Buch-Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Dahremöller seit 1.12.2025 | Prokura |
Markus Scheuermann seit 14.4.2025 | Geschäftsführer |
Richard James Stevenson seit 14.4.2025 | Geschäftsführer |
Gregor Peter Heiko Boll seit 21.2.2025 | Prokura |
Thomas Brosch seit 17.4.2023 | Prokura |
Ralf Hauser seit 23.8.2022 | Prokura |
Martin Trzaskalik seit 23.8.2022 | Prokura |
Radu Constantin Immenroth seit 23.8.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
cleverbridge GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023der cleverbridge GmbHA. Grundlagen1. Geschäftsmodell Die cleverbridge GmbH ist ein E-Commerce-Unternehmen, das sich auf den Vertrieb von Zugangsmöglichkeiten zu digitalen Gütern (z.B. Software-Lizenzcodes) spezialisiert hat, die zollfrei über das Internet geliefert werden können. Die von der Gesellschaft entwickelte E-Commerce-Plattform ermöglicht eine effiziente und kostengünstige Abwicklung der Bestellungen, der Übermittlung der Zugangscodes (Lieferung) und der Rechnungsstellung (zusammen als Plattform-Dienstleistungen bezeichnet). Dabei tritt die cleverbridge GmbH überwiegend als sog. Merchant of Record (MoR) auf, indem sie für ihre Kunden als Wiederverkäufer von digitalen Produkten oder Dienstleistungen an Endverbraucher agiert. In diesem Zusammenhang erbringt das Unternehmen auch verschiedene andere Dienstleistungen. Dazu gehören beispielsweise die Sicherstellung der steuerlichen Compliance im jeweiligen Land, in dem der Verkauf erfolgt, oder verschiedene Stufen des Endkundensupports. Im Rahmen des cleverbridge Service Provider Modells (CSP) stellt das Unternehmen den Herstellern digitaler Güter seine Plattformdienstleistungen zur Verfügung, um deren Produkte im eigenen Namen und auf eigene Rechnung zu vertreiben. Zusätzlich bietet cleverbridge den CSP-Kunden weitere Dienstleistungen, sogenannte Professional Services, an, die den Kernservice ergänzen. Darüber hinaus können, falls gewünscht, auch verschiedene Payment-Verfahren angebunden werden. Dazu arbeitet die cleverbridge GmbH mit verschiedenen Payment Service Providern und Banken sowie dem eigenen Zahlungsinstitut, der cleverbridge Financial Service GmbH, zusammen. Mit dieser Angebotsstruktur hat das Unternehmen die Möglichkeit für eine breite Marktpräsenz geschaffen. Denn insbesondere das CSP ermöglicht zusätzliche Produktvarianten und die Adressierung zusätzlicher Marktsegmente. Beide Modelle werden im Rahmen von variablen Baukastenangeboten Herstellern weltweit als digitale Vertriebskanäle angeboten. Die Endkunden des Unternehmens sind Unternehmen (B2B), öffentliche Einrichtungen (B2G) und Privatpersonen (B2C) weltweit. Seit der Gründung der cleverbridge GmbH im Jahr 2005 wurden Kunden in über zweihundert Ländern beliefert. Ergänzende Beratungsleistungen für Kunden (Consulting) und die Bereitstellung verschiedener Tools, z.B. zur Steuerung von Marketingkampagnen sowie zur Analyse und Optimierung von Konversionsraten, runden das Leistungsangebot der cleverbridge GmbH ab. 2. Ziele und Strategien Die cleverbridge GmbH ist mit einem wesentlichen Teil ihres Produktportfolios im Ursprung des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management, angesiedelt. Insbesondere die vollständige Abbildung des Transaktionsprozesses für digitale Produkte sowie die begleitenden, erweiterten Dienstleistungen erfordern im Rahmen ihrer Erbringung und Abwicklung keine weitere Einbindung physischer Leistungen (wie z.B. Lieferung), sondern können ausschließlich digital abgewickelt werden. Da neben dem Ursprungsmarkt "Software" zunehmend viele weitere Produkte in rein digitaler Form gestaltet werden, z.B. cloudbasierte Strukturen, aber auch Schulungen und Wartungsleistungen, nimmt der Vertrieb über E-Commerce-Plattformen stetig zu. Nach Einschätzung des Unternehmens besteht im Marktsegment "Digitale Produkte" ein erhebliches Wachstumspotenzial. Angesichts der Entwicklungen im E-Commerce und bei Abonnementdiensten investiert das Unternehmen stark in den technologischen Fortschritt. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Plattform zu erweitern. Dazu gehört der Einsatz von Datenanalyse, Automatisierung und künstlicher Intelligenz, um Prozesse zu optimieren, Angebote zu personalisieren und Markttrends zu antizipieren. Neben der Erweiterung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios strebt die Gesellschaft die Erschließung neuer geografischer Regionen und Branchen an. Durch die Diversifikation wird die Abhängigkeit von einem einzelnen Marktsegment bzw. einer einzelnen Erlösquelle verringert, Risiken reduziert und neue Chancen genutzt. Durch Kooperationen mit komplementären Unternehmen und Technologieanbietern erweitert das Unternehmen seine Reichweite, erschließt neue Märkte und verbessert sein Leistungsversprechen. Diese Partnerschaften fördern das beiderseitige Wachstum und ermöglichen dem Unternehmen die Bereitstellung umfassender Lösungen für seine Kunden. 3. Forschung und Entwicklung Die E-Commerce-Plattform der cleverbridge GmbH wird durch eine eigene Softwareabteilung gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei wird berücksichtigt, dass auch neue Anforderungen, die sich aus der Adressierung von Zukunftsmärkten oder relevanten Rechtsgebieten (z. B. Datenschutz oder Steuern) ergeben, eine permanente Produktanpassung erfordern. Dies kann aus Sicht der Gesellschaft nur bedingt ausschließlich mit eigenen Ressourcen erfolgen, da die Ressourcenverfügbarkeit insbesondere im Entwicklungsbereich knapp ist und für spezifische Lösungen spezielles Know-how für einen begrenzten Zeitraum benötigt wird. Aus diesem Grund setzt die cleverbridge GmbH stark auf ein hybrides Modell als Kombination aus fest angestelltem Personal und der projektbezogenen Ergänzung durch flexible, externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch diesen gezielten Einsatz von kombinierten Teams sowie durch gezieltes Outsourcing von Teilprojekten wird die Zukunftsfähigkeit der E-Commerce-Plattform mit modernen Technologien bzw. über deutlich flexiblere Strukturen und neuen Produkten zu sichern. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der cleverbridge GmbH und die Sicherung des Unternehmens-Know-hows bleibt jedoch, dass wesentliche Entwicklungsfunktionen, die eine Vielzahl von Wettbewerbern derzeit bereits an Outsourcing-Partner ausgelagert haben, weiterhin durch eigene Mitarbeitenden beherrscht werden und damit der Zugriff auf Kernbereiche gesichert ist. Ein Schwerpunkt der laufenden und zukünftigen Entwicklungsaktivitäten wird die Entwicklung eines völlig neuen, innovativen, schnellen und flexiblen Zahlungs-Gateways für weltweit abzurechnende digitale Produkte sein. Das System soll hochkomplexe Zahlungsroutings optimieren und die Verwendung von Token, Kryptowährungen und von Zentralbanken akzeptierten digitalen Währungen ermöglichen. Darüber hinaus soll es in der Lage sein, Betrug durch künstliche Intelligenz zu erkennen und gleichzeitig die Anzahl der abgelehnten Zahlungen zu minimieren. Laut der Studie "The economic potential of generative AI" von McKinsey & Company von Juni 2023 hat der Einsatz von künstlicher Intelligenz (Generative Artificial Intelligence - GenAI) das Potenzial, einen jährlichen Produktivitätsgewinn von 2,6 bis 4,4 Billionen US-Dollar zu erzielen. Etwa 75 % des geschätzten Werts werden durch GenAI in den Bereichen Kundenservice, Marketing und Vertrieb, Softwareentwicklung sowie Forschung und Entwicklung geschaffen. Die cleverbridge GmbH wird GenAI auch zur Optimierung der User Experience im E-Commerce einsetzen. GenAI wird Webseiten und Checkout-Prozesse selbstständig und automatisiert im Code verändern und dabei die Reaktionen der Nutzer messen. Basierend auf diesen Messungen werden kontinuierlich Anpassungen vorgenommen, um für jeden Kunden einen optimierten Zustand zu erreichen. Des Weiteren entwickelt die cleverbridge GmbH für Kunden im B2B-Segment ein neues Produkt zur Maximierung des Customer Lifetime Value (CLV) ihrer Bestandskunden, z. B. durch Reduzierung der Kündigungsraten oder Erhöhung der Margen durch Automatisierung. Mittels technologischer Bausteine werden digitale Zwillinge von Kundensegmenten erzeugt, deren autonome Agenten auf Basis des Large Language Model (LLM) Kundengespräche simulieren und unterschiedliche, mehrdimensional optimierte, personalisierte Automatisierungsabläufe für Kundenbindungs- oder Rückgewinnungskampagnen berechnen. Die Zuverlässigkeit der E-Commerce-Plattform wird von der cleverbridge GmbH regelmäßig und ohne Beanstandungen getestet. Das Unternehmen legt großen Wert auf externe Sicherheitsaudits mit entsprechender Zertifizierung, die durch ISAE 3402 und den Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) untermauert werden. Die Audits durch externe Sachverständige konnten seit 2019 ohne nennenswerte Beanstandungen abgeschlossen werden. Nach Abschluss etwaig erforderlicher Forschungsarbeiten in Vorjahren wurden im Geschäftsjahr ausschließlich Entwicklungsleistungen in Höhe von insgesamt TEUR 10.465 (Vorjahr: TEUR 12.694) erbracht. Die Entwicklungskosten wurden als Immaterielle Vermögenswerte aktiviert. 4. Mitarbeitende Im Berichtsjahr 2023 waren durchschnittlich 172 Mitarbeitende und 8 Aushilfen (Vorjahr: 194 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 10 Aushilfen und 1 Auszubildende) beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Personalbestand um 12,2 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die im Jahr 2022 durchgeführte Restrukturierung, die erst im ersten Halbjahr 2023 voll wirksam wurde, sowie auf die Verlagerung des Customer Support nach Manila auf den Philippinen, zurückzuführen. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft erwies sich im Jahr 2023 als widerstandsfähig. Die Ergebnisse fielen in den einzelnen Ländern jedoch unterschiedlich aus, wobei das starke Wachstum in den Vereinigten Staaten und vieler Schwellenländern durch eine Verlangsamung in den meisten europäischen Ländern kompensiert wurde. Das globale Wachstum wird sich den Prognosen zufolge von 3,1 % im Jahr 2023 auf 2,9 % im Jahr 2024 abschwächen, bevor es sich im Jahr 2025 im Zuge der Lockerung der finanziellen Bedingungen auf 3,0 % erholt. 1 In Deutschland kam es 2023 zu einer Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. 2 Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft. Laut Prognosen der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 lediglich um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. 3 Die USA verzeichneten 2023 mit einem Wachstum von 2,5 % eine starke Wirtschaftsleistung. Das jährliche Wachstum in den Vereinigten Staaten wird den Projektionen zufolge weiterhin von den Ausgaben der privaten Haushalte und der guten Arbeitsmarktlage gestützt, dürfte sich aber auf 2,1 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 abschwächen. 1 Der Umsatz im B2C-E-Commerce in Deutschland wird laut Prognosen in 2023 von 84,5 auf 89,4 Milliarden Euro steigen. 4 Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Umsatzwachstum von 5,8 %. Die umsatzstärksten Warengruppen im deutschen Online-Handel sind Bekleidung sowie Elektronikartikel und Telekommunikation. Das Umsatzwachstum der letzten Jahre war rasant und wurde durch die pandemiebedingte Schließung von Geschäften noch zusätzlich verstärkt. 4 Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnte der E-Commerce-Umsatz laut dem aktuellen "Branchenreport Onlinehandel" des Instituts für Handelsforschung Köln bis 2027 ein Umsatzvolumen von rund 119 Milliarden Euro erreichen. 5 Die Software-Branche in Deutschland konnte sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen behaupten und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 38,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr. 6 Die Software-Branche in den USA wächst kontinuierlich und dominiert den Weltmarkt mit einem Umsatz von 310,8 Milliarden Euro im Jahr 2023. Unternehmenssoftware ist mit einem Marktvolumen von 127,9 Milliarden Euro das größte Segment. Es wird erwartet, dass der Branchenumsatz eine durchschnittlich jährliche Wachstumsrate (CAGR 2024-2028) von 4,14 % aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 380,2 Milliarden Euro im Jahr 2028 führt. 7 Der weltweite Markt für Online-Zahlungen hat laut den Analysten der Boston Consulting Group (BCG) eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 8,3 % erreicht. Bis 2027 wird sich das Umsatzwachstum voraussichtlich auf 6,2 % pro Jahr verlangsamen und das weltweite Zahlungsvolumen von 1,6 Billionen US-Dollar auf 2,2 Billionen US-Dollar ansteigen. Davon werden die transaktionsabhängigen Einnahmen aus Karten- und Konto-zu-Konto-Zahlungen voraussichtlich um 7,1 % steigen. Die transaktionsunabhängigen Einnahmen aus Zinsen und Gebühren werden dagegen voraussichtlich nur um 5,7 % steigen. 8 Die Zahlungsverkehrsbranche steht vor mehreren wichtigen Herausforderungen:
2. Geschäftsverlauf Die cleverbridge GmbH konnte das Geschäftsjahr 2023 mit einem Wachstum der Brutto-Erlöse von 1,5 % abschließen. Mit diesem Ergebnis liegt die Gesellschaft hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Verschiedene Einzelfaktoren standen einer deutlich positiveren Entwicklung entgegen. So konnten sich die positiven Wachstums- und Ergebniseffekte der Ende 2023 verspätet eingeführten neuen ergänzenden Plattformprodukte kundenseitig noch nicht - wie ursprünglich geplant - entfalten. Dies hat sich negativ auf das Onboarding von Neukunden ausgewirkt bzw. dieses verzögert. Diese Produkte werden zukünftig Kunden aller Größenordnungen beim Start, der Skalierung und dem Wachstum ihres Geschäfts unterstützen. Darüber hinaus gab es einen Kunden, der sein Engagement auf der Plattform nach und nach reduziert hat. Das Geschäftsjahr 2023 ist durch einen Rückgang der Rohertragsmarge von 5,1 % auf 5,0 % im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet, der auf einen Anstieg der Aufwendungen aus Verkaufskommissionen und der Kosten für Payment Provider zurückzuführen ist. Der prozentuale Anstieg der Verkaufskommissionen ist auf Preissenkungen gegenüber einzelnen Kunden und auf einen veränderten Kundenmix zurückzuführen. Der Anstieg der Kosten für Payment Provider ist auf Kostensteigerungen sowie auf eine Veränderung des Payment-Mix hin zu teureren Payment Providern zurückzuführen. Die Gesellschaft weist zum Ende des Berichtsjahres ein positives Jahresergebnis von TEUR 4.693 (Vorjahr: TEUR 1.331) aus. Damit konnte zwar das geplante Ergebnis von TEUR 5.586 nicht ganz erreicht, jedoch im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht werden. Auch die für 2023 geplanten Brutto-Erlöse in Höhe von TEUR 791.520 wurden aufgrund der oben genannten Einflussfaktoren um 11,0 % verfehlt. Zudem enthält das ausgewiesene Ergebnis keine Ausschüttungen der amerikanischen Tochtergesellschaft (Vorjahr: TEUR 2.391) und keine Ausschüttungen der japanischen Tochtergesellschaft (Vorjahr: TEUR 85). Insgesamt war das Geschäftsjahr zufriedenstellend, insbesondere konnte die Profitabilität gemessen an der EBITDA-Marge durch striktes Kostenmanagement von 14,2 % auf 24,6 % gesteigert werden. Der Geschäftsverlauf in den ersten Wochen des Jahres 2024 zeigt trotz anhaltend schwieriger geopolitischer und gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass Umsatz und Ergebnis über Vorjahresniveau liegen werden. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren der cleverbridge GmbH sind Bruttoerlöse, Rohertrag, Umsatzerlöse sowie EBITDA. Diese stellen sich im Jahresvergleich wie folgt dar:
Das EBITDA in Höhe von TEUR 8.609 (Vorjahr: TEUR 5.038) zeigt im Geschäftsjahr auch unter Berücksichtigung der im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.201 geringeren aktivierten Eigenleistungen eine Steigerung um TEUR 3.571. Die EBITDA-Marge zeigt eine deutliche Steigerung von 14,2 % auf 24,6 % in 2023. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass der Erfolg des Unternehmens maßgeblich von der Qualifikation der Mitarbeitenden abhängt. Die cleverbridge GmbH rekrutiert, entwickelt und bindet Talente und unterstützt ihre Mitarbeitenden dabei in einem cleverbridge-Umfeld, das ihnen die Freiheit gibt, sich in einer vielfältigen, kollaborativen und leistungsorientierten Kultur weiterzuentwickeln, ihr Bestes zu geben. Die Aus- und Weiterbildung bei der cleverbridge GmbH unterteilt sich in zentral organisierte Trainings über die "cleverbridge Academy" sowie fach- und führungsspezifische Trainings bis hin zu individuellem Coaching, die über Abteilungsbudgets gesteuert und koordiniert werden. Die "cleverbridge Academy" ist ein globales und standardisiertes Lernmanagementsystem mit Trainingsangeboten, das die individuelle Entwicklung von Business Skills, Interpersonal Skills und Fachexpertise der cleverbridge-Mitarbeitenden unterstützt und sicherstellt. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden zu schulen und sicherzustellen, dass jeder Mitarbeitende die Möglichkeit hat, seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Zu diesem Zweck steht jedem Mitarbeitenden ein jährliches Weiterbildungs-Budget zur Verfügung, das für Fortbildungen genutzt werden kann. Darüber hinaus hatten alle Mitarbeitende im Berichtsjahr die Möglichkeit, zwei Tage für soziales Engagement zu nutzen. In die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden haben wir im Berichtsjahr insgesamt TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 62) investiert. Darüber hinaus hat die cleverbridge GmbH kommende ESG-Anforderungen in ihren Wachstumsprozess integriert. Dieser Ansatz ist in den Unternehmensgrundsätzen verankert, die auf Zweck, Mission und Werten beruhen und soll nicht nur dazu beitragen, die bestmöglichen Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch die Wertschöpfung zu steigern. Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es des aktiven Engagements des Managements und der gesamten Organisation. Konkret wurden folgende Initiativen umgesetzt: Die cleverbridge GmbH legt großen Wert auf Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht und Herkunft. Um diese Vielfalt und Kultur zu fördern und eine neue Art des Leistungsmanagements zu etablieren, beschäftigen sich Mitarbeitende aus Köln und Chicago im Rahmen der "Culture of Growth"-Reihe mit verschiedenen Themen zur kontinuierlichen Verbesserung des Unternehmens. Dazu gehören Initiativen wie "Special Momento" oder "Engagement Survey". Zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität wurden auch die Aktivitäten im Bereich "Frauenförderung" für weibliche Führungskräfte weiter vorangetrieben. Ziel ist es, im Rahmen dieser Aktivitäten weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Im Rahmen der Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit fördert die cleverbridge GmbH den offenen Austausch auf allen Ebenen und strebt eine offene Feedbackkultur über Abteilungs- und Hierarchiegrenzen hinweg an. Zahlreiche Kommunikationskanäle gewährleisten die Möglichkeit, Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge zu Kultur, Initiativen oder Führungsverhalten zu geben. Die Ergebnisse werden unter Berücksichtigung der Compliance-Vorgaben ausgewertet und den Teams bzw. dem gesamten Unternehmen zur Verfügung gestellt, um sie zu diskutieren und gemeinsam mit den Mitarbeitenden Lösungsansätze zu entwickeln. Die genannten Aktivitäten dienten auch dazu, den sozialen Zusammenhalt nach der Pandemie wieder zu stärken und die Mitarbeitenden trotz der aktiven Einführung eines hybriden Arbeitsmodells im Januar 2022 weltweit zurück ins Büro zu holen. C. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage1. Vermögenslage Die Vermögenslage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.365 auf TEUR 88.857 erhöht. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung des Anlagevermögens sowie die Reduzierung des Umlaufvermögens zurückzuführen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 6.290 auf TEUR 18.483. Dies ist auf die Ausgabe von zusätzlichen Darlehen sowie aufgelaufenen Zinsen zurückzuführen. Darüber hinaus fanden Investitionstätigkeiten statt, so dass sich die immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 7.625 auf TEUR 29.148 erhöhten. Gegenläufig hierzu hat sich das Umlaufvermögen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um TEUR 6.168 verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Verwendung liquider Mittel zur Ausgabe neuer Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie auf die Investitionstätigkeit zurückzuführen. Von den liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 25.506 (Vorjahr: TEUR 30.788) unterliegen insgesamt TEUR 3.407 (Vorjahr: TEUR 2.375) Verfügungsbeschränkungen aufgrund von Sicherungsmaßnahmen. 2. Finanzlage Die Finanzlage stellt sich im Periodenvergleich wie folgt dar:
Das Eigenkapital erhöhte sich durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss um TEUR 4.693 auf TEUR 20.534. Unter Berücksichtigung der gestiegenen Bilanzsumme liegt die Eigenkapitalquote mit 23,1 % über dem Vorjahresniveau von 19,4 %. Die Rückstellungen (TEUR 3.671) haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.503) leicht erhöht. Dies ist auf gegenläufige Effekte zurückzuführen: Die Rückstellungen für umsatzsteuerliche Registrierungspflichten (TEUR 1.317) sind im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.030) um TEUR 183 und die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR: 1.317; Vorjahr: TEUR 1.138) um TEUR 179 angestiegen. Dagegen sind die Rückstellungen für Gehälter, Boni, Berufsgenossenschaft und Abfindungen (TEUR 934) um TEUR 147 niedriger als im Vorjahr (TEUR 1.081), was einerseits auf die Umsetzung der Restrukturierung (Rückgang der Rückstellung um TEUR 439 auf TEUR 0) gegenläufig jedoch die Erhöhung der Rückstellung für Gehalt und variable Vergütung TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 642) zurückzuführen ist. Auch die Urlaubsrückstellungen sind um TEUR 62 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 124) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 2.948 auf TEUR 47.894. Dies ist im Wesentlich auf den erhöhten Wareneinsatz im Geschäftsjahr zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen liegen um TEUR 1.855 unter dem Vorjahreswert von TEUR 4.568. Dies liegt insbesondere an dem Zeitpunkt des durchgeführten Transfer-Price-Adjustment zwischen der cleverbridge GmbH und der cleverbridge Inc. Die sonstigen Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten enthalten, sanken um TEUR 734 auf TEUR 9.744. Die Finanzlage der cleverbridge GmbH schätzen wir insbesondere aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2024 weiterhin als stabil ein. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage ihr operatives Geschäft zu finanzieren und darüber hinaus noch bei Bedarf ihre Tochtergesellschaften durch ein aktives Liquiditätsmanagement zu unterstützen. 3. Ertragslage Die Ertragslage des Unternehmens stellt sich im Jahresvergleich wie folgt dar:
Von den Bruttoerlösen entfallen TEUR 697.729 auf das MoR-Geschäft, TEUR 2.231 auf Leistungen im Rahmen des CSP und TEUR 4.027 auf sonstige Umsatzarten, wie z.B. reine Dienstleistungen auf Stundenbasis. Insgesamt sind die Brutto-Erlöse um TEUR 10.372 (1,5 %) gestiegen. Entsprechend stiegen auch der Aufwand aus Verkaufskommissionen um 1,6 % (TEUR 10.547) und die im Materialaufwand ausgewiesenen Payment Fees um 3,0 % um TEUR 305. Abzüglich der Aufwendungen aus Verkaufskommissionen in Höhe von TEUR 658.232 (Vorjahr: TEUR 647.685) ergaben sich Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 45.853 nach TEUR 46.028 im Vorjahr. Der Personalaufwand sank im Berichtsjahr um 15,1 %, was im Wesentlichen auf die Reduzierung der Mitarbeiterzahl (-12,2 %) zurückzuführen ist. Absolut betrachtet sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wobei gegenläufige Effekte zu verzeichnen sind. Die größten Reduktionen zeigen sich bei den personalnahen Aufwendungen (TEUR -1.647), da insbesondere weniger Fremdleistungen eingekauft wurden und der innerbetrieblichen Verrechnung (TEUR -1.031), da insbesondere das Transfer-Price-Adjustment mit der cleverbridge Inc. geringer ausfiel. Demgegenüber sind die IT-Kosten (TEUR 2.832) im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 2.675) um TEUR 157 gestiegen. Ebenso stiegen die Mietaufwendungen (TEUR 1.718) um TEUR 109 (Vorjahr TEUR 1.609). Zur Veränderung des Jahresergebnisses tragen aber auch unterschiedliche Währungseffekte bei, die sich im Rahmen von Auszahlungen an Lieferanten und Einzahlungen von Kunden auswirken. Insgesamt wurde im Berichtszeitraum ein Ertrag in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: Verlust TEUR -1.925) erzielt. Dies ist einerseits auf Verbesserungen innerhalb der Treasury Abteilung zurückzuführen, andererseits wurde im Rahmen einer Analyse festgestellt, dass ein Finanzdienstleister versteckte Gebühren erhebt, die in Höhe von TEUR 297 nunmehr im Materialaufwand ausgewiesen werden und zuvor als Währungsdifferenzen erfasst waren. Beteiligungserträge im Rahmen des Finanzergebnisses sind im Berichtszeitraum nicht angefallen (Vorjahr: TEUR 2.391 - amerikanische Tochtergesellschaft; TEUR 85 - japanische Tochtergesellschaft). Der erwirtschaftete Jahresüberschuss wird im Berichtszeitraum durch Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.137 negativ beeinflusst. Gegenläufige Effekte aus der Bildung passiver latenter Steuern als Gegenposition zu den aktivierten Eigenleistungen sowie aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind hier die wesentlichen Faktoren. Insgesamt ergibt sich eine Steigerung des Jahresüberschusses gegenüber dem Vorjahr um 252,6 %. D. Risiken-, Chancen- und Prognosebericht1. Risiken Die cleverbridge GmbH ist seit ihrer Gründung im Jahr 2005 in Märkten tätig, die sich seither durch Wachstum auszeichnen. Den Chancen in diesen Märkten stehen jedoch - wie in jeder Branche - auch Risiken gegenüber. Folgende wesentliche Risiken wurden identifiziert, die im Rahmen des Risikomanagementprozesses der cleverbridge GmbH regelmäßig betrachtet, neu bewertet und mit entsprechenden Maßnahmen u. a. mitigiert werden: a. Branchen- und unternehmensspezifische Risiken im Kundensektor Die Geschäftsleitung betrachtet die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung - trotz der sich bietenden Chancen des Marktsegmentes weiterhin mit einem zurückhaltenden Optimismus, da die derzeitige gesamtwirtschaftliche Entwicklung nur schwer verlässliche Aussagen über nachhaltige Trends zulässt. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass die cleverbridge GmbH nach Einschätzung der Geschäftsleitung mit ihrem Geschäftsmodell, der getroffenen strategischen Maßnahmen (Investition in die Plattform und neuer Produkte) und der Art ihrer Marktpositionierung (Softwareindustrie als Fokuskundengruppe) robust auf die aktuellen Marktveränderungen vorbereitet ist. Trotz der negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung konnte und kann die Gesellschaft ihr Geschäft ausbauen. Sollten sich die Wachstumsaussichten und die Wettbewerbssituation für digitale Produkte und Finanzdienstleistungen jedoch ungünstiger als erwartet entwickeln, könnte dies auch die Planungen für die Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen. E-Commerce-Unternehmen weisen in der Regel eine nicht unerhebliche Abhängigkeit von den zur Verfügung gestellten Zahlungsmitteln auf, die von den Kunden für den Einkauf im Internet genutzt werden können. Die cleverbridge GmbH begegnet den Risiken im Zusammenhang mit den im E-Commerce eingesetzten Zahlungsmitteln durch den Dialog mit den jeweiligen Anbietern dieser Zahlungsmittel sowie durch eine kontinuierliche Diversifizierung und Schaffung möglicher Redundanzen in diesem Bereich. Die eigenen Systeme zur Betrugs- und Geldwäscheprävention werden kontinuierlich weiterentwickelt und durch Machine Learning Tools ergänzt. Mit der Zahlungsinstitutslizenz der cleverbridge Financial Services GmbH hat die Gesellschaft nicht nur zusätzliche Möglichkeiten der Zahlungsabwicklung für ihre Kunden geschaffen, sondern auch Optionen zur Reduzierung der Zahlungsverkehrskosten, die neben den Personalkosten den größten Kostenblock darstellen. Darüber hinaus bietet die cleverbridge Financial Services GmbH die Möglichkeit, neben dem Kerngeschäft der cleverbridge GmbH mit dem Reseller-Modell auch ein Service Provider-Modell anzubieten, was zu einer weiteren Reduzierung der Risiken im Bereich der Zahlungsdienstleistungen führt. b. Produktrisiken Die kontinuierliche Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung von Dienstleistungen im digitalen Umfeld ist eine wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren des Geschäftsmodells der cleverbridge GmbH. Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich aus den Entwicklungstätigkeiten negative Auswirkungen ergeben können. Die Gesellschaft muss berücksichtigen, dass zur Abdeckung neuer Anforderungen, die sich aus möglichen Zukunftsmärkten für die Gesellschaft ergeben, auch eine Anpassung der Produkte erforderlich sein kann. Dies gilt sowohl für die Einführung neuer Produkte als auch für die technische Weiterentwicklung der vorhandenen Kernfunktionalitäten der eigenen E-Commerce-Plattform. c. IT-Risiken Das Geschäftsmodell eines E-Commerce-Unternehmens basiert im Wesentlichen auf der Erbringung von technischen und regulatorischen Dienstleistungen. Dementsprechend nehmen die technische Verfügbarkeit sowie der sichere Betrieb einen hohen Stellenwert im Rahmen des Risikomanagements ein. Möglichen Risiken im IT-Bereich begegnet die cleverbridge GmbH mit moderner Hard- und Software, die kontinuierlich auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird, sowie einem Prozessframework zur Adressierung und kontinuierlichen Optimierung der IT-Strukturen, z.B. moderne Hosting- und Cloud-Lösungen. Betriebskonzepte, die agil auf Risiken reagieren und schnelle Lösungszyklen ermöglichen, reduzieren operative Risiken. Zum Schutz der Daten vor dem Zugriff unberechtigter Dritter und vor Verlust hat die cleverbridge GmbH umfangreiche Sicherungs- und Backup-Systeme, Vorkehrungen zum Viren- und Zugangsschutz sowie Systeme zum Schutz vor DDoS-Attacken im Einsatz. Zur Gewährleistung der Vertraulichkeit werden Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Geografisch getrennte und redundant ausgelegte Rechenzentren gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. Szenarien für mögliche Betriebsstörungen und Ausfälle werden durch Notfallpläne auf ein unvermeidbares Restrisiko reduziert. Zusätzlich zu den eigenen Maßnahmen wird die Einhaltung aller Anforderungen des PCI-DSS-Standards durch jährliche Audits sichergestellt. d. Steuerliche Risiken Die Steuerabteilung der cleverbridge GmbH untersucht im Rahmen eines internen Monitorings regelmäßig anhand allgemein zugänglicher Quellen die weltweite Steuerentwicklung in den relevanten Steuerarten (indirekte und direkte Steuern sowie Sondersteuern wie z.B. Digitalsteuern). In Ländern, in denen bereits eine steuerliche Registrierung vorliegt und gegebenenfalls externe Steuerberater vor Ort mandatiert wurden, dienen diese als zusätzliche Informationsquelle für steuerliche Entwicklungen. Aufgrund der Komplexität und hohen Dynamik internationaler Steuerentwicklungen können jedoch auch rückwirkend neue Risiken entstehen, die zu nachträglichen Steuerzahlungen führen können. Um dieser Dynamik zu begegnen, hat die cleverbridge GmbH ein internes Monitoring etabliert. Sofern sich Anhaltspunkte für neue Steuerpflichten ergeben, werden bei Bedarf externe Berater hinzugezogen. e. Rechtliche Risiken Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die cleverbridge GmbH wegen der Lieferung mangelhafter Produkte oder der Verletzung sonstiger vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten in Anspruch genommen wird, wie dies auch bei anderen Unternehmen der Fall ist. Unabhängig von den Erfolgsaussichten solcher Ansprüche könnten der Gesellschaft Kosten entstehen, um solche Ansprüche abzuwehren. Die cleverbridge GmbH bedient sich in solchen Angelegenheiten sowohl der internen Rechtsabteilung als auch der Unterstützung externer Spezialisten. Darüber hinaus kann nicht ausgeschlossen werden, dass länderspezifische Gesetze und Vorschriften die Rahmenbedingungen für Investitionen und die Möglichkeiten des freien Handels, insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Produkten, beeinflussen und unterschiedliche Auslegungspraktiken von steuerlichen, rechtlichen oder behördlichen Vorschriften den Umfang unserer Aktivitäten beeinträchtigen. Insbesondere steuerliche und wettbewerbsrechtliche Vorschriften können für die Gesellschaft Risiken bergen. Die cleverbridge GmbH versucht, mögliche Risiken durch eigene Beobachtungen und intensive Zusammenarbeit mit externen Beratern bzw. Experten so weit wie möglich zu reduzieren. Darüber hinaus sichert sich die Gesellschaft durch den Abschluss von Versicherungen bestmöglich gegen die Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ab. f. Personalrisiken Die Mitarbeitenden tragen mit ihrem Know-how und ihrem Engagement entscheidend zum Unternehmenserfolg bei. Es besteht das Risiko, dass wichtige und hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden oder das Unternehmen aus anderen Gründen verlassen. Die cleverbridge GmbH begegnet diesem Risiko zum einen durch eine Vielzahl von Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung, sowohl in materieller als auch in immaterieller Form. Einem latenten Risiko des Ausfalls einzelner Mitarbeitenden wird durch die Einrichtung von Vertretungsregelungen vorgebeugt. Zum anderen versucht die cleverbridge GmbH, durch Rekrutierung auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt gegenzusteuern; alternativ wurde damit begonnen, Personaldienstleistungen extern einzukaufen oder durch Nearshoring abzudecken. g. Fremdwährungsrisiken Verkäufe sowie Wareneinkäufe werden überwiegend in Fremdwährung abgerechnet, was in vielen Ländern auch die Erhebung von Steuern einschließt. Dabei kann die vom Endkunden gewählte Währung, die in der Regel auch die Währung der Steuerbehörden ist, in Kombination mit der Zahlungswährung des Lieferanten zu mehreren Währungsumrechnungen innerhalb einer Transaktion bzw. eines Geschäftsvorfalls führen. Im Rahmen dieser Währungstauschvorgänge entsteht für die cleverbridge GmbH ein Währungsänderungsrisiko. Das Management der (transaktionalen) Fremdwährungsrisiken obliegt der Abteilung Treasury, die die im Rahmen der Geschäftstätigkeit entstehenden transaktionalen Fremdwährungsrisiken auf täglicher Basis absichert. Im Rahmen der Sicherungsstrategie bzw. des Risikomanagementkreislaufs wird das aus den erwarteten Zahlungsströmen abgeleitete Nettorisiko durch entsprechende Devisenkassa- oder Devisentermingeschäfte abgesichert. Zudem wird die Entwicklung der für den Verkauf verfügbaren Zahlungswährungen täglich beobachtet, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus arbeitet die cleverbridge GmbH kontinuierlich an der Verfeinerung der für die Steuerung der Liquiditätsströme zur Verfügung stehenden Prognoseinstrumente. Dies führt insgesamt zu einer deutlich höheren Visibilität und ermöglicht eine gezieltere Steuerung möglicher Risiken. Dennoch bleiben Restrisiken bestehen, die sich aus der Entwicklung der Fremdwährungen ergeben. Diese ergeben sich im Wesentlichen aus dem jeweiligen aktuellen makroökonomischen Umfeld. In jüngster Vergangenheit waren dies beispielsweise die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts und der Energiepreiskrise. Wechselkursschwankungen in kurzen Zeitabständen bestimmen weiterhin die Märkte. Da diese nicht vorhersehbar sind, beobachtet die Gesellschaft die Marktentwicklung weiterhin auf täglicher Basis. h. Wettbewerb Die cleverbridge GmbH steht weltweit im Wettbewerb mit anderen Unternehmen, die ähnliche Dienstleistungen anbieten. Bei einzelnen Kunden zeigt sich wie in den Vorjahren, dass der Wettbewerb auch über die Preisgestaltung geführt wird. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie sich mit ihren bestehenden und zukünftigen Dienstleistungen gut am Markt positionieren kann und die Basis für weiteres Wachstum vorhanden ist. Nach sorgfältiger Prüfung der aktuellen Risikosituation ergibt sich, dass sich im Berichtszeitraum die Risikosituation zwar verschlechtert hat, jedoch zum Bilanzsticktag keine Risiken bestanden, die den Fortbestand des Unternehmens gefährdeten. Auch für die Zukunft wird von einer robusten Risikosituation ausgegangen. 2. Chancen Unternehmerische Chancen werden auf Konzernebene identifiziert, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter Chancen versteht die cleverbridge GmbH mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der Planung führen können. Die cleverbridge GmbH befindet sich im Kernmarkt des Digital Commerce, dem Subscription & Billing Management für Softwareprodukte, einem grundsätzlich reifen Markt, der sich nach Einschätzung der Gesellschaft in einer Konsolidierungsphase befindet. Dennoch bietet dieser Markt weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, da Unternehmen, die digitale Güter anbieten, ihre digitalen Vertriebskanäle weiter ausbauen und ihre Geschäftsmodelle im Bereich Marketing und Billing zunehmend auf Abonnements ausrichten. Gleichzeitig suchen diese Unternehmen häufig nach einer kostengünstigeren Lösung für den Verkauf ihrer Produkte an Endkunden. Aus Unternehmenssicht ist die cleverbridge GmbH gut positioniert, um die vielfältigen Marktchancen im digitalen Geschäft zu nutzen. Dazu gehören neben Software auch Schulungen, Veranstaltungen und Wartungsprodukte. Die steigende Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen und die zunehmende Nutzung von Subskriptionsmodellen bieten Chancen zur Diversifizierung des Angebots und zur Verbreiterung der Kundenbasis. Die bereits bestehenden Partnerschaften und die geplanten Verträge mit Herstellern digitaler Produkte und Dienstleistungen ermöglichen der cleverbridge GmbH eine weitere Beschleunigung des Umsatzwachstums und eine Festigung der Marktposition. Insgesamt wird in der dynamischen Entwicklung des digitalen Handels eine vielversprechende Chance für den weiteren Ausbau und die Sicherung des langfristigen Erfolgs der cleverbridge GmbH gesehen. Der Abschluss von Vereinbarungen mit lokalen Zahlungsabwicklern und die Umsetzung der steuerlichen Behandlung von Wertschöpfungsabgaben in den wichtigsten Wirtschaftsräumen stellen für die cleverbridge GmbH Wettbewerbsvorteile dar. Diese umfassenden Dienstleistungen ermöglichen eine effizientere und effektivere Etablierung im Markt und unterscheiden sich in Art und Umfang von denen der Wettbewerber. Um die Marktdurchdringung zu beschleunigen und das Angebot um weitere Kerndienstleistungen zu erweitern, sollen auch sich bietende Möglichkeiten des anorganischen Wachstums genutzt werden. Hierdurch könnten zusätzliche Skaleneffekte erzielt werden. Darüber hinaus geht die Gesellschaft davon aus, dass die cleverbridge GmbH aufgrund der hohen Flexibilität ihrer E-Commerce-Plattform, die kontinuierlich weiterentwickelt wird, schneller auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren kann. Insbesondere hat die Gesellschaft Vorkehrungen im technischen und personellen Bereich getroffen, um kurzfristig auftretende Auslastungsspitzen auffangen und die oben skizzierten Chancen schnell nutzen zu können. Insgesamt schätzt die cleverbridge GmbH die Chancen, basierend auf einer Einschätzung zum Bilanzstichtag, als "gut" ein. 3. Prognose Trotz des Nichterreichens der Ziele für die Neukundengewinnung im Jahr 2023 konnte durch den Ausbau des Bestandskundengeschäfts eine solide Basis für weiteres Wachstum gelegt werden. Das Unternehmen erkennt die Bedürfnisse der bestehenden Kunden und reagiert darauf. Die Tatsache, dass Kunden Preissenkungen fordern, zeigt die Bedeutung des Wettbewerbs und der Preisgestaltung in diesem Marktumfeld. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass einige Bestandskunden ihr Geschäft mit dem Unternehmen sowohl organisch als auch anorganisch ausweiten. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen über eine starke Kundenbindung verfügt und bestehende Kundenbeziehungen erfolgreich stärken und ausbauen kann. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die cleverbridge GmbH aufgrund der neu implementierten Plattformprodukte sowie bereits eingeleiteter Maßnahmen, wie z.B. Preiserhöhungen, eine Steigerung der Brutto-Erlöse im Bestands- und Neukundengeschäft von 15,7 %. Die Umsatzerlöse erhöhen sich entsprechend um 14,5 %. Darüber hinaus werden positive Marktchancen und Entwicklungen im Bereich der von der cleverbridge GmbH angebotenen Dienstleistungen gesehen. Für die kommenden Geschäftsjahre plant die cleverbridge GmbH die Expansion in neue Märkte sowie die weitere Einführung innovativer Produkte und Dienstleistungen. Investitionen in Technologie und Datenanalyse werden eine zentrale Rolle bei der Optimierung von Geschäftsprozessen und der Personalisierung des Kundenerlebnisses spielen. Insgesamt befindet sich das Unternehmen in einer starken Position, um weiteres profitables Wachstum zu erzielen. Durch die kontinuierliche Fokussierung auf Kundenzufriedenheit, innovative Marketingstrategien und operative Effizienz will die cleverbridge GmbH seine Position als Marktführer im E-Commerce festigen und ausbauen. Das Unternehmen rechnet im Geschäftsjahr 2024 hinsichtlich der finanziellen Leistungsindikatoren mit folgenden Werten:
Köln, den 30. April 2024 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Dr. Markus Wesel, Geschäftsführer Radu Immenroth, Geschäftsführer
1 OECD (2024), OECD Economic Outlook, Interim
Report February 2024: Strengthening the Foundations for
Growth, OECD Publishing, Paris,
https://doi.org/10.1787/0fd73462-en.
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023der cleverbridge GmbH, Köln1 AllgemeinesDer Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der cleverbridge GmbH - eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 111750 - ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Das Berichtsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden gesetzlich in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung vorgesehene davon-Angaben teilweise in den Anhang übernommen. Gleiches gilt für die Angabe von Mitzugehörigkeitsvermerken zu anderen Posten. Die Aufstellung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Da wesentliche Elemente des wirtschaftlichen Eigentums beim Veräußerer (Software-Produzenten) verbleiben, werden als Umsatzerlöse neben Dienstleistungserlösen die Differenz von Bruttoerlöse aus Verkäufen abzüglich Aufwendungen für Software-Produzenten ausgewiesen. 2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFolgende Bewertungsmethoden kamen zur Anwendung: Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) aktiviert, sofern zum Abschlussstichtag zumindest eine hohe Wahrscheinlichkeit der tatsächlichen Entstehung eines Vermögensgegenstandes besteht. Zu den Herstellungskosten zählen die einzeln zurechenbaren Kosten der Löhne und Gehälter inklusive Lohnnebenkosten, die Inanspruchnahme von Diensten sowie durch den Entwicklungsprozess veranlassten Werteverzehrs von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (IT-Ausstattung). Selbstgeschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 5 und 10 Jahren. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 3 und 10 Jahren. Immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Als Anlagen im Bau werden sämtliche aktivierungspflichtige Anschaffungs- und Herstellungskosten für noch nicht betriebsbereite bzw. nicht fertiggestellte immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Sachanlagevermögen Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese liegt zwischen 3 und 20 Jahren. Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis und grundsätzlich linear abgeschrieben. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von EUR 250 im Zugangsjahr vollständig im Aufwand als Betriebsausgabe erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Wert zwischen EUR 250 und EUR 800 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Liegt der Anschaffungswert eines Vermögensgegenstandes über EUR 800 wird dieser im Anlagevermögen erfasst und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschieds zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgängen berücksichtigt. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten. Die sonstigen Ausleihungen werden mit ihren vertraglich vereinbarten Erfüllungsbeträgen angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Finanzanlagen ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos angesetzt. Forderungen in fremder Währung wurden zum Tageskurs oder zum niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern werden saldiert dargestellt. Eigenkapital Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind zu dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen erschien. Die Höhe der Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Soweit eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr besteht, wird eine Abzinsung auf den Barwert vorgenommen mit dem jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zins am Bilanzstichtag. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden die im jeweiligen Geschäftsjahr erhaltenen Zahlungen abgegrenzt, soweit sie auf Folgejahre entfallen. Passive latente Steuern Die Ermittlung der passiven latenten Steuern erfolgt auf den Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Bauen sich die temporären Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ab, so wird eine sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuer (§ 266 Abs. 3 E.) in der Bilanz angesetzt. Sie wird mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet und nicht abgezinst. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 32,45 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 16,625 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich genauso wie im Vorjahr aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 475 %. Die latenten Steuern werden saldiert ausgewiesen. Währungsumrechnung Die cleverbridge GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente. Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermin- und Devisenswaps. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Geldanlagen und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Wert- oder Zahlungsstromänderungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Zur Absicherung von transaktionalen Wechselkursrisiken, welche sich aus dem Grundgeschäft ergeben, werden regelmäßig Devisentermingeschäfte bei bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen eingesetzt. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Es wurden folgenden Bewertungseinheiten gebildet: Devisentermingeschäfte und originäre Sicherungsinstrumente (Makro-Hedge) Zur Vermeidung von Wechselkursverlusten werden transaktionale Wechselkursrisiken auf aggregierter und arbeitstäglicher Basis ermittelt und ab einem Gegenwert von EUR 100.000 je Fremdwährung durch entsprechende Devisenkassa- bzw. Devisentermingeschäfte abgesichert (Makro-Hedge). Art der gebildeten Bewertungseinheit: Makro-Hedge Art des abgesicherten Risikos: Wertänderungsrisiko (Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsschwankungen In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag sämtliche Verbindlichkeiten in Fremdwährung in Höhe von insgesamt TEUR 38.377 und mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete zukünftige Transaktionen einbezogen. Die Risikopositionen sämtlicher Grundgeschäfte (Forderungen, Verbindlichkeiten)) werden gemeinsam betrachtet und mit Geldmittelbeständen und kontrahierte Sicherungsgeschäften saldiert. Anschließend wird ein etwaiger Risikoüberhang (Nettorisiko) abgesichert, insofern er das Risikolimit i.H.v. TEUR 100 übersteigt. Die Wert- und Zahlungsstromänderungen der (künftigen) Grundgeschäfte (Verbindlichkeiten in Fremdwährung) und die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen der Devisenterminkontrakte (Verkauf Währungen insbesondere gegen USD) gleichen sich aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko (hier: Wechselkurs) ausgesetzt sind. Gleiches gilt für die originären Sicherungsbeziehungen. Es besteht Währungsidentität, da den Verbindlichkeiten in Fremdwährung zum Fälligkeitszeitpunkt Forderungen, sowie Guthaben bei Kreditinstituten in gleicher Währung gegenüberstehen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Zeitraum vom 2. Januar bis 29. Februar 2024 fällig. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten zukünftigen Transaktionen werden (voraussichtlich) im Zeitraum 2. Januar bis 19. Dezember 2024 fällig. Dies gilt auch für die korrespondierenden Devisentermingeschäfte. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Verbindlichkeiten kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 27.402. Grundlage für die Ermittlung der Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit ist die Übereinstimmung der bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Wirksamkeit wird anhand der critical term match -Methode prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch aufwandswirksam durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen erfasst. 3 Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Berichtsjahr 2023 ist im Anlagengitter dargestellt. In der Bilanz wird ein Wert von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 16.594) für Anlagen im Bau ausgewiesen, wobei es sich hierbei um die bisher aufgelaufenen Werte für Neuentwicklungen von Produkten handelt (Vorjahr: für den Umbau der E-Commerce Plattform sowie das ERP-System). In diesem Betrag sind Fremdleistungen in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 8.901) enthalten. Die Gesamtentwicklungskosten im Berichtsjahr einschließlich sonstiger Fremdleistungen belaufen sich auf 10.461 TEUR (Vorjahr: TEUR 12.694) und entfallen vollständig auf aktivierte selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände. Forschung wurde im Geschäftsjahr 2023 nicht betrieben, sodass der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten den Entwicklungskosten entspricht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
* Umrechnung zum Stichtagskurs der Bundesbank per 31.12.2023 (USD = 1,1,050; JPY = 156,33; TWD = 33,98) ** Umrechnung zum Jahresdurchschnittskurs 2023 der Bundesbank (USD = 1,0813; JPY = 151,99; TWD = 33,74) Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten ausschließlich innerbetriebliche langfristige Darlehen gegenüber der Gesellschafterin cleverbridge Group Holding GmbH, Köln und belaufen sich auf TEUR 18.483 (Vorjahr: TEUR 12.193). Die Darlehen werden bis zum Laufzeitende mit einem festen Zinssatz von 6 % p.a. verzinst. Die aufgelaufenen Zinsen sind mit dem Darlehensbetrag fällig. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.218 (Vorjahr: TEUR 6.575) betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Lieferungen und Leistungen, sie beinhalten in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) Forderungen gegenüber der Gesellschafterin cleverbridge Group Holding GmbH, Köln. Die Sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 1.403 (Vorjahr: TEUR 1.051) umfassen im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 1.062 (Vorjahr: TEUR 729) und Forderungen aus Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 303). Flüssige Mittel Bei den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 25.506 (Vorjahr: TEUR 30.788) handelt es sich um Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 23.887 (Vorjahr: TEUR 29.513) sowie Guthaben bei PayPal in Höhe von TEUR 1.619 (Vorjahr: TEUR 1.275). TEUR 2.657 sind bei der Deutschen Bank (TEUR 1.907; Vorjahr: TEUR 2.375) und bei der HSBC (TEUR 750; Vorjahr: 0) als Sicherheit für ein Lastschriftobligo (TEUR 875), als Sicherheit für eine FX-Margenlinie für Finanztermingeschäfte (TEUR 1.500) sowie als Mietkautionsbürgschaft (TEUR 282) verpfändet. Verfügungen über diese Konten sind nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Bank möglich. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen und entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Eigenkapital Das Stammkapital der cleverbridge GmbH beträgt unverändert zum Vorjahr 1.187.237,00 EUR und ist eingeteilt in 1.187.237 Geschäftsanteile im Nennbetrag von je 1,00 EUR mit den laufenden Nummern 1 bis 1.187.237. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 1.863.884,44 und resultiert aus sonstigen Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
Rückstellungen Die Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 1.213 (Vorjahr: TEUR 1.030) beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Umsatzsteuer. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.459 (Vorjahr: TEUR 2.473) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.317 (Vorjahr: TEUR 1.138), Rückstellungen für Gehalt und Boni in Höhe von TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 642), Rückstellungen für Jahresabschlussprüfungskosten in Höhe von TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 129), Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 124) sowie Rückstellungen für Berufsgenossenschaften in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 39). Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung haben wie auch im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Keine der bestehenden Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.713 (Vorjahr: TEUR 4.568) betreffen ausschließlich den Liefer- und Leistungsverkehr und sind nicht besichert. Sie beinhalten in Höhe von TEUR 1.003 (Vorjahr: TEUR 81) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin cleverbridge Group Holding GmbH, Köln. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.744 (Vorjahr: TEUR 10.479) enthalten Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuern in Höhe von TEUR 9.450 (Vorjahr: TEUR 10.141), Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von TEUR 183 (Vorjahr: TEUR 207) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 8). Keine der bestehenden Verbindlichkeiten ist durch Pfandrechte besichert. Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst erstellter Software und entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
4 Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:
Bruttoerlöse Die Bruttoerlöse werden im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Lizenzschlüsseln erzielt und dann realisiert, wenn die Preisgefahr auf den Käufer übergegangen ist. Dies ist in der Regel bei Auslieferung der Lizenzschlüssel der Fall. In den Bruttoerlösen sind TEUR 700.061 (Vorjahr: TEUR 690.029) aus diesen Umsatzerlösen durch Transaktionen enthalten. Ein weiterer Teil in Höhe von TEUR 3.431 (Vorjahr: TEUR 2.852) entfällt auf ergänzende Dienstleistungen. TEUR 383 entfallen auf Umsätze aus Mietverhältnissen (Vorjahr: TEUR 290). Ferner enthalten sind Umsatzerlöse aus Dienstleistungsverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 542). Die Umsatzerlöse ergeben sich nach Abzug der Aufwendungen aus Verkaufskommissionen. Andere aktivierten Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen die Personalkosten der Entwicklungsabteilung sowie angemessener Gemeinkostenzuschläge. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten im Berichtsjahr beläuft sich auf TEUR 4.785 (Vorjahr: TEUR 5.986) und entspricht den anderen aktivierten Eigenleistungen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 749) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 389 (Vorjahr: TEUR 445), die mit TEUR 341 im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen, Erträge aus Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: 0) enthalten. Materialaufwand Der Materialaufwand in Höhe von TEUR 10.906 (Vorjahr: TEUR 10.616) enthält im Wesentlichen die Gebühren der Payment Service Provider Gebühren in Höhe von TEUR 10.739 (Vorjahr: TEUR 10.136). Personalaufwand Der Personalaufwand des Berichtsjahres beträgt TEUR 13.940 (Vorjahr: TEUR 16.427) und verteilt sich wie folgt auf die nachstehenden Kategorien: Aufwendungen für Löhne und Gehälter TEUR 11.962 (Vorjahr: TEUR 14.303), soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge TEUR 1.978 (Vorjahr: TEUR 2.124). Abschreibungen Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.981 (Vorjahr: TEUR 1.525) enthalten die Abschreibungen des Berichtsjahres. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstige betriebliche Aufwendung setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 599 (Vorjahr: TEUR 478) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Bildung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus nachlaufenden Rechnungen. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen betragen im Berichtsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.476). Im Vorjahr setzte sich dieser Betrag aus Dividendenzahlungen der cleverbridge Inc. in Höhe von TEUR 2.390 und der cleverbridge K.K. in Höhe von TEUR 85 zusammen. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von TEUR 890 (Vorjahr: Erträge aus Wertpapieren TEUR 18) entfallen in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Gesellschafterin cleverbridge Group Holding GmbH. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von TEUR 555 (Vorjahr: TEUR 265) enthalten Zinserträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 193) aus gewährten Darlehen gegenüber der cleverbridge Group Holding GmbH sowie Zinserträge durch die Ausübung eines aufschieben bedingten Verzicht mit der cleverbridge Financial Services GmbH in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 12). Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapier des Umlaufvermögen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 141) und betreffen die Finanzanlage der Tochtergesellschaft cleverbridge Co., Ltd. (Vorjahr: cleverbridge K.K.) Die Abschreibung erfolgt außerplanmäßig und ist aufgrund einer dauerhaften Wertminderung vorgenommen worden. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 62). Wie auch im Vorjahr sind keine gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im Berichtsjahr TEUR 2.137 (Vorjahr: TEUR 2.261) und setzen sich aus latentem Steueraufwand in Höhe von TEUR 2.107 (Vorjahr: TEUR 1.739), Körperschaftsteuer in Drittländern in Höhe von TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 521) sowie Körperschaftsteuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 321 zusammen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung der cleverbridge GmbH schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 17.372.224,70 auf neue Rechnung vorzutragen. 5 Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus den abgeschlossenen Mietverträgen für Büroräume sowie IT-Dienstleistungen und setzen sich wie folgt zusammen:
Die aufgeführten, nicht in der Bilanz enthaltenen Miet- und Leasingvereinbarungen tragen zu einer Verringerung der Kapitalbindung bei und belassen das Investmentrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das für den Abschlussprüfer für das Berichtsjahr 2023 als Aufwand erfasste Gesamthonorar in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 346) umfasst Dienstleistungen für Jahresabschlussprüfungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 235) sowie TEUR 15 für sonstige Prüfungsleistung (Vorjahr: TEUR 24). Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Konzernabschluss Die cleverbridge GmbH ist von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Gesellschaft ist im Sinne des § 291 Absatz 1 zugleich Tochterunternehmen eines Mutterunternehmens mit Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union. Die cleverbridge GmbH und deren Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Foster MidCo GmbH, Köln, einbezogen, die für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach deutschem Recht aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht. Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB Die ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 3.715.555,53. Mitarbeiter Im Berichtsjahr 2023 wurden im Durchschnitt 172 Angestellte, 8 Aushilfen und 0 Auszubildende (Vorjahr: 194 Angestellte, 10 Aushilfen und 1 Auszubildende) als Mitarbeiter(innen) beschäftigt. Angaben zur Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.
Köln, den 30. April 2024 Wendi Sturgis, Geschäftsführerin Dr. Markus Wesel, Geschäftsführer Radu Immenroth, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die cleverbridge GmbH, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der cleverbridge GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der cleverbridge GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 30. April 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Norbert Linscheidt, Wirtschaftsprüfer ppa. Christine Krombach, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 13. Juni 2024 festgestellt. |
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