Octopus Energy Germany HoldCo GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Marion Roßberger seit 19.12.2024 | Prokura |
Martin Reinert seit 15.10.2014 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vertiv International GmbH | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vertiv GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Abkürzungsverzeichnis
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. 1. PrüfungsauftragIn der Gesellschafterversammlung der Vertiv GmbH, München vom 3. März 2025 wurden wir zum gesetzlichen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt. Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft beauftragten uns daraufhin, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gemäß den §§ 316 ff. HGB unter Einbeziehung der zu Grunde liegenden Buchführung und den Lagebericht zu prüfen. Dieser Prüfungsbericht ist ausschließlich an die Vertiv GmbH, München, gerichtet und wurde nicht für Zwecke Dritter erstellt, gegenüber denen demnach weder eine Verantwortlichkeit für den Inhalt noch sonstige Pflichten bestehen. Für die Durchführung des Auftrags und unsere Verantwortlichkeit sind, auch im Verhältnis zu Dritten, die als Anlage 7 beigefügten "Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der Fassung vom 1. Januar 2024 maßgebend. Die Höhe unserer Haftung bestimmt sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend. Zu den Voraussetzungen für eine Weitergabe an Dritte verweisen wir auf Nr. 6 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. 2. Wiedergabe des BestätigungsvermerksZu dem beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 (Anlagen 1 bis 4) und zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage 5) haben wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vertiv GmbH, München PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Vertiv GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vertiv GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. 3. Grundsätzliche Feststellungen3.1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen VertreterNach unserer Beurteilung sind die Darstellung und die Beurteilung der Lage des Unternehmens im Jahresabschluss und im Lagebericht durch die gesetzlichen Vertreter zutreffend und stehen mit den von uns im Rahmen der Jahresabschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang. Die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung sind zutreffend dargestellt. Aus unserer Sicht sind im Lagebericht der gesetzlichen Vertreter folgende Kernaussagen zur wirtschaftlichen Lage und zur künftigen Entwicklung des Unternehmens hervorzuheben: 1. Die Umsatzerlöse verzeichneten einen Anstieg im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 11.157 oder 8,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Dieser war vor allem auf die positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen Services & Spares sowie Thermal Management zurückzuführen. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Geschäftsbereiche Power Management und IT Systems im Berichtsjahr einen Rückgang der Umsatzerlöse. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr eine Korrektur des Ausweises der Konzernumlagen in Höhe von TEUR 6.629 vorgenommen. Während diese im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, erfolgt der Ausweis im Berichtsjahr unter dem Posten Umsatzerlöse. Die Konzernumlagen beinhalten im Berichts- als auch im Vorjahr primär Weiterbelastungen für Personalkosten. Das Wachstum in den Bereichen Services & Spares sowie Thermal Management wurde insbesondere durch den anhaltenden Aufwärtstrend im Rechenzentrumsmarkt in Deutschland und Österreich gefördert. Der Umsatzrückgang in den Geschäftsbereichen Power Management und IT Systems ist hingegen vor allem auf den Abschluss von Großaufträgen im Vorjahr zurückzuführen. 2. Der Materialeinsatz erhöhte sich bei den großvolumigen, langlaufenden Projekten aufgrund von Preissteigerungen im Geschäftsjahr 2023. Dennoch verringerte sich die Materialaufwandsquote leicht auf 68,3 % (i. Vj. 68,8 %). Diese Entwicklung ist primär auf den geänderten Ausweis der Konzernumlagen und den hierdurch bedingten Umsatzanstieg im Berichtsjahr zurückzuführen. 3. Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belief sich auch TEUR 124.575 (i. Vj. TEUR 112.005). 4. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.518 (i. Vj. TEUR 2.269) erzielt. 5. Die liquiden Mittel der Gesellschaft, einschließlich der Forderungen aus dem Cash Pool, betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 22.389 (i. Vj. TEUR 11.403). Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen durch die Anbindung an den europäischen CashPool nachzukommen. 6. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.009 war auf das aktive Forderungsmanagement zurückzuführen. 7. Der Anstieg in den Flüssigen Mitteln in Höhe von TEUR 10.986 resultierte aus dem aktiven Forderungsmanagement und der Umstellung der Lieferanten-Zahlungsbedingungen. 8. Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Umsatz in Höhe von EUR 176 Mio. erzielt. Die EBIT-Marge vor Konzernumlagen liegt aufgrund der konzerninternen Steuerung bei ca. 4 %. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2025 mit einem Umsatz und EBIT-Marge auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024. 9. Risiken der künftigen Entwicklung bestehen insbesondere bezüglich der allgemeinen Marktrisiken. Diese umfassen insbesondere konjunkturelle Entwicklungen sowie die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen Kunden. Die Finanzierung erfolgt über den Konzernverbund und den Cash-Pool, wodurch kein unmittelbares Liquiditätsrisiko besteht. Gemäß § 321 Abs. 1 Satz 2 HGB nehmen wir als Abschlussprüfer in dieser vorangestellten Berichterstattung zu der Beurteilung der Lage durch die gesetzlichen Vertreter im Jahresabschluss und im Lagebericht Stellung: Vermögens-, Finanz- und ErtragslageZu wesentlichen Aspekten der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verweisen wir ergänzend auf die im Lagebericht enthaltenen Darstellungen. Zukünftige Entwicklung/Chancen und RisikenDie erwartete Umsatzentwicklung ist durch die positive Marktakzeptanz der Gesellschaft, die hohe Nachfrage nach physikalischer Infrastruktur von Rechenzentren sowie nach InfrastrukturManagement und Serviceleistungen und durch die aktuelle Geschäftsentwicklung bis zum Prüfungszeitpunkt im September 2025 begründet. Die Umsatz- und Ergebnisprognosen basieren auf Detailplanungen auf Ebene der Leistungsgruppen. In der Vergangenheit haben sich die Vertriebsprognosen in der Regel als realistisch erwiesen. Die wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere bezüglich der leistungswirtschaftlichem und Beschaffungsrisiken, Liquiditätsrisiken, rechtlichen Risiken aus Klagen und Ansprüchen Dritter und Risiken infolge externer Ereignisse als auch Haftungsrisiken sind zutreffend wiedergegeben. Nach Ansicht der Geschäftsführung sind die Risiken bei der Vertiv GmbH insgesamt begrenzt und überschaubar und gefährden nicht den Fortbestand des Unternehmens. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen könnten. Es werden organisatorische Maßnahmen getroffen, um frühzeitig Kenntnis über sich abzeichnende Risikosituationen zu erlangen und zeitnah gegensteuern zu können. Zukünftige Chancen bestehen vor allem im Hinblick auf die weiter beschleunigte Einführung von Cloud-Diensten, die Digitalisierung sowie die wesentlichen Investitionen in Rechenzentren. 3.2. Beachtung von Vorschriften zur Rechnungslegung und von sonstigen RegelungenNach § 321 Abs. 1 Satz 3 HGB haben wir über bei der Durchführung der Prüfung festgestellte Unrichtigkeiten (entspricht falschen Darstellungen aufgrund von Irrtümern) oder Verstöße gegen gesetzliche Vorschriften (entspricht falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen) sowie über schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz, Gesellschaftsvertrag oder Satzung (entspricht sonstigen Verstößen) zu berichten. Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss und Lagebericht nicht innerhalb der gesetzlichen Aufstellungsfrist gemäß § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB aufgestellt. Weiterhin wurden der Jahresabschluss und Lagebericht sowie die übrigen vom Gesetz hierfür vorgesehenen Unterlagen entgegen § 325 HGB bislang nicht offengelegt. Wir haben die Geschäftsführung auf die Aufstellungsfristen und Offenlegungspflichten hingewiesen. Entgegen der Verpflichtung des § 42a Abs. 2 Satz 1 GmbHG wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 nicht innerhalb von 8 Monaten nach Geschäftsjahresende von den Gesellschaftern festgestellt. Der entsprechende Feststellungsbeschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 3. März 2025 gefasst. 4. Prüfungsdurchführung4.1. Gegenstand der PrüfungGegenstand der Abschlussprüfung sind der nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der zu Grunde liegenden Buchführung und der Lagebericht. Im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir beurteilt, ob die einschlägigen handels- und gesellschaftsrechtlichen Vorschriften, ergänzende einschlägige Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung eingehalten worden sind. Die Beachtung anderer gesetzlicher Vorschriften sowie eine Stellungnahme zur Angemessenheit des Versicherungsschutzes waren nicht Gegenstand unseres Auftrags. Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen Vorschriften üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder Lagebericht ergeben. Die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z. B. Untreuehandlungen oder Unterschlagungen, sind nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Die Prüfung erstreckt sich gemäß § 317 Abs. 4a HGB nicht darauf, ob über die bilanzielle Fortführungsannahme hinaus der Fortbestand des geprüften Unternehmens oder ob die Wirksamkeit oder Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden können. 4.2. Art und Umfang der PrüfungDie Grundzüge unseres prüferischen Vorgehens sind im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" des Bestätigungsvermerks dargestellt. Ergänzend geben wir hierzu nachfolgend Informationen zur Prüfungsdurchführung und unserem Prüfungsansatz. Die Prüfungsarbeiten haben wir per Daten-Fernzugriff in unseren Büroräumen in den Monaten April bis September durchgeführt. Einzelheiten über die Prüfungsdurchführung nach Art, Umfang und Ergebnis haben wir in unseren Arbeitspapieren festgehalten. Einzelheiten über die Prüfungsdurchführung nach Art, Umfang und Ergebnis haben wir in unseren Arbeitspapieren festgehalten. PrüfungsstrategieUnsere Prüfung haben wir gemäß den Vorschriften der §§ 316 ff. HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit falsche Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern erkannt werden, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und des durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken. Ausgangspunkt der Prüfung war der von EY GmbH & Co. KG, Stuttgart, geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022. Zur Prüfung der Eröffnungsbilanzwerte sowie der Vergleichsangaben haben wir den Prüfungsbericht des Vorjahresprüfers durchgesehen. Hierbei haben wir insbesondere die Bilanzidentität sowie die Anwendung zulässiger Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Ergänzend haben wir im Rahmen der laufenden Prüfung vorliegende Prüfungsnachweise verwendet sowie spezifische Prüfungshandlungen vorgenommen. Einzelne bedeutsame Sachverhalte haben wir unmittelbar mit dem Vorjahresprüfer erörtert. Der Prüfung liegt ein risiko- und prozessorientierter Prüfungsansatz zu Grunde, der insbesondere auf Kenntnissen der Geschäftstätigkeit, einer Einschätzung des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds des Unternehmens sowie auf einer Analyse der Risikofelder basiert. Hierauf aufbauend haben wir eine an den Geschäftsrisiken ausgerichtete Prüfungsstrategie entwickelt. Ausgehend von einer Beurteilung der innewohnenden Risiken, des Kontrollumfeldes sowie des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir ein Risikoprofil für den Jahresabschluss erstellt. Ergänzend haben wir Datenanalysen durchgeführt, um Risiken wesentlicher falscher Darstellungen zu identifizieren und Prüfungsrisiken einzuschätzen. Hierauf aufbauend haben wir Art und Umfang analytischer (Plausibilitätsbeurteilungen) und sonstiger einzelfallbezogener Prüfungshandlungen festgelegt. Bei Einzelfallprüfungen haben wir Nachweise in bewusster Auswahl bzw. unter Heranziehung von Stichprobenverfahren eingeholt. Dabei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und Wirtschaftlichkeit beachtet. Unsere Prüfungsstrategie für das Berichtsjahr hat zu folgenden Prüfungsschwerpunkten geführt:
Im Rahmen der Prüfung des Lageberichts haben wir die Vollständigkeit und Plausibilität der Angaben unter Berücksichtigung unserer Erkenntnisse, die wir während der Abschlussprüfung gewonnen haben, beurteilt. Dabei haben wir auch die zutreffende Darstellung von Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung sowie die Plausibilität prognostischer Angaben geprüft. Nachweise und eingeholte Bestätigungen DritterAn der Inventuraufnahme der Vorräte haben wir beobachtend teilgenommen. Saldenbestätigungen zur Überprüfung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Wege der Stichprobe und der bewussten Auswahl zum Bilanzstichtag eingeholt. Bankbestätigungen wurden lückenlos eingeholt. Den Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen lagen von Seiten der Gesellschaft lückenlos erstellte interne Saldenabstimmungen zu Grunde. Zur Überprüfung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wir auf eine eigene Saldenbestätigungsaktion zum Bilanzstichtag verzichtet und ergänzende Nachweisprüfungen vorgenommen. Rechtsanwaltsbestätigungen über schwebende Rechtsstreitigkeiten sowie Steuerberaterbestätigungen wurden eingeholt. Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Gutachten von Sachverständigen zu Grunde. Wir haben uns von der Qualifikation der versicherungsmathematischen Sachverständigen überzeugt und die Bewertungen durch Plausibilitätskontrollen geprüft. Auskünfte, VollständigkeitserklärungAuskünfte erteilten uns die gesetzlichen Vertreter sowie die uns benannten Mitarbeiter. Die erbetenen Aufklärungen und Nachweise wurden uns bereitwillig gegeben. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die weiteren nach ISA [DE] 450 erforderlichen Informationen (nicht korrigierte falsche Darstellungen) in einer schriftlichen Erklärung bestätigt. Hierin erklären die gesetzlichen Vertreter auch, dass sie ihrer Verantwortlichkeit für die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften nachgekommen sind. 4.3. UnabhängigkeitWir bestätigen gemäß § 321 Abs. 4a HGB, dass wir bei unserer Abschlussprüfung die anwendbaren Vorschriften zur Unabhängigkeit beachtet haben. 5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung5.1. Ordnungsmäßigkeit der RechnungslegungNach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse sind die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen ordnungsgemäß und entsprechen in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften. Die aus weiteren geprüften Unterlagen (z. B. Kostenrechnung zur Ermittlung der Herstellungskosten, Planungsrechnungen, Verträgen, Protokollen) entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in allen wesentlichen Belangen in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt. Wir haben zu unserer Prüfung den in Abschnitt 2. wiedergegebenen uneingeschränkten erteilt, der das Prüfungsergebnis in Bezug auf die nachfolgenden Aspekte beinhaltet:
Ergänzend zu den Ausführungen im Bestätigungsvermerk stellen wir fest: Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB sind in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB zu Recht unterblieben. 5.2. Gesamtaussage des JahresabschlussesDer Jahresabschluss vermittelt insgesamt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Gemäß § 321 Abs. 2 Satz 4 HGB gehen wir nachfolgend in Ergänzung zur Darstellung im Anhang auf wesentliche Bewertungsgrundlagen und - sofern vorliegend - den Einfluss von Änderungen in den Bewertungsgrundlagen einschließlich der Ausübung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten, die Ausnutzung von Ermessensentscheidungen sowie auf sachverhaltsgestaltende Maßnahmen ein. Wesentliche BewertungsgrundlagenBilanzierung und Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und sind im Anhang dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wird erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 2 (i. V. TEUR 1) gebildet. Bestandsrisiken bei den Vorräten, die sich aus Überreichweiten und geminderter Verwertbarkeit ergeben können, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die Reichweitenabschläge auf die Vorräte erfolgen entsprechend dem Vertiv-Konzernschema. Anhand verschiedener Kriterien werden Vorräte in drei Kategorien eingeteilt:
Die Reichweitenabschläge auf die Vorräte betrugen im Geschäftsjahr 2024 TEUR 256 (i. V. TEUR 325). Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Im Vergleich zu einer Bewertung mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich eine um TEUR 128. niedrigere Rückstellung (Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB). Sachverhaltsgestaltende MaßnahmenFolgende Sachverhalte haben sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wesentlich ausgewirkt: Die Vertiv nimmt auf Basis eines Cash Management Agreements gemeinsam mit der Great River Finance Designated Activity Company, Dublin, Irland, und der Deutschen Bank AG an einer Zero Balancing Cash Pool Structure (ZBS) teil. Das Agreement, das seit dem 1. Dezember 2016 besteht, regelt den Ausgleich der täglichen Kontensalden innerhalb des Cash Pools. Gemäß dem Vertrag werden positive und negative Salden der beteiligten Konten automatisch auf null gestellt. Die Berechnungen, Zinsverteilungen sowie die operative Umsetzung der Transaktionen erfolgen durch die Deutsche Bank AG, Frankfurt. Hierbei bilanziert die Vertiv Integrated Systems GmbH keine liquiden Mittel, sondern ausschließlich entstandene Forderungen oder Verbindlichkeiten aus dem Cash Pool. Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen aus dem Cash Pool in Höhe von TEUR 22.389 (i. V. TEUR 11.402), die unter dem Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen wurden. Der Vertrag wird durch regelmäßige Nachträge und Aktualisierungen an geänderte Anforderungen angepasst, wodurch die Funktions- und Rechtsfähigkeit des Cash-Pooling-Systems kontinuierlich abgesichert wird. 6. SchlussbemerkungDen vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Vertiv GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften. Der Abfassung des Prüfungsberichts liegen die "Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten" (IDW PS 450 n.F. (10.2021)) zu Grunde.
Stuttgart, 19. September 2025 RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Christoph Brauchle, Wirtschaftsprüfer Boyan Filev, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. AnlagenBilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie Gesellschaft ist unter der Firma Vertiv GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 54650 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss wurde unter den Gesichtspunkten der Fortführungsprognose aufgestellt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Korrektur des Ausweises der Konzernumlagen in Höhe von TEUR 6.628. Während diese im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, erfolgt der Ausweis im Berichtsjahr unter dem Posten Umsatzerlöse. III. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden zehn bis fünfzig Jahre, bei technischen Anlagen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünf Jahre. Geringwertige Anlagegüter (mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR) werden im Geschäftsjahr bei Zugang vollständig abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ausgewiesene Geräte, Montage- und Ersatzteile sind zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bzw. voraussichtlich erzielbaren Nettoverkaufserlösen bewertet. Für Risiken aus Veralterung und Ungängigkeit wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen werden grundsätzlich mit den direkt zurechenbaren Herstellungseinzelkosten sowie anteiligen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen bewertet. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Bestandsrisiken bei den Vorräten, die sich aus Überreichweiten und geminderter Verwertbarkeit ergeben können, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Die Reichweitenabschläge auf die Vorräte erfolgen entsprechend dem Vertiv-Konzernschema. Anhand verschiedener Kriterien werden Vorräte in drei Kategorien eingeteilt:
Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wird erkennbaren Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine pauschale Wertberichtigung berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung wird aus dem Verhältnis zwischen durchschnittlichen Abschreibungen der Forderungen und Nettoumsätzen aus den letzten drei Jahren und dem aktuellen Umsatz gebildet. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks entsprechen den Nominalwerten. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Jubiläen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Verminderung der Rückstellung in Höhe von TEUR 128 (Unterschiedsbetrag). Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter und verbundenen Unternehmen werden unsaldiert ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag angesetzt. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden dabei höchstens zu Anschaffungskosten bewertet. Die ausgewiesene Währungsumrechnung enthält sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennbetrag der vereinnahmten Erlöse aus Wartungsverträgen, die Umsatzerlöse nach dem Abschlussstichtag betreffen, angesetzt. IV. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 72 (i. Vj. TEUR 72) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin i. H. v. TEUR 73 (i. Vj. TEUR 28). Latente SteuernZum 31. Dezember 2023 besteht, wie im Vorjahr, ein Saldo aus aktiven latenten Steuern, der gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurde. Die aktiven latenten Steuern sind mit dem unternehmensspezifischen Ertragsteuersatz von 31,825 % (i. Vj. 31,825 %) bewertet. Sie resultieren überwiegend aus Verlustvorträgen sowie aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei den Pensions-, Jubiläums- und Urlaubsrückstellungen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 29 (i. Vj. TEUR 33). Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Im Berichtsjahr erfolgte eine Korrektur des Ausweises der Konzernumlagen in Höhe von TEUR 6.628 . Während diese im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, erfolgt der Ausweis im Berichtsjahr unter dem Posten Umsatzerlöse. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 75 (i. Vj. TEUR 158). PersonalaufwendungenIn den Personalkosten sind Aufwendungen aus Restrukturierungen in Höhe von TEUR 636 (i. Vj. TEUR 493) enthalten. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 100 (i. Vj. TEUR 106). Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeDie sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen Zinserträge aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.824 (i. Vj. TEUR 474). Sonstige Zinsen und ähnliche AufwendungenDie sonstigen Zinsen und ähnliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
VI. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2028. Mitarbeiter
Honorare des Abschlussprüfers
AusschüttungssperreAus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 128. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt. GeschäftsführungZu Geschäftsführern der Gesellschaft sind folgende Personen bestellt:
Die Gesellschaft macht von ihrem Schutzrecht nach § 286 (4) HGB Gebrauch und veröffentlicht die Geschäftsführergehälter nicht. Für frühere Mitglieder der Geschäftsführung wurden zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.051 (i. Vj. TEUR 1.027) gebildet. Es wurden im Geschäftsjahr Pensionsbezüge in Höhe von TEUR 42 (i. Vj. TEUR 27) an diesen Personenkreis geleistet. KonzernDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Vertiv Group Corporation, Columbus/Ohio, USA, einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Die Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss der Vertiv Holdings Co, Columbus/Ohio, USA, (oberstes Mutterunternehmen) einbezogen. Der Konzernabschluss der Group Corporation, Columbus/Ohio, USA ist auf der Internetseite der Gruppe erhältlich (https://investors.vertiv.com/financials/annual-reports-proxy/default.aspx). ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 12. September 2025 Vertiv GmbH Peter Lambrecht Marcus Auer Entwicklung des Anlagevermögens der Vertiv GmbH, München, im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie Vertiv GmbH, München, ist die Vertriebs- und Serviceorganisation der Vertiv Gruppe für Deutschland und Österreich. Vertiv konzentriert sich auf den Vertrieb von Produkten und Lösungen im Bereich der physikalischen Infrastruktur von Rechenzentren sowie dem Infrastruktur-Management und Serviceleistungen. Spezieller Fokus liegt dabei auf den Produktbereichen: Unterbrechungsfreie Stromversorgung (AC Power), Präzisionsklimatisierung (Thermal), Monitoring, Racks und Solutions für Rechenzentren und Telekommunikationseinrichtungen. Hohe technische und funktionale Anforderungen an diese Lösungen ergeben sich aus der gleichzeitigen Notwendigkeit der permanenten / ununterbrochenen Verfügbarkeit der Anlagen und einer hohen Energieeffizienz. Als Branchenexperte arbeitet die Vertiv Gruppe mit ihren Kunden zusammen, um zukunftsfähige Infrastrukturen zu entwickeln und aufzubauen. Die Vertiv Gruppe nutzt ihr Portfolio an Hardware, Software, Analyse- und Serviceleistungen, um sicherzustellen, dass die Schlüsselanwendungen ihrer Kunden kontinuierlich arbeiten, optimal funktionieren und den Geschäftsanforderungen entsprechen. Die Gesellschaft beschafft den größten Teil ihrer Produkte aus dem Konzernverbund sowie durch Zukäufe von Dritten. Die wesentlichen Absatzmärkte der Vertiv GmbH im deutschen und österreichischen Markt waren im Geschäftsjahr unverändert gegenüber dem Vorjahr die Hyperscale/Colocation-Rechenzentren und die ITK-Branche (Informations- und Telekommunikationstechnik). 2. ZweigniederlassungenDie Gesellschaft unterhielt zum Bilanzstichtag neben ihrem Sitz in München folgende Niederlassungen bzw. Zweigniederlassungen, die der Vertriebsorganisation dienen:
II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene RahmenbedingungenDer Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, Bitkom e. V., stellt die Marktentwicklung in seiner Veröffentlichung "Rechenzentren in Deutschland" (https://www.bit-kom.org/sites/main/files/2024-11/241121-studie-rechenzentrumsmarkt.pdf , zuletzt aufgerufen am 05.08.2025) wie folgt dar: "Der Wachstumstrend im deutschen Rechenzentrumsmarkt ist ungebrochen und hat sich in den vergangenen Jahren weiter verstärkt. Zwischen 2022 und 2024 stieg die IT-Anschlussleistung der Rechenzentren (RZ) um knapp 400 MW auf 2.730 MW an. Dies verdeutlicht den anhaltenden Bedarf an digitaler Infrastruktur, der in erheblichem Maße durch den wachsenden Einsatz von Cloud-Computing getrieben wird. Der massive Zuwachs an Cloud-Computing-Kapazitäten ist ein zentraler Wachstumstreiber im RZ-Markt. Sowohl Cloud-Anbieter als auch Betreiber traditioneller IT-Infrastrukturen setzen zunehmend auf Colocation-RZ. Dies hat das Marktwachstum in diesem Segment signifikant gesteigert. Parallel zum Ausbau der Rechenzentren steigt auch der Stromverbrauch. Im europäischen Kontext hat Deutschland seit 2015 seine Position als Standort für Rechenzentren leicht ausgebaut und verzeichnet die höchste Anzahl an Rechenzentren, was seiner Rolle als größte Volkswirtschaft Europas entspricht. Bezieht man die RZ-Kapazitäten auf das Bruttoinlandsprodukt liegt Deutschland jedoch nur im europäischen Mittelfeld. Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass Europa hinsichtlich des Ausbaus von RZ-Kapazitäten deutlich hinter die USA und China zurückfällt. Innerhalb Deutschlands gilt insbesondere die Region Frankfurt/Rhein-Main, die mit dem weltweit größten Internetknoten DE-CIX verbunden ist, als besonders attraktiv. In dieser Region wird das größte Wachstum erwartet. Auch Berlin-Brandenburg entwickelt sich zu einem bedeutenden Rechenzentrumsstandort, und das Rheinland gewinnt durch Microsofts Engagement im Rheinischen Revier an Bedeutung. Deutschland bietet weiterhin attraktive Standortvorteile für Rechenzentren. Von den technologischen Trends in Rechenzentren ist die hohe Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) hervorzuheben. KI-Anwendungen, insbesondere die Nachfrage nach Large Language Models, treiben weltweit den Bedarf an Rechenleistung voran." 2. GeschäftsverlaufIm Geschäftsjahr 2023 konnten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 147.058 (i. Vj. TEUR 135.902) generiert werden. Es konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.518 (i. Vj. TEUR 2.269) erzielt werden. Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 11.156 bzw. 8,2 % im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen Services & Spares sowie Thermal Management zurückzuführen. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Geschäftsbereiche Power Management und IT Systems im Berichtsjahr einen Rückgang der Umsatzerlöse. Darüber hinaus wurde im Berichtsjahr eine Korrektur des Ausweises der Konzernumlagen in Höhe von TEUR 6.628 vorgenommen. Während diese im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden, erfolgt der Ausweis im Berichtsjahr unter dem Posten Umsatzerlöse. Die Konzernumlagen beinhalten im Berichts- als auch im Vorjahr primär Weiterbelastungen für Personalkosten. Das Wachstum in den Bereichen Services & Spares sowie Thermal Management wurde insbesondere durch den anhaltenden Aufwärtstrend im Rechenzentrumsmarkt in Deutschland und Österreich gefördert. Der Umsatzrückgang in den Geschäftsbereichen Power Management und IT Systems ist hingegen vor allem auf den Abschluss von Großaufträgen im Vorjahr zurückzuführen. Wie schon im Jahr 2022 konnte auch im Geschäftsjahr 2023 eine Fortsetzung der Abwanderung von kleinen, mittleren und auch großen Unternehmen zu Cloud-Dienstleistern festgestellt werden. Diese sind entweder vor Ort oder in Colocation-Rechenzentren ansässig. Der Raum Frankfurt ist zunehmend mit Rechenzentren gesättigt und die Stromverfügbarkeit in bestimmten Bereichen wird zunehmend problematischer. Dadurch gewinnen andere Städte wie Berlin, München und Düsseldorf an Attraktivität. Der Trend auf dem Rechenzentrumsmarkt geht hin zu größeren Rechenzentren, die umfangreichere Lösungen anbieten. Vertiv hat sein Produktportfolio auf diese Marktanforderungen ausgerichtet. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Auftragsbestand i. H. v. TEUR 124.575 (i. Vj. TEUR 112.005). 3. ErtragslageIm Geschäftsjahr 2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.518 (i. Vj. TEUR 2.269) erzielt. Die Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Vorjahr Verrechnungen aus Konzernumlagen in Höhe von TEUR 5.855 enthalten. Bei den großvolumigen, langlaufenden Projekten führten Preissteigerungen im Geschäftsjahr 2023 zu einem höheren Materialeinsatz. Dennoch verringerte sich die Materialaufwandsquote leicht auf 68,3 % (i. Vj. 68,8 %). Diese Entwicklung ist primär auf den geänderten Ausweis der Konzernumlagen und den hierdurch bedingten Umsatzanstieg im Berichtsjahr zurückzuführen. Der Personalstand entwickelte sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verrechnungen aus Konzernumlagen in Höhe von TEUR 7.863 (i. Vj. TEUR 8.573) enthalten. Die Reduzierung ist auf Kostensenkungen in den Bereichen IT, Marketing und Verwaltung zurückzuführen. Die EBIT-Marge vor Konzernumlage lag im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr bei rund 3%. Die Cashpool Salden sind aufgrund des aktiven Forderungsmanagements und der Umstellung der Lieferanten-Zahlungsbedingungen gestiegen, was zu einem höheren Finanzergebnis in Höhe von TEUR 836 (i. Vj. TEUR -89) führte. Bei den Ertragsteuern waren im Vorjahr 2,3 Mio. EUR für Steuern aus Vorperioden enthalten. 4. FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich aus dem Eigenkapital, dem operativen Cashflow sowie konzernintern im Rahmen der bestehenden Cash-Pooling-Vereinbarungen. Die liquiden Mittel der Gesellschaft, einschließlich der Forderungen aus dem Cash Pool, betragen zum Bilanzstichtag TEUR 22.389 (i. Vj. TEUR 11.403). Die Gesellschaft ist jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen durch die Anbindung an den europäischen Cash-Pool nachzukommen. Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Das aktive Forderungsmanagements und die Umstellung der Lieferanten-Zahlungsbedingungen führten zu einer Verbesserung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit. Der daraus resultierende Anstieg der Cashpooling Salden führte zur Erhöhung des Cashflows aus Investitionstätigkeit in Form von damit verbundenen Zinserträgen. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
5. VermögenslageDas Gesamtvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag von TEUR 56.842 auf TEUR 65.509.
Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 7.009 ist auf das aktive Forderungsmanagement zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 5.984 (i. Vj. TEUR 2.270). Der Anstieg in den Flüssigen Mitteln um TEUR 10.986 resultiert aus dem aktiven Forderungsmanagement und der Umstellung der Lieferanten-Zahlungsbedingungen. Die Erhöhung des Eigenkapitals um TEUR 3.518 resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres. Die übrigen Rückstellungen beinhalten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 5.443 (i. Vj. TEUR 3.978). Diese enthalten Steuerverbindlichkeiten für Vorperioden in Höhe von TEUR 3.939 (i. Vj. TEUR 2.269). In den übrigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 5.161 (i. Vj. TEUR 2.270) enthalten. Die Umsatzerlöse und die EBIT-Marge stellen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Unternehmens dar. Die EBIT-Marge wird als Ergebnis vor Steuern und Zinsen dividiert durch die Umsatzerlöse vor Konzernumlagen definiert. Die im Vorjahr prognostizierte Entwicklung der Umsatzerlöse für das Geschäftsjahr 2023 konnte übertroffen werden. Die EBIT-Marge vor Konzernumlagen lag in der prognostizierten Bandbreite. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Verlauf im Geschäftsjahr aufgrund des positiven Betriebsergebnisses zufriedenstellend war. Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts als gut zu beurteilen, da auch im Jahr 2024 ein positives Betriebsergebnis erzielt wurde und in 2025 erwartet wird. III. Prognosebericht1. Geschäftsentwicklung der Vertiv GmbH in den Jahren 2024 und folgendeIm Geschäftsjahr 2024 wurde ein Umsatz in Höhe von 176 Mio. EUR erzielt. Die EBIT-Marge vor Konzernumlagen liegt aufgrund der konzerninternen Steuerung bei ca. 4%. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich mit einem Umsatz und EBIT-Marge vor Konzernumlagen auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 abschließen. Am Markt sind große Unsicherheiten im Zusammenhang mit KI-Implementierungen zu erkennen. Technologien für KI-Rechenzentren sind mit einer höheren Leistungs-/Wärmedichte im Rack verbunden. Es wird erwartet, dass der Bedarf von 10-15 kW pro Rack auf 100 kW ansteigen wird. Darauf aufbauend werden Colocation Anbieter das Jahr 2025 als entscheidendes Jahr nutzen, um ihre Infrastruktur für KI-Anwendungen neu zu gestalten und ihre Rechenzentren KI-fähig zu machen. Im Jahr 2026 erwartet Vertiv einen breiteren Einsatz von KI-Anwendungen und damit einen erhöhten Bedarf an Strom, Stromverteilung und Kühlung in der Rechenzentrumsbranche. Dieser Einsatz wird direkt von den Hyperscalern, aber auch über Anbieter erfolgen, die KI-Computing als Service anbieten. Der allgemeine Ausblick für die Rechenzentrumsbranche geht davon aus, dass sich die gesamte Rechenzentrumskapazität in Deutschland bis 2030 gegenüber 2023 verdoppeln wird. Dies garantiert Vertiv als Unternehmen weiterhin erfolgversprechendes Potential, da die Gesellschaft ein integraler Bestandteil des Rechenzentrum-Ökosystems ist. Die dargestellten Prognosen wurden unter Berücksichtigung der nachfolgenden branchenbezogenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen dargestellt. Der Prognosecharakter aller zukunftsbezogenen Aussagen zieht jedoch die Möglichkeit nach sich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 2. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Entwicklung in den Jahren 2024 und folgendeDer Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, Bitkom e. V., nimmt in seinem "Aktionsplan Rechenzentren 2025" (https://www.bitkom.org/sites/main/files/2025-07/bitkom-publi-kation-aktionsplan-rechenzentren-2025.pdf , zuletzt aufgerufen am 12.08.2025) wie folgt Stellung: "Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung und damit einer zukunftsfähigen Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ermöglichen die Speicherung, Verarbeitung und den Austausch großer Datenmengen, die für digitale Dienste und Technologien essenziell sind. Durch die stetig zunehmende Digitalisierung in nahezu allen Lebensbereichen - von Industrie 4.0 über E-Government bis hin zu Smart Cities - steigt der Bedarf an Rechenzentrumskapazitäten stark an." "Die deutsche Rechenzentrumsbranche selbst trägt zunehmend zur Wertschöpfung Deutschlands bei. Sie beschäftigt bereits heute über 200.000 Menschen und wird 2025 voraussichtlich über 10 Milliarden Euro in Infrastruktur und IT investieren. Die Branche trägt zur gesamten Wertschöpfungskette bei, die von der Herstellung und Bereitstellung der notwendigen Hardware über den Bau und Betrieb der Infrastruktur bis hin zu einer Vielzahl von Dienstleistungen reicht." "Um mit der wachsenden Nachfrage Schritt zu halten, müsste die europäische Rechenzentrumskapazität bis 2027 auf etwa 22 GW mehr als verdoppelt werden. In Deutschland müsste die Kapazität von leistungsfähigen Rechenzentren für KI-Anwendungen bis 2030 verdreifacht werden, von derzeit 1,6 GM auf 4,8 GW." Die statista (https://de.statista.com/outlook/tmo/rechenzentren/deutschland , zuletzt aufgerufen, am 12.08.2025) prognostiziert für 2025 einen Umsatz im Rechenzentrumswart von etwa 21,08 Mrd. EUR, bei einem zu erwartenden Netzwerkinfrastruktur-Marktvolumen von 10,61 Mrd. EUR. Im globalen Vergleich wird der größte Teil des Umsatzes im Jahr 2025 mit 156,63 Mrd. EUR in den USA erwartet. "Es wird erwartet, dass der Umsatz eine jährliche Wachstumsrate (CAGR 2025-2030) von 6,90% aufweist, was zu einem prognostizierten Marktvolumen von 29,51 Mrd. EUR im Jahr 2023 führt." IV. Chancen- und Risikobericht1 ChancenDie weiter beschleunigte Einführung von Cloud-Diensten und die Digitalisierung der gesamten Geschäfts- und Privatwelt werden zukünftig weiterhin zu massiven Investitionen in Rechenzentren führen. Dies ist eine wichtige Chance für das Unternehmen, einer der führenden Anbieter bei kritischer Infrastruktur für Colocation- und Internet-Content-Provider zu sein. Alle Privatpersonen und Unternehmen nutzen in ihrem täglichen Leben immer mehr digitale Dienste. Rechenzentren sind zentrale Komponenten der digitalen Infrastruktur und bieten eine Vielzahl von Geschäftsmöglichkeiten, die durch neue Trends und Technologien unterstützt werden. Zu den wichtigsten Chancen gehören: Wachstum der Datennutzung, Cloud- und Edge-Computing, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, Skalierbarkeit und Flexibilität. Die Chancen im Markt der Rechenzentren sind vielfältig und werden durch technologische Entwicklungen, das Wachstum der digitalen Infrastruktur, den Trend zu nachhaltigeren Lösungen und die zunehmende Nachfrage nach effizienterem Energieverbrauch angetrieben. Unternehmen, die innovative, flexible, skalierbare und umweltfreundliche Lösungen bieten, können von diesen Trends erheblich profitieren und sich in diesen wachsenden Märkten positionieren. 2 RisikenRisikomanagementDie Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der Vertiv Gruppe integriert. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk, das Berichtswesen sowie das Risikofrühwarnsystem. Sowohl die Funktionsfähigkeit des internen Steuerungs- und Überwachungssystems als auch die Einhaltung der organisatorischen Sicherungsmaßnahmen werden kontinuierlich durch die interne Revision überprüft. Die Feststellungen aus diesen Prüfungen finden im kontinuierlichen Prozess zur Verbesserung des Risikomanagementsystems Berücksichtigung. Das Risikomanagementsystem umfasst die Kontrolle und "Delegation of Authority" aller finanziellen Vorgänge, der Preisgestaltung, des Vertragswesens und des Personalwesens sowie des Projekt-Controllings. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft sind in das Vertiv Risikomanagementsystem eingebunden. Mit den installierten Instrumentarien der unternehmensinternen Kontrolle ist es möglich, bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, sodass geeignete Maßnahmen zur Sicherung des Unternehmensfortbestandes getroffen werden können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gesellschaft sind in das Vertiv-Ethik-Programm eingebunden. Leistungswirtschaftliche RisikenDie Geschäftstätigkeiten der Vertiv werden durch inländische wie auch weltweite konjunkturelle Bedingungen beeinflusst. Die Risiken auf den Absatzmärkten liegen im Wesentlichen im Investitionsverhalten der Großkunden und der anhaltenden Wettbewerbsintensität. Die Gesellschaft ist stark im Konzern und in der Business Unit (BU) Matrix/Struktur eingebunden und erhält dadurch einen guten Überblick über diese Veränderungen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit liegt im mittleren Bereich, wobei das Risiko durch die Einbindung im Konzern reduziert wird. BeschaffungsmarktrisikenDer Großteil der Produkte wird von Konzernunternehmen zu internen Verrechnungspreisen eingekauft. Externe Lieferanten von Einzelprodukten werden vor der Beauftragung durch das Vertiv Qualitätsmanagements geprüft. HaftungsrisikenHaftungsrisiken bestehen bei der Vertiv vor allem im Zusammenhang mit der Gewährleistung für Produktlieferungen, die teilweise im Rahmen der konzerninternen Lieferkette an die fertigenden Unternehmen weitergereicht werden. Darüber hinaus trägt Vertiv diesem Risiko durch eine angemessene Dotierung der Gewährleistungsrückstellung Rechnung. Finanzwirtschaftliche RisikenDas Forderungsausfallrisiko wird durch ein aktives Debitoren-Management begrenzt. Fremdwährungsrisiken aus Verkauf und Einkauf werden konzernintern durch die zentrale Treasury Abteilung der Konzern-Obergesellschaft aufgrund interner Meldungen gesichert. Entstehende Gewinne und Verluste aus diesen Transaktionen werden gutgeschrieben bzw. belastet. Rechtliche Risiken aus Klagen und Ansprüchen DritterRechtliche Risiken können sich aus Klagen gegen Vertiv ergeben. Um das Risiko möglichst gering zu halten, werden im Vorfeld alle wesentlichen Verträge durch eigene Justiziare geprüft. Bei Bedarf werden diese bei Rechtsstreitigkeiten durch externe Anwälte unterstützt. Sollten Vertragspartner aus Liefer- und Leistungsverträgen Ansprüche gegen Vertiv erheben, werden diese sorgfältig geprüft und bei Bedarf Rückstellungen gebildet, soweit Zahlungsverpflichtungen in Zusammenhang mit diesen Ansprüchen als wahrscheinlich angesehen werden. Risiko infolge externer EreignisseUnvorhersehbare Ereignisse, wie z. B. der Ausbruch von Epidemien, schwerwiegende politische Verwerfungen, Störungen wichtiger Infrastrukturnetze wie Elektrizität und Kommunikation können kurzfristig zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens führen. Damit können Einschränkungen beim Personen- und Warenverkehr ebenso verbunden sein wie Einschränkungen der Geschäfts- und Produktionstätigkeit. Ebenso geht damit ein konjunkturelles Risiko einher. Gesamtaussage zur RisikosituationEine Gesamtbetrachtung der Risiken ergibt, dass die Vertiv GmbH im Wesentlichen den allgemeinen Marktrisiken ausgesetzt ist. Diese umfassen insbesondere konjunkturelle Entwicklungen sowie die Abhängigkeit von der Entwicklung bei wichtigen Kunden. Insgesamt sind die Risiken bei der Vertiv GmbH begrenzt und überschaubar und gefährden nicht den Fortbestand des Unternehmens. Es sind auch keine Risiken erkennbar, die zukünftig eine Bestandsgefährdung darstellen könnten. Organisatorisch wurden sämtliche Voraussetzungen geschaffen, um frühzeitig über sich abzeichnende Risikosituationen Kenntnis zu erlangen und zeitnah gegensteuern zu können. Zusammenfassend sieht die Geschäftsführung derzeit keine Tatsachen, welche den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten.
München, den 12. September 2025 Vertiv GmbH Peter Lambrecht Marcus Auer Rechtliche und steuerliche Grundlagen1. Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse
Beteiligungsverhältnisse
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| 31.12.2023 EUR |
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| Vertiv Integrated Systems GmbH, Arnstorf | 1.022.583,76 |
| Geschäftsführer | ▪ Peter Lambrecht, Morcote / Schweiz |
| ▪ Marcus Auer, Düsseldorf | |
| ▪ Rainer Stiller, Herrsching (von 11. August 2023 bis 24. Juli 2024) | |
| Herr Peter Lambrecht ist einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. | |
| Handelsregister | Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 54650 im Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Ein unbeglaubigter Handelsregisterauszug der Gesellschaft vom 27. August 2025 hat uns vorgelegen. |
| Vorjahresabschluss | Auf der Gesellschafterversammlung vom 3. März 2025 wurden folgende Beschlüsse gefasst: |
| ▪ Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 | |
| ▪ Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.268.625,64 wird auf neue Rechnung vorgetragen. | |
| ▪ Entlastung der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2022 |
Zwischen Vertiv und Vertiv Company Group Limited sowie weiteren Parteien, wurde ein Cost Pooling Agreement geschlossen. Das Cost Pooling Agreement trat am 1. Januar 2022 in Kraft. Es hat eine Laufzeit von einem Jahr und wird automatisch für jedes weitere Geschäftsjahr verlängert, sofern keine Kündigung gemäß den Bestimmungen erfolgt.
Im Rahmen des Vertrags werden Advisory und Shared Services erbracht, die Bereiche wie HR, IT, Finanzen und Recht umfassen. In Schedule 5 werden weitere Details zu den erbrachten Dienstleistungen aufgeführt.
Die im Cost Pool anfallenden Gesamtkosten bestehen aus den Servicekosten zuzüglich eines definierten Aufschlags ("Mark Up"). Zu Beginn des Vertrags beträgt dieser Aufschlag 6 %, kann sich aber ändern, wenn entsprechende Transfer Pricing Dokumentationen aktualisiert werden.
Zwischen der Vertiv, der Great River Finance Designated Activity Company, Dublin, und der Deutschen Bank AG besteht ein Cash Management Agreement. Dieses regelt den Betrieb einer Zero Balancing Cash Pool Structure (ZBS) zwischen den genannten Parteien.
Im Rahmen des Vertrags werden zum Tagesabschluss positive und negative Salden auf den beteiligten Konten durch Transfers zwischen dem Central Local Account (CLA) und den Participating Local Accounts (PLA) automatisch auf null ausgeglichen. Die Berechnungen, Zinsverteilungen und die technische Abwicklung übernimmt die Deutsche Bank AG, Frankfurt.
Das Cash Management Agreement trat am 1. Dezember 2016 in Kraft und wurde seitdem durch entsprechende Regelungen aufrechterhalten. Aktualisierungen und Änderungen können durch Nachträge vorgenommen und von beiden Parteien unterzeichnet werden.
Die letzte steuerliche Außenprüfung umfasste den Zeitraum 2012 bis 2015. Die Veranlagungen sind bis einschließlich 2021 erfolgt. Die Erklärungen für 2022 sind abgegeben.
Die unterzeichnende Gesellschafterin der vorgenannten Gesellschaft fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften folgenden Beschluss:
1. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 -31. Dezember 2023 mit einer Bilanzsumme von Euro 65.508.952,65 wird mit einem Jahresüberschuss in Höhe von Euro 3.517.751,11 festgestellt.
2. Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 3.517.751,11 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
3. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 1. Januar 2023 - 31. Dezember 2023 Entlastung erteilt.
4. Zu den Jahresabschlussprüfern der Gesellschaft vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 wird RMS Ebner Stolz gewählt.
Arnstorf, den 19.09.2025
Vertiv Integrated Systems GmbH
Giovanna Moschetto, Geschäftsführerin/Managing Director
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