Bankhaus Werhahn KGLiquidiert

Neuss

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRA 4510
Vorher
Bankhaus Wilh. Werhahn KG
Eingetragen
3.2.2003

Historie

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Kommanditist
Germany
26.000.000 €

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bankhaus Werhahn KG

Neuss

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht

(1) Geschäftsverlauf und Lage

Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat sich die Finanzmarktkrise fortgesetzt und den im Herbst 2008 beginnenden konjunkturellen Abschwung mit beispiellosem Tempo und Ausmass zur größten Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit geführt.

Ein weltweit schrumpfendes Handelsvolumen, besonders in den Schlüsselindustrien Automobil- und Maschinenbau, traf Deutschland als exportorientierte Nation besonders hart. Kurzarbeit, steigende Arbeitslosenzahlen und Insolvenzen von Unternehmen waren die Folge. Enorme Ausgaben für Konjunkturmassnahmen und Verstaatlichungen von Banken verhinderten Schlimmeres, liessen jedoch die Staatsverschuldung drastisch ansteigen.

Die Kreditwirtschaft reagierte auch mit der Rückforderung bestehender Kredite und eingeschränktem Neugeschäft (Kreditklemme). Das mangelnde Vertrauen der Banken untereinander lähmte ebenso den Finanz- und Wirtschaftskreislauf wie die konjunkturell bedingten Kreditausfallerwartungen.

Inzwischen hat sich die Lage etwas beruhigt und die Konjunktur zieht wieder an. Im Vergleich zum Krisentiefpunkt sind die Auftragseingänge in der Industrie um ca. 20 Prozent gestiegen. Ein weiterer Aspekt, der das Wirtschaftswachstum in 2010 positiv beeinflussen sollte, sind die geringen Lagerbestände an Teil- und Fertigprodukten. Diese wurden weltweit im vergangenen Jahr heruntergefahren, so dass bei steigender Nachfrage die Produktion wieder ausgeweitet werden muss.

Die von der Bankhaus Werhahn KG ohnehin praktizierte sicherheitsorientierte und konservative Anlagepolitik wurde im Rahmen der Krise ständig kritisch hinterfragt und überprüft. Die im Geschäftsjahr 2008 vorgenommene Umschichtung von Geldanlagen zu ausgesuchten öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten und zur Deutschen Bundesbank wurde im Geschäftsjahr 2009 grösstenteils beibehalten. Nach wie vor unterliegt die Anlage der Liquiditätsreserven der engen täglichen Kontrolle und der aktiven, risikoorientierten Steuerung durch den Geldhandel und die Geschäftsleitung.

Das Zinsergebnis liegt über Plan. Das Provisionsergebnis aus dem Wertpapierhandel ging leicht zurück. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 3.410.

Im Geschäft mit den privaten Kunden wie auch im Firmenkundengeschäft konnten alle abgeforderten Dienstleistungen, sei es bilanzwirksam oder auf Provisionsbasis, uneingeschränkt erbracht werden.

Die Bilanzsumme betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 EUR 510,7 Mio. und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 %. Die Barreserve erhöhte sich von EUR 83,4 Mio. auf EUR 90,2 Mio. Die Forderungen an Kunden verringerten sich von EUR 11,6 Mio. auf EUR 6,5 Mio., während dessen die Forderungen an Kreditinstitute von EUR 277,2 Mio. auf EUR 308,0 Mio. anstiegen. Die Bilanzposition "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" verringerte sich zum Bilanzstichtag um EUR 16,0 Mio. auf EUR 104,9 Mio.

Auf der Passivseite erhöhten sich die täglich fälligen Kundenverbindlichkeiten um 14,3 % auf EUR 420,9 Mio. Die Kundenverbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist sanken von EUR 96,9 Mio. auf EUR 64,2 Mio.

Das Zinsergebnis aus dem bilanzwirksamen Geschäft sank auf EUR 3,3 Mio. Das Provisionsergebnis erhöhte sich im wesentlichen durch den Anstieg der Liquiditätsmanagementprovision um 24,1 % auf EUR 2,9 Mio. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind um TEUR 160 gestiegen.

Die Bankhaus Werhahn KG geht davon aus, dass sowohl Zu- als auch Abschreibungen auf Wertpapiere lediglich ein Ergebnis einer Zeitpunktbetrachtung darstellen und die Wertpapiere, die auch bis zur Endfälligkeit gehalten werden, dann zu 100 % zurückgezahlt werden.

Die Zahl der Beschäftigten lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 24 (Vorjahr 26) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon 5 (Vorjahr 7) Teilzeitkräfte.

Die Bankhaus Werhahn KG ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken GmbH.

(2) Risikobericht

2.1 Risikomanagement

Die Risikostruktur der Bankhaus Werhahn KG ist aufgrund des speziellen Geschäftsmodells von einem sehr konservativen Umgang mit Risiken aller Art des Bankgeschäftes geprägt. Sie spiegelt sich in der Geschäfts- und Risikostrategie sowie den sich daraus ableitenden Kreditlimiten und Risikoobergrenzen wieder. Bezüglich der gemäss § 25 a KWG abzusichernden Risiken hat das Bankhaus Werhahn KG in einem Risikohandbuch alle organisatorischen Grundlagen, Prozesse und Verantwortlichkeiten des Risikomanagements definiert und festgelegt. Das Gesamtkonzept umfasst alle Massnahmen zur Identifizierung und Erfassung von Risiken, deren Bewertung, Steuerung und Überwachung. Es wird regelmässig überprüft und bei Bedarf an neue rechtliche und sachliche Notwendigkeiten angepasst.

Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veröffentlichten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) hat die Bankhaus Werhahn KG in die bestehenden Regelwerke und Prozesse eingearbeitet. Insoweit werden die entsprechenden Vorschriften erfüllt. Aufgrund der Grösse und des Geschäftes werden erleichternde Gestaltungsspielräume für individuelle Umsetzungslösungen genutzt.

Im Zusammenhang mit den Anforderungen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht zur Eigenkapitalunterlegung der Banken (Basel II) bedient sich die Bankhaus Werhahn KG seit 2008 des sogenannten "Standardansatzes".

Bezüglich der operationellen Risiken wird der Anrechnungsbetrag für die Eigenkapitalanforderungen nach dem sogenannten "Basisindikatorenansatz" ermittelt.

Die Mindestanforderungen an das regulatorische Eigenkapital wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich übererfüllt.

2.2 Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken treten bei der Bankhaus Werhahn KG als Nichthandelsbuchinstitut im Bereich der Zins-, Währungs- und sonstigen Preisänderungsrisiken nur in unwesentlichem Umfang auf und werden konform zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) gesteuert. Kredite auf Festsatzbasis werden entweder durch Zinstermingeschäfte gesichert und nur so lang und wenn der Umfang gering ist, inkongruent gehalten. Im Rahmen der vierteljährlich erstellten Risikoberichte werden die Zinsänderungsrisiken zudem laufend überwacht. Liquiditätsüberschüsse aus den weitgehend variabel verzinslichen Einlagen werden als Tages- oder Termingelder am Geldmarkt platziert. Im Anlagebuch gehaltene Pfandbriefe und Inhaberschuldverschreibungen sind grösstenteils variabel verzinslich, sog. "Floater", und weisen damit nur in ganz engen Grenzen Zinsänderungsrisiken auf. Fremdwährungspositionen aus Kundengeschäften werden unverzüglich durch Deckungsgeschäfte geschlossen.

2.3 Adressenausfallrisiko

Grundsätzlich werden keine Kredite an konzernfremde Unternehmen und Personen vergeben. Die Bankhaus Werhahn KG beschränkt sich in ihrer Kreditvergabe auf verbundene Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften der Wilh. Werhahn KG.

Das Adressenausfallrisiko wird im Rahmen des Kreditgenehmigungsprozesses und der Einzelengagementüberwachung, getrennt nach Markt und Marktfolge, überwacht. Alle Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit von der Grössenordnung durch definierte Kompetenzstufen getroffen und sachgerecht dokumentiert, wobei stets das Vier-Augen-Prinzip gewahrt ist. Grundlage jeder Kreditentscheidung ist eine detailliert aufbereitete, mit allen für eine Entscheidung relevanten Informationen versehene Kreditanalyse, die auch ein spezielles Risikoklassifizierungsverfahren (Rating) beinhaltet.

Die interne Revision der Bankhaus Werhahn KG vergewissert sich in regelmässigen Abständen von der Qualität des Portfolios und überwacht die Einhaltung der Anweisungen und Prozesse.

2.4 Liquiditätsrisiko

Aufgrund der definierten Risikostrategie entsteht für die Bankhaus Werhahn KG kein Liquiditätsrisiko. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, überwiegend in Tages- und Termingeldern bei Kreditinstituten angelegt, täglich überwacht und gesteuert. Zur Sicherung ausreichender Liquidität hält die Bankhaus Werhahn KG darüber hinaus börsengängige, zinsvariable, öffentliche Pfandbriefe, die jederzeit veräussert werden können, im Bestand. Die im Dispositionsdepot der Deutschen Bundesbank lagernden Wertpapiere können zudem jederzeit beliehen werden. Eine zusätzliche Liquiditätsreserve bietet die Möglichkeit der Kreditaufnahme bei anderen Banken.

Die Einhaltung der Liquiditätsgrundsätze und der Mindestreservevorschriften ist jederzeit sichergestellt.

2.5 Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken werden die personellen, technischen, organisatorischen und rechtlichen Risiken erfasst. Zum Zwecke der kontinuierlichen Verbesserung der internen Kontrollen sowie der Risikominimierung werden seit 2005 die Verluste aus operationellen Risiken, auch potenzielle, systematisch in einer Schadensfalldatenbank erfasst. Darüber hinaus wird jährlich (zuletzt im Juni 2009) eine Risikoinventur erstellt.

Die Bereichsverantwortlichen sind gehalten, mit den ihnen unterstellten Mitarbeitern regelmässig operationelle Risiken zu identifizieren und unter den Gesichtspunkten Früherkennung, Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos, Minimierung der Risikoauswirkung sowie Notfallvorkehrungen und Verhalten im Notfall zu überprüfen.

Im Rahmen der durchgeführten Risikobestandsaufnahmen ist festzustellen, dass aus den operationellen Risikofeldern keine grösseren, nicht auffangbaren Risiken drohen.

Interne Revision und übergeordnete Compliance-Aufgaben nach WpHG sind an Geschäftsbesorger ausgelagert, die über eine hohe Expertise verfügen. Geldwäsche, Compliance und Datenschutz werden durch Beauftragte der Bankhaus Werhahn KG überwacht und kontrolliert.

2.6 Rechtsrisiken

Unter die operationellen Risiken fallen auch Rechtsrisiken, also Risiken, die durch Rechtsänderungen oder andere Auslegungen sowie neue gesetzliche Regelungen entstehen können.

Zur Begrenzung dieser Risiken greift die Bankhaus Werhahn KG in der Regel auf Verträge und Formulare des Bankverlages zurück und wird soweit erforderlich durch den Bereich Recht der Wilh. Werhahn KG unterstützt.

2.7 IT-Risiken

Im Bereich der IT-Risiken lagen die Schwerpunkte der Massnahmen in 2009 im weiteren Ausbau des Notfallsmanagements und in der Systemdokumentation.

Im Oktober 2009 hat ein Notfalltest, erstmals unter Einbeziehung der Fachabteilungen, ohne Beanstandung stattgefunden. Es wurde erfolgreich getestet, dass alle Dienste und Applikationen der wichtigsten Wiederanlaufklasse (maximal vier Stunden nach Ausruf des Notfalls) vollständig im Backup-Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden konnten.

Die IT-Systeme und Geschäftsprozesse wurden weitgehend in der Anwendung AENEIS (Intellior AG, Stuttgart) dokumentiert. Die Dokumentation wurde im Rahmen der internen Revision von Warth & Klein GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, stichprobenhaft überprüft und nicht beanstandet.

(3) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresschluss und voraussichtliche Entwicklung

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

In 2010 zeigt sich, dass die Privatkunden - und hier insbesondere die Einlagen-Kunden - von allen Banken nach wie vor intensiv beworben werden. Dies geschieht zu äusserst attraktiven Konditionen, deutlich über den Geldmarktzinsen.

Im Gegensatz dazu sind die Anlagen der Bankhaus Werhahn KG nur schwer gutverzinslich bei als sicher eingestuften Bankenpartnern zu platzieren. Hinzu kommt die stagnierende Verzinsung der Anlagen bei der Deutschen Bundesbank.

Wir erwarten aus heutiger Sicht, dass sich die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft und den sonstigen Dienstleistungen auf dem Niveau des Vorjahres bewegen werden und daher auch im Jahr 2010 ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird.

 

Neuss, den 11. Februar 2010

Anton Werhahn

Dr. Michael Werhahn

Brigitta Siedschlag

Jahresbilanz

Aktivseite

  EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   42.627,89   58
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken   90.131.470,14   83.297
darunter: bei der Deutschen Bundesbank EUR 90.131.470,14     90.174.098,03  
2. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig   108.699.104,96   123.821
b) andere Forderungen   199.272.657,50 307.971.762,46 153.415
3. Forderungen an Kunden     6.515.991,42 11.648
darunter: durch Grundpfandrechte        
gesichert EUR 0,00 i.Vj. TEUR 0        
Kommunalkredite EUR 0,00 i.Vj. TEUR 0        
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere        
a) Anleihen und Schuldverschreibungen        
aa) von öffentlichen Emittenten   19.915.115,00   20.088
darunter: beleihbar bei der Deutschen        
Bundesbank EUR 19.915.115,00 i.Vj. TEUR 20.088        
ab) von anderen Emittenten   84.988.621,53   100.768
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank EUR 83.978.965,28 i.Vj. TEUR 99.794     104.903.736,53  
5. Beteiligungen     21.788,27 22
darunter:        
an Kreditinstituten EUR 0,00 i.Vj. TEUR 0        
an Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00 i.Vj. TEUR 0        
6. Immaterielle Anlagewerte     246.755,04 307
7. Sachanlagen     258.027,58 220
8. Sonstige Vermögensgegenstände     582.875,22 797
9. Rechnungsabgrenzungsposten     19.701,47 34
  Summe der Aktiva   510.694.736,02 494.475

Passivseite

       
  EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig 4.217.718,49     4.027
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   124.570,51 4.342.289,00 156
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
a) Spareinlagen        
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 0,00     0
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 0,00   0
b) andere Verbindlichkeiten        
ba) täglich fällig 420.876.780,59     368.110
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 64.192.769,23 485.069.549,82 485.069.549,82 96.878
3. Sonstige Verbindlichkeiten     615.835,82 4.381
4. Rückstellungen        
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   22.476,00   23
b) Steuerrückstellungen   234.622,00   339
c) andere Rückstellungen   409.963,38 667.061,38 561
5. Eigenkapital        
a) gezeichnetes Kapital   20.000.000,00   20.000
b) Kapitalrücklage   0,00 20.000.000,00 0
  Summe der Passiva   510.694.736,02 494.475
  EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten      
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln -,--    
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 2.411.890,02   4.327
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten -,-- 2.411.890,02  
2. Andere Verpflichtungen      
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften -,--    
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen -,--    
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 7.667.910,74 7.667.910,74 4.727

Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen

  EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Zinsaufwendungen     3.840.685,67 16.969
2. Provisionsaufwendungen     172.629,71 150
3. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen        
a) Personalaufwand        
aa) Löhne und Gehälter 1.536.421,37     1.450
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 197.694,65 1.734.116,02   215
darunter: für Altersversorgung EUR 6.436,07 (i.V. TEUR 17)        
b) andere Verwaltungsaufwendungen   1.291.698,14 3.025.814,16 1.201
4. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     271.641,07 199
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen     14.844,28 12
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     68.600,00 922
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     917.026,51 620
8. Jahresüberschuss     3.410.394,93 3.872
Summe der Aufwendungen     11.721.636,33 25.610

Erträge

  EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus      
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 4.977.207,09   17.366
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2.212.519,45 7.189.726,54 5.404
2. Laufende Erträge aus Beteiligungen   15.001,53 15
3. Provisionserträge   3.101.098,95 2.510
4. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft   712.981,00 78
5. Sonstige betriebliche Erträge   702.828,31 237
Summe der Erträge   11.721.636,33 25.610

Anhang

(1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der allgemeinen und bankspezifischen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der für Kreditinstitute geltenden Rechnungslegungsverordnung (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz wurde unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Gewinn wurde gemäss vertraglicher Vereinbarung dem Verrechnungskonto der Kommanditistin gutgeschrieben.

Alle bilanzierungspflichtigen Vermögenswerte, Verpflichtungen, Risiken und Abgrenzungen sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge sind berücksichtigt.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu den jeweiligen Nennbeträgen. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Die Währungsumrechnung erfolgte gemäss § 340h HGB. Forderungen in fremder Währung wurden zum Devisenkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert gemäss Jahresschlusskursband des Bundesverbands Deutscher Banken am Bilanzstichtag angesetzt. Das Wertaufholungsgebot nach § 280 HGB wurde beachtet. Die Wertpapiere sind sämtlich der Liquiditätsreserve zugeordnet.

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten bewertet.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmässiger Abschreibungen auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibungen wurden auf der Grundlage der steuerlich zulässigen Höchstbeträge vorgenommen, soweit möglich degressiv. Auf die lineare Abschreibungsmethode wurde gewechselt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führte. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Ausserplanmässige Abschreibungen werden vorgenommen soweit der Ansatz mit dem niedrigeren Wert erforderlich oder nach steuerlichen Sondervorschriften zulässig ist. Im Geschäftsjahr wurden keine ausserplanmässigen Abschreibungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Teilwertverfahren gemäss § 6a EStG mit einem Rechnungszinsfuss von 3 % p. a. unter Anwendung der Richttafeln RT 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Die anderen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verbindlichkeiten in angemessener Höhe.

(2) Konzernverbund

Die Bankhaus Werhahn KG, Neuss, ist ein mittelbares Tochterunternehmen der Wilh. Werhahn KG, Neuss. Der Abschluss ist in den von der Wilh. Werhahn KG, Neuss, aufgestellten Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim Amtsgericht Neuss unter Nr. HR A 4096 hinterlegt und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

(3) Anlagevermögen

Zur Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den nachstehenden Anlagenspiegel:

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2009
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2009
Euro
Immaterielle Anlagewerte        
Software und Lizenzen 679.094,57 119.884,87 -3.202,02 795.777,42
Immaterielle Anlagewerte 679.094,57 119.884,87 -3.202,02 795.777,42
Sachanlagen        
PKW 110.346,00 36.102,67 -33.449,19 112.999,48
Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.093,30 107.405,43 -2.298,75 641.199,98
GWG 0,00 963,12 -963,12 0,00
Sachanlagen 646.439,30 144.471,22 -36.711,06 754.199,46
Finanzanlagen        
Beteiligungen 21.788,27 0,00 0,00 21.788,27
Finanzanlagen 21.788,27 0,00 0,00 21.788,27
Anlagevermögen 1.347.322,14 264.356,09 -39.913,08 1.571.765,15
    Bilanzwert
  Kumulierte Abschreibungen
Euro
31.12.2009
Euro
31.12.2008
Euro
Immaterielle Anlagewerte      
Software und Lizenzen -549.022,38 246.755,04 306.594,04
Immaterielle Anlagewerte -549.022,38 246.755,04 306.594,04
Sachanlagen      
PKW -44.431,48 68.568,00 62.221,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung -451.740,40 189.459,58 157.606,58
GWG 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -496.171,88 258.027,58 219.827,58
Finanzanlagen      
Beteiligungen 0,00 21.788,27 21.788,27
Finanzanlagen 0,00 21.788,27 21.788,27
Anlagevermögen -1.045.194,26 526.570,89 548.209,89
   
  Abschreibungen des Geschäftsjahres
Euro
Immaterielle Anlagewerte  
Software und Lizenzen -176.521,85
Immaterielle Anlagewerte -176.521,85
Sachanlagen  
PKW -18.605,67
Betriebs- und Geschäftsausstattung -75.550,43
GWG -963,12
Sachanlagen -95.119,22
Finanzanlagen  
Beteiligungen 0,00
Finanzanlagen 0,00
Anlagevermögen -271.641,07

Die Zugänge bei Software und Lizenzen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betreffen grösstenteils die Erweiterung unserer bankenspezifischen Software EFDIS bzw. die Erneuerung der IBM-Anlage.

(4) Forderungen

  andere Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden
Restlaufzeiten 2009
TEUR
2008
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
1. bis drei Monate 155.186 140.141 1.751 4.146
2. mehr als drei Monate bis ein Jahr 44.087 13.274 1.389 1.522
3. mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0 2.862 5.173
4. mehr als fünf Jahre 0 0 798 1.210
  199.273 153.415 6.800 12.051

In den Forderungen an Kunden sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 1.096) und Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 3.083 (Vorjahr TEUR 5.516) enthalten.

(5) Wertpapiere

  börsenfähig
  börsennotiert nicht börsennotiert
  2009
TEUR
2008
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 104.904 120.856 0 0
Beteiligungen 22 22 0 0

Die Bilanzposition Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere enthält grösstenteils variabel verzinsliche Pfandbriefe und Inhaberschuldverschreibungen.

Im Jahr 2010 werden Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von EUR 33,3 Mio. fällig.

(6) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Abgrenzungen für Depotgebühren (TEUR 369), Verrechnungskonten des Zahlungsverkehrs (TEUR 102), Schecks (TEUR 62) und Steuererstattungsansprüchen (TEUR 24) zusammen.

(7) Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten gegenüber einem verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.213 enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 184.846 und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 7.140 enthalten.

  Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mitvereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
  2009
TEUR
2008
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
Restlaufzeiten        
1. bis drei Monate 2 0 56.149 6.092
2. mehr als drei Monate bis ein Jahr 30 0 5.028 43.591
3. mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 75 0 3.016 47.194
4. mehr als fünf Jahre 18 156 0 0
  125 156 64.193 96.877

(8) Eigenkapital

Die Bankhaus Werhahn KG, Neuss, verfügt am 31. Dezember 2009 über ein bilanzielles Eigenkapital von TEUR 20.000. Das haftende Eigenkapital i. S. v. § 10 Abs. 2 Satz 2 KWG beträgt am Bilanzstichtag TEUR 19.577.

(9) Fremdwährungspositionen

Von den ausgewiesenen Bilanzpositionen entfallen auf Fremdwährung lautende Posten (umgerechnet in Euro):

  2009
TEUR
2008
TEUR
- Forderungen: 6.499 4.521
- Verbindlichkeiten: 6.449 4.519

(10) Andere Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Wesentlichen IT-Kosten von TEUR 284 (Vorjahr TEUR 163), Mietaufwendungen von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 258), Prüfungskosten von TEUR 135 (Vorjahr TEUR 160) sowie nicht abzugsfähige Vorsteuer von TEUR 92 (Vorjahr TEUR 98) enthalten.

(11) Steuern vom Einkommen und Ertrag

Das Jahresergebnis wird durch Gewerbeertragsteuer mit TEUR 917 (Vorjahr TEUR 620) belastet, wovon TEUR 687 auf das Veranlagungsjahr 2009 und TEUR 230 auf Vorjahre entfallen.

(12) Mitarbeiter

Die Bankhaus Werhahn KG beschäftigte im Jahr 2009 durchschnittlich 25 (Vorjahr 26) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 6 (Vorjahr 7) Teilzeitbeschäftigte.

(13) Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Von den Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.412 entfallen TEUR 2.048 auf das Geschäft mit verbundenen und assoziierten Unternehmen.

Die anderen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 7.668 bestehen in Höhe von TEUR 6.838 gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen.

(14) Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestehen sechs ausschliesslich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossene Zinsswaps mit folgenden Laufzeiten:

  Nominalwert 31.12.2009
TEUR
Laufzeit bis
Deutsche Bank 605 31.03.2011
Landesbank Hessen-Thüringen 721 30.06.2011
Dresdner Bank 188 30.09.2013
Landesbank Hessen-Thüringen 800 30.06.2013
Landesbank Hessen-Thüringen 839 30.03.2014
Landesbank Hessen-Thüringen 2.340 30.06.2017

(15) Honorar Abschlussprüfer

Dem Abschlussprüfer, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, wurde im Geschäftsjahr 2009 ein Gesamthonorar (incl. Auslagen und ohne Umsatzsteuer) von EUR 65.618,90 bezahlt. Hiervon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen EUR 61.302,00 und auf Steuerberatungsleistungen EUR 4.316,90.

(16) Sonstige Angaben

Die gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen umfassen das Depot- und Verwaltungsgeschäft.

Die Geschäftsführung und Vertretung der Bankhaus Werhahn KG erfolgte in 2009 durch die persönlich haftenden Gesellschafter

 

Herrn Anton Werhahn
Herrn Dr. Michael Werhahn
Frau Brigitta Siedschlag.

Die persönlich haftenden Gesellschafter sind in folgenden, gesetzlich zu bildenden Aufsichtsratsgremien von grossen Kapitalgesellschaften vertreten:

Anton Werhahn Basalt-Actien-Gesellschaft, Linz/Rhein Rheinland Holding AG, Neuss Rheinland Lebensversicherung AG, Neuss Rheinland Versicherungs AG, Neuss Zwilling J. A. Henckels Aktiengesellschaft, Solingen
Dr. Michael Werhahn Basalt-Actien-Gesellschaft, Linz/Rhein RWE Power AG, Essen Zwilling J. A. Henckels Aktiengesellschaft, Solingen

 

Neuss, den 11. Februar 2010

Anton Werhahn

Dr. Michael Werhahn

Brigitta Siedschlag

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bankhaus Werhahn KG, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsleitung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 19. Februar 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Eberhard Niggemann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ralf Scherello, Wirtschaftsprüfer

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