Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 142539
Vorher
Cisco Systems Management GmbH
Eingetragen
7.5.2002
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Erbringung von Beratungs- und Consultingdienstleistungen im Zusammenhang mit Netzwerksystemen, Kommunikationssystemen und zusammenhängenden Produkten, Erbringung von Unterstützungsleistungen bei Programm- und Projektmanagement, Installation, technischer Unterstützung, Schulung, Reparatur- und Wartungsdienstleistungen im Zusammenhang mit Netzwerksystemen, Kommunikationssystemen und zusammenhängenden Produkten, Kauf, Verkauf, Import, Export, Versand, Vertrieb einschließlich Kundendienstaktivitäten jeglicher Form, im Zusammenhang mit Netzwerksystemen, Kommunikationssystemen und zusammenhängenden Produkten, Leistung technischer Beratung, Projektmanagement, Vertrieb, Einführung und Halten von Netzwerkprodukten, Computersoft- und hardware, Netzwerkintegrationsprodukten, elektronischen Erzeugnissen und Ersatzund Zubehörteilen, außerdem die Erbringung von Netzwerkimplementierungsund betriebsdienstleistungen und alle mit der Erbringung der obenstehenden Geschäftsgegenstand direkt oder indirekt zusammenhängenden Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Uwe Peter
seit 23.5.2019
Geschäftsführer
Stefan Dr. Heyer
seit 11.12.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cisco Solutions GmbH

Garching b.München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

1. Grundlagen des Konzerns

Die Cisco Solutions nimmt als verbundenes Unternehmen der Cisco Systems Inc., San Jose, USA, lokale Aufgaben wahr und ist im Handelsregister von München unter HRB Nr. 142539 eingetragen. Am 12. Dezember 2013 erfolgte eine Änderung der Firma Cisco Systems Management GmbH in Cisco Solutions GmbH. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Vertrieb von Produkten und Services sowie der Erbringung von Beratungs- und Consultingdienstleistungen im Zusammenhang mit Netzwerksystemen, Kommunikationssystemen sowie zusammenhängenden Produkten, und von Unterstützungsleistungen bei Programm- und Projektmanagement. Das Netzwerk ist ein technologischer Bestandteil der Gesellschaft, welches sowohl im operativen Geschäftsleben von Unternehmen aller Größen als auch in Privathaushalten nicht mehr wegzudenken ist. Cisco Systems, Inc. entwickelt Produkte auf Basis des Internet-Protokolls (IP), die Grundlage dieser Netzwerke. 2023 ist Cisco unserer Meinung nach in diesem Markt der weltweit führende Anbieter von derartigen Netzwerk-Lösungen für das öffentliche Internet und für private Infrastrukturen wie z.B. Intranets in Unternehmen. Die Leistungspalette umfasst dabei die Bereiche Hardware (wie Router, Switches, Video, Voice & Unified Communications, VPN, Rechenzentrumstechnologie), Software (z.B. Sicherheit, Anwendungsbeschleunigung & Leistungsoptimierung) und Service Portfolios (Gesamtlösungen, technische Unterstützung).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 haben wir starke Ergebnisse erzielt sowie Umsatz und Rentabilität gesteigert. Das Geschäftsjahr 2023 ein solides Geschäftsjahr für Cisco weltweit (die folgenden Aussagen beziehen sich alle auf Cisco Systems Inc., welches die oberste Muttergesellschaft der Cisco Solutions GmbH ist). Die Umsatzerlöse des Jahres sind global um 11,0 % auf 56,998 Milliarden US-Dollar angestiegen und teilen sich in Produktumsatz (43,1 Milliarden US-Dollar) und Dienstleistungsumsatz (13,9 Milliarden US-Dollar) auf. Der Produktumsatz stieg um 13,0 %, und Serviceumsatz um 2,0 %. Der abgegrenzte Umsatz (Rechnungsabgrenzungsposten) belief sich auf 25,5 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 9,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug der gesamte Softwareumsatz in allen Produkt- und Servicebereichen 17,0 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 12 %. Innerhalb der gesamten Softwareerlöse sind die Abonnementerlöse um 16 % gestiegen. Obwohl der Produktumsatz gestiegen ist, verzeichneten wir im Geschäftsjahr 2023 einen Rückgang der Produktnachfrage. Wir glauben, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass Kunden die kürzlich ausgelieferten Produkte gerne angenommen haben und sich damit auf die deutliche Verkürzung der Produktvorlaufzeiten und die makroökonomische Situation eingestellt haben.

Cisco Solutions konzentriert sich auf den Verkauf und die Erbringung von "Proactive Professional Services". Diese umfassen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Hard- und Softwarearchitektur, sowie deren Planung, Design, Implementierung, Schulungen, Betriebsunterstützung sowie andere Beratungsleistungen, je nach Kundenauftrag. Das Ziel, welches mit der Erbringung von lokalen " Professional Proactive Services" angestrebt wird, ist eine größere Nähe zu den Partnern und Endkunden, insbesondere der öffentlichen Hand, aufzubauen. Hierbei soll ermöglicht werden, Anforderungen der Rechnungstellung besser nachzukommen und deutschsprachige Ressourcen zu unterstützen. Gleichzeitig soll eine größere Flexibilität bei den Zahlungszielen eingeräumt werden.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Das BIP für Informations- und Kommunikationsunternehmen lag im Jahr 2023 bei 2,6 % im Vergleich zu 5,0 % im Jahr 2022.

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html?nn=577250

2.2 Arbeitnehmerbelange und soziales Engagement

Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz können erheblich dazu beitragen führende Positionen in unseren Märkten einzunehmen und beizubehalten.

Cisco erreichte Platz 3 der weltweit besten Arbeitgeber 2023 und Platz 4 in Europa.

https://www.greatplacetowork.com/worlds-best-workplaces

2.3 Lagebeurteilung und wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Cisco Solutions GmbH erfolgt über die Vorgabe von Umsatz- und Aufwandszielen für die jeweiligen Geschäftsfelder. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse sowie operative Aufwendungen, insbesondere Aufwendungen für entsandtes Personal.

Die Auswirkungen der Wechselkurse und der Rückgang der externen Verkäufe an Dritte gingen jedoch nach Abschluss der Prognose für 2023 zurück.

Das Geschäft der Gesellschaft entwickelte sich in 2022/2023 negativ durch einen Umsatzrückgang von 2,8 %.

Seit 2017 ist die Gesellschaft vollständig in das Cash-Pooling des Konzerns einbezogen, weshalb der erwirtschaftete Cashflow mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verrechnet wurde und nicht in den liquiden Mitteln ausgewiesen wird.

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse verringerten sich um 4,8 Mio. EUR von 172,9 Mio. EUR auf 168,1 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 2,8 %. Die negative Entwicklung setzt sich zum einen aus 13 Mio. EUR niedrigeren externen Erlösen, zum anderen aus 6 Mio. EUR höheren Cost-Plus Umsätzen zusammen.

Die Umsatzerlöse basieren im Wesentlichen auf zwei Komponenten. Zum einen auf der Gewinnspanne ("operating margin") aus dem Verkauf der "Proactive Services" in Höhe von 99,4 Mio. EUR (Vorjahr: 111,9 Mio. EUR). Diese beinhalten Produkte und Services Erlöse. Zum anderen generiert die Gesellschaft Erlöse in Höhe von 68,7 Mio. EUR (Vorjahr: 62,7 Mio. EUR) aus der Kostenerstattung plus Zuschlag ("cost plus") der angefallenen Aufwendungen (operating expenses).

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich auf 10,5 Mio. EUR (Vorjahr 5,6 Mio. EUR) und bestehen hauptsächlich aus Erträgen aus Währungsumrechnungen von 9,6 Mio. EUR.

Der Materialaufwand verringerte sich insgesamt um 3,7 Mio. EUR von 108,8 Mio. EUR auf 105,1 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 3,4 % und ist hauptsächlich auf die niedrigeren Umsatzerlöse von 2,8 % zurückzuführen. Davon entfielen 11 % auf den Rückgang externer Verkäufe.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 6,0 Mio. EUR auf 28,1 Mio. EUR (Vorjahr: 22,1 Mio. EUR) und besteht im Wesentlichen aus Löhnen und Gehältern von 22,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR) und sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung von 5,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR). Die Löhne und Gehälter in Höhe von 22,7 Mio. EUR bestehen im Wesentlichen aus laufendenden Gehaltszahlungen, Provisionen und Boni. Die Zahl der Beschäftigten am Jahresende stieg um 35 auf 202 Mitarbeiter (Vorjahr 167).

Die Aufwendungen für bezogene Waren sinken um 1,0 Mio. EUR (-1,1 %) auf 98,0 Mio. EUR (Vorjahr: 99,0 Mio. EUR) und resultieren im Wesentlichen aus der negativen Entwicklung der Umsatzerlöse an externe Kunden.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen im Geschäftsjahr 7,1 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR). Der Rückgang des Betrages ist im Wesentlichen auf die Umsatzentwicklung zurückzuführen.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 119% und beliefen sich auf 27,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,4 Mio. EUR). Die Entwicklung ist auf eine größere Anzahl an Anlagenzugängen im Geschäftsjahr und damit verbunden auf Investitionen in Rechenzentren für die Meraki-Produktlinie zurückführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 19,3 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR (Vorjahr: 33,3 Mio. EUR). Dies resultiert hauptsächlich aus im Vergleich zum Vorjahr geringeren Kostenumlagen durch die Cisco Systems GmbH für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Verwaltung in Höhe von 13,0 Mio. EUR, Kfz-Kosten in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR), Reisekosten in Höhe von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) sowie Telefonkosten in Höhe von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR). Darüber hinaus sind hier Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 13,6 Mio. EUR) und Mieten in Höhe von 0,07 Mio. EUR (Vorjahr: 0,07 Mio. EUR) enthalten.

Der Jahresüberschuss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022/2023 belief sich auf 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 0,0 Mio. EUR). Die Cisco Solutions GmbH hat mit ihrem Gesellschafter Cisco Systems Holding GmbH im Juli 2022 einen Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der zur Folge hat, dass der Gewinn für das Geschäftsjahr 2023 an ihren Gesellschafter abgeführt wird. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022/2023 beträgt 3,1 Mio. EUR. (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR.)

Weitere wesentliche Kennzahlen der Ertragsseite sind (bezogen auf das Ergebnis vor Steuern):

2022/2023 2021/202
in %
Umsatzrentabilität 1,82 0,89
Eigenkapitalrentabilität 146,89 73,87
Gesamtkapitalrentabilität 4,40 2,41
in Mio, €
EBITDA 31,35 14,25

Die positive Entwicklung der Umsatzrentabilität, Eigenkapitalrentabilität und Gesamtkapitalrentabilität ist auf ein verbessertes Ergebnis vor Steuern von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) im Berichtsjahr zurückzuführen. Das EBITDA entwickelte sich jedoch positiv um 17,1 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 14,3 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund höherer Abschreibungen, Zinsen und Steuerwerte.

2.3.2 Finanzlage

2022/2023 2021/202
in %
Eigenkapitalquote 3,00 3,26
Verschuldungsgrad (FK/EK) 32,38 29,64

Die Eigenkapitalquote sank bei konstantem Eigenkapital im Berichtsjahr von 3,26 % auf 3,00 %. Der Anstieg des Fremdkapitals ist im Wesentlichen auf gestiegene Pensionsrückstellungen um 3,0 Mio. EUR und einen Anstieg der Verbindlichkeiten (+3,6 Mio. EUR) zurückzuführen. Gleichzeitig sanken die sonstigen Rückstellungen um 0,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresstichtag. Dementsprechend erhöhte sich der Verschuldungsgrad durch stärker gestiegenes Fremdkapital im Verhältnis zum Eigenkapital.

Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling, das zentral von Amsterdam aus für Europa von der Cisco International B.V. gesteuert wird, eingebunden.

2.3.3 Vermögenslage und Investitionen

Aktiva

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 92,1 Mio. EUR um 1,3 Mio. EUR auf 90,8 Mio. EUR (-1.4 %). Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang des Umlaufvermögens um 30,6 Mio. EUR auf 32,5 Mio. EUR, was hauptsächlich auf gesunkene Forderungen gegen verbundene Unternehmen (-23 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in diesem Geschäftsjahr ebenfalls verringert um 6,4 Mio. EUR (-21 %).

Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 28,7 Mio. EUR um 29,4 Mio. EUR auf 58,1 Mio. EUR (+103 %). Der Anstieg bezieht sich größtenteils auf Investitionen in Rechenzentren für die Meraki-Produktlinie.

Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 0,5 Mio. EUR um 1,0 Mio. EUR (Vorjahr 1,5 Mio. EUR) und bestehen hauptsächlich aus Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR. und Gewerbesteuerüberzahlungen gegenüber dem Finanzamt.

Passiva

Das gezeichnete Kapital blieb unverändert bei 25.000 EUR.

Die Rückstellungen erhöhten sich um 2,1 Mio. EUR auf 24,3 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist einerseits auf den Rückgang der sonstigen Rückstellungen um 0,9 Mio. EUR und andererseits auf die Zunahme der Pensionsrückstellungen um 3,0 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Zunahme der Pensionsrückstellungen um 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Pensionsanwärter.

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. EUR auf 5,7 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (-2,4 Mio. EUR). Gleichzeitig stiegen die Rückstellungen für Boni (+1,3 Mio. EUR), sowie die Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Die Verbindlichkeiten sind um 3,6 Mio. EUR auf 43,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Entwicklung ist überwiegend auf höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+0,9 Mio. EUR) zurückzuführen. Zudem stiegen sonstige Verbindlichkeiten um 1,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahresstichtag. Davon entfielen 1,5 Mio. EUR auf eine höhere Ergebnisabführung im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhörten sich leicht um 1,0 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich um 7,0 Mio. EUR auf 21,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist auf den Rückgang von neuen Projekten im Geschäftsjahr zurückzuführen.

3. Chancen- und Risikoberichtl

Die anhaltende Diskussion rund um Digitalisierung ist kein reines Technologie Thema mehr. Es ist eine Angelegenheit, die unsere gesamte Gesellschaft beeinflusst. Technologie verändert die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten, spielen und lernen. Digitalisierung bedeutet Menschen und Dinge zu vernetzen und aus den entstehenden Daten auf sichere Art und Weise einen Mehrwert zu schaffen. Im Zentrum dieses Ansatzes steht das Netzwerk. Und Netzwerke sind Teil von Ciscos DNA seit mehr als 30 Jahren.

Unsere Kunden und Partner, insbesondere auch die der öffentlichen Hand, haben weiterhin großen Bedarf an Infrastruktur und Unterstützungsleistungen auf dem Weg in digitalisierte Geschäftsprozesse und Lösungen.

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung

In Hinblick auf Einfluss auf die Geschäftslage und Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Risiken hier in abnehmender Reihenfolge dargestellt und mit der Bedeutung hoch, mittel oder niedrig klassifiziert.

Als Tochter der Cisco Systems Inc. ist die Cisco Solutions GmbH von der obersten Muttergesellschaft hinsichtlich der Geschäftsgrundlage und der Finanzierung abhängig. Es werden ausschließlich Produkte der Cisco Gesellschaft vertrieben.

Bei den von Cisco hergestellten und vertriebenen Produkten handelt es sich um Investitionsgüter und somit ist als ein wesentliches Risiko die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland zu nennen. Die Bedeutung wird als mittel eingestuft.

Weiterhin bestehen für die Cisco Solutions GmbH Risiken im Bereich der Wettbewerber, die sich ebenfalls an Marktveränderungen anpassen und neue Geschäftsfelder erschließen. Einhergehend mit der europaweiten Verschuldungskrise könnte dies in Teilbereichen zu einer Verzögerung der Marktentwicklung durch die Verunsicherung von Kunden führen. Als Folge besteht die Gefahr einer höheren erforderlichen Preisflexibilität, was bedeutet, dass eine weitere Steigerung der Umsätze schwerer zu erzielen sein wird. Auch wenn aus unserer Sicht Cisco Marktführer ist, sind das Halten der Marktanteile und die Entwicklung der Umsätze anspruchsvolle Herausforderungen, deren Bedeutung als mittel eingestuft wird.

Wesentliche Risiken mit niedriger Bedeutung, die sich ausschließlich auf die deutsche Gesellschaft beziehen, betreffen vor allem außergewöhnliche Vorgänge wie Gewährleistungsforderungen von Kunden oder Zahlungsausfälle.

Ein weiteres Risiko kann durch verschärfte Regulierung im Cybersicherheitsumfeld entstehen, die möglicherweise zusätzliche Prozesskosten oder andere erhöhte Aufwände, wie beispielsweise zusätzliche Zertifizierungsaufwände zur Folge haben könnten.

Derivative Finanzinstrumente werden von der Gesellschaft nicht eingesetzt. Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich der Forderungen und Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen, grundsätzlich keinem Fremdwährungsrisiko, da der Intercompany-Verrechnungsverkehr und das Cash-Pooling in Euro geführt werden. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind insbesondere im Konzernverbund nicht zu erwarten.

Hinsichtlich des Cash-Poolings können sich bei Änderungen des Zinssatzes Schwankungen in den Zahlungsströmen ergeben. Die Gesellschaft ist Teil des Cash Managements, welches das Cash-Pooling miteinschließt und welches zentral für ganz Europa von Amsterdam aus gesteuert wird. Die Bedeutung wird als gering eingestuft.

Die Gesellschaft bezieht einen wesentlichen Teil ihrer Umsätze aus dem öffentlichen Sektor.

Das zurückliegende Geschäftsjahr war geprägt von Disruption in den Lieferketten was auch einen negativen Einfluss auf die Risiken hinsichtlich des Umsatzes von Produkten und Dienstleistungen für die Gesellschaft zur Folge hatte. Trotz gegenwärtiger Stabilisierung ist auf Grund der angespannten geopolitischen Lage eine zukünftige erneute Disruption der Lieferketten nicht auszuschließen.

Restrukturierung im Jahr 2023/2024

Im Mai 2023 kündigte der Cisco Systems Inc. ein Umstrukturierungsprogramm an.

Cisco Systems Inc. kündigte an, im Februar 2024 5 % seiner Belegschaft zu entlassen, eine Entscheidung, die den Abbau von etwa 4.250 Arbeitsplätzen zur Folge haben wird. Es ist das jüngste Technologieunternehmen, das im Jahr 2024 Stellen abbauen will, da die Branche nach dem Marktabschwung vor zwei Jahren weiterhin Kosten einsparen muss.

Zusammenfassend ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine erhöhte Risikolage des Unternehmens. Die Risikosituation wird insgesamt mit nur geringen, aber auch ungewissen, möglichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bewertet.

3.2 Chancen

Im Hinblick auf den Einfluss auf die Geschäftslage und die Eintrittswahrscheinlichkeit werden die Chancen hier in abnehmender Reihenfolge dargestellt.

Cisco konzentriert sich auf 5 Prioritäten, welche die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit sicherstellen:

Switching, Routing und Mobility Lösungen

Collaboration Lösungen im Bereich Unified Communication und Video

Virtualisierung, Rechenzentrum, Hybrid-Cloud Lösungen

Analyse und Monitoring Lösungen

Fokus darauf, die Geschäftsanforderungen in Technologie-Architekturen zu planen und umzusetzen sowie den Betrieb dieser Architekturen zu unterstützen

Zusammenfassend ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine unveränderte Chancenlage des Unternehmens.

Durch den weiter fortschreitenden Fachkräftemangel, vor allem im Bereich der öffentlichen Verwaltung, ergeben sich Chancen für die Gesellschaft durch den Vertrieb von technischen Lösungen und Dienstleistungen, die Automatisierung im IT-Betrieb zu ermöglichen und somit dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können.

Weiter fortschreitende Gefahren für Kunden der Gesellschaft im Bereich Cyberkriminalität eröffnen Chancen, durch entsprechende Lösungen und Dienstleistungen zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften.

4. Prognosebericht

Die Cisco Solutions GmbH rechnet für das Geschäftsjahr 2023/2024 mit einer leichten Steigerung der Aufwendungen und der Umsatzerlöse.

Der Lagebericht umfasst alle Faktoren, die zum Zeitpunkt der Erstellung bekannt waren und soll einen Ausblick des kommenden Geschäftsjahres, beruhend auf Annahmen der Geschäftsführung, geben. Zukünftige Resultate können von den im Jahresbericht benannten Erwartungen abweichen.

 

Garching, den 12. Juli 2024

Uwe Peter, Geschäftsführer

Stefan Heyer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Juli 2023

Aktiva

31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.452,46 13.023,91
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.577.499,93 28.683.226,92
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.517.954,39 0,00
58.141.906,78 28.696.250,83
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 0,00 168.732,59
II . Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.261.909,91 30.684.272,07
(davon gegen Gesellschafter EUR 1.117.803,04; Vorjahr: EUR 2.484.374,21)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.798.939,94 30.791.818,67
3. Sonstige Vermögensgegenstände 466.640,37 1.511.534,95
32.527.490,22 62.987.625,69
32.527.490,22 63.156.358,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 162.671,85 311.155,58
90.832.068,85 92.163.764,69

Passiva

31.07.2023
EUR
31.07.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.056.380,90 2.056.380,90
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
2.081.380,90 2.081.380,90
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 18.597.977,00 15.538.077,00
2. Sonstige Rückstellungen 5.725.776,71 6.661.021,74
24.323.753,71 22.199.098,74
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.869,90 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.850.346,45 844.080,03
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.604.666,74 36.684.052,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.612.898,42 1.973.978,69
(davon aus Steuern: EUR 453.492,08; Vorjahr: EUR 372.753,94)
43.069.781,51 39.502.111,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 21.357.152,73 28.381.173,51
90.832.068,85 92.163.764,69

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

2022/23
EUR
2021/22
EUR
1. Umsatzerlöse 168.085.311,91 172.882.449,16
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.509.165,55 5.593.990,94
(davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 9.560.304,69; Vorjahr: EUR 4.884.792,86)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -97.996.852,58 -99.043.924,48
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -7.080.028,52 -9.730.146,72
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -22.682.813,92 -17.923.976,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -5.451.615,02 -4.184.487,48
(davon für Altersversorgung: EUR 2.682.706,31; Vorjahr: EUR 1.836.812,87)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -27.214.264,33 -12.422.911,52
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -14.034.217,50 -33.345.832,68
(davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 3.273.333,97; Vorjahr: EUR 13.639.277,63)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 83.136,86 0,00
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 77.644,86; Vorjahr: EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.160.393,77 -406.935,98
(davon Zinsaufwenungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 275.024,00; Vorjahr: EUR 257.419,00)
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 885.245,77; Vorjahr: EUR 149.516,87)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 119.566,30
10. Ergebnis nach Steuern 3.057.428,68 1.537.791,54
11. Sonstige Steuern -12,00 -265,48
12. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne -3.057.416,68 -1.537.526,06
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2023

Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Cisco Solutions GmbH mit Sitz in Garching b. München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer 142539 eingetragen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Wesentliche Positionen werden in den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre; lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Für sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung wird eine Nutzungsdauer von 2,5 Jahren, gemäß unternehmensinterner Richtlinie, angewandt. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 sind im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst worden. Geringwertige Anlagegüter mit einem Nettoeinzelwert von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Waren werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten ausgewiesen. Allen riskikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für das kommende Geschäftsjahr darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected Unit Credit method) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet.

Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:

Rechnungszinssatz p.a.: 1,81% (10-Jahres-Durchschnitt mit einer pauschalen Restlaufzeit von 15 J. für Altersvorsorgeverpflichtungen)
Rechnungszinssatz p.a.: 1,60% (7-Jahres-Durchschnitt *)
Gehaltstrend p.a.: 3,00%
BBG-Trend p.a.: 2,50%
Rententrend p.a.: 2,00%
Rententrend p.a.: 1,00% (Zusagen mit Anpassungsgarantie)

*) Ermittlung des Unterschiedsbetrages zwischen den Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB:

Wertansatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB (10-Jahres-Durchschnitt) EUR 18.597.977
Wertansatz gemäß § 253 Abs. 6 HGB (7-Jahres-Durchschnitt) EUR 19.360.717
Unterschiedsbetrag zwischen den Wertansätzen gemäß § 253 Abs. 2 und § 253 Abs. 6 HGB EUR 762.740

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Unter den verbundenen Unternehmen werden alle Gesellschaften ausgewiesen, die zum Konsolidierungskreis der obersten Muttergesellschaft Cisco Systems Inc., San Jose, USA gehören.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Auf fremde Währung lautende Forderungen, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus Verträgen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge nach dem Stichtag sind.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Erbringung der Leistung bzw. Lieferung der Vermögenswerte und damit mit dem Gefahrenübergang realisiert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Vorräte

Vorräte (Vorjahr: TEUR 169) sind nicht vorhanden. Im Vorjahr resultierten diese ausschließlich aus unterwegs befindlichen Waren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten solche an Kunden in Höhe von EUR 23.144.106,87 (Vorjahr: TEUR 28.200) und solche an die Gesellschafterin in Höhe von EUR 1.117.803,04 (Vorjahr: TEUR 2.484). Letztere betreffen solche im Rahmen der umsatzsteuerlichen Organschaft. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 7.798.939,94 (Vorjahr: TEUR 30.792) resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Kostenerstattungen inklusive Zuschlag ("cost plus") der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Cashpool-Saldo gegenüber der Cisco Systems Intl. B.V., Amsterdam, Niederlande beträgt EUR 548.661,41 (Vorjahr: TEUR 0)und ist jederzeit verfügbar. Die Verzinsung des Cashpool-Saldos bestimmt sich nach der nach US-GAAP geführten Buchhaltung.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 466.640,37 (Vorjahr: TEUR 1.512) und betreffen im Wesentlichen Rechnungsabgrenzungen für Forderungen in Höhe von EUR 422.215,97 (Vorjahr: TEUR 1.215), Gewerbesteuerüberzahlungen in Höhe von EUR 40.498,00 (Vorjahr: TEUR 20) gegenüber dem Finanzamt, diese haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Körperschaftsteuerrückforderungen ergeben sich keine (Vorjahr: TEUR 276).

Stammkapital

Das Stammkapital zum 31. Juli 2023 lautet unverändert EUR 25.000,00.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 18.597.977,00 (Vorjahr: TEUR 15.538). Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB aus der Verwendung von durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen 10 Jahre anstatt von durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen 7 Jahre beträgt TEUR 763.

In Übereinstimmung mit dem BMF Schreiben datiert vom 23. Dezember 2016 zur Auswirkung auf die Anerkennung steuerlicher Organschaften wird der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB nicht als abführungsgesperrt behandelt.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 5.725.776,71 (Vorjahr: TEUR 6.661) betreffen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von EUR 3.316.649,69 (Vorjahr: TEUR 1.991) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von EUR 2.409.127,02(Vorjahr: TEUR 4.670). Davon entfallen im Berichtsjahr TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 119)auf Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen wurden in Höhe von EUR 1.869,90 (Vorjahr: TEUR 0) verbucht und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 1.850.346,45 (Vorjahr: TEUR 844) und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 37.604.666,74 (Vorjahr: TEUR 36.684) resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Schwestergesellschaft Cisco Intl. BV, Amsterdam, Niederlande in Höhe von EUR 22.848.415,95 (Vorjahr: TEUR 0), gegenüber der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA in Höhe von EUR 12.719.901,25 (Vorjahr: TEUR 18.514), sowie für Kostenerstattungen inklusive Zuschlag ("cost plus") an die Schwestergesellschaften Cisco International Limited, Cardiff, UK in Höhe von EUR 2.036.349,54 Vorjahr: TEUR 7.682). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Schwestergesellschaft Cisco Systems GmbH (Vorjahr: TEUR 10.488) ergeben sich nicht. Davon haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin, der Cisco Systems Holding GmbH in Höhe von EUR 3.057.416,68(Vorjahr: TEUR 1.538)enthalten. Diese resultieren aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022/2023 und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 555.481,74 (Vorjahr: TEUR 436) betreffen Lohnsteuer gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 453.492,08 (Vorjahr: TEUR 373). Diese haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.127.

2023/24
TEUR
2024/25
TEUR
2025/26
TEUR
2026/27
TEUR
Summe
TEUR
403 327 267 130 1.127

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 168.085.311,91 (Vorjahr: TEUR 172.882) basieren im Wesentlichen auf zwei Komponenten. Zum einen auf der Gewinnspanne ("operating margin") aus dem Verkauf der "Proactive Services" in Höhe von EUR 99.209.622,34 (Vorjahr: TEUR 111.890). Diese können Produkte und Services beinhalten und werden im Inland erzielt. Weiter resultieren in Höhe von EUR 68.792.206,87 (Vorjahr: TEUR 62.713) Erlöse aus der Kostenerstattung plus Zuschlag("cost plus") der angefallenen Aufwendungen (Operating expenses).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 10.509.165,55 (Vorjahr: TEUR 5.594). Erträge aus Währungsumrechnungen sind in Höhe von EUR 9.560.304,69 (Vorjahr: TEUR 4.885) enthalten.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Waren betragen EUR 97.996.852,58 (Vorjahr: TEUR 99.044).

Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von EUR 28.134.428,94 (Vorjahr: TEUR 22.108) resultiert im Wesentlichen aus laufenden Gehaltszahlungen, Provisionen und Boni. Darunter sind die Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 2.682.706,31 (Vorjahr: TEUR 1.837) ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 14.034.217,50 (Vorjahr: TEUR 33.346) beziehen sich im Wesentlichen auf Mieten in Höhe von EUR 71.288,52 (Vorjahr: TEUR 69), Kfz-Kosten in Höhe von EUR 1.025.910,01 (Vorjahr: TEUR 1.114), Reisekosten in Höhe von EUR 598.299,47 (Vorjahr: TEUR 274), Fremdarbeiten in Höhe von EUR 1.281.092,91 (Vorjahr: TEUR 192) sowie Telefonkosten in Höhe von EUR 4.981.134,30 (Vorjahr: TEUR 3.854). Eine Kostenumlage durch die Cisco Systems GmbH für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Verwaltung resultiert im Berichtsjahr nicht(Vorjahr: TEUR 13.037). Darüber hinaus sind hier Aufwendungen aus Kursverlusten in Höhe von EUR 3.273.333,97 (Vorjahr: TEUR 13.639) enthalten.

Zinsergebnis

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 83.136,86 (Vorjahr: TEUR 0) angefallen. Zinserträge aus dem CashPooling gegenüber der Cisco Intl. BV, Amsterdam, Niederlande ergeben sich in Höhe von EUR 77.644,86 (Vorjahr TEUR 0).

Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1.160.393,77 (Vorjahr: TEUR 407) angefallen. Diese ergeben sich im Berichtsjahr aus Intercompany Zinsen gegenüber der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA, der Cisco International Limited, Cardiff, UK und der Cisco Intl. BV, Amsterdam, Niederlande in Höhe von EUR 885.245,77 (Vorjahr: TEUR 150), sowie den Abzinsungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 275.024,00 (Vorjahr: TEUR 257).

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr sind zu den Geschäftsführern bestellt:

o Dr. Stefan Heyer, In-house Counsel, Frankfurt am Main, einzelvertretungsberechtigt.

o Uwe Peter, Vice President Europe, Berlin, einzelvertretungsberechtigt.

Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des §181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft gewährt den Geschäftsführern keine Bezüge. Leistungen von einem Dritten, im Hinblick auf die Tätigkeit als Geschäftsführer, wurden weder gewährt noch zugesagt.

Die Angabe der Gesamtbezüge der ehemaligen Organmitglieder nach §285 Nr. 9 b HGB ist in zulässiger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter im Customer Advocacy:

Bereich Laufendes Jahr Vorjahr
Angestellte 132 110
Leitende Angestellte 56 56
188 166

Abschlussprüferhonorare

Im Geschäftsjahr 2022/2023 haben die im Abschluss der Gesellschaft erfassten Aufwendungen für Abschlussprüferhonorare TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68) betragen. Weitere Aufwendungen, die für die Jahresabschlussprüfung und sonstige Leistungen anfallen, werden im Abschluss des Mutterunternehmens erfasst.

Muttergesellschaft

An der Gesellschaft war zum Bilanzstichtag die Cisco Systems Holding GmbH, Garching b München, zu 100 % beteiligt.

Konzernverhältnisse

Als 100 %ige Tochter der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München (kleinster Konsolidierungskreis) wird die Cisco Solutions GmbH, Garching b. München, in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens der Cisco Systems Inc., San Jose, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Der Konzernabschluss ist am Sitz der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA erhältlich (www.cisco.com).

Einen eigenen Teilkonzernabschluss zum 31. Juli 2023 stellte die Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München nicht auf, da sie von der Befreiungsmöglichkeit des § 292 Abs. 3 HGB i.V.m. § 292 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht hat. Im Rahmen der Konzernstruktur in Deutschland wird der Konzernabschluss der Cisco Systems Inc., San Jose, Kalifornien/USA, im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Vom deutschen Recht abweichend angewandte Bilanzierungs- und Konsolidierungsmethoden betreffen im Wesentlichen die Bereiche Nutzungsdauern im Anlagevermögen, Ausweis Anlagevermögensbestandteile, Pensionsrückstellungen sowie die Geschäftswertbilanzierung.

Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die sich wesentlich auf den Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 auswirken, ergaben sich nicht.

Gewinnabführung/Verlustübernahme

Mit Wirkung vom 1. August 2020 trat ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Cisco Solutions GmbH, Garching b. München und der Cisco Systems Holding GmbH, Garching b. München in Kraft.

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 3.057 wird gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Cisco Systems Holding GmbH, Garching bei München abgeführt.

 

Garching b. München, 12. Juli 2024

Dr. Stefan Heyer, Geschäftsführer

Uwe Peter, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 01. August 2022 bis zum 31.07.2023

Anschaffungskosten
01.08.2022
Zugänge
Abgänge
31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.107,66 45.000,00 0,00 124.107,66
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.222.584,98 56.621.097,37 3.256.415,03 108.587.267,31
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.517.954,39 0,00 1.517.954,39
55.222.584,98 58.139.051,76 3.256.415,03 110.105.221,70
55.301.692,64 58.184.051,76 3.256.415,03 110.229.329,36
Abschreibungen
01.08.2022
Zugänge
Abgänge 31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 66.083,75 11.571,45 0,00 77.655,20
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.539.358,06 27.202.692,88 1.732.283,55 52.009.767,38
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
26.539.358,06 27.202.692,88 1.732.283,55 52.009.767,38
26.605.441,81 27.214.264,33 1.732.283,55 52.087.422,58
Restbuchwerte
31.07.2023
31.07.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.452,46 13.023,91
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56.577.499,93 28.683.226,92
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.517.954,39 0,00
58.095.454,32 28.683.226,92
58.141.906,78 28.696.250,83

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cisco Solutions GmbH, Garching bei München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cisco Solutions GmbH, Garching bei München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cisco Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 12. Juli 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco See, Wirtschaftsprüfer

Dominic Palm, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Juli 2023 wurde am 12. Juli 2024 festgestellt.

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