ALBIS HiTec Leasing AGLiquidiert

22087 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 103681
Eingetragen
28.12.2007
Branche
Alle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Vermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungenLeasing von nichtfinanziellen immateriellen Vermögensgütern, ohne Copyrights
Gegenstand
Finanzdienstleistungen durch den Abschluss von Leasing- und Mietkaufverträgen, insbesondere Finanzierungsleasingverträge, als Leasinggeber und alle damit zusammenhängenden Geschäfte und Dienstleistungen.

Historie

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Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALBIS HiTec Leasing AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg (ALBIS HiTec) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg, Ifflandstraße 4, 22087 Hamburg. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Hamburg, Abteilung B, unter der Nr. 103681 eingetragen. 100% der Aktien werden von der ALBIS Leasing AG, Hamburg, gehalten. Gegenstand der Gesellschaft ist die entgeltliche Gebrauchsüberlassung von Maschinen, Anlagen und Fahrzeugen aufgrund von Leasing- oder Mietverträgen sowie die Vornahme aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Die ALBIS HiTec versteht sich als Small-Ticket-Leasinggesellschaft für branchenübergreifende Investitionsobjekte für die gewerbliche Verwendung grundsätzlich im Wert zwischen EUR 500,- und EUR 50.000,-. In Einzelfällen können Geschäfte bis EUR 1.000.000,- abgeschlossen werden. Die Gesellschaft unterliegt dem Kreditwesengesetz (KWG) und ist entsprechend bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter der BAK-Nummer 122235 registriert. Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sind die jeweiligen regulatorischen sowie gesetzlichen Anforderungen zu berücksichtigen und in den operativen Prozesse implementiert.

Der vorliegende Lagebericht wurde in Anlehnung an den DRS 20 gegliedert.

Sie hat ihren Schwerpunkt bei Objekten aus dem Bereich IT / EDV, Kfz-Werkstatttechnik sowie Gastronomie- und Großküchentechnik. Darüber hinaus wird mit Handelspartnern im Nahrungs- und Genussmittelgewerbe, im Bereich Arbeits- und Produktionsgeräte, Forst und Gartenbau sowie im Geschäftsfeld Fitness und Medizin zusammengearbeitet. Die Unternehmensleitung prüft laufend die Hinzunahme neuer Objektfinanzierungen und so wird seit dem letzten Jahre ein weiterer Fokus auf z.B. Kaffeeautomaten und Profi-Waschmaschinen gelegt. Das Unternehmen bietet vorwiegend Vollamortisationsverträge an. Durch das Ausscheiden vieler kleinerer Leasinggesellschaften aus dem Markt ergeben sich weitere Möglichkeiten für bestehende Marktteilnehmer. Das zukünftige Wachstum soll u.a. auch durch die Übernahme kleinerer Gesellschaften oder deren Bestände oder Vertriebe vorangetrieben werden.

Das Leasinggeschäft der ALBIS HiTec ist in zwei Segmente aufgeteilt. Vertriebsleasing und Direktleasing. Beim Vendorleasing werden die Leasingverträge über Handelspartner an die ALBIS HiTec vermittelt. Zentrale Vertriebspartner sind Händler. Das Unternehmen verfügt seit Jahren über rund 1.300 langjährige Händlerverbindungen, die über ein vollautomatisiertes Onlinetool vor Ort für deren Kunden Leasingverträge für die ALBIS HiTec Leasing AG und deren Tochterunternehmen abschließen. Die Händlerbetreuung erfolgt über deutschlandweit 29 Außendienstmitarbeiter. Leasinggeschäfte werden ausschließlich mit gewerblichen Kunden mit Sitz in Deutschland abgeschlossen. Beim Direktleasing, welches über die Tochtergesellschaft ALBIS Direct Leasing GmbH abgewickelt wird, treten die Leasingnehmer direkt an die Gesellschaft heran.

Die Gesellschaft stellt die operativen Prozesse sowohl aus eigener Kraft als auch mittels externer Dienstleister dar und finanziert sich sowohl über Kreditinstitute und über die NIBC Bank.

Die Abwicklung des Neugeschäfts wird über standardisierte Prozesse mit eigenen sowie Standard-EDV-Tools vorgenommen. Bei der Geschäftstätigkeit werden die risikopolitischen Grundsätze der Gesellschaft beachtet. Die Erfolgsfaktoren sind niedrige Transaktionskosten durch definierte und automatisierte Prozesse, ein qualifiziertes und motiviertes Team, ein hohes Ertragspotenzial durch Nebenerlöse, die breite Risikostreuung sowie die selbstentwickelte und über Jahre erprobte IT Plattform (Workflow), die vollautomatische Vertragsprüfungen und Antragsbearbeitungen über das Internet mit den kooperierenden Händlern zulässt. Ziel der Gesellschaft ist es, die bestehenden Erfolgsfaktoren langfristig zu sichern, um die unter den risikopolitischen Gesichtspunkten möglichen Unternehmenswertmaximierung operativ umzusetzen.

Das Händlerprotal der ALBIS HiTec Leasing AG wurde komplett überarbeitet und wird sukzessive mit neuen Funktionen ausgestattet.

Bedingt durch die zukünftigen Anforderungen durch die neue Orange Finance S.A. wurde durch den Dienstleister QuantFS ein umfassendes Reporting/Monitoring der Vertragsbestände der ALBIS HiTec Leasing AG und der Tochtergesellschaften entwickelt. Dieses dient der Abwicklung der Refinanzierung über die Orange Finance S.A. und liefert dem Vorstand Informationen für die Unternehmenssteuerung.

Die Albis HiTec Gruppe besteht aus insgesamt vier Leasinggesellschaften welche alle zu 100 Prozent unmittelbar oder mittelbar Tochtergesellschaft der ALBIS HiTec sind.

Darüber hinaus bestehen strategische Unternehmensbeteiligungen. In diesem Zusammenhang besteht eine 100% Beteiligung an der ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg und deren 100% Tochtergesellschaft ALBIS Fullservice Leasing GmbH. Ziel der Beteiligung ist die Nutzung von Synergieeffekten und die Steigerung des weiteren Unternehmenswachstums. Die Beteiligungsfirmen unterliegen ebenfalls dem Kreditwesengesetz. Während die ALBIS Direct Leasing GmbH sich schwerpunktmäßig im Direktvertrieb sowie das Vermittlergeschäft konzentriert, hat die ALBIS Fullservice Leasing GmbH ihren Fokus maßgeblich auf Absatzfinanzierungspartnerschaften im Bereich Büroorganisation und Telekommunikation mit dem Angebot von Serviceleistungen. Die Koordination der Vertriebseinheiten, Entwicklung von Marketingmaßnahmen, Konditionsvorgaben sowie die Kontrolle und Steuerung des Neugeschäfts wird übergeordnet von der ALBIS HiTec vorgenommen und liegt in deren Verantwortungsbereich.

Im Jahr 2015 konnte durch die Übernahme der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH, Hamburg, (ehemalige EDEKA-Leasing) das erste Projekt in diesem Zusammenhang erfolgreich abgeschlossen werden.

Das Kalenderjahr 2014 teilte sich auf in die Rumpfgeschäftsjahre 01.01. bis 30.06.2014 sowie 01.07. bis 31.12.2014. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden Angaben zum Gesamtjahr gemacht, sofern es möglich war.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 56 Angestellte und 2 Vorstände (Vorjahr 52 Angestellte und 2 Vorstände) beschäftigt.

Im Jahr 2015 fand erstmals eine Mitarbeiterumfrage betreffend die Arbeitszufriedenheit statt. Die Beteiligungsquote an dieser Umfrage lag bei 76%. Die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter gab an, dass die Stimmung in Bezug auf die Arbeit positiv sei. Die ALBIS Leasing AG plant auch für das Jahr 2016 eine Mitarbeiterumfrage. Der Vorstand geht davon aus, dass diese Kennzahl sich leicht verbessert.

Steuerungssystem

Die ALBIS HiTec Leasing AG verfügt über ein neu aufgebautes Vertriebscontrolling, welches neben der Neugeschäftsentwicklung inkl. Margen und Zusatzerlöse auch die Performance der Vertriebsmitarbeiter im Vergleich zu den vereinbarten persönlichen Zielvereinbarungen sowie die Überwachung von Besuchsfrequenz im Vergleich zur Neugeschäftsentwicklung darstellt. Dieses wird monatlich an den Vorstand und die Regionalleiter kommuniziert.

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind:

Neugeschäft der Gesellschaft (2015: T€ 20.886)

Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft (2015: T€ 2.821)

Eigenkapitalquote (2015: 6,96%)

Die Neugeschäftsentwicklung wird anhand des täglichen Antragseinganges, der täglich erfolgten Bestellungen (genehmigte Leasinganträge) und anhand der täglich erfolgten in Miete gesetzten Leasingverträge (abgerechnete Leasingverträge) beobachtet. Der Antragseingang betrug im Jahr 2015 T€ 69.540 (Vorjahr T€ 71.854), das Volumen der genehmigten Anträge betrug 2015 T€ 31.904 (Vorjahr T€ 33.377) und das abgerechnete Neugeschäft betrug im Jahre 2015 T€ 20.886 (Vorjahr T€ 23.313).

Darüber hinaus werden die Zusatzerlöse wie Erlöse aus der Versicherung sowie die Nachmieterlöse (Verlängerungsraten und Verwertungserlöse) monatlich ermittelt und überwacht. Die Versicherungsquote (über Albis versicherte Objekte) betrug im Jahr 2015 63% (Vorjahr 67%). Die Eigenkapitalquote wird halbjährig ermittelt und zum 31.12.2015 liegt diese bei 6,96%.

Im Jahr 2015 fielen Personalkosten in Höhe von T€ 3.743 (Vorjahr T€ 1.843, Gesamtjahr 2014: T€ 3.798) an.

Die Liquiditätsentwicklung und Liquiditätsplanung wird ebenfalls regelmäßig mit dem Vorstand abgestimmt. Geschäftspolitische Entscheidungen werden in einem regelmäßigen Jour Fixe zwischen Vorstand und Abteilungsleitern vorbereitet. Vertriebliche Entscheidungen werden in regelmäßigen Regionalleitermeetings vorbesprochen. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat stehen monatliche Vorstandsreportings zur Verfügung. Diese enthalten die aktuelle Gewinn- und Verlustrechnung, die aktuelle Bilanz, den Plan-Ist-Vergleich, die Entwicklung der offenen Posten und Rücklastschriften sowie die Entwicklung des Neugeschäftes. Darüber hinaus steht dem Vorstand monatlich eine Gesamtportfolioanalyse, die die Entwicklung des Bestandes aufzeigt, zur Verfügung. Diese wird zum Thema Reporting/Monitoring für die Orange Finance S.A. regelmäßig durch den Dienstleister QuantFS GmbH zur Verfügung gestellt.

Durch die genannten Systeme ist der Vorstand jederzeit in der Lage, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren. Die Vorstände stimmen sich nahezu täglich über das Tagesgeschäft ab und informieren sich somit gegenseitig über Themen des jeweiligen Aufgabengebietes. Darüber hinaus finden monatlich Vorstandssitzungen statt, in den Maßnahmen besprochen und entsprechende notwendige Beschlüsse gefasst werden. Der Austausch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden erfolgt zusätzlich zu den üblichen Aufsichtsratssitzungen regelmäßig unterjährig.

Ertragsteuerung

Die Organisation, die technischen Systeme und die Arbeitsabläufe werden den Prozessen konsequent angepasst. Der dadurch erzielte Wettbewerbsvorsprung im technischen Bereich und die kostengünstige und schnelle Abwicklung von Leasinganträgen und -verträgen ermöglichte im Wettbewerb mit anderen deutschen Leasinggesellschaften die Gewinnung großer Partner wie Metro und Würth.

Die Gesellschaft verzichtet auf "Füllstoffgeschäfte" und schließt vorzugsweise Verträge mit kleinen Volumina ab, da diese ein höheres Ertragspotential aufweisen. Maßgeblich für den Unternehmens-erfolg sind die Erträge vor (Vormiete) und nach der festen Laufzeit der Leasingverträge (Nachmieterlöse) sowie die Erträge aus der Elektronikversicherung.

Die Erfolgsfaktoren sind niedrige Transaktionskosten durch definierte und automatisierte Prozesse, ein qualifiziertes und motiviertes Team, ein hohes Ertragspotenzial durch die vorgenannten Nebenerlöse, die breite Risikostreuung sowie die selbstentwickelte und über Jahre erprobte IT-Plattform zur Abwicklung der An- und Verträge mit den kooperierenden Händlern über das Internet, die eine vollautomatische Vertragsprüfungen und Antragsbearbeitungen zulässt

Die Vergütung des Vertriebs enthält sowohl fixe als auch leistungsorientierte Elemente.

Liquiditätssteuerung

Die Refinanzierung des Leasinggeschäfts erfolgt durch den Verkauf von Leasingforderungen. Es stehen Kontokorrentlinien für den Spitzenausgleich und die Vorfinanzierung neuer Verträge zur Verfügung. Daneben gibt es einen laufenden Liquiditätszufluss aus laufenden Zusatzerträgen und eigenfinanzierten Verträgen. Die Steuerung der Liquidität erfolgt über entsprechende kurz-, mittel- und langfristige Planungen als Bestandteil des Vorstandsreportings.

Die Liquidität ermöglichte die Begleichung aller fälligen Verbindlichkeiten.

B. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die Zuspitzung der Krise in Griechenland und die dramatisch zunehmende Flüchtlingsmigration haben die wirtschaftspolitische Diskussion in diesem Jahr dominiert. Andere, für die langfristige wirtschaftliche Entwicklung ebenso relevante Herausforderungen wie der demografische Wandel, die Globalisierung und die Digitalisierung traten deshalb in den Hintergrund, ohne jedoch ihre Bedeutung einzubüßen.

Die konjunkturelle Erholung in Deutschland und im Euro-Raum hat sich fortgesetzt. Gedämpft wird die wirtschaftliche Entwicklung durch die Wachstumsschwäche in den Schwellenländern. Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,7% für das Jahr 2015 und 1,6% für das Jahr 2016. Für den Euro-Raum werden Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von 1,6% und 1,5% für die Jahre 2015 beziehungsweise 2016 prognostiziert.

Die Flüchtlingsmigration macht deutlich, dass Deutschland sich nicht von globalen Problemen abkoppeln kann. Angesichts der guten Lage der öffentlichen Haushalte und der bestehenden Potenziale für eine effizienzsteigernde Wirtschaftspolitik dürften die bisher absehbaren Ausgaben verkraftbar sein. Der Sachverständigenrat erwartet direkte Ausgaben der öffentlichen Hand für die Flüchtlingsmigration von 5,9 bis 8,3 Mrd. Euro im Jahr 2015 und 9,0 bis 14,3 Mrd. Euro im Jahr 2016.

Eine erfolgreiche Integration von anerkannten Flüchtlingen erfordert erhebliche Bildungs- und Qualifikationsanstrengungen. Neben einer Beschleunigung der Asylverfahren sollten die Eintrittshürden in die Beschäftigung gesenkt werden. So sollten anerkannte arbeitsuchende Flüchtlinge als langzeitarbeitslos gelten. Von einer Erhöhung des Mindestlohns ist abzuraten.

Ausgehend von seinem Sondergutachten zum Euro-Raum vom Juli 2015 legt der Sachverständigenrat dar, wie durch die Einführung eines staatlichen Insolvenzmechanismus die Nicht-Beistandsklausel gestärkt und durch die Entprivilegierung von Forderungen gegenüber Staaten der Verbund zwischen Staaten und Banken gelockert werden können. Weitere Konsolidierungsschritte und Strukturreformen der Mitgliedstaaten sind entscheidend für eine selbsttragende wirtschaftliche Erholung. Die Niedrigzinsphase birgt Risiken für die Finanzstabilität und höhlt mittelfristig die Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen aus. Die makroprudenzielle Politik allein kann dieses Problem nicht lösen. Die Europäische Zentralbank sollte daher die Ausweitung ihrer Bilanz verlangsamen oder sogar früher beenden als angekündigt.

Zur Stärkung des Produktivitätswachstums müssen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mehr in den Blick genommen werden. Es gibt erhebliche Spielräume für effizienzsteigernde wirtschaftspolitische Weichenstellungen vor allem in den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung, Wettbewerb, Außenhandel, Energie und Steuern.

Die Entwicklung des deutschen Leasingmarktes 2

Die Leasing-Branche entwickelte sich in diesem Jahr ähnlich wie die Anlageinvestitionen der Wirtschaft. Dies belegen die Ergebnisse der Konjunkturumfragen des Ifo-Instituts im Leasing-Sektor. Im Jahresdurchschnitt von 2015 dürfte im Neugeschäft ein Wachstum von 3% auf 52,2 Milliarden Euro, erreicht worden sein; wobei Mobilien ein Plus von 4,1% und bei Immobilien ein Rückgang von 28,8% erwartet wurde. Damit schnitten die Leasing-Gesellschaften bei den Mobilien geringfügig schlechter ab als die gesamtwirtschaftlichen Investitionen. Dies bedeutet für die Leasing-Quote des Jahres 2015 ein unverändertes Niveau von 15,3% und bei Mobilen einen minimalen Rückgang von 23,0% auf 22,9%, falls die derzeitigen Prognosen für die Gesamtwirtschaft Realität werden.

Eine wesentliche Stütze für das Leasing waren im Berichtszeitraum die Fahrzeuginvestitionen. Die Automobilkonjunktur entwickelte sich unerwartet günstig. Bei den Pkw-Neuzulassungen lief in den ersten zehn Monaten ein Plus von 5,1% auf, wobei es aber im Oktober nur noch einen Zuwachs von 1,1% reichte. Für das Gesamtjahr ist daher eher mit einer Steigerung von etwas weniger als 5% zu rechnen, zumal sich noch nicht absehen lässt, wie sich der VW-Diesel-Skandal auf die Verkäufe auswirkt.

Das Geschäftsklima der Leasing-Gesellschaften verbesserte sich seit dem Jahresbeginn 2015 tendenziell. Die Geschäftslageurteile erreichten im Juli mit + 36% ihren Höhepunkt, blieben damit aber unter dem Maximum des Jahres 2014 mit + 39% (August). In diesem Jahr pendelten die Werte von August bis November um die 20%-Marke, und das bedeutet immer noch ein sehr komfortables Niveau. Die Geschäftserwartungen erreichen im März mit + 27% ein Zwischenhoch, das im Juni mit + 28% sogar übertroffen wurde. Nach einem etwas schwächeren Juli (+ 22%) gab es dann wieder einen klaren Zuwachs bei den Optimisten (August + 26%), der in den folgenden Monaten wieder etwas nachließ, im November gab er allerdings deutlich auf plus 8% nach. Das deutet auf eine nachlassende Dynamik hin. Das vierte Quartal dürfte gegenüber dem dritten ein spürbar geringeres Wachstum aufweisen, da es sich mit dem recht hohen Wachstum des Schlussquartals im Vorjahr messen muss.

Enttäuschend entwickelt sich das Leasing von Computern, Servern und IT-Ausstattungen. Nach einem bereits schwachen vergangenen Jahr verzeichnet das IT-Leasing 2015 einen erneuten Rückgang (minus zwei Prozent). "IT-Investitionen sind ein Seismograph für die Stimmungslage der Wirtschaft. Denn in unsicheren Zeiten stellen Unternehmen erfahrungsgemäß als Erstes Neuanschaffungen in die IT zurück", kommentiert der BDL-Präsident. Auch das Immobilien-Leasing verliert. Das Neugeschäft mit Büro-, Geschäfts- und Produktionsgebäuden beläuft sich auf 1,21 Mrd. Euro (- 29%).

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im ersten Quartal 2015 wurde eine neue Abteilung geschaffen, der Antragsservice. In dieser neuen Abteilung kontrollieren vier Mitarbeiterinnen täglich die eingegangenen Anträge. Im Vorjahr wurden die Tätigkeiten des Antragsservice teils im Vertriebsinnendienst und teils in der Kreditentscheidung dargestellt. Ziel war es, die Qualität und die Geschwindigkeit der Kreditabteilung deutlich zu steigern. Darüber hinaus findet in dieser Abteilung primär die Betrugsprävention statt.

Im Juni 2015 hat die ALBIS HiTec Leasing AG die Absicht des Erwerbes der EDEKA Leasing GmbH bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angezeigt. Im August hat die BaFin dem Erwerb zugestimmt, sodass am 24.09.2015 der Anteils- und Übertragungsvertrag sowie der Kooperationsvertrag mit der EDEKABANK hinsichtlich des Erwerbes der EDEKA Leasing GmbH, jetzt LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH mit Wirkung zum 01.10.2015 unterzeichnet wurde.

Am 08.10.2015 wurde mit Wirkung zum 01.10.2015 ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der ALBIS HiTec Leasing AG und der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH abgeschlossen.

Die Verträge mit der NIBC zur Sicherung der strukturierten Finanzierung wurden am 30.12.2015 unterzeichnet.

Die Neugeschäftsplanung von T€ 30.000 für das Geschäftsjahr 2015 wurde aufgrund unterschiedlicher Tatsachen mit einer Abweichung von T€ 9.114 deutlich verfehlt. Unter anderem lag dies an der sehr restriktiven Kreditpolitik der NIBC. Die Restriktionen resultierten nicht aus dem Leasinggeschäft der ALBIS HiTec Leasing AG, sondern dem Eigentümerwechsel bei der NIBC, die das Neugeschäft der Gesellschaft zu 95% refinanziert. Hinzukommt, dass die Banken aufgrund der aktuellen Zinslage unser größter Mitbewerber waren. Im ersten Halbjahr fehlte teilweise noch das Vertriebscontrolling, sodass erst Mitte des Jahres sichtbar war, welche Leistungen einzelne Außendienstmitarbeiter erzielt haben und somit die Möglichkeit bestand gegenzusteuern. Ein weiterer Punkt war die personelle Umstrukturierung in der zweiten Managementebene des Vertriebes.

Die Einführung des neuen Vertragsmodells "Miete plus Service" zu Beginn des Jahres hatte zur Folge, dass einige Bestandshändler der ALBIS HiTec Leasing AG nun innerhalb der ALBIS HiTec Gruppe verschoben und auf die ALBIS Fullservice Leasing GmbH umgeschlüsselt wurden. Somit sind die Erträge nicht mehr wie ursprünglich in der Muttergesellschaft erwirtschaftet worden.

Dies hat ergebnismäßig für das Geschäftsjahr 2015 jedoch kaum Auswirkungen, da die Erträge aus den starken Vorjahren maßgeblich Einfluss auf das positive Geschäftsergebnis haben. Ferner kompensiert das Ergebnis der im Berichtsjahr hinzugekommene Tochtergesellschaft LGH, Leasinggesellschaft für den Handel mbH, aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages beginnend vom 01.10.2015.

C. Ertragslage

Das Jahresergebnis - ohne Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 liegt mit T€ 2.186 um T€ 1.606 über dem Vorjahresniveau.

Im Berichtsjahr 2015 lagen die Leasingerträge der ALBIS HiTec Leasing AG (ohne sonstige betriebliche Erträge) bei T€ 34.918 (Vorjahr T€ 17.658, Gesamtjahr 2014: 34.970). Dabei wurden 9.418 Leasinganträge mit einem Gesamtwert von ca. T€ 69.540 bearbeitet. Daraus resultieren 3.907 Neuverträge mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von T€ 20.886 (Vorjahr 4171 Neuverträge mit T€ 23.313). Dies entspricht einem durchschnittlichen Vertragsvolumen von € 5.346 (Vorjahr € 5.589). Die Leasingaufwendungen lagen bei T€ 5.387 (Vorjahr T€ 2.846, Gesamtjahr 2014: T€ 5.522). Die Abschreibungen auf Leasingvermögen betrugen T€ 21.556 (Vorjahr T€ 10.905, Gesamtjahr 2014: T€ 21.664). Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft haben aufgrund einer leichten Bestandsveränderung gegenüber dem Gesamtjahr 2014 leicht abgenommen.

Die sonstigen Erträge haben sich im Wesentlichen aufgrund höherer Weiterbelastungen von Umlagen an die Tochtergesellschaften gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2/2014 um T€ 4.031, gegenüber dem Gesamtjahr 2014 um T€ 2.240, erhöht. Im Gegenzug erhöhten sich auch die Verwaltungsaufwendungen und sonstige Aufwendungen um T€ 6.861 gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2/2014, gegenüber dem Gesamtjahr 2014 um T€ 3.972.

Der Steueraufwand reduzierte sich um T€ 249, bedingt durch die Abschreibungen auf die latenten Steuern mit T€ 211.

Die ALBIS HiTec Leasing AG hält 100%ige Beteiligungen an der ALBIS Direct Leasing GmbH, mit ihrer Tochtergesellschaft ALBIS Fullservice Leasing AG sowie an der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH. Aus den Gewinnabführungen ihrer Tochtergesellschaften hat die ALBIS HiTec Leasing AG insgesamt T€ 170 vereinnahmt.

Die Gesellschaft hatte für das Kalenderjahr 2015 ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 1.995 prognostiziert und ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von T€ 2.821 erwirtschaftet. Zur Verbesserung gegenüber der Prognose trug insbesondere ein stark verbessertes Leasing-Verwertungsergebnis bei.

Wird die Ertragslage um Steuereffekte bereinigt, insbesondere um die Aufwendungen aus der Auflösung der aktiven latenten Steuern, zeigt sich die Ertragslage der Gesellschaft stabil im Vorjahresvergleich.

D. Finanzlage

Die Finanzlage wird vorrangig mit 59,55% vom passiven Rechnungsabgrenzungsposten bestimmt, der die refinanzierten Leasingerlöse zeigt.

Die Liquidität ermöglichte die Begleichung aller im Geschäftsjahr fälligen Verbindlichkeiten. Es bestehen mit mehreren Kreditinstituten Refinanzierungs- und Kreditvereinbarungen, die nicht ausgeschöpft wurden. Der überwiegende Anteil des Neugeschäftes wurde mittels Forfaitierung bei der NIBC refinanziert. Die täglich fälligen Bankverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2015 T€ 1.223 (Vorjahr T€ 1.958).

Die Eigenkapitalquote liegt bei 6,96%. Der überwiegende Teil des Fremdkapitals resultiert aus Forfaitierungen von Forderungen an die NIBC-Bank.

Im Dezember 2015 wurde die Orange Finance S.A. mit Sitz in Luxemburg gegründet - eine Zweckgesellschaft zur strukturierten Refinanzierung der ALBIS HiTec Leasing Gruppe. Die Refinanzierung wurde noch im gleichen Monat aufgenommen. Eine Beteiligung der ALBIS Leasing Gruppe an der Orange Finance S. A. besteht nicht.

E. Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist im Wesentlichen durch das Leasingvermögen geprägt. Das Leasingvermögen der Gesellschaft hat einen Anteil an der Bilanzsumme von 71,18%.

Die Forderungen an Kreditinstitute sind von T€ 2.085 auf T€ 5.184 gestiegen, da seit diesem Jahr das SEPA-Einzugskonto bei der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main in Höhe von T€ 4.134 in dieser Position enthalten ist. Eine entsprechende Gegenposition ist in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis bei der NIBC Bank Deutschland AG, Frankfurt am Main.

Die Forderungen an Kunden beinhalten als wesentliche Position auch die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Umlagen, die sich im Berichtsjahr um T€ 4.841 erhöhten.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen erhöhten sich um den im Berichtsjahr übernommenen Anteil an der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH.

Das Leasingvermögen reduzierte sich um T€ 3.572. Die Entwicklung des Leasingvermögens wird im Wesentlichen von der Geschäftsentwicklung vorangegangener Jahre bestimmt.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten vor allem Forderungen gegen das Finanzamt und reduzierten sich um T€ 936.

Die Höhe der Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute wird durch erhaltene Anzahlungen auf Forfaitierungen bestimmt. Diese nahmen im Berichtsjahr geschäftsbedingt leicht ab, sodass sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 1.008 reduzierten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich aufgrund des oben bereits erwähnten SEPA-Verfahrens um T€ 4.111 und aufgrund eines neu aufgenommenen Darlehens in Höhe von T€ 1.524.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber anderen Konzernunternehmen in Höhe von T€ 5.295 und erhöhten sich aufgrund von erhöhten Umlagen der anderen Konzerngesellschaften gegenüber dem Vorjahr.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Barwerte von veräußerten zukünftigen Leasingforderungen, die linear über die Vertragslaufzeit aufgelöst werden. Seine Entwicklung wird im Wesentlichen durch den Geschäftserfolg der vorangegangen Jahre bestimmt. Er verringerte sich um T€ 3.296.

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet.

F. Nachtragsbericht / Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2015

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2015 haben sich nicht ergeben.

G. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Wirtschaftliches Umfeld 3

Die gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich leicht eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands sank von 109,0 Punkten im November auf 108,7 Punkte im Dezember. Die Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage fielen zurück. Der Optimismus mit Blick auf die zukünftigen Geschäfte blieb hingegen unverändert. Die Indexwerte für Klima, Lage und Erwartungen liegen jedoch insgesamt um etwa drei Punkte höher als im Vorjahresmonat. Ein besseres Ergebnis hätte man sich zu Weihnachten kaum wünschen können.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut gestiegen. Die Erwartungen der Industriefirmen verbesserten sich merklich. Die Urteile zur aktuellen Lage wurden hingegen etwas zurückgenommen. Die Unternehmen korrigierten ihre Produktionspläne nach oben.

Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima merklich abgekühlt. Sowohl die aktuelle Lage als auch der Ausblick auf die kommenden Monate haben sich verschlechtert. Auch im Einzelhandel gab der Index nach. Vermutlich wegen des warmen Wetters waren die Einzelhändler etwas weniger zufrieden mit ihrer Lage als noch im November. Jedoch hellten sich die Erwartungen nach dem starken Rückgang im Vormonat wieder etwas auf.

Der verhaltene Aufschwung, in dem sich die Wirtschaft im Euroraum seit einiger Zeit befindet, wird sich fortsetzen. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im vergangenen Jahr durchschnittlich um 1,5 Prozent gestiegen sein. Im laufenden und im kommenden Vierteljahr 2016 wird die Wirtschaftsleistung um jeweils 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zunehmen. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte ist der Haupttreiber dieser Entwicklung, die von einem neuerlichen Rückgang der Ölpreise und höheren Einkommen profitiert. Außerdem dürften die Staatsausgaben stärker zunehmen, vor allem in Deutschland infolge der Flüchtlingsmigration.

Schließlich werden die Unternehmen ihre Investitionen aufgrund niedriger Zinsen und einer steigenden Kapazitätsauslastung stärker ausweiten. Unter der Annahme eines Ölpreises von 35 Dollar je Fass und eines Dollarkurses von 1,08 je Euro dürfte die Inflation leicht auf 0,4 Prozent im zweiten Quartal 2016 zunehmen.

Der Vorstand hat im September 2015 mit den Regionalleitern und den Vertriebsmitarbeitern eine Neugeschäftsplanung als Bottom-up-Planung für das Geschäftsjahr 2016 erstellt. Auf Basis dieser Neugeschäftsplanung wurde dann eine entsprechende Ertrags- und Kostenplanung für das Gesamtunternehmen für das Geschäftsjahr 2016 erstellt. Dabei wurde davon ausgegangen, dass die Kreditentscheidungspolitik wieder mit Hilfe der Orange Finance S.A. an Geschwindigkeit zunehmen wird. Darüber hinaus wurden die eingegangen Kooperationen mit Stihl und Kaffeepartner berücksichtigt.

Für das Jahr 2015 wurde ein Neugeschäft von T€ 30.000 prognostiziert. Das tatsächliche Neugeschäft betrug T€ 20.886. Der Vorstand geht davon aus, dass sich das Neugeschäft im Jahre 2016 moderat steigern wird. Die Gesellschaft erwartet daher für 2016 eine moderate Ergebnisverbesserung vor Gewinnabführung.

Es wird erwartet, dass sich das Neugeschäftsvolumen in 2016 durch die neue strukturierte Finanzierung und der damit verbundenen schnelleren Abwicklung wieder moderat steigern lässt, sodass die Gesellschaft erneut einen positiven Trend aufweisen wird.

Der positive Trend zeigt sich bereits in den ersten Wochen des Jahres 2016 zu bestätigen. Somit liegen die genehmigten Anträge über dem Vorjahr und die Resonanz aus dem Bereich der Vertriebspartner ist äußerst positiv.

Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Eigenkapitalquote von 6,96% prognostiziert und erreicht. Der Vorstand geht von einer stabilen Eigenkapitalquote für 2016 aus.

Risiken

Beschreibung der risikopolitischen Strategie

Durch die Konzentration auf kleinvolumige Leasingverträge mit Vollamortisation (d.h. ohne Restwertvereinbarungen) besteht ein stark granulares Portfolio. Das Ausfallrisiko einzelner Leasingnehmer wird damit für das Unternehmen leichter zu tragen. Ein erheblicher Teil der Leasingforderungen ist darüber hinaus regresslos verkauft.

Durch die Kooperation mit vielen Händlern wird hier das Ausfallrisiko der Händler (insbesondere werden deren Haftungen z.B. aus Gewährleistungen) breit verteilt. Der Wegfall einzelner Partner hätte damit auch für die Gesellschaft keine existenzgefährdende Wirkung.

Risikomanagement

Die Verantwortung für das Risikomanagement der ALBIS HiTec Leasing AG obliegt dem Vorstand, für Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken in Zusammenarbeit mit der Leiterin Rechnungswesen sowie bei allen anderen Risiken in Abstimmung mit den einzelnen Abteilungen. Die Kernaufgaben des Kreditmanagements sind die Entscheidung von Einzelanfragen und Rahmenlinien gemäß den erteilten Kompetenzen. In seiner Verantwortung sorgt er für die Einrichtung eines angemessenen Risikomanagement-und Controlling-Systems.

Oberste Leitlinie der Risikopolitik der ALBIS HiTec Leasing AG ist es, dass der Eintritt des Unerwarteten den Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet. Somit sind im Rahmen der Risikosteuerung folgende Prozesse aufgesetzt worden: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobemessung, Risiko Monitoring, Risikomanagement und das entsprechende Reporting.

Das Organisationshandbuch gibt die weitgehenden organisatorischen Regelungen des Unternehmens vor und enthält entsprechende Beschreibungen des Geschäftsablaufes und Arbeitsanweisungen.

Innerhalb der ALBIS Leasing Gruppe wird ein systemgestütztes Risiko- und Chancenmanagement mit quartalsweisen Risikoreports geführt, was dem Vorstand und den Aufsichtsgremien eine zeitnahe Beurteilung der Risikoposition erlaubt.

Risikodeckungspotential Risikoarten (gemäß MaRisk)
Position Deckungsbetrag Risikoart Risiko- betrag Limit Limitüberschreitung
Eigenkapital (einschließlich     Adressenausfallrisiken 1.530.597,46 6.500.000,00 nein
Substanzwert) 14.744.000,00   Marktpreisrisiken, inkl.      
In der Substanzwertrechnung     Zinsänderungsrisiken 0,00 10.000,00 nein
enthaltener Risikoabschlag 308.000,00   Liquiditätsrisiken 0,00 100.000,00 nein
Rückstellungen, EWB, PWB     Operationelle Risiken 1.482.376,46 3.250.000,00 nein
(bezogen auf nebengenannte Risiken) 140.172,68          
Stille Reserven 0,00          
Geplantes Ergebnis (sofern in            
o.g. Positionen nicht enthalten) 0,00          
Risikodeckungspotential aus Garantien, Patronatserklärungen, EAVs 0,00          
Summe Risikodeckungspotential 15.192.172,68 >= Summe Risiken 3.012.973,92    
Ergebnis: Risikotragfähigkeit ist gegeben. Summe zugeordnete Limite: 9.860.000,00 nein
  Nicht zugeordnete Limite: 5.332.172,68 nein

Maßnahmen zur Reduzierung von Einzelrisiken

Das ohnehin geringe Missbrauchspotenzial im Leasinggeschäft wird weiter durch den Ausschluss von Bartransaktionen minimiert. Der Einzug der Leasingraten erfolgt zu Lasten von Konten bei in Deutschland ansässigen Kreditinstituten, die im Vorwege Identifizierungen ihrer Kunden und Plausibilisierungen der Mittelherkunft gemäß GWG vornehmen müssen. Eingänge von Zahlungen per Überweisung erfüllen grundsätzlich die gleichen Kriterien. Abweichende oder sonst auffällige Zahlungen werden manuell von geschulten Mitarbeitern bearbeitet. Bei Auffälligkeiten in diesem Zusammenhang wird der Geldwäschebeauftrage sofort hinzugezogen.

Zusätzlich werden die Prozesse und die Einhaltung der Vorgaben von der Internen Revision geprüft.

Kreditrisiken /Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko ist das Risiko aufgrund von "Defaults" (z.B. Forderungsausfall oder Bonitätsverschlechterungen) von Geschäftspartnern sowie nachträglichen Risikoverschlechterungen Verluste zu erleiden. Länderrisiken bestehen nicht. Ziel der eingesetzten Systeme ist es, die Steuerung und damit die Vermeidung von Adressausfallrisiken unter gleichzeitiger Optimierung der bei den Leasingverträgen gewünschten Annahmequoten zu ermöglichen. Die Entwicklung der Kreditrisiken wird eigenverantwortlich überwacht und gesteuert. Das gilt auch für die permanente Verbesserung der Risikocontrollingsysteme und der vorhandenen Geschäftsprozesse.

Das Ausfallrisiko ist durch das Eigentum an den Leasingobjekten begrenzt. Die Überwachung der Adressenausfallrisiken wird im Rahmen der MaRisk-Anforderungen intensiv analysiert und adjustiert. Das gilt auch für die Methoden und Verfahren zur Risikoüberwachung.

Gemäß der festgelegten Geschäftspolitik fokussiert sich die ALBIS HiTec Leasing AG auf das Small-Ticket-Geschäft und begrenzt damit die einzelgeschäftsbezogenen Risiken. Dem Vorstand stehen regelmäßige Risikoberichte über die Entwicklung des Portfolios, über den Umfang der Großengagements, die Entwicklung des Neugeschäftes, die Entwicklung der Risikovorsorge sowie die von der generellen Strategie abweichenden Kreditentscheidungen und mögliche Limit Überschreitungen zur Verfügung. Nachdem nahezu 100% des Geschäftes mit Leasingnehmern durch Banken forfaitiert ist, ist das Adressausfallrisiko begrenzt. Das im Unternehmen gemeinsam mit der Schufa entwickelte und von den Kreditentscheidern eingesetzte Scoringsystem dient zur Identifizierung von Adressausfallsrisiken. Sehr erfahrene und langjährig für das Unternehmen tätige Mitarbeiter in der Kreditabteilung reduzieren durch qualifizierte Kreditentscheidungen sowie regelmäßige Bonitätsprüfungen darüber hinaus das bestehende Forderungsausfallsrisiko. Seit Jahren bestehen standardisierte Prozesse, die es ermöglichen, offene Forderungen umgehend zu identifizieren und dann umgehend einzutreiben.

Zu den Bonitätsrisiken aus dem Leasingbestand werden laufend diverse Portfolioberichte erstellt, die dem Vorstand eine Übersicht über aktuellen Entwicklungen erlauben.

Für mögliche Ausfälle wird in den Planungen und der Substanzwertrechnung ein Ausfallrisiko von brutto 3,5% des Leasingbestandes berücksichtigt. Diese Risikovorsorge kompensiert nach unseren Erfahrungen die tatsächlichen Ausfälle. Für die Zukunft wird eine gleichbleibende Brutto-Ausfallrate erwartet.

Als Obergrenze für das selbstzutragende Kreditausfallrisiko sind max. EUR 1 Mio. pro Kreditnehmereinheit vorgesehen. An Dritte regresslos verkaufte Forderungen (d.h. vollständige Übertragung des Ausfallrisikos) sind bei der Berechnung der vorstehenden Limite nicht mit einzuberechnen.

Das Beteiligungsrisiko bezeichnet das Risiko der Verlustentstehung aus bereitgestelltem Eigenkapital, aus Haftungsrisiken (z.B. Patronatserklärungen) oder aus Ergebnisabführungsverträgen (Verlustübernahmen). Beteiligungen von Seiten der ALBIS HiTec werden eingegangen. Das potenzielle Ausfallrisiko entspricht der Beteiligungshöhe, wobei im Regelfall keine Haftungsrisiken abgeschlossen werden. Ein Ergebnisabführungsvertrag besteht zu der Alpha Anlagen Leasing GmbH, zu der ALBIS Direct Leasing GmbH, zu der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH sowie zu der ALBIS Leasing AG. Der Vorstand steht in engen Kontakt zu den jeweiligen Beteiligungen und nimmt dort teilweise auch eine Führungsposition mit ein. Darüber ist die zeitnahe Information über sämtliche relevante Geschäftsvorfälle sowie Risikopotenziale möglich.

Marktpreisrisiken

Das Marktrisiko umfasst die mögliche negative Wertänderung durch die Veränderung von Marktpreisen, z.B. bestehende Zinsänderungsrisiken, Aktien- und Devisenkursänderungsrisiken oder Restwertrisiken von Leasing- oder Mietobjekten. Wesentliche Marktpreisrisiken bestehen neben der negativen Veränderung von kalkulatorischen Restwerten durch einen allgemeinen Preisverfall im Zweitmarkt insbesondere in den Zinsänderungsrisiken aus den i.d.R. festverzinslichen Leasinggeschäften und der nicht immer vollständig erreichbaren laufzeitkongruenten Refinanzierung zu festen Zinssätzen analog der kalkulatorischen Leasingraten.

Leasing- und Mietkaufgeschäfte der HiTec werden mit der Ausnahme von geringen Eigenfinanzierungen fristenkongruent refinanziert. Nennenswerte Zinsrisiken hieraus können daher nicht entstehen. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen mit einem Barwert von rund Euro 0,9 Mio. als Vorfinanzierung von Forfaitierungszusagen, die im Januar 2016 verkauft worden sind. Verkäufe an die Orange Finance S.A. sind immer kurzfristig möglich, daher kann die Albis HiTec Leasing AG bei signifikanten Zinsänderungen am Markt sofort reagieren um Margenverlusten entgegenzuwirken.

Bei den überwiegend abgeschlossenen Vollamortisationsverträgen bestehen keine Restwertrisiken. Sonst ist die erteilte Konzernweisung zu beachten, wonach offene Restwertrisiken grundsätzlich zu vermeiden sind. Währungsrisiken dürfen nicht eingegangen werden. Die Geschäfte sind ausschließlich in EUR abzuschließen. Das gilt auch für die Refinanzierung.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die HiTec ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann (Solvenz- oder Refinanzierungsrisiko). Liquiditätsrisiken entstehen überwiegend aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts und dem verspäteten oder nicht erfolgten Eingang von fälligen Zahlungsansprüchen gegen Kunden, insbesondere den Mietern und Leasingnehmern. Die Liquiditätsrisiken werden eigenverantwortlich aktiv überwacht und gesteuert. Hierzu besteht ein differenziertes Steuerungsinstrumentarium, in dessen Mittelpunkt die kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung sowie die monatlichen Berichte über die aktuelle Bankenliste nebst bestehender Forfaitierungs- und Kreditlinien steht, um damit die Liquidität und die Auslastung der freien Liquiditätslinien jederzeit feststellen zu können. Bei der Entwicklung der Risiken ist zwischen dem Neu- und Bestandsgeschäft zu unterscheiden. Das Bestandsportfolio hat grundsätzlich durchfinanziert zu sein, sodass wesentliche Risiken hieraus nicht erkennbar sind. Der Einzug der fälligen Mieten erfolgt hier aufgrund der nahezu vollständigen Forfaitierung der Leasingforderungen als Servicepartner für den Refinanzierungspartner. Da das Bonitätsrisiko vom Forfaiteur getragen wird, würde eine nicht gezahlte Mietrate nicht die Albis HiTec Leasing AG belasten.

Es wird zwischen klassischem Liquiditätsrisiko und dem Refinanzierungsrisiko unterschieden. Als klassisches Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass die ALBIS HiTec aufgrund von fremdinduzierten Marktstörungen oder durch unerwartete Ereignisse im Leasinggeschäft ihren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das Refinanzierungsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Liquiditätsbedarf, der bereits heute bekannt ist, nicht strukturkongruent eingedeckt wird und sich damit an irgendeiner Stelle auf der Zeitachse eine Liquiditätsunterversorgung (Liquiditätsgap) einstellt. Controllinginstrumente zur Identifizierung von Liquiditätsengpässen oder -überflüssen sind täglich vorhanden. Liquiditätsschwellwerte sind definiert, die unternehmensseitig ohne Meldung nicht unterschritten werden dürfen. Monatlich werden Reportings bzgl. der Liquiditätslage zur Verfügung gestellt. Zur Abschätzung des Liquiditätsbedarfs meldet der Ressortleiter Rechnungswesen, wenn der Liquiditätsbedarf vom vereinbarten Schwellenwert abweicht oder durch Sonderaufwendungen abzuweichen droht. Damit sind Instrumente zur Sicherung und Kontrolle der Liquidität vorhanden.

Eine Liquiditätsenge aufgrund fehlender ausreichender Refinanzierbarkeit reduziert die Neugeschäftsmöglichkeiten. Damit verbunden ist das Risiko, dass der Rohertrag sinkt. Ein sinkender Ertrag führt bei gleichen oder nicht ausreichend angepassten Kosten zu einer Verschlechterung der Ergebnisse der Gesellschaften. In der aktuellen Marktsituation kommt deshalb der Überwachung des Neugeschäftsvolumens im Rahmen des Risikomanagements eine besondere Bedeutung zu. Sie ist deshalb Bestandteil des monatlichen Risikoreportings. Trotz der vom Vorstand gesehenen möglichen Folgen eines rückläufigen Neugeschäfts, muss der Grundsatz der Sicherstellung der Liquidität, dem Grundsatz der Geschäftsausweitung vorgehen. Deshalb darf Neugeschäft nur im Rahmen der vorhandenen Liquidität und damit zugesagter, freier Linien eingegangen werden. Bestellungen von Leasingobjekten oder Finanzierungszusagen werden nur dann ausgesprochen, wenn entweder eine konkrete Refinanzierungszusage zum Einzelgeschäft vorliegt oder wenn durch eigene Kreditentscheider geprüft wurde, dass die aus einem Geschäftsabschluss resultierenden Forderungen unter einen bestehenden Refinanzierungsrahmenvertrag fallen und damit sofort refinanzierbar sind.

Geschäfts- und Betriebsrisiken (Operationelle Risiken)

Als Geschäftsrisiko ist das Risiko von Verlusten durch negative Abweichung der Erträge und Kosten von den Planzahlen definiert. Das Geschäftsrisiko wird sowohl durch die Geschäftsstrategie als auch durch geänderte Rahmenbedingungen wie Marktumfeld, Kundenverhalten oder technologische Entwicklung beeinflusst. Als Betriebsrisiken sind die operationellen Risiken sowie die Rechtsrisiken und die Risiken aus internem oder externem Betrug definiert. Die Geschäfts- und Betriebsrisiken werden mit der für das Konzernrisiko implementierten RCMS regelmäßig systematisch erfasst und bewertet. Bei Bedarf können damit kurzfristig Maßnahmen zur Risikoreduzierung oder -verlagerung beschlossen und sofort umgesetzt werden.

Zur Erfassung und Bewertung der Risiken wurde neben der Kategorisierung der Risiken auch eine umfassende Definition der Risikofelder und -aspekte vorgenommen, auf Basis derer die Risikoinventur durchgeführt wird. Bei den Geschäftsrisiken liegt das Hauptaugenmerk auf der kontinuierlichen Überwachung des Marktumfeldes der Gesellschaften, sodass frühzeitig auf Marktveränderungen reagiert werden kann. Wesentliche Geschäftsrisiken entstehen bei allen Gesellschaften aus der aktuellen Wettbewerbs-/ Konjunkturentwicklung und damit der Entwicklung des Neugeschäfts und den damit verbundenen Risiken und Erträgen. Die Geschäftsplanung des ALBIS HiTec Teilkonzerns erfolgt auf der Grundlage eines einheitlichen Planungsprozesses und wird auf der Basis von Kernvorgaben durch die ALBIS HiTec in einem Bottom-up-Prozess vorgenommen. Die von der ALBIS Leasing Gruppe vorgegebenen Rahmenbedingungen werden über eine jeweils aktuell erstellte Marktanalyse unter Berücksichtigung des aktuellen und zu erwartenden Konjunkturumfeldes verprobt.

Bei den operationellen Risiken stehen weiterhin die IT- und Prozessrisiken im Mittelpunkt der Betrachtungen. Zur Reduzierung der IT-Ausfallrisiken hat die HiTec den IT-Service auf die Albis Services GmbH ausgelagert, die über ausreichende Kapazitäten verfügt, und die Vorgabe hat, die Betriebssicherheit laufend zu verbessern und das Katastrophenmanagement laufend weiter zu entwickeln.

Sofern externe Dritte mit der Durchführung von Dienstleistungen für die Gesellschaft beauftragt werden, ist bei der Auswahl darauf zu achten, dass diese für die ihnen übertragenen Aufgaben die erforderliche Erfahrung mitbringen und über eine ausreichende Bonität und Größe, sowie entsprechend ausgebildetes Personal verfügen. Die Einzelheiten der übertragenen Dienstleistungen und deren Kosten sind vertraglich genau zu regeln. Die Dienstleistungsverträge müssen (auch im ALBIS Leasing Konzern) zudem gegebenenfalls die Outsourcinganforderungen der MaRisk erfüllen.

Die Mitarbeiter werden kontinuierlich in Bezug auf Betrugsverdachtsmomente sensibilisiert. Darüber hinaus bestehen diesbezügliche Arbeitsanweisungen sowie Kontrollinstrumente. Im Rahmen der Zentralisierung aller Prozesse wurden diese an die ALBIS Service GmbH, ALBIS Leasing AG sowie externe Dienstleister outgesourct. Es besteht die Verpflichtung der Dienstleister, umgehende Ad-hoc-Meldungen an den Vorstand der ALBIS HiTec vorzunehmen. Dies gilt insbesondere für operative Risiken sowie auch Kreditlimitüberschreitungen oder Liquiditätsengpässe.

Veränderungen von operativen Prozessen bzw. die Einführung von neuen Produkten und Märkten erfolgt nur nach vorab geprüften und freigegebenen Fachkonzepten. Diese analysieren sämtliche aus den Veränderungen resultierenden Chancen und Risiken. Die Fachkonzepte werden im Rahmen von Projektarbeiten erstellt und auch erst nach Testphase von den jeweiligen Entscheidungsträgern freigegeben.

Aufgrund der integrierten internen Kontrollverfahren sowie der Internen Revision sowie der jeweilig durchzuführenden Risikoinventuren gem. BTR 4 MaRisk können operative Risiken frühzeitig identifiziert und nach Prioritäten behoben werden.

Sonstige Risiken

Als sonstige Risiken sind zu nennen:

Risiken im Zusammenhang mit Portfoliokäufen oder dem Erwerb von Beteiligungen. Hier ist darauf zu achten, dass die damit verbundenen Risiken im Rahmen einer ausreichenden Due Diligence analysiert und bewertet werden. Der Erwerb von Beteiligungen oder Forderungsportfolien bedarf zumindest der Zustimmung des Vorstandes der Gesellschaft.

Betrugsrisiken bestehen im Finanzierungsgeschäft immer. Zur Reduzierung dürfen Geschäfte daher nur abgeschlossen werden, wenn die Existenz des Kunden und der wirtschaftliche Hintergrund des jeweiligen Geschäfts bekannt sind. Werden Dritte bei Geschäften als Vermittler zwischengeschaltet, sind diese vor Geschäftsannahme ausreichend zu überprüfen. Die entsprechende Prüfung ist implementiert und Vermittlergeschäfte werden laufend kontrolliert.

Das Risiko, zur Geldwäsche missbraucht zu werden besteht grundsätzlich auch im Leasinggeschäft. Aufgrund des unbaren Zahlungsverkehrs über Bankkonten (i.d.R. Lastschrifteinzug der Leasingraten) ist dieses Risiko jedoch als relativ gering einzustufen. Trotzdem ist jeder Mitarbeiter angehalten, alles zu tun, damit ein derartiger Missbrauch verhindert wird. Die Vorgaben des GWG und des KWG sind dabei zu beachten. Der Vorstand ist für die Unterrichtung der Mitarbeiter und deren Beteiligung an den vorgegebenen Schulungsmaßnahmen verantwortlich.

Zur Vermeidung von Rechts- und Prozessrisiken müssen alle Verträge mit Dritten schriftlich auf Basis rechtlich geprüfter Vertragsunterlagen abgeschlossen werden. Der Vorstand hat organisatorisch sicherzustellen, dass die verwandten Vertragsunterlagen regelmäßig daraufhin rechtlich und sachlich überprüft werden, ob diese noch dem aktuellen Stand entsprechen. Das gilt insbesondere für die verwandten Leasing-, Mietkauf- und Sicherheitenverträge.

Reputationsrisiken, als Risiken, die den Ruf der Gesellschaft oder der Gruppe im Markt negativ beeinflussen können, sind durch einen entsprechenden Kundenauftritt und eine gesetzes- und vertragstreue Geschäftsabwicklung zu vermeiden. Dazu gehört auch ein angemessen ausgebildetes und freundlich mit den Kunden umgehendes Personal, sowie die Vermeidung von Geschäften, die zu Reputationsverlusten führen können (z.B. Geschäfte bei denen die Vertragspartner nicht bekannt sind oder der Sinn und Zweck des Geschäfts für den Vertragspartner nicht ersichtlich oder nachvollziehbar ist).

Steuerrisiken sind Risiken, bei denen anfallende Steuern nicht oder nicht in der ausreichenden Höhe erkannt und deshalb nicht oder nicht in der richtigen Höhe abgeführt oder Dritten als Umsatzsteuer oder im Rahmen der Preiskalkulation entsprechend belastet wurden. Im Leasinggeschäft gehören dazu aufgrund ihrer Komplexität insbesondere die Gewerbesteuer und die Umsatzsteuer. Die Geschäftsleiter sind angehalten, keine steuerlichen Risiken einzugehen und sich ausreichend steuerlich beraten zu lassen. Auch hier haben die Gesellschaften die steuerlich korrekte Handhabung sicherzustellen.

Der Vorstand sieht aufgrund des derzeitigen wirtschaftlichen Umfeldes und aufgrund der ständigen Risikokontrollmechanismen eine normale Risikolage und auf alle Fälle keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancen

Chancen können sich für die Gesellschaft durch das Ausscheiden von Wettbewerbern im Leasingmarkt und eine Belebung bei Anlageinvestitionen, die aufgrund der derzeitigen Wirtschaftsprognosen gegeben sein sollten, ergeben.

Aufgrund einer veränderten Gesellschafterstruktur verfügt das Unternehmen über eine noch klarere Ausrichtung und hat damit bei der Gewinnung von Refinanzierungspartnern deutlich bessere Chancen.

Die interne Scorekarte zur Bonitätsbeurteilung zukünftiger Leasingkunden ist seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Es erfolgte eine laufende Beobachtung und Weiterentwicklung. Die Scorekarte wird auch zur Beurteilung von Finanzierunganfragen bei den Tochtergesellschaften genutzt. Im Geschäftsjahr hat der Vorstand eine moderate Erhöhung der Prüfsumme auf T€ 20 beschlossen.

Dem Vorstand ist es gelungen neue Refinanzierungspartner, wie z.B. die Volksbank Mittweida für die ALBIS HiTec Gruppe zu gewinnen und bestehende Konditionen und Bedingungen zu verbessern. Ferner führte der Vorstand Gespräche mit der Siemens Finance hinsichtlich einer Zusammenarbeit für die ALBIS HiTec Gruppe

Neben dem organischen Wachstum gibt es zwei weitere Wachstumspotenziale: Zum einen wurde wie bereits erwähnt, die LGH Leasinggesellschaft für den Handel erfolgreich in den Teilkonzern ALBIS HiTec Leasing AG integriert. Dieses Beispiel zeigt, dass die ALBIS HiTec Leasing AG flexibel genug ist sich auf den Bedarf und die Möglichkeiten am Markt einzustellen. Der Vorstand führt aktuell weitere Gespräche mit potenziellen Leasinggesellschaften und ist an der Übernahme von weiteren Gesellschaften, Portfolien oder Vertriebsorganisationen interessiert.

Zum anderen sind neue Vertragsarten eine weitere Möglichkeit, flexibel auf die Nachfrage am Markt zu reagieren. Die erfolgreiche Einführung des Vertrages "Miete plus Service" hat dies gezeigt. Der Vorstand schließt nicht aus, weitere innovative Vertragsmöglichkeiten nach entsprechender rechtlicher Prüfung umsetzen zu lassen.

Seit dem ersten Quartal 2015 wird die Antragsbearbeitung innerhalb einer eignen Abteilung umgesetzt. So wird die Qualität und die Geschwindigkeit bei der Kreditentscheidung gesteigert.

Auch die Gründung der Orange Finance S.A. im Dezember 2015 wird zur Beschleunigung der Kreditentscheidungen beitragen.

I. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Die ALBIS HiTec Leasing AG setzt für ihr Rechnungswesen die bewährte Standardsoftware "RP Finance" des Systemhauses Röhrich & Partner GmbH, Bochum, ein, die eine zutreffende Verarbeitung der erfassten Sachverhalte gewährleistet. Die laufende und zeitnahe Datensicherung liegt bei der IT der Konzerngesellschaft ALBIS Service GmbH.

Die im Rechnungswesen implementierten Prozesse stellen eine vollständige und zeitnahe Erfassung aller Geschäftsvorfälle sicher. Die Prozesse reglementieren und überwachen insbesondere den Belegfluss. Die Abteilung Rechnungswesen der ALBIS HiTec Leasing AG ist qualifiziert besetzt. Sie wird vom Vorstand - über laufende, wenigstens monatliche Auswertungen - kontrolliert.

Maßgeblich für die Prozesse im Rechnungswesen sind die klare Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten sowie die Verwendung des Vier-Augen-Prinzips in Bezug auf alle wesentlichen Vorgänge.

Stichprobenprüfungen der Fachabteilungen dienen der Sicherstellung der Datenintegrität. Darüber hinaus unterstützen Prüfungen der internen Revision das Kontrollsystem im Rechnungswesen.

Der IT der Konzerngesellschaft ALBIS Service GmbH wurden zum Zwecke der Systemwartung Schreib- und Leseberechtigungen für die EDV-Programme eingeräumt, die für die Finanzbuchhaltung relevant sind. Darüber hinaus besitzen ausschließlich Mitarbeiter der ALBIS Service GmbH zum Zwecke der Erstellung des Rechnungswesens und die Mitarbeiter des Bereichs Finanzen diese Berechtigungen.

 

Hamburg, den 31.03.2016

ALBIS HiTec Leasing AG

Vorstand

Andreas Oppitz

Michael Hartwich

1 http://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/
2 Finanzierung Leasing Factoring, Ausgabe 1/2016, S. 31
http://bdl.leasingverband.de/presse-aktuelles/pressemitteilungen/leasing-branche-investiert-2015-rund-59-mrd-euro-in-die-deutsche-wirtschaft
3 http://www.cesifo-group.de/de/ifoHome/facts/Forecasts/Euro-zone-Economic-Outlook/Archive/2016/eeo-20160112.html

Bilanz

AKTIVA

31.12.2015 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR
1. Barreserve        
a) Kassenbestand   9,06   147,38
2. Forderungen an Kreditinstitute        
a) täglich fällig 4.525.563,30   883.278,75  
b) andere Forderungen 658.761,02 5.184.324,32 1.202.008,17 2.085.286,92
3. Forderungen an Kunden   6.672.337,55   839.301,52
darunter:        
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 2.687.932,82        
gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 4.841.443,71        
4. Anteile an verbundenen Unternehmen   5.950.000,00   5.225.000,00
5. Leasingvermögen   45.899.747,98   49.471.269,87
6. Immaterielle Anlagewerte        
a) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   10,00   10,00
7. Sachanlagen   12.876,00   27.404,99
8. Sonstige Vermögensgegenstände   725.309,32   1.660.882,33
darunter:        
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 0,00        
gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 0,00        
9. Rechnungsabgrenzungsposten   38.068,28   131.006,33
10. Aktive latente Steuern   0,00   491.348,00
    64.482.682,51   59.931.657,34

PASSIVA

       
  31.12.2015 31.12.2014
  EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig 1.223.335,68   1.958.165,86  
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.419.735,38 7.643.071,06 6.692.896,59 8.651.062,45
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden   7.777.758,54   600.446,94
darunter:        
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 1.100.000,00        
gegenüber verbundene Unternehmen EUR 1.100.000,00        
3. Sonstige Verbindlichkeiten   5.309.345,35   3.568.804,64
darunter:        
gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten EUR 2.844.686,25        
gegenüber verbundene Unternehmen EUR 4.803.954,24        
4. Rechnungsabgrenzungsposten   38.396.480,78   41.692.964,25
5. Rückstellungen        
a) andere Rückstellungen   376.798,36   554.207,46
6. Eigenkapital        
a) Eingefordertes Kapital        
Gezeichnetes Kapital 4.147.000,00   4.147.000,00  
b) Gewinnrücklagen        
ba) gesetzliche Rücklage 340.880,42   225.823,60  
c) Bilanzgewinn 491.348,00 4.979.228,42 491.348,00 4.864.171,60
    64.482.682,51   59.931.657,34

Gewinn- und Verlustrechnung

AUFWENDUNGEN

101.2015 - 31.12.2015 01.07. bis 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR EUR
1. Leasingaufwendungen     5.387.218,19   2.846.291,95
2. Zinsaufwendungen     279.397,32   118.530,10
3. Provisionsaufwendungen     497.679,99   262.719,66
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter 3.743.080,80     1.603.574,23  
ab) Soziale Abgaben 573.455,68 4.316.536,48   239.439,87  
b) andere Verwaltungsaufwendungen   5.244.451,73 9.560.988,21 857.209,56 2.700.223,66
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf          
a) Leasingvermögen   21.556.331,13   10.904.546,72  
b) Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   17.371,62 21.573.702,75 9.028,02 10.913.574,74
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen     152.285,33   1.125.773,19
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     301.711,57   121.079,38
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     513.004,62   759.963,65
9. Sonstige Steuern     6.570,00   8.383,00
10. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne     2.186.079,53   1.116.487,64
11. Jahresüberschuß     115.056,82   58.134,77
      40.573.694,33   20.031.161,74
1. Jahresüberschuß     115.056,82   58.134,77
2. Gewinnvortrag     491.348,00   491.348,00
3. Einstellungen in Gewinnrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     -115.056,82   -58.134,77
4. Bilanzgewinn     491.348,00   491.348,00

ERTRÄGE

01.01.2015 - 31.12.2015
EUR
01.07. bis 31.12.2014
EUR
1. Leasingerträge 34.918.363,51 17.658.038,36
2. Zinserträge aus    
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.309,51 575,53
3. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 170.457,77 898.406,55
4. Provisionserträge 5.082,50 4.180,00
5. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapiere sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 22.000,00
6. Sonstige betriebliche Erträge 5.478.481,04 1.447.961,30
  40.573.694,33 20.031.161,74

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Allgemeine Hinweise

Mit Zustimmung der Gesellschafterversammlung der ALBIS HiTec Leasing AG und Zustimmung der Gesellschafterversammlung der LGH Leasinggesellschaft für den Handel GmbH jeweils vom 14. Oktober 2015 zwischen der ALBIS HiTec Leasing AG (beherrschende Gesellschaft) und der LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH (beherrschte Gesellschaft) ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 geschlossen.

In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden im Vorjahr die Margenbarwerte zu regresslos verkauften Mietforderungen ausgewiesen. Sie wurden linear über die Forfaitierungszeit aufgelöst. Die Bilanzierung der forfaitierten Mietkaufgeschäfte wurde im Berichtsjahr dahingehend geändert, dass die passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgelöst und im Gegenzug für den Forfaiteur noch zu leistende Rateneinzüge und Forderungsmanagement sowie ggf. Objektsicherstellung im Leistungsstörungsfall Rückstellungen gebildet wurden. Ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage ist aufgrund des geringen Mietkaufvolumens nicht vorhanden.

Die ALBIS HiTec Leasing AG ist in die umsatzsteuerliche und körperschaftssteuerliche Organschaft mit der ALBIS Leasing AG, Hamburg, einbezogen.

Die ALBIS HiTec Leasing AG wird in den für das Geschäftsjahr 2015 nach HGB aufgestellten Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Die ALBIS HiTec Leasing AG ist ein Finanzdienstleistungsinstituts i. S. von § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Die notwendige Erlaubnis zum Betrieb eines Finanzdienstleistungsinstituts wurde durch fristgerechte Anzeige an die BaFin erwirkt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg, betreibt das Finanzierungsleasing und ist damit Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG. Gemäß § 340 Abs. 4 i. V. m. § 340a Abs. 1 HGB haben Finanzdienstleistungsinstitute auf ihren Jahresabschluss die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften anzuwenden und außerdem einen Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen des § 289 HGB aufzustellen. § 267 HGB ist nicht anzuwenden (§ 340a Abs. 2 HGB).

Für den Jahresabschluss gelten die allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, die ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute nach §§ 340 ff. HGB sowie die Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienst- Leistungsinstitute RechKredV.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind im Geschäftsjahr 2015 gemäß § 340 Abs. 4 Satz 1 HGB nach den Gliederungsvorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) in der Fassung vom 28. August 2013 erstellt worden. Es gelten die Formvorschriften des § 2 RechKredV.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Für die Aufstellung des Abschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Forderungen an Kreditinstitutesind gemäß § 340e HGB zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kundensind gemäß § 340e HGB zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener pauschalierte Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmenwerden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten angesetzt.

Das Leasingvermögenwird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßig und außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Bei Anwendung der linearen Abschreibungsmethode wurden die Zugänge entweder über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder bei Teilamortisationsverträgen über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrages (Grundmietzeit) unter Berücksichtigung des vereinbarten Restwertes abgeschrieben. Die den Abschreibungen beim Leasingvermögen zugrunde liegenden Nutzungsdauern orientieren sich in der Regel an der Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrages (Grundmietzeit) bzw. an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Diejenigen Verträge, deren Restbuchwerte nicht durch eine Rückkaufsvereinbarung abgesichert sind, werden auf einen Restbuchwert von 16% der historischen Anschaffungskosten abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer der zum Vertragsende ausgewiesenen Restbuchwerte wird mit 18 Monaten angesetzt.

Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewertesind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögenist zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Zugänge wurden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00, deren Anschaffung in den Jahren 2008 und 2009 erfolgte, wurden im Jahr des Zugangs gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben. Für entsprechende abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Wert von über EUR 150,00 bis maximal EUR 1.000,00 wurde gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der einheitlich über fünf Jahre mit jeweils 20% abzuschreiben ist. Für die in den Jahren 2010 bis 2014 angeschafften selbständig nutzbaren Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 wurde das Wahlrecht gemäß § 6 Abs. 2 i.V.m. Abs. 2a EStG in Anspruch genommen. Diese Wirtschaftsgüter als auch die Wirtschaftsgüter 2015 mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 4.591 (Vorjahr: TEUR 1.141) in die Forderungen gegenüber Kunden gemäß RechKredV umgegliedert.

Die Aktiven latenten Steuernwurden gemäß Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB gebildet. Die aktiven latenten Steuern werden nach der bilanzorientierten Methode als Wert der temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichem Buchwert und steuerlicher Basis ermittelt. Im Berichtszeitraum erfolgte entsprechend einer Steuerquote von 32,275% eine Auflösung der gesamten Aktiven latenten Steuer in Höhe von TEUR 491. Die aufgelösten aktiven Latenten Steuern stammen aus vororganschaftlicher Zeit.

Verbindlichkeitensind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 4.841 (Vorjahr: TEUR 3.569) in die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gemäß RechKredV umgegliedert.

Die Rückstellungenberücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr werden mit den laufzeitspezifischen Zinssätzen gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital)beträgt EUR 4.147.000,00. Es setzt sich zusammen aus 1.050.000 Stück Vorzugsaktien und 3.097.000 Stück Stammaktien. Gemäß § 150 Abs. 1 AktG hat die ALBIS HiTec Leasing AG eine gesetzliche Rücklagegebildet. Gemäß § 300 AktG erfolgte eine Zuführung in Höhe von 5 % des Überschusses des Geschäftsjahres vor Gewinnabführung vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015.

Erläuterungen zur Bilanz

Für die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gelten gemäß § 340d HGB i. V. m. § 9 RechKredV bestimmte Restlaufzeiten.

Die Forderungen an Kreditinstitute gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
bis drei Monate 4.526 883
mehr als drei Monate bis ein Jahr 659 1.202
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
  5.184 2.085

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen das SEPA-Einzugskonto für Leasing- und Mietkaufraten, die den Januar 2016 betreffen, in Höhe von TEUR 4.134 (Vorjahr: 0) sowie die Barreserve TEUR 424 (Vorjahr: 0) bei der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis bei der NIBC Bank Deutschland AG, Frankfurt am Main.

Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
bis drei Monate 867 839
mehr als drei Monate bis ein Jahr 5.805 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
  6.672 839

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 4.591 (Vorjahr: TEUR 1.141), Nachrangdarlehen TEUR 964 (Vorjahr: 0) sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung TEUR 653 (Vorjahr: TEUR 705), debitorische Kreditoren TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 169) sowie eine pauschalierte Einzelwertberichtigung TEUR -132 (Vorjahr: -193).

Anteile an verbundenen Unternehmen im Sinne des § 340a Abs. 4 Nr. 2 HGB betragen TEUR 5.950:

ALBIS Direct Leasing, Hamburg TEUR 5.200
Alpha Anlagen-Leasing GmbH, Hamburg TEUR 25
LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH TEUR 725

Das ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaften resultiert aus den zum 31. Dezember 2015 aufgestellten Jahresabschlüssen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Leasingvermögensund der Sachanlagen gemäß § 340e Abs. 1 HGB i. V. m. § 34 Abs. 3 RechKredV ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Ausweis nach RechKredV wurde entsprechend berücksichtigt. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von T€ 319 berücksichtigt.

Die Sonstigen VermögensgegenständeT€ 726 (Vorjahr: T€ 1.661) beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuererstattungsansprüchen TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 510).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 38 (Vorjahr: T€ 131) betreffen bereits im Geschäftsjahr 2015 für 2016 gezahlte Vergütungen für Mitarbeiter in Höhe von TEUR 15 sowie bereits gezahlte Vorabvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied.

Die Aktiven latenten Steuernsetzen sich gemäß § 274 HGB und DRS 18 wie folgt zusammen:

31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
0 491

Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: 491.348,00) wurden aus dem Ansatz des Vorjahres fortentwickelt und resultieren aus von steuerlichen Grundsätzen abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen nach anteiliger Auflösung auf Basis einer Steuerquote von 32,275 %. Im Rahmen der in 2012 erfolgten Abwicklung der ALBIS HiTec Leasing AG & Still hatte die ALBIS HiTec Leasing AG stille Reserven in Form von erwarteten Nachgeschäftserlösen (Anschlussmieten aus bestehenden Leasingverträgen) in Höhe von insgesamt EUR 7,1 Mio. von den ausscheidenden atypisch stillen Gesellschaftern erworben. Der Erwerb der stillen Reserven stellte handelsrechtlich Aufwand dar, war steuerrechtlich jedoch als Vermögensgegenstand in der Steuerbilanz zu aktivieren. Der hierauf angewendete Steuersatz beträgt 32,275% und setzte sich zusammen aus dem Steuersatz für Körperschaftsteuer von 15,00%, dem hierauf entfallenden Solidaritätszuschlag von 5,50% sowie für Gewerbesteuer von 16,45% bei einem angenommenen Hebesatz von 470% sowie der Steuermesszahl von 3,5 (§ 11 Abs. 2 GewStG). Korrespondierend zum Bilanzausweis erfolgte der Ausweis der Gegenposition in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gliedern sich nach Restlaufzeit wie folgt:

31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
bis drei Monate 1.223 5.672
mehr als drei Monate bis ein Jahr 6.420 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 2.979
mehr als fünf Jahre 0 0
  7.643 8.651

Der Ausweis beinhaltet im Wesentlichen erhaltene Anzahlungen auf forfaitierte Leasing- und Mietkaufpakete, die gemäß Forfaitierungsvertrag erst ab 2016 forfaitiert werden in Höhe von TEUR 2.971 (Vorjahr: TEUR 3.714), darlehensfinanzierten Leasinggeschäfte TEUR 2.978 (Vorjahr: TEUR 2.979) sowie die zweckgebundene Kontokorrentlinie, die zur Vorfinanzierung des Leasinggeschäfts genutzt wird, in Höhe von TEUR 960 (Vorjahr: TEUR 0) bei der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main und bei der Sparkasse Bremen in Höhe von TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 377)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kundengliedern sich wie folgt:

2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
bis drei Monate 5.154 600
mehr als drei Monate bis ein Jahr 2.624 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
mehr als fünf Jahre 0 0
  7.778 600

Diese betreffen im Wesentlichen ein Darlehen TEUR 1.524 (Vorjahr: TEUR: 0) sowie erstellte SEPA-Lastschriften, die den Januar 2016 betreffen, in Höhe von TEUR 4.111 (Vorjahr: 0), Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 734 (Vorjahr: 421) sowie mit TEUR 230 (Vorjahr: 169) Kreditorische Debitoren.

Die Sonstigen VerbindlichkeitenTEUR 5.309 (Vorjahr: TEUR 3.569) enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 4.804 (Vorjahr: TEUR 0), sowie Verbindlichkeiten, die nicht im Zusammenhang mit dem Leasinggeschäft stehen.

Der Ausweis im passiven Rechnungsabgrenzungspostenbeinhaltet die Barwerte von veräußerten zukünftigen Leasingforderungen, die linear über die Vertragslaufzeit aufgelöst werden. Im Rahmen des Forfaitierungsvertrages sind die, den Leasingverträgen zu Grunde liegenden Leasingobjekte der NIBC Bank Deutschland AG sicherungsübereignet.

31.12.2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
38.396 41.693

Die anderen RückstellungenTEUR 377 (Vorjahr: TEUR 554) betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 209), für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 74), für noch nicht genommenen Resturlaub 2015 TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 30), für Abschlussprüfungskosten TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 38), für Aufsichtsratsvergütungen TEUR 65 (Vorjahr: TEUR 65), für Prozesskosten TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 16), für ausstehende Rechnungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18), für Boni TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 48), für Jubiläumszuwendungen TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 18), für Beiträge für die Berufsgenossenschaft 2015 TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 12).

Das Grundkapitalder Gesellschaft beträgt EUR 4.147.000,00 und ist aufgeteilt in 1.050.000 Stück Vorzugsaktien und in 3.097.000 Stück Stammaktien. Die gesetzliche Rücklagewurde gemäß § 150 AktG i. V. m. § 272 Abs. 3 AktG gebildet und valutiert mit TEUR 341. Zum Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2015 erfolgte eine Zuführung gem. § 300 AktG TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 58).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund des vorangegangenen Rumpfgeschäftsjahr von 1. Juli bis 31. Dezember 2014 sind die Vorjahreswerte nur eingeschränkt vergleichbar.

Bei den Erträgen aus dem LeasinggeschäftTEUR 34.918 (Vorjahr: TEUR 17.658) handelt es sich um Erträge aus Auflösungen der passiven Rechnungsabgrenzung TEUR 23.039 (Vorjahr: TEUR 12.167) sowie um Erträge aus dem Geschäft mit Leasing- und Mietkaufverträgen TEUR 5.113 (Vorjahr: TEUR 2.201), Verlängerungsraten TEUR 3.027 (Vorjahr: TEUR 1.449), aus der Verwertung von Leasinganlagevermögen TEUR 2.469; Vorjahr: TEUR 1.208) sowie aus Versicherungserlösen TEUR 1.270; Vorjahr: TEUR 634).

Die Aufwendungen aus Leasing- und MietkaufgeschäftTEUR 5.387 (Vorjahr: TEUR 2.846) umfassen im Wesentlichen Aufwendungen aus dem Abgang der Restbuchwerte für verkaufte Leasingobjekte TEUR 2.476; Vorjahr: TEUR 1.316) sowie Aufwendungen aus dem Wareneinsatz Mietkauf TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 426), Aufwendungen aus der vorzeitigen Refinanzierungsablösung TEUR 1.547 (Vorjahr: TEUR 758) sowie Aufwendungen TEUR 146 (Vorjahr: TEUR 82), welche im Zusammenhang mit erzielten Versicherungserträgen aus Elektronik-Versicherungen stehen.

Die Zinsaufwendungen TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 119) betreffen Zinsen im Zusammenhang mit der Refinanzierung von Leasingverträgen TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 113), Zinsen gemäß § 233a AO TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2), Kautionszinsen TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2).

Die Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 898) beinhalten im Geschäftsjahr Erträge aus der Beteiligung an der Alpha Anlagen-Leasing GmbH in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 5), Erträge aus der Beteiligung ALBIS Direct Leasing GmbH in Höhe von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 894) sowie Erträge aus der Beteiligung Leasinggesellschaft für den Handel mbH TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Provisionsaufwendungenbetrugen im Geschäftsjahr TEUR 498 (Vorjahr: TEUR 263).

Die sonstigen betrieblichen ErträgeT€ 5.478 (Vorjahr: T€ 1.448) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Weiterbelastungen TEUR 4.188 (Vorjahr: TEUR 1.064), Erträge aus Schadensersatz TEUR 424 (Vorjahr: TEUR 217) Mahn- und Kündigungsgebühren TEUR 196 (Vorjahr: TEUR 92) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 2).

Zu den allgemeinen VerwaltungsaufwendungenT€ 9.561 (Vorjahr: T€ 2.700) gehören insbesondere Personalaufwand TEUR 4.317 (Vorjahr: TEUR 1.843), die Kostenumlagen der ALBIS Leasing Gruppe in Höhe von TEUR 3.532 (Vorjahr: TEUR 1.120), Miete und Betriebskosten TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 107), Aufwendungen für Werbung TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 101), Kfz-Kosten TEUR 459 (Vorjahr: TEUR 218) sowie Rechts- und Beratungskosten TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 95).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Leasingvermögen, immaterielle Anlagewerte und SachanlagenT€ 21.574 (Vorjahr: T€ 10.915) werden im Anlagespiegel ausgewiesen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden in Höhe von T€ 319 berücksichtigt.

Die sonstigen betrieblichen AufwendungenT€ 152 (Vorjahr: T€ 1.126) beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen gegenüber der NIBC.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf ForderungenT€ 302 (Vorjahr T€ 121)umfassen Abschreibungen auf uneinbringliche Forderungen TEUR 302 (Vorjahr: TEUR 102).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag T€ 513 (Vorjahr: T€ 760) setzen im Wesentlichen aus der ratierlichen Auflösung aktiver latenter Steuern TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 702) zusammen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Mitarbeiterzahl (§ 285 Nr. 7 HGB)

Im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 waren insgesamt Mitarbeiter 53 (Vorjahr: 52) beschäftigt (ohne Vorstand und Auszubildende).

Organe (§ 285 Nr. 10 HGB)

Vorstand

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

 

Andreas Oppitz, Kaufmann, Weißkirchen (Österreich)

 

Michael Hartwich, Kaufmann, Escheburg

Herr Andreas Oppitz ist einzelvertretungsbefugt. Herr Michael Hartwich vertritt die Gesellschaft jeweils gemeinsam mit einem Mitglied des Vorstandes oder Prokuristen. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat gehören folgende Herren an:

 

Hans Otto Mahn, Kaufmann, Wulfsen (Vorsitzender)

 

Olaf Mahn, Kaufmann, Hamburg (stellvertretender Vorsitzender)

 

Diplom-Kaufmann Bernd Dähling, Kaufmann, Hamburg

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Berichtszeitraum TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 42).

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Die alleinige Aktionärin der ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg, ist die ALBIS Leasing AG, Hamburg.

Konzernzugehörigkeit (§ 285 Nr. 14 HGB)

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ALBIS Leasing AG, Hamburg, einbezogen. Dieser ist beim Bundesanzeiger offenzulegen.

Mitteilung über das Bestehen einer Beteiligung (§ 160 Abs. 1 AktG)

Die ALBIS Leasing AG, Hamburg, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 und § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft sowie eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört. Die Beteiligungshöhe beträgt 100%.

Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr in der Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 berechnete Gesamthonorar wird gemäß der Erleichterung des § 285 Nr. 17 HGB im Konzernanhang der ALBIS Leasing AG, Hamburg, angegeben.

Beziehungen zu nahestehenden Personen (§ 285 Nr. 21 HGB)

Von den folgenden Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB bezog die Gesellschaft im Berichtsjahr Leistungen:

Art der Leistung 2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
ALBIS Fullservice Leasing GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 8 0
ALBIS Service GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 3.205 1.049
ALBIS Mobil Lease GmbH Dienstleistungen 2 39
Albis Leasing AG Miete/Dienstleistungen/ Umlagen 464 139
ALBIS Direct Leasing GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 115 0
    3.794 1.227

Für die folgenden Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB erbrachte die Gesellschaft im Berichtsjahr Leistungen:

Art der Leistung 2015
TEUR
Vorjahr
TEUR
ALBIS Direct Leasing GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 2.635 605
Leasinggesellschaft für den Handel mbH Dienstleistungen/ Umlagen 146 0
ALBIS Fullservice Leasing GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 1.326 407
ALBIS Mobil Lease GmbH Umlagen 76 46
ALBIS Leasing AG Dienstleistungen/ Umlagen 2 4
ALBIS Service GmbH Dienstleistungen/ Umlagen 3 2
    4.188 1.064

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Nr. 1 HGB

Andreas Oppitz

ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

ALBIS Mobil Lease GmbH, Neu-Isenburg (Geschäftsführer)

UTA-Leasing GmbH, Neu-Isenburg (Geschäftsführer)

ALBIS Fullservice Leasing GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH (Geschäftsführer ab 1. Oktober 2015)

SGL Structured Leasing Erste GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

SGL Structured Leasing Dritte GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

SGL Structured Leasing Vierte GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

Michael Hartwich

ALBIS Service GmbH, Hamburg (Geschäftsführer)

LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH (Geschäftsführer ab 1. Oktober 2015)

Basecamp Schule GmbH i. L., Buchholz in der Nordheide (Geschäftsführer)

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV und § 285 Nr. 9c HGB

Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung bestanden während des Geschäftsjahres vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 nicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31.12.2015 vor, die wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der ALBIS HiTec Leasing AG haben.

Gewinnverwendungsvorschlag (§ 325 Abs. 1 HGB)

Von dem Ergebnis für das Geschäftsjahr wurden TEUR 115 in die gesetzliche Rücklage eingestellt sowie TEUR 2.186 im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die ALBIS Leasing AG abgeführt.

 

Hamburg, den 31. März 2016

Der Vorstand

Andreas Oppitz

Michael Hartwich

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 31.12.2014
EUR
Zugang
EUR
Umbuchung
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen          
Alpha Anlagen-Leasing GmbH, Hamburg 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH 0,00 725.000,00 0,00 0,00 725.000,00
ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg 5.200.000,00 0,00 0,00 0,00 5.200.000,00
  5.225.000,00 725.000,00 0,00 0,00 5.950.000,00
Leasingvermögen          
Leasingvermögen 96.617.432,27 20.701.668,23 0,00 22.649.413,45 94.669.687,05
Leasingvermögen mit Mietbeginn im Folgejahr 3.030.125,09 0,00 -218.303,31 0,00 2.811.821,78
  99.647.557,36 20.701.668,23 -218.303,31 22.649.413,45 97.481.508,83
Immaterielle Anlagewerte          
Software 75.933,60 0,00 0,00 0,00 75.933,60
  75.933,60 0,00 0,00 0,00 75.933,60
Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 85.911,05 2.842,62 0,00 0,00 88.753,67
  105.034.402,01 21.429.510,85 -218.303,31 22.649.413,45 103.596.196,10
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen        
Alpha Anlagen-Leasing GmbH, Hamburg 0,00 0,00 0,00 0,00
LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH 0,00 0,00 0,00 0,00
ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Leasingvermögen        
Leasingvermögen 50.176.287,49 21.566.331,13 20.150.857,79 51.591.760,83
Leasingvermögen mit Mietbeginn im Folgejahr 0,00 0,00 0,00 0,00
  50.176.287,49 21.566.331,13 20.150.857,79 51.591.760,83
Immaterielle Anlagewerte        
Software 75.923,60 0,00 0,00 75.923,60
  75.923,60 0,00 0,00 75.923,60
Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 58.506,06 17.371,62 0,00 75.877,68
  50.310.717,15 21.583.702,75 20.150.857,79 51.743.562,11
Restbuchwerte
Stand 31.12.2015
EUR
Stand 31.12.2014
EUR
Anteile an verbundenen Unternehmen    
Alpha Anlagen-Leasing GmbH, Hamburg 25.000,00 25.000,00
LGH Leasinggesellschaft für den Handel mbH 725.000,00 0,00
ALBIS Direct Leasing GmbH, Hamburg 5.200.000,00 5.200.000,00
  5.950.000,00 5.225.000,00
Leasingvermögen    
Leasingvermögen 43.077.926,22 46.441.144,78
Leasingvermögen mit Mietbeginn im Folgejahr 2.811.821,78 3.030.125,09
  45.889.748,00 49.471.269,87
Immaterielle Anlagewerte    
Software 10,00 10,00
  10,00 10,00
Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.876,00 27.404,99
  51.852.634,00 54.723.684,86

Verbindlichkeitenspiegel

davon gegenüber
Gesamtbetrag
EUR
Gesellschaftern
EUR
bis zu drei Monaten
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten        
a) täglich fällig 1.223.335,68 0,00 1.223.335,68 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 6.419.735,38 0,00 6.419.735,38 0,00
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.643.071,06 0,00 7.643.071,06 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
Andere Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.777.758,54 0,00 6.253.964,39 725.401,18
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7.777.758,54 0,00 6.253.964,39 725.401,18
3. Sonstige Verbindlichkeiten        
a) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.295.302,24 0,00 5.295.302,24 0,00
b) Erhaltene Kautionen 295.375,46 0,00 0,00 295.375,46
c) Sonstige 210.015,65 0,00 210.015,65 0,00
Summe sonstige Verbindlichkeiten 5.800.693,35 0,00 5.505.317,89 295.375,46
  21.221.522,95 0,00 19.402.353,34 1.020.776,64
ein bis fünf Jahre
EUR
über fünf Jahre
EUR
davon gesicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten       - Sicherungsübereignung
a) täglich fällig 0,00 0,00 1.223.335,68 von Leasingobjekten
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00 6.419.735,38  
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 7.643.071,06  
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden        
Andere Verbindlichkeiten        
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 798.392,97 0,00 0,00  
Summe Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 798.392,97 0,00 0,00  
3. Sonstige Verbindlichkeiten        
a) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00  
b) Erhaltene Kautionen 0,00 0,00 0,00  
c) Sonstige 0,00 0,00 0,00  
Summe sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00  
  798.392,97 0,00 7.643.071,06  

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ALBIS HiTec Leasing AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 18. April 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Schreiber, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan H. Glismann, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde noch nicht festgestellt.

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