Windpark Trierweiler GmbH & Co. KG
Selbe AdresseElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claus Konrad Prestel seit 23.4.2019 | Prokura |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steinbeis Holding GmbHBrannenburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Jahr 2022A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Steinbeis Holding GmbH (SH) managt das unternehmerische Vermögen der Familie Steinbeis. Sie fungiert als Beteiligungsgesellschaft und betreibt, abgesehen von Geschäftsbesorgungsleistungen für die Konzernunternehmen, kein eigenes operatives Geschäft. SH strebt bei der Durchführung dieses Auftrags danach, aus ihrem Beteiligungsportfolio Finanzerträge zu vereinnahmen, den Wert des Portfolios zu steigern und die Anzahl der langfristig ausgerichteten Engagements zu vergrößern. Hierbei beschäftigt sich die Gesellschaft ausnahmslos nur mit solchen Unternehmen, deren Geschäftsmodelle auf Nachhaltigkeit fokussiert sind. Ein mittelständischer Zuschnitt und eine unverwechselbare Marktpositionierung bzw. die Chance, eine solche zu erreichen, sind dabei wesentliche Voraussetzungen für ein Engagement. Eine angemessene Verzinsung des Kapitaleinsatzes und eine kontinuierliche Verbesserung des Unternehmenswertes werden erwartet. 2. Steuerungssystem Die Leitung und die Steuerung der Gesellschaft erfolgt durch die Geschäftsführung. Weitere Organe sind der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung. Der Aufsichtsrat berät und überwacht die Geschäftsführung bei der Leitung des Unternehmens. Zur Steuerung der Leistung im Hinblick auf die Unternehmensziele dient im finanzbezogenen Bereich der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) als eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Das EBITDA beschreibt die operative Leistungsfähigkeit vor Investitionsaufwand und stellt einen bedeutsamen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikator dar. Weitere wichtige finanzielle Leistungsindikatoren für die finanzielle und wirtschaftliche Stabilität sind die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad. Für die einzelnen Geschäftsbereiche sind unterschiedliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren relevant. Im Geschäftsbereich Ökologisches Papier sind die Produktions- und Absatzmengen steuerungsrelevant. Dies gilt auch für die Produktionsunternehmen der Kreislaufwirtschaft, während ansonsten die Mengen an gehandeltem und sortiertem Altpapier entscheidend sind. Für den Geschäftsbereich Umweltfreundliche Energie sind insbesondere die Dampf- sowie Strom- bzw. bei den Biogasanlagen primär die gelieferten Biomethan- und nur sekundär die Stromerzeugungsmengen entscheidend. Diese Kennzahlen werden im Rahmen des Berichtswesens aggregiert aufbereitet und durch die Geschäftsführungen sowie die Konzernmutter überwacht. Die im Rahmen der Planungsprozesse ermittelten Leistungsindikatoren werden durch regelmäßige Soll-Ist-Vergleiche überprüft. Die Geschäftsführung trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen. Über definierte Führungs- und Berichtsorganisationen sowie regelmäßige Beiratssitzungen sind grundsätzlich alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen eingebunden. 3. Forschung und Entwicklung Neue Produkte und Kostensenkung Die verfahrenstechnische Weiterentwicklung der bestehenden Technologien, sei es auf der Anwendungs- oder Produktionsseite, stellt den wesentlichen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit dar. Neue Produkte aus verwandten und der ökologischen Positionierung entsprechenden Produktbereichen wurden entwickelt, erfolgreich im Markt eingeführt bzw. befinden sich in der Testphase. 4. Umweltschutz als Kern der Unternehmensphilosophie Für die Steinbeis Unternehmensgruppe, die Nachhaltigkeit als wesentlichen Bestandteil der Unternehmensausrichtung formuliert, ist Umweltschutz ein Kernelement verantwortungsvoller Unternehmensführung. Dementsprechend ist umweltschonendes Produzieren ein Selbstverständnis. Projekte zur Reduzierung der Umweltbelastungen, zertifizierte und transparente Betriebsführungen sind dabei wesentliche Bestandteile der Unternehmensentwicklung. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Erholung der Weltwirtschaft nach der Corona-Krise ist durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, dessen wirtschaftliche Folgen für Lieferketten und Absatzkanäle sowie durch die dramatischen Preissteigerungen einschließlich Versorgungsengpässen deutlich ins Stocken geraten. Dies ergänzt um Befürchtungen über Versorgungsunterbrechungen mit Gas haben zu deutlicher Konsumzurückhaltung geführt. Hohe Preissteigerungen führten zu deutlichen Kaufkraftverlusten. Die darauffolgenden zinspolitischen Maßnahmen der Zentralbanken dämpften die Investitionstätigkeit, den Konsum und damit das Wachstum. Gemäß dem Internationalen Währungsfonds betrug das globale Wachstum 3,4 % in 2022. Für das laufende Jahr erwartet der IWF ein globales Wachstum von 2,8 %. Die Entwicklung in 2023 könnte sich allerdings deutlich verlangsamen, sollte eine Eskalation des russischen Angriffskrieges in der Ukraine erfolgen. Der IWF erklärte, in der Eurozone sei 2023 nun ein Wachstum von 0,8 Prozent zu erwarten - gegenüber 0,5 Prozent in der Oktoberprognose. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft der Eurozone noch um 3,5 Prozent gewachsen. Laut Währungsfonds hat sich Europa schneller als erwartet an die höheren Energiekosten angepasst, und eine Entspannung bei den Preisen vor allem für Gas habe der Region geholfen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft trotz Ukraine-Krieg, Lieferkettenengpässen und Energiepreiskrise gewachsen. Laut Bundeswirtschaftsministerium mehren sich die Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfällt als bislang erwartet. Dennoch dürften die hohen Preissteigerungen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zu Jahresbeginn 2023 noch belasten. Außerdem sorgen Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven aktuell noch für Investitionszurückhaltung. Wir gehen davon aus, dass es über das Gesamtjahr 2023 zu einer Stagflation kommen wird mit einem leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung im ersten Halbjahr und einem leicht positiven Wachstum im zweiten Halbjahr. Wir erwarten zudem eine sich abschwächende Inflationsrate, die auch Ende 2023 noch auf einem (zu) hohen Niveau sein wird. 2. Der Geschäftsverlauf Die Struktur des Konzerns besteht im Berichtsjahr aus der Obergesellschaft SH selbst und den Beteiligungsunternehmen, die sich den drei Geschäftssegmenten - Ökologisches Papier - Umweltfreundliche Energie - Kreislaufwirtschaft zuordnen lassen. Steinbeis Holding GmbH Das Portfolio der SH besteht aus verbundenen Unternehmen, bei denen sie als Alleingesellschafterin auftritt, und aus Beteiligungsunternehmen, an denen sie zu 50 % beteiligt ist. Ausleihungen an die Beteiligungsunternehmen ergänzen die Engagements. Die Zusammensetzung des Finanzanlagevermögens vor Konsolidierung kann der folgenden Tabelle entnommen werden:
Ökologisches Papier Steinbeis Papier GmbH (STP) Die SH hält 99,55 % der Anteile an der STP, die in Glückstadt hochwertige grafische Recyclingpapiere herstellt. Die in den vergangenen Jahren eingeleitete, gezielte Rückführung der Absatzmengen im Bereich der Magazinpapiere mit dem Ziel der Erlösoptimierung wurde im Berichtsjahr eingeschränkt fortgesetzt. Ursächlich war nicht eine feststellbare, langfristige Trendumkehr der Nachfrage nach Magazinpapieren, sondern die außergewöhnliche Situation, dass zusätzlich zu den Kapazitätsstilllegungen aus 2021 beim Marktführer von Januar bis einschließlich April sämtliche finnischen Werke bestreikt wurden, woraus eine deutliche Angebotsverknappung resultierte. Diese außergewöhnliche Situation erlaubte es, dass die kosteninduzierten Preissteigerungen weitergegeben werden konnten. Nach Beendigung des Streiks kam es im Laufe des zweiten Halbjahres zu einer deutlich rückläufigen Nachfrage, welche zu einem Absatzrückgang von über 21 % im Vorjahres-Vergleichszeitraum führte. Insgesamt wurde die Produktions- und Absatzmenge in 2022 für Magazinpapiere um ca. 9 bzw. 11 % gegenüber 2021 reduziert. Diese Entwicklung steht im Einklang mit der verfolgten Strategie, die Produktion von Magazinpapieren bewusst zurückzufahren, und die dadurch freiwerdenden Kapazitäten für zusätzliche Mengen Büropapiere sowie der Einführung von Etikettenpapiere auf 100 % Altpapierbasis zu nutzen. Die Produktion von Büropapieren stieg im Vorjahresvergleich um 14 %, die Absätze um 11 %. Diese Entwicklung entspricht der Strategie, den Anteil am konjunkturunabhängigeren Büropapier zu steigern. Getragen wird diese Ausrichtung durch den Trend zu mehr Nachhaltigkeit, wodurch große Organisationen auf Recycling-Papier umgestellt haben. Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung auf:
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um 48,4 % auf 281,3 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung ist primär auf Preiseffekte zurückzuführen. Dabei sind insbesondere die Umsätze im Bereich Magazin um 57 % gestiegen; auch die Umsatzerlöse im Bereich Büro konnten im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden, aber mit 42 % nicht in dem Maße, wie bei den Magazinpapieren. In dem neu gebildeten Bereich der Spezialpapiere wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse aus der Markteinführung von 0,7 Mio. EUR realisiert. Der Materialaufwand erhöhte sich überwiegend preis- aber auch produktionsbedingt um 58,9 Mio. EUR auf 183,7 Mio. EUR. Der stärkere Anstieg der Erlöse als der variablen Kosten führte zu einer Verringerung der Materialeinsatzquote bezogen auf die Gesamtleistung um 2,2 % auf 64,0 % (2021 66,2 %). Die Aufwendungen erhöhten sich vor allem beim Personal, aufgrund der erfolgsbedingten Auszahlung von Prämien und Tantiemen. Die Abschreibungen enthalten eine außerplanmäßige Wertminderung auf veraltete Maschinenteile von 1,3 Mio. €. Im Weiteren erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,7 Mio. € auf 38,9 Mio. €. Ursache sind hauptsächlich die gestiegenen Frachtraten. Die Cash Earnings betragen 26,6 Mio. EUR und übersteigen damit den Vorjahreswert aufgrund des deutlich verbesserten Ergebnisses um 16,7 Mio. EUR. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 27,3 Mio. EUR. Für Investitionen in das Sachanlagevermögen wurden Darlehen in Höhe von 15,0 Mio. EUR aufgenommen. Die Ausschüttungen an Unternehmenseigner beliefen sich auf 13,0 Mio. EUR. Für Darlehenstilgungen wurden 7,1 Mio. EUR an Banken ausgezahlt, so dass sich insgesamt ein negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5,1 Mio. EUR ergibt. Die liquiden Mittel betrugen zum Abschlussstichtag 14,0 Mio. EUR, wovon 7,9 Mio. EUR zweckgebunden für Investitionen ins Anlagevermögen sind. Die Bilanzsumme der STP erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 32,5 Mio. EUR auf 133,3 Mio. EUR. Nach Investitionen und Abschreibungen erhöhte sich das Anlagevermögen um 2,9 Mio. EUR auf 60,1 Mio. EUR. Der Anstieg des Umlaufvermögens (29,5 Mio. EUR) resultiert insbesondere aus dem preisbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie dem Anstieg der liquiden Mittel. Die Passivseite weist gegenüber dem Vorjahr eine um 3,9 Mio. EUR erhöhte Eigenkapitalposition auf. Die Rückstellungen erhöhten sich im Berichtsjahr im Wesentlichen bei den sonstigen und Steuerrückstellungen um 10,1 Mio. EUR. Der Anstieg der Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag beträgt 17,8 Mio. EUR. Dieser resultiert hauptsächlich aus erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie preisbedingt aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Umweltfreundliche Energie Steinbeis Energie GmbH (STE) SH hält seit 2007 sämtliche Geschäftsanteile an der STE. Die Gesellschaft versorgt das verbundene Unternehmen Steinbeis Papier mit Energie. Der Betrieb des Kraftwerks und damit die Wärme- und Stromerzeugung verlief im Berichtsjahr planmäßig. Der überwiegend stabile Lauf des Kraftwerks - der EBS-Kessel war auch im 13. Betriebsjahr mehr als 8.000 Stunden im Einsatz - ist die Basis für eine reibungslose Versorgung des Energiekunden STP. Die STE lieferte im Berichtsjahr 378,6 GWh (Vorjahr 373,9 GWh) Wärme an die STP. Die gesamte von STE erzeugte elektrische Energie beträgt 93,1 GWh (Vorjahr 91,5 GWh) und liegt damit um 1,7 % über dem Vorjahreswert. B+S Papenburg Energie GmbH (BSPE) SH und Umweltdienste Bohn GmbH haben in 2016 eine Beteiligung an der BSPE GmbH erworben und halten je 50 % der Anteile am Stammkapital. Das im Jahr 2004 in Betrieb genommene Biomassekraftwerk hat eine Nennleistung von 20 MW. Die Stromproduktion erfolgt mit Frisch- und Altholz. Der Betrieb des Kraftwerkes verlief im Jahr 2022 über dem Niveau des Vorjahres. Die budgetierten Betriebsstunden wurden mit 7.861 h zu 98 % erreicht. Die ausgespeiste elektrische Energie hat mit 134,2 GWh den Budgetwert nicht erreicht. Grund hierfür waren Phasen, in denen das Kraftwerk wegen der begrenzten Verfügbarkeit von Altholz nur in Teillast betrieben wurde. Trotz eines insgesamt deutlich gestiegenen Niveaus der Marktwerte an der Strombörse (2022: 235,45 €/MWh gegenüber 96,85 €/MWh in 2021) gab es vor dem Hintergrund gestiegener Brennstoffkosten und Überschusserlösabschöpfungen Phasen, in denen das Kraftwerk nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte. Die Kapazität der Klärschlammtrocknungsanlage wurde in 2022 nicht ausgenutzt. Grund hierfür waren sowohl fallende Zuzahlungen als auch abnehmende verfügbaren Mengen. Die sprunghaft angestiegenen Kosten für konventionelle Dünger verschärften die Situation. Solarpark Leo GmbH & Co. KG (Leo KG) Die persönlich haftende Gesellschafterin der Leo KG ist die Steinbeis SoKra Verwaltungs GmbH, deren Anteile vollständig von der SH gehalten werden. Leo betreibt eine Photovoltaikanlage in Oberotterbach mit einer Nennleistung von 1,167 MWp. Solarpark Lynx GmbH & Co. KG (Lynx KG) Die persönlich haftende Gesellschafterin der Leo KG ist die Steinbeis SoKra Verwaltungs GmbH, deren Anteile vollständig von der SH gehalten werden. Lynx betreibt eine Photovoltaikanlage in Adelschlag mit einer Nennleistung von 3,313 MWp. BGA Lauterhofen GmbH & Co. KG (BGA-L) SH und Abel EnergiePark GmbH halten jeweils eine Beteiligung von 50 % an der Gesellschaft. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb einer Biogasanlage in Lauterhofen, wobei das produzierte Biomethan direkt in das Erdgasnetz eingespeist wird. BGA Mammendorf GmbH & Co. KG (BGA-M) Die SH hält zusammen mit der Abel EnergiePark GmbH jeweils eine Beteiligung von 50 % an der Gesellschaft. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb einer Biogasanlage in Mammendorf, wobei das produzierte Biomethan direkt in das Erdgasnetz eingespeist und von einem Stadtwerk bedarfsgerecht zur Strom- und Wärmeerzeugung verbraucht wird. BGA Feichten GmbH & Co. KG (BGA-F) SH und Abel EnergiePark GmbH halten jeweils eine Beteiligung von 50 % an der Gesellschaft. Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb einer Biogasanlage in Feichten. Das produzierte Rohbiogas wird vor Ort durch ein eigenes BHKW verstromt und die erzeugte Wärme im Sommer zur Trocknung von Hackschnitzeln bzw. in den kälteren Monaten zur Heizung der angeschlossenen Fernwärmekunden verwendet. Windpark Trierweiler GmbH & Co. KG Die SH hält eine Beteiligung von 100 % an der Windpark Trierweiler GmbH & Co. KG. Die persönlich haftende Gesellschafterin der WP Trierweiler KG ist die Steinbeis Windkraft GmbH, deren Anteile vollständig von der SH gehalten werden. Die WP Trierweiler KG betreibt zwei Windkraftanlagen in der Gemeinde Trierweiler mit einer Nennleistung von je 2,3 MW. Windpark Dischingen GmbH & Co. KG Die SH ist zu 100 % an der Windpark Dischingen GmbH & Co. KG beteiligt. Die persönlich haftende Gesellschafterin der WP Dischingen KG ist die Steinbeis Windkraft GmbH, deren Anteile vollständig von der SH gehalten werden. Die WP Dischingen KG betreibt fünf Windkraftanlagen in der Gemeinde Dischingen mit einer Nennleistung von je 2,78 MW. Die externen Umsatzerlöse des Geschäftssegments Umweltfreundliche Energie (unter Berücksichtigung der Beteiligungsquote) betrugen im Berichtsjahr 39.007 TEUR und lagen damit wie auch das EBITDA aufgrund der Energiepreissteigerungen deutlich über Vorjahresniveau. Die Cash Earnings im Segment Umweltfreundliche Energie betrugen 20.793 TEUR und lagen ebenfalls über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit entspricht weitgehend den Cash Earnings. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt 299 TEUR. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Geschäftsjahr 2022 zeigt im Wesentlichen die Tilgungen der vorhandenen Bankdarlehen. Der Finanzmittelfonds, der ausschließlich aus liquiden Mitteln besteht, beträgt 16.858 TEUR. Wesentliche Änderungen in der Vermögenslage resultieren im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund planmäßiger Abschreibungen der Kraftwerke, Solar-, Wind- und Biomethananlagen. Korrespondierend zu der Entwicklung im Anlagevermögen stellt sich vor allem eine Erhöhung der liquiden Mittel, aber auch die durch Regeltilgungen verminderten Bankverbindlichkeiten dar. Kreislaufwirtschaft AP-Concept GmbH & Co. KG (APC) SH hält 50 % der Kommanditanteile an der APC. Die andere Hälfte der Anteile befindet sich bei der KG Ludwig Melosch Vertriebs-GmbH & Co (LMV). Die APC betätigt sich insbesondere in den Geschäftsfeldern Altpapiersortierung und Altpapierhandel. Die im Jahr 2012 gegründete 100 %ige Tochtergesellschaft AP-Concept UK Ltd. (APC-UK) sowie die im Jahr 2020 gegründete 100 %ige Tochtergesellschaft AP-Concept Nederland B.V. (APC NL) sind ebenfalls im Altpapierhandel tätig. Die Absatzmengen der APC in 2022 haben sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % verbessert und konnten trotz der schwierigen Marktentwicklungen in der zweiten Jahreshälfte somit leicht über dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. EBS Concept GmbH (EBSC) SH und Umweltdienste Bohn GmbH halten je 50 % der Anteile am Stammkapital der EBSC. Die Anlage der EBSC dient der mechanischen Aufbereitung von Siedlungs- und gewerblichen Abfällen zu Sekundärrohstoffen und Ersatzbrennstoffen. Im Jahr 2022 wurde überwiegend im 3-Schicht-Betrieb produziert und eine Rekordmenge von 177.145 to Abfall angenommen. Dieser Wert hat die Erwartungen übertroffen und ist in der erhöhten Anliefermenge kommunaler und gewerblicher Abfallstoffe begründet. Die spezifischen Erlöse bewegen sich auf Vorjahresniveau. Der Betrieb der Aufbereitungsanlage verlief im Berichtsjahr planmäßig. Steinbeis PolyVert GmbH, Österreich (STPY) Die SH ist zu 100 % an der Steinbeis PolyVert GmbH (Österreich) beteiligt. Die Unternehmenstätigkeiten umfassen das Recycling von Kunststoffen der Arten PET, HDPE, PP, PE und PO. Die Umsatzerlöse belaufen sich im Berichtzeitraum 2022 auf 53.163 TEUR (Vorjahr 49.118 TEUR). Die positive Abweichung resultiert aus steigenden Verkaufspreisen im Vergleich zum Vorjahr. Die verkaufte Menge ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der u.a. konjunkturell bedingte Rückgang der Nachfrage nach Kunststoffrezyklaten beeinflusste das Ergebnis zum Geschäftsjahresende. Im Zusammenhang mit der Werksverlagerung und der Stilllegung nicht wirtschaftlicher Betriebsteile wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2.551 TEUR auf Firmenwerte im Konzern und 797 TEUR auf Sachanlagen vorgenommen. Das EBITDA ist wie Im Vorjahr negativ. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Berichtszeitraum auf 7,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Steinbeis PolyVert Fulda GmbH (STPY FD) Die SH ist zu 100 % an der STPY FD beteiligt. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Aufbereitung von PET Kunststoffabfällen und betreibt zudem am Standort in Großenlüder ein Zählzentrum. Das Geschäftsjahr 2022 hat sich im Bereich der Pfandgebinde sowohl hinsichtlich Zählzentrum als auch Recyclinganlage im Vergleich zum Vorjahr etwas erholt. Das Mengenaufkommen war auskömmlich, unterlag aber bis in die Sommermonate stets steigenden Einkaufspreisen. Die Produktionsmenge lag im Jahr 2022 leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2021. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 0,2 Mio. EUR getätigt. Im Geschäftssegment Kreislaufwirtschaft betragen die Außenumsätze im Berichtsjahr 96.982 TEUR (Vorjahr 86.355 TEUR). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 10.627 TEUR resultiert hauptsächlich aus Preissteigerungen. Das Segment Kreislaufwirtschaft erwirtschaftete in 2022 ein EBITDA von TEUR 844 (Vorjahr: 1.765 TEUR). Die Cash Earnings im Segment betrugen -343 TEUR (Vorjahr: 823 TEUR). Die Tilgung der Finanzkredite erfolgte planmäßig. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2022 beträgt 26,4 % (Vorjahr: 26,6 %). 3. Lage des Konzerns a) Ertragslage Der SH Konzern gliedert sich in die drei Geschäftssegmente Ökologisches Papier, Umweltfreundliche Energie und Kreislaufwirtschaft. Insgesamt wurde folgender Gesamtumsatz erzielt:
Der im Konzern erwirtschaftete Umsatz lag im Berichtsjahr um 37,8 % über Vorjahr und betrug 416.780 TEUR. Der Anstieg im Segment Ökologisches Papier ist vor allem verursacht durch die zeitweise starke, durch Verknappung bedingte Verteuerung von Magazinpapier sowie der Absatzsteigerung bei gleichzeitig steigendem Erlösniveau für Büropapiere. Im Geschäftssegment Umweltfreundliche Energie führten hauptsächlich gestiegene Annahme- und Produktionsmengen bei einem weiter gestiegenen Erlösniveau zu einer Umsatzerhöhung. Im Segment Kreislaufwirtschaft ist vor allem die Preissteigerung Ursache für den Umsatzanstieg. Unter Berücksichtigung von Frachten und Provisionen (22.553 TEUR), sonstigen Erlösminderungen (250 TEUR), der Bestandserhöhung (7.822 TEUR) und den übrigen Erträgen (3.785 TEUR) wurde eine betriebliche Leistung von 405.584 TEUR erzielt. Diese lag, u.a. beeinflusst durch die gesamtwirtschaftlichen Preissteigerungen, um 120.438 TEUR über dem Vorjahr. Materialaufwand Der Konzernmaterialaufwand erhöhte sich um 72.981 TEUR auf 256.861 TEUR. Ursachen sind sowohl die gestiegenen Produktionsleistungen sowie höhere Materialeinstandspreise, insbesondere für Altpapier, Energie, Kunststoffe und Chemikalien. Das Konzernergebnis entwickelte sich wie folgt:
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist maßgeblich durch einen Anstieg der Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen, einem erfolgsorientierten Anteil an den Personalaufwendungen sowie einem erhöhten Bedarf an Instandhaltungsaufwendungen zu erklären. In Summe führte dies zu einem EBITDA von 61.878 TEUR. Das EBITDA nach Geschäftssegmenten setzt sich wie folgt zusammen:
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnten weitgehend gute und auskömmliche Ergebnisse erzielt werden. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen beliefen sich auf 31,2 Mio. EUR. Darin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen auf veraltete Maschinenteile, Klärschlammtrocknung und Firmenwert in Höhe von 6,1 Mio. EUR. Nach Berücksichtigung der laufenden Ertragsteuern sowie latenter Steuererträge ergibt sich ein Konzernjahresergebnis von 17.893 TEUR, welches sich wie folgt auf die Segmente verteilte:
Im Segment Ökologisches Papier konnte das Ergebnis durch das Auseinanderfallen der Erlös- zu der Kostenkurve, vor allem in der zweiten Jahreshälfte, außerordentlich gesteigert werden. Im Segment Umweltfreundliche Energie ist das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht. Ursachen sind die höheren Erlöse und Verwertungsmengen. Das Ergebnis des Segments Kreislaufwirtschaft ist im Wesentlichen durch den Nachfrageeinbruch nach Kunststoffrezyklaten im vierten Quartal 2022 sowie außerplanmäßigen Abschreibungen stark belastet und führte zu einem negativen Konzernergebnisbeitrag. b) Finanzlage Das Finanzmanagement der SH und ihrer Tochtergesellschaften hat zum Ziel, den Geschäftsbetrieb der Gesellschaften optimal zu unterstützen und bewegt sich dabei im üblichen Spannungsfeld von Sicherheit, Liquidität und Rendite. Die Finanzierung des Kapitalbedarfs war im Berichtsjahr zu jeder Zeit gesichert. Auf der Basis einer mittelfristigen Unternehmens- und Kapitalbedarfsplanung werden bestehende und geplante Finanzierungen nach Art, Fälligkeits- und Zinsstruktur gemanagt. Die fristenkongruente Investitionsfinanzierung auf Euro-Basis dominiert hierbei die Fremdkapitalaufnahmen. Bei den Unternehmen der Steinbeis-Gruppe wird ein aktives Zins- und Währungsrisikomanagement praktiziert. Das Management beobachtet und prognostiziert - unterstützt durch Bankexperten - den volkswirtschaftlichen Datenkranz und relevante Kapitalmarktgrößen. Eingetretene und prognostizierte Zinsänderungen, die die Kreditkonditionen wesentlich beeinflussen können, werden angemessen ins Finanzierungs- und Zinsabsicherungskalkül konkreter Grundgeschäfte einbezogen. Im Konzern wurden 2022 21,3 Mio. EUR investiert. Von den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen entfallen 59 % auf das Segment Ökologisches Papier und 39 % auf das Segment Kreislaufwirtschaft. Auf die Segmente Umweltfreundliche Energie bzw. Sonstige entfallen 2 %. Dem Geschäftsmodell folgend sind die Beteiligungsunternehmen in der Umsetzung ihrer Strategien selbst für die Finanzierung von Investitionen zuständig. Die SH überwacht jedoch konsequent die Planungskompatibilität und die Einhaltung strukturkonformer Finanzierungsregeln. Der Kapitalfluss stellt sich im Konzern wie folgt dar:
In den liquiden Mitteln sind 9,1 Mio. EUR zweckgebunden für Investitionen ins Anlagevermögen bzw. als Kapitaldienstreserve enthalten. Zusätzlich zur guten Liquidität des Konzerns stehen nicht in Anspruch genommene Kreditlinien von 31,2 Mio. EUR zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Eigenkapitalquote aufgrund der höheren Bilanzsumme leicht von 43,9 % auf 42,8 % reduziert. Der Verschuldungsgrad sank um 9,7 % auf 8,1 %.
c) Vermögenslage Die Zunahme der liquiden Mittel waren maßgebliche Ursache für eine im Vorjahresvergleich um 39.313 TEUR vergrößerte Bilanzsumme des Konzerns.
Auf der Passivseite hat vor allem das stark positive Jahresergebnis zur Erhöhung der Bilanzsumme geführt. Der Anstieg der Rückstellungen betrifft hauptsächlich höhere sonstige Rückstellungen sowie Steuerrückstellungen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen in einem Anstieg der Bankverbindlichkeiten sowie der allgemeinen Preisentwicklung begründet. C. Prognosebericht Zu Beginn des Geschäftsjahres 2023 befindet sich die Weltwirtschaft weiter im Abschwung und sieht sich mit großen Unsicherheiten konfrontiert. Die deutsche Wirtschaft ist in 2022 zwar preisbereinigt um 1,9 % gewachsen, im vierten Quartal jedoch um 0,2 % zum Vorquartal geschrumpft. Für das laufende Geschäftsjahr ist eine stagnierende Wirtschaftsleistung zu erwarten. Die Rahmenbedingungen für ökologisch hergestellte Produkte, die auch den ökonomischen Anforderungen der Kunden entsprechen, sind weiterhin positiv. Die Bemühungen von Unternehmen, Behörden und Regierungen, nachhaltige Produkte weiter zu priorisieren, sowie die Einführung neuer Produkte auf Basis von Recyclingpapier sind wesentliche Treiber für eine Absatzsteigerung gegen den generellen Trend. Durch den parallel zum klassischen Vertrieb für grafische Papiere bestehenden digitalen Vertriebsansatz und spezifische Marketingaktivitäten werden bisher nicht erreichte Kundengruppen angesprochen und die Absatzmenge für Büropapiere hierüber weiter gesteigert. Aufgrund der schwer einschätzbaren Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage - insbesondere angesichts weiterer geldpolitischer Maßnahmen - sind die Prognoseangaben mit einer sehr hohen Unsicherheit behaftet. Für das Geschäftsjahr 2023 wird trotz der Erwartung der Vollauslastung ein EBITDA unter Vorjahresniveau, aber oberhalb des Niveaus des Jahres 2021 erwartet. Im Segment der Umweltfreundlichen Energie wird bei weitgehend konstanten Einspeisemengen, aber fallender Stromerlöse und Brennstoffzuzahlungen sowie steigender Materialaufwendungen ein rückläufiges EBITDA erwartet. Die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft planen mit weiteren Mengensteigerungen und mit Ausnahme der EBSC entsprechend steigenden EBITDAs. Auch für den Bereich Kunststoffrezyklate wird in Abhängigkeit des Konjunkturverlaufs eine positive EBITDA-Entwicklung erwartet. Mit den beschlossenen Investitionen in die Werkserweiterung an den Standorten sind die Voraussetzungen für ein marktkonformes Wachstum vorbereitet. Der Krieg in der Ukraine erschwert weiter die Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Im April konnte der in den Vormonaten anhaltende Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex zunächst gestoppt werden. Grund dafür ist die gestiegene Erwartungshaltung der Unternehmen für die kommenden Monate. Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2023 unter den unternehmensspezifisch aktuell erwarteten Szenarien einen deutlichen Rückgang der EBITDAs zum Vorjahr. Dieses sollte jedoch das Vorkrisenniveau halten. Damit weist der Konzern weiterhin eine stabile Ertragslage auf. Zusätzlich stehen ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, um den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Eigenkapitalquote wird auf dem Niveau von 2022 erwartet, die Nettofinanzschuldenquote wird sich bei Berücksichtigung der geplanten und teilweise kreditfinanzierten Investitionsmaßnahmen etwas erhöhen. D. Chancen und Risikobericht 1. Risikomanagementsystem Im SH-Konzern wird eine ganzheitliche Risikostrategie verfolgt, die nur Risiken erlaubt, die im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unumgänglich sind. Dies wird systematisch gesteuert und überwacht. Dazu gehört auch abteilungsübergreifendes Denken und Handeln entlang der Prozesskette. Eine integrierte Unternehmensplanung, strukturierte Projektdurchführungen und ein abgestimmtes Berichtswesen sichern die angemessene Überwachung während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen ab. Die nachstehenden Risikokategorien können die Geschäfte sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Bestimmend hierfür sind die operativen Beteiligungen, weshalb sich die Risikobeurteilung auch hieran orientiert. 2. Chancen und Risiken Geschäftsentwicklung Energie- und materialeffiziente Produktion, Kreislaufwirtschaft und Energieerzeugung zählen zu der Querschnittstechnologie Umwelt, die auf den Megatrends Klimaveränderung und Ressourcenknappheit aufsetzen. Die Positionierung in diesen Märkten bedeutet für die Konzernunternehmen die Partizipation an hohen Wachstumsraten in attraktiven Märkten. Gesetzliche Einsatzquoten für Recyclingmaterial und die starke Fokussierung auf Klimaschutz werden diesen positiven Trend, trotz der durch die aktuelle Rezession bedingten Nachfrageschwäche, nachhaltig unterstützen. Die ökologische Fixierung der politischen Mandatsträger, sei es auf nationaler oder auf europäischer Ebene, bestätigen mit den beschlossenen Konjunkturmaßnahmen eindeutig, dass Klima- und Ressourcenschutz auf der Agenda weiterhin Priorität haben wird. Schwierig sind die sich jährlich verändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Segmenten der Energieerzeugung. Eine flexible und schnelle Anpassungsfähigkeit ist hier notwendig. Damit können sich aber neue Geschäftspotentiale entwickeln. Operative Chancen und Risiken Der Betrieb der Anlagen der operativen Einheiten verlief im Berichtsjahr überwiegend planmäßig. Erkannte Problemstellungen wurden analysiert und bearbeitet. Laufende und vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen sorgen für die Sicherstellung der Produktion und die Beherrschbarkeit des Risikos auch für die Zukunft. Die Investitionen des letzten Jahres erfüllen die gesetzten Erwartungen. Im Segment Umweltfreundliche Energie lässt sich auch durch Instandhaltungs- und Revisionsmaßnahmen ein Ausfallrisiko der Energieerzeugung nicht vollständig ausschließen, da für wesentliche Aggregate wie z. B. Turbinen und Generatoren bei einem notwendigen Ersatz längere Lieferzeiten zu erwarten wären. Absatz- und Markt Der Markt für Büropapiere ist in 2022 gemessen an den Auslieferungen gewachsen und liegt leicht über Vor-Corona-Niveau. Hauptursache hierfür war die weitgehende Rücknahme der anfänglich noch geltenden Homeoffice-Regelungen und die zunehmende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Der europäische Markt für Magazinpapiere war im ersten Halbjahr 2022 von einer deutlichen Angebotsverknappung geprägt. Der unverändert zu erwartende Rückgang nach grafischen Papieren erfordert die Erarbeitung von Produktalternativen zum Magazinpapier. Für den Geschäftsbereich Umweltfreundliche Energie gilt, dass die STE mit der STP langfristige Verträge zur Lieferung von Dampf und Strom abgeschlossen hat, so dass eine Auslastung des Kraftwerks zu auskömmlichen Erlösen gesichert ist. Aufgrund der vereinbarten Verrechnungspreise für die Dampflieferungen sind die Ergebnisrisiken, aber auch die Ergebnischancen gering einzuschätzen. Die BSPE profitiert weiterhin von den bis 2023 gültigen EEG-Tarifen, wobei die aktuellen Strompreise zusätzliches Erlöspotenzial bieten. Langfristige Verträge mit Abnehmern sichern den Absatz bei den Biogas-, Wind- und Solaranlagen. Marktrisiken können daher im Wesentlichen nur rückwirkenden Gesetzesänderungen, der Nichteinhaltung von Verträgen oder ungünstigen klimatischen Verhältnissen geschuldet sein. Im Geschäftsbereich Kreislaufwirtschaft befindet sich der Absatzmarkt der Steinbeis PolyVert Gruppe in einem dynamischen Wandel. Das Produkt Recycling-Kunststoff entwickelt sich weiter zu einem hochwertigen und nachhaltigen Produkt. Mit dieser Veränderung ergeben sich gleichzeitig höhere Anforderungen an die Qualität des Produktes. Trotz der weiterhin positiven gesetzlichen Rahmenbedingungen stehen Rezyklate noch im Wettbewerb zu erdölbasierten Neuprodukten und unterliegen nicht zuletzt deshalb einer stärkeren Volatilität. Kosteneffizienz in der Herstellung und an den Neuwarenmarkt angelehnte Beschaffungspreise bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Durch die Inbetriebnahme des neuen rPET-Extruders in Österreich können neue Absatzmärkte erschlossen werden. Gesetzlich verpflichtende Rezyklat-Quoten existieren derzeit nur für PET-Einwegflaschen, die in der EU und Deutschland ab 2025 zu mindestens 25 Prozent und ab 2030 zu 30 Prozent aus Rezyklat bestehen müssen. Gemäß der Verpackungslinie EU 2018/852 müssen bis 2025 50 % von Kunststoffen recycelt werden. Dadurch wird erwartet, dass sich die Nachfrage dynamisch entwickelt. Der Ausblick auf den EU-Raum ist aufgrund des Ukraine-Krieges und seiner Folgen, die außergewöhnlich hohen Inflationsraten und damit verbundenen restriktiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken sowie der anhaltenden Störungen in den Lieferketten getrübt. Die daraus resultierenden Absatzrisiken wurden in unsere Prognoserechnung nach Lage des derzeitigen Kenntnisstandes berücksichtigt, beinalten aber einen großen Unsicherheitsfaktor. In der Kreislaufwirtschaft führt das verringerte Altpapieraufkommen zu einer Verknappung des Mengenaufkommens mit entsprechenden Preiseffekten. Im Bereich Kunststoff-Recycling wird dem starken Wettbewerb mit innovativen Investitionen, Qualität und Erfahrung begegnet. Demgegenüber sind im Segment der Umweltfreundlichen Energie keine Einschränkungen zu erwarten, so dass die Unternehmen dieses Segments damit stabilisierend wirken. Beschaffungsmarkt Die relevanten Risiken liegen im Wesentlichen im Beschaffungsmarkt für Altpapier, EBS, Holz und Kunststoff sowie im Energiemarkt. Altpapier ist seit vielen Jahren ein international gehandeltes Gut. Der stark volatile Altpapiermarkt bringt ein stetes Risikopotenzial mit sich. Ein installiertes Frühwarnsystem unterstützt das Management für das frühzeitige Erkennen solcher Risiken. Ausgehend von dieser Entwicklung zählen die Sicherung der notwendigen Altpapiermengen und die Eingrenzung der Preisvolatilität weiterhin zu den vordringlichen Aufgaben auf der Beschaffungsseite. Durch den Abschluss von mehrjährigen Verträgen hat sich STP zu einem größeren Anteil die Versorgung gesichert und in gewissem Umfang die Volatilität der Preise reduziert. Die Versorgung der Papierfabrik mit Strom und Dampf wird durch einen langlaufenden Vertrag mit STE abgesichert. Die über die Stromerzeugungskapazität von STE hinaus erforderliche Strommenge wird am Markt zugekauft. Lieferschwierigkeiten und -ausfälle bei landwirtschaftlichen und industriellen Vorprodukten haben sich unmittelbar eingestellt. Die Entwicklung für das Gesamtjahr ist aktuell noch wenig greifbar, da dies von der Dauer und Intensität der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine abhängt. Die für die Brennstoffversorgung bei STE notwendigen EBS-Mengen sind zu einem Großteil gesichert. Die Versorgung durch die Konzerngesellschaft EBSC wirkt durch die abgeschlossenen Kommunalverträge zusätzlich stabilisierend. Veränderungen des Preisniveaus auf dem Spotmarkt wirken sich daher nur in geringem Umfang auf das Ergebnis aus. Auf dem Altholzmarkt hat sich ein Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage eingestellt. Einem verringerten Angebot steht eine erhöhte Nachfrage aufgrund von neuen Kraftwerkskapazitäten und Bedarfen der Holzwerkstoffindustrie gegenüber. Die für die Versorgung mit Holz notwendigen Brennstoffmengen der BSPE wurden zum großen Teil durch mittelfristige Verträge gesichert. Versorgungsengpässe und steigende Holzpreise können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Um dem Beschaffungsrisiko zu begegnen, wurden die Importaktivitäten erweitert. Aufgrund der stark steigenden Nachfrage nach Kunststoff-Recycling steigen auch die Herausforderungen auf der Beschaffungsseite. Diesen wird durch den Ausbau und Weiterentwicklung von Sortiertechniken sowie der breiten Aufstellung des Lieferantennetzwerks begegnet werden. Finanztechnische Chancen und Risiken Die Konzernaktivitäten sind solide finanziert, auch für unvorhergesehene Entwicklungen stehen Liquiditätsreserven zur Verfügung. Fremdwährungsrisiken treten bei steigenden Exportaktivitäten nur in Ländern außerhalb der europäischen Währungsunion auf. Zur Währungssicherung werden Kurssicherungsgeschäfte in die Überlegungen mit einbezogen und im Sinne von Makrohedges umgesetzt. Hauptziel ist dabei die Sicherstellung des kalkulierten Geschäftes. Trotzdem könnte sich eine fixierte Kurssicherung in Erwartung eines aufwertenden Euros bei tatsächlich eintretender deutlicher Euroschwäche zu finanziellen Nachteilen gegenüber potentiell ungesicherten Wettbewerbern führen. Durch wirtschaftliche Schwäche einzelner Kunden kann es zu einem verstärkten Delkredere-Risiko kommen. Gesteigerte Sorgfalt und Vorsicht sowie das automatische Kreditlimit- Überwachungssystem machen diesbezügliche Risiken beherrschbar. Für den überwiegenden Teil der Forderungen besteht außerdem eine Warenkreditversicherung. Die Zinsänderungsrisiken für die variabel verzinslichen Darlehen werden durch den Abschluss von Payerswaps weitgehend eliminiert. Bezüglich der Zahlungsziele der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt die Überwachung der Zahlungszielvereinbarungen auf Branchenüblichkeit. Insgesamt sind trotz der Corona-Krise keine Risiken erkennbar, die die Unternehmensfortführung des Steinbeis-Konzerns gefährden. Die Risiken aus Importabhängigkeiten, vor allem für Gas, sind schwer abschätzbar, könnten aber erhebliche Auswirkungen u.a. auf die Chemieindustrie haben. Dies würde wiederum zu einer erheblichen Beeinträchtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage führen können und damit auch die Produktionsunternehmen im Steinbeis-Konzern belasten. Die Steinbeis Holding ist davon überzeugt, durch die starke Diversifizierung, der finanziellen Stärke sowie den ausreichend zur Verfügung stehenden Ressourcen innerhalb der Gruppe den erkennbaren Herausforderungen gewachsen und dadurch ebenfalls in der Lage zu sein, die sich bietenden Chancen erkennen und nutzen zu können.
München, 31. Mai 2023 Steinbeis Holding GmbH Dipl. Ing. Michael Söffge Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang zum 31. Dezember 2022I. Allgemeine Angaben Die Steinbeis Holding GmbH mit Sitz in Brannenburg ist unter der Registernummer HRB 6018 beim Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein eingetragen. Der Konzernabschluss der Steinbeis Holding GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. II. Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind neben der Steinbeis Holding GmbH als Mutterunternehmen folgende Unternehmen durch Vollkonsolidierung gemäß § 300 Abs. 1 HGB einbezogen:
*) Die Personengesellschaften sind gem. § 264b HGB von der Pflicht zur Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Gemäß § 310 Abs. 1 HGB werden folgende Gemeinschaftsunternehmen (assoziierte Unternehmen) mit dem anteiligen Kapital in den Konzernabschluss einbezogen:
Diese Unternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen, weil sie jeweils mit einem konzernfremden Unternehmen aus der jeweiligen Branche der Gesellschaften gemeinschaftlich geführt werden. III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung wurde bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. durchgeführt. Dabei wurden die Buchwerte der Beteiligungen der voll konsolidierten Gesellschaften dem anteiligen, konsolidierungspflichtigen Kapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile bzw. der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss gegenübergestellt. Die so ermittelten Unterschiedsbeträge wurden bei der Erstkonsolidierung im Jahr 1990 zum Teil Vermögensgegenständen zugerechnet. Der danach verbleibende Betrag wurde gemäß Art. 27 EGHGB mit den Rücklagen verrechnet. Im Rahmen der Konsolidierung wird das Unternehmen der untersten Konzernebene zuerst auf dessen unmittelbar übergeordnetes Mutterunternehmen konsolidiert. Die Resultate dieser Konsolidierung werden dann der Konsolidierung auf der nächsthöheren Stufe zugrunde gelegt. Bei neu erworbenen Anteilen wurden im Fall von Anschaffungen vor dem 1. Januar 2010 zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktive Unterschiedsbeträge Vermögensgegenständen zugeordnet; danach noch verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert aktiviert und über eine Dauer von 15 Jahren abgeschrieben. Für Zugänge ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Abschreibung nach der individuellen Nutzungsdauer. Die Abschreibung auf den Firmenwert wird bereits im Zugangsjahr mit anteiligen Monatsbeträgen vorgenommen. Bei neu erworbenen Anteilen nach dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode des § 301 Abs. 1 HGB. Die Verrechnung der Anteile an einem Tochterunternehmen erfolgt mit dem entsprechenden Eigenkapital, das mit dem Betrag angesetzt wird, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Aktive Unterschiedsbeträge bei Anwendung der Neubewertungsmethode werden als Firmenwert aktiviert. Passive Unterschiedsbeträge werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen und mit künftigen Verlusten verrechnet. Die bei den konsolidierten Gesellschaften nach dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gebildeten Rücklagen sind in den anderen Gewinnrücklagen des Konzerns enthalten. Anpassungen an BilMoG zum 01.01.2010 führten zu saldierten Einstellungen in Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 95. Noch nicht verwendete Ergebnisse der einbezogenen Gesellschaften werden im Gewinnvortrag ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Umsatzerlöse und andere Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen werden mit den entsprechenden Aufwandsposten verrechnet. Der Wertansatz der Vermögensgegenstände aus konzerninternen Lieferungen wird um realisierte Zwischenergebnisse in den Einzelabschlüssen bereinigt, sofern sie nicht gemäß § 304 Abs. 2 HGB für den Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Soweit im Rahmen der Kapitalkonsolidierung stille Reserven aufgedeckt wurden, wurden gemäß § 306 HGB auf die entstehenden zeitlichen Differenzen latente Steuern angesetzt. Die Buchwerte der in der Konzernbilanz angesetzten passiven latenten Steuern erhöhten den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts. Auf den angesetzten Geschäfts- oder Firmenwert werden keine latenten Steuern gebildet. IV. Bilanzierung und Bewertung Die Steinbeis Holding GmbH und die übrigen einbezogenen Unternehmen folgen in der Bilanzierung und Bewertung den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Der Grundsatz der einheitlichen Bewertung nach § 308 HGB wurde für alle einbezogenen Unternehmen, auch für die Gemeinschafts- und die assoziierten Unternehmen, beachtet. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der voll konsolidierten Unternehmen sind einheitlich bewertet. Der Grundsatz der Darstellungsstetigkeit gemäß § 246 Abs. 3 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde beachtet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen - bewertet. Als Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von drei bis zehn Jahren zugrunde gelegt. Software von SAP wird über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Markennamen und Verfahrenstechniken aus der Erstkonsolidierung Steinbeis PolyVert-Gruppe, Österreich, waren mit einer Nutzungsdauer von 8 Jahren bilanziert. Hiermit sollte der tatsächlichen Nutzungsdauer entsprochen werden. Nach der Ergebnisentwicklung der Vorjahre und des Berichtsjahres erfolgte im Geschäftsjahr 2022 eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 797. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung vor dem 1. Januar 2010 entstandene Geschäfts- und Firmenwert wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Folgende in Vorjahren entstandene Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren (ab 01.01.2019 über 10 Jahre) abgeschrieben: Erstkonsolidierung vor dem 1. Januar 2010: STP (voll abgeschrieben) STE (voll abgeschrieben) Erstkonsolidierung nach dem 1. Januar 2010: Leo KG (Restnutzungsdauer 2 Jahre) BGA Lauterhofen (Restnutzungsdauer 4 Jahre) BGA Mammendorf (Restnutzungsdauer 6 Jahre) BGA Feichten (Restnutzungsdauer 6 Jahre) Windpark Trierweiler (Restnutzungsdauer 8 Jahre) Windpark Dischingen (Restnutzungsdauer 10 Jahre) Steinbeis PolyVert Österreich Gruppe (ursprüngliche Restnutzungsdauer 6 Jahre, jedoch außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 2.551 auf EUR 0,00) Steinbeis PolyVert Fulda GmbH (Restnutzungsdauer 7 Jahre) Die bei der Leo KG, BGA Lauterhofen, BGA Mammendorf, BGA Feichten, Windpark Trierweiler und Windpark Dischingen angesetzten Nutzungsdauern von ursprünglich mehr als zehn Jahren ergeben sich daraus, dass die Beteiligungen an den Unternehmen, die ein Solarkraftwerk, eine Biogasanlage bzw. einen Windpark betreiben, aufgrund der Unternehmenskonzeption einen Beteiligungszeitraum von mindestens 15 Jahren umfassen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten - vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt. Die erhaltenen Investitionszuschüsse werden unter den Sonderposten für Investitionszuschüsse erfasst. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten Eigenleistungen, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung separat als "aktivierte Eigenleistungen" ausgewiesen werden. Gebäude werden überwiegend über Nutzungsdauern zwischen 10 und 33 Jahren - zum Teil auch degressiv - der Altbestand wird längstens über 40 Jahre abgeschrieben. Die technischen Anlagen und Maschinen werden zum Teil linear und zum Teil degressiv abgeschrieben. Als Nutzungsdauer wird ein Zeitraum von 5 bis 20 Jahren zugrunde gelegt. Die anderen Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben, auf die lineare Abschreibung wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Zugänge werden ab dem Monat der Inbetriebnahme bzw. Fertigstellung abgeschrieben. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden während einer angemessen verkürzten Restnutzungsdauer abgeschrieben. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Abnutzbare, bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind und deren Anschaffungskosten mehr als EUR 150,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00 betragen, werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Für solche abnutzbaren, beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten EUR 150,00 nicht übersteigen, werden die Aufwendungen im Jahr des Erwerbs voll aufwandswirksam erfasst. Die Abschreibungen des EBS-Kraftwerks (Steinbeis Energie GmbH) sowie des Solarkraftwerks Leo erfolgen jeweils nach der linearen Methode. In der Steuerbilanz wurden abweichend von der Handelsbilanz degressive Abschreibungen angesetzt. In der jeweiligen Steuerbilanz der Windpark Trierweiler und der BSPE wird abweichend zur Handelsbilanz eine Sonderabschreibung nach § 7g EStG angesetzt. Bei der Steinbeis Immobilien GmbH & Co. KG wurde die in Vorjahren in der Steuerbilanz gebildete Rücklage für Ersatzbeschaffung gemäß § 6 b EStG auf eine in 2018 erworbene Gewerbeimmobilie übertragen. Auf diese Bilanzunterschiede werden entsprechende latente Steuern gebildet. Die Beteiligungen und Ausleihungen sind zu Anschaffungskosten angesetzt worden. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bewertet worden. Die Wertpapiere, die als Deckungsvermögen für die Altersteilzeitrückstellung dienen, wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr TEUR 469) mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet. Die Zeitwerte (Kurswerte zum Stichtag) der verrechneten Vermögensgegenstände entsprechen den Anschaffungskosten. Bei den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren zu Anschaffungskosten, vermindert um Gängigkeitsabschläge, oder - unter Beachtung des Niederstwertprinzips - zu niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag bewertet worden. Die Steinbeis Papier GmbH und die Steinbeis Energie GmbH haben im Jahr 2011 im Magazin von der permanenten Inventur auf eine rollierende Inventur umgestellt, so dass die im Magazin gelagerten Bestände an Ersatzteilen, Hilfs- und Betriebsstoffen, Verschleiß- und Verbrauchsteilen sowie Filze und Siebe nur noch dann jährlich aufgenommen werden, wenn der Einzelwert EUR 1.500,00 übersteigt. Bei anderen Artikeln erfolgt die körperliche Bestandsaufnahme nur alle zwei bzw. drei Jahre. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten oder unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu niedrigeren Marktpreisen am Abschlussstichtag bewertet worden. In den Herstellungskosten sind angemessene Teile der Verwaltungsgemeinkosten enthalten. Die der Steinbeis Papier GmbH und der Steinbeis Energie GmbH unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte sind aufgrund fehlender Anschaffungskosten mit einem Erinnerungswert von EUR 2 bilanziert. Der Zeitwert der Emissionsrechte beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 57.313. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt worden. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko besteht eine Pauschalwertberichtigung, bei deren Ermittlung auch den unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Exportländern Rechnung getragen wurde. Liquide Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Disagien und Finanzierungskosten, die entsprechend der Darlehenslaufzeit aufgelöst werden, Pachtvorauszahlungen sowie bis zum Bilanzstichtag gezahlte Prämien für Landwirte, die mit der BGA Lauterhofen, BGA Mammendorf oder BGA Feichten langfristige Substratlieferverträge abgeschlossen haben. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Jahren voraussichtlich abbauen. Der Berechnung der latenten Steuer liegen Steuersätze wie im Vorjahr zwischen 11,2 % und 17,15 % für die Gewerbesteuer und ein Steuersatz von 15,83 % für die Körperschaftsteuer zugrunde, die sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben werden. Die Bewertung der latenten Steuer für die österreichischen Unternehmen erfolgte zum Unternehmenssteuersatz von 25 %. Aus der Bewertung der steuerlichen Verlustvorträge (Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer) resultiert unter der Berücksichtigung der oben genannten Steuersätze eine aktive latente Steuerabgrenzung von TEUR 2.316 (Vorjahr TEUR 2.428). Dabei wurden nur die steuerlichen Verlustvorträge berücksichtigt, bei denen auf Basis der aktuellen Planungsrechnungen in den nächsten fünf Jahren eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Das Wahlrecht zur Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB wurde in Anspruch genommen. Im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden Investitionszuschüsse erfasst, die entsprechend den Abschreibungen der Anlagen planmäßig aufgelöst werden. Bei der Bemessung der Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken angemessen berücksichtigt. Für unmittelbare Pensionsverpflichtungen werden Rückstellungen auf der Basis eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,79 % nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend der HGB-Vorschriften in der Fassung des BilRUG gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB-E gebildet. Aus der Ermittlung des Verpflichtungswertes mit einem durchschnittlichen Marktzins von 1,45 % der vergangenen sieben Geschäftsjahre entstand ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.310 nach § 253 Abs. 6 HGB-E. Dabei sind auch die gegenüber ehemaligen Mitarbeitern und den Hinterbliebenen dieser Mitarbeiter bestehenden Verpflichtungen berücksichtigt worden. Ab 2018 werden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet und das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Der Rententrend wurde mit 2,00 % p.a. ab 01.01.2025 angenommen, kurzfristig wurden 5,00 % p.a. angesetzt. Für Altersteilzeit (ATZ) werden Rückstellungen für abgeschlossene ATZ-Verträge mit einer mittleren Restlaufzeit von einem Jahr auf der Basis eines Zinsfußes von 0,43 %, bzw. von 0,59 % für potenzielle ATZ Anwärter entsprechend einer mittleren Restlaufzeit von drei Jahren und einem Einkommenstrend von 2,5 % p.a. auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens entsprechend der HGB-Vorschriften gebildet. Für den Bilanzausweis wurde der Altersteilzeitrückstellungsbetrag mit dem vorhandenen Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB in Höhe von TEUR 349 verrechnet. Soweit sonstige Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB die Abzinsung auf der Grundlage eines Marktzinssatzes, der unter Beachtung des voraussichtlichen Erfüllungszeitpunktes bzw. der individuellen Restlaufzeit der jeweiligen Verpflichtung durch eine Durchschnittsbildung aus den jeweiligen laufzeitadäquaten Zinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre zu ermitteln ist. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Währungsumrechnung Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Zahlungsvorganges bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag werden gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 129) und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 116) enthalten. Gemäß § 308a HGB wurden die Aktiv- und Passivposten der auf englische Pfund lautenden Bilanz der APC-Concept UK Ltd., mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in Euro umzurechnen ist, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz in Höhe von TEUR 41 wurde unter dem Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in der Bilanz ausgewiesen. VI. Angaben zur Bilanz 1. Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Kettenkonsolidierung der Steinbeis Papier GmbH mit den Tochtergesellschaften im Jahr 2007 wurden aktivische Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 30.048 mit passiven Unterschiedsbeträgen in Höhe von TEUR 23.201 verrechnet. Aus dem entstandenen aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 2.239 aus der Erstkonsolidierung der Steinbeis Energie GmbH im Jahr 2007 wurde ein Firmenwert in Höhe von TEUR 1.312 gebildet. Aus dem entstandenen aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 168 aus der Erstkonsolidierung der Solarpark LEO GmbH & Co. KG im Jahr 2009 wurde ein Firmenwert gebildet. Aus dem im Jahr 2012 entstandenen aktivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 12 aus der Erstkonsolidierung der BGA Lauterhofen GmbH & Co. KG wurde ein Firmenwert gebildet. Nach dem Erwerb von 50 % der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen BGA Mammendorf, BGA Feichten und BGA Kirchham (angewachsen auf ASRE) ergaben sich aus der Erstkonsolidierung (Quotenkonsolidierung) weitere Firmenwerte von TEUR 391. In 2015 hat die SH 100 % der Anteile an der Windpark Trierweiler GmbH & Co. KG erworben. Es ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 74. Dieser wurde dem Firmenwert zugerechnet. In 2016 hat die SH 100 % der Anteile an der Windpark Dischingen GmbH & Co. KG erworben. Hieraus entstand ein Firmenwert von TEUR 484. In 2018 wurden 100 % der Anteile an der Steinbeis GmbH erworben. Dabei hat sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 24 ergeben, der mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet wurde. In 2019 wurden 100 % der Anteile an der Steinbeis PolyVert Gruppe (Steinbeis PolyVert GmbH, Österreich, PLAST Compound GmbH, Österreich und deren Tochtergesellschaften) erworben. Bei der Kettenkonsolidierung ergab sich insgesamt ein Unterschiedsbetrag von TEUR 8.075. Dieser entfiel in Höhe von TEUR 1.000 auf immaterielle Vermögenswerte, in Höhe von TEUR 1.153 auf Grundstücke und Gebäude, in Höhe von TEUR 2.227 auf Technische Anlagen und in Höhe von TEUR -692 auf latente Steuer. Der Restbetrag von TEUR 4.387 wurde als Firmenwert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2019 hat die 100 %ige Tochtergesellschaft der SH, die SCUR-Alpha 1124 GmbH, 100 % der Anteile an der Steinbeis PolyVert Fulda (vormals: Kruschitz Deutschland) GmbH (vormals: B+T Plastics GmbH) erworben. Bei der Kettenkonsolidierung ergab sich insgesamt ein Unterschiedsbetrag von TEUR 3.150. Dieser entfiel in Höhe von TEUR 309 auf Grundstücke und Gebäude, in Höhe von TEUR 229 auf technische Anlagen und in Höhe von TEUR -156 auf latente Steuern. Der Restbetrag von TEUR 2.768 wird als Firmenwert ausgewiesen. Die Abschreibungen auf Firmenwerte (aus Erstkonsolidierung) belaufen sich im Jahr 2022 insgesamt auf TEUR 3.544. Dieser Wert beinhaltet die außerplanmäßige Abschreibung auf den Firmenwert der Steinbeis PolyVert Gruppe in Höhe von TEUR 2.551. Außerdem wurden zum 31. Dezember 2022 die immateriellen Vermögensgegenstände der PolyVert Gruppe mit TEUR 521 und die technischen Anlagen der PolyVert Gruppe mit TEUR 276 außerplanmäßig abgeschrieben. 2. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen kann dem Konzernanlagenspiegel (Anlage 1.4) des Steinbeis Holding GmbH-Konzerns entnommen werden. Als immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Wesentlichen Software für die Datenverarbeitung, Markennamen und Verfahrenstechnik sowie Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen. Die Zugänge im Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen) betragen TEUR 21.282. Die Investitionen erfolgten im Wesentlichen in die Digitalisierung, Ausrüstungs- und Papiermaschinen, einer Extrusionsanlage und baulichen Maßnahmen an den Standorten. Die Zugänge in den Bauten und in den technischen Anlagen (inklusive Anlagen im Bau) enthalten aktivierte Eigenleistungen im Konzern von TEUR 729 (Vorjahr TEUR 746). 3. Finanzanlagen Unter den Wertpapieren des Anlagevermögens wird das Wertpapierdepot für die Rückdeckung der Altersteilzeit ausgewiesen. Aufgrund der Anwendung des BilMoG erfolgte eine Verrechnung der verpfändeten Wertpapiere in Höhe von TEUR 349 (Vorjahr: TEUR 469) mit der Altersteilzeitrückstellung. Nur der nicht verpfändete Anteil wird im Anlagevermögen ausgewiesen (TEUR 136). Die Ausleihungen an assoziierte Unternehmen bestehen aus dem nicht konsolidierten Teil der langfristigen Gesellschafterdarlehen, die die SH der BGA Lauterhofen (TEUR 250), der BGA Mammendorf (TEUR 250), der BGA Feichten (TEUR 36) sowie der ASRE (TEUR 26) gewährt hat. 4. Umlaufvermögen Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt, Energiesteuererstattungsansprüche gegenüber dem Zollamt, debitorische Kreditoren sowie Erstattungen von Netzentgelten. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 191 sonstige Forderungen. Von den liquiden Mitteln in Höhe von insgesamt TEUR 50.567 sind TEUR 9.139 nicht frei verfügbar. TEUR 11.139 entfallen auf Gemeinschaftsunternehmen. 5. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in Anlage 1.5 dargestellt. Das gezeichnete Kapital beträgt im Berichtsjahr nominell EUR 20.020.000,00. Die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die ausgewiesene Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung resultiert aus der Konsolidierung der APC-Concept UK Ltd. (England). Konzerngewinn Im Konzerngewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 69.805.714,64 enthalten. Dieser entwickelte sich wie folgt:
6. Anteile anderer Gesellschafter Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital betreffen Minderheitsgesellschafter der Steinbeis Papier GmbH. Maßgeblich für die Berechnung des Ergebnisanteils der Minderheitsgesellschafter der Steinbeis Papier GmbH (TEUR 76) war das um Konsolidierungsmaßnahmen bereinigte Ergebnis der Steinbeis Papier GmbH. 7. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält einen in 2008 und 2009 gewährten Investitionszuschuss für den Bau des EBS-Kraftwerkes bei der STE in Höhe von ursprünglich TEUR 8.375 sowie einen in 2011 gewährten Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 76 für den Bau eines Altpapiersortierbetriebes bei der AP-Concept GmbH & Co. KG. Im Weiteren erhielt die Steinbeis PolyVert GmbH im Rahmen einer Kapazitätserweiterung für das Recycling von verschmutzten Kunststoffen im Jahr 2018 einen Zuschuss in Höhe von TEUR 526. Zusätzlich wurde im Jahr 2020 die Covid-19-Förderung "als Investitionsprämie" beantragt und bewilligt. Für die im Jahr 2021 und 2022 angeschafften und im Anlagevermögen aktivierten Vermögensgegenstände ist die Subvention anteilig in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr TEUR 389) bilanziert. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt planmäßig entsprechend der Abschreibung des Anlagevermögens. Gemäß IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: "Bilanzierung von Schadstoffemissionsrechten nach HGB (IDW RS HFA 15)" erfolgt analog zum Umlaufvermögen die Bildung eines Sonderpostens für Schadstoffemissionsrechte in Höhe von EUR 2,00. 8. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
9. Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthaltene Tilgungsdarlehen sind in Höhe von TEUR 74.853 durch Eintragung von Grundschulden auf den Betriebsgrundstücken und durch Sicherungsübereignungen einzelner maschineller Anlagen, durch Forderungsabtretungen, Abtretungen von Einspeisevergütungen und Gaslieferungen und durch vereinbarte Kapitaldienstreserven in Bankguthaben besichert. Zur Sicherung der kurzfristigen Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 32 bestehen Raumsicherungsübereignungsverträge für die Vorräte und Globalabtretungen der Kundenforderungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 21) Verbindlichkeiten gegenüber außenstehende Gesellschafter der STP enthalten. Latente Steuerabgrenzungsbeträge Insgesamt haben sich die aktiven latenten Steuern (im Vorjahr passive latente Steuer) im Geschäftsjahr 2022 wie folgt entwickelt:
Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 6.811 werden mit passiven latenten Steuern von TEUR 4.199 saldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern gliedern sich wie folgt auf:
Die aktiven latenten Steuern aus der Abweichung der Handels- zur Steuerbilanz nach § 274 HGB resultieren insbesondere aus niedrigeren handelsrechtlichen Anteilen an verbundenen Unternehmen und höheren handelsrechtlichen Rückstellungen (insbesondere Pensionen, Drohverluste, Rückbauverpflichtungen, Altersteilzeit), die passiven latenten Steuern im Wesentlichen aus höheren handelsrechtlichen Anteilen an verbundenen Unternehmen und aus niedrigeren Wertansätzen des Anlagevermögens aufgrund degressiver Abschreibungen bzw. Abschreibungen nach§ 6 b EStG und § 7g EStG in den Steuerbilanzen. 10. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft hat eine Höchstbetragsbürgschaft von TEUR 237 zugunsten des Landes Schleswig-Holstein für den Fall der Einstellung der Abfallentsorgungsanlage der STE übernommen. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. Zugunsten eines assoziierten Unternehmens wurde gegenüber dem finanzierenden Kreditinstitut eine Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 268 gegen die Auflösung der bisher geforderten Liquiditätsreserve abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme ist derzeit nicht zu rechnen. 11. sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus dem Bestellobligo, Miet- und Leasingverträgen sowie Pacht- und Wartungsverträgen und haben eine Höhe von TEUR 18.899, hiervon sind TEUR 5.123 kurzfristig und insgesamt TEUR 3.585 aus Gemeinschaftsunternehmen. Für die Beschaffung von Altpapier bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen die für das Folgejahr rund zwei Drittel des Jahresverbrauches sichern. Für die Beschaffung von Substraten bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen die für die nächsten fünf Jahre rund drei Viertel des Jahresverbrauches sichern. Die EBS-Kraftwerkanlage der STE deckt knapp 40 % des Strombedarfs im Konzern. Die restliche benötigte Strommenge für das Jahr 2022 wurde durch einen Vertrag mit einem Energieversorgungsunternehmen eingekauft. Des Weiteren bestehen Mietaufwendungen für Außenläger in Abhängigkeit von den angemieteten Lagerflächen und Lagerzeiträumen. Die Solarpark Leo GmbH & Co. KG, die Solarpark Lynx GmbH & Co. KG, die BGA Lauterhofen GmbH & Co. KG, die BGA Mammendorf GmbH & Co. KG, die Windpark Trierweiler GmbH & Co. KG, die Windpark Dischingen GmbH & Co. KG sowie die B+S Papenburg Energie GmbH haben bis zum Ende der jeweiligen Pachtverträge Rückbauverpflichtungen in Höhe von insgesamt rund TEUR 1.806 (quotal) an den Betriebsgrundstücken. Für die Rückbauverpflichtung ist zum 31. Dezember 2022 eine Rückstellung im Konzernabschluss in Höhe von TEUR 1.306 dotiert. Die BGA Lauterhofen GmbH & Co. KG hat sich verpflichtet, sämtliches bis zum 31. Dezember 2032 produziertes Bioerdgas zu einem unter Berücksichtigung einer Preisgleitklausel festgelegten Preis an einen Abnehmer zu liefern. Die BGA Mammendorf GmbH & Co. KG hat sich verpflichtet, sämtliches produziertes und aufbereitetes Biogas sowie sämtlichen erzeugten Strom bis zum 31. Dezember 2032 an jeweils einen Abnehmer zu liefern. Die BGA Lauterhofen, die BGA Feichten und die BGA Mammendorf haben jeweils langfristige Betriebsführungsverträge mit einem nahestehenden Unternehmen abgeschlossen. Bereits im Geschäftsjahr 2021 hat das assoziierte Unternehmen BSPE mit einem Energieversorger einen Vertrag über die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien abgeschlossen. Auf Grundlage dieses Vertrages wurden bereits im Dezember 2022 für das I. Quartal 2023 und für das Jahr 2023 fest zugesicherte Mengen zu einem fest vereinbarten Preis verkauft. Die zu erwartenden Erlöse aus diesem Geschäft übersteigen die Kosten zur Herstellung der vereinbarten Strommengen, so dass Verluste aus schwebenden Geschäften nicht zu erwarten sind und zum 31. Dezember 2022 keine entsprechende Drohverlustrückstellung gebildet wurde. Der Zeitwert für die im Dezember 2022 abgeschlossenen Terminkontrakte beträgt insgesamt TEUR 21.468 und wurde aus den Marktwerten der einzelnen Bestandteile des Derivats zum 30. Dezember 2022 ermittelt. Vor dem Hintergrund der Einführung eines Gesetzes zur Einführung einer Strompreisbremse (Strompreisbremsegesetz - StromPBG) und der damit verbundenen Abschöpfung von Überschusserlösen ab dem 01.12.2022 wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 1.637 gebildet. VII. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus dem Verkauf von Papier, Altpapier, Kunststoff, Energie, Annahme und Aufbereitung von Abfällen, Mieteinnahmen und Geschäftsbesorgung. Die Gesamtsumme der Umsatzerlöse verteilt sich auf:
Von den Umsatzerlösen sind TEUR 52.720 aus Gemeinschaftsunternehmen in den Segmenten Kreislaufwirtschaft und Umweltfreundliche Energie. 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 364, Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 525, Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen TEUR 579, Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 107 sowie Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen TEUR 220. Von den sonstigen betrieblichen Erträgen resultieren TEUR 285 aus Gemeinschaftsunternehmen. 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 6.119 enthalten, von denen TEUR 1.275 auf die STP, TEUR 1.496 auf die BSPE und TEUR 3.348 auf die Steinbeis PolyVert GmbH, Österreich, entfallen. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 868 (Vorjahr: TEUR 2.211), die nahezu ausschließlich auf die Altersversorgung entfallen. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 8). 6. Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag gliedern sich wie folgt auf:
Im Jahr 2022 wurden Ertragsteuern in Höhe von TEUR 6.323 (Vorjahr: TEUR 5.100) gezahlt, von denen TEUR 925 (Vorjahr: TEUR 2.131) auf Gemeinschaftsunternehmen entfallen. Die Konzernsteuerquote lässt sich wie folgt darstellen:
7. Erträge aus assoziierten Unternehmen Die Erträge betreffen die anteiligen Gewinne des assoziierten Unternehmens APC- KG (TEUR 4). 8. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten setzte sich wie folgt zusammen:
In der Gesamtzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger sind 49 (Vorjahr: 51) Mitarbeiter der Gemeinschaftsunternehmen enthalten. Derivative Finanzgeschäfte gemäß § 285 Nr. 18 HGB Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Konzerngesellschaften haben jeweils Swap-Geschäfte zur Vermeidung von Zinsänderungsrisiken abgeschlossen, die mit einem variabel verzinslichen Finanzierungsdarlehen, deren Valuta zum 31. Dezember 2022 jeweils dem Umfang des Swaps entspricht, eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB bilden, da die Bezugsbeträge und die Zahlungsströme des Swap-Geschäftes und des Darlehens jeweils bis zum Ende des Darlehensvertrages kongruent sind. Die jeweilige Valuta des Darlehens sowie die beizulegenden Zeitwerte der Swaps zum 31. Dezember 2022 ergeben sich wie folgt:
Die Bewertungseinheiten wurden jeweils im Rahmen der Einfrierungsmethode bilanziert. Zur Absicherung des Währungsrisikos des erwarteten Geschäftsvolumens 2023 der STP in Großbritannien, welches in britischen Pfund geschlossen wird, wurden Devisentermingeschäfte zur Kurssicherung über ein Volumen von TGBP 13.600 abgeschlossen. Da sich die Zahlungsströme aus dem Grundgeschäft mit einem Volumen von TGBP 13.600 und dem zur Sicherung abgeschlossenen Finanzinstrument ausgleichen, wurden diese zu einer antizipativen Bewertungseinheit zusammengefasst. Nachtragsbericht Die Unternehmen sind gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Insgesamt liegt das Konzernergebnis per April des laufenden Jahres über Budget. Mit der Umsetzung der Werksentwicklung bei der Steinbeis PolyVert GmbH, Österreich, wurde gestartet. Forciert wurde diese durch einen Gebäudeschaden an dem gemieteten Standort, weshalb die für 2023 geplante Werksverlagerung vorgezogen wurde. Im Weiteren wurden Infrastrukturmaßnahmen geschaffen sowie mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes begonnen. Die Investition in einen neuen rPET-Extruder wurde erfolgreich in Betrieb genommen und befindet sich in der Hochlaufphase. Das Ergebnis per April liegt über Budget. Der weitere Geschäftsverlauf lässt sich insbesondere aufgrund der aktuellen Konjunkturentwicklung sowie der steigenden Rohstoffpreise zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nur sehr schwer prognostizieren. Honorare des Abschlussprüfers Im Berichtsjahr sind TEUR 89 für Honorare der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung, TEUR 87 für Steuerberatungsleistungen und TEUR 64 für sonstige Leistungen angefallen. Davon entfallen in Summe TEUR 46 (quotal) auf Gemeinschaftsunternehmen. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
Für die Aufsichtsratsmitglieder betrug die Gesamtvergütung für Aufsichts- bzw. Beiratstätigkeiten im Konzern im Berichtsjahr TEUR 142. Geschäftsführer: Michael Söffge, Dipl.-Ingenieur Von der Angabe der Gesamtbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) HGB wurde in entsprechender Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Geschäftsführern und Vorständen sind TEUR 5.171 zurückgestellt worden. An diesen Personenkreis wurden in 2022 Ruhegehälter in Höhe von TEUR 463 ausgezahlt. Der Konzernabschluss der Steinbeis Holding GmbH wird im elektronischen Handelsregister offengelegt (HRB 6018). Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
München, 31. Mai 2023 Der Geschäftsführer gez. Dipl.-Ing. Michael Söffge Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
Konzerrnkapitalflussrechnung
*) soweit nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen. Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode enthält in Höhe von TEUR 11.139 (Vj. TEUR 4.752) liquide Mittel von quotal in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Steinbeis Holding GmbH, Brannenburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Bremen, 31. Mai 2023 Hammer
& Brahms GmbH
gez. Hammer, Wirtschaftsprüfer gez. Schumacher, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder Konzernlageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin. Billigung des KonzernabschlussesMit Datum vom 15. Juli 2023 wurde der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 gebilligt. |
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