausgefeilten Reporting begegnet. Über ein tägliches Reporting von Buchungs- und Anreisekennzahlen sollen Veränderungen im Kundenverhalten rechtzeitig erkannt werden.

Beim Auftreten von krisenhaften Situationen ist es ein großer Vorteil, dass Travelcircus über ein eigenes, eingespieltes Service Center verfügt, das Kunden unterstützen und beraten kann. Dies hat insbesondere in Coronazeiten geholfen, Risiken (= Reisestornierungen) in Chancen (= Um- und Neubuchungen) umzuwandeln.

Eine positive Umsatzentwicklung und eine sich daraus ableitende Profitabilität sowie eine ausreichende Liquiditätsausstattung sind die Grundlage für den Fortbestand der Gesellschaft. Dazu hat die Geschäftsführung beschlossen, die Profitabilität vor das Wachstum des Unternehmens zu stellen. Dies soll insbesondere durch konsequentes Kostenmanagement in den Bereichen Marketing- und Personalkosten erreicht werden. Diese Kosteneinsparungen sowie das geplante Umsatzwachstum sind Voraussetzungen für die notwendige nachhaltige Profitabilität, die eine Gefährdung des Fortbestands der Travelcircus GmbH verhindern soll.

Die Planungen für 2024 und 2025 weisen in keinem Monat Risiken für die Zahlungsfähigkeit aus, es stehen stets ausreichende Liquiditätsbestände zur Verfügung. Eine weitere Verschlechterung des Eigenkapitals durch zusätzliche Verluste ist für 2025 planerisch nicht vorgesehen. Eine Überschuldung ist durch nachrangige Darlehen aus dem Gesellschafterkreis abgedeckt; die Geschäftsführung geht von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit in den nächsten Jahren aus.

4 Nachtragsbericht

Zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Anhang.

5 Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 hat die Geschäftsleitung beschlossen, zu Lasten des Wachstums das Unternehmen in Richtung Profitabilität zu entwickeln. Ziel ist es, im zweiten Halbjahr 2024 ein positives Ergebnis zu erreichen und in den Folgejahren stetig Gewinne auszuweisen. Im Rahmen dieser Strategie wird sich das Wachstum des vermittelten Umsatzes 2024 nur im kleinen einstelligen Bereich bewegen, während Kostenpositionen, vor allem Marketingkosten und Gehälter, deutlich reduziert werden.

in TEUR 2025 (Planung) 2024 (Prognose) Veränderung 2023
Vermittelter Reiseumsatz 67.601 58.279 +3 % 56.450
Reiseumsatz (per Reisebeginn) 62.410 53.167 -2 % 54.308
EBT 779 -812 -74 % -3.067

Für 2025 wird dann wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum erwartet. Diese Erwartung beruht zum einen auf einer positiven Einschätzung des gesamten Reisemarktes, der sich trotz Konsumschwäche in Deutschland weiterhin robust zeigt, zum anderen auf neuen Produkten und Vertriebsansätzen, die in 2025 gestartet werden.

Die Prognosen des letztjährigen Lageberichts für das Jahr 2023 konnten nicht erreicht werden. Das Reisegeschäft hatte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte gegenüber der Planung abgeschwächt, so dass der vermittelte Reiseumsatz 56.450 TEUR rund 6 % unter der Erwartung von 59.752 TEUR lag und der realisierte Reiseumsatz mit 54.308 um rund 5 % unter Prognose von 57.102 TEUR. Die geringeren Umsätze führen dazu, das der Jahresfehlbetrag vor Steuern gegenüber 2022 nur leicht reduziert werden konnte (von -3.362 TEUR auf -3.067 TEUR) und höher als prognostiziert (-1.181 TEUR) ausfiel. Eine vergleichbare Entwicklung in 2024 und 2025 soll durch ein Mitte 2024 abgeschlossenes Kostensenkungsprogramm vermieden werden. Dieses ermöglicht es dem Unternehmen, zukünftig auch bei einem ausfallenden Wachstum trotzdem positive Ergebnisse auszuweisen.

Zusammenfassend wird für 2025 eine Konsolidierung auf hohem Niveau und erstmals in der Firmenhistorie, nach der Aufbauphase, ein positives Ergebnis erwartet.

6 Quellenverzeichnis

Q01 - Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024

Q02 - DRV - Der deutsche Reisemarkt, Zahlen und Fakten 2023 sowie Zahlen und Fakten 2022

Q03 - FVW Dossier 2023, FVW/Traveltalk 4/2024, Seite 22 ff

Q04 - GastgewerbeMagazin, Onlinebeitrag "Analyse zeigt Hotelbuchungstrends und Top Buchungskanäle für Hotels in Deutschland" vom 07.02.2024

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Berlin, den 30. Dezember 2024

Bastian Nicolas Böckenhüser

Kai Klitzke

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