Lindner L+F Verwaltungs GmbH
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Lindner Group KGArnstorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Lindner Group KG1. Grundlagen des KONZERNSDie Gesamtstruktur der Unternehmensgruppe mit der Dachgesellschaft Lindner Group KG gliedert sich in drei Geschäftsfelder. Das Geschäftsfeld Bau mit den Geschäftssegmenten Ausbau, Gebäudehülle, Isoliertechnik sowie Montage und Service erbringt den wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz der Gruppe. Daneben sind im Geschäftsfeld Immobilien und Projektentwicklung die Entwicklungsprojekte sowie die Bestandsimmobilien im In- und Ausland zusammengefasst. Das dritte operativ tätige Geschäftsfeld Land- und Forstwirtschaft rundet das Leistungsspektrum der Lindner Gruppe nachhaltig ab. Geschäftsfeld BauGeschäftssegment AusbauIm Geschäftsfeld Bau der Lindner Group stellt der Innenausbau das Kerngeschäftssegment dar. Dieses Portfolio umfasst die Entwicklung und Herstellung eigener Produkte (Decke, Boden, Leuchten, Wand, Türen), das Liefer- und Projektgeschäft der eigenen Produkte sowie die Abwicklung von Komplettausbauten. Darüber hinaus realisiert die Lindner SE objektspezifischen Systemlösungsbau. Dieser beinhaltet speziell entwickelte Ausbausysteme (Reinraumtechnik, Raumbildender- und Schiffsausbau, technische Gebäudeausstattung, Entwicklung & Planung) neben den klassischen Büroausbauten. Im Inland wird dies primär durch die Lindner SE repräsentiert. Das internationale Innenausbauprojektgeschäft wird in rund 25 Auslandstochter- und Enkelgesellschaften abgewickelt. Geschäftssegment GebäudehülleDas Leistungsportfolio des Geschäftssegments Gebäudehülle erstreckt sich auf die drei Geschäftsbereiche Fassade, komplexe Gebäudehüllen (Steel& Glass) sowie komplexe Dachkonstruktionen. Der Bereich des Fassadenbaus umfasst die Konstruktion, die Fertigung sowie das Projektmanagement und die Montage hochwertiger Fassaden. Die Lindner Building Envelope GmbH repräsentiert die Geschäftsbereiche Fassade und Steel& Glass primär auf dem Inlandsmarkt. Die Lindner Prater Ltd. in London und die Lindner Contracting in Abu Dhabi bilden international die Pendants zur inländischen Lindner Building Envelope GmbH im englischen Markt und im arabischen Raum. Der Geschäftsbereich Steel & Glass ist auf die Konstruktion und Abwicklung von hochkomplexen selbstragenden Glas-Stahl-Konstruktionen spezialisiert. Der weltweite Vertrieb dieses Geschäftsbereichs agiert aus der Niederlassung in Dettelbach sowie über die Gesellschaften der Lindner Facades Inc. in den USA, der Lindner Contracting im Nahe Osten sowie über die Lindner Facades Asia Ltd. im asiatischen Raum. Die Lindner Prater Ltd. in UK ist spezialisiert auf komplexe Dachkonstruktionen in Großbritannien. Geschäftssegment IsoliertechnikDie zentralen Geschäftsbereiche des Geschäftssegments Isoliertechnik der Lindner Group stellen Industrie- und Haustechnikisolierungen, baulicher Brandschutz, Schadstoffsanierungen und Glasfaser verstärkte Betonplatten (GFRC) dar. Sie werden im Inland über die Gesellschaft Lindner Isoliertechnik und Industrieservice GmbH abgewickelt. Im Geschäftsbereich der Industrieisolierungen ist der Teilbereich im Schwerpunkt auf Kraftwerks, Instandhaltung- und Spezialisolierungen fokussiert. Die Geschäftsbereiche Gerüstbau und Brandschutz werden über die spezialisierten Tochtergesellschaften Lindner Gerüstbau GmbH und Beta Brandschutztechnik GmbH erbracht. Die Auslandsmärkte Österreich und Luxemburg werden über lokale Gesellschaften oder Betriebsstätten der Lindner Isoliertechnik GmbH abgewickelt. Geschäftssegment Montage und ServiceDas Geschäftssegment Montage und Service erbringt im Kerngeschäftsbereich Montageleistungen ausschließlich für die Gesellschaften der Lindner Gruppe in den Geschäftssegmenten Ausbau, Isoliertechnik und Gebäudehülle. Im Inland erfolgt dies über die Lindner Montage & Service GmbH sowie über die Betriebsstätte Deutschland der Lindner Polska. In den Kernauslandsmärkten Österreich, Schweiz, Luxemburg und Dänemark erfolgt dies über lokale rechtliche selbständige Einheiten. Geschäftsfeld Immobilien und ProjektentwicklungIm Geschäftsfeld Immobilien und Projektentwicklung werden zum einen aktiv Immobilienprojekte entwickelt, wie derzeit die Großprojekte Tirana Business Park (Albanien), Residential Park Sofia (Bulgarien) und Residential Park Lozen (Bulgarien), zum anderen werden Immobilien in Deutschland sowie diverse Objekte im europäischen Ausland und den USA verwaltet und betrieben. Geschäftsfeld Land- und ForstwirtschaftDas Geschäftsfeld Land- und Forstwirtschaft umfasst die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Nutzflächen in Deutschland in der Region Niederbayern sowie in Rumänien in der Region Siebenbürgen. Alle Flächen in Deutschland werden ökologisch bewirtschaftet oder sind in Umstellung hierauf. Der überwiegende Anteil der Flächen in Siebenbürgen wird im konventionellen Ackerbau bewirtschaftet. Auf den Bioflächen wird aktuell vorrangig Getreide, Leguminosen und Raufutter für die eigene Zucht und Mast von Schweinen in Deutschland und Rindern in Mutterkuhhaltung an beiden Betriebsstandorten angebaut. Darüber hinaus werden Waldflächen nachhaltig bewirtschaftet. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungIm Jahr 2023 wirkten sich die weiterhin hohen Baukosten, der Fachkräftemangel und die verschlechterten Finanzierungsbedingungen negativ auf die Bauindustrie in Deutschland aus. Die Auftragseingänge bleiben aufgrund reduzierter Nachfrage massiv rückläufig und Auftragsbestände somit deutlich reduziert. Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen (kalender- und preisbereinigten) Rückgang der Auftragseingänge von 4,2 %. Der größte Rückgang war im Wohnungsbau zu verzeichnen. Hier sind die Auftragseingänge im Jahr 2023 um real 19,8 % gesunken. Die sinkende Nachfrage wirkt sich zunehmend auch auf die Bauproduktion aus. Die Auslastung der Maschinen im Bauhauptgewerbe sank nach dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im vierten Quartal 2023 auf nur noch rund 69 %. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe sank im Vergleich zum Vorjahr real um 3,3 %. Nominal steigerte er sich um 3,5 % und erreichte einen neuen Höchststand von 113,8 Milliarden EUR. Dabei fiel der Wohnungsbau mit 26,6 Milliarden EUR Jahresumsatz am stärksten, der gewerbliche Hochbau ging um 26,0 Milliarden EUR zurück. In den europäischen Nachbarländern stellte sich die Baukonjunktur in 2023 vergleichbar zur Situation in der Bundesrepublik in Deutschland dar. Quellen:Statistisches Bundesamt https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_068_441.html Deutsche Bauindustrie https://www.bauindustrie.de/fileadmin/bauindustrie.de/Media/Pressemitteilungen/PM_2024/02-24_Jahresauftakt.pdf Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/fachbeitraege/bauen/bauwirtschaft/kapazitaetsauslastung/ka pazitaetsauslastung.html Statista GmbH https://de.statista.com/statistik/daten/studie/456689/umfrage/veraenderung-der-produktion-im-baugewerbe-nach-ausgewaehlten-europaeischen-laendern/ 2.2. Entwicklung der GruppeEntwicklung im Geschäftsfeld BauÜbergreifend über alle Geschäftsbereiche des Geschäftsfeld Bau hat die Lindner Group zusammen mit externen Kooperationspartnern in 2023 weiter ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert. Unter anderem waren dies staatlich geförderte Forschungsprojekte zu gebäudeintegrierter Photovoltaik oder solarthermische Fassaden. Die neue Partnerschaft zur technischen Hochschule Degendorf im Bachelor Studiengang Building Products and Proceses stellt eine zukunftsweisende Basis für die nachhaltige Kooperation zwischen der Lindner Group und den Hochschulen dar. Darüber hinaus wurden im Bereich CAD diverse neue BIM Visualisierungsprojekte entwickelt. Im Forschungsbereich Schallschutz standen eine Vielzahl von Lärmpegelanalysen im Fokus, während im Bereich der Bauphysik vor dem Hintergrund der Energiekrise thermische Bauteilanalysen mehr und mehr Bedeutung gewinnen. Der bauliche Brandschutz und die Entwicklung von Brandschutzkonzepte gewinnt im Bereich der F&E ebenfalls zunehmend an Bedeutung. Im Bereich der Produktentwicklungen konnten 2022 neuartige Schiebetüren sowie modulare Sanitärausbauten auf der Basis von kundenspezifischen Anforderungen entwickelt werden. Geschäftssegment AusbauDer Geschäftsbereichscluster Produkte im Geschäftssegment Ausbau hat sich in 2023 in Summe im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt. Der Geschäftsbereich Boden konnte im Berichtsjahr in Leistung und Ergebnis das sehr hohe Niveau des Vorjahres im Projektgeschäft übertreffen. Der Geschäftsbereich Decke konnte mit Heiz- und Kühldecken das Leistungsvolumen des Vorjahres nicht erreichen. Der Geschäftsbereich Wand hingegen konnte in 2023 die Leistung und die Ergebnisse gegenüber den Vorjahren erneut steigern. Die mengenmäßig in Summe rückläufige Nachfrage, insbesondere aus den ausländischen Märkten, führte in der Produktion im zweiten Halbjahr zu Auslastungslücken bei dennoch stabilen Ergebnissen. Die regionalen Geschäftsbereiche des Ausbaus setzten in 2023 den Wachstumskurs der Vorjahre fort und lagen in Leistung über dem Niveau des Vorjahres. Hohe Auftragsbestände, stabile Auftragseingänge und erfahrene Projektabwicklungseinheiten prägen die Entwicklung dieser Geschäftsbereiche weiterhin und lieferten auch in 2023 stabile Ergebnisbeiträge. Durch aktives Chancen-Risikomanagement in der Auftragsanbahnungsphase werden Großprojekte sehr ausgewählt angeboten, verhandelt und in die Auftragsbücher genommen. Die Geschäftsbereiche der objektspezifischen Systemlösungen setzten die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre in 2023 fort. Die spezifischen Systemlösungen der Geschäftsbereiche Reinraumtechnik, des raumbildenden Ausbaus sowie der Entwicklung und Planung stellten auch in 2023 die Basis für eine in Summe nachhaltig stabil wachsende Leistungs- und eine solide Ertragsentwicklung dar. Der Geschäftsbereich der Gebäudetechnik setzte in 2023 sowohl leistungs- als auch ertragsseitig die positive Entwicklung fort. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Haustechnikleistungen, insbesondere in Kombination mit Komplettausbauaufträgen ist hierfür ausschlaggebend. Das aus dem Inland im Ausland, sowie das in den ausländischen Tochtergesellschaften betriebene internationale Projekt- und Liefergeschäft stagnierte in 2023 weiter und blieb in Summe leistungs- und ergebnisseitig hinter Plan. Rückläufige Bestände an Aufträgen deuten auf eine ähnliche Entwicklung für die Jahre 2024 und 2025 hin. Die operativen Schwierigkeiten, die der Russland - Ukraine Krieg mit sich bringt und die daraus resultierenden Baupreisentwicklungen konnten durchwegs gut bewältigt werden. Geschäftssegment GebäudehülleDer Geschäftsbereich Fassade konnte den für 2023 geplanten Umsatz nicht erreichen, jedoch stellt sich das operative Betriebsergebnis primär bedingt durch die erfolgreiche Lösung eines Altfalles verbessert dar. Verzögerungen und Verschiebungen im Bauablauf von diversen Projekten führten zu dieser nicht plankonformen Leistungsentwicklung. Die in 2022 neu implementierte Vertriebsstrategie im Inland, welche konsequent auf Synergieeffekte in Zusammenarbeit mit dem Geschäftssegment Ausbau setzt, brachte bereits erste Erfolge und führte zu erfreulichen Auftragseingängen in 2023. Der Geschäftsbereich Steel & Glass konnte die Umsatzerwartungen in 2023 übertreffen. Verschobene Projekte aus 2022, der Abbau hoher Auftragsbestände aus dem Mittleren Osten und den USA sowie die Unterzeichnung eines Großprojekts in Deutschland führten zu dieser positiven Leistungsentwicklung in 2023. Stabile Abwicklungsprozesse in den Projekten führten basierend auf der positiven Leistungsentwicklung auch zu positives Betriebsergebnissen. Der Geschäftsbereich komplexer Dachkonstruktionen in den englischen Tochtergesellschaften konnte trotz der Überschreitung der geplanten Leistung für 2023 die Ergebnisziele, aufgrund problematischer Entwicklungen einzelner Projekte und Gewährleistungsfälle nicht erreichen. Die Fertigstellung alter Fassadenprojekte belastete zusätzlich das Ergebnis. Geschäftssegment IsoliertechnikDie Geschäftsentwicklung im Geschäftssegment Isoliertechnik- und Industrieservice konnte in 2023 die stabile Entwicklung der Vorjahre bestätigen und einen deutlich positiven Ertragsbeitrag liefern. Der Geschäftsbereich des baulichen Brandschutzes entwickelte sich im Berichtsjahr entsprechend dem angestrebten Wachstumskurs und stellt nachhaltig das zentrale Wachstums- und Ertragsfeld dar. Die enormen Kostenerhöhungen am Energiemarkt bewirken eine deutliche Zunahme der kundenseitigen Qualitätsanforderungen bei Dämmungen im Haustechnik- aber auch im Kraftwerkssektor. Der Geschäftsbereich Schadstoffsanierung erzielte auf stagnierend niedrigem Niveau positive Ergebnisse. Der Geschäftsbereich des Gerüstbaus konnte ebenfalls positive Ergebnisbeiträge auf stabilem Niveau erzielen. Der Geschäftsbereich GFRC entwickelt sich im Fassaden- und Tunnelbau sehr positiv. Geschäftssegment Montage und ServiceDas Geschäftssegment Montage und Service hat sich im Verlauf des Jahres 2023 stetig in Umsatz bei leicht gestiegenen Mitarbeiterzahlen gut entwickelt. Die neu implementierte Strategie der vermehrt partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den gruppeninternen Kunden insbesondere auf den Baustellen hat Synergien geschaffen und die Schnittstellen reduziert. Vertiefte Abstimmungen im Vorfeld haben sich positiv in der gemeinschaftlichen Abwicklung der Bauvorhaben ausgewirkt. Die durch die in Europa stattfindenden politischen Irritationen, die Inflation und die daraus hervorgerufenen Lohn- und Materialpreissteigerungen konnten durch Preisanpassungen, Vertragsverhandlungen, Einsparmaßnahmen und Umstrukturierungen zu großen Teilen kompensiert werden. Je nach Gewerk, Produkt, und Baustelle war dies jedoch nicht in allen Fällen gleichermaßen möglich. Entwicklung im Geschäftsfeld Immobilien und ProjektentwicklungIm Geschäftssegment Immobilien stellte sich die Vermietungssituation über das gesamte Portfolio in 2023 weiterhin positiv dar. Lediglich die Geschäftseinheit in der Slowakei weist bei derzeit schwierigem Marktumfeld noch größere Leerstände auf. Gleiches gilt für Gebäude 5 im Tirana Business Park. Im Geschäftssegment Projektentwicklung kommt das langjährige Wohnbauprojekt, der Residential Park Sofia in Bulgarien, mit Abschluss der Bauarbeiten an der letzten Bauphase 3C nach 20 Jahren zum Projektende. Sämtliche Wohneinheiten sind inzwischen verkauft. Der Residential Park Lozen, das zweite Großprojekt in Bulgarien in reizvoller Stadtrandlage von Sofia, entwickelt sich weiter positiv hinsichtlich der Verkäufe als auch hinsichtlich des Baufortschritts in der Erweiterung der ersten und auch der zweiten Bauphase. Im neuen Teilprojekt Lozen Tech Park wurde der Bau der ersten beiden Bürogebäude gestartet, ebenso im Campus Lozen Park der Bau der Schule mit angeschlossenem Kindergarten für insgesamt 600 Kinder. Im Tirana Business Park wurde ein Lagergebäude errichtet und bereits weitgehend vermietet. Entwicklung im Geschäftsfeld Land- und ForstwirtschaftIm Berichtsjahr 2023 konnten durch stetige Verbesserung der Anbautechniken und dem Einsatz neuer Maschinen gute Ernteerträge auf den rund 3.300 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche erzielt werden. Die in der Folge der Ukraine Krise zunächst stark schwankenden Marktpreise haben sich im Verlauf von 2023 wieder stabilisiert. Deutlich gestiegene Kosten für Betriebsmittel wie beispielsweise Diesel setzen die Margen allerdings unter Druck. Der Rinderbestand erreichte mit rund 560 Tieren einen bisherigen Höchststand, während der Bestand der Schweine mit etwa 700 Tieren auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnte. Die Absätze im Online Versand und im B2B-Geschäft sind in 2023 stetig gewachsen und beständiger im Vergleich zum Vorjahr geworden. Die Aktivitäten im Gemüse- und Obstanbau und deren Verarbeitung in der eigenen Produktion entwickeln sich langsam aber beständig positiv weiter. Die rund 530 Hektar Waldfläche wurden auch in 2023 schrittweise zukunftsträchtig aus- und umgebaut. Der Bereich Gastro überzeugt durch seine Qualität, es mangelt jedoch noch an Bekanntheit. 2.3. Entwicklung der internen SteuerungskennzahlenAuftragseingänge und Auftragsbestand auf hohem NiveauDie Steuerung der Gruppe erfolgt primär über die Leistungsindikatoren Aufträge, Auftragsbestand und operative Leistung und internes Betriebsergebnis. Die Überleitung der internen operativen Leistung zu VKP hin zur bilanziellen Gesamtleistung, sowie des internen Betriebsergebnisses zu VKP hin zum bilanziellen Ergebnis vor Steuern, ergibt sich ausschließlich aus der Vorwegnahme bzw. der Realisierung von Teilumsätzen und Teilgewinnen bei nicht abgeschlossenen Projekten, ähnlich dem international üblichen Verfahren der Percentage of Completion Methode (POC). Im Berichtszeitraum wurden im Kerngeschäftsfeld Bau insgesamt Aufträge im Umfang von 1.746,2 Mio. EUR in die Bücher genommen. Es wurde somit der Vorjahreswert von 1.253,2 Mio. EUR um 493,0 Mio. EUR (+39,3 %) überschritten. Der Auftragsbestand im Kerngeschäftsfeld Bau zum 31. Dezember 2023 lag mit 1.601,2 Mio. EUR um rund 438,6 Mio. EUR bzw. 37,7 % über dem Vorjahreswert von 1.162,6 Mio. EUR. Dies entspricht einer Auftragsreichweite von rund 17 Monaten und liegt somit deutlich über dem rollierenden Plankorridor von sechs bis neun Monaten der gesamten Gruppe. Die konsolidierte operative Leistung zu VKP der Lindner Group gemäß dem internen Berichtswesen lag in 2023 mit rund 1.341,6 Mio. EUR um rund 14,6 Mio. EUR bzw. 1,1 % über dem Geschäftsvolumen 2022 von 1.327,0 Mio. EUR. Das konsolidierte interne Betriebsergebnis zu VKP der Lindner Group lag in 2023 mit 91,1 Mio. EUR über dem für 2023 fixierten Planwert von 82,4 Mio. EUR. 2.4. MitarbeiterMitarbeiteranzahl leicht gestiegenDie Anzahl der in der Lindner Group beschäftigten Mitarbeiter ist im Berichtszeitraum sowohl im In- als auch im Ausland leicht angestiegen. Zum Bilanzstichtag waren 7.066 Mitarbeiter in der Lindner Group beschäftigt. Der Vorjahreswert von 7.037 Beschäftigten wurde somit um 29 Mitarbeiter bzw. 0,04 % überschritten. Der geringfügige Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau im Bereich des Geschäftssegment Montage. Die Lindner Group verfolgt das Ziel montageseitig einen noch größeren Anteil ihrer Projekte mit eigenen Mitarbeitern zu besetzten und deckt aktuell ca. die Hälfte der Montageleistung der Lindner Group durch eigene Monteure ab. Im Inland waren insgesamt 5.120 (Vj. 5.071) Mitarbeiter beschäftigt. Im Ausland waren zum Bilanzstichtag 1.946 (Vj. 1.966) Mitarbeiter für die Lindner Group tätig. Der Anteil der im Inland beschäftigten Mitarbeiter an der Gesamtbeschäftigtenzahl lag folglich bei 72,5 %, während die im Ausland beschäftigten Mitarbeiter 27,5 % der Gesamtbeschäftigtenzahl stellten. Im Berichtszeitraum konnte 230 jungen Menschen ein Ausbildungsplatz in der Lindner Group in 35 Berufen zur Verfügung gestellt werden (Vorjahr: 217 Auszubildende). Die Ausbildungsquote liegt damit weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt auf sehr hohem Niveau und unterstreicht den Unternehmensgrundsatz, Nachwuchs aus eigenen Reihen zu gewinnen. 2.5. ErtragslageDie konsolidierten Umsatzerlöse der Lindner Group haben sich von 1.118,7 Mio. EUR im Vorjahr um 245,7 Mio. EUR bzw. 22,0 % auf 1.364,4 Mio. EUR erhöht. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen hat sich im Berichtszeitraum um 20,6 Mio. EUR vermindert (Vorjahr: Bestandsmehrung 186,6 Mio. EUR). Die konsolidierte Gesamtleistung der Lindner Group war mit 1.348,1 Mio. EUR (Vj. 1.306,2 Mio. EUR) höher als im Vorjahr. Davon entfielen auf die Geschäftssegmente Ausbau und das Geschäftsfeld Projektentwicklung und Immobilien 908,7 Mio. EUR (Vj. 906,6 Mio. EUR), auf das Geschäftssegment Gebäudehülle 192,2 Mio. EUR (Vj. 155,1 Mio. EUR), auf das Geschäftssegment Isoliertechnik 117,5 Mio. EUR (Vj. 119,7 Mio. EUR) und auf den Geschäftsbereich Handel und Dienstleistungen 129,6 Mio. EUR (Vj. 124,8 Mio. EUR). Im Ausland hat sich die konsolidierte Betriebsleistung von 513,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 643,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 erhöht. Damit betrug der Inlandsanteil an der Gesamtleistung 704,5 Mio. EUR bzw. 52,3 % (Vj. 792,6 Mio. EUR bzw. 60,7%). Demzufolge lag der Auslandsanteil an der Gesamtleistung bei 47,7 % (Vj. 39,3 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Berichtsjahr um 14,4 Mio. EUR auf 131,2 Mio. EUR (Vj. 116,8 Mio. EUR). Die Veränderung zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus um 11,7 Mio. EUR auf 16,2 Mio. EUR erhöhten Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Rückstellungsauflösungen im Vorjahr waren durch einen Sondereffekt im Zusammenhang mit nicht mehr erforderlichen Einzelgewährleistungsrückstellen beeinflusst. Des Weiteren haben sich die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Dies war wesentlich beeinflusst durch den Ertragszuschuss welcher sich im Geschäftsjahr 2023 um 8,6 Mio. EUR auf 63,6 Mio. EUR (Vj. 55,0 Mio. EUR) erhöht hat. Die Erträge aus Schadenersatzleistungen sind um 5,9 Mio. EUR auf 13,6 Mio. EUR angestiegen. Der Materialaufwand stieg bedingt durch gestiegene Materialpreise um 35,9 Mio. EUR bzw. 5,0 % von 720,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 756,6 Mio. EUR. Der Personalaufwand erhöhte sich analog zur gestiegenen Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr (340,9 Mio. EUR) um 20,9 Mio. EUR auf 361,8 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von 176,9 Mio. EUR auf 161,2 Mio. EUR. Während der Betriebsaufwand und besonderer betrieblicher Aufwand im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist, verzeichnete der Verwaltungsaufwand und der Vertriebsaufwand einen Anstieg. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Lindner SE aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages ihr gesamtes Jahresergebnis in Höhe von 51,8 Mio. EUR an die Lindner Beteiligungs GmbH und J. Lindner GmbH abgeführt, welches durch die Lindner Beteilungs GmbH in Form eines Ertragszuschusses wiederum in die Lindner Gruppe eingelegt wurde. Daraus ergibt sich ein konsolidierter Jahresüberschuss der Lindner Group nach Steuern von 71,4 Mio. EUR (Vj. 63,1 Mio. EUR). 2.6. FinanzlageInvestitionen weiterhin auf hohem NiveauIm Berichtszeitraum wurden insgesamt Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände im Umfang von 65,7 Mio. EUR (Vj. 52,1 Mio. EUR) getätigt. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag im Kauf von Grundstücken und Immobilien sowie im Bereich des Fuhrparks, der Maschinen und maschinellen Anlagen. Die Mittel zur Finanzierung der Investitionstätigkeit konnten aus dem laufenden Geschäftsbetrieb bzw. den vorhandenen liquiden Mitteln entnommen werden. Die liquiden Mittel der Lindner Group sind um 26,5 Mio. EUR von 64,4 Mio. EUR auf 90,9 Mio. EUR gestiegen. Weiterhin waren zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 464,9 Mio. EUR (Vj. 444,8 Mio. EUR) in liquiditätsnahen Wertpapieren angelegt. Wertpapiere und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr somit um insgesamt 46,6 Mio. EUR erhöht. Die Lindner Group verfügte über Kreditlinien in ausreichender Höhe, die zum Bilanzstichtag zu ca. 62 % für Avale ausgenutzt waren. Die Lindner Group ist somit weiterhin finanziell hervorragend ausgestattet. Im Wesentlichen sind lediglich Eventualverbindlichkeiten eingegangen, denen wiederum hohe liquide und liquiditätsnahe Mittel entgegenstehen, so dass die Lindner Group ihren finanziellen Verpflichtungen nachhaltig problemlos nachkommen kann. 2.7. VermögenslageBilanzrelationen weiterhin stabilDie Konzernbilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um 36,4 Mio. EUR auf 1.194,8 Mio. EUR (Vj. 1.231,2 Mio. EUR) gesunken und liegt somit um 3,0 % unter dem Vorjahresniveau. Im Anlagevermögen sind Geschäfts- und Firmenwerte mit Anschaffungskosten in Höhe von 34,9 Mio. EUR (Vj. 33,2 Mio. EUR) enthalten, die planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben werden. Die langfristigen Vermögenswerte sind von 390,8 Mio. EUR im Vorjahr um 16,8 Mio. EUR bzw. 4,3 % auf 407,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 angestiegen. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich mit 787,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 840,4 Mio. EUR um 53,2 Mio. EUR reduziert. Die Schulden des Konzerns (Rückstellungen, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten und Passive latente Steuern) haben sich mit 671,3 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (779,8 Mio. EUR) um 108,5 Mio. EUR reduziert. Nach 36,7 % im Vorjahr weist die Lindner Group zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 43,3 % aus. Das Konzerneigenkapital ist im Berichtszeitraum um 66,9 Mio. EUR auf 517,4 Mio. EUR gestiegen (Vj. 450,5 Mio. EUR). Zusammenfassend stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Lindner Group in der Gesamtheit weiterhin überdurchschnittlich positiv dar. Basierend auf einer nachhaltig äußerst stabilen Finanzierungsstruktur sowie einem hohen Maß an verfügbarer Liquidität ist die Gruppe für weiteres Wachstum, basierend auf einem ertragsstabilen Kerngeschäft, bestens gerüstet. 3. Risikobericht3.1. Risikomanagement der Lindner GroupDie Unternehmensgrundsätze der Lindner Group fokussieren auf gesundes Wachstums bei einer aktiven Steuerung bzw. Vermeidung von unangemessenen Risiken. Hierbei wird verstärkt auf eine hohe Transparenz und auf eine strukturierte Risikobetrachtung pro Geschäftsbereich durch die Verantwortlichen abgezielt. Im Geschäftsjahr 2023 folgte die Implementierungen des digitalen Geschäftsentwicklungsplan in weiteren Geschäftsbereichen des Geschäftsfelds Bau als auch in einzelnen Servicebereichen. Die dort erarbeiteten Strategien zur Steuerung der analysierten Chancen und Risiken wurden durch die jeweiligen Managing Directors freigegeben und dienen für das Geschäftsjahr 2024 als Grundlage für Ziele und Maßnahmen innerhalb des jeweiligen Geschäftsbereichs. Im nächsten Schritt werden die dezentral erarbeiteten Strategien analysiert um daraus mögliche übergreifende Strategien für die Berichtsgesellschaft, Segmente und Geschäftsfelder abzuleiten. Die Ergebnisse fließen direkt in die zukünftig verpflichtende Nachhaltigkeitsberichtserstattung nach CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ein. Bereits verpflichtend im Geschäftsjahr 2023 war die Einführung eines Managementsystems zur Einhaltung der Verpflichtungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). Das Risikomanagement wurde im Zuge dessen hinsichtlich drohender Menschenrechtsrisiken sowohl in der Lindner Group direkt als auch über die unmittelbaren Zulieferer erweitert. Neben der Verabschiedung einer Grundsatzerklärung und der Einrichtung eines Beschwerdeverfahrens wurden mit einer softwaregestützten Risikoanalyse Präventions- und Abhilfemaßnahmen erarbeitet und an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) berichtet. 3.2. ProjektrisikenProjekt- und Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus dem klassischen Baugeschäft und stellen das zentrale Geschäftsrisiko dar. Die Projektrisiken strukturiert, stabil zu steuern und zu überwachen stellt eine der Kernkompetenzen der Lindner Group dar. Allen Projekten sind Kalkulationsrisiken immanent. Insbesondere bei der Planung und Durchführung von Großprojekten bestehen Risiken, die erheblichen negativen Einfluss auf das Ergebnis haben können. Um diese Risiken zu beherrschen sind diverse risikominimierende Mechanismen und Regelkommunikationskreise in den Prozessen verankert. Diese unterstützen die jeweils ausführende Einheit beim Handling der Risiken. Vorgelagert zur Projektabwicklung werden alle wesentlichen in- und ausländischen Verträge einer sorgfältigen technischen, kaufmännischen und juristischen Prüfung unterzogen. Im Bereich des operativen Risikomanagements bei Projekten wird im Vorfeld der Entscheidung zur Kalkulation ab einem vorgegebenen Schwellenwert eine Chancen- und Risikoanalyse durchgeführt. Während der Kalkulationsphase werden Risiken dokumentiert, Maßnahmen festgelegt und verfolgt und kalkulatorisch bedarfsgerecht berücksichtigt. Über ein Bewertungssystem werden die Projekte in Risikoklassen eingestuft. Jede Risikoklasse erfordert die Freigabe von Kalkulationen durch unterschiedliche Unternehmenshierarchien. Nach Erlangung der Zusage für das Projekt wird ab einem festgelegten Auftragswert ein monatliches Projektgespräch durchgeführt. Hier werden die im Vorfeld definierten Chancen und Risiken rollierend während des Projekts strukturiert betrachtet und aktiv gesteuert. Darüber hinaus unterstützt der Zentralbereich Controlling die für das jeweilige Projekt verantwortlichen Einheiten. Im Rahmen des sogenannten Monatsgesprächs wird eine kontinuierliche Auswertung der Datenbasis von auffälligen oder wesentlichen Projekten durchgeführt. Angesprochen werden auch aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen und organisatorische Themen, welche die Projektergebnisse negativ beeinflussen können. 3.3. Risiken der international ausgerichteten GeschäftstätigkeitDie internationale Ausrichtung der Lindner Group birgt weitere Risiken im organisatorischen Bereich. Die Betreuung von Tochtergesellschaften und deren Integration in bestehende Systeme erfolgt im Wesentlichen durch das Ressort Organisationsentwicklung. In diesem Bereich sind auch die kaufmännischen Regionalleiter eingebunden. Sie bilden eine zentrale Schnittstellenfunktion in der kaufmännischen und prozessbezogenen Anbindung der Tochtergesellschaften an das Stammhaus. Ihnen kommt eine zentrale Rolle in der laufenden risikoorientierten Überwachung und Optimierung der Prozesse in den Auslandsgesellschaften zu. Auf Grundlage übergreifend für die Zentrale und alle Tochterunternehmen einheitlich definierter Unternehmensprozesse, werden mithilfe sogenannter Richtlinien spezifische Prozessvorgaben definiert und an die Tochter- und Enkelunternehmen kommuniziert. Dadurch soll, soweit sinnvoll, eine einheitliche Organisation unterstützt und Schnittstellen zur Zentrale klar festgelegt sowie Risiken minimiert und Synergieeffekte erzielt werden. Die Prüfung der Einhaltung der übergreifenden Vorgaben erfolgt bei zertifizierten Tochter- und Enkelgesellschaften durch den Zentralbereich Integrierter Managementservice (IMS), der ebenfalls im Ressort Organisationsentwicklung angesiedelt ist. Regelmäßige interne Audits sollen den Umsetzungsstand aufzeigen und die Basis für notwendige Verbesserungen liefern. 3.4. Finanzrisiken und Risiken aus der Verwendung von FinanzinstrumentenDer Fokus bei der Betrachtung von Finanzrisiken lag im Berichtszeitraum auf Währungs-, Liquiditäts- und Kreditrisiken (bei Auftraggebern). Das Zinsänderungsrisiko ist aufgrund der geringen zinstragenden Positionen der Lindner Group vernachlässigbar. Die Absicherung von Währungsrisiken erfolgt in der Regel projektbezogen. Bereits in der Kalkulation wird ein angemessener Währungskurs unter Berücksichtigung von Sicherungskosten und Änderungsrisiken angewandt oder das Angebot mit einer Preisgleitklausel versehen. Erst nach Vertragsabschluss erfolgt eine Absicherung durch Finanzderivate. Nachdem die Sicherungsgeschäfte grundsätzlich korrespondierend zu den jeweils abgesicherten Grundgeschäften abgeschlossen werden (sog. Mikro-Hedge), ist die vollständige Effektivität der Sicherungsbeziehung grundsätzlich gegeben. Offene Risikopositionen aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten existieren daher nicht oder nur in geringem Umfang. Die Derivate werden innerhalb der Lindner Group von allen Tochtergesellschaften mit der Lindner Finanz GmbH, die als Inhouse Bank der Lindner Gruppe fungiert, abgeschlossen, welche ein entsprechendes Gegengeschäft am externen Markt tätigt. Das Liquiditätsrisiko wird durch einen monatlichen Konzern Cashflow-Forecast transparent berichtet und frühzeitig erkannt. Kurz- bis mittelfristige Engpässe können durch Überziehungen im Cash-Pool und schnell liquidierbare Finanzanlagen mit bzw. bei der Lindner Finanz GmbH ausgeglichen werden. Der gesamte Wertpapierbestand ist ergänzend hierzu kurzfristig liquidierbar. Das Kredit- bzw. das Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird über ein internes Credit Management-Controlling aktiv gesteuert. Je nach Risikoklasse erfolgt entweder eine interne Bonitätsbewertung über externe Dienstleister bei kleinen bis mittleren Volumen ohne Risikotransfer oder eine Rückdeckung bei einer Kreditversicherung im Falle von Großrisiken. 3.5. PersonalrisikenDie zentralen Risiken im Personalbereich ergeben sich, wie auch in den Vorjahren, aus dem sich nachhaltig verschärfenden Arbeitskräftemangel, der sich im Besonderen in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Metallbau, Informationstechnologie sowie bei verschiedenen Ausbildungsberufen wie Trockenbaumonteur und Metallbauer zeigt. Durch gezieltes Schul- und Hochschulmarketing gilt es dieser Entwicklung frühzeitig entgegen zu wirken und die Attraktivität der Arbeitgebermarke proaktiv positiv zu kommunizieren. Ein effektives Employer Branding und medial technologisch effektives Recruiting gewinnt weiter mehr und mehr an Bedeutung, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Dauer einer Stellenbesetzung (Time to Hire) ist im Berichtsjahr deutlich gestiegen. Der frühzeitigen und nachhaltig systemischen Personal- und Nachwuchsplanung kommt sowohl zentral als auch dezentral eine zunehmend tragende Rolle und Herausforderung der Zukunft zu. Eine weitere Herausforderung stellt die zunehmend mangelnde Mobilitätsbereitschaft vieler Bewerber dar. Es wird zunehmend schwieriger, für die Besetzung von Projekten in den Ballungszentren Monteure, Bauleiter und Projektleiter zu rekrutieren, da die Reisebereitschaft der Arbeitnehmer mehr und mehr abnimmt. Dies erfordert neue dezentrale Recruiting Ansätze sowie die Forcierung der Einstellung von neuen Kollegen und Kolleginnen fernab der Firmensitzes in Arnstorf. Speziell die jüngeren Generationen fordern mehr und mehr, dass das Unternehmen zu ihnen kommt. Die steigende Nachfrage des Arbeitens aus dem Home Office birgt in kritischem Umfang ein hohes Risiko des Verlustes von Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung sowie rückläufiger Effektivität und Effizienz in den Unternehmensprozessen. Die Remote Work Regelungen gilt es daher aktiv zu führen und deren Nutzung zu überwachen, um die benannten Risiken bestmöglich zu minimieren. Die Forderungen nach mehr Work Life Balance speziell bei jüngeren Mitarbeitern nehmen stetig zu. Die Bedürfnisse der sogenannten Generation Z erfordern darüber hinaus bei vielen Führungskräften Veränderungen in der Mitarbeiterführung. Generell gilt es verstärkt in der Führungsarbeit darauf zu achten, dass die Work-Life Balance der Beschäftigten mit deren Vorstellungen sowie deren Belastbarkeit übereinstimmt und dennoch den Interessen des Unternehmens gerecht wird. Ebenso gilt es, Arbeitsplätze auch für Kollegen, die sich bereits in einem fortgeschrittenen Alter befinden, so zu gestalten, dass sie einen möglichst langen Arbeitseinsatz ermöglichen, um auch diese Kollegen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels möglichst lange aktiv und effektiv im Unternehmen halten zu können. Eine weitere zentrale Herausforderung bleibt die voranschreitende Digitalisierung im Unternehmen. Effektive Mitarbeiterführung und gezielte Weiterbildung sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Wandlungsprozess. 3.6. DatenschutzrisikenDie Unternehmen der Lindner Group bezieht wesentliche Dienstleistungen und Beratung im Hinblick auf Datenverarbeitungsprozesse- und -systeme von der Lindner Group KG als zentralen Dienstleister und Kompetenzzentrum für Unterstützungsprozesse und Managementprozesse bei der Lindner Unternehmensgruppe. Daher wird auch der Datenschutzbeauftragte und die zentrale Datenschutzkoordination von der Lindner Group KG gestellt. Durch die Unterstützung von dezentralen Datenschutzkoordinatoren in den Fach- und Geschäftsbereichen, sowie bei Tochterunternehmen wird gewährleistet, dass Informationen schnell bei den richtigen Stellen ankommen. Die Unternehmen der Lindner Group überprüfen regelmäßig die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten in den einzelnen Unternehmensprozessen, um Datenschutzrisiken zu erkennen und diesen proaktiv entgegenzuwirken. Werden neue Prozesse oder Systeme geplant, ist der Datenschutz von Beginn an als beratende Stelle eingebunden. Die technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen werden in Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten, der IT-Abteilung und dem Informationssicherheitsbeauftragten regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt. Des Weiteren steht die Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich des Datenschutzes im Vordergrund. Den wachsenden Risiken im Bereich der Cyberkriminalität und der damit verbundenen Datenschutzrisiken begegnet das Unternehmen mit angemessenen IT-Sicherheitsmaßnahmen, Notfallkonzepten und der Sensibilisierung aller Beschäftigten. Im Berichtszeitraum und aktuell werden keine datenverarbeitenden Prozesse identifiziert, aus denen sich ein wesentliches Risiko ergibt. 3.7. Risiken aus der Informationssicherheit / CyberkriminalitätDie fortschreitende Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Produkte sowie das weltweite Wachstum von Bedrohungen durch Cyberkriminalität erhöhen laufend die Anforderungen und Risiken an die Sicherheit der Systeme und Netzwerke sowie an die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit aller schützenswerten Daten. Die Wichtigkeit der Informationssicherheit und der daraus resultierenden Chancen und Risiken sind für die Lindner Group stets immanent. Der Informationssicherheitsbeauftragte etabliert in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, dem Bereich IT & Digitalisierung und den Fachbereichen kontinuierlich Prozesse zur nachhaltigen Steigerung des Schutzniveaus. Dies umfasst neben organisatorischen Maßnahmen auch gezielte Sensibilisierungsmaßnahmen der Mitarbeiter. Die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie der firmeninternen Vorgaben, welche regelmäßig im erforderlichen Maße an aktuelle Standards angepasst werden, tragen kontinuierlich zu aktiven Risikomanagement bei. Für regelmäßige Penetrationstests und externe Sicherheitsaudits kooperiert die Lindner Group mit externen Partnern. Unerlaubte Zugriffe werden durch den Einsatz moderner Hard- und Softwaretechnologien, Zugangs- und Zutrittskontrollen sowie Verschlüsselungstechniken verhindert. Die Risiken durch Cyberkriminalität werden aktiv verfolgt und unsere Sicherheitskonzepte und Maßnahmen laufend der geänderten Bedrohungslage angepasst. Elementare Punkte für die Reduzierung des Gesamtrisikos und die Minimierung der finanziellen Schäden bei Sicherheitsvorfällen, sind die Einführung einer standardisierten IT-Risikoanalyse, Business Continuity Management, ein voll umfassendes Schwachstellenmanagement, erweiterte Unterstützung mit KI und der laufende Ausbau und Aktualisierung der Sicherheitskonzepte. Cyberangriffe werden immer komplexer und professioneller. Dies erfordert eine kontinuierliche Steigerung der Resilienz, welche mit Investitionen, Steigerung der IT-Security-Skills und erweiterten Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa Mikrosegmentierung oder Netzwerk Detection and Response Systemen, bereits erfolgreich und effektiv implementiert wurde. 3.8. Relevante EinzelrisikenEine große Herausforderung in 2023 war die Bau-Preissteigerung von bis zu 20 Prozent. Der aus 2022 übernommene Auftragsbestand konnte nicht immer zu den kalkulierten Werten abgewickelt werden und die Mehrkosten können nur teilweise an den Auftraggeber weitergegeben werden. Bei aktuell sich in der Angebotsphase befindlichen Projekten wird das Risiko für künftige Preissteigerung in der Kalkulation berücksichtigt. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Baumaterialien stellt nach einer weiteren Entspannung in 2023 nur noch ein untergeordnetes Risiko dar. Lediglich einzelne Materialien sind derzeit nur mit ausgedehnten Lieferzeiten verfügbar und können die Liefer- bzw. Fertigungsketten unterbrechen. Die Lindner Group hat durch den deutlichen Aufbau an Rohstoffbeständen als auch die Verbreiterung des Lieferantenportfolios hierzu entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Die Russland-Ukraine Krise stellt weiterhin ein Risiko dar, welches in mehreren Bereichen einen negativen Einfluss auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben könnte. Unmittelbaren, jedoch aufgrund des geringen Volumens nachrangigen Einfluss, haben die verhängten Handels- und Zahlungsverkehrssanktionen gegen Russland weiterhin auf das Liefergeschäft nach Russland sowie die operative Geschäftstätigkeit der russischen Tochtergesellschaft. Ein deutlich größeres Risiko birgt die durch die Russland-Ukraine Krise resultierende Entwicklung am Strom- und Gasmarkt. Gas stellt für die Trocknung von beschichteten Metalloberflächen sowie von Doppelbodenplatten aus Gips einen essentiellen Energieträger dar. Die aktuellen Gaspreissteigerungen führten zu massiven Mehrkosten in 2023, die durch die von der Regierung implementierte Strom- und Gaspreisbremse nur in Teilen kompensiert werden konnten. Die Energiepreise sind aktuell wieder gesunken, aber im internationalen Vergleich dennoch weiterhin nicht wettbewerbsfähig. Im Wettbewerb mit Herstellern, die Zugang zu günstiger Energie in anderen Ländern haben, ist die Berichtsgesellschaft bei diesen Produkten auch zu den aktuellen Energiepreisen nicht wettbewerbsfähig. Der Exportanteil dieser Produkte war in 2023 bereits rückläufig. Dies wird sich in 2024 fortsetzen. Sollte in Folge eines Stopps von Gasimporten die Verfügbarkeit von Gas für die Industrie eingeschränkt werden, würde dies unweigerlich zu Produktionsstillständen auch in den Produktionsbereichen der Lindner Group führen. Entsprechende Konzepte hin zu mehr Energieautarkie bzw. -einsparungen wurden bereits implementiert. Die steigende Zinsentwicklung in 2023 verschärft die Finanzierung und damit Rentabilität von Immobilienprojekten massiv. Die dadurch resultierende Verminderung an Investitionstätigkeit für Wirtschaftsgebäude im gewerblichen Bürobau ist in der Berichtsgesellschaft seit dem vierten Quartal 2023 spürbar. Darüber hinaus verdeutlicht die zunehmende Anzahl von Insolvenzen bei Projektentwicklungsgesellschaften die Verschärfung der Finanzierungsbedingungen. Die daraus entstehenden finanziellen Auswirkungen werden kurz- und mittelfristig als signifikant aber aufgrund des breiten Produktportfolios sowie der breiten Kundenstruktur der Berichtsgesellschaft als nicht existenzbedrohend bewertet. Abschließend ist festzuhalten, dass keine Einzelrisiken bestehen, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Lindner Group gefährden. 4. Prognose- und Chancenbericht4.1. Voraussichtliche Entwicklung im laufenden GeschäftsjahrIn 2023 war vor allem der Hochbau von der rückläufigen Bauwirtschaft betroffen. Die gestiegene Nachfrage nach energetischen Sanierungen stärkte hingegen das Ausbaugewerbe 2023. Diese Entwicklung wird sich Prognosen zufolge auch im Nichtwohnungsbau im Jahr 2024 zeigen. Im Wohnungsbau wird sich 2024 die Zurückhaltung bei den Investitionsentscheidungen noch deutlicher bei den Baufertigstellungen bemerkbar machen. Im Jahr 2024 werden voraussichtlich nur rund 225.000 neue Wohnungen fertiggestellt. Der Ausblick im Wohnungsbau bleibt getrübt. Die Investitionen im Wirtschaftsbau sind vor allem durch die Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft und damit durch die weiterhin vorherrschende hohe Unsicherheit geprägt. Auch die Baukostenentwicklung wirkt bremsend auf die Nachfrage nach Gewerbebauten. Aufgrund der Genehmigungsentwicklung wird im Jahr 2024 trotz rückläufiger Tendenz ein leichtes Fertigstellungsplus im Nichtwohnungsbau erwartet. Im internationalen Ausblick deuten die Prognosen für die Bauindustrie für 2024 ebenfalls auf einen Rückgang hin. Allein der Tiefbau wird sich voraussichtlich widerstandsfähiger erweisen und den rückläufigen Wohnungsbau stützen. Die Gründe für das ausbleibende Wachstum liegen analog zur Bundesrepublik in den gestiegenen Finanzierungs- und Baukosten. Quellen:Haufe-Lexware GmbH & Co. KG https://www.haufe.de/immobilien/entwicklung-vermarktung/marktanalysen/studie-ende-des-booms-im-wohnungsbau-in-sicht_84324_487942.html BauSites GmbH: Baulinks https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1217.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2024/0090.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1345.php4 https://www.baulinks.de/webplugin/2023/1402.php4 4.2. Chancenbericht der GeschäftsfelderGeschäftsfeld BauGeschäftssegment AusbauDie Marktposition der Geschäftsbereiche Produkte gilt es auch in 2024 weiter zur Marktführerschaft in der Gesamtheit auszubauen und dabei speziell die Chancen auf den europäischen Märkten gezielt zu nutzen. Der Ausweitung des internationalen Liefergeschäfts kommt weiterhin eine zentrale Rolle zu. Durch eine marktorientierte Produkt- und Preisstrategie gilt es den Produktumsatz weiter zu steigern. Die Implementierung eines integrierten und nutzerfreundlichen Webshops für diverse Lindner Produkte soll diese Entwicklung ebenfalls stützen und neue Marktsegmente, wie zirkuläre Geschäftskonzepte für Produkte, wie Mietmodelle oder Rückkaufvereinbarungen erschließen. Die Kunden, insbesondere institutionelle Investoren, sehen gute Chancen mit Gebrauchtprodukten die hohen Anforderungen aus ESG und EU-Taxonomie erfüllen zu können. Im Berichtsjahr 2023 konnte die Berichtsgesellschaft das Angebot für Gebrauchtprodukte in Volumen und Varianten weiter ausbauen. Die Unternehmensziele werden kontinuierlich um neue Grundsätze aus der Kreislaufwirtschaft und der Lieferkettensicherung ergänzt sowie durch Systemzertifizierungen nach Cradle to Cradle belegt. Beide Säulen bieten große Potentiale, die Produktionseffizienz als auch die Nachhaltigkeit zu steigern. Zukunftsfairness und Kreislaufwirtschaft sind für die Berichtsgesellschaft kein "Modetrend", sondern seit vielen Jahren eine Grundhaltung, mit begrenzten Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen. Für die Produktionsstandorte werden seit Jahren Sach- und Ökobilanzen erstellt. Bei den Rohstoffen setzt die Lindner Group auf stabile, möglichst kurze Lieferketten und steigert laufend die eigene Wertschöpfungstiefe. Um den CO 2 Abdruck der Lindner Produkte weiter zu reduzieren, werden vermehrt Rohstoffe aus Recyclingprozessen verwendet. Darüber hinaus gilt es auch in den Folgejahren, die in der Produktion seit mehreren Jahren gelebten Lean Programme weiter zu forcieren, um die Fertigungsprozesse weiter kontinuierlich zu optimieren. Die ganzheitliche Ausrichtung und Neugestaltung der Produktion zu einer produktunabhängigen und strikt wertstromoptimierten Fertigung stellt die zentrale Säule der Lindner-Werksvision dar. Die zweite Säule der Lindner-Werksvision ist das Ziel der abfallfreien und CO 2- neutralen Produktion. Lean Construction Management und Digitalisierung stehen im Zentrum der zukünftigen Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche des Ausbaus. In den für die Lindner Group relevanten, mit Ausnahme des Bürobaus, weiter stabilen Inlandsmärkten gilt es, die Projektabwicklung über eine Vielzahl von Partnerfirmen hinweg, sowohl digital als auch prozessual, maximal effizient integriert zu gestalten. Die Entwicklung und die mittelfristige Implementierung von BIM-Modellen (Building Information Modeling) als auch von visuell integrierten Tools auf der Baustelle bilden die zentralen Herausforderungen des Marktes in der Zukunft und stellen weiterhin die zentralen Entwicklungsthemen dar. Dem sich zunehmend etablierenden Bauvertragsmodell des Mehrparteienvertrags, sogenannte IPA-Verträge (Integrierte Projektabwicklung), wird dabei ebenfalls eine strategische Bedeutung zukommen. Durch die frühzeitige Positionierung und Fokussierung auf BIM, Lean Construction sowie den Mehrparteienvertrag sieht die Lindner Group hier nachhaltig deutliche Wettbewerbsvorteile. Zudem gilt es, neue Marktsegmente im Mieterausbau durch Design-and-Build-Konzepte zu erschließen. Die Berichtsgesellschaft erarbeitet für ihre Kunden hier ein Konzept für den kompletten Ausbau inklusive der technischen Gewerke sowie der Planung mit Rückbau- und Rückkaufvereinbarung auf Mietbasis. Lean Construction Management und Digitalisierung stehen im Zentrum der zukünftigen Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche des Ausbaus. Es gilt in der Projektabwicklung über eine Vielzahl von Partnerfirmen hinweg, sowohl digital als auch prozessual maximal effizient integriert zu gestalten. Die Entwicklung und die mittelfristige Implementierung von BIM Modellen (Building Information Modeling) als auch von visuell integrierten Tools auf der Baustelle bilden die zentralen Herausforderungen des Marktes in der Zukunft und stellen weiterhin die zentralen Entwicklungsthemen dar. Dem sich zunehmend etablierenden Bauvertragsmodell des Mehrparteienvertrags, sogenannte IPA- Verträge (Integrierte Projektabwicklung) kommt dabei ebenfalls eine nachhaltig strategische Bedeutung zu. Durch die frühzeitige Positionierung und Fokussierung auf BIM, Lean Construction sowie den Mehrparteienvertrag sieht die Lindner Group hier nachhaltig deutliche Wettbewerbsvorteile. Es wird erwartet, dass die Geschäftsbereiche der objektspezifischen Systemlösungen den eingeschlagenen Wachstumskurs der Vorjahre kontrolliert fortsetzen werden. Die zunehmende Internationalisierung, sowie die risikominimierte Erschließung neuer Märkte, stellen dabei die zentralen Herausforderungen und auch die Wachstumschancen dieser Geschäftsbereiche dar. Die Auswirkungen der internationalen Krisen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann zu einer Verschiebung der Volumina innerhalb der Geschäftsbereiche bzw. -teilbereiche führen. Während der Ausbau von Kreuzfahrtschiffen, Hotelobjekten oder Bürogebäuden in den kommenden Jahren tendenziell eher rückläufig zu werden droht, verspürt die Lindner Group bei Objekten wie Krankenhäusern, Laborgebäuden, Schulen oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen sowie bei industriellen Kunden, wie Pharmaproduktion, Chip- und Batterieherstellung einen Zuwachs. Dies kann zu einer nachhaltigen Leistungsstabilisierung führen. Eine ähnliche Verschiebung zeichnet sich im Anteil der Bestandsbau- und Sanierungsprojekte gegenüber dem Neubau ab. Dieser Anteil wird sich hinsichtlich des Marktvolumens deutlich erhöhen. Die Lindner Group besitzt eine hohe Bestandsbaukompetenz, wodurch diese Verschiebung zu einer positiven Wirkung für die Berichtsgesellschaft führen wird. Der langjährige Fokus und die Ausrichtung auf Zukunftsfairness sollte der Lindner Group auch Wettbewerbsvorteile durch eine positive öffentliche Wahrnehmung im Vertrieb als auch in der Gewinnung neuer Mitarbeiter eröffnen. Geschäftssegment GebäudehülleIn der Folge der Neustrukturierung des Geschäftssegments Gebäudehülle werden zukünftig alle Projekte des Geschäftsbereichs Fassade in der Region D-A-CH, sowie in den Bereichen Aftersales- und Kleinprojekte, über die Lindner Building Envelope GmbH abgewickelt. Die implementierte enge vertriebliche Zusammenarbeit mit dem Geschäftssegment Ausbau sollte sich nach den ersten Erfolgen in 2023 mittelfristig mehr und mehr zum strategischen Wettbewerbsvorteil des Geschäftsbereichs Fassade sowohl im Vertrieb als auch in der Projektabwicklung etablieren. Der in der Lindner Fassaden GmbH verbliebene Geschäftsbereich Steel & Glass erwartet für alle Standorte ein positives Geschäftsjahr 2024. In den USA werden vorrangig die Projekte aus 2023 abgewickelt und neue Aufträge akquiriert. Der Fokus liegt in 2024 somit in der Abwicklung des sehr hohen Auftragsbestandes im mittleren Osten, USA, Deutschland, UK und Singapur. Des Weiteren werden die vertrieblichen Aktivitäten in den Märkten Deutschland, UK und Zentralasien intensiviert. Die positive Entwicklung der Projekte in diesen vor sechs Jahren definierten Kernmärkten für den Geschäftsbereich Steel & Glass sowie die damit verbundenen wachsenden Kundenbeziehungen sollten für die nächsten Jahre eine gute Basis für weiteres Wachstums darstellen. Der Geschäftsbereich komplexer Dachkonstruktionen in der englischen Tochtergesellschaft Lindner Prater Ltd. konnte zu Beginn des Jahres 2024 zwei Großprojekte akquirieren. Diese Projekte sollten vor dem Hintergrund einer erwartet schwachen Baukonjunktur in UK für die nächsten Jahre eine stabile Grundauslastung schaffen. Auf dieser Basis soll vertrieblich und risikoorientiert weiteres Auftragsvolumen akquiriert werden, dass für eine positive Ergebnisentwicklung nötig ist. Neben der Akquise neuer Projekte zur Erreichung der reduzierten Planleistung für die nächsten Jahre, stellt die Abwicklung und Lösung diverser Gewährleistungsfälle die zentrale Herausforderung in 2024 dar. Geschäftssegment IsoliertechnikDas Geschäftssegment der Isoliertechnik- und Industrieservice wird sich in den folgenden Jahren weiterhin wandeln. Insbesondere der Bereich Energieeinsparung hat wirtschaftlich aber auch gesellschaftlich einen hohen Stellenwert erreicht. Die eingeführte Spartenbildung in die Bereiche Industrie / Schadstoffsanierung, GFRC / Tunnel / International sowie Haustechnik /Brandschutz hat die gewünschten Effekte hinsichtlich Flexibilität, Schnelligkeit sowie Ertragssituation bestätigt und wird so weiterverfolgt. Neue Produkte, wie GFRC sowie Produkte im baulichen Brandschutz gewinnen mehr und mehr an Bedeutung und stellen nachhaltig die größten Potentiale für das weitere Wachstum des Geschäftssegments dar. Die Geschäftsbereiche der Schadstoffsanierung sowie des Gerüstbaus entwickeln sich weiter positiv bei stabilen Ergebnisbeiträgen. Der Eintritt in neue Geschäftsfelder, wie Traglastgerüste an Brücken, birgt basierend auf einer stabilen und hochqualifizierten Belegschaft ebenfalls große Wachstums- und Ergebnispotentiale. Geschäftssegment Montage und ServiceIm Geschäftsbereich der Montageleistungen wird die verstärkte Kooperation mit den projektleitenden Geschäftsbereichen der Lindner Group in der Abwicklung weiter vertieft und verbreitert. Durch den weiterhin steigenden Kostendruck bei den Personalkosten ist bei steigender Leistung, steigender Mitarbeiterzahl mit leicht rückläufigen Gewinnen zu rechnen. Die gruppeninterne Nachfrage nach gruppeninternen Montageleistungen ist weiterhin stabil, so dass eine weitere Aufstockung der Montagebelegschaft in 2024 geplant ist . Durch den neu geschaffenen Spezialbereich Personalorganisation wird das Werben für neue Mitarbeiter sowie deren Fort- und Weiterbildung noch aktiver gesteuert und das Ziel des Personalaufbaus auf 1.750 Montagemitarbeiter gestützt. Der neu geschaffene Bereich Organisation wird in 2024 den Fokus vermehrt auf das Recruiting sowie die Fort- und Weiterbildung der Montagemitarbeiter legen. Im Ausland wird der derzeit als Zweigniederlassung geführte Geschäftsbereich Schweiz in 2024 in eine eigene Kapitalgesellschaft (AG) integriert. Der wachsende Markt in Luxemburg wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2024 mit einer eigenen operativen Einheit bearbeitet. Aus den Geschäftsbereichen IPC und Reinraumtechnik zeichnet sich eine erhöhte Nachfrage an Fachkräften in den nordischen Ländern (Schweden, Dänemark, Finnland) ab. Geschäftsfeld Immobilien und ProjektentwicklungIm Geschäftssegment Immobilien gilt es in 2024, primär in der Slowakei trotz immer noch schwierigem Umfelds die Vermietungssituation weiter zu verbessern. Eine größere Mietfläche wurde umgebaut und wird ab Januar 2024 in Kooperation mit einem Partner als Co-Working-Bereich vermietet. Im Geschäftssegment Projektentwicklung werden in 2024 im Residential Park Sofia nach dem vollständigen Verkauf und dem Abschluss der Bauarbeiten der letzten Projektphase 3C nun alle Wohneinheiten an die Käufer übergeben. Im Projekt Residential Park Lozen werden die Bauarbeiten an der Erweiterung der Phase 1 und der Bauphase 2 abgeschlossen und die verkauften Einheiten an die Kunden übergeben. Der positive Verkaufstrend der letzten Jahre sollte sich bei den letzten Einheiten der Projekterweiterung fortsetzen. Die Bauarbeiten an der begonnenen Schule mit angeschlossenem Kindergarten für 600 Kinder sowie die Arbeiten an den ersten beiden Bürogebäuden im Lozen Tech Park werden weitergeführt. Es wurden bereits vielversprechende Gespräche mit interessierten Kunden für diese neuen und modernen Büroflächen geführt. Im Projekt Tirana Business Park liegt der Fokus in 2024 auf der Vermietung des zweiten Bürogebäudes und auf einer Residential-Entwicklung nach dem Vorbild der bulgarischen Projekte, die Bauarbeiten der ersten Häuser wurden bereits gestartet. Dies soll nach der Eröffnung des Hotels eine weitere Belebung des Business Parks mit sich bringen, wodurch wiederum die Attraktivität des Parks für potentielle Mieter der Bürogebäude steigen sollte. Geschäftsfeld Land- und ForstwirtschaftDas Geschäftsfeld der Land- und Forstwirtschaft fokussiert sich in 2024 nach dem Aufbau der verschiedenen Betätigungsfelder auf laufende Verbesserung, Erhöhung der Bekanntheit und v.a. einen intensivierten Vertrieb. Die Vertiefung der Wertschöpfungsketten an beiden Standorten in der Metzgerei und Verarbeitung sowie die Steigerung der Aktivitäten im Vertrieb stehen dabei im zentralen Fokus. Die Planzahlen und Produktionspotentiale für 2024 gehen von einem Wachstum aller bestehenden Vertriebswege aus, wobei insbesondere dem Onlinegeschäft eine zentrale Rolle zukommt. Das Geschäftsfeld setzt neben digitalem Fokusgruppen-Marketing auch auf einen starken regionalen Auftritt und laden im Hofladen und Restaurant dazu ein, dies persönlich kennenzulernen. Damit spricht die Einheit einen zunehmend wachsenden Teil der Bevölkerung an, der diese Philosophie hinsichtlich Tierwohl und Nachhaltigkeit teilt und der sein Kaufverhalten hin zu einem bewussten Konsum von Qualität zu einem fairen Preis bereit ist anzupassen. 4.3. Operativer AusblickDie operative konsolidierte Planleistung zu VKP der Lindner Group gemäß dem internen Berichtswesen wurde für 2024 mit rund 1.243,9 Mio. EUR um rund 7,9 % unter dem Ist-Leistungsvolumen in Höhe von 1.341,6 Mio. EUR des Jahres 2023 geplant. Das geplante konsolidierte Betriebsergebnis zu VKP der Lindner Group für 2024 liegt mit rund 94,1 Mio. EUR über dem Ist- Niveau (91,1 Mio. EUR) des Berichtsjahres. Die geplante operative Planleistung sowie das geplante Betriebsergebnis könnten trotz guten Starts in das Geschäftsjahr 2024 bedingt durch die Ukraine und die damit verbundene Rohstoff Krise nicht erreichbar sein. Eine Abschätzung des Ausmaßes der Leistungs- und Ergebnisunterschreitung ist aus heutiger Sicht nicht realistisch möglich und hängt maßgeblich von der Dauer sowie dem Umfang der Krise in 2024 ab.
Arnstorf, den 09. April 2024 Johann Lindner, Geschäftsführender persönlich haftender Gesellschafter Veronika Lindner, Geschäftsführende persönlich haftende Gesellschafterin Lindner Group Management SE Geschäftsführende persönlich haftende Gesellschafterin vertreten durch Veronika Lindner, Vorsitzende des Verwaltungsrates Stephanie Lindner, Mitglied des Verwaltungsrates Konzernbilanz zum 31.12.2023AKTIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Die Lindner Holding KGaA wurde mit Wirkung zum 11. November 2010 im Wege des Formwechsels gem. §§ 190ff., 228ff. UmwG in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt. Die Lindner Group KG hat ihren Sitz in Arnstorf und ist im Handelsregister A des Amtsgerichtes Landshut mit der Nummer 10182 eingetragen. Die Konzernrechnungslegungspflicht ergibt sich aus § 11 PublG. Der vorliegende Konzernabschluss der Lindner Group KG ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt (§ 13 II PublG i.V.m. §§ 294 bis 314 HGB). Die Gliederungsgrundsätze im Eigenkapital entsprechen den Erfordernissen einer Kommanditgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 1. Einbezogene Unternehmena) KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind das Mutterunternehmen und folgende in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Die Beteiligungsquoten geben die von dem Mutterunternehmen unmittelbar gehaltenen Kapitalanteile wieder. Das gezeichnete Kapital ist zum historischen Kurs angegeben.
*) im Rahmen der Erstkonsolidierung einbezogen
b) Übrige einbezogene UnternehmenAußerhalb des Konsolidierungskreises wurden folgende Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Quotenkonsolidierung einbezogen:
Aufgrund vertraglicher Vereinbarung werden die Lindner Depa Interiors L.L.C. und die SUAS - Lindner s.r.o. mit einem anderen Unternehmen gemeinschaftlich geführt. Lindner RIDO Fassadentechnologie GmbH wird gemeinschaftlich mit natürlichen Personen als Anteilseigner geführt. c) Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen und TochterunternehmenBei der Hans Lindner Regionalförderung AG & Co. KG, Arnstorf (Beteiligung 39,91 %), wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode verzichtet. Bilanzsumme sowie Erträge und Aufwendungen der Hans Lindner Regionalförderung AG & Co. KG sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Ende des Geschäftsjahres wurde gegründet, jedoch erfolgt die die Lindner Canada Ltd., Toronto/Ontario/Kanada Erstkonsolidierung erst im Geschäftsjahr 2024, aufgrund unwesentlicher Geschäftsvorfälle. d) Sonstige Änderungen des KonsolidierungskreisesDie Familie Lindner hat ihre Anteile in Höhe von jeweils 6% an der Lindner Immobilienverwaltung GmbH & Co KG, Lindner Land- u. Forstwirtschaft GmbH & Co KG, Einsteinstraße 34 GmbH & Co KG und Schlossbräu Mariakirchen in die Lindner Group KG eingebracht. Die Lindner Real Estate UK Ltd, London, England wurde entkonsolidiert. 2. Stichtag des KonzernabschlussesDer Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Lindner Group KG zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Das Geschäftsjahr der Lindner Group KG umfasst den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2023. Sämtliche Tochterunternehmen sowie alle wesentlichen nachgelagerten Konzernunternehmen bilanzieren zum Stichtag 31. Dezember 2023 und sind mit dem vollen Geschäftsjahr im Konzernabschluss enthalten. 3. KonsolidierungsmethodenEs wurden die deutschen handelsrechtlichen Vorschriften über die Vollkonsolidierung, Quotenkonsolidierung sowie Einbeziehung assoziierter Unternehmen angewandt. Die Kapitalkonsolidierungen bis zum 31. Dezember 2009, die vor Geltung des BilMoG durchgeführt wurden, wurden unter der Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Aus der Verrechnung entstehende Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. passivische Unterschiedsbeträge wurden mit den Rücklagen verrechnet. Die Kapitalkonsolidierungen erfolgen ab dem 01. Januar 2010 gem. BilMoG nach der Neubewertungsmethode. Gem. § 307 Abs. 1 HGB wurde für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen ein Ausgleichsposten für die Anteile der anderen Gesellschafter in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Bei Anwendung der Quotenkonsolidierung wurden soweit einschlägig die Regelungen der Vollkonsolidierung beachtet (§ 310 Abs. 2 HGB). Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden zum Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. ihres Erwerbs mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden grundsätzlich heraus gerechnet, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Entstandene Zwischenverluste werden grundsätzlich nur eliminiert, soweit dadurch kein Abschreibungsbedarf auf den niedrigeren beizulegenden Wert der unfertigen Bauten und Leistungen zum Bilanzstichtag entsteht. 4. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlagen der WährungsumrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Abschlüsse einbezogener Tochterunternehmen, die nach abweichenden Grundsätzen erstellt sind, wurden angepasst, wobei der Grundsatz der Wesentlichkeit beachtet wurde. Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt gem. den Vorschriften des § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagsmethode. Hierbei wurde das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgte zu den jeweiligen Devisenkassamittelkursen. Die Umrechnung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte zu den jeweiligen Jahresdurchschnittskursen. Für die Ermittlung der Jahresdurchschnittskurse werden die Veröffentlichungen der Bundesbank verwendet. Sich ergebende Differenzen sind innerhalb des Konzerneigenkapitals unter den Posten "Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam verbucht. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderung berücksichtigt. Abschreibungen auf abnutzbare Anlagegegenstände wurden in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung herausgegebenen AfA-Tabellen planmäßig linear bzw. soweit zulässig degressiv vorgenommen. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Die Berechnung der Abschreibungen erfolgt im Berichtsjahr pro rata temporis ab dem Zeitpunkt des Zugangs. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung angesetzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden bis zu einem Zeitraum von 3 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe TEUR -1.934 werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bemisst sich dabei nach der angenommenen Nutzungsdauer des mit den übernommenen Einheiten ebenfalls erworbenen Know Hows. Geschäfts- und Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierungsvorgängen in Höhe von TEUR 5.360 werden über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellkosten bis EUR 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit dem gleitenden Durchschnitt ihrer Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Im Geschäftsjahr 2023 wurde bei einigen Gesellschaften mit dem gleitenden Durchschnitt ihrer Anschaffungskosten nach absatzorientierter Vorgehensweise bewertet. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen erfolgte mit den Material- und Fertigungseinzelkosten unter Einbeziehung von angemessenen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestehende Verwertbarkeitsrisiken wurden durch Abschreibung berücksichtigt. Aufträge werden einheitlich nach der Bauabschlussmethode (Completed Contract Methode) bilanziert. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte wurden von der Position Vorräte offen abgesetzt. Bei dem aktivisch von den Vorräten abgesetzten Betrag in Höhe von TEUR 1.093 (Vj. TEUR 1.120) handelt es sich um Abschlagszahlungen der Auftraggeber für teilfertige Leistungen, die keine echten Vorauszahlungen darstellen und damit keinen Verbindlichkeitscharakter haben. Die verbleibenden erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite ausgewiesen. Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen sonstigen Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten bzw. mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die flüssigen Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag betreffen. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zum Transaktionskurs in Euro umgerechnet und werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist und unter Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Jahren. Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlustvorträgen, insofern eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von fünf Jahren gewährleistet ist, ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze, die im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bestehen werden. Dabei haben Steuersätze von 9 % bis 40 % Anwendung gefunden. Für Konsolidierungsvorgänge wie Zwischengewinneliminierung und Schuldenkonsolidierungsdifferenzen wurden latente Steuern mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 % berechnet. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlich nicht anerkannten Wertberichtigungen auf Forderungen und steuerlich nicht anerkanntem Ansatz bzw. deren geringerer Ausweis von Rückstellungen in der Steuerbilanz. Passive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlich anerkannten Abschreibungen und Bewertungsansätzen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Bewertungsunterschiede bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Durch Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich passive latente Steuern aufgrund Unterschieden zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Werten bei der Bilanzposition Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern, ohne Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, werden gem. § 274 Abs. 1 HGB saldiert. Eine sich insgesamt, ohne Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt, ohne Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, ergebenden Steuerentlastung wird von dem entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Wurde von dem Wahlrecht der Bildung von Bewertungseinheiten Gebrauch gemacht, wurde entsprechend § 254 HGB berücksichtigt. 5. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnunga) Konzernanlagevermögender Lindner Group KG
Das Anlagevermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 407.598 (Vj. TEUR 390.796). Im Anlagevermögen sind Geschäfts- und Firmenwerte mit Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 34.871 (Vj. TEUR 32.915) enthalten. b) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeBei den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 40.273 (Vj. TEUR 45.166). c) EigenkapitalIm Konzern entsprechen die Kapitalanteile, die Rücklagen und der Bilanzgewinn den Positionen der Lindner Group KG. I. KapitalanteileDie Kapitalanteile der Komplementäre betragen EUR 0 (Vj. TEUR 0), die der Kommanditisten EUR 18.030.787,00 (Vj. TEUR 17.960). II. RücklagenDie Rücklagen der Komplementäre betragen EUR 0 (Vj. TEUR 0), die der Kommanditisten EUR 129.659.745,57 (Vj. TEUR 78.616). Die Konzernrücklagen betragen EUR 186.407.676,24 (Vj. TEUR 184.634) und setzen sich aus Gewinnvorträgen, Jahresergebnissen 2023 und Gewinnrücklagen der Tochterunternehmen sowie aus Unterschiedsbeträgen aus Kapitalkonsolidierungsvorgängen zusammen. Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. negative Unterschiedsbeträge) aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung im ersten Konzerngeschäftsjahr 1990/1991 wurden ebenso wie die sich aus der Einbeziehung in Folgejahren ergebenden Unterschiedsbeträge mit den Konzernrücklagen verrechnet. Passive Unterschiedsbeträge, welche überwiegend Eigenkapitalcharakter aufweisen, wurden ebenso direkt im Eigenkapital verrechnet. III. BilanzgewinnDie anteiligen Bilanzergebnisse der Tochterunternehmen wurden mit den Konzernrücklagen verrechnet, so dass der Konzernbilanzgewinn dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens entspricht. Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
IV. GenussscheinkapitalIm Geschäftsjahr 2023 erhöhen die 12 Genussscheine inklusive Verzinsung das Eigenkapital im Gesamtwert von EUR 7.838.854,37. Die Verzinsung erfolgt entweder als Garantieverzinsung in Höhe von 0,5 % p.a. oder als variable Verzinsung in Höhe von 0,1 % des Ertrags vor Zinsen und Steuern der Lindner SE des jeweiligen Nennbetrages. Die Inhaber der Genussscheine erhalten die variable Verzinsung, wenn diese höher ist als die Garantieverzinsung, diese ist mit der variablen Verzinsung abgegolten. V. Ausgleichsposten für Anteile anderer GesellschafterDer Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter umfasst die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital und am Jahresergebnis der einbezogenen Tochterunternehmen. Auf konzernfremde Gesellschafter entfallen Gewinnanteile in Höhe von TEUR 1.578 und Verlustanteile in Höhe von TEUR 4.512. d) Unterschiedsbeträge aus KapitalkonsolidierungBei Sacheinlagen von Anteilen an Tochterunternehmen wurde der entstandene passive Unterschiedsbetrag unter dem Posten Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.036 (Vj. TEUR 862) ausgewiesen, da dieser Unterschiedsbetrag keinen Eigenkapitalcharakter aufweist. Der Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung wird je nach Sachverhalt mit einer Dauer von 20 Jahren bzw. 33 Jahren ergebniswirksam aufgelöst. e) RückstellungenDie Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:
Beim Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich ein Wertansatz zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 38.435.429,61. Der Unterschiedsbetrag zum Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2023 somit EUR 279.530,50. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre, d. h. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht bezahlte Abschlusszahlungen für Vorjahre sowie den Veranlagungszeitraum 2023. f) Verbindlichkeiten
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 72.245 enthalten. g) Passive Latente SteuernIm Konzernabschluss wurden Rückstellungen für passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.711 (Vj. TEUR 4.893) gebildet. 6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnunga) UmsatzerlöseDie betriebliche Gesamtleistung verteilt sich im Konzern nach folgenden Produktbereichen:
Im Konzern verteilen sich die Umsatzerlöse nach folgenden Produktbereichen:
Die Umsatzerlöse der Lindner Gruppe im Ausland wurden im Wesentlichen in Europa erzielt. b) Sonstige betriebliche ErträgeDiese Position enthält im Konzern im Wesentlichen Mieterträge, Pkw-Nutzungsentgelte, Personalkostenerstattungen Dritter, weiterberechnete Werkzeuge und Baustellenmaterialien sowie Buchgewinne aus Anlagenabgängen. Ebenfalls sind periodenfremde Erträge wie z.B. Auflösungen aus Rückstellungen TEUR 16.200 (Vj. TEUR 4.519) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 7.617 (Vj. TEUR 13.632) Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. c) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenEs wurden planmäßige Abschreibungen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften vorgenommen. d) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Gebäude- und Grundstücksaufwendungen, Mieten, Werkzeugkosten, Gewährleistungen, Büromaterial, Reise-, Post- und Werbekosten sowie Bildung von Wertberichtigungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Risikovorsorge. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 13.588 (Vj. TEUR 15.632) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten. e) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge/Zinsen und ähnliche AufwendungenIn den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind TEUR 445 (Vj. TEUR 280) Erträge aus Abzinsung enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 585 (Vj. TEUR 1.587) Aufwendungen aus der Abzinsung enthalten. f) Erträge außergewöhnlicher GrößenordnungEs wurde ein Ertragszuschuss in Höhe von EUR 63.580.789,63 (Vj. TEUR 54.985) verbucht, der durch die Lindner Beteiligungs GmbH, Arnstorf, an die Lindner Group KG gegeben wurde. Die Lindner Beteiligungs GmbH, Arnstorf, hält als Kommanditistin an der Lindner Group KG 78,50 %. 7. Sonstige Angabena) Anteile und Anlageaktien an inländischen InvestmentvermögenDer Konzern hält zum Stichtag 31. Dezember 2023 mehr als 10 % der Anteile am Publikumsfonds LINVEST (ISIN DE000A0NA4F9) im Umlaufvermögen. Es handelt sich um einen thesaurierenden Aktienfonds. Im Geschäftsjahr wurden Anteile im Wert TEUR 15.057 erworben und keine Anteile veräußert. Der Kurswert des Depots zum Bilanzstichtag betrug EUR 1.976,73 je Anteil. Das ergab bei insgesamt 201.854,4 Anteile im Bestand einen Zeitwert zum 31. Dezember 2023 von TEUR 399.012. Die Differenz zwischen Marktwert (Zeitwert) zu Buchwert betrug TEUR 88.811. Die Fondsanteile sind mit Ausnahme der gemäß den Vorschriften zur Insolvenzsicherung getrennt angelegten Guthaben für Altersteilzeit und Arbeitszeit mit zweitägiger Valuta jederzeit veräußerbar. Weiterhin hält der Konzern mehr als 10 % des Spezialfonds LIND 1 INKA (ISIN DE007786048) im Umlaufvermögen. Es handelt sich um einen Rentenfonds. Der Inhaber der Anteile entscheidet jährlich über die Ausschüttung oder Thesaurierung der ordentlichen Erträge aus dem Fonds. Der Spezialfonds wurde 1998 eingerichtet und die Finanzmittel wurden in unregelmäßigen Abständen aufgestockt. Im Geschäftsjahr wurden Anteile im Wert von TEUR 5.000 erworben. Der Buchwert des Depots zum Bilanzstichtag 31. Dezember 203 betrug TEUR 135.350. Der Kurswert des Depots zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 betrug EUR 75,67 je Anteil. Im Depot waren 2.136.046 Anteile (Zeitwert zum 31. Dezember 2023: TEUR 161.635). Die Differenz zwischen Marktwert zu Buchwert beträgt TEUR 26.284. Die Fondsanteile sind mit zweitägiger Valuta jederzeit veräußerbar. Weiterhin hält der Konzern mehr als 10% am Spezialfonds Lind2 (ISIN DE000A2AQZR1) im Umlaufvermögen. Es handelt sich dabei um einen geldmarktähnlichen Fond zur mittelfristigen Geldanlage, der vorwiegend in Rentenpapiere investiert, der Aktienanteil liegt bei maximal 10%. In 2023 wurde keine Anteile gekauft und verkauft. Der Buchwert zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 20.498. Der Kurs je Anteilsschein zum Bilanzstichtag beträgt EUR 101,63 für 201.736 Anteile und der Zeitwert des Depots sind somit TEUR 20.498. Die Differenz zwischen Marktwert zu Buchwert beträgt TEUR 0, aufgrund der Zuschreibung im Jahr 2023 i. H. von TEUR 30. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
c) HaftungsverhältnisseDie Avalkreditlinien der Lindner Group bei Banken und Kautionsversicherer liegen bei TEUR 677.001 und sind mit insgesamt TEUR 426.189 (63%) ausgenutzt. Die Haftungsübernahmen der Lindner Group aus Konzernbürgschaften belaufen sich zum 31.12.2023 auf insgesamt TEUR 137.525 und TGBP 1.137. Die Bauvorhaben der Lindner Gruppe werden gemäß Vertrag abgearbeitet und Mängel nach Fertigstellung zeitnah beseitigt. Insofern wird das Risiko aus der Inanspruchnahme von Bürgschaften und Garantien als gering eingeschätzt. Es bestehen konzerninterne Sicherheiten in Höhe von TEUR 124.370 für Abzweiglinien, FX-Linien und Barlinien. Des Weiteren wurden unlimitierte und limitierte Patronatserklärungen in Namen von Konzerngesellschaften gestellt. Derzeit sind diese mit TEUR 94.353 wertmäßig erfasst. Es bestehen Mitgliedschaften in Arbeitsgemeinschaften, bei denen eine gesamtschuldnerische Haftung besteht. Derzeit liegen keine Anhaltspunkte vor, dass eine Inanspruchnahme erfolgen könnte, da bislang keine Mängelanzeige eingegangen ist. d) BewertungseinheitenZur Absicherung von aus Zahlungsströmen resultierenden Fremdwährungsrisiken bei bestehenden oder geplanten Bauvorhaben von Konzerngesellschaften setzt die Gesellschaft derivative Finanzinstrumente ein. Die Geschäfte werden einerseits mit der betreffenden Gesellschaft abgeschlossen und andererseits mit einem externen Kreditinstitut ein Gegengeschäft abgeschlossen. Die Sicherung der Grundgeschäfte erfolgt ausschließlich über Micro-Hedges, so dass für jedes Sicherungsgeschäft ein basierendes Grundgeschäft existiert, das sowohl hinsichtlich der Währung, der erwarteten Zahlungsströme und des Volumens als auch der Laufzeit kongruent mit dem Sicherungsgeschäft ist.
Der beizulegende Zeitwert der zur Fremdwährungskurssicherung abgeschlossenen Devisentermingeschäfte ergibt sich als Differenz der Barwerte der Zahlungsströme auf Basis des vertraglich vereinbarten Terminkurses sowie des Terminkurses zum Bilanzstichtag. Für Devisentermingeschäfte mit negativem beizulegendem Zeitwert wurden - wie im Vorjahr -keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet, da ein Sicherungsgrad von annähernd 100% erreicht wurde. Der Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen beziehungsweise Zahlungsströme erfolgt je nach Restlaufzeit des Grund-und des zugehörigen Sicherungsgeschäfts in den darauffolgenden 6 Jahren 3 Monaten. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheit wird mit der Critical Term Match-Methode ermittelt. Die Feststellung der Wirksamkeit wird zum Stichtag zum größten Teil prospektiv gemessen. Nur in geringen Fällen, wenn das Grundgeschäft bereits realisiert wurde, kann die Messung retrospektiv erfolgen. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. e) Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 6 HGBAus der folgenden Tabelle gehen die Unternehmen hervor, bei denen das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen unbeschränkt haftender Gesellschafter ohne Kapitalanteil ist.
f) Ergebnisverwendung der Lindner Group KGDer im Geschäftsjahr 2023 angefallene Jahresüberschuss der Lindner Group KG in Höhe von EUR 64.983.993,99 wird laut Beschluss der Gesellschafterversammlung verteilt. g) Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 und 4 HGB und § 264b HGBFolgende Tochtergesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 und 4 HGB und § 264b HGB in Anspruch. 1. Lindner SE, Arnstorf 2. Lindner Finanz GmbH, Arnstorf 3. Lex Beschläge und Baubedarf Handels GmbH, Arnstorf 4. Lindner Real Estate Verwaltungs GmbH, Arnstorf 5. Lindner Isoliertechnik & Industrieservice GmbH, Arnstorf 6. Lindner Montage + Service GmbH, Berlin 7. Lindner Facades Europe GmbH, Arnstorf (vormals Lindner Klimaservice GmbH, Leipzig) 8. Lindner Vermögensverwaltungs GmbH, Arnstorf 9. Lindner Vermögensanlage- und -verwaltungsgesellschaft mbH, Arnstorf 10. Lindner Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG, Arnstorf 11. Lindner Land- und Forstwirtschaft GmbH & Co. KG, Arnstorf 12. Schlossbräu Mariakirchen GmbH & Co. KG, Arnstorf 13. Einsteinstraße 34 GmbH & Co. KG, München 14. Lindner Gerüstbau GmbH, Kolkwitz 15. Lindner Group Immobilien GmbH & Co. KG, Arnstorf 16. Lindner Norit GmbH & Co. KG, Dettelbach 17. Lindner L+F Verwaltungs GmbH, Arnstorf 18. Beta Brandschutztechnik GmbH, Abensberg 19. Lindner Group Real Estate Holding SE & Co. KG, Arnstorf 20. Lindner Building Envelope GmbH, Arnstorf h) Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)
i) Bezüge der OrganmitgliederDie Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. j) Honorar des AbschlussprüfersDas vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar entfällt auf die folgenden Leistungen:
k) MindestbesteuerungDas Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung trat am 28.12.2023 in Kraft. Das Unternehmen fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Das Unternehmen hat zum Abschlussstichtag eine erste indikative Analyse durchgeführt, um die grundsätzliche Betroffenheit und die Jurisdiktionen zu ermitteln, aus denen das Unternehmen mögliche Auswirkungen im Zusammenhang mit einer Pillar 2 Top-up Tax ausgesetzt ist. Konkrete Auswirkungen lassen sich gegenwärtig noch nicht abschätzen. 8. NachtragsberichtEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung gem. § 285 Nr. 33 HGB nach Abschluss zu berichten.
Arnstorf, den 09. April 2024 Lindner Group KG, Arnstorf Johann Lindner, Geschäftsführender persönlich haftender Gesellschafter Veronika Lindner, Geschäftsführende persönlich haftende Gesellschafterin Lindner Group Management SE Geschäftsführende persönlich haftende Gesellschafterin vertreten durch Veronika Lindner, Vorsitzende des Verwaltungsrates Stephanie Lindner, Mitglied des Verwaltungsrates Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Lindner Group KG, Arnstorf PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Lindner Group KG, Arnstorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lindner Group KG, Arnstorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 9. April 2024 Grant
Thornton AG
Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer |
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