Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 155872
Vorher
Bavarian Nordic Berlin GmbH
Eingetragen
9.8.2004
Branche
Herstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der pharmazeutischen Industrie sowie Herstellung von und Handel mit pharmazeutischen Produkten unter Einschluss von Produkten für therapeutische und gentherapeutische Anwendungen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Alexandra Spang
seit 27.8.2024
Prokura
Paul Johan Chaplin
seit 31.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert0.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Bavarian Nordic A/SDNK
0.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bavarian Nordic A/S
Denmark
191.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bavarian Nordic GmbH

Planegg, Ortsteil Martinsried

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die Bavarian Nordic GmbH (kurz Bavarian Nordic) ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der dänischen Bavarian Nordic A/S, Hellerup, Dänemark - kurz: Bavarian Nordic A/S. Der Bavarian Nordic-Konzern befasst sich mit der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Impfstoffen, um die Bedrohung durch Infektionskrankheiten zu minimieren. Gegenstand der Bavarian Nordic GmbH sind die Forschung, Entwicklung und Optimierung von prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen zur Bekämpfung von Infektionserkrankungen. Dieser Bereich der Forschung und Entwicklung findet am Standort in Martinsried statt.

1.2. Strategie

Die Konzernmutter in Dänemark hat die strategische Entscheidung getroffen, die Unternehmensgruppe Bavarian Nordic von einem reinen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsunternehmen zu einem weltweit agierenden Wirtschaftsunternehmen zu entwickeln. Die Vermarktung verschiedener Impfstoffe wurde sukzessive von unserem deutschen Vertrieb ausgebaut und entwickelt. Unsere Zielgruppen sind Allgemeinmediziner, Kinderärzte, HIV-Praxen, und Betriebs- und Reisemediziner. Zu den zugelassenen Impfstoffen zählen Impfstoffe gegen Tollwut, die Frühjahrsommermeningoenzephalitis (FSME), Pocken und Affenpocken (MPox) und gegen das Ebolavirus.

Um das Portfolio an Impfstoffen zu erweitern und attraktiver zu gestalten, wurden Vertriebspartnerschaften eingegangen. Seit Januar 2022 werden die Impfstoffe Ixiaro (Japanische Enzephalitis) und Dukoral (Cholera) der Firma Valneva SE mit Sitz in Frankreich, Saint-Herblain, bei Ärzten in Deutschland präsentiert sowie seit Mitte Mai 2022 der Impfstoff Heplisav B (Hepatitis B) der Firma Dynavax GmbH aus Düsseldorf. Diese Impfstoffe sind bei Reisen in bestimmte Regionen empfohlen und passen daher gut in das Portfolio von Bavarian Nordic.

Bis zur Jahresmitte 2023 wurde ein COVID 19-Impfstoff entwickelt und in klinischen Versuchen auf Wirksamkeit getestet. Obwohl sich die Wirksamkeit vergleichbar mit zugelassenen COVID 19-Impfstoffen erwies, wurde die Weiterentwicklung aufgrund des Endes der COVID 19-Pandemie und von aus kommerziellen Gründen beendet. Bis zur Mitte des Jahres 2023 wurde auch die Wirksamkeit eines RSV-Impfstoffes in Phase 3-Studien getestet.

Es stellte sich heraus, dass nicht alle vorher festgelegten Endpunkte für die klinischen Studien erreicht werden konnten und die Entwicklung des RSV-Impfstoffes wurde daraufhin beendet.

In Frühjahr 2023 wurden von der Firma Emergent Bioscience mit Sitz in Bern in der Schweiz zwei bereits zugelassene Impfstoffe gegen Cholera (Vaxchora®) and Typhus (Vivotif®) sowie ein in der klinischen Entwicklung befindlicher Impfstoff gegen Chikungunya erworben. Die Produktion dieser Impfstoffe wird am Standort in Bern in der Schweiz, der ebenfalls Im Frühjahr 2023 übernommen wurde, durchgeführt. Ebenfalls in diesem Zeitraum wurde eine Forschungseinrichtung in San Diego, Kalifornien übernommen, die die Produktionsbedingungen für den Chikungunya-Impfstoff in Zusammenarbeit mit Standorten in Martinsried, Bern und in Dänemark optimieren soll. Alle drei neu erworbenen Impfstoffe sind Impfstoffe für Reisende und werden somit das Portfolio in diesem Bereich vergrößern. Die Immundaten aus den klinischen Studien für den Chikungunya- Impfstoff in älteren und jüngeren Erwachsenen und Jugendlichen sind überaus vielversprechend, die Beantragung zur Zulassung ist 2024 erfolgt und eine Zulassung des Impfstoffes wird für 2025 anvisiert. Möglich werden diese ambitionierten Zeitplanungen durch die von den Zulassungsbehörden der USA (FDA) beschleunigten Zulassungsvoraussetzungen nach "Breakthrough Therapy designation and Fast Track" und der Europäischen Zulassungsbehörde (EMA) nach dem "Prime"-Verfahren.

Unsere MVA-Plattform (Modified-Vaccinia-Ankara-Virus) ist nicht nur die Basis einer erfolgreichen Partnerschaft mit der US-Regierung für einen Pocken- und Affenpocken (MPox)- Impfstoff, sondern auch eines Pferdeenzephalomyelitis-Impfstoffs in klinischer Entwicklung.

Während sich unser Mutterkonzern strategisch und wirtschaftlich neu ausrichtet, spielt die Entwicklung neuer Impfstoffe bei der Bavarian Nordic GmbH nach wie vor eine große Rolle.

1.3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungsaufträge werden zu 100 % von unserer Muttergesellschaft in Dänemark an uns vergeben und die daraus resultierenden Umsatzerlöse entwickeln sich in Abhängigkeit dieser Projekte.

Die Bavarian Nordic GmbH ist ein Biotech-Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, welches unter anderem die Entwicklung neuer Impfstoffe zur Behandlung von verschiedenen Infektionskrankheiten anstrebt.

Die Muttergesellschaft hat einen Entwicklungsvertrag mit der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika zur Entwicklung eines sicheren Impfstoffs gegen Pocken, Pferdeenzephalomyelitis und andere Infektionskrankheiten geschlossen. Überdies bestehen Lizenzvereinbarungen mit einem pharmazeutischen Unternehmen für einen zugelassenen Ebola-Impfstoff.

Darüber hinaus wird auch im Bereich von Impfstoffen für andere Krankheiten wie zum Beispiel gegen das Chikungunyavirus, geforscht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das deutsche Bruttoinlandsprodukt real 4,12 Billionen Euro, nominal ist das Bruttoinlandsprodukt also kräftig gestiegen. Dies begründet sich allerdings in der Inflation; preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Energiepreise und die Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Nach dem Rückgang im vierten Quartal 2023 spricht die aktuelle Indikationslage auch im ersten Quartal 2024 für eine schwache Entwicklung.

(Quelle: Statista. com)

Dagegen legte der Umsatzwachstum des Pharma-Gesamtmarktes in Deutschland um rund 5,7 Prozent gegenüber 2022 zu (Quelle: https://de.statista. com/statistik/daten/studie/73441/umfrage/umsatzwachstum-des-pharma-gesamtmarktes-in-deutschland/).

Die pharmazeutische Industrie hat den Spitzenplatz bei der Forschungsintensität. Mit Re- Investitionen von fast 16 Prozent vom Branchenumsatz in Forschung und Entwicklung toppt die Branche den Fahrzeugbau und die Elektroindustrie deutlich (Quelle: https://pharma-fakten.de/die-branche/).

Die Bavarian Nordic-Gruppe hat als innovativer und forschungsorientierter Impfstoffhersteller weiterhin sehr gute Zukunftsaussichten. Impfstoffe werden sowohl in der deutschen Bevölkerung als auch von der deutschen Politik und Ärzteschaft unterstützt und als kostengünstige und sichere pharmazeutische Produkte wahrgenommen. Bei Impfstoffen gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Medikamenten keine Generika und nur wenige Wettbewerbsprodukte. Dies führt dazu, dass sich der Impfstoffmarkt langfristig und weitestgehend planbar bearbeiten lässt.

Die Biotech-Branche im Allgemeinen, aber insbesondere die Impfstoffhersteller zeichnen sich durch starkes Wachstum aus. Viele Unternehmen innerhalb der Branche sind wirtschaftlich gut aufgestellt, da genügend Risikokapital in die Entwicklung aussichtsreicher Medikamente fließt. Eine große Herausforderung der Branche ist, in entsprechendem Maße qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Zusätzliche Anstrengungen müssen bei der Beschaffung elementarer Materialien für unseren Produktions- und Forschungsbetrieb unternommen werden. Obwohl sich die akuten Störungen der Lieferketten durch die COVID 19-Pandemie und den Angriff auf die Ukraine im Jahr 2023 wieder weitestgehend normalisierten, wird versucht, durch eine verbesserte Lagerhaltung und Logistik eventuellen zukünftigen Engpässen vorzubeugen.

Der Verlauf der COVID 19-Pandemie hat uns aufgezeigt, wie wichtig Impfstoff-Forschung ist und somit die Rahmenbedingungen für die forschenden Unternehmen weiterhin erhalten und verbessert werden müssen.

Trotz des großen wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritts zeigt uns die COVID 19-Pandemie deutlich auf, wie verwundbar unsere Bevölkerung ist. Auch die Affenpocken-Epidemie 2022/23 bestätigt deutlich die Notwendigkeit der kontinuierlichen Impfstoffforschung.

Daher ist die Bavarian Nordic GmbH weiterhin in der Forschung und Entwicklung von Impfstoffen bei Infektionserkrankungen aktiv. Beide Bereiche sind enorm wichtig zur Lösung der weltweiten Gesundheitsprobleme:

Fälle von Affenpocken, die seit Jahren auch außerhalb von Afrika aufgetreten sind, zeigen uns, dass eine bessere Vorbereitung auf diese vermehrt auftretende Krankheit oder biologische Bedrohung, wie Pocken, erforderlich ist. Im Mai 2022 kam es plötzlich zu einer weltweit drastischen Zunahme von Affenpocken (Mpox)-Infektionen, die sich von Mensch zu Mensch übertragen. Bis 04.2023 wurden weltweit über 86.900 Infektionen von Mpox registriert, die allermeisten (>85.500) Fälle in Ländern ohne vorherig berichtete Fälle. Da Bavarian Nordic den einzig zugelassenen Impfstoff gegen MPox besitzt und produziert, hat entsprechend die Nachfrage nach diesem Impfstoff drastisch zugenommen.

Der Ausbruch von Ebola in Westafrika im Zeitraum 2014-2015 infizierte fast 30.000 Menschen, von denen mehr als 11.000 starben. Seitdem gab es mehrere weitere Ausbrüche von Ebola insbesondere in DR Kongo, aber auch in Uganda und Guinea mit insgesamt über 2.000 Toten.

"Equine Encephalitis viruses" (Pferdeenzephalomyelitis-Virus) ist eine schwere Infektionskrankheit und bei Menschen oft mit tödlichem Ausgang.

Jedes Jahr verursacht Tollwut ungefähr 59.000 Todesfälle weltweit.

Die Häufigkeit von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) variiert von Jahr zu Jahr, aber es gibt ungefähr 5.000 - 13.000 FSME-Fälle weltweit pro Jahr.

Chikungunya ist eine in den Tropen beheimatete, durch Tigermücken übertragene Krankheit, welche monatelange oder sogar lebenslange schwerwiegende Symptome auslösen kann. Die präklinische Forschung zeigt, dass Impfstoffe diese Krankheit vermeiden können. Durch die schnelle Verbreitung der übertragenden Mückengattungen in immer weitere Gebiete der Welt inklusive Europas ist auch ein endemisches Auftreten jenseits der jetzigen Risikogebiete nicht ausgeschlossen.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Vertriebs- und Marketingaktivitäten stabil weiterentwickelt. Die Umsatzerlöse liegen im Geschäftsjahr 2023 bei TEUR 49.454 und sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 38.374) um TEUR 11.080 (+28,9 %) erheblich angestiegen.

Aktuell vertreiben wir in Deutschland die eigenen Impfstoffe Encepur und Rabipur, sowie Imvanex, und die Partnerimpfstoffe Ixiaro und Dukoral (Valneva) und Heplisav-B (Dynavax). Im Jahr 2023 haben wir uns primär auf die Gewinnung von Marktanteilen für Encepur gegen einen Mitbewerber fokussiert. Hierfür haben wir 60 Stellen im Außendienst geschaffen, die Allgemeinmediziner und Pädiater besuchen.

Darüber hinaus wurde über eine Steigerung des Krankheitsbewusstseins bei dieser Zielgruppe, sowie über die Medien bei Patienten, eine Steigerung der Impfraten gegen Tollwut erreicht. Das weitere Reiseimpfstoffportfolio lag über den Erwartungen, zurückzuführen auf ein gesteigertes Krankheitsbewusstsein, vermehrte Reiseaktivitäten zu Fernreisezielen, und auf eine intensive Bewerbung dieser Impfstoffe durch den wachsenden Außendienst. Imvanex wurde im Q3 im Privatmarkt eingeführt und nimmt nach und nach den Platz der vorherigen Impfprogramme über pandemische Bevorratung ein. Regionale Vertriebsmanager führen in 5 Regionen das stetig wachsende Team. Für das Jahr 2024 sind zusätzliche Stellen geplant, sowie eine Ausdifferenzierung in zusätzliche Key Account Manager-Stellen, um der gestiegenen Wichtigkeit von HIV-Praxen, Betriebsmedizinern und großen reisemedizinischen Zentren für den Erfolg unseres Portfolios Rechnung zu tragen.

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Die Forschungsaufträge werden zu 100 % von unserer Muttergesellschaft in Dänemark an uns vergeben und die daraus resultierenden Umsatzerlöse entwickeln sich in Abhängigkeit dieser Projekte. Darüber hinaus werden auch Vertriebsaktivitäten für die Bavarian Nordic A/S übernommen. Die Abrechnung mit unserer Muttergesellschaft erfolgt in einem so genannten "Cost-Plus-Verfahren", das monatlich fakturiert wird.

Seit der strategischen Neuausrichtung des Konzerns gab es keine Änderungen bei den "Finanziellen Leistungsindikatoren". Der Kontrollprozess für die Umsatzprognose basiert auf der monatlich wiederkehrenden S & OP - Planung (Sales and Operations Planning). Darüber hinaus werden monatlich die Aufwendungen bzw. Umsatzerlöse aus dem Vertrieb der Bavarian Nordic GmbH ermittelt, um auf Konzernebene die Gesamtentwicklung des Vertriebs und die Kosten aller Vertriebsstandorte zu steuern. Der Aufwand durch die Vermittlung des Vertriebsgeschäftes für die dänische Gesellschaft ist in den Umsatzerlösen der Bavarian Nordic GmbH ersichtlich, da die Aufwendungen im Rahmen der Cost-Plus-Verrechnung monatlich weiterbelastet werden. Der finanzielle Leistungsindikator für die Bavarian Nordic GmbH sind somit die Umsatzerlöse. Die Umsätze, die auf dem deutschen Markt erzielt werden (durch Sales Representatives und Marketing-Aktivitäten), sowie der deutsche Markt und Bavarian Nordic Market Share-Entwicklung, werden monatlich von einem Commercial Controller analysiert, die Planzahlen werden aufgrund dieser Analyse angepasst (als Teil vom Controlling-Prozess des Konzerns). Auf Basis dieser monatlichen Controlling-Auswertungen werden lang- sowie kurzfristige Strategie und Produktionsplanung des Konzerns gesteuert.

Aktivitäten im Geschäftsjahr

Situation 2023:

Die kommerzielle Präsenz von Bavarian Nordic entwickelt sich, basierend auf den Prioritäten und Potenzialen von EnRa (Encepur/Rabipur/RabAvert) und ViVax (Vivotif/Vaxchora).

Die USA und Deutschland repräsentieren weiterhin ca. 75 % unseres Geschäfts.

Partnerschaften sind in nicht prioritären Märkten etabliert.

Marktanteile von EnRa in wichtigen Märkten gewonnen/gehalten.

ViVax-Wiederaufnahmen in einigen Märkten initiiert.

Anhaltender Wettbewerb bei kommerzialisierten Vermögenswerten.

Erhöhte Aktivität im Zusammenhang mit zukünftigen Markteinführungen (Jynneos USA, CHIKV).

Neue Routineempfehlungen für Affenpocken haben einige Chancen für MVA-BN eröffnet.

Wichtige Herausforderungen:

Weiteres Wachstum mit unserem bestehenden Reisemedizin-Portfolio vorantreiben und gleichzeitig in zukünftige Wachstumsquellen investieren (Jynneos USA, Chikungunya).

Aufbau leistungsstarker Teams, um das Geschäft in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld voranzutreiben.

Erwarteter verstärkter Wettbewerb bei Tollwut-Impfstoffen, da Sanofi seinen "neuen" Impfstoff registriert/auf den Markt bringt und preislich konkurriert.

Wettbewerber verteidigen ihr Geschäft vehement.

Fokus auf die Wertschöpfung für unsere Kunden, um uns einen Vorsprung zu sichern.

Zuverlässige Versorgung der Kunden im Kontext von Technologietransfers.

Prioritäten 2024:

Investitionen zur Maximierung neuer Wachstumschancen:

- Wiederaufnahme der ViVax-Vermarktung in wichtigen Märkten.

- Markteinführung von Jynneos in managed markets in den USA.

- Vorbereitung auf Chikungunya -Markteinführungen (Markteinführungsbereitschaft; Marktforschung).

- Aufbau von BN-Niederlassungen in Großbritannien und Kanada.

USA:

- Rabavert: Marktführerschaft bei bestehenden Kunden beibehalten.

- ViVax: Wachstum und Marktanteil in verschiedenen Kanälen erhöhen.

- Erfolgreiche Einführung von Jynneos im Managed-Care-Markt.

- Ausbau der US-Organisation zur Unterstützung des Wachstumsziels und der zukünftigen Chikungunya -Markteinführung.

Deutschland:

- Marktanteile mit Encepur gewinnen (Differenzierung, Vertriebsexekution).

- Rabipur gegen Konkurrenz verteidigen.

- Wachstum von Heplisav-B durch Einführung der Packung x1.

- Ausbau des Vertriebs, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, und Aufbau eines Key Account Management-Teams zur Förderung von Imvanex, und das gesamten Portfolios bei eArbeitsmedizinern und in wichtigen Reisekliniken.

Rest der Welt:

- Wachstum von MVA-BN durch B2G-Initiativen vorantreiben.

- Aufbau von Bavarian Nordic-Niederlassungen in neuen Märkten zur Maximierung neuer Chancen.

Fähigkeiten:

- Stärkung der Marktzugangs- und digitalen Marketingfähigkeiten zur Unterstützung der zukünftigen Chikungunya -Markteinführung.

Zudem werden bei der Bavarian Nordic neben dem Vertrieb von Impfstoffen auch die Forschung und Entwicklung sowie die dazugehörige Qualitätskontrolle durchgeführt.

Für die Forschung und Entwicklung gibt es hingegen keine Standard-Benchmark-Kips zur Überwachung der Leistung der einzelnen Bereiche, weshalb es im Bereich Forschung und Entwicklung trotz der nach wie vor hohen Bedeutung für die Gesellschaft keinen messbaren finanziellen Leistungsindikator gibt. Stattdessen plant jeder Bereich seine Aktivitäten auf der Grundlage des Fortschritts der Projekte und diese werden ständig an die sich ändernden Spezifikationen angepasst und monatlich überwacht /Controller. Die Wissenschaft treibt den Fortschritt der Leistung an und anhand der verschiedenen Phasen wird der Prozess gemessen (Labor, Tierversuche, Mensch).

2.3. Ertragslage

Die Forschung und Entwicklung sowie andere Dienstleistungen erfolgen auf Basis eines unbefristeten "Servicevertrags" zwischen der Bavaria Nordic GmbH und Bavaria Nordic A/S mit einer Kündigungsfrist von 90 Tagen.

Die Gesellschaft verrechnet "nur" konzerninterne Umsätze aus Kostenverrechnungen an die Muttergesellschaft. Die Kosten werden monatlich mit einem Zuschlag ("Costa-Plus-Verfahren") weiterfakturiert. Diese weiterfakturierten Umsätze (Umsatzerlöse) beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 49.454 (Vorjahr: TEUR 38.374). Die Umsatzerlöse aus Vertriebsaktivitäten sind gegenüber dem Vorjahr erheblich angestiegen; dies entspricht unserer Prognose für 2023. Unsere Vertriebsaktivitäten belaufen sich 2023 auf TEUR 10.644 (Vorjahr: TEUR 8.601) und jene für den Bereich Forschung und Entwicklung auf TEUR 38.851 (Vorjahr: TEUR 29.773).

2023 wurde ein Rohertrag in Höhe von TEUR 47.069 (Vorjahr: TEUR 36.703) erwirtschaftet. Dies entspricht einem Zuwachs von TEUR 10.366 bzw. 28,2 %. Die Rohertragsmarge (Rohertrag an der Gesamtleistung) liegt 2023 somit bei 93,8 %, während sie 2022 bei 92,4 % lag.

Umsatz und Rohertrag haben sich gegenüber Vorjahr somit massiv erhöht, während die Einzelkosten (RHB, Fremdleistungen) lediglich um T€ 97 von T€ 3.029 auf T€ 3.126 gestiegen sind.

Aufgrund des stark erweiterten Geschäftsbetriebs sind 2023 alle Gemeinkosten (Personalkosten, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) gegenüber 2022 ebenso erheblich angewachsen. Während die Abschreibungen aufgrund der kontinuierlichen Investitionstätigkeit um TEUR 530 auf TEUR 1.883 gewachsen sind, ist die Summe der Personalkosten erheblich gestiegen (Kommentar siehe unten). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 831 auf TEUR 14.022 gestiegen.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden 2023 (wie im Vorjahr) Rückstellungen von Phantom Shares und Warrants aufgelöst; dadurch wurde ein Ertrag von TEUR 696 realisiert. Der Ertrag ist auf den fallenden Aktienkurs der Bavaria Nordic A/S zurückzuführen, sodass bestimmte Programme nicht ausübbar waren. Durch die Entscheidung, keine neuen Phantom Share- Programme aufzulegen, wurden in Folge keine neuen Rückstellungen gebildet.

Aufgrund eines um 56 FTE erhöhten Personalstands (gegenüber 2022) an Mitarbeitenden, der Einführung eines neuen Bonussystems sowie durch anstehende Abfindungszahlungen sind die Personalkosten (ohne gesetzlich soziale Aufwendungen) um TEUR 6.885 (+40,9 %) auf TEUR 23.738 angewachsen. Die gesamten Personalkosten (inkl. der Sozialabgaben) sind um TEUR 7.724 auf TEUR 27.252 (+39,6 %) angestiegen.

Während 2022 im Jahresdurchschnitt 240 Vollzeitbeschäftigte (FTE) beschäftigt wurden, lag dieser Wert 2023 bei 296. Somit wurden im Geschäftsjahr 2023 56 FTE mehr beschäftigt.

Durch die kontinuierlichen Investitionstätigkeiten am Standort sind auch die Abschreibungen von TEUR 1.353 auf TEUR 1.909 (+TEUR 556) angestiegen.

Im Einzelnen haben sich die Gemeinkosten wie folgt entwickelt:

2023 2022 Δ
- Personalaufwand TEUR 27.252 19.528 +7.724
- Abschreibungen TEUR 1.883 1.353 +530
- Sonstige betriebliche Aufwendungen (SBA) TEUR 14.022 13.191 +831
Summe: TEUR 43.158 34.073 +9.084

In Summe sind die SBA im Berichtsjahr um TEUR 831 (+6,3 %) auf TEUR 14.022 angestiegen.

Im Einzelnen bilden sich die wesentlichen Kostensteigerungen wie folgt ab:

2023 2022 Δ
- Raumkosten TEUR 2.716 2.242 +474
- KFZ-Kosten TEUR 1.207 645 +562
- Werbekosten TEUR 1.703 1.254 +449
- IT Agreements TEUR 1.354 949 +405
- Beratungskosten TEUR 2.769 1.670 +1.099
Summe: TEUR 9.749 6.760 +2.989

Demgegenüber wurden signifikante Kosteneinsparungen in Höhe von TEUR 2.861 durch den Rückgang des Einsatzes von interimistischem Vertriebspersonal (externer Personaldienstleister zum Aufbau unserer Vertriebsorganisation) realisiert.

Weitere Gemeinkostensteigerungen sind mit der Erweiterung des Geschäftsbetriebes zu erklären.

Durch den Costa-Plus-Vertrag mit unserer Muttergesellschaft realisierten wir 2023 Zinserträge von TEUR 1.359 (Vorjahr: TEUR 410); diese Erhöhung korreliert mit unserer starken Umsatzentwicklung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden in Höhe von TEUR 1.425 (Vorjahr: TEUR 846) fällig.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft betrug 2023 TEUR 3.838 (Vorjahr: TEUR 2.193); dies entspricht einer Ertragssteigerung von TEUR 1.644 (75,0 %). Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 7,7 % (Vorjahr: 5,7 %).

2.4. Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote beträgt im Berichtsjahr 75,5 % und ist um 3,1%-Punkte gegenüber dem Vorjahreswert gesunken (Vorjahr: 78,6 %). Die Ursache für den Rückgang der Eigenkapitalquote liegt in der stark angestiegenen Bilanzsumme, die im Berichtsjahr bei TEUR 35.299 (Vorjahr: TEUR 29.032; + TEUR 6.267 bzw. + 21,6 %) liegt.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr durch den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.838 auf TEUR 26.658 erhöht.

Die drei größten Veränderungen auf der Aktivseite sind:

Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Intercompany): TEUR +6.714
Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR -832
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau TEUR +424

Der starke Anstieg der Intercompany-Verrechnungen ist im Zusammenhang mit dem erheblich erweiterten Geschäftsbetrieb am Standort Martinsried zu erklären.

Die drei größten Veränderungen auf der Passivseite sind:

Eigenkapital: TEUR +3.838
Onstage Rückstellungen: TEUR +2.460
Verbindlichkeiten aus Lu - Accounts payable, Crédit: TEUR -105

Der Anstieg des Eigenkapitals korrespondiert mit der Zuführung des Jahresüberschusses.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist im Kontext der Personalkosten (Boni, Warrants und Abfindungsaufwendungen) zu würdigen. Die Rückstellungen für die Abfindungsaufwendungen wurden auf Grund eines Umstrukturierung- und Optimierungsprozesses eines Bereiches (von Planegg nach Bern und San Diego) durchgeführt.

Die ausgewiesene Verbindlichkeitsposition aus Leistungen von Lieferanten, deren Forderungen im vierten Quartal beglichen wurden.

Für das Jahr 2024 sind keine größeren Investitionen geplant.

2.5. Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Rahmen des Servicevertrags durch die Muttergesellschaft.

Die Liquiditätssituation ist - auch in Anbetracht des Wachstums - zufriedenstellend bzw. ist weiterhin stabil und es ist sichergestellt, dass die Gesellschaft alle Verpflichtungen erfüllen kann. Die Unternehmensgruppe verfügt über ausreichend liquide Mittel.

2.6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Durch die aktuelle Auftragslage und die laufenden Projektengagements, die durch die Muttergesellschaft in Dänemark initiiert werden, beurteilt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als weiterhin positiv und geht aufgrund der verabschiedeten Strategie von einer weiterwachsenden Geschäftsentwicklung aus.

3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

3.1. Chancen und Risiken

Eine Chancen-/Risiken Abwägung ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Im Strategie- und Planungsprozess werden die wesentlichen Chancen ermittelt und durch bereichsübergreifenden Erfahrungsaustausch im Unternehmen zusammengefasst. Der Bavaria Nordic-Konzern und damit auch die Bavaria Nordic GmbH sind in erster Linie abhängig von den Ergebnissen der Entwicklung und Vermarktung ihrer Impfstoffe.

Die Chancen der Gesellschaft ruhen aktuell auf 5 Säulen, von denen 3 für den deutschen Markt zutreffen:

1.

Ein erfolgreicher Ausbau des Marktanteiles von Ennepe gegen das Wettbewerbsprodukt eines Mitbewerbers, eine erfolgreiche Verteidigung des Marktanteiles von Raipur gegen die Einführung eines Wettbewerbsproduktes. Dazu liegen weiterhin große Chancen im Ausbau des Marktanteiles unseres Partnerproduktes Helias-B in Zusammenarbeit mit Dynavax, im Ausbau der Impfraten bei Japanischer Enzephalitis mit Ixiaro und bei Cholera mit Dukoral. Strategisch wird die Partnerschaft mit Valneva für die beiden letzteren Produkte im Dezember 2025 enden. Damit wird die Vermarktung von Typhoral als Typhusimpfstoff und Vaxchora als Choleraimpfstoff von Scandinavian Bioscience auf Bavarian Nordic zurückfallen.

2.

Ein erfolgreicher Launch des Chikungunya-Impfstoffkandidaten gegen das Wettbewerbsprodukt von Valneva. Vorbereitungen für den Launch laufen seit Anfang 2024 und die Markteinführung wird aktuell für 2025 erwartet. Dies wird die Position von Bavarian Nordic als Marktführer im Reiseimpfstoffmarkt ausbauen und festigen.

3.

Eine erfolgreiche Einführung von Imvanex im Privatmarkt zusätzlich zum pandemischen Vorsorgegeschäft auf Regierungsebene.

4.

Weiterhin wird der Zukauf von Impfstoffen, bei denen sich Synergien mit dem Portfolio von Bavarian Nordic ergeben, angestrebt.

5.

Darüber hinaus ist Bavarian Nordic durch die Abdeckung von Allgemeinmedizinern, Pädiatern, Betriebsmedizinern und Tropenmedizinern als Marketing- und Vertriebspartner attraktiv und weitere Partnerschaften werden aktiv sondiert.

Durch die Positionierung von Bavarian Nordic als Marktführer im Reiseimpfstoffmarkt ist der Geschäftserfolg maßgeblich abhängig von der weltweiten Reisetätigkeit und der gesamtheitlichen epidemiologischen Lage. In den Kernindikationen FSME, Tollwut, Typhus und Cholera sowie Chikungunya spielen der Klimawandel, die Änderung der Verbreitungsgebiete von Vektoren (Stechmücken, Zecken) und der Auftritt von Extremwetterereignissen, die Krankheiten bedingen können, eine entscheidende Rolle.

Zusätzlich bleibt das Geschäft mit Orthopoximpfstoffen eine integrale Säule des Erfolges und wird beeinflusst von den Sicherheitsausgaben des Bundes zur Vorsorge, sowie den weiterhin kontinuierlich gemeldeten Fällen von MPox für eine routinemäßige Impfung von Risikogruppen. Hier spielt ebenfalls eine Weiterentwicklung der STIKO-Empfehlungen eine Rolle, sowie der reibungslose Zugang zu Imvanex durch adäquate Impfvereinbarungen und Kostenübernahmen.

Ein großes Risiko besteht darin, nicht ausreichend qualifiziertes Personal für die durchgehende Organisationsexpansion zu finden, und mehrere Stellen bleiben für Monate vakant. Dies muss in allen Bereichen der Organisation im Gleichschritt stattfinden, um Reibungsverluste im Schnittstellenmanagement zu vermeiden. Dazu sind unsere Geschäftsstrukturen nicht immer an unser stetiges Wachstum angepasst und viele Geschäftsbeziehungen, Kundendienstkapazitäten, Logistik- und Distributionsdienstleistungen, Konditionen und Verträge sowie strategische Pläne bedürfen einer Überarbeitung. (hoch)

Die stetige Bereitstellung der Impfstoffe ist weiterhin eine Herausforderung für Bavarian Nordic und eine kontinuierliche Lieferfähigkeit ist zum Kernziel der Gesellschaft bestimmt worden.(hoch)

Durch das zunehmend digitale Arbeiten besteht ebenfalls ein elementares Risiko in der Störung von IT-Systemen, die einen erheblichen Einfluss auf unsere Prozesse haben könnte.(mittel)

Zusammenfassend lässt sich zur Risikosituation feststellen, dass die im Berichtszeitraum identifizierten Risiken keinen bestandsgefährdenden Charakter haben. Ebenso sind keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens zukünftig gefährden könnten.

3.2. Prognose

Wir sehen für das Geschäftsjahr 2024 ein weiteres Wachstum, das im Wesentlichen mit den folgenden vier Faktoren zusammenhängt:

1.

Weiterhin eine rege Reisetätigkeit nach dem Ende der COVID 19-Pandemie und dem Übergang in eine endemische Lage, was zu weiterwachsenden FSME-, Tollwut- und Reiseimpfstoffmärkten führt.

2.

Etablierung von Bavarian Nordic als wichtiger Impfstoffhersteller besonders auch durch die exklusive Rolle beim Impfstoff gegen Affenpocken/Mpox.

3.

Entwicklung neuer Impfstoffe, z. B. Chikungunya: Eine Zulassung des Chikungunya-Impfstoffes wird 2024 beantragt und wird für 2025 erwartet.

4.

Im Jahr 2023 hat Bavarian Nordic zwei bereits zugelassene und etablierte Impfstoffe (Vivotif gegen Typhus; Vaxchora gegen Cholera) sowie einen Impfstoff gegen Chikungunya in später klinischer Entwicklung von Emergent Biosciences erworben. Alle drei Impfstoffe fügen sich in das Portfolio von Reiseimpfstoffen ein und ermöglichen große Synergien für den Vertrieb auch in Deutschland.

Die Geschäftsführung sieht die Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts optimistisch, da weiterhin großes Interesse an unseren Produkten und Dienstleistungen besteht. Im Jahr 2024 erwarten wir leicht steigende Umsatzerlöse. Für die nächsten fünf Jahre haben wir eine Unternehmensstrategie entwickelt, um eines der führenden Impfstoff-Unternehmen zu werden. Pandemievorsorge ist durch die aktuelle globale Sicherheitslage wichtiger denn je, und die internationale Reisetätigkeit und Umweltereignisse wachsen stetig. Überdies entstehen weitere Möglichkeiten durch eine wachsende Wettbewerbsfähigkeit und damit Marktanteilsgewinn-/ verteidigung bei unseren Hauptprodukten Encepur und Rabipur und die Ausweitung unseres Portfolios mit dem Launch des Chikungunya-Impfstoffkandidaten, Verbesserung der Impfraten gegen MPox und Integration von Typhoral und Vaxchora.

Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Jahres 2024 entspricht unserer Erwartung und wird sich nach jetzigem Kenntnisstand positiv entwickeln. Der Servicevertrag mit der Muttergesellschaft gilt unverändert weiter und es wird erwartet, dass auch die erforderlichen Projektaufträge der Bavarian Nordic GmbH weiterhin gesichert bleiben.

 

Planegg, den 30. September 2024

Paul Chaplin, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.148,17 14.919,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.045.391,03 3.117.049,42
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.330.506,80 4.162.712,04
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 453.972,52 6.829.870,35 29.638,50 7.309.399,96
6.838.018,52 7.324.319,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Fertige Erzeugnisse und Waren 140.405,43 207.650,45
140.405,43 207.650,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.394.254,95 20.679.942,16
2. sonstige Vermögensgegenstände 262.251,99 367.094,69
27.656.506,94 21.047.036,85
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 310.245,06 374.082,71
28.107.157,43 21.628.770,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 353.727,93 78.958,80
35.298.903,88 29.032.048,53

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 191.000,00 191.000,00
II. Kapitalrücklage 2.541.980,98 2.541.980,98
III. Gewinnvortrag 20.086.528,48 17.893.173,75
IV. Jahresüberschuss 3.837.547,72 2.193.354,73
26.657.057,18 22.819.509,46
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 872.300,47 832.188,13
2. Sonstige Rückstellungen 7.088.234,10 4.627.773,60
7.960.534,57 5.459.961,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 360.423,41 465.453,18
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 360.423,41 (EUR 465.453,18)
2. Sonstige Verbindlichkeiten 320.888,72 287.124,16
- davon aus Steuern EUR 317.855,43 (EUR 259.275,78)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 320.888,72 (EUR 287.124,16)
681.312,13 752.577,34
35.298.903,88 29.032.048,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 49.454.041,84 38.373.748,74
2. Sonstige betriebliche Erträge 740.996,69 1.358.055,61
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 45.327,25 (EUR 37.507,98)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.240.981,12 2.106.914,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 885.257,49 921.600,78
3.126.238,61 3.028.515,19
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.737.761,74 16.853.017,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.514.253,83 2.675.377,40
- davon für Altersversorgung EUR 14.889,37 (EUR 5.332,49) 27.252.015,57 19.528.394,50
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.883.035,92 1.352.897,19
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14.022.472,83 13.191.404,94
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 33.502,63 (EUR 47.295,01)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.358.737,92 409.728,78
- davon Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 0,00 (EUR 42,94)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 709,64 1.055,71
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 495,64 (EUR 1.055,71)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.431.756,16 845.909,87
10. Ergebnis nach Steuern 3.837.547,72 2.193.355,73
12. Jahresüberschuss 3.837.547,72 2.193.354,73

Anhang zum 31.12.2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Planegg, Ortsteil Martinsried, und ist im Handelsregister beim Amtsgericht in München unter HRB 155872 geführt.

Der Jahresabschluss der Bavarian Nordic GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den Größenklassen des § 276 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Im Rahmen der Aufstellung des Anhangs wurde teilweise von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Vergleich zum Vorjahr unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 250,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Dabei wurde das Lifo-Verfahren angewendet.

Die Forderungen sowie das sonstige Umlaufvermögen entsprechen dem Nominalwert unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberechtigungen.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausge¬wiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei der Bildung von kurzfristigen Rückstellungen wurde auf das Wahlrecht zur Abzinsung verzichtet.

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handels- und Steuerbilanz angesetzt. Eine sich daraus ergebende Steuerbelastung von 27 % ist als passive latente Steuer zu passivieren und eine sich daraus ergebende Steuerentlastung kann als aktive latente Steuer aktiviert werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Von dem Aktivierungswahlrecht macht die Gesellschaft keinen Gebrauch.

Die Umsatzerlöse werden monatlich realisiert durch die Weiterverrechnung der anfallenden Kosten an die Muttergesellschaft.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angabe zu Forderungen

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Forderung zum 31.12.2023 Gesamtbetrag 31.12.2023 Teuro (Vorjahr) kleiner 1 Jahr Teuro (Vorjahr) größer 1 Jahr Teuro (Vorjahr)
gegen verbundene Unternehmen 27.394,25 27.394,25 0
(-20.679,94) (-20.679,94) (0,0)
sonstige Vermögensgegenstände 262,25 262,25 0
(-367,09) (-367,09) (0,0)
27.656,50 27.656,50 0
Summe (-21.047,03) (-21.047,03) (0,0)

Gewinnvortrag

In die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde ein Gewinnvortrag in Höhe von Euro 20.086.528,48 einbezogen.

Für das laufende Geschäftsjahr entwickelte sich der Bilanzgewinn wie folgt:

Stand 1. Januar 2023 20.086.528,48 Euro
Jahresüberschuss 2023 3.837.547,72 Euro
Stand 31. Dezember 2023 23.924.076,20 Euro

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Berichtsjahres von EUR 3.837.547,72 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 20.086.528,48 auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten Sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten.

Art der Rückstellung Stand zum 01.01.2023
Euro
Auflösung 2023
Euro
Verbrauch 2023
Euro
Zuführung 2023
Euro
Stand zum 31.12.2023
Euro
Urlaubskosten 634.473,97 0,00 634.473,97 481.015,98 481.015,98
Prüfung und Jahresabschluss 46.220,00 0,00 46.220,00 47.817,99 47.817,99
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.271.656,97 0,00 900.342,21 1.077.945,94 1.449.260,70
Bonus 1.188.540,00 0,00 1.188.540,00 2.512.997,00 2.512.997,00
Schwerbehindertenabgabe 23.520,00 0,00 23.520,00 22.162,18 22.162,18
Berufsgenossenschaft 11.496,30 0,00 11.496,30 0,00 0,00
Warrants und Phantom Shares 1.451.866,36 0,00 1.211.329,36 0,00 240.537,00
Abfindungen 0,00 0,00 0,00 2.334.443,25 2.334.443,25
Summe 4.627.773,60 0,00 4.015.921,84 6.476.382,34 7.088.234,10

Bei der Rückstellung für Warrants und Phantom Shares handelt es sich um Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitenden der Bavarian Nordic GmbH aus Warrants & Phantom Share-Programmen der Muttergesellschaft im Zusammenhang mit einer Kostenweiterbelastungsvereinbarung zwischen der Berichtsfirma und ihrer Muttergesellschaft.

Abfindungsrückstellungen wurden auf Grund eines Umstrukturierungs- und Optimierungsprozesses eines Bereiches gebildet.

Das Prüfungshonorar für die Abschlussprüfung 2023 beträgt 49.000,00 €.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt Euro 681.312,13 (Vorjahr: Euro 752.577,34).

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetragg davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 31.12.2023
TEuro
kleiner 1 J.
TEuro
1 bis 5 J.
TEuro
größer 5 J.
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 360,42 360,42 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 320,89 320,89 0,0 0,0
Summe 681,31 681,31 0,0 0,0

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von Euro 5.201.366,77 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese betreffen Verpflichtungen aus Gebäudemietverträgen, sowie Leasingverträgen von KFZ. Davon sind EUR 2.657.743,38 in 2024 fällig. Der verbleibende Betrag fällt in den Jahren 2024 mit EUR 2.411.028,86, in 2026 mit EUR 132.594,44 und in 2027 mit EUR 926,74 an.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden 2023 Erträge in Höhe von TEUR 696 (VJ TEUR 1.321) aus der Auflösung von Rückstellungen der Phantom Shares und Warrants realisiert. Diese waren im Vorjahr in den Personalaufwendungen saldiert und wurden in der Vorjahres-Gewinn- und Verlustrechnung korrigiert.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Paul J. Chaplin ausgeübter Beruf: Leiter der Abteilung für infektiöse Krankheiten

Bezüglich der Angaben der Geschäftsführerbezüge wird die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Angaben zu Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

(§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Euro
Forderungen 27.394.254,95
(Vorjahr 20.679.942,16)
Verbindlichkeiten 0,00

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen die folgenden Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch:

Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus einem Service- und Dienstleistungsvertrag mit der Muttergesellschaft. Gemäß diesem Vertrag verpflichtet sich die Bavarian Nordic GmbH zur Erbringung von Forschungsleistungen. Im Gegenzug werden ihr die anfallenden Kosten mit einem Aufschlag von 10 % vergütet.

Des Weiteren besteht ein Kommissionsvertrag mit der Muttergesellschaft. Dieser regelt, dass die Bavarian Nordic GmbH die Produkte in eigenem Namen und auf eigene Rechnung im Vertriebsgebiet verkauft sowie lokale Werbe- und Marketingaktivitäten in Zusammenhang mit den Produkten erbringt. Diese Kosten werden ebenso mit einem Aufschlag von 10 % vergütet.

Konzernzugehörigkeit

Die Bavarian Nordic GmbH wurde in den Konzernabschluss der Bavarian Nordic A/S inHellerup einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim dänischen Gewerbe- und Gesellschaftsamt mit Sitz in Kopenhagen eingereicht und kann über die Webseite https://www. virk.dk elektronisch eingesehen werden.

Der Konzernabschluss wird für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen von der Konzernmutter Bavarian Nordic A/S, Hellerup/Dänemark, erstellt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 295
leitende Angestellte 1
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 257
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 39
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 296

 

Planegg, 30. September 2024

Paul Chaplin

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 449.616,84 0,00 0,00 0,00 449.616,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.226.605,43 648.746,29 0,00 81.822,35 5.957.174,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.456.394,53 486.970,68 0,00 -245.138,62 12.698.226,59
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.638,50 261.017,75 0,00 163.316,27 453.972,52
17.712.638,46 1.396.734,72 0,00 0,00 19.109.373,18
18.162.255,30 1.396.734,72 0,00 0,00 19.558.990,02
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 434.697,08 6.771,59 0,00 441.468,67
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.109.556,01 802.227,03 0,00 2.911.783,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.293.682,49 1.074.037,30 0,00 9.367.719,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.403.238,50 1.876.264,33 0,00 12.279.502,83
10.837.935,58 1.883.035,92 0,00 12.720.971,50
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand zum 31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.148,17 15,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.045.391,03 3.117,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.330.506,80 4.163,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 453.972,52 29,00
6.829.870,35 7.309,00
6.838.018,52 7.324,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bavarian Nordic GmbH, Planegg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bavarian Nordic GmbH, Planegg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bavarian Nordic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 30. Oktober 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wiegratz, Wirtschaftsprüfer

Blochberger, Wirtschaftsprüferin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

67 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.