Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 158648
Vorher
heptus 71. GmbHParagon Beteiligungen GmbH
Eingetragen
5.9.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Beteiligung als persönlich haftende und gegebenenfalls auch geschäftsführende Gesellschafterin an Kommanditgesellschaften, insbesondere an der The Paragon Fund II GmbH & Co. KG ("Paragon Fund II KG") mit dem Sitz in München (AG München, HRA 102127), die Investitionen im deutschsprachigen Raum zum Gegenstand hat, sowie gegebenenfalls an der The Paragon Partners Fund II GmbH & Co. KG ("Partners Fund II KG") mit dem Sitz in München (AG München, HRA 102079), die das Halten und die Verwaltung eines Kommanditanteils an der Paragon Fund II KG zum Gegenstand hat.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marco Attolini
seit 8.10.2014
Geschäftsführer
Edin Dr. Hadzic
seit 18.11.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Edin HadzicParagon Partners GmbH
50.00%
Marco AttoliniParagon Partners GmbH
50.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Paragon GP II GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Allgemeine Angaben

Die Paragon GP II GmbH, München, (nachfolgend "Paragon GP II" oder "Gesellschaft") wurde in der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Gesellschaftsvertrag vom 31. August 2005 gegründet und am 05. September 2005 in das Handelsregister eingetragen.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Beteiligung als persönlich haftende und gegebenenfalls auch geschäftsführende Gesellschafterin an Kommanditgesellschaften, insbesondere an der The Paragon Fund II GmbH & Co. KG ("Paragon Fund II KG") mit Sitz in München (AG München, HRA 102127), die Investitionen im deutschsprachigen Raum zum Gegenstand hat, sowie an der The Paragon Partners Fund II GmbH & Co. KG ("Partners Fund II KG") mit Sitz in München (AG München, HRA 102079), die das Halten und die Verwaltung eines Kommanditanteils an der Paragon Fund II KG zum Gegenstand hat.

Darüber hinaus ist die Gesellschaft als Portfoliomanager der The Paragon Fund III GmbH & Co. geschlossene Investment KG ("Paragon Fund III KG") mit Sitz in München (AG München, HRA 110100), die Investitionen im deutschsprachigen Raum zu Gegenstand hat, für die Verwaltung der Vermögenswerte der Paragon Fund III KG verantwortlich.

Am 22. Oktober 2021 hat die Gesellschaft einen Ergebnisabführungsvertrag im Sinne von § 291 Abs. 1 AktG. mit der Paragon Partners GmbH, München (nachfolgend "Organträgerin") als herrschendes Unternehmen abgeschlossen. Die Verpflichtung zur Gewinnabführung gilt erstmals für das gesamte Geschäftsjahr 2021.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Europäische Entwicklungen

Das Jahr 2023 zeigt sich abermals geprägt von vielfältigen Krisen und hoher Volatilität. Während der Krieg in der Ukraine sich ins zweite Jahr zog und weiter die Märkte belastete, bereiteten vor allem die steigenden Zinsen im Euroraum Probleme auf der Seite der Finanzmärkte. Nach jahrelanger Politik der Null- und Negativzinsen wurden seit Juli 2022 in zehn Schritten die Zinsen auf 4,5 Prozent gehoben. Die Insolvenz der Silikon Valley Bank und die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS Bank sorgten ebenfalls für Turbulenzen an den Finanzmärkten.

Trotz des weiter hohen Drucks auf die Fondsmanager, das aufgestaute Dry Powder der letzten Jahre zu investieren, zusammen mit den noch nachzuholenden Exits, die die letzten beiden Jahre vor sich hergeschoben wurden, ist zu erwarten, dass das Jahr 2024 zu einem weiteren herausfordernden Jahr für den PE-Markt wird.

2.2 Entwicklungen in den Kernregionen der Gesellschaft (DACH)

Der deutsche Markt hat sich im Jahr 2023 neuen, wie auch der Weiterentwicklung von bereits laufenden Krisen stellen müssen: Der Krieg in der Ukraine begleitete das komplette Jahr, hinzu kam der Krieg im Gaza-Streifen, weitere Zinserhöhungen, und die andauernde Inflation belasteten das Marktklima. Als der Krieg in der Ukraine im Februar 2022 ausbrach, bezog Deutschland 55 % seines Gases aus Russland. Die deutsche Regierung reagierte jedoch schnell und beendete diese Abhängigkeit von russischem Gas und förderte stattdessen den Bezug von Flüssigerdgas aus anderen Ländern. Im Jahr 2023 hat Deutschland seine Abhängigkeit von russischem Gas weitgehend beseitigt und stattdessen den Umstieg auf erneuerbare Energien beschleunigt, die inzwischen 47 % der deutschen Energieversorgung ausmachen. Trotzdem belasteten die Unsicherheiten und gestiegenen Kosten Unternehmen und damit die Bewertungen der Portfolios.

Diese Unsicherheiten führten weiterhin zu gedämpften Transaktionszahlen im DACH Markt. Es kann davon ausgegangen werden, dass Transaktionen und Exits im Jahr 2024 auch weiterhin schleppend vorangehen, sofern sich die Erwartungen von Käufern und Verkäufern, was Bewertungen angeht, nicht endlich wieder annähert, oder die Zinspolitik eine Finanzierung mit Fremdkapital wieder attraktiver macht.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der bisherige Geschäftsverlauf der Gesellschaft entspricht in Bezug auf das Ergebnis den Erwartungen und ist durch ein positives Ergebnis des Geschäftsjahres gekennzeichnet, welches über einen Ergebnisabführungsvertrag an die Organträgerin abgeführt wird. Während der Investmentperiode der Paragon Fund III KG bezieht sich die Vergütung auf die total commitments (gezeichnetes Kapital). Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist ein hohes investiertes Kapital der Paragon Fund II KG, und nach der Investmentperiode auch bei der Paragon Fund III KG, da sich die Vergütung in der Desinvestitionsphase regelmäßig auf das investierte Fondskapital beschränkt.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 entspricht aufgrund der planbaren und kontinuierlichen Einnahmen den Erwartungen. Aus der Paragon Fund III KG hat die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 die volle Vergütung in Höhe von EUR 15.494.296,57 (Vorjahr: EUR 15.521.879,87) für die Tätigkeit als Portfoliomanager erhalten. Die Managementvergütung für die Paragon Fund II KG betrug EUR 3.233.351,77 (Vorjahr: EUR 3.973.104,17).

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1 Vermögenslage

Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Aktiva
Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände 6.329 13.909 -1.280 -54%
Liquide Mittel 8.386 13.275 -11.189 -37%
Rechnungsabgrenzungsposten 104 67 + 37 55%
Passiva
Eigenkapital 8.404 8.404 0 0%
Rückstellungen/ Verbindlichkeiten 6.415 18.848 -12.433 -66%
Bilanzsumme 14.819 27.252 -12.433 -46%

Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von EUR 3.847.688,61 (Vorjahr: EUR 0,00) handelt es sich in voller Höhe um die Forderung der Management Fee 2023 gegenüber Paragon Fund II. Bei den sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 2.481.231,29 (Vorjahr: EUR 13.909.174,70) handelt es sich, nach Rückzahlungen mehrerer Mitarbeiter während des Geschäftsjahres, in Höhe von EUR 2.479.435,52 (Vorjahr: EUR 12.855.805,90) um Darlehensforderungen gegenüber Mitarbeitern mit einer Laufzeit von über einem Jahr.

Mitarbeitern der Paragon Gruppe wird die Möglichkeit eingeräumt sich im Rahmen einer Kommanditbeteiligung an der Partners Fund III KG zu beteiligen. Zur Begleichung der jeweiligen Einzahlungsverpflichtungen der Mitarbeiter wurden seitens der Gesellschaft Mitarbeiterdarlehen gewährt. Die Darlehen werden mit 2% über dem 3-Monats-Euribor verzinst und von den Darlehensnehmern durch Rückflüsse aus den Kommanditgesellschaften getilgt. Der Auszahlungsbetrag der Darlehen ist variabel und auf die jeweilige Zeichnungssumme der Mitarbeiter an den Kommanditbeteiligungen beschränkt.

Der Rest der sonstigen Vermögensgegenstände beinhaltet Forderungen aus Lohn- und Gehalt sowie Forderungen gegenüber Krankenkassen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 103.678,60 (Vorjahr: EUR 67.799,04) beinhaltet bereits geleistete Versicherungszahlungen, die Aufwand für das kommende Geschäftsjahr 2024 darstellen, sowie Beratungskosten.

Die Passivseite enthält neben dem Eigenkapital in Höhe von EUR 8.403.924,28, Rückstellungen in Höhe von EUR 1.612.189,68 (Vorjahr: EUR 1.454.039,48) für Bonuszahlungen sowie für Abschluss- und Prüfungskosten. Zusätzlich enthält die Passivseite noch EUR 4.630.922,50 (Vorjahr: EUR 17.165.385,44) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Dabei entfällt ein Großteil auf die Abführung des Jahresergebnis in Höhe von EUR 4.040.872,50 (Vorjahr: EUR 8.763.749,39) an die Organträgerin, nachdem bereits EUR 3.500.000,00 während des Geschäftsjahres als vorläufige Ergebnisabführung an die Organträgerin abgeführt wurden. Verbindlichkeiten gegenüber Paragon Partners GmbH wurden vollständig getilgt und betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 7.637.243,84).

Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr sind nicht mehr zu bilden. Grund hierfür ist die bestehende Organschaft mit der Paragon Partners GmbH, bei der die Organgesellschaft (Paragon GP II GmbH) nur noch als Betriebsstätte des Organträgers gilt und daher kein Steuerschuldner mehr ist.

4.2 Finanzlage

4.2.1 Kapitalstruktur

Einzige Gesellschafterin der Paragon GP II ist die Paragon Partners GmbH mit Sitz in München (AG München, HRB 154253). Das Stammkapital der Gesellschaft ist vollständig eingezahlt und nicht zurückgezahlt. Die Gesellschaft hat im Jahr 2023 keine Ausschüttungen (Vorjahr: EUR 7.000.000,00) an die Paragon Partners GmbH geleistet. Die Gesellschaft ist vollständig eigenfinanziert und verfügt über eine Eigenkapitalquote von 100%. Finanzierungsdarlehen sind nicht vorhanden.

4.2.2 Liquidität

Die Liquiditätslage der Gesellschaft war im Geschäftsjahr stets geordnet und die Gesellschaft ist sämtlichen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachgekommen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu jeder Zeit gegeben.

Zum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über liquide Mittel in Höhe von EUR 8.385.983,87 (Vorjahr: EUR 13.275.612,54) in Form von direkt verfügbaren Bankguthaben, sowie EUR 6.300.000,00 (Vorjahr: EUR 0,00) auf Tagesgeldkonten.

Während des Geschäftsjahres wurden insgesamt EUR 12.263.749,39 an Ergebnisabführung aus 2022 und vorab für 2023 geleistet, sowie EUR 7.875.227,78 an Darlehen inklusive Zinsen an die Paragon Partners GmbH getilgt, wodurch die Liquidität im Vergleich zum Vorjahr geringer ist, jedoch zu jeder Zeit gegeben war.

Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs wurde aus den Erlösen der bestehenden Fondsmanagementverträge gewährleistet.

4.3 Ertragslage

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Rohergebnis in Höhe von EUR 18.916.978,39 (Vorjahr: EUR 19.645.492,80) beinhaltet im Wesentlichen die Vergütung für die Portfolioverwaltung der Paragon Fund III KG in Höhe von EUR 15.494.296,57 (Vorjahr: EUR 15.521.879,87), Management Fee für der Komplementärstellung der Paragon Fund II KG in Höhe von EUR 3.233.351,77 (Vorjahr: EUR 3.973.104,17) sowie weitere Bezüge in Höhe von EUR 189.330,05 (Vorjahr: EUR 150.508,76).

Der Personalaufwand in Höhe von EUR 6.953.123,65 (Vorjahr: EUR 6.545.803,63) beinhaltet im Wesentlichen Gehalts-, Bonuszahlungen und sonstige Vergütungen an die Mitarbeiter und Geschäftsführer in Höhe von EUR 6.553.776,59 (Vorjahr: EUR 6.192.923,03) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von EUR 399.347,06 (Vorjahr: EUR 352.880,60).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 4.823.322,66 (Vorjahr: EUR 4.547.272,18) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Büroinfrastruktur in Höhe von EUR 3.600.000,00 (Vorjahr: EUR 3.600.000,00), Versicherungen in Höhe von EUR 75.414,69 (Vorjahr: EUR 74.258,64), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 242.650,01 (Vorjahr: 204.629,57), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 51.695,50 (Vorjahr: EUR 48.928,00), Kosten aus Service Agreements in Höhe von EUR 810.000,00 (Vorjahr: EUR 514.516,13) sowie weiteren Aufwendungen und Kosten in Höhe von EUR 43.562,46 (Vorjahr: EUR 104.939,84), bestehend aus Buchführungskosten, Mietleasing, Beiträgen, Bankgebühren und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von EUR 461.699,17 (Vorjahr: EUR 273.231,18) resultieren aus der Darlehensüberlassung an Mitarbeiter und Geschäftsführer für die Einzahlungsverpflichtung der gezeichneten Pflichteinlage als Kommanditisten der Partners Fund II KG bzw. der The Paragon Partners Fund III GmbH & Co. KG ("Partners Fund III KG") in Höhe von EUR 373.074,18 (Vorjahr: EUR 273.231,18), sowie Zinsen aus dem Tagesgeldkonto.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 37.983,94 (Vorjahr. EUR 61.898,35) stehen im Zusammenhang mit Zinsen für Gesellschafterdarlehen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag sind durch den Ergebnisabführungsvertrag mit der Paragon Partners GmbH nicht mehr auf Ebene der Gesellschaft, sondern auf Ebene der Organträgerin (Paragon Partners GmbH) fällig. Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag auf die Zinsen des Tagesgeldkontos belaufen sich auf EUR 23.374,81 (Vorjahr: EUR 0,00).

Das erwirtschaftete Jahresergebnis von EUR 7.540.872,50 (Vorjahr: EUR 8.763.749,39) wird auf Basis der Ergebnisabführungsvertrages an die Organträgerin abgeführt.

4.4 Gesamtaussage

Die Vermögens- Finanz- und Ertragslage entspricht unseren Erwartungen und wird als stabil beurteilt.

5. Risikobericht

5.1 Liquiditätsrisiken

Bei der Paragon Fund II KG handelt es sich um einen Fonds innerhalb der Desinvestitionsphase. Aufgrund dessen wird die Managementvergütung für diesen Fonds gemäß den vertraglichen Regelungen auf Grundlage des noch investierten Kapitals berechnet, was ein Abschmelzen der Vergütung zur Folge hat. Die Mehrheit der Umsatzerlöse wird aus dem Portfoliomanagementvertrag für die Paragon Fund III KG generiert.

5.2 Personelle Risiken

Der Erfolg der Gesellschaft hängt zu einem wesentlichen Teil von den Fähigkeiten und dem Fachwissen des Managementteams ab. Es kann nicht garantiert werden, dass das Managementteam mit der Gesellschaft verbunden bleibt. Der Verlust von Schlüsselpersonal könnte sich erheblich nachteilig auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Die Gesellschaft begegnet dem durch marktübliche Incentivierungsmodelle. Bis heute haben sich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben.

5.3 Marktrisiken

Allgemeine wirtschaftliche Rahmenbedingungen können die Erlöse der Gesellschaft beeinflussen. Die volkswirtschaftliche Situation sowie das Preisniveau für Unternehmenstransaktionen können einen Einfluss haben auf den Wert und die Anzahl der getätigten Investments. In der Folge kann dies wiederum Effekte auf die Managementvergütungen während der Desinvestitionsphase haben. Das Risiko wird maßgeblich durch Vergütungsbestandteile reduziert, die sich auf das zugesagte Kapital der Paragon Fund III KG beziehen und für die Gesellschaft, während der Investment Periode von Paragon Fund III KG planbar sind. Bis heute haben sich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft ergeben.

5.4 Adressenausfallrisiko

Ein größerer Anteil der Vermögenswerte der Gesellschaft besteht aus Darlehen, die der Geschäftsführung der Gesellschaft und weiteren Mitarbeitern gewährt wurden. Hierbei kann ein Ausfallrisiko nicht komplett ausgeschlossen werden. Maßgeblich wird das Risiko vom Erfolg, insb. der Wertentwicklung, der Paragon Fund III KG geprägt. Zum aktuellen Zeitpunkt wird das Risiko als äußerst gering eingestuft.

5.5 Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Nach eingehender Analyse der gesamten Risikosituation sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Auch im Folgejahr sind aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken absehbar.

6. Chancenbericht

Neben den beschriebenen Risiken gibt es auch Chancen für die Gesellschaft. Die wesentlichen Chancen bestehen aus einem stabilen Marktumfeld, das einen stabilen Wertzuwachs der Portfolio-Gesellschaften des Funds begünstigt. Sofern keine Wertberichtigungen auf bestehende Beteiligungen vorgenommen werden müssen, führt dies zu einer höheren Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Management Fees aus Paragon Fund III KG und Paragon Fund II KG.

7. Prognosebericht

Neben einer weiter abnehmenden Vergütung für die Managementtätigkeiten bei der Paragon Fund II KG, wird im nächsten Jahr ebenso eine abnehmende Vergütung für Managementtätigkeiten bei der Paragon Fund III KG erwartet, da ab August der Step Down in der Berechnung der Vergütung auf das investierte Kapital erfolgt.

Im kommenden Geschäftsjahr 2024 werden daher leicht sinkende Erlöse aus den Management Fees erwartet, da Paragon Fund II KG sich in der Desinvestitionsphase befindet und weitere Exits von Beteiligungen im Jahr 2024 und späteren Jahren erfolgen. Durch voraussichtlich weiter steigende Kosten ist daher von einem geringeren Ergebnis vor Steuern gegenüber 2023 auszugehen.

Das Capital Deployment (investiertes Kapital) der Paragon Fund III KG wird im Jahr 2024 voraussichtlich weiter steigen. Da sich für Paragon Fund III KG in 2024 die Berechnungsgrundlage ändert (Step Down) führt dies dennoch zu einer leicht sinkenden Vergütung für die Managementtätigkeit.

Allerdings sind Vorhersagen aufgrund der Großteils opportunistischen Natur des Private Equity Geschäfts im Allgemeinen und der zunehmend ausgeprägten Volatilität in den ökonomischen Rahmenbedingungen im Besonderen mit einem hohen Grad an Unschärfe versehen.

Die allgemeine wirtschaftliche Situation wird weiter eher fragil eingeschätzt. Für das globale politische Umfeld wird anhaltend eine eher unbeständige Stabilität erwartet. Nichtsdestotrotz wird die Stimmung der Private Equity Branche nach wie vor optimistisch eingeschätzt.

 

München, den 28. August 2024

Marco Attolini

Edin Hadzic

Krischan von Moeller

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 14.714.903,77 27.184.787,24
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.328.919,90 13.909.174,70
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.847.688,61 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.481.231,29 13.909.174,70
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.479.435,52 12.855.805,90
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.385.983,87 13.275.612,54
B. Rechnungsabgrenzungsposten 103.678,60 67.799,04
Aktiva 14.818.582,37 27.252.586,28

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.403.924,28 8.403.924,28
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 8.378.924,28 8.378.924,28
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.612.189,68 1.454.039,48
C. Verbindlichkeiten 4.802.468,41 17.394.622,52
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.630.922,50 17.165.385,44
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.630.922,50 9.528.141,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 7.637.243,84
2. sonstige Verbindlichkeiten 171.545,91 229.237,08
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 171.545,91 229.237,08
Passiva 14.818.582,37 27.252.586,28

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.916.978,39 19.645.492,80
2. Personalaufwand 6.953.123,65 6.545.803,63
a) Löhne und Gehälter 6.553.776,59 6.192.923,03
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 399.347,06 352.880,60
davon für Altersversorgung 5.295,51 5.295,51
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.823.322,66 4.547.272,18
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 461.699,17 273.231,18
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.983,94 61.898,35
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.374,81 0,43
7. Ergebnis nach Steuern 7.540.872,50 8.763.749,39
8. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.540.872,50 8.763.749,39
9. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Paragon GP II GmbH ("die Gesellschaft") mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 158648 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Der Anhang wurde gem. § 285 i.V.m. § 288 HGB erstellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungen bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 276 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter teilweiser Ausnutzung der größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist mit dem Nennbetrag angesetzt und enthält Ausgaben, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Erträge und Aufwendungen sind periodengerecht abgegrenzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 3.847.688,61 (i. Vj. EUR 0,00). Hierbei handelt es sich um die Management Fee 2023 aus der The Paragon Fund II GmbH & Co. KG, die zum 31. Dezember 2023 in Rechnung gestellt wurde. Die Forderung wurde am 8. Januar 2024 beglichen.

2. Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen i.H.v. EUR 2.481.231,29 (i. Vj. EUR 13.909.174,70) werden im Wesentlichen Darlehen gegenüber Geschäftsführern und Mitarbeitern i.H.v. EUR 2.479.435,52 (i. Vj. EUR 12.855.805,90) ausgewiesen.

3. Bankguthaben

Das Bankguthaben zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 2.085.983,87 (i. Vj. EUR 13.275.612,54). Die Veränderung ergibt sich zum Großteil daraus, dass Darlehen inkl. Zinsen gegenüber der Paragon Partners GmbH i.H.v. EUR 7.875.227,78 zurückgezahlt wurden und die Management Fee 2023 der The Paragon Fund II GmbH & Co. KG i.H.v. EUR 3.847.688,61 erst im Januar 2024 gezahlt wurde. Darüber hinaus beträgt das Guthaben auf Tagesgeldkonten zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 6.300.000,00 (i. Vj. EUR 0,00).

4. Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft setzt sich aus dem vollständig eingezahlten Nennkapital i.H.v. EUR 25.000,00 sowie einem Gewinnvortrag i.H.v. EUR 8.378.924,28 zusammen.

5. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. EUR 1.612.189,68 (i. Vj. EUR 1.454.039,48) wurden in Höhe von EUR 1.431.000,00 (i. Vj. EUR 1.312.500,00) für Bonuszahlungen, in Höhe von EUR 66.246,13 (i. Vj. EUR 75.375,50) für verbleibenden Urlaubsanspruch, in Höhe von EUR 78.000,00 (i. Vj. EUR 48.000,00) für Abschluss- und Prüfungskosten sowie in Höhe von EUR 36.943,55 (i. Vj. EUR 18.163,98) für Versicherungsbeiträge und sonstige Abgaben gebildet. Die Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten i.H.v. EUR 4.802.468,41 (i. Vj. EUR 17.394.622,52) ist die noch nicht gezahlte vertragliche Ergebnisabführungsverpflichtung gegenüber der Paragon Partners GmbH i.H.v. EUR 4.040.872,50 (i. Vj. EUR 8.763.749,39) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden bereits Vorabzahlungen auf die Ergebnisabführung 2023 i.H.v. EUR 3.500.000,00 getätigt.

Die Restlaufzeiten können dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel entnommen werden.

Restlaufzeiten
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1-5 Jahre größer 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 8.156,60 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.630.922,50 0,00 0,00
- davon gegenüber Gesellschaftern 4.630.922,50 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 163.389,31 0,00 0,00
Summe 4.802.468,41 0,00 0,00
Vorjahr 9.757.378,68 7.637.243,84 0,00

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Das Rohergebnis in Höhe von EUR 18.916.978,39 (i. Vj. EUR 19.645.492,80) beinhaltet im Wesentlichen die Vergütung für die Portfolioverwaltung der The Paragon Fund III GmbH & Co. Geschlossene Investment KG in Höhe von EUR 15.494.296,57 (i. Vj. EUR 15.521.879,87), Managementvergütung der The Paragon Fund II GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 3.233.351,77 (i. Vj. EUR 3.973.104,17) sowie weitere Bezüge in Höhe von EUR 189.330,05 (i. Vj. EUR 150.508,76).

Der Personalaufwand in Höhe von EUR 6.953.123,65 (i. Vj. EUR 6.545.803,63) beinhaltet im Wesentlichen Gehalts-, Bonuszahlungen und sonstige Vergütungen an die Mitarbeiter und Geschäftsführer in Höhe von EUR 6.553.776,59 (i. Vj. EUR 6.192.923,03) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von EUR 399.347,06 (i. Vj. EUR 352.880,60).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 4.823.322,66 (i. Vj. EUR 4.547.272,18) beinhalten im Wesentlichen die Kosten für den Büroservice in Höhe von EUR 3.600.000,00 (i. Vj. EUR 3.600.000,00), Beratungskosten gegenüber der Paragon Partners Srl in Höhe von EUR 660.000,00 (i. Vj. EUR 514.516,13), der Paragon PM IV GmbH in Höhe von EUR 150.000,00 (i. Vj. 0,00) sowie weiteren Vertragspartnern in Höhe von EUR 242.650,01 (i. Vj. EUR 204.629,57), Versicherungskosten in Höhe von EUR 75.414,69 (i. Vj. EUR 74.258,64), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von EUR 51.695,50 (i. Vj. EUR 48.928,00) und sonstige Gesellschaftskosten in Höhe von EUR 43.562,46 (i. Vj. EUR 41.143,84).

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung und Vertretung

Geschäftsführer im Berichtszeitraum waren:

Herr Marco Attolini, München, Fund Manager

Herr Dr. Edin Hadzic, München, Fund Manager

Herr Dr. Krischan von Moeller, München, Fund Manager

Für die Vertretung gelten die Regelungen des Gesellschaftsvertrages. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführer haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von EUR 1.800.000,00 erhalten.

2. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu den an die Geschäftsführung vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite (nominal) EUR 9.739.009,89
Rückzahlungen im Berichtsjahr (-) EUR 9.636.312,19
Neuvergaben im Berichtsjahr EUR 0,00
Übertragung Kredit (-) EUR 102.697,70
Übernahme Kredit EUR 0,00
Zinsen kumuliert EUR 0,00
= neuer Kreditbestand EUR 0,00

Kreditkonditionen

Auszahlungsbetrag variabel bis max. EUR 9.574.950,00 bzgl. The Paragon Partners Fund II GmbH & Co. KG

Bzw. variabel gem. den Bestimmungen 1.1 und 1.2 des Darlehensvertrages vom 19.08.2019 bzgl. The Paragon Partners Fund III GmbH & Co. KG Rückzahlungsbetrag Auszahlungsbetrag Zinssatz 3-Monats-Euribor plus 2% (pro Auszahlungsbetrag)

Laufzeit Bis Liquidation von The Paragon Fund II GmbH & Co. KG bzw. The Paragon Fund III GmbH & Co. geschlossene Investment KG

Sicherheiten Pflichttilgungen gemäß Ziffer 4.5 des Darlehensvertrages durch erhaltene Ausschüttungen

3. Komplementärsstellung

Die Gesellschaft ist persönlich haftende Gesellschafterin der

The Paragon Fund II GmbH & Co. KG, München.

4. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 21 in Vollzeit angestellte Arbeitsnehmer, davon drei Geschäftsführer, sowie drei in Teilzeit angestellte Arbeitnehmer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit der Paragon Partners GmbH, München am 01. September 2015 (in der gültigen Fassung vom 11. Januar 2019) einen Geschäftsbesorgungsvertrag über die Inanspruchnahme von Büroinfrastruktur geschlossen. Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft dafür EUR 3.600.000,00 gezahlt. Der Vertrag hat eine Kündigungsfrist von einem Monat vor Quartalsende und sieht eine monatliche fixe Vergütung von EUR 300.000 vor.

5. Abschlussprüferhonorar

Für das Geschäftsjahr wurde mit dem Wirtschaftsprüfer ein Gesamthonorar in Höhe von EUR 18.000,00 vereinbart, welches vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen entfällt und in den Rückstellungen berücksichtigt wurde.

VI. Ergebnisabführung

Die Gesellschaft hat am 22. Oktober 2021 einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Paragon Partners GmbH geschlossen. Die Abführungsverpflichtung umfasst das vollständige Ergebnis des Geschäftsjahres 2023. Entsprechend ist der Jahresüberschuss der Gesellschaft für 2023 EUR 0,00.

VII. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag haben sich keine Ereignisse ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Bericht des Aufsichtsrats

Entfällt.

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 28. August 2024

Gez. Paragon GP II GmbH

Vertreten durch die Geschäftsführer

Marco Attolini

Edin Hadzic

Krischan von Moeller

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Paragon GP II GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Paragon GP II GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Paragon GP II GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 9. September 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Griesbeck, Wirtschaftsprüfer

gez. Quinkert, Wirtschaftsprüferin

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