Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 164536
Eingetragen
29.1.2015
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenPaket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Gegenstand
Die Erbringung von Logistik-Dienstleistungen insbesondere im grenzüberschreitenden Distanzhandel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Hagemann
seit 29.1.2015
Geschäftsführer
Johannes Dr. Plehn
seit 29.1.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

17 Gesellschafter

GmbH-Struktur

5 von 17 angezeigt

Digital Growth Fund I GmbH & Co. KG
Germany
30.991 €
31.87%
btov Partners S.à r.l. II
Luxembourg
13.242 €
13.62%
Post CH AG
Switzerland
12.834 €
13.20%
b-to-v Internet & Mobile Technologies S.C.S., SICAR
Luxembourg
9.480 €
9.75%
Kloof Nek Ventures GmbH
Germany
7.987 €
8.21%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Seven Senders GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlegende Informationen über das Unternehmen

A. Allgemeines und Geschäftsmodell

Die Seven Senders GmbH (in weiterer Folge Seven Senders) erbringt für ihre Kunden, insbesondere im E-Commerce-Handel in Europa, Logistik-Dienstleistungen. Seven Senders organisiert dabei für ihre Kunden die Paketlieferung ihrer Waren zu deren Kunden.

Das Geschäftsmodell basiert dabei im Kern auf einer Anbindung regionaler Paketzusteller auf der letzten Meile zum Endkonsumenten. Durch das daraus hervorgehende Netzwerk ist Seven Senders in den Ländern, in welchen es aktiv ist, in der Lage, eine optimierte Lieferkette pro Paket vom Versender (dem Kunden von Seven Senders) zum Endkonsumenten (dem Kunden des Kunden von Seven Senders) zu identifizieren und bereitzustellen. Seven Senders stellt ihren Kunden ein integriertes Dienstleistungsprodukt mit individuell konfigurierbaren (Dienstleistungs-) Modulen zur Verfügung. Dies wird unterstützt durch Seven Senders selbst entwickelte Software, welche die Umsetzung der Kundenbedürfnisse erleichtert. Als Komplettdienstleister für ihre Kunden stellt Seven Senders einen Paketpreis für die gesamte Lieferkette in Rechnung. Wie oben dargestellt, nutzen die Kunden teilweise auch weitere Produktangebote von Seven Senders, die für einen reibungslosen Versand benötigt werden oder anderweitig hilfreich sind. Diese werden separat abgerechnet. Diese zusätzlichen Produkte umfassen u. a. die Labelerstellung, Versicherungsdienstleistungen, Zolldienstleistungen, die Sendungsverfolgung sowie Retouren. Die Kunden von Seven Senders sind somit in der Lage, deren eigene Kunden über einen optimalen Paketversand in Europa zu erreichen.

Ende 2022 hat Seven Senders Tochtergesellschaften in Europa und Deutschland gegründet, um ausländische Märkte direkter zu erreichen und bestimmte Produkte fokussierter anbieten zu können. Hierbei wurden vor allem im Ausland Vertriebsgesellschaften eröffnet sowie in Deutschland eine neue Gesellschaft gegründet, die sich vorrangig um Produkte rund um Zollabwicklung innerhalb der Seven Senders Gruppe kümmert. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit der Gesellschaften erfolgte ab Anfang 2023.

B. Entwicklungstätigkeiten

Softwarebasierte Entwicklungstätigkeiten sind für Seven Senders von hoher Wichtigkeit. Aus dem Zusammenschluss einer Vielzahl von in der Regel nur lokal agierenden Paketzustellern zu einem internationalen Netzwerk ergibt sich ein hoher Komplexitätsgrad. Diese Komplexität reduziert Seven Senders durch ganzheitliche Konzepte unter Einsatz moderner Technologien und unterstreicht damit den eigenen Anspruch, zu den Vorreitern im europäischen Paketversand zu gehören. Daher stellen die Aufwendungen für Entwicklungstätigkeiten neben den Aufwendungen für Vertrieb einen wesentlichen Kostenfaktor dar.

Die Intensität, mit der Seven Senders die Weiterentwicklung des Produktes vorantreibt, ist im Betrachtungszeitraum stabil geblieben. So wurde intensiv an Produkterweiterungen und -verbesserungen gearbeitet und zusätzliche Funktionalitäten in vielen Bereichen aufgenommen. Zudem wurden Projekte zur Erbringung von Zolldienstleistungen kontinuierlich ausgebaut.

Insgesamt sind in 2023 Aufwendungen für Entwicklungen in Höhe von 5.006 T€ (Vorjahr: 5.464 T€) angefallen. Im Geschäftsjahr wurden 2.402 T€ (Vorjahr: 2.859 T€) Kosten für die Entwicklung von eigener Software aktiviert, wobei 2.186 T€ auf Eigenleistungen und 216 T€ auf Freelancer entfallen; die Kosten stehen im Zusammenhang mit neuen Produkten und Performanceverbesserungen.

Auch für das Jahr 2024 geht Seven Senders von der Entwicklung neuer Produkte und der Weiterentwicklung bestehender Produkte aus und hat die Budgets für diese Bereiche entsprechend vorgesehen. Seven Senders verwendet dabei moderne Software- und Produktentwicklung in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Abgrenzungen zu Wartung und Pflege der jeweiligen Systeme kann jederzeit vorgenommen werden.

II. Wirtschaftsbericht

A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Europa im Jahr 2023 war geprägt von einer dynamischen Inflationsentwicklung, geldpolitischer Straffung von Seiten der Europäischen Zentralbank sowie geopolitischen Unsicherheiten als Folge des andauernden Kriegs in der Ukraine und des erneut aufgeflammten Nahostkonflikts. Diese Effekte beeinträchtigten maßgeblich das Konsumverhalten der Verbraucher, die durch eine sinkende Kaufkraft und steigende wirtschaftliche Unsicherheit ein vorsichtiges Ausgabenverhalten zeigten. Gleichzeitig war 2023 das erste Jahr seit Ausbruch der Coronapandemie, in dem in Europa keine pandemiebedingten Einschränkungen mehr zu beobachten waren, was den Onlinehandel negativ beeinflusst hatte.

Die Inflationsrate in der Europäischen Union kühlte sich nach hohen Werten zu Beginn des Jahres im Jahresverlauf graduell ab. Im Januar 2023 lag die Inflation, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVIP im Vergleich zum Vorjahresmonat, bei 10,0% 1. Als Folge der geldpolitischen Straffung der Europäischen Zentralbank und eines Rückgangs der Energiepreise sank die Inflation graduell bis auf 3,4% im Dezember, resultierend in einem Jahresdurchschnitt von 6,4%.1 Während die Inflation in Großbritannien im Jahresverlauf leicht über der Inflation der EU lag, verblieb die Inflation in der Schweiz, unterstützt durch einen steigenden Schweizer Franken, signifikant unter den Werten der Europäischen Union und belief sich auf 2,1% im Jahresmittel. 2

1 Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland
2 Quelle: Bundesamt für Statistik Schweizerische Eidgenossenschaft

Das Konsumverhalten privater Haushalte schwächte sich in Folge sinkender Kaufkraft, steigender Zinsen sowie erhöhter wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit weiter ab und sank in Deutschland um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag der private Konsum unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019.3 Im zweiten Halbjahr zeigten sich aber Anzeichen einer Erholung, gestützt durch eine Zunahme des verfügbaren Einkommens privater Haushalte von 5,9% im Jahresverlauf. 3 Während sich der private Konsum in der Europäischen Union ähnlich verhalten zu Deutschland entwickelte, verzeichnete er in der Schweiz ein solides Wachstum. 2

Gleichzeitig veränderten sich die Rahmenbedingungen für Unternehmensfinanzierungen durch einen signifikanten Anstieg des Zinsniveaus. Dieses hatte eine reduzierte Investitionstätigkeit sowie eine verstärkte Fokussierung auf Profitabilität zur Folge, während in den Vorjahren das Umsatzwachstum vor allem für Unternehmen im Technologie- und E-Commerce Sektor im Vordergrund stand.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

E-Commerce Unternehmen, als Kundenzielgruppe unseres Unternehmens, waren von den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auch betroffen. Eine geringere Ausgabenbereitschaft privater Haushalte in Kombination mit Normalisierungseffekten nach der Coronakrise resultierte in verringerter Nachfrage bei Onlinehändlern. Zusätzlich wurde auch bei E-Commerce Unternehmen ein verstärkter Fokus auf Profitabilität im Gegensatz zum Wachstum gelegt, was in verringerten Investitionen in neue und internationale Märkte resultierte. Insgesamt fiel der Bruttoumsatz mit Waren im deutschen Onlinehandel erstmalig zweistellig um 11,8% auf 79,7 Milliarden Euro.4 Auch hier zeichnete sich jedoch eine Erholung im vierten Quartal ab. Mit einem Rückgang von 7,1% war dies das erste Quartal mit einem nur einstelligen Minus seit Mitte 2022. 4 Im Gegensatz zu der Entwicklung in Deutschland verzeichneten andere europäische Märkte eine positivere Dynamik. In der Schweiz ist der Onlinehandel in den ersten drei Quartalen 2023 um kumuliert 4% gewachsen 5 und auch in Frankreich war das Wachstum nach bisher vorliegenden Zahlen positiv 6 , während in Großbritannien für das Gesamtjahr mit nur einem leichten Rückgang gerechnet wurde. 7 Von diesen unterschiedlichen lokalen Entwicklungen profitiert die Gesellschaft als Dienstleister für den Versand ihrer Kunden.

Für E-Commerce Unternehmen ist die Expansion in internationale Märkte aufgrund der globalen Verfügbarkeit ihrer Onlineauftritte besonders attraktiv. Als Versender bedeutet die Expansion in neue Märkte jedoch eine erhöhte Komplexität in der Supply Chain sowie eine stärkere Diversität der Kundenerwartungen an den Versand abhängig von lokalen und persönlichen Vorlieben. Zusätzlich entwickelt sich der Markt für regionale Versanddienstleistungen weiterhin weg von einem Oligopolmarkt, dominiert von wenigen großen und überregionalen Anbietern, hin zu einem Markt mit einer zunehmenden Anzahl an lokalen Anbietern. Onlinehändler, die den europäischen Markt in den letzten Jahren noch mit einigen wenigen Versanddienstleistern auch international bedienen konnten, müssen nach unserer Einschätzung heute ein Netzwerk aus mehr als 10 Versanddienstleistern unterhalten, um im Wettbewerb mit regionalen Händlern ihrer internationalen Märkte eine vergleichbare Versandflexibilität anzubieten. Seven Senders agiert hier als Schnittstelle zwischen internationalen E-Commerce Unternehmen und lokalen Versanddienstleistern in ihren ausländischen Zielmärkten.

3 Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
4 Quelle: Bundesverband Versandhandel und E-Commerce, 25. Januar 2024
5 Quelle: GfK
6 Quelle: Fevad
7 Quelle: Emarketer Forecast, November 2023

Aus Sicht von Seven Senders hat sich der Wettbewerb um Vergleich zum Vorjahr intensiviert, bleibt aber im Vergleich zur Marktgröße auch 2023 noch relativ gering. Durch die Positionierung von Seven Senders im internationalen Versand stehen wir den großen internationalen Versanddienstleistern gegenüber. Zudem bieten wir als Plattform eine Vielzahl von Softwarelösungen sowie zusätzlichen Services für den Versand an. In den letzten Jahren drängen vermehrt kleinere Anbieter auf den Markt, die einige dieser Services anbieten. Seven Senders hat jedoch einen wichtigen Wettbewerbsvorteil als Plattform mit einem kompletten Serviceangebot. Eine hochentwickelte technische Integration, welche für viele Versender eine Hürde darstellt, ermöglicht den Zugang zu all diesen Services. Nach unserer Einschätzung ist international eine einstellige Anzahl an relevanten Wettbewerbern festzustellen, von denen kein einzelner in Europa derzeit ähnliche Umsatzgrößen erreicht wie Seven Senders.

B. Geschäftsverlauf

In Anbetracht der herausfordernden Rahmenbedingungen schätzen wir die Geschäftsentwicklung der Seven Senders im Geschäftsjahr 2023 als moderat positiv ein. Gegenüber dem Vorjahr ist der Umsatz um 2,7% gesunken, und damit deutlich weniger stark als der deutsche Onlinehandel. Das EBITDA hat sich um 37,3% verbessert, auf minus 11.064 T€. Der Jahresfehlbetrag mit 12.266 T€ lag um 34,4% über dem Vorjahresergebnis. Die gestiegene Profitabilität ist Ausdruck weitreichender Anstrengungen der Gesellschaft. Diese betrafen sowohl das Pricing bzw. Kundenportfolio der Gesellschaft als auch ein effizientes Kostenmanagement.

Ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung von Seven Senders ist der Stand der Diversifikation der Produktpalette. Im Geschäftsjahr gab es wesentliche Investitionen in das Angebot für Zollabwicklungen. Der Umsatzbeitrag für Zolldienstleistungen entwickelte sich dabei von null im Vorjahr zu über 1.000 T€ im Berichtsjahr. Die Produktgruppe liefert dabei höhere prozentuale Ergebnisbeiträge als der Paketversand. Seven Senders erwartet weiterhin überproportionales Wachstum in diesem Bereich.

Wesentliche Indikatoren für die finanzielle Leistungskraft der Gesellschaft sind vor allem die Umsatzerlöse und das Adjusted EBITDA (earnings before interest, tax, depreciation and amortizartion adjusted vor Aufwand aus dem VSIP-Programm (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) und Aktivierung von selbst entwickelter Software). Die Kennzahlen werden verwendet, um die Strategie und das weitere Wachstum des Unternehmens zu bestimmen bzw. zu planen.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 2,7% im Vergleich zu 2022 verfehlte das im Vorjahr prognostizierte Wachstum. Neben schwierigen Marktbedingungen ist diese Entwicklung auf eine Fokussierung auf die Ertragslage und die Profitabilität des Kundenportfolios zurückzuführen. Das Adjusted EBITDA in 2023 fiel dementsprechend mit minus 11.630 T€ deutlich weniger negativ aus als im Vorjahr mit 18.270 T€, und hat damit die Erwartungen der Geschäftsführung übertroffen, die im Vorjahr von einer moderaten Verbesserung ausgegangen sind.

Finanzierungsmaßnahmen

Noch im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Sicherung einer Venture Debt Finanzierung in Höhe von 10.000 T€ mit einer Anteilskaufoption ("Warrant") in Höhe von 800 T€. Die ersten 3.000 T€ dieser Fremdkapitallinie wurden im 3. Quartal 2023 in Anspruch genommen. Der zweite Teil in Höhe von 7.000 T€ wurde im 1. Quartal 2024 gezogen. Die Anteilskaufoption ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeübt.

Mitarbeiterentwicklung

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl sank 2023 von 286 auf 237 Mitarbeiter.

Der Rückgang der Mitarbeiterzahlen verteilt sich im Wesentlichen über alle Funktionsbereiche der Gesellschaft. Ursächlich für diesen Rückgang war die Fokussierung der Gesellschaft auf Kosteneffizienz. Im August 2023 wurde ein Restrukturierungsprogramm umgesetzt, welches mit einer Trennung von 35 Mitarbeitern verbunden war.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter stellen für Seven Senders weiterhin einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Mitarbeiter der Gesellschaft werden bei Weiter- und Fortbildungen aktiv gefördert und es besteht eine eigene "7S Academy" mit unternehmensspezifischen Schulungsangeboten zur weiteren Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter.

C. Ertragslage

in T€ 2023 2022 Veränderung
in %
Unternehmensleistung 139.013 142.386 -2,4
Materialaufwand -115.710 -124.156 -6,8
Personalaufwand vor VSIP -21.523 -23.635 -8,9
Sonst. betr. Aufw. vor Softw.-Entwicklung -13.410 -12.866 4,2
Adjusted EBITDA -11.630 -18.270 -36,3
Aktivierte Software-Entwicklung 2.402 2.859 -16,0
Virtual Share Incentive Program -1.836 -2.233 -17,8
EBITDA -11.064 -17.643 -37,3
Abschreibungen -1.291 -875 47,5
EBIT -12.355 -18.518 -33,3
Finanzergebnis 89 -183 >-100
Steuern 0 -12 -100
Jahresfehlbetrag -12.266 -18.712 -34,4

Im Berichtsjahr lag die Unternehmensleistung um 2,4% unter dem Vorjahr. Der Materialaufwand, der hauptsächlich eingekaufte Dienstleistungen zum Transport der Paketsendungen umfasst, ging um 6,8% zurück. Das Rohergebnis ("Gross Profit") ist daher entsprechend um 27,8% gestiegen.

Der Personalaufwand vor VSIP hat sich um 8,9% auf 21.523 T€ verringert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ist dabei von 286 auf 237 gesunken (-17,1%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 4,2% auf 13.410 T€ erhöht, was auf gestiegene Mietaufwendungen sowie auf Weiterbelastungen von Tochtergesellschaften für Marketing- und Vertriebstätigkeiten zurückzuführen ist.

Insgesamt resultiert dies in einem Rückgang des Adjusted EBITDA auf minus 11.630 T€. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen unter "II. B. Geschäftsverlauf".

Darüber hinaus ergab sich eine Zuführung in Höhe von 1.836 T€ zu den Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (VSIP). Es kam zu aktivierten Aufwendungen für Softwareentwicklung in Höhe von 2.402 T€, von denen 2.186 T€ auf Eigenleistungen und 216 T€ auf Freelancer entfallen. Wir verweisen in Bezug auf die aktivierten Aufwendungen für selbst entwickelte Software auf den Abschnitt I.B. "Entwicklungstätigkeiten".

Damit ergibt sich für das EBITDA ein Minus von 11.064 T€.

Die Abschreibungen belaufen sich auf 1.291 T€. Davon entfallen 699 T€ auf die planmäßige Abschreibung von selbst entwickelter Software.

Das Finanzergebnis enthält 218 T€ Zinserträge aus der temporären Anlage von Finanzmitteln ("Term Deposits") sowie 129 T€ Zinsaufwendungen aus der Bedienung der Venture Debt Finanzierung.

Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 12.266 T€.

D. Finanzlage

Die liquiden Mittel waren im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt ausreichend, so dass die Gesellschaft stets in der Lage war, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

in T€ 2023 2022
Kapitalflussrechnung (verkürzt)
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 25.496 24.799
Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -11.717 -15.374
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -2.311 -5.248
Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 2.870 21.319
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -11.158 696
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 14.338 25.496

Aufgrund des operativen Jahresergebnisses (Adjusted EBITDA) hatte die Gesellschaft einen negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 11,7 Mio. €.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit spiegelt insbesondere Ausgaben für neue Produkte und Softwarelösungen (2.402 T€) sowie in Geschäftsausstattung (127 T€) wider. Gegenläufig wirken sich Mittelzuflüsse aus kurz- und mittelfristigen Geldanlagen ("Term Deposits") in Höhe von 218 T€ aus.

Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit belaufen sich auf 2.870 T€ und stehen im Zusammenhang mit der Finanzierungsmaßnahme in Höhe von 3.000 T€. Mittelabflüsse aus Zinszahlungen in Höhe von 130 T€ liefen dagegen.

Weitere Liquidität steht der Gesellschaft in Form des zweiten Teils der gesicherten Fremdkapitallinie zur Verfügung. Der Betrag in Höhe von 7 Mio. € wurde im 1. Quartal 2024 abgerufen.

E. Vermögenslage

in T€ 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva
Anlagevermögen 7.700 6.469 1.231
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.003 1.028 -25
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.775 22.366 -2.591
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungsposten 3.397 2.233 1.164
Zahlungsmittel 14.338 25.496 -11.158
Summe Aktiva 46.213 57.591 -11.378
Passiva Eigenkapital 6.884 19.150 -12.266
Sonstige langfristige Rückstellungen 10.451 9.107 1.344
Langfristige Verbindlichkeiten 2.725 0 2.725
Sonstige kurzfristige Rückstellungen 4.292 5.963 -1.671
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten 21.675 23.372 -1.697
Sonderposten für Forschungszulagen 186 0 186
Summe Passiva 46.213 57.591 -11.378

Die Erhöhung des Anlagevermögens beruht im Wesentlichen auf der Aktivierung von selbst erstellter Software von 2.402 T€. Gegenläufig wirken Abschreibungen von 1.291 T€.

Die Abnahme der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.591 T€ auf 19.775 T€ begründet sich im Wesentlichen aus dem verringerten Umsatzvolumen im Dezember 2023 gegenüber dem Vergleichsmonat 2022.

Zur Entwicklung der Zahlungsmittel wird auf Bereich II. D. zur Finanzlage verwiesen.

Das Eigenkapital ist um 12.266 T€ auf 6.884 T€ gesunken, was auf das Jahresergebnis zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 14,9 % (Vorjahr: 33,3 %).

In den langfristigen Rückstellungen sind die Kosten des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms enthalten. Die kurzfristigen Rückstellungen sind insbesondere durch niedrigere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen gesunken.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus den Lieferantenverbindlichkeiten gegenüber unseren Logistikpartnern.

F. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Geschäftstätigkeit von Seven Senders ist die permanente Überprüfung der Entwicklung der Umsatzerlöse, des Rohergebnisses ("Gross Profit") und des Adjusted EBITDA. Anhand der Entwicklung von Umsatz, Gross Profit und Adjusted EBITDA können wesentliche Maßnahmen zur Steuerung des Unternehmens abgeleitet werden. Monatlich werden die finanziellen Leistungsindikatoren analysiert, dem Budget gegenübergestellt und mit dem Management besprochen, bei Bedarf werden Kontrollzyklen verkürzt. Zudem wurde das bestehende Kontrollsystem kontinuierlich verbessert sowie weitere Mitarbeiter im Finanzbereich eingestellt.

G. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Unter Berücksichtigung der Geschäfts- und sonstigen Rahmenbedingungen schätzt die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft trotz des Jahresfehlbetrags, aufgrund der signifikanten Verbesserung des Rohergebnisses und des (Adjusted) EBITDA sowie der erfolgreichen Investitionen in neue Produkte und Services, als generell positiv ein.

So konnte das EBITDA um 37,3 % und das Adjusted EBITDA um 36,3 % gegenüber dem Vorjahr verbessert werden, auch wenn der Umsatz mit minus 2,7 % leicht negativ ausfiel. Investitionen in zukünftiges Wachstum wurden erfolgreich umgesetzt. Fremdkapital wurde erfolgreich abgerufen.

III. Chancen- und Risikobericht sowie Prognoseberichterstattung

In diesem Bericht werden die Risiken und Maßnahmen separat ausgewiesen. Im Berichtszeitraum wurden keine Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken genutzt.

Der Risikobericht behandelt die Geschäftsrisiken, denen sich die Seven Senders GmbH im Geschäftsjahr 2023 bzw. zum Bilanzstichtag ausgesetzt sah und deckt einen Zeitrahmen von mindestens einem Jahr ab.

A. Markt- und Wettbewerbsrisiken

Im Allgemeinen werden Marktrisiken von Wettbewerbern, Wettbewerbern unserer Kunden sowie der allgemeinen Wirtschaftslage ausgelöst.

Marktrisiken - Wettbewerber

Dem Wettbewerbsrisiko wird durch unsere kontinuierliche Entwicklung neuer Lösungen und Produkte, die die Herausforderungen unserer Kunden im internationalen Versand lösen, sowie eine beständige Erweiterung der Anbindung regionaler Paketdienstleister Rechnung getragen. Außerdem führen wir regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen durch, um neue Entwicklungen auf Kunden- und Wettbewerberseite frühzeitig zu erkennen und haben in der Vergangenheit bewiesen, auf neue Entwicklungen schnell reagieren zu können. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung unseres Zollprodukts 7S Customs, das wir im Jahr 2023 an den Markt gebracht haben.

Marktrisiken - Umwelt und Rohstoffe

Als Dienstleister im Logistikmarkt sind wir selbst grundsätzlich keinen direkt Umweltrisiken ausgesetzt. Allerdings bieten wir CO 2 -neutrale Produkte an, mit denen Emissionen unserer Geschäftstätigkeit sowie der unserer Zulieferer und Dienstleister ausgeglichen werden können. Die wichtigsten Rohstoffe, die als Teil unserer regulären Geschäftstätigkeit genutzt werden, sind Treibstoffe (Diesel und Benzin), andere Rohstoffe spielen für uns eine untergeordnete Rolle. Sprunghafte Änderungen von Treibstoffpreisen können wir im Allgemeinen aufgrund geeigneter Preisstrukturen direkt an unsere Kunden weitergeben.

Marktrisiken - allgemeine Wirtschaftslage und Geschäftsentwicklung unserer Kunden

Als Versanddienstleister für E-Commerce Unternehmen wird unsere Geschäftstätigkeit durch die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen und besonders durch den Konsum privater Haushalte beeinflusst. Eventuelle Schwankungen in der Nachfrage können wir durch unser Asset-Light Business Model und einen daraus resultierenden vergleichsweise hohen Anteil flexibler Kosten an unseren Gesamtkosten ausgleichen. Zudem sind wir ein junges, agiles Unternehmen und haben sowohl zu Zeiten der Coronakrise als auch im Jahre 2023 gezeigt, dass wir schnell auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen reagieren können.

Der Krieg in der Ukraine hat aufgrund unserer Kunden- und Lieferantenstruktur keine direkten Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, beeinflusst aber die generelle wirtschaftliche Lage. Während sich das makroökonomische Umfeld und insbesondere die Inflation im Jahresverlauf graduell stabilisiert hat, bleibt die Unsicherheit vor allem in Bezug auf das Konsumverhalten privater Haushalte und die Entwicklung im Onlinehandel weiterhin hoch. Wir sehen unser Unternehmen aber als gut positioniert, um auf neue Marktentwicklungen schnell und effektiv reagieren zu können.

B. Rechtliche Risiken

Wesentliche Rechtsgeschäfte unterliegen der Prüfung durch die Geschäftsführung. Solche Rechtsgeschäfte werden in Zusammenarbeit mit externen, spezialisierten Juristen auf unvermeidbare Risiken reduziert.

Durch den Umgang mit personenbezogenen Daten sowohl der Mitarbeiter von Seven Senders als auch unserer Partner und Kunden besteht ein Risiko aus Datenverlust oder -missbrauch. Um dieses Risiko zu minimieren und Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung einzuhalten, wurde eine Kanzlei beratend hinzugezogen. Die internen Prozesse im Umgang mit Daten und die adäquate Speicherung und Archivierung von Daten wurde gemäß den Richtlinien der Datenschutzgrundverordnung umgesetzt. Zudem wurde ein externer Datenschutzbeauftragter benannt, der die Umsetzung der Maßnahmen zur Einhaltung der DSGVO überwacht und bei fortlaufenden Prozessverbesserungen berät.

Momentan bestehen keine nennenswerten Gerichtsverfahren aus der operativen Tätigkeit des Unternehmens, etwaige daraus hervorgehenden Risiken sind in den Rückstellungen und Wertberichtigungen ausreichend berücksichtigt. Die Finanzorganisation ist in diese Prozesse eng eingebunden und unterstützt diese. Der weitere Fortgang und Verlauf wird eng durch das Finanzteam begleitet. Wesentliche Unternehmensrisiken liegen hieraus nicht vor.

C. Risiken aus der Informationstechnologie

Die Sicherheit unserer Informationstechnologie ist für uns von großer Bedeutung. Wir bieten unsere Software sowie IT-Plattformbasierte Services als wichtigen Bestandteil unseres Produktsortiments an und nutzen IT-Systeme im operationellen Management unseres Unternehmens. Somit hat eine kontinuierliche Verfügbarkeit dieser Systeme sowie der Schutz vor unbefugten Zugriffen, zum Beispiel durch Cyberangriffe, einen hohen Stellenwert für uns.

Risiken aus dem möglichen Ausfall von Systemen werden durch die kontinuierliche Sicherung relevanter Daten sowie durch Prozesse, die einen schnellen Wechsel zu einem anderen technischen Anbieter ermöglichen, minimiert. Die hausintern entwickelten Software-Anwendungen werden vor der Veröffentlichung im Rahmen eines weitreichenden Quality Assurance Prozesses geprüft. Dem Risiko von Cyber-Attacken wird durch ein verstärktes Monitoring der Datenflüsse, der Firewall und den Einsatz externer Dienstleister entgegenwirkt. Eine verstärkte und kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter bezüglich der Risiken stützt darüber hinaus diese Maßnahmen. Im Geschäftsjahr wurden keine der oben genannten Angriffe registriert oder führten zu Ausfällen der Netzinfrastruktur.

D. Finanzielle Risiken

Forderungs- und Währungsrisiken

Über das Jahr 2023 kam es zu einer erhöhten Anzahl an Insolvenzen im Einzelhandel, wovon auch einige Onlinehändler betroffen waren, darunter auch vereinzelt Kunden von uns. Dieses Risiko schätzen wir für das Jahr 2024 weiterhin als erhöht ein und ergreifen entsprechende Risikomanagementmaßnahmen, um unsere Forderungsrisiken zu reduzieren.

Derzeit generiert Seven Senders den größten Anteil der Umsätze in der Europäischen Union, aber auch einen relevanten Anteil in der Schweiz und einen kleineren Anteil in Großbritannien. Der überwiegende Teil der Kosten von Seven Senders wird in Euro in Rechnung gestellt. Allerdings werden einige Zulieferer in Fremdwährungen, hauptsächlich dem Schweizer Franken, bezahlt. Die Umsätze außerhalb des Euroraums spiegeln den aktuellen Wechselkurs wider, was das Währungsrisiko minimiert. Beschränkte Risiken bestehen durch limitierte zeitliche Effekte zwischen Rechnungsstellung und Bezahlung. Diese sollen im Jahre 2024 durch eine teilweise Umstellung auf Rechnungsstellung in lokaler Währung weiter minimiert werden.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft hat noch keine Jahresüberschüsse erzielt, sondern als junges Wachstumsunternehmen liquiditätswirksame Anlaufverluste erwirtschaftet. Aufgrund der letzten Finanzierungsrunden 2022 und einer Kreditlinie von 10 Mio. € verfügt Seven Senders über eine angemessene Kapitalausstattung. Von dieser Kreditlinie wurden 3 Mio. € im September 2023 und die verbleibenden 7 Mio. € zu Beginn des Jahres 2024 vor Ablauf der Bereitstellungslaufzeit abgerufen.

E. Chancen

Der grenzüberschreitende Paketversand für den Onlinehandel ist weiterhin ein starker Wachstumsmarkt. Seven Senders hat sich in den letzten Jahren erfolgreich am Markt etabliert und verfügt über eine starke Basis, von der aus eine weitere Expansion angestrebt wird. Die bisher erreichten Marktanteile sind substantiell, im Gesamtkontext jedoch noch so gering, dass der Markt weiterhin hohe Wachstumspotentiale bietet. Neben der erwarteten Erholung des Marktwachstums bieten eine Erweiterung der Services, eine Erhöhung des Share-of-Wallet bei existierenden Kunden, eine Ausweitung der Kundenzielgruppe, sowie eine weitere Internationalisierung im europäischen Raum signifikante Wachstumsmöglichkeiten.

Auf Basis der gegebenen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen streben wir mittelfristig ein Erreichen der europaweiten Marktführerschaft als unabhängiger Anbieter von Logistiklösungen und Servicedienstleistungen für E-Commerce an.

F. Prognosebericht

Laut der aktuellen Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2024 preisbereinigt lediglich um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr wachsen. 8 Die Prognose für die meisten anderen Länder der Europäischen Union liegt aktuell über diesem Wert. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft rechnet mit einem moderaten realen Wachstum von 1,1%. 9 Durch unsere Positionierung im internationalen Paketversand profitieren wir von einer stärkeren Entwicklung in den Paketzielländern.

Wir erwarten, dass sich der Konsum privater Haushalte in Europa durch das erreichte Abflauen der Inflation über den Jahresverlauf 2024 leicht erholen wird und ein moderates Wachstum verzeichnet. Außerdem gehen wir davon aus, dass sich der E-Commerce Markt eicht besser als die allgemeinen Ausgaben der Verbraucher entwickelt, getrieben durch innovative Geschäftsmodelle, die auf den Onlinehandel setzen, sowie eine leicht steigende Penetration des Onlinehandels. Wir erwarten, dass auch der internationale Paketversand im E-Commerce davon profitiert. Die Risiken in der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung bleiben jedoch weiterhin hoch.

Unser Fokus liegt auf der Steigerung der Profitabilität. Wir rechnen trotz der widrigen Marktsituation mit einem leichten Wachstum des Rohergebnisses ("Gross Profit"). Im Zuge dessen wurden im Jahr 2023 unprofitable Kundenbeziehungen aufgekündigt, wodurch wir mit einer leicht rückläufigen Umsatzentwicklung rechnen. Komplettiert durch eine höhere Kostendisziplin zielen wir auf eine deutliche Verbesserung des Adjusted EBITDAs mit einem Zielwert im niedrigen bis mittleren negativen einstelligen Millionenbetrag.

8 Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung, veröffentlicht am 21. Februar 2024
9 Quelle: Konjunkturprognose 2024 des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO basierend auf Prognosen der Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes vom 19.03.2024

Die Prognose ist mit einer vergleichsweise hohen Unsicherheit aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Risiken sowie deren Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten behaftet. Die allgemeine Marktentwicklung wird jedoch weiterhin genau beobachtet, um gegebenenfalls schnell auf negative Veränderungen reagieren zu können.

Aktuell gehen wir von keinen weiteren unvorhergesehenen Effekten aus.

 

Berlin, 26. März 2024

Dr. Johannes Plehn

Thomas Hagemann

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.852.651,59 4.149.200,10
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.781.977,65 2.254.460,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 64.984,07 65.084,07
7.699.613,31 6.468.744,30
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 19.011,73 55.951,43
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 546.050,70
19.011,73 602.002,13
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.775.071,72 22.366.173,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 411.459,21 31.957,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.091.712,29 1.746.790,81
23.278.243,22 24.144.921,10
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.338.429,41 25.495.623,36
37.635.684,36 50.242.546,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten 878.241,36 879.773,21
46.213.539,03 57.591.064,10

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 97.228,00 97.228,00
II. Kapitalrücklage 74.624.849,80 74.624.849,80
III. Verlustvortrag -55.572.107,58 -36.859.999,90
IV. Jahresfehlbetrag -12.265.786,46 -18.712.107,68
6.884.183,76 19.149.970,22
B. Sonderposten für Forschungszulagen 186.288,41 0,00
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 14.742.782,28 15.069.151,36
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 260,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.941.354,56 21.513.712,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 172.399,50 43.982,41
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.286.530,52 1.813.987,83
davon aus Steuern: EUR 1.998.048,88 (VJ: EUR 1.451.712,71)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 47.302,30 (VJ: EUR 48.418,30)
24.400.284,58 23.371.942,52
46.213.539,03 57.591.064,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 134.189.957,41 137.948.124,89
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -36.939,70 -5.334,72
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.186.214,69 2.190.604,57
4. Sonstige betriebliche Erträge 4.860.443,96 4.443.676,86
davon aus Währungsumrechnung: EUR 186.955,15 (VJ: EUR 177.977,41)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh, Hilfs, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 -6.799,45
b) Aufwendungen für bezogenen Leistungen -115.709.821,50 -124.149.505,62
6. Rohergebnis 25.489.854,86 20.420.766,53
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -20.091.950,80 -22.593.315,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.267.240,77 -3.273.748,64
davon für Altersversorgung: EUR -4.322,99 (VJ: EUR -3.383,92)
-23.359.191,57 -25.867.063,85
8. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.291.390,26 -874.588,69
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.193.796,46 -12.197.103,76
davon aus Währungsumrechnung: EUR -563.224,00 (VJ: EUR -509.707,28)
10. Ordentliche Betriebsergebnis -12.354.523,43 -18.517.989,77
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 218.305,14 0,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -129.568,17 -182.517,68
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -11.600,23
14. Ergebnis nach Steuern -12.265.786,46 -18.712.107,68
15. Jahresfehlbetrag -12.265.786,46 -18.712.107,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Seven Senders GmbH mit Sitz in Berlin ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 164536 B.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Die Seven Senders GmbH schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag ab, dieser beträgt 12.266 T€ (Vorjahr 18.712 T€).

II. Angaben zu den Bilanzierung-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

AKTIVA

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, der direkt zurechenbaren Personalkosten zzgl. angefallener Sachkosten, aktiviert. Die Aktivierungen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (Software) werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von sieben Jahren linear abgeschrieben. Software-Entwicklungen, die bis zum 31. Dezember nicht beendet sind, werden hier ebenfalls ausgewiesen und werden bis zur Fertigstellung von der Abschreibung ausgenommen.

Erhaltene Zuschüsse aus Forschungszulagen nach Forschungszulagengesetz (FZulG) werden in einem separaten Bilanzposten passiviert, soweit diese für aktivierte selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gewährt wurden. Dieser Sonderposten für Forschungszulagen wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten immateriellen Vermögensgegenstände über sieben Jahre aufgelöst.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des Sachanlagevermögens beträgt zwei bis vierzehn Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 250,00 nicht übersteigen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als € 250,00 und nicht mehr als € 800,00 sind unter Angabe des Tages der Anschaffung sowie der Anschaffungskosten in das Anlagenverzeichnis aufgenommen, gleichzeitig in voller Höhe abgeschrieben und fiktiv als Abgang erfasst worden (Abgangsfiktion).

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt,

Liegen für Vermögensgegenstände des Anlagevermögens Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Das Wahlrecht bei Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorzunehmen, wird nicht in Anspruch genommen. Sofern die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen entfallen sind, erfolgt eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögensgegenstands.

Die Vorräte werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet sind, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Darüber hinaus erfolgen Wertabschläge anhand statistischer Forderungsausfälle von bestimmten Forderungsgruppen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, herausgegeben von der Deutschen Bundesbank, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Zum Abschlussstichtag werden gem. § 256a HGB auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Vorsichtsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet.

Latente Steuern

Für Wertunterschiede zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die sich voraussichtlich in späteren Geschäftsjahren abbauen, werden entsprechende Steuerbe- bzw. Steuerentlastungen als passive bzw. aktive latente Steuern berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, sodass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen, Rückstellungen für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm und der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Der Steuersatz beträgt 30 %.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Aufgrund der Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von 5.853 T€ ausschüttungsgesperrt. Insgesamt sind 2023 Aufwendungen für Entwicklungen von 5.006 T€ angefallen, davon wurden 2.402 T€ aktiviert.

Der Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Anteil Eigenkapital Ergebnis *
in € in €
Seven Senders France SAS Paris 100% 29.788 19.788
Seven Senders Netherlands B.V. Lijnden 100% 30.724 20.596
Seven Senders Poland Sp. Z o.o. Warschau 100% 16.630 5.824
Seven Senders UK Ltd. London 100% 23.058 16.542
Seven Senders Services GmbH Berlin 100% 75.461 49.928

(*) Vorläufige Ergebnisse 2023

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fristigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in € 31.12.2023 31.12.2022
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.775.072 22.366.173
mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr 0 0
Summe 19.775.072 22.366.173

Die Fristigkeit der Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

in € 31.12.2023 31.12.2022
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 411.459 31.957
mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr 0 0
Summe 411.459 31.957

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen wie im Vorjahr auf sonstige Vermögensgegenstände.

Die Fristigkeit der sonstigen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:

in € 31.12.2023 31.12.2022
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.089.112 718.801
mit einer Restlaufzeit von mehr als ein Jahr 1.002.600 1.027.990
Summe 3.091.712 1.746.791

3. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 97.228 € (Vorjahr 97.228 €).

4. Rückstellungen

Die Rückstellungen sind für Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und stellen sich wie folgt dar.

in € 31.12.2023 31.12.2022
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 10.451.281 9.106.528
Ausstehende Rechnungen 2.691.542 4.246.935
Sonstige Personalrückstellungen 1.434.908 1.553.067
Abschluss- und Prüfungskosten 75.515 117.364
Übrige 89.536 45.257
Summe 14.742.782 15.069.151

Die Gesellschaft gewährt zur Motivation und Bindung von hochqualifizierten Mitarbeitern nach eigenem Ermessen Mitarbeitern im Rahmen eines virtuellen Optionsprogrammes (ESOP - Employee Stock Ownership Plan bzw. VSIP - Virtual Share Incentive Program) anteilsbasierte Vergütungen, die in bar ausgeglichen werden. Die einzelnen Verträge beinhalten verschiedene Kriterien, die erfüllt sein müssen, um die Ansprüche geltend machen zu können. Grundsätzlich beträgt die Vertragslaufzeit der Abmachungen einige Jahre, über die die Ansprüche unter Berücksichtigung einer Cliff-Periode in den meisten Fällen gleichmäßig erdient werden. Darüber hinaus beinhalten die Abmachungen auch die Vereinbarung, dass die Ansprüche nur beim Eintritt bestimmter Ereignisse geltend gemacht werden können. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird mittels eines Black-Scholes-Verfahrens ermittelt und über den Zeitraum der Erdienung erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Rückstellung verteilt. Die Verpflichtung wird zu jedem Abschlussstichtag neu bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im Personalaufwand erfasst. Der 2023 erfasste Aufwand beläuft sich auf TEUR 1.836. Der Anstieg der Rückstellung in 2023 steht im Zusammenhang mit neu gewährten Anteilen, mit vorzeitigen Auszahlungen von TEUR 491 sowie der Entwicklung des beizulegenden Zeitwertes.

Die sonstigen Personalrückstellungen entfallen unter anderem auf Urlaubs- und Bonusrückstellungen. Ausstehende Rechnungen entfallen vorrangig auf ausstehende Rechnungen für Transportleistungen unserer Zulieferer.

5. Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von 2.725 T€ (Vorjahr: - T€) Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Es gibt wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Noch im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Sicherung einer Venture Debt Finanzierung in Höhe von 10.000 T€ mit einer Anteilskaufoption ("Warrant") in Höhe von 800 T€. Die ersten 3.000 T€ dieser Fremdkapitallinie wurden im 3. Quartal 2023 in Anspruch genommen und sind in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Der zweite Teil in Höhe von 7.000 T€ wurde im 1. Quartal 2024 gezogen. Die Anteilskaufoption ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgeübt. Wir verweisen auf den Nachtragsbericht.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasste Fremdkapitallinie von 3.000 T€ ist durch Verpfändung von Bankkonten und der Rechte an den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse aufgeteilt nach Sitz der Kunden beziehen sich grundsätzlich auf grenzüberschreitende Lieferungen innerhalb von Europa.

in T€ 2023 2022
Deutschland 102.603 99.819
Niederlande 17.388 16.348
Großbritannien 8.090 11.786
Übriges Europa 5.519 9.995
Summe 133.600 137.948

Neben den Umsatzerlösen aus Lieferungen weist die Gesellschaft 590 T€ aus Untermietverhältnissen in den Umsatzerlösen aus.

2. Materialaufwand

Der Materialaufwand entfällt im Wesentlichen auf eingekaufte Transportleistungen für die Paketsendungen durch unsere Lieferanten.

3. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erträge aus Versicherungsentschädigungen von 3.519 T€ (im Vorjahr: 3.980 T€), periodenfremde Erträge in Höhe von 618 T€ (im Vorjahr: 0 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 273 T€ (im Vorjahr: 0 T€) sowie Erträge aus Währungsumrechnung von 187 T€ (im Vorjahr: 178 T€). Die periodenfremden Erträge entfallen im Wesentlichen auf die Gewährung von Forschungszulagen sowie auf Gutschriften von Lieferanten.

4. Personalaufwand

Die Personalaufwendungen beinhalten mit 1.836 T€ (im Vorjahr: 2.233 T€) Aufwendungen aus der Erfassung der Rückstellung aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.

5. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten (im Vorjahr: 213 T€).

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Raumkosten, Beiträge und Abgaben, Aufwendungen aus Intercompany Service Agreements, Reparaturen und Instandhaltung, Werbe- und Reisekosten, Recruitingaufwendungen, Fremdleistungen, Rechts- und Beratungskosten, bestimmte Softwarenutzungs- bzw. -Lizenzkosten, Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen, Aufwendungen für Versicherungsentschädigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

V. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 237 Mitarbeiter (Vj. 286 Mitarbeiter) beschäftigt.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 103 T€ und entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

3. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr:

Thomas Hagemann, Geschäftsführer Vertrieb

Dr. Johannes Plehn, Geschäftsführer Finanzen

Für die Angabe der Geschäftsführervergütung wird die Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus angemieteten Büroflächen. Die Gesamtverpflichtung beträgt 18.889 T€ mit einer Restlaufzeit von länger als fünf Jahren.

Haftungsverhältnisse existieren zum Bilanzstichtag nicht.

5. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu marktunüblichen Konditionen.

6. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft stellt wegen unwesentlicher Effekte auf die Vermögens -, Ertrags- und Finanzlage keinen Konzernabschluss gemäß § 290 Absatz 5 i. V. m. § 296 Absatz 2 HGB auf (Wesentlichkeitsgrundsatz).

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird vorschlagen, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Nachtragsbericht

Am 23. Februar 2024 hat die Gesellschaft planmäßig eine zweite Finanzierung in Höhe von 7.000 T€ bei der Claret European Specialty Lending Company III, S.à r.l. abgefragt. Diese Summe wurde am 14. März 2024 ausgezahlt.

Daneben sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

 

Berlin, 26. März 2024

Thomas Hagemann

Dr. Johannes Plehn

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.487.995,39 2.402.192,44 0,00 8.890.187,83
6.487.995,39 2.402.192,44 0,00 8.890.187,83
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.893.137,64 127.446,22 69.855,36 2.950.728,50
2.893.137,64 127.446,22 69.855,36 2.950.728,50
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 65.084,07 0,00 100,00 64.984,07
65.084,07 0,00 100,00 64.984,07
9.446.217,10 2.529.638,66 69.955,36 11.905.900,40
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 planmäßig Berichtsjahr außerplanmäßig Berichtsjahr Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.338.795,29 698.740,95 0,00 0,00 3.037.536,24
2.338.795,29 698.740,95 0,00 0,00 3.037.536,24
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 638.677,51 592.649,31 0,00 62.575,97 1.168.750,85
638.677,51 592.649,31 0,00 62.575,97 1.168.750,85
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.977.472,80 1.291.390,26 0,00 62.575,97 4.206.287,09
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.852.651,59 4.149.200,10
5.852.651,59 4.149.200,10
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.781.977,65 2.254.460,13
1.781.977,65 2.254.460,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 64.984,07 65.084,07
64.984,07 65.084,07
7.699.613,31 6.468.744,30

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Seven Senders GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Seven Senders GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Seven Senders GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 26. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Peusch, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 03.09.2024 festgestellt.

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