Windkontor Beteiligung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Philipp Sebastian Timm seit 17.11.2022 | Geschäftsführer |
Hans-Joachim Waldrich seit 15.12.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Cassini SRL | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SAVI Marketing GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft Der Gesellschaftszweck der 2001 gegründeten SAVI Marketing GmbH (nachfolgend als 'SAVI' oder die 'Gesellschaft' bezeichnet) sind digitale Promotion-Lösungen für Konsumgütermarken (sog. "Fast Moving Consumer Goods", kurz: FMCG) im Rahmen der Vermarktung von Coupons, die Endverbraucher gegen Vorlage der Coupons beim Einzelhandel berechtigen, Rabatte beim Erwerb bestimmter Produkte der Hersteller geltend zu machen. Ein Coupon ist ein Rabatt-Gutschein, den Hersteller von Konsumgütermarken über verschiedene Vertriebswege an Verbraucher verteilen. Auch im Jahr 2023 fungierte SAVI als Clearingstelle und bot einen neutralen und zuverlässigen Abwicklungsservice zwischen dem Einzelhändler und dem Hersteller von Konsumgütermarken. Neben der Coupon-Abwicklung bietet SAVI Dienste im Bereich Cashback und Consumer Care im Namen der Hersteller von Konsumgütermarken direkt an die Verbraucher an. Der Bereich Cashback und Consumer Care hat einen Anteil von 15% am Gesamtgeschäft von SAVI. SAVI ist Teil einer Unternehmensgruppe mit Schwestergesellschaften, die Dienste gleicher Art für Hersteller von Konsumgütermarken und Einzelhändler im Vereinigten Königreich, in Spanien und Italien anbieten. Im Laufe des Jahres hat die Gesellschaft in Forschung und Entwicklung investiert, wobei der Schwerpunkt auf ihrer digitalen Plattform lag. Für 2024 sind weitere Investitionen in digitale Entwicklungen - auch mit KI - geplant. SAVI ist gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG ein Zahlungsinstitut und betreibt danach Finanztransfergeschäfte. Die Gesellschaft hat mit Erlaubnisbescheid vom 3. Juni 2020 von Seiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Zulassung erhalten, als Zahlungsdienst das Finanztransfergeschäft zu erbringen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich im Christoph-Probst-Weg 3 in 20251 Hamburg. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr Das Bruttoinlandsprodukt ("BIP") in Deutschland ist im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stagniert damit in einem weiterhin krisengeprägten Umfeld. Nach dem starken Rückgang der privaten Konsumausgaben im Winterhalbjahr 2022/2023 erholten sich diese im Laufe des Jahres 2023 wieder etwas. Gleichzeitig sank die Inflationsrate. Im 4. Quartal 2023 stiegen die privaten Konsumausgaben leicht um 0,2 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. 1 Das Angebot von Bonusprogrammen und Coupons ist ein zunehmend verbreitetes Mittel im deutschen Einzelhandel, um Kunden entweder für ein kurzfristiges Angebot zum Unternehmen zu locken und es dadurch kennenzulernen, oder Kunden langfristig an ein Unternehmen zu binden. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Inflationsdaten der zurückliegenden Monate verzeichnete sowohl die Branche als auch die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr eine sehr positive Entwicklung. Der Anteil der Bevölkerung mit positiven Erfahrungen mit Treueprogrammen wurde beispielsweise jüngst mit hohem Wert von 68% ermittelt. 2 Vor diesem Hintergrund ist das von SAVI bearbeitete Coupon-Volumen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 17% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Die Zunahme des Coupon-Clearing - dem Kerngeschäft von SAVI - ist durch den verstärkten Einsatz dieses Promotion-Instruments durch die Konsumgüterindustrie verursacht. Insbesondere haben führende Konsumgüterhersteller Coupons eingesetzt, um die durch die Inflation bedingten erhöhten Preise abzufedern. Die Zahl der Beschäftigten nahm im Jahr 2023 zu. SAVI beschäftigte zum Jahresende 49 (Vorjahr: 42) Mitarbeitende. Es ist im Jahr 2024 geplant, dass noch weitere Mitarbeitende eingestellt werden. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a. Vermögens- und Finanzlage Das Gesellschaftsvermögen besteht neben Forderungen im Wesentlichen aus Guthaben auf Bankkonten. In den Forderungen an Kreditinstitute sind treuhänderisch verwaltete Guthaben von Kunden aus dem Coupon-Clearinggeschäft enthalten, für die gesonderte Treuhandkonten bei einem Kreditinstitut eingerichtet sind. Die Forderungen an Kunden aus Zahlungsdiensten (TEUR 13.972; Vorjahr: TEUR 14.122) reduzierten sich stichtagsbedingt trotz im Berichtsjahr höherer laufender Erträge, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass Kunden zum Ende des Vorjahrs ihre fälligen Rechnungen später als üblich beglichen hatten. Die Liquiditätslage wurde während des Geschäftsjahres durch die gewährte Bankkreditfazilität in Höhe von TEUR 4.000 unterstützt. Somit verfügte die Gesellschaft über eine ausreichende Liquidität, um ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft erstmals von dem Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert (TEUR 1.245). Hiermit in Verbindung stehende passive latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 375 passiviert. Sonstige Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag erheblich reduziert. Diese bestanden im Vorjahr im Wesentlichen aus Forderungen gegen das Finanzamt aus Steuerüberzahlungen. Diese wurden im Berichtsjahr ausgeglichen. Am Bilanzstichtag haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden zum Vorjahr um TEUR 3.447 erhöht, was vor allem mit der Entwicklung der gegenläufigen Forderungen an Kunden und dem insgesamt deutlich ausgeweiteten Couponing im abgelaufenen Geschäftsjahr korrespondiert. Andere Rückstellungen (TEUR 520; Vorjahr: TEUR 406) beinhalten hauptsächlich Personalverpflichtungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. SAVI finanziert sich überwiegend durch Eigenkapital (TEUR 4.889; Vorjahr TEUR 3.881), wobei sich die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag infolge der gestiegenen Bilanzsumme auf rd. 23% erhöht hat (Vorjahr: ca. 21%). b. Ertragslage SAVI erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 1.008 (Vorjahr: TEUR 5), der wie geplant deutlich über dem Vorjahresergebnis lag. Die laufenden Erträge aus Zahlungsdiensten stiegen um TEUR 1.098 auf TEUR 7.115 (Vorjahr: TEUR 6.017), was hauptsächlich auf einen Anstieg der Anzahl verarbeiteter Coupons zurückzuführen ist, und sich ebenfalls entsprechend bzw. sogar oberhalb der Planung für die Berichtsperiode entwickelte. Die laufenden Erträge aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 471) betreffen im Konzern mit einem Aufschlag weiterbelastete Kosten. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden im Berichtsjahr vor allem aktivierte Entwicklungskosten für die selbst geschaffene Software (§ 248 Abs. 2 HGB) von TEUR 1.308 ausgewiesen. Die Personalkosten im Berichtsjahr erhöhten sich aufgrund der im Jahresverlauf auf durchschnittlich 51 gestiegenen Mitarbeiterzahl auf TEUR 4.217 (Vorjahr: TEUR 3.237). Die anderen Verwaltungskosten stiegen um TEUR 532 auf TEUR 3.704, überwiegend aufgrund erhöhter Aufwendungen für bezogene Leistungen im Zusammenhang mit der Softwareentwicklung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf TEUR 1.540 (Vorjahr: TEUR 44). Ursächlich für diesen deutlichen Anstieg sind insbesondere die Ergebniseffekte aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Unter Berücksichtigung der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 375 aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, da diese steuerlich einem Aktivierungsverbot unterliegen, erhöhte sich der Jahresüberschuss im Berichtsjahr deutlich auf TEUR 1.008. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren für den Zweck der Überwachung der Unternehmensziele werden vor allem die laufenden Erträge aus Zahlungsdiensten betrachtet. Im Berichtsjahr wurden laufende Erträge aus Zahlungsdiensten von TEUR 7.115 (Vorjahr: TEUR 6.017) erzielt. Weiterer finanzieller Leistungsindikator ist das EBIT, welches im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich und entsprechend der Planung für das abgelaufene Geschäftsjahr von TEUR 44 auf TEUR 1.540 stieg. Ferner wird die Liquidität zur Steuerung des Unternehmens laufend überwacht. 4. Gesamtaussage Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 erfreulich, wobei der für SAVI relevante Konsumgütermarkt nach der Covid-19-Pandemie positive Entwicklungen zeigt. Das EBIT erhöhte sich deutlich. Ursächlich für diese Entwicklung waren neben gestiegenen Erträgen aus Zahlungsdiensten insbesondere aktivierte Eigenleistungen aus Entwicklungsleistungen. III Prognosebericht 1. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung Laut aktuellen Prognosen kann mit einer Zunahme der Dienstleistungen gerechnet werden, so dass eine leichte (um ca. 10%) Steigerung der Erträge aus Zahlungsdiensten zu erwarten ist. Das EBIT wird planungsgemäß im Jahre 2024 - ohne Berücksichtigung möglicher Unsicherheiten aufgrund des Ukrainekonflikts - ebenfalls weiter leicht zulegen. Dadurch wird das Eigenkapital der Gesellschaft weiter gestärkt. Auch die Mitarbeiterzahl soll weiter steigen. Wir gehen von der fortgesetzten Inanspruchnahme der bestehenden Bankkreditlinie und davon aus, dass alle Investitionen aus den operativen Cashflows und der vorhandenen Liquidität finanziert werden. Insgesamt, nach Bewertung aller potentiellen Chancen und Risiken, sieht die Geschäftsführung die Unternehmensfortführung (Going-Concern) als gesichert an. IV Chancen- und Risikobericht 1. Begriffsbestimmung Wie fast jedes Unternehmen ist die SAVI verschiedenen generellen und spezifischen geschäftlichen Risiken ausgesetzt. Ziel ist es, diese Risiken so früh wie möglich zu erkennen und die daraus resultierenden Auswirkungen so gut wie möglich zu begrenzen. Die Risikopolitik der Gesellschaft entspricht dabei dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen und den Unternehmenswert zu steigern. Die Auswirkungen des Ukrainekonflikts stellen uns vor nie dagewesene Herausforderungen. Als Unternehmen sind wir jedoch derzeit gut aufgestellt und umfassend vorbereitet. 2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken a. Chancen und Risiken in Verbindung mit Preisänderungen Die Gesellschaft steht grundsätzlich einem Preisänderungsrisiko gegenüber. Wir sind weiterhin bestrebt, die Preise kontinuierlich zu erhöhen, um beispielsweise auch ansteigende Personalkosten aufzufangen. Es bestehen nur wenige Konkurrenten, die einen Preisdruck ausüben könnten. SAVI pflegt ihre Kundenkontakte intensiv und beobachtet die Märkte genau. Folglich stuft sie das Risiko als beherrschbar ein. Wesentliche quantifizierbare Risiken im Sinne der Risikodefinition waren zum Bilanzstichtag nicht bekannt. b. Management und Personal Die Zusammensetzung des Managements der SAVI kann als äußerst stabil erachtet werden. Die Gesellschaft ist auf qualifizierte Führungskräfte und Mitarbeiter bei der Erreichung der gesteckten Ziele angewiesen und führt verschiedene Personalentwicklungsprogramme durch. Die Gewinnung qualifizierten Personals vor dem Hintergrund eines weiter wachsenden Geschäfts steht im Fokus und ist weithin herausfordernd mit allen Chancen und Risiken, um das weitere Wachstum sicherzustellen. c. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Kreditrisiko Das Kreditrisiko bezieht sich auf das Risiko, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, was zu einem finanziellen Verlust für die SAVI führen könnte. Das Kreditrisiko resultiert im Wesentlichen aus finanziellen Vermögenswerten wie Forderungen an Kunden und Kreditinstitute. Ausfallrisiken werden durch ein adäquates Debitorenmanagement und die bonitätsstarken Kunden minimiert. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus dem Ausfall von Debitoren im Sinne der Risikodefinition bekannt. Liquiditätsrisiko Ein Liquiditätsrisiko besteht dann, wenn die liquiden (flüssigen) Mittel nicht ausreichen, um finanzielle Verpflichtungen in bestimmter Höhe und zu einem bestimmten Zeitpunkt begleichen zu können. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft, indem sie ihren gesamten Liquiditätsbedarf kurzfristig ermittelt und anhand einer Liquiditätsplanung die Mittelzu- und -abflüsse steuert. Zudem erhält die SAVI von ihren Kunden i. d. R. angemessene Vorauszahlungen für Coupon-Aktionen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind durch Vorhalten eines angemessenen Eigenkapitals, Guthaben auf den Bankkonten und einer Inanspruchnahme der Bankkreditfazilität nur im Bedarfsfall minimiert. Durch das Vorstehende bestand im Berichtszeitraum zu keiner Zeit ein wesentliches quantifizierbares Liquiditätsrisiko im Sinne der Risikodefinition. Chancen und Risiken in Verbindung mit Währungs- und Zinskosten Währungsrisiken bestehen nicht, da Einzug und Zahlung von Forderungen und Verbindlichkeiten i. d. R. in Euro erfolgen. Das Zinsrisiko wird dadurch minimiert, dass auf die Kreditfazilität nur bei Bedarf zurückgegriffen wird. Die Gesellschaft benötigt keine derivativen Finanzinstrumente wie Swaps oder Termingeschäfte. d. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Vor dem Hintergrund der komfortablen Eigenkapitalausstattung und der erwarteten zukünftigen weiterhin positiven Ergebnisentwicklung, sehen wir derzeit keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder den Bestand der Gesellschaft gefährden können. Chancen bestehen in neuen Produkten und Kunden.
Hamburg, den 28. März 2024 SAVI Marketing GmbH, Hamburg Hans-Joachim Waldrich Philipp Timm Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2023SAVI Marketing GmbH, Hamburg1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Die SAVI Marketing GmbH (im Folgenden auch: Gesellschaft) ist ein Zahlungsinstitut gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG (Finanztransfergeschäft). Gemäß § 340 Abs. 5 HGB sind die Vorschriften der §§ 340-340o HGB anzuwenden. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Vorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbHG und der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) aufgestellt. Die Gliederung der Jahresbilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und des Anhangs richtet sich nach § 340a Abs. 1 und 2 HGB i.V.m. der RechZahlV. Seit dem Geschäftsjahr 2020 erfolgt die Gliederung gemäß der RechZahlV. Dies beruht auf der am 3. Juni 2020 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Bonn, erteilten Erlaubnis gemäß § 10 Abs. 1 i.V.m. § 10 Abs. 4 ZAG. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Außerdem ist ein Lagebericht nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Bestimmungen aufzustellen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zu den Vorjahren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die Barreserven und Forderungen an Kreditinstitute werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen entsprechend der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit den während der Entwicklung angefallenen Herstellungskosten gemäß § 255 HGB angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer von fünf Jahren. Am Abschlussstichtag werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von EUR 1.244.911,36 aktiviert, so dass in dieser Höhe abzüglich darauf entfallender passiver latenter Steuern (EUR 375.000,00) eine Ausschüttungssperre (§ 268 Abs. 8 HGB) in Höhe von EUR 869.911,36 besteht. Bei dauerhafter Wertminderung der immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Steuerrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Am Abschlussstichtag werden passive latente Steuern aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, für die steuerlich ein Aktivierungsverbot besteht (§ 5 Abs. 2 EStG), passiviert (EUR 375.000,00; Vorjahr: EUR 0,00). Die Bewertung erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer) in Höhe von rd. 32%. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 3. Angaben zu Posten der Jahresbilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Fristengliederung Forderungen an Kunden
Sachanlagen Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf die Darstellung im Anlagenspiegel. Dieser Posten enthält ausschließlich Betriebs- und Geschäftsausstattungen (EUR 38.507,46; Vorjahr: EUR 23.188,19). Sonstige Vermögensgegenstände - wichtige Einzelbeträge a) aus Zahlungsdiensten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) aus Zahlungsdiensten: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.294.601,51)
Fristengliederung Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) aus Zahlungsdiensten: EUR 14.769.853,96 (Vorjahr: EUR 11.323.172,30)
EUR 14.769.853,96 (Vorjahr: EUR 11.323.172,30) Sonstige Verbindlichkeiten - wichtige Einzelbeträge a) aus Zahlungsdiensten
b) aus sonstigen Tätigkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Rückstellungen wurden hauptsächlich für Urlaubsverpflichtungen und andere Kosten für Mitarbeiter, ausstehende Boni, Archivierungskosten sowie ausstehende Rechnungen gebildet. Treuhandverhältnisse Von den Guthaben bei Kreditinstituten betreffen EUR 2.070.654,17 (Vorjahr: TEUR 3.028) Treuhandvermögen, dem Treuhandverpflichtungen in den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in gleicher Höhe gegenüberstehen. Sonstige betriebliche Erträge - wichtige Einzelbeträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Berichtsjahr in erster Linie die aktivierten Eigenleistungen aus der Entwicklung der Software (T€ 1.308) und im Übrigen wie im Vorjahr an Konzerngesellschaften mit einem Gewinnaufschlag weiterbelastete Kosten für interne Dienstleistungen. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung betreffen wie im Vorjahr ausschließlich gesetzliche Pflichtabgaben. Andere Verwaltungsaufwendungen (Posten 4. a) bb))
Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen für Miet- und Leasingverträge betragen bis einschließlich 2026 TEUR 536. 4. Sonstige Angaben Die gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung An Konzernunternehmen wurden Dienstleistungen für Verwaltung in Höhe von TEUR 1.075.047,69 (Vorjahr: TEUR 471) erbracht. Diese werden als laufende Erträge aus sonstigen Tätigkeiten (Posten 2b) ausgewiesen. Anzahl der ausgeführten Zahlungsvorgänge (Stückzahl) und Zahlungsvolumen (EUR) Im Berichtsjahr wurden rund 666.500 (Vorjahr: 433.500) Zahlungsvorgänge mit einem Zahlungsvolumen von EUR 426.219.494,84 (Vorjahr: EUR 258.393.917,56) ausgeführt. Anzahl der Mitarbeiter Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 49 Mitarbeiter (Angestellte) (Vorjahr: 38 Mitarbeiter) im Geschäftsjahr. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2023 Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 24. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres ein getreten sind Entsprechende Vorgänge haben sich nicht ergeben. Zusätzliche Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB Entsprechende Vorgänge haben sich nicht ergeben. Geschäftsführer Herr Hans-Joachim Waldrich, Kaufmann Herr Philipp Timm, Kaufmann Die Geschäftsführer übten ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Auf die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2023 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Hamburg, den 28. März 2024 Hans-Joachim Waldrich, Geschäftsführer Philipp Timm, Geschäftsführer Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 11. Juni 2024 festgestellt. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SAVI Marketing GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SAVI Marketing GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SAVI Marketing GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 3. Juni 2024 TREUHANSA
GmbH Doctores Völschau
Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer Guido Ottinger, Wirtschaftsprüfer |
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