Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRB 13739 PI
Eingetragen
24.4.2018
Branche
Herstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Papier, Karton und PappeHerstellung von Holz- und Zellstoff
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Papier.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Bernd Weber
seit 20.8.2020
Geschäftsführer
Steffen Liebich
seit 13.12.2019
Liquidator
Liquidator

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Feldmuehle GmbH

Uetersen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.484.348,12 1.839.717,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.742,61 72.927,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.956.215,03 2.673.904,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.323,84 324.218,63
4. Geleistete Anzahlungen 2.221.913,04 512.271,62
5.642.194,52 3.583.321,91
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.155.545,71 6.865.546,98
2. Unfertige Erzeugnisse 5.532.387,61 4.349.397,10
3. Fertige Erzeugnisse 3.291.743,91 2.961.582,72
4. Geleistete Anzahlungen 2.249.085,34 2.394.933,61
18.228.762,57 16.571.460,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.865.137,97 4.224.969,23
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.644.599,44 4.691.473,13
5.509.737,41 8.916.442,36
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 128.013,89 113.889,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.700,00 331.213,31
30.995.756,51 31.356.045,05

Passiva

Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 15.446.635,03 15.776.357,94
III. Jahresfehlbetrag -241.483,75 -329.722,91
15.230.151,28 15.471.635,03
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 640.955,00 611.200,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.762.164,38 2.441.027,50
2.403.119,38 3.052.227,50
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.773.360,72 5.820.499,99
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 461.967,77 839.558,92
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.675.890,13 3.135.393,39
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.015.000,00 1.010.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.254.267,23 1.792.730,22
13.180.485,85 12.598.182,52
D. Passive latente Steuern 182.000,00 234.000,00
30.995.756,51 31.356.045,05

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 104.396.032,36 85.304.936,94
2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.513.151,70 -1.203.049,36
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 9.731,75 14.485,87
4. Sonstige betriebliche Erträge 985.138,59 4.827.050,83
106.904.054,40 88.943.424,28
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 78.790.022,47 62.036.435,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.142.869,52 10.896.908,56
89.932.891,99 72.933.344,02
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.310.316,59 9.364.531,63
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.989.600,17 1.947.359,36
11.299.916,76 11.311.890,99
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 970.370,89 403.108,54
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.490.353,16 4.389.810,68
210.521,60 -94.729,95
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 378.764,22 236.859,14
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -22.245,00 -96.306,00
-356.519,22 -140.553,14
11. Ergebnis nach Steuern -145.997,62 -235.283,09
12. Sonstige Steuern 95.486,13 94.439,82
13. Jahresfehlbetrag -241.483,75 -329.722,91

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum Jahresabschluss

Feldmuehle GmbH, Uetersen, ist beim Amtsgericht Pinneberg in das Handelsregister unter HRB 13739 PI eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt gemäß den §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB; für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Geschäftsführung hat den Jahresabschluss unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt grundsätzlich mit den handelsrechtlich vorgeschriebenen und auch steuerlich zulässigen Ansätzen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden innerhalb der einzelnen Bilanzposten erläutert.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

2. Anlagevermögen

Die gesonderte dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs (Anlage zum Anhang).

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögensgegenstände, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden seit dem 1. Juni 2018 linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften als Sammelposten linear über fünf Jahre abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern für die Ermittlung der Abschreibungen ergeben sich wie folgt:

Fabrikgebäude 25 bis 50 Jahre
Straßen/Schienen - 5 bis 20 Jahre
Technische Anlagen, Maschinen und Betriebsvorrichtungen 10 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre

3. Emissionsrechte

Unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet und damit am Bilanzstichtag mit dem Wert EUR 0 ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert der EUA (European Union Allowances) - Zertifikate schwankt mit dem Börsenpreis. Zum 31. Dezember 2022 summiert sich der Börsenwert des Bestands an unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechten auf insgesamt EUR 2,5 Mio.

4. Vorräte

Die geleisteten Anzahlungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden im Berichtsjahr, wie im Vorjahr, unter dem Posten Geleistete Anzahlungen (§ 266 Abs. 2 B. I. 4 HGB) ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit Durchschnittskosten angesetzt, soweit nicht ein gesunkener Marktpreis eine niedrigere Bewertung erforderlich macht. Bestandsrisiken bei den Ersatzteilen, die sich aus Lagerdauer oder verminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten Materialeinzelkosten und direkt zurechenbare Fertigungskosten sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Herstellungskosten schließen auch die planmäßigen Abschreibungen auf die Betriebsanlagen ein.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag angesetzt. Für Ausfallrisiken wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Gesellschaft finanziert einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring. Gründe für das Factoring liegen in der erhöhten Liquidität; spezielle Risiken bestehen nicht. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 4.066 (i. V. TEUR 4.324) an die Factoring Gesellschaft abgetreten. Diese waren in Höhe von TEUR 2.784 (i. V. TEUR 2.275) bevorschusst.

6. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

7. Latente Steuern

Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Sachanlagen, Vorräten und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung temporärer Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt rd. 30 %.

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt:

31.12.2021 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
Aktive latente Steuer 282.000,00 235.000,00 -47.000,00
Passive latente Steuer 516.000,00 417.000,00 -99.000,00
Saldierte latente Steuer -234.000,00 -182.000,00 52.000,00

8. Sonstige Rückstellungen

Alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten wurden entsprechend vernünftiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen werden mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag) erfasst.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 454 (i. V. TEUR 1.206), personalabhängigen Aufwendungen in Höhe von TEUR 290 (i. V. TEUR 341), unterlassene Instandhaltung in Höhe von TEUR 265 (i. V. TEUR 0) und für sonstige Abgrenzungen in Höhe von TEUR 1.018 (i. V. TEUR 893) zusammen.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 0,00 0,00
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 5.773.360,72 5.820.499,99
Restlaufzeit über 5 Jahre 0,00 0,00
5.773.360,72 5.820.499,99

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen umfangreiche dingliche Sicherheiten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die überwiegend aus Rohstofflieferungen resultieren, bestehen gesetzliche Sicherungsansprüche, sowie die ja üblichen Eigentumsvorbehalte von Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 1.015 (i. V. TEUR 1.010) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind ungesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 1.770 (i. V. TEUR 1.680) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.20 31.12.2021
EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 77.733,24 99.518,68
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 2.176.533,99 1.693.211,54
2.254.267,23 1.792.730,22

10. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 104.396 (i. V. TEUR 85.305) beinhalten Erlöse aus dem Verkauf von Etikettenpapieren und flexiblen Verpackungspapieren und wurden in den nachstehenden Absatzregionen erzielt:

TEUR %
Inland: 16.099 15
Europäische Union: 37.708 36
Drittland: 50.589 49

2. Sonstige betriebliche Erträge

Enthalten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 109 (i. V. TEUR 40). Davon entfallen auf unrealisierte Erträge TEUR 32 (i. V. TEUR 31).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind energierechtliche Beihilfen aus der Strompreiskompensation in Höhe von TEUR 616 (i. V. TEUR 414) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 144 (i. V. TEUR 1.358) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Enthalten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 106 (i. V. TEUR 65).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 26 (i. V. TEUR 18) enthalten.

4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 95 (i. V. TEUR 95) enthalten.

5. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten Erträge (i. V. Aufwendungen) aus der Veränderung bilanzierte latenter Steuern in Höhe von TEUR 52 (i. V. TEUR 234).

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen und einem Bestellobligo in Höhe von TEUR 6.385.

2. Geschäftsführung

Die Gesellschaft wird durch die alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer, Herrn Johann Heinrich Kayser (Geschäftsführer der Feldmuehle GmbH, Uetersen), Kreuzau, und Herrn Steffen Liebich (Vorstandsvorsitzender der Kairos Industries AG, Berlin), Berlin, sowie Herrn Bernd Weber (kaufmännischer Geschäftsführer der Feldmuehle GmbH, Uetersen), Haselau, vertreten. Hinsichtlich ihrer Bezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2022
Anzahl
Gehaltsempfänger 58
Lohnempfänger 129
Beschäftigte (ohne Auszubildende) 187
Nachrichtlich: Auszubildende 10

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 43, für Steuerberatungsleistungen wurden TEUR 0 berechnet, für andere Bestätigungsleistungen TEUR 32 und für sonstige Leistungen TEUR 2.

V. Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

VI. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 241.483,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Uetersen, den 16. Juni 2023

Feldmuehle GmbH Geschäftsführung

Steffen Liebich

Johann Heinrich Kayser

Bernd Weber

Entwicklung des Anlagevermögens der Feldmuehle GmbH, Uetersen, im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2022 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.977.427,62 23.445,20 32.983,06 1.549,76 2.032.306,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 82.286,41 44.858,20 0,00 0,00 127.144,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.257.741,25 361.921,60 361.107,51 821,33 3.979.949,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 451.012,17 92.220,05 48.304,05 0,00 591.536,27
4. Geleistete Anzahlungen 512.271,62 2.152.036,04 -442.394,62 0,00 2.221.913,04
4.303.311,45 2.651.035,89 -32.983,06 821,33 6.920.542,95
6.280.739,07 2.674.481,09 0,00 2.371,09 8.952.849,07
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2022 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 137.710,00 411.643,00 1.395,00 547.958,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.359,00 10.043,00 0,00 19.402,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 583.837,00 440.266,00 369,00 1.023.734,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 126.793,54 108.418,89 0,00 235.212,43
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
719.989,54 558.727,89 369,00 1.278.348,43
857.699,54 970.370,89 1.764,00 1.826.306,43
Buchwerte
Stand am 31.12.2022 Stand am 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.484.348,12 1.839.717,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 107.742,61 72.927,41
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.956.215,03 2.673.904,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 356.323,84 324.218,63
4. Geleistete Anzahlungen 2.221.913,04 512.271,62
5.642.194,52 3.583.321,91
7.126.542,64 5.423.039,53

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

I. Grundlage des Unternehmens

Die Feldmuehle GmbH, Uetersen (in der Folge: Feldmuehle), betreibt auf ihrem Betriebsgelände eine Papiermühle, die aus Zellstoff und Chemikalien Papierarten für unterschiedliche Verwendungszwecke herstellt. Hierzu verfügt das Unternehmen über eine aktive Produktionsmaschine mit einer jährlichen Produktionskapazität von rd. 75.000t. Der Vertrieb ist international ausgerichtet, der Schwerpunkt liegt auf dem europäischen Markt. Das Traditionsunternehmen hat eine mehr als 100jährige und wirtschaftlich wechselvolle Historie.

II. Wirtschaftsbericht

Forschung und Entwicklung

Die Feldmuehle hat im Laufe des Geschäftsjahres 2022 das Projekt Etikettenpapier auf Altpapierbasis weiter vorangetrieben und dabei neue Kundenkreise erschlossen sowie bestehende ausgebaut. Zusammen mit den Endkunden wird die Qualität jetzt weiterentwickelt und mit der gesamten Lieferkette eine Kreislaufwirtschaft angestrebt. Die Weiterentwicklung im Bereich flexible Verpackung läuft wie geplant in enger Zusammenarbeit mit den Endkunden.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Im Bereich der nassfesten Etikettenpapiere haben die europäischen Hersteller lt. CEPI im Jahr 2022 insgesamt 223.000 Tonnen verkauft, eine leichter Rückgang von 2,5% gegenüber 2021 (Quelle Cepi). Der Grund sind die seit Mitte 2022 greifende Sanktion für Russland und die schwache Nachfrage aus China. Unser Marktanteil ist um 5 Prozentpunkte auf 28% gesunken. Dies ist auf die wiederholten Abstellmaßnahmen, aufgrund der hohen Energiekosten, sowie die dadurch bedingte Kapazitätsreduzierung und dem Kostennachteil zurückzuführen.

Das erste Halbjahr 2022 war durch eine sehr starke Nachfrage geprägt. Die Nachfrage war durch die Angst um versagenden Lieferketten und dadurch bedingte Panikkäufe bedingt. Die Feldmuehle konnte trotz höchster Preise, Mengen im Markt platzieren. Im zweiten Halbjahr ließ die Nachfrage nach. Jedoch konnten wir weiter unsere Mengen absetzen, aufgrund insgesamt unsicherer Lieferketten und damit bei Kunden befürchteter Versorgungsengpässe.

Für 2023 streben wir eine Mengensteigerung an und unseren Marktanteil wieder auf 33% zu erhöhen, da durch eine Demokratisierung der Kosten unsere Wettbewerbsfähigkeit gestiegen ist. Viele verlorene Kunden kommen zurück zur Feldmuehle.

Das Marktumfeld ist positiv, da schwierige Zeiten bzw. eine Rezession den Konsum zu Hause ankurbelt und damit die Flaschen/Etikettennachfrage steigt. Viele Endkunden stellen von metallisiert auf weißes Papier um, was für uns positiv ist, da wir im Metallisierten Papier nicht sehr stark vertreten sind. Der Trend zu Papier setzt sich fort und die Nachfrage wird weiter stiegen.

Geschäftsverlauf und Ertragslage der Gesellschaft

Die Corona Situation war 2022 deutlich abklingend. Die Ereignisse im Logistik Bereich mit Schiffstau in diversen Großhäfen und nicht zuletzt die längere Blockade des Suezkanals durch das Containerschiff "Evergiven" aus dem Vorjahr, haben sich erst im zweiten Halbjahr 2022 entspannt. Bis dahin kam es weiter zu zahlreichen Verschiebungen bis hin zum Storno von Aufträgen sowie einem Anstieg von Rohstoff- und Logistikosten. Ab Februar, spätestens mit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, war Energie das beherrschende Thema weltweit. Gas und Strompreise sind explodiert und die Rahmenbedingungen für eine geordnete Produktion mit stabilen Ein- und Verkaufspreisen waren bis in das 4te Quartal 2022 unvorhersehbar. Die Feldmuehle reagierte darauf durch unterjährige, kontinuierliche Preiserhöhungen, gezielten Abstellmaßnahmen, sowie letztlich durch Energiezuschläge auf den Absatzpreis. Der Wettbewerb und andere Teile der Papierindustrie agierten ähnlich. Damit werden, mit einer gewissen Verzögerung über die Zahlungsziele der Kunden, die Kostenerhöhungen an den Endkunden weitergegeben. Getrübt durch diese widrigen Umstände gelang es 2022 nicht die geplante Maschinenauslastung zu erreichen. Mit rund 80 Tagen Stillstand und nur rund 60.000t Produktion, blieb die Feldmuehle weit hinter den Produktivitätszielen zurück.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse von EUR 104,4 Mio. erzielt und hat damit den geplanten Umsatz in Höhe von EUR 103,7 Mio. leicht übertroffen (+0,7 %). Dies ist auf unterjährige Preiserhöhungen zurückzuführen. Hinsichtlich der Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen verweisen wir auf den Anhang.

Es wurde ein EBITDA von TEUR 1.181 erreicht, welches unter dem geplanten EBITDA für 2022 lag (rd. EUR 3,1 Mio). Die Planverfehlung ist im Wesentlichen auf Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Logistik und insbesondere Energie zurückzuführen, welche erst zeitlich versetzt an den Kunden weitergegeben werden können.

Positiv wurde das EBITDA durch eine Beihilfe für indirekte CO 2 -Kosten (Strompreiskompensation) in Höhe von TEUR 616 und Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 142 beeinflusst.

Personalaufwand und der sonstige betrieblicher Aufwand entwickelten sich plangemäß.

Die Gesellschaft hat einen Jahresfehlbetrag von TEUR 241 erzielt.

Die geplante Produktionseffektivität (zeitliche Auslastung und anfallender Rohstoffausschuss) von rund 85 % wurde mit 82,7 % nicht erreicht, was bei den notwendigen Abstellmaßnahmen durch die Energiekrise auch nicht zu erwarten war.

Die Entwicklung der Ertragslage der Gesellschaft ist aus Sicht der Geschäftsführung unter Berücksichtigung der oben genannten Umstände weiterhin zufriedenstellend.

Vermögen- und Finanzlage der Gesellschaft

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 30.996. Vermögensseitig gliedert sich die Bilanz auf in das Anlagevermögen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 7.127. Daneben werden Vorräte (TEUR 18.229) sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 5.510) ausgewiesen. Finanzierungsseitig steht den Aktiva ein Eigenkapital von TEUR 15.230, Rückstellungen von TEUR 2.403 und Verbindlichkeiten (inkl. passiver latenter Steuern) von TEUR 13.362 gegenüber.

Zum Bilanzstichtag wird ein Bankguthaben in Höhe von TEUR 128 ausgewiesen. Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kreditlinie), Gesellschaftern und dem Vermieter der Betriebsimmobilie bestehen in Höhe von TEUR 8.558.

Die Gesellschaft verfügt über eine Kreditlinie von TEUR 7.000. Diese war zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 5.773 ausgelastet. Unterjährig wird die Kreditlinie nach Bedarf zur Finanzierung des Umlaufvermögens beansprucht.

Die Investitionen lagen bei TEUR 2.674, die planmäßige Abschreibung TEUR 970.

Personal und Sozialbericht

Zum Geschäftsjahresende 31. Dezember 2022 ergibt sich folgende Personalstruktur:

Anzahl
Arbeitsvertragsverhältnisse (einschließlich Auszubildende und sog. inaktive Mitarbeiter (Erziehungsurlaub, Bundeswehr u. ä.)): 197
Davon:
Aktive unbefristete Beschäftigungsverhältnisse 180
Aktive befristete Beschäftigungsverhältnisse 3
Inaktive Beschäftigungsverhältnisse 2
Auszubildende und Praktikanten 12

Die durchschnittliche Krankenquote (einschließlich Kurzzeiterkrankungen) lag bei 7,69 %. Der Altersdurchschnitt einschließlich Auszubildender betrug 49 Jahre.

III. Chancen und Risiken sowie Risikomanagement

Die Feldmuehle versteht Risikomanagement nicht ausschließlich als Risikominimierung, sondern sieht vielmehr auch die darin enthaltenen Chancen. Deswegen beschäftigt sich die Feldmuehle positiv mit Risiken, nimmt diese aktiv an und leitet daraus Chancen ab. Unser Risikomanagementsystem ist somit nicht nur ein wichtiges Instrument zur Absicherung, sondern auch zur Erreichung unserer Unternehmensziele. Das Risikomanagementsystem der Feldmuehle dient der Identifizierung, Kontrolle und Steuerung eingegangener Risiken. Die Identifizierung und Darstellung der für den Geschäftserfolg wesentlichen Risiken sowie deren entscheidungsrelevante Verdichtung erfolgen mit Hilfe des internen Berichtswesens. Durch die zeitnahe Rückkoppelung der erzielten Produktions-, Umwelt-, Qualitäts-, Absatz- und Finanzergebnisse und deren Gegenüberstellung zu den geplanten Werten wird das Management frühzeitig über mögliche Risiken informiert. Die mit Unterstützung von Standardsoftware erstellten Steuerungs- und Kontrollmechanismen bilden regelmäßig die Entscheidungsgrundlage für das Management. Das Risikomanagement wird permanent weiterentwickelt und sich ändernden Umwelt-bedingungen angepasst.

Angemessene, überschau- und beherrschbare Risiken werden bewusst getragen. Ist dies nicht der Fall, wird geprüft, ob diese Risiken auf Dritte transferiert werden können. Darüber hinaus sind im Unternehmen Verhaltensregeln vorgegeben, die in Richtlinien und sonstigen Vorgaben niedergelegt sind und deren Einhaltung durch Schulungs- und Kontrollmaßnahmen unterstützt wird.

Chancenbericht

Die derzeitige Marktsituation bietet weiterhin gute Chancen die Position als Etikettenhersteller zu behaupten und weiter auszubauen. Eine breite Aufstellung sowohl auf der Seite der Lieferanten wie auch auf der Kundenseite sichert die Absatz- und Lieferkette in beide Richtungen ab. Der Ausbau der weltweiten Kundenstruktur sorgt für eine stabile Auslastung und schafft zukünftig Möglichkeiten zur weiteren Markterschließung. Preisschwankungen auf der Rohstoffseite sind in wesentlichen Verträgen kundenseitig abgebildet und schlagen sich in beide Richtungen innerhalb eines Korridors nieder. Das bedeutet veränderte Rohstoffpreise führen beim Verlassen des Korridors zu veränderten Verkaufspreisen der Fertigprodukte. Die negative preisliche Situation an den Hauptrohstoffmärkten Zellstoff und Energie behindert den Zugang zu neuen Geschäftsfeldern, aber öffnet auch den Blick auf neue interessante Geschäftsfelder. Insbesondere die Neuentwicklungen unterstützen dies durch eine Verbreiterung des Portfolios und somit Ansprache von neuen Kundenstrukturen und Vervollständigung des Angebots für langjährige Geschäftspartner. Das Sicherstellen von Lieferzuverlässigkeit, geht mehr und mehr vor. Das reine Kaufverhalten aufgrund des Verkaufspreises geht zurück.

Risikobericht

Marktrisiken

Der gesamte Forderungsbestand ist, soweit versicherbar, gegen Ausfall gesichert sowie wesentliche Teile der Forderungen über Factoring vorfinanziert, um die Liquiditätslage zu sichern. Es besteht ein Liquiditäts-Management, welches eine permanent ausreichende Liquidität gewährleisten soll. Ausfallrisiken in Bezug auf Finanzinstrumente bestehen in Höhe der bilanziell ausgewiesenen Buchwerte der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, sofern nicht versichert. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken einerseits durch Beurteilung der Kreditwürdigkeit der Vertragspartner vor Vertragsabschluss, insbesondere betreffend Akzeptanz von Kreditlimits für Kunden, und andererseits durch eine regelmäßige Forderungsüberwachung einschließlich Mahnwesen.

Währungsrisiken bestehen im Wesentlichen bei der Zellstoffbeschaffung. Hier ist durch Qualifizierung diverser Lieferanten eine unmittelbare Abhängigkeit deutlich verringert.

Preisrisiken auf beiden Seiten der Lieferkette werden bereits über Klauseln in einigen Kundenverträgen abgefangen. Des Weiteren ist das Instrument des Rohstoff- bzw. Energiezuschlags in der Branche eingeführt und wird so auch von der Feldmuehle gelebt. Kurzfristige Preisschwankungen werden mit geringer Verzögerung an die Kunden weitergegeben. Diese Vorgehensweise und die Akzeptanz setzen sich durch die Lieferkette mehr und mehr fort.

Die Papierindustrie als solche ist eine energieintensive Industrie, von daher betreffen uns die Entwicklungen im Bereich Energie immer. Dadurch, dass sich über innenpolitische und europäische Entscheidungen zur Nachhaltigkeit, bereits seit einigen Monaten eine Kostensteigerung für Gas und Strom abzeichnet, sind wir im ständigen Austausch mit Kunden. Wir geben die Preisentwicklungen entsprechend in unserer Verkaufspreisgestaltung, mit der Verzögerung zu unseren Lasten über das jeweilige Zahlungsziel der Kunden, weiter. Die derzeitige Kriegssituation in der Ukraine verschärft die Energiepreisentwicklungen und macht diese nur schwer abschätzbar. Dies zwingt nicht nur uns, zu kurzfristigen deutlichen Preisanpassungen nach oben. Die gesamte Lieferkette Papier, bis hin zum Endverbraucher, in unserem Fall überwiegend Brauereien, hat sich nachhaltig auf ein deutlich höheres Preisniveau eingestellt.

Operationelle Risiken (betriebliche und rechtliche Risiken)

Der Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten, sowie die weitere Entwicklung der Produktions-effektivität und damit der spezifischen variablen Produktionskosten, werden von unverändert hoher Bedeutung für die Ertragslage in der Zukunft sein. Aus heutiger Sicht erscheint für 2023 eine gute bis sehr gute Auslastung sowie eine bessere Produktionseffektivität mit steigenden, aber beherrschbaren variablen Produktionskosten realistisch, das hängt aber auch sehr stark von der Entwicklung der verschiedenen Absatzmärkte ab. Durch vorbeugende Instandhaltung der Produktionsanlagen werden technische Ausfälle minimiert. Produkt- und Umweltschutzrisiken tragen wir durch entsprechende Maßnahmen der Qualitätssicherung Rechnung. Für bestimmte Haftungs- und Ausfallrisiken sowie Schadensfälle haben wir Versicherungen abgeschlossen. Die Risiken aus Verfügbarkeit und Preisen bei Rohstoffen werden durch entsprechende Verträge nach Möglichkeiten verringert. Permanente Qualitätskontrolle sowie regelmäßige Messungen aller umweltrelevanten Faktoren schränken das Risiko hier deutlich ein.

Risiken aus der Corona-Krise

Das derzeitige Risiko aus der Corona Pandemie, schätzen wir für unseren Industriezweig und insbesondere die Feldmuehle mittlerweile als gering ein. Daher werden die Folgen der Corona-Krise aus derzeitiger Sicht bei der Feldmuehle zu keiner weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen im Geschäftsjahr 2023 führen.

Intern werden trotzdem alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, trotz ausgelaufener gesetzlicher Vorschriften. Wo immer möglich sind die Arbeitsplätze weiterhin abwechselnd ins Homeoffice verlegt. Meetings werden je nach Notwendigkeit, per Telefon oder Online abgehalten. Vor Ort- Termine mit Externen finden wieder vermehrt statt. Bis zum Zeitpunkt der Beurteilung für die Einzelaspekte oben, ist die Feldmuehle mittelmäßig bis gering betroffen und für alle offensichtlichen Szenarien vorbereitet. Sollten kurzfristige Entscheidungen notwendig sein, bzw. kurzfristige neue politische Entwicklungen vorliegen, kann auch darauf entsprechend kurzfristig reagiert werden. Aus jetziger Sicht ist keine akute Gefährdung der Ergebnis- und Liquiditätsplanung abzusehen. Das kann mit Entscheidungen Dritter aber in Zukunft anders aussehen. Hier werden wir mit allen unternehmerischen und von der Politik bereitgestellten Mitteln den Fortbestand des Unternehmens sicherstellen.

Zusammenfassung der Risikolage

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das eingerichtete Risikomanagementsystem aus Sicht der Geschäftsführung geeignet ist unternehmerische Risiken zu erkennen und das Unternehmen somit in der Lage ist, den bestehenden Risiken aktiv und wirksam zu begegnen. Soweit es nicht zu unvorhersehbaren massiven Marktveränderungen in den zuvor beschriebenen Bereichen kommt, erscheint die Risikolage aus Sicht des Managements beherrschbar.

Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass wir die oben genannten Risiken naturgemäß nicht vollständig absichern und eliminieren können und dass Risiken wie z.B. Änderungen bei Rohstoff- oder Energiepreisen sowie nachteilige Wechselkursänderungen einen signifikanten Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft haben können.

IV. Nachtragsbericht

Bezüglich der Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf den Anhang der Gesellschaft.

V. Prognose

Für den Fall einer Stabilisierung der geopolitischen Lage und damit verbunden auch der Stabilisierung auf den Rohstoff- und Energiemärkten, wird sich für die Feldmuehle eine positive Entwicklung abzeichnen. Kundenbeziehungen und Marktberechtigung der Gesellschaft sind etabliert und stehen außer Frage.

Grundsätzlich ist für 2023 ein weiter wechselhafter aber in Summe stabiler Markt geplant, da der Trend zu mehr Papieretiketten fortbesteht. Wir werden uns weiterhin auf das margenträchtige Etikettensegment konzentrieren und unseren Marktanteil behaupten bzw. auszubauen.

Der Bereich Flexible Verpackung bleibt weiterhin in einen Aufwärtstrend. Wir werden hier opportunistisch auf sich bietende Marktchancen, oder sich ergebende Markttrends reagieren. Wir gehen von einem weiteren Wachstum bei den Spezialpapieren in unseren Marktsegmenten aus. Zugleich wird die Gesellschaft die Gemeinkosten weiterhin senken und versuchen, Einsparungen auf der Materialbeschaffungsseite zu erzielen. Es ist geplant, bei steigenden Rohstoffpreise, die Preise auf der Verkaufsseite weiter anzuheben, sowie mit weiteren Einsparungen bei den Kosten die Basisprofitabilität zu erhalten und zu steigern.

Auf dem Fundament einer nachhaltigen Basisprofitabilität wird ein weiterer Ausbau der bestehenden Märkte sowie das weitere Erschließen von neuen Märkten im Recycling Umfeld angestrebt.

Die mittelfristige Unternehmensplanung für 2023-2024 sieht eine leicht mengengetriebene, aber vor allem preisgetriebene Umsatzsteigerung bis auf deutlich über EUR 100,0 Mio. vor, sowie eine stabile EBITDA-Entwicklung zwischen EUR 2,0 Mio. und EUR 4,0 Mio.

Es wird für 2023, bei einem Umsatz von EUR 134 Mio., ein positives bereinigtes EBITDA von rd. EUR 3,0 Mio. geplant. Bei Vollauslastung der Produktionsanlage wird mit einer Produktionseffektivität von rund 85 % geplant.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von unserem Business Plan mehr oder weniger deutlich abweichen können, sofern sich unsere Annahmen als unzutreffend erweisen sollten.

 

Uetersen, den 16. Juni 2023

Feldmuehle GmbH

Geschäftsführung

Steffen Liebich

Johann Heinrich Kayser

Bernd Weber

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der Feldmuehle GmbH, Uetersen, erfolge am 18. Juli 2023.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Feldmuehle GmbH, Uetersen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Feldmuehle GmbH, Uetersen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Feldmuehle GmbH, Uetersen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 16. Juni 2023

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hartmut Pfleiderer, Wirtschaftsprüfer

Florian Leyser, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 der Feldmuehle GmbH, Uetersen, erfolge am 18. Juli 2023.

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