LE CROBAG GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
René Lindell seit 24.4.2024 | Geschäftsführer |
Hao Pan seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Robert Berthold Dr. Borgdorf seit 13.2.2018 | Geschäftsführer |
Andreas Glissmann seit 10.8.2012 | Prokura |
Ulrich Alberti seit 21.5.2002 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Orion Oyj | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ORION Pharma GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 20231. Grundlage des Unternehmens 1.1. Unternehmensgegenstand Die ORION Pharma GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der finnischen Orion Oyj mit Sitz in Espoo. Während die finnische Muttergesellschaft Forschungs-, Entwicklungstätigkeiten und die Produktion betreibt, liegt der Hauptzweck der deutschen Gesellschaft bei der Vermarktung und dem Vertrieb jener Produkte in Deutschland. Zu diesem Zwecke bewirbt die ORION Pharma GmbH ihr Portfolio in Krankenhäusern und bei niedergelassenen Ärzten entsprechend der unten aufgeführten Geschäftsbereiche. Hinzu beteiligt sich die ORION Pharma GmbH an Rabattausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen. 1.2. Geschäftsbereiche Die ORION teilt das Produktportfolio für die Vermarktung und den Vertrieb in die Geschäftsbereiche:
2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft, die im Vorjahr noch eine Steigerung von 1,8%, gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt, verzeichnen konnte, sank im Jahr 2023 um 0,3%. Die für die Finanzierung der Sozialversicherungssysteme wichtige Anzahl an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist und bleibt ein wichtiger Indikator für unsere Industrie. Sie wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 336.000 Erwerbstätige und lag mit Mio 46,0 Erwerbstätigen um 0,7% über dem Vorjahr. Das Bundesgesundheitsministerium berichtet in seiner Pressemitteilung, dass die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenversicherungen auf nun rund EUR 8,4 Mrd. gesunken sei, was die Unterdeckung der Ausgaben durch die Einnahmen in Höhe von EUR 1,9 Mrd. widerspiegelt. Die Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds lag bei EUR 9,4 Mrd. Die Ausgaben für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen stiegen im Jahr 2023 um EUR 14,2 Mrd. auf EUR 288,4 Mrd. Nach den Kosten für Krankenhausbehandlungen, stellen die Ausgaben für Arzneimittel, mit EUR 50,3 Mrd. oder 17% der Gesamtausgaben, den zweitgrößten Kostenblock der gesetzlichen Krankenversicherungen dar. Bei dieser Zahl gilt es allerdings zu bedenken, dass die GKVen die volle Umsatzsteuer von 19% auf Arzneimittel finanzieren müssen. Nachdem im Jahre 2022 die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie in vielen Bereichen gelockert oder gar ganz aufgehoben wurden, hat sich auch der Bedarf an Medikamenten in vielen Bereichen wieder normalisiert. Einerseits mussten keine Intensivbetten mehr für COVID-19 Patienten vorgehalten werden und aufschiebbare Operationen konnten wieder im Normalbetrieb durchgeführt werden. Auf der anderen Seite war das Jahr 2022 im Pharmabereich durch gestörte Lieferketten und Versorgungsengpässe geprägt. Das Bundesgesundheitsministerium reagiert darauf mit dem Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG), das im Juni 2023 vom Bundestag beschlossen wurde. Im Wesentlichen werden den Herstellern mit diesem Gesetz höhere Preise für kritische Arzneimittel gestattet. Im Gegenzug werden sie aber verpflichtet für patentfreie Rabattarzneimittel einen Lagerbestand von 6 Monaten vorzuhalten. Entwicklung des Pharmamarktes in Deutschland Der Pharma-Gesamtmarkt ist in der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 2023, gemessen am Abgabepreis der pharmazeutischen Unternehmen um 5,7%auf EUR 59,8 Mrd. gestiegen. Der Klinikmarkt, der gemessen am Umsatz 14% des Pharmamarktes abbildet, ist im gleichen Zeitraum um 10,4% gestiegen. In diesen Werten sind allerdings die Erstattungen, die durch Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen generiert werden und als Rabatte von den pharmazeutischen Herstellern zurückzuzahlen sind, nicht inkludiert. Insofern ist davon auszugehen, dass der Pharmamarkt, unter Berücksichtigung der real erzielten Preise, sich auf einem viel niedrigeren Niveau befindet. Da die Ausschreibungsergebnisse in Bezug auf die zu gewährenden Rabatte zwischen den Herstellern und den Krankenversicherungen geheim bleiben, sind die Marktinformationen über die Größe des Pharmamarktes gemessen in Euro eher ungenau. Der Deutsche Apothekerverband berichtet, dass die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen durch Rabattverträge mit der pharmazeutischen Industrie insgesamt um EUR 5,8 Mrd. (2022: EUR 5,5 Mrd.) gemindert werden konnten. Im Jahr 2023 stieg der Absatz der verschreibungspflichtigen Präparate im Apothekenmarkt um 1% (2022: +3,3%) auf 791 Mio. Packungen. Nachdem im Jahr 2022 der Klinikmarkt, gemessen in Zähleinheiten, wie Tabletten, Hübe, Kapseln und ähnliche, um 2,4% stieg, wuchs er im Jahr 2023 nochmals um 2,6% auf 7.530,1 Mio. Zähleinheiten. Geschäftsentwicklung der Orion Pharma GmbH Finanzieller Leistungsindikator Für die ORION Pharma GmbH, als ein auf den Vertrieb von Pharmazeutika ausgerichtetes Unternehmen, stellt die Umsatzentwicklung einen bedeutenden finanziellen Leistungsindikator dar. Der Fokus der ORION Pharma GmbH lag im Jahr 2023 auf den Pulverinhalatoren des Easyhaler-Portfolios im Asthma- und COPD-Markt, deren Bewerbung zum einen mit Hilfe von gut ausgebildeten Pharmareferenten, zum anderen durch eineaktive Beteiligung an den Krankenkassen-Ausschreibungen erfolgt. Gerade was die Krankenkassen-Tender betrifft, stellen wir fest, dass ein erfolgreicher Markteintritt nur über das Gewinnen von Ausschreibungen möglich ist. Zum Dezember 2023 ist die ORION Pharma mit 70 Rabattverträgen (Vorjahr: 41) Partner von gesetzlichen Krankenkassen. Die Verträge wurden entweder im Zuge des sogenannten Open-House-Verfahrens vertraglich vereinbart oder, je nach Ausschreibungsmodalität der Krankenversicherung, entweder exklusiv oder semi-exklusiv, das heißt im 1-, 2- oder 3-Partner-Modell, vergeben. Im Jahr 2023 verzeichnete die ORION Pharma GmbH einen Umsatz von EUR 53,4 Mio (Vj. EUR 53,8 Mio.). In diese Summe fließen auch interne Weiterbelastungsrechnungen an die Orion Corporation für das Engagement der ORION Pharma GmbH, für das durch die Bayer AG vertriebene, aber von der Orion Corporation entwickelte und in Deutschland gemeinsam durch die ORION Pharma GmbH und die Bayer AG besprochene Produkt, Nubeqa, mit ein. Die Umsatzerlöse aus Produktverkäufen zeigen im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang in Höhe von EUR 1,0 Mio. oder -1,9% auf nun EUR 50,2 Mio. Unsere Erwartungen, auf Basis des Niveaus von 2022 Umsatzverluste im mittleren einstelligen Prozentbereich hinnehmen zu müssen, sind nicht so hoch eingetroffen, wie ursprünglich erwartet. Der hohe Bedarf an dexdor, den wir noch in den Jahren der COVID-19-Pandemie verzeichnet hatten, weil dexdor insbesondere zur Sedierung von beatmeten SARS-CoV-2-Patienten genutzt wurde, ist nach Beendigung der pandemischen Lage wie erwartet im Jahr 2023 weiter deutlich im Absatz um 22,3% zurückgegangen. Einher reduzierte sich auch der Umsatz dexdor um 29,4% auf nun EUR 9,6 Mio. Im Klinikbereich vertreibt Orion mit Simdax ein Präparat, das zur Behandlung von akuten Herzinsuffizienzen eingesetzt wird. Obgleich wir unseren Absatz im Vergleich zum Vorjahr nahezu halten konnten, ist der Umsatz weiter mit 46,4% im Vergleich zum Vorjahr rückläufig und erreichte EUR 2,1 Mio. Maßgeblich ist dafür der Preisverfall von Simdax durch das Aufkommen generischer Wettbewerber verantwortlich, denn für die Verteidigung unserer Marktanteile mussten Preisreduktionen für unser Originalpräparat in Kauf genommen werden. Im Bereich ND fielen die Verkäufe von unserem Parkinsonmedikament Stalevo im zehnten Jahr nach dem Patentablauf um weitere 14,8% auf nun EUR 3,3 Mio. Das von uns eingeführte Generikum zu Stalevo mit dem Namen "Levodopa Carbidopa Entacapon Orion" konnte im Gegensatz dazu mit einem Umsatz von EUR 2,9 Mio. oder 25,1% zulegen. Das hängt hauptsächlich mit dem Gewinnen des wichtigen Krankenkassentenders der AOK zusammen, der zum Juni 2023 gestartet ist. Der Umsatz mit unseren Easyhaler-Produkten stieg um 27,6% auf EUR 30,8 Mio., was ebenso auf den Zuschlag durch die AOK für den Budesonid+Formoterol-Tenders zurückzuführen ist. Die abgesetzten Mengen, gemessen in verkauften Devices, entwickelten sich auf entsprechend gleichem Niveau. Im Jahr 2022 konnten wir einen zusätzlichen Umsatz erwirtschaften, der aufgrund des in Deutschland zu der Zeit vorherrschenden Versorgungsmangels mit Tamoxifen verursacht wurde. Orion konnte über Ausnahmeregelungen die Versorgungslücke mit 5,5 Mio. Tabletten bis Juli 2022 nahezu schließen. Nachdem dieser Engpass durch eine verbesserte Verfügbarkeit geschlossen wurde, brach dieser Umsatz für Orion erwartungsgemäß wieder weg. Trotz dieses Umstandes erreichten wir einen Produktumsatz von EUR 50,2 Mio., was 2,0% unter dem des Vorjahres liegt. Nichtfinanzieller Leistungsindikator Bei der ORION Pharma GmbH werden keine wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die Erfolgsmessung verwendet. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten innerhalb des Orion Konzerns werden ausschließlich durch die Muttergesellschaft, der Orion Oyj, durchgeführt. 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft 3.1. Ertragslage Der Jahresüberschuss beträgt EUR 1,7 Mio (Vorjahr EUR 0,6 Mio.). Im Vorjahr wurde der Überschuss aufgrund des Ergebnisses einer steuerlichen Außenprüfung negativ beeinflusst, was den deutlichen Anstieg von 171,4% erklärt. Ohne diesen steuerlichen Aspekt läge der Gewinnzuwachs im Vergleich zum Vorjahr bei 12,0%. Positiv beeinflusst wurde das Jahresergebnis durch dem um EUR 1,4 Mio. geringeren Materialaufwand. Der Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von EUR 0,5 Mio. auf nun EUR 53,4 Mio. ist im Wesentlichen auf den Markteintritt von Wettbewerbern zum Simdax, dem geringeren Bedarf an dexdor und dem Wegfall der Ausnahmeregelung im Zusammenhang mit der Versorgungslücke von Tamoxifen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit EUR 0,1 Mio. auf Vorjahresniveau (Vj.: EUR ebenfalls 0,1 Mio.). Im Jahr 2023 beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus Weiterbelastungen an die Konzernmutter und Rückzahlungen eines Datenbank-Dienstleisters. Die Materialaufwandsquote ist von 64,2% um 2,1 Prozentpunkte auf 62,1% gesunken. Der Materialaufwand insgesamt weist den Wert der ausschließlich von Orion Oyj bezogenen Arzneimittel aus und orientiert sich an unserem Bruttolistenpreis. Im Gegenzug beteiligt sich die Orion Oyj anteilig an unseren Rabatten, die wir unseren Kunden und den Krankenkassen gewähren. Im Vergleich zum Jahr 2022 war der Nettoumsatz im Verhältnis stärker von der Rabattgewährung beeinflusst. Das resultiert insbesondere aus dem immer noch hohen Anteil an gewonnenen Krankenkassenverträgen, die unter anderem zu einer Belastung geführt haben und somit die Materialaufwandsquote im Vorjahr ungünstig beeinflusst. Der Personalaufwand des Jahres 2023 von EUR 11,8 Mio. liegt um EUR 0,8 Mio. höher als der des Vorjahres infolge von inflationsbedingten Gehaltserhöhungen sowie höheren Bonuszahlungen. Die Mitarbeiterzahlen stiegen dabei nur geringfügig um 0,9%. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Anstieg der Zinserträge von TEUR 11 auf TEUR 182 resultiert aus gestiegenen Zinssätzen, die uns seit dem November 2022 auf unser Bankguthaben gewährt werden. Die Zinserträge beinhalten einen konzerninternen Anteil von TEUR 69 (Vj.: TEUR 0,0). Der Zinsaufwand fiel von TEUR 61 auf TEUR 7 was vor allem mit Zinsen auf Steuernachzahlungen, die im Jahr 2022 verbucht wurden und dem Rückgang von Zinsbelastungen auf Bankguthaben zu tun hat. In den Zinsaufwendungen sind keine konzerninternen Belastungen enthalten. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (EUR 0,6 Mio.; Vj.: EUR 1,5 Mio.) sind im Wesentlichen die Gewerbesteuer, die Körperschaftssteuer und der Solidaritätszuschlag enthalten. Die Steueraufwendungen des Vorjahres beinhalteten in Höhe von EUR 0,8 Steuern für Vorjahre, unter anderem aufgrund der Betriebsprüfung. 3.2. Vermögenslage Aktiva Die Finanzanlagen zum 31. Dezember 2023 beliefen sich auf EUR 2,1 Mio. (Vj.: EUR 2,0 Mio.). Sie betreffen an Mitarbeiter verpfändete Wertpapiere aus unserem Lebensarbeitszeitmodell und sind gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Deckungsvermögen, das mit den Rückstellungen zum Lebensarbeitszeitmodell in gleicher Höhe von EUR 2,1 Mio. zu verrechnen ist. Im Ergebnis stammen die neuen Restbuchwerte aus dem Saldo von Neuanlagen inklusive der Wiederanlage von Erträgen in Höhe von TEUR 295 minimiert um den Anlagenabgang durch das Ausscheiden von Mitarbeitern in Höhe von TEUR 224. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit EUR 3,3 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vj.: EUR 2,6 Mio.). Sie betreffen Forderungen gegenüber Großhandels-, Krankenhaus- und Apothekenkunden. Die Zunahme der Forderungen hängt im Wesentlichen mit dem höheren Verkaufsvolumen zusammen, das über Krankenkassentender generiert wurde. Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegen den Gesellschafter und stammen aus der Weiterbelastung eines Teils der Rabatte, für die die ORION Pharma GmbH im Zuge gewonnener Krankenkassenausschreibungen belastet wurde und für Gutschriften des Gesellschafters im Bereich der Materialaufwendungen. Die Forderungen liegen mit EUR 10,9 Mio. deutlich über dem Wert des Vorjahres (Vj.: EUR 4,1 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich hauptsächlich aufgrund debitorischer Kreditoren von EUR 0,5 Mio. auf EUR 0,6 Mio. erhöht. Passiva Die Eigenkapitalquote verändert sich von 30,8% auf 23,9%. Einerseits erhöht sich zwar das Eigenkapital aufgrund des höheren Gewinns, andererseits liegt die Bilanzsumme mit EUR 17,9 Mio nun deutlich über der des Vorjahres (EUR 10,3 Mio). Die Eigenkapitalrentabilität erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr von 19,7% auf 40,0% im Jahr 2023. Das Anlagevermögen war, wie im Vorjahr, jederzeit durch Eigenkapital gedeckt. Die Verringerung der Steuerrückstellungen resultiert aus der Zahlung von Steuern aus der Betriebsprüfung. Die Neubildung von Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2023 war aufgrund ausreichender Vorauszahlungen nicht notwendig. Die weiteren Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rabattrückstellungen für die vertraglich vereinbarten Rabatte nach gewonnener Rabattausschreibung durch die gesetzlichen Krankenversicherungen, die im Jahr 2023 um EUR 4,4 Mio. gestiegen sind. Das Rückstellungsvolumen insgesamt legt entsprechend um EUR 4,3 Mio. auf EUR 8,6 Mio. zu. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten alle gebuchten, aber zum 31. Dezember 2023 nicht fälligen Rechnungen. Sie liegen mit EUR 0,1 Mio. um 62,9% unter dem Vorjahreswert von EUR 0,3 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zeigen den zum 31. Dezember 2023 noch nicht fälligen Materialaufwand für die vom Mutterkonzern bezogenen Verkaufsartikel in Höhe von EUR 3,9 Mio. auf sowie die beschlossene Ausschüttung des Jahresüberschusses des Geschäftsjahres 2022 (EUR 0,6 Mio) und sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um EUR 2,8 Mio. gestiegen. 3.3. Finanzlage Der Bestand an kurzfristig zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln zum Bilanzstichtag war mit EUR 5,0 Mio. (Vj.: EUR 5,7 Mio.) jederzeit ausreichend. Die liquiden Mittel umfassen neben den Bankguthaben und Barbeständen auch eine kurzfristige Cash-Pool-Forderung gegen den Mutterkonzern in Höhen EUR 2,5 Mio. (Vj.: EUR 3,0 Mio.). Alle Zahlungsverpflichtungen sind im Rahmen vereinbarter Ziele bedient worden. Für die laufenden Geschäftstätigkeiten mussten keine Kredite aufgenommen werden. Auch zukünftig werden wir in der Lage sein, fristgerecht unseren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Im Jahr 2023 haben wir weitere notwendige Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Für Software und Möbel wurden zusammen TEUR 59 (Vj.: TEUR 50) investiert. Im Gegensatz zur Vorjahresprognose von sinkenden Umsatzerlösen im niedrigen zweistelligen Bereich, haben wir im Jahr 2023 das Umsatzniveau des Jahres 2022 mit EUR 53,4 Mio., was einem Minus von 0,9% entspricht, nahezu wiederholt. Unsere ursprünglichen Planszenarien insbesondere im Bereich der Atemwegstherapien sind deutlich zu pessimistisch gewesen. Zudem reduzierte sich auch der Materialaufwand deutlich und der zusätzliche Steueraufwand aus der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2015-2019, die im Jahr 2022 zu Buche schlug, belastete unser Ergebnis im Jahr 2023 nicht. Unser Jahresüberschuss wächst daher auf EUR 1,7 Mio. (Vj.: EUR 0,6 Mio.). Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft beurteilen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gesund und gemessen an den Herausforderungen als zufriedenstellend. 4. Ausblick und Risiken und Chancen künftiger Entwicklung Die nachfolgenden aufgeführten Chancen und Risiken sind in Ihrer Bedeutung absteigend dargestellt. Das Management der ORION Pharma GmbH beurteilt die Lage des Unternehmens in monatlichen Meetings und sucht, im Fall von Planabweichungen, nach geeigneten Maßnahmen, um eventuell negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens abzuwenden. Das Engagement mit unserer breiten Palette an Easyhaler-Pulverinhalatoren sorgte in der Vergangenheit für eine gute Marktetablierung des Easyhaler-Portfolios insgesamt. Der Marktzugang ist nur durch die erfolgreiche Beteiligung an Ausschreibungen der gesetzlichen Krankenversicherungen möglich. Die daraus resultierenden Verträge sind in der Regel für zwei Jahre gültig. Allerdings ist eine Prognose über künftige Absatzmengen immer dann schwierig, wenn auslaufende Rabattverträge erneuert werden und der Zuschlag bis zum Planungsmoment noch nicht erteilt wurde. Im Jahr 2024 werden wir es zum ersten Mal schaffen, für das Kombinationspräparat Bufori Easyhaler mit allen gesetzlichen Krankenversicherungen zeitgleich Rabattverträge zu haben. Dadurch erhoffen wir uns auch etwas Strahlkraft für das gesamte Easyhaler-Portfolio insgesamt. Das Geschäft im Asthmabereich soll im kommenden Jahr zweistellig wachsen. Da die Ersatzkassen in den vergangenen Jahren ihre Ausschreibungen zeitlich synchronisiert haben, um gemeinsam auszuschreiben, gibt es über die Zeitachse gesehen immer weniger Ausschreibungstermine. Aus Sicht der entsprechenden Krankenkassen ist dieser Schritt logisch und vernünftig, da einerseits damit Synergien im Ausschreibungsverfahren genutzt werden können und andererseits die Marktstellung der Kassen im Ausschreibungsverfahren signifikant größer ist. Für die Pharmaindustrie insgesamt bedeutet das aber, dass es weniger Möglichkeiten gibt, etwas über die Preisentwicklung zu lernen und der jeweils nächste Ausschreibungstermin mit noch größerer Ungewissheit einhergeht. Die Preisentwicklung ist von einer Ausschreibung zur anderen daher noch schwieriger hervorsagbar. Wir haben allerdings in den letzten acht Jahren viel über die Dynamik in diesem Markt gelernt und lagen mit unseren Einschätzungen bislang recht gut. Neben der Genauigkeit von Prognosen zur Absatz- und Umsatzentwicklung im Tendermarkt sehen wir auch das Risiko der Vertragsstrafen bei Lieferunfähigkeit als größte Herausforderung. Für die Vermeidung von Lieferausfällen finden regelmäßige Meetings mit der Produktionsplanung statt. Mit dem Hinweis auf bestehende Rabattverträge wurden die Easyhaler-Produkte für Deutschland bislang priorisiert, was zu einer ausgesprochen guten Versorgung führt. Das Lieferausfallrisiko schätzen wir daher als existent, aber als eher gering ein. Der Critical-Care-Bereich steht weiter unter einem deutlichen Wettbewerbsdruck. Damit einhergehend dürften die Preise für Simdax noch weiter nachgeben. Hier gab es im Jahr 2024 eine deutliche Reduktion. Wir erwarten erst im Jahr 2025, dass sich das Tempo des Umsatzrückgangs verlangsamen wird. Die hohen Absatzmengen von Dexdor, die wir noch während der COVID-19 Pandemie verzeichneten, sind seit 2022 rückläufig. Sie bleiben es auch im Jahr 2024 und treiben somit den weiteren Umsatzrückgang von Dexdor an. Das Ausfallrisiko auf Forderungen besteht in der Gefahr des Ausfalls unserer Vertragspartner und daher maximal in Höhe der Forderungen mit den jeweiligen Geschäftspartnern. ORION Pharma geht davon aus, dass durch die Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist. Dennoch schauen wir mit Sorge auf die derzeitige finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser in Deutschland, die den steigenden Kostendruck nicht durch die Fallpauschalen refinanziert bekommen. Trotz der finanziellen Lasten im Kliniksektor sehen wir das daraus resultierende Ausfallrisiko als möglich aber durch die permanente Debitorenüberwachung als überschaubar. Für das Jahr 2024 erfolgten zwei weitere Produktneueinführungen. Die nächste wesentliche Einführung ist im Indikationsbereich der Migräne auf das Jahr 2025 verschoben. Da wir uns mit dem Produkt aber außerhalb der Erstattungsfähigkeit bewegen werden, rechnen wir mit einem langsamen Umsatzwachstum. Die Einführung wird mit dem bestehenden Personal begleitet, sodass es zu keinen Kostensteigerungen kommen wird. Im Jahr 2024 bleibt das Marktumfeld, in dem wir uns mit unserem Produktportfolio bewegen, weiterhin ein sehr kompetitives. Bislang konnten wir beweisen, dass wir wettbewerbsfähige Preise anbieten können und sehen uns daher gut aufgestellt, um mit unserem kleinen, aber profitablen Portfolio am Markt zu bestehen. Die oben genannten Chancen und Risiken sind Bestandteil unserer Forecasts. Für das Jahr 2024 rechneten wir aufgrund der guten Umsatzentwicklung im Asthmabereich mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich, den wir gemessen an den Produktverkäufen ohne Berücksichtigung der vertraglichen und gesetzlichen Rabatte auch erreichen würden. Durch den Wegfall der internen Weiterverrechnung von Rabatten an die Muttergesellschaft im Jahr 2024 reduziert sich der Nettoumsatz der ORION Pharma Deutschland um die Beträge, die wir weiterbelastet hätten. Der Umsatz fällt aufgrund dieses Effektes unter die Marke von EUR 40 Mio. Da sich der Materialaufwand entsprechend reduziert, wird der Gewinn vor Steuern ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Für das Jahr 2025 rechnen wir mit steigenden Umsätzen im Schwerpunkt-Bereich Branded Products mit den Therapiegebieten Asthma, Hormonersatztherapie und Parkinson. Der Umsatz der generischen Produktpalette hängt von der frühen Einführung neuer Produkte ab und dann von der Möglichkeit mit diesen Produkten in Vertragsabschlüsse mit den Einkaufsgemeinschaften der Krankenhäuser und den Krankenkassen zu kommen. Dieses haben wir in unseren Plänen berücksichtigt und gehen für das Jahr 2025 daher vorsichtig davon aus, dass ein Umsatz auf Vorjahresniveau erreichbar ist.
Hamburg, 14. März 2025 ORION Pharma GmbH Dr. Robert Borgdorf René Lindell Hao Pan Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist unter der HRB 34720 in das Handelsregister B beim Amtsgericht Hamburg eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres unverändert maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und zum Zeitpunkt des Abganges als Abgang erfasst. Beim Anlagevermögen wurden die im Folgenden aufgeführten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden zugrunde gelegt: a. Bilanzposition "Immaterielle Vermögensgegenstände"
b. Bilanzposition "Betriebs- und Geschäftsausstattung"
Die Wertpapiere des Anlagevermögens bestehen auf Basis eines Zeitwertkontenmodells. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und betreffen die von Mitarbeitern geleisteten Ansparungen aus ihrem Bruttogehalt, den Prämienzahlungen und nicht genommenen Urlaubstagen. Die Beträge werden über einen Treuhänder in ein Zeitwertkontenmodell mit garantierter Verzinsung an eine Versicherung gegeben. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet das angelegte Kapital inklusive der bis zum Berichtstermin erwirtschafteten Zinsen und abzüglich angefallener Gebühren. Da es sich bei den Zeitwertkonten um keine Pensionszusagen handelt und die Beträge im Störfall oder im Zuge von Sabbaticals dem Mitarbeiter kurzfristig zur Verfügung stehen, wird auf eine Abzinsung auf den Barwert verzichtet.
Das ältere Lebensarbeitszeitmodell, das den Mitarbeitern gleichermaßen die Möglichkeit bot Teile des Bruttogehalts sowie Bonuszahlungen und Urlaubstage anzusparen, ist vornehmlich in Wertpapieren wie Geldmarktfonds, Investmentfonds und Rentenpapiere investiert. Einzahlungen finden nur noch in Höhe thesaurierter Gewinne abzüglich der Gebühren statt. Die Bewertung zum Jahresende basiert auf den tagesaktuellen Kursen (Zeitwert).
Somit liegt der beizulegende Zeitwert beider Zeitwertkontenmodelle zum 31.12.2023, um den Saldo von TEUR 71 erhöht, bei TEUR 2.053. Auf diese Finanzanlagen wurden keine Abschreibungen vorgenommen. Mit TEUR 2.053 bestehen am Bilanzstichtag in gleicher Höhe Rückstellungen für die aus der Wertpapieranlage resultierenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern. Aufgrund des § 246 Abs. 2 HGB werden die entsprechenden Wertpapiere des Anlagevermögens mit der Erfüllungsrückstellung saldiert dargestellt und somit mit einem Betrag von TEUR 0 in der Bilanz ausgewiesen. Ebenso wird mit den Erträgen aufgrund der Wertentwicklung und den daraus resultierenden Aufwendungen für die Anpassung der Erfüllungsrückstellung verfahren. Diese werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB miteinander verrechnet (TEUR 38). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet. Risiken wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteilig abgegrenzten Aufwendungen ausgewiesen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passive latente Steuern resultieren aus der unterschiedlichen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertung von Zeitwertkonten. Sie werden mit dem Steuersatz von 32,28 % berechnet. Es ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 655 (i.Vj. TEUR 633) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 663 (i.Vj. TEUR 640). Gemäß § 274 HGB, wird der daraus resultierende Überhang passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 8 passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten sind zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung berücksichtigt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagegitter. Vorräte Eigentümer sämtlicher Vorräte ist die Orion Oyj, Espoo/Finnland. Aus diesem Grunde weist die Gesellschaft keine Vorräte aus. Forderungen Es werden langfristige sonstige Vermögensgegenstände, wie im Vorjahr, in Höhe von TEUR 69 für Kautionen ausgewiesen. Alle übrigen Forderungen sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (davon gegen Gesellschafter TEUR 10.884, i. Vj. TEUR 4.107) betreffen Finanzforderungen mit EUR 2.500 (Vj.: TEUR 3.000) und Weiterbelastungen mit EUR 8.384 (Vj.: TEUR 1.107). Sonstige Rückstellungen Unter den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Herstellerabschläge, Krankenkassen- und Krankenhausrabatte von TEUR 7.761(Vj.: TEUR 3.448), Personalaufwendungen von TEUR 474 (Vj.: TEUR 541) sowie ausstehende Rechnungen von TEUR 404 (Vj.: TEUR 286) erfasst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.482 (Vj. TEUR 1.665) bestehen wie im Vorjahr vollständig gegenüber dem Gesellschafter. Davon betreffen TEUR 3.853 (Vj. TEUR 1.665) Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsgeschäft sowie TEUR 629 die im Mai 2024 beschlossene Ausschüttung des Jahresüberschusses für das Geschäftsjahr 2022. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Inland mit Fertigarzneimitteln für die Humanmedizin erzielt. Zu den Umsatzerlösen hinzugerechnet wurden, gemäß § 277 Abs. 1 HGB, die weiterbelasteten konzerninternen Dienstleistungen und die Erlöse für unsere Besprechungsaktivitäten für unternehmensfremd vertriebene Produkte bei unserer Kundengruppe in Höhe von TEUR 3.165 (Vj. TEUR 2.651). Der reine Umsatz mit den Produkten der ORION Pharma sinkt von TEUR 51.187 um 1,9% auf nun TEUR 50.196. Materialaufwand Im Materialaufwand sind alle und ausschließlich vom Mutterkonzern bezogenen Verkaufswaren enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.317 (Vj. TEUR 6.274) umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Marketing und Vertriebsleistungen von TEUR 2.949 (Vj. TEUR 3.188). Hinzu kommen vor allem Reisekosten von TEUR 409 (Vj. TEUR 315), Rechts- und Beratungsleistungen von TEUR 529 (Vj. TEUR 300), Kfz-Kosten von TEUR 514 (Vj.: TEUR 544) sowie Miet- und Leasingaufwendungen von TEUR 954 (Vj. TEUR 684). Währungsumrechnung Es werden Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 47,42 ausgewiesen (i. Vj. Aufwendungen in Höhe von EUR 72,71). 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag waren keine Haftungsverhältnisse zu vermerken. Zum Bilanzstichtag bestanden Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 3.350, die mit TEUR 960 in 2024 und mit TEUR 2.390 in Folgejahren anfallen. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Dr. Robert Borgdorf, Münster, Deutschland, Head of Region, Central Europe Jari Karlson, Espoo, Finnland, Chief Financial Officer, Orion Oyj, bis 15. März 2024 René Lindell, Espoo, Finnland, Chief Financial Officer, Orion Oyj ab 15. März 2024 Satu Ahomäki, Turku, Finnland, Senior Vice President, Global Sales, Orion Oyj, bis 26. April 2023 Hao Pan, Windsor, UK, Senior Vice President, Branded Products, Orion Oyj, ab 26. April 2023 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da nur ein Geschäftsführer bei der Gesellschaft angestellt ist. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft durchschnittlich 101 Mitarbeiter beschäftigt, davon 9 in Teilzeitanstellung und 92 in Vollzeit (Vj.: 8 Teilzeit- und 92 Vollzeitangestellte, insgesamt 100 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl von 101 Beschäftigten teilt sich in 63 Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, 37 Büroangestellte und einem leitenden Angestellten auf. Die vollzeitäquivalente durchschnittliche Mitarbeiterzahl beträgt im Berichtsjahr 98(Vj: 97). Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Orion Oyj, Espoo, Finnland, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im amtlichen Register Patentti- ja rekisterihallitus / Trade register, National Board of patents and registration of Finland in Helsinki / Finnland unter der Nummer (Y-code) 1999212-6 veröffentlicht. Nachtragsbericht Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 10. Juni 2024 fasste die Gesellschaft den Beschluss, die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 2.300 zurückzuzahlen. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Vorschlag seitens der Geschäftsführung der Gesellschaft über die Gewinnverwendung an den Gesellschafter, Orion Oyj, sieht eine Gesamtausschüttung des Jahresüberschusses in Höhe von TEUR 1.708 vor.
Hamburg, 14. März 2025 ORION Pharma GmbH Dr. Robert Borgdorf René Lindell Hao Pan Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ORION Pharma GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ORION Pharma GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORION Pharma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 22. Mai 2025 KPMG
AG
Timm, Wirtschaftsprüfer Sieprath, Wirtschaftsprüferin Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Mai 2025 festgestellt. |
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