NewCo Development GmbH
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Evgeniya Kamenshchikova seit 18.11.2024 | Geschäftsführer |
Corinna Maria Hohenleitner seit 16.8.2023 | Geschäftsführer |
Giancarlo Ambrosini seit 28.9.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
CRITEO S.A. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CRITEO GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Criteo GmbH hat ihren Sitz in München. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter der Registernummer HRB 183450 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 289f HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind überwiegend im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert. Im Zuge der Aufstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 wurden auf Basis einer qualitativen Analyse Ausweisfehler im Vorjahresabschluss identifiziert. Diese wurden in laufender Rechnung sowie für das Geschäftsjahr 2023 wie folgt korrigiert: Erträge aus an andere Konzerngesellschaften ohne Gewinnaufschlag weiterbelasteten Kostenumlagen für verauslagte Aufwendungen in Höhe von TEUR 21.649 (Vorjahr: TEUR 11.250) werden nicht mehr unter den Umsatzerlösen, sondern unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Korrespondierend dazu werden die verauslagten Aufwendungen nicht mehr unter den Materialaufwendungen, sondern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren werden Aufwendungen aus erhaltenen Weiterbelastungen von verbundenen Unternehmen für von diesen erbrachte Dienstleistungen in Höhe von TEUR 20.246 (Vorjahr: TEUR 18.701) nicht mehr unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen innerhalb der Materialaufwendungen, sondern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Diese reinen Ausweisfehler hatten und haben keinen Einfluss auf das Gewinnausschüttungspotential, den Jahresüberschuss, die Höhe der Contribution ex Tac oder die Darstellung der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft und deren Korrektur ist daher in laufender Rechnung erfolgt. Die Vorjahreswerte wurden dazu entsprechend angepasst. 2 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren - mit Ausnahme der oben dargestellten Anpassungen - die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Neben der oben genannten Änderung sind die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert zum Vorjahr. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unverändert unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Kundenstamm) wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von neun Jahren, angesetzt. Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 HGB wird nicht genutzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer der wesentlichen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens liegt zwischen drei und zehn Jahren. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Anlagenzugänge in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet, sofern es sich um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung handelt. Umlaufvermögen Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Ausfallrisiken durch Einzel- sowie Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigungen berücksichtigen die Risiken aus Skonti, Ausfall- und Zinsverlust sowie die erwarteten Beitreibungskosten. Die liquiden Mittel sind mit den entsprechenden Nenn- bzw. Nominalwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Guthaben in Fremdwährung bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Rechnungsabgrenzungsposten Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der zum Abschlussstichtag vorliegenden Beschlüsse. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Der Jahresabschluss wird ohne Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und dem Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren zuzuordnende Aufwendungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen Zinssatz auf Basis eines 7- Jahres-Durchschnittszeitraums entsprechend der Laufzeit diskontiert. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen sind berücksichtigt. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Die Umrechnung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgte im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs. Die Folgebewertung erfolgt gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) beachtet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären und quasi-temporären Differenzen (Temporary Konzept) zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit dem unternehmensindividuellen kombinierten Ertragssteuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenz bewertet und nicht abgezinst. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Soweit sich ein Überhang an aktiven Unterschiedsbeträgen ergibt, unterbleibt eine Aktivierung latenter Steuern in Ausübung des bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Erträge und Aufwendungen Umsatzerlöse werden unter Beachtung des Realisationsprinzips realisiert und ausgewiesen, wenn bei Lieferungen der Gefahrenübergang erfolgt ist. Bei Dienstleistungsverträgen erfolgt die Umsatzrealisation zu dem Zeitpunkt, zu dem die jeweils geschuldete Leistung erbracht ist und der Anspruch auf eine Gegenleistung besteht. Aufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich periodengerecht erfasst. 3 Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Anlagevermögen Eine von den historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist - unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres sowie einschließlich der kumulierten Abschreibung - im Anlagespiegel - als Anlage zum Anhang - dargestellt. Finanzanlagevermögen Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 10.330 (Vorjahr: TEUR 2.844) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 4.751 (Vorjahr: TEUR 8.084) Cash Pool Forderungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.689 (Vorjahr: TEUR 9.467) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Ertragssteuern (Körperschafts- und Gewerbesteuern) in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 983). Guthaben bei Kreditinstituten Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert TEUR 25. Die Kapitalrücklage beläuft sich gegenüber dem Vorjahr unverändert auf TEUR 485. Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 8.973 (Vorjahr: TEUR 8.948) ist aufgrund des an die Muttergesellschaft für das Vorjahr ausgeschütteten Betrags von TEUR 468 um TEUR 25 angestiegen.
1 Gem. dem letzten verfügbaren
Jahresabschluss zum 31.12.2023.
Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 4.569 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen in voller Höhe eine Rückstellung für eine laufende Betriebsprüfung und deren Folgewirkungen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen betreffen im Wesentlichen die erwartete Rechnungsstellung der sogenannten Publisher, deren eingekaufte Dienstleistungen zur Erbringung der Leistungen an die Kunden der Gesellschaft erforderlich sind. Personalverpflichtungen entfallen im Wesentlichen auf Bonus- sowie Urlaubsrückstellungen in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 893). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26.343 (Vorjahr: TEUR 16.890) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.258 (Vorjahr: TEUR 2.185). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.085 (Vorjahr: TEUR 2.211) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.960 (Vorjahr: TEUR 2.770). Diese betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Die latenten Steuern resultieren aus temporären Unterschieden bezüglich der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzierung von unrealisierten Währungskursgewinnen sowie aus unterschiedlichen Wertansätzen für Forderungen. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden kombinierten Ertragssteuersatz von 32,98 %, dieser umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die latenten Steuern entwickelten sich dabei im Geschäftsjahr wie folgt:
Zum Bilanzstichtag ergab sich ein Überhang von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 92, der unter Anwendung von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in der Bilanz angesetzt wurde. Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB Basierend auf den von der OECD im Dezember 2021 veröffentlichten "Pillar Two Model Rules" hat die Europäische Union im Dezember 2022 eine Richtlinie zur Sicherstellung eines globalen Mindeststeuerniveaus für multinationale Unternehmensgruppen verabschiedet. Gesetze zur globalen Mindeststeuer wurden in mehreren Ländern, in denen die Criteo Gruppe tätig ist, erlassen, darunter auch in Deutschland. Die Criteo Gruppe bzw. die Criteo SA fällt ab dem Geschäftsjahr 2024 in den Anwendungsbereich dieser Regeln. Zum 31. Dezember 2023 ist kein laufender Steueraufwand aufgrund der "Pillar Two" Regeln angefallen, da diese erstmals im folgenden Geschäftsjahr anwendbar sind. Zudem werden keine latenten Steueransprüche und -schulden im Zusammenhang mit Ertragsteuern aus den "Pillar Two" Regeln erfasst. Die Gesellschaft sowie der Criteo-Konzern bewerten derzeit die Auswirkungen der "Pillar Two" Regeln auf ihre jeweilige Steuerposition. Basierend auf einer vorläufigen Bewertung der Anwendbarkeit von zeitlich befristeten "Safe Harbor" Regeln auf Grundlage tatsächlicher Finanzinformationen sowie nominaler Steuersätze in den Ländern, in denen der Criteo-Konzern tätig ist, schätzt die Gesellschaft, dass aufgrund der aktuellen Struktur des Konzerns, der Verteilung seiner Tätigkeiten und des derzeitigen Verrechnungspreissystems keine Ergänzungssteuern auf Ebene der Criteo GmbH anfallen werden. 4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB nach Tätigkeitsbereichen nach Berücksichtigung der in Abschnitt 1 beschriebenen Ausweisänderung wie folgt aufgegliedert:
70 % (Vj. 67 %) der Umsatzerlöse werden im Inland erzielt und 30 % (Vj. 33 %) im Ausland. Die geografische Aufteilung erfolgte anhand der Anzeigegebiete von Werbekampagnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 748 (Vorjahr: TEUR 675). Periodenfremde Erträge oder Aufwendungen, deren Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind, liegen nicht vor. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten - unter Berücksichtigung der in Abschnitt 1 beschriebenen Ausweisänderung - im Wesentlichen Aufwendungen aus erhaltenen Kostenumlagen für erbrachte Leistungen anderer Konzerngesellschaften für die Gesellschaft in Höhe von TEUR 37.967 (Vorjahr: TEUR 33.165), Aufwendungen für Auslagen der Gesellschaft für andere Konzerngesellschaften von TEUR 21.649 (Vorjahr: TEUR 11.250), Aufwendungen aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.333 (Vorjahr: TEUR 1.896), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 923 (Vorjahr: TEUR 896) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 800 (Vorjahr: TEUR 1.012). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Aufwendungen für Körperschaftssteuer (TEUR 595; Vorjahr: TEUR 233), Gewerbesteuer (TEUR 953; Vorjahr: TEUR 641) und Solidaritätszuschlag (TEUR 33; Vorjahr: TEUR 13) des laufenden Geschäftsjahres, Erträge aus der Auflösung von passiven latenten Steuern (TEUR 9; Vorjahr: TEUR 9) sowie Erträge in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 26) aus Steuern für Vorjahre und Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.281 (Vorjahr: TEUR 0) aus einer derzeit laufenden Betriebsprüfung. Sonstige Angaben Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Weiterbelastungen der notwendigen Publisher Aufwendungen zur Erbringung der Dienstleistungen an die Kunden der Criteo GmbH sowie Weiterbelastungen der anteiligen Server-, Datacenter-, Lizenz- sowie Personal- bzw. Managementaufwendungen durch die Criteo SA Paris, Frankreich, die Criteo Technology SAS, Paris, Frankreich, und Criteo Europa Mm SI, Barcelona, Spanien, und weitere Konzerngesellschaften. Die Geschäfte erfolgen unter Beachtung der anwendbaren Fremdvergleichsgrundsätze. Geschäfte, welche zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen sind, liegen nicht vor. Abschlussprüferhonorar gem. § 285 Nr. 17 HGB Das im Geschäftsjahr 2023 als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer (Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München) betrug TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 38). Es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 83 Mitarbeiter (Vorjahr: 84 Mitarbeiter) beschäftigt. Hiervon sind 52 Mitarbeiter im Vertrieb und Sales-Back-Office, 9 Mitarbeiter in der globalen Versorgung und Geschäftsentwicklung, 8 Mitarbeiter im Analytik-Sektor, jeweils 3 Mitarbeiter in der Personalabteilung und in der Abteilung für Recht, jeweils 2 Mitarbeiter im Marketing sowie im Business-Enablement-Dienst und 3 weitere Mitarbeiter in sonstigen Unternehmensbereichen tätig. Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gesellschaft durch die folgenden bestellten Geschäftsführer:
Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur zwei der Geschäftsführer, Herr Alexander Gößwein und Frau Corinna Maria Hohenleitner, ihre Bezüge von der Gesellschaft in Deutschland bezogen haben. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroflächen in Höhe von bis zu TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 919), davon sind bis zu TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 919) innerhalb eines Jahres fällig. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen oder nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Risiken und Vorteile wesentlich für die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens wären, bestehen nicht. Konzernzugehörigkeit sowie kleinster und größter Konsolidierungskreis Die Gesellschaft ist ein 100 % Tochterunternehmen im Sinne des § 290 HGB der Criteo SA, Paris. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Criteo SA, Paris, Frankreich, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist beim Greife du Tribunal de commerce de Paris hinterlegt und kann dort eingesehen werden. Die Gesellschaft erstellt aufgrund der Inanspruchnahme des § 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung der Tochtergesellschaft für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, keinen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 (vgl. Angaben zu Finanzanlagen). Nachtragsbericht / Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Mit notariellem Vertrag vom 24. April 2024 wurde die Tochtergesellschaft Iponweb GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2024 im Rahmen eines sogenannten up stream Mergers auf die Criteo GmbH verschmolzen. In Folge der Verschmelzung (Gesamtrechtsnachfolge) gehen alle Vermögensgegenstände und Schulden sowie alle bestehenden Vertragsverhältnisse der Iponweb GmbH auf die Gesellschaft über. Bilanzseitig betrifft dies im Wesentlichen entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen. Zum anderen wird aufgrund der Verschmelzung die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 um voraussichtlich 74 steigen. Ab dem 1. Januar 2024 gelten zudem alle Geschäftstransaktionen als im Namen und auf Rechnung der Criteo GmbH durchgeführt. Die Iponweb GmbH erzielte im abgelaufenen Jahr Umsatzerlöse im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Aufwandsseitig sind im Wesentlichen Personalaufwendungen im hohen einstelligen Millionenbereich angefallen. Die Geschäftsführung der Criteo GmbH beabsichtigt im Rahmen der Wahlrechtsausübung die Buchwertmethode für die buchhalterische Erfassung der Verschmelzung anzuwenden. In diesem Fall ist in Folge der Verrechnung des Eigenkapitals der Iponweb GmbH mit dem Buchwert der Beteiligung zum Verschmelzungsstichtag mit einem Verschmelzungsverlust und insoweit außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von MEUR 10,6 zu rechnen. Es sind keine weiteren berichtspflichtigen Vorgänge nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss geführt hätten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 2.938.492,21 sowie den Gewinnvortrag von EUR 8.972.952,83 auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 30. August 2024 Giancarlo Ambrosini Corinna Hohenleitner Entwicklung des Anlagevermögens
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023A. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt im Jahreswirtschaftsbericht 2024 bekannt, dass die deutsche Wirtschaft ein angespanntes Jahr aufgrund militärischer Konflikte in Europa sowie dem Nahen Osten und den hiermit verbundenen Herausforderungen hatte. Die noch zu Beginn des Krieges bestehende einseitige Abhängigkeit von russischen Energielieferungen konnte deutlich reduziert werden. Durch die Absicherung der Energieversorgung sind die Energiepreise wieder gesunken. Dennoch liegen diese zumeist weiter über dem Vorkrisenniveau. Ähnlich zum Vorjahr bleibt eine erhöhte Inflation und Zinsrate der EZB, welche die Konsumausgaben beeinträchtigen, bestehen. Zusätzlich bremsen die übermäßige Bürokratie und der Fach- und Arbeitskräftemangel die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023. 1 Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Kalenderjahr 2023 - nach einer Steigerung von 1,8 % in 2022 - um 0,3 % gesunken. Der Arbeitsmarkt war von einer robusten Grunddynamik trotz der kurzfristigen konjunkturellen Schwäche geprägt. Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf um rund 110 Tsd. Personen zu, während die Arbeitslosigkeit sich im Jahresdurchschnitt leicht erhöht hat. 2 Das real verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ist im Kalenderjahr 2023 angestiegen. Grund hierfür sind besonders die von der deutschen Bundesregierung geschnürten Entlastungspakete für die privaten Haushalte. Die Einkommensentwicklung führte jedoch nicht zu einem Anstieg der privaten Konsumausgaben. Diese sind im Kalenderjahr 2023 um ca. 0,8 % gesunken. 3
1 Vgl.
https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Publikationen/Wirtschaft/jahreswirtschaftsbericht-
2024.pdf ?__ blob=publicationFile&v=6, S. 20 f ., 169.
B. Das Unternehmen Die Criteo GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Criteo SA mit Sitz in Paris. Der Criteo- Konzern ist ein Anbieter für Performance-Marketing-Lösungen mit Standorten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen bezogen auf den weltweiten Ad-Technologie-Werbeumsatz als einen der Marktführer an. Als wesentliche Konkurrenten wären aus der Sicht der Geschäftsführung The Trade Desk, Google, Amazon sowie Meta Platforms zu nennen. Die Criteo GmbH hat ihren Geschäftsbetrieb im Geschäftsjahr 2010 aufgenommen. In diesem Zusammenhang hatte die Criteo SA ihr bisheriges Deutschlandgeschäft auf die Gesellschaft übertragen. Bei der Akquisition von Kunden und dem Ausbau des Geschäfts kann die Gesellschaft auf die Erfahrungen und die Bekanntheit von Criteo am Markt zurückgreifen. Insbesondere ist eine eigenständige Entwicklung der benötigten technischen Verfahren nicht erforderlich, eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten führt die Gesellschaft daher nicht durch. Performance-Marketing als Maßnahme zur Steigerung von Kundenkontakten zielt darauf ab, Unternehmen, die Waren und Dienstleistungen über das Internet an Endverbraucher vertreiben, einen signifikanten Nutzen durch Erhöhung der Besucherzahlen ihrer Verkaufsportale zu verschaffen. Dies erfolgt durch eine Personalisierung der im Rahmen der Internet-Bannerwerbung an Internetnutzer kommunizierten Produktempfehlungen. Das Angebot der Gesellschaft richtet sich daher im Wesentlichen an Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit entsprechendem Internetauftritt. Dies spiegelt sich auch in der Kundenstruktur wider. Performance-Marketing-Lösungen von Criteo eröffnen unseren Kunden weitreichende Steuerungsmöglichkeiten und eine optimierte Kontrolle des Werbeerfolgs. Zudem bieten wir unseren Kunden mit dem Pay-Per-Click-System ein erfolgsbasiertes Vergütungsmodell, das Kostentransparenz und Risikominimierung garantiert. Im Geschäftsjahr 2022 hat der Criteo-Konzern die Adtech-Plattform Iponweb übernommen. Mit diesem Kauf soll die Commerce-Media-Strategie des Konzerns gestärkt werden. Die Criteo GmbH hat in diesem Zuge im Vorjahr 100% der Anteile an der Iponweb GmbH, Berlin, erworben. Es wird erwartet, dass diese strategische Akquisition die Entwicklung unserer Commerce Media Plattform vorantreibt, indem sie uns Größenvorteile, komplementäre Produkte und stärkere First-Party-Datenkapazitäten verschafft sowie unsere Abhängigkeit von Third-Party-Cookies und anderen Identifikatoren weiter reduziert. Mit notariellem Vertrag vom 24. April 2024 wurde die Tochtergesellschaft Iponweb GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2024 auf die Criteo GmbH verschmolzen. Die genannten Ziele zur Entwicklung der Commerce Media Plattform sind davon unberührt. C. Die Branche Sowohl das gesamte im Internethandel erzielte Handelsvolumen mit Produkten und Dienstleistungen als auch die Ausgaben für Werbung im Internet wachsen seit Jahren kontinuierlich. Der Online-Vermarkterkreis (OVK) beim Bundesverband digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. gibt für das Jahr 2023 das Wachstum des Nettovolumens der Ausgaben für klassische Internetwerbung (Display- Werbung) mit 6,4 % auf ein Gesamtvolumen von Mrd. Euro 5,508 an. 4 Damit hat sich die positive Entwicklung der Branche in Deutschland im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiterhin fortgesetzt. Für das Kalenderjahr 2024 rechnet der OVK mit einem Umsatz von Mrd. EUR 5.944, was einem Umsatzwachstum von 7,9 % entsprechen würde. 5 Neben dem reinen Online-Werbemarkt wird die Geschäftslage der Gesellschaft strategisch durch das Gesamtvolumen der Online-Dienstleistungen beeinflusst. Der Umsatz mit Waren im Versandhandel insgesamt, das heißt einschließlich des Internethandels, erzielte in Deutschland im Jahr 2023 einen Bruttoumsatz von Mrd. EUR 79,7 und somit einen Rückgang von knapp 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2024 geht der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel e. V. (BEVH) von einem Umsatzwachstum bei Waren im E-Commerce von 2,0 % aus, wodurch der E-Commerce alleine mit Waren voraussichtlich ca. Mrd. EUR 81,3 umsetzen dürfte. 6 D. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft hat ihr dreizehntes Geschäftsjahr abgeschlossen. Nach einer weiteren Umsatzsteigerung im Vorjahr um 3,3 % verlief die Umsatzentwicklung unter Berücksichtigung der im Anhang genannten Ausweisänderungen und der entsprechenden Anpassung der Vorjahresangaben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von insgesamt 7,4 % jedoch negativ. In den Tätigkeitsbereichen Advertising Direct- und Agency hat die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von insgesamt TEUR 234.758 (Vorjahr: TEUR 255.389) erzielt. Damit ging der Umsatz in diesem Tätigkeitsbereich um TEUR 20.631 bzw. 8,1 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Technologisch sind diese Tätigkeitsbereiche dem CMS (Criteo Media Solutions) zuzuordnen. Ursächlich hierfür waren insbesondere die schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der Rückgang der Nutzung von Cookies aufgrund der technischen Cookie-Sperren und der Rückgang des allgemeinen E- Commerce-Marktes, da die Umsatzerlöse in diesem Tätigkeitsbereich im Wesentlichen aus der Umsetzung von Kundenaufträgen mit Kunden, die der Einzel- und Versandhandelsbranche zuzuordnen sind, resultieren.
4Vgl.
https://www.bvdw.org/wp-content/uploads/2024/03/20240306_OVK-Prognose_01-2024_Slides.pdf.
Der Umsatz im Tätigkeitsbereich Retail Media ist insgesamt mit TEUR 6.810 (Vorjahr: TEUR 6.797) nahezu konstant geblieben. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Umsatz im Bereich der alten Retail Media Technologie (RSX) mit TEUR 1.004 rückläufig war, während die Umsatzerlöse mit der neuen Retail Media Technologie (RMP) um TEUR 1.017 gestiegen sind. Die Sonstigen Umsatzerlöse sind auf TEUR 9.147 (Vorjahr: TEUR 8.538) um TEUR 609 bzw. 7,1 % angestiegen. Dies war im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen auf höhere Intercompany Umsatzerlöse aufgrund der geodatenbasierten Verrechnungen für Nutzungen der Criteo Leistungen durch Endverbraucher zurückzuführen. Aufgrund einer besseren Einkaufsstrategie konnten die korrespondierenden Aufwendungen für bezogene Leistungen, unter Berücksichtigung der im Anhang genannten Ausweisänderung und der entsprechenden Anpassung der Vorjahresangaben, im Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % gesenkt und somit überproportional reduziert werden. Im Ergebnis ist die Einsatzquote 7 von 81,4 % auf 77,4 % zurückgegangen. Die Contribution ex TAC ist somit trotz des Umsatzrückgangs von TEUR 108.293 auf TEUR 111.863 gestiegen. Bezogen auf die weiteren Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Aufwendungen für bezogene Leistungen verweisen wir auf den Abschnitt E.3 zur Ertragslage. E. Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 3.662 auf TEUR 69.277 (Vorjahr: TEUR 65.615) gestiegen. Die Finanzanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 692 auf TEUR 11.443 (Vorjahr: TEUR 10.751) gestiegen. Dies ist auf den Anstieg des Beteiligungsbuchwerts der Iponweb GmbH aufgrund eines weiteren nachträglich ermittelten variablen Kaufpreisanteil zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz des Umsatzrückgangs um TEUR 562 auf TEUR 39.468 (Vorjahr: TEUR 38.905) leicht angestiegen. Der Anstieg ist auf die Ausnutzung der gewährten Zahlungsziele durch die Kunden zurückzuführen. Daneben ist der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 4.153 zurückzuführen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 10.928 auf TEUR 15.081 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen direkten Weiterbelastungen von für andere Konzerngesellschaften verauslagten Aufwendungen an diese verbundenen Unternehmen zum Jahresende zurückzuführen. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.134 von TEUR 3.099 auf TEUR 1.965 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den negativen Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie die zahlungswirksame Ausschüttung des Vorjahresergebnisses zurückzuführen. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um TEUR 3.407 auf TEUR 6.545 (Vorjahr: TEUR 9.952). Der Rückgang ist zum einen auf den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 von TEUR 2.938 (Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 494) zum anderen auf die im Geschäftsjahr für das Vorjahr erfolgte Gewinnausschüttung in Höhe von TEUR 468 zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote verringerte sich dadurch von 15,2 % auf 9,4 %. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen ist mit TEUR 16.988 gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: TEUR 12.948) deutlich gestiegen. Dies ist alleinig auf den Anstieg der Steuerrückstellungen um TEUR 4.569 (Vorjahr: TEUR 0) aufgrund einer derzeit laufenden Betriebsprüfung zurückzuführen. Die erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund von bonitätsbedingt gestiegenen Vorauszahlungen einzelner Kunden von TEUR 247 auf TEUR 1.159 angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 10.526 auf TEUR 29.601 (Vorjahr: TEUR 19.075) gestiegen. Dies resultiert insbesondere aus im Vergleich zum Vorjahr generell höheren konzerninternen Kostenumlagen die zum Teil erst zum Jahresende erfolgten (vergleiche auch Abschnitt 3 Ertragslage). Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 19.068 auf TEUR 11.877 und der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 4.316 auf TEUR 3.107 aus. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist vor allem auf gegenüber dem Vorjahr unterschiedliche Zeitpunkte des Rechnungserhalts durch die Criteo GmbH und der Bezahlung der Kreditoren zurückzuführen. 2. Finanzlage Der Bestand des Finanzmittelfonds, welcher sich ausschließlich aus den Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt, ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.099 auf TEUR 1.965 gesunken. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr erneut ein negativer Cashflow in Höhe von TEUR -648 (Vorjahr: TEUR -15.253) erzielt. Dieser resultiert aus dem erzielten Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 2.938 bei einem gleichzeitigen Anstieg des Gesamtbestandes der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Verbindlichkeiten sowie der Rückstellungen auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -19 (Vorjahr: TEUR -16.625). Der Zahlungsmittelabfluss im Vorjahr resultierte in Höhe von TEUR 8.500 aus dem Erwerb aller Anteile an dem Tochterunternehmen Iponweb GmbH. Vergleichbare neue Investitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht getätigt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist ebenfalls wie im Vorjahr negativ und durch den Zahlungsmittelabfluss aufgrund der jeweiligen Ausschüttungen an die Gesellschafterin TEUR -468 (Vorjahr: TEUR -1.652) bedingt. Der Finanzbedarf der Criteo GmbH wird grundsätzlich durch die Erwirtschaftung eigener liquider Mittel gedeckt. Zur Abdeckung eines etwaigen kurzfristigen Finanzmittelbedarfs kann die Gesellschaft auf den konzernweiten Cash-Pool der Muttergesellschaft Criteo SA zurückgreifen. Hieraus ergeben sich zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 4.751 (Vorjahr: Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.084). Der Anteil des gesamten kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme beträgt 90,6 % (Vorjahr: 84,8 %). Der Anteil der kurzfristigen Vermögensgegenstände (Kundenforderungen zuzüglich liquider Mittel) an der Bilanzsumme machte 59,8 % (Vorjahr: 64,0 %) aus. Die kurzfristigen Passiva übersteigen die kurzfristigen Aktiva um TEUR 5.155 (Vorjahr: TEUR 1.263). Dabei bestehen keine Darlehensverträge oder Nachschussverpflichtungen. Aus diesem Grund und unter Berücksichtigung der Einbindung der Gesellschaft in den konzernweiten Cash-Pool der Criteo SA sowie basierend auf den Cashflow Planungen für 2024 und 2025, die keine Hinweise auf eine unzureichende Liquiditätsausstattung anzeigen, sieht die Geschäftsführung die Finanzierung der Gesellschaft als gesichert an. 3. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind, unter Berücksichtigung der im Anhang genannten Ausweisänderungen und der entsprechenden Anpassung der Vorjahresangaben, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 20.009 bzw. 7,4 % gesunken (TEUR 250.715; Vorjahr: TEUR 270.724). Dabei entfällt ein Betrag von TEUR 10.339 auf die genannte Ausweisänderung. Ohne Berücksichtigung der Ausweisänderung hätte sich somit ein Rückgang der Umsatzerlöse um TEUR 9.610 (3,4%) ergeben. Das Planziel eines gegenüber dem Vorjahr um 3 % höheren Umsatzes im Geschäftsjahr 2023 wurde insgesamt verfehlt. Gründe für die Planverfehlungen sind die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Euroraum, welche durch die hohe Inflation und militärische Konflikte in Europa sowie dem Nahen Osten wesentlich beeinflusst, sind, sowie der Rückgang des allgemeinen E-Commerce-Marktes in Deutschland. Daneben wirkten sich technologische Änderungen (Cookie-Sperren) negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Innerhalb der Umsatzerlöse entwickelte sich der im Vorjahr erworbene neue Retail-Media-Bereich (RMP) wie erwartet positiv. Hier konnte die Gesellschaft ein Umsatzwachstum i.H.v. von ca. TEUR 1.017 bzw. ca. 33 % erzielen. Dieses konnte jedoch den Umsatzrückgang im Kerngeschäft der Gesellschaft (Advertising Direct bzw. Agency - Direkte Werbung) um TEUR 20.631 nicht kompensieren. Ergänzend wird auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf in Abschnitt D verwiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind, unter Berücksichtigung der im Anhang genannten Ausweisänderungen und der entsprechenden Anpassung der Vorjahresangaben gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % (TEUR 194.147; Vorjahr: TEUR 220.300) zurückgegangen. Der Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen verlief damit insbesondere aufgrund verbesserter Einkaufskonditionen bei den sogenannten Publishern überproportional gegenüber dem Rückgang der Umsatzerlöse (-7,4 %). Auf die Ausweisänderung entfällt ein Rückgang von TEUR 1.545. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr bei nahezu konstanter durchschnittlicher Anzahl an Mitarbeitern nahezu stabil geblieben (TEUR 9.068; Vorjahr: TEUR 9.087). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind, unter Berücksichtigung der im Anhang genannten Ausweisänderungen und der entsprechenden Anpassung der Vorjahresangaben, insgesamt um TEUR 15.400 bzw. 29,7 % auf TEUR 67.211 (Vorjahr: TEUR 51.811) angestiegen. Von diesem Anstieg entfällt ein Betrag von TEUR 11.944 auf die im Anhang genannte Ausweisänderung und die entsprechende Anpassung der Vorjahresangaben. Daneben stiegen die konzerninternen Weiterbelastungen für erhaltene Dienstleistungen um TEUR 4.802 an. Dies ist zum einen auf insgesamt höhere Aufwendungen innerhalb des Konzerns und damit auf eine höhere Basis für umlagefähige Aufwendungen und zum anderen auf die Verbesserung der Contribution ex Tac auf Ebene der Criteo GmbH, welche als Verteilungsmaßstab für die Weiterbelastung der genannten Aufwendungen verwendet wird, zurückzuführen. In der Folge der vorgenannten Entwicklungen erzielte die Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Vorsteuerergebnis von TEUR 2.605 (Vorjahr: TEUR 1.399). Somit konnte das Planziel für das Jahresergebnis vor Steuern, welches ein Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite zwischen 1,5 bis 2,8 Mio. EUR vorsah, erreicht werden. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sich negativ auf das Konsumverhalten der Endkunden der Gesellschaft ausgewirkt haben, ist die Geschäftsführung trotz gesunkener Umsatzerlöse dennoch teilweise mit dem erreichten Gesamtergebnis zufrieden. Vor allem bedingt durch eine gebildete Rückstellung für eine laufende Betriebsprüfung sind die Aufwendungen für die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 905 im Vorjahr auf TEUR 5.544 gestiegen. Dadurch bedingt erzielte die Gesellschaft im Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von TEUR 2.938 (Vorjahr: Jahresüberschuss von TEUR 494). F. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren sowie Gesamtbeurteilung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Die Gesellschaft wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, die Contributions ex Traffic Acquisition Cost sowie das Jahresergebnis vor Steuern gesteuert. Contribution ex TAC ist definiert als Umsatzerlöse abzüglich der Aufwendungen für Affiliate-Marketing, welche als Teil der Materialaufwendungen erfasst werden. Das Planziel für die Umsatzerlöse (Umsatzanstieg zum Vorjahr um 3 %) wurde aufgrund des Umsatzrückgangs nicht erreicht. Die Contribution ex TAC ist 2023 um TEUR 3.570 (+ 3,3 %) auf TEUR 111.863 (Vorjahr: TEUR 108.293) gestiegen. Damit wurde das Planziel (ca. +3 %) erreicht. Die Ermittlung dieser Größe erfolgt unter Anwendung der Criteo-Konzern-Vorgaben für die Erstellung des Konzernabschlusses nach US-GAAP. Dazu werden, ausgehend von der handelsrechtlichen Gewinn - und Verlustrechnung, vor dem Abzug des Materialaufwands von den Umsatzerlösen, beide Positionen im Wesentlichen jeweils um Effekte aus konzerninternen Verrechnungen bzw. Weiterbelastungen korrigiert, um die Kennzahl Contribution ex TAC zu ermitteln. Auch das Planziel für das Jahresergebnis vor Steuern, welches von einem Vorsteuerergebnis in einer Bandbreite zwischen 1,5 bis 2,8 Mio. EUR ausgegangen war, wurde erreicht. Finanzielle Leistungsindikatoren der Finanzlage bestehen nicht, da das Finanzmanagement im Wesentlichen zentral im Konzernverbund erfolgt. Bezogen auf die Erläuterungen zur Entwicklung der anderen finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse sowie Jahresergebnis vor Steuern) wird ergänzend auf Abschnitt E.3 "Ertragslage" verwiesen. Finanzielle Leistungsindikatoren der Vermögens- und Finanzlage sowie nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung der Geschäftstätigkeit auf der Ebene der Criteo GmbH nicht angewendet. In Anbetracht der allgemein angespannten Weltwirtschaftslage und der hohen Inflation in Deutschland, welche, neben den technologischen Herausforderungen, zu dem Nachfragerückgang nach Leistungen der Criteo GmbH geführt haben, ist die Geschäftsführung trotz gesunkener Umsatzerlöse und der Verfehlung des entsprechenden Planziels unter Berücksichtigung der Entwicklung der Contribution ex TAC und des Jahresergebnisses vor Steuern mit dem erreichten Gesamtergebnis und dem Verlauf des Geschäftsjahres teilweise zufrieden. G. Chancen-, Risiken- und Prognosebericht 1. Risikomanagement Sämtliche Gesellschaften des Criteo-Konzerns sind in ein einheitliches und intensives Reportingsystem eingegliedert, welches die Früherkennung von möglichen Fehlentwicklungen unterstützt. Zur Überwachung und Steuerung von Risiken des operativen Geschäfts nutzt die Gesellschaft ein detailliertes Kontrollsystem mit Berichtswesen und unternehmenseinheitlichen Strategie- und Planungsprozessen. Zur Überwachung konjunktureller Entwicklungen und Risiken steht ein internes Berichtswesen zur Verfügung. Abweichungen von Budgets werden mindestens quartalsweise aufgezeigt und untersucht. Die Vertriebsstrategie und die Unternehmenssteuerung werden bei Bedarf den neuen Entwicklungen angepasst. 2. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Für die Risikobeurteilung der Geschäftstätigkeit sind folgende Faktoren aus unserer Sicht von Bedeutung. Dabei erfolgt die Bewertung der Risiken je nach Einschätzung über die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Risikoausmaß, wobei ein hohes Risiko mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von > 50 % und einer wirtschaftlichen Auswirkung von > 2,5 Mio. €, im Falle seines Eintretens, definiert ist. Alle anderen Risiken ordnen wir als gering ein. 2.1 Technologie-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die Branche und das Geschäft unterliegen einem schnellen und häufigen technologischen Wandel, sich verändernden Kundenbedürfnissen und der häufigen Einführung neuer und verbesserter Angebote durch unsere Konkurrenten. Der zukünftige Erfolg wird von der Fähigkeit des Criteo-Konzerns abhängen, das Angebot kontinuierlich zu erweitern und zu verbessern, um den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, und die Marke Criteo aufzubauen, die technologischen Fähigkeiten zu skalieren, die Funktionalität der Criteo Commerce Media Plattform zu erweitern und ihre Leistung zu verbessern sowie technologische und branchenspezifische Fortschritte zu berücksichtigen. Die Möglichkeit der Gesellschaft, Umsatzerlöse zu erzielen und Leistungen an Kunden anzubieten, hängt vor der Fähigkeit des Criteo-Konzerns ab, große Datenmengen zu verarbeiten. Die Erhebung solcher Daten könnte durch Beschränkungen anderer Marktteilnehmer, Änderungen der Verbrauchergewohnheiten, rechtliche sowie technologische oder regulatorische Änderungen behindert bzw. beeinflusst werden. Google hat Pläne angekündigt, die Unterstützung für Cookies von Drittanbietern in Chrome auslaufen zu lassen, wobei die Cookies von Drittanbietern für Chrome-Nutzer weltweit in der ersten Hälfte des Jahres 2024 abgeschafft werden sollen und das gesamte Auslaufen für die zweite Hälfte des Jahres 2024 geplant ist, vorbehaltlich der Genehmigung durch die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, die sicherstellt, dass Google eine akzeptable Lösung für das Targeting von Werbung auf dem Markt anbietet, um Cookies von Drittanbietern zu ersetzen, wie z. B. Googles Privacy Sandbox-Initiative. Googles Privacy Sandbox würde unzulässiges Tracking durch Cookies von Drittanbietern einschränken und durch bestimmte Anwendungsprogrammierschnittstellen ("APIs") ersetzen, die es Werbetreibenden ermöglichen würden, aggregierte Daten zu erhalten, ohne solche Drittanbieter-Cookies zu verwenden. Der Criteo-Konzern ist zwar einer der größten Partner in der Privacy Sandbox, die gerade entwickelt und getestet wird, aber wenn die Privacy Sandbox angenommen wird, könnte sie den Criteo-Konzern dazu zwingen, Änderungen an der Art und Weise vorzunehmen, wie wir Informationen über Verbraucherpräferenzen sammeln. Dabei ist zu beachten, dass Google mehr als 60 % des Browsermarktes kontrolliert und eine noch dominantere Stellung auf dem Markt für digitale Werbung innehat. Beschränkungen, die Webbrowser-Entwickler dem Criteo-Konzern auferlegen, könnten uns daran hindern, die Präferenzen einer großen Anzahl von Verbrauchern zu verstehen. Obwohl wir aktiv daran arbeiten, unser Geschäft weg von Cookies von Drittanbietern hin zu datenbasierten und anderen Identifizierungsmerkmalen zu verlagern, könnte unser Geschäft darunter leiden und unsere Betriebsergebnisse könnten beeinträchtigt werden, wenn wir daran gehindert werden, einem erheblichen Teil der Internetnutzer Werbung anzubieten. Criteo sucht daher nach Möglichkeiten, das Wachstum des Unternehmens zu erweitern und zu beschleunigen, indem es durch Partnerschaften und Fusionen strategische Möglichkeiten auslotet und nutzt, zusätzlich zur organischen Umsetzung. In diesem Zusammenhang wurde die strategische Akquisition von Iponweb getätigt, von der erwartet wird, dass sie die Vision der Commerce Media Plattform durch die Hinzufügung von Größenvorteilen, komplementären Produkten und stärkeren First- Party-Datenfähigkeiten beschleunigt und unsere Abhängigkeit von Cookies und anderen Identifikatoren weiter reduziert. Aus der Akquisition entstehen keine zusätzlichen Branchenrisiken. Die Risiken aus der Integration werden als gering eingeschätzt. Darüber hinaus gibt es eine begrenzte Anzahl von Publishern, die aus Sicht der Geschäftsführung und der Kunden relevante Werbeflächen anbieten. Wenn eines dieser Unternehmen den Zugang des Criteo- Konzerns einschränkt, kann dies negative Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben. Insbesondere aufgrund des schnellen und häufigen technologischen Wandels und der hohen Wettbewerbsintensität hat das Management Verfahren und Kontrollen eingeführt, um die mit der Technologie, der Branche und dem Wettbewerb verbundenen Risiken so weit wie möglich zu bewerten und zu steuern. Daher schätzt die Geschäftsführung die Technologie-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken insgesamt als hoch ein. Bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Lageberichts hat Google entgegen den oben genannten Plänen angekündigt, die Unterstützung für Cookies von Drittanbietern in Chrome, über das Jahr 2024 hinaus zuzulassen. Hierdurch ändert sich die oben genannte Risikoeinstufung nicht 8. 2.2 Datensicherheit und Cyber Risiken Die Zuverlässigkeit und die Sicherheit unserer IT-Systeme sind von großer Bedeutung. Gleichzeitig ist ein weltweiter Anstieg von Bedrohungen zu verzeichnen. Dies gilt in sowohl für den Einsatz der IT-Systeme zur Unterstützung der Geschäftsprozesse als auch für die Unterstützung der internen und externen Kommunikation. Trotz aller getroffener Vorsichtsmaßnahmen kann jede gravierende Störung dieser Systeme zu Risiken in Bezug auf die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit von Daten und insbesondere auf unsere Fähigkeit haben die von Kunden bestellte Leistungen zu erbringen. Dies kann sich negativ auf unsere Wettbewerbsfähigkeit sowie Geschäftslage auswirken. Wenn unsere Systeme nicht in der Lage sind, ein wachsendes Transaktionsvolumen zu bewältigen, könnte unsere Wachstumsfähigkeit eingeschränkt sein. Obwohl wir über Backup-Systeme, - Verfahren und - Fähigkeiten verfügen sowie Firewalls usw. unterhalten, könnten diese auch ausfallen oder unzureichend sein. Soweit wir über Kundendaten in unseren Datenbanken verfügen oder über angeschlossene Geräte auf Kundensysteme zugreifen, könnte jede unbefugte Offenlegung oder Zugriff auf solche Informationen, Datenbanken oder Systeme nachteilige Auswirkungen für uns oder unsere Kunden haben, einschließlich Ansprüche aus Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Wenn eines dieser Risiken eintritt, könnten unser Ruf und unsere Fähigkeit, unsere Geschäfte zu führen, erheblich beeinträchtigt werden. Darüber hinaus stellen Cyberangriffe mit dem Ziel der Cyber-Wirtschaftsspionage Risiken dar, die auch die Investitionen des Criteo Konzerns in Forschung und Entwicklung gefährden und somit die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Criteo Konzerns und damit auch der Criteo GmbH beeinträchtigen können. Der Criteo Konzern hat für zentral gehosteten IT-Systeme umfangreiche Sicherheitskonzepte aufgesetzt, die zum Beispiel eine Beschreibung von Richtlinien und Prozessen auf mehreren Ebenen beinhaltet. Die Richtlinien beinhalten dabei Grundsätze, Rollen und Verantwortlichkeiten sowie den organisatorischen Rahmen für die Informationstechnologie und die Informationssicherheit. Die Überwachung von Cyber-Vorfällen und Maßnahmen zu deren Verhinderung erfolgt zentral auf Ebene der Criteo S.A. und wird bei Bedarf lokal ergänzt. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der IT-Systeme sowie der gestiegenen Bedrohungen wird das Risiko in Zusammenhang mit Datensicherheit und Cyber unverändert zum Vorjahr als hoch eingestuft. 2.3 Makroökonomische Faktoren Unvorhergesehene Ereignisse, wie z.B. der Ausbruch von Epidemien, schwerwiegende politische Verwerfungen, Störungen wichtiger Infrastrukturnetze wie Elektrizität und Kommunikation, können kurzfristig zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Damit können Einschränkungen beim Personen- und Warenverkehr ebenso verbunden sein wie Einschränkungen der Geschäfts- und Produktionstätigkeit. Ebenso geht damit ein hohes konjunkturelles Risiko einher. Die Inflation im Euroraum und die Auswirkungen der militärischen Konflikte in Europa sowie dem Nahen Osten sind weiterhin ein mittelbares Risiko für das Unternehmen. So ist beispielhaft der Einzelhandelsumsatz in Deutschland preisbereinigt um 3,3 % in 2023 gesunken. 9 Auch in Zukunft ist nicht auszuschließen, dass Kundenunternehmen aufgrund der mit der Inflation zusammenhängenden Konsumzurückhaltung ihre Investitionsvorhaben und Werbeaktivitäten verschieben könnten. Dies könnte mittelbar einen Einfluss auf unsere Gesellschaft und die Nachfrage nach unseren Leistungen haben.
9 Vgl.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html
Laut der Ende Mai 2024 aktualisierten Frühjahrsprognose der Wirtschaftsweisen wird die deutsche Wirtschaft in 2024 voraussichtlich nur geringfügig mit 0,2 % wachsen, während für das darauffolgende Jahr 2025 in Folge höherer Investitionen mit einem Wachstum von 0,9 % gerechnet wird. 10 Wachstumshemmend wirken sich dabei insbesondere die durch inflationsbedingten Kaufkraftverluste gedämpfte Konsumnachfrage und die zinsbedingten Investitionsrückgänge aus. Zudem prognostiziert der OVK für 2024 eine Fortsetzung des Wachstums um 7,9 % auf 5,944 Milliarden Euro im deutschen Display-Markt. 11 Insgesamt werden die Risiken aus makroökonomischen Faktoren unverändert zum Vorjahr entsprechend als hoch eingestuft. 2.4 Finanzielle Risiken Risiken aufgrund der Zahlungsstromschwankungen Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die von Bedeutung wären, werden durch die Geschäftsführung nicht gesehen, da Zahlungsstromschwankungen über das konzernweite Cash-Pool- System abgefedert werden können. Auch werden keine Transaktionen abgeschlossen, die im Rahmen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften zu erfassen sind. Forderungsausfallrisiken Die systematische Analyse der Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig durchgeführt. Eventuelle Zahlungsausfallrisiken werden durch Bildung notwendiger Wertberichtigungen angemessen gesichert. Für die zum 31. Dezember 2023 im Bestand befindlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen schätzt die Geschäftsführung das Risiko von Forderungsausfällen unverändert als gering ein. Fremdwährungsrisiken Fremdwährungsrisiken werden nicht durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Fremdwährungsrisiken werden ausschließlich auf Konzernebene gesteuert. Die ergebniswirksamen Auswirkungen aus Fremdwährungsumrechnungen sieht die Gesellschaft jedoch als nicht materiell und das damit verbundene Risiko daher als gering an.
10 Vgl.
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fruehjahrsgutachten-2024.html.
2.5 Absatz-Risiken Die Gesellschaft hält weiterhin eine aussichtsreiche Marktposition. Diese basiert zum einen auf dem Zugang zu den Produkten des Criteo-Konzerns, die sich insbesondere durch ihren innovativen Algorithmus auszeichnen, sowie den zunehmenden Erfahrungen in diesem Geschäftsbereich und ihrer Bekanntheit am Markt. Zum anderen behält die Gesellschaft ihre intensiven Anstrengungen zum Ausbau des Geschäfts und des Kundenstamms bei. Die Geschäftsführung geht von einer weiteren Verlagerung der Vertriebsanstrengungen sowohl von Einzelhandels- als auch von Dienstleistungsunternehmen zugunsten des Internets aus. Dies wird eine steigende Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen sowohl im technischen als auch im werblichen Bereich induzieren. Die Absatzrisiken werden von der Gesellschaft daher grundsätzlich als gering eingestuft, nach gering bis mittel im Vorjahr. Aufgrund der militärischen Konflikte in Europa sowie dem Nahen Osten und der weiterhin relativ hohen Inflation geht die Geschäftsführung für das laufende Geschäftsjahr 2024 jedoch noch von hohen Absatzrisiken aus, da Sparmaßnahmen auf der Ebene der Kunden nicht ausgeschlossen werden können, welche den Umfang der Nachfrage nach den Leistungen der Gesellschaft beeinflussen könnten. 2.6 Risiken der Abhängigkeit von einzelnen Kunden Das Geschäftsmodell der Gesellschaft bedingt den kurzfristigen Abschluss von Kundenverträgen, die selbst über kurze Laufzeiten von in der Regel einem Monat verfügen. Einen langfristig abzuarbeitenden Auftragsbestand besitzt die Gesellschaft aus diesem Grunde nicht. Hervorzuheben ist aber die gleichwohl außerordentlich hohe Kundentreue, die sich in einer dauerhaften Zusammenarbeit mit nahezu allen Kunden widerspiegelt. Im Ergebnis dürfen daher die Mehrzahl der Kunden als Bestandskunden betrachtet werden. Die im Abschnitt "Ausblick und Prognose" dargestellten Umsatzerwartungen beruhen in hohem Maße auf dem allgemeinen Wirtschafts- und Branchentrend. Gleichzeitig generiert die Gesellschaft durch eine Erweiterung ihres Dienstleistungsangebotes (beispielsweise im Bereich des Mobile-Advertising) mit ihren Bestandskunden zusätzliches Geschäftsvolumen. Durch die nur geringe Laufzeit der Kundenverträge sind allerdings auch die Folgen möglicher Zahlungsausfälle begrenzt. Im Berichtsjahr erzielte die Gesellschaft 24 % ihres Umsatzes mit ihren Top 20 Kunden. Die Gesellschaft ist somit weiterhin im Wesentlichen von keinen einzelnen großen Kunden abhängig. Das Abhängigkeitsrisiko wird aus den genannten Gründen von der Geschäftsführung daher weiterhin unverändert als gering eingestuft. 2.7 Beschaffungsrisiken In Bezug auf die Beschaffung besteht grundsätzlich das Risiko der Abhängigkeit der Gesellschaft von der Criteo SA hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeit der zum Vertrieb bestimmten bzw. erforderlichen Technologien. Eine Änderung der Vertriebswege im Criteo-Konzern könnte somit eine wesentliche Auswirkung auf das Geschäftsmodell der Gesellschaft haben. Aufgrund bestehender vertraglicher Vereinbarungen mit der Criteo SA schätzt die Geschäftsführung das Beschaffungsrisiko jedoch weiterhin als gering ein. 2.8 Arbeitnehmerbezogene Risiken Dem Geschäftsmodell der Gesellschaft sind permanente Vertriebsanstrengungen immanent. Daher wird die Gesellschaft weiterhin erhebliche Anstrengungen zur Gewinnung und zum Erhalt qualifizierter Mitarbeiter unternehmen müssen. Im Geschäftsjahr konnte die Mitarbeiterzahl nahezu stabil gehalten werden. Auch aufgrund der durch die Iponweb-Verschmelzung im April 2024 hinzugewonnenen Mitarbeiter werden die arbeitnehmerbezogenen Risiken unverändert als gering eingestuft. 2.9 Rechtliche Risiken Seit dem 25. Mai 2018 wird die DSGVO angewendet. Der Criteo-Konzern sowie die Gesellschaft stellte bisher keine wesentlichen Auswirkungen durch die DSGVO fest und unterstützt weiterhin seine Kunden bei der Einhaltung der entsprechenden Vorschriften. Eine zukünftige Verschärfung der geltenden Rechtsvorschriften oder die Implementierung zusätzlicher Maßnahmen im Hinblick auf die Nutzung von personenbezogenen Daten und den Einsatz künstlicher Intelligenz sind denkbar und könnten rechtliche Einschränkungen zur Folge haben. Die unmittelbaren Risiken für die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Criteo GmbH werden als gering eingestuft, da die Geschäftsführung davon ausgeht, dass derartige Risiken aus Rechtsverstößen im Wesentlichen durch die Muttergesellschaft Criteo S.A. abgedeckt werden. Das mittelbare Risiko für das Geschäftsmodell und die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft aufgrund weiterer möglicher regulatorischer Einschränkungen wird jedoch als hoch eingestuft. Weitere rechtliche Risiken entstehen aus der Teilnahme der Gesellschaft am allgemeinen Rechtsverkehr und werden durch die Geschäftsführung weiterhin als gering eingestuft. 2.10 Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten Die zunehmende Betonung der Umwelt-, Sozial- und Governance-Verantwortung durch unsere Stakeholder und deren steigende Erwartungshaltung kann für uns neue Risiken bedeuten. Die Aktionäre der Criteo S.A., unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten eine proaktivere Reaktion auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten ("ESG"). In Reaktion auf diese höheren Erwartungen könnten uns höhere Aufwendungen entstehen und wir könnten neuen Risiken ausgesetzt sein. Mit der Ankündigung von Umweltzielen in Bezug auf die Nutzung erneuerbarer Energien sowie von Büros mit grüner Zertifizierung hat der Criteo Konzern sein Engagement für einen positiven Einfluss auf unseren gemeinsamen Planeten unterstrichen. Daneben werden mit der Gleichstellung der Geschlechter bei Repräsentation und Gehältern sowie mit dem Ziel von Transparenz, Respekt, Fairness und Verantwortung bei der Nutzung von Daten auch soziale und ethische Ziele gefördert. Im Zuge eines konzernweiten Programmes wurden Maßnahmen zur Identifizierung, Bewertung und Adressierung von Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten auf den Weg gebracht. Wir sind bestrebt diese konzernweiten Maßnahmen weiterhin zu unterstützen und bewerten die Risiken aus Umwelt-, Sozial- und Governance-Angelegenheiten daher gegenwärtig als gering. 2.11 Chancen Insgesamt wird die derzeitige Wettbewerbssituation der Gesellschaft als chancenreich beurteilt, was auf die von Criteo SA entwickelte Technologie, die nach wie vor als eine der marktführenden angesehen wird, zurückzuführen ist. Weiterhin unternimmt der Criteo-Konzern umfassende Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen, von denen auch die Criteo GmbH profitiert, um auf etwaige technologische Veränderungen schnell reagieren zu können. Criteo entwickelt kontinuierlich sein Retargeting-Produkt, insbesondere im Hinblick auf das Web als auch auf Apps. Criteo beabsichtigt, dies zu erreichen, indem es seine starken Unterscheidungsmerkmale nutzt, einschließlich der kontinuierlichen Verbesserung der KI-Engine- Technologie von Criteo und der starken Leistung unseres Kernprodukts in allen Umgebungen. Criteo beabsichtigt, weiterhin diszipliniert in die technologische Innovation und die Entwicklung neuer Produkte zu investieren, unter anderem in Retail Media, das First-Party-Mediennetzwerk, Lösungen zur Kundengewinnung und -bindung, Online-Video, Connected TV und Commerce Insights. Wir erwarten, dass diese Investitionen unsere Commerce-Media-Plattform weiter stärken werden. Die Förderung der operativen Fokussierung im Unternehmen beinhaltet ebenso eine zunehmende Automatisierung und Skalierbarkeit der Abläufe. Zudem bietet der neue Geschäftsbereich "Retail Media" mit seiner integrierten Self-Service-Plattform Möglichkeiten für einen Produktmix mit der Haupttätigkeit der Gesellschaft und für weiteres Wachstumspotential. 2.12 Zusammenfassung der Gesamtrisiko- und Chancenlage Die Einschätzung der Gesamtrisiko- und Chancenlage ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risiken der Gesellschaft. Für Criteo GmbH ist die Gesamtrisikolage gegenüber dem Vorjahr als konstant anzusehen. Um die beschriebenen sowie unvorhersehbare Risiken beherrschen zu können, hat der Criteo-Konzern sowie die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem geschaffen. Die derzeit bestehenden Risiken werden wie im Vorjahr als beherrschbar angesehen, können sich aber - ähnlich wie die Chancen - beim Eintreten auf die zugrunde liegenden bedeutsamsten Leistungsindikatoren auswirken, die infolgedessen von der Prognose abweichen könnten. Die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft ist als angemessen anzusehen. Der Liquiditätsbedarf ist gegenwärtig durch vorhandene Liquidität, regelmäßig erwirtschaftete Jahresüberschüsse sowie im Falle eines kurzfristigen zusätzlichen Liquiditätsbedarfs durch das Cash-Pool-System des Konzerns gedeckt. Die Geschäftsführung sieht den Bestand des Unternehmens als nicht gefährdet an. 3. Ausblick und Prognose Bei der Ermittlung der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 hat die Geschäftsleitung berücksichtigt, dass mit notariellem Vertrag vom 24. April 2024 die Tochtergesellschaft Iponweb GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2024 im Rahmen eines sogenannten up stream Mergers auf die Criteo GmbH verschmolzen wurde. In Folge der Verschmelzung (Gesamtrechtsnachfolge) gehen alle Vermögensgegenstände und Schulden sowie alle bestehenden Vertragsverhältnisse der Iponweb GmbH auf die Gesellschaft über. Aus diesem Grund erfolgte die Entwicklung der Prognose für das Geschäftsjahr 2024 dreistufig:
12 Vgl.
https://www.ifo.de/fakten/2024-06-20/ifo-konjunkturprognose-sommer-2024-neue-hoffnung-aber-noch-keinsommermaerchen#:~:
text=Die%20deutsche%20Wirtschaft%20arbeitet%20sich,7%25%20im%20Jahr%202025%20zur%C3
%BCckgehen.
In den vorliegenden ersten sieben Monaten des Geschäftsjahres 2024 sowie unter Berücksichtigung der Geschäftsentwicklung im Monat August verlief die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Contribution ex Tac gemäß den Planungen. Das Ergebnis vor Steuern liegt ebenfalls innerhalb der geplanten Bandbreiten. Da wir gegenwärtig weiterhin von den o.g. Annahmen für unsere Planung für 2024 ausgehen, erwarten wir weiterhin, dass wir unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt erreichen können.
14 Verschmelzungsgewinn bzw. Verlust
Basierend auf den derzeitigen Erkenntnissmöglichkeiten erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025 eine konstante Umsatzentwicklung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024. Unter der Annahme einer proportionalen Entwicklung der korrespondierenden Aufwendungen erwartet die Geschäftsführung eine Contribution ex TAC und ein Jahresergebnis vor Steuern - und vor außergewöhnlichen Erträgen oder Aufwendungen - auf einem ähnlichen Niveau wie im Geschäftsjahr 2024. Mit außergewöhnlichen Erträgen oder Aufwendungen wird für das Geschäftsjahr 2025 nicht gerechnet.
München, den 30. August 2024 Giancarlo Ambrosini Corinna Hohenleitner BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Criteo GmbH, München Wir haben den Jahresabschluss der Criteo GmbH, München, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Criteo GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "verantwortung des Abschlusspruters fur die Prufung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 30. August 2024 Deloitte
GmbH
Jan Lehnhardt, Wirtschaftsprüfer Philipp Kaschdan, Wirtschaftsprüfer BESCHLUSS ÜBER DIE VERWENDUNG DES ERGEBNISSES 2023Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 2.938.492,21 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 wird festgestellt.
Paris, 06.10.2024 |
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